[0001] Die Erfindung betrifft ein elektronisches Gerät, insbesondere ein Überspannungsschutzgerät,
zum Aufsetzen auf eine Tragschiene, mit einem Gehäuse, mit einer in dem Gehäuse angeordneten
Elektronikeinheit und mit einem der elektrisch leitenden Verbindung zwischen der Elektronikeinheit
und der Tragschiene dienenden federnden Kontaktelement. Das Kontaktelement weist zwei
Kontaktschenkel, einen die Kontaktschenkel miteinander verbindenden Verbindungsbereich
und einen Kontaktierungsabschnitt zur Kontaktierung der Elektronikeinheit auf, wobei
im montierten Zustand des elektronischen Geräts die Kontaktschenkel des Kontaktelements
einen Schenkel der Tragschiene zwischen sich klemmend kontaktieren. Daneben betrifft
die Erfindung auch ein Kontaktelement zur Verwendung in einem ein Gehäuse und eine
Elektronikeinheit aufweisenden elektronischen Gerät.
[0002] Elektronische Geräte zum Aufsetzen auf eine Tragschiene, insbesondere eine sogenannte
Hutschiene mit zwei Schenkel, sind seit vielen Jahren bekannt und werden in unterschiedlichen
Ausführungsformen und für verschiedene Anwendungen eingesetzt. Ähnlich wie elektrische
Reihenklemmen, die in der Regel ebenfalls auf Tragschienen aufgerastet werden, weisen
diese elektronischen Geräte mindestens zwei Leiteranschlusselemente auf, über die
elektrische Leiter mit der im Gehäuse angeordneten Elektronikeinheit verbunden werden
können. Als Leiteranschlusselemente können unterschiedliche Arten von Anschlussklemmen
verwendet werden, beispielsweise Schraubklemmen, Federkraftklemmen oder Zugfederklemmen.
[0003] Im Unterschied zu klassischen elektrischen Reihenklemmen, die als Durchgangsklemmen
ausgebildet sind, weisen die in Rede stehenden elektronischen Geräte zusätzlich eine
Elektronikeinheit auf, bei der es sich insbesondere um eine Leiterplatte mit darauf
angeordneten elektronischen Bauelementen handeln kann. Je nach Ausgestaltung der innerhalb
des Gehäuses angeordneten Elektronikeinheit können die elektronischen Geräte für unterschiedliche
Anwendungen insbesondere in der Mess-, Steuer- und Regelungstechnik (MSR-Anwendungen)
eingesetzt werden. So können die elektronischen Geräte beispielsweise als Relais-Schnittstellen,
als modulare Analog-Konverter oder als Überspannungsschutzgeräte ausgebildet sein.
[0004] Ist das elektronische Gerät als Überspannungsschutzgerät ausgebildet, so weist es
mindestens einen Überspannungsableiter auf, durch den ein an den Leiteranschlusselementen
des elektronischen Geräts angeschlossenes weiteres Gerät, beispielsweise eine Steuerung,
vor Überspannungen geschützt werden kann. Derartige, als Überspannungsschutzgeräte
ausgebildete elektronische Geräte für MSR-Anwendungen sind seit vielen Jahren am Markt
bekannt.
[0005] Ein entsprechendes elektronisches Gerät ist aus der
DE 10 2009 008 386 B4 bekannt. Zur Realisierung einer elektrisch leitenden Verbindung zwischen der Elektronikeinheit
und der Tragschiene ist im Fußbereich des Gehäuses ein Kontaktelement angeordnet,
das zwei parallel zueinander angeordnete federnde metallische Kontaktglieder aufweist,
die über einen Steg miteinander verbunden sind. An dem Steg ist außerdem ein Verbindungselement
mit mehreren Lötpins angeordnet, die in entsprechende Bohrungen in der Leiterplatte
eingesteckt und mit Kontaktflächen auf der Leiterplatte verlötet werden können. Die
beiden in Längsrichtung der Tragschiene hintereinander angeordneten Kontaktglieder
weisen jeweils zwei einander gegenüberliegende Kontaktschenkel und einen die Kontaktschenkel
miteinander verbindende Verbindungsbereiche auf, wobei im montierten Zustand des elektronischen
Geräts die Kontaktschenkel der Kontaktglieder einen Schenkel der Tragschiene zwischen
sich klemmend kontaktieren.
[0006] Dadurch, dass das bekannte Kontaktelement zwei parallel zueinander angeordnete Kontaktglieder
aufweist, wird eine sichere und gute elektrische Verbindung zwischen der Elektronikeinheit
und der Tragschiene durch das Kontaktelement gewährleistet. Auf der anderen Seite
kann durch die parallel zueinander angeordneten Kontaktglieder jedoch eine gewisse
Mindestbreite des elektronischen Geräts nicht unterschritten werden.
[0007] Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein elektronisches Gerät bzw.
ein Kontaktelement zur Verwendung in einem elektronischen Gerät zur Verfügung zu stellen,
durch das auch bei nur geringem zur Verfügung stehenden Einbauraum eine gute und zuverlässige
elektrische und mechanische Kontaktierung einer Tragschiene realisiert werden kann.
[0008] Diese Aufgabe ist bei dem eingangs beschriebenen elektronischen Gerät mit den Merkmalen
des Patentanspruchs 1 gelöst. An den einander zugewandten Seiten der beiden Kontaktschenkel
ist dazu jeweils ein Kontaktbereich ausgebildet. Da im montierten Zustand des elektronischen
Geräts die beiden Kontaktschenkel des Kontaktelements den Schenkel der Tragschiene
zwischen sich klemmend kontaktieren, weist das Kontaktelement bezogen auf den Schenkel
der Tragschiene einen oberen Kontaktschenkel und einen unteren Kontaktschenkel auf.
Als oberer Kontaktschenkel wird dabei der Kontaktschenkel bezeichnet, der die dem
elektronischen Gerät zugewandte Seite des Schenkels der Tragschiene kontaktiert. Entsprechend
wird als unterer Kontaktschenkel der Kontaktschenkel des Kontaktelements bezeichnet,
der die dem elektronischen Gerät abgewandte Seite des Schenkels der Tragschiene kontaktiert,
wenn das elektronische Gerät auf der Tragschiene aufgerastet ist.
[0009] Der erste Kontaktbereich, der an dem oberen Kontaktschenkel ausgebildet ist, ist
scharfkantig ausgebildet. Der zweite Kontaktbereich, der an dem unteren Kontaktschenkel
ausgebildet ist, ist senkrecht zur Längsrichtung der Tragschiene versetzt zum ersten
Kontaktbereich angeordnet, sodass der erste Kontaktbereich und der zweite Kontaktbereich
einander nicht gegenüberliegen. Der erste Kontaktbereich und der zweite Kontaktbereich
weisen somit einen Abstand entlang der horizontalen Mittelachse des Kontaktelements
zueinander auf. Außerdem sind die beiden Kontaktbereiche . Der zwischen den Kontaktschenkeln
des Kontaktelements im montierten Zustand eingeklemmte Schenkel der Tragschiene wird
dadurch nicht großflächig, sondern sowohl auf seiner Oberseite als auch auf seiner
Unterseite nur in einem begrenzten Kontaktbereich kontaktiert.
[0010] Das Gehäuse des elektronischen Geräts ist dazu ausgebildet, auf die Tragschiene aufgeschwenkt
zu werden, wobei das elektronische Gerät zunächst mit dem im Fußbereich des Gehäuses
angeordneten Kontaktelement auf den einen Schenkel der Tragschiene aufgeschoben und
anschließend durch eine Drehbewegung aufgerastet wird. Dabei wird der Rand des zweiten
Schenkels der Tragschiene, der nicht von dem Kontaktelement geklemmt wird, von einem
im Fußbereich des Gehäuses ausgebildeten federnden Rastarm untergriffen, wodurch das
elektronische Gerät bzw. das Gehäuse auf der Tragschiene verrastet wird. Durch die
Drehbewegung des Gehäuses beim Aufrasten auf die Tragschiene vollzieht der scharfkantige
erste Kontaktbereich eine Relativbewegung auf der zugewandten Oberseite des Schenkels
der Tragschiene, wodurch eventuell vorhandene Fremdschichten von der Spitze des scharfkantigen
Kontaktbereichs durchdrungen bzw. abgetragen werden, sodass ein guter elektrischer
Kontakt zwischen dem Schenkel der Tragschiene und dem Kontaktschenkel gewährleistet
ist. Beim Aufrasten des elektronischen Geräts auf die Tragschiene bildet der zweite
Kontaktbereich am unteren Kontaktschenkel dabei ein Drehlager für die untere Randkante
des Schenkels der Tragschiene.
[0011] Zuvor ist ausgeführt worden, dass die beiden Kontaktbereiche kurz ausgebildet sind.
Die beiden Kontaktbereiche können dabei insbesondere im Vergleich zu den jeweiligen
Kontaktschenkeln kurz ausgebildet sein, sodass sie sich nur über einen Teilbereich
der einander zugewandten Seite des jeweiligen Kontaktschenkels erstrecken. Anders
formuliert können also die Kontaktschenkeln deutlich länger ausgebildet sein als die
jeweiligen Kontaktbereiche.
[0012] Bei einer ersten vorteilhaften Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Geräts bzw. des
erfindungsgemäßen Kontaktelements, bei der die beiden Kontaktschenkeln jeweils länger
ausgebildet sind als die jeweiligen Kontaktbereiche, sind die beiden Kontaktschenkel
zumindest teilweise einander gegenüberliegend angeordnet. Der untere Kontaktschenkel
ist dann so ausgebildet, dass seine dem Schenkel der Tragschiene zugewandte Seite
im montierten Zustand des elektronischen Geräts unter einem spitzen Winkel α zum Schenkel
der Tragschiene verläuft. Mit anderen Worten verläuft die dem oberen Kontaktschenkel
zugewandte Seite des unteren Kontaktschenkels unter einem spitzen Winkel α zur horizontalen
Mittelachse des Kontaktelements, wobei im montierten Zustand des Geräts die horizontale
Mittelachse des Kontaktelements und die Erstreckungsrichtung des Schenkels der Tragschiene
senkrecht zur Längserstreckung der Tragschiene zusammenfallen.
[0013] Die Angabe, dass die beiden Kontaktschenkel zumindest teilweise einander gegenüberliegend
angeordnet sind, bedeutet, dass die beiden Kontaktschenkel auch etwas versetzt zueinander
angeordnet sein können oder unterschiedliche Längen aufweisen können. Da außerdem
die dem oberen Kontaktschenkel zugewandte Seite des unteren Kontaktschenkels unter
einem spitzen Winkel α zur horizontalen Mittelachse des Kontaktelements verläuft,
müssen die beiden Kontaktschenkel auch nicht, jedenfalls nicht über ihre gesamte Länge,
parallel zueinander angeordnet sein.
[0014] Gemäß einer bevorzugten Weiterbildung ist bei einem Kontaktelement mit zwei zumindest
teilweise einander gegenüberliegenden Kontaktschenkeln der vertikale Abstand a zwischen
dem ersten Kontaktbereich des oberen Kontaktschenkels und dem gegenüberliegenden Bereich
des unteren Kontaktschenkels größer als die Dicke d des Schenkels der Tragschiene.
Dies führt dazu, dass beim Aufschieben des Kontaktelements auf den Schenkel der Tragschiene
die Spitze des scharfkantigen ersten Kontaktbereichs nicht gegen den oberen Rand des
Schenkels der Tragschiene gedrückt wird, wenn die dem oberen Kontaktschenkel zugewandte
Seite des unteren Kontaktschenkels entlang der Unterseite des Schenkels der Tragschiene
gleitet. Die dem Durchdringen bzw. Abtragen von möglichen Fremdschichten auf der Oberseite
des Schenkels der Tragschiene dienende Spitze des scharfkantigen ersten Kontaktbereichs
wird somit nicht dadurch beschädigt, dass diese Spitze gegen die obere Kante des Schenkels
der Tragschiene stößt. Dies wäre nämlich dann der Fall, wenn der vertikale Abstand
a zwischen dem ersten Kontaktbereich des oberen Kontaktschenkels und dem gegenüberliegenden
Bereich des unteren Kontaktschenkels kleiner als die Dicke d des Schenkels der Tragschiene
wäre, da dann bereits beim Aufschieben des Kontaktelements auf den Schenkel der Tragschiene
die beiden Kontaktschenkel durch den zwischen sie eingeschobenen Schenkel der Tragschiene
auseinandergedrückt werden müssten.
[0015] Zuvor ist ausgeführt worden, dass der zweite Kontaktbereich ein Drehlager für den
unteren Rand des Schenkels der Tragschiene bildet. Ein solches Drehlager könnte beispielsweise
dadurch realisiert sein, dass in der dem oberen Kontaktschenkel zugewandten Seite
des unteren Kontaktschenkels eine entsprechende Ausnehmung oder Vertiefung ausgebildet
ist, in die die untere Randkante des Schenkels der Tragschiene beim Verschwenken des
elektronischen Geräts in die fixierte Position eingreift.
[0016] Vorzugsweise ist an der dem oberen Kontaktschenkel zugewandten Seite des unteren
Kontaktschenkels jedoch ein Anschlag ausgebildet, der zusammen mit dem zweiten Kontaktbereich
das Drehlager für die untere Randkante des Schenkels der Tragschiene bildet. Durch
die Ausbildung eines Anschlags am zweiten Kontaktschenkel wird gleichzeitig eine Begrenzung
beim Aufschieben des Kontaktelements bzw. des elektronischen Geräts auf den Schenkel
der Tragschiene realisiert. Wird nach dem Aufschieben des Kontaktelements auf den
Schenkel der Tragschiene das elektronische Gerät verschwenkt, so kommt es dabei auch
zu einer kleinen Relativbewegung zwischen dem zweiten Kontaktbereich und dem unteren
Rand des Schenkels der Tragschiene, sodass auch in diesem Bereich eventuell vorhandene
Fremdschichten von der Oberfläche der Tragschiene entfernt werden.
[0017] Bei einer zweiten Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Geräts bzw. des erfindungsgemäßen
Kontaktelements ist der untere Kontaktschekel kürzer, insbesondere deutlich kürzer
als der obere Kontaktschenkel ausgebildet ist. Der untere Kontaktschenkel ist dabei
vorzugsweise so kurz ausgebildet, dass er im wesentlichen nur den zweiten Kontaktbereich
und den daran anschließenden Anschlag aufweist, der mit dem zweiten Kontaktbereich
das Drehlager für die untere Randkante des Schenkels einer Tragschiene bildet. Im
auf die Tragschiene aufgesetzten Zustand erstreckt sich der untere Kontaktschekel
dann vorzugsweise nicht oder nur geringfügig über die untere Randkante des Schenkels
der Tragschiene hinaus in Richtung der Mitte der Tragschiene. Bei dieser Ausgestaltung
kann das Kontaktelement somit mit besonders geringem Materialaufwand hergestellt werden.
[0018] Wenn der zweite Kontaktschenkel, so wie gerade beschrieben, nur eine sehr geringe
Länge aufweist, können die beiden Kontaktschenkel zwar im montierten Zustand des elektronischen
Geräts noch einen Schenkel der Tragschiene zwischen sich klemmend kontaktieren, der
zweite Kontaktschenkel kann dann jedoch nicht mehr als Einführschräge beim Aufschieben
des Geräts auf die Tragschiene genutzt werden. Gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung
ist daher vorgesehen dass, im Fußbereich des Gehäuses, angrenzend an den unteren Kontaktschenkel,
eine Einführschräge ausgebildet ist, auf die der Schenkel der Tragschiene aufliegt,
wenn das Gehäuse auf die Tragschiene aufgesetzt wird. Die Funktion einer Einführschräge,
die bei einem unteren Kontaktschenkel mit einer ausreichenden Länge von diesem übernommen
wird, wird dann von der im Fußbereich des Gehäuses ausgebildeten Einführschräge übernommen.
[0019] Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung des elektronischen Geräts bzw. des
Kontaktelements ist der horizontale Abstand 1 zwischen dem ersten Kontaktbereich des
oberen Kontaktschenkels und dem zweiten Kontaktbereich des unteren Kontaktschenkels
größer als die Dicke d des Schenkels der Tragschiene. Ein relativ großer horizontaler
Abstand senkrecht zur Längsrichtung der Tragschiene zwischen den beiden Kontaktbereichen
führt sowohl zu einer größeren Relativbewegung des ersten, scharfkantigen Kontaktbereichs
beim Aufschwenken des elektronischen Geräts auf die Tragschiene als auch zu einer
höheren Kontaktkraft der beiden Kontaktschenkel des Kontaktelements auf den Schenkel
der Tragschiene im montierten Zustand.
[0020] Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausgestaltung ist in dem der Tragschiene zugewandten
Fußbereich des Gehäuses ein Aufnahmeraum für das Kontaktelement ausgebildet. In dem
Aufnahmeraum sind dabei Führungs- und Haltestege für den Kontaktierungsabschnitt des
Kontaktelements ausgebildet, sodass die beim Aufrasten des elektronischen Geräts auf
die Tragschiene an dem Kontaktelement angreifenden Kräfte in erster Linie vom Gehäuse
aufgenommen werden und nicht an der Verbindung zwischen dem Kontaktierungsabschnitt
des Kontaktelements und der Elektronikeinheit angreifen.
[0021] Neben dem zuvor beschriebenen elektronischen Gerät mit einem Kontaktelement zur leitenden
Verbindung zwischen der Elektronikeinheit und einer Tragschiene betrifft die Erfindung
auch ein entsprechendes Kontaktelement zur Verwendung bei einem elektronischen Gerät.
Das Kontaktelement ist dabei erfindungsgemäß gemäß dem Patentanspruch 9 ausgebildet.
[0022] Wie zuvor im Zusammenhang mit dem elektronischen Gerät beschrieben worden ist, ist
an den einander zugewandten Seiten der beiden Kontaktschenkel jeweils ein Kontaktbereich
ausgebildet, wobei der erste Kontaktbereich, der an dem oberen Kontaktschenkel ausgebildet
ist, scharfkantig ist. Der zweite Kontaktbereich, der an dem unteren Kontaktschenkel
ausgebildet ist, ist entlang der horizontalen Mittelachse des Kontaktelements versetzt
zum ersten Kontaktbereich angeordnet und bildet ein Drehlager für den unteren Rand
des Schenkels der Tragschiene.
[0023] Sind bei dem Kontaktelement die beiden Kontaktschenkeln jeweils deutlich länger ausgebildet
als die jeweiligen Kontaktbereiche, so sind die beiden Kontaktschenkel zumindest teilweise
einander gegenüberliegend angeordnet. Dabei verläuft dann die dem oberen Kontaktschenkel
zugewandte Seite des unteren Kontaktschenkels unter einem spitzen Winkel α zur horizontalen
Mittelachse M des Kontaktelements.
[0024] Diese Ausgestaltung der beiden Kontaktschenkel ermöglicht es, dass das Kontaktelement
zunächst auf den Schenkel einer Tragschiene aufgeschoben und anschließend um einen
geringen Winkel verschwenkt werden kann, wobei der mögliche Drehwinkel dem Winkel
α entspricht, unter dem die dem oberen Kontaktschenkel zugewandte Seite des unteren
Kontaktschenkels zur horizontalen Mittelachse des Kontaktelements bzw. zum Schenkel
der Tragschiene verläuft. Der Winkel α beträgt dabei vorzugsweise weniger als 30°,
insbesondere weniger als 20°.
[0025] Gemäß einer alternativen Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Kontaktelements ist
der untere Kontaktschekel kürzer als der obere Kontaktschenkel ausgebildet Der untere
Kontaktschenkel ist dabei vorzugsweise so kurz ausgebildet, dass er im wesentlichen
nur den zweiten Kontaktbereich und den daran anschließenden Anschlag aufweist, der
mit dem zweiten Kontaktbereich das Drehlager für die untere Randkante des Schenkels
einer Tragschiene bildet. Der untere Kontaktschenkel weist dann keinem dem ersten
Kontaktbereich gegenüberliegenden Bereich auf.
[0026] Das erfindungsgemäße Kontaktelement kann dadurch besonders einfach und damit kostengünstig
hergestellt werden, dass das Kontaktelement vorzugsweise als einstückiges Stanzteil
oder als einstückiges Stanz- und Biegeteil ausgebildet ist. Hierbei ist der Kontaktierungsabschnitt
vorzugsweise im Wesentlichen senkrecht zur horizontalen Mittelachse M des Kontaktelements
ausgerichtet. Über die Ausgestaltung des vorzugsweise C-förmigen Verbindungsbereichs
zwischen den beiden Kontaktschenkeln kann die Federkraft des Kontaktelements und damit
die erreichbare Kontaktkraft zwischen den Kontaktschenkeln und dem Schenkel der Tragschiene
festgelegt werden.
[0027] Der Kontaktierungsabschnitt ist vorzugsweise als Kontakt- oder Lötstift ausgebildet
oder weist seitlich überstehende Kontakt- oder Lötpins auf, sodass der Kontaktierungsabschnitt
mit einem entsprechenden Anschlussbereich der Elektronikeinheit, insbesondere entsprechenden
Anschlussflächen auf einer Leiterplatte, verlötet werden kann.
[0028] Im Einzelnen gibt es mehrere Möglichkeiten, das erfindungsgemäße elektronische Gerät
bzw. das Kontaktelement auszugestalten und weiterzubilden. Dazu wird verwiesen sowohl
auf die nachgeordneten Patentansprüche, als auch auf die nachfolgende Beschreibung
eines bevorzugten Ausführungsbeispiels in Verbindung mit der Zeichnung. In der Zeichnung
zeigen
- Fig. 1
- ein Ausführungsbeispiel eines auf eine Tragschiene aufgerasteten elektronischen Geräts,
- Fig. 2
- ein erstes Ausführungsbeispiel eines Kontaktelements in perspektivischer Darstellung
und von der Seite,
- Fig. 3
- das Kontaktelement gemäß Figur 2, in drei verschiedenen Positionen beim Aufrasten
auf eine Tragschiene,
- Fig. 4
- das elektronische Gerät gemäß Fig. 1 vor dem Aufschwenken auf die Tragschiene, und
- Fig. 5
- ein zweites Ausführungsbeispiel eines Kontaktelements in perspektivischer Darstellung
und von der Seite.
[0029] Die Figuren 1 und 4 zeigen als elektronisches Gerät 1 ein Überspannungsschutzgerät
zum Aufsetzen auf eine Tragschiene 2, wobei die Tragschiene 2 zwei nach außen weisende
Schenkel 3, 4 hat. Das elektronische Gerät 1 weist ein Gehäuse 5 auf, in dem eine
Elektronikeinheit 6 aufgenommen ist, die vorliegend von einer Leiterplatte mit darauf
angeordneten elektronischen Bauelementen gebildet wird. An den beiden Stirnseiten
des Gehäuses 5 sind mehrere Leiteranschlusselemente 7 angeordnet, die im dargestellten
Ausführungsbeispiel als Federkraftklemmen ausgebildet sind.
[0030] In Fig. 1 ist das elektronische Gerät 1 im auf der Tragschiene 2 aufgerasteten Zustand
dargestellt, während bei der Darstellung gemäß Fig. 4 das elektronische Gerät 1 erst
auf den einen Schenkel 3 der Tragschiene 2 aufgeschoben, aber noch nicht auf der Tragschiene
2 aufgerastet ist. Hierzu muss das elektronische Gerät 1 aus der in Fig. 4 dargestellten
Position entgegengesetzt zum Uhrzeigersinn verschwenkt werden, bis das Gehäuse 5 des
elektronischen Geräts 1 mit dem zweiten Schenkel 4 der Tragschiene 2 verrastet. Zur
Realisierung einer elektrisch leitenden Verbindung zwischen der Elektronikeinheit
6 bzw. einer auf der Leiterplatte angeordneten Leiterbahn und der Tragschiene 2 ist
im Fußbereich 8 des Gehäuses 5 ein metallisches Kontaktelement 9 angeordnet, das nachfolgend
insbesondere im Zusammenhang mit den Figuren 2 und 3 genauer beschrieben wird.
[0031] Wie aus den Figuren 2a und 2b ersichtlich ist, weist das metallische Kontaktelement
9 zwei zumindest teilweise einander gegenüberliegend angeordnete Kontaktschenkel 10,
11, einen die Kontaktschenkel 10, 11 miteinander verbindenden Verbindungsbereich 12
und einen Kontaktierungsabschnitt 13 auf, der der Kontaktierung der Elektronikeinheit
6 dient und über einen Steg 14 mit dem Verbindungsbereich 12 einstückig verbunden
ist. An den einander zugewandten Seiten 15, 16 der beiden Kontaktschenkel 10, 11 ist
jeweils ein kurzer Kontaktbereich 17, 18 ausgebildet, der im auf der Tragschiene 2
aufgerasteten Zustand des elektronischen Geräts 1 den Schenkel 3 der Tragschiene 2
an dessen Oberseite und Unterseite kontaktiert.
[0032] Insbesondere aus der Seitenansicht gemäß Fig. 2b ist ersichtlich, dass die beiden
Kontaktschenkel 10, 11 etwas versetzt zueinander angeordnet sind und auch nicht genau
die gleiche Länge aufweisen, sodass die beiden Kontaktschenkel 10, 11 nicht exakt
einander gegenüberliegend angeordnet sind. Erkennbar ist darüber hinaus, dass die
beiden Kontaktschenkel 10, 11 auch nicht, jedenfalls nicht über ihre gesamte Länge,
parallel zueinander angeordnet sind, was sich bereits dadurch ergibt, dass der erste
Kontaktbereich 17, der an dem oberen Kontaktschenkel 10 ausgebildet ist, scharfkantig
ausgebildet ist und somit eine Spitze 19 aufweist. Die Spitze dient dazu, auf der
Oberfläche des Schenkels 3 der Tragschiene 2 eventuell vorhandene Fremdschichten,
beispielsweise eine Oxidschicht, zu durchdringen und abzutragen.
[0033] Der zweite Kontaktbereich 18, der an dem unteren Kontaktschenkel 11 ausgebildet ist,
ist entlang der horizontalen Mittelachse M des Kontaktelements 9 versetzt zum ersten
Kontaktbereich 17 angeordnet, wie insbesondere aus der Fig. 2b ersichtlich ist. Außerdem
dient der zweite Kontaktbereich 18 als Drehlager für die untere Randkante 20 des Schenkels
3 der Tragschiene 2 beim Aufrasten des elektronischen Geräts 1 auf die Tragschiene
2, wie aus den Fig. 3a, 3b und 3c ersichtlich ist. Hierzu ist an der dem oberen Kontaktschenkel
10 zugewandten Seite 16 des unteren Kontaktschenkels 11 im Übergang zum Verbindungsbereich
12 ein Anschlag 21 ausgebildet.
[0034] Fig. 3a zeigt die Position des Kontaktelements 9 am Schenkel 3 der Tragschiene 2,
wenn das elektronische Gerät 1 gemäß Fig. 4 zunächst nur mit dem Kontaktelement 9
auf den ersten Schenkel 3 der Tragschiene 2 aufgeschoben ist. Die dem Schenkel 3 bzw.
dem ersten Kontaktschenkel 10 zugewandte Seite 16 des zweiten Kontaktschenkels 11
liegt dabei an der Unterseite des Schenkels 3 der Tragschiene 2 an. Wie aus Fig. 4
ersichtlich ist, ist dabei das elektronische Gerät 1 bzw. das Gehäuse 5 um einen Winkel
α gegenüber seiner aufgerasteten Position gemäß Fig. 1 bzw. gemäß Fig. 3c im Uhrzeigersinn
verkippt. Dieser Verkippungswinkel des elektronischen Geräts 1 beim Aufschieben des
Kontaktelements 9 auf den Schenkel 3 der Tragschiene 2 entspricht dem spitzen Winkel
α, um den die dem oberen Kontaktschenkel 10 zugewandte Seite 16 des unteren Kontaktschenkels
11 zur horizontalen Mittelachse M des Kontaktelements 9 ausgerichtet ist (vgl. Fig.
3c).
[0035] Aus Fig. 3a ist außerdem erkennbar, dass der vertikale Abstand a zwischen dem ersten
Kontaktbereich 17 bzw. der Spitze 19 des oberen Kontaktschenkels 10 und dem gegenüberliegenden
Bereich 22 des unteren Kontaktschenkels 11 größer ist als die Dicke d der Schenkel
3, 4 der Tragschiene 2. Dies führt dazu, dass das Kontaktelement 9 zunächst einfach
auf den Schenkel 3 der Tragschiene 2 aufgeschoben werden kann, ohne dass die Spitze
19 des scharfkantigen ersten Kontaktbereichs 17 gegen den oberen Rand des Schenkels
3 der Tragschiene 2 gedrückt wird. Dadurch wird eine Beschädigung der Spitze 19 des
scharfkantigen ersten Kontaktbereichs 17 verhindert, sodass der scharfkantige erste
Kontaktbereich 17 beim nachfolgenden Verschwenken des elektronischen Geräts 1 Fremdschichten,
die auf der Oberseite des Schenkels 3 ausgebildet sind, optimal durchdringen und abtragen
kann.
[0036] Wird das elektronische Gerät 1 entgegen dem Uhrzeigersinn aus der in Fig. 4 dargestellten
Position in die in Fig. 1 dargestellte Position verschwenkt, so wird damit auch das
Kontaktelement 9 entgegen dem Uhrzeigersinn verschwenkt, wie aus einem Vergleich der
Figuren 3a und 3c ersichtlich ist. Fig. 3b zeigt dabei eine Zwischenposition, wenn
das Kontaktelement 9 um einen Winkle kleiner als der Winkel α verschwenkt worden ist.
Das Verschwenken des Kontaktelements 9 führt zu der gewollten Relativbewegung des
scharfkantigen ersten Kontaktbereichs 17 gegenüber dem Schenkel 3 der Tragschiene
2 und damit zum Durchtrennen einer auf der Oberfläche des Schenkels 3 ggf. vorhandenen
Fremdschicht.
[0037] Beim Verschwenken des elektronischen Geräts 1 bzw. des Kontaktelements 9 hebt sich
die dem ersten Kontaktschenkel 10 zugewandte Seite 16 des zweiten Kontaktschenkels
11 von der Unterseite des Schenkels 3 der Tragschiene 2 ab. Dabei fungiert der zweite
Kontaktbereich 18 am unteren Kontaktschenkel 11 als Drehpunkt während des Verschwenkens
des Kontaktelements 9. Da der vertikale Abstand c zwischen dem ersten Kontaktbereich
17 und dem zweiten Kontaktbereich 18 geringer ist als der vertikale Abstand a zwischen
dem ersten Kontaktbereich 17 und dem gegenüberliegenden Bereich 21 des zweiten Kontaktschenkels
11 und auch geringer als die Dicke d des Schenkels 3 der Tragschiene 2, führt das
Verschwenken des Kontaktelements 9 zu einem Aufbiegen der beiden Kontaktschenkel 10,
11 bzw. des Verbindungsbereichs 12, sodass die beiden Kontaktbereiche 17, 18 gegen
die Oberseite bzw. die Unterseite des Schenkels 3 der Tragschiene 2 gepresst werden.
Dadurch wird ein guter elektrischer Kontakt und auch eine stabile mechanische Fixierung
des Kontaktelements 9 an dem Schenkel 3 der Tragschiene 2 und damit auch eine sichere
Fixierung des elektronischen Geräts 1 an der Tragschiene 2 gewährleistet.
[0038] In der in Fig. 3c bzw. Fig. 4 dargestellten Position des Kontaktelements 9 ist das
elektronische Gerät 1 auf der Tragschiene 2 aufgerastet. Die horizontale Mittelachse
M des Kontaktelements 9 fällt dann mit der Erstreckung des Schenkels 3 senkrecht zur
Längserstreckung der Tragschiene 2 zusammen. Der Winkel α, unter dem die dem oberen
Kontaktschenkel 10 zugewandte Seite 16 des unteren Kontaktschenkels 11 zur horizontalen
Mittelachse M des Kontaktelements 9 verläuft, beträgt vorzugsweise weniger als 20
Grad, bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel etwa 10 Grad. Außerdem ist der horizontale
Abstand 1 zwischen dem ersten Kontaktbereich 17 und dem zweiten Kontaktbereich 18
größer als die Dicke d des Schenkels 3 der Tragschiene 2.
[0039] Die Fig. 5a und 5b zeigen ein zweites Ausführungsbeispiel eine Kontaktelements 9
in perspektischer Darstellung (Fig. 5a) und von der Seite (5b). Im Vergleich zu dem
in Fig. 2 dargestellten ersten Ausführungsbeispiel des Kontaktelements 9 ist bei diesem
Kontaktelement 9 der untere Kontaktschenkel 11 deutlich kürzer als der obere Kontaktschenkel
10 ausgebildet. Das untere Kontaktelement 9 weist auch keinen dem ersten Kontaktbereich
17 gegenüberliegenden Bereich auf, sondern nur den zweiten Kontaktbereich 18 und den
daran anschließenden Anschlag 22, der mit dem zweiten Kontaktbereich 18 ein Drehlager
für die untere Randkante 20 des Schenkels 3 einer Tragschiene 2 bildet.
[0040] Auch bei dem zweiten Ausführungsbeispiel des Kontaktelements 9 sind die beiden Kontaktschenkel
10, 11 über den Verbindungsbereich 12 miteinander verbunden und ist der Verbindungsbereich
12 über einen Steg 14 mit einem Kontaktierungsabschnitt 13 verbunden, der der Kontaktierung
der Elektronikeinheit 6 dient. An den einander zugewandten Seiten 15, 16 der beiden
Kontaktschenkel 10, 11 ist jeweils ein kurzer Kontaktbereich 17, 18 ausgebildet, der
im auf der Tragschiene 2 aufgerasteten Zustand des elektronischen Geräts 1 den Schenkel
3 der Tragschiene 2 an dessen Oberseite und Unterseite kontaktiert. Auch bei diesem
Kontaktelement 9 weist der erste Kontaktbereich 17 eine Spitze 19 auf, sodass der
Kontaktbereich 17 scharfkantig ausgebildet ist. Der zweite Kontaktbereich 18, der
an dem unteren Kontaktschenkel 11 ausgebildet ist, ist entlang der horizontalen Mittelachse
M des Kontaktelements 9 versetzt zum ersten Kontaktbereich 17 angeordnet und dient
zusammen mit dem Anschlag 21 als Drehlager für die untere Randkante 20 des Schenkels
3 der Tragschiene 2 beim Aufrasten des elektronischen Geräts 1 auf die Tragschiene
2.
[0041] Wie aus den Figuren ersichtlich ist, ist das Kontaktelement 9 insgesamt einstückig
ausgebildet und kann einfach durch Ausstanzen und ggf. Abbiegen aus einem flachen
Metallteil hergestellt werden. Das Kontaktelement 9 besteht dabei vorzugsweise aus
einer Kupferlegierung, die sich durch hohe Festigkeits- und gute Federeigenschaften
bei ebenfalls guter Leitfähigkeit auszeichnet.
Bezugszeichen
[0042]
- 1
- Elektronisches Gerät
- 2
- Tragschiene
- 3, 4
- Schenkel
- 5
- Gehäuse
- 6
- Elektronikeinheit
- 7
- Leiteranschlusselement
- 8
- Fußbereich
- 9
- Kontaktelement
- 10, 11
- Kontaktschenkel
- 12
- Verbindungsbereich
- 13
- Kontaktierungsabschnitt
- 14
- Steg
- 15, 16
- Seiten
- 17
- erster Kontaktbereich
- 18
- zweiter Kontaktbereich
- 19
- Spitze
- 20
- untere Randkante des Schenkels
- 21
- Anschlag
- 22
- gegenüberliegender Bereich
- α
- spitzer Winkel
- a
- vertikaler Abstand
- 1
- horizontaler Abstand
- d
- Dicke
- M
- horizontale Mittelachse
1. Elektronisches Gerät (1) zum Aufsetzen auf eine Tragschiene (2), mit einem Gehäuse
(5), mit einer in dem Gehäuse (5) angeordneten Elektronikeinheit (6) und mit einem
der elektrisch leitenden Verbindung zwischen der Elektronikeinheit und der Tragschiene
(2) dienenden federnden Kontaktelement (9),
wobei das Kontaktelement (9) zwei Kontaktschenkel (10, 11), einen die Kontaktschenkel
(10, 11) miteinander verbindenden Verbindungsbereich (12) und einen mit dem Verbindungsbereich
(12) verbundenen Kontaktierungsabschnitt (13) zur Kontaktierung der Elektronikeinheit
(6) aufweist, und
wobei im montierten Zustand des elektronischen Geräts (1) die Kontaktschenkel (10,
11) des Kontaktelements (9) einen Schenkel (3) der Tragschiene (2) zwischen sich klemmend
kontaktieren,
dadurch gekennzeichnet,
dass an den einander zugewandten Seiten (15, 16) der beiden Kontaktschenkel (10, 11) jeweils
ein Kontaktbereich (17, 18) ausgebildet ist,
dass der erste Kontaktbereich (17), der an dem oberen Kontaktschenkel (10) ausgebildet
ist, scharfkantig ausgebildet ist,
dass der zweite Kontaktbereich (18), der an dem untern Kontaktschenkel (11) ausgebildet
ist, senkrecht zur Längsrichtung der Tragschiene (2) versetzt zum ersten Kontaktbereich
(17) angeordnet ist, und
dass der zweite Kontaktbereich (18) ein Drehlager für die untere Randkante (20) des Schenkels
(3) der Tragschiene (2) bildet.
2. Elektronisches Gerät (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Kontaktschenkel (10, 11) zumindest teilweise einander gegenüberliegend
angeordnet sind und dass die dem oberen Kontaktschenkel (10) zugewandte Seite (16)
des unteren Kontaktschenkels (11) im montierten Zustand des elektronischen Geräts
(1) unter einem spitzen Winkel α zum Schenkel (3) der Tragschiene (2) verläuft.
3. Elektronisches Gerät (1) nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Winkel α zwischen dem unteren Kontaktschenkel (11) und dem Schenkel (3) der Tragschiene
(2) im montierten Zustand des elektronischen Geräts (1) weniger als 30°, insbesondere
weniger als 20° beträgt.
4. Elektronisches Gerät (1) nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass der vertikale Abstand a zwischen dem ersten Kontaktbereich (17) des oberen Kontaktschenkels
(10) und dem gegenüberliegenden Bereich (22) des untern Kontaktschenkels (11) größer
als die Dicke d des Schenkels (3) der Tragschiene (2) ist.
5. Elektronisches Gerät (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass an der dem oberen Kontaktschenkel (10) zugewandte Seite (16) des unteren Kontaktschenkels
(11) ein Anschlag (21) ausgebildet ist, der zusammen mit dem zweiten Kontaktbereich
(18) das Drehlager für die untere Randkante (20) des Schenkels (3) der Tragschiene
(2) bildet.
6. Elektronisches Gerät (1) nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass der untere Kontaktschenkel (11) kürzer als der obere Kontaktschenkel (10) ausgebildet
ist, wobei sich der untere Kontaktschenkel (11) im auf die Tragschiene (2) aufgesetzten
Zustand vorzugsweise nicht oder nur geringfügig über die untere Randkante (20) des
Schenkels (3) der Tragschiene (2) hinaus in Richtung der Mitte der Tragschiene (2)
erstreckt.
7. Elektronisches Gerät (1) nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass im Fußbereich (8) des Gehäuses (5), angrenzend an den unteren Kontaktschenkel (11),
eine Einführschräge ausgebildet ist, auf die der Schenkel (3) der Tragschiene (2)
aufliegt, wenn das Gehäuse (5) auf die Tragschiene (2) aufgesetzt ist.
8. Elektronisches Gerät (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass der horizontale Abstand 1 senkrecht zur Längsrichtung der Tragschiene (2) zwischen
dem ersten Kontaktbereich (17) des oberen Kontaktschenkels (10) und dem zweiten Kontaktbereich
(18) des untern Kontaktschenkels (11) größer als die Dicke d des Schenkels (3) der
Tragschiene (2) ist.
9. Kontaktelement (9) zur Verwendung in einem ein Gehäuse (5) und eine Elektronikeinheit
(6) aufweisenden elektronischen Gerät (1), insbesondere nach einem der Ansprüche 1
bis 8, mit zwei Kontaktschenkeln (10, 11), einem die Kontaktschenkel (10, 11) miteinander
verbindenden Verbindungsbereich (12) und einem mit dem Verbindungsbereich (12) verbundenen
Kontaktierungsabschnitt (13) zur Kontaktierung der Elektronikeinheit (6),
dadurch gekennzeichnet,
dass an den einander zugewandten Seiten (15, 16) der beiden Kontaktschenkel (10, 11) jeweils
ein Kontaktbereich (17, 18) ausgebildet ist,
dass der erste Kontaktbereich (17), der an dem oberen Kontaktschenkel (10) ausgebildet
ist, scharfkantig ausgebildet ist,
dass der zweite Kontaktbereich (18), der an dem untern Kontaktschenkel (11) ausgebildet
ist, entlang der horizontalen Mittelachse M des Kontaktelements (9) versetzt zum ersten
Kontaktbereich (17) angeordnet ist und ein Drehlager für die untere Randkante (20)
des Schenkels (3) der Tragschiene (2) bildet.
10. Kontaktelement (9) nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Kontaktschenkel (10, 11) zumindest teilweise einander gegenüberliegen
und dass die dem oberen Kontaktschenkel (10) zugewandte Seite (16) des unteren Kontaktschenkels
(11) unter einem spitzen Winkel α zur horizontalen Mittelachse M des Kontaktelements
(9) verläuft.
11. Kontaktelement (9) nach Anspruch 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, dass der Winkel α zwischen dem unteren Kontaktschenkel (11) und der horizontalen Mittelachse
M des Kontaktelements (9) weniger als 30°, insbesondere weniger als 20° beträgt.
12. Kontaktelement (9) nach einem der Ansprüche 9 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass an der dem oberen Kontaktschenkel (10) zugewandte Seite (16) des unteren Kontaktschenkels
(11) ein Anschlag (21) ausgebildet ist.
13. Kontaktelement (9) nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass der untere Kontaktschenkel (11) kürzer als der obere Kontaktschenkel (10) ausgebildet
ist, vorzugsweise nur den zweiten Kontaktbereich (18) und den daran anschließenden
Anschlag (21) aufweist, der mit dem zweiten Kontaktbereich (18) ein Drehlager für
die untere Randkante (20) des Schenkels (3) einer Trag schiene (2) bildet.
14. Kontaktelement (9) nach einem der Ansprüche 9 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass der Kontaktierungsabschnitt (13) als Kontakt- oder Lötstift ausgebildet ist und im
Wesentlichen senkrecht zur horizontalen Mittelachse M des Kontaktelements (9) verläuft.
15. Kontaktelement (9) nach einem der Ansprüche 9 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass der Verbindungsbereich (12) C-förmig ausgebildet ist.
16. Kontaktelement (9) nach einem der Ansprüche 9 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass das Kontaktelement (9) ein einstückiges Stanzteil oder ein einteiliges Stanz- und
Biegeteil ist.