Technisches Gebiet
[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Lastaufnahmevorrichtung zur Aufnahme einer
Last an einem Profil, insbesondere an einem Obergurt oder Untergurt einer Tragstruktur
für eine Fahrwegvorrichtung, die Lastaufnahmevorrichtung aufweisend das Profil mit
zumindest einer ersten Wandung und einer winkelig, insbesondere rechtwinkelig, mit
der ersten Wandung verbundenen zweiten Wandung und ein erstes Verbindungsstück. Die
Erfindung betrifft weiterhin ein entsprechendes Profil sowie ein entsprechendes Verbindungsstück.
Des Weiteren betrifft die Erfindung eine Tragstruktur für eine Fahrwegvorrichtung,
insbesondere eine Fahrtreppenvorrichtung, ein Längsabschnittsmodul einer modulweise
zusammenbaubaren Fahrwegvorrichtung mit einer solchen Tragstruktur und eine entsprechende
Fahrwegvorrichtung.
Hintergrund der Erfindung
[0002] Aus dem Stand der Technik ist es bekannt, bei Fahrwegvorrichtungen Tragstrukturen
vorzusehen, die das äußere Tragwerk für Komponenten der Fahrwegvorrichtung, wie etwa
Führungen mit darin einliegenden Stufen/Paletten, Antriebe und Elektrik sowie für
Anbau- und Verkleidungselemente wie etwa eine Kammplatte, bilden und üblicherweise
aus zwei sich gegenüberliegenden und über Querträger verbundene Seitenwandeinheiten
gebildet sind. Die Seitenwandeinheiten weisen dabei üblicherweise als Strukturelemente
miteinander verschweißte Profile auf, aus denen fachwerkartige Seitenwände und ein
Ober- sowie ein Untergurt ausgebildet sind.
[0003] Nachteilig weisen solche Tragstrukturen relativ große Fertigungstoleranzen auf, die
insbesondere durch das Schweißen der Profile bedingt sind. Komponenten der Fahrwegvorrichtung,
die an der Tragstruktur befestigt werden, müssen daher durch nachteilig sehr aufwändige
Verfahren mit entsprechenden Montagehilfsmitteln positioniert und/oder ausgerichtet
werden, bevor sie an der Tragstruktur befestigt werden.
Dazu sind entsprechende Befestigungsmittel für eine variable
[0004] Positionierung/Ausrichtung der Komponente gegenüber der Tragstruktur ausgebildet
und/oder müssen nach dem Positionieren und/oder Ausrichten erst aufwändig händisch
geschaffen werden.
[0005] Aus
EP 1 655 260 A1 ist beispielsweise eine Fahrwegvorrichtung bekannt, bei der zum Positionieren einer
Kammplatte an der Tragstruktur eine Lastaufnahme mit einstellbarer Höhe der Kammplatte
vorgesehen ist. Die Kammplatte muss aufwändig mittels einer Lehre in der Breite positioniert
werden.
Beschreibung der Erfindung
[0006] Ausgehend von dieser Situation ist es eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine
vereinfachte und sichere Positionierung/Ausrichtung von Komponenten einer Fahrwegvorrichtung
an der Tragstruktur zu ermöglichen.
[0007] Die Aufgabe der Erfindung wird durch die Merkmale der unabhängigen Hauptansprüche
gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen sind in den Unteransprüchen angegeben. Sofern
technisch möglich, können die Lehren der Unteransprüche beliebig mit den Lehren der
Haupt- und Unteransprüche kombiniert werden.
[0008] Insbesondere wird die Aufgabe demnach gelöst durch eine Lastaufnahmevorrichtung zur
Aufnahme einer Last an einem Profil, insbesondere an einem Obergurt oder Untergurt
einer Tragstruktur für eine Fahrwegvorrichtung, die Lastaufnahmevorrichtung aufweisend
das Profil mit zumindest einer ersten Wandung und ein erstes Verbindungsstück mit
einem ersten Abschnitt und einem zweiten Abschnitt, wobei das Profil an der ersten
Wandung zumindest eine erste Ausnehmung zum definierten Positionieren des ersten Verbindungsstücks
aufweist, wobei das erste Verbindungsstück mit dem ersten Abschnitt in die erste Ausnehmung
eingreift und mit der ersten Wandung verbunden ist, wobei das erste Verbindungsstück
an dem außerhalb des Profils liegenden zweiten Abschnitt eine erste Lastaufnahme aufweist
und wobei die erste Ausnehmung gegenüber einem Referenzpunkt der Tragstruktur definiert
positioniert ist.
[0009] Nachfolgend werden vorteilige Aspekte der beanspruchten Erfindung erläutert und weiter
nachfolgend bevorzugte modifizierte Ausführungsformen der Erfindung beschrieben. Erläuterungen,
insbesondere zu Vorteilen und Definitionen von Merkmalen, sind dem Grunde nach beschreibende
und bevorzugte, jedoch nicht limitierende Beispiele. Sofern eine Erläuterung limitierend
ist, wird dies ausdrücklich erwähnt.
[0010] Soweit Elemente mit Hilfe einer Nummerierung bezeichnet sind, also beispielsweise
"erstes Element", "zweites Element" und "drittes Element", so ist diese Nummerierung
rein zur Differenzierung in der Bezeichnung vorgesehen und stellt keine Abhängigkeit
der Elemente voneinander oder eine zwingende Reihenfolge der Elemente dar. Das heißt
insbesondere, dass beispielsweise ein eine Vorrichtung oder ein Verfahren nicht ein
"erstes Element" aufweisen muss, um ein "zweites Element" aufweisen zu können. Auch
kann die Vorrichtung bzw. das Verfahren ein "erstes Element", sowie ein "drittes Element"
aufweisen, ohne aber zwangsläufig ein "zweites Element" aufzuweisen. Es können auch
mehrere Einheiten eines Elements einer einzelnen Nummerierung vorgesehen sein, also
beispielsweise mehrere "erste Elemente".
[0011] Eine Lastaufnahmevorrichtung umfasst im Sinne der vorliegenden Offenbarung beispielsweise
ein als Profil, insbesondere als Hohlprofil ausgebildetes Strukturelement bzw. einen
als Profil ausgebildeten Strukturabschnitt einer Tragstruktur sowie weitere Teile
zum Ausbilden einer mit dem Strukturelement/-abschnitt verbundenen Lastaufnahme. Insbesondere
ist die Lastaufnahme durch ein mit dem Strukturelement/- abschnitt lastfest, insbesondere
lösbar lastfest, verbundenen Verbindungsstück ausgebildet. Als lastfest wird dabei
verstanden, dass über die Verbindung Kräfte und Momenten zumindest in den für einen
üblichen Lastfall relevanten Richtungen sicher übertragbar sind. Insbesondere ist
zudem das Verbindungsstück selbst ausreichend fest zum Übertragen von für einen üblichen
Lastfall relevanten Kräften und/oder Momenten ausgebildet. Die Erfindung betrifft
bezüglich der Lastaufnahmevorrichtung insbesondere Aspekte, die auf die Wechselwirkung
zwischen den umfassten Komponenten gerichtet sind.
[0012] Als Verbindungsstück wird ein an dem Strukturelement/-abschnitt lastfest angeordnetes
bzw. anordnenbares Teil verstanden, das eine Lastaufnahme zur Verfügung stellt. Die
Lastaufnahme ist dabei insbesondere in einer Art ausgebildet und/oder positioniert,
wie es an dem Strukturelement/-abschnitt selbst nicht oder nicht gleichermaßen vorteilhaft
möglich wäre, beispielsweise mechanisch besonders steif, mit einem Versatz zu dem
Strukturelement/-abschnitt und/oder mit der Möglichkeit einer variablen Positionierung
der Komponente. Eine Lastaufnahme ist beispielsweise als Ausnehmung und/oder Vorsprung
ausgebildet und zur lastfesten, insbesondere lösbar lastfesten Aufnahme der Last mittels
Form-, Kraft- oder Materialschluss ausgebildet.
[0013] Im Sinne der vorliegenden Offenbarung bezieht sich der allgemeine Begriff "Fahrwegvorrichtung"
vornehmlich auf Fahrtreppenvorrichtungen und Fahrsteigvorrichtungen (letztere insbesondere
in stufenloser Ausgestaltung in zumindest annähernd ebener Ausrichtung oder bei vernachlässigbarer
Steigung) sowie artverwandte Personentransporteinrichtungen mit endlos umlaufender
Transporteinrichtung. Eine Fahrwegvorrichtung umfasst dabei beispielsweise die Transporteinrichtung
bildende Segmente oder Einheiten, insbesondere Stufen oder Paletten, welche mit angetriebenen
Ketten oder vergleichbaren Triebmitteln verbunden und in Führungen geführt sind. Die
Führungen sowie eine/die Kette (oder ein vergleichbar wirkendes Zugmittel) und weitere
Komponenten der Fahrwegvorrichtung werden beispielsweise innerhalb von sich in Längsrichtung
im Wesentlichen seitlich davon erstreckenden lasttragenden Konstruktionen bzw. Tragstrukturen
gehalten, die zumeist aus zwei sich gegenüberliegenden und über Querträger und wahlweise
auch eine Bodeneinheit miteinander verbundenen Seitenwandeinheiten gebildet sind und
auch fachwerkartig angeordnete Streben umfassen können. Der Begriff "Fahrwegvorrichtung"
bezieht sich weiterhin insbesondere auf modular aufgebaute Fahrwegvorrichtungen, die
aus mehreren Längsabschnitten bzw. Längsabschnittsmodulen mit jeweils individueller
bzw. individuell erstellter Tragstruktur modular aufgebaut und modulweise zusammengebaut/montierbar
sind.
[0014] Die Tragstruktur der Fahrwegvorrichtung bzw. des jeweiligen Moduls ist dabei bevorzugt
im Wesentlichen durch sich gegenüberliegende Seitenwandeinheiten und diese verbindende
Querträger (auch als Querriegel bezeichnet) gebildet, wobei eine jeweilige Seitenwandeinheit
durch zumindest eine Seitenwand sowie insbesondere durch einen Obergurt und/oder einen
Untergurt gebildet ist. Der hier beschriebene modulweise Herstellungsvorgang kann
dabei auch die Verbindung einer Bodeneinheit mit den Seitenwandeinheiten umfassen,
es hat sich jedoch gezeigt, dass eine solche Bodeneinheit nicht notwendigerweise eine
Tragfunktion erfüllen muss, sondern z.B. hinsichtlich der Funktion ausgestaltet ist,
Öl eines/des Antriebs aufzufangen und gegebenenfalls abzuleiten, oder in Hinblick
auf eine Abdeckung und/oder Zugänglichkeit von unten zur Tragstruktur bzw. zur Fahrwegvorrichtung
optimiert ausgestaltet ist; insofern ist die Bodeneinheit als eine optionale Baueinheit
zu verstehen, welche funktional auch separat von der Tragstruktur vorgesehen sein
kann, welche optional jedoch auch eine zusätzlich unterstützende lasttragende Funktion
übernehmen kann, falls in Einzelfällen gewünscht.
[0015] Der Begriff "Seitenwand" bezieht sich auf eine Seitenstruktur, die beispielsweise
zumindest abschnittsweise flächig in nur einer Seitenebene verläuft, jedoch alternativ
oder ergänzend zumindest abschnittsweise durch Profile, Streben oder Träger mit Erstreckung
über eine/die Seitenebene hinaus ausgebildet und/oder verstärkt ist. Allgemein ist
die Seitenwand aus Strukturelementen bzw. Strukturabschnitte gebildet, die als flächig
ausgebildete Strukturabschnitte Kräfte in mehreren Richtungen aufnehmen und/oder als
stabförmige bzw. strebenartige Strukturelemente/-abschnitte die jeweiligen Kräfte
lediglich entlang der durch die Ausrichtung vorgegebenen Längserstreckung aufnehmen
(Zug oder Druck). Die Seitenwand ist also beispielsweise als geschlossene Fläche,
als reines Fachwerk oder als Struktur mit Anteilen von geschlossenen Flächen und Anteilen
mit Fachwerkstruktur ausgebildet. Wahlweise sind zumindest einzelne der Strukturelemente/-abschnitte
der Seitenwand aus Flachmaterial, insbesondere Metallblech gebildet, z.B. strukturell
flächige Abschnitte oder versteifende (insbesondere) gebogenen L- oder U-Profilabschnitte
im Bereich von Schweißverbindungen zu weiteren Strukturelementen/-abschnitten.
[0016] Eine "Seitenwandeinheit" umfasst gemäß Verständnis der vorliegenden Offenbarung die
vorbeschriebene Seitenwand sowie als weitere Strukturelemente/-abschnitte dieser Seitenwand
zugeordnete Gurte, insbesondere einen Obergurt und einen Untergurt, wobei die Gurte
mit der Seitenwand einstückig, integriert oder voneinander separat ausgebildet sein
können. Diese Gurte werden alternativ auch als Bänder bezeichnet. Die jeweilige Seitenwand/-einheit
kann dabei auch als modulweise bereitgestellte Seitenwand/-einheit zu verstehen sein,
je nach Bezugnahme auf eine/die jeweilige Phase des Herstellungsprozesses der einzelnen
Module oder der gesamten Fahrwegvorrichtung. Insofern kann der Begriff Seitenwandeinheit
die gesamte Seitenstruktur umfassend Ober- und Untergurt bezeichnen, und der Begriff
Seitenwand kann die zwischen Ober- und Untergurt angeordnete Seitenstruktur bezeichnen.
[0017] Die Begriffe Obergurt und Untergurt, die zusammen auch als Gurte bezeichnet werden,
bezeichnen vorliegend sich in Längsrichtung im Bereich einer Oberkante bzw. einer
Unterkante der Seitenwand erstreckende Strukturelemente bzw. Strukturabschnitte zum
Aufnehmen von Lasten in Längsrichtung der Fahrwegvorrichtung, insbesondere von Biegelasten,
die vornehmlich zu Zugbeanspruchungen im Untergurt und zu Druckbeanspruchungen im
Obergurt führen. Die Gurte sind dazu bevorzugt als Profile oder Profilabschnitte,
insbesondere als L-Profile, U-Profile oder Hohlprofile ausgebildet und weisen somit
ein günstiges Flächenträgheitsmoment zur Aufnahme der Biegelasten auf. Die Gurte versteifen
also die Tragstruktur und bilden äußere Eckpunkte, wobei wahlweise die Gurte und/oder
die Seitenwände zum Befestigen von weiteren Komponenten der Fahrwegvorrichtung dienen.
Die Gurte können weiterhin als von der Seitenwand separate Bauteile ausgebildet sein;
bevorzugt ist jedoch zumindest ein Teil der Gurte einstückig mit der Seitenwand, beispielsweise
durch Biegen der Seitenwand ausgebildet. Besonders bevorzugt ist der Obergurt als
Hohlprofil mit vier Wandungen ausgebildet, wobei zwei Wandungen von der L-förmig gebogenen,
in diesem Bereich aus Flachmaterial hergestellten Seitenwand und zwei weitere der
Wandungen von einem ebenfalls L-förmig gebogenen und von der Seitenwand separaten
Flachmaterialbauteil gebildet sind. Weiterhin bevorzugt ist in ähnlicher Weise der
Untergurt als Hohlprofil mit vier Wandungen ausgebildet, wobei zwei Wandungen von
der L-förmig gebogenen, in diesem Bereich aus Flachmaterial hergestellten Seitenwand
und zwei Wandungen von der ebenfalls L-förmig gebogenen, in diesem Bereich aus Flachmaterial
hergestellten Bodeneinheit gebildet sind. Die die Wandungen bildenden Komponenten
sind dabei bevorzugt miteinander verschweißt. Der Obergurt und/oder der Untergurt
können auch gänzlich einstückig mit der Seitenwand oder gänzlich separat von der Seitenwand
bereitgestellt sein (insbesondere auch im Sinne einer prozessualen Variation).
[0018] Als Hohlprofil wird ein solches Profil verstanden, dass im Querschnitt zumindest
einen von Wandungen im Wesentlichen umschlossenen Bereich aufweist. In diesem Bereich
des Querschnitts liegen sich dementsprechend zumindest zwei Wandungen gegenüber, sodass
die Zugänglichkeit einer jeweiligen Wandung von der der anderen Wandung zugewandten
Seite eingeschränkt ist. Ein Profil, insbesondere ein Hohlprofil, ist beispielsweise
aus einem Metallwerkstoff oder einem Kunststoff ausgebildet und weiterhin beispielsweise
mittels Extrusion oder als Walzprofil hergestellt.
[0019] Der allgemeine Begriff "Komponenten" betrifft sämtliche Teile der jeweiligen Fahrwegvorrichtungen,
insbesondere die Tragstruktur oder Teile davon und in der Fahrwegvorrichtung bzw.
den jeweiligen Modulen der Fahrwegvorrichtung zu montierende Elemente z.B. betreffend
Elektrik, Antrieb, Führung, Anbau-/Verkleidungselemente wie etwa eine Balustrade oder
dergleichen. Eine Balustrade dient der Sicherung des Fahrwegbereichs einer Fahrwegvorrichtung
insbesondere gegen Absturz einer die Fahrwegvorrichtung benutzenden Person und weist
zudem üblicherweise eine Führung für einen Handlauf auf.
[0020] Als eine definierte Positionierung wird verstanden, dass in der Fertigung der Fahrwegvorrichtung
bzw. der Tragstruktur die zueinander definiert positionierten Elemente lediglich mit
Bezug aufeinander positioniert werden. Wird also ein Element wie etwa eine Ausnehmung,
ein Befestigungsmittel oder ein Verbindungsmittel gegenüber dem Referenzpunkt definiert
positioniert, wird in der Fertigung lediglich der Abstand gegenüber dem Referenzpunkt
berücksichtigt. Etwaige Maßungenauigkeiten anderer Komponenten/Elemente sind dann
für die Positionierung des Elements belanglos. Als Referenzpunkt wird ein materieller
Punkt einer Komponente verstanden, zu dem eine Positionierung in zumindest einer Raumrichtung
maßgenau möglich ist. Dabei handelt es sich beispielsweise um eine Kante oder eine
Ecke einer Komponente, ein an der Komponente vorgesehenes Verbindungsmittel und/oder
eine/n in der Komponente vorgesehene Ausnehmung oder Vorsprung. Insbesondere ist als
Referenzpunkt eine runde Ausnehmung vorgesehen, die sich durch ihren Mittelpunkt als
Referenzpunkt definiert und den Angriff eines Montagehilfsmittels wie einer Halterung
oder einer Lehre ermöglicht.
[0021] Die vorgenannte Lösung der Aufgabe mit einer Lastaufnahmevorrichtung umfasst nun
die Lehre, dass an der ersten Wandung eine Ausnehmung zum Positionieren des ersten
Verbindungsstücks geschaffen ist, in die das erste Verbindungsstück eingreift, wobei
das erste Verbindungsstück mit der ersten Wandung lastfest verbunden ist. Zumindest
ein Teil dieser lastfesten Verbindung ist durch einen Formschluss zwischen der ersten
Ausnehmung und dem darein eingreifenden ersten Abschnitt geschaffen. An der ersten
Lastaufnahme ist dann ein sicheres, lastfestes Halten der Last ermöglicht, wobei Kräfte
in die erste Wandung eingeleitet werden. Durch die definierte Positionierung der ersten
Ausnehmung ist das Verbindungsstück auf einfache Weise und sicher an der Tragstruktur
positioniert und ohne weiteres Positionierungsaufwand zur Aufnahme einer Komponente
an der ersten Lastaufnahme eingerichtet. Die Last wird also an der ersten Wandung
sicher lastfest gehalten, wobei die Lastaufnahmevorrichtung einfach und kostengünstig
ausgebildet ist. Weiterhin ist das Verbindungsstück dabei besonders vorteilhaft auf
einfache Weise an dem Profil befestigbar und durch die Ausgestaltung der Lastaufnahme
zur Aufnahme einer Vielzahl verschiedener Komponenten ausbildbar.
[0022] Die Lastaufnahme ermöglicht auch die Aufnahme der Komponenten mit einem durch das
Verbindungsstück überbrückten Versatz zu dem Profil. Insbesondere ist die Lastaufnahme
dabei so gestaltet, dass die Komponente mittels der Lastaufnahme bereits in zumindest
einer Richtung bzw. bezüglich zumindest einer Drehachse an dem Profil ausgerichtet
werden kann oder die Komponente ist an der Lastaufnahme derart variabel positionierbar,
dass eine Ausrichtung flexibel, beispielsweise mittels eines Hilfsmittels erfolgen
kann.
[0023] Die Lastaufnahmevorrichtung kann weiterhin vorteilhaft derart ausgebildet sein, dass
ein Durchgriff auf die Rückseite der Wandungen nicht erfolgt. Insbesondere ist dann
bei einem Hohlprofil der Eingriff in das Innenvolumen des Hohlprofils vermieden. Insbesondere
ist das Innenvolumen dann durchgreifbar, beispielsweise von einer Lackierlanze.
[0024] Das erste Verbindungsstück ist zudem mit geringem Aufwand zu einem beliebigen Zeitpunkt,
beispielsweise während des Montageprozesses einer Fahrwegvorrichtung, an dem Profil
befestigbar. Auf diese Weise kann beispielsweise eine Hinderung der Montage von weiteren
Komponenten durch das an dem Profil angeordnete erste Verbindungsstück vermieden werden.
[0025] Die Lastaufnahmevorrichtung eignet sich in besonderem Maße zur Aufnahme einer Balustrade
an einer Tragstruktur einer Fahrwegvorrichtung, insbesondere an einem Obergurt einer
solchen Tragstruktur. Die Balustrade ist dann sicher gehalten, wobei insbesondere
durch das erste Verbindungsstück die Gewichtskraft der Balustrade aufgenommen wird
und die Balustrade gegen ein Kippen gesichert ist. Ein Kippmoment tritt beispielsweise
auf, wenn eine die Fahrwegvorrichtung benutzende Person beabsichtigt oder unbeabsichtigt
in einem oberen Bereich der Balustrade - und insofern von der Lastaufnahmevorrichtung
um einen signifikanten Hebelarm entfernt -gegen die Balustrade drückt.
[0026] In einer Ausführungsform ist das erste Verbindungsstück im Bereich der ersten Ausnehmung
mit der ersten Wandung verschweißt und/oder verklebt. Ein solches Verschweißen und/oder
Verkleben kann auf einfache Weise beim oder nach dem Einführen des ersten Abschnitts
in die erste Ausnehmung erfolgen und es wird eine besonders lastfest Verbindung zwischen
dem ersten Verbindungsstück und dem Profil geschaffen.
[0027] In einer Ausführungsform weist das Profil eine winkelig, insbesondere rechtwinkelig,
mit der ersten Wandung verbundene zweiten Wandung auf, wobei an der zweiten Wandung
zumindest ein zweites Verbindungsstück mit einer zweiten Lastaufnahme zum Abstützen
der Last gegen ein Moment angeordnet ist. Zum Abstützen eines Moments ist also ein
an der zweiten Wandung angeordnetes zweites Verbindungsstück mit einer zweiten Lastaufnahme
vorgesehen, über die eine Kraft bzw. ein Moment in die zweite Wandung eingeleitet
wird. Die Last wird also auch an der zweiten Wandung sicher lastfest gehalten, wobei
die Lastaufnahmevorrichtung weiterhin einfach und kostengünstig ausgebildet ist. Insbesondere
hinsichtlich einer Balustrade bei den dort wie vorbeschrieben auftretenden Kippmomenten
erfolgt durch die zweite Lastaufnahme ein besonders sicheres Halten der Balustrade
an dem Profil.
[0028] In einer bevorzugten Ausgestaltung weist das zweite Verbindungsstück einen ersten
Abschnitt und einen zweiten Abschnitt auf, wobei das Profil an der zweiten Wandung
zumindest eine gegenüber dem Referenzpunkt definiert positionierte zweite Ausnehmung
zum definierten Positionieren des zweiten Verbindungsstücks aufweist, wobei das zweite
Verbindungsstück mit dem ersten Abschnitt in die zweite Ausnehmung eingreift und mit
der zweiten Wandung verbunden ist und wobei das zweite Verbindungsstück an dem außerhalb
des Profils liegenden zweiten Abschnitt die zweite Lastaufnahme aufweist. Das zweite
Verbindungsstück ist dann also in der gleichen Art und mit entsprechenden Vorteilen
an der zweiten Wandung angeordnet, wie das erste Verbindungsstück an der ersten Wandung.
Insbesondere sind die erste Ausnehmung und die zweite Ausnehmung dabei bereits zueinander
definiert positioniert, sodass die gesamte Lastaufnahmevorrichtung in sich mit hohe
Maßgenauigkeit ausgebildet ist, wobei diese Maßgenauigkeit auf einfache Weise für
die Montage der Lastaufnahmevorrichtung, insbesondere das Einstecken der ersten Abschnitte
in die Ausnehmungen, durch die Ausnehmungen vorgegeben ist.
[0029] Bevorzugt ist das zweite Verbindungsstück im Bereich der zweiten Ausnehmung mit der
zweiten Wandung verschweißt und/oder verklebt. Ein solches Verschweißen und/oder Verkleben
kann, wie bezüglich des ersten Verbindungsstücks bereits vorbeschrieben, auf einfache
Weise beim oder nach dem Einführen des ersten Abschnitts in die zweite Ausnehmung
erfolgen und es wird eine besonders lastfest Verbindung zwischen dem zweiten Verbindungsstück
und dem Profil geschaffen.
[0030] In einer Ausführungsform der Lastaufnahmevorrichtung ist die erste Lastaufnahme als
zumindest eine dritte Ausnehmung ausgebildet ist und/oder wobei die zweite Lastaufnahme
als zumindest eine vierte Ausnehmung ausgebildet. Die Aufnahme einer Last erfolgt
dann beispielsweise über eine Schraub- oder Nietverbindung, wobei entsprechende Verbindungsmittel
die dritte bzw. vierte Ausnehmung durchgreifen. Bevorzugt ist/sind die dritte und/oder
vierte Ausnehmung als Langloch ausgebildet, sodass die Last, beispielsweise eine Balustrade
einer Fahrwegvorrichtung, in einer Raumrichtung variabel an der dritten bzw. vierten
Ausnehmung aufnehmbar ist.
[0031] Bevorzugt weist das erste Verbindungsstück einen Anschlag zum Anschlagen an der ersten
Wandung von außerhalb des Profils auf und/oder das zweite Verbindungsstück weist einen
Anschlag zum Anschlagen an der zweiten Wandung von außerhalb des Profils auf. Auf
diese Weise sind die Verbindungsstücke einerseits sicher an dem Profil positioniert,
sodass die Lastaufnahmen jeweils sicher positioniert sind. Andererseits sind die Verbindungsstück
gegen ein Hindurchrutschen durch die erste bzw. zweite Ausnehmung gesichert. Ein Anschlag
ist insbesondere als Kante des zweiten Abschnitts ausgebildet, die durch die Ausbildung
des Ersten Abschnitts als Vorsprung gebildet ist. Durch den Anschlag erfolgt dann
in einem gewissen Maße bereits eine Momentenabstützung des jeweiligen Verbindungsstücks
an dem Profil, sodass die Lastaufnahmevorrichtung besonders lastfest ausgebildet ist.
[0032] In einer weiteren Ausführungsform ist das erste Verbindungsstück U-förmig mit einem
mittleren Schenkel, einem ersten seitlichen Schenkel und einem zweiten seitlichen
Schenkel ausgebildet. Das erste Verbindungsstück weist dann bereits in sich eine hohe
Steifigkeit auf und ist insofern besonders dazu geeignet, die Last lastfest an dem
Profil zu halten. Bevorzugt ist dabei der erste Abschnitt des ersten Verbindungsstücks
durch zwei an dem ersten seitlichen Schenkel und dem zweiten seitlichen Schenkel angeordnete
Vorsprünge ausgebildet. Es ist dann eine Befestigung des ersten Verbindungsstücks
an dem Profil geschaffen, durch die eine Momentenabstützung bereits in mehreren Raumrichtungen
erfolgt. Die Momentenabstützung erfolgt dann sowohl durch das erste Verbindungsstück
als auch durch das zweite Verbindungsstück bzw. sowohl durch die erste Lastaufnahme
als auch durch die zweite Lastaufnahme. Besonders bevorzugt ist dabei die erste Lastaufnahme
an dem ersten seitlichen Schenkel und dem zweiten seitlichen Schenkel ausgebildet.
Es erfolgt dann auch die Einleitung der Last in das erste Verbindungsstück entsprechend
last-/bzw. momentenfest.
[0033] Besonders bevorzugt sind die erste Ausnehmung und die zweiter Ausnehmung mittels
Laserschneiden ausgebildet. Insofern eine Ausnehmung mittels Laserschneiden bzw. mittels
einem Laserschneidwerkzeug ausgebildet wird, so wird das Material durch einen entsprechend
ausgerichteten und ausgelegten Laserstrahl durchtrennt. Ein (entsprechendes) Laserschneidwerkzeug
ist insbesondere zur Bearbeitung aus einer Richtung ausgebildet, wobei ein Laserkopf
senkrecht zu dem Werkstück ausgerichtet und in einer Ebene parallel zu dem Werkstück
relativ zu dem Werkstück beweglich ausgebildet ist. Der Laserkopf kann dabei auch
von seiner senkrechten Ausrichtung abweichend ausrichtbar sein. Ein Laserschneidwerkzeug
kann auch einen räumlich um ein Werkstück, insbesondere das Profil, beweglichen Laserkopf
umfassen, wobei besonders vorteilhaft an dem Profil aus einer beliebigen Raumrichtung
und unabhängig von der Geometrie des Profils Ausnehmungen einbringbar sind. Zudem
ist es möglich, bei einem Profil mit sich gegenüberliegenden Wandungen, etwa einem
Hohlprofil, Ausnehmungen in eine Wandung einzubringen, ohne dass der Laserstrahl die
in seiner Richtung hinter der Wandung liegende Wandung beschädigt. Das Laserschneiden
wird bei Profilen mit sich gegenüberliegenden Wandungen, insbesondere Hohlprofilen,
auch als Rohrlaserschneiden bezeichnet.
[0034] Durch das Ausbilden der ersten Ausnehmung und der zweiten Ausnehmung mittels Laserschneiden
ist die betreffende Ausnehmung mit der für das Laserschneiden typischen besonders
hohen Präzision/Maßgenauigkeit bzw. mit besonders geringen Toleranzen an dem Profils
einbringbar. Insbesondere sind dann die erste Ausnehmung und die zweite Ausnehmung
zueinander mit hoher Maßgenauigkeit definiert positioniert. Die an dem Profil angebrachte
Komponente kann dann mit entsprechender, besonders hoher Maßgenauigkeit an der bzw.
durch die Lastaufnahme positioniert und/oder ausgerichtet werden, sodass eine aufwändige
Positionierung/Ausrichtung mit entsprechenden Hilfsmittelen vorteilhaft entfällt.
Dies gilt insbesondere, insofern auch die erste Lastaufnahme und die zweite Lastaufnahme
als mittels Laserschneiden ausgebildete dritte und vierte Ausnehmungen ausgebildet
ist. Die hohe Maßgenauigkeit setzt sich dann durch die Verbindungsstücke hin zu der
aufgenommenen Komponente fort.
[0035] Die Aufgabe wird weiterhin gelöst durch ein Profil, insbesondere ein Hohlprofil,
für eine vorbeschriebene Lastaufnahmevorrichtung und durch ein Verbindungsstück für
eine vorbeschriebene Lastaufnahmevorrichtung. Sowohl bezüglich des Profils als auch
bezüglich des Verbindungsstücks werden durch die Erfindung die bezüglich der Lastaufnahmevorrichtung
vorbeschriebenen Vorteile entsprechend erreicht bzw. verwirklicht.
[0036] Die Aufgabe wird ebenfalls gelöst durch eine Tragstruktur für eine Fahrwegvorrichtung,
insbesondere eine Fahrtreppenvorrichtung, aufweisend zumindest eine Seitenwandeinheit
mit einem Obergurt, einem Untergurt und einer sich zwischen Obergurt und Untergurt
erstreckenden Seitenwand, wobei zumindest einer aus Obergurt und/oder Untergurt zum
Ausbilden einer vorbeschriebenen Lastaufnahmevorrichtung als vorbeschriebenes Profil
ausgebildet ist bzw. wobei zumindest einer aus Obergurt und/oder Untergurt mit einem
vorbeschriebenen Verbindungsstück eine vorbeschriebene Lastaufnahmevorrichtung bildet.
Die bezüglich der Lastaufnahmevorrichtung, bezüglich des Profils und bezüglich des
Verbindungsstücks vorbeschriebenen Vorteile werden mit der Tragstruktur entsprechend
erreicht bzw. verwirklicht.
[0037] Besonders bevorzugt ist/sind bei einer solchen Tragstruktur die erste Wandung und/oder
die zweite Wandung einstückig mit der Seitenwand ausgebildet, wobei die erste Ausnehmung
und die zweite Ausnehmung mittels Laserschneiden ausgebildet sind. Dem liegt insbesondere
das Konzept zugrunde, dass zumindest ein wesentlicher und die Gesamtform definierender
Anteil einer Seitenwand, eines Obergurts, eines Untergurts und/oder die gesamte Seitenwandeinheit
aus Flachmaterial, insbesondere Metallblech, ausgebildet ist, wobei an dem Flachmaterial
bevorzugt wenigstens ein Referenzpunkt definiert ist/wird. Durch heutzutage für Flachmaterialien
verfügbare Bearbeitungsmethoden mit sehr geringen Toleranzen, insbesondere durch die
Bearbeitung mittels Laserschneidwerkzeugen, kann im weiteren Verlauf der Montage der
Fahrwegvorrichtung auf diesen wenigstens einen Referenzpunkt Bezug genommen werden,
sodass die Montage bei sehr kleinen Montagetoleranzen ausführbar ist und die Fahrwegvorrichtung
mit vorteilhaft hoher Maßgenauigkeit hergestellt werden kann. Auf diese Weise kann
auch das vergleichsweise exakte relative oder absolute Positionieren von einzelnen
Komponenten der Fahrwegvorrichtung mit Bezug zum wenigstens einen Referenzpunkt ermöglicht
werden, und darüber hinausgehende Maßnahmen zum Ausrichten und Positionieren der Komponenten,
insbesondere relativ zueinander, können weitgehend entfallen. Das beschriebene Referenzierungssystem
weist weiterhin den Vorteil auf, dass eine gegenüber der üblichen Fachwerkkonstruktion
besonders leichte Tragstruktur geschaffen wird.
[0038] Ganz besonders bevorzugt umfasst die Erfindung die Lehre, am Flachmaterial neben
dem insbesondere in der entsprechenden Seitenwand angeordneten wenigstens einen Referenzpunkt
im Zuge der gleichen Bearbeitungsmethode weitere Referenzen, insbesondere entsprechende
Ausnehmungen einzubringen (im Sinne von zusätzlichen komponentenspezifischen Montagereferenzpunkten),
an denen weitere Komponenten direkt und somit in definierter Positionierung zum wenigstens
einen (Master-)Referenzpunkt mit hoher Genauigkeit angeordnet werden können. Die Referenzen
werden insbesondere auch in Bereichen des Flachmaterials eingebracht, die im Anschluss
an die vorgenannte Bearbeitungsmethode weiteren Bearbeitungsschritten, insbesondere
Biegeverfahren, unterzogen werden können, wodurch das hier beschriebene Referenzierungskonzept
auch zur mehrdimensionalen Positionierung im Raum bezüglich wenigstens zwei oder aller
drei Raumrichtungen umgesetzt werden kann. Weiterhin umfasst die Erfindung die Lehre,
dass der Referenzpunkt durch eine z.B. kreisrunde Ausnehmung bzw. durch deren Mittelpunkt
definiert wird, an welcher weitere Positioniervorrichtungen (also Montagehilfsmittel
wie z.B. Seitenabstützeinheiten) zum Positionieren von einzelnen Längsabschnitten
oder Komponenten eingespannt werden können. Insbesondere wird die jeweilige Komponente
mit dem Referenzpunkt bzw. das gesamte Modul oder auch die gesamte Fahrwegvorrichtung
am wenigstens einen Referenzpunkt angehoben oder um eine durch mehrere Referenzpunkte
gebildete Referenzachse gelagert, z.B. auch daran aufgehangen bzw. angehoben oder
darum gekippt. Es kann auch zumindest ein wesentlicher Anteil eines Obergurts oder
eines Untergurts aus einem Profil gebildet sein, wobei entsprechende Bearbeitungsverfahren,
insbesondere Rohrlaserschneidverfahren, zum Ausbilden eines Referenzpunkts und/oder
weiterer Referenzen auch für Profile verfügbar sind.
[0039] Diesem Konzept entsprechend sind die erste Ausnehmung und die zweite Ausnehmung mittels
dem Laserschneiden mit Bezug zu dem Referenzpunkt ausgebildet und Komponenten der
Fahrwegvorrichtung, insbesondere eine Balustrade, sind mit entsprechender Maßgenauigkeit
an der Lastaufnahme positionierbar/ausrichtbar. Insbesondere sind die an der Lastaufnahme
aufgenommenen Komponenten somit absolut positionierbar, sowohl gegenüber der Tragstruktur,
als auch gegenüber weiteren Komponenten der Fahrwegvorrichtung, die ebenfalls an dem
Referenzpunkt positioniert/ausgerichtet wurden bzw. werden. Vorteilhaft ist die Positionierung/Ausrichtung
von Komponenten der Fahrwegvorrichtung auf diese Weise stark vereinfacht.
[0040] Die Aufgabe wird weiterhin gelöst durch ein Längsabschnittsmodul einer modulweise
zusammenbaubaren Fahrwegvorrichtung, insbesondere einer Fahrtreppenvorrichtung, aufweisend
eine vorbeschriebene Tragstruktur. Der Begriff "Längsabschnittsmodul" ist im Sinne
der vorliegenden Offenbarung allgemein als ein Längsmodul der Fahrwegvorrichtung zu
verstehen, d.h. als ein Modul, das einen Längs- oder Längenabschnitt der Fahrwegvorrichtung
bildet (also einen zumindest in struktureller Hinsicht vollständigen Bestandteil im
entsprechenden Längenbereich). Dieser Begriff umfasst daher die Begriffe "Kopfmodul"
und "Zwischenmodul". Der Begriff "Kopfmodul" bezeichnet ein an einem der Enden der
Fahrwegvorrichtung angeordnetes Modul und bezieht sich dabei wahlweise auf beide Arten
von Kopfmodulen (oberes und unteres Kopfmodul, auch als Oberteil und Unterteil bezeichnet);
insofern kann dieser Begriff gleichermaßen das Modul am oberen oder am unteren Ende
der Fahrwegvorrichtung bezeichnen. Kopfmodule erstrecken sich üblicherweise über einen/den
Neigungswinkel der Fahrwegvorrichtung, überspannen also die Knickstelle bzw. den Übergang
vom geneigten Längsabschnitt zum jeweiligen horizontalen Abschnitt. In diesem Zusammenhang
bezieht sich der Begriff "Podestabschnitt" auf den in bestimmungsgemäßer Anordnung
zumindest annähernd in einer Horizontalebene ausgerichteten Abschnitt des jeweiligen
Kopfmoduls; insofern wird bei einer Beschreibung der Anordnung/Ausrichtung des jeweiligen
Kopfmoduls auch auf die Ausrichtung dieses Podestabschnitts (bzw. dessen Haupterstreckungsebene)
Bezug genommen, insbesondere da bzw. wenn die absolute Länge des Podestabschnitts
größer ist als die absolute Länge des Schrägabschnitts. Der Begriff "verbindender
Schrägabschnitt", der in der Literatur auch als Stummel bezeichnet wird, ist insbesondere
auch als der für das Verbinden/Verheiraten mit einem weiteren Längsabschnittsmodul
vorgesehene schräg/geneigt ausgerichtete Abschnitt zu verstehen und kann je nach Funktion
des jeweiligen Kopfmoduls mehr oder weniger lang ausgeprägt sein; daraus ergibt sich,
dass vorgesehen ist, die einzelnen Module untereinander im Bereich eines/des geneigten
Längsabschnitts miteinander zu verbinden. Der allgemeine Begriff "Längsabschnitt"
kann dabei wahlweise ein Längsabschnittsmodul oder einen spezifischen Längsabschnitt
insbesondere des Kopfmoduls betreffen (also Podestabschnitt oder Schrägabschnitt).
[0041] Ein solches Längsabschnittsmodul weist die bezüglich der Lastaufnahmevorrichtung,
dem Profil, dem Verbindungsstück und der Tragstruktur vorbeschriebenen Vorteile entsprechend
auf. Insbesondere ist bei einem Längsabschnittsmodul vorgesehen, dass als Referenzpunkt
ein Verbindungsmittel zum Verbinden des Längsabschnittsmodul mit einem weiteren Längsabschnittsmodul
dient oder, dass die erste Ausnehmung, die zweite Ausnehmung und das Verbindungsmittel
auf den gleichen Referenzpunkt bezogen positioniert sind. Das weitere Längsabschnittsmodul
kann dann einen entsprechenden absoluten Referenzpunkt aufweisen oder auf einen absoluten
Referenzpunkt des Längsabschnittsmoduls referenzieren, wobei auf den absoluten Referenzpunkt
bevorzugt auch während der Montage der Fahrwegvorrichtung referenziert wird. Insbesondere
sind das Verbindungsmittel, die erste Ausnehmung und die zweite Ausnehmung mittels
Laserschneiden an dem Längsabschnittsmodul eingebracht. Besonders bevorzugt ist das
Längsabschnittsmodul als Zwischenmodul zwischen zwei Kopfmodulen ausgebildet.
[0042] Die Aufgabe wird weiterhin auch gelöst durch eine Fahrwegvorrichtung, insbesondere
Fahrtreppenvorrichtung, aufweisend eine vorbeschriebene Tragstruktur. Insbesondere
weist die Fahrwegvorrichtung zumindest ein vorbeschriebenes Längsabschnittsmodul auf.
Eine solche Fahrwegvorrichtung weist die bezüglich der Lastaufnahmevorrichtung, des
Profils, des Verbindungsstücks, der Tragstruktur und des Längsabschnittmoduls vorbeschriebenen
Vorteile entsprechend auf.
Kurze Beschreibung der Zeichnungen
[0043] Nachfolgend wird die Erfindung unter Bezugnahme auf die anliegenden Zeichnungen anhand
bevorzugter Ausführungsbeispiele näher erläutert. Die Formulierung Figur ist in den
Zeichnungen mit Fig. abgekürzt.
[0044] In den Zeichnungen zeigen
- Fig. 1a
- eine perspektivische Ansicht einer Lastaufnahmevorrichtung nach einem Aspekt der Erfindung;
- Fig. 1b
- eine perspektivische Ansicht eines ersten Verbindungsstücks für eine Lastaufnahmevorrichtung
nach Fig. 1a;
- Fig. 1c
- eine perspektivische Ansicht eines zweiten Verbindungsstücks für eine Lastaufnahmevorrichtung
nach Fig. 1a;
- Fig. 2
- eine perspektivische Ansicht einer an einem Obergurt einer Tragstruktur einer Fahrwegvorrichtung
ausgebildete Lastaufnahmevorrichtung mit daran angeordneter Balustrade;
- Fig. 3a
- eine perspektive Ansicht eines teilweise montierten Kopfmoduls einer modulweise zusammenbaubaren
Fahrwegvorrichtung mit einer Tragstruktur;
- Fig. 3b
- eine perspektive Ansicht eines teilweise montierten Zwischenmoduls einer modulweise
zusammenbaubaren Fahrwegvorrichtung mit einer Tragstruktur;
- Fig. 3c
- eine perspektive Ansicht eines weiteren teilweise montierten Kopfmoduls einer modulweise
zusammenbaubaren Fahrwegvorrichtung mit einer Tragstruktur; und
- Fig. 3d
- eine Detailansicht einer Tragstruktur gemäß den Fig. 2a bis 2c.
Detaillierte Beschreibung der Zeichnungen
[0045] Die beschriebenen Ausführungsbeispiele sind lediglich Beispiele, die im Rahmen der
Ansprüche auf vielfältige Weise modifiziert und/oder ergänzt werden können. Jedes
Merkmal, das für ein bestimmtes Ausführungsbeispiel beschrieben wird, kann eigenständig
oder in Kombination mit anderen Merkmalen in einem beliebigen anderen Ausführungsbeispiel
genutzt werden. Jedes Merkmal, das für ein Ausführungsbeispiel einer bestimmten Anspruchskategorie
beschrieben wird, kann auch in entsprechender Weise in einem Ausführungsbeispiel einer
anderen Anspruchskategorie eingesetzt werden.
[0046] Die Figur 1a zeigt eine Lastaufnahmevorrichtung 30 mit einem Profil 31, einem ersten
Verbindungsstück 32.1 und einem zweiten Verbindungsstück 32.2. Das Profil 31 weist
eine erste Wandung 31.1 und eine rechtwinkelig mit der ersten Wandung 31.1 verbundenen
zweiten Wandung 31.2 auf. Das Profil 31 weist weiterhin, jedoch nicht dargestellt,
eine dritte Wandung und eine vierte Wandung auf und bildet insofern ein Hohlprofil,
beispielsweise als Obergurt 4.1 einer Tragstruktur 2 für eine Fahrwegvorrichtung 1.
An dem Profil 31 sind zum vereinfachten Verständnis neben der Lastaufnahmevorrichtung
30 weitere Ausnehmungen 33 für eine weitere Lastaufnahmevorrichtung ohne daran angeordnete
Verbindungsstücke 32.1, 32.2 dargestellt, die der Lastaufnahmevorrichtung 30 gleicht.
An der ersten Wandung 31.1 ist insofern eine erste erste Ausnehmung 33.1 und eine
zweite erste Ausnehmung 33.2 zur Aufnahme eines ersten Verbindungsstücks 32.1 angeordnet.
Weiterhin ist an der zweiten Wandung 31.2 eine zweite Ausnehmung 33.3 zur Aufnahme
eines zweiten Verbindungsstücks 32.2 angeordnet. Die Verbindungsstücke 32.1, 32.2
der Lastaufnahmevorrichtung 30 greifen in entsprechende erste und zweite Ausnehmungen
33.1, 33.2, 33.3 formschlüssig ein.
[0047] Das erste Verbindungsstück 32.1 ist im Detail in Figur 1b dargestellt. Es ist U-förmig
mit einem mittleren Schenkel 34.1, einen ersten seitlichen Schenkel 34.2 und einem
zweiten seitlichen Schenkel 34.3 ausgebildet, wobei die Schenkel 34.1, 34.2, 34.3
einen zweiten Abschnitt 34 des ersten Verbindungsstücks 32.1 ausbilden. Ein erster
Abschnitt 35 ist durch an den seitlichen Schenkeln 34.2, 34.3 angeordnete Vorsprünge
ausgebildet, von denen nur einer in Fig. 1b dargestellt ist. Die Vorsprünge greifen,
wie in Fig. 1a dargestellt, in die Ausnehmungen 33.1, 33.2 ein, woraufhin entlang
der Vorsprünge Schweißnähte 36.1 zum Verbinden des ersten Verbindungsstücks 32.1 mit
dem Profil 31 ausgebildet werden. Die nicht durch die Vorsprünge überspannte Unterseite
der Schenkel 34.1, 34.2, 34.3 bildet beim Eingreifen des ersten Verbindungsstücks
32.1 in die ersten Ausnehmungen 33.1, 33.2 einen Anschlag. An den seitlichen Schenkeln
34.2, 34.3 ist weiterhin eine erste Lastaufnahme 37 ausgebildet, die aus dritten Ausnehmung
37.1, 37.2 gebildet ist, jeweils umfassend ein Langloch und eine Aufnahme für einen
Federstift 43.
[0048] Das zweite Verbindungsstück 32.2 ist im Detail in Figur 1c dargestellt. Es weist
einen als Vorsprung ausgebildeten ersten Abschnitt 38 und einen zweiten Abschnitt
39 mit einer als vierte Ausnehmung ausgebildeten zweiten Lastaufnahme 40 auf. Der
Vorsprung greift, wie in Fig. 1a dargestellt, in die zweite Ausnehmung 33.3 ein, woraufhin
entlang des Vorsprungs eine Schweißnaht 36.2 zum Verbinden des ersten Verbindungsstücks
32.1 mit dem Profil 31 ausgebildet wird. Die nicht durch den Vorsprung überspannte
Unterseite des ersten Abschnitts 38 bildet beim Eingreifen des zweiten Verbindungsstücks
32.2 in die zweite Ausnehmungen 33.3 einen Anschlag.
[0049] Figur 2 zeigt einen Obergurt 4.1 einer Fahrwegvorrichtung 1, wobei an der oberen
Wandung des Obergurts 4.1 als erste Wandung 31.1 und einer nicht dargestellten inneren
Wandung des Obergurts 4.1 als zweite Wandung 31.2 eine Lastaufnahmevorrichtung 30
ausgebildet ist. An der Lastaufnahmevorrichtung 30 sind zwei Halterungen 41.1, 41.2
jeweils mittels einer Schraubverbindung 42 und einem Federstift 43 an der ersten Lastaufnahme
37 gehalten, wobei an den Halterungen 41.1, 41.2 eine Montageleiste 44 einer Balustrade
16 gehalten ist. Die Montageleiste 44 ist weiterhin gegenüber der zweiten Lastaufnahme
40 abgestützt, sodass die Balustrade 16 insbesondere hinsichtlich ihrer Gewichtskraft
und hinsichtlich einem Kippen um ihre Längsachse sicher an der Lastaufnahmevorrichtung
30 gehalten ist.
[0050] Die Figuren 3a bis 3c zeigen mehrere Längsabschnittsmodule 1.1, 1.2, 1.3 einer modulweise
zusammengebauten Fahrwegvorrichtung 1, nämlich Figur 3a ein als unteres Kopfmodul
ausgebildetes erstes Längsabschnittsmodul 1.1, Figur 3b ein als Zwischenmodul ausgebildetes
zweites Längsabschnittsmodul 1.2 und Figur 3c ein als oberes Kopfmodul ausgebildetes
drittes Längsabschnittsmodul 1.3. Die Kopfmodule erstrecken sich dabei über Knickstellen
hinaus, bzw. weisen einen abgeknickten Stummel auf. Die Längsabschnittsmodule 1.1,
1.2, 1.3 weisen jeweils eine Tragstruktur 2 mit jeweils zwei sich jeweils hauptsächlich
in einer Längsrichtung L erstreckenden Seitenwandeinheiten 2.1, 2.2 und sich in einer
Querrichtung Q erstreckenden Querträgern 2.3 auf. Eine jeweilige Seitenwandeinheit
2.1, 2.2 weist wiederum jeweils eine Seitenwand 3, einen sich in Längsrichtung L erstreckenden
Obergurt 4.1 und einen sich in Längsrichtung L erstreckenden Untergurt 4.2 auf.
[0051] Der Aufbau der Tragstrukturen 2 ist in der Figur 3d im Detail gezeigt. Dabei ist
die Seitenwand 3 aus einem Flachmaterial ausgebildet, bei dem durch Aussparungen 5
Strukturabschnitte 6.1 und Strukturabschnitte 6.2 ausgebildet sind. Die Strukturabschnitte
6.1 unterteilen die Seitenwand 3 bzw. die Seitenwandeinheit 2 folglich in Felder.
Ferner sind an den Strukturabschnitten 6.1 Strukturpfosten 7 mit Tragelementen 7.1
und die Querstreben 2.3 angeordnet bzw. befestigt, insbesondere verschweißt.
[0052] Die Seitenwand 3 ist weiterhin integral mit dem Obergurt 4.1 und dem Untergurt 4.2
ausgebildet. So ist durch das die Seitenwand 3 ausbildende Flachmaterial eine erste
Wandung 8.1 und L-förmig von der ersten Wandung 8.1 abgebogen eine zweite Wandung
8.2 des Obergurts 4.1 gebildet. Eine dritte Wandung 8.3 und eine vierte Wandung 8.4
des Obergurts 4.1 sind durch ein weiteres, aus einem L-förmig gebogenen Flachmaterial
gebildeten und mit dem die Seitenwand 3 ausbildenden Flachmaterial verschweißten,
Element gebildet. In gleicher Weise sind durch das die Seitenwand 3 ausbildende Flachmaterial
L-förmig von der Seitenwand 3 abgebogen eine erste Wandung 9.1 und L-förmig von der
ersten Wandung 9.1 abgebogen eine zweite Wandung 9.2 des Untergurts 4.2 gebildet.
Eine dritte Wandung 9.3 und eine vierte Wandung 9.4 des Untergurts 4.2 sind durch
eine L-förmig gebogene Bodeneinheit 10 gebildet. Eine vorbeschriebene Lastaufnahmevorrichtung
30 kann beispielsweise, jedoch nicht näher dargestellt, an einem Obergurt 4.1 oder
einem Untergurt 4.2 ausgebildet sein und eine Komponente der Fahrwegvorrichtung 1
tragen. Dabei entspricht beispielsweise die erste Wandung 31.1 der zweiten Wandung
8.2 und die zweite Wandung 31.2 der dritten Wandung 8.3.
[0053] Wiederum mit Bezug auf die Figuren 3a bis 3c sind die Längsabschnittsmodule 1.1,
1.2, 1.3 mit mehreren Komponenten der Fahrwegvorrichtung dargestellt. So weist das
untere Kopfmodul (Fig. 2a) eine Kammplatte 12, einen Sockel 13, eine Balustrade 16
mit darauf angeordnetem Handlauf 17 und mehrere Führungen 14.1, 14.2, 14.3 für nicht
dargestellte Kettenrollen, Stufen-/Palettenrollen und/oder einen Handlauf auf. Entsprechende
Führungen 14.1, 14.2, 14.3, ein Sockel 13 und eine Balustrade 16 sind auch in dem
Zwischenmodul (Fig.2b) angeordnet. Die Führungen 14.1, 14.2, 14.3 liegen dabei auf
den Tragelementen 7.1 auf. Das obere Kopfmodul (Fig. 2c) weist neben den bereits im
unteren Kopfmodul und/oder Zwischenmodul vorhandenen Komponenten einen Antrieb 15
zum Antreiben einer Kette und/oder einem Handlaufumlauf auf. Bei der Darstellung des
oberen Kopfmoduls ist eine vorgesehene Balustrade 16 nicht dargestellt, jedoch sind
entlang des Obergurts 41 mehrere Lastaufnahmevorrichtungen 30 zur Aufnahme einer Balustrade
16 entsprechend Figur 2 dargestellt..
[0054] Die Längsmodule 1.1, 1.2, 1.3 weisen jeweils an den Tragstrukturen 2, bzw. Seitenwandeinheiten
2.1, 2.2, bzw. Seitenwänden 3 im Flachmaterial eingebrachte Referenzpunkte 18 auf,
die in Figur 3d dargestellt sind. In den Figuren 3a bis 3c sind die Referenzpunkte
18 von Montagehalterungen 19 überdeckt, die wiederum auf Schlitten 20 befestigt sind.
Durch das Aufhängen der Längsabschnitte 1.1, 1.2, 1.3 an den Referenzpunkten 18 ist
es ermöglicht, während der Montage immer wieder und bestenfalls ausschließlich bei
der Positionierung/Ausrichtung von Komponenten auf die Referenzpunkte 18 Bezug zu
nehmen. Die Referenzpunkte 18 sind bei der Fertigung der Seitenwände 3 durch Laserschneiden
an dem Flachmaterial ausgebildet, wobei durch für das Laserschneiden typische Genauigkeit
alle weiteren an dem Flachmaterial eingebrachten Ausnehmungen oder Ausschnitte exakt
gegenüber den Referenzpunkten 18 positioniert sind und insofern ihrerseits als Referenzen
bei der Positionierung/Ausrichtung von Komponenten dienen können. Insbesondere gilt
dies für erste Ausnehmungen 33.1, 33.2 und zweite Ausnehmungen 33.3, mittels denen
eine Lastaufnahmevorrichtung 30 bzw. mittelbar eine Balustrade 16 an dem Obergurt
4.1 befestigt ist. Die Balustrade 16 bzw. die Montageleiste 44 kann durch die exakten
Referenzen dann mittels der Lastaufnahmevorrichtung 30 positioniert und ausgerichtet
werden, ohne dass dazu weitere Hilfsmittel oder Verfahrensschritte notwendig sind.
Auch gilt die Eignung zum Positionieren/Ausrichten für die Verbindungsmittel 21 zum
Verbinden der Längsabschnittmodule 1.1, 1.2, 1.3 und Schlitze 22 zum Aufnehmen von
Komponenten der Fahrwegvorrichtung 1 wie etwa der Tragelemente 7.1. Mittels der Referenzpunkte
18 und insbesondere der Aufhängung der Längsabschnittmodule 1.1, 1.2, 1.3 ist auch
eine exakte Ausrichtung der Längsabschnittmodule 1.1, 1.2, 1.3 zueinander bei deren
Verbindung miteinander über die Verbindungsmittel 21 ermöglicht.
Bezugszeichenliste
[0055]
- 1
- Fahrwegvorrichtung
- 1.1
- erstes Längsabschnittsmodul (unteres Kopfmodul)
- 1.2
- zweites Längsabschnittsmodul (Zwischenmodul)
- 1.3
- drittes Längsabschnittsmodul (oberes Kopfmodul)
- 2
- Tragstruktur
- 2.1
- erste Seitenwandeinheit
- 2.2
- zweite Seitenwandeinheit
- 2.3
- Querträger
- 4.1
- Obergurt
- 4.2
- Untergurt
- 5
- Aussparung
- 6.1
- erster Strukturabschnitt
- 6.2
- zweiter Strukturabschnitt
- 7
- Strukturpfosten
- 7.1
- Tragelement
- 8.1
- erste Wandung des Obergurts
- 8.2
- zweite Wandung des Obergurts
- 8.3
- dritte Wandung des Obergurts
- 8.4
- vierte Wandung des Obergurts
- 9.1
- erste Wandung des Untergurts
- 9.2
- zweite Wandung des Untergurts
- 9.3
- dritte Wandung des Untergurts
- 9.4
- vierte Wandung des Untergurts
- 10
- Bodeneinheit
- 12
- Kammplatte
- 13
- Sockel
- 14.1
- erste Führung
- 14.2
- zweite Führung
- 14.3
- dritte Führung
- 15
- Antrieb
- 16
- Balustrade
- 17
- Handlauf
- 18
- Referenzpunkt
- 19
- Montagehalterung
- 20
- Schlitten
- 21
- Verbindungsmittel
- 22
- Schlitz
- 30
- Lastaufnahmevorrichtung
- 31
- Profil
- 31.1
- erste Wandung des Profils
- 31.2
- zweite Wandung des Profils
- 32.1
- erstes Verbindungsstück
- 32.2
- zweites Verbindungsstück
- 33.1
- erste erste Ausnehmung
- 33.2
- zweite erste Ausnehmung
- 33.3
- zweite Ausnehmung
- 34
- zweiter Abschnitt des ersten Verbindungselements
- 34.1
- mittlerer Schenkel des ersten Verbindungsstücks
- 34.2
- erster seitlicher Schenkel des ersten Verbindungsstücks
- 34.3
- zweite seitlicher Schenkel des ersten Verbindungsstücks
- 35
- erster Abschnitt des ersten Verbindungselements
- 36.1
- Schweißnaht
- 36.2
- Schweißnaht
- 37
- erste Lastaufnahme
- 37.1
- dritte Ausnehmungen
- 37.2
- dritte Ausnehmungen
- 38
- erster Abschnitt des zweiten Verbindungselements
- 39
- zweite Abschnitt des zweiten Verbindungselements
- 40
- zweite Lastaufnahme
- 41.1
- Halterung
- 41.2
- Halterung
- 42
- Schraubverbindung
- 43
- Federstift
- 44
- Montageleiste
1. Lastaufnahmevorrichtung (30) zur Aufnahme einer Last an einem Profil (31), insbesondere
an einem Obergurt (4.1) oder Untergurt (4.2) einer Tragstruktur (2) für eine Fahrwegvorrichtung
(1), die Lastaufnahmevorrichtung (30) aufweisend
das Profil (31) mit zumindest einer ersten Wandung (31.1); und
ein erstes Verbindungsstück (32.1) mit einem ersten Abschnitt (35) und einem zweiten
Abschnitt (34);
wobei das Profil (31) an der ersten Wandung (31.1) zumindest eine erste Ausnehmung
(33.1, 33.2) zum definierten Positionieren des ersten Verbindungsstücks (32.1) aufweist;
wobei das erste Verbindungsstück (32.1) mit dem ersten Abschnitt (35) in die erste
Ausnehmung (33.1, 33.2) eingreift und mit der ersten Wandung (31.1) verbunden ist;
wobei das erste Verbindungsstück (32.1) an dem außerhalb des Profils (31) liegenden
zweiten Abschnitt (34) eine erste Lastaufnahme (37) aufweist; und
wobei die erste Ausnehmung (33.1, 33.2) gegenüber einem Referenzpunkt (18) der Tragstruktur
(2) definiert positioniert ist.
2. Lastaufnahmevorrichtung (30) nach Anspruch 1, wobei das erste Verbindungsstück (32.1)
im Bereich der ersten Ausnehmung (33.1, 33.2) mit der ersten Wandung (31.1) verschweißt
und/oder verklebt ist.
3. Lastaufnahmevorrichtung (30) nach Anspruch 1 oder 2,
wobei das Profil (31) eine winkelig, insbesondere rechtwinkelig, mit der ersten Wandung
(31.1) verbundene zweiten Wandung (31.2) aufweist; und
wobei an der zweiten Wandung (31.2) zumindest ein zweites Verbindungsstück (32.2)
mit einer zweiten Lastaufnahme (40) zum Abstützen der Last gegen ein Moment angeordnet
ist.
4. Lastaufnahme nach Anspruch 3, wobei das zweite Verbindungsstück (32.2) einen ersten
Abschnitt (38) und einen zweiten Abschnitt (39) aufweist;
wobei das Profil (31) an der zweiten Wandung (31.2) zumindest eine gegenüber dem Referenzpunkt
(18) definiert positionierte zweite Ausnehmung (33.3) zum definierten Positionieren
des zweiten Verbindungsstücks (32.2) aufweist;
wobei das zweite Verbindungsstück (32.2) mit dem ersten Abschnitt (38) in die zweite
Ausnehmung (33.3) eingreift und mit der zweiten Wandung (31.2) verbunden ist; und
wobei das zweite Verbindungsstück (32.2) an dem außerhalb des Profils (31) liegenden
zweiten Abschnitt (39) die zweite Lastaufnahme (40) aufweist.
5. Lastaufnahmevorrichtung (30) nach Anspruch 4, wobei das zweite Verbindungsstück (32.2)
im Bereich der zweiten Ausnehmung (33.3) mit der zweiten Wandung (31.2) verschweißt
und/oder verklebt ist.
6. Lastaufnahmevorrichtung (30) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die erste
Lastaufnahme (37) als zumindest eine dritte Ausnehmung (37.1, 37.2) ausgebildet ist
und/oder wobei die zweite Lastaufnahme (40) als zumindest eine vierte Ausnehmung ausgebildet
ist.
7. Lastaufnahmevorrichtung (30) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei das erste
Verbindungsstück (32.1) einen Anschlag zum Anschlagen an der ersten Wandung (31.1)
von außerhalb des Profils (31) aufweist und/oder wobei das zweite Verbindungsstück
(32.2) einen Anschlag zum Anschlagen an der zweiten Wandung (31.2) von außerhalb des
Profils (31) aufweist.
8. Lastaufnahmevorrichtung (30) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei das erste
Verbindungsstück (32.1) U-förmig mit einem mittleren Schenkel (34.1), einem ersten
seitlichen Schenkel (34.2) und einem zweiten seitlichen Schenkel (34.3) ausgebildet
ist.
9. Lastaufnahmevorrichtung (30) nach Anspruch 8, wobei der erste Abschnitt (35) des ersten
Verbindungsstücks (32.1) durch zwei an dem ersten seitlichen Schenkel (34.2) und dem
zweiten seitlichen Schenkel (34.3) angeordnete Vorsprünge ausgebildet ist und wobei
insbesondere die erste Lastaufnahme (37) an dem ersten seitlichen Schenkel (34.2)
und dem zweiten seitlichen Schenkel (34.3) ausgebildet ist.
10. Lastaufnahmevorrichtung (30) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die erste
Ausnehmung (33.1, 33.2) und die zweiter Ausnehmung (33.3) mittels Laserschneiden ausgebildet
sind.
11. Profil (31), insbesondere Hohlprofil, für eine Lastaufnahmevorrichtung (30) nach einem
der vorhergehenden Ansprüche.
12. Verbindungsstück (32.1, 32.2) für eine Lastaufnahmevorrichtung (30) nach einem der
Ansprüche 1 bis 10.
13. Tragstruktur (2) für eine Fahrwegvorrichtung (1), insbesondere eine Fahrtreppenvorrichtung,
aufweisend
zumindest eine Seitenwandeinheit (2.1, 2.2) mit einen Obergurt (4.1), einen Untergurt
(4.2) und einer sich zwischen Obergurt (4.1) und Untergurt (4.2) erstreckenden Seitenwand
(3);
wobei zumindest einer aus Obergurt (4.1) und/oder Untergurt (4.2) zum Ausbilden einer
Lastaufnahmevorrichtung (30) nach einem der Ansprüche 1 bis 10 als Profil (31) nach
Anspruch 11 ausgebildet ist.
14. Tragstruktur (2) nach Anspruch 13, wobei die erste Wandung (31.1) und/oder die zweite
Wandung (33.2) einstückig mit der Seitenwand (3) ausgebildet ist/sind, und wobei die
erste Ausnehmung (33.1, 33.2) und die zweite Ausnehmung (33.2) mittels Laserschneiden
ausgebildet sind.
15. Längsabschnittsmodul (1.1, 1.2, 1.3) einer modulweise zusammenbaubaren Fahrwegvorrichtung
(1), insbesondere einer Fahrtreppenvorrichtung, aufweisend eine Tragstruktur (2) nach
Anspruch 13 oder 14.
16. Fahrwegvorrichtung (1), insbesondere Fahrtreppenvorrichtung, aufweisend eine Tragstruktur
(2) nach Anspruch 13 oder 14; und
insbesondere zumindest ein Längsabschnittsmodul (1.1, 1.2, 1.3) nach Anspruch 15.