[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Bestimmung der Echtheit eines Objektes,
aufweisend die folgenden Verfahrensschritte: Markieren des Objektes mit einem ersten
Leuchtstoff mit einem ersten zeitlichen Abklingverhalten, Markieren des Objektes mit
einem zweiten Leuchtstoff mit einem zweiten Abklingverhalten, das sich vom ersten
Abklingverhalten unterscheidet, Anregen der Leuchtstoffe mit einem Lichtimpuls, Einmessen
der Nachleuchtintensitäten beider Leuchtstoffe zeitlich nach dem Anregen mit dem Lichtimpuls.
[0002] Zur fälschungssicheren Markierung von Objekten mit einem Echtheitsmerkmal ist es
bekannt, nach Anregung nachleuchtende Leuchtstoffe einzusetzen und deren Abklingzeit
durch zeitaufgelöste spektrale Vermessung numerisch zu charakterisieren. Schon das
Herstellen eines Leuchtstoffes mit einer bestimmten, charakteristischen Nachleuchtzeit
macht es einem Fälscher wirtschaftlich uninteressant, das Echtheitsmerkmal zu synthetisieren,
wobei das Einstellen einer bestimmten Nachleuchtzeit als charakteristisches Stoffmerkmal
keine triviale Aufgabe ist.
[0003] In der deutschen Offenlegungsschrift
DE 10 2004 016 249 A1 wird ein Verfahren zur Echtheitsbestimmung von Objekten vorgestellt, das genau auf
der Charakterisierung des Abklingverhaltens eines Leuchtstoffes basiert.
[0004] In dem US-Patent
US 10,900,898B2 wird ein Verfahren zum Untersuchen eines Echtheitsmerkmals vorgestellt. Dabei werden
Leuchtstoffe mit einem Modulationssignal angeregt und das Nachleuchten wird mit einem
Lock-In-Verstärker verfolgt. Dadurch, dass die Leuchtstoffe ein festgelegtes Nachleuchten
aufweisen, kann aus dem Phasenversatz des Nachleuchtens die Exponentialkonstante abgleitet
werden. Durch eine hohe Modulationsfrequenz kann die Zeit der Echtheitsbestimmung
stark herabgesetzt werden.
[0005] Um das Fälschen eines solchen Echtheitsmerkmales weiter zu erschweren, wird in der
deutschen Offenlegungsschrift
DE 10 2017 130 027 A1 vorgeschlagen, bekannte Leuchtstoffe irreproduzierbar zu verändern. Die Veränderung
findet statt durch thermisches, chemisches und oder rein mechanisches behandeln, wobei
eine Degradation des Leuchtstoffes stattfindet. Durch diesen Degradationsschritt weist
der so erhaltene Leuchtstoff kein typisches Abklingverhalten eines exponentiellen
Prozesses erster Ordnung mehr auf, sondern ist vielmehr durch eine Summe von Prozessen
erster Ordnung zu beschreiben. Der Intensitätsverlauf des Nachleuchtens entspricht
somit nicht mehr einem Prozess erster Ordnung. Um die Echtheit eines mit einem solchen
Leuchtstoff markierten Objektes festzustellen bedarf es einer hochgenauen Messtechnik,
um das Abklingverhalten exakt zu charakterisieren und die Kurve, die das Nachleuchten
als Funktion der Zeit bestimmt, ausreichend zu vermessen. Die hohe Anforderung an
die Messtechnik verleiht dem Markierungsverfahren zwar eine hohe Fälschungssicherheit,
jedoch ist der breite Einsatz von entsprechenden Prüfgeräten entweder nicht wirtschaftlich
oder aufgrund der hohen Anforderung an das Messsystem kaum zu erreichen. Für einen
Einsatz bei einem hohen Durchsatz von Prüflingen steht die notwendige Messzeit dem
hohen Durchsatz entgegen.
[0006] Beispielsweise können Geldscheinverarbeitungssysteme einen Geldschein mit einer Geschwindigkeit
von ca. 12 m/s befördern, um die schiere Anzahl der Geldscheine in angemessener Zeit
zu verarbeiten. Für eine Echtheitsüberprüfung in einem kleinen Bereich des Geldscheines
bleiben somit nur wenige µs, um eine Echtheitsprüfung durchführen zu können. Um innerhalb
von wenigen µs ein Signalverlauf numerisch zu charakterisieren, bedarf es abermals
einer kürzeren Abklingzeit im Bereich von ns, um in dem kurzen zeitlichen Messfenster
das Nachleuchten durch Mehrfachmessung statistisch zu präzisieren. Leuchtstoffe mit
einem derart kurzen Abklingverhalten im ns-Bereich sind bekannt. Diese weisen auch
ein so stabiles Abklingverhalten als intrinsische Stoffeigenschaft auf, dass eine
Echtheitsprüfung möglich ist. Eine spektrale Vermessung von Abklingprozessen im ns-Bereich
bei Lichtintensitäten mit Bestrahlungsstärken, bei denen Geldscheine nicht ausbleichen,
läuft damit zwangsläufig auf eine Einzelphotonenmessung hinaus. Um aus einer diskreten
Einzelphotonenmessung ein kontinuierliches Abklingverhalten abzuleiten und dieses
numerisch zu charakterisieren, bedarf es einer Vielzahl von Messungen, um rein statistisch
die Charakterisierung durchführen zu können. Das Verfahren ist ziemlich fälschungssicher,
zumindest aber ist die Fälschung wirtschaftlich nicht durchführbar. Allerdings ist
der Messaufwand zur Echtheitsprüfung ebenfalls recht hoch, was dem breiten Einsatz
in der Fläche dieses Verfahrens entgegensteht. Zur Messung sind nämlich hochgenaue,
messartefaktfreie und kalibrierte Messsysteme vonnöten. Diese basieren auf ebenso
stabilen Sensoren mit einer hohen Linearität.
[0007] Es wäre wünschenswert, ein Verfahren zur Echtheitsbestimmung von Objekten zu haben,
das auf Basis eines für einen Leuchtstoff individuellen Abklingverhaltens funktioniert,
das aber mit einfacheren Messsystemen betreibbar ist.
[0008] Die
US 2019/0162864 A1 offenbart ein Verfahren zur Echtheitsprüfung basierend auf dem Abklingverhalten von
Leuchtstoffen. Dabei wird vorgeschlagen die Abklingzeit, die Wellenlänge der maximalen
Emission oder das Verhältnis der Konzentrationen der Leuchtstoffe zu bestimmen.
[0009] Aufgabe der Erfindung ist es daher, ein Verfahren zur Echtheitsbestimmung von Objekten
zur Verfügung zu stellen, das auf Basis von in der Breite verfügbare Standardbauteilen
durchführbar ist.
[0010] Die erfindungsgemäße Aufgabe wird gelöst durch ein Verfahren mit den Merkmalen nach
Anspruch 1. Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen des Verfahrens sind in den Unteransprüchen
zu Anspruch 1 angegeben.
[0011] Nach dem Gedanken der Erfindung ist vorgesehen, dass ein Echtheitsmerkmal mindestens
zwei verschieden nachleuchtende Leuchtstoffe aufweist. Damit wird das echtheitszumarkierende
Objekt mit diesen beiden Leuchtstoffen markiert. Als Leuchtstoffe lassen sich sowohl
Upkonversions-Leuchtstoffe einsetzen als auch Downkonversions-Leuchtstoffe, wie auch
eine Kombination von Upkonversions-Leuchtstoffen und Downkonversions-Leuchtstoffen.
Es ist dabei unwesentlich und daher vorteilhaft, ob die Markierung mit den verschiedenen
Leuchtstoffen an verschiedenen Stellen oder an gleicher Stelle vorgenommen wird. Die
verschiedenen Leuchtstoffe haben Emissionsbanden in verschiedenen Bereichen des Spektrums.
Dadurch kann eine Trennung der Nachleuchtsignale beider Leuchtstoffe leicht vorgenommen
werden, in dem ein Breitband-Detektor über einen ersten Filter das Signal eines ersten
Leuchtstoffes und ein anderer Detektor über einen weiteren Filter das Signal eines
weiteren Leuchtstoffes verfolgt. Anstelle den gegebenenfalls nicht mehr durch einen
physikalischen Prozess erster Ordnung beschreibbaren Verlauf des Abklingverhaltens
numerisch zu charakterisieren, ist nach dem Gedanken der Erfindung vorgesehen, eine
Differenzbildung der Signale vorzunehmen. Dabei entsteht, wenn das Signal zweier zu
einem Differenzsignal verbundener Signale auf Leuchtstoffen mit einer unterschiedlichen
Sättigungsemission und unterschiedlichen zeitlichem Verlauf basiert, zwangsläufig
ein Nulldurchgang. Ein Nulldurchgang ist messtechnisch auch bei sehr kurzen oder hochfrequenten
Signalen gut zu detektieren. Der Vorteil der Differenzbildung ist, dass die Differenzbildung
artefaktfrei oder zumindest stark artefaktarm ist. Denn beide Detektoren können so
aufgebaut werden, dass sie den gleichen Artefakten unterliegen. So kann ein nichtlinearer
Detektor oder ein Detektor, dessen Linearität eine nicht so hohe Güte aufweist, verwendet
werden. Selbst dann, wenn einfache Detektoren eine ausreichende Linearität aufweisen,
so ist die Hochfrequenzelektronik zur Verfolgung des Signals im ns-Bereich an sehr
vielen Stellen anfällig, ein Signal systemisch nichtlinear abzubilden. Durch die Differenzbildung
heben sich die Artefakte gegenseitig auf. Der tatsächliche gemessene Nulldurchgang
der Differenz beider Signale ist sehr stark von dem tatsächlichen Verlauf des Nachleuchtens
beider Signale abhängig und weniger von der Signalverarbeitung in einer Elektronik.
Das macht es möglich, mit in der Breite verfügbaren Mitteln die Echtheitsüberprüfung
durchzuführen. Die Differenzbildung der Signale wird hier zur Detektion eines zwischen
zwei Signalverläufen gleich hohen Signals zu einem bestimmten Zeitpunkt t eingesetzt.
Diese Detektion kann durch Bilden der Differenz beider Signale und Bestimmen des Nulldurchgangs
durchgeführt werden oder aber durch einen Vergleich der beiden Signale. Aus Sicht
der einzusetzenden Elektronik ist es ein geringfügiger Unterschied, ob tatsächlich
ein erstes Signal von einem zweiten Signal subtrahiert und der Nulldurchgang festgestellt
wird oder ob die identische Signalhöhe durch ein Identitätssignal eines Komparators
festgestellt wird. Beide Techniken, die Signaldifferenzschaltung als auch die Komparatorschaltung
sind in der Elektronik wohlbekannt und als zueinander äquivalent zu betrachten, wenn
es um die Detektion des Nulldurchgangs eines Differenzsignals aus zwei Signalen geht
oder der Detektion der identischen Signalhöhe zweier Signale durch ein Identitätssignal
eines Komparators.
[0012] Wird ein irreversibel veränderter Leuchtstoff eingesetzt, so ist dieser, selbst dann,
wenn der Zeitpunkt des Nulldurchgangs / des Identitätssignals durch eine Kombination
anderer Leuchtstoffe durch eine Fälschung simuliert wird, nicht "verloren". Es ist
möglich, durch eine andere Kombination zweier an sich bekannter irreversibel veränderter
Leuchtstoffe ein neues Echtheitsmerkmal zu erzeugen. Es kommt nämlich auf die Kombination
und den sich daraus ergebenen Nulldurchgang / das daraus ergebende Identitätssignal
an. Der originale Leuchtstoff verliert selbst bei einer einmal gelungenen Fälschung
nicht sofort an Relevanz. Es ist denkbar, dass eine Echtheitsprüfung mit zwei oder
mehr als zwei Leuchtstoffen, Anzahl n, durchgeführt wird, wobei sich n über 2 Kombinationen
für einen Nulldurchgang / ein Identitätssignal ergeben. Bei drei Leuchtstoffen ergeben
sich 3 Nulldurchgänge, bei 4 Leuchtstoffen ergeben sich 6 Nulldurchgänge und bei 5
Leuchtstoffen ergeben sich bereits 10 Nulldurchgänge. Mit einer überschaubaren Anzahl
verschiedener Leuchtstoffe ergibt sich also eine sehr schwer zu simulierende Anzahl
von Nulldurchgängen verschiedener Nachleuchtsignale.
[0013] Um ein Reverse-Engineering der eingesetzten Leuchtstoffe zu erschweren, kann in vorteilhafter
Weise vorgesehen sein, das mindestens einer der eingesetzten Leuchtstoffe ein Abklingverhalten
zeigt, welches durch eine Linearkombination verschiedener exponentieller Abklingverhalten
erster Ordnung beschrieben werden kann, gemäß folgendem Nachleuchtverhalten

mit
I(t) Intensität I zum Zeitpunkt t
i Index über eine Anzahl n verschiedener Prozesse
n Anzahl der Prozesse
I0 Sättigungsintensität zum Zeitpunkt t = 0
ki Abklingkonstante des Prozesses i aus n
t Zeit
e Basis des natürlichen Logarithmus
wobei sämtliche
ki voneinander verschieden sind. Dabei entspricht
It der Nachleuchtintensität nach Anregung,
I0,i entspricht der Sättigungsintensität oder der Anfangsintensität, e der Basis des natürlichen
Logarithmus,
ki einer Konstante und t der Zeit.
[0014] Es ist möglich, mit Leuchtstoffen zu arbeiten, die sich im Emissionsbereich stark
überlappen, wobei jedoch unterschiedliche Peaks (Emissionsmaxima) ein unterschiedliches
Abklingverhalten zeigen. Für eine optimale Trennung der Signale kann vorgesehen sein,
dass sich die Emissionsbanden der eingesetzten Leuchtstoffe möglichst wenig überlappen,
wobei eine Überlappung der Emissionsbanden verschiedener Leuchtstoffe von weniger
als 20% bevorzugt ist, und besonders bevorzugt ist eine Überlappung weniger als 5%,
bezogen auf die Fläche unter der jeweils normierten Emissionsbande bei einer Auftragung
der Emissionsbande über die Wellenzahl v. Das hier vorgestellte Verfahren lässt sich
einsetzen für Leuchtstoffe mit Halbwertszeiten des Abklingverhaltens im ms-Bereich,
im µs-Bereich und im ns-Bereich. So können die Halbwertszeiten im Bereich zwischen
1 ms und 1.000 ms liegen, im Bereich zwischen 1µs und 1.000 µs liegen oder im Bereich
zwischen 1 ns und 1.000 ns liegen.
[0015] Zur Messung bieten sich neben der Einzelmessung der Zeiten für Nulldurchgänge prinzipiell
zwei verschiedene Verfahren an.
[0016] Ein erstes Verfahren umfasst das Anregen der Leuchtstoffe mit einer Folge rechteckförmiger
Lichtimpulse, wobei der zeitliche Abstand zweier aufeinander folgender Lichtimpulse,
gemessen zwischen dem Halbwertszeitpunkt der abfallenden Flanke eines vorhergehenden
Lichtimpulses und dem Halbwertszeitpunkt einer aufsteigenden Flanke eines nachfolgenden
Lichtimpulses, größer ist als die Zeit des durch die Abklingverhalten der eingesetzten
Leuchtstoffe zu erwartenden Nulldurchgangs / zu erwartenden Identitätssignals nach
Anregen mit dem vorhergehenden Lichtimpuls, wobei der zeitliche Abstand je zweier
aufeinander folgender Lichtimpulse zufällig oder pseudozufällig ist. Das zufallsmodulierte
Signal hilft bei der Auswertung des Hochfrequenzsignals ein mit einer Messung zwangsläufig
einhergehendes Rauschen zu glätten und so das Ergebnis statistisch zu präzisieren.
Ein Lichtimpuls zum Anregen kann ein schmalbandiger Lichtimpuls aus einem Ultrakurzeit-Laser
sein oder auch ein Lichtimpuls einer Leuchtdiode. Die spektrale Bandbreite des Lichtimpulses
sollte möglichst schmalbandig sein. Der Lichtimpuls eines Lasers ist als monochromatisch
aufzufassen, wobei auch ein Laser eine physikalisch bedingte Bandbreite aufweist,
die bei einer Auftragung der Lichtintensität über die Wellenzahl (Frequenz) nahezu
gaussförmig ist, also durch eine gauss'sche Verteilungsfunktion beschrieben werden
kann, und dabei eine Halbwertsbreite von 10 nm bis herunter zu 2 nm aufweisen kann.
Abweichungen ergeben sich aus der Boltzmann-Verteilung und aus bauartbedingten Artefakten
des Lasers. Leuchtdioden haben eine größere Bandbreite. Auch hier ist die Verteilung
der Lichtintensität bei einer Auftragung über der Wellenzahl etwa gaussförmig. Bei
einer Gaussannäherung der tatsächlichen Wellenlängenverteilung mit einem RMS-Fehler
von weniger als 5 % beträgt die Bandbreite einer Leuchtdiode zwischen 10 nm Halbwertsbreite
der annähernden Gaussfunktion bis 50 nm Halbwertsbreite der annähernden Gaussfunktion.
Als besondere Anregungswellenlängen eignen sich bei Einsatz von Leuchtdioden oder
Laserdioden die Wellenlänge von 640 nm (rot), 530 nm (grün) 460 nm bis 480 nm (blau)
im visuellen Bereich und 940 m und 980 nm, die letzten beide im NIR-Bereich. Diese
Wellenlängen stammen aus bekannten Leuchtdioden / Laserdioden, welche eine besondere
Langzeitstabilität aufweisen. Zur Anregung ist es möglich, einen schmalbandigen Lichtimpuls
bei einer zentralen Wellenlänge des Lichtimpulses mit einer zuvor genannten Bandbreite
einzusetzen als auch eine Kombination von mindestens zwei oder mehr schmalbandigen
Lichtimpulsen mit je einer zuvor genannten Bandbreite.
[0017] Ein zweites Verfahren umfasst das Anregen der Leuchtstoffe mit einem regelmäßigen,
sinusförmigen Anregungssignal, dessen unterer Scheitelpunkt des sinusförmigen Verlaufs
bei etwa Null liegt, und das Bestimmen des Phasenversatzes zwischen dem oberen Scheitelpunkt
des Anregungssignals und des Nulldurchgangs des Differenzsignals bzw. des Identitätssignals.
Solche Messtechniken können mit Lock-In-Verstärkern durchgeführt werden, wobei der
Phasenversatz in Verbindung mit der der Frequenz des Lock-In-Verstärkers auf den Nulldurchgang
bzw. auf das Identitätssignal schließen lässt.
[0018] Die Erfindung wird anhand der folgenden Figuren näher erläutert. Es zeigt:
- Fig. 1
- Emissionsspektren dreier beispielhafter Leuchtstoffe mit schmaler Emissionsbande,
- Fig. 2
- ein Signaldiagramm zur Verdeutlichung der Signalbildung aus den verschiedenen Abklingverhalten
der eingesetzten Leuchtstoffe,
- Fig. 3
- ein Signaldiagramm zur Verdeutlichung der Zufallsmodulation,
- Fig. 4
- ein Signaldiagramm zur Verdeutlichung der Sinusmodulation,
- Fig. 5
- ein Signaldiagramm zur Verdeutlichung des Unterschiedes der Abklingverhalten eines
Prozesses erster Ordnung und eines Leuchtstoffes, der eine irreversible Degradation
durchlaufen ist.
- Fig. 6
- ein erstes beispielhaftes Objekt mit einer Markierung nach dem Gedanken der Erfindung,
- Fig. 7
- ein zweites beispielhaftes Objekt mit einer Markierung nach dem Gedanken der Erfindung,
- Fig. 8
- ein drittes beispielhaftes Objekt mit einer Markierung nach dem Gedanken der Erfindung,
- Fig. 9
- ein viertes beispielhaftes Objekt mit einer Markierung nach dem Gedanken der Erfindung,
[0019] In
Figur 1 sind drei Emissionsspektren dreier beispielhafter Leuchtstoffe L1, L2 und L3 mit
jeweils einer schmalen Emissionsbande I(λ
1), I(λ
2) und I(λ
3) gezeigt. Diese Leuchtstoffe können entweder Upkonversionsleuchtstoffe sein, die
im IR-Bereich bis in den VIS-Bereich hinein anregbar sind und die im VIS-Bereich bis
in den UV-Bereich nach Anregung eine Emission zeigen. Upkonversionsleuchtstoffe haben
aufgrund der Upkonversion von geringerer Anregungsenergie zu höherer Emissionsenergie
pro Photon eine in der Regel geringe Konversionsrate im Bereich von 1 bis 5%. Diese
Konversionsrate genügt jedoch, um eine Echtheitsüberprüfung durchführen zu können.
Für eine optimale Signaltrennung und zur Vermeidung einer Kaskade von Anregung, Emission
und erneuter Anregung eines weiteren Leuchtstoffes durch die Emission des ursprünglichen
Leuchtstoffes kann vorgesehen sein, dass sich die Emissionsbanden möglichst wenig
überlappen. Die Überlappung lässt sich am besten in einer Auftragung der Emissionsbande
über der Wellenzahl v definieren, da bei der Auftragung über der Wellenlänge eine
Verzerrung und Überbewertung der langwelligen Anteile in Bezug auf die Energieverteilung
der abgestrahlten Photonen geschieht. Die Überlappung der Emissionsbanden ist in dem
hier gezeigten Beispiel weniger als 20% bezogen auf die normierten Emissionsbanden.
Nach der Erfindung besonders bevorzugt 5% bezogen auf die normierten Emissionsbanden.
[0020] In
Figur 2 ist ein Signaldiagramm zur Verdeutlichung der Signalbildung aus den verschiedenen
Abklingverhalten der eingesetzten Leuchtstoffe L1, L2 und L3 gezeigt. Die linke Abszisse
zeigt die Intensität I des Nachleuchtens an. Der erste Leuchtstoff L1 hat ein natürliches
Abklingverhalten gemäß einem Prozess erster Ordnung, wobei das Abklingverhalten durch
die Kurve für die Nachleuchtintensität I(λ1,t) gezeigt ist. Diese Kurve basiert auf
der höchsten Sättigungsintensität I
0 bei t=0, wobei die Halbwertszeit für die Abklingkurve die kürzeste ist. Der zweite
Leuchtstoff L2 hat ein natürliches Abklingverhalten gemäß einem Prozess erster Ordnung,
wobei das Abklingverhalten durch die Kurve für die Nachleuchtintensität I(λ2,t) gezeigt
ist. Diese Kurve basiert auf einer mittleren Sättigungsintensität I
0 bei t=0, wobei die Halbwertszeit für die Abklingkurve hier im Mittelfeld liegt. Der
dritte Leuchtstoff L3 hat schließlich ebenfalls ein natürliches Abklingverhalten gemäß
einem Prozess erster Ordnung das durch die Kurve für die Nachleuchtintensität I(λ3,t)
gezeigt ist. Diese dritte Kurve basiert auf der geringsten Sättigungsintensität I
0 bei t=0, wobei die Halbwertszeit für die Abklingkurve hier die längste ist.
[0021] Das hier gezeugte Diagramm zeigt Leuchtstoffe mit kurzen Nachleuchtzeiten im ns-Bereich.
Etwa bei t = 19 ns treffen sich die Kurven der Nachleuchtintensität I(λ1,t) und I(λ2,t).
Aus diesen beiden Kurven lässt sich ein Differenzsignal Δ(I(λ1,t),I(λ2,t)) ableiten.
Die rechte Abszisse zeigt diesen Differenzwert an. Das erste Differenzsignal Δ(I(λ1,t),I(λ2,t))
aus den beiden Nachleuchtintensität I(λ1,t) und I(λ2,t) hat an identischer Stelle,
nämlich bei t = 19 ns einen Nulldurchgang, der sich elektronisch gut ermitteln lässt.
Analog zur Bildung der Differenzsignals Δ(I(λ1,t),I(λ2,t)) lassen sich zwei weitere
Differenzsignale Δ(I(λ1,t),I(λ3 ,t)) und Δ(I(λ2,t),I(λ3 ,t)) aus den Kurven der Nachleuchtintensitäten
I(λ1,t) und I(λ3,t) und aus den Kurven der Nachleuchtintensitäten I(λ2,t) und I(λ3,t)
bilden. Mit den drei verschiedenen Leuchtstoffen L1, L2 und L3 lassen sich also drei
Nulldurchgänge von Signalen bilden, die als physikalische oder intrinsische Stoffkonstanten
festgelegt und unveränderbar sind und die Vergleichswese einfach mit einfachen Mitteln
auch bei hoher Frequenz ermittelbar sind, weil sich Artefakte bei der Messung aufheben.
[0022] In
Figur 3 ist ein Signaldiagramm zur Verdeutlichung der Zufallsmodulation gezeigt. In diesem
Diagramm sind die Anregungen als weiß hinterlegte Rechtecksignale gezeigt, die zufallsmoduliert
sind. Dabei ist die Anregungsdauer stets gleich lang, die weiß hinterlegten Anregungsimpulse
haben die gleiche Breite. Der zeitliche Abstand zwischen einem Halbwertszeitpunkt
Htd einer abfallenden Flanke der weiß hinterlegten Anregungsimpulse und einer Halbwertszeit
Htu einer darauffolgenden aufsteigenden Flanke eines weiß hinterlegten Anregungsimpulses
variiert jedoch zufällig oder zumindest pseudozufällig. Die Zeiten der aufsteigenden
Flanken der Anregungsimpulse zu t = (t1, t2, ...tn) sind also zufällig gewählt. Jeweils
einem Anregungssignal folgt ein Signal der Relaxation des jeweiligen Leuchtstoffes
mit einer Nachleuchtintensität I(λ1,t). Dieses modulierte Zufallssignal kann durch
eine Auswerteelektronik ausgelesen werden. In diesem Diagramm ist nur die Relaxation
eines ersten Leuchtstoffes gezeigt. Ein fast identisches Signaldiagramm würde sich
für die Relaxation eines zweiten Leuchtstoffes ergeben, wobei die Relaxationszeiten
anders sind. Erst ein Differenzsignal aus I(λ1,t) und I(λ2,t) ergibt das Differenzsignal
Δ(I(λ1,t),I(λ2 ,t)) in welchem der Nulldurchgang sicher bestimmt werden kann.
[0023] In
Figur 4 ist ein Signaldiagramm zur Verdeutlichung der Sinusmodulation dargestellt. Bei der
Sinusmodulation findet die Anregung nicht durch Rechteckimpulse statt, wodurch die
Anregung und die Relaxation streng voneinander getrennt sind, sondern bei der Sinusmodulation
wird das Anregungssignal sinusartig moduliert, wobei der untere Scheitelpunkt Su der
Sinusmodulation ungefähr bei null liegt. Schon während der Anregung findet eine Relaxation
des Leuchtstoffes statt. Bei dieser Modulation lässt sich ein Phasenversatz feststellen,
beispielsweise durch einen Lock-In-Verstärker. Der Phasenversatz ist hier nicht definierbar
wie beim Phasenversatz zweier Sinussignale, die eine feste, zeitliche Beziehung ihrer
Nulldurchgänge haben. Vielmehr kann ein Phasenversatz Δφ beschrieben werden durch
den Abstand zwischen dem oberen Scheitelpunkt So und dem Nulldurchgang durch die Differenzbildung
zweier Relaxationssignale zweier verschiedener Leuchtstoffe, in dem die Differenz
φ
λ1,λ2 gebildet wird aus der Nachleuchtintensität I(λ1,t) für einen ersten Leuchtstoff L1
und aus der Nachleuchtintensität I(λ2,t) für einen zweiten Leuchtstoff L2. Der Abstand
zwischen dem Zeitpunkt t für φ
0 und dem Zeitpunkt für φ
λ1,λ2 = 0 kann als charakteristischer Phasenversatz herangezogen werden, weil der Zeitpunkt
des Scheitelpunkts So durch ein Nulldurchgang eines Differentialsignals, hier ein
Cosinussignal leicht feststellbar ist. Ein Differentialsignal kann durch eine in Resonanz
befindliche Spulen- oder Kondensatorschaltung erreicht werden. Der Bezug auf das Differentialsignal
So und dem Nulldurchgang ermöglicht, den durch die Emission überlagerten Wendepunkt
des Anregungssignals zu ignorieren.
[0024] In
Figur 5 ist ein Signaldiagramm zur Verdeutlichung des Unterschiedes der Abklingverhalten
eines Prozesses erster Ordnung und eines Leuchtstoffes gezeigt, wobei der zuletzt
genannte Leuchtstoff eine irreversible Degradation durchlaufen ist.
[0025] Das Signal des ersten Leuchtstoffes, der einem Prozesses erster Ordnung gehorcht,
wird beschrieben durch eine Funktion für das Nachleuchten gemäß

mit
I(t) Intensität I zum Zeitpunkt t
I0 Sättigungsintensität zum Zeitpunkt t = 0
k Abklingkonstante
t Zeit
e Basis des natürlichen Logarithmus
[0026] Das Signal des zweiten Leuchtstoffes, der durch Degradation nicht einem Prozess erster
Ordnung gehorcht, wird beschrieben durch eine Funktion für das Nachleuchten gemäß

mit
I(t) Intensität I zum Zeitpunkt t
i Index über eine Anzahl n verschiedener Prozesse
n Anzahl der Prozesse
I0 Sättigungsintensität zum Zeitpunkt t = 0
ki Abklingkonstante des Prozesses i aus n
t Zeit
e Basis des natürlichen Logarithmus
wobei hier eine Summe aus Prozessen erster Ordnung besteht. Je nach Art der Degradation
kann aber auch die Sättigungsintensität variieren gemäß

mit
I(t) Intensität I zum Zeitpunkt t
i Index über eine Anzahl n verschiedener Prozesse
n Anzahl der Prozesse
I0,i Sättigungsintensität des Prozesses i aus n zum Zeitpunkt t = 0
ki Abklingkonstante des Prozesses i aus n
t Zeit
[0027] Der Signalverlauf der Summe aus Prozessen erster Ordnung ist nicht mehr durch eine
abklingende e-Funktion beschreibbar. Um den exakten Verlauf der Kurve zu messen, fehlt
es der Messung an einer klaren Gesetzmäßigkeit. Folglich kann die Summenkurve nicht
durch Regressionsrechnung der Ergebnisse aus einer Vielzahl von Einzelmessungen bestimmt
werden. Die Anforderung an die Messgenauigkeit zur Charakterisierung der Summenkurve
ist also sehr erheblich, da statistische Methoden zur Kurvenbestimmung und deren Glättung
gegebenenfalls fehlen. Durch das erfindungsgemäße Verfahren wird der Messaufwand auf
die zeitliche Bestimmung von Nulldurchgängen reduziert, wobei die Nulldurchgänge durch
Differenzbildung zweier Signale aus den Leuchtstoffen selbst erzeugt werden.
[0028] In
Figur 6 ist eine Verwendung des Sicherheitsmerkmals durch Markieren mit mindestens zwei Leuchtstoffen
mit verschiedenem Abklingverhalten auf einem beispielhaften Geldschein 500 gezeigt.
Das Sicherheitsmerkmal 100 ist dort angeordnet, wo bei vielen Geldscheinen 500 ein
klassisches Wasserzeichen angeordnet ist, das von beiden Seiten des Geldscheines 500
aus gegen das Licht sichtbar ist.
[0029] In
Figur 7 ist eine Verwendung des durch Markieren mit mindestens zwei Leuchtstoffen mit verschiedenem
Abklingverhalten auf einer beispielhaften Konzertkarte 600 gezeigt. Die Markierung
ist dort angeordnet, wo bei vielen Konzertkarten 600 ein Hologramm als Sicherheitsmerkmal
angeordnet ist, das einseitig sichtbar ist.
[0030] In
Figur 8 ist eine Verwendung des Sicherheitsmerkmals durch Markieren mit mindestens zwei Leuchtstoffen
mit verschiedenem Abklingverhalten auf einer beispielhaften Medikamentendose gezeigt.
Da viele Medikamentendosen gefärbt, aber klar sind, kann die Markierung entweder nur
nach vorne oder nur durch die Medikamentendose hindurch angesehen werden.
[0031] In
Figur 9 ist schließlich eine Verwendung des Sicherheitsmerkmals durch Markieren mit mindestens
zwei Leuchtstoffen mit verschiedenem Abklingverhalten auf einem beispielhaften Etikett
für eine Ware gezeigt, hier ein Etikett für einen modernen Schuh. Anstelle des Schuhs
kommen auch hochpreisige Waren in Betracht, wie Schmuck oder Uhren. Aber auch hochpreisige
Lebensmittel können mit einem erfindungsgemäßen Sicherheitsmerkmals auf einem Etikett
ausgezeichnet werden.
BEZUGSZEICHENLISTE
[0032]
- 500
- Objekt
- 600
- Objekt
- 700
- Objekt
- 800
- Objekt
- Δ(I(λ1,t),I(λ2,t))
- Differenzsignal
- Δ(I(λ1,t),I(λ3,t))
- Differenzsignal
- Δ(I(λ2,t),I(λ3,t))
- Differenzsignal
- e
- Basis des natürlichen Logarithmus
- I(λ1,t)
- Nachleuchtintensität
- I(λ2,t)
- Nachleuchtintensität
- I(λ1)
- Emissionsbande
- I(λ2)
- Emissionsbande
- I(λ3)
- Emissionsbande
- I0
- Sättigungsintensität
- Isin
- Anregungssignal
- k
- Abklingkonstante
- ki
- Abklingkonstante des Prozesses i aus n
- λ
- Wellenlänge
- n
- Anzahl der Prozesse
- L1
- Leuchtstoff
- L2
- Leuchtstoff
- L3
- Leuchtstoff
- v
- Wellenzahl
- Su
- unterer Scheitelpunkt
- So
- oberer Scheitelpunkt
- t
- Zeit
- tΔ0 (I(λ1,t), I(λ2, t))
- Zeit des Nulldurchgangs
- tHtd
- Halbwertszeitpunkt der abfallenden Flanke
- tHtu
- Halbwertszeitpunkt der aufsteigenden Flanke
1. Verfahren zur Bestimmung der Echtheit eines Objektes (500, 600, 700, 800), aufweisend
die folgenden Verfahrensschritte
- Markieren des Objektes (500, 600, 700, 800) mit einem ersten Leuchtstoff (L1) mit einem ersten
zeitlichen Abklingverhalten,
- Markieren des Objektes (500, 600, 700, 800) mit einem zweiten Leuchtstoff (L2) mit einem zweiten
Abklingverhalten, das sich vom ersten Abklingverhalten unterscheidet,
- Anregen der Leuchtstoffe (L1, L2) mit einem Lichtimpuls,
- Einmessen der Nachleuchtintensitäten (I(λ1,t), I(λ2, t)) beider Leuchtstoffe (L1, L2) zeitlich
nach dem Anregen mit dem Lichtimpuls,
gekennzeichnet durch
- Bilden eines Differenz- (Δ(I(λ1,t), I(λ2,t)) oder Identitätssignals aus den über die vergangene
Zeit (t) eingemessenen Nachleuchtintensitäten (I(λ1,t), I(λ2, t)),
- Bestimmen der Zeit (tΔ0 (I(λ1,t), I(λ2, t))) eines Nulldurchgangs des Differenzsignals (Δ(I(λ1,t), I(λ2,t))
bzw. der Zeit (tΔ0 (I(λ1,t), I(λ2, t))) des Identitätssignals eines Komparators, wobei im letzten Fall
eine identische Signalhöhe durch ein Identitätssignal eines Komparators festgestellt
wird,
- Vergleichen der durch den Nulldurchgang bzw. durch das Identitätssignal bestimmten Zeit (tΔ0 (I(λ1,t), I(λ2, t))) mit einem Sollwert.
2. Verfahren nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch
Markieren des Objektes (500, 600, 700, 800) mit mindestens einem weiteren Leuchtstoff (L3)
mit einem weiteren Abklingverhalten, das sich von den Abklingverhalten der weiteren
Leuchtstoffe unterscheidet.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2,
gekennzeichnet durch
Verwenden mindestens eines Leuchtstoffes (L1, L2, L3), dessen Abklingverhalten durch eine Linearkombination
verschiedener exponentieller Abklingverhalten erster Ordnung entspricht gemäß

wobei sämtliche
ki voneinander verschieden sind, mit
It Nachleuchtintensität nach Anregung,
I0,i Sättigungsintensität oder der Anfangsintensität des Prozesses i aus n Prozessen,
ki Abklingkonstante des Prozesses i aus n Prozessen
n Anzahl von Prozessen
t Zeit.
e Basis des natürlichen Logarithmus,
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
gekennzeichnet durch
eine Überlappung der Emissionsbanden (I(λ1), I(λ2), I(λ3)) verschiedener Leuchtstoffe (L1, L2, L3) von weniger als 20%, bevorzugt von weniger
als 5%, bezogen auf die Fläche unter der jeweils normierten Emissionsbande (I(λ1), I(λ2), I(λ3)) bei einer Auftragung der Emissionsbande (I(λ1), I(λ2), I(λ3)) über die Wellenzahl v.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
gekennzeichnet durch
Anregen der Leuchtstoffe (L1, L2, L3) mit einer Folge rechteckförmiger Lichtimpulse, wobei
- der zeitliche Abstand (t1, t2, t3...tn) zweier aufeinander folgender Lichtimpulse,
gemessen zwischen
dem Halbwertszeitpunkt (tHtd) der abfallenden Flanke eines vorhergehenden Lichtimpulses und
dem Halbwertszeitpunkt (Htu) einer aufsteigenden Flanke eines nachfolgenden Lichtimpulses,
größer ist als die Zeit (tΔ0 (I(λ1,t), I(λ2, t))) des durch die Abklingverhalten der eingesetzten Leuchtstoffe
(L1, L2, L3) zu erwartenden Nulldurchgangs / zu erwartenden Identitätssignals nach
Anregen mit dem vorhergehenden Lichtimpuls,
wobei der zeitliche Abstand je zweier aufeinander folgender Lichtimpulse zufällig
oder pseudozufällig ist.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
gekennzeichnet durch
- Anregen der Leuchtstoffe (L1, L2, L3) mit einem regelmäßigen, sinusförmigen Anregungssignal
(Isin), dessen unterer Scheitelpunkt (Su) des sinusförmigen Verlaufs bei etwa Null liegt,
- Bestimmen des Phasenversatzes (Δφ) zwischen dem oberen Scheitelpunkt (So) des Anregungssignals
(φ0) und des Nulldurchgangs des Differenzsignals (tΔ0 (I(λ1,t), I(λ2, t))) bzw. des Identitätssignals eines Komparators bei φλ1, λ2.
7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6,
gekennzeichnet durch
Verwenden von Leuchtstoffen (L1, L2, L3), deren Halbwertszeit (t1/2) aller Leuchtstoffe bezogen auf das Nachlassen der Leuchtintensität nach Anregen
mit einem Lichtimpuls im Bereich zwischen 1 ms und 1.000 ms liegt, im Bereich zwischen
1 µs und 1.000 µs liegt oder im Bereich zwischen 1 ns und 1.000 ns liegt.
8. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 7,
gekennzeichnet durch
Verwenden von Leuchtstoffen (L1 L2, L3), deren Sättigungsintensität I0 unterschiedlich ist.
9. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 8,
gekennzeichnet durch
Verwenden von Upkonversions-Leuchtstoffen als Leuchtstoffe (L1, L2, L3), im UV-, VIS- und/oder
IR-Bereich des Lichtspektrums anregbar sind und die im UV-Bereich, im VIS-Bereich
bis in den UV-Bereich nachleuchten.
10. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 7,
gekennzeichnet durch
Verwenden von Downkonversions-Leuchtstoffen (L1, L2, L3), die im IR-Bereich, im VIS-Bereich
bis in den UV-Bereich anregbar sind und im UV-Bereich, im VIS-bereich und/oder im
IR-Bereich nachleuchten.
1. A method for determining the authenticity of an object (500, 600, 700, 800), comprising
the following method steps
- marking the object (500, 600, 700, 800) with a first phosphor (L1) having a first temporal
decay behaviour,
- marking the object (500, 600, 700, 800) with a second phosphor (L2) having a second decay
behaviour which differs from the first decay behaviour,
- exciting of the phosphors (L1, L2) with a light pulse,
- measuring the afterglow intensities (I(λ1,t), I(λ2,t)) of both phosphors (L1, L2) after excitation
with the light pulse,
characterised by
- forming a difference (Δ(I(λ1,t), I(λ2,t))) or identity signal from the afterglow intensities
(I(λ1,t), I(λ2,t)) measured over the elapsed time (t),
- determining the time (tΔ0 (I(λ1,t), I(λ2, t))) of a zero crossing of the difference signal (Δ(I(λ1,t), I(λ2,t)))
or the time (tΔ0 (I(λ1,t), I(λ2, t))) of the identity signal of a comparator, wherein in the latter
case an identical signal level is determined by an identity signal of a comparator,
- comparing the time (tΔ0 (I(λ1,t), I(λ2, t))) determined by the zero crossing or by the identity signal with
a target value.
2. The method according to claim 1,
characterised by
marking the object (500, 600, 700, 800) with at least one additional phosphor (L3) having
an additional decay behaviour which differs from the decay behaviours of the other
phosphors.
3. The method according to claim 1 or 2,
characterised by
using at least one phosphor (L1, L2, L3), the decay behaviour of which corresponds by a
linear combination of different first-order exponential decay behaviours according
to

wherein all ki are different from one another,
with
It afterglow intensity after excitation
I0,i saturation intensity or of the initial intensity of process i among n processes.
Ki decay constant of process i among n processes
n number of processes
t time
e base of the natural logarithm.
4. The method according to one of the claims 1 to 3,
characterised by
an overlap of the emission bands (I(λ1), I(λ2), I(λ3)) of different phosphors (L1, L2, L3) of less than 20%, preferably of less than 5%,
relative to the area under the respective normalised emission band (I(λ1), I(λ2), I(λ3)) when the emission band (I(λ1), I(λ2), I(λ3)) is plotted over the wave number v.
5. The method according to one of the claims 1 to 4,
characterised by
exciting the phosphors (L1, L2, L3) with a sequence of rectangular light pulses, wherein
- the time interval (t1, t2, t3...tn) between two successive light pulses,
measured between
the half-value time (tHtd) of the falling edge of a previous light pulse and
the half-value time (Htu) of an ascending edge of a subsequent light pulse,
is greater than the time (tΔ0 (I(λ1,t), I(λ2, t))) of the zero crossing / identity signal to be expected from the
decay behaviour of the used phosphors (L1, L2, L3) after excitation with the preceding
light pulse,
wherein the time interval between two successive light pulses is random or pseudorandom.
6. The method according to one of the claims 1 to 5,
characterised by
- exciting the phosphors (L1, L2, L3) with a regular, sinusoidal excitation signal
(Isin), the sinusoidal curve of which has a lower peak (Su) of approximately zero,
- determining the phase offset (Δφ) between the upper peak (So) of the excitation signal (φ0) and the zero crossing of the difference signal (tΔ0 (I(λ1,t), I(λ2, t))) or the identity signal of a comparator, with φλ1, λ2.
7. The method according to one of the claims 1 to 6,
characterised by
using phosphors (L1, L2, L3) whose half-life (t1/2) of all phosphors in relation to the decrease in luminous intensity after excitation
with a light pulse is in the range of 1 ms to 1,000 ms, in the range of 1 µs to 1,000
µs or in the range of 1 ns to 1,000 ns.
8. The method according to one of the claims 1 to 7,
characterised by
using phosphors (L1, L2, L3) whose saturation intensity I0 is different.
9. The method according to one of the claims 1 to 8,
characterised by
using upconversion phosphors as phosphors (L1, L2, L3) which can be excited in the UV,
VIS and/or IR range of the light spectrum and which luminesce in the UV range, in
the VIS range and into the UV range.
10. The method according to one of the claims 1 to 7,
characterised by
using downconversion phosphors (L1, L2, L3) which can be excited in the IR range, in the
VIS range and into the UV range and luminesce in the UV range, in the VIS range and/or
in the IR range.
1. Procédé pour déterminer l'authenticité d'un objet (500, 600, 700, 800), présentant
les étapes de procédé suivantes :
- le marquage de l'objet (500, 600, 700, 800) avec un premier phosphore (L1) ayant un premier comportement
de décroissance dans le temps,
- le marquage de l'objet (500, 600, 700, 800) avec un second phosphore (L2) ayant un second comportement
de décroissance qui diffère du premier comportement de décroissance,
- l'excitation des phosphores (L1, L2) par une impulsion lumineuse,
- la mesure des intensités de rémanence (I(λ1,t), I(λ2,t)) des deux phosphores (L1, L2) dans
le temps après l'excitation par l'impulsion lumineuse,
caractérisé par
- la formation d'un signal de différence (Δ(I(λ1,t), I(λ2,t))) ou d'identité à partir des intensités
de rémanence (I(λ1,t), I(λ2,t)) mesurées pendant le temps écoulé (t),
- la détermination du temps (tΔ0 (I(λ1,t), I(λ2,t))) d'un passage par zéro du signal de différence (Δ(I(λ1,t), I(λ2,t)))
ou du temps (tΔ0 (I(λ1,t), I(λ2,t))) du signal d'identité d'un comparateur, où, dans le dernier cas,
une hauteur de signal identique est déterminée par un signal d'identité d'un comparateur,
- la comparaison du temps (tΔ0 (I(λ1,t), I(λ2,t))) déterminé par le passage par zéro ou par le signal d'identité
avec une valeur prescrite.
2. Procédé selon la revendication 1,
caractérisé par
le marquage de l'objet (500, 600, 700, 800) avec au moins un autre phosphore (L3) ayant un autre
comportement de décroissance qui diffère des comportements de décroissance des autres
phosphores.
3. Procédé selon la revendication 1 ou 2,
caractérisé par
l'utilisation d'au moins un phosphore (L1, L2, L3), dont le comportement de décroissance correspond
selon une combinaison linéaire de différents comportements de décroissance exponentiels
de premier ordre d'après

où toutes les ki sont différentes les unes des autres, avec
It Intensité de rémanence après excitation
I0,i Intensité de saturation ou intensité initiale du procédé i parmi n processus,
ki Constante de décroissance du processus i parmi n processus,
n Nombre de processus
t Temps
e Base du logarithme naturel
4. Procédé selon l'une des revendications 1 à 3,
caractérisé par
un chevauchement des bandes d'émission (I(λ1), I(λ2), I(λ3)) de différents phosphores (L1, L2, L3) de moins de 20%, de préférence de moins de
5%, par rapport à la surface en dessous de la bande d'émission normalisée respective
(I(λ1), I(λ2), I(λ3)) lors d'un report de la bande d'émission (I(λ1), I(λ2), I(λ3)) sur le nombre d'ondes v.
5. Procédé selon l'une des revendications 1 à 4,
caractérisé par
l'excitation des phosphores (L1, L2, L3) par une suite d'impulsions lumineuses rectangulaires,
où
- l'intervalle de temps (t1, t2, t3...tn) entre deux impulsions lumineuses successives,
mesuré entre
l'instant de demi-valeur (tHtd) du front descendant d'une impulsion lumineuse précédente et
l'instant de demi-valeur (Htu) d'un flanc ascendant d'une impulsion lumineuse suivante,
est supérieur au temps (tΔ0 (I(λ1,t), I(λ2,t))) du passage par zéro / du signal d'identité attendu du fait du
comportement de décroissance des phosphores utilisés (L1, L2, L3) après excitation
par l'impulsion lumineuse précédente,
où l'intervalle de temps entre deux impulsions lumineuses successives est aléatoire
ou pseudo-aléatoire.
6. Procédé selon l'une des revendications 1 à 5,
caractérisé par
- l'excitation des phosphores (L1, L2, L3) avec un signal d'excitation sinusoïdal régulier (Isin), dont le sommet inférieur (Su) de la courbe sinusoïdale est proche de zéro,
- la détermination du décalage de phase (Δφ) entre le sommet supérieur (So) du signal d'excitation (φ0) et le passage par zéro du signal de différence (tΔ0 (I(λ1,t), I(λ2,t))) ou du signal d'identité d'un comparateur pour φλ1, λ2.
7. Procédé selon l'une des revendications 1 à 6,
caractérisé par
l'utilisation de phosphores (L1, L2, L3) dont la demi-vie (t1/2) de tous les phosphores, par rapport
à la diminution de l'intensité lumineuse après excitation par une impulsion lumineuse,
se situe dans une plage comprise entre 1 ms et 1000 ms, dans une plage comprise entre
1 µs et 1000 µs ou dans une plage comprise entre 1 ns et 1000 ns.
8. Procédé selon l'une des revendications 1 à 7,
caractérisé par
l'utilisation de phosphores (L1, L2, L3) ayant des intensités de saturation I0 différentes.
9. Procédé selon l'une des revendications 1 à 8,
caractérisé par
l'utilisation de phosphores à conversion ascendante comme phosphores (L1, L2, L3), qui sont excitables
dans les domaines UV, VIS et/ou IR du spectre lumineux et qui sont luminescents dans
le domaine UV, dans le domaine VIS et jusque dans le domaine UV.
10. Procédé selon l'une des revendications 1 à 7,
caractérisé par
l'utilisation de phosphores à conversion descendante (L1, L2, L3) qui peuvent être excités dans
le domaine IR, dans le domaine VIS et jusque dans le domaine UV et qui sont luminescents
dans le domaine UV, dans le domaine VIS et/ou dans le domaine IR.