| (19) |
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(11) |
EP 4 377 218 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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18.12.2024 Patentblatt 2024/51 |
| (22) |
Anmeldetag: 26.07.2022 |
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| (51) |
Internationale Patentklassifikation (IPC):
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| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP2022/071009 |
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Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2023/006786 (02.02.2023 Gazette 2023/05) |
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| (54) |
AUFREISSSTREIFEN FÜR EINE VERPACKUNG, VERFAHREN ZUM HERSTELLEN EINES AUFREISSSTREIFENS
UND VERPACKUNG
TEAR-OPEN STRIP FOR A PACKAGE, METHOD FOR PRODUCING A TEAR-OPEN STRIP AND PACKAGE
BANDELETTE D'ARRACHAGE POUR UN EMBALLAGE, PROCÉDÉ DE FABRICATION D'UNE BANDELETTE
D'ARRACHAGE ET EMBALLAGE
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL
NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR |
| (30) |
Priorität: |
26.07.2021 DE 102021119281
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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05.06.2024 Patentblatt 2024/23 |
| (73) |
Patentinhaber: Mayr-Melnhof Karton AG |
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1041 Wien (AT) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- HULLMANN, Dirk
21465 Reinbek (DE)
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| (74) |
Vertreter: Hofstetter, Schurack & Partner |
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Patent- und Rechtsanwaltskanzlei
PartG mbB
Balanstrasse 57 81541 München 81541 München (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
WO-A1-2016/126424 FR-A- 1 543 620
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DE-A1- 1 611 678 US-A- 1 943 538
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft einen Aufreißstreifen für eine Verpackung, ein
Verfahren zum Herstellen eines solchen Aufreißstreifens sowie eine Verpackung mit
einem derartigen Aufreißstreifen.
[0002] Aufreißstreifen für Verpackungen sind aus dem Stand der Technik bekannt und dienen
dazu, das Öffnen versiegelter Verpackungen zu erleichtern. Aufreißstreifen bestehen
derzeit aber überwiegend aus Kunststoff, was aus Umweltschutz- und Recyclinggründen
problematisch ist. Es gab daher bereits erste Versuche, kompostierbare bzw. biologisch
abbaubare Aufreißstreifen auf Papierbasis herzustellen.
[0003] Im Stand der Technik wird in der
US 1 943 538 A ein Aufreißstreifen auf Papierbasis offenbart.
[0004] Nachteilig an diesen papierbasierten Aufreißstreifen ist aber der Umstand anzusehen,
dass diese ein wesentlich schlechteres Aufreißverhalten als die bisherigen kunststoffbasierten
Aufreißstreifen zeigen, da die papierbasierten Aufreißstreifen beim Aufreißen häufig
abreißen und die Verpackung nicht oder nur teilweise öffnen.
[0005] Es ist daher Aufgabe der vorliegenden Erfindung, einen papierbasierten Aufreißstreifen
mit verbessertem Aufreißverhalten zu schaffen. Eine weitere Aufgabe ist es, ein Verfahren
zum Herstellen eines solchen Aufreißstreifens zu schaffen. Schließlich besteht eine
weitere Aufgabe darin, eine Verpackung mit einem derartigen Aufreißstreifen zu schaffen.
[0006] Die Aufgaben werden erfindungsgemäß durch einen Aufreißstreifen mit den Merkmalen
des Anspruchs 1, ein Verfahren zum Herstellen eines solchen Aufreißstreifens mit den
Merkmalen des Anspruchs 9 sowie durch eine Verpackung gemäß Anspruch 15 gelöst. Vorteilhafte
Ausgestaltungen mit zweckmäßigen Weiterbildungen sind in den Unteransprüchen beschrieben,
wobei vorteilhafte Ausgestaltungen jedes Erfindungsaspekts als vorteilhafte Ausgestaltungen
der jeweils anderen Erfindungsaspekte anzusehen sind.
[0007] Ein erster Aspekt der Erfindung betrifft einen Aufreißstreifen für eine Verpackung,
umfassend ein Schichtsystem, welches ein Papiersubstrat und eine auf einer ersten
Seite des Papiersubstrats angeordnete Kleberschicht aufweist. Ein verbessertes Aufreißverhalten
wird erfindungsgemäß dadurch erreicht, dass die Kleberschicht zumindest bereichsweise
eine unebene Oberflächenstruktur mit relativen Erhebungen und relativen Vertiefungen
aufweist. Mit anderen Worten ist erfindungsgemäß ein papierbasierter Aufreißstreifen
vorgesehen, dessen Kleberschicht bereichsweise oder vollständig eine unebene Oberflächenstruktur
mit relativen Erhebungen ("Höhen") und relativen Vertiefungen (Täler, Näpfchen) besitzt.
Ohne an diese Theorie gebunden werden zu wollen, gehen die Erfinder davon aus, dass
das verbesserte Abreißverhalten durch diese unebene Oberflächenstruktur erreicht wird,
da der Aufreißstreifen damit lokal unterschiedlich stark mit einer zugeordneten Verpackung
verklebt werden kann, da die Vertiefungen oder Täler zu einer lokalen Schwächung der
Verklebung führen, während die Erhebungen oder Höhen zu einer innigeren stoffschlüssigen
Verbindung und damit zu einer festeren Verklebung führen. Beim Aufreißen der Verpackung
wird dann durch die lokalen Schwächungen der Klebeverbindung verhindert, dass der
papierbasierte Aufreißstreifen zu fest klebt und abreißt. Durch die Erhebungen wird
aber gleichzeitig zuverlässig verhindert, dass es zu einer insgesamt zu schwachen
Verklebung mit der zugeordneten Verpackung käme. Vorzugsweise weist die Kleberschicht
zwischen 20 und 100 Erhebungen pro Quadratzentimeter Papiersubstrat auf. Besonders
bevorzugt sind zwischen 40 und 60, insbesondere etwa 50 Erhebungen pro Quadratzentimeter.
Die Kleberschicht kann grundsätzlich aus einem oder mehreren geeigneten Klebern bestehen
und gegebenenfalls Zusatzstoffe enthalten. Beispielsweise kann ein Kleber auf Basis
von Poly(meth)acrylat, ein Natur- oder Synthesekautschuk und/oder ein Siegellack eingesetzt
werden. Generell sind "ein/eine" im Rahmen dieser Offenbarung als unbestimmte Artikel
zu lesen, also ohne ausdrücklich gegenteilige Angabe immer auch als "mindestens ein/mindestens
eine". Umgekehrt können "ein/eine" auch als "nur ein/nur eine" verstanden werden.
[0008] In einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, dass das Papiersubstrat
kompostierbar und/oder biologisch abbaubar ist. Hierdurch wird eine verbesserte Umweltbilanz
realisiert. Alternativ oder zusätzlich ist es vorgesehen, dass das Papiersubstrat
eine Grammatur zwischen 80 g/m
2 und 200 g/m
2, insbesondere zwischen 100 g/m
2 und 140 g/m
2, insbesondere etwa 120 g/m
2 besitzt. Hierdurch sind für die meisten Anwendungsfälle und Ausführungsformen eine
ausreichende Stabilität des Papiersubstrats und damit ein vorteilhaftes Versiegelungs-
und Aufreißverhalten des Aufreißstreifens gewährleistet. Besonders bevorzugt wird
die Auftragsmenge des Klebstoffs pro Flächeneinheit des Papiersubstrats in Abhängigkeit
bzw. als Funktion der Grammatur des Papiersubstrats gewählt, wobei für höhere Grammaturen
generell höhere Auftragsmengen pro Flächeneinheit gewählt werden. Hierdurch kann einerseits
ein zuverlässiges Verschließen einer Verpackung und andererseits ein zuverlässiges
Aufreißverhalten ohne vorzeitiges Ab- oder Einreißen des Abreißstreifens sichergestellt
werden. Alternativ oder zusätzlich ist ein vorteilhaftes Versiegelungs- und Aufreißverhalten
des Aufreißstreifens gewährleistet, indem das Papiersubstrat in einer Haupterstreckungsrichtung
eine Stabilität von mindestens 75 N/15 mm, bevorzugt von mindestens 110 N/15 mm und/oder
eine Dicke zwischen 100 µm und 250 µm, insbesondere zwischen 150 µm und 200 µm besitzt.
Unter einer Haupterstreckungsrichtung wird die Richtung der längsten Erstreckung des
Aufreißstreifens verstanden, das heißt in der Regel die Erstreckung, entlang welcher
das Aufreißen der zugeordneten Verpackung erfolgt.
[0009] Weitere Vorteile ergeben sich dadurch, dass die erste und/oder eine zweite Seite
des Papiersubstrats geprägt und/oder gebleicht und/oder gefärbt und/oder bedruckt
ist bzw. sind. Hierdurch kann der Aufreißstreifen besonders einfach optisch und/oder
funktional an unterschiedliche Anforderungsprofile angepasst werden. Beispielsweise
kann ein geprägtes Papiersubstrat eine bessere Antihafteigenschaft der nicht klebenden
zweiten Seite bewirken.
[0010] In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, dass
die Kleberschicht vollflächig oder abschnittsweise auf die erste Seite aufgebracht
ist. Mit anderen Worten ist es vorgesehen, dass entweder die gesamte Oberfläche des
Papiersubstrats mit der Kleberschicht versehen ist, oder nur ein oder mehrere Oberflächenbereiche.
Hierdurch können das Klebeund Aufreißverhalten gesteuert werden. Ein vorteilhaftes
Aufreißverhalten wird alternativ oder zusätzlich dadurch erreicht, dass die Kleberschicht
ein Auftragsgewicht zwischen 15 g/m
2 und 60 g/m
2, insbesondere zwischen 20 g/m
2 und 30 g/m
2 besitzt. Ein besonders gleichmäßiges Aufreißverhalten wird in weiterer Ausgestaltung
dadurch erreicht, dass die Kleberschicht eine regelmäßige Oberflächenstruktur, insbesondere
eine Punktstruktur und/oder eine Wellenstruktur und/oder eine Linienstruktur und/oder
eine Pyramidenstruktur und/oder eine Stumpfpyramidenstruktur und/oder eine hexagonale
Struktur und/ oder eine Linienstruktur mit Näpfchen und/oder eine Kalottenstruktur,
aufweist. Die Erhebungen und Vertiefungen der Oberflächenstruktur weisen damit regelmäßig
angeordnete Strukturelemente auf, wobei nur ein einzelner Strukturelementtyp oder
zwei oder mehr Strukturelementtypen vorgesehen sein können. Im Fall mehrerer Strukturelementtypen
können diese generell gleiche oder unterschiedliche Volumina besitzen.
[0011] Ein zusätzlich verbessertes Aufreißverhalten ergibt sich dadurch, dass die Oberflächenstruktur
der Kleberschicht zumindest bereichsweise ein periodisches Strukturelement aufweist,
wobei wenigstens ein Erstreckungsvektor der Periodizität des Strukturelements vorzugsweise
schräg zur Haupterstreckungsrichtung des Papiersubstrats angeordnet ist. Mit anderen
Worten ist es vorgesehen, dass der Erstreckungsvektor der Periodizität des Strukturelements
nicht parallel bzw. koaxial, sondern in einer Winkellage ungleich 0° bzw. 180° zur
Haupterstreckungsrichtung des Papiersubstrats angeordnet ist. Beim Aufreißen des Aufreißstreifens
werden dabei auftretende Kräfte vorteilhaft abgelenkt und besser verteilt, wodurch
ein Abreißen des Aufreißstreifens besonders zuverlässig verhindert wird.
[0012] In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, dass
auf der zweiten Seite des Papiersubstrats vollflächig oder abschnittsweise eine Trennschicht
angeordnet ist, wobei ein Auftragsgewicht der Trennschicht vorzugsweise zwischen 0,1
g/m
2 und 2,0 g/m
2, insbesondere zwischen 0,2 g/m
2 und 1,0 g/m
2 beträgt. Hierdurch kann ein Verblocken bzw. Verkleben des Aufreißstreifens mit sich
selbst, beispielsweise beim Aufwickeln, zuverlässig verhindert werden. Die Trennschicht
kann silikonbasiert ausgebildet sein, wobei grundsätzlich auch andere Trennschichten
auf Basis von Polyacrylat, Carbamat, Polyvinyletherwachs oder sonstigen geeigneten
Verbindungen sowie Gemische hieraus vorgesehen sein können.
[0013] Alternativ oder zusätzlich hat es sich als vorteilhaft gezeigt, dass auf einer dem
Papiersubstrat abgewandten Seite der Kleberschicht ein Trennstreifen angeordnet ist.
Auch dies stellt eine Möglichkeit dar, um ein Verblocken bzw. Verkleben des Aufreißstreifens
mit sich selbst oder unerwünschten Bereichen einer zugeordneten Verpackung zu verhindern.
Der Trennstreifen kann beispielsweise eine Trennfolie oder ein Trennpapier sein, beispielsweise
ein Silikonpapier.
[0014] Eine vorteilhafte Aufbewahrung bzw. ein vorteilhafter Transport des Aufreißstreifens
wird in weiterer Ausgestaltung dadurch erreicht, dass dieser auf einer Spule mit vorzugsweise
traversierender Wicklung aufgerollt und/oder als Flachspule konfektioniert ist.
[0015] Ein zweiter Aspekt der Erfindung betrifft ein Verfahren zum Herstellen eines Aufreißstreifens
für eine Verpackung, bei welchem ein Schichtsystem hergestellt wird, indem eine Kleberschicht
auf eine erste Seite eines Papiersubstrats aufgebracht wird. Ein verbessertes Aufreißverhalten
wird erfindungsgemäß dadurch erreicht, dass die Kleberschicht zumindest bereichsweise
mit einer unebenen Oberflächenstruktur mit relativen Erhebungen und relativen Vertiefungen
hergestellt wird. Die sich hieraus ergebenden Vorteile sind den Beschreibungen des
ersten Erfindungsaspekts zu entnehmen, wobei vorteilhafte Ausgestaltungen des ersten
Erfindungsaspekts als vorteilhafte Ausgestaltung des zweiten Erfindungsaspekts anzusehen
sind. Umgekehrt sind auch vorteilhafte Ausgestaltungen des zweiten Erfindungsaspekts
als vorteilhafte Ausgestaltung des ersten Erfindungsaspekts anzusehen. Der Aufreißstreifen
kann nach seiner Herstellung auf Spulen mit traversierender Wicklung gespult werden,
welche eine große Lauflänge von bis zu 40.000 m oder mehr, typischerweise 10.000 -
20.000 m erlauben. Alternativ kann der Aufreißstreifen auch als Flachspule konfektioniert
werden.
[0016] In einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, dass das Papiersubstrat
vor dem Aufbringen der Kleberschicht mit einer unebenen Oberflächenstruktur versehen
wird und/oder dass die unebene Oberflächenstruktur in der Kleberschicht erzeugt wird.
Generell kann also die unebene Oberflächenstruktur der Kleberschicht dadurch erreicht
werden, dass die Kleberschicht selbst entsprechend ungleichmäßig auf ein Papiersubstrat
mit einer zumindest bereichsweise gleichmäßigen Oberfläche aufgetragen wird. Alternativ
oder zusätzlich kann aber auch vorgesehen sein, dass das Papiersubstrat zunächst zumindest
bereichsweise mit einer ungleichmäßigen Oberfläche versehen wird, wonach die Kleberschicht
gleichmäßig oder ungleichmäßig auf das Papiersubstrat aufgebracht wird. Grundsätzlich
kann dabei die erste Seite und/oder die zweite Seite des Papiersubstrats eine ungleichmäßige
Oberfläche aufweisen. Ein glattes Papiersubstrat bietet dabei in der Regel eine einfachere
Beschichtbarkeit als ein raues bzw. strukturiertes.
[0017] In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, dass
die Kleberschicht mittels einer Rasterwalze, insbesondere einer Haschurenwalze, auf
das Papiersubstrat aufgebracht wird. Dies erlaubt es, die Kleberschicht mit einer
definierten lokalen Dosierung des Klebers auf das Papiersubstrat aufzubringen und
damit eine definierte Oberflächenstruktur mit vorbestimmten Erhebungen und Vertiefungen
zu erzeugen. Neben der Geometrie des oder der Strukturelemente, die die Oberflächenstruktur
bilden, kann durch geeignete Wahl der Näpfchen bzw. Erhebungen der Rasterwalze auch
das lokale Auftragsvolumen der Kleberschicht präzise gesteuert werden.
[0018] Weitere Vorteile ergeben sich dadurch, dass das Papiersubstrat auf einer zweiten
Seite mit einer Druckschicht und/oder mit einer Trennschicht versehen wird. Mit Hilfe
der Druckschicht kann die optische Anmutung des Aufreißstreifens angepasst werden.
Weiterhin kann der Aufreißstreifen hierdurch mit Symbolen oder Benutzungshinweisen
versehen werden. Der Druck kann generell im Tiefdruck, Flexodruck, Offsetdruck, Laserdruck,
Tintenstrahldruck oder einem anderen geeigneten Druckverfahren erfolgen. Die Druckfarbe
kann auf Nitrocellulose (NC), Polyurethan (PU), Polyvinylchlorid (PVC), Polyvinylbutyral
(PVB) oder anderen Bindemitteln basieren. Die Trennschicht verhindert ein unerwünschtes
Verkleben des Aufreißstreifens beispielsweise mit sich selbst.
[0019] Dabei hat es sich weiterhin als vorteilhaft gezeigt, wenn zwischen der Druckschicht
und der Trennschicht eine Lackschicht aufgetragen wird, da die Druckschicht auf diese
Weise besonders einfach vor Beschädigung geschützt und gegebenenfalls mit einer zusätzlich
verbesserten optischen Anmutung versehen werden kann.
[0020] Indem der Aufreißstreifen, vorzugsweise mittels Scherenschnitt, in mehrere Streifen
geschnitten wird, kann die Breite des Aufreißstreifens an unterschiedliche Anwendungszwecke
angepasst werden, wobei die Herstellung des Aufreißstreifens zunächst mit einem Vielfachen
dieser Breite erfolgen kann, was den oder die Beschichtungsprozesse zum Ausbilden
des Schichtsystems erleichtert. Vorzugsweise besitzt der Aufreißstreifen nach dem
Schneiden eine Breite zwischen 2 mm und 15 mm, insbesondere zwischen 4 mm und 8 mm.
[0021] Ein dritter Aspekt der Erfindung betrifft eine Verpackung, welche wenigstens einen
Aufreißstreifen umfasst, welcher gemäß dem ersten Erfindungsaspekt ausgebildet und/oder
mittels eines Verfahrens gemäß dem zweiten Erfindungsaspekt hergestellt ist. Die sich
hieraus ergebenden Vorteile sind den Beschreibungen des ersten und zweiten Erfindungsaspekts
zu entnehmen, wobei vorteilhafte Ausgestaltungen des ersten und zweiten Erfindungsaspekts
als vorteilhafte Ausgestaltung des dritten Erfindungsaspekts anzusehen sind. Umgekehrt
sind auch vorteilhafte Ausgestaltungen des dritten Erfindungsaspekts als vorteilhafte
Ausgestaltung des ersten und zweiten Erfindungsaspekts anzusehen. Die Verpackung kann
vorzugsweise vollständig kompostierbar bzw. biologisch abbaubar ausgebildet sein.
Weiterhin kann die Verpackung zwei oder mehr Aufreißstreifen umfassen.
[0022] Dabei zeigt:
- Fig. 1
- einen schematischen Querschnitt durch einen erfindungsgemäßen Aufreißstreifen;
- Fig. 2
- eine schematische und ausschnittsweise Aufsicht auf den erfindungsgemäßen Aufreißstreifen
während des Aufbringens einer Kleberschicht;
- Fig. 3
- eine schematische Perspektivansicht einer Aufreißstreifenspule;
- Fig. 4
- eine Aufsicht einer Verpackung, auf welcher der Aufreißstreifen angeordnet ist; und
- Fig. 5
- eine vergrößerte Darstellung des in Fig. 4 gezeigten Details V.
[0023] Fig. 1 zeigt einen schematischen Querschnitt durch einen erfindungsgemäßen Aufreißstreifen
10. Der Aufreißstreifen 10 umfasst ein Schichtsystem 12, welches im vorliegenden Fall
ein Papiersubstrat 14, eine auf einer ersten Seite des Papiersubstrats 14 angeordnete
Kleberschicht 16 sowie eine grundsätzlich optionale, auf der zweiten Seite des Papiersubstrats
14 angeordnete Trennschicht 18 aufweist. Man erkennt im Querschnitt, dass die Kleberschicht
16 eine unebene Oberflächenstruktur mit einer wellenartigen Struktur aus relativen
Erhebungen 20 und relativen Vertiefungen 22 aufweist.
[0024] Der gezeigte Aufreißstreifen 10 ist kompostierbar und/oder biologisch abbaubar. Generell
ist das Papiersubstrat 14 auf Cellulosebasis ausgebildet. Es können aber auch andere
Papierarten, beispielsweise Papier auf Basis von PET-Fasern vorgesehen sein. Die Grammatur
des Papiersubstrats 14 beträgt zwischen 90 und 200 g/m
2, beispielsweise 120 g/m
2. Das Papiersubstrat 14 kann weiß bzw. gebleicht oder ungebleicht bzw. gefärbt sein.
Ebenfalls kann es vorgesehen sein, dass das Papiersubstrat 14 einseitig oder doppelseitig
bedruckt ist. Das Papiersubstrat 14 weist eine hohe mechanische Stabilität in Haupterstreckungsrichtung
H (s. Fig. 2) bzw. Laufrichtung von mindestens 75 N/15 mm, insbesondere von mindestens
110 N/15 mm oder mehr auf. Wie man in Fig. 1 sieht, ist das Papiersubstrat 14 glatt,
um eine gute Beschichtbarkeit zu ermöglichen. Grundsätzlich kann es aber auch vorgesehen
sein, dass das Papiersubstrat 14 auf seiner ersten und/oder zweiten Seite eine strukturierte
Oberfläche besitzt, auf welche die Kleberschicht 16 und/oder die Trennschicht 18 aufgebracht
wird. Durch eine Prägung des Papiersubstrats 14 kann häufig eine bessere Antihafteigenschaft
der nicht klebenden, zweiten Seite erreicht werden.
[0025] Die Kleberschicht 16 ist im vorliegenden Fall vollflächig auf die erste Seite des
Papiersubstrats 14 aufgebracht, wobei grundsätzlich auch nur ein bereichsweiser Auftrag
vorgesehen sein kann. Wie man in Fig. 2 erkennt, welche eine schematische und ausschnittsweise
Aufsicht auf den erfindungsgemäßen Aufreißstreifen 10 während des Aufbringens der
Kleberschicht 16 zeigt, besitzt die strukturierte Oberfläche der Kleberschicht 16
eine regelmäßige Linien- bzw. Wellenstruktur, welche durch die Erhebungen 20 gebildete
Linien bzw. Wellen als Strukturelemente gebildet wird. Die gezeigte Wellen- bzw. Linienstruktur
kann beispielsweise mittels einer entsprechenden Gravur eines Beschichtungszylinders,
zum Beispiel mittels einer Haschurenwalze erzeugt werden. Man sieht in Fig. 2 weiterhin,
dass die Linienstruktur mit den Erhebungen 20 und Vertiefungen 22 regelmäßig ausgebildet
ist, da sich die Linien periodisch auf der Oberfläche des Papiersubstrats 14 wiederholen.
Zusätzlich ist ein Erstreckungsvektor V der Periodizität des Linien-Strukturelements
schräg zur Haupterstreckungsrichtung H des Papiersubstrats 14 angeordnet. Mit anderen
Worten verlaufen die Linien bzw. Erhebungen 20 nicht senkrecht oder parallel zur Haupterstreckungsrichtung
H, sondern verläuft diagonal. Grundsätzlich können anstelle von linien- bzw. wellenförmigen
Oberflächenstrukturen aber auch andere regelmäßige oder unregelmäßige Oberflächenstrukturen
(Muster) erzeugt werden.
[0026] Für die Kleberschicht 16 kann ein Kleber auf Basis von Polyacrylat, ein Naturoder
Synthesekautschuk oder ein Siegellack eingesetzt werden. Der Kleberauftrag liegt typischerweise
im Bereich zwischen 15 und 60 g/m
2, insbesondere bei 20 bis 30 g/m
2.
[0027] Die Trennschicht 18 kann ebenfalls vollflächig oder nur auf bestimmte Oberflächenbereiche
des Papiersubstrats 14 aufgebracht werden. Die Trennschicht 18 ist typischerweise
silikonbasiert, generell können aber auch andere Trennmittel, beispielsweise auf Basis
von Polyacrylat, Carbamat oder Polyvinyletherwachs verwendet werden. Das Auftragsgewicht
der Trennschicht 18 liegt normalerweise im Bereich zwischen 0,1 und 2,0 g/m
2, insbesondere zwischen 0,2 und 1,0 g/m
2.
[0028] Alternativ kann auf die Trennschicht 18 verzichtet werden und stattdessen die Kleberschicht
16 mit einer Trennfolie (nicht gezeigt) bzw. einem Trennpapier, beispielsweise einem
Silikonpapier, abgedeckt werden.
[0029] Optional kann das Papiersubstrat 14 bedruckt sein, insbesondere auf der nichtklebenden
Seite. Wenn eine Trennschicht 18 vorgesehen ist, erfolgt der Druck vorzugsweise direkt
auf dem Papiersubstrat 14 vor der Beschichtung mit der Trennschicht 18. Der Druck
kann im Tiefdruck, Flexodruck, Offsetdruck oder einem anderen Druckverfahren erfolgen.
Die Druckfarbe kann auf NC, PU, PVC, PVB oder anderen Bindemitteln basieren. Optional
kann zwischen der Druckschicht und der Trennschicht 18 eine zusätzliche Lackbeschichtung
(nicht gezeigt) aufgetragen werden. Der Schichtaufbau des Schichtsystems 12 wäre in
diesem Fall Kleberschicht 16-Papiersubstrat 14-Druckschicht-Lackschicht-Trennschicht
18.
[0030] Fig. 3 zeigt eine schematische Perspektivansicht einer Aufreißstreifenspule 26. Der
Aufreißstreifen 10 ist hierzu auf einen Kern 24 aufgewickelt. Vorzugsweise wird der
Aufreißstreifen 10 dabei mit traversierender Wicklung gespult, wodurch eine große
Lauflänge bis zu 40.000 m, typischerweise 10.000 bis 20.000 m ermöglicht ist. Alternativ
kann der Aufreißstreifen 10 auch als Flachspule konfektioniert werden. Der Aufreißstreifen
10 kann in schmalere Streifen geschnitten werden. Die typische Streifenbreite für
die gängigsten Verpackungen 28 beträgt etwa 2 bis 15 mm, insbesondere 4 bis 8 mm.
Das Schneiden erfolgt typischerweise im Scherenschnitt, andere Schneide- bzw. Trennarten
sind aber ebenfalls möglich.
[0031] Fig. 4 zeigt eine Aufsicht einer ungefalteten Verpackung 28, auf welcher ein weiteres
Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen Aufreißstreifens 10 angeordnet ist. Fig.
4 wird in Zusammenschau mit Fig. 5 erläutert, welche eine vergrößerte Darstellung
des Details V zeigt. Man erkennt insbesondere in Fig. 5, dass die Kleberschicht 16
im vorliegenden Fall ein regelmäßiges Punktmuster aus punktförmigen Erhebungen 20
und entsprechenden Vertiefungen 22 besitzt.
[0032] Die in den Unterlagen angegebenen Parameterwerte zur Definition von Prozessund Messbedingungen
für die Charakterisierung von spezifischen Eigenschaften des Erfindungsgegenstands
sind auch im Rahmen von Abweichungen - beispielsweise aufgrund von Messfehlern, Systemfehlern,
Einwaagefehlern, DIN-Toleranzen und dergleichen - als vom Rahmen der Erfindung mitumfasst
anzusehen.
BEZUGSZEICHENLISTE:
[0033]
- 10
- Aufreißstreifen
- 12
- Schichtsystem
- 14
- Papiersubstrat
- 16
- Kleberschicht
- 18
- Trennschicht
- 20
- Erhebungen
- 22
- Vertiefungen
- 24
- Kern
- 26
- Aufreißstreifenspule
- 28
- Verpackung
- H
- Haupterstreckungsrichtung
- V
- Erstreckungsvektor
1. Aufreißstreifen (10) für eine Verpackung (28), umfassend ein Schichtsystem (12), welches
ein Papiersubstrat (14) und eine auf einer ersten Seite des Papiersubstrats (14) angeordnete
Kleberschicht (16) aufweist,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Kleberschicht (16) zumindest bereichsweise eine unebene Oberflächenstruktur mit
relativen Erhebungen (20) und relativen Vertiefungen (22) aufweist.
2. Aufreißstreifen (10) nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Papiersubstrat (14) kompostierbar und/oder biologisch abbaubar ist und/oder dass
das Papiersubstrat (14) eine Grammatur zwischen 80 g/m2 und 200 g/m2, insbesondere zwischen 100 g/m2 und 140 g/m2 besitzt, und/oder dass das Papiersubstrat (14) in einer Haupterstreckungsrichtung
(H) eine Stabilität von mindestens 75 N/15 mm, bevorzugt von mindestens 110 N/15 mm
und/oder eine Dicke zwischen 100 µm und 250 µm, insbesondere zwischen 150 µm und 200
µm besitzt.
3. Aufreißstreifen (10) nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass die erste und/oder eine zweite Seite des Papiersubstrats (14) geprägt und/oder gebleicht
und/oder gefärbt und/oder bedruckt ist.
4. Aufreißstreifen (10) nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Kleberschicht (16) vollflächig oder abschnittsweise auf die erste Seite aufgebracht
ist und/oder dass die Kleberschicht (16) ein Auftragsgewicht zwischen 15 g/m2 und 60 g/m2, insbesondere zwischen 20 g/m2 und 30 g/m2 besitzt und/oder dass die Kleberschicht (16) eine regelmäßige Oberflächenstruktur,
insbesondere eine Punktstruktur und/oder eine Wellenstruktur und/oder eine Linienstruktur
und/oder eine Pyramidenstruktur und/oder eine Stumpfpyramidenstruktur und/oder eine
hexagonale Struktur und/ oder eine Linienstruktur mit Näpfchen und/oder eine Kalottenstruktur,
aufweist.
5. Aufreißstreifen (10) nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Oberflächenstruktur der Kleberschicht (16) zumindest bereichsweise ein periodisches
Strukturelement aufweist, wobei wenigstens ein Erstreckungsvektor (V) der Periodizität
des Strukturelements vorzugsweise schräg zur Haupterstreckungsrichtung (H) des Papiersubstrats
(14) angeordnet ist.
6. Aufreißstreifen (10) nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet,
dass auf der zweiten Seite des Papiersubstrats (14) vollflächig oder abschnittsweise eine
Trennschicht (18) angeordnet ist, wobei ein Auftragsgewicht der Trennschicht (18)
vorzugsweise zwischen 0,1 g/m2 und 2,0 g/m2, insbesondere zwischen 0,2 g/m2 und 1,0 g/m2 beträgt.
7. Aufreißstreifen (10) nach einem der Ansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet,
dass auf einer dem Papiersubstrat (14) abgewandten Seite der Kleberschicht (16) ein Trennstreifen
angeordnet ist.
8. Aufreißstreifen (10) nach einem der Ansprüche 1 bis 7,
dadurch gekennzeichnet,
dass dieser auf einer Spule (26) mit vorzugsweise traversierender Wicklung aufgerollt
und/oder als Flachspule konfektioniert ist.
9. Verfahren zum Herstellen eines Aufreißstreifens (10) für eine Verpackung (28), bei
welchem ein Schichtsystem (12) hergestellt wird, indem eine Kleberschicht (16) auf
eine erste Seite eines Papiersubstrats (14) aufgebracht wird,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Kleberschicht (16) zumindest bereichsweise mit einer unebenen Oberflächenstruktur
mit relativen Erhebungen (20) und relativen Vertiefungen (22) hergestellt wird.
10. Verfahren nach Anspruch 9,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Papiersubstrat (14) vor dem Aufbringen der Kleberschicht (16) mit einer unebenen
Oberflächenstruktur versehen wird und/oder dass die unebene Oberflächenstruktur in
der Kleberschicht (16) erzeugt wird.
11. Verfahren nach Anspruch 9 oder 10,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Kleberschicht (16) mittels einer Rasterwalze, insbesondere einer Haschurenwalze,
auf das Papiersubstrat (14) aufgebracht wird.
12. Verfahren nach einem der Ansprüche 9 bis 11,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Papiersubstrat (14) auf einer zweiten Seite mit einer Druckschicht und/oder mit
einer Trennschicht (18) versehen wird.
13. Verfahren nach Anspruch 12,
dadurch gekennzeichnet,
dass zwischen der Druckschicht und der Trennschicht (18) eine Lackschicht aufgetragen
wird.
14. Verfahren nach einem der Ansprüche 9 bis 13,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Aufreißstreifen (10), vorzugsweise mittels Scherenschnitt, in mehrere Streifen
geschnitten wird, wobei die Streifen vorzugsweise eine Breite zwischen 2 mm und 15
mm, insbesondere zwischen 4 mm und 8 mm, besitzen.
15. Verpackung (28), umfassend wenigstens einen Aufreißstreifen (10), welcher gemäß einem
der Ansprüche 1 bis 8 ausgebildet und/oder mittels eines Verfahrens gemäß einem der
Ansprüche 9 bis 14 hergestellt ist.
1. A tear-open strip (10) for a packaging (28), comprising a layer system (12), which
comprises a paper substrate (14) and an adhesive layer (16) arranged on a first side
of the paper substrate (14),
characterized in that
the adhesive layer (16) comprises an uneven surface structure with relative elevations
(20) and relative depressions (22) at least in some regions.
2. The tear-open strip (10) according to claim 1,
characterized in that
the paper substrate (14) is compostable and/or biodegradable and/or that the paper
substrate (14) has a grammage between 80 g/m2 and 200 g/m2, in particular between 100 g/m2 and 140 g/m2, and/or that the paper substrate (14) has a stability of at least 75 N/15 mm, preferably
of at least 110 N/15 mm in a main extension direction (H) and/or a thickness between
100 µm and 250 µm, in particular between 150 µm and 200 µm.
3. The tear-open strip (10) according to claim 1 or 2,
characterized in that
the first and/or a second side of the paper substrate (14) is embossed and/or bleached
and/or dyed and/or printed.
4. The tear-open strip (10) according to any one of claims 1 to 3,
characterized in that
the adhesive layer (16) is applied to the first side all over or in sections and/or
that the adhesive layer (16) has an application weight between 15 g/m2 and 60 g/m2, in particular between 20 g/m2 and 30 g/m2 and/or that the adhesive layer (16) comprises a regular surface structure, in particular
a dot structure and/or a wave structure and/or a line structure and/or a pyramid structure
and/or a truncated pyramid structure and/or a hexagonal structure and/or a line structure
with wells and/or a calotte structure.
5. The tear-open strip (10) according to claim 4,
characterized in that
the surface structure of the adhesive layer (16) comprises a periodic structural element
at least in some regions, wherein at least one extension vector (V) of the periodicity
of the structural element is preferably arranged obliquely to the main extension direction
(H) of the paper substrate (14).
6. The tear-open strip (10) according to any one of claims 1 to 5,
characterized in that
a separating layer (18) is arranged all over or in sections on the second side of
the paper substrate (14), wherein an application weight of the separating layer (18)
is preferably between 0.1 g/m2 and 2.0 g/m2, in particular between 0.2 g/m2 and 1.0 g/m2.
7. The tear-open strip (10) according to any one of claims 1 to 6,
characterized in that
a separating strip is arranged on a side of the adhesive layer (16) facing away from
the paper substrate (14).
8. The tear-open strip (10) according to any one of claims 1 to 7,
characterized in that
it is rolled up on a reel (26) with preferably traversing winding and/or is packaged
as a flat reel.
9. A method for producing a tear-open strip (10) for a packaging (28), in which a layer
system (12) is produced in that an adhesive layer (16) is applied to a first side
of a paper substrate (14),
characterized in that
the adhesive layer (16) is produced with an uneven surface structure with relative
elevations (20) and relative depressions (22) at least in some regions.
10. The method according to claim 9,
characterized in that
the paper substrate (14) is provided with an uneven surface structure before applying
the adhesive layer (16) and/or that the uneven surface structure is generated in the
adhesive layer (16).
11. The method according to claim 9 or 10,
characterized in that
the adhesive layer (16) is applied to the paper substrate (14) by means of an anilox
roll, in particular a hachure roll.
12. The method according to any one of claims 9 to 11,
characterized in that
the paper substrate (14) is provided with a printing layer and/or with a separating
layer (18) on the second side.
13. The method according to claim 12,
characterized in that
a varnish layer is applied between the printing layer and the separating layer (18).
14. The method according to any one of claims 9 to 13,
characterized in that
the tear-open strip (10) is cut into multiple strips, preferably by means of scissors
cut, wherein the strips preferably have a width between 2 mm and 15 mm, in particular
between 4 mm and 8 mm.
15. A packaging (28) comprising at least one tear-open strip (10), which is formed according
to any one of claims 1 to 8 and/or is produced by means of a method according to any
one of claims 9 to 14.
1. Bande déchirable (10) pour un emballage (28), comprenant un système de couches (12)
qui comporte un substrat en papier (14) et une couche d'adhésif (16) disposée sur
une première face du substrat en papier (14),
caractérisée en ce que
la couche d'adhésif (16) présente, au moins dans certaines zones, une structure de
surface irrégulière avec des bosses relatives (20) et des creux (22) relatifs.
2. Bande déchirable (10) selon la revendication 1,
caractérisée en ce que
le substrat en papier (14) est compostable et/ou biologiquement dégradable et/ou le
substrat en papier (14) a un grammage compris entre 80 g/m2 et 200 g/m2, en particulier entre 100 g/m2 et 140 g/m2, et/ou le substrat en papier (14) a, dans une direction d'extension principale (H),
une stabilité d'au moins 75 N/15 mm, de préférence d'au moins 110 N/15 mm et/ou une
épaisseur comprise entre 100 µm et 250 µm, en particulier entre 150 µm et 200 µm.
3. Bande déchirable (10) selon la revendication 1 ou 2,
caractérisée en ce que
la première face et/ou la seconde face du substrat en papier (14) est gaufrée et/ou
blanchie et/ou colorée et/ou imprimée.
4. Bande déchirable (10) selon l'une des revendications 1 à 3,
caractérisée en ce que
la couche d'adhésif (16) est appliquée sur toute la surface ou dans certaines zones
sur la première face et/ou la couche d'adhésif (16) a un poids d'application compris
entre 15 g/m2 et 60 g/m2, en particulier entre 20 g/m2 et 30 g/m2, et/ou la couche d'adhésif (16) a une structure de surface régulière, en particulier
une structure de points et/ou une structure ondulée et/ou une structure linéaire et/ou
une structure pyramidale et/ou une structure pyramidale tronquée et/ou une structure
hexagonale et/ou une structure linéaire avec des alvéoles et/ou une structure en calotte.
5. Bande déchirable (10) selon la revendication 4,
caractérisée en ce que
la structure de surface de la couche d'adhésif (16) comporte, au moins dans certaines
zones, un élément de structure périodique, au moins un vecteur d'extension (V) de
la périodicité de l'élément de structure étant de préférence agencé de manière inclinée
par rapport à la direction d'extension principale (H) du substrat en papier (14).
6. Bande déchirable (10) selon l'une des revendications 1 à 5,
caractérisée en ce que
une couche de séparation (18) est disposée sur toute la surface ou dans certaines
zones sur la seconde face du substrat en papier (14), un poids d'application de la
couche de séparation (18) étant de préférence compris entre 0,1 g/m2 et 2,0 g/m2, en particulier entre 0,2 g/m2 et 1,0 g/m2.
7. Bande déchirable (10) selon l'une des revendications 1 à 6,
caractérisée en ce que
une bande de séparation est disposée sur une face de la couche d'adhésif (16) opposée
au substrat en papier (14).
8. Bande déchirable (10) selon l'une des revendications 1 à 7,
caractérisée en ce que
cette bande est enroulée sur une bobine (26) avec un enroulement de préférence trancané
et/ou est confectionnée sous forme de bobine plate.
9. Procédé pour fabriquer une bande déchirable (10) pour un emballage (28), dans lequel
un système de couches (12) est fabriqué en appliquant une couche d'adhésif (16) sur
une première face d'un substrat en papier (14),
caractérisé en ce que
la couche d'adhésif (16) est fabriquée au moins dans certaines zones avec une structure
de surface irrégulière ayant des bosses relatives (20) et des creux (22) relatifs.
10. Procédé selon la revendication 9,
caractérisé en ce que
le substrat en papier (14) est muni d'une structure de surface irrégulière avant l'application
de la couche d'adhésif (16) et/ou la structure de surface irrégulière est créée dans
la couche d'adhésif (16).
11. Procédé selon la revendication 9 ou 10,
caractérisé en ce que
la couche d'adhésif (16) est appliquée sur le substrat en papier (14) au moyen d'un
cylindre quadrillé, en particulier d'un cylindre hachuré.
12. Procédé selon l'une des revendications 9 à 11,
caractérisé en ce que
le substrat en papier (14) est pourvu d'une couche d'impression et/ou d'une couche
de séparation (18) sur une seconde face.
13. Procédé selon la revendication 12,
caractérisé en ce que
une couche de vernis est appliquée entre la couche d'impression et la couche de séparation
(18).
14. Procédé selon l'une des revendications 9 à 13,
caractérisé en ce que
la bande déchirable (10) est découpée en plusieurs bandes, de préférence par une découpe
aux ciseaux, les bandes ayant de préférence une largeur comprise entre 2 mm et 15
mm, en particulier entre 4 mm et 8 mm.
15. Emballage (28), comprenant au moins une bande déchirable (10) qui est formée selon
l'une des revendications 1 à 8 et/ou fabriquée au moyen d'un procédé selon l'une des
revendications 9 à 14.
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