[0001] Die Erfindung betrifft eine Bandtasche zur Aufnahme eines Bandteils, insbesondere
eine Kunststoffbandtasche zur Aufnahme rahmen- und/oder zargenseitiger Bandvorsprünge,
gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
[0002] Zudem betrifft die Erfindung eine Bohrschablone für eine Bandtasche, insbesondere
zur Führung eines Bohrers zum Bohren einer Montagebohrung für eine Bandtasche gemäß
Anspruch 10.
[0003] Weiter betrifft die Erfindung ein Set umfassend eine Bandtasche und eine Bohrschablone
gemäß Anspruch 14.
[0004] Nicht zuletzt betrifft die Erfindung ein Verfahren zur Herstellung einer Bandtasche
zur Aufnahme eines Bandteils, insbesondere eine Kunststoffbandtasche zur Aufnahme
rahmen- und/oder zargenseitiger Bandvorsprünge gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs
15.
[0005] Aus dem Stand der Technik sind verschiedene Bandtaschen bekannt.
[0006] Aus der
DE 7903745 U1 ist eine als Anschraubtasche zum Anschlagen eines Einbohrzapfenbandes bezeichnete
Bandtasche bekannt, mit einem Öffnungen zur Durchführung von Schrauben aufweisenden
plattenförmigen Steg, an den Steg angeformten, im Querschnitt kreisbogenförmigen Einsteckführungen
für die Zapfen und einer etwa parallel zum Steg angeordneten, von einer Klemmschraube
durchsetzten Klemmplatte, wobei die Klemmschraube in eine am Steg abgestützte Mutter
eingreift und ihr Kopf sich an der Klemmplatte abstützt, wobei die Anschraubtasche
mit Ausnahme von Klemmschraube und Mutter aus einem einzigen Strangpress-Profilteil
besteht, wobei die Einsteckführungen über die ganze Länge des Profilteils im Querschnitt
einen Winkel von wenigstens 300 Grad umfassen und unmittelbar in Steg und Klemmplatte
übergehen und die Klemmplatte den Öffnungen gegenüberliegende Schraublöcher aufweist.
[0007] Aus der
DE 202 04 010 U1 ist eine als Kunststoffanschraubtasche zur Aufnahme eines rahmen-bzw. zargenseitigen
Bandteils eines Türgelenks bezeichnete Bandtasche bekannt, wobei ein Dübel vorgesehen
ist, mittels dem die Kunststoffanschraubtasche im Mauerwerk verdübelbar ist.
[0008] Aus der
DE 10 2010 060 764 B3 ist eine als Anschraubtasche für die Aufnahme von Bandzapfen eines Türbandes bezeichnete
Bandtasche bekannt. Die Anschraubtasche umfasst einen Grundkörper aus Blech, der Führungen
für die Bandzapfen aufweist, und umfasst weiter eine Klemmanordnung zur Fixierung
der Bandzapfen in den Führungen. Durch umgeformte Abschnitte des Grundkörpers sind
augenförmige Öffnungen der Klemmanordnung gebildet, in welche jeweils ein Bandzapfen
einsteckbar ist, wobei ein unmittelbar auf die umgeformten Abschnitte wirkendes Zustellmittel
vorgesehen ist, um die Bandzapfen in den augenförmigen Öffnungen zu fixieren.
[0009] Aus der
DE 10 2012 100 310 B3 ist eine als Anschraubtasche für die Aufnahme von Bandzapfen eines Türbandes bezeichnete
Bandtasche mit einem Grundkörper aus Blech bekannt, wobei der Grundkörper Führungen
für die Bandzapfen aufweist, und mit einer Klemmanordnung zur Fixierung der Bandzapfen
in den Führungen. Durch umgeformte Abschnitte des Grundkörpers sind augenförmige Öffnungen
der Klemmanordnung gebildet, in welche jeweils ein Bandzapfen einsteckbar ist, wobei
ein unmittelbar auf die umgeformten Abschnitte wirkendes Zustellmittel vorgesehen
ist, um die Bandzapfen in den augenförmigen Öffnungen zu fixieren.
[0010] Aus der
EP 1 134 342 A2 ist eine als Scharnierhalter für Türen und Türrahmen oder ähnliche Einrichtungen
bezeichnete Bandtasche bekannt, mit einer in die Tür oder den Türrahmen einbaubaren
Stecktasche mit Tragröhrchen, in welche ein Scharnierelement steckbar ist. Die Stecktasche
ist als ein einstückiges Blechteil ausgebildet, in welchem die Tragröhrchen mit einer
sie verbindenden Steg sowie zwei Befestigungslaschen ausgeformt sind. Eine gegen die
Tragröhrchen andrückende Klemmschraube ist in einem Gewindeansatz des Stegs eingeschraubt.
Die Tragröhrchen sind über die scharnierseitige Außenkante des Stegs hinaus verlängert,
so dass sie im eingebauten Zustand spielfrei in Führungsbohrungen des Türrahmens hineinragen.
[0011] Aus der
DE 10 2018 122 142.8 A1 ist eine Bandtasche zur Aufnahme eines Bandteils bekannt, insbesondere eine Kunststoffbandtasche
zur Aufnahme rahmen- und/oder zargenseitiger Bandvorsprünge, umfassend eine Grundplatte
mit zwei Randbereichen und einem Mittelteil, wobei in dem Mittelteil die jeweilige
Bandaufnahme für den korrespondierenden Bandvorsprung und eine Klemmaufnahme zur Aufnahme
einer mit der Bandaufnahme zusammenwirkenden Klemmeinrichtung zur Klemmung des jeweiligen
aufgenommenen Bandvorsprungs vorgesehen ist, wobei der Mittelteil gegenüber den Randbereichen
erhaben ausgebildet ist, sodass die Randbereiche zumindest mit einer Seite gegenüber
der gleichorientierten Seite des Mittelteils versetzt angeordnet sind.
[0012] Es ist eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine verbesserte Bandtasche, eine
verbesserte Bohrschablone, ein Set mit Bandtasche und Bohrschablone und ein Verfahren
zur Herstellung der Bandtasche zu schaffen, bei dem einerseits ein verbessertes Halten
eines Bandes gewährleistet ist und insbesondere eine Anbringung an einer Struktur
wie einem Mauerwerk stabiler ist und andererseits bei dem eine verbesserte Führung
für das Anbringen von Bohrlöchern gewährleistet ist, auch bei nicht senkrecht oder
waagerecht verlaufenden Bohrlöchern. Insbesondere ist es eine Aufgabe der vorliegenden
Erfindung, eine Bandtasche samt Bohrschablone so zu gestalten, dass ein verbessertes
Halten eines Bandes realisierbar ist.
[0013] Diese und weitere Aufgaben werden gelöst durch eine Bandtasche nach Anspruch 1, eine
Bohrschablone nach Anspruch 10, ein Set nach Anspruch 14 und ein Verfahren zur Herstellung
einer Bandaufnahme nach Anspruch 15.
[0014] Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind in den abhängigen Ansprüchen angegeben
oder werden nachstehend im Zusammenhang mit der Beschreibung der Figuren angegeben.
[0015] Die Erfindung schließt die technische Lehre ein, dass bei einer Bandtasche zur Aufnahme
eines Bandteils, insbesondere eine Kunststoffbandtasche zur Aufnahme rahmen- und/oder
zargenseitiger Bandvorsprünge, mit einem Bandaufnahmebereich zur Aufnahme der Bandvorsprünge
und einem Befestigungsbereich zur Befestigung der Bandtasche an einer Struktur, wobei
der Befestigungsbereich einen Mittelteil und zwei daran angrenzende Flügelteile aufweist,
vorgesehen ist, dass der Mittelteil mindestens eine Durchgangsöffnung zur Befestigung
der Bandtasche an der Struktur mittels durch die Durchgangsöffnung durchragenden Befestigungsmitteln
aufweist. Die Bandtasche weist zwei Flügelteile auf. Die Flügelteile weisen Durchgangsöffnungen
auf, mit denen sich die Bandtasche über entsprechende Verbindungsmittel an einer Struktur
befestigen lässt. Die Struktur ist beispielsweise ein Mauerwerk, ein Rahmen und dergleichen.
Vorzugsweise weist jeder Flügelteil mindestens eine Durchgangsöffnung, vorzugsweise
zwei Durchgangsöffnungen auf. Die Durchgangsöffnungen weisen bevorzugt eine kreiszylindrische
Form auf. Diese kreiszylindrische Form ist insbesondere vorteilhaft für eine Schraubverbindung.
[0016] Um eine verbesserte Befestigung zu realisieren, ist in dem Mittelteil eine weitere
Durchgangsöffnung ausgebildet. Die Durchgangsöffnung ist ebenfalls für eine Schraubverbindung
eingerichtet. Hierzu weist die Durchgangsöffnung einen kreiszylindrischen Durchgangsabschnitt
auf. Andere Querschnittsformen des den Durchgangsabschnitt bildenden Zylinders sind
denkbar. Der, vorzugsweise kreiszylindrische, Durchgangsabschnitt ist vorzugsweise
in einer Längsrichtung, das heißt in einer Richtung, in der die Bandvorsprünge in
den Bandaufnahmebereich ragen, außermittig in dem Mittelteil angeordnet. Insbesondere
ist der, vorzugsweise kreiszylindrische, Durchgangsabschnitt näher in dem Mittelteil
zu den Eintrittsöffnungen des Bandaufnahmebereichs angeordnet als zu dem den Eintrittsöffnungen
des Bandaufnahmebereichs gegenüberliegenden Ende der Bandtasche. Durch die in Längsrichtung
außermittige Anordnung in dem Mittelteil ist eine verbesserte Schraubverbindung an
einer Struktur realisierbar. In eine Richtung quer zu der Längsrichtung, insbesondere
senkrecht zu der Längsrichtung, somit in eine Querrichtung, ist der Durchgangsabschnitt
und/oder die Durchgangsöffnung vorzugsweise mittig in dem Mittelteil angeordnet. In
anderen Ausgestaltungen lässt sich auch eine außermittige Anordnung realisieren. Eine
mittige Anordnung in Querrichtung ist bevorzugt. Die Bandtasche lässt sich über Verbindungsmittel
mit der Struktur verbinden. Hierzu sind in der Struktur Montagebohrungen vorzusehen.
Die Montagebohrungen lassen sich bevorzugt mit einer Bohrschablone realisieren. Insbesondere
die für die Durchgangsöffnung im Mittelteil vorgesehene Montagebohrung in der Struktur
lässt sich bevorzugt mit einer Bohrschablone realisieren, da diese schräg verlaufend
ausgeführt wird.
[0017] In einer weiteren Ausführungsform ist vorgesehen, dass der Mittelteil einen vertieften
Abschnitt aufweist und die Durchgangsöffnung in dem vertieften Abschnitt ausgebildet
ist. Der Mittelteil weist in einer Ausführungsform einen vertieften Abschnitt auf,
der von einer Art Rand umgeben ist. Der Rand wird seitlich, also in Querrichtung,
durch die sich in Längsrichtung über die Bandtasche erstreckenden Bandaufnahmen gebildet.
Die Bandaufnahmen sind etwa hohlzylindrisch ausgebildet, mit einer im Querschnitt
etwa kreisförmigen Aufnahmeöffnung. Der Mantel, der die Aufnahmeöffnungen umgibt,
bildet den seitlichen Rand um den Mittelteil, genauer den vertieften Abschnitt des
Mittelteils aus. Der vertiefte Abschnitt bildet somit einen vertieften Mittelteil
aus. Endseitig, das heißt in Längsrichtung entfernt von der fronseitigen Eintrittsöffnung
der Aufnahmeöffnungen, ist der Rand durch einen gegenüber dem vertieften Mittelteil
erhaben Rand gebildet, der sich in Querrichtung zwischen den Mänteln der Aufnahmeöffnungen
erstreckt. An dem in Längsrichtung dem endseitigen Rand gegenüberliegend ist ebenfalls
ein den Mittelteil begrenzender Rand ausgebildet. Dieser wird durch einen Bereich
für eine Klemmung gebildet. In dem so umrandeten Bereich ist die Durchgangsöffnung
mit dem, vorzugsweise kreiszylindrischen, Durchgangsabschnitt angeordnet. Durch eine
Anordnung in dem Mittelteil ist die Materialstärke, die von dem Durchgangsabschnitt
durchdrungen wird, geringer als beispielsweise an dem Flügelteil oder an einem der
Ränder.
[0018] Zudem ist in einer Ausführungsform vorgesehen, dass die Durchgangsöffnung und/oder
der Durchgangsabschnitt näher an dem angrenzenden Bandaufnahmebereich als an dem dem
Bandaufnahmebereich gegenüberliegenden Ende des Befestigungsbereichs angeordnet ist.
In Längsrichtung ist die Durchgangsöffnung und/oder der, vorzugsweise kreiszylindrische,
Durchgangsabschnitt weiter entfernt von dem endseitigen Rand als von dem dem endseitigen
Rand gegenüberliegenden Rand, dem vorderen Rand. Hierdurch ist eine verbesserte Befestigung
realisierbar. Die Durchgangsöffnung und/oder der Durchgangsabschnitt ist möglichst
nahe an dem dem endseitigen Rand gegenüberliegenden Rand, dem vorderen Rand, angeordnet.
Vorzugsweise ist die gesamte Durchgangsöffnung und/oder der Durchgangsabschnitt in
Längsrichtung in der vorderen Hälfte des vertieften Mittelteils angeordnet. Weiter
bevorzugt grenzt die Durchgangsöffnung und/oder der Durchgangsabschnitt unmittelbar,
zumindest aber in einem Abstand in Längsrichtung nahe an dem vorderen Rand an. Der
Abstand zum vorderen Rand ist vorzugsweise kleiner als 50%, weiter bevorzugt kleiner
als 40%, noch weiter bevorzugt kleiner als 30% und am meisten bevorzugt kleiner als
25% des Abstandes zum endseitigen Rand in Längsrichtung. In einer Ausführungsform
ragt die Durchgangsöffnung zumindest teilweise in den vorderen Rand hinein.
[0019] In einer Ausgestaltung der vorliegenden Erfindung ist vorgesehen, dass die Durchgangsöffnung
gestuft mit mindestens einer zwischen einer Eintrittsöffnung und einer Austrittsöffnung
der Durchgangsöffnung liegenden Stufe ausgebildet ist. Die Bandtasche ist vorzugsweise
als Spritzgussteil ausgebildet. Die Ausbildung der Durchgangsöffnung erfolgt in einer
vorteilhaften Ausgestaltung zweistufig. In anderen Ausführungsformen kann die Durchgangsöffnung
auch mehrstufig ausgeführt sein. Bevorzugt ist eine zweistufige Ausführung. Die zwei
Stufen liegen in einer Ausführungsform in einer Ebene. Hierbei weist die Durchgangsöffnung
einen oberen Teil, benachbart zu der den Rand aufweisenden Oberseite des Mittelteils
und einen unteren Teil, benachbart zu der der Oberseite gegenüberliegenden Unterseite
des Mittelteils. Der obere Teil ist, zumindest in Längsrichtung, versetzt zu dem unteren
Teil ausgebildet. In einer Ausgestaltung kann der obere Teil in Längsrichtung und
in Querrichtung versetzt zu dem unteren Teil ausgebildet sein. Bevorzugt ist der obere
Teil der Durchgangsöffnung in Längsrichtung versetzt zu dem unteren Teil der Durchgangsöffnung
angeordnet. Der Versatz des oberen Teils und des unteren Teils der Durchgangsöffnung
ist derart bemessen, dass die aneinander angrenzenden Teile in axialer Richtung der
Durchgangsöffnung einen überlappenden und einen sich nicht überlappenden Bereich aufweisen.
Der sich überlappende Bereich ist der Durchgangsabschnitt. Der sich nicht überlappende
Bereich bildet jeweils eine Stufe aus und bildet somit einen sacklochartigen Öffnungsbereich
aus. In Längsrichtung grenzen die Öffnungsbereiche und der Durchgangsabschnitt unmittelbar
aneinander an, sodass in dem Übergangsbereich von Durchgangsabschnitt und jeweiligem
Öffnungsbereich-- mit Ausnahme der Stufe - keine Abgrenzung ausgebildet ist. Die Stufung
kann in Tiefenrichtung, das heißt in der Richtung, in der die Materialstärke des Mittelteils
bemessen ist, auf einem unterschiedlichen Niveau ausgebildet sein. In einer Ausführungsform
erfolgt die Stufung etwa mittig, sodass der obere Teil und der untere Teil der Durchgangsöffnung
den Mittelteil bzw. die Materialstärke des Mittelteils gleich weit in Tiefenrichtung
durchdringen. In anderen Ausführungsformen können unterschiedliche Verhältnisse der
Durchdringung des oberen Teils durch den Mittelteil zu der Durchdringung des unteren
Teils durch den Mittelteil vorgesehen sein, beispielsweise in einem Verhältnis von
1,1: 0,9 - 1,33:0,67 - 1,5:0,5 - 1,75:0,25 oder in einem beliebig anderen Verhältnis.
Hier ist das Verhältnis entsprechend der spritzgusstechnischen Gegebenheiten beliebig
einstellbar. Bevorzugt ist eine mittige Abstufung.
[0020] Auch ist in einer Ausführungsform vorgesehen, dass die Durchgangsöffnung in dem Bereich
von der Eintrittsöffnung und der Stufe und/oder in dem Bereich von der Austrittsöffnung
und der Stufe als Langloch ausgebildet ist. Um die Stufung auszubilden, ist zumindest
der obere Teil, bevorzugt sowohl der obere Teil als auch der untere Teil der Durchgangsöffnung
als Langloch ausgebildet. Die Langlöcher können unterschiedlich ausgebildet sein,
beispielsweise in Abweichung der Achsen zueinander, Länge, Breite und/oder Tiefe.
Bevorzugt ist, dass die Langlöcher gleich ausgebildet sind. Die Langlöcher liegen
mit Ihrer Mittelachse bevorzugt auf der Längsachse der Bandtasche. Die Erstreckung
der Langlöcher in Längsrichtung ist bevorzugt gleich. Die Erstreckung quer, genauer
senkrecht zu der Längsrichtung, somit in Querrichtung ist gleich. Der Mittelpunkt
der Langlöcher ist in Längsrichtung versetzt angeordnet. Die Langlöcher überlappen
sich somit nicht über ihren gesamten Durchgangsabschnitt, sondern lediglich mit einem
Überlappungsbereich, welcher dann den Durchgangsabschnitt ausbildet. Der Versatz ist
dabei so ausgebildet, dass der untere Teil näher an dem vorderen Rand angeordnet ist
als der obere Teil, betrachtet in Längsrichtung startend von dem endseitigen Rand.
Dabei kann der untere Teil sogar in den vorderen Rand hineinragen, um den Durchgangsabschnitt
möglichst weit an den vorderen Rand zu verlagern. Der obere Teil grenzt in Längsrichtung
maximal an den vorderen Rand an. Bevorzugt weist der obere Teil in Längsrichtung einen
Abstand zu dem vorderen Rand auf. Die Langlöcher sind derart angeordnet, dass der
Durchgangs Durchgangsabschnitt möglichst nahe an dem vorderen Rand in Längsrichtung
angeordnet ist. Maximal grenzt der Durchgangsabschnitt an dem vorderen Rand an. Bevorzugt
weist der Durchgangsabschnitt in Längsrichtung einen Abstand zu dem vorderen Rand
auf. Der Abstand des Durchgangsabschnitts zu dem vorderen Rand liegt bevorzugt in
dem Bereich von 0,1 mm bis 20 mm, weiter bevorzugt von 0,15 mm bis 15 mm und am meisten
bevorzugt von 0,2 mm bis 10 mm. Andere Abstände sind je nach Abmessung der Bandtasche
möglich.
[0021] Zudem sieht eine Ausgestaltung vor, dass die Stufe in Richtung von der Eintrittsöffnung
oder der Oberseite des Mittelteils in Richtung Stufe betrachtet, unterschiedlich zu
der Stufe in Richtung von der Austrittsöffnung in Richtung Stufe betrachtet ausgebildet
ist. In einer bevorzugten Ausführungsform ist der obere Teil der Durchgangsöffnung
in Längsrichtung näher zu dem endseitigen Rand angeordnet als der untere Teil der
Durchgangsöffnung. Beim Blick von Oberseite in Richtung Unterseite ist eine Stufe
erkennbar. Die erkennbare Stufe ist näher zu dem endseitigen Rand als zu dem vorderen
Rand angeordnet. Durch diese Anordnung lässt sich eine Schraube schräg in die Durchgangsöffnung
einsetzen. Beim Anziehen der Schraube richtet diese sich dann auf, sodass sie den
Durchgangsabschnitt axial durchdringt. Das Einschrauben ist durch diese Ausführung
erleichtert. Die Schraube wird dann weiter in die jeweilige Montagebohrung in der
Struktur, ggf. über weitere Verbindungsmittel wie in der Montagebohrung vorgesehene
Dübel oder dergleichen, eingedreht.
[0022] Weiter sieht eine Ausgestaltung vor, dass die Durchgangsöffnung mit der Stufe durch
zwei von unterschiedlichen Seiten versetzt zueinander eingebrachte Langlöcher ausgebildet
ist, wobei die Langlöcher zur Ausbildung der Durchgangsöffnung einen sich überlappenden,
den Durchgang ermöglichen Durchgangsabschnitt ausbilden. Dieser überlappende Bereich
bildet den Durchgangsabschnitt auf. Dieser ist bevorzugt als Kreiszylinder ausgebildet.
Je nach Versatz der Langlöcher zueinander, lassen sich auch andere Formen für den
Durchgangsabschnitt ausbilden.
[0023] Außerdem ist in einer vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung vorgesehen, dass
das die Eintrittsöffnung bildende Langloch gegenüber dem die Austrittsöffnung bildenden
Langloch in eine Aufnahmerichtung weiter entfernt von dem vorderen Bereich (Eintrittsöffnung)
Bandaufnahmebereich entfernt ist. Der obere Teil der Durchgangsöffnung ist in Längsrichtung
näher zu dem endseitigen Rand angeordnet als der untere Teil der Durchgangsöffnung.
Der Durchgangsabschnitt ist vorzugsweise senkrecht zu der Oberseite und/oder der Unterseite
des Mittelteils ausgerichtet.
[0024] Nicht zuletzt sieht eine Ausgestaltung der vorliegenden Erfindung vor, dass in eine
Richtung senkrecht zu der Aufnahmerichtung die beiden Langlöcher nicht versetzt zueinander
ausgebildet sind. Die Langlöcher sind somit mit Ihrer Längsachse in Längsrichtung
in axialer Verlängerung angeordnet. Vorzugsweise liegen beide Langlöcher mit Ihrer
Längsachse mittig in dem Mittelteil, weichen also in Querrichtung nicht aus der Mitte
ab.
[0025] Die Langlöcher sind so angeordnet, dass sich ein ungestufter Durchgangsabschnitt
über die gesamte Materialstärke des Mittelteils ergibt. Seitlich zu dem Durchgangsabschnitt
sind gestufte Öffnungen ausgebildet, die eine Art Sackloch ausbilden, somit eine Öffnung
mit einem Boden ausbilden, betrachtet jeweils in eine Draufsicht bzw. Unteransicht.
Der ungestufte Durchgangsabschnitt ist vorzugsweise als Kreiszylinder ausgebildet.
Der Kreiszylinder weist in einer Draufsicht, das heißt axial zu der Kreiszylinderachse
einen kreisförmigen Querschnitt auf. Die gestuften Öffnungen sind jeweils in eine
Längsrichtung des Langlochs mit einer etwa gleichbreiten Stufe ausgebildet und bilden
somit spiegelsymmetrisch ausgebildete Öffnungen aus. In einer Ausführungsform weist
die Bandtasche eine Schraube auf, welche durch den Durchgangsabschnitt ragt. In anderen
Ausführungsformen sind andere Verbindungsmittel vorgesehen. In einer Ausführungsform
weist die Durchgangsöffnung an der Oberseite und/oder an der Unterseite eine Fase
auf. In weiteren Ausführungsformen weist die Oberseite und/oder die Unterseite eine
um die Durchgangsöffnung liegende Vertiefung auf. Diese Vertiefung kann beispielsweise
für einen Schraubenkopf, eine Unterlegscheibe oder dergleichen geeignet sein.
[0026] Weiter schließt die Erfindung die technische Lehre ein, dass bei einer Bohrschablone
für eine Bandtasche, insbesondere zur Führung eines Bohrers zum Bohren einer Montagebohrung
für eine Bandtasche, vorgesehen ist, dass umfasst sind: ein als Winkel ausgebildeter
Basiskörper, mit einer Innenseite und einer Außenseite, wobei an der Außenseite ein
von der Außenseite abragender Positionierabschnitt ausgebildet ist, um die Bohrschablone
für ein Bohren zu positionieren, und wobei an der Innenseite ein abragender Führungsabschnitt
ausgebildet ist, um den Bohrer zu führen, wobei der Positionierabschnitt zapfenartig
ausgebildet ist und in einem ersten Winkel von der Außenseite abragt und wobei der
Führungsabschnitt rohrförmig von der Innenseite in einem zweiten Winkel abragt und
eine Durchgangsöffnung, welche den Basiskörper durchdringt, wobei der erste Winkel
und der zweite Winkel schräg zueinander ausgerichtet sind. Die Bohrschablone ist für
die hier beschriebene Bandtasche zur Aufnahme eines Bandteils, insbesondere eine Kunststoffbandtasche
zur Aufnahme rahmen- und/oder zargenseitiger Bandvorsprünge ausgebildet, mit einem
Bandaufnahmebereich zur Aufnahme der Bandvorsprünge und einem Befestigungsbereich
zur Befestigung der Bandtasche an einer Struktur, wobei der Befestigungsbereich einen
Mittelteil und zwei daran angrenzende Flügelteile aufweist, vorgesehen ist, dass der
Mittelteil mindestens eine Durchgangsöffnung zur Befestigung der Bandtasche an der
Struktur mittels durch die Durchgangsöffnung durchragenden Befestigungsmitteln aufweist.
Die Bandtasche weist zwei Flügelteile auf. Die Flügelteile weisen Durchgangsöffnungen
auf, mit denen sich die Bandtasche über entsprechende Verbindungsmittel an einer Struktur
befestigen lässt. Dabei werden Schrauben durch die Durchgangsöffnungen in die Montagebohrungen
in der Struktur geführt. Die Struktur ist beispielsweise ein Mauerwerk, ein Rahmen
und dergleichen. Vorzugsweise weist jeder Flügelteil mindestens eine Durchgangsöffnung,
vorzugsweise zwei Durchgangsöffnungen auf. Die Durchgangsöffnungen weisen bevorzugt
eine kreiszylindrische Form auf. Diese kreiszylindrische Form ist insbesondere vorteilhaft
für eine Schraubverbindung.
[0027] In einer Ausführungsform ist vorgesehen, dass der als Winkel ausgebildete Basiskörper
einen ersten Schenkelabschnitt und einen zweiten Schenkelabschnitt aufweist, wobei
die beiden Schenkelabschnitte rechtwinklig zueinander ausgerichtet sind, um so eine
Anlagefläche auszubilden.
[0028] Die Bohrschablone weist einen Basiskörper auf. Der Basiskörper ist als Winkel ausgebildet.
Zur Ausformung des Winkels sind ein erster Schenkelabschnitt und ein zweiter Schenkelabschnitt
vorgesehen. Die Schenkelabschnitte sind miteinander verbunden, sodass diese einen
Winkel bilden. In einer Ausführungsform sind die Schenkelabschnitte so miteinander
verbunden, dass sich der Winkel verändern lässt. Hierzu sind die Schenkelabschnitte
verschwenkbar miteinander verbunden. In einer bevorzugten Ausführungsform ist der
Basiskörper einteilig, insbesondere als Spritzgussteil, vorzugsweise als Kunststoffspritzgussteil
ausgebildet. Hierbei sind die Schenkelabschnitte fest miteinander, insbesondere integriert
oder einteilig, ausgebildet. Vorzugsweise sind die Schenkelabschnitte rechtwinklig
zueinander ausgebildet. Der Basiskörper und somit die Schenkelabschnitte weisen einen
Innenseite und eine Außenseite auf. Vorzugsweise ist die Außenseite für eine Anlage
an ein Objekt ausgebildet. Das Objekt ist für die Befestigung der Bandtasche vorgesehen.
Vorzugsweise ist ein Abschnitt der Außenseite des ersten Schenkelabschnitts und ein
Abschnitt des zweiten Schenkelabschnitts für eine Anlage an einem Objekt, genauer
an einem winkligen Abschnitt des Objekts, vorgesehen. Der winklige Abschnitt des Objekts
entspricht dem winkligen Abschnitt der Bohrschablone. Zur weiteren Positionierung
der Bohrschablone ist eine Positionierabschnitt vorgesehen. Dieser ragt von der Außenseite
eines Schenkelabschnitts ab. Der Positionierabschnitt ist zum Einfügen in eine Ausnehmung
des Objekts, an dem die Bandtasche zu befestigen ist, vorgesehen. Die Kontur der Ausnehmung
sowie die Kontur des Positionierabschnitts sind vorzugsweise komplementär ausgebildet,
sodass der Positionierabschnitt passend in der Ausnehmung aufnehmbar ist. Der Positionierabschnitt
ist vorzugsweise zapfenartig ausgebildet. Der Zapfen weist eine im Wesentlichen zylindrische
oder konische Grundform auf. An der Grundform können Ausnehmungen, Anformungen oder
andere Bearbeitungen vorgenommen sein. Vorzugsweise ragt der Positionierabschnitt
in einem ersten Winkel von der Außenseite ab, wobei der erste Winkel bevorzugt ein
rechter Winkel ist. Der Positionierabschnitt kann beweg- und/oder verstellbar an dem
Basiskörper angeordnet sein. Bevorzugt ist der Positionierabschnitt integriert und/oder
einteilig mit dem Basiskörper ausgebildet. Für das Anbringen der Bohrung ist weiter
ein Führungsabschnitt an dem Basiskörper angebracht. Der Führungsabschnitt ist rohrförmig
ausgebildet und ragt von der Innenseite in einem zweiten Winkel von dem Basiskörper
ab. In einer Ausführungsform ist der Führungsabschnitt zumindest hinsichtlich des
Winkels verstellbar ausgeführt. Vorzugsweise ist der Führungsabschnitt integriert
und/oder einteilig mit dem Basiskörper ausgebildet. Der Führungsabschnitt weist eine
Durchgangsöffnung auf, mit welcher ein Bohrer führbar ist. Die Durchgangsöffnung durchdringt
dabei den Basiskörper, sodass der Bohrer innenseitig in die Durchgangsöffnung einführbar
ist und die Bohrung außenseitig durch den Bohrer herstellbar ist. Der erste Winkel
und der zweite Winkel bzw. der zweite Winkel und die Innenseite und/oder die Außenseite
sind schräg zueinander angeordnet. Das heißt, die Durchgangsöffnung verläuft weder
parallel noch senkrecht zu der Innenseite, der Außenseite und/oder dem Positionierabschnitt,
genauer dessen Achse(n).
[0029] In einer weiteren Ausführungsform ist vorgesehen, dass der Schenkelabschnitt, von
dem der Positionierabschnitt abragt, größer bemessen ist als der andere Schenkelabschnitt.
Insbesondere ist Schenkelabschnitt in seiner Länge größer als der andere Schenkelabschnitt,
wobei die Länge gemessen wird von dem Verbindungsbereich der Schenkelabschnitte zu
deren entlegenem oder weit entferntesten Ende des jeweiligen Schenkelabschnitts von
dem Verbindungsbereich. In dem Verbindungsbereich weisen die beiden Schenkelabschnitte
in etwa die gleiche Breite auf, sodass in dem Verbindungsbereich kein Vorsprung an
den beiden Schenkelabschnitten erzeugt ist. Bevorzugt sind die beiden Schenkelabschnitte
in dem Verbindungsbereich gleich dick ausgebildet. Die Schenkelabschnitte können in
deren Längsrichtung hinsichtlich Dicke und Breite variieren. Dabei weist der eine
Schenkelabschnitt eine größere Oberfläche, ein größeres Volumen und/oder ein höheres
Gewicht als der andere Schenkelabschnitt auf. Die Schenkelabschnitte können weitere
abragende Anformungen und/oder Ausformungen aufweisen. Vorzugsweise weisen die Schenkelabschnitte
keine weiteren Anformungen und/oder Ausformungen auf. Bevorzugt ist der Führungsabschnitt
derart bemessen, dass dieser länger ausgebildet ist, als der kleinere Schenkelabschnitt
und so über diesen in dessen Längsrichtung herausragt.
[0030] Es ist vorzugsweise vorgesehen, dass der erste Winkel als rechter Winkel ausgebildet
ist. Der Zapfen ragt somit in einem rechten Winkel von der Außenseite des größeren
Schenkelabschnitts hervor. Dabei ist die Erstreckung, in welche der Positionierabschnitt
hervorragt, derart bemessen, dass ein sicherer Halt in einer Bohrung oder einer anderen
korrespondierenden Aufnahme gewährleistet ist. Zur einfacheren Positionierung weist
der Positionierabschnitt einen kreisförmigen Querschnitt oder allgemein einen für
eine Rotation in der Ausnehmung geeigneten Querschnitt auf. Hierdurch ist ein einfaches
Positionieren der Bohrschablone möglich.
[0031] Wiederum ist in einer Ausführungsform vorgesehen, dass der zweite Winkel schräg zu
dem ersten Winkel ausgebildet ist, insbesondere in einem Bereich von 10 bis 80°. Vorzugsweise
ist der Winkel in einem Bereich von 15° bis 75°, noch weiter bevorzugt von 20° bis
70° und am meisten bevorzugt von 25° bis 65° ausgebildet. In einer Ausführungsform
ist der Winkel etwa um die 60° plus minus 10° ausgebildet. Die Bohrschablone ist insbesondere
für das Anbringen von schrägen Bohrungen vorgesehen. Dabei ist der Winkel des Führungsabschnitts
an die für die Bandtasche erforderliche Bohrung ausgebildet.
[0032] Auch ist vorgesehen, dass von der Außenseite des Führungsabschnitts und/oder der
Innenseite des Basiskörpers ein Versteifungsabschnitt abragt. Der Versteifungsabschnitt
ist etwa stegartig ausgeführt. Er erstreckt sich vorzugsweise entlang der Außenseite
des Führungsabschnitts zu dessen Enden und entlang der Innenseite zu dem Ende des
größeren Schenkelabschnitts. Dabei verringert der Versteifungsabschnitt seinen Breite,
sodass in einer Seitenansicht ein etwa dreieckiger Versteifungsabschnitt realisiert
ist.
[0033] Bevorzugt ist vorgesehen, dass der Versteifungsabschnitt sich verjüngend über eine
Länge des größeren Schenkelabschnitts erstreckt.
[0034] Auch sieht eine Ausführungsform vor, dass der größere Schenkelabschnitt sich verjüngend
ausgebildet ist. Hierbei verjüngt sich der größere Schenkelabschnitt insbesondere
in seiner Breite, somit quer zu der Erstreckung von dem Verbindungsbereich hin zum
entferntesten Ende von Verbindungsbereich. In einer Draufsicht ergibt sich so etwa
ein trapezförmiger Schenkelabschnitt.
[0035] Wiederum eine Ausführungsform sieht vor, dass die Durchgangsöffnung in beide Schenkelabschnitte
mündet. Der Führungsabschnitt ist derart angeordnet, dass die Durchgangsöffnung in
Richtung Verbindungsbereich verläuft und dabei sowohl einen Teil des größeren Schenkelabschnitts
als auch einen Teil des kleineren Schenkelabschnitts durchdringt. Somit kann eine
Bohrung aus dem Verbindungsbereich in das Objekt eingebracht werden.
[0036] Nicht zuletzt sieht eine Ausführungsform vor, dass der Positionierabschnitt an einer
Seite mit einer Schräge abgeschrägt ausgebildet ist. Für ein besseres Positionieren
weist der Positionierabschnitt eine sich von der der Außenseite abgewandten Stirnseite
in Richtung Außenseite erstreckende Abschrägung. Die abgeschrägte Fläche weist dabei
von dem kleinere Schenkelabschnitt weg. Die Abschrägung erstreckt sich vorzugsweise
von der Stirnseite hin zu der Außenseite. Der Winkel der Abschrägung kann beliebig
gewählt werden. Bevorzugt ist die Abschrägung in einem Winkel von größer 60° ausgebildet
[0037] Weiter schließt die Erfindung die technische Lehre ein, dass bei einem Set vorgesehen
ist, dass dieses eine hier beschriebene Bandtasche und eine hier beschriebene Bohrschablone
umfasst. Um die Bandtasche korrekt zu montieren, ist die Bohrschablone vorgesehen.
Mit dieser lassen sich die Montagebohrungen für die Bandtasche in korrekter Weise
wiederholt durchführen. Als Anordnung in einem Set ist sichergestellt, dass die Bandtasche
korrekt montierbar ist. Neben der Bandtasche oder mehreren Bandtaschen und einer oder
mehrerer Bohrschablonen können weitere Bauteile in dem Set umfasst sein. Beispielsweise
kann das Set weiter Verbindungsmittel wie Schrauben, Werkzeuge wie Bohrer und/oder
weitere für die Montage hilfreiche Mittel umfassen. Auch können in dem Set Teile der
Struktur vorgesehen sein, die beispielsweise im Zusammenwirken mit einem Mauerwerk
zur Befestigung der Bandtasche dienen, beispielsweise Verstärkungen zur Unterstützung
des Mauerwerks etc.
[0038] Die Erfindung schließt auch die technische Lehre ein, dass bei einem Verfahren zur
Herstellung einer Bandtasche zur Aufnahme eines Bandteils, insbesondere einer Kunststoffbandtasche
zur Aufnahme rahmen- und/oder zargenseitiger Bandvorsprünge, insbesondere einer hier
beschriebenen Bandtasche, vorgesehen ist, dass die Bandtasche als Spritzgussteil ausgebildet
wird, wobei eine Durchgangsöffnung in einem vertieften Mittelteil eines Befestigungsbereichs
durch zwei von unterschiedlichen Seiten in eine Aufnahmerichtung versetzt zueinander,
dabei einen sich überlappenden Durchgangsabschnitt ausbildenden Langlöcher zur Ausbildung
einer mindestens eine Stufe aufweisenden Durchgangsöffnung gebildet wird. Die Herstellung
wird schieberfrei durchgeführt. Um die Durchgangsöffnung und/oder den Durchgangsabschnitt
in dem Mittelteil möglichst nahe an dem vorderen Rand anzuordnen, ist die gestufte
Anordnung mit zwei Langlöchern vorteilhaft. Statt einer kreiszylindrischen Durchgangsöffnung
werden zwei zumindest in Längsrichtung zueinander versetzte Langlöcher vorgesehen.
Durch den Versatz lässt sich eine Schraube schräg in die Durchgangsöffnung einsetzen
und dann beim Anziehen senkrecht durch die Durchgangsöffnung ragt. In einer weiteren
Ausführungsform weist die Bandtasche ein Bandteil auf. Die Bandtasche wird an einer
Struktur befestigt. Dies erfolgt vorzugsweise über eine geeignete Verbindung. Für
die Verbindung weist die Bandtasche entsprechende Durchgangsöffnungen auf. Die Struktur
weist korrespondierende Bohrlöcher oder Montagebohrungen auf. Die Montagebohrungen
werden mit einer hier beschriebenen Bohrschablone in die Struktur eingebracht. Durch
entsprechende Verbindung beispielsweise mittels Schrauben, welche durch die Durchgangsöffnungen
in die Montagebohrungen dringen, lässt sich eine geeignete Verbindung realisieren.
[0039] Zudem schließt die Erfindung die technische Lehre ein, dass bei einer Verwendung
einer Borschablone zur Montage einer Bandtasche, insbesondere zur Erzeugung einer
Bohrung zur Befestigung der Bandtasche, vorgesehen ist, dass mittels der Bohrschablone
das Bohrloch für die Montage der Bandtasche gesetzt wird. Das Bohrloch für die Montage,
also die Montagebohrung, wird in dem Mauerwerk erzeugt. Die Bandtasche erfordert zu
deren Befestigung zumindest eine schräge Bohrung. Entsprechend ist die Bohrschablone,
genauer deren Führungsabschnitt ausgebildet. Der Führungsabschnitt ermöglicht ein
schräges Bohren, sodass die Bandtasche an einem Objekt zumindest über diese schräg
verlaufende Bohrung befestigbar, insbesondere an dem Mauerwerk oder allgemein der
Struktur befestigbar, ist.
[0040] Sämtliche Ausführungsformen und/oder Merkmale der Ausführungsformen wie vorstehend
aufgeführt können in einer einzigen und/oder gemeinsamen Ausführungsform realisiert
sein oder in unterschiedlichen Ausführungsformen.
[0041] Die Ausführungsform ist insbesondere auf eine Bandtasche mit einem Befestigungsloch
vorgesehen. Zur Verdeutlichung ist die Bandtasche im Folgenden näher beschrieben.
[0042] Um eine verbesserte Befestigung zu realisieren, weist die Bandtasche in dem Mittelteil
eine weitere Durchgangsöffnung auf. Die Durchgangsöffnung ist ebenfalls für eine Schraubverbindung,
insbesondere für eine Schraubvorrichtung mit einer Struktur, eingerichtet. Hierzu
weist die Durchgangsöffnung einen kreiszylindrischen Durchgangsabschnitt auf. Andere
Querschnittsformen des den Durchgangsabschnitt bildenden Zylinders sind denkbar. Der,
vorzugsweise kreiszylindrische, Durchgangsabschnitt ist vorzugsweise in einer Längsrichtung,
das heißt in einer Richtung, in der die Bandvorsprünge in den Bandaufnahmebereich
ragen, außermittig in dem Mittelteil angeordnet. Insbesondere ist der, vorzugsweise
kreiszylindrische, Durchgangsabschnitt näher in dem Mittelteil zu den Eintrittsöffnungen
des Bandaufnahmebereichs angeordnet als zu dem den Eintrittsöffnungen des Bandaufnahmebereichs
gegenüberliegenden Ende der Bandtasche. Durch die in Längsrichtung außermittige Anordnung
in dem Mittelteil ist eine verbesserte Schraubverbindung an einer Struktur realisierbar.
In eine Richtung quer zu der Längsrichtung, insbesondere senkrecht zu der Längsrichtung,
somit in eine Querrichtung, ist der Durchgangsabschnitt und/oder die Durchgangsöffnung
vorzugsweise mittig in dem Mittelteil angeordnet. In anderen Ausgestaltungen lässt
sich auch eine außermittige Anordnung realisieren. Eine mittige Anordnung in Querrichtung
ist bevorzugt. Der Mittelteil weist einen vertieften Abschnitt auf und die Durchgangsöffnung
ist in dem vertieften Abschnitt ausgebildet. Der Mittelteil weist in einer Ausführungsform
einen vertieften Abschnitt auf, der von einer Art Rand umgeben ist. Der Rand wird
seitlich, also in Querrichtung, durch die sich in Längsrichtung über die Bandtasche
erstreckenden Bandaufnahmen gebildet. Die Bandaufnahmen sind etwa hohlzylindrisch
ausgebildet, mit einer im Querschnitt etwa kreisförmigen Aufnahmeöffnung. Der Mantel,
der die Aufnahmeöffnungen umgibt, bildet den seitlichen Rand um den Mittelteil, genauer
den vertieften Abschnitt des Mittelteils aus. Der vertiefte Abschnitt bildet somit
einen vertieften Mittelteil aus. Endseitig, das heißt in Längsrichtung entfernt von
der fronseitigen Eintrittsöffnung der Aufnahmeöffnungen, ist der Rand durch einen
gegenüber dem vertieften Mittelteil erhaben Rand gebildet, der sich in Querrichtung
zwischen den Mänteln der Aufnahmeöffnungen erstreckt. An dem in Längsrichtung dem
endseitigen Rand gegenüberliegend ist ebenfalls ein den Mittelteil begrenzender Rand
ausgebildet. Dieser wird durch einen Bereich für eine Klemmung gebildet. In dem so
umrandeten Bereich ist die Durchgangsöffnung mit dem, vorzugsweise kreiszylindrischen,
Durchgangsabschnitt angeordnet. Durch eine Anordnung in dem Mittelteil ist die Materialstärke,
die von dem Durchgangsabschnitt durchdrungen wird, geringer als beispielsweise an
dem Flügelteil oder an einem der Ränder. Die Durchgangsöffnung und/oder der Durchgangsabschnitt
ist näher an dem angrenzenden Bandaufnahmebereich als an dem dem Bandaufnahmebereich
gegenüberliegenden Ende des Befestigungsbereichs angeordnet. In Längsrichtung ist
die Durchgangsöffnung und/oder der, vorzugsweise kreiszylindrische, Durchgangsabschnitt
weiter entfernt von dem endseitigen Rand als von dem dem endseitigen Rand gegenüberliegenden
Rand, dem vorderen Rand. Hierdurch ist eine verbesserte Befestigung realisierbar.
Die Durchgangsöffnung und/oder der Durchgangsabschnitt ist möglichst nahe an dem dem
endseitigen Rand gegenüberliegenden Rand, dem vorderen Rand, angeordnet. Vorzugsweise
ist die gesamte Durchgangsöffnung und/oder der Durchgangsabschnitt in Längsrichtung
in der vorderen Hälfte des vertieften Mittelteils angeordnet. Weiter bevorzugt grenzt
die Durchgangsöffnung und/oder der Durchgangsabschnitt unmittelbar, zumindest aber
in einem Abstand in Längsrichtung nahe an dem vorderen Rand an. Der Abstand zum vorderen
Rand ist vorzugsweise kleiner als 50%, weiter bevorzugt kleiner als 40%, noch weiter
bevorzugt kleiner als 30% und am meisten bevorzugt kleiner als 25% des Abstandes zum
endseitigen Rand in Längsrichtung. In einer Ausführungsform ragt die Durchgangsöffnung
zumindest teilweise in den vorderen Rand hinein. Die Durchgangsöffnung ist gestuft
mit mindestens einer zwischen einer Eintrittsöffnung und einer Austrittsöffnung der
Durchgangsöffnung liegenden Stufe ausgebildet. Die Bandtasche ist vorzugsweise als
Spritzgussteil ausgebildet. Die Ausbildung der Durchgangsöffnung erfolgt in einer
vorteilhaften Ausgestaltung zweistufig. In anderen Ausführungsformen kann die Durchgangsöffnung
auch mehrstufig ausgeführt sein. Bevorzugt ist eine zweistufige Ausführung. Die zwei
Stufen liegen in einer Ausführungsform in einer Ebene. Hierbei weist die Durchgangsöffnung
einen oberen Teil, benachbart zu der den Rand aufweisenden Oberseite des Mittelteils
und einen unteren Teil, benachbart zu der der Oberseite gegenüberliegenden Unterseite
des Mittelteils. Der obere Teil ist, zumindest in Längsrichtung, versetzt zu dem unteren
Teil ausgebildet. In einer Ausgestaltung kann der obere Teil in Längsrichtung und
in Querrichtung versetzt zu dem unteren Teil ausgebildet sein. Bevorzugt ist der obere
Teil der Durchgangsöffnung in Längsrichtung versetzt zu dem unteren Teil der Durchgangsöffnung
angeordnet. Der Versatz des oberen Teils und des unteren Teils der Durchgangsöffnung
ist derart bemessen, dass die aneinander angrenzenden Teile in axialer Richtung der
Durchgangsöffnung einen überlappenden und einen sich nicht überlappenden Bereich aufweisen.
Der sich überlappende Bereich ist der Durchgangsabschnitt. Der sich nicht überlappende
Bereich bildet jeweils eine Stufe aus und bildet somit einen sacklochartigen Öffnungsbereich
aus. In Längsrichtung grenzen die Öffnungsbereiche und der Durchgangsabschnitt unmittelbar
aneinander an, sodass in dem Übergangsbereich von Durchgangsabschnitt und jeweiligem
Öffnungsbereich-- mit Ausnahme der Stufe - keine Abgrenzung ausgebildet ist. Die Stufung
kann in Tiefenrichtung, das heißt in der Richtung, in der die Materialstärke des Mittelteils
bemessen ist, auf einem unterschiedlichen Niveau ausgebildet sein. In einer Ausführungsform
erfolgt die Stufung etwa mittig, sodass der obere Teil und der untere Teil der Durchgangsöffnung
den Mittelteil bzw. die Materialstärke des Mittelteils gleich weit in Tiefenrichtung
durchdringen. In anderen Ausführungsformen können unterschiedliche Verhältnisse der
Durchdringung des oberen Teils durch den Mittelteil zu der Durchdringung des unteren
Teils durch den Mittelteil vorgesehen sein, beispielsweise in einem Verhältnis von
1,1: 0,9 - 1,33:0,67 - 1,5:0,5 - 1,75:0,25 oder in einem beliebig anderen Verhältnis.
Hier ist das Verhältnis entsprechend der spritzgusstechnischen Gegebenheiten beliebig
einstellbar. Bevorzugt ist eine mittige Abstufung. Die Durchgangsöffnung ist in dem
Bereich von der Eintrittsöffnung und der Stufe und/oder in dem Bereich von der Austrittsöffnung
und der Stufe als Langloch ausgebildet ist. Um die Stufung auszubilden, ist zumindest
der obere Teil, bevorzugt sowohl der obere Teil als auch der untere Teil der Durchgangsöffnung
als Langloch ausgebildet. Die Langlöcher können unterschiedlich ausgebildet sein,
beispielsweise in Abweichung der Achsen zueinander, Länge, Breite und/oder Tiefe.
Bevorzugt ist, dass die Langlöcher gleich ausgebildet sind. Die Langlöcher liegen
mit Ihrer Mittelachse bevorzugt auf der Längsachse der Bandtasche. Die Erstreckung
der Langlöcher in Längsrichtung ist bevorzugt gleich. Die Erstreckung quer, genauer
senkrecht zu der Längsrichtung, somit in Querrichtung ist gleich. Der Mittelpunkt
der Langlöcher ist in Längsrichtung versetzt angeordnet. Die Langlöcher überlappen
sich somit nicht über ihren gesamten Durchgangsabschnitt, sondern lediglich mit einem
Überlappungsbereich, welcher dann den Durchgangsabschnitt ausbildet. Der Versatz ist
dabei so ausgebildet, dass der untere Teil näher an dem vorderen Rand angeordnet ist
als der obere Teil, betrachtet in Längsrichtung startend von dem endseitigen Rand.
Dabei kann der untere Teil sogar in den vorderen Rand hineinragen, um den Durchgangsabschnitt
möglichst weit an den vorderen Rand zu verlagern. Der obere Teil grenzt in Längsrichtung
maximal an den vorderen Rand an. Bevorzugt weist der obere Teil in Längsrichtung einen
Abstand zu dem vorderen Rand auf. Die Langlöcher sind derart angeordnet, dass der
Durchgangs Durchgangsabschnitt möglichst nahe an dem vorderen Rand in Längsrichtung
angeordnet ist. Maximal grenzt der Durchgangsabschnitt an dem vorderen Rand an. Bevorzugt
weist der Durchgangsabschnitt in Längsrichtung einen Abstand zu dem vorderen Rand
auf. Der Abstand des Durchgangsabschnitts zu dem vorderen Rand liegt bevorzugt in
dem Bereich von 0,1 mm bis 20 mm, weiter bevorzugt von 0,15 mm bis 15 mm und am meisten
bevorzugt von 0,2 mm bis 10 mm. Andere Abstände sind je nach Abmessung der Bandtasche
möglich. Zudem ist die Stufe in Richtung von der Eintrittsöffnung oder der Oberseite
des Mittelteils in Richtung Stufe betrachtet, unterschiedlich zu der Stufe in Richtung
von der Austrittsöffnung in Richtung Stufe betrachtet ausgebildet. In einer bevorzugten
Ausführungsform ist der obere Teil der Durchgangsöffnung in Längsrichtung näher zu
dem endseitigen Rand angeordnet als der untere Teil der Durchgangsöffnung. Beim Blick
von Oberseite in Richtung Unterseite ist eine Stufe erkennbar. Die erkennbare Stufe
ist näher zu dem endseitigen Rand als zu dem vorderen Rand angeordnet. Durch diese
Anordnung lässt sich eine Schraube schräg in die Durchgangsöffnung einsetzen. Beim
Anziehen der Schraube richtet diese sich dann auf, sodass sie den Durchgangsabschnitt
axial durchdringt. Das Einschrauben ist durch diese Ausführung erleichtert. Weiter
ist die Durchgangsöffnung mit der Stufe durch zwei von unterschiedlichen Seiten versetzt
zueinander eingebrachte Langlöcher ausgebildet, wobei die Langlöcher zur Ausbildung
der Durchgangsöffnung einen sich überlappenden, den Durchgang ermöglichen Durchgangsabschnitt
ausbilden. Dieser überlappende Bereich bildet den Durchgangsabschnitt auf. Dieser
ist bevorzugt als Kreiszylinder ausgebildet. Je nach Versatz der Langlöcher zueinander,
lassen sich auch andere Formen für den Durchgangsabschnitt ausbilden. Außerdem ist
vorgesehen, dass das die Eintrittsöffnung bildende Langloch gegenüber dem die Austrittsöffnung
bildenden Langloch in eine Aufnahmerichtung weiter entfernt von dem vorderen Bereich
(Eintrittsöffnung) Bandaufnahmebereich entfernt ist. Der obere Teil der Durchgangsöffnung
ist in Längsrichtung näher zu dem endseitigen Rand angeordnet als der untere Teil
der Durchgangsöffnung. Der Durchgangsabschnitt ist vorzugsweise senkrecht zu der Oberseite
und/oder der Unterseite des Mittelteils ausgerichtet. Nicht zuletzt ist vorgesehen,
dass in eine Richtung senkrecht zu der Aufnahmerichtung die beiden Langlöcher nicht
versetzt zueinander ausgebildet sind. Die Langlöcher sind somit mit Ihrer Längsachse
in Längsrichtung in axialer Verlängerung angeordnet. Vorzugsweise liegen beide Langlöcher
mit Ihrer Längsachse mittig in dem Mittelteil, weichen also in Querrichtung nicht
aus der Mitte ab. Die Langlöcher sind so angeordnet, dass sich ein ungestufter Durchgangsabschnitt
über die gesamte Materialstärke des Mittelteils ergibt. Seitlich zu dem Durchgangsabschnitt
sind gestufte Öffnungen ausgebildet, die eine Art Sackloch ausbilden, somit eine Öffnung
mit einem Boden ausbilden, betrachtet jeweils in eine Draufsicht bzw. Unteransicht.
Der ungestufte Durchgangsabschnitt ist vorzugsweise als Kreiszylinder ausgebildet.
Der Kreiszylinder weist in einer Draufsicht, das heißt axial zu der Kreiszylinderachse
einen kreisförmigen Querschnitt auf. Die gestuften Öffnungen sind jeweils in eine
Längsrichtung des Langlochs mit einer etwa gleichbreiten Stufe ausgebildet und bilden
somit spiegelsymmetrisch ausgebildete Öffnungen aus. In einer Ausführungsform weist
die Bandtasche eine Schraube auf, welche durch den Durchgangsabschnitt ragt. In anderen
Ausführungsformen sind andere Verbindungsmittel vorgesehen. In einer Ausführungsform
weist die Durchgangsöffnung an der Oberseite und/oder an der Unterseite eine Fase
auf. In weiteren Ausführungsformen weist die Oberseite und/oder die Unterseite eine
um die Durchgangsöffnung liegende Vertiefung auf. Diese Vertiefung kann beispielsweise
für einen Schraubenkopf, eine Unterlegscheibe oder dergleichen geeignet sein. Bei
einem Verfahren zur Herstellung einer Bandtasche zur Aufnahme eines Bandteils, insbesondere
einer Kunststoffbandtasche zur Aufnahme rahmen- und/oder zargenseitiger Bandvorsprünge,
insbesondere einer hier beschriebenen Bandtasche, vorgesehen ist, dass die Bandtasche
als Spritzgussteil ausgebildet wird, wobei eine Durchgangsöffnung in einem vertieften
Mittelteil eines Befestigungsbereichs durch zwei von unterschiedlichen Seiten in eine
Aufnahmerichtung versetzt zueinander, dabei einen sich überlappenden Durchgangsabschnitt
ausbildenden Langlöcher zur Ausbildung einer mindestens eine Stufe aufweisenden Durchgangsöffnung
gebildet wird. Die Herstellung wird schieberfrei durchgeführt. Um die Durchgangsöffnung
und/oder den Durchgangsabschnitt in dem Mittelteil möglichst nahe an dem vorderen
Rand anzuordnen, ist die gestufte Anordnung mit zwei Langlöchern vorteilhaft. Statt
einer kreiszylindrischen Durchgangsöffnung werden zwei zumindest in Längsrichtung
zueinander versetzte Langlöcher vorgesehen. Durch den Versatz lässt sich eine Schraube
schräg in die Durchgangsöffnung einsetzen und dann beim Anziehen senkrecht durch die
Durchgangsöffnung ragt. In einer weiteren Ausführungsform weist die Bandtasche ein
Bandteil auf. Die Bandtasche ist als Spritzgussteil ausgebildet. Die Bandtasche ist
zur Aufnahme eines Bandteils ausgebildet. Hierzu weist die Bandtasche einen Bandaufnahmebereich
auf. Der Bandaufnahmebereich ist zur Aufnahme von Bandvorsprüngen des Bandteils ausgebildet.
Weiter weist die Bandtasche einen Befestigungsbereich auf. Der Befestigungsbereich
ist zur Befestigung der Bandtasche an einer Struktur wie einer Wand, einem Mauerwerk
oder dergleichen ausgebildet. Zudem weist der Befestigungsbereich einen Mittelteil
und zwei daran angrenzende Flügelteil auf. Der Mittelteil weist mindestens eine Durchgangsöffnung
auf. Die Durchgangsöffnung ist zur Befestigung der Bandtasche an der Struktur ausgebildete.
Die Befestigung erfolgt mittels durch die Durchgangsöffnung durchragende Befestigungsmittel.
Der Mittelteil weist einen vertieften Abschnitt auf. Der vertiefte Abschnitt ist von
einem Rand umgeben, gegenüber dem der Abschnitt vertieft ausgebildet ist. Der Rand
wird seitlich, also in Querrichtung durch die sich über die Bandtasche erstreckenden
Bandaufnahmen gebildet. Die Bandaufnahmen sind etwa hohlzylindrisch ausgebildet, mit
einer im Querschnitt etwa kreisförmigen Aufnahmeöffnung. Der Mantel, der die Aufnahmeöffnungen
umgibt, bildet den seitlichen Rand um den Mittelteil aus. Endseitig, das heißt in
Längsrichtung entfernt von der fronseitigen Eintrittsöffnung der Aufnahmeöffnungen
ist der Rand durch einen gegenüber dem Mittelteil erhabenen, endseitigen Randabschnitt
gebildet, der sich in Querrichtung zwischen den Mänteln der Aufnahmeöffnungen erstreckt.
Randabschnitt und Bandaufnahmen grenzen aneinander an und bilden so einen geschlossen
Randbereich aus. An dem in Längsrichtung dem endseitigen Rand gegenüberliegend ist
ebenfalls ein den Mittelteil begrenzender Randabschnitt ausgebildet. Dieser wird durch
einen Bereich für eine Klemmung gebildet. In dem so umrandeten Mittelteil ist die
Durchgangsöffnung mit dem, vorzugsweise kreiszylindrischen, Durchgangsabschnitt angeordnet.
Durch eine Anordnung in dem Mittelteil ist die Materialstärke, die von dem Durchgangsabschnitt
durchdrungen wird, geringer als beispielsweise an dem Flügelteil oder an dem Rand.
Die Durchgangsöffnung ist zweistufig durch zwei in Längsrichtung versetz angeordnete
Langlöcher ausgebildet. Die Langlöcher sind ansonsten gleich ausgebildet, weisen also
eine gleiche Abmessung in der Längsachse und Breitenachse auf und sind auch gleich
tief ausgebildet. Aufgrund der versetzten Anordnung der Langlöcher ist in der Durchgangsöffnung
in dem sich nicht überlappenden Bereich der Langlöcher je eine Stufe ausgebildet.
Das Langloch bildet den oberen Teil der Durchgangsöffnung. Das Langloch bilden den
unteren Teil der Durchgangsöffnung. Der überlappende Teil der Langlöcher bildet den
Durchgangsabschnitt. In der dargestellten Ausführungsform ist der Durchgangsabschnitt
in Form eines Kreiszylinders ausgebildet, weist als in Tiefenrichtung einen kreisförmigen
Querschnitt auf. Der kreiszylindrische Durchgangsabschnitt ist in Längsrichtung außermittig
in dem Mittelteil angeordnet. Insbesondere ist der kreiszylindrische Durchgangsabschnitt
in Längsrichtung näher zu dem vorderen Rand angeordnet als zu dem hinteren Rand. Durch
die in Längsrichtung außermittige Anordnung in dem Mittelteil ist eine verbesserte
Schraubverbindung an einer Struktur realisierbar. In Querrichtung ist der Durchgangsabschnitt
und/oder die Durchgangsöffnung mittig in dem Mittelteil angeordnet. Die Durchgangsöffnung
und/oder der Durchgangsabschnitt ist näher an dem vorderen Rand als an dem hinteren
Rand angeordnet, um eine Schraube oder ein anderes Befestigungsmittel möglichst nahe
an dem vorderen Rand einzubringen. In Längsrichtung ist die Durchgangsöffnung und/oder
der kreiszylindrische Durchgangsabschnitt weiter entfernt von dem endseitigen Rand
als von dem vorderen Rand. Die Durchgangsöffnung und/oder der Durchgangsabschnitt
ist möglichst nahe an dem vorderen Rand angeordnet. In dem dargestellten Ausführungsbeispiel
ist die gesamte Durchgangsöffnung und/oder der Durchgangsabschnitt in Längsrichtung
in der vorderen Hälfte des Mittelteils angeordnet. Die Durchgangsöffnung und/oder
der Durchgangsabschnitt grenzt in einem Abstand in Längsrichtung nahe an dem vorderen
Rand an. Der Abstand zum vorderen Rand ist kleiner als 50%, weiter kleiner als 40%,
noch weiter kleiner als 30% und dargestellt kleiner als 25% des Abstandes T zum endseitigen
Rand 33 in Längsrichtung. Über eine Schraubverbindung, hier eine Inbus-Verschraubung
wird eine Platte gegen den zu klemmenden Teil angezogen. Weiter ist dargestellt, dass
der untere Teil der Durchgangsöffnung, das Langloch, in Längsrichtung näher an dem
vorderen Rand angeordnet ist, sogar dort hineinragt, als der obere Teil, also das
Langloch. Entsprechend ist die gebildete Stufe näher an dem vorderen Rand angeordnet
als die Stufe.
[0043] Die erfindungsgemäße Bohrschablone ist für das Erzeugen einer Bohrung zur Befestigung
der Bandtasche, insbesondere der wie vorstehend beschriebenen Bandtasche ausgebildet.
[0044] Weitere, die Erfindung verbessernde Maßnahmen sind in den Unteransprüchen angegeben
oder ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung von mindestens einem Ausführungsbeispiel
der Erfindung, welches in den Figuren schematisch dargestellt ist. Sämtliche aus den
Ansprüchen, der Beschreibung oder der Zeichnung hervorgehenden Merkmale und/oder Vorteile,
einschließlich konstruktive Einzelheiten, räumliche Anordnung und Verfahrensschritte
können sowohl für sich als auch in den verschiedensten Kombinationen erfindungswesentlich
sein. In den Figuren werden gleiche oder ähnliche Bauteile mit gleichen oder ähnlichen
Bezugszeichen gekennzeichnet.
[0045] Es zeigen:
- Fig. 1
- schematisch in einer Draufsicht eine Ausführungsform einer erfindungsgemäße Bandtasche,
- Fig. 2
- schematisch in einer Ansicht von unten die Ausführungsform nach Fig. 1,
- Fig. 3
- schematisch in einer perspektivischen Ansicht eine Ausführungsform einer erfindungsgemäßen
Bohrschablone,
- Fig. 4
- schematisch in einer Seitenansicht die Ausführungsform nach Fig. 3,
- Fig. 5
- schematisch in einer Draufsicht die Ausführungsform nach Fig. 3 und 4,
- Fig. 6
- schematisch in einer Vorderansicht die Ausführungsform nach Fig 3 bis 5,
- Fig. 7
- schematisch in einer anderen perspektivischen Ansicht die Ausführungsform nach Fig.
3 bis 6 und
- Fig. 8
- schematisch in noch einer anderen perspektivischen einer Ansicht die Ausführungsform
nach Fig. 3 bis 7
[0046] Die Fig. 1 und 2 zeigen in verschiedenen Ansichten eine Ausführungsform einer Bandtasche
1. Fig. 1 zeigt schematisch in einer Draufsicht eine Ausführungsform der erfindungsgemäße
Bandtasche 1. Fig. 2 zeigt schematisch in einer Ansicht von unten die Ausführungsform
nach Fig. 1.
[0047] Die Figuren 3 bis 8 zeigen eine Ausführungsform der Bohrschablone 1 in verschiedenen
Ansichten. Fig. 3 zeigt schematisch in einer perspektivischen Ansicht eine Ausführungsform
einer erfindungsgemäßen Bohrschablone. Fig. 4 zeigt schematisch in einer Seitenansicht
die Ausführungsform nach Fig. 3. Fig. 5 zeigt schematisch in einer Draufsicht die
Ausführungsform nach Fig. 3 und 4. Fig. 6 zeigt schematisch in einer Vorderansicht
die Ausführungsform nach Fig 3 bis 5. Fig. 7 zeigt schematisch in einer anderen perspektivischen
Ansicht die Ausführungsform nach Fig. 3 bis 6. Und Fig. 8 zeigt schematisch in noch
einer anderen perspektivischen einer Ansicht die Ausführungsform nach Fig. 3 bis 7.
[0048] Die Bandtasche 1 ist als Spritzgussteil ausgebildet. Die Bandtasche 1 ist zur Aufnahme
eines Bandteils ausgebildet. Hierzu weist die Bandtaschel einen Bandaufnahmebereich
10 auf. Der Bandaufnahmebereich 10 ist zur Aufnahme von Bandvorsprüngen des Bandteils
ausgebildet. Weiter weist die Bandtasche einen Befestigungsbereich 20 auf. Der Befestigungsbereich
20 ist zur Befestigung der Bandtasche 1 an einer Struktur wie einer Wand, einem Mauerwerk
oder dergleichen ausgebildet. Zudem weist der Befestigungsbereich 20 einen Mittelteil
30 und zwei daran angrenzende Flügelteil 40 auf. Der Mittelteil 30 weist mindestens
eine Durchgangsöffnung 50 auf. Die Durchgangsöffnung 50 ist zur Befestigung der Bandtasche
1 an der Struktur ausgebildete. Die Befestigung erfolgt mittels durch die Durchgangsöffnung
50 durchragende Befestigungsmittel. Die Befestigungsmittel werden bevorzugt jeweils
in eine Montagebohrung in der Struktur eingeführt.
[0049] Der Mittelteil 30 weist einen vertieften Abschnitt 31 auf. Der vertiefte Abschnitt
31 ist von einem Rand 32 umgeben, gegenüber dem der Abschnitt 31 vertieft ausgebildet
ist. Der Rand 32 wird seitlich, also in Querrichtung Q, durch die sich über die Bandtasche
1 erstreckenden Bandaufnahmen 11 gebildet. Die Bandaufnahmen 11 sind etwa hohlzylindrisch
ausgebildet, mit einer im Querschnitt etwa kreisförmigen Aufnahmeöffnung. Der Mantel,
der die Aufnahmeöffnungen umgibt, bildet den seitlichen Rand um den Mittelteil 30
aus. Endseitig, das heißt in Längsrichtung L entfernt von der fronseitigen Eintrittsöffnung
der Aufnahmeöffnungen ist der Rand 32 durch einen gegenüber dem Mittelteil 30 erhabenen,
endseitigen Randabschnitt 33 gebildet, der sich in Querrichtung Q zwischen den Mänteln
der Aufnahmeöffnungen erstreckt. Randabschnitt 33 und Bandaufnahmen 11 grenzen aneinander
an und bilden so einen geschlossen Randbereich aus. An dem in Längsrichtung L dem
endseitigen Rand 33 gegenüberliegend ist ebenfalls ein den Mittelteil 30 begrenzender
Randabschnitt 34 ausgebildet. Dieser wird durch einen Bereich 60 für eine Klemmung
gebildet. In dem so umrandeten Mittelteil ist die Durchgangsöffnung 50 mit dem, vorzugsweise
kreiszylindrischen, Durchgangsabschnitt 51 angeordnet. Durch eine Anordnung in dem
Mittelteil 30 ist die Materialstärke, die von dem Durchgangsabschnitt 51durchdrungen
wird, geringer als beispielsweise an dem Flügelteil 40 oder an dem Rand 32.
[0050] In dem dargestellten Ausführungsbeispiel ist die Durchgangsöffnung 50 zweistufig
durch zwei in Längsrichtung L versetz angeordnete Langlöcher 52, 53 ausgebildet. Die
Langlöcher 52 und 53 sind ansonsten gleich ausgebildet, weisen also eine gleiche Abmessung
in der Längsachse und Breitenachse auf und sind auch gleich tief ausgebildet.
[0051] Aufgrund der versetzten Anordnung der Langlöcher 52 und 53 ist in der Durchgangsöffnung
in dem sich nicht überlappenden Bereich der Langlöcher 52, 53 je eine Stufe 54, 55
ausgebildet. Das Langloch 52 bildet den oberen Teil der Durchgangsöffnung 50. Das
Langloch 53 bilden den unteren Teil der Durchgangsöffnung 50. Der überlappende Teil
der Langlöcher 52, 53 bildet den Durchgangsabschnitt 51. In der dargestellten Ausführungsform
ist der Durchgangsabschnitt 51 in Form eines Kreiszylinders ausgebildet, weist als
in Tiefenrichtung einen kreisförmigen Querschnitt auf. Der kreiszylindrische Durchgangsabschnitt
ist in Längsrichtung L außermittig in dem Mittelteil 30 angeordnet. Insbesondere ist
der kreiszylindrische Durchgangsabschnitt 51 in Längsrichtung L näher zu dem vorderen
Rand 34 angeordnet als zu dem hinteren Rand 33. Durch die in Längsrichtung L außermittige
Anordnung in dem Mittelteil 30 ist eine verbesserte Schraubverbindung an einer Struktur
realisierbar. In Querrichtung Q ist der Durchgangsabschnitt 51 und/oder die Durchgangsöffnung
50 mittig in dem Mittelteil angeordnet.
[0052] Die Durchgangsöffnung 50 und/oder der Durchgangsabschnitt 51 ist näher an dem vorderen
Rand 34 als an dem hinteren Rand 33 angeordnet, um eine Schraube oder ein anderes
Befestigungsmittel möglichst nahe an dem vorderen Rand 34 einzubringen. In Längsrichtung
L ist die Durchgangsöffnung 50 und/oder der kreiszylindrische Durchgangsabschnitt
51 weiter entfernt von dem endseitigen Rand 33 als von dem vorderen Rand 34. Die Durchgangsöffnung
50 und/oder der Durchgangsabschnitt 51 ist möglichst nahe an dem vorderen Rand 34
angeordnet. In dem dargestellten Ausführungsbeispiel ist die gesamte Durchgangsöffnung
50 und/oder der Durchgangsabschnitt 51 in Längsrichtung L in der vorderen Hälfte des
Mittelteils 30 angeordnet. Die Durchgangsöffnung 50 und/oder der Durchgangsabschnitt
51 grenzt in einem Abstand S in Längsrichtung L nahe an dem vorderen Rand 34 an. Der
Abstand S zum vorderen Rand 34 ist kleiner als 50%, weiter kleiner als 40%, noch weiter
kleiner als 30% und dargestellt kleiner als 25% des Abstandes T zum endseitigen Rand
33 in Längsrichtung L.
[0053] In Fig. 2 ist dargestellt, wie die Klemmung in dem Klemmbereich 60 funktioniert.
Über eine Schraubverbindung, hier eine Inbus-Verschraubung 61 wird eine Platte 62
gegen den zu klemmenden Teil angezogen. Weiter ist dargestellt, dass der untere Teil
der Durchgangsöffnung 50, das Langloch 53, in Längsrichtung L näher an dem vorderen
Rand 34 angeordnet ist, sogar dort hineinragt, als der obere Teil, also das Langloch
52. Entsprechend ist die gebildete Stufe 55 näher an dem vorderen Rand 34 angeordnet
als die Stufe 54
[0054] Die Bohrschablone 101 ist für die Bandtasche 1, insbesondere zur Führung eines Bohrers
zum Bohren einer Montagebohrung für die Bandtasche 1 ausgebildet. Dabei weist die
Bohrschablone 101 einen als Winkel ausgebildeten Basiskörper 110 auf. Der Basiskörper
110 hat eine Innenseite 111 und einer Außenseite 112. An der Außenseite 112 ist ein
von der Außenseite 112 abragender Positionierabschnitt 120 ausgebildet, um die Bohrschablone
101 für ein Bohren zu positionieren. Weiterhin ist an der Innenseite 111 ein abragender
Führungsabschnitt 130 ausgebildet, um den Bohrer zu führen. Der Positionierabschnitt
120 ist zapfenartig ausgebildet ist und ragt in einem ersten Winkel von der Außenseite
112 ab. Der Führungsabschnitt 130 ragt rohrförmig von der Innenseite 111 in einem
zweiten Winkel ab. Dabei weist der Führungsabschnitt 130 eine Durchgangsöffnung 131
auf, welche den Basiskörper 110 durchdringt. Der erste Winkel und der zweite Winkel
sind schräg zueinander ausgerichtet.
[0055] Der als Winkel ausgebildete Basiskörper 110 weist einen ersten Schenkelabschnitt
113 und einen zweiten Schenkelabschnitt 114 auf. Die beiden Schenkelabschnitte 113
und 114 sind rechtwinklig zueinander ausgerichtet sind, um so an der Außenseite 112
jeweils eine Anlagefläche auszubilden. Die Schenkelabschnitte 113, 114 sind miteinander
verbunden, sodass diese den ersten Winkel bilden. Der Basiskörper 110 ist einteilig
ausgebildet. Hierbei sind die Schenkelabschnitte 113, 114 fest miteinander einteilig,
ausgebildet. Die Schenkelabschnitte 113, 114 sind in der dargestellten Ausführungsform
rechtwinklig zueinander ausgebildet. Der Basiskörper 110 und somit die Schenkelabschnitte
113, 114 weisen die Innenseite 111 und die Außenseite 112 auf. Vorzugsweise ist die
Außenseite 112 für eine Anlage an ein Objekt ausgebildet. Das Objekt ist für die Befestigung
der Bandtasche 1 vorgesehen. Vorzugsweise ist ein Abschnitt der Außenseite 112 des
ersten Schenkelabschnitts 113 und ein Abschnitt des zweiten Schenkelabschnitts 114
für eine Anlage an einem Objekt, genauer an einem winkligen Abschnitt des Objekts,
vorgesehen. Der winklige Abschnitt des Objekts entspricht dem winkligen Abschnitt
der Bohrschablone 101. Zur weiteren Positionierung der Bohrschablone 101 ist der Positionierabschnitt
120 vorgesehen. Dieser ragt von der Außenseite 112 eines Schenkelabschnitts 113, 114,
hier dem größeren Schenkelabschnitt 114 ab. Der Positionierabschnitt 120 ist zum Einfügen
in eine Ausnehmung des Objekts, an dem die Bandtasche 1 zu befestigen ist, vorgesehen.
Die Kontur der Ausnehmung sowie die Kontur des Positionierabschnitts 120 sind komplementär
ausgebildet, sodass der Positionierabschnitt 120 passend in der Ausnehmung aufnehmbar
ist. Der Positionierabschnitt 120 ist vorzugsweise zapfenartig ausgebildet. Der Zapfen
weist in der dargestellten Ausführungsform eine im Wesentlichen zylindrische Grundform
auf, kann aber auch andere Grundformen wie eine konische Grundform aufweisen. An der
Grundform können Ausnehmungen, Anformungen oder andere Bearbeitungen vorgenommen sein,
die hier aber nicht vorgesehen sind. Vorzugsweise ragt der Positionierabschnitt 120
in einem ersten Winkel von der Außenseite 112 ab, wobei der erste Winkel hier ein
rechter Winkel ist. Der Positionierabschnitt 120 ist einteilig mit dem Basiskörper
110 ausgebildet. Für das Anbringen der Bohrung ist weiter ein Führungsabschnitt 130
an dem Basiskörper 110 angebracht. Der Führungsabschnitt 130 ist rohrförmig ausgebildet
und ragt von der Innenseite 111 in einem zweiten Winkel von dem Basiskörper 110 ab.
Dabei ist der Führungsabschnitt 130 einteilig mit dem Basiskörper 110 ausgebildet.
Der Führungsabschnitt 130 weist eine Durchgangsöffnung 131 auf, mit welcher ein Bohrer
führbar ist. Die Durchgangsöffnung 131 durchdringt dabei den Basiskörper 110, sodass
der Bohrer innenseitig in die Durchgangsöffnung 131 einführbar ist und die Bohrung
außenseitig durch den Bohrer herstellbar ist. Der erste Winkel und der zweite Winkel
bzw. der zweite Winkel und die Innenseite 111 und/oder die Außenseite 112 sind schräg
zueinander angeordnet. Das heißt, die Durchgangsöffnung 131 verläuft weder parallel
noch senkrecht zu der Innenseite 111, der Außenseite 112 und/oder dem Positionierabschnitt
120, genauer dessen Achse(n).
[0056] Der Schenkelabschnitt 114, von dem der Positionierabschnitt 120 abragt, ist größer
bemessen als der andere - erste - Schenkelabschnitt 113. Der größere - zweite - Schenkelabschnitt
114 ist in seiner Länge größer als der andere Schenkelabschnitt 112, wobei die Länge
gemessen wird von einem Verbindungsbereich der Schenkelabschnitte 113, 114 zu deren
entlegenem oder weit entferntesten Ende des jeweiligen Schenkelabschnitts 113, 114
von dem Verbindungsbereich. In dem Verbindungsbereich weisen die beiden Schenkelabschnitte
113, 114 in etwa die gleiche Breite auf, sodass in dem Verbindungsbereich kein Vorsprung
an den beiden Schenkelabschnitten 113, 114 erzeugt ist. Beide Schenkelabschnitte 113,
114 sind in dem Verbindungsbereich gleich dick ausgebildet. Der Schenkelabschnitt
114 variiert in Längsrichtung hinsichtlich seiner Breite. Insgesamt weist der größere
Schenkelabschnitt 114 eine größere Oberfläche, ein größeres Volumen und/oder ein höheres
Gewicht als der andere Schenkelabschnitt 113 auf. Bevorzugt ist der Führungsabschnitt
120 derart bemessen, dass dieser länger ausgebildet ist, als der kleinere Schenkelabschnitt
113 und so über diesen in dessen Längsrichtung herausragt.
[0057] Der erste Winkel ist als rechter Winkel ausgebildet. Der als Zapfen ausgebildete
Positionierabschnitt ragt somit in einem rechten Winkel von der Außenseite 112 des
größeren Schenkelabschnitts 114 hervor. Dabei ist die Erstreckung, in welche der Positionierabschnitt
120 hervorragt, derart bemessen, dass ein sicherer Halt in einer Bohrung oder einer
anderen korrespondierenden Aufnahme gewährleistet ist. Zur einfacheren Positionierung
weist der Positionierabschnitt 120 einen kreisförmigen Querschnitt oder allgemein
einen für eine Rotation in der Ausnehmung geeigneten Querschnitt auf. Hierdurch ist
ein einfaches Positionieren der Bohrschablone 101 möglich.
[0058] Der zweite Winkel ist schräg zu dem ersten Winkel ausgebildet. In der dargestellten
Ausführungsform sind die Winkel etwa so ausgebildet, dass diese in einem Winkel von
etwa 60° zueinanderstehen. Die Bohrschablone 101 ist insbesondere für das Anbringen
von schrägen Bohrungen vorgesehen. Dabei ist der Winkel des Führungsabschnitts 130
an die für die Bandtasche 1 erforderliche Bohrung ausgebildet.
[0059] Von einer Außenseite 132 des Führungsabschnitts 120 und der Innenseite des Basiskörpers
110 ragt ein Versteifungsabschnitt 140 ab. Der Versteifungsabschnitt 140 ist etwa
stegartig ausgeführt. Er erstreckt sich vorzugsweise entlang der Außenseite 132 des
Führungsabschnitts 130 zu dessen Enden und entlang der Innenseite 111 zu dem Ende
des größeren Schenkelabschnitts 114. Dabei verringert der Versteifungsabschnitt 140
seine Breite, sodass in einer Seitenansicht ein etwa dreieckiger Versteifungsabschnitt
140 realisiert ist. Entsprechend verjüngt sich der Versteifungsabschnitt 140 über
eine Länge des größeren Schenkelabschnitts 114. Auch der größere Schenkelabschnitt
114 ist sich verjüngend ausgebildet. Hierbei verjüngt sich der größere Schenkelabschnitt
114 insbesondere in seiner Breite, somit quer zu der Erstreckung von dem Verbindungsbereich
hin zum entferntesten Ende vom Verbindungsbereich. In einer Draufsicht ergibt sich
so etwa ein trapezförmiger Schenkelabschnitt 114.
[0060] Die Durchgangsöffnung 131 mündet in beide Schenkelabschnitte 113, 114. Der Führungsabschnitt
130 ist derart angeordnet, dass die Durchgangsöffnung 131 in Richtung Verbindungsbereich
verläuft und dabei sowohl einen Teil des größeren Schenkelabschnitts 114 als auch
einen Teil des kleineren Schenkelabschnitts 113 durchdringt. Somit kann eine Bohrung
aus dem Verbindungsbereich in das Objekt eingebracht werden.
[0061] Der Positionierabschnitt 120 ist an einer Seite mit einer Schräge 121 abgeschrägt
ausgebildet. Für ein besseres Positionieren weist der Positionierabschnitt 120 die
sich von der der Außenseite 112 abgewandten Stirnseite in Richtung Außenseite 112
erstreckende Abschrägung 121 auf. Die abgeschrägte Fläche oder Abschrägung 121 weist
dabei von dem kleinere Schenkelabschnitt 113 weg. Die Abschrägung 121 erstreckt sich
von der Stirnseite des Positionierabschnitts 120 hin zu der Außenseite 112. Der Winkel
der Abschrägung 121 ist hier etwa in einem Winkel von 60° ausgebildet.
[0062] Es versteht sich, dass die vorstehend genannten Merkmale der Erfindung nicht nur
in der jeweils angegebenen Kombination, sondern auch in anderen Kombinationen oder
in Alleinstellung verwendbar sind, ohne den Rahmen der Erfindung zu verlassen.
Bezugszeichenliste
[0063]
- 1
- Bandtasche
- 10
- Bandaufnahmebereich
- 11
- Bandaufnahme
- 20
- Befestigungsbereich
- 30
- Mittelteil
- 31
- Abschnitt (vertieft)
- 32
- Rand
- 33
- endseitiger Randabschnitt
- 34
- vorderer Randabschnitt
- 40
- Flügelteile
- 50
- Durchgangsöffnung
- 51
- Durchgangsabschnitt
- 52
- Langloch (oberer Teil)
- 53
- Langloch (unterer Teil)
- 54
- Stufe
- 55
- Stufe
- 60
- Bereich (Klemmung)
- 61
- Inbus-Verschraubung
- 62
- Platte
- 101
- Bohrschablone
- 110
- Basiskörper
- 111
- Innenseite
- 112
- Außenseite
- 113
- Schenkelabschnitt
- 114
- Schenkelabschnitt
- 120
- Positionierabschnitt
- 121
- Abschrägung
- 130
- Führungsabschnitt
- 131
- Durchgangsöffnung
- 132
- Außenseite
- 140
- Versteigungsabschnitt
- L
- Längsrichtung
- Q
- Querrichtung
- S
- Abstand
- T
- Abstand
1. Bandtasche (1) zur Aufnahme eines Bandteils, insbesondere eine Kunststoffbandtasche
zur Aufnahme rahmen- und/oder zargenseitiger Bandvorsprünge, mit einem Bandaufnahmebereich
(10) zur Aufnahme der Bandvorsprünge und einem Befestigungsbereich (20) zur Befestigung
der Bandtasche an einer Struktur, wobei der Befestigungsbereich (20) einen Mittelteil
(30) und zwei daran angrenzende Flügelteile (40) aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass
der Mittelteil (30) mindestens eine Durchgangsöffnung (50) zur Befestigung der Bandtasche
(1) an der Struktur mittels durch die Durchgangsöffnung (50) durchragende Befestigungsmitteln
aufweist.
2. Bandtasche (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass
der Mittelteil (30) einen vertieften Abschnitt (31) aufweist und die Durchgangsöffnung
(50) in dem vertieften Abschnitt (31) ausgebildet ist.
3. Bandtasche (1) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass
die Durchgangsöffnung (50) näher an dem angrenzenden Bandaufnahmebereich (10) als
an dem dem Bandaufnahmebereich (10) gegenüberliegenden Ende des Befestigungsbereichs
(20) angeordnet ist.
4. Bandtasche (1) nach einem der vorherigen Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass
die Durchgangsöffnung (50) gestuft mit einer zwischen einer Eintrittsöffnung und einer
Austrittsöffnung der Durchgangsöffnung (50) liegenden Stufe (54, 55) ausgebildet ist.
5. Bandtasche (1) nach einem der vorherigen Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass
die Durchgangsöffnung (50) in dem Bereich von der Eintrittsöffnung und der Stufe (54,
55) und/oder in dem Bereich von der Austrittsöffnung und der Stufe (55, 54) als Langloch
(52, 53) ausgebildet ist.
6. Bandtasche (1) nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass
die Stufe (54) in Richtung von der Eintrittsöffnung in Richtung Stufe (54) betrachtet
unterschiedlich zu der Stufe (55) in Richtung von der Austrittsöffnung in Richtung
Stufe (54) betrachtet ausgebildet ist.
7. Bandtasche (1) nach einem der vorherigen Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass
die Durchgangsöffnung (50) mit der Stufe (54, 55) durch zwei von unterschiedlichen
Seiten versetzt zueinander eingebrachte Langlöcher (52, 53) ausgebildet ist, wobei
die Langlöcher (52, 53) zur Ausbildung der Durchgangsöffnung (50) einen sich überlappenden,
den Durchgang ermöglichen Durchgangsabschnitt (51) ausbilden.
8. Bandtasche (1) nach einem der vorherigen Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass
das die Eintrittsöffnung bildende Langloch (52) gegenüber dem die Austrittsöffnung
bildenden Langloch (53) in eine Aufnahmerichtung weiter entfernt von dem Bandaufnahmebereich
(10) entfernt ist.
9. Bandtasche (1) nach einem der vorherigen Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass
in eine Richtung senkrecht zu der Aufnahmerichtung die beiden Langlöcher (52, 53)
nicht versetzt zueinander ausgebildet sind.
10. Bohrschablone (101) für eine Bandtasche, insbesondere eine Bandasche (1) nach einem
der vorherigen Ansprüche, zur Führung eines Bohrers zum Bohren einer Montagebohrung
für die Bandtasche (1), umfassend
einen als Winkel ausgebildeten Basiskörper (110), mit einer Innenseite (111) und einer
Außenseite (112), wobei an der Außenseite (112) ein von der Außenseite (112) abragender
Positionierabschnitt (120) ausgebildet ist, um die Bohrschablone (101) für ein Bohren
zu positionieren, und wobei an der Innenseite (111) ein abragender Führungsabschnitt
(130) ausgebildet ist, um den Bohrer zu führen, wobei der Positionierabschnitt (120)
zapfenartig ausgebildet ist und in einem ersten Winkel von der Außenseite (112) abragt
und wobei der Führungsabschnitt (130) rohrförmig von der Innenseite (111) in einem
zweiten Winkel abragt und eine Durchgangsöffnung (131) aufweist, welche den Basiskörper
(110) durchdringt, wobei der erste Winkel und der zweite Winkel schräg zueinander
ausgerichtet sind.
11. Bohrschablone (101) nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass
der als Winkel ausgebildete Basiskörper (110) einen ersten Schenkelabschnitt (113)
und einen zweiten Schenkelabschnitt (114) aufweist, wobei die beiden Schenkelabschnitte
(113, 114) rechtwinklig zueinander ausgerichtet sind, um so eine Anlagefläche auszubilden.
12. Bohrschablone (101) nach Anspruch 10 oder 11, dadurch gekennzeichnet, dass
der Schenkelabschnitt (113), von dem der Positionierabschnitt (120) abragt, größer
bemessen ist als der andere Schenkelabschnitt (114).
13. Bohrschablone (101) nach einem der vorherigen Ansprüche 10 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass
der erste Winkel als rechter Winkel ausgebildet ist und/oder der zweite Winkel schräg
zu dem ersten Winkel ausgebildet ist, insbesondere in einem Bereich von 10 bis 80°.
14. Set umfassend eine Bandtasche (1) nach einem der vorherigen Ansprüche 1 bis 9 und
eine Bohrschablone (101) nach einem der vorherigen Ansprüche 10 bis 13.
15. Verfahren zur Herstellung einer Bandtasche (1) zur Aufnahme eines Bandteils, insbesondere
eine Kunststoffbandtasche zur Aufnahme rahmen- und/oder zargenseitiger Bandvorsprünge,
insbesondere einer Bandtasche (1) nach einem der vorherigen Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass
die Bandtasche (1) als Spritzgussteil ausgebildet wird, wobei eine Durchgangsöffnung
(50) in einem vertieften Mittelteil (30) eines Befestigungsbereichs (20) durch zwei
von unterschiedlichen Seiten in eine Aufnahmerichtung versetzt zueinander, dabei einen
sich überlappenden Durchgangsabschnitt (51) ausbildenden Langlöcher (52, 53) zur Ausbildung
einer mindestens eine Stufe (54, 55) aufweisenden Durchgangsöffnung (50) gebildet
wird.