[0001] Die Erfindung betrifft eine Lautsprecheranordnung, umfassend wenigstens ein Paar
Hornlautsprecher, wobei jeder der Hornlautsprecher einen ersten Hornmund sowie eine
dreieckige Grundfläche und Deckfläche aufweist und dadurch eine Kontur eines Prismas
bildet, wobei eine der Seitenflächen den ersten Hornmund aufweist.
[0002] Der Hornlautsprecher umfasst einen Treiber, auch als Schallwandler oder Lautsprecher
bezeichnet, und ein Gehäuse, in dem ein Horn ausgebildet ist. Für eine Lautsprecheranordnung
wichtige Kenngrößen sind ein hoher Wirkungsgrad, Wiedergabe eines breiten Frequenzbandes,
geringes Transportvolumen und -gewicht, eine hohe maximale Leistung und geringe Verzerrungen.
[0003] Diese Eigenschaften, insbesondere das geringe Transportvolumen und -gewicht, sind
entscheidend, denn für viele Veranstaltungen wie Festivals oder Tourneen wird die
Musikanlage extra von Veranstaltungstechnikunternehmen auf- und abgebaut. Somit entstehen
alleine für die Anlage hohe Personal- und Transportkosten. Ein höherer Wirkungsgrad
und eine größere maximale Leistung eines Lautsprechers führen dazu, dass eine geringere
Anzahl Lautsprecher für eine Veranstaltung benötigt wird und dadurch die Kosten reduziert
werden können. Ein breites Frequenzband und geringe Verzerrungen beschreiben zusätzlich
die akustische Qualität eines Lautsprechers.
[0004] Es gibt unterschiedliche Bauweisen von Lautsprechern, insbesondere Basslautsprechern
mit ihrem erforderlichen großen Gehäusevolumen, welche entscheidende Vor- und Nachteile
haben. Als Horn bezeichnet man in der Beschallungstechnik eine Gattung von Lautsprechern,
bei der ein oder mehrere Treiber (häufig ebenfalls als Lautsprecher bezeichnet) über
einen genau definierten, im Querschnitt ständig zunehmenden Schallkanal an die Umgebung
angekoppelt sind. Ziel ist, die Wellenimpedanz des Lautsprechers an die Schallkennimpedanz
der umgebenden Luft anzupassen.
[0005] Der Treiber ist das eigentliche Lautsprecherchassis, welches in die Lautsprecherkonstruktion
eingebaut wird. Das Horn ist der Schallkanal von der Halsöffnung (am Treiber beginnend,
nachfolgend als Hornhals bezeichnet) bis zur Mundöffnung (Ende des Schallkanals, akustische
Anbindung zur Umgebung, nachfolgend als Hornmund bezeichnet). Geometrisch und akustisch
wird das Horn durch den Verlauf der Querschnittsfläche über die Hornlänge bestimmt.
Der Hornhals ist somit die kleinere Endfläche des Hornes, an die der Treiber montiert
wird, der Hornmund die größere Endfläche des Hornes, die die akustische Leistung an
die Umgebung abgibt.
[0006] Das Gehäuse ist die Konstruktion, in die sowohl der Treiber als auch das Horn eingebaut
werden, wobei Teile des Gehäuses in der Regel auch Bestandteile des Horns sind. Der
Lautsprecher ist schließlich das gesamte Gebilde, nachfolgend zur Beschreibung der
Erfindung als Hornlautsprecher bezeichnet.
[0007] Das Horn, beispielsweise ein Frontloaded Horn (kurz FLH), das auch einer bevorzugten
Ausführungsform der vorliegenden Erfindung als Ausgestaltung des Horns zugrundeliegt,
weist einen hohen Wirkungsgrad, eine hohe maximale Leistung und gute Impulstreue auf.
Für die Wiedergabe eines breiten Frequenzbandes ist die Hornkontur entscheidend. Damit
ein optimaler Wirkungsgrad in tiefen Frequenzen (z. B. 30 Hz) erreicht werden kann,
muss der Hornweg mindestens 4 m lang sein, der Hornmund eine Fläche von 1,2 m
2 haben und die Querschnittsänderung des Horns einem im Wesentlichen exponentiellen
Verlauf folgen. Aus diesem Grund sind FLH größer und schwerer als vergleichbare Lautsprecher
mit anderem Wirkprinzip.
[0008] Das Bestreben, den Einsatz von Lautsprechern platzsparend zu gestalten, findet seinen
Niederschlag auch im Stand der Technik. So beschreibt die Druckschrift
DE 299 19 329 U1 einen Basslautsprecher, der in eine Sitzbank eingebaut ist. Damit müssen nur Sitzbänke
gelagert und transportiert werden, nicht jedoch ein gesonderter Basslausprecher. Allerdings
ist der so umbaute Basslautsprecher in seiner Größe und Leistung limitiert.
[0009] Aus der Druckschrift
DE 10 2004 007 022 A1 ist ein aufblasbarer Lautsprecher bekannt, der auf kleinem Raum gelagert und erst
zur Verwendung auf die erforderliche Größe gebracht wird, indem die Luftkammern gefüllt
und unter Luftdruck gesetzt werden. Bei einem solchen Lautsprecher muss jedoch mit
Einbußen bei der akustischen Qualität gerechnet werden, da es trotz hohen Luftdrucks
in den Kammern zu einer leistungsmindernden Schallabsorption kommt.
[0010] Einen modularen Aufbau eines Lautsprechers offenbart die Druckschrift
EP 2 628 310 B1, ein Strukturmodul zum Konstruieren eines Lautsprecheranordnungselements. Die einzelnen
Module können auch platzsparend gelagert werden. Der jeweils neue erforderliche Auf-
und Abbau aus zahlreichen Einzelteilen ist aber sehr aufwändig.
[0011] Aus der Druckschrift
US 2310243 A ist ein Horn für Lautsprecher bekannt, wobei die Vergrößerung des Horns durch die
rechtwinklig von einer Ecke ausgehenden Wände eines Raums erreicht wird. Ähnliche
Lösungen sind in den Druckschriften
US 2008/0099273 A1,
DE 195 37 582 A1,
WO 2004/082326 A2 und
US 2005/0276431 A1 beschrieben. Die Anwendung ist jedoch naturgemäß auf Innenräume begrenzt und nicht
im Außenbereich in der Weise einsetzbar. Ein Aufbau von Wänden im Außenbereich ist
mit einem zusätzlichen Aufwand verbunden und bietet keine ausreichende Stabilität,
z. B. beim Einfluss von Wind.
[0012] Es ist daher Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Lautsprecheranordnung anzubieten,
bei der mit geringem Aufwand ein hoher Wirkungsgrad, die Wiedergabe eines breiten
Frequenzbandes, ein geringes Transportvolumen und -gewicht, eine hohe maximale Leistung
und geringe Verzerrungen erreicht werden.
[0013] Die Aufgabe wird gelöst durch eine Lautsprecheranordnung, umfassend wenigstens ein
Paar Hornlautsprecher, wobei jeder der Hornlautsprecher einen ersten Hornmund sowie
eine dreieckige Grundfläche und Deckfläche aufweist und dadurch eine Kontur räumliche
eines Prismas bildet, wobei eine der Seitenflächen den ersten Hornmund aufweist. Nach
der Erfindung liegt das wenigstens eine Paar Hornlautsprecher in einer ersten Aufstellanordnung
mit jeweils einer der Seitenflächen an dem anderen Hornlautsprecher an.
[0014] Von der Ausführungsform mit einer dreieckigen Grundfläche und Deckfläche ist auch
eine solche Ausführungsform umfasst, bei der von einem Dreieck eine Ecke "abgeschnitten"
ist, sodass sich trotz der dreiecksähnlichen Grundform ein unregelmäßiges Viereck
bzw. sich bei weiteren "abgeschnittenen" Ecken ein unregelmäßiges Vieleck ergibt.
[0015] Das wenigstens eine Paar Hornlautsprecher liegt in dieser ersten Aufstellanordnung,
die für Lagerung und Transport vorgesehen ist, mit jeweils einer der Seitenflächen
an dem anderen Hornlautsprecher an, sodass für beide Hornlautsprecher zusammen der
Platzbedarf minimiert ist, denn zwei Dreiecke ergeben an der Diagonale zusammengelegt
ein Viereck. Zusammengeklappt ist das sich ergebende Viereck eine gut handhabbare
Kontur der Grundfläche zum Transportieren der Lautsprechergehäuse. Bei zwei Dreiecken
entspricht das einer Reduzierung des Transportvolumens um die Hälfte. So wird ein
großer Vorteil gegenüber anderen Lautsprechern, insbesondere den großen Basslautsprechern,
geschaffen, da für den Transport der Lautsprecher das Volumen deutlich reduziert wird
und zumeist das Gewicht geringer ist. Dadurch lässt sich bei Lagerung und Transport
Kapazität sparen.
[0016] In einer zweiten Aufstellanordnung liegt das wenigstens eine Paar Hornlautsprecher
mit jeweils einer Kontaktseitenkante an der Kontaktseitenkante des zum Paar gehörigen,
gegenüberliegenden Hornlautsprechers in der Weise an, dass die Seitenflächen mit dem
ersten Hornmund einander zugewandt sind und sich zwischen zwei gegenüberliegenden
Außenseitenkanten und wenigstens einer Abdeckung, die die Deckflächen des oberen Paars
Hornlautsprecher bis zum gegenüberliegenden Hornlautsprecher verlängert, ein zweiter
Hornmund ausbildet. Dieser ist größer als der erste Hornmund.
[0017] Der zweite Hornmund wird in seinem Umriss durch die jeweils äußeren Kanten, den Außenseitenkanten
von dem wenigstens einen Hornlautsprecher und dem wenigstens einen weiteren Objekt
gebildet. Dabei kann auch das weitere Objekt ein Hornlautsprecher sein. Das Weglassen
einer Grenzfläche (z. B. ein Deckel bzw. eine Abdeckung) hat jedoch einen negativen
Einfluss auf den Tiefgang des Hornlautsprechers. Der negative Einfluss auf den Tiefgang
nimmt mit steigender Anzahl von Modulen ab.
[0018] Die Flächen, die sich zwischen dem erstem Hornmund und dem zweiten Hornmund erstrecken,
sind im Wesentlichen geschlossen. Dabei kann es Spalten zwischen den einzelnen Objekten
und Hornlautsprechern geben. Kleinere Spalten haben einen geringen Einfluss auf die
Akustik des Horns. Für die praktische Ausführung ist es einfacher, eine Konstruktion
zu nutzen, bei der nicht alle Spalten des Hornverlaufs abgedichtet werden müssen.
[0019] Der zweite Hornmund ist größer als der erste Hornmund, in dem erforderlichen Verhältnis
von Verlängerung des Horns zur Änderung der Öffnungsfläche des Hornmunds. Das Verhältnis
ist insbesondere eine exponentielle Querschnittsänderung des Horns über seine Länge,
mit dem entsprechenden resultierenden akustischen Effekt, wie eingangs beschrieben.
Dadurch wird ein solcher akustischer Effekt erreicht, wie er sonst nur mit einem sehr
großen, aufwändig zu lagernden und zu transportierenden Lautsprecher zu erreichen
wäre. Der wenigstens eine Hornlautsprecher und das wenigstens eine weitere Objekt
lassen sich aber platzsparend lagern und transportieren.
[0020] In der zweiten Aufstellanordnung liegt das wenigstens eine Paar Hornlautsprecher
mit jeweils einer der Seitenkanten, einer Kontaktseitenkante, an dem anderen Hornlautsprecher
in der Weise an, dass die Seitenflächen mit dem ersten Hornmund einander zugewandt
sind und sich zwischen zwei gegenüberliegenden Außenseitenkanten und wenigstens einer
Abdeckung, die die Deckflächen bis zum gegenüberliegenden Hornlautsprecher verlängert,
ein zweiter Hornmund ausbildet. Der Hornmund besitzt eine Fläche, die durch je eine
Außenseitenkante eines Hornlautsprechers und eine Kante der wenigstens einen Abdeckung
begrenzt ist. Die beiden Hornlautsprecher werden vorzugsweise über einen Eckpunkt,
wo die Seitenkanten der beiden Hornlautsprecher in Form von Prismen aneinanderliegen,
aus der ersten Aufstellanordnung um 90° zur zweiten Aufstellanordnung aufgeklappt.
Ebenso könnten sie auch einzeln herangeschafft und in derselben Weise aneinandergesetzt
werden. Alternativ dazu lagert ein Lautsprecherpaar auf einem Transportwagen. Die
Lautsprecher werden dann beim Aufbau der Lautsprecheranlage einzeln in der vorgesehenen
Position aufgestellt.
[0021] Auf diese Weise entfaltet sich jedenfalls zwischen den beiden Hornlautsprechern als
seitliche Begrenzung der letzte Teil und, in Form des zweiten Hornmunds, Abschluss
des Hornwegs mit linearer Zunahme der Querschnittsfläche bis hin zur Fläche des zweiten
Hornmunds. Die seitliche Begrenzung bildet neben den horizontalen Begrenzungen, beispielsweise
der Abdeckung oben und der Aufstellfläche unten, wie nachfolgend spezifiziert, den
zweiten Hornmund. Der zweite Hornmund erreicht dadurch eine solche Querschnittsfläche,
aus der bei einem einzelnen Lautsprecher mit einem derart großen Hornmund ein erheblich
größerer Transport- und Lageraufwand resultieren würde. Die somit kompakteren Hornlautsprecher
erreichen aber dennoch dieselben, sehr guten akustischen Eigenschaften.
[0022] Es hat sich als vorteilhaft erwiesen, wenn die dreieckige Grundfläche und die dreieckige
Deckfläche des Hornlautsprechers als ein rechtwinkliges Dreieck, nach einer alternativen
Ausführungsform als ein gleichschenkliges Dreieck ausgebildet sind. Beispielsweise
können die Kantenlängen, die Katheten der dreieckige Grundfläche und der dreieckigen
Deckfläche, des Hornlautsprechers 1,2 m und 1,4 m betragen und die Grundfläche ergibt
ein rechtwinkliges Dreieck.
[0023] Die zusammen aufzustellenden Hornlautsprecher weisen vorzugsweise eine identische
Größe zumindest bei Grund- und Deckfläche auf. Die sich über der Hypotenuse erhebende
Seitenfläche weist dabei den ersten Hornmund auf. Das Paar Hornlautsprecher weist
demnach in der ersten Aufstellanordnung, die insbesondere den Transport und die Lagerung
vereinfacht, sowie in der zweiten Aufstellanordnung bei der akustischen Verwendung
als Lautsprecher ebenfalls eine quadratische oder rechteckige Grundfläche mit größeren
Ausmaßen auf. Eine der langen Rechteckseiten, über der sich eine der Körperaußenflächen
der erfindungsgemäßen Lautsprecheranordnung erhebt, bildet den zweiten Hornmund.
[0024] Bei einer vorteilhaften Ausführungsform bildet die wenigstens eine Abdeckung eine
obere Abdeckung und obere Begrenzung des zweiten Hornmunds im Bereich der Deckflächen
der Prismen aus. Die obere Abdeckung wird in besonders vorteilhafter Weise durch einen
oder mehrere aufgesetzte Abdecklautsprecher gebildet, beispielsweise einen Hornlautsprecher
mit einer geeigneten, insbesondere rechteckigen bzw. quadratischen Grundfläche. In
dem Fall wird keine zusätzliche Abdeckung benötigt, sondern der aufgesetzte Abdecklautsprecher
verbindet beide Prismen der Hornlautsprecher derart, dass der zweite Hornmund gebildet
wird. Es ist zudem günstig, wenn die untere Begrenzung des zweiten Hornmunds durch
die Aufstellfläche, beispielsweise den Boden eines Festivalgeländes, gebildet wird
und keine zusätzliche untere Abdeckung nötig wird.
[0025] Nach einer alternativen Ausführungsform ist die obere Abdeckung als eine Klappe gestaltet,
die zur Ausbildung des zweiten Hornmunds aus der Kontur wenigstens einer der Hornlautsprecher
herausgeklappt wird. Dann muss weder eine zusätzliche Abdeckung mitgeführt werden,
noch ist der Einsatz eines aufgesetzten Abdecklautsprechers notwendig.
[0026] Eine zusätzliche untere Abdeckung kommt zum Einsatz, wenn die Hornlautsprecher nicht
auf dem Boden aufgestellt, sondern höher gelagert werden. Diese Aufstellart wird bei
Basslautsprechern als geflogene Bässe bezeichnet. Die Ausführung der unteren Abdeckung
erfolgt analog zur oberen Abdeckung, wie zuvor beschrieben.
[0027] Vorzugsweise beherbergt jeder der Hornlautsprecher ein gefaltetes Horn und Teile
eines Gehäuses bilden auch Abschnitte des gefalteten Horns. Dieses windet sich durch
das Gehäuse, um die gewünschte Länge und zugleich die angestrebte, annähernd exponentielle
Querschnittsänderung zu erreichen.
[0028] Vorteilhafterweise wird ein Stapel von mehreren Paaren Hornlautsprechern gebildet
und mit einer Abdeckung versehen. Der resultierende zweite Hornmund hat dann eine
Gesamtfläche, die durch die Randkontur des gesamten Stapels gebildet wird.
[0029] Bei der vorliegenden Erfindung wird somit der letzte Abschnitt der Hornkontur zwischen
der Außenwand von mindestens zwei Lautsprechergehäusen gebildet. Somit kann aus beispielsweise
zwei Dreiecken ein größeres und längeres Horn gebildet werden, denn nicht nur der
Hornmund wird auf eine Fläche vergrößert, deren Größe über der der Flächen beider
erster Hornmünder der einzelnen, das Paar bildenden Hornlautsprecher zusammen liegt,
sondern auch die Länge des Horns erhöht sich.
[0030] Anhand der Beschreibung von Ausführungsbeispielen und ihrer Darstellung in den zugehörigen
Zeichnungen wird die Erfindung nachfolgend näher erläutert. Es zeigen:
Fig. 1: schematisch eine perspektivische Ansicht einer Ausführungsform einer erfindungsgemäßen
Lautsprecheranordnung mit einer gesonderten Abdeckung;
Fig. 2: schematisch eine perspektivische Ansicht einer Ausführungsform eines Hornlautsprechers
einer erfindungsgemäßen Lautsprecheranordnung;
Fig. 3: schematisch eine perspektivische Ansicht einer Ausführungsform eines Paars
von Hornlautsprechern einer erfindungsgemäßen Lautsprecheranordnung in erster Aufstellanordnung;
Fig. 4: schematisch eine perspektivische Ansicht einer Ausführungsform einer erfindungsgemäßen
Lautsprecheranordnung mit einem Abdecklautsprecher als Abdeckung;
Fig. 5: schematisch eine Vorderansicht einer Ausführungsform einer erfindungsgemäßen
Lautsprecheranordnung mit einem Abdecklautsprecher als Abdeckung;
Fig. 6: schematisch eine geschnittene Ansicht von oben eines Abdecklautsprechers,
der als Abdeckung einer erfindungsgemäßen Lautsprecheranordnung dient;
Fig. 7: schematisch eine geschnittene Ansicht von oben einer erfindungsgemäßen Lautsprecheranordnung
in zweiter Aufstellanordnung;
Fig. 8: schematisch eine Vorderansicht einer Ausführungsform einer erfindungsgemäßen
Lautsprecheranordnung mit einer gesonderten Abdeckung.
[0031] Fig. 1 zeigt schematisch eine perspektivische Ansicht einer Ausführungsform einer
erfindungsgemäßen Lautsprecheranordnung 1, umfassend Hornlautsprecher 2, die in der
zweiten Aufstellanordnung für die Abstrahlung von Schall aufgestellt und zu mehreren
Paaren mit einer gesonderten Abdeckung 14 übereinandergestapelt sind. Die perspektivische
Darstellung lässt erkennen, wie die einzelnen Komponenten zusammen aufgestellt werden.
[0032] Jeder der Hornlautsprecher 2 weist, wie in Fig. 2 noch detailliert dargestellt, eine
Grundfläche 4, eine Deckfläche 6, Seitenflächen 8 sowie Seitenkanten 12, 13 (Kontaktseitenkante
12 und Außenseitenkante 13) auf. In einer der Seitenflächen 8 befindet sich eine Öffnung,
die den ersten Hornmund 10, aus dem zunächst der Schall austritt, bildet.
[0033] In der dargestellten zweiten Aufstellanordnung, der Anordnung bei der Verwendung
zur Schallabgabe, sind jeweils zwei Hornlautsprecher 2, die ein Paar bilden, so zueinander
angeordnet, dass sie an einer Kontaktseitenkante 12 aneinanderstoßen. Sie sind dabei
so angeordnet, dass zwei Seitenflächen 8 in einem spitzen oder stumpfen Winkel, jedenfalls
kleiner als 180°, zueinander ausgerichtet sind. Diese Seitenflächen 8 weisen eine
Öffnung für den Austritt des Schalls auf, den ersten Hornmund 10.
[0034] Diejenigen Seitenkanten, die die Seitenflächen 8 mit dem ersten Hornmund 10 außen
begrenzen, sind die Außenseitenkanten 13 und bilden zugleich den seitlichen Rahmen
für den zweiten Hornmund 16, der sich aus der zweiten Aufstellanordnung der Hornlautsprecher
2 ergibt. Neben der seitlichen Begrenzung ist auch noch eine Begrenzung nach oben
und unten erforderlich. Die untere Begrenzung resultiert aus der Aufstellfläche 18,
auf der die Lautsprecheranordnung 1 aufgestellt ist. Die obere Begrenzung wird durch
eine Abdeckung 14 erreicht, die auf der Deckfläche 6 der oberen Hornlautsprecher 2
aufgesetzt ist und deren Kante die Außenseitenkante 13 verbindet. Dadurch ergibt sich
der in der Fig. 1 gestrichelt dargestellte Rahmen, der den zweiten Hornmund 16 darstellt
und woraus dessen Fläche resultiert. Zwischen dieser Fläche, die zwischen den Außenseitenkanten
13 als seitliche Begrenzungslinien und der Abdeckung 14 aufgespannt wird, und den
Kontaktseitenkanten 12, wo beide Hornlautsprecher 2 aneinanderstoßen, erstreckt sich
die erfindungsgemäß erreichte Verlängerung des Horns.
[0035] Fig. 2 zeigt schematisch eine perspektivische Ansicht einer Ausführungsform eines
Hornlautsprechers 2 einer erfindungsgemäßen Lautsprecheranordnung 1. Dargestellt sind
Grundfläche 4, Deckfläche 6 sowie die beiden Seitenkanten, die Kontaktseitenkante
12 und die Außenseitenkante 13. Eine der Seitenflächen 8 weist eine Öffnung auf, den
ersten Hornmund 10. Die dargestellte bevorzugte Ausführungsform zeigt für Grundfläche
4 und Deckfläche 6 ein rechtwinkliges gleichschenkliges Dreieck. Daraus resultiert
bei einer Aufstellung gemäß Fig. 1 ein rechter Winkel zwischen den beiden Seitenflächen
8 bzw. den ersten Hornmündern 10 des Paars Hornlautsprecher 2. Die Tiefe der Hornverlängerung
entspricht daher einer der anderen Seitenflächen, einer Kathete des gleichschenkligen
Dreiecks.
[0036] Fig. 3 zeigt schematisch eine perspektivische Ansicht einer Ausführungsform eines
Paars von Hornlautsprechern 2 einer erfindungsgemäßen Lautsprecheranordnung 1 in einer
ersten Aufstellanordnung, wie sie für Lagerung und Transport Anwendung findet und
den Raumbedarf praktisch halbiert. Dabei liegen die beiden Seitenflächen 8 des Prismas,
hier bei Grundflächen 4 und Deckflächen 6 in Form eines rechtwinkligen Dreiecks zugleich
die Hypotenusen des Dreiecks, aneinander. Da es sich bei den Grundflächen 4 und Deckflächen
6 um rechtwinklige Dreiecke handelt, resultiert bei der ersten Aufstellanordnung eine
quadratische oder rechteckige Grundfläche dieser Aufstellanordnung.
[0037] Fig. 4 zeigt schematisch eine perspektivische Ansicht einer Ausführungsform einer
erfindungsgemäßen Lautsprecheranordnung 1, mit zwei Abdecklautsprechern 3, ausgeführt
als zwei quaderförmige Gehäuse, die als Abdeckung des Stapels von fünf Paaren der
Hornlautsprecher 2 dienen. Die perspektivische Darstellung lässt auch hier erkennen,
wie diese zusammen aufgestellt werden. Der Stapel der Hornlautsprecher 2 entspricht
der Aufstellanordnung, wie sie in Fig. 1 beschrieben wurde. Anstelle einer gesonderten
Abdeckung 14 ist jedoch hier ein Paar von Abdecklautsprechern 3 auf die obere Lage
von Hornlautsprechern 2 aufgesetzt. Damit begrenzen die Abdecklautsprecher 3 die Fläche
des ersten Hornmunds 16 nach oben und dienen als Abdeckung 14.
[0038] Fig. 5 zeigt schematisch eine Vorderansicht einer Ausführungsform einer erfindungsgemäßen
Lautsprecheranordnung mit einem Abdecklautsprecher 3 als Abdeckung 14, so wie er in
Fig. 4 gezeigt wird. Zentral liegen die beiden ersten Hornmünder 10 der beiden aneinanderliegenden
Hornlautsprechern 2. Der zweite Hornmund 16 wird durch die äußeren Begrenzungen, namentlich
die Außenseitenkanten 13, definiert, nach oben begrenzt durch den aufgesetzten Abdecklautsprecher
3, der die Abdeckung 14 bildet, und nach unten durch die Aufstellfläche 18.
[0039] Fig. 6 zeigt schematisch aus Fig. 5 eine geschnittene Ansicht A-A eines Abdecklautsprechers
3, der als Abdeckung 14 einer erfindungsgemäßen Lautsprecheranordnung 1 dient. In
dem Schnitt ist bei den quaderförmigen Abdecklautsprechern 3 noch die Kontur des gefalteten
Horns 22 zu erkennen, wie es im Gehäuse 28 eingebaut ist. Am Anfang des Horns 22,
dem Hornhals 26, ist der Treiber 24 dargestellt.
[0040] Fig. 7 zeigt schematisch eine geschnittene Ansicht eines Paars Hornlautsprecher 2
einer erfindungsgemäßen Lautsprecheranordnung 1, die im Bereich einer Seitenkante
12 aneinanderstoßen. In den Schnitten ist die Hornkontur des gefalteten Horns 22 im
Gehäuse 28 und der Treiber 24, angeordnet im Bereich des Hornhalses 26, zu erkennen.
Zwischen den beiden äußeren Seitenkanten, den Außenseitenkanten 13, spannt sich die
Fläche des zweiten Hornmunds 16 auf. In den Hornmund 16 hinein tritt der Schall aus
dem ersten Hornmund 10 beider Hornlautsprecher 2 aus. Am Anfang des Horns 22, dem
Hornhals 26, ist auch hier der Treiber 24 mit Abstrahlung von der Motorseite der Membran
in das Horn 22 dargestellt.
[0041] Fig. 8 zeigt schematisch eine Vorderansicht einer Ausführungsform einer erfindungsgemäßen
Lautsprecheranordnung 1 mit einer gesonderten Abdeckung 14, wie sie bereits Fig. 1
in perspektivischer Darstellung zeigt. Die Kontur des zweiten Hornmunds 16 wird neben
der Abdeckung 14 und der Aufstellfläche 18 durch die Außenseitenkanten 13 gebildet.
Die Seitenflächen 8, die Abdeckung 14 und die Aufstellfläche 18 bilden dabei geschlossene
Flächen zwischen dem ersten Hornmund 10 und dem zweiten Hornmund 16. Von der Front
her sind die Seitenflächen 8 mit dem ersten Hornmund 16 der beiden nebeneinander angeordneten
Hornlautsprecher 2 zu erkennen. Es ist ein abgedeckter Stapel von fünf Paaren von
Hornlautsprechern 2 gebildet.
Bezugszeichenliste
[0042]
- 1
- Lautsprecheranordnung
- 2
- Hornlautsprecher
- 3
- Abdecklautsprecher, weiteres Objekt
- 4
- Grundfläche
- 6
- Deckfläche
- 8
- Seitenfläche
- 10
- erster Hornmund
- 12
- Kontaktseitenkante
- 13
- Außenseitenkante
- 14
- Abdeckung, weiteres Objekt
- 16
- zweiter Hornmund
- 18
- Aufstellfläche
- 22
- gefaltetes Horn
- 24
- Treiber
- 26
- Hornhals
- 28
- Gehäuse
1. Lautsprecheranordnung, umfassend wenigstens ein Paar Hornlautsprecher (2), wobei jeder
der Hornlautsprecher (2) einen ersten Hornmund (10) sowie eine dreieckige Grundfläche
(4) und Deckfläche (6) aufweist und dadurch eine Kontur eines Prismas bildet, wobei
eine der Seitenflächen (8) den ersten Hornmund (10) aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass das wenigstens eine Paar Hornlautsprecher (2) in einer ersten Aufstellanordnung mit
jeweils einer der Seitenflächen (8) an dem anderen Hornlautsprecher (2) anliegt und
in einer zweiten Aufstellanordnung mit jeweils einer Kontaktseitenkante (12) an der
Kontaktseitenkante (12) des zum Paar gehörigen, gegenüberliegenden Hornlautsprechers
(2) in der Weise anliegt, dass die Seitenflächen (8) mit dem ersten Hornmund (10)
einander zugewandt sind und sich zwischen zwei gegenüberliegenden Außenseitenkanten
(13) und wenigstens einer Abdeckung (14), die die Deckflächen (6) des oberen Paars
Hornlautsprecher (2) bis zum gegenüberliegenden Hornlautsprecher (2) verlängert, ein
zweiter Hornmund (16) ausbildet, der größer als der erste Hornmund (10) ist.
2. Lautsprecheranordnung nach Anspruch 1, wobei die dreieckige Grundfläche (4) und die
dreieckige Deckfläche (6) des Hornlautsprechers (2) als ein rechtwinkliges, gleichschenkliges
Dreieck ausgebildet sind, wobei die sich über der Hypotenuse erhebenden Seitenfläche
(8) den ersten Hornmund (10) aufweist, und wobei das wenigstens eine Paar Hornlautsprecher
(2) in der ersten Aufstellanordnung eine erste rechteckige oder quadratische Grundfläche
und in der zweiten Aufstellanordnung eine zweite rechteckige oder quadratische Grundfläche
ausbildet, wobei die erste Grundfläche kleiner als die zweite Grundfläche ist.
3. Lautsprecheranordnung nach Anspruch 1 oder 2, wobei die wenigstens eine Abdeckung
(14) durch einen aufgesetzten Abdecklautsprecher (3) gebildet wird.
4. Lautsprecheranordnung nach einem der vorherigen Ansprüche, wobei die wenigstens eine
Abdeckung (14) als eine Klappe ausgebildet ist, die zur Ausbildung des zweiten Hornmunds
(16) aus dem in einem Stapel obersten Hornlautsprecher (2) herausgeklappt wird.
5. Lautsprecheranordnung nach einem der vorherigen Ansprüche, wobei die untere Begrenzung
des zweiten Hornmunds (16) durch eine Aufstellfläche (18) oder eine untere Abdeckung
gebildet wird.
6. Lautsprecheranordnung nach einem der vorherigen Ansprüche, wobei jeder der Hornlautsprecher
(2) ein gefaltetes Horn (22) aufweist und Teile eines Gehäuses (28) auch Bestandteile
des gefalteten Horns (22) bilden.
7. Lautsprecheranordnung nach einem der vorherigen Ansprüche, wobei ein Stapel von mehreren
Paaren Hornlautsprechern (2) gebildet und mit einer Abdeckung (14) versehen wird.