(19)
(11) EP 4 385 849 A1

(12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43) Veröffentlichungstag:
19.06.2024  Patentblatt  2024/25

(21) Anmeldenummer: 22213526.1

(22) Anmeldetag:  14.12.2022
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC): 
B61D 17/20(2006.01)
(52) Gemeinsame Patentklassifikation (CPC) :
B61D 17/20
(84) Benannte Vertragsstaaten:
AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC ME MK MT NL NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR
Benannte Erstreckungsstaaten:
BA
Benannte Validierungsstaaten:
KH MA MD TN

(71) Anmelder: Hübner GmbH & Co. KG
34123 Kassel (DE)

(72) Erfinder:
  • Baake, Achim
    34479 Breuna (DE)
  • Rüddenklau, Niklas
    34396 Liebenau (DE)

   


(54) FÜHRUNGSVORRICHTUNG FÜR EINEN ÜBERGANG ZWISCHEN EINEM ERSTEN FAHRZEUGTEIL UND EINEM ZWEITEN FAHRZEUGTEIL EINES MEHRTEILIGEN FAHRZEUGS SOWIE FAHRZEUG MIT EINER SOLCHEN FÜHRUNGSVORRICHTUNG


(57) Die vorliegende Erfindung betrifft eine Führungsvorrichtung (10) für einen Übergang (12) zwischen einem ersten Fahrzeugteil (14) und einem zweiten Fahrzeugteil (16) eines mehrteiligen Fahrzeugs (18), welche mittels eines Gelenks (20) miteinander verbindbar oder verbunden sind, wobei die Führungsvorrichtung (10) umfasst: ein am ersten Fahrzeugteil (14) befestigbares erstes Bodenteil (22) mit einem freien Ende (26), ein am zweiten Fahrzeugteil (16) befestigbares zweites Bodenteil (24) mit einem Aufnahmeabschnitt (30), in welchen das erste Bodenteil (22) mit seinem freien Ende (26) hineinragt, wenn das erste Fahrzeugteil (14) und das zweite Fahrzeugteil (16) miteinander verbunden sind, und eine Anzahl von im Bereich des freien Endes (26) auf das erste Bodenteil (22) aufsteckbaren oder in den Aufnahmeabschnitt (30) einsteckbaren Gleitelementen (36), mit welchen das erste Bodenteil (22) relativ zum zweiten Bodenteil (24) bewegbar im Aufnahmeabschnitt (30) gelagert ist. Weiterhin betrifft die Erfindung ein Fahrzeug (18) mit einer solchen Führungsvorrichtung (10).




Beschreibung


[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Führungsvorrichtung für einen Übergang zwischen einem ersten Fahrzeugteil und einem zweiten Fahrzeugteil eines mehrteiligen Fahrzeugs. Weiterhin betrifft die Erfindung ein Fahrzeug mit einer solchen Führungsvorrichtung.

[0002] Gelenkig miteinander verbundene Fahrzeugteile eines Fahrzeugs, beispielsweise eines Busses oder eines Schienenfahrzeugs, müssen bei ihrer Fahrt unterschiedlichen Bewegungen folgen können. So müssen die Gelenke, insbesondere Drehbewegungen um eine vertikal verlaufende Drehachse ermöglichen, die auftreten, wenn das Fahrzeug durch eine Kurve fährt. Darüber hinaus müssen Nickbewegungen ermöglicht werden, wie sie auftreten, wenn das Fahrzeug über eine Kuppe oder durch eine Senke fährt. Im gewissen Umfang sollen auch Wankbewegungen (Torsionsbewegungen) erlaubt werden können, welche beispielsweise auftreten, wenn die Fahrzeugteile gegeneinander um die Fahrzeuglängsachse verdreht werden. Darüber hinaus ist zu beachten, dass die beschriebenen Bewegungen auch einander überlagert auftreten können.

[0003] Der Übergang zwischen einem ersten Fahrzeugteil und einem zweiten Fahrzeugteil ist üblicherweise so gestaltet, dass die Passagiere während der Fahrt von einem zum nächsten Fahrzeugteil wechseln können. Über dem Gelenk ist dazu eine Übergangsplattform angeordnet, auf der die Passagiere sich bewegen können. Um den Übergang herum erstreckt sich normalerweise ein Falten- oder Wellenbalg, der die Passagiere vor Umgebungseinflüssen schützt.

[0004] Derartige Übergänge sind beispielsweise in der DE 10 2013 218 547 B3 und der EP 3 501 863 A1 offenbart. Die dort offenbarten Übergänge zwischen einem ersten Fahrzeugteil und einem zweiten Fahrzeugteil sind mit einer Führungsvorrichtung ausgestattet, welche eine Drehscheibe umfasst, die am ersten Fahrzeugteil befestigt ist und an ihrem freien Ende drehbar in einer komplementär ausgebildeten Führungseinheit gelagert ist, die am zweiten Fahrzeugteil angeordnet ist. Die Drehscheibe weist einen zumindest abschnittsweise kreisbogenförmigen Verlauf auf, entlang welchem die Führungseinheit des zweiten Fahrzeugteils bei einer Drehung um die vertikal verlaufende Drehachse bewegt werden kann, wodurch der Übergang der Drehbewegung des ersten Fahrzeugteils relativ zum zweiten Fahrzeugteil folgen kann.

[0005] Die in den beiden genannten Schriften offenbarten Führungseinheiten weisen eine Mehrzahl von Bauteilen auf, die miteinander insbesondere mittels einer Schraubverbindung verbunden sind. Hierdurch gestaltet sich die Montage und die Demontage vergleichsweise aufwändig und langwierig. Darüber hinaus muss die Führungseinheit eine bestimmte Bauhöhe aufweisen, damit die Verschraubungen ausreichend lang ausgeführt werden können. Hierdurch wird ein bestimmtes Mindestgewicht vorgegeben, welches prinzipbedingt nicht unterschritten werden kann.

[0006] Aufgabe einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung ist es daher, eine Führungsvorrichtung für einen Übergang eines Fahrzeugs der eingangs genannten Art zu schaffen, mit welcher es mit einfachen und kostengünstigen Mitteln möglich ist, eine Abhilfe für die oben genannten Nachteile zu schaffen und insbesondere die Montage und Demontage zu vereinfachen und das Gewicht zu senken. Des Weiteren liegt einer Ausgestaltung der vorliegenden Erfindung die Aufgabe zugrunde, ein Fahrzeug zu schaffen, welches eine solche Führungsvorrichtung aufweist.

[0007] Diese Aufgabe wird mit den in den Ansprüchen 1 und 13 angegebenen Merkmalen gelöst. Vorteilhafte Ausführungsformen sind Gegenstand der Unteransprüche.

[0008] Eine Ausführungsform der Erfindung betrifft eine Führungsvorrichtung für einen Übergang zwischen einem ersten Fahrzeugteil und einem zweiten Fahrzeugteil eines mehrteiligen Fahrzeugs, welche mittels eines Gelenks miteinander verbindbar oder verbunden sind, wobei die Führungsvorrichtung umfasst:
  • ein am ersten Fahrzeugteil befestigbares oder befestigtes erstes Bodenteil mit einem freien Ende,
  • ein am zweiten Fahrzeugteil befestigbares oder befestigtes zweites Bodenteil mit einem Aufnahmeabschnitt, in welchen das erste Bodenteil mit seinem freien Ende hineinragt, wenn das erste Fahrzeugteil und das zweite Fahrzeugteil miteinander verbunden sind, und
  • eine Anzahl von im Bereich des freien Endes am ersten Bodenteil oder im Aufnahmeabschnitt befestigbaren oder befestigten Gleitelementen, mit welchen das erste Bodenteil relativ zum zweiten Bodenteil bewegbar im Aufnahmeabschnitt gelagert ist, wenn das erste Fahrzeugteil und das zweite Fahrzeugteil miteinander verbunden sind.


[0009] Die Anzahl der Gleitelemente kann dem jeweiligen Anwendungsfall angepasst werden und kann insbesondere auch eins betragen, so dass ein einziges Gleitelement vorhanden ist. Der Aufnahmeabschnitt kann dabei U-förmig ausgestaltet und zum freien Ende hin geöffnet, ansonsten aber geschlossen sein, wenn das erste Fahrzeugteil und das zweite Fahrzeugteil miteinander verbunden sind.

[0010] Die erfindungsgemäße Führungsvorrichtung umfasst im Wesentlichen das erste Bodenteil, das zweite Bodenteil und die Gleitelemente in der gewählten Anzahl, wodurch die Anzahl der Bauteile der gesamten Führungsvorrichtung gegenüber den aus dem Stand der Technik bekannten Führungsvorrichtungen geringer ausfällt. Allein schon aufgrund der Reduzierung der Anzahl der Bauteile werden die Montage und die Demontage vereinfacht. Eine geringere Anzahl der Bauteile resultiert üblicherweise auch in einer Reduzierung des Gewichts der Führungsvorrichtung, wodurch die Montage und die Demontage auch vereinfacht wird. Zudem kann das betreffende Fahrzeug mit einem verminderten Energiebedarf betrieben werden.

[0011] Gemäß einer weiteren Ausführungsform ist das Gleitelement oder sind die Gleitelemente entweder auf das erste Bodenteil aufsteckbar oder in den Aufnahmeabschnitt einsteckbar. Eine Verschraubung der Gleitelemente ist nicht notwendig, wodurch die Montage und die Demontage weiter vereinfacht werden. Aufgrund des Wegfalls der Verschraubungen müssen das erste Bauteil und das zweite Bauteil keine für eine sichere Verschraubung notwendige Mindesthöhen aufweisen, weshalb die Bauhöhe gegenüber bekannten Führungsvorrichtungen weiter reduziert und das Gewicht vermindert werden kann.

[0012] Nach Maßgabe einer weiteren Ausführungsform kann
  • das Gleitelement einen U-förmigen Querschnitt mit einem ersten Gleitelement-Schenkel, einem zweiten Gleitelement-Schenkel und einen diese verbindenden Verbindungsschenkel aufweisen, wobei
  • der erste Gleitelement-Schenkel eine erste Oberfläche des ersten Bodenteils im Bereich des freien Endes,
  • der zweite Gleitelement-Schenkel eine zweite Oberfläche des ersten Bodenteils im Bereich des freien Endes und
  • der Verbindungsschenkel eine freie Stirnfläche des freien Endes des ersten Bodenteils umschließen, wenn das erste Fahrzeugteil und das zweite Fahrzeugteil miteinander verbunden sind.


[0013] Die erste Oberfläche kann dabei die obere Oberfläche und die zweite Oberfläche die untere Oberfläche des ersten Bodenteils sein. Das erste Bodenelement wird sowohl an der oberen Oberfläche als auch an der unteren Oberfläche im Bereich des freien Endes vom Gleitelement bedeckt, so dass es nie zu einem direkten Kontakt zwischen dem ersten Bodenteil und dem zweiten Bodenteil kommt. Ein aufgrund eines direkten Kontakts hervorgerufener Verschleiß wird hierdurch verhindert. Zudem ist man in der Materialwahl für das erste Bodenteil und das zweite Bodenteil weitgehend frei. Unabhängig von der Relativbewegung des ersten Fahrzeugteils und des zweiten Fahrzeugteils im Betrieb des betreffenden Fahrzeugs ist die gewünschte Führung des ersten Bodenteils im zweiten Bodenteil gewährleistet.

[0014] In einer weitergebildeten Ausführungsform kann zwischen dem Verbindungsschenkel und dem freien Ende ein Zwischenraum verbleiben. Neben Drehbewegungen um eine vertikal verlaufende Drehachse kommt es im Betrieb des betreffenden Fahrzeugs auch zu Nickbewegungen des ersten Fahrzeugteils relativ zum zweiten Fahrzeugteil, wodurch sich das erste Bodenteil und das zweite Bodenteil aufeinander zu oder voneinander wegbewegen. Der Zwischenraum ist so bemessen, dass für den Fall, dass sich das erste Fahrzeugteil und das zweite Fahrzeugteil aufeinander zu bewegen, das freie Ende des ersten Bodenteils nicht am Verbindungsschenkel des Gleitelements anstößt. Eine Beschädigung des Gleitelements wird daher verhindert und/oder der Verschleiß des Gleitelements reduziert.

[0015] Bei einer weitergebildeten Ausführungsform können
  • das erste Fahrzeugteil und das zweite Fahrzeugteil mit dem Gelenk um eine vertikal verlaufende Drehachse drehbar miteinander verbindbar oder verbunden sein,
  • das erste Bodenteil nach Art einer Drehscheibe ausgebildet sein, wobei das freie Ende kreisbogenförmig verlaufen, und
  • der Aufnahmeabschnitt zumindest abschnittsweise komplementär zum freien Ende verlaufen.


[0016] In dieser Ausführungsform kann der Übergang den Drehbewegungen des ersten Fahrzeugteils und des zweiten Fahrzeugteils relativ zueinander um eine vertikal verlaufende Drehachse folgen. Derartige Drehbewegungen treten insbesondere bei Kurvenfahrten auf.

[0017] Bei einer weiteren Ausführungsform kann der Verbindungsschenkel des Gleitelements eben verlaufen. Wie zuvor bereits erörtert, verbleibt zwischen dem Verbindungsschenkel und dem freien Ende ein Zwischenraum, um die bei Nickbewegungen des ersten Fahrzeugteils und des zweiten Fahrzeugteils auftretenden Verschiebungen aufeinander zu auszugleichen. Insbesondere für den Fall, dass das freie Ende kreisbogenförmig ausgestaltet ist, ist es hierzu nicht zwingend notwendig, dass der Zwischenraum gleichförmig ausgebildet ist. Vielmehr kann der Abstand zwischen dem Verbindungsschenkel und dem freien Ende variieren, solange der minimale Abstand ausreichend groß ist, um die üblicherweise zu erwartenden Verschiebungen ausgleichen zu können. Insofern kann der Verbindungsschenkel eben verlaufen und muss nicht an den Verlauf des kreisbogenförmigen freien Endes des ersten Bodenteils angepasst werden. Daher kann das Gleitelement für unterschiedlich verlaufende freie Enden des ersten Bodenteils verwendet werden, wodurch das Gleitelement universell einsetzbar ist. Anpassungen des Gleitelements an spezielle Ausführungsformen des Übergangs sind nicht notwendig.

[0018] Eine weitergebildete Ausführungsform kann sich dadurch auszeichnen, dass das Gleitelement eine Anzahl von Positionierungsvorsprüngen aufweist, welche in komplementär ausgebildete Ausnehmungen des ersten Bodenteils oder des zweiten Bodenteils eingreifen. Der umgekehrte Fall, in welchem eine Positionierungsausnehmung des Gleitelements in einen Vorsprung des ersten Bodenteils eingreifen, ist genauso denkbar. Wie erwähnt, kann je nach Ausführungsform das Gleitelement in den Aufnahmeabschnitt eingesteckt werden. Mit den Positionierungsvorsprüngen und den Ausnehmungen kann auf einfache Weise das Gleitelement wunschgemäß und mit geringem Aufwand positioniert werden. Dabei ist der Begriff "komplementär" so zu verstehen, dass ein Eingreifen der Positionierungsvorsprünge in die Ausnehmungen möglich ist. Eine gewisse Relativbewegung der Positionierungsvorsprünge innerhalb der Ausnehmungen kann dabei erwünscht sein. Insofern können die Positionierungsvorsprünge von der Form und den Dimensionen her von den Ausnehmungen abweichen. Dabei können die Positionierungsvorsprünge auch derart ausgestaltet sein, dass diese Teil einer Schnapp-, Clips- oder Rastverbindung mit dem Bodenteil sind.

[0019] Nach Maßgabe einer weiteren Ausführungsform kann das Gleitelement aus einem Kunststoff bestehen oder diesen umfassen. Wie erwähnt, soll das Gleitelement Relativbewegungen des ersten Bodenteils relativ zum zweiten Bodenteil des Übergangs ausgleichen. Aufgrund der Tatsache, dass der Kunststoff insbesondere gegenüber Metall ein weiches Material ist, kann das erste Bodenteil weitgehend verschleißfrei im Gleitelement gelagert werden. Der Verschleiß findet im Wesentlichen im Gleitelement statt, welches aber auf einfache und kostengünstige Weise durch ein neues Gleitelement ersetzt werden kann, wenn der Verschleiß ein bestimmtes Maß überschritten hat. Je nach Anwendungsfall kann das Gleitelement als ein Mehrkomponentenbauteil ausgeführt sein. Abschnitte des Gleitelements, die erwartungsgemäß einem stärkeren Verschleiß ausgesetzt sind als andere Abschnitte, können aus einem entsprechend verschleißresistenten Kunststoff gefertigt sein.

[0020] Auch eine Faserverstärkung ist möglich. Andere Abschnitte wie der Verbindungsschenkel können aus einem flexiblen Kunststoff gefertigt sein, um beispielsweise die Montage und insbesondere das Aufstecken oder das Einstecken einfach zu halten.

[0021] Bei einer weiteren Ausführungsform kann es sich anbieten, dass das Gleitelement spritzgegossen ist. Die Herstellung des Gleitelements im Spritzguss ermöglicht es, das Gleitelement in hohen Stückzahlen zu geringen Kosten herzustellen. Alternativ könnte das Gleitelement auch extrudiert oder gefräst sein. Eine Extrusion böte sich im Falle der flachen Gleitelemente an, um die Kosten noch weiter zu senken bei ähnlichem Ergebnis. Das Fräsen der Gleitelemente kann im Einzelfall aufgrund hoher Designfreiheit angebracht sein.

[0022] In einer weitergebildeten Ausführungsform kann das zweite Bodenteil als ein einteiliges kreisringsektorförmiges Führungsprofil ausgebildet sein. Zwar sind auch mehrteilige Ausführungsformen möglich, allerdings hat das einteilige kreisringsektorförmige Führungsprofil den Vorteil, dass der Montageaufwand geringer ist als bei mehrteiligen Ausführungsformen. Insbesondere entfallen Ausrichtungsarbeiten der Führungsprofile untereinander.

[0023] Bei einer weitergebildeten Ausführungsform kann das zweite Bodenteil aus Aluminium bestehen. Üblicherweise sind die Bauteile von Führungsvorrichtungen für Übergänge aus Edelstahl, insbesondere deshalb, da die Bauteile auch mit einem geringen Materialvolumen eine ausreichende Stabilität bereitstellen und korrosionsbeständig sind. Allerdings sind die Bauteile relativ schwer. Insbesondere aufgrund der Tatsache, dass mit der vorschlagsgemäßen Führungsvorrichtung die Anzahl der Bauteile gegenüber bekannten Führungsvorrichtungen reduziert werden kann, reduziert sich auch die Anzahl der Verschraubungen. Daher ist es möglich, auch ein weicheres Material wie Aluminium zu verwenden, ohne Abstriche bei der Stabilität machen zu müssen. Gleichzeitig ist Aluminium ein im Vergleich zu Stahl leichterer Werkstoff, so dass auch mit der Materialwahl Gewicht eingespart werden kann. Das zweite Bodenteil könnte bei Bedarf auch aus gerolltem Stahlblech bestehen, was hinsichtlich des Gewichts Nachteile bedeuten würde, aber dafür eine höhere Festigkeit zur Folge hätte.

[0024] Bei einer weiteren Ausführungsform können im zweiten Bodenteil in den Aufnahmeabschnitt mündende Durchgangsbohrungen vorgesehen sein. Wie erwähnt, kann das Gleitelement mit einer Anzahl von Positionierungsvorsprüngen ausgebildet sein. Diese Positionierungsvorsprünge können so geformt sein, dass sie in die Durchgangsbohrungen eingreifen können. Die Durchgangsbohrungen können auch als Schmutzabführbohrungen ausgestaltet sein, durch welche sich im Aufnahmeabschnitt ansammelnder Schmutz abgeführt werden kann. Hierdurch wird ein übermä-ßiger Verschleiß der Gleitelemente infolge einer Schmutzansammlung vermieden.

[0025] Eine Ausbildung der Erfindung betrifft ein Fahrzeug mit einem ersten Fahrzeugteil und einem zweiten Fahrzeugteil, welche mittels eines Gelenks miteinander verbindbar oder verbunden sind, aufweisend
  • einen Übergang zwischen dem ersten Fahrzeugteil und dem zweiten Fahrzeugteil, und
  • eine Führungsvorrichtung nach einem der zuvor diskutierten Ausführungsformen, die im Übergang angeordnet ist.


[0026] Die technischen Effekte und Vorteile, die sich mit dem vorschlagsgemäßen Fahrzeug erreichen lassen, entsprechen denjenigen, die für die vorliegende Führungsvorrichtung erörtert worden sind. Zusammenfassend sei darauf hingewiesen, dass die erfindungsgemäße Führungsvorrichtung im Wesentlichen das erste Bodenteil, das zweite Bodenteil und die Gleitelemente umfasst, wodurch die Anzahl der Bauteile gegenüber den aus dem Stand der Technik bekannten Führungsvorrichtungen reduziert ist. Allein schon aufgrund der Reduzierung der Bauteile werden die Montage und die Demontage vereinfacht und üblicherweise das Gewicht der Führungsvorrichtung reduziert.

[0027] Beispielhafte Ausführungsformen der Erfindung werden im Folgenden unter Bezugnahme auf die beigefügten Zeichnungen näher erläutert. Es zeigen
Figur 1
eine prinzipielle Draufsicht auf einen Übergang zwischen einem ersten Fahrzeugteil und einem zweiten Fahrzeugteil mit einer erfindungsgemäßen Führungsvorrichtung,
Figur 2
eine isolierte Darstellung eines ersten Bodenteils und eines zweiten Bodenteils der in Figur 1 dargestellten Führungsvorrichtung,
Figur 3
eine perspektivische Darstellung eines Gleitelements,
Figur 4
eine perspektivische Schnittdarstellung durch ein zweites Bodenteil beim Einstecken des in Figur 3 dargestellten Gleitelements,
Figur 5
eine Schnittdarstellung durch das in Figur 4 dargestellte zweite Bodenteil mit eingestecktem Gleitelement,
Figur 6
das in Figur 5 dargestellte zweite Bodenteil beim Einbringen des ersten Bodenteils anhand einer Schnittdarstellung,
Figur 7
das in Figur 6 dargestellte zweite Bodenteil mit eingebrachtem ersten Bodenteil, wodurch die Führungsvorrichtung fertig montiert ist, anhand einer Schnittdarstellung,
Figur 8
eine erste weitere Schnittdarstellung entlang der in Figur 1 definierten Schnittebene X-X, und
Figur 9
eine zweite weitere Schnittdarstellung der entlang der in Figur 1 definierten Schnittebene Y-Y.


[0028] In Figur 1 ist eine prinzipielle Draufsicht auf eine erfindungsgemäße Führungsvorrichtung 10 im fertig montierten Zustand dargestellt. Die Führungsvorrichtung 10 ist in einem Übergang 12 zwischen einem ersten Fahrzeugteil 14 und einem zweiten Fahrzeugteil 16 eines mehrgliedrigen Fahrzeugs 18 angeordnet. Das Fahrzeug 18 ist insbesondere zum Personentransport ausgebildet und kann als ein Bus oder ein Schienenfahrzeug, beispielsweise als eine Straßenbahn, ausgeführt sein. Die Anzahl der Fahrzeugteile 14, 16 ist dabei prinzipiell frei wählbar, beträgt dabei aber mindestens zwei. Der Übergang 12 soll es den Fahrgästen ermöglichen, sich auch während der Fahrt zwischen dem ersten Fahrzeugteil 14 und dem zweiten Fahrzeugteil 16 hin- und her zu bewegen. Der Übergang 12 wird von einem hier nicht dargestellten Falten- oder Wellenbalg begrenzt, um die Fahrgäste vor äußeren Einflüssen wie Wind und Regen zu schützen.

[0029] Das erste Fahrzeugteil 14 und das zweite Fahrzeugteil 16 sind mit einem Gelenk 20 miteinander verbunden. Das Gelenk 20 ermöglicht dabei zumindest eine Drehbewegung des ersten Fahrzeugteils 14 relativ zum zweiten Fahrzeugteil 16 um eine vertikal verlaufende erste Drehachse D1, wie sie beispielsweise bei einer Kurvenfahrt auftritt. Im dargestellten Beispiel ist das Gelenk 20 so ausgeführt, dass darüber hinaus auch Drehbewegungen um eine horizontal und senkrecht zur Hauptfahrtrichtung T verlaufende zweite Drehachse D2 ermöglicht werden. Derartige Drehbewegungen um die zweite Drehachse D2, die auch als Nickbewegungen bezeichnet werden, treten beispielsweise dann auf, wenn das Fahrzeug 18 über eine Kuppe oder durch eine Senke fährt.

[0030] Wie aus Figur 1 zu erkennen ist, umfasst die Führungsvorrichtung 10 ein erstes Bodenteil 22, welches am ersten Fahrzeugteil 14 befestigt ist, insbesondere mittels einer lösbaren Schraubverbindung. Am zweiten Fahrzeugteil 16 ist ein zweites Bodenteil 24 ebenfalls mittels einer lösbaren Schraubverbindung befestigt.

[0031] In Figur 2 sind das erste Bodenteil 22 abschnittsweise und separat und das zweite Bodenteil 24 separat und beabstandet zueinander dargestellt. Man erkennt, dass das erste Bodenteil 22 nach Art einer Drehscheibe ausgestaltet ist und ein freies Ende 26 aufweist, welches einen kreisbogenförmigen Verlauf aufweist. Das zweite Bodenteil 24 ist als ein einteiliges kreisringsektorförmiges Führungsprofil 28 ausgebildet, welches beispielsweise aus Aluminium mittels eines Biegeprozesses hergestellt werden kann. Bezugnehmend auf Figur 4, welche das zweite Bodenteil 24 anhand einer perspektivischen Schnittdarstellung zeigt, ist erkennbar, dass das zweite Bodenteil 24 einen U-förmigen Aufnahmeabschnitt 30 mit einem oberen Schenkel 32 und einem unteren Schenkel 34 bildet. Wenn das erste Fahrzeugteil 14 und das zweite Fahrzeugteil 16 unter Verwendung des Gelenks 20 miteinander verbunden sind und die Führungsvorrichtung 10 fertig montiert ist, ragt das erste Bodenteil 22 mit seinem freien Ende 26 zumindest abschnittsweise in den Aufnahmeabschnitt 30 hinein, was sich beispielsweise aus Figur 1 erkennen lässt und worauf später noch genauer eingegangen wird.

[0032] Aus den Figuren 1 und 2 ist erkennbar, dass im Aufnahmeabschnitt 30 eine Vielzahl von Gleitelementen 36 gleichmäßig verteilt angeordnet ist, in diesem Fall 15 Stück, wobei die Anzahl keineswegs auf 15 beschränkt ist, sondern je nach Anwendungsfall entsprechend gewählt werden kann. In Figur 3 ist ein Gleitelement 36 separat anhand einer perspektivischen Darstellung gezeigt. Man erkennt, dass das Gleitelement 36 wie auch der Aufnahmeabschnitt 30 einen U-förmigen Querschnitt aufweisen, der von einem ersten Gleitelement-Schenkel 38, einem zweiten Gleitelement-Schenkel 40 und einem diese verbindenden Verbindungsschenkel 42 gebildet wird. Der erste Gleitelement-Schenkel 40, der zweite Gleitelement-Schenkel 40 und der Verbindungsschenkel 42 verlaufen dabei eben, worauf später noch genauer eingegangen wird.

[0033] Zudem weist das Gleitelement 36 im dargestellten Ausführungsbeispiel zwei Positionierungsvorsprünge 44 auf. Das Gleitelement 36 besteht aus Kunststoff und ist spritzgegossen.

[0034] Wie aus Figur 4 erkennbar, wird das Gleitelement 36 in den Aufnahmeabschnitt 30 des zweiten Bodenteils 24 eingesteckt, wozu das Gleitelement 36 im Wesentlichen in die mit dem Pfeil P gekennzeichnete Richtung bewegt wird. Das Gleitelement 36 ist dann wunschgemäß positioniert, wenn die Positionierungsvorsprünge 44 in komplementär ausgebildete Ausnehmungen 46 des zweiten Bodenteils 24 eingreifen, was sich insbesondere aus Figur 5 entnehmen lässt, die einen Schnitt durch das zweite Bodenteil 24 und durch das wunschgemäß positionierte Gleitelement 36 zeigt. Die Ausnehmungen 46 sind im dargestellten Ausführungsbeispiel als in den Aufnahmeabschnitt 30 mündende Durchgangsbohrungen 48 ausgestaltet.

[0035] Wie bereits erwähnt und wie insbesondere aus der Figur 3 ersichtlich, verlaufen der erste Gleitelement-Schenkel 38, der zweite Gleitelement-Schenkel 40 und der Verbindungsschenkel 42 eben. Das zweite Bodenteil 24 hingegen weist, wie ebenfalls erwähnt, eine Kreisringsektorform auf (siehe insbesondere Figur 2). Infolgedessen weist der Aufnahmeabschnitt 30 eine Wölbung auf, welche zumindest annäherungsweise einem Radius um die erste Drehachse D1 folgt, wenn das erste Fahrzeugteil 14 und das zweite Fahrzeugteil 16 miteinander verbunden sind. Da insbesondere der Verbindungsschenkel 42 des Gleitelements 36 eben verläuft, ist das Gleitelement 36 nicht auf die Wölbung des Aufnahmeabschnitts 30 angepasst, wodurch die Herstellung des Gleitelements 36 vereinfacht wird und das Gleitelement 36 universell einsetzbar ist. Wie aus Figur 5 erkennbar, verbleibt zwischen dem Verbindungsschenkel 42 und dem zweiten Bodenteil 24 ein Abstand A, der sich entlang des Verlaufs des Aufnahmeabschnitts 30 ändert, ohne dass es jedoch zu einem Kontakt zwischen dem Verbindungsschenkel 42 und dem zweiten Bodenteil 24 kommt, was aber nicht zwingend der Fall sein muss.

[0036] In Figur 6 ist zu sehen, wie das erste Bodenteil 22 bei der Montage der Führungsvorrichtung 10 in den Aufnahmeabschnitt 30 eingebracht wird. Hierzu wird das erste Bodenteil 22 im Wesentlichen entlang der mit dem Pfeil P gekennzeichneten Richtung bewegt, wobei das erste Bodenteil 22 mit dem freien Ende 26 in das Gleitelement 36 eingebracht wird, bis das erste Bodenteil 22 die in Figur 7 dargestellte Position erreicht hat. In dieser Position sind das erste Fahrzeugteil 14 und das zweite Fahrzeugteil 16 miteinander verbunden und stehen dabei auf einem ebenen Boden. Man erkennt, dass in dieser Position der erste Gleitelement-Schenkel 38 eine erste Oberfläche 56 des ersten Bodenteils 22 im Bereich des freien Endes 26 und der zweite Gleitelement-Schenkel 40 eine zweite Oberfläche 58 des ersten Bodenteils 22 im Bereich des freien Endes 26 umschließen. Die erste Oberfläche 56 ist im dargestellten Ausführungsbeispiel die obere, begehbare Oberfläche und die zweite Oberfläche 58 die untere Oberfläche des ersten Bodenteils 22.

[0037] Das erste Bodenteil 22 ist im dargestellten Ausführungsbeispiel einteilig ausgestaltet und steht über das erste Fahrzeugteil 14 über, infolgedessen sich das erste Bodenteil 22 aufgrund des Eigengewichts zum freien Ende 26 hin etwas nach unten biegt. Daher liegt das erste Bodenteil 22 mit seiner zweiten Oberfläche 58 auf dem zweiten Gleitelement-Schenkel 40 auf, während ein kleiner Spalt zwischen der ersten Oberfläche 56 und dem ersten Gleitelement-Schenkel 38 verbleibt. Aufgrund der im Betrieb auftretenden Kräfte kann es aber zu einem Kontakt zwischen der ersten Oberfläche 56 und dem ersten Gleitelement-Schenkel 38 kommen.

[0038] Das freie Ende 26 des ersten Bodenteils 22 bildet eine freie Stirnfläche 50. Aus Figur 7 ist zu erkennen, dass zwischen der freien Stirnfläche 50 und dem Verbindungsschenkel 42 des Gleitelements 36 ein Zwischenraum 52 verbleibt. Insbesondere dann, wenn es zu Drehbewegungen des ersten Fahrzeugteils 14 relativ zum zweiten Fahrzeugteil 16 um die zweite Drehachse D2 kommt (vgl. Figur 1), wird das erste Bodenteil 22 innerhalb des Gleitelements 36 vor- und zurückgeschoben. Der Zwischenraum 52 ist so bemessen, dass es unter den im Betrieb des Fahrzeugs 18 üblicherweise auftretenden Drehbewegungen um die zweite Drehachse D2 nicht zu einem Kontakt zwischen der freien Stirnfläche 50 und dem Verbindungsschenkel 42 kommt. Zudem ist das Gleitelement 36 so dimensioniert, dass das erste Bodenteil 22 bei den im Betrieb des Fahrzeugs 18 üblicherweise auftretenden Drehbewegungen um die zweite Drehachse D2 nicht aus dem Gleitelement 36 herausgezogen wird.

[0039] Figur 8 ist eine Schnittdarstellung entlang der in Figur 1 definierten Schnittebene X-X. Man erkennt, dass das zweite Bodenteil 24 Schraublöcher 54 aufweist, mit denen das zweite Bodenteil 24 mit einem nicht gezeigten Bodensegment des zweiten Fahrzeugteils 16 verschraubt werden kann.

[0040] Figur 9 zeigt eine Schnittdarstellung entlang der in Figur 1 definierten Schnittebene Y-Y. Man erkennt, dass das zweite Bodenteil 24 weitere Durchgangsbohrungen 48 aufweist, welche in den Aufnahmeabschnitt 30 münden. Diese Durchgangsbohrungen 48 dienen aber nicht zur Positionierung des Gleitelements 36 im Aufnahmeabschnitt 30, sondern sind als Schmutzabführbohrungen ausgestaltet, mit denen sich im Aufnahmeabschnitt 30 ansammelnder Schmutz abgeführt werden kann.

Bezugszeichenliste



[0041] 
10
Führungsvorrichtung
12
Übergang
14
erstes Fahrzeugteil
16
zweites Fahrzeugteil
18
Fahrzeug
20
Gelenk
22
erstes Bodenteil
24
zweites Bodenteil
26
freies Ende
28
Führungsprofil
30
Aufnahmeabschnitt
32
oberer Schenkel
34
unterer Schenkel
36
Gleitelement
38
erster Gleitelement-Schenkel
40
zweiter Gleitelement-Schenkel
42
Verbindungsschenkel
44
Positionierungsvorsprung
46
Ausnehmung
48
Durchgangsbohrung
50
freie Stirnfläche
52
Zwischenraum
54
Schraubloch
56
erste Oberfläche
58
zweite Oberfläche
A
Abstand
D1
erste Drehachse
D2
zweite Drehachse
P
Pfeil P
T
Hauptfahrtrichtung



Ansprüche

1. Führungsvorrichtung (10) für einen Übergang (12) zwischen einem ersten Fahrzeugteil (14) und einem zweiten Fahrzeugteil (16) eines mehrteiligen Fahrzeugs (18), welche mittels eines Gelenks (20) miteinander verbindbar oder verbunden sind, wobei die Führungsvorrichtung (10) umfasst:

- ein am ersten Fahrzeugteil (14) befestigbares oder befestigtes erstes Bodenteil (22) mit einem freien Ende (26),

- ein am zweiten Fahrzeugteil (16) befestigbares oder befestigtes zweites Bodenteil (24) mit einem Aufnahmeabschnitt (30), in welchen das erste Bodenteil (22) mit seinem freien Ende (26) hineinragt, wenn das erste Fahrzeugteil (14) und das zweite Fahrzeugteil (16) miteinander verbunden sind, und

- eine Anzahl von im Bereich des freien Endes (26) am ersten Bodenteil (22) oder im Aufnahmeabschnitt (30) befestigbaren oder befestigten Gleitelementen (36), mit welchen das erste Bodenteil (22) relativ zum zweiten Bodenteil (24) bewegbar im Aufnahmeabschnitt (30) gelagert ist, wenn das erste Fahrzeugteil (14) und das zweite Fahrzeugteil (16) miteinander verbunden sind.


 
2. Führungsvorrichtung (10) nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass das Gleitelement (36) oder die Gleitelemente (36) auf das erste Bodenteil (22) aufsteckbar oder in den Aufnahmeabschnitt (30) einsteckbar sind.
 
3. Führungsvorrichtung (10) nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet, dass

- das Gleitelement (36) einen U-förmigen Querschnitt mit einem ersten Gleitelement-Schenkel (38), einem zweiten Gleitelement -Schenkel (40) und einen diese verbindenden Verbindungsschenkel (42) aufweist, wobei

- der erste Gleitelement-Schenkel (38) eine erste Oberfläche (56) des ersten Bodenteils (22) im Bereich des freien Endes (26),

- der zweite Gleitelement-Schenkel (40) eine zweite Oberfläche (58) des ersten Bodenteils (22) im Bereich des freien Endes (26) und

- der Verbindungsschenkel (42) eine freie Stirnfläche (50) des freien Endes (26) des ersten Bodenteils (22) umschließen, wenn das erste Fahrzeugteil (14) und das zweite Fahrzeugteil (16) miteinander verbunden sind.


 
4. Führungsvorrichtung (10) nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet, dass zwischen dem Verbindungsschenkel (42) und dem freien Ende (26) ein Zwischenraum (52) verbleibt.
 
5. Führungsvorrichtung (10) nach einem der vorherigen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass

- das erste Fahrzeugteil (14) und das zweite Fahrzeugteil (16) mit dem Gelenk (20) um eine vertikal verlaufende erste Drehachse (D1) drehbar miteinander verbindbar oder verbunden sind,

- das erste Bodenteil (22) nach Art einer Drehscheibe ausgebildet ist, wobei das freie Ende (26) kreisbogenförmig verläuft, und

- der Aufnahmeabschnitt (30) zumindest abschnittsweise komplementär zum freien Ende (26) verläuft.


 
6. Führungsvorrichtung (10) nach einem der Ansprüche 3 bis 5,
dadurch gekennzeichnet, dass der Verbindungsschenkel (42) des Gleitelements (36) eben verläuft.
 
7. Führungsvorrichtung (10) nach einem der vorherigen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass das Gleitelement (36) eine Anzahl von Positionierungsvorsprüngen (44) aufweist, welche in komplementär ausgebildete Ausnehmungen (46) des ersten Bodenteils (22) oder des zweiten Bodenteils (24) eingreifen.
 
8. Führungsvorrichtung (10) nach einem der vorherigen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass das Gleitelement (36) aus einem Kunststoff besteht oder diesen umfasst.
 
9. Führungsvorrichtung (10) nach einem der vorherigen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass das Gleitelement (36) spritzgegossen, extrudiert oder gefräst ist.
 
10. Führungsvorrichtung (10) nach einem der vorherigen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass das zweite Bodenteil (24) als ein einteiliges kreisringsektorförmiges Führungsprofil (28) ausgebildet ist.
 
11. Führungsvorrichtung (10) nach einem der vorherigen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass das zweite Bodenteil (24) aus Aluminium besteht.
 
12. Führungsvorrichtung (10) nach einem der vorherigen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass im zweiten Bodenteil (24) in den Aufnahmeabschnitt (30) mündende Durchgangsbohrungen (48) vorgesehen sind.
 
13. Fahrzeug (18) mit einem ersten Fahrzeugteil (14) und einem zweiten Fahrzeugteil (16), welche mittels eines Gelenks (20) miteinander verbindbar oder verbunden sind, aufweisend

- einen Übergang (12) zwischen dem ersten Fahrzeugteil (14) und dem zweiten Fahrzeugteil (16), und

- eine Führungsvorrichtung (10) nach einem der vorherigen Ansprüche, die im Übergang (12) angeordnet ist.


 




Zeichnung













Recherchenbericht









Recherchenbericht




Angeführte Verweise

IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE



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In der Beschreibung aufgeführte Patentdokumente