Technisches Gebiet
[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung und ein Verfahren zum Bemustern eines Werkstücks,
das bevorzugt zumindest teilweise aus Holz, Holzwerkstoffen, Kunststoff oder dergleichen
besteht.
Stand der Technik
[0002] Im Bereich der Möbel- und Bauelemente-Industrie bestehen Werkstücke häufig aus Holz
oder Holzwerkstoffen, wie etwa Spanplatten, die an ihrer Oberfläche beschichtet und
bemustert werden. Dabei kann die Beschichtung selbst bereits bemustert sein, sodass
auf einen separaten Bemusterungsvorgang verzichtet werden kann. Andererseits ist es
auch bekannt, die Beschichtung kurz vor oder nach dem Aufbringen auf das Werkstücks
beispielsweise eines Tintendruckverfahrens mit dem gewünschten Dekor zu versehen (beispielsweise
EP 1 867 488 A).
[0003] Dabei kommen üblicherweise Druckköpfe zum Einsatz, die Tintentropfen in unterschiedlichen
Farben ausstoßen und diese derart überlagern, dass sich die gewünschte Farbe oder
das gewünschte Muster ergibt.
[0004] Allerdings hat sich gezeigt, dass bekannte Druckeinheiten einen erheblichen Platzbedarf
aufweisen. Darüber hinaus sind bekannte Druckeinheiten meist für das Aufbringen komplexer
Muster optimiert, nicht jedoch für zusätzliche Funktionen, die in der Möbel- und Bauelementeindustrie
benötigt werden, wie etwa die variable Einstellung der physikalischen und geometrischen
Eigenschaften der Druckschicht. Hinzu kommt, dass sich die bekannten Druckeinheiten
sich auch nicht optimal für das Drucken von Unifarben eignen.
[0006] Ferner ist die Veröffentlichung
WO 2021/144353 A1 bekannt, in der eine Druckeinrichtung zum Bedrucken einer Oberfläche, insbesondere
die Oberfläche eines Werkstücks beschrieben wird, wobei die Druckeinrichtung eine
Farbversorgungseinrichtung aufweist, die wenigstens zwei jeweils eine Druckfarbe aufnehmende
Farbbehälter aufweist sowie eine Farbzuführung, durch welche die Druckfarben wenigstens
einem Druckkopf zuführbar sind, um einen Druckvorgang mit wenigstens einer der Druckfarben
auszuführen, wobei eine Spüleinrichtung vorgesehen ist, durch welche zumindest die
Farbzuführung und/oder der wenigstens eine Druckkopf für einen Druckfarbenwechsel
mit einer Spülflüssigkeit spülbar sind sowie ein Verfahren zum Wechseln von Druckfarben
(19) in einer Druckeinrichtung.
Darstellung der Erfindung
[0008] Es ist Aufgabe der Erfindung, eine Vorrichtung und ein Verfahren zum Bemustern eines
Werkstücks, das bevorzugt zumindest teilweiseaus Holz, Holzwerkstoffen, Kunststoff
oder dergleichen besteht, bereitzustellen, durch die bei geringem Platzbedarf vielfältige
geometrische und physikalische Eigenschaften der Druckschicht erzielt werden können
und auch ein verbesserter Druck von Unifarben erreicht werden kann.
[0009] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch eine Vorrichtung zum Bemustern eines Werkstücks
nach Anspruch 1 sowie ein Verfahren zum Bemustern eines Werkstücks nach Anspruch 10
gelöst. Besonders bevorzugte Weiterbildungen der Erfindung sind in den abhängigen
Ansprüchen angegeben.
[0010] Der Erfindung liegt der Gedanke zugrunde, bei der Bemusterung von Werkstücken, eine
völlig andere Aufbereitung des Druckmaterials (beispielsweise einer Tinte) vorzusehen.
Zu diesem Zweck weist die erfindungsgemäße Vorrichtung zunächst eine Zuführeinheit
zum Zuführen mindestens zweier Druckkomponenten zu einer Druckeinheit, sowie stromaufwärts
der Druckeinheit eine Mischeinheit zum Vermischen der mittels der Zuführeinheit zugeführten
Komponenten und zum Abgeben der Mischung zu der Druckeinheit auf.
[0011] Auf diese Weise wird ermöglicht, sehr gezielt und individuell, gegebenenfalls sogar
für jedes Werkstück unterschiedlich, eine Druckschicht mit den gewünschten geometrischen
und physikalischen Eigenschaften vorzusehen. Gleichzeitig kann die Anzahl erforderlicher
Druckeinheiten bzw. Druckköpfe verringert werden, da durch die gezielte Vermischung
der Komponenten nicht mehr separate Druckköpfe für bestimmte Überlagerungsvorgänge
erforderlich sind. Ferner eignet sich die erfindungsgemäße Vorrichtung besonders gut
für einen zügigen und wirtschaftlichen Druck von Unifarben, da die gewünschte Unifarbe
bereits stromaufwärts der Druckeinheit hergestellt werden kann. Im Ergebnis eröffnet
die erfindungsgemäße Vorrichtung somit völlig neue und vielfältige Möglichkeiten für
die Bemusterung von Werkstücken in der Möbel- und Bauelemente-Industrie, die bevorzugt
zumindest abschnittsweise aus Holz, Holzwerkstoffen, Kunststoff oder dergleichen bestehen.
[0012] Eine weiter gesteigerte Vielfalt erzielbarer Eigenschaften der späteren Druckschicht
ergibt sich, da die Mischeinheit gemäß der Erfindung eingerichtet ist, die zugeführten
Komponenten zu temperieren, insbesondere zu erwärmen. So lässt sich durch eine Temperierung
der Mischeinheit nicht nur die Vermischung der einzelnen Komponenten optimieren, sondern
es können auch bestimmte Stoffe und Eigenschaften der Druckkomponente aktiviert oder
in ihrem Aktivierungsverhalten zeitlich gesteuert und optimiert werden.
[0013] Um eine möglichst gezielte, präzise und variable Zuführung der Druckkomponenten zu
der Druckeinheit zu ermöglichen, ist gemäß einer Weiterbildung der Erfindung vorgesehen,
dass die Zuführeinheit mehrere Pumpen aufweist, die mit mindestens einem Druckkomponentenbehälter
in Verbindung stehen.
[0014] Die Druckkomponentenbehälter können im Rahmen der Erfindung unterschiedlichste Komponenten
enthalten und bereitstellen. Dabei ist gemäß einer Weiterbildung der Erfindung vorgesehen,
dass mindestens ein Druckkomponentenbehälter eine Stammflüssigkeit aufweist. Durch
das Vorsehen einer Stammflüssigkeit wird gewissermaßen die Grundlage geschaffen, eine
sehr große Vielfalt von Druckmaterialien vorzusehen, ohne bereits auf eine bestimmte
Tintenart oder ein bestimmtes Tintengrundmaterial festgelegt zu sein. Ferner kann
die Stammflüssigkeit auch neutrale oder sogar reinigende Eigenschaften besitzen, sodass
sie bei Bedarf zum Spülen oder sogar Reinigen bestimmter Bereiche der Vorrichtung
verwendet werden kann.
[0015] Darüber hinaus ist gemäß einer Weiterbildung der Erfindung vorgesehen, dass mindestens
ein Druckkomponentenbehälter Farbstoffe, wie insbesondere Farbpigmente enthält. Hierdurch
lassen sich etwa in Kombination mit einer Stammflüssigkeit beliebig eingefärbte Druckmaterialien
herstellen, sodass sich eine extrem große Bandbreite möglicher Druckfarben ergibt.
Besonders vorteilhaft ist dabei, dass sich durch das Einstellen einer gewünschten
Farbe des Druckmaterials stromaufwärts der Druckeinheit auch ein besonders hochwertiger,
aber auch zügiger und kostengünstiger Unifarbendruck ergibt.
[0016] Alternativ oder zusätzlich ist gemäß einer Weiterbildung der Erfindung vorgesehen,
dass mindestens ein Druckkomponentenbehälter mindestens einen Zusatzstoff aufweist,
wobei der Zusatzstoff bevorzugt ausgewählt ist aus physikalisch veränderbare Zusatzstoffe,
mattierende Zusatzstoffe, aufschäumbare Zusatzstoffe, Struktur-bildende Zusatzstoffe
und fluoreszierende Zusatzstoffe. Dank dieser Zusatzstoffe wird ermöglicht, der späteren
Druckschicht auf dem Werkstück unterschiedlichste physikalische und geometrische Eigenschaften
zu verleihen. So lassen sich beispielsweise strukturierte Oberflächen, leuchtende
Oberflächen, reflektierende Oberflächen, matte Oberflächen, besonders dicke Oberflächen,
besonders stoßfeste Oberflächen und viele andere Oberflächen erstellen. Gleichzeitig
wird dieser Effekt bei der Erfindung auf flexible und variable Weise erzielt, da je
nach Zufuhr der Zusatzstoffe die gewünschten Eigenschaften individuell für das jeweilige
Werkstück eingestellt werden können.
[0017] Die Mischeinheit kann im Rahmen der Erfindung auf unterschiedliche Art und Weise
ausgestaltet sein. Ein besonders zügiges, wirksames und störungsfreies Vermischen
der Druckkomponenten ergibt sich jedoch, wenn die Mischeinheit gemäß einer Weiterbildung
der Erfindung mindestens ein bewegliches Mischelement aufweist, wobei bevorzugt mindestens
ein Antrieb zum Antreiben des beweglichen Mischelements vorgesehen ist.
[0018] In diesem Zusammenhang kann die Mischeinheit gemäß einer Weiterbildung der Erfindung
auch eingerichtet werden, die zugeführten Komponenten erst nach einer Verweilzeit
auszugeben. Somit kann die Mischeinheit auch als Zwischenpuffer dienen, in welcher
des den Komponenten ermöglicht wird, durch Zeitablauf und gegebenenfalls auch unter
Einfluss einer Temperierung eine optimale Vermischung zu erreichen und/oder zusätzliche
Eigenschaften zu entwickeln, wie beispielsweise eine besondere Viskosität oder Festigkeit
oder sonstige physikalische Eigenschaften.
[0019] Darüber hinaus ist gemäß einer Weiterbildung der Erfindung vorgesehen, dass mindestens
eine Druckeinheit einen Nebenkreislauf zum Zirkulieren und gegebenenfalls Puffern
einer zugeführten Druckmaterialmischung aufweist. Auf diese Weise können der Betrieb
der Mischeinheit und der Druckeinheit zumindest teilweise voneinander entkoppelt werden,
was beispielsweise bei Unterbrechungen des Druckbetriebes oder auch bei Verweilzeiten
seitens der Mischeinheit vorteilhaft ist und den Ausschuss von Druckmaterial minimiert.
[0020] Ferner ist gemäß einer Weiterbildung der Erfindung vorgesehen, dass mehrere Druckeinheiten
zum insbesondere sequentiellen Bedrucken vorgesehen sind, wobei bevorzugt mehrere
Druckeinheiten mit einer Mischeinheit verbunden sind. Durch das Vorsehen von mehreren
Druckeinheiten können spezielle optische und physikalische Effekte erzielt werden,
wie beispielsweise das Vorsehen einer mehrschichtigen Bedruckung, eine mehrfacher
teilflächiger Druck zur Erzielung besonderer Muster bis hin zu einem Schichtaufbau,
bei dem jede Schicht unterschiedliche Eigenschaften aufweist und Funktionen erfüllt.
[0021] Die oben genannten Vorteile lassen sich besonders wirksam mit einem Verfahren zum
Bemustern eines Werkstücks nach Anspruch 10 erzielen. Dabei treten die Vorteile der
Erfindung besonders ausgeprägt zutage, wenn die zu bedruckende Oberfläche des Werkstücks
zumindest abschnittsweise aus Kunststoff besteht. Denn das Bedrucken von Kunststoffen
stellt besonders hohe Anforderungen an das Druckverfahren und das verwendete Druckmaterial,
wobei die Erfindung auch hier besonders hochwertige und vielfältige Druckergebnisse
ermöglicht.
[0022] Ferner ist gemäß einer Weiterbildung des erfindungsgemäßen Verfahrens vorgesehen,
dass die Druckeinheit und/oder die Mischeinheit gereinigt werden, in dem mittels der
Zuführeinheit eine Druckkomponente, insbesondere eine Stammflüssigkeit zugeführt wird.
Auf diese Weise wird ermöglicht, die hohe Flexibilität und Variabilität der Erfindung
tatsächlich für wechselnde Werkstücke zu nutzen, ohne dass hierfür eine aufwändige
und separate Reinigungstechnik erforderlich ist.
Kurze Beschreibung der Zeichnungen
[0023] Fig. 1 zeigt schematisch eine Draufsicht einer Vorrichtung zum Bemustern eines Werkstücks
gemäß einer Ausführungsform der Erfindung.
Beschreibung von Ausführungsformen
[0024] Bevorzugte Ausführungsformen der Erfindung werden nachfolgend unter Bezugnahme auf
die begleitende Zeichnung beschrieben.
[0025] Eine Vorrichtung 1 zum Bemustern eines Werkstücks 2 ist in Fig. 1 schematisch in
einer Draufsicht dargestellt.
[0026] Die Vorrichtung 1 dient zum Bemustern von Werkstücken 2, wie sie im Bereich der Möbel-
und Bauelemente-Industrie zum Einsatz kommen, wie beispielsweise Möbelfronten, Korpusteile,
Türblätter, etc. Diese bestehen meist aus Holz oder Holzwerkstoffen und sind oftmals
im Bereich ihrer Oberfläche 2' mit einer Deckschicht beschichtet, die beispielsweise
aus Kunststoff oder verschiedenen Verbundmaterialien, aber auch aus Papieren oder
Furnier bestehen kann. in Fig. 1 ist beispielhaft ein plattenförmiges Werkstück 2
gezeigt, das im Bereich seiner Schmalfläche 2' bedruckt werden soll. An dieser Schmalfläche
kann beispielsweise eine sogenannte Kante angeleimt sein. Es ist jedoch zu beachten,
dass die erfindungsgemäße Vorrichtung auch zum Bemustern einer Breitfläche oder auch
beliebigen anderen Oberfläche 2' des Werkstücks vorgesehen sein kann.
[0027] Wie in Fig. 1 zu erkennen ist, umfasst die Vorrichtung 1 in der vorliegenden Ausführungsform
eine Fördereinrichtung 4 in Form einer Durchlaufvorrichtung, die beispielsweise einen
Förderriemen, eine Förderkette oder geeignete andere Förderelemente aufweisen kann.
Es ist jedoch zu beachten, dass im Rahmen der vorliegenden Erfindung auch andere Förderkonzepte
zum Einsatz kommen können, beispielsweise sogenannte Stationärmaschinen, bei denen
das Werkstück 2 ruht und Komponenten der Vorrichtung in Bezug auf das Werkstück 2
bewegt werden. auch Mischformen beider Konzepte sind im Rahmen der Erfindung möglich.
[0028] Für das Bemustern der Oberfläche 2' des Werkstückes weist die Vorrichtung 1 eine
Druckeinheit 10 auf, die in der vorliegenden Ausführungsform als Drop-on-Demand-Druckeinheit
ausgestaltet ist. Somit stößt die Druckeinheit 10, wie durch einen Pfeil 10' in Fig.
1 veranschaulicht, Tintentropfen auf die zu bemusternde Oberfläche des Werkstücks
2 aus. Andernfalls sind jedoch auch andere, gegebenenfalls kontinuierliche, Druckverfahren
möglich.
[0029] Stromaufwärts der Druckeinheit 10 umfasst die Vorrichtung 1 zunächst eine Zuführeinheit
20, die in der vorliegenden Ausführungsform mehrere Druckkomponentenbehälter 24 und
26 aufweist. Diese Druckkomponentenbehälter sind über jeweilige Pumpen 22 mit einer
Mischeinheit 30 verbunden, deren Ausgang wiederum mit der Druckeinheit 10 in Verbindung
steht.
[0030] Der Druckkomponentenbehälter 24 weist in der vorliegenden Ausführungsform eine Stammflüssigkeit
auf, bei der es sich beispielsweise um eine wasserbasierte oder für spätere UV-Aushärtung
ausgelegte Flüssigkeit handeln kann, die sich zur Aufnahme von Farb- oder Zusatzstoffen
eignet. Eine wasserbasierte Stammflüssigkeit kann etwa auch Lösemittel enthalten.
Eine für spätere UV-Aushärtung ausgelegte Stammflüssigkeit kann eine Acrylat-Monomer-Mischung
enthalten.
[0031] Im Übrigen besitzt die Stammflüssigkeit möglichst neutrale Eigenschaften und ist
vorzugweise frei von Farbstoffen oder Pigmenten, so dass sie alleine nicht zum Erzeugen
von dauerhaften Druckoberflächen geeignet ist. Sie kann daher auch zum Spülen oder
Reinigen etwa der Mischeinheit 30 oder der Druckeinheit 10 verwendet werden.
[0032] In den Druckkomponentenbehältern 26 befinden sich je nach Bedarf unterschiedliche
Farbstoffe, wie Farbpigmente oder Zusatzstoffe. Beispiele hierfür sind physikalisch
veränderbare Zusatzstoffe, (beispielsweise Polymere), mattierende Zusatzstoffe (beispielsweise
Kalk), aufschäumbare Zusatzstoffe (beispielsweise Polyurethane), strukturbildende
Zusatzstoffe (beispielsweise Granulate) oder fluoreszierende Zusatzstoffe.
[0033] Die Mischeinheit weist in der vorliegenden Ausführungsform beispielsweise ein schneckenförmiges
Mischelement 32 auf, das in einem Hohlraum innerhalb der Mischeinheit vorgesehen und
um eine Längsachse drehbar ist. Dabei ist das Mischelemente 32 in der vorliegenden
Ausführungsform mit einem Drehantrieb 34 verbunden und kann so um seine Längsachse
drehend angetrieben werden. Dank der Schneckenform des Mischelements kann dieses einerseits
zum Vermischen, andererseits aber auch zum Fördern und Ausgeben der zugeführten Druckkomponenten
verwendet werden. Wie in Fig. 1 zu erkennen ist, werden diese dann an die Druckeinheit
10 abgegeben, um von dort für das Bedrucken des Werkstücks 2 verwendet zu werden.
[0034] Obgleich in Fig. 1 nicht gezeigt, weist die Mischeinheit 30 in der vorliegenden Ausführungsform
eine Heizeinheit auf, mittels derer die zugeführten Komponenten erwärmt werden können.
Alternativ oder zusätzlich wäre auch eine Kühleinheit denkbar. Ferner kann die Mischeinheit
30 auch eingerichtet sein, die zugeführten Komponenten zu vermischen und anschließend
erst nach einer gewissen Verweilzeit an die Druckeinheit 10 auszugeben. Zu diesem
Zweck kann einerseits ein Verschluss am Ausgang der Mischeinheit 30 vorgesehen sein
oder es können auch andersartige Mischelemente oder verschiedene andere Maßnahmen
zum Einsatz kommen.
[0035] Wie in Fig. 1 zu erkennen ist, weist die Fig. 1 darüber hinaus im Bereich der Druckeinheit
10 einen Nebenkreislauf 12 mit einer Nebenpumpe 14 auf, der dazu dient, eine zugeführte
Druckmaterialmischung zu zirkulieren und gegebenenfalls zu puffern. Dies kann etwa
vorteilhaft sein, wenn gerade kein Werkstück bedruckt werden soll, die Mischeinheit
30 jedoch weiterhin druckmaterial zuführt. Ferner kann der Nebenkreislauf 12 die Druckeinheit
10 vorübergehend mit Druckmaterial versorgen, falls die Mischeinheit 30 - etwa aufgrund
einer Verweilzeit- gerade keine Druckmaterialmischung zuführt.
[0036] Obgleich in Fig. 1 nicht gezeigt, kann die Druckvorrichtung 1 auch mehrere Druckeinheiten
10 aufweisen, die sequenziell entlang der Fördervorrichtung 4 angeordnet sind. Diese
können alle mit der Mischeinheit 30 oder mindestens einer separaten Mischeinheit verbunden
sein. In jedem Falle ermöglicht das Anordnen mehrerer sequenzieller Druckeinheiten
ein mehrstufiges und gegebenenfalls auch mehrschichtiges Bedrucken des Werkstücks
2, wodurch sich unterschiedlichste physikalische und optische Eigenschaften der Oberfläche
erzielen lassen.
[0037] Im Betrieb der Vorrichtung 1 werden zunächst die Stammflüssigkeit aus dem Druckkomponentenbehälter
24 und einer oder mehrerer Farbstoffe und/oder Zusatzstoffe aus den Druckkomponentenbehältern
26 zu der Mischeinheit 30 zugeführt und dort mittels des Mischelements 32 vermischt.
Anschließend wird die Druckmaterialmischung an die Druckeinheit 10 ausgegeben und
für das Bedrucken der Oberfläche 2' des Werkstücks verwendet.
[0038] Sobald andere Oberflächeneigenschaften des Werkstücks benötigt werden oder sich gegebenenfalls
auch die Materialzusammensetzung des Werkstücks oder die Oberfläche des Werkstücks
verändert hat, können entweder kontinuierlich Anpassungen der Druckmaterialmischung
vorgenommen werden, oder der Druckbetrieb kann angehalten werden, um sowohl die Mischeinheit
30 als auch die Druckeinheit 10 zu spülen und möglichst auch zu reinigen. Hierfür
wird beispielsweise Stammflüssigkeit aus dem Behälter 24 mittels der Pumpe zugeführt
und an der Druckeinheit 10 in einen Auffangbehälter ausgegeben werden. Anschließend
kann auf der Grundlage der veränderten Anforderungen eine neue Mischung festgelegt
und mittels der Mischeinheit 30 bereitgestellt werden.
[0039] Um die genannten Funktionen und Komponenten zu steuern, kann die Vorrichtung eine
geeignete Steuereinrichtung aufweisen.
1. Vorrichtung (1) zum Bemustern eines Werkstücks (2), das bevorzugt zumindest teilweise
aus Holz, Holzwerkstoffen, Kunststoff oder dergleichen besteht, umfassend:
mindestens eine Druckeinheit (10) zum Bedrucken einer Oberfläche (2'), insbesondere
einer Schmalfläche, des Werkstücks (2),
eine Fördereinrichtung (4) zum Herbeiführen einer Relativbewegung zwischen dem Werkstück
(2) und der Druckeinheit (10), und
eine Zuführeinheit (20) zum Zuführen mindestens zweier Druckkomponenten zu der Druckeinheit
(10), wobei
stromaufwärts der Druckeinheit (10) eine Mischeinheit (30) zum Vermischen der mittels
der Zuführeinheit (20) zugeführten Komponenten und zum Abgeben der Mischung zu der
Druckeinheit (10) vorgesehen ist,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Mischeinheit (30) eingerichtet ist, die zugeführten Komponenten zu temperieren.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, bei der die Zuführeinheit (20) mehrere Pumpen (22) aufweist,
die jeweils mit mindestens einem Druckkomponentenbehälter (24, 26) in Verbindung stehen.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, bei der mindestens ein Druckkomponentenbehälter (24)
eine Stammflüssigkeit aufweist.
4. Vorrichtung nach Anspruch 2 oder 3, bei der mindestens ein Druckkomponentenbehälter
(26) Farbstoffe, insbesondere Farbpigmente, und/oder mindestens einen Zusatzstoff
aufweist, wobei der Zusatzstoff bevorzugt ausgewählt ist aus physikalisch veränderbare
Zusatzstoffe, mattierende Zusatzstoffe, aufschäumbare Zusatzstoffe, strukturbildende
Zusatzstoffe, fluoreszierende Zusatzstoffe.
5. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei der Mischeinheit (30) mindestens
ein bewegliches Mischelement (32) aufweist, wobei bevorzugt mindestens ein Antrieb
(34) zum Antreiben des beweglichen Mischelements (32) vorgesehen ist.
6. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei der die Mischeinheit (30)
eingerichtet ist, die zugeführten Komponenten zu erwärmen.
7. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei der Mischeinheit (30) eingerichtet
ist, die zugeführten Komponenten erst nach einer Verweilzeit auszugeben.
8. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei der mindestens eine Druckeinheit
(10) einen Nebenkreislauf (12) zum Zirkulieren und ggf. Puffern einer zugeführten
Druckmaterialmischung aufweist.
9. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei der mehrere Druckeinheiten
zum insbesondere sequenziellen Bedrucken vorgesehen sind, wobei bevorzugt mehrere
Druckeinheiten mit einer Mischeinheit verbunden sind.
10. Verfahren zum Bemustern eines Werkstücks (2), das bevorzugt zumindest teilweise aus
Holz, Holzwerkstoffen, Kunststoff oder dergleichen besteht, unter Einsatz einer Vorrichtung
(1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, mit den Schritten:
Herbeiführen einer Relativbewegung zwischen dem Werkstück (2) und der Druckeinheit
(10) mittels der Fördereinrichtung (4),
Vermischen und Temperieren von mittels der Zuführeinheit (20) zugeführten Komponenten
in der Mischeinheit (30) und Abgeben der Mischung zu der Druckeinheit (10), und
Bedrucken einer Oberfläche (2'), insbesondere einer Schmalfläche, des Werkstücks (2)
mittels der Druckeinheit (10).
11. Verfahren nach Anspruch 10, bei dem die zu bedruckende Oberfläche (2') des Werkstücks
(2) zumindest abschnittsweise aus Kunststoff besteht.
12. Verfahren nach Anspruch 10 oder 11, bei dem die Druckeinheit (10) und/oder die Mischeinheit
(30) gereinigt werden, indem mittels der Zuführeinheit (20) eine Druckkomponente,
insbesondere eine Stammflüssigkeit, zugeführt wird.
1. Device (1) for patterning a workpiece (2) which preferably consists at least in part
of wood, wood-based materials, plastics material or the like, comprising:
at least one printing unit (10) for printing on a surface (2'), in particular a narrow
surface, of the workpiece (2),
a conveying means (4) for bringing about a relative movement between the workpiece
(2) and the printing unit (10), and
a supply unit (20) for supplying at least two printing components to the printing
unit (10), wherein
a mixing unit (30) is provided upstream of the printing unit (10) for mixing the components
supplied by means of the supply unit (20) and for discharging the mixture to the printing
unit (10),
characterised in that
the mixing unit (30) is configured to control the temperature of the supplied components.
2. Device according to claim 1, wherein the supply unit (20) comprises a plurality of
pumps (22) which are each connected to at least one printing component container (24,
26).
3. Device according to claim 2, wherein at least one printing component container (24)
comprises a mother liquid.
4. Device according to claim 2 or 3, wherein at least one printing component container
(26) comprises dyes, in particular colour pigments, and/or at least one additive,
wherein the additive is preferably selected from physically modifiable additives,
matting additives, foamable additives, structure-forming additives, fluorescent additives.
5. Device according to any of the preceding claims, wherein the mixing unit (30) comprises
at least one movable mixing element (32), wherein preferably at least one drive (34)
is provided for driving the movable mixing element (32).
6. Device according to any of the preceding claims, wherein the mixing unit (30) is configured
to heat the supplied components.
7. Device according to any of the preceding claims, wherein the mixing unit (30) is configured
to only dispense the supplied components after a dwell time.
8. Device according to any of the preceding claims, wherein at least one printing unit
(10) comprises a secondary circuit (12) for circulating and, if applicable, buffering
a supplied printing material mixture.
9. Device according to any of the preceding claims, wherein a plurality of printing units
are provided for printing, in particular sequentially, wherein preferably a plurality
of printing units are connected to a mixing unit.
10. Method for patterning a workpiece (2) which preferably consists at least in part of
wood, wood-based materials, plastics material or the like, using a device (1) according
to any of the preceding claims, comprising the steps of:
bringing about a relative movement between the workpiece (2) and the printing unit
(10) by means of the conveying means (4),
mixing and controlling the temperature of components in the mixing unit (30) that
were supplied by means of the supply unit (20) and discharging the mixture to the
printing unit (10), and
printing on a surface (2'), in particular a narrow surface, of the workpiece (2) by
means of the printing unit (10).
11. Method according to claim 10, wherein the surface (2') of the workpiece (2) to be
printed on consists at least in portions of plastics material.
12. Method according to claim 10 or 11, wherein the printing unit (10) and/or the mixing
unit (30) are cleaned, in that a printing component, in particular a mother liquid,
is supplied by means of the supply unit (20).
1. Dispositif (1) de formation de motifs sur une pièce à travailler (2), qui de préférence
se compose au moins par sections de bois, de matériaux dérivés du bois, de matière
plastique ou similaire, comprenant :
au moins une unité d'impression (10) pour imprimer une surface (2'), en particulier
une surface étroite, de la pièce à travailler (2),
un dispositif de convoyage (4) pour provoquer un mouvement relatif entre la pièce
à travailler (2) et l'unité d'impression (10), et
une unité d'alimentation (20) pour alimenter l'unité d'impression (10) en au moins
deux composants d'impression, dans lequel
une unité de mélange (30) est prévue en amont de l'unité d'impression (10) pour mélanger
les composants alimentés au moyen de l'unité d'alimentation (20) et pour distribuer
le mélange à l'unité d'impression (10),
caractérisé en ce que
l'unité de mélange (30) est configurée pour tempérer les composants alimentés.
2. Dispositif selon la revendication 1, selon lequel l'unité d'alimentation (20) comporte
plusieurs pompes (22) qui sont respectivement reliées à au moins un réservoir de composant
d'impression (24, 26).
3. Dispositif selon la revendication 2, selon lequel au moins un réservoir de composant
d'impression (24) présente un liquide de base.
4. Dispositif selon la revendication 2 ou la revendication 3, selon lequel au moins un
récipient de composant d'impression (26) présente des colorants, en particulier des
pigments de couleur, et/ou au moins un additif, dans lequel l'additif est de préférence
choisi parmi des additifs physiquement modifiables, des additifs matifiants, des additifs
moussants, des additifs structurants, des additifs fluorescents.
5. Dispositif selon l'une quelconque des revendications précédentes, selon lequel l'unité
de mélange (30) présente au moins un élément de mélange (32) mobile, dans lequel au
moins un entraînement (34) est de préférence prévu pour entraîner l'élément de mélange
(32) mobile.
6. Dispositif selon l'une quelconque des revendications précédentes, selon lequel l'unité
de mélange (30) est configurée pour chauffer les composants alimentés.
7. Dispositif selon l'une quelconque des revendications précédentes, selon lequel l'unité
de mélange (30) est configurée pour distribuer les composants alimentés uniquement
après un temps d'attente.
8. Dispositif selon l'une quelconque des revendications précédentes, selon lequel au
moins une unité d'impression (10) présente un circuit auxiliaire (12) pour la circulation
et, le cas échéant, le tamponnage d'un mélange de matériau d'impression alimenté.
9. Dispositif selon l'une quelconque des revendications précédentes, selon lequel plusieurs
unités d'impression sont prévues pour l'impression en particulier séquentielle, dans
lequel plusieurs unités d'impression sont de préférence reliées à une unité de mélange.
10. Procédé de formation de motifs sur une pièce à travailler (2), qui de préférence se
compose au moins par sections de bois, de matériaux dérivés du bois, de matière plastique
ou similaire, en utilisant un dispositif (1) selon l'une quelconque des revendications
précédentes, avec les étapes consistant à :
provoquer un mouvement relatif entre la pièce à travailler (2) et l'unité d'impression
(10) au moyen du dispositif de convoyage (4),
mélanger et tempérer des composants alimentés par l'unité d'alimentation (20) dans
l'unité de mélange (30) et distribuer le mélange vers l'unité d'impression (10), et
imprimer une surface (2'), en particulier d'une surface étroite, de la pièce à travailler
(2) au moyen de l'unité d'impression (10).
11. Procédé selon la revendication 10, selon lequel la surface (2') à imprimer de la pièce
à travailler (2) se compose au moins par sections de matière plastique.
12. Procédé selon la revendication 10 ou la revendication 11, selon lequel l'unité d'impression
(10) et/ou l'unité de mélange (30) sont nettoyées en alimentant, au moyen de l'unité
d'alimentation (20), en un composant d'impression, en particulier en un liquide de
base.