[0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine Einrichtung zur Seitenführung des oberen Endes1eines
ausziehbaren Möbelteils, welches von einer in einen Möbelkorpus vollständig eingeschobenen
Stellung in eine Ausziehrichtung bis in eine aus dem Möbelkorpus vollständig ausgezogene
Stellung ausziehbar ist, umfassend eine am Möbelkorpus befestigbare Führungsschiene,
deren Längserstreckung parallel zur Ausziehrichtung liegt.
[0002] Eine Einrichtung der eingangs genannten Art geht aus der
EP 1 721 547 B1 hervor. Die Einrichtung dient zur Seitenführung des oberen Endes eines ausziehbaren
Hochschrankteils gegen ein seitliches Verkippen. Das ausziehbare Hochschrankteil ist
stehend auf einer unteren Ausziehführung angeordnet. Die Einrichtung zur Seitenführung
des oberen Ende des ausziehbaren Hochschrankteils weist teleskopartig auseinander
ausziehbare Schienen auf. Eine Korpusschiene ist am Möbelkorpus befestigt. Ein oberer
Rahmenschenkel des ausziehbaren Hochschrankteils ist als Ausziehschiene ausgebildet.
Dazwischen ist eine Mittelschiene angeordnet. Es kann somit ein Vollauszug oder Überauszug
des ausziehbaren Hochschrankteils ermöglicht werden. Die Ausbildung ist robust und
funktionell, allerdings auch relativ aufwendig. Auch benötigt sie einen durch die
drei ineinander geführten Schienen bedingten Bauraum bezogen auf die Höhe, wodurch
die nutzbare Höhe des ausziehbaren Hochschrankteils verringert wird. Zudem erstreckt
sich die Einrichtung im ausgezogenen Zustand des ausziehbaren Hochschrankteils über
die Tiefe des ausziehbaren Hochschrankteils, wodurch sie einem Beladen des ausziehbaren
Hochschrankteils von oben im Weg steht.
[0003] Besonders bei nicht allzu hohen ausziehbaren Möbelteilen kann dies unerwünscht sein.
[0004] Aus der
US 3 784 274 A ist eine Vorrichtung zur Seitenführung des oberen Endes eines ausziehbaren Möbelteils
bekannt, bei der ein verschwenkbares Drehstück mit einem Montagestück in relativ zueinander
veränderlicher Lage zusammenwirkt.
[0005] Aufgabe der Erfindung ist es eine vorteilhafte Einrichtung der eingangs genannten
Art bereitzustellen, welche bei einer einfachen Ausbildung einen Vollauszug oder Überauszug
des ausziehbaren Möbelteils ermöglicht. Erfindungsgemäß gelingt dies durch eine Einrichtung
mit den Merkmalen des Anspruchs 1.
[0006] Die Einrichtung gemäß der Erfindung weist ein von der Führungsschiene parallel zur
Ausziehrichtung geführtes Drehstück auf, welches an einem Montagestück um eine rechtwinkelig
zur Ausziehrichtung liegende horizontale Drehachse verschwenkbar gelagert ist. Das
Montagestück ist am ausziehbaren Möbelteil befestigbar, insbesondere im Bereich von
dessen bezogen auf die Ausziehrichtung hinteren Ende. Das Montagestück ist von einer
Einschubstellung, welche vom Montagestück im vollständig eingeschobenen Zustand des
ausziehbaren Möbelteils einnehmbar ist, in die Ausziehrichtung über einen Verschiebeweg
in eine Ausziehstellung verschiebbar, welche vom Montagestück im vollständig ausgezogenen
Zustand des ausziehbaren Möbelteils einnehmbar ist. Das Drehstück liegt in der Einschubstellung
des Montagestücks an einem Einschub-Endanschlag der Führungsschiene an, wobei es eine
Einschub-Drehstellung um die Drehachse gegenüber dem Montagestück aufweist. In der
Ausziehstellung des Montagestücks liegt das Drehstück an einem Auszieh-Endanschlag
der Führungsschiene an, wobei es eine Auszieh-Drehstellung um die Drehachse gegenüber
dem Montagestück einnimmt. Die Auszieh-Drehstellung ist gegenüber der Einschub-Drehstellung
um die Drehachse verdreht, vorzugsweise um mehr als 60°, besonders bevorzugt um mehr
als 90°.
[0007] Durch die Drehung des von der Führungsschiene geführten Drehstücks um die Drehachse
kann der Verschiebeweg, über welchen das Montagestück zwischen der Einschubstellung
und der Ausziehstellung verschoben werden kann, verlängert werden. Dieser Verschiebeweg
kann dadurch länger als der Abstand zwischen dem Einschub-Endanschlag und dem Auszieh-Endanschlag
der Führungsschiene sein. Es kann dadurch bei einer relativ einfachen Ausbildung eine
Seitenführung eines Vollauszugs oder Überauszugs des ausziehbaren Möbelteils realisiert
werden.
[0008] Wenn das Montagestück im Bereich des bezogen auf die Ausziehrichtung hinteren Endes
des ausziehbaren Möbelteils an diesem montiert wird, so wird der Zugang zum ausziehbaren
Möbelteil von oben durch die erfindungsgemäße Einrichtung zur Seitenführung des ausziehbaren
Möbelteils nicht behindert. Das ausziehbare Möbelteil kann somit von oben beladen
werden.
[0009] Auch kann die nutzbare Höhe des ausziehbaren Möbelteils maximiert werden.
[0010] Vorzugsweise wird beim Verschieben des Montagestücks in die Ausziehrichtung ausgehend
von der Einschubstellung des Montagestücks zumindest über einen Anfangsabschnitt des
Verschiebeweges durch das Zusammenwirken des Drehstücks mit einem ersten Eingriffselement
der Führungsschiene eine Drehung des Drehstücks um die Drehachse gegenüber dem Montagestück
bewirkt, wobei bei der weiteren Verschiebung des Montagestücks über einen an den Anfangsabschnitt
anschließenden Hauptabschnitt des Verschiebeweges die Drehstellung des Drehstücks
um die Drehachse gegenüber dem Montagestück unverändert bleibt.
[0011] Es ist bevorzugt, dass beim Verschieben des Montagestücks in die Ausziehrichtung
zumindest über einen Endabschnitt des Verschiebeweges vor Erreichen der Ausziehstellung
des Montagestücks durch das Zusammenwirken mit einem zweiten Eingriffselement der
Führungsschiene eine Drehung des Drehstücks um die Drehachse gegenüber dem Montagestück
bewirkt wird.
[0012] Denkbar und möglich wäre es aber auch, dass eine solche Drehung des Drehstücks um
die Drehachse gegenüber dem Montagestück entweder nur über den Anfangsabschnitt des
Verschiebeweges oder nur über den Endabschnitt des Verschiebeweges des Montagestücks
bewirkt wird.
[0013] Wenn beim Verschieben des Montagestücks über den Anfangsabschnitt des Verschiebeweges
eine Drehung des Drehstücks um die Drehachse bewirkt wird, was bevorzugt ist, so ist
diese Drehung des Drehstücks beim Einschieben des Montagestücks entgegen der Ausziehrichtung
über den Anfangsabschnitt des Verschiebeweges bis zum Erreichen der Einschubstellung
des Montagestücks vorteilhafterweise durch einen Dämpfer gedämpft.
[0014] Wenn beim Ausziehen des Montagestücks in die Ausziehrichtung über den Endabschnitt
des Verschiebeweges eine Drehung des Drehstücks um die Drehachse bewirkt wird, was
bevorzugt ist, so ist diese Drehung vorteilhafterweise durch einen Dämpfer gedämpft.
[0015] Insbesondere kann ein einzelner Dämpfer vorgesehen sein, der sowohl das Ausziehen
des Montagestücks über den Endabschnitt des Verschiebeweges als auch das Einschieben
des Montagestücks über den Anfangsabschnitt des Verschiebeweges dämpft.
[0016] Zum Dämpfen des Verschiebens des Montagestücks über den Endabschnitt des Verschiebeweges
beim Ausziehen des Montagestücks und/oder über den Anfangsabschnitt des Verschiebeweges
beim Einschieben des Montagestücks ist vorteilhafterweise ein Rotationsdämpfer vorgesehen.
Hierbei kann das Drehstück eine zur Drehachse koaxiale Verzahnung aufweisen, welche
mit einer mit dem Dämpfer gekoppelten entlang eines Kreises oder Kreisbogens verlaufenden
Verzahnung kämmt.
[0017] Die Führungsschiene weist vorteilhafterweise einen von ersten und zweiten Seitenschenkeln
begrenzten Aufnahmeraum auf, der nach unten offen ist, wobei das Drehstück von unten
in diesen Aufnahmeraum ragt. Die Seitenschenkel stehen hierbei günstigerweise von
einem horizontalen Basissteg nach unten
ab. Die Führungsschiene besitzt also einen U-förmigen Querschnitt.
[0018] Vorteilhafterweise wird der Einschub-Endanschlag von einem Abschnitt der Mantelfläche
eines Bolzens der Führungsschiene gebildet, der beim Verschieben des Montagestücks
über den Anfangsabschnitt des Verschiebeweges in eine Kulissenbahn des Drehstücks
eingreift. Dieser Bolzen bildet dabei ein erstes Eingriffselement der Führungsschiene,
welche beim Verschieben des Montagestücks über den Anfangsabschnitt des Verschiebeweges
eine Drehung des Drehstücks um die Drehachse bewirkt.
[0019] Der Auszieh-Endanschlag wird vorteilhafterweise von einem Abschnitt der Mantelfläche
eines Bolzens der Führungsschiene gebildet, der beim Verschieben des Montagestücks
über den Endabschnitt des Verschiebeweges in eine Kulissenbahn des Drehstücks eingreift.
Dieser Bolzen bildet dabei ein zweites Eingriffselement der Führungsschiene, welches
beim Verschieben des Montagestücks über den Endabschnitt eine Drehung des Drehstücks
um die Drehachse bewirkt.
[0020] Weitere Vorteile und Einzelheiten der vorliegenden Erfindung werden im Folgenden
anhand der beiliegenden Zeichnung erläutert. In dieser zeigen:
- Fig. 1
- eine Schrägsicht eines Hochschranks mit einer erfindungsgemäßen Einrichtung gemäß
einem Ausführungsbeispiel der Erfindung in der vollständig eingeschobenen Stellung
des ausziehbaren Möbelteils;
- Fig. 2
- eine Darstellung entsprechend Fig. 1 in der vollständig ausgezogenen Stellung des
ausziehbaren Möbelteils;
- Fig. 3
- eine Darstellung entsprechend Fig. 2 aus einer geänderten Blickrichtung, wobei Teile
des Möbelkorpus entfernt sind;
- Fig. 4
- eine Seitenansicht der Einrichtung zur Seitenführung in einer mittleren Stellung des
Montagestücks;
- Fig. 5
- einen Schnitt entlang der Linie A-A von Fig. 4;
- Fig. 6
- einen Schnitt entlang der Linie B-B von Fig. 4;
- Fig. 7
- eine Schrägsicht der Einrichtung zur Seitenführung in einer mittleren Stellung des
Montagestücks;
- Fig. 8
- eine Schrägsicht entsprechend Fig. 7 aus einer anderen Blickrichtung (von schräg unten
und von der gegenüberliegenden Seite);
- Fig. 9
- eine Schrägsicht der von der Führungsschiene geführten Einheit, in der Stellung, welche
sie in der Einschubstellung des Montagestücks einnimmt;
- Fig. 10
- eine Darstellung analog Fig. 9, aber in der Stellung, welche die Einheit in der Ausziehstellung
des Montagestücks einnimmt;
- Fig. 11 und 12
- Explosionsdarstellungen aus verschiedenen Blickrichtungen;
- Fig. 13
- eine Schrägsicht der Einrichtung in der Einschubstellung des Montagestücks, die Führungsschiene
nur teilweise dargestellt und der vordere Seitenschenkel der Führungsschiene entfernt;
- Fig. 14
- eine Darstellung analog Fig. 13 in der Ausziehstellung des Montagestücks;
- Fig. 15
- eine Seitenansicht der Einheit, die Führungsschiene nur teilweise dargestellt und
der vordere Seitenschenkel entfernt, in der Einschubstellung des Montagestücks;
- Fig. 16
- eine Darstellung analog Fig. 15, aber das Montagestück beim Ausziehen in einer Stellung
in einem mittleren Bereich des Anfangsabschnitts des Verschiebeweges;
- Fig. 17
- eine Darstellung analog Fig. 15, aber das Montagestück beim Ausziehen in der Stellung
am Ende des Anfangsabschnitts des Verschiebeweges;
- Fig. 18
- eine Darstellung analog Fig. 15, aber das Montagestück beim Ausziehen in einer Stellung
am Beginn des Endabschnitts des Verschiebeweges;
- Fig. 19
- eine Darstellung analog Fig. 15, aber das Montagestück beim Ausziehen in einer Stellung
in einem mittleren Bereich des Endabschnitts des Verschiebeweges;
- Fig. 20
- eine Darstellung analog Fig. 15, aber das Montagestück in der Ausziehstellung;
- Fig. 21
- eine Darstellung analog Fig. 15, aber das Montagestück beim Einschieben in einer Stellung
am Ende des Endabschnitts des Ausziehweges;
- Fig. 22
- eine Darstellung analog Fig. 15, aber das Montagestück beim Einschieben in einer Stellung
am Beginn des Anfangsabschnitts des Ausziehweges.
[0021] Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird im Folgenden anhand der Figuren erläutert.
Die Einrichtung gemäß der Erfindung dient zur Seitenführung des oberen Endes eines
aus einem Möbelkorpus 1 in eine Ausziehrichtung 8 ausziehbaren und entgegen der Ausziehrichtung
8 einschiebbaren Möbelteils
2. Beim dargestellten Möbel handelt es sich um einen Hochschrank. Das ausziehbare Möbelteil
2 ist hierbei von einer einzelnen Ausziehführung 3, welche mittig unterhalb des ausziehbaren
Möbelteils 2 angeordnet ist, ausziehbar geführt, und zwar zwischen einer vollständig
eingeschobenen Stellung, vgl. Fig. 1 und einer vollständig ausgezogenen Stellung,
vgl. Fig. 2 und
3. Bei der Ausziehführung 3 kann es sich beispielsweise um einen Differentialauszug
handeln. Auch andere Arten von Ausziehführungen können eingesetzt werden, beispielsweise
Teleskopauszüge.
[0022] Durch die Ausziehführung 3 wird vorzugsweise ein Vollauszug oder ein Überauszug ermöglicht.
[0023] Die erfindungsgemäße Einrichtung kann auch bei anderen Möbeln als Hochschränken eingesetzt
werden. Insbesondere ist der Einsatz einer erfindungsgemäßen Einrichtung zweckmäßig,
wenn das ausziehbare Möbelteil nur von einer einzelnen, mittig angeordneten Ausziehführung
ausziehbar geführt ist.
[0024] Die erfindungsgemäße Einrichtung weist eine Führungsschiene 4 auf, welche am Möbelkorpus
1 zu befestigen ist, insbesondere an der Unterseite eines Deckenteils des Möbelkorpus
1.
[0025] Die erfindungsgemäße Einrichtung weist im Weiteren eine Einheit 5 auf, welche am
ausziehbaren Möbelteil zu befestigen ist. Diese Einheit 5 umfasst ein Montagestück
6, über welches die Befestigung am ausziehbaren Möbelteil 2 erfolgt, sowie ein Drehstück
7, welches von der Führungsschiene 4 parallel zur Ausziehrichtung 8, welche parallel
zur Längserstreckung der Führungsschiene 4 liegt, verschiebbar geführt ist. Bezogen
auf die entgegengesetzten horizontalen Richtungen, welche rechtwinkelig zur Ausziehrichtung
8 liegen, ist das Drehstück 7 von der Führungsschiene 4 gegen eine Verschiebung in
diese Richtungen (abgesehen von einem Lagerspiel) abgestützt.
[0026] Das Drehstück 7 greift von unten her in einen nach unten offenen Aufnahmeraum 9 der
Führungsschiene 4 ein. Der Aufnahmeraum wird in die entgegengesetzten horizontalen
Richtungen, welche rechtwinkelig zur Ausziehrichtung 8 liegen, von Seitenschenkeln
10, 11 der Führungsschiene 4 begrenzt. Diese Seitenschenkel 10, 11 stehen von einem
horizontalen Basissteg 12 der Führungsschiene 4 nach unten ab. Diese Seitenschenkel
10, 11 stützen somit das Drehstück 7 gegen eine Verschiebung in die rechtwinkelig
zur Ausziehrichtung 8 liegenden horizontalen Richtungen ab. Die Führungsschiene 4
besitzt einen U-förmigen Querschnitt.
[0027] Im Bereich ihres bezogen auf die Ausziehrichtung 8 hinteren Endes besitzt die Führungsschiene
4 ein erstes Eingriffselement 13, welches im Ausführungsbeispiel von einem zwischen
den Seitenschenkeln 10, 11 horizontal und rechtwinkelig zur Ausziehrichtung 8 verlaufenden
Bolzen gebildet wird. Im Bereich ihres bezogen auf die Ausziehrichtung 8 vorderen
Endes besitzt die Führungsschiene 4 ein zweites Eingriffselement 14, welches im Ausführungsbeispiel
von einem horizontal und rechtwinkelig zur Ausziehrichtung 8 verlaufenden Bolzen gebildet
wird.
[0028] Das Montagestück 6 ist, wie bereits erwähnt, im Bereich des bezogen auf die Ausziehrichtung
8 hinteren Endes des ausziehbaren Möbelteils 2 an diesem montiert, beispielsweise
im Bereich des oberen Ende eines oberen Rückwandteils 2a des ausziehbaren Möbelteils.
Dieses obere Rückwandteil 2a weist hierbei eine vom oberen Rand ausgehende Ausnehmung
auf, in welche das Montagestück 6 eingesetzt ist. Das Montagestück 6 besitzt an seiner
Unterseite eine Aussparung 15, sodass der untere Abschnitt eine U-Form aufweist. Mit
dieser ist das Montagestück 6 auf den unteren Rand der Ausnehmung im Rückwandteil
2a aufgesteckt und in diesem Bereich an das Rückwandteil 2a angeschraubt. Andere Arten
der Befestigung am Rückwandteil 2a sind ebenso möglich.
[0029] Das obere Rückwandteil 2a ist im gezeigten Ausführungsbeispiel des ausziehbaren Möbelteils
gegenüber einem unteren Rückwandteil 2b des ausziehbaren Möbelteils in der Höhe verstellbar
und in der eingestellten Position mittels Schrauben fixierbar.
[0030] Das Drehstück 7 ist vom Montagestück 6 um eine horizontale Drehachse, welche rechtwinkelig
zur Ausziehrichtung 8 liegt, verschwenkbar (=begrenzt drehbar) gelagert. Das Drehstück
7 kann von einer Einschub-Drehstellung in eine Auszieh-Drehrichtung bis in eine Auszieh-Drehstellung
gedreht werden. In der Auszieh-Drehstellung ist eine weitere Drehung in die Auszieh-Drehrichtung
blockiert, in der Einschub-Drehstellung ist eine weitere Drehung entgegen der Auszieh-Drehrichtung
blockiert.
[0031] Der Bereich, über welchen das Drehstück 7 in den Aufnahmeraum 9 der Führungsschiene
4 eingreift, stellt einen Eingriffsabschnitt 21 des Drehstücks 7 dar. Auf der dem
Eingriffsabschnitt 21 gegenüberliegenden Seite besitzt das Drehstück 7 einen stegartigen
Fortsatz 22, der in einer vertikalen, parallel zur Ausziehrichtung 8 liegenden Ebene
liegt. Dieser Fortsatz 22 ragt in einen Schlitz 16 des Montagestücks
6. Eine Durchtrittsöffnung 17 durch das Montagestück 6 durchsetzt diesen Schlitz 16.
Diese Durchtrittsöffnung 17 liegt koaxial zu einer Durchtrittsöffnung 22a durch den
Fortsatz 22. Ein die Drehachse 20 bildender Stift 19 durchsetzt die Durchtrittsöffnung
17 des Montagestücks 6 und die Durchtrittsöffnung 22a des Fortsatzes. Die Durchtrittsöffnungen
17, 22a liegen somit koaxial zur Drehachse 20.
[0032] Der Fortsatz 22 besitzt an seiner vom Eingriffsabschnitt 21 weggerichteten Schmalseite
eine Verzahnung 22b, welche sich über einen Kreisbogen erstreckt. Bei der Drehung
des Drehstücks 7 um die Drehachse 20 dreht sich die Verzahnung 22b um die Drehachse
20.
[0033] In eine Ausnehmung 18 des Montagestücks 6 ist ein Dämpfer 23 eingesetzt, der als
Rotationsdämpfer ausgebildet ist. Dieser besitzt ein auf einer Welle angeordnetes
Zahnrad mit einer Verzahnung 23a. Diese steht mit der Verzahnung 22b des Fortsatzes
22 in Eingriff. Bei der Drehung des Drehstücks 7 um die Drehachse 20 wird somit die
Welle des Dämpfers 23 gedreht, wobei diese Drehung gegen den vom Dämpfer aufgebrachten
Widerstand erfolgt.
[0034] Der Dämpfer 23 besitzt im Ausführungsbeispiel eine abstehende Lasche 23b, mit welcher
er mit einer Schraube 25 an den Stift 19 angeschraubt ist.
[0035] Der Eingriffsabschnitt 21 des Drehstücks 7 wird von Vorsprüngen 24 begrenzt, welche
beidseitig in Richtungen rechtwinkelig zur Ausziehrichtung 8 abstehen. Diese Vorsprünge
24 dienen dazu, in einem Hauptabschnitt des Verschiebeweges eine mittlere Stellung
des Drehstücks 7 sicherzustellen, wie weiter unten genauer erläutert wird.
[0036] Im Eingriffsabschnitt 21 des Drehstücks 7 sind (bezogen auf die Ausziehrichtung 8)
hinten und vorne erste und zweite Kulissenbahnen 21a, 21b ausgebildet, welche mit
den von den Bolzen gebildeten ersten und zweiten Eingriffselementen 13, 14 der Führungsschiene
4 zusammenwirken, wie ebenfalls weiter unten erläutert.
[0037] Im Folgenden wird, insbesondere anhand der Fig. 15-22, die Funktionsweise erläutert.
Das Montagestück 6 kann über einen Verschiebeweg zwischen einer Einschubstellung (Fig.
15) und einer Ausziehstellung (Fig. 20) verschoben werden. In der Einschubstellung
befindet sich das ausziehbare Möbelteil 2 in seiner vollständig eingeschobenen Stellung.
In der Ausziehstellung des Montagestücks 6 befindet sich das ausziehbare Möbelteil
2 in seiner vollständig ausgezogenen Stellung.
[0038] Das Ausziehen des Montagestücks 6 von der Einschubstellung in die Ausziehstellung
erfolgt in eine Verschieberichtung 8, das Einschieben entgegen der Verschieberichtung
8.
[0039] In der Einschubstellung des Montagestücks 6 liegt das Drehstück 7 an einem Einschub-Endanschlag
13a der Führungsschiene 4 an, vgl. Fig. 15. Dieser wird von einem Abschnitt der Mantelfläche
des als Bolzen ausgebildeten ersten Eingriffselements 13 gebildet. Das Drehstück 7
befindet sich in der Einschub-Drehstellung gegenüber dem Montagestück 6 bezüglich
der Drehung um die Drehachse 20. Das als Bolzen ausgebildete erste Eingriffselement
13 ist in die Kulissenbahn 21a des Drehstücks 7 eingefahren und liegt mit seiner den
Einschub-Endanschlag 13a bildenden Mantelfläche an der die Kulissenbahn 21a begrenzende
Wandung des Drehstücks 7 an. Wenn in der Einschubstellung des Montagestücks 6 eine
entgegen der Ausziehrichtung 8 gerichtete Kraft auf das Montagestück 6 wirkt, wird
vom Bolzen auf das Drehstück 7 ein um die Drehachse 20 wirkendes Drehmoment ausgeübt,
welches entgegen der Auszieh-Drehrichtung wirkt. Eine weitere Drehung des Drehstücks
7 entgegen der Auszieh-Drehrichtung ist aber blockiert. In der Einschubstellung des
Montagestücks 6 ist somit eine Verschiebung des Montagestücks 6 entgegen der Ausziehrichtung
8 blockiert.
[0040] In der Ausziehstellung des Montagestücks 6 liegt das Drehstück an einem Auszieh-Endanschlag
14a der Führungsschiene 4 an. Dieser wird von einem Abschnitt der Mantelfläche des
als Bolzen ausgebildeten zweiten Eingriffselements 14 gebildet, vgl. Fig. 16. Das
Drehstück 7 befindet sich in der Auszieh-Drehstellung bezüglich einer Drehung um die
Drehachse 20 gegenüber dem Montagestück
6. Das als Bolzen ausgebildete zweite Eingriffselement 14 ist in die Kulissenbahn 21b
des Drehstücks 7 eingefahren und liegt mit seiner den Auszieh-Endanschlag 14a bildenden
Mantelfläche an der die Kulissenbahn 21b begrenzenden Wandung des Drehstücks 7 an.
Wenn in der Ausziehstellung des Montagestücks 6 eine in die Ausziehrichtung 8 gerichtete
Kraft auf das Montagestück 6 wirkt, wird vom Bolzen auf das Drehstück 7 ein um die
Drehachse 20 wirkendes Drehmoment ausgeübt, welches in die Auszieh-Drehrichtung wirkt.
Eine weitere Drehung des Drehstücks 7 in die Auszieh-Drehrichtung ist aber blockiert.
In der Ausziehstellung des Montagestücks 6 ist dadurch eine Verschiebung des Montagestücks
6 in die Ausziehrichtung blockiert.
[0041] Wenn das Montagestück 6 ausgehend von der Einschubstellung in die Ausziehrichtung
8 ausgezogen wird, so wird das Drehstück 7 durch das Zusammenwirken des ersten Eingriffselements
13 mit der Kulissenbahn 21a über einen Anfangsabschnitt des Verschiebeweges von der
Einschub-Drehstellung in Richtung einer Mittel-Drehstellung gedreht, vgl. den in den
Fig. 15 bis 17 dargestellten Bewegungsablauf. In der in Fig. 17 dargestellten Stellung
gelangt das erste Eingriffselement 13 gerade außer Eingriff mit dem Drehstück 7.
[0042] Beim weiteren Ausziehen des Montagestücks 6 in die Ausziehrichtung 8 verbleibt das
Drehstück 7 über einen Hauptabschnitt des Verschiebeweges in dieser mittleren Drehstellung,
bis das Montagestück 6 einen Endabschnitt des Verschiebeweges erreicht. Fig. 18 zeigt
die Stellung des Montagestücks 6, in welcher das zweite Eingriffselement 14 bereits
etwas in die Kulissenbahn 21b des Drehstücks 7 eingefahren ist und das Drehstück 7
gerade an der die Kulissenbahn 21b begrenzenden Wandung am zweiten Eingriffselement
14 anschlägt. Das zweite Eingriffselement 14 fährt bei der weiteren Verschiebung des
Montagestücks 6 in die Ausziehrichtung 8 weiter in die Kulissenbahn 21b des Drehstücks
7 ein, wobei es das Drehstück 7 um die Drehachse 20 dreht, bis die Ausziehstellung
des Montagestücks 6 erreicht ist, vgl. Fig. 20. Fig. 19 zeigt eine Stellung des Montagestücks
6 in einem mittleren Bereich des Endabschnitts des Verschiebeweges.
[0043] Beim Einschieben des Montagestücks 6 von der Ausziehstellung bis zur Einschubstellung
erfolgt der Bewegungsablauf im Wesentlichen in umgekehrter Weise. Fig. 21 zeigt hierbei
die Stellung des Montagestücks 6, in welcher das zweite Eingriffselement 14 gerade
außer Eingriff mit dem Drehstück 7 gelangt. Fig. 22 zeigt die Stellung des Montagestücks
22, in welcher gerade das Drehstück 7 in Eingriff mit dem ersten Eingriffselement
13 gelangt.
[0044] Um über den Hauptabschnitt des Verschiebeweges die mittlere Drehstellung des Drehstücks
7 sicherzustellen, dienen die Vorsprünge 24 des Drehstücks 7. Diese wirken mit den
nach unten weisenden Schmalseiten der Seitenschenkel 10, 11 zusammen und verhindern
somit eine Drehung des Drehstücks 7, abgesehen von einem Spiel.
[0045] Über den Anfangsabschnitt des Verschiebeweges sind die bezogen auf die Ausziehrichtung
8 hinten liegenden Vorsprünge 24 außer Eingriff mit den Seitenschenkeln 10, 11 der
Führungsschiene, sodass beim Einschieben des Montagestücks 6 die Drehung des Drehstücks
7 von der mittleren Drehstellung in die Einschub-Drehstellung ermöglicht ist. Über
den Bereich des Endabschnitts des Verschiebeweges sind die bezogen auf die Ausziehrichtung
8 vorderen Vorsprünge 24 außer Eingriff mit den Seitenschenkeln 10, 11 der Führungsschiene
4, sodass beim Ausziehen des Montagestücks 6 die Drehung des Drehstücks 7 von der
mittleren Drehstellung in die Auszieh-Drehstellung ermöglicht ist.
[0046] Durch die Drehung des Drehstücks 7 zwischen der Einschub-Drehstellung und der Auszieh-Drehstellung
wird der Verschiebeweg verlängert, über welchen das Montagestück 6 gegenüber der Führungsschiene
4 verschiebbar ist.
[0047] Die Drehung des Drehstücks 7 um die Drehachse 20 ist durch den Dämpfer 23 gedämpft.
Wenn also das ausziehbare Möbelteil ausgezogen wird, erfolgt das Abbremsen des ausziehbaren
Möbelteils (im Bereich seines oberen Endes) vor Erreichen seiner vollständig ausgezogenen
Stellung gedämpft. Wenn das ausziehbare Möbelteil eingeschoben wird, erfolgt das Abbremsen
des ausziehbaren Möbelteils (im Bereich seines oberen Endes) vor Erreichen der vollständig
eingeschobenen Stellung gedämpft.
[0048] Grundsätzlich wäre es auch denkbar und möglich, das Drehstück nur über den Anfangs-Abschnitt
des Verschiebeweges oder nur über den Endabschnitt des Verschiebeweges gegenüber dem
Montagestück zu drehen. Die Drehung sowohl über den Anfangsabschnitt als auch über
den Endabschnitt des Verschiebeweges hat insbesondere den Vorteil, dass mittels des
Rotationsdämpfers 23 sowohl der Endanschlag beim Ausziehen als auch der Endanschlag
beim Einschieben gedämpft wird.
[0049] Die Kulissenbahnen 21a, 21b sind im Ausführungsbeispiel gebogen ausgebildet, wie
dies bevorzugt ist. Es wird dadurch eine Anpassung des Verlaufes der Dämpfungskraft
beim Ausziehen über den Endabschnitt des Verschiebeweges und beim Einschieben über
den Anfangsabschnitt des Verschiebeweges ermöglicht.
[0050] Die Kulissenbahn 21b besitzt im Ausführungsbeispiel einen innen liegenden Endabschnitt,
der in der Auszieh-Drehstellung des Drehstücks 7 eine Ausbuchtung nach oben darstellt,
in welcher in der Ausziehstellung der das zweite Eingriffselement bildende Bolzen
liegt, vgl. Fig. 20. Bei der Montage der erfindungsgemäßen Einrichtung kann dadurch
in der Ausziehstellung des Montagestücks 6 das Rückwandteil 2a mit der daran montierten
erfindungsgemäßen Einrichtung an der Führungsschiene 4 angehängt werden. In dieser
Stellung kann das Rückwandteil 2a mit dem Rückwandteil 2b verbunden werden. Dadurch
ist die korrekte Höhe des Rückwandteils 2a sichergestellt.
[0051] Unterschiedliche weitere Modifikationen der gezeigten Ausführungsbeispiel sind denkbar
und möglich, ohne den Bereich der Erfindung, wie er in den Ansprüchen definiert ist,
zu verlassen. Denkbar und möglich wäre es beispielsweise, die Eingriffselemente 13
und/oder 14 der Führungsschiene als Teile mit Kulissenbahnen, beispielsweise aus Kunststoff,
auszubilden, welche in das, insbesondere aus Metall bestehende, Profil der Führungsschiene
eingesetzt sind und welche mit mindestens einem oder zwei am Drehstück 7 angeordneten
Bolzen zusammenwirken.
[0052] Grundsätzlich denkbar und möglich wäre es auch, die Führungsschiene mit einem anderen
als U-förmigen Querschnitt, beispielsweise V-förmigen Querschnitt auszubilden.
[0053] Der Dämpfer 23 könnte statt durch eine Schraube 25 auch in anderer Weise im Montagestück
6 befestigt sein, beispielsweise eingeschnappt sein. Eine Sicherung gegen eine Verdrehung
könnte beispielsweise durch mindestens eine parallel zur Drehachse verlaufende Rippe
ausgebildet sein, die in eine Nut in der Wand in der Ausnehmung 18 eingreift. Der
die Drehachse bildende Stift 19 könnte in die Durchtrittsöffnung 17 eingeschnappt
sein.
L e g e n d e zu den Hinweisziffern:
| 1 |
Möbelkorpus |
22a |
Durchtrittsöffnung |
| 2 |
ausziehbares Möbelteil |
22b |
Verzahnung |
| 2a |
Rückwandteil |
23 |
Dämpfer |
| 2b |
Rückwandteil |
23a |
Verzahnung |
| 3 |
Ausziehführung |
23b |
Lasche |
| 4 |
Führungsschiene |
24 |
Vorsprung |
| 5 |
Einheit |
25 |
Schraube |
| 6 |
Montagestück |
|
|
| 7 |
Drehstück |
|
|
| 8 |
Ausziehrichtung |
|
|
| 9 |
Aufnahmeraum |
|
|
| 10 |
Seitenschenkel |
|
|
| 11 |
Seitenschenkel |
|
|
| 12 |
Basissteg |
|
|
| 13 |
erstes Eingriffselement |
|
|
| 13a |
Einschub-Endanschlag |
|
|
| 14 |
zweites Eingriffselement |
|
|
| 14a |
Auszieh-Endanschlag |
|
|
| 15 |
Aussparung |
|
|
| 16 |
Schlitz |
|
|
| 17 |
Durchtrittsöffnung |
|
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Ausnehmung |
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Stift |
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Drehachse |
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| 21 |
Eingriffsabschnitt |
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Kulissenbahn |
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| 21b |
Kulissenbahn |
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Fortsatz |
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1. Einrichtung zur Seitenführung des oberen Endes eines ausziehbaren Möbelteils (2),
welches von einer in einen Möbelkorpus (1) vollständig eingeschobenen Stellung in
eine Ausziehrichtung (8) bis in eine aus dem Möbelkorpus (1) vollständig ausgezogene
Stellung ausziehbar ist, umfassend eine am Möbelkorpus (1) befestigbare Führungsschiene
(4), deren Längserstreckung parallel zur Ausziehrichtung (8) liegt, dadurch gekennzeichnet, dass die Einrichtung ein von der Führungsschiene (4) parallel zur Ausziehrichtung (8)
geführtes Drehstück (7) aufweist, welches an einem am ausziehbaren Möbelteil befestigbaren
Montagestück (6) um eine rechtwinkelig zur Ausziehrichtung (8) liegende horizontale
Drehachse (20) verschwenkbar gelagert ist, wobei das Montagestück (6) gegenüber der
Führungsschiene (4) von einer Einschubstellung, welche vom Montagestück (6) in der
vollständig eingeschobenen Stellung des ausziehbaren Möbelteils (2) einnehmbar ist,
in die Ausziehrichtung (8) über einen Verschiebeweg bis in eine Ausziehstellung verschiebbar
ist, welche vom ausziehbaren Möbelstück (2) in der vollständig ausgezogenen Stellung
einnehmbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass das Drehstück (7) in der Einschubstellung des Montagestücks (6) an einem Einschub-Endanschlag
(13a) der Führungsschiene (4) anliegt und eine Einschub-Drehstellung gegenüber dem
Montagestück (6) einnimmt und in der Ausziehstellung des Montagestücks (6) an einem
Auszieh-Endanschlag (14a) der Führungsschiene (4) anliegt und eine Auszieh-Drehstellung
gegenüber dem Montagestück (6) einnimmt, welche gegenüber der Einschub-Drehstellung
um die Drehachse (20) gedreht ist.
2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass beim Verschieben des Montagestücks (6) ausgehend von der Einschubstellung in die
Ausziehrichtung (8) über einen Anfangsabschnitt des Verschiebeweges durch das Zusammenwirken
des Drehstücks (7) mit einem ersten Eingriffselement (13) der Führungsschiene (4)
eine Drehung des Drehstücks (7) um die Drehachse (20) gegenüber dem Montagestück (6)
erfolgt und bei der Verschiebung des Montagestücks (6) über einen an den Anfangsabschnitt
anschließenden Hauptabschnitt des Verschiebeweges die Drehstellung des Drehstücks
(7) um die Drehachse (20) gegenüber dem Montagestück (6) unverändert bleibt.
3. Einrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Drehung des Drehstücks (7) beim Verschieben des Montagestücks (6) entgegen der
Ausziehrichtung (8) über den Anfangsabschnitt des Verschiebeweges bis zum Erreichen
der Einschubstellung des Montagestücks (6) durch einen Dämpfer (23), der vorzugsweise
als Rotationsdämpfer ausgebildet ist, gedämpft ist.
4. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass beim Verschieben des Montagestücks (6) in die Ausziehrichtung (8) über einen Endabschnitt
des Verschiebeweges vor Erreichen der Ausziehstellung durch das Zusammenwirken des
Drehstücks (7) mit einem zweiten Eingriffselement (14) der Führungsschiene (4) eine
Drehung des Drehstücks (7) um die Drehachse (20) gegenüber dem Montagestück (6) erfolgt.
5. Einrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Drehung des Drehstücks (7) beim Verschieben des Montagestücks (6) in die Ausziehrichtung
(8) über den Endabschnitt des Verschiebeweges bis zum Erreichen der Ausziehstellung
des Montagestücks (6) durch einen Dämpfer (23), der vorzugsweise als Rotationsdämpfer
ausgebildet ist, gedämpft ist.
6. Einrichtung nach Anspruch 3 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Drehstück eine zur Drehachse (20) koaxiale Verzahnung (22b) aufweist, die mit
einer mit dem Dämpfer (23) gekoppelten Verzahnung (23a) kämmt.
7. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Führungsschiene (4) einen von Seitenschenkeln (10, 11) begrenzten nach unten
offenen Aufnahmeraum (9) aufweist, in den ein Eingriffsabschnitt (21) des Drehstücks
(7) ragt.
8. Einrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Seitenschenkel (10, 11) von einem horizontalen Basissteg (12) der Führungsschiene
(4) nach unten abstehen.
9. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Einschub-Endanschlag (13a) von einem Abschnitt einer Mantelfläche eines als Bolzen
ausgebildeten ersten Eingriffselements (13) der Führungsschiene (4) gebildet wird,
das beim Verschieben des Montagestücks (6) über den Anfangsabschnitt des Verschiebeweges
in eine Kulissenbahn (21a) des Drehstücks (7) eingreift.
10. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass der Auszieh-Endanschlag (14a) von einem Abschnitt einer Mantelfläche eines als Bolzen
ausgebildeten zweiten Eingriffselements (14) der Führungsschiene (4) gebildet wird,
das beim Verschieben des Montagestücks (6) über den Endabschnitt des Verschiebeweges
in eine Kulissenbahn (21b) des Drehstücks (7) eingreift.
1. Device for lateral guidance of the upper end of an extendable furniture part (2),
which can be extended from a position completely inserted into a furniture body (1)
in an pull-out direction (8) to a position completely extended out of the furniture
body (1), comprising a guide rail (4) which can be fastened to the furniture body
(1) and the longitudinal extent of which is parallel to the pull-out direction (8),
characterized in that the device has a rotating piece (7) which is guided by the guide rail (4) parallel
to the pull-out direction (8) and which is mounted on a mounting piece (6) which can
be fastened to the extendable furniture part so as to be pivotable about a horizontal
axis of rotation (20) lying at right angles to the pull-out direction (8), the mounting
piece (6) being movable relative to the guide rail (4) from an inserted position,
which can be occupied by the mounting piece (6) in the fully inserted position of
the extendable furniture part (2), in the pull-out direction (8) via a displacement
movement to an extended position, which can be occupied by the extendable furniture
part (2) in the fully extended position, and wherein, in the inserted position of
the mounting piece (6), the rotating piece (7) bears against a insertion end stop
(13a) of the guide rail (4) and assumes an inserted rotational position relative to
the mounting piece (6) and, in the extended position of the mounting piece (6), bears
against an extension end stop (14a) of the guide rail (4) and assumes an extended
rotational position relative to the mounting piece (6), which is rotated about the
axis of rotation (20) relative to the inserted rotational position.
2. Device according to claim 1, characterized in that, when the mounting piece (6) is displaced, starting from the inserted position in
the pull-out direction (8) over an initial section of the displacement movement, the
rotating piece (7) is rotated about the axis of rotation (20) relative to the mounting
piece (6) by the interaction of the rotating piece (7) with a first engagement element
(13) of the guide rail (4) and, when the mounting piece (6) is displaced over a main
section of the displacement movement following the initial section, the rotational
position of the rotating piece (7) about the axis of rotation (20) relative to the
mounting piece (6) remains unchanged.
3. Device according to claim 2, characterized in that the rotation of the rotating piece (7) is damped by a damper (23), which is preferably
designed as a rotation damper, when the mounting piece (6) is displaced against the
pull-out direction (8) over the initial section of the displacement movement until
the inserted position of the mounting piece (6) is reached.
4. Device according to one of claims 1 to 3, characterized in that when the mounting piece (6) is displaced in the pull-out direction (8) over an end
section of the displacement movement before reaching the extended position, the rotating
piece (7) is rotated about the axis of rotation (20) with respect to the mounting
piece (6) by the interaction of the rotating piece (7) with a second engagement element
(14) of the guide rail (4).
5. Device according to claim 4, characterized in that the rotation of the rotating piece (7) during the displacement of the mounting piece
(6) in the pull-out direction (8) over the end section of the displacement movement
until the extended position of the mounting piece (6) is reached is damped by a damper
(23), which is preferably designed as a rotation damper.
6. Device according to claim 3 or 5, characterized in that the rotating piece has a toothing (22b) which is coaxial with the axis of rotation
(20) and meshes with a toothing (23a) coupled to the damper (23).
7. Device according to one of claims 1 to 6, characterized in that the guide rail (4) has a downwardly open receiving space (9) which is bounded by
side legs (10, 11) and into which an engagement section (21) of the rotating piece
(7) projects.
8. Device according to claim 7, characterized in that the side legs (10, 11) project downwards from a horizontal base web (12) of the guide
rail (4).
9. Device according to one of claims 1 to 8, characterized in that the insertion end stop (13a) is formed by a section of a lateral surface of a first
engagement element (13) of the guide rail (4), while the first engagement element
(13) is designed as a bolt and engages in a sliding track (21a) of the rotating piece
(7) when the mounting piece (6) is displaced over the initial section of the displacement
movement.
10. Device according to one of claims 1 to 9, characterized in that the extension end stop (14a) is formed by a section of a lateral surface of a second
engagement element (14) of the guide rail (4), while the second engagement element
(14) is designed as a bolt and engages in a sliding track (21b) of the rotating piece
(7) when the mounting piece (6) is displaced over the end section of the displacement
path.
1. Dispositif, destiné au guidage latéral de l'extrémité supérieure d'une partie de meuble
(2) extractible, qui est extractible d'une position entièrement insérée dans un corps
de meuble (1) dans une direction d'extraction (8) jusque dans d'une position entièrement
extraite du corps de meuble (1), comprenant un rail de guidage (4) susceptible d'être
fixé sur le corps de meuble (1), dont l'extension longitudinale se situe à la parallèle
de la direction d'extraction (8), caractérisé en ce que le dispositif comporte une pièce rotative (7) guidée par le rail de guidage (4) à
la parallèle de la direction d'extraction (8), laquelle sur une pièce de montage (6)
susceptible d'être fixée sur la partie de meuble extractible est logée en étant susceptible
de pivoter autour d'un axe de rotation (20) situé à angle droit par rapport à la direction
d'extraction (8), la pièce de montage (6) étant déplaçable par rapport au rail de
guidage (4) d'une position d'insertion, que la pièce de montage (6) peut adopter dans
la position totalement insérée de la partie de meuble (2) extractible dans la direction
d'extraction (8), via un trajet de déplacement jusque dans la position d'extraction,
que la partie de meuble (2) extractible peut adopter dans la position totalement extraite,
caractérisé en ce que dans la position d'insertion de la pièce de montage (6), la pièce rotative (7) s'appuie
sur une butée finale (13a) d'insertion du rail de guidage (4) et adopte une position
en rotation d'insertion par rapport à la pièce de montage (6) et dans la position
d'extraction de la pièce de montage (6), s'appuie sur une butée finale (14a) d'extraction
du rail de guidage (4) et adopte une position en rotation d'extraction par rapport
à la pièce de montage (6), laquelle est tournée autour de l'axe de rotation (20) par
rapport à la position en rotation d'insertion.
2. Dispositif selon la revendication 1, caractérisé en ce que lors du déplacement de la pièce de montage (6) à partir de la position d'insertion
dans la direction d'extraction (8), via un segment de début du trajet de déplacement,
par la coopération de la pièce rotative (7) avec un premier élément d'engagement (13)
du rail de guidage (4), il s'effectue une rotation de la pièce rotative (7) autour
de l'axe de rotation (20) par rapport à la pièce de montage (6) et lors du déplacement
de la pièce de montage (6) via un segment principal du trajet de déplacement qui se
raccorde sur le segment de début, la position en rotation de la pièce rotative (7)
autour de l'axe de rotation (20) par rapport à la pièce de montage (6) reste inchangée.
3. Dispositif selon la revendication 2, caractérisé en ce que la rotation de la pièce rotative (7) lors du déplacement de la pièce de montage (6)
à l'encontre de la direction d'extraction (8) via le segment de début du trajet de
déplacement jusqu'à l'atteinte de la position d'insertion de la pièce de montage (6)
est amortie par un amortisseur (23), qui est conçu de préférence sous la forme d'un
amortisseur de rotation.
4. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que lors du déplacement de la pièce de montage (6) dans la direction d'extraction (8)
via un segment final du trajet de déplacement, avant l'atteinte de la position d'extraction,
par la coopération de la pièce rotative (7) avec un deuxième élément d'engagement
(14) du rail de guidage (4), il s'effectue une rotation de la pièce rotative (7) autour
de l'axe de rotation (20) par rapport à la pièce de montage (6).
5. Dispositif selon la revendication 4, caractérisé en ce que la rotation de la pièce rotative (7) lors du déplacement de la pièce de montage (6)
dans la direction d'extraction (8) via le segment final du trajet de déplacement jusqu'à l'atteinte de la position
d'extraction de la pièce de montage (6) est amortie par un amortisseur (23), qui est conçu de
préférence sous la forme d'un amortisseur de rotation.
6. Dispositif selon la revendication 3 ou 5, caractérisé en ce que la pièce rotative comporte une denture (22b) coaxiale par rapport à l'axe de rotation
(20), qui s'engrène avec une denture (23a) accouplée avec l'amortisseur (23).
7. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 1 à 6, caractérisé en ce que le rail de guidage (4) comporte un espace de logement (9), ouvert sur le bas, délimité
par des branches latérales (10, 11), dans lequel saillit un segment d'engagement (21)
de la pièce rotative (7).
8. Dispositif selon la revendication 7, caractérisé en ce que les branches latérales (10, 11) débordent vers le bas à partir d'une barrette de
base (12) horizontale du rail de guidage (4).
9. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 1 à 8, caractérisé en ce que la butée finale (13a) d'insertion est formée par un segment d'une surface enveloppante
d'un premier élément d'engagement (13) conçu sous la forme d'un boulon du rail de
guidage (4), qui lors du déplacement de la pièce de montage (6) via le segment de
début du trajet de déplacement s'engage dans une coulisse (21a) de la pièce rotative
(7).
10. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 1 à 9, caractérisé en ce que la butée finale (14a) d'extraction est formée par un segment d'une surface enveloppante
d'un deuxième élément d'engagement (14) conçu sous la forme d'un boulon du rail de
guidage (4), qui lors du déplacement de la pièce de montage (6) via le segment final
du trajet de déplacement s'engage dans une coulisse (21b) de la pièce rotative (7).