[0001] Die Erfindung betrifft Verfahren zum zustandsbasierten Warten einer Kupplungsanordnung
für spurgeführte Fahrzeuge, insbesondere Schienenfahrzeuge, ferner ein Überwachungssystem.
[0002] Unter dem Begriff "spurgeführtes Fahrzeug" sind unter anderem Züge, Wagons und Triebwägen
zu verstehen, die auf einer oder mehreren Schienen fahren oder geführt werden. Dabei
handelt es sich insbesondere um mit Treibstoff betriebene oder elektrische Züge oder
Straßenbahnen.
[0003] Unter dem Begriff "Kupplungsanordnung" ist primär zumindest der Teil eines Kupplungssystems
von spurgeführten Fahrzeugen zu verstehen, welcher die mechanische Verbindung zwischen
den beiden Fahrzeugen ermöglicht. Die Kupplungsanordnung erlaubt es, sowohl Stoß-
als auch Zugkräfte aufzunehmen und weiterzugeben. Dabei sind diese derart an den Schienenfahrzeugen
montiert bzw. ausgebildet, dass diese in einer Kurve oder Steigung versetz- und schwenkbar
sind, um deren Ausrichtung und somit die mechanische Kupplung stabil aufrechtzuerhalten.
Die Kupplungsanordnung umfasst dabei insbesondere einen Kupplungskopf mit Kuppelelementen
zum Kuppeln mit einem Kupplungskopf einer Gegenkupplung, ferner je nach Ausführung
eine Kupplungsstange, eine Anlenkung bzw. Lagerung und gegebenenfalls Energieverzehrelemente.
Der Begriff Kupplungsanordnung umfasst hier insbesondere alle Elemente von der Schnittstelle
zum Wagenkasten bis zur Schnittstelle zur Kopplung mit der Gegenkupplung.
[0004] Die Kupplungsanordnungen und deren einzelne Komponenten werden üblicherweise für
einen konkreten Einsatzfall ausgelegt, um miteinander in unterschiedlichsten Situationen
mechanisch stabil und zuverlässig verkuppelt zu werden, unabhängig von Schienenfahrzeugtyp
und/oder geraden oder gekrümmten Gleisabschnitten auf horizontaler Ebene oder mit
Steigung. Ferner erfolgt die Auslegung, um vordefinierte Zugkräfte über eine vordefinierte
Betriebsdauer übertragen zu können sowie Stoßkräfte vordefinierter Größe zu kompensieren.
Dazu ist es bei derartigen Kupplungsanordnungen vorgesehen, dass eine Dämpfungseinrichtung
Zug- und Stoßkräfte bis zu einer definierten Größe aufnimmt und darüberhinausgehende
Kräfte in das Fahrzeuguntergestell weiterleitet. Dadurch werden Zug- und Stoßkräfte,
welche während des normalen Fahrbetriebs beispielsweise bei einem mehrgliedrigen Schienenfahrzeug
zwischen den einzelnen Wagenkästen auftreten, in dieser in der Regel regenerativ ausgebildeten
Stoßsicherung absorbiert. Auf diese Weise wird verhindert, dass die während des normalen
Fahrbetriebs auftretenden Zug- und Stoßkräfte in das Fahrzeuguntergestell weitergeleitet
werden. Die Dämpfungseinrichtung ist jedoch nicht in der Lage, grundsätzlich zu verhindern,
dass Zug- und Stoßkräfte in die Komponenten der Kupplungsanordnung eingeleitet werden.
Infolgedessen sind die Komponenten der Kupplungsanordnung im Betrieb einem mehr oder
weniger permanenten Verschleiß ausgesetzt.
[0005] Die Kupplungsanordnungen sind im Betrieb des jeweiligen schienengebundenen Fahrzeuges
ferner weiteren vielfältigen Bedingungen ausgesetzt, welche einen nicht unerheblichen
Einfluss auf die theoretisch vorgesehene Lebensdauer der einzelnen Komponenten der
Kupplungsanordnung haben können. So kann sich der Verschleiß der Kupplungsanordnung
beim Kuppelvorgang bei erschwerter Selbstzentrierung der miteinander zu kuppelnden
Kupplungsanordnungen bei größerer Entfernung oder Versatz der Kupplungen zueinander
erhöhen.
[0006] Auch eine zu schnelle Annäherung der miteinander zu kuppelnden Schienenfahrzeuge
und ein damit verbundener Zusammenstoß der Kupplungsanordnungen kann zu einem verstärkten
Verschleiß und Verformungen und somit zu einer kürzeren Betriebslaufzeit der Kupplungen
führen. In diesem Zusammenhang wird beispielsweise auf die Druckschrift
WO 2016/193063 A1 verwiesen, welche ein automatisches Kupplungssystem zwischen Schienenfahrzeugen beschreibt.
[0007] Desweiteren können die meteorologischen Randbedingungen des Einsatzfalles, insbesondere
Umgebungstemperatur, Luftfeuchtigkeit, Art, Beschaffenheit und Geschwindigkeit bzw.
Intensität des Niederschlages einen nicht unerheblichen Einfluss auf die Funktionsfähigkeit
der Kupplungsanordnung und deren Komponenten sowie die Alterung der Materialien einzelner
Bauteile haben, welche wiederum einen Einfluss auf die Gesamtkomponenten haben.
[0008] Im Betrieb eines Schienenfahrzeuges ist jedoch eine maximale Zuverlässigkeit der
Kupplungsanordnung unumgänglich. Dies impliziert, dass alle Komponenten der Kupplungsanordnung
ordnungsgemäß ausgebildet und funktionsfähig sind. "Ordnungsgemäß funktionsfähig"
bedeutet in diesem Zusammenhang, dass sich die Eigenschaft und das Verhalten der einzelnen
Komponenten der Kupplungsanordnung nicht oder nicht im Wesentlichen im Vergleich zur
ursprünglichen Auslegung verändert haben. Aufgrund der kompakten Bauform von üblicherweise
eingesetzten Kupplungsanordnungen ist jedoch eine Überprüfung der Funktionsfähigkeit
der einzelnen Komponenten der Kupplungsanordnung in der Regel nur im Rahmen einer
turnusmäßig anzusetzenden Inspektion und Wartung möglich, bei welcher die einzelnen
Komponenten in der Kupplungsanordnung entsprechend inspiziert und gegebenenfalls ausgetauscht
werden. Derartige Inspektionen müssen derzeit regelmäßig durchgeführt werden, um sicherzustellen,
dass sämtliche Komponenten der Kupplungsanordnung ordnungsgemäß funktionieren. Diese
sind jedoch sehr aufwändig und zeitintensiv, da eine umfassende Sichtprüfung der Komponenten
der Kupplungsanordnung häufig nicht möglich ist.
[0009] Bezüglich der Vornahme einer Inspektion und Wartung sind unterschiedliche Ansätze
denkbar. Üblicherweise erfolgt diese in festen Intervallen. Die Intervalle werden
im Hinblick auf die Auslegung der Kupplungsanordnung derart vordefiniert, dass ein
Ausfall einzelner Komponenten aufgrund von Verschleiß unter normalen Bedingungen mit
Sicherheit vor Erreichen des Wartungszeitpunktes vermieden wird. Üblicherweise wird
eine vordefinierte Zeitdauer fest vorgegeben oder die Wartungsanforderung wird über
eine die Betriebsdauer beschreibende zurückgelegte Strecke des Schienenfahrzeuges
definiert.
[0010] Zusätzlich können die aus den Kupplungsanordnungen zugeordneten Überwachungssystemen
gewonnenen Informationen zur Betriebsweise und Zustand der Kupplungsanordnung unterstützend
bei einer Inspektion und Wartung Verwendung finden. Ein derartiges Überwachungssystem
zum Monitoring ist beispielsweise in
DE 10 2013 206 977 A1 beschrieben. Mittels diesem werden neben den, den normmalen Betrieb der Kupplungsanordnung
beschreibenden Daten der Kupplungsanordnung auch besondere Vorfälle, beispielsweise
schwere Kuppelstöße erfasst, die einen Einfluss auf die Lebensdauer einzelner Komponenten
und Baugruppen haben können.
[0011] Um ein strukturelles Versagen von Kupplungsanordnungen, welches zu Unfällen und manchmal
zu katastrophalen Schäden, insbesondere bei Schwerlast- und Hochgeschwindigkeitszügen
führen kann, in Echtzeit zu erkennen, ist gemäß
US 2018/0162423 A1 ein Überwachungssystem vorgesehen, dass die strukturellen Veränderungen direkt an
der Kupplung selbst, insbesondere an der Kupplungsstange erfasst.
DE 10 2019 106 961 A1 beschreibt die Anordnung von Erfassungseinrichtungen für Zustands- oder Betriebsgrößen
an Kraftübertragungselementen der Kupplung.
[0012] Gemäß
US 10,618,532 B2 ein Zustandsüberwachungssystem für Zugkupplungen vorgesehen, welches sowohl äußere
als auch innere strukturelle Schäden, einschließlich solcher an dem unter der Wagenkarosserie
verborgenen Teil, selbst wenn der Zug in Betrieb ist, erkennt. Das Zustandsüberwachungssystem
umfasst einen oder mehrere Sensoren, die an der Kupplungsanordnung montiert oder in
dieser integriert sind, eine Datenerfassungseinheit zum Empfangen von Signalen oder
Daten von den Sensoren und eine Verarbeitungseinheit zum Bestimmen des strukturellen
Zustandes der Zugkupplung basierend auf dem empfangenen Signal oder den empfangenen
Daten. Kontrollen über das System können in Echtzeit kontinuierlich oder periodisch
während des Betriebs eines Zuges durchgeführt werden. Es kann auch offline durchgeführt
werden, während ein Zug nicht in Betrieb ist.
[0014] Der Wartungsvorgang, welcher auf der Auswertung von in Echtzeit ermittelten, Betriebs-
und Zustandsdaten basiert, setzt jedoch eine Vielzahl entsprechender Erfassungseinrichtungen
und das Vorsehen entsprechender Überwachungssysteme voraus. Die sichere Integration
oder der Anbau der erforderlichen Erfassungseinrichtungen bedingt zusätzliche Modifikationen
an den einzelnen Komponenten, insbesondere der Kupplungsanordnung und die Gewährleistung
der Funktionssicherheit der Erfassungseinrichtungen sowie Überwachungssysteme ist
aufwendig und kostenintensiv.
[0015] Der Ansatz, über Sichtprüfungen Zustände zu erkennen, ist aus
DE 10 2015 205 978 A1 bekannt, welches ein System zum Dokumentieren des Zustandes eines Kraftfahrzeuges
mittels Bild- und Datenerfassung mit Zeitzuordnung durch Setzen eines Zeitstempels
beschreibt.
[0016] Chao Zheng, Zhenzhong Wei: "Automatic online vision-based inspection system of coupler
yoke for freight trains"; Journal of Electronic Imaging 25(6), 061602 (2016) beschreibt ein Verfahren, bei welchem anhand von fortlaufende während der Fahrt
am Fahrzeug erzeugten Abbildern eines Teils, insbesondere Zwischenstück einer AAR-Kupplung
ein Versagen von Komponenten, insbesondere des Bolzens erkannt wird. Der Ansatz der
Zustandserkennung allein auf der Basis von Abbildern setzt jedoch eine fortlaufende
Erstellung derartiger Abbilder voraus, um frühzeitig einen Hinweis auf mögliche eintretende,
die Funktionsweise beeinträchtigende Schädigungen zu erhalten. Der Aufwand dafür ist
jedoch relativ hoch und auch die einzelnen Kameras zur Bilderfassung sind den Umwelteinflüssen
ausgesetzt, so dass Fehlinformationen übermittelt werden können.
[0017] Die
US 2019/178754 A1 offenbart ein Verfahren zur Verfahren zur Überwachung von Kupplungen von Schienenfahrzeugen.
[0018] Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zu Grunde, ein Verfahren zur Wartung von Kupplungsanordnungen
anzugeben, welches mit möglichst geringem zusätzlichem konstruktivem Aufwand an der
Kupplungsanordnung selbst relativ sichere Aussagen hinsichtlich einer erforderlichen
Wartung/Instandhaltung ermöglicht, wobei unnötige Ausfallzeiten vermieden werden sollen.
Es ist sicherzustellen, dass die einzelnen Komponenten der Kupplungsanordnung - auch
nach einer längeren Betriebszeit - ordnungsgemäß funktionieren und entsprechend in
das Gesamt-Kupplungskonzept des Fahrzeugs eingebunden sind, ohne dass hierzu die einzelnen
Komponenten der Kupplungsanordnung individuell und regelmäßig im Rahmen einer klassischen
Inspektion zu überprüfen sind.
[0019] Die Aufgabe wird erfindungsgemäß durch ein Verfahren zur zustandsbasierten Wartung
und ein Überwachungssystem entsprechend den unabhängigen Ansprüchen gelöst. Weitere
vorteilhafte Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung finden sich in den Unteransprüchen.
[0020] Das erfindungsgemäße Verfahren zum zustandsbasierten Warten einer Kupplungsanordnung
eines spurgeführten Fahrzeuges, wobei die Kupplungsanordnung zumindest einen Kupplungskopf
zum Kuppeln mit einem gegengleichen Kupplungskopf einer Gegen-Kupplung und optional
zumindest eine Leitungskupplung zum Koppeln mit einer Leitungskupplung einer Gegen-Kupplung
zum Übertragen elektrischer Ladung und/oder Daten und/oder flüssigen oder gasförmigen
Medien aufweist, umfasst folgende Verfahrensschritte:
- a) Bereitstellen von Kupplungsanordnungsdaten in Form von Betriebsdaten und optional
Zustandsdaten der Kupplungsanordnung;
- b) Bereitstellen von Umfelddaten zum Beschreiben von Informationen der Umgebungsbedingungen
denen die Kupplungsanordnung ausgesetzt ist;
- c) Übertragender bereitgestellten Daten zu einem Datenverarbeitungssystem und Bestimmen
einer Sollvorgabe für eine Wartungsanforderung der Kupplungsanordnung als Funktion
der bereitgestellten Kupplungsanordnungsdaten und Umfelddaten;
- d) Aufnehmen von Abbildern der Kupplungsanordnung zum optischen Wiedergeben des Ist-Zustandes
und Übertragen zum Datenverarbeitungssystem;
- e) Auswerten des optischen Ist-Zustandes der Kupplungsanordnung aus den Abbildern
unter Berücksichtigung der aus den Betriebs- und Zustandsdaten gebildeten Sollvorgabe
für die Wartungsanforderung zu einem Auswertzeitpunkt und Bilden einer Korrekturvorgabe
für die Sollvorgabe der Wartungsanforderung in Abhängigkeit der Auswertung.
[0021] Unter "Kupplungsanordnungsdaten" im Sinne der Erfindung werden insbesondere Daten
verstanden, welche geeignet sind, wenigstens mittelbar die Betriebsweise der Kupplungsanordnung
und deren einzelner Komponenten und/oder die Umgebungsbedingungen zu beschreiben.
Diese beinhalten Betriebsdaten, Umfelddaten und optional aber nicht zwingend auch
Zustandsdaten.
[0022] "Betriebsdaten" sind insbesondere Daten, welche die Funktionsweise der Kupplungsanordnung
beschreiben. Insbesondere gehören dazu: Anzahl der Kuppelvorgänge in einem definierbaren
Zeitraum; Zustand - gekuppelt/ungekuppelt; Kuppelgeschwindigkeit; Kuppelstöße; Betriebsdauer
(Zeitraum, gefahrene Km); GPS-Daten.
[0023] "Zustandsdaten" sind insbesondere Daten, welche die physikalischen oder chemischen
Eigenschaften der Kupplungsanordnung und deren Komponenten beschreiben.
[0024] Unter "Umfelddaten" im Sinne der Erfindung werden Daten verstanden, welche Umgebungsinformationen
beinhalten, welche insbesondere als chemische oder physikalische Größen vorliegen,
die einen Einfluss auf die Alterung und den Verschleiß der Komponenten der Kupplungsanordnung
haben können. Zu diesen gehören physikalische und chemische Größen, wie beispielsweise
Temperatur, Luftfeuchtigkeit, Art, Intensität und Beschaffenheit des Niederschlages
etc.
[0025] Unter einer "Sollvorgabe einer Wartungsanforderung" wird insbesondere eine, die nächste
erforderliche Wartung und/oder den nächsten Austausch einer Komponente betreffende
und diese beschreibende Information verstanden.
[0026] Die erfindungsgemäße Lösung bietet den Vorteil, zum einen insgesamt eine rein auf
Daten basierende Vorgabe für eine Wartungsanforderung für die Kupplungsanordnung bereitzustellen
und diese durch eine zusätzliche Sichtprüfung zu verifizieren und ggf. flexibel anpassen
zu können. Dabei erlaubt die Berücksichtigung der die Betriebsweise der Kupplungsanordnung
charakterisierenden Daten sowie die Informationen über Umgebungseinflüsse beinhaltenden
Umweltdaten, welche Auswirkungen auf die Lebensdauer haben können, sehr präzise Sollvorgaben,
die sich eng an den tatsächlichen Belastungen, denen die Kupplungsanordnung ausgesetzt
ist, orientieren. Dadurch werden unnötige Stillstandzeiten, die zum einen durch einen
frühzeitigen Ausfall bzw. Versagen von einzelnen Komponenten oder zum anderen aber
die Vornahme einer bezogen auf den Zustand noch nicht erforderlichen Inspektion und
Wartung bedingt sind, vermieden. Die erfindungsgemäße Lösung ermöglicht damit eine
optimale Anpassung der Serviceintervalle an den tatsächlichen Ist-Zustand der Kupplungsanordnung.
[0027] Die Sollvorgabe für die Wartungsanforderung beinhaltet vorzugsweise eine die theoretisch
mögliche, vorzugsweise eine maximal zulässige Restbetriebsdauer der Kupplungsanordnung
bis zur nächsten Wartung wenigstens mittelbar charakterisierende Größe als Funktion
der erfassten Kupplungsanordnungsdaten und Umfelddaten. Diese Restbetriebsdauer beschreibt
dabei das Intervall, in welchem die Kupplungsanordnung noch "Ordnungsgemäß funktionsfähig"
ist.
[0028] Im Einzelnen kann die theoretisch mögliche Restbetriebsdauer über
- a) eine Zeitangabe, insbesondere
a1) eine Zeitdauer in Form einer noch zulässigen Restbetriebsdauer bis zur nächsten
erforderlichen Wartung oder
a2) eine Datumsangabe oder einen begrenzten Zeitraum
oder
- b) eine Längenangabe, insbesondere eine Angabe über noch zu fahrende km bis zur nächsten
erforderlichen Wartung
oder
- c) eine Kombination aus beiden
beschrieben werden.
[0029] Während Variante a) auch Stillstandszeiten einschließt, in welchen die Kupplungsanordnung
jedoch auch extremen Witterungsbedingungen ausgesetzt sein kann, beinhaltet Variante
b) dabei den tatsächlichen Betriebszeitraum, in welchem die Kupplungsanordnung den
Belastungen ausgesetzt ist.
[0030] Insbesondere Variante c) erlaubt eine sehr präzise Vorausbestimmung der nächsten
erforderlichen Wartung und ermöglicht eine gute Planbarkeit dieser, insbesondere im
Hinblick auf den Einsatzbereich des die Kupplungsanordnung tragenden Schienenfahrzeuges.
[0031] In einer besonders vorteilhaften Weiterbildung werden die bereitgestellten Kupplungsanordnungsdaten,
die Umfelddaten und die Abbilder enthaltenden Daten mit einem Zeitstempel versehen
und mit diesem zusammen abgespeichert. Dadurch werden die Änderungen der Daten über
die Zeit transparent ersichtlich und das Änderungsverhalten dieser über eine definierte
Zeitdauer kann ebenfalls berücksichtigt und aus diesen Schlussfolgerungen für die
Restbetriebsdauer gezogen werden.
[0032] Bezüglich der Bereitstellung der Kupplungsanordnungsdaten und Umfelddaten bestehen
mehrere Möglichkeiten. Gemäß einer besonders vorteilhaften Ausbildung des Verfahrens
werden die Kupplungsanordnungsdaten und die Umfelddaten während des Betriebes des
die Kupplungsanordnung tragenden bzw. aufweisenden Fahrzeuges zumindest teilweise,
vorzugsweise vollständig fahrzeugseitig, insbesondere mittels einer dem Fahrzeug ohnehin
für andere Aufgaben zugeordneten Datenbereitstellungseinrichtung erfasst. Vorzugsweise
werden die ohnehin in der Steuerung des Fahrzeuges selbst erfassten bzw. vorhandenen
Daten genutzt. Diese Ausbildung bietet den Vorteil auf ohnehin zu Steuer- und/oder
Regelungsaufgaben des Fahrzeuges vorliegende und erforderliche Daten zugreifen zu
können und diese zu nutzen. Die zusätzliche Erfassung und damit das Vorsehen entsprechender
Erfassungseinrichtungen an der Kupplung selbst kann reduziert oder gar vollständig
vermieden werden. Insbesondere für die Kupplungsanordnung selbst kann der Aufwand
hinsichtlich zusätzlich vorzusehender Einrichtungen zur Erfassung von bestimmten Daten
minimiert bzw. ganz vermieden werden.
[0033] Insgesamt bietet die Kombination aus ohnehin fahrzeugseitig bereitzustellenden oder
zu erfassenden Daten (Daten, die Betriebsweise der Kupplungsanordnung wenigstens mittelbar
oder direkt beschreiben und/oder Umfelddaten) und zusätzlicher Sichtprüfung, insbesondere
wenn diese nur temporär oder nach gegebener Aufforderung erfolgt, eine aufgrund des
Entfalls von an der Kupplungsanordnung vorzusehenden Erfassungseinrichtungen einfache,
besonders kostengünstige jedoch durch die zusätzliche Sichtprüfung auch sehr zuverlässig
hinsichtlich der daraus ableitbaren Aussage bereitstellbare Möglichkeit zur Optimierung
der Wartungsintervalle.
[0034] In einer alternativen Ausbildung werden die Kupplungsanordnungsdaten und die Umfelddaten
während des Betriebes des die Kupplungsanordnung tragenden Fahrzeuges zumindest teilweise,
vorzugsweise vollständig mit einer der Kupplungsanordnung zugeordneten Datenbereitsteinrichtung
erfasst. Dies erlaubt eine Erfassung unabhängig vom Fahrzeug.
[0035] In einer vorteilhaften Weiterbildung werden zumindest nachfolgend genannte Kupplungsanordnungsdaten
und Umfelddaten für die einzelne Kupplungsanordnung zum Ableiten einer Sollvorgabe
einer Wartungsanforderung erfasst und bereitgestellt:
- Laufzeit des die Kupplungsanordnung tragenden Fahrzeuges, insbesondere Kilometerm-Stand
des Fahrzeuges
- Anzahl der erfolgten Kuppelvorgänge
- GPS Koordinaten der Kupplungsanordnung oder des Fahrzeugs
- Kuppelgeschwindigkeit
- Außentemperatur
- Kupplungs-ID
[0036] Diese Mindestgrößen sind dabei ausreichend, um eine aussagefähige Sollvorgabe für
die Wartungsanforderung abzuleiten. Gemäß einer bereits genannten besonders vorteilhaften
Ausbildung werden diese vollständig fahrzeugseitig bereitgestellt, entweder direkt
oder als diese Größen wenigstens mittelbar, d.h. in einem funktionalen oder proportionalen
Zusammenhang mit diesen stehenden Größen. D.h. jegliche Zusatzmodifikationen, das
Vorsehen zusätzlicher Erfassungseinrichtungen kann entfallen.
[0037] In besonders vorteilhafter Weiterbildung können neben den Mindestdaten noch zusätzliche
Betriebs- und Zustandsdaten erfasst werden, welche eine noch stärkere Präzisierung
der Sollvorgabe für die Wartungsanforderung ermöglichen. Dazu gehören Kraft-Weg-Angaben
sowie Informationen bzgl. des Beschleunigungs- und Verzögerungsverhaltens des Schienenfahrzeuges
über eine vordefinierbare Zeitdauer betrachtet. Auch diese können in einer besonders
vorteilhaften Ausbildung über die Fahrzeugsteuerung bereitgestellt werden.
[0038] Bezüglich der zeitlichen Abfolge der einzelnen Verfahrensschritte a) bis e) sind
mehrere Varianten denkbar. Gemäß einer ersten vorteilhaften Variante werden die optischen
Abbilder nur auf Anforderung zu einem Anforderungszeitpunkt oder in vordefinierten
Zeitintervallen aufgenommen und dann zu einem Auswertzeitpunkt ausgewertet. Die Bereitstellung
der Kupplungsanordnungsdaten und die Bestimmung der Sollwertvorgabe für die Wartungsanforderung
entsprechend der Verfahrensschritte a) bis c) erfolgen dabei zumindest zum Anforderungszeitpunkt
oder in den vordefinierten Intervallen zum Aufnehmen der Abbilder.
[0039] In diesem Fall besteht die Möglichkeit, die Abbilder auch nur manuell bei Anforderung
aufzunehmen, so dass auf entsprechende fest installierte Einrichtungen an der Kupplungsanordnung
verzichtet werden kann.
[0040] In einer zweiten Variante können die Kupplungsanordnungsdaten auch fortlaufend erfasst
werden und die Verfahrensschritte a) bis c) zyklisch oder iterativ wiederholt werden.
Durch Kombination mit einem Zeitstempel können die auf Anforderung aufgenommen Abbilder
den zu diesem Zeitpunkt vorliegenden Kupplungsdaten und den daraus gewonnenen Informationen
zugeordnet und einer Auswertung unterzogen werden. Durch die zyklische oder fortlaufende
Bereitstellung von Kupplungsanordnungsdaten und Umfelddaten sowie der daraus resultierenden
Anpassung der Sollvorgabe können kurzzeitige und extreme Änderungen in der Betriebsweise
zeitnah bei der Bestimmung des nächsten Wartungszeitpunktes oder Zeitraumes zeitnah
berücksichtigt werden.
[0041] Gemäß einer dritten Variante werden alle Verfahrensschritte gemäß Anspruch 1 zyklisch
oder iterativ wiederholt. In diesem Fall sind jedoch vorrichtungsmäßig entsprechende
Einrichtungen an der Kupplungsanordnung zum Aufnehmen der Abbilder vorgesehen. Dabei
kann es sich insbesondere um an oder in der Kupplungsanordnung integrierte Erfassungseinrichtungen,
insbesondere Bildsensoren handeln.
[0042] Das Auswerten des optischen Ist-Zustandes der Kupplungsanordnung erfolgt im einfachsten
Fall durch Vergleich des Ist-Zustandes mit einem Soll-Zustand. Werden keine Abweichungen
des Ist-Zustandes vom Soll-Zustand ermittelt, wird die Sollvorgabe für die Wartungsanforderung
aus den Kupplungsanordnungsdaten beibehalten oder in Abhängigkeit der noch zur Verfügung
stehenden Restbetriebsdauer aus der Sollvorgabe sogar noch verlängert werden.
[0043] Wird eine Abweichung erkannt, wird eine Änderung der Sollvorgabe für eine Wartungsanforderung
in Abhängigkeit der Art, des Umfanges und des direkten oder indirekten Einflusses
der Abweichung auf die Funktionsweise und die durch die Sollvorgabe bestimmte Restbetriebsdauer
bis zur nächsten Wartung der Kupplungsanordnung und/oder einzelner Komponenten ermittelt
und als neue Sollvorgabe gesetzt.
[0044] In einer vorteilhaften Weiterbildung werden zum Auswerten die Abweichungen als Funktion
ihrer direkten oder indirekten Auswirkung auf die Funktionsweise und/oder Restbetriebsdauer
der Kupplungsanordnung in unterschiedliche Klassen klassifiziert. Dabei wird jeder
Klasse zumindest eine Vorgabe zur Änderung/Korrektur der Sollvorgabe für die Wartungsanforderung
zugeordnet, wobei innerhalb einer Klasse die Änderung/Korrektur der Sollvorgabe als
Funktion der Abweichung mit der größten Auswirkung auf die Funktionsweise und/oder
Restbetriebsdauer der Kupplungsanordnung ermittelt wird.
[0045] Dabei kann beispielweise zwischen Abweichungen des Ist-Zustandes vom Soll-Zustand
unterschieden werden, welche keinen Einfluss auf die Funktionsweise und den Zustand
der Kupplungsanordnung während der durch die Sollvorgabe der Wartungsanforderung vorgegebenen
verbleibenden Restbetriebsdauer zur Folge haben sowie Abweichungen, welche Einfluss
auf die Funktionsweise und den Zustand der Kupplungsanordnung während der durch die
Sollvorgabe der Wartungsanforderung vorgegebenen verbleibenden Restbetriebsdauer zur
Folge haben. Erstere bewirken keine Korrektur der Sollvorgabe. Letztere können weiter
hinsichtlich des Umfanges und eines theoretischen Zeitpunktes des Eintretens einer
Beeinträchtigung der Funktionsweise der Kupplungsanordnung analysiert werden, wobei
die Sollvorgabe der Wartungsanforderung aus den Betriebs- und Umfelddaten dann entsprechend
korrigiert wird.
[0046] Im Einzelnen können so Schädigungen an Komponenten/Bauteilen, die zu einem späteren
Versagen dieser und damit zum Ausfall sowie einer Beeinträchtigung der gesamten Kupplungsanordnung
führen können, frühzeitig erkannt und durch die Korrektur der Wartungsvorgabe rechtzeitig
ausgetauscht oder überholt werden.
[0047] Die Kupplungsanordnungsdaten und/oder Umfelddaten und/oder Abbilder werden vorzugsweise
in einer Datenbank abgespeichert, welche Bestandteil der Bereitstellungseinrichtungen
oder eines Edge Devices oder einer Cloudstruktur sein kann. Das Bestimmen der Sollvorgabe
für die Wartungsanforderung und/oder das Auswerten des optischen Ist-Zustandes der
Kupplungsanordnung aus den Abbildern unter Berücksichtigung der aus den Betriebs-
und Zustandsdaten gebildeten Sollvorgabe für die Wartungsanforderung zu einem Auswertzeitpunkt
erfolgt dabei vorzugsweise dezentral durch Edge processing oder Cloudcomputing. Die
Übertragung der Daten erfolgt drahtlos, wobei hinsichtlich der Übertragungsart und
Technik keine Restriktionen bestehen. Diese kann je nach Anordnung des Speichers beispielsweise
über WLAN, Funk, Bluetooth etc. erfolgen.
[0048] Die Sollvorgabe und/oder die Korrekturvorgabe für die Sollvorgabe werden in einer
Weiterbildung unter Zuhilfenahme zumindest eines mathematischen Modells bestimmt.
Dabei kann das mathematische Modell unter Zuhilfenahme von Methoden der künstlichen
Intelligenz, wie Maschinenlernen oder eines neuronalen Netzwerkes erstellt werden.
Alternative Methoden nutzen Entscheidungsbäume, Methoden der linearen oder Nichtlinearen
Regression etc. Dies erlaubt qualitativ hochpräzise und reproduzierbare Vorgaben zu
den Serviceintervallen.
[0049] Gemäß einer Weiterbildung kann die im Datenverarbeitungssystem gebildete Sollvorgabe
oder der korrigierte Wert für die Sollvorgabe der Wartungsanforderung ausgelesen werden
und an beliebigen externen Einrichtungen angezeigt werden.
[0050] Ein Überwachungssystem zum zustandsbasierten Warten einer Kupplungsanordnung eines
spurgeführten Fahrzeuges, wobei die Kupplungsanordnung zumindest einen Kupplungskopf
zum Kuppeln mit einem gegengleichen Kupplungskopf einer Gegen-Kupplung und optional
eine Leitungskupplung zum Koppeln mit einer Leitungskupplung Gegen-Kupplung zum Übertragen
von elektrischer Ladung und/oder Daten und/oder flüssiger oder gasförmiger Medien
aufweist, ist in Anspruch 14 beschrieben. Dieses umfasst
- zumindest eine Einrichtung zum Erfassen und Bereitstellen von Kupplungsanordnungsdaten
und/oder Umfelddaten;
- eine Einrichtung zum Aufnehmen von Abbildern der Kupplungsanordnung und/oder deren
Komponenten;
- wenigstens einen Datenspeicher zum Speichern der Kupplungsanordnungsdaten, Umfelddaten
und Abbilder;
- ein Datenverarbeitungssystem zum Analysieren, Verarbeiten der Kupplungsanordnungsdaten,
Umfelddaten und Abbilder, wobei das Datenverarbeitungssystem mit den Bereitstellungseinrichtungen
zum Übertragen von Daten koppelbar ist.
[0051] Unter einem Datenverarbeitungssystem kann im Zusammenhang mit der Erfindung beispielsweise
eine zentrale oder dezentrale Struktur verstanden werden, welche geeignet ist, Daten
zu empfangen, zu speichern, zu analysieren und zu verarbeiten. Bei zentraler Anordnung
kann es sich um eine Maschine oder eine elektronische Schaltung oder ein leistungsfähiger
Computer verstanden werden. Bei einem Prozessor kann es sich insbesondere um einen
Hauptprozessor (engl. Central Processing Unit, CPU), einen Mikroprozessor oder einen
Mikrocontroller, beispielsweise eine anwendungsspezifische integrierte Schaltung oder
einen digitalen Signalprozessor, möglicherweise in Kombination mit einer Speichereinheit
zum Speichern von Programmbefehlen, etc. handeln. Auch kann unter einem Prozessor
ein virtualisierter Prozessor, eine virtuelle Maschine oder eine Soft-CPU verstanden
werden. Es kann sich beispielsweise auch um einen programmierbaren Prozessor handeln,
der mit Konfigurationsschritten zur Ausführung des genannten erfindungsgemäßen Verfahrens
ausgerüstet wird oder mit Konfigurationsschritten derart konfiguriert ist, dass der
programmierbare Prozessor die erfindungsgemäßen Merkmale des Verfahrens, der Komponente,
der Module, oder anderer Aspekte und/oder Teilaspekte der Erfindung realisiert. Dies
kann beispielsweise in einem dem Fahrzeug zugeordneten Steuergerät integriert sein.
[0052] Gemäß einer besonders vorteilhaften Ausbildung wird das Datenverarbeitungssystem
jedoch von einer Cloudstruktur zum Cloudcomputing gebildet.
[0053] Unter einem "Speicher" oder "Speichermodul" und dergleichen kann im Zusammenhang
mit der Erfindung beispielsweise ein flüchtiger Speicher in Form von Arbeitsspeicher
(engl. Random-Access Memory, RAM) oder ein dauerhafter Speicher wie eine Festplatte
oder ein Datenträger oder beispielsweise ein wechselbares Speichermodul verstanden
werden. Dieses kann den Bereitstellungseinrichtungen zugeordnet sein. Vorzugsweise
handelt es sich bei dem Speichermodul aber um eine cloudbasierte Speicherlösung, die
mit den einzelnen Bereitstellungseinrichtungen über eine drahtlose Verbindung, beispielsweise
Mobilfunkverbindung in Verbindung steht.
[0054] Das Datenverarbeitungssystem ist vorzugsweise dezentral ausgebildet und in einer
besonders vorteilhaften Ausbildung als Cloudstruktur zum Cloudcomputing ausgebildet,
welches es erlaubt auf verschiedene externe Ressourcen zurückzugreifen.
[0055] Das erfindungsgemäße Überwachungssystem ist somit einfach aufgebaut und kann in bereits
bestehende Cloudstrukturen eingebunden werden.
[0056] Im Folgenden wird die Erfindung anhand von Figuren erläutert. Die Figuren zeigen
im Einzelnen:
- Fig.1
- den Aufbau und die grundsätzliche Funktionsweise eines erfindungsgemäßen Überwachungssystems;
- Fig.2
- anhand eines Flussdiagramms ein erfindungsgemäßes Verfahren.
[0057] Figur 1 zeigt in schematisiert vereinfachter Darstellung eine Kupplungsanordnung
1 eines spurgeführten Fahrzeuges 2, umfassend einen Kupplungskopf 3 zum Koppeln mit
einem gegengleichen Kupplungskopf einer Kupplungsanordnung eines weiteren, hier nicht
dargestellten spurgeführten Fahrzeuges. Die Kupplungsanordnung 1 kann ferner optional
zumindest eine Leitungskupplung 10 zum Kuppeln mit einer Leitungskupplung einer Gegen-Kupplung
zum Übertragen elektrischer Ladung und/oder Daten und/oder flüssigen oder gasförmigen
Medien aufweisen.
[0058] Der Kupplungsanordnung 1 ist ein Überwachungssystem 4 zugeordnet. Das Überwachungssystem
4 ist vorzugsweise dezentral ausgebildet. Figur 1 zeigt eine besonders vorteilhafte
Ausbildung des Überwachungssystems 4. Dieses umfasst zumindest ein Datenverarbeitungssystem
5 und zumindest eine Bereitstellungseinrichtung 6 zum Bereitstellen und Übertragen
von Kupplungsanordnungsdaten KAD und/oder Umfelddaten UD der Kupplungsanordnung 1
sowie zumindest eine Bereitstellungseinrichtung 7 zum Bereitstellen und Übertragen
von Abbildern der Kupplungsanordnung 1 an das Datenverarbeitungssystem 5. Dabei ist
der Begriff "Datenverarbeitungssystem" nicht zwingend als eine Vorrichtung zu verstehen.
Das Datenverarbeitungssystem 5 kann zentral ausgebildet sein oder aber in einer besonders
vorteilhaften Ausbildung gemäß der Erfindung wie in Figur 1 wiedergegeben über eine
Cloud-Architektur zum Cloudcomputing realisiert werden.
[0059] Das Datenverarbeitungssystem 5 weist zumindest eine Schnittstelle zur jeweiligen
Bereitstellungseinrichtung 6 zum Bereitstellen und Übertragen von Kupplungsanordnungsdaten
KAD und/oder Umfelddaten UD der Kupplungsanordnung 1 sowie einer Bereitstellungseinrichtung
7 zum Bereitstellen und Übertragen von Abbildern der Kupplungsanordnung 1 auf.
[0060] Die einzelne Bereitstellungseinrichtung 6 umfasst Erfassungseinrichtungen, insbesondere
eine Sensorik, welche ausgebildet ist, über eine festlegbare Zeitperiode die Betriebsweise
und den Zustand der Kupplungsanordnung 1 wenigstens mittelbar charakterisierende Größen/Daten
in Form von Kupplungsanordnungsdaten KAD und äußere Umwelteinflüsse beschreibende
Größen/Daten in Form von Umfelddaten UD aufzunehmen. Als Kupplungsanordnungsdaten
KAD werden zumindest nachfolgende Daten erfasst: Laufzeit der Kupplungsanordnung bzw.
des die Kupplungsanordnung tragenden Fahrzeuges; Anzahl der erfolgten Kupplungsvorgänge;
GPS-Koordinaten der Kupplungsanordnung; Kuppelgeschwindigkeit. Umfelddaten UD beschreiben
die Umgebungseinflüsse. Zur Charakterisierung dieser werden zumindest die Außentemperaturen
erfasst. Weitere Größen sind denkbar, wie z.B. Art, Beschaffenheit, Menge und Geschwindigkeit
des Niederschlages, Luftfeuchtigkeit; UV-Strahlung etc.
[0061] Diese Daten können über an der Kupplungsanordnung 1 und/oder dem Fahrzeug 2 angebrachten
oder integrierten Sensoren erfasst werden.
[0062] Die Bereitstellungseinrichtung 7 umfasst entweder eine fest an und in der Kupplungsanordnung
1 angebrachte oder integrierte Sensorik in Form von Bildsensoren zur Aufnahme der
Abbilder der Kupplungsanordnung 1 und deren einzelner Komponenten oder aber eine mobile
optische Bilderfassungseinrichtung, beispielsweise eine Kamera oder Smartphone mittels
welcher nur im Stillstand des Schienenfahrzeuges Abbilder der Kupplungsanordnung 1
aufgenommen werden können.
[0063] Die integrierte Sensorik erlaubt auch die Aufnahme von Abbildern in Bereichen, die
von außen mit einer Bilderfassungseinrichtung nicht zugängig sind.
[0064] Vorzugsweise umfasst jede der einzelnen Bereitstellungseinrichtungen 6, 7 eine Schnittstelle
zum Auslesen und Übertragen der Daten an das Datenverarbeitungssystem 5.
[0065] Jede der Bereitstellungseinrichtungen 6, 7 kann auch einen Speicher zum Speichern
der erfassten Daten aufweisen.
[0066] Die Funktion der Bereitstellungseinrichtung 6 zum Bereitstellen und Übertragen von
Kupplungsanordnungsdaten KAD kann gemäß einer ersten Ausbildung von einer, dem spurgeführten
Fahrzeug 2 zugeordneten Einrichtung übernommen werden. Gemäß einer zweiten Ausbildung,
welche hier mittels unterbrochener Linie dargestellt ist, wird diese Funktion allein
von einer der Kupplungsanordnung 1 zugeordneten Einrichtung übernommen. Gemäß einer
dritten Ausbildung können Teilfunktionen von beiden Bereitstellungseinrichtungen 6,
7 übernommen werden.
[0067] Das Datenverarbeitungssystem 5 umfasst zumindest einen Datenspeicher 8 und eine Datenverarbeitungseinrichtung
9 zum Analysieren, Auswerten und Verarbeiten der Kupplungsanordnungsdaten KAD, Umfelddaten
UD und Abbilder. Die Daten werden vorzugsweise mit einem Zeitstempel versehen in den
Speichern der Bereitstellungseinrichtungen 6, 7 und/oder dem Speicher des Datenverarbeitungssystems
5 abgespeichert.
[0068] Die Übertragung der Daten von den Bereitstellungseinrichtungen 6, 7 erfolgen vorzugsweise
drahtlos, beispielsweise über WLAN oder Mobilfunk, NFC oder Bluetooth.
[0069] Zum Verarbeiten der Daten, insbesondere Analysieren, Auswerten und Bestimmen einer
Sollvorgabe für die Wartungsanforderung, d.h. Aussage bezüglich der nächsten anstehenden
Inspektion und Instandhaltung umfasst die Datenverarbeitungseinrichtung 9 einen Prozessor
12, der konfiguriert ist, Daten aus dem Datenspeicher 8 zu verarbeiten und das Verarbeitungsergebnis
an Schnittstellen, wieder auszugeben. Eine derartige Schnittstelle stellt beispielsweise
die Verbindung zu einer externen Einrichtung zum Abrufen der Sollvorgabe oder korrigierten
Sollvorgabe, beispielsweise eine Anzeigeeinrichtung in Form eines Dashboards 13 dar.
Dies kann drahtlos über WLAN oder Mobilfunk, NFC oder Bluetooth erfolgen.
[0070] In besonders vorteilhafter Ausbildung wird das Datenverarbeitungssystem 5 über eine
Cloud-Architektur realisiert, welche derart ausgebildet ist, Cloudcomputing zu ermöglichen.
Dabei handelt es sich um die Bereitstellung von Ressourcen z.B. Server, Speicher,
Datenbanken, Netzwerkkomponenten, Software, Analyse- und intelligente Funktionen über
das Internet also die Cloud 11.
[0071] Figur 2 verdeutlicht anhand eines Flussdiagrammes eine besonders vorteilhafte Ausführung
eines erfindungsgemäßen Verfahrens.
[0072] Zumindest zu einem Anforderungszeitpunkt t werden Abbilder ABist der Kupplungsanordnung
1 aufgenommen bzw. erzeugt. Diese geben den Ist-Zustand zu diesem Zeitpunkt visuell
wieder. Die Abbilder AB können bei angebauter und integrierter Sensorik zu bestimmten
Zeitpunkten (Anforderungszeitpunkt) oder fortlaufend während des Betriebes oder aber
im einfachsten Fall mit geringstem Aufwand im Stillstand des Fahrzeuges manuell aufgenommen
werden. Dabei werden die gesamte Kupplungsanordnung 1, der mechanische Teil als auch
die Leitungskupplung aufgenommen als auch Details der Komponenten aufgenommen, dazu
gehören Oberflächen, Bauteile wie Dichtungen; Leitungsverbindungen; elektrische Kontakte
und Anschlüsse, Schraubverbindungen etc.
[0073] Vorzugsweise erfolgt die Aufnahme der einzelnen Abbilder ABist zu unterschiedlichen
Anforderungszeitpunkten immer aus der gleichen Perspektive, was einen Vergleich des
Änderungsverhaltens über einen vordefinierbaren Zeitraum erheblich vereinfacht. Die
Daten werden dazu vorzugsweise mit einem Zeitstempel versehen, um eine genaue zeitliche
Einordnung des Ist-Zustandes zu ermöglichen und mit den Kupplungsanordnungsdaten KAD
bzw. der aus diesen abgeleiteten Sollvorgabe Xsoll für eine Wartung zusammenzuführen.
[0074] Zum Anforderungszeitpunkt t erfolgen ferner das Bereitstellen der Kupplungsanordnungsdaten
KAD in Form von Betriebsdaten und optional Zustandsdaten der Kupplungsanordnung 1
und das Bereitstellen von Umfelddaten UD zum Beschreiben von Informationen aus Umgebungsbedingungen,
denen die Kupplungsanordnung ausgesetzt ist. Diese Daten können auch fortlaufend erfasst
werden und in einem Speicher 8 mit zugehörigem Zeitstempel abgespeichert werden.
[0075] Als Kupplungsanordnungsdaten KAD werden vorzugsweise mindestens folgende Größen erfasst:
- Laufzeit des die Kupplungsanordnung tragenden Fahrzeuges, insbesondere km-Stand des
Fahrzeuges
- Anzahl der erfolgten Kuppelvorgänge
- GPS Koordinaten der Kupplungsanordnung oder des Fahrzeugs
- Kuppelgeschwindigkeit
- Kupplungs-ID
[0076] Als Umfelddaten UD findet zumindest die Außentemperatur Berücksichtigung.
[0077] In besonders vorteilhafter Weiterbildung werden aber auch zusätzliche Größen berücksichtigt,
welche es erlauben, Lastkollektive über vordefinierte Zeiträume zu bilden, die in
die Ermittlung der Sollvorgabe der Wartungsanforderung mit einfließen und noch präzisere
Sollvorgaben ermöglichen. Dazu gehören die Erfassung des Beschleunigungs- und Verzögerungsverhaltens
des Fahrzeuges, welche über die Fahrsteuerung ohnehin zur Verfügung stehen und sich
in den an der Kupplungsanordnung vorliegenden Kräften wieder spiegeln.
[0078] Aus den Kupplungsanordnungsdaten KAD und die Umfelddaten UD zu einem Zeitpunkt wird
eine Sollvorgabe Xsoll für die Wartungsanforderung, beispielsweise ein Zeitraum bis
zur nächsten Inspektion und Wartung gebildet. Dieser wird zum Anforderungszeitpunkt
t mit den Informationen aus den Abbildern ABist (t) zusammengeführt, analysiert und
gegebenenfalls korrigiert.
[0079] Entspricht der aus den Abbildern AB sich ergebende und erkennbare Ist-Zustand ABist
dem Sollszustand ABsoll kann die Wartungsanforderung Xsoll (t) beibehalten werden
und gegebenenfalls sogar im Sinne einer Verlängerung des Zeitraumes bis zur nächsten
erforderlichen Wartung verlängert werden. Xsoll (t) wird dann als neue Sollvorgabe
Xsollneu gesetzt.
[0080] Ergibt die Auswertung des optischen Ist-Zustandes der Kupplungsanordnung 1 aus den
Abbildern unter Berücksichtigung der aus den Betriebs- und Zustandsdaten bzw. Kupplungsanordnungsdaten
KAD und Umfelddaten UD gebildeten Sollvorgabe für die Wartungsanforderung zu einem
Auswertzeitpunkt und in Abhängigkeit der Auswertung eine Abweichung W, insbesondere
W1 bis Wn vom Sollzustand ABsoll, erfolgt eine Korrektur XK der Sollvorgabe Xsoll
(t) der Wartungsanforderung. Dazu bestehen unterschiedliche Möglichkeiten. Vorzugsweise
erfolgt die Auswertung im Rahmen eines Modells, insbesondere mathematischen Modells.
So können beispielsweise die Abweichungen W1 bis Wn mit n=1 bis x klassifiziert werden
in Abweichungen, welche keinen Einfluss auf die Funktionsfähigkeit und Sicherheit
der Kupplungsanordnung 1 bis zum geforderten Wartungsterm aus der Sollvorgabe Xsoll
habe und Abweichungen, die eine frühere Inspektion und Wartung oder gar eine sofortige
Wartung bedingen. Zu diesen gehören beispielsweise gelöste Leitungs- und Kabelverbindungen;
Leckagen etc.
[0081] Dabei werden für die Kupplungsanordnung 1 die Korrekturvorgaben XKn jeweils als Funktion
der Abweichung W1 bis Wn ermittelt, wobei diejenige Korrekturvorgabe als Korrekturwert
gesetzt wird, welche die kürzeste Restbetriebsdauer bis zur nächsten Wartung beschreibt
bzw. die einen derartigen Einfluss auf die Funktionsweise der Kupplungsanordnung hat,
dass sicherheitsrelevante Erfordernisse nicht mehr gegeben sind. Die so korrigierte
Sollvorgabe ist mit XKmin bezeichnet. Ist diese kleiner als die durch die Kupplungsanordnungsdaten
KAD bedingte Sollvorgabe wird die korrigierte Sollvorgabe XKmin als neue Sollvorgabe
gesetzt Xsollneu.
[0082] Die Sollwertvorgabe Xsollneu kann dann entweder manuell ausgelesen werden oder automatisch
an eine Entscheidungsinstanz zum Planen und Vornehmen der Wartung übertragen werden.
Bezugszeichenliste
[0083]
- 1
- Kupplungsanordnung
- 2
- spurgeführtes Fahrzeug
- 3
- Kupplungskopf
- 4
- Überwachungssystem
- 5
- Datenverarbeitungssystem
- 6
- Bereitstellungseinrichtung
- 7
- Bereitstellungseinrichtung
- 8
- Datenspeicher
- 9
- Datenverarbeitungseinrichtung
- 10
- Leitungskupplung
- 11
- Cloud
- 12
- Prozessor
- 13
- Dashboard
1. Verfahren zum zustandsbasierten Warten einer Kupplungsanordnung (1) eines spurgeführten
Fahrzeuges (2), wobei die Kupplungsanordnung (1) zumindest einen Kupplungskopf zum
Kuppeln mit einem gegengleichen Kupplungskopf einer Gegen-Kupplung und optional zumindest
eine Leitungskupplung (10) zum Koppeln mit einer Leitungskupplung Gegen-Kupplung zum
Übertragen von elektrischer Ladung und/oder Daten und/oder flüssigen oder gasförmigen
Medien aufweist, umfassend:
a) Bereitstellen von Kupplungsanordnungsdaten (KAD) in Form von Betriebsdaten und
optional Zustandsdaten der Kupplungsanordnung;
b) Bereitstellen von Umfelddaten (UD) zum Beschreiben von Informationen der Umgebungsbedingungen
denen die Kupplungsanordnung (1) ausgesetzt ist;
c) Übertragen der bereitgestellten Daten - Kupplungsanordnungsdaten (KAD) und/oder
Umfelddaten (UD) - zu einem Datenverarbeitungssystem (5) und Bestimmen einer Sollvorgabe
(Xsoll) für eine Wartungsanforderung der Kupplungsanordnung (1) als Funktion der bereitgestellten
Kupplungsanordnungsdaten (KAD) und Umfelddaten (UD);
d) Aufnehmen von Abbildern (AB) der Kupplungsanordnung (1) zum optischen Wiedergeben
des Ist-Zustandes und Übertragen zum Datenverarbeitungssystem (5);
e) Auswerten des optischen Ist-Zustandes der Kupplungsanordnung (1) aus den Abbildern
(AB) unter Berücksichtigung der aus den Betriebs- und Zustandsdaten, insbesondere
Kupplungsanordnungsdaten (KAD) und Umfelddaten (UD) gebildeten Sollvorgabe (Xsoll)
für die Wartungsanforderung zu einem Auswertzeitpunkt und in Abhängigkeit der Auswertung
Korrektur (XK) der Sollvorgabe (Xsoll) der Wartungsanforderung.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass als Sollvorgabe (Xsoll) für die Wartungsanforderung eine, eine zulässige Restbetriebsdauer
der Kupplungsanordnung (1) bis zur nächsten Wartung wenigstens mittelbar charakterisierende
Größe als Funktion der erfassten Kupplungsanordnungsdaten (KAD) und Umfelddaten (UD)
und/oder die Korrektur (XKn) der Sollvorgabe (Xsoll) unter Zuhilfenahme zumindest
eines mathematischen Modells bestimmt wird.
3. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Kupplungsanordnungsdaten (KAD), die Umfelddaten (UD) und die Abbilder (AB) enthaltenden
Daten mit einem Zeitstempel versehen und mit diesem abgespeichert werden.
4. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Kupplungsanordnungsdaten (KAD) und die Umfelddaten (UD) während des Betriebes
des die Kupplungsanordnung (1) tragenden bzw. aufweisenden Fahrzeuges (2) zumindest
teilweise, vorzugsweise vollständig fahrzeugseitig, insbesondere mittels einer dem
Fahrzeug zugeordneten Datenbereitstellungseinrichtung (6) erfasst werden.
5. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Kupplungsanordnungsdaten (KAD) und Umfelddaten (UD) der Kupplungsanordnung (1)
und/oder deren Komponenten zumindest teilweise mit einer der Kupplungsanordnung (1)
zugeordneten Datenbereitstellungseinrichtung (6) erfasst werden.
6. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass zumindest nachfolgend genannte Kupplungsanordnungsdaten (KAD) und Umfelddaten (UD)
für die einzelne Kupplungsanordnung erfasst werden:
- Laufzeit des die Kupplungsanordnung (1) tragenden Fahrzeuges (2), insbesondere Kilometer-Stand
des Fahrzeuges
- Anzahl der erfolgten Kuppelvorgänge
- GPS Koordinaten der Kupplungsanordnung (1) oder des Fahrzeugs
- Kuppelgeschwindigkeit
- Außentemperatur
- Kupplungs-ID
7. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die optischen Abbilder (AB) auf Anforderung zu einem Anforderungszeitpunkt oder in
vordefinierten Zeitintervallen aufgenommen und ausgewertet werden.
8. Verfahren nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet, dass die Verfahrensschritte a) bis c) gemäß Anspruch 1 zumindest zum Anforderungszeitpunkt
oder in den vordefinierten Zeitintervallen zum Aufnehmen der Abbilder (AB) ausgeführt
werden.
9. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest die Verfahrensschritte a) bis c) gemäß Anspruch 1 zyklisch oder iterativ
wiederholt werden, so dass die Sollvorgabe (Xsoll) für die Wartungsanforderung verifiziert
und/oder angepasst wird.
10. Verfahren nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Verfahrensschritte d) bis e) gemäß Anspruch 1 zyklisch oder iterativ wiederholt
werden.
11. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass beim Auswerten des optischen Ist-Zustandes der Kupplungsanordnung der Ist-Zustand
(ABist) mit einem Soll-Zustand (ABsoll) verglichen wird, wobei wenn keine Abweichungen
des Ist-Zustandes (ABist) vom Soll-Zustand (ABsoll) ermittelt werden, die Sollvorgabe
Xsoll für die Wartungsanforderung aus den Kupplungsanordnungsdaten (KAD) und Umfelddaten
(UD) beibehalten wird und
beim Ermitteln einer Abweichung (W1 bis Wn), eine Änderung der Sollvorgabe (Xsoll)
für eine Wartungsanforderung in Abhängigkeit der Art, des Umfanges und des direkten
oder indirekten Einflusses der Abweichung auf die Funktionsweise und die durch die
Sollvorgabe (Xsoll) beschreibbare Restbetriebsdauer der Kupplungsanordnung und/oder
einzelner Komponenten bis zur nächsten Wartung ermittelt und als neue Sollvorgabe
(Xsollneu) gesetzt wird.
12. Verfahren nach Anspruch 11,
gekennzeichnet durch die folgenden Merkmale:
- Klassifizieren (Xkn) der Abweichungen (W1 bis Wn) als Funktion ihrer direkten oder
indirekten Auswirkung auf die Funktionsweise und/oder Restbetriebsdauer der Kupplungsanordnung
in unterschiedliche Klassen;
- Vorgeben zumindest einer Änderung (Xkn) der Sollvorgabe (Xsoll) für die Wartungsanforderung
für jede einzelne Klasse, wobei innerhalb einer Klasse die Korrektur (Xkmin) der Sollvorgabe
als Funktion der Abweichung mit der größten Auswirkung auf die Funktionsweise und/oder
Restbetriebsdauer der Kupplungsanordnung (1) ermittelt wird.
13. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Kupplungsanordnungsdaten (KAD) und/oder Umfelddaten (UD) und/oder Abbilder (AB)
in einer Datenbank abgespeichert werden, welche Bestandteil der Bereitstellungseinrichtungen
(6, 7) oder eines Edge Devices oder einer Cloudstruktur (11) ist und das Bestimmen
der Sollvorgabe (Xsoll) für die Wartungsanforderung und/oder das Auswerten des optischen
Ist-Zustandes (ABist) der Kupplungsanordnung (1) aus den Abbildern unter Berücksichtigung
der aus den Betriebs- und Zustandsdaten gebildeten Sollvorgabe (Xsoll) für die Wartungsanforderung
zu einem Auswertzeitpunkt durch Edge processing oder Cloudcomputing vorgenommen wird.
14. Überwachungssystem (4) zum zustandsbasierten Warten einer Kupplungsanordnung eines
spurgeführten Fahrzeuges, wobei die Kupplungsanordnung (1) zumindest einen Kupplungskopf
zum Kuppeln mit einem gegengleichen Kupplungskopf einer Gegen-Kupplung und optional
eine Leitungskupplung (10) zum Koppeln mit einer Leitungskupplung Gegen-Kupplung zum
Übertragen von elektrischer Ladung und/oder Daten und/oder flüssiger oder gasförmiger
Medien aufweist, umfassend:
- zumindest eine Einrichtung (6) zum Erfassen und Bereitstellen von Kupplungsanordnungsdaten
(KAD) und/oder Umfelddaten (UD);
- eine Einrichtung (7) zum Aufnehmen/Bereitstellen von Abbildern der Kupplungsanordnung
und/oder deren Komponenten;
- wenigstens einen Datenspeicher (8) zum Speichern der Kupplungsanordnungsdaten (KAD),
Umfelddaten (UD) und Abbilder;
- ein Datenverarbeitungssystem (5) zum Analysieren, Verarbeiten der Kupplungsanordnungsdaten
(KAD), Umfelddaten (UD) und Abbilder, wobei das Datenverarbeitungssystem (5) mit den
Bereitstellungseinrichtungen (6, 7) zum Übertragen von Daten koppelbar ist.
15. Überwachungssystem (4) nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass das Datenverarbeitungssystem (5) als Cloudstruktur zum Cloudcomputing ausgebildet
ist.
16. Überwachungssystem (4) nach einem der Ansprüche 14 oder 15, dadurch gekennzeichnet, dass die Einrichtung (6) zum Erfassen und Bereitstellen der Kupplungsanordnungsdaten (KAD)
und/oder Umfelddaten (UD) von einer dem Fahrzeug zugeordneten Steuerung gebildet wird.
1. Method for the state-based maintenance of a coupling arrangement (1) of a track-bound
vehicle (2), the coupling arrangement (1) having at least one coupling head for coupling
to a diametrically opposed coupling head of a mating coupling and optionally at least
one line coupling (10) for coupling to a line coupling of a mating coupling to transmit
electrical charge and/or data and/or liquid or gaseous media, comprising:
a) providing coupling arrangement data (KAD) in the form of operating data and optionally
state data relating to the coupling arrangement;
b) providing surroundings data (UD) for describing information relating to the ambient
conditions to which the coupling arrangement (1) is subject;
c) transmitting the provided data - coupling arrangement data (KAD) and/or surroundings
data (UD) - to a data processing system (5) and determining a target specification
(Xsoll) for a maintenance requirement of the coupling arrangement (1) as a function
of the provided coupling arrangement data (KAD) and surroundings data (UD);
d) recording images (AB) of the coupling arrangement (1) for optical reproduction
of the actual state and transmission to the data processing system (5);
e) evaluating the optical actual state of the coupling arrangement (1) from the images
(AB) taking account of the target specification (Xsoll), which is formed from the
operating and state data, in particular coupling arrangement data (KAD) and surroundings
data (UD), for the maintenance requirement at an evaluation time and taking the evaluation
as a basis for correcting (XK) the target specification (Xsoll) of the maintenance
requirement.
2. Method according to Claim 1, characterized in that the target specification (Xsoll) determined for the maintenance requirement is a
variable that at least indirectly characterizes a permissible remaining operating
period of the coupling arrangement (1) before the next maintenance as a function of
the captured coupling arrangement data (KAD) and surroundings data (UD) and/or the
correction (XKn) of the target specification (Xsoll) using at least one mathematical
model.
3. Method according to either of the preceding claims, characterized in that the data comprising the coupling arrangement data (KAD), the surroundings data (UD)
and the images (AB) are provided with a timestamp and stored therewith.
4. Method according to one of the preceding claims, characterized in that during the operation of the vehicle (2) that bears or has the coupling arrangement
(1) the coupling arrangement data (KAD) and the surroundings data (UD) are captured
at least in part, preferably in full, on the vehicle, in particular by means of a
data providing device (6) associated with the vehicle.
5. Method according to one of the preceding claims, characterized in that the coupling arrangement data (KAD) and surroundings data (UD) relating to the coupling
arrangement (1) and/or the components thereof are captured at least in part using
a data providing device (6) associated with the coupling arrangement (1).
6. Method according to one of the preceding claims,
characterized in that at least the coupling arrangement data (KAD) and surroundings data (UD) cited below
are captured for the individual coupling arrangement:
- running time of the vehicle (2) bearing the coupling arrangement (1), in particular
mileage of the vehicle
- number of coupling operations performed
- GPS coordinates of the coupling arrangement (1) or the vehicle
- coupling speed
- exterior temperature
- coupling ID.
7. Method according to one of the preceding claims, characterized in that the optical images (AB) are recorded and evaluated on demand at a demand time or
in predefined time intervals.
8. Method according to Claim 7,
characterized in that method steps a) to c) according to Claim 1 are carried out at least at the demand
time or in the predefined time intervals for recording the images (AB).
9. Method according to one of Claims 1 to 7, characterized in that at least method steps a) to c) according to Claim 1 are cyclically or iteratively
repeated, with the result that the target specification (Xsoll) for the maintenance
requirement is verified and/or adapted.
10. Method according to Claim 9, characterized in that method steps d) to e) according to Claim 1 are cyclically or iteratively repeated.
11. Method according to one of the preceding claims, characterized in that the evaluation of the optical actual state of the coupling arrangement involves the
actual state (ABist) being compared with a target state (ABsoll), the target specification
(Xsoll) for the maintenance requirement from the coupling arrangement data (KAD) and
surroundings data (UD) being retained if no variances between the actual state (ABist)
and the target state (ABsoll) are determined and,
if a variance (W1 to Wn) is determined, a change of target specification (Xsoll) for
a maintenance requirement being determined and set as the new target specification
(Xsollneu) on the basis of the type, the extent and the direct or indirect influence
of the variance on the functioning and the remaining operating period, which is able
to be described by the target specification (Xsoll), of the coupling arrangement and/or
individual components before the next maintenance.
12. Method according to Claim 11,
characterized by the following features:
- classifying (Xkn) the variances (W1 to Wn) into different classes as a function
of their direct or indirect effect on the functioning and/or remaining operating period
of the coupling arrangement;
- predetermining at least one change (Xkn) of target specification (Xsoll) for the
maintenance requirement for each individual class, the correction (Xkmin) of the target
specification within a class being determined as a function of the variance having
the greatest effect on the functioning and/or remaining operating period of the coupling
arrangement (1).
13. Method according to one of the preceding claims, characterized in that the coupling arrangement data (KAD) and/or surroundings data (UD) and/or images (AB)
are stored in a database that is part of the providing devices (6, 7) or of an edge
device or a cloud structure (11), and the determination of the target specification
(Xsoll) for the maintenance requirement and/or the evaluation of the optical actual
state (ABist) of the coupling arrangement (1) from the images taking account of the
target specification (Xsoll), which is formed from the operating and state data, for
the maintenance requirement at an evaluation time are performed by edge processing
or cloud computing.
14. Monitoring system (4) for the state-based maintenance of a coupling arrangement of
a track-bound vehicle, the coupling arrangement (1) having at least one coupling head
for coupling to a diametrically opposed coupling head of a mating coupling and optionally
a line coupling (10) for coupling to a line coupling of a mating coupling to transmit
electrical charge and/or data and/or liquid or gaseous media, comprising:
- at least one device (6) for capturing and providing coupling arrangement data (KAD)
and/or surroundings data (UD);
- a device (7) for recording/providing images of the coupling arrangement and/or the
components thereof;
- at least one data memory (8) for storing the coupling arrangement data (KAD), surroundings
data (UD) and images;
- a data processing system (5) for analysing and processing the coupling arrangement
data (KAD), surroundings data (UD) and images, the data processing system (5) being
able to be coupled to the providing devices (6, 7) to transmit data.
15. Monitoring system (4) according to Claim 14, characterized in that the data processing system (5) is in the form of a cloud structure for cloud computing.
16. Monitoring system (4) according to either of Claims 14 and 15, characterized in that the device (6) for capturing and providing the coupling arrangement data (KAD) and/or
surroundings data (UD) is formed by a controller associated with the vehicle.
1. Procédé d'entretien, fondé sur l'état, d'un système d'embrayage (1) d'un véhicule
guidé sur rails (2), dans lequel le système d'embrayage (1) comprend au moins une
tête d'embrayage pour l'accouplement avec une tête d'embrayage opposée d'un embrayage
complémentaire et facultativement au moins un embrayage de conduite (10) pour l'accouplement
avec un embrayage de conduite complémentaire afin de transférer une charge électrique
et/ou des données et/ou des milieux liquides ou gazeux, comprenant les étapes consistant
à :
a) fournir des données de système d'embrayage (KAD) sous la forme de données de fonctionnement
et facultativement de données d'état du système d'embrayage ;
b) fournir des données d'environnement (UD) pour décrire des informations des conditions
environnantes auxquelles le système d'embrayage (1) est soumis ;
c) transmettre les données fournies - données de système d'embrayage (KAD) et/ou données
d'environnement (UD) - à un système de traitement de données (5) et déterminer une
valeur prescrite de consigne (Xsoll) pour une demande d'entretien du système d'embrayage
(1) en fonction des données de système d'embrayage (KAD) et des données d'environnement
(UD) fournies ;
d) acquérir des images (AB) du système d'embrayage (1) pour la reproduction optique
de l'état réel et les transmettre au système de traitement de données (5) ;
e) évaluer l'état optique réel du système d'embrayage (1) à partir des images (AB)
avec prise en compte de la valeur prescrite de consigne (Xsoll) établie à partir des
données de fonctionnement et d'état, en particulier des données de système d'embrayage
(KAD) et des données d'environnement pour la demande d'entretien à un moment d'évaluation
et, en fonction de l'évaluation, corriger (XK) la valeur prescrite de consigne (Xsoll)
de la demande d'entretien.
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce qu'une grandeur caractérisant au moins indirectement une durée de fonctionnement restante
admissible du système d'embrayage (1) jusqu'à la prochaine maintenance est déterminée
en tant que valeur prescrite de consigne (Xsoll) pour la demande d'entretien en fonction
des données de système d'embrayage (KAD) et des données d'environnement (UD) détectées
et/ou en ce que la correction (XKn) de la valeur prescrite de consigne (Xsoll) est déterminée à l'aide
d'au moins un modèle mathématique.
3. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que les données contenant les données de système d'embrayage (KAD), les données d'environnement
(UD) et les images (AB) sont pourvues d'un horodatage et sont enregistrées avec celui-ci.
4. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que les données de système d'embrayage (KAD) et les données d'environnement (UD) sont
détectées au moins partiellement, de préférence entièrement, côté véhicule, notamment
au moyen d'un dispositif de fourniture de données (6) associé au véhicule, pendant
le fonctionnement du véhicule (2) portant ou présentant le système d'embrayage (1).
5. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que les données de système d'embrayage (KAD) et les données d'environnement (UD) du système
d'embrayage (1) et/ou de ses composants sont détectées au moins partiellement au moyen
d'un dispositif de fourniture de données (6) associé au système d'embrayage (1).
6. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce qu'au moins les données de système d'embrayage (KAD) et les données d'environnement (UD)
suivantes sont détectées pour chaque système d'embrayage :
- temps de fonctionnement du véhicule (2) portant le système d'embrayage (1), notamment
kilométrage du véhicule
- nombre de processus d'embrayage effectués
- coordonnées GPS du système d'embrayage (1) ou du véhicule
- vitesse d'embrayage
- température extérieure
- identifiant de l'embrayage.
7. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que les images optiques (AB) sont acquises et évaluées sur demande à un moment de demande
ou à des intervalles de temps prédéfinis.
8. Procédé selon la revendication 7,
caractérisé en ce que les étapes de procédé a) à c) selon la revendication 1 sont exécutées au moins au
moment de la demande ou au cours des intervalles de temps prédéfinis pour l'acquisition
des images (AB).
9. Procédé selon l'une quelconque des revendications 1 à 7, caractérisé en ce qu'au moins les étapes de procédé a) à c) selon la revendication 1 sont répétées de manière
cyclique ou itérative, de telle sorte que la valeur prescrite de consigne (Xsoll)
pour la demande d'entretien soit vérifiée et/ou ajustée.
10. Procédé selon la revendication 9, caractérisé en ce que les étapes de procédé d) à e) selon la revendication 1 sont répétées de manière cyclique
ou itérative.
11. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que lors de l'évaluation de l'état optique réel du système d'embrayage, l'état réel (ABist)
est comparé à un état de consigne (ABsoll), dans lequel, si aucun écart entre l'état
réel (ABist) et l'état de consigne (ABsoll) n'est détecté, la valeur prescrite de
consigne Xsoll pour la demande d'entretien est maintenue à partir des données de système
d'embrayage (KAD) et des données d'environnement (UD), et
lors de la détermination d'un écart (W1 à Wn), une modification de la valeur prescrite
de consigne (Xsoll) pour une demande d'entretien est déterminée en fonction de la
nature, de l'ampleur et de l'influence directe ou indirecte de l'écart sur le fonctionnement
et la durée de fonctionnement restante du système d'embrayage et/ou de certains composants
jusqu'à la prochaine maintenance, et est défini en tant que nouvelle valeur prescrite
de consigne (Xsollneu).
12. Procédé selon la revendication 11,
caractérisé par les étapes suivantes :
- classification (Xkn) des écarts (W1 à Wn) en différentes classes en fonction de
leur impact direct ou indirect sur le fonctionnement et/ou la durée de fonctionnement
restante du système d'embrayage ;
- prédéfinition d'au moins une modification (Xkn) de la valeur prescrite de consigne
(Xsoll) pour la demande d'entretien pour chaque classe, dans lequel, au sein d'une
classe, la correction (Xkmin) de la valeur prescrite de consigne est déterminée en
fonction de l'écart ayant le plus grand impact sur le fonctionnement et/ou la durée
de fonctionnement restante du système d'embrayage (1).
13. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que les données de système d'embrayage (KAD) et/ou les données d'environnement (UD) et/ou
les images (AB) sont stockées dans une base de données qui fait partie des dispositifs
de fourniture (6, 7) ou d'un dispositif de périphérie ou d'une structure en nuage
(11), et la détermination de la valeur prescrite de consigne (Xsoll) pour la demande
d'entretien et/ou l'évaluation de l'état optique réel (ABist) du système d'embrayage
(1) à partir des images, avec prise en compte de la valeur prescrite de consigne (Xsoll)
pour la demande d'entretien établie à partir des données de fonctionnement et d'état,
est effectuée à un moment d'évaluation par traitement de périphérie ou informatique
en nuage.
14. Système de surveillance (4) pour l'entretien, fondé sur l'état, d'un système d'embrayage
d'un véhicule guidé sur rails, dans lequel le système d'embrayage (1) comprend au
moins une tête d'embrayage pour l'accouplement avec une tête d'embrayage opposée d'un
embrayage complémentaire et facultativement au moins un embrayage de conduite (10)
pour l'accouplement avec un embrayage de conduite complémentaire afin de transférer
une charge électrique et/ou des données et/ou des milieux liquides ou gazeux, comprenant
:
- au moins un dispositif (6) destiné à détecter et fournir des données de système
d'embrayage (KAD) et/ou des données d'environnement (UD) ;
- un dispositif (7) destiné à acquérir/fournir des images du système d'embrayage et/ou
de ses composants ;
- au moins une mémoire de données (8) destinée à stocker les données de système d'embrayage
(KAD), les données d'environnement (UD) et les images ;
- un système de traitement de données (5) destiné à analyser et traiter les données
de système d'embrayage (KAD), les données d'environnement (UD) et les images, le système
de traitement de données (5) pouvant être couplé aux dispositifs de fourniture (6,
7) pour transférer des données.
15. Système de surveillance (4) selon la revendication 14, caractérisé en ce que le système de traitement de données (5) est conçu sous forme de structure en nuage
pour l'informatique en nuage.
16. Système de surveillance (4) selon l'une des revendications 14 ou 15, caractérisé en ce que le dispositif (6) destiné à détecter et fournir les données de système d'embrayage
(KAD) et/ou les données d'environnement (UD) est constitué d'un dispositif de commande
associé au véhicule.