TECHNISCHES GEBIET
[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Pressvorrichtung nach Anspruch 1.
STAND DER TECHNIK
[0002] Bei der Verbindung von Trinkwasserleitungen werden häufig Pressfittings eingesetzt,
welche mit einem Presswerkzeug verpresst werden. Derartige Presswerkzeuge umfassen
eine Pressvorrichtung und ein an der Pressvorrichtung austauschbar angebrachtes Presswerkzeug,
wie eine Pressbacke oder eine Pressschlinge. Mit der Pressvorrichtung kann eine Presskraft
auf die Pressbacken aufgebracht werden und mit den Pressbacken wird der Pressfitting
gepresst. Bei Ausführen der Pressung wird im Pressgerät ein Kolben mit hoher Kraft
ausgefahren und wirkt auf die Pressbacken ein.
[0003] Beispielsweise offenbart die
DE 20 305 473 U1 eine gattungsgemäss Pressvorrichtung. Die Bewegung vom Antriebsmotor wird mittels
eines Planetengetriebes umgesetzt. Obschon ein Planetengetriebe einen sehr guten Wirkungsgrad
aufweist, ist dessen komplexe mechanische Struktur sehr fehleranfällig. Zudem weisen
derartige Planetengetriebe auch meist ein vergleichsweise hohes Gewicht auf, was bei
handgeführten Pressvorrichtungen ein Nachteil ist.
DARSTELLUNG DER ERFINDUNG
[0004] Ausgehend von diesem Stand der Technik liegt der vorliegenden Erfindung eine Aufgabe
zugrunde, eine Pressvorrichtung anzugeben, welches die Nachteile des Standes der Technik
überwindet. Insbesondere ist es eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Pressvorrichtung
anzugeben, welche weniger störungsanfällig ist.
[0005] Diese und andere Aufgaben löst eine Pressvorrichtung nach Anspruch 1. Demgemäss umfasst
eine Pressvorrichtung einen Antriebsmotor mit einer Antriebswelle, ein mit der Antriebswelle
angetriebenes Getriebe, ein mit dem Getriebe angetriebenes Spindelgetriebe mit einer
eine Mittelachse definierenden Spindel und einer Spindelmutter, einen mit dem Spindelgetriebe
angetriebenen Presskolben, und eine Werkzeugaufnahme zur Aufnahme eines Presswerkzeugs.
Das Getriebe ist ein Zykloidgetriebe mit einem Abtriebsabschnitt, wobei der Abtriebsabschnitt
mit einem spindelgetriebseitigen Eingriffsabschnitt mit dem Spindelgetriebe derart
wirkverbunden ist, dass der Abtriebsabschnitt das Spindelgetriebe antreibt.
[0006] Der Einsatz eines Zykloidgetriebes ist vorteilhaft, weil ein Zykloidgetriebe aus
sehr wenigen Elementen bereitgestellt werden kann, was dessen Lebensdauer erhöht.
Weiter wird dadurch die Betriebssicherheit und die Betriebsverfügbarkeit erhöht.
[0007] Ein weiterer Vorteil ist, dass das Presswerkzeug durch den Einsatz eines Zykloidgetriebes
in einer sehr kompakten Art und Weise bereitgestellt werden kann. Insbesondere können
grosse Drehzahl-Untersetzungen mit einem kleinen Bauraum geschaffen werden.
[0008] Ebenfalls weist das Zykloidgetriebe den Vorteil auf, dass die einzelnen Getriebeelemente
ein Wälzbewegungen relativ zueinander ausführen können, was gerade bei hohen Kräften
sehr verschleissarm ist. Gegenüber anderen Getriebe, wie beispielsweise Planetengetriebe,
weisen die Zykloidgetriebe meist eine geringere Geräuschentwicklung auf. Ein weiterer
Vorteil ist, dass auf vergleichsweise kompaktem Bauraum, hohe Drehmomente übertragbar
sind.
[0009] Der Antriebsmotor ist vorzugsweise ein Elektromotor. Andere Arten von Antriebsmotoren,
wie hydraulische Antriebsmotoren, sind auch denkbar.
[0010] Der Presskolben wird durch das Spindelgetriebe von einer Ausgangslage in eine Presslage
bewegt. Der Presskolben schiebt sich dabei in die Werkzeugaufnahme hinein. Während
dieser Bewegung wird das Presswerkzeug, das in der Werkzeugaufnahme liegt, entsprechend
betätigt. Erreicht der Presskolben die Presslage, wurde ein durch das Presswerkzeug
ausgeführter Pressvorgang durchgeführt bzw. beendet.
[0011] In einer ersten Ausführungsform wirkt der Abtriebsabschnitt des Zykloidgetriebes
auf die Spindelmutter. Die Spindel, welche durch die Spindelmutter angetrieben wird,
wirkt auf den Presskolben.
[0012] Vorzugsweise sind das Zykloidgetriebe, die Antriebswelle und der Antriebsmotor derart
ausgebildet, dass ein Innenraum geschaffen wird, wobei sich die Spindel in ihrer Ausgangslage
vom Innenraum hinauserstreckt und wobei die Spindel bei Betätigung des Antriebsmotors
aus dem Innenraum heraus bewegt wird. Mit anderen Worten gesagt, ragt die Spindel
von der Werkzeugaufnahme in den Innenraum herein.
[0013] Hierdurch kann die Gesamtlänge der Pressvorrichtung verkleinert werden, was den Vorteil
aufweist, dass die Pressvorrichtung auch bei beengten Platzverhältnissen eingesetzt
werden kann.
[0014] Der Innenraum wird insbesondere durch eine durch die Antriebswelle sich hindurch
erstreckende Öffnung bereitgestellt. Der Antriebsmotor und Teile des Zykloidgetriebes
liegen dabei auf der Aussenseite der Antriebswelle. Von der Seite der Spindelmutter
her gesehen erstreckt sich die Öffnung vollständig durch die gesamte Länge der Antriebswelle.
Die Spindel erstreckt von der Seite der Spindelmutter her gesehen, im Wesentlichen
vollständig durch die Öffnung hindurch.
[0015] Vorzugsweise weist die Spindelmutter den spindelgetriebeseitigen Eingriffsabschnitt
auf. Der Abtriebsabschnitt steht derart mit dem spindelgetriebeseitigen Eingriffsabschnitt
im Eingriff, dass eine Drehbewegung vom Abtriebsabschnitt auf die Spindelmutter übertragbar
ist.
[0016] Vorzugsweise ist der spindelgetriebeseitige Eingriffsabschnitt an der Aussenseite
der Spindelmutter angeordnet.
[0017] Vorzugsweise erstreckt sich die Spindelmutter vom Abtriebsabschnitt her gesehen in
Richtung der Werkzeugaufnahme und weist mindestens eine Axiallagerstelle und/oder
eine Radiallagerstelle auf.
[0018] Die Axiallagerstelle wird beispielsweise durch ein von der Spindelmutter aussenseitig
radial weg erstreckender Flansch gebildet. Die Radiallagerstelle wird vorzugsweise
durch die Aussenseite der Spindelmutter am vorderen Ende, das heisst an dem Ende,
das gegenüber dem Eingriffsabschnitt liegt, bereitgestellt. Die Lagerstellen werden
über Lager, wie Wälz- oder Gleitlager, gegenüber einem Gehäuse abgestützt.
[0019] Vorzugsweise ist die Spindel bezüglich einer Drehung um die Mittelachse fest aber
axial verschiebbar gelagert, derart, dass die Spindel bei einer Drehung der Spindelmutter
axial bewegbar.
[0020] Vorzugsweise wirkt die Spindel mit einem vorderen Spindelende auf den Presskolben.
[0021] In einer zweiten Ausführungsform wirkt der Abtriebsabschnitt des Zykloidgetriebes
auf die Spindel und die Spindelmutter wirkt auf den Presskolben.
[0022] Vorzugsweise ist der Antriebsmotor von der Werkzeugaufnahme her gesehen, hinter dem
Ende der Spindel angeordnet. Dies erhöht zwar die Länge der Pressvorrichtung im Vergleich
mit der ersten Ausführungsform, aber der Durchmesser der Pressvorrichtung kann bei
dieser Ausbildung der zweiten Ausführungsform kleiner gewählt werden.
[0023] Vorzugsweise weist die Spindel den spindelgetriebeseitigen Eingriffsabschnitt auf
und der Abtriebsabschnitt steht derart mit dem spindelgetriebeseitigen Eingriffsabschnitt
im Eingriff, dass eine Drehbewegung vom Abtriebsabschnitt auf die Spindel übertragbar
ist.
[0024] Vorzugsweise ist der spindelgetriebeseitige Eingriffsabschnitt an der Aussenseite
der Spindel angeordnet.
[0025] Vorzugsweise erstreckt sich die Spindel vom Abtriebsabschnitt her gesehen in Richtung
der Werkzeugaufnahme.
[0026] Vorzugsweise weist die Spindel mindestens eine Axiallagerstelle und/oder eine Radiallagerstelle
auf. Die Axiallagerstelle ist beispielsweise durch ein von der Spindel aussenseitig
radial weg erstreckender Flansch gebildet. Die Lagerstellen werden über Lager, wie
Wälz- oder Gleitlager, gegenüber einem Gehäuse abgestützt.
[0027] Vorzugsweise ist die Spindelmutter bezüglich einer Drehung um die Mittelachse fest
aber axial verschiebbar gelagert, derart, dass die Spindelmutter bei einer Drehung
der Spindel axial bewegbar ist.
[0028] Vorzugsweise wirkt die Spindelmutter mit einem vorderen Spindelende auf den Presskolben.
[0029] Die nachfolgenden optionalen Merkmale können bei allen Ausführungsformen als optionale
Merkmale eingesetzt werden.
[0030] Vorzugsweise weist das Zykloidgetriebe einen Wälzring mit einer den besagten Antriebsabschnitt
bereitstellenden inneren Wälzstruktur und mit einer äusseren Wälzstruktur, sowie eine
zum Wälzring feststehend angeordnete weitere Wälzstruktur auf. Der Wälzring ist auf
einem Lagerabschnitt auf der Antriebswelle gelagert. Der Lagerabschnitt ist exzentrisch
zu einem durch den Antriebsmotor angetriebenen Antriebsabschnitts der Antriebswelle
angeordnet. Mit anderen Worten gesagt, erstreckt sich der Lagerabschnitt kreiszylindrisch
um eine Exzenterachse herum und der Antriebsabschnitt erstreckt sich um eine Mittelachse
herum. Die Exzenterachse verläuft parallel und seitlich versetzt zur Mittelachse.
Die Exzenterachse verläuft demnach nicht kollinear zur Mittelachse. Der Lagerabschnitt
liegt somit exzentrisch zur Antriebswelle. Die Mittelachse des Antriebsabschnitts
ist vorzugsweise kollinear zur Mittelachse der Spindel bzw. der Spindelmutter.
[0031] Die äussere Wälzstruktur liegt exzentrisch zur weiteren Wälzstruktur und steht mit
dieser im Eingriff, wobei bei Rotation der Antriebswelle die äussere Wälzstruktur
in der weiteren Wälzstruktur eine Wälzbewegung ausführt. Die weitere Wälzstruktur
umgibt die äussere Wälzstruktur, so dass sich der Wälzring sich exzentrisch zur äusseren
Wälzstruktur bewegen kann.
[0032] Die Mittelachse der weiteren Wälzstruktur liegt vorzugsweise kollinear zur Mittelachse
des Antriebsabschnitts und kollinear zur Mittelachse der Spindel bzw. der Spindelmutter.
[0033] Die innere Wälzstruktur liegt exzentrisch zum spindelgetriebeseitigen Eingriffsabschnitt
und steht mit diesem im Eingriff, wobei bei Ausführung der genannten Wälzbewegung
die innere Wälzstruktur den spindelgetriebeseitigen Eingriffsabschnitt mit einer Drehbewegung
antreibt. Die innere Wälzstruktur umgibt den spindelgetriebeseitigen Eingriffsabschnitt.
[0034] Der spindelgetriebeseitige Eingriffsabschnitt weist vorzugweise ebenfalls eine Wälzstruktur
auf, welche mit der inneren Wälzstruktur im Eingriff seht.
[0035] Vorzugsweise wird die äussere Wälzstruktur und die weitere Wälzstruktur durch konvex
gerundete Wälzzähne und konkav gerundete Wälzlücken, die jeweils zwischen zwei Wälzzähnen
liegen, bereitgestellt. Mindestens ein Wälzzahn der äusseren Wälzstruktur greift in
mindestens eine Wälzlücke der inneren Wälzsstruktur drehbewegungsübertragend ein.
[0036] Die Ausdrucksweise "drehbewegungsübertragend" ist so zu verstehen, dass zwischen
Wälzzahn und Wälzlücke eine Drehbewegung übertragen werden kann. Das heisst in dem
Moment steht der Wälzzahn in flächigen Kontakt mit der Wälzlücke. Bei benachbarten
Paaren von Wälzzähnen und Wälzlücken ragen die Wälzzähne zwar in die Wälzlücke ein,
sind aber nicht in direktem vollflächigen Wälzkontakt, sondern stehen diesem bevor
oder haben den Kontakt bereits hinter sich. Der nicht vollflächige Wälzkontakt kann
beispielsweise linienförmig sein.
[0037] Vorzugsweise wird die innere Wälzstruktur und der spindelgetriebeseitige Eingriffsabschnitt
durch konvex gerundete Wälzzähne und konkav gerundete Wälzlücken, die jeweils zwischen
zwei Wälzzähnen liegen, bereitgestellt. Mindestens ein Wälzzahn der inneren Wälzsstruktur
greift in mindestens eine Wälzlücke des spindelgetriebeseitige Eingriffsabschnitts
drehbewegungsübertragend ein.
[0038] Die besagten Wälzähne und die besagten Wälzlücken sind jeweils abwechselnd zueinander
angeordnet und erstrecken sich abwechslungsweise vollständig um den Umfang die Mittelachse
herum.
[0039] Vorzugsweise ist der Wälzring relativ zum Lagerabschnitt verschwenkbar auf dem Lagerabschnitt
gelagert, insbesondere, dass zwischen dem Wälzring und dem Lagerabschnitt ein Lager,
insbesondere ein Wälzlager, wie ein Kugellager, oder ein Gleitlager angeordnet ist.
[0040] Vorzugsweise stellt das Zykloidgetriebe eine Untersetzung zwischen dem Antriebsmotor
und dem Spindelgetriebe bereit, wobei das Untersetzungsverhältnis des Zykloidgetriebes
zwischen 25:1 und 60:1, insbesondere bei 30:1, ist.
[0041] Bei allen Ausführungsformen weist die Spindel ein Aussengewinde auf. Die Spindelmutter
weist bei allen Ausführungsformen ein Innengewinde auf. Die beiden Gewinde greifen
ineinander. Vorzugsweise sind die Getriebekomponenten aus einem Vergütungsstahl, wie
beispielsweise 42CrMoA oder Cf53. Die Gehäusekomponenten und die Werkzeugaufnahme
sind vorzugsweise aus hochfestem Aluminium, wie EN AW 7075.
[0042] Weitere Ausführungsformen sind in den abhängigen Ansprüchen angegeben.
KURZE BESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN
[0043] Bevorzugte Ausführungsformen der Erfindung werden im Folgenden anhand der Zeichnungen
beschrieben, die lediglich zur Erläuterung dienen und nicht einschränkend auszulegen
sind. In den Zeichnungen zeigen:
- Fig. 1
- eine Schnittdarstellung einer Pressvorrichtung nach einer ersten Ausführungsform,
- Fig. 2
- eine Detailansicht der Figur 1;
- Fig. 3a
- eine teilweise geschnittene Perspektivdarstellung der Pressvorrichtung nach Figur
1 in der Ausgangslage;
- Fig. 3b
- eine teilweise geschnittene Perspektivdarstellung der Pressvorrichtung nach Figur
1 in der Presslage;
- Fig. 4
- eine weitere Schnittdarstellung der Pressvorrichtung nach Figur 1;
- Fig. 5a
- eine Schnittdarstellung entlang der Schnittlinie A-A gemäss der Figur 4;
- Fig. 5a
- eine Schnittdarstellung entlang der Schnittlinie B-B gemäss der Figur 4;
- Fig. 6a
- eine perspektivische Explosionsdarstellung der Pressvorrichtung nach den vorhergehenden
Figuren;
- Fig. 6b
- eine perspektivische Darstellung der Pressvorrichtung nach Figur 6a;
- Fig. 7
- eine Schnittdarstellung einer Pressvorrichtung nach einer ersten Ausführungsform,
- Fig. 8
- eine Detailansicht der Figur 7;
- Fig. 9a
- eine teilweise geschnittene Perspektivdarstellung der Pressvorrichtung nach Figur
7 in der Ausgangslage;
- Fig. 9b
- eine teilweise geschnittene Perspektivdarstellung der Pressvorrichtung nach Figur
7 in der Presslage;
- Fig. 10
- eine weitere Schnittdarstellung der Pressvorrichtung nach Figur 7;
- Fig. 11a
- eine Schnittdarstellung entlang der Schnittlinie A-A gemäss der Figur 10;
- Fig. 11b
- eine Schnittdarstellung entlang der Schnittlinie B-B gemäss der Figur 10;
- Fig. 12a
- eine perspektivische Explosionsdarstellung der Pressvorrichtung nach den vorhergehenden
Figuren 7 bis 11b; und
- Fig. 12b
- eine perspektivische Darstellung der Pressvorrichtung nach Figur 12a.
BESCHREIBUNG BEVORZUGTER AUSFÜHRUNGSFORMEN
[0044] In den Figuren 1 bis 6b wird eine erste Ausführungsform einer erfindungsgemässen
Pressvorrichtung 1 gezeigt und in den Figuren 7 bis 12b wird eine zweite Ausführungsform
einer erfindungsgemässen Pressvorrichtung 1 gezeigt. Gleiche Teile bzw. Elemente tragen
gleiche Bezugszeichen.
[0045] Die Pressvorrichtung 1 gemäss der vorliegenden Erfindung umfasst einen Antriebsmotor
2 mit einer Antriebswelle 3, ein mit der Antriebswelle 3 angetriebenes Getriebe 4,
ein mit dem Getriebe 4 angetriebenes Spindelgetriebe 5 mit einer eine Mittelachse
M definierenden Spindel 6 und einer Spindelmutter 7, einen mit dem Spindelgetriebe
5 angetriebenen Presskolben 8 und eine Werkzeugaufnahme 9 zur Aufnahme eines Presswerkzeugs.
Das Presswerkzeug, das in den Figuren nicht gezeigt wird, ist typischerweise eine
Presszange mit Pressbacken oder eine Pressschlinge.
[0046] Der Antriebsmotor 2 ist vorzugsweise ein Elektromotor 2. Der Elektromotor 2 weist
weiterhin eine Steuerungseinheit auf, die auf einer Platine 23 angeordnet ist. Die
Platine 23 ist stirnseitig zum Antriebsmotor 2 auf der Seite, die der Spindel 6 gegenüberliegt,
angeordnet. Der Antriebsmotor kann auch ein anderer Motor, wie ein Hydraulikmotor
sein.
[0047] Der Antriebsmotor 2 umgibt bei beiden Ausführungsformen die Antriebswelle 3 abschnittsweise
aussenseitig. Der Antriebsmotor 2 wirkt auf einen Antriebsabschnitt 34 auf die Antriebswelle
3. Der Antriebsabschnitt 34 erstreckt sich um eine Mittelachse M3 herum. Die Mittelachse
M3 verläuft kollinear zur Mittelachse M der Spindel 6. Die Antriebswelle 3 erstreckt
sich mindestens teilweise, hier vollständig, durch den Antriebsmotor 2 hindurch.
[0048] Die Antriebswelle 3 ragt auf der Seite des Antriebsmotors 2, die der Spindel zugewandt
ist, aus dem Antriebsmotor 2 hinaus. Die Antriebswelle 3 weist hier eine optionale
zylindrische Öffnung 24 auf, welche sich entlang der Mittelachse M von der Seite der
Spindel 6 her gesehen in die Antriebswelle 3 hinein erstreckt. Die Öffnung 24 erstreckt
sich vorzugsweise vollständig durch die Antriebswelle 3 hindurch. Mit dem frontseitigen
Ende 25 wirkt die Antriebswelle 3 in das Getriebe 4. Dies Einwirkung wird untenstehende
genauer erläutert.
[0049] Das Getriebe 4 ist erfindungsgemäss als Zykloidgetriebe ausgebildet. Das Zykloidgetriebe
4 wirkt auf das Spindelgetriebe 5 ein. Dabei wird die vom Antriebsmotor 2 bereitgestellte
Drehbewegung durch das Zykloidgetriebe 4 untersetzt. Das Zykloidgetriebe 4 weist einen
Abtriebsabschnitt 10 auf, welcher mit einem spindelgetriebeseitigen Eingriffsabschnitt
11 derart mit dem Spindelgetriebe 5 in Verbindung steht, dass der Abtriebsabschnitt
10 des Zykloidgetriebes das Spindelgetriebe 5 antreibt.
[0050] Die Spindel 6 weist ein Aussengewinde 26 und die Spindelmutter 7 weist ein Innengewinde
27 auf. Das Aussengewinde 26 und das Innengewinde 27 stehen in einem Eingriff miteinander.
[0051] In der ersten Ausführungsform wirkt der Abtriebsabschnitt 10 des Zykloidgetriebes
4 auf die Spindelmutter 7. Die Spindel 6 wirkt auf den Presskolben 8. Die Spindelmutter
7 weist dabei den spindelgetriebeseitigen Eingriffsabschnitt 11. Der spindelgetriebeseitige
Eingriffsabschnitt 11 ist integraler Bestandteil der Spindelmutter 7, insbesondere
ist der spindelgetriebeseitige Eingriffsabschnitt 11 an der Spindelmutter 7 angeordnet,
insbesondere angeschliffen oder angefräst. Alternativerweise kann der spindelgetriebeseitige
Eingriffsabschnitt 11 auch an einem separaten Element ausgebildet sein, welches fest
mit der Spindelmutter 7 in Verbindung steht.
[0052] Die Spindelmutter 7 ist in der ersten Ausführungsform axial fest und um die Mittelachse
M drehbar gelagert. Die Spindel 6 ist bezüglich einer Drehung um die Mittelachse M
fest aber axial verschiebbar gelagert ist, derart, dass die Spindel 6 bei einer Drehung
der Spindelmutter 7 axial bewegbar ist. In der gezeigten Ausführungsform weist die
Spindelmutter 7 einen Flansch 28 auf, welcher sich radial von der Spindelmutter 7
weg erstreckt. Der Flansch 28 dient der Lagerung der Spindelmutter 7 in Richtung der
Mittelachse M. Hier ist ein Axiallager 29 zur Lagerung der Spindelmutter 7 angeordnet.
Frontseitig ist ein Radiallager 14 zur Lagerung der Spindelmutter 7 angeordnet.
[0053] Die Spindel 6 wirkt in der ersten Ausführungsform auf den Presskolben 8 und schiebt
diesen bei ihrer Bewegung von der Ausgangslage, so wie in der Figur 3a gezeigt, in
die Presslage, so wie in der Figur 3b gezeigt nach vorne in die Werkzeugaufnahme 9.
Der Presskolben 8 wirkt dabei auf das Werkzeug ein. In der gezeigten Ausführungsform
weist der Presskolben 8 für diesen Zweck Pressrollen 30 auf.
[0054] In der ersten Ausführungsform sind das Zykloidgetriebe 4, die Antriebswelle 3 und
der Antriebsmotor 2 derart ausgebildet, dass ein Innenraum 12 geschaffen wird, wobei
sich die Spindel 6 in ihrer Ausgangslage vom Innenraum 12 hinauserstreckt und wobei
die Spindel 6 bei Betätigung des Antriebsmotors 2 aus dem Innenraum 12 heraus bewegt
wird. Der Innenraum 12 wird in der gezeigten Ausführungsform im Wesentlichen durch
die oben beschriebene Öffnung 24 bereitgestellt. Die Spindel 6 erstreckt sich in der
Ausgangslage, so wie in den Figur 3a und 4 gezeigt, in Richtung der Mittelachse M
im Wesentlichen vollständig durch die gesamte Länge der Öffnung 24.
[0055] Anhand der Figuren 4 bis 6a wird nun der Aufbau des Zykloidgetriebes gemäss der ersten
Ausführungsform genauer erläutert. Die Figur 5a zeigt einen Schnitt durch den Eingriff
des Zykloidgetriebes 4 und der Spindelmutter 7. Die Figur 5b zeigt einen Schnitt durch
den Eingriff des Zykloidgetriebes 4 und der Antriebswelle 3 des Antriebsmotors 2.
[0056] Das Zykloidgetriebe 4 weist einen Wälzring 15 und eine weitere Wälzstruktur 18 auf.
Der Wälzring 15 weist eine den Antriebsabschnitt 10 bereitstellende innere Wälzstruktur
16 und eine äussere Wälzstruktur 17 auf. Die weitere Wälzstruktur 18 ist zum Wälzring
15 feststehend angeordnet.
[0057] Der Wälzring 15 ist auf einem Lagerabschnitt 19 auf der Antriebswelle 3 gelagert.
Der Lagerabschnitt 19 erstreckt sich um eine Exzenterachse E, welche parallel und
seitlich versetzt zur Mittelachse M3 des Antriebsabschnitts 34 der Antriebswelle 3
verläuft. Der Wälzring 15 ist über ein Lager 22 auf dem Lagerabschnitt 19 gelagert.
Diese Exzentrizität wird in der Figur 5b gezeigt. Durch die Exzentrizität steht die
äussere Wälzstruktur 17 exzentrisch zur weiteren Wälzstruktur 18. Die äussere Wälzstruktur
17 und die weitere Wälzstruktur 18 stehen im Eingriff miteinander. Bei einer Rotation
der Antriebswelle 3 führt die äussere Wälzstruktur 17 in der weiteren Wälzstruktur
18 eine Wälzbewegung aus. Der Wälzring 15 rollt dabei ausgehend von der Position in
der Figur 5b relativ zur feststehenden weiteren Wälzstruktur 18 ab. Das heisst der
Kontaktpunkt zwischen der äusseren Wälzstruktur 17 und der weiteren Wälzstruktur 18
verschiebt sich um den Umfang der weiteren Wälzstruktur 18.
[0058] Ferner liegt die innere Wälzstruktur 16 exzentrisch zum spindelgetriebeseitigen Eingriffsabschnitt
11, was in der Figur 5a ersichtlich ist. Die innere Wälzstruktur 16 steht im Eingriff
mit dem spindelgetriebeseitigen Eingriffsabschnitt 11. Bei der Ausführung der der
genannten Wälzbewegung treibt die innere Wälzstruktur 16 den spindelgetriebeseitigen
Eingriffsabschnitt 11 mit einer Drehbewegung an. Der spindelgetriebeseitige Eingriffsabschnitt
11 weist hier ebenfalls eine Wälzstruktur auf, so dass ebenfalls eine Wälzbewegung
zwischen der inneren Wälzstruktur 16 und dem spindelgetriebeseitigen Eingriffsabschnitt
11 bereitgestellt wird.
[0059] Die weitere Wälzstruktur 18 ist vorzugsweise in einem Gehäuse 35 fest gelagert.
[0060] Die äussere Wälzstruktur 17 und die weitere Wälzstruktur 18 wird durch konvex gerundete
Wälzzähne 20 und konkav gerundete Wälzlücken 21, die jeweils zwischen zwei Wälzzähnen
20 liegen, bereitgestellt. Mindestens ein Wälzzahn 20 der äusseren Wälzstruktur 17
greift in mindestens eine Wälzlücke 21 der inneren Wälzsstruktur 16 drehbewegungsübertragend
ein.
[0061] Die innere Wälzstruktur 16 und der spindelgetriebeseitige Eingriffsabschnitt 11 werden
durch konvex gerundete Wälzzähne 21 und konkav gerundete Wälzlücken 21, die jeweils
zwischen zwei Wälzzähnen 21 liegen, bereitgestellt. Mindestens ein Wälzzahn 21 der
inneren Wälzsstruktur 16 greift in mindestens eine Wälzlücke 22 des spindelgetriebeseitigen
Eingriffsabschnitts 11 drehbewegungsübertragend ein.
[0062] In der zweiten Ausführungsform wirkt der Abtriebsabschnitt 10 des Zykloidgetriebes
4 auf die Spindel 6. Die Spindelmutter 7 wirkt auf den Presskolben 8. Die Spindel
6 weist dabei den spindelgetriebeseitigen Eingriffsabschnitt 11. Der spindelgetriebeseitige
Eingriffsabschnitt 11 ist integraler Bestandteil der Spindel 6, insbesondere ist der
spindelgetriebeseitige Eingriffsabschnitt 11 an der Spindel 6 angeschliffen. Alternativerweise
kann der spindelgetriebeseitige Eingriffsabschnitt 11 auch an einem separaten Element
ausgebildet sein, welches fest mit der Spindel 6 in Verbindung steht.
[0063] Der Antriebsmotor 2 ist von der Werkzeugaufnahme 9 her gesehen, hinter dem Ende der
Spindel 6 angeordnet. Zwischen dem Antriebsmotor 2 und der Spindel 6 liegt das Zykloidgetriebe
2. Die Spindel 6 erstreckt sich vom Abtriebsabschnitt 10 her gesehen in Richtung der
Werkzeugaufnahme 9. Die Spindel 6 weist mindestens eine Axiallagerstelle 14 und/oder
mindestens eine Radiallagerstelle 15 auf. Die Axiallagerstelle ist beispielsweise
durch ein von der Spindel aussenseitig radial weg erstreckender Flansch 33 gebildet.
[0064] Die Spindel 6 weist den spindelgetriebeseitigen Eingriffsabschnitt 11 auf und der
Abtriebsabschnitt 10 steht derart mit dem spindelgetriebeseitigen Eingriffsabschnitt
11 im Eingriff, dass eine Drehbewegung vom Abtriebsabschnitt 10 auf die Spindel 6
übertragbar ist. Die Spindelmutter 7 ist radial fest und axial verschiebbar gelagert,
derart, dass die Spindelmutter bei einer Drehung der Spindel axial bewegbar ist. Hier
weist die Spindelmutter 7 aussenseitig einen Nutenstein 31 auf, welche in einer Nute
32, die hier Teil eines Gehäuses ist, axial bewegbar ist.
[0065] Anhand der Figuren 8 bis 12a wird nun der Aufbau des Zykloidgetriebes gemäss der
zweiten Ausführungsform genauer erläutert. Die Figur 11a zeigt einen Schnitt durch
den Eingriff des Zykloidgetriebes 4 und der Spindelmutter 7. Die Figur 11b zeigt einen
Schnitt durch den Eingriff des Zykloidgetriebes 4 und der Antriebswelle 3 des Antriebsmotors
2.
[0066] Das Zykloidgetriebe 4 weist einen Wälzring 15 und eine weitere Wälzstruktur 18 auf.
Der Wälzring 15 weist eine den Antriebsabschnitt 10 bereitstellende innere Wälzstruktur
16 und eine äussere Wälzstruktur 17 auf. Die weitere Wälzstruktur 18 ist zum Wälzring
15 feststehend angeordnet.
[0067] Der Wälzring 15 ist auf einem Lagerabschnitt 19 auf der Antriebswelle 3 gelagert.
Der Lagerabschnitt 19 erstreckt sich um eine Exzenterachse E, welche parallel und
seitlich versetzt zur Mittelachse M3 des Antriebsabschnitts 34 der Antriebswelle 3
verläuft. Der Wälzring 15 ist über ein Lager 22 auf dem Lagerabschnitt 19 gelagert.
Diese Exzentrizität wird in der Figur 11b gezeigt. Durch die Exzentrizität steht die
äussere Wälzstruktur 17 exzentrisch zur weiteren Wälzstruktur 18. Die äussere Wälzstruktur
17 und die weitere Wälzstruktur 18 stehen im Eingriff miteinander. Bei einer Rotation
der Antriebswelle 3 führt die äussere Wälzstruktur 17 in der weiteren Wälzstruktur
18 eine Wälzbewegung aus. Der Wälzring 15 rollt dabei ausgehend von der Position in
der Figur 5b relativ zur feststehenden weiteren Wälzstruktur 18 ab. Das heisst der
Kontaktpunkt zwischen der äusseren Wälzstruktur 17 und der weiteren Wälzstruktur 18
verschiebt sich um den Umfang der weiteren Wälzstruktur 18.
[0068] Ferner liegt die innere Wälzstruktur 16 exzentrisch zum spindelgetriebeseitigen Eingriffsabschnitt
11, was in der Figur 11a ersichtlich ist. Die innere Wälzstruktur 16 steht im Eingriff
mit dem spindelgetriebeseitigen Eingriffsabschnitt 11. Bei der Ausführung der der
genannten Wälzbewegung treibt die innere Wälzstruktur 16 den spindelgetriebeseitigen
Eingriffsabschnitt 11 mit einer Drehbewegung an. Der spindelgetriebeseitige Eingriffsabschnitt
11 weist hier ebenfalls eine Wälzstruktur auf, so dass ebenfalls eine Wälzbewegung
zwischen der inneren Wälzstruktur 16 und dem spindelgetriebeseitigen Eingriffsabschnitt
11 bereitgestellt wird.
[0069] Die weitere Wälzstruktur 18 ist vorzugsweise in einem Gehäuse 35 fest gelagert.
[0070] Die äussere Wälzstruktur 17 und die weitere Wälzstruktur 18 wird durch konvex gerundete
Wälzzähne 20 und konkav gerundete Wälzlücken 21, die jeweils zwischen zwei Wälzzähnen
20 liegen, bereitgestellt. Mindestens ein Wälzzahn 20 der äusseren Wälzstruktur 17
greift in mindestens eine Wälzlücke 21 der inneren Wälzsstruktur 16 drehbewegungsübertragend
ein.
[0071] Die innere Wälzstruktur 16 und der spindelgetriebeseitige Eingriffsabschnitt 11 werden
durch konvex gerundete Wälzzähne 21 und konkav gerundete Wälzlücken 21, die jeweils
zwischen zwei Wälzzähnen 21 liegen, bereitgestellt. Mindestens ein Wälzzahn 21 der
inneren Wälzsstruktur 16 greift in mindestens eine Wälzlücke 22 des spindelgetriebeseitigen
Eingriffsabschnitts 11 drehbewegungsübertragend ein.
BEZUGSZEICHENLISTE
1 |
Pressvorrichtung |
21 |
Wälzlücke |
2 |
Antriebsmotor |
22 |
Lager |
3 |
Antriebswelle |
23 |
Platine |
4 |
Getriebe, Zykloidgetriebe |
24 |
Öffnung |
5 |
Spindelgetriebe |
26 |
Aussengewinde |
6 |
Spindel |
27 |
Innengewinde |
7 |
Spindelmutter |
28 |
Flansch |
8 |
Presskolben |
29 |
Axiallager |
9 |
Werkzeugaufnahme |
30 |
Pressrollen |
10 |
Abtriebsabschnitt |
31 |
Nutenstein |
11 |
spindelgetriebseitiger Eingriffsabschnitt |
32 |
Nute |
33 |
Flansch (Spindel) |
12 |
Innenraum |
34 |
Antriebsabschnitt |
13 |
Axiallagerstelle |
35 |
Gehäuse |
14 |
Radiallagerstelle |
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15 |
Wälzring |
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16 |
innere Wälzstruktur |
E |
Exzenterachse |
17 |
äussere Wälzstruktur |
M |
Mittelachse Spindel |
18 |
weitere Wälzstruktur |
M3 |
Mittelachse Antriebsabschnitt |
19 |
Lagerabschnitt |
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20 |
Wälzzahn |
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1. Pressvorrichtung (1) umfassend
einen Antriebsmotor (2) mit einer Antriebswelle (3),
ein mit der Antriebswelle (3) angetriebenes Getriebe (4),
ein mit dem Getriebe (4) angetriebenes Spindelgetriebe (5) mit einer eine Mittelachse
(M) definierenden Spindel (6) und einer Spindelmutter (7),
einen mit dem Spindelgetriebe (5) angetriebenen Presskolben (8), und
eine Werkzeugaufnahme (9) zur Aufnahme eines Presswerkzeugs,
dadurch gekennzeichnet, dass das Getriebe (4) ein Zykloidgetriebe mit einem Abtriebsabschnitt (10) ist, wobei
der Abtriebsabschnitt (10) mit einem spindelgetriebseitigen Eingriffsabschnitt (11)
mit dem Spindelgetriebe (5) derart wirkverbunden ist, dass der Abtriebsabschnitt (10)
das Spindelgetriebe (5) antreibt.
2. Pressvorrichtung (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Abtriebsabschnitt (10) des Zykloidgetriebes (4) auf die Spindelmutter (7) wirkt
und dass die Spindel (6) auf den Presskolben (8) wirkt.
3. Pressvorrichtung (1) nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Zykloidgetriebe (4), die Antriebswelle (3) und der Antriebsmotor (2) derart ausgebildet
sind, dass ein Innenraum (12) geschaffen wird, wobei sich die Spindel (6) in ihrer
Ausgangslage vom Innenraum (12) hinaus erstreckt und wobei die Spindel (6) bei Betätigung
des Antriebsmotors (2) aus dem Innenraum (12) heraus bewegt wird.
4. Pressvorrichtung (1) nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Spindelmutter (7) den spindelgetriebeseitigen Eingriffsabschnitt (11) aufweist
und dass der Abtriebsabschnitt (10) derart mit dem spindelgetriebeseitigen Eingriffsabschnitt
(11) im Eingriff steht, dass eine Drehbewegung vom Abtriebsabschnitt (10) auf die
Spindelmutter (7) übertragbar ist.
5. Pressvorrichtung (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Spindelmutter (7) sich vom Abtriebsabschnitt (10) her gesehen in Richtung der
Werkzeugaufnahme (9) erstreckt und mindestens eine Axiallagerstelle (13) und/oder
eine Radiallagerstelle (14) aufweist.
6. Pressvorrichtung (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche 2 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Spindel (6) bezüglich einer Drehung um die Mittelachse (M) fest aber axial verschiebbar
gelagert ist, derart, dass die Spindel (6) bei einer Drehung der Spindelmutter (7)
axial bewegbar ist.
7. Pressvorrichtung (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Abtriebsabschnitt (10) des Zykloidgetriebes (4) auf die Spindel (6) wirkt und
dass die Spindelmutter (7) auf den Presskolben (8) wirkt.
8. Pressvorrichtung (1) nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Antriebsmotor (2) von der Werkzeugaufnahme (9) her gesehen, hinter dem Ende der
Spindel (6) angeordnet ist.
9. Pressvorrichtung nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Spindel (6) den spindelgetriebeseitigen Eingriffsabschnitt (11) aufweist und
dass der Abtriebsabschnitt (10) derart mit dem spindelgetriebeseitigen Eingriffsabschnitt
(11) im Eingriff steht, dass eine Drehbewegung vom Abtriebsabschnitt (10) auf die
Spindel (6) übertragbar ist.
10. Pressvorrichtung (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche 7 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Spindel (6) sich vom Abtriebsabschnitt (10) her gesehen in Richtung der Werkzeugaufnahme
(9) erstreckt und/oder mindestens eine Axiallagerstelle (14) und/oder eine Radiallagerstelle
(15) aufweist.
11. Pressvorrichtung (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche 7 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Spindelmutter (7) bezüglich einer Drehung um die Mittelachse (M) fest aber axial
verschiebbar gelagert ist, derart, dass die Spindelmutter bei einer Drehung der Spindel
axial bewegbar ist.
12. Pressvorrichtung (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Zykloidgetriebe (4) einen Wälzring (15) mit einer den Antriebsabschnitt (10)
bereitstellenden inneren Wälzstruktur (16) und mit einer äusseren Wälzstruktur (17),
sowie eine weitere Wälzstruktur (18), die zum Wälzring (15) fest stehend angeordnet
ist, aufweist,
wobei der Wälzring (15) auf einem Lagerabschnitt (19) auf der Antriebswelle (3) gelagert
ist, welcher Lagerabschnitt (19) exzentrisch zu einem durch den Antriebsmotor (2)
angetriebenen Antriebsabschnitts (34) der Antriebswelle (3) angeordnet ist,
wobei die äussere Wälzstruktur (17) exzentrisch zur weiteren Wälzstruktur (18) liegt
und mit dieser im Eingriff steht, wobei bei Rotation der Antriebswelle (3) die äussere
Wälzstruktur (17) in der weiteren Wälzstruktur (18) eine Wälzbewegung ausführt, und
wobei die innere Wälzstruktur (16) exzentrisch zum spindelgetriebeseitigen Eingriffsabschnitt
(11) liegt und mit diesem im Eingriff steht, wobei bei Ausführung der genannten Wälzbewegung
die innere Wälzstruktur (16) den spindelgetriebeseitigen Eingriffsabschnitt (11) mit
einer Drehbewegung antreibt.
13. Pressvorrichtung (1) nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass die äussere Wälzstruktur (17) und die weitere Wälzstruktur (18) durch konvex gerundete
Wälzzähne (20) und konkav gerundete Wälzlücken (21), die jeweils zwischen zwei Wälzzähnen
(20) liegen, bereitgestellt wird, wobei mindestens ein Wälzzahn (20) der äusseren
Wälzstruktur (17) in mindestens eine Wälzlücke (21) der inneren Wälzsstruktur (16)
drehbewegungsübertragend eingreift.
14. Pressvorrichtung (1) nach Anspruch 12 oder 13, dadurch gekennzeichnet, dass die innere Wälzstruktur (16) und der spindelgetriebeseitige Eingriffsabschnitt (11)
durch konvex gerundete Wälzzähne (21) und konkav gerundete Wälzlücken (21), die jeweils
zwischen zwei Wälzzähnen (21) liegen, bereitgestellt wird, wobei mindestens ein Wälzzahn
(21) der inneren Wälzsstruktur (16) in mindestens eine Wälzlücke (22) des spindelgetriebeseitige
Eingriffsabschnitts (11) drehbewegungsübertragend eingreift.
15. Pressvorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 12 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass der Wälzring (15) relativ zum Lagerabschnitt (19) verschwenkbar auf dem Lagerabschnitt
(19) gelagert ist, insbesondere, dass zwischen dem Wälzring (15) und dem Lagerabschnitt
ein Lager (22), insbesondere ein Wälzlager, wie ein Kugellager, oder ein Gleitlager
angeordnet ist.
16. Pressvorrichtung (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Zykloidgetriebe (4) eine Untersetzung zwischen dem Antriebsmotor (2) und dem
Spindelgetriebe (5) bereitstellt, wobei das Untersetzungsverhältnis des Zykloidgetriebes
zwischen 25:1 und 60:1, insbesondere bei 30:1, ist.