[0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine Leuchte zum Ausleuchten wenigstens zweier Raumbereiche
mit einem auf einen ersten Raumbereich ausgerichteten ersten Leuchtsegment und einer
Messeinrichtung zum Messen der Beleuchtungsstärke in einem im ersten Raumbereich liegenden
Messbereich.
[0002] Aus dem Stand der Technik sind Leuchtsysteme bekannt (
EP3142464B1) die mehrere Leuchten, eine Messeinrichtung für die Beleuchtungsstärke und eine Recheneinheit
umfassen, in der ein Beleuchtungsplan für einen Gebäudeteil hinterlegt ist. Dieser
Beleuchtungsplan kann Sollwerte für die Beleuchtungsstärke im Gebäudeteil enthalten.
Weicht der durch die Messeinrichtung gemessene Wert von diesem Sollwert ab, beispielsweise
durch Variationen im Tageslicht oder technischem Gebrechen einer Leuchte, erhöht bzw.
senkt die Recheneinheit die Leuchtstärke der Leuchten, sodass der Sollwert wieder
erreicht wird.
[0003] Die
DE102018216474A1 zeigt eine Leuchte zum Ausleuchten zweier Raumbereiche. Ein erstes Leuchtsegment
ist dabei auf einen ersten Raumbereich ausgerichtet, während ein zweites Leuchtsegment
auf einen zweiten vom ersten getrennten Raumbereich ausgerichtet ist. Zur Regelung
der Beleuchtungsstärke der Leuchtsegmente ist jedem Leuchtsegment eine Messeinrichtung
zugeordnet. Die
DE102020109523A1 zeigt eine ähnliche Leuchte, wobei zur Erfassung der Beleuchtungsstärke nur eine
Messeinrichtung, beispielsweise eine Videokamera, vorgesehen ist, deren Messbereich
beide Raumbereiche umfasst.
[0004] Aus der
EP3185651 A1 ist eine Leuchte zum Ausleuchten eines Raumbereichs mit einem Leuchtsegment bekannt.
Zur Regelung der Beleuchtungsstärke sind dem Leuchtsegment zwei Sensoren als Messeinrichtungen
zugeordnet, wobei der eine Sensor einen fokussierten Messbereich und der andere einen
erweiterten Messbereich aufweist.
[0005] Die
US20180199415A1 offenbart eine Leuchte mit mehreren Leuchtsegmenten zum Ausleuchten eines gemeinsamen
ersten Raumbereichs. Zur Erkennung von Personen im ersten Raumbereich ist ein Detektor
vorgesehen, der die mehreren Leuchtsegmente in Abhängigkeit einer in einem zweiten
Raumbereich erfassten Beleuchtungsstärke ansteuert.
[0006] Nachteilig am Stand der Technik ist allerdings, dass die durch ein solches Leuchtensystem
erzeugte Beleuchtung für viele Arbeitsplätze nicht ausreicht, da eine lokal hervorgerufene
Variation der Beleuchtungsstärke, beispielsweise durch stärkere Ausleuchtung eines
Schreibtisches, im Gebäudeteil mit dem Leuchtensystem nicht möglich ist. Der Beleuchtungsplan
sieht nämlich eine homogene Ausleuchtung des Gebäudeteils vor, die lediglich auf Störungen
reagiert. Ferner muss der erstellte Beleuchtungsplan zur korrekten Funktionsweise
des Leuchtensystems Informationen über den Gebäudeteil und die Position der Leuchten
enthalten, womit das Leuchtensystem dementsprechend kompliziert zu installieren ist.
[0007] Der Erfindung liegt somit die Aufgabe zugrunde, einen Raum bei einfacher Installation
der Ausleuchtung und trotz sich ändernder Umwelteinflüsse mit einer Mindestbeleuchtungsstärke
auszuleuchten, wobei gezielt bestimmte, vordefinierte Raumbereiche stärker ausgeleuchtet
werden sollen und die Ausleuchtung einfach an geänderte Raumbedingungen anpassbar
ist.
[0008] Die Erfindung löst die gestellte Aufgabe dadurch, dass ein zweites Leuchtsegment
auf den zweiten Raumbereich, der einen Teilbereich des ersten Raumbereichs bildet,
ausgerichtet ist, wobei der Messbereich außerhalb des zweiten Raumbereichs liegt und
eine Steuereinheit zum Einstellen der Lichtstärke des ersten Leuchtsegments in Abhängigkeit
der gemessenen Beleuchtungsstärke vorgesehen ist. Zufolge dieser Maßnahmen ist der
erste Teilbereich der Bereich im Raum, der mit einer der Grundbeleuchtung entsprechenden
Beleuchtungsstärke ausgeleuchtet wird. Dazu misst die Messeinrichtung die Beleuchtungsstärke
im Messbereich und stellt die vom ersten Leuchtsegment emittierte Lichtstärke so ein,
dass im Messbereich die vordefinierte Grundbeleuchtung erreicht wird. Da die Beleuchtungsstärke
auch von den Raumeigenschaften abhängt, kann diese nicht ortsunabhängig an der Leuchte
eingestellt werden, weswegen stattdessen der emittierte Lichtstrom bzw. die mit dem
Lichtstrom über den Raumwinkel proportionale Lichtstärke eingestellt wird. Die erfindungsgemäße
Wechselwirkung zwischen dem einstellbaren Lichtstrom bzw. Lichtstärke und der gemessenen
Beleuchtungsstärke ermöglicht die Installation der Leuchte, ohne dass der Steuereinheit
Informationen über den Raum bzw. der Anordnung der Leuchte im Raum zur Verfügung gestellt
werden müssen. Der zweite Raumbereich soll über die vom ersten Leuchtsegment erzeugte
Grundbeleuchtung hinaus intensiver ausgeleuchtet werden, weswegen für diesen zusätzlich
das zweite Leuchtsegment vorgesehen ist. Da der zweite Raumbereich ein Teilbereich
des ersten Raumbereichs ist, addieren sich die Lichtströme beider Leuchtsegmente für
den zweiten Raumbereich und sorgen so für dessen intensivere Ausleuchtung. Durch die
Anordnung des Messbereichs außerhalb des zweiten Raumbereichs können Messeinrichtung
und Leuchtsegmente räumlich nahe verbaut und so Messstörungen durch das zweite Leuchtsegment
minimiert werden. Dies ermöglicht die kompakte Unterbringung dieser Komponenten in
einer erfindungsgemäßen Leuchte, die die Grundbeleuchtung und das zusätzliche teilweise
intensivere Ausleuchten ermöglicht. Im einfachsten Fall kann das zweite Leuchtsegment
eine oder mehrere ausrichtbare Leuchtquellen umfassen. Diese ausrichtbaren Leuchtquellen
können zusätzlich so verbaut sein, dass sie nicht auf den Messbereich ausgerichtet
werden können, um das Einstellen der Grundbeleuchtung nicht zu behindern. Da der Messbereich
allerdings außerhalb des zweiten Raumbereichs liegt, kann die Grundbeleuchtung trotz
intensiverer Ausleuchtung des zweiten Raumbereichs regelungstechnisch einfach aufrechterhalten
werden, da der Einfluss des zusätzlichen Lichtstroms des zweiten Leuchtsegments auf
den Messbereich minimiert wird. Der Messbereich ist ein Teilbereich im ersten Raumbereich,
auf den die Messeinrichtung gerichtet ist und der zur Bestimmung der Beleuchtungsstärke
im ersten Raumbereich herangezogen wird. Das erste und/oder das zweite Leuchtsegment
können eines oder mehrere Leuchtmittel, wie beispielsweise LEDs umfassen. Die Messeinrichtung
kann einen oder mehrere Sensoren zum Erfassen der Beleuchtungsstärke in Erfassungsbereichen
umfassen.
[0009] Die Beleuchtungsstärke im zweiten Raumbereich muss nicht zwangsläufig gemessen oder
auf einen bestimmten Wert eingestellt werden. Um eine Regelung der Beleuchtungsstärke
im zweiten Raumbereich aber dennoch zu ermöglichen, kann die Messeinrichtung zum Messen
der Beleuchtungsstärke im zweiten Raumbereich ausgebildet sein. Hier kann analog zur
Grundbeleuchtung im ersten Raumbereich eine einer gewissen Beleuchtungsstärke entsprechende
Arbeitsbeleuchtung im zweiten Raumbereich vorgegeben werden. Die tatsächliche Beleuchtungsstärke
wird hier bevorzugter Weise in einem zweiten Messbereich als Erfassungsbereich im
zweiten Raumbereich gemessen. Es versteht sich dabei von selbst, dass die Beleuchtungsstärke
der Arbeitsbeleuchtung bei aktivem zweiten Leuchtsegment höher als die Beleuchtungsstärke
der Grundbeleuchtung ist. Um diese Arbeitsbeleuchtung zu erreichen, kann beispielsweise
der Lichtstrom des zweiten Leuchtsegments von der Steuereinheit eingestellt werden.
In einer besonders einfachen Ausführungsform umfasst das zweite Leuchtsegment lediglich
ein oder mehrere Leuchtquellen, die solange zu- oder abgeschaltet werden, bis die
Beleuchtungsstärke für die Arbeitsbeleuchtung hergestellt oder überschritten wird.
[0010] Die Messeinrichtung kann zum Messen der Beleuchtungsstärke im Messbereich und im
zweiten Raumbereich zwei voneinander getrennte Sensoren umfassen. Besonders günstige
Ausführungsbedingungen ergeben sich, wenn die Messeinrichtung einen Sensor zum Messen
der Beleuchtungsstärke in wenigstens zwei Erfassungsbereichen umfasst. Dadurch kann
einerseits die Beleuchtungsstärke im Messbereich oder im zweiten Raumbereich durch
Mittelwertbildung stabiler ermittelt werden, andererseits kann damit auch mit einem
Sensor sowohl die Beleuchtungsstärke im Messbereich als auch die Beleuchtungsstärke
im zweiten Raumbereich ermittelt werden. Der Erfassungsbereich ist der Bereich auf
den der Sensor gerichtet ist und der zur Bestimmung der Beleuchtungsstärke verwendet
wird. In einer bevorzugten Ausführungsform ist der Sensor ein zweidimensionales Array
von Messpunkten, denen nach Art einer Kamera eine Blende vorgelagert ist. Jedem Erfassungsbereich
kann dabei ein Messpunkt oder eine Gruppe von Messpunkten zugeordnet werden.
[0011] Um mit konstruktiv einfachen Mitteln und einer kompakten Bauweise der Leuchte eine
möglichst große Fläche als ersten Raumbereich auszuleuchten, wird vorgeschlagen, dass
die Abstrahlfläche des zweiten Leuchtsegments wenigstens teilweise von der Abstrahlfläche
des ersten Leuchtsegments umgeben wird. Üblicherweise benötigt das erste Leuchtsegment
eine größere Abstrahlfläche als das zweite Leuchtsegment, da das erste Leuchtsegment
eine große Fläche homogen ausleuchten soll, während das zweite Leuchtsegment eher
punktuell, bzw. kleinere Flächen ausleuchtet. Durch die erfindungsgemäße Anordnung
können die Leuchtquellen des zweiten Leuchtsegments räumlich nahe aneinander angeordnet
werden, was die Ausrichtung und genaue Ausleuchtung des zweiten Raumbereichs erleichtert.
Gleichzeitig kann das erste Leuchtsegment durch die ermöglichte flächige Anordnung
nicht nur konstruktiv einfach für eine homogene großflächige Ausleuchtung sorgen,
sondern ermöglicht auch eine blendungsreduzierte Ausleuchtung. Die Abstrahlflächen
der beiden Leuchtsegmente liegen vorzugsweise in einer Ebene und sind vorzugsweise
quer zur Abstrahlrichtung benachbart. In einer bevorzugten Ausführungsform können
die beiden Abstrahlflächen unmittelbar aneinander angrenzen.
[0012] Um den zweiten Raumbereich bildende abgegrenzte Objekte möglichst präzise ausleuchten
zu können, wird vorgeschlagen, dass die Abstrahlfläche des zweiten Leuchtsegments
von mehreren rasterförmig aneinander angrenzenden Leuchtelementen gebildet ist, die
jeweils wenigstens eine Leuchtquelle und ein der Leuchtquelle nachgelagertes optisches
Element zum Richten des emittierten Lichtes auf den zweiten Raumbereich aufweisen.
[0013] Die Erfindung betrifft auch ein Verfahren zum Ausleuchten wenigstens zweier Raumbereiche
mit einer Leuchte nach einem der obigen Ansprüche, bei dem die Messeinrichtung eine
Beleuchtungsstärke im Messbereich bestimmt und deren Differenz zu einem hinterlegten
Sollwert ermittelt wird, woraufhin die Lichtstärke des ersten Leuchtsegments der Leuchte
für den ersten Raumbereich unter Minimierung der Differenz geregelt wird und das zweite
Leuchtsegment der Leuchte den zweiten Raumbereich so ausleuchtet, dass dessen Beleuchtungsstärke
oberhalb des Sollwerts liegt. Der Sollwert kann beispielsweise die der obig erwähnten
Grundbeleuchtung entsprechende Beleuchtungsstärke sein. Der im Messbereich gemessene
Wert der Beleuchtungsstärke wird mit dem Sollwert verglichen. Ist dieser gemessene
Wert geringer als der Sollwert, wird die emittierte Lichtstärke des ersten Leuchtsegments
durch das Steuergerät so erhöht, dass die Differenz zwischen der von der Messeinrichtung
im Messbereich gemessenen Beleuchtungsstärke und dem Sollwert minimiert wird. Gleiches
erfolgt für den Fall, dass der gemessene Wert höher als der Sollwert ist. Die emittierte
Lichtstärke kann dabei iterativ als Folge einer vorhergehenden Messung eingestellt
werden, bis sie innerhalb einer erlaubten Fehlerschranke dem Sollwert entspricht.
In einer bevorzugten Ausführungsform kann die Beleuchtungsstärke innerhalb des zweiten
Raumbereichs ebenso erfasst werden. Auch kann bevorzugter Weise zusätzlich zum Sollwert
für den ersten Raumbereich ein separater Sollwert für den zweiten Raumbereich, der
beispielsweise der Beleuchtungsstärke der obig erwähnten Arbeitsbeleuchtung entspricht,
hinterlegt sein, der analog zum ersten Leuchtsegment eingestellt wird. Der Sollwert
kann beispielsweise direkt in der Steuereinheit hinterlegt sein. Der Sollwert kann
beispielsweise über ein Steuergerät, welches drahtlos mit der Steuereinheit verbunden
ist, in der Steuereinheit hinterlegt werden.
[0014] Zwar kann das zweite Leuchtsegment zumindest teilweise lediglich ein- bzw. ausgeschalten
werden, um allerdings zusätzlich zur Beleuchtungsstärke im ersten Raumbereich auch
die Beleuchtungsstärke im zweiten Raumbereich genauer einzustellen, wird vorgeschlagen,
dass die Lichtstärke beider Leuchtsegmente geregelt wird. Dies kann im einfachsten
Falle dadurch geschehen, dass die emittierte Lichtstärke des zweiten Leuchtsegments
bezogen auf die emittierte Lichtstärke des ersten Leuchtsegments als Eingangsgröße
um einen absoluten oder relativen Anteil erhöht oder vermindert wird.
[0015] In einer bevorzugten Ausführungsform wird die Beleuchtungsstärke in einem zweiten,
im zweiten Raumbereich liegenden Messbereich bestimmt, deren Differenz zu einem hinterlegten
zweiten Sollwert ermittelt wird und das zweite Leuchtsegment der Leuchte unter Minimierung
der Differenz geregelt. Dabei kann die Steuereinheit analog zum Regeln der Beleuchtungsstärke
im ersten Raumbereich die emittierte Lichtstärke in Abhängigkeit zu einer gemessenen
Beleuchtungsstärke im zweiten Raumbereich regeln. So kann beispielsweise die Beleuchtungsstärke
im ersten Raumbereich auf 300 lux, was einer Grundbeleuchtung entspricht, und im zweiten
Raumbereich auf 750 lux, was einer Arbeitsbeleuchtung entspricht, geregelt werden.
[0016] In der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand beispielsweise dargestellt. Es zeigen
- Fig. 1
- eine schematische Ansicht einer erfindungsgemäßen Leuchte von unten und
- Fig. 2
- eine schematische Ansicht einer erfindungsgemäßen Leuchte in einem Raum mit zwei Raumbereichen
in kleinerem Maßstab.
[0017] Eine erfindungsgemäße Leuchte 1 zum Ausleuchten eines ersten Raumbereichs 2 und eines
zweiten Raumbereichs 3 umfasst ein erstes Leuchtsegment 4, ein zweites Leuchtsegment
5, eine Messeinrichtung 6 zum Messen der Beleuchtungsstärke in einem im ersten Raumbereich
2 liegenden Messbereich 7 und eine Steuereinheit 8. Die Messeinrichtung 6 und die
Steuereinheit 8 der in der Zeichnung gezeigten Ausführungsform sind hinter dem zweiten
Leuchtsegment 5 angeordnet und über Kabel miteinander verbunden. Die gezeigte Ausführungsform
ist besonders kompakt, da die Abstrahlfläche des zweiten Leuchtsegments 5 von der
Abstrahlfläche des ersten Leuchtsegments 4 umgeben wird und die Messeinrichtung 6
sowie Steuereinheit 8 räumlich nahe beieinander verbaut werden können.
[0018] Das erste Leuchtsegment 4 ist auf den ersten Raumbereich 2 ausgerichtet, sodass es
diesen ausleuchtet. Der zweite Raumbereich 3 ist im gezeigten Ausführungsbeispiel
ein Arbeitsplatz mit Schreibtisch, bildet einen Teilbereich des ersten Raumbereichs
2, der durch den gesamten Raum eines Gebäudes gebildet wird, und liegt im gezeigten
Ausführungsbeispiel vollständig innerhalb des ersten Raumbereichs 2, sodass der zweite
Raumbereich 3 ebenso vom ersten Leuchtsegment 4 ausgeleuchtet wird. Die Messeinrichtung
6 misst die Beleuchtungsstärke in einem im ersten Raumbereich 2 liegenden Messbereich
7, der außerhalb des zweiten Raumbereichs 3 liegt. Die Steuereinheit 8 stellt die
über das erste Leuchtsegment 4 emittierte Lichtstärke in Abhängigkeit der von der
Messeinrichtung 6 im Messbereich 7 gemessenen Beleuchtungsstärke ein, sodass diese
einer vorab definierten gewünschten Beleuchtungsstärke, der Grundbeleuchtung, für
den ersten Raumbereich 2 entspricht. Dazu kann ein Sollwert für die Beleuchtungsstärke
im ersten Raumbereich 2 definiert und in der Steuereinheit 8 hinterlegt sein. Dieser
Sollwert kann der Grundbeleuchtung entsprechen. Die Messeinrichtung 6 kann die Messwerte
zeitdiskret oder kontinuierlich bestimmen und an die Steuereinheit 8 weiterleiten.
Das zweite Leuchtsegment 5 ist auf den zweiten Raumbereich 3 ausgerichtet. Die zusätzliche,
auf den zweiten Raumbereich 3 ausgerichtete Ausleuchtung des zweiten Leuchtsegments
5 resultiert in einer Beleuchtungsstärke im zweiten Raumbereich 3, die über die Grundbeleuchtung
hinausgeht. Da der Messbereich 7 außerhalb des zweiten Raumbereichs 3 liegt, werden
Messstörungen durch Licht, welches vom zweiten Leuchtsegment 5 emittiert wird, minimiert,
wodurch beide Leuchtsegmente 4, 5 und Messeinrichtung 6 trotzdem räumlich nahe innerhalb
einer Leuchte verbaut werden können. Bevorzugter Weise wird das zweite Leuchtsegment
5 geregelt, sodass auch die Beleuchtungsstärke im zweiten Raumabschnitt 3 eingestellt
werden kann. Dazu kann ein zweiter Sollwert vorgesehen sein, der einer Arbeitsbeleuchtung
entspricht, wobei diese Arbeitsbeleuchtung analog zur Grundbeleuchtung über die Steuereinheit
8 mit den Messwerten hergestellt werden kann, wobei in diesem Falle auch Messwerte
zur Beleuchtungsstärke im zweiten Raumbereich 3 vorliegen müssen. Die Messeinrichtung
6 des gezeigten Ausführungsbeispiels umfasst einen Sensor zum Messen der Beleuchtungsstärke
in wenigstens zwei Erfassungsbereichen und kann dadurch auch die Beleuchtungsstärke
im zweiten Raumbereich 3 messen. Dadurch kann analog zum Messbereich 7 für den ersten
Raumbereich 2 ein zweiter Messbereich 9 für den zweiten Raumbereich 3 vorgesehen sein.
Die Ausleuchtung mit der erfindungsgemäßen Vorrichtung bzw. dem erfindungsgemäßen
Verfahren funktioniert prinzipiell bereits mit einem Messbereich 7.
[0019] In einer bevorzugten Ausführungsform können zusätzlich zum zweiten Raumbereich 3
mehrere Raumbereiche, wie beispielsweise weitere Arbeitsplätze mit Schreibtischen,
vorgesehen sein, die mit dem zweiten Leuchtsegment 5 stärker ausgeleuchtet werden.
[0020] Bevorzugter Weise ist die Abstrahlfläche des zweiten Leuchtsegments 5 von mehreren
rasterförmig aneinander angrenzenden Leuchtelementen gebildet, die jeweils wenigstens
eine Leuchtquelle und ein der Leuchtquelle nachgelagertes optisches Element zum Richten
des emittierten Lichtes auf den zweiten Raumbereich 3 aufweisen.
1. Leuchte (1) zum Ausleuchten wenigstens zweier Raumbereiche (2, 3) mit einem auf einen
ersten Raumbereich (2) ausgerichteten ersten Leuchtsegment (4) und einer Messeinrichtung
(6) zum Messen der Beleuchtungsstärke in einem im ersten Raumbereich (2) liegenden
Messbereich (7), dadurch gekennzeichnet, dass ein zweites Leuchtsegment (5) auf den zweiten Raumbereich (3), der einen Teilbereich
des ersten Raumbereichs (2) bildet, ausgerichtet ist, wobei der Messbereich (7) außerhalb
des zweiten Raumbereichs (3) liegt und eine Steuereinheit (8) zum Einstellen der Lichtstärke
des ersten Leuchtsegments (4) in Abhängigkeit der gemessenen Beleuchtungsstärke vorgesehen
ist.
2. Leuchte nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Messeinrichtung (6) zum Messen der Beleuchtungsstärke im zweiten Raumbereich
(3) ausgebildet ist.
3. Leuchte nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Messeinrichtung (6) einen Sensor zum Messen der Beleuchtungsstärke in wenigstens
zwei Erfassungsbereichen umfasst.
4. Leuchte nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass, die Abstrahlfläche des zweiten Leuchtsegments (5) wenigstens teilweise von der Abstrahlfläche
des ersten Leuchtsegments (4) umgeben wird.
5. Leuchte nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Abstrahlfläche des zweiten Leuchtsegments (5) von mehreren rasterförmig aneinander
angrenzenden Leuchtelementen gebildet ist, die jeweils wenigstens eine Leuchtquelle
und ein der Leuchtquelle nachgelagertes optisches Element zum Richten des emittierten
Lichtes auf den zweiten Raumbereich (3) aufweisen.
6. Verfahren zum Ausleuchten wenigstens zweier Raumbereiche (2, 3) mit einer Leuchte
(1) nach einem der obigen Ansprüche, bei dem die Messeinrichtung (6) eine Beleuchtungsstärke
im Messbereich (7) bestimmt und deren Differenz zu einem hinterlegten Sollwert ermittelt
wird, woraufhin die Lichtstärke des ersten Leuchtsegments (4) der Leuchte (1) für
den ersten Raumbereich (2) unter Minimierung der Differenz geregelt wird und das zweite
Leuchtsegment (5) der Leuchte (1) den zweiten Raumbereich (3) so ausleuchtet, dass
dessen Beleuchtungsstärke oberhalb des Sollwerts liegt.
7. Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Lichtstärke beider Leuchtsegmente (4, 5) geregelt wird.
8. Verfahren nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Beleuchtungsstärke in einem zweiten, im zweiten Raumbereich (3) liegenden Messbereich
(9) bestimmt, deren Differenz zu einem hinterlegten zweiten Sollwert ermittelt wird
und das zweite Leuchtsegment (5) der Leuchte (1) unter Minimierung der Differenz geregelt
wird.