[0001] Die vorliegende Patentanmeldung nimmt die Priorität der deutschen Patentanmeldung
DE 10 2019 203 480.2 in Anspruch, deren Inhalt durch Bezugnahme hierin aufgenommen wird.
[0002] Die Erfindung betrifft eine Palette gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1. Ferner
richtet sich die Erfindung auf eine Traganordnung einer solchen Palette. Die Erfindung
ist außerdem auf eine Kufenanordnung einer derartigen Palette gerichtet.
[0003] Paletten sind aus dem Stand der Technik durch offenkundige Vorbenutzung allgemein
bekannt. Sie haben sich in der Praxis vor allem zum Transportieren bzw. Lagern von
Gütern bewährt.
[0004] Aus der
CN 203946355 U sind Kunststoffpaletten bekannt, die jeweils ein Oberteil und Unterteil sowie eine
zwischen diesen angeordnete lösbare Steckeinrichtung aufweisen. Die Steckeinrichtung
ist durch mit einem Teil verbundene Steckkörper mit Steckvorsprüngen und an dem anderen
Teil angeordnete Steckkörper-Aufnahmen mit Steckvorsprungs-Öffnungen gebildet, die
in zusammengesetztem Zustand bajonettartig miteinander in Verbindung stehen. Die Handhabung
dieser bekannten Palette ist oftmals nicht zufriedenstellend.
[0005] Die
EP 2 216 255 A1 offenbart eine Palette mit einem Deck und nach unten gerichteten Palettenfüßen sowie
Kufen. Die Kufen sind lösbar mit einem Palettenkörper verbindbar und ohne Hilfsmittel
von dem Palettenkörper lösbar. Eine Kufe ist formschlüssig mit jeweils drei Palettenfüßen
verbunden. Zwischen Palettenkörper und Kufen liegt eine lösbare Rastverbindung vor.
[0006] Eine in der
DE 10 2007 009 762 A1 offenbarte Palette hat an ihrer Unterseite mehrere Füße. An mindestens zwei der Füße
sind Befestigungselemente für eine lösbare Befestigung mindestens einer Kufe vorgesehen.
Das Befestigungselement ist jeweils als Klickverbindung, Schnappverbindung und/oder
Schnappverschluss ausgebildet.
[0007] Eine aus der
DE 201 05 233 U1 bekannte Palette hat eine Tragplatte, welche unten Standbeine aufweist. Die Tragplatte
und Standbeine sind austauschbar miteinander verbunden. Die austauschbare Verbindung
der Standbeine mit der Tragplatte wird vorteilhafterweise durch lösbare Verbindungen,
insbesondere Klippse, erzielt. Die Klippse ermöglichen eine schnelle Montage und Demontage.
[0008] Eine aus der
GB 2 280 663 A bekannte Palette umfasst ein Deckmittel und eine Basis sowie zwischen diese angeordnete
Abstandshalter. Jeder Abstandshalter ist mittels einer Steckanordnung lösbar an dem
Deckmittel und der Basis befestigt. Jeder Abstandshalter hat einen Zylinder mit nutartigen,
umfangsseitig angeordneten Aussparungen, die jeweils einen Eingang für einen Zahn
an dem Deckmittel und der Basis aufweisen. Eine Bajonettverbindung liegt in montiertem
Zustand vor.
[0009] Die
US 5,445,084 offenbart eine Transportpalette, deren Längstragbalken an einer Tragfläche über lösbare
Fixiereinrichtungen befestigt sind. Jede Fixiereinrichtung weist mindestens eine,
in einem oberen Teil des Längstragbalkens ausgebildete Öffnung auf, welche die Aufnahme
eines Elements erlaubt, um die Tragfläche mit dem Längstragbalken zu verbinden. Das
Riegelelement umfasst ein bajonettartiges Verriegelungsteil mit einer Halteplatte
und einem Zylinderteil, von welchem Vorsprünge radial vorspringen.
[0010] Die
US 2014/000494 A1 offenbart eine modulare Palette mit einer palettenartigen Plattform, mit welcher
ein Unterbau lösbar verbindbar ist. Die Verbindungen selbst sind z.B. Schwalbenschwanz-,
Bajonett- oder andere Passverbindungen.
[0011] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine verbesserte Palette bereitzustellen.
Insbesondere soll eine Palette geschaffen werden, die besonders einfach und gut handhabbar
bzw. äußerst benutzerfreundlich ist. Eine entsprechende Traganordnung und Kufenanordnung
für eine solche Palette sollen ebenfalls geliefert werden.
[0012] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die in den Hauptansprüchen 1, 11 und 12
angegebenen Merkmale gelöst.
[0013] Die erfindungsgemäße Palette gemäß Anspruch 1 ist als Lager-, Display- oder Transportpalette
einsetzbar. Sie ist entsprechend bei Bedarf umrüstbar. Wenn die Palette frei von den
Kufenanordnungen ist, ist diese besonders leicht und so äußerst gut handhabbar, was
insbesondere bei einem manuellen Anheben von besonderem Vorteil ist. Sie ist dann
bevorzugt optisch äußerst ansprechend und vorzugsweise auch als Displaypalette zur
Warenpräsentation einsetzbar. Wenn die Kufenanordnungen montiert sind, ist die Palette
beispielsweise besonders gut in einem Lager, insbesondere Hochregallager, und/oder
in automatisierten Förderanlagen, wie Kettenförderanlagen, einsetzbar. Sie ist dann
gemäß einer bevorzugten Ausgestaltung bei entsprechender Ausbildung der Kufenanordnungen
vorzugsweise besonders gut auf einem Untergrund verschiebbar bzw. verrutschbar. Beschädigte
Kufenanordnungen sind besonders einfach demontierbar bzw. austauschbar. Die Palette
ist vorzugsweise als Mehrwegpalette ausgeführt.
[0014] Die Traganordnung hat mindestens eine Tragfläche, die günstigerweise gegenüberliegend
zu der mindestens einen Standfläche bzw. nach oben gewandt ist. Güter sind dort anordenbar.
Die Traganordnung ist vorzugsweise starr. Es ist zweckmäßig, wenn die Traganordnung
bezüglich einer Haupt- bzw. Symmetrieebene symmetrisch bzw. im Wesentlichen symmetrisch
ist. Sie ist vorzugsweise einstückig ausgebildet.
[0015] Die Kufenanordnungen sind bevorzugt identisch ausgeführt. Sie sind günstigerweise
bezüglich einer Symmetrie- bzw. Hauptebene symmetrisch bzw. im Wesentlichen symmetrisch.
Es ist zweckmäßig, wenn jede Kufenanordnung starr ist. Vorzugsweise weist jede Kufenanordnung
mindestens eine Standfläche auf.
[0016] Es ist zweckmäßig, wenn die mindestens eine Kufenanordnung eine Breite in ihrer Quererstreckung
aufweist, die kleiner, insbesondere wesentlich kleiner, als die Breite der Traganordnung
ist. Vorzugsweise hat die mindestens eine Kufenanordnung eine Länge, die (in etwa)
der Länge der Traganordnung entspricht. Die mindestens eine Kufenanordnung ist beispielsweise
(geringfügig) länger als die Traganordnung.
[0017] Die Kopplungsanordnungen sind vorzugsweise identisch. Sie ermöglichen bevorzugt eine
kraftschlüssige und/oder formschlüssige Verbindung zwischen der Traganordnung und
der jeweiligen Kufenanordnung.
[0018] Es ist zweckmäßig, wenn zwischen der Traganordnung und der jeweiligen Kufenanordnung
in einer Gebrauchsstellung eine formschlüssige und/oder kraftschlüssige Verbindung
vorliegt, die den Ausgleich von Toleranzen ermöglicht. Bevorzugt weist dazu mindestens
eine Fläche an der Traganordnung und/oder jeweiligen Kufenanordnung eine erhöhte Rauigkeit
und/oder mindestens eine Riefe, bevorzugt eine Vielzahl von Riefen, auf. Beispielsweise
liegt ein Formschluss und/oder Kraftschluss zwischen sich dann berührenden Flächen
vor.
[0019] Es ist von Vorteil, wenn die Traganordnung mindestens eine ausgeformte Außenkante
hat, um ein sicheres Stapeln leerer Traganordnungen und/oder Paletten zu erlauben.
[0020] Die Ausgestaltung, wonach die Traganordnung und die Kufenanordnungen mittels der
jeweiligen Kopplungsanordnung voneinander entkoppelbar sind, erlaubt eine besonders
einfache Umrüstung der Palette. Umrüstungen sind beliebig oft in Abhängigkeit des
Bedarfs durchführbar, was äußerst benutzerfreundlich ist.
[0021] Die Palette erlaubt aufgrund der ersten und zweiten Kopplungseinrichtung eine besonders
sichere und belastbare Kopplung zwischen der Traganordnung und der jeweiligen Kufenanordnung.
Die Kopplungseinrichtungen unterscheiden sich beispielsweise in ihrem Wirkprinzip,
ihrem Aufbau, ihrer Kopplungsbewegung und/oder ihrer Entkopplungsbewegung. Die Kopplungseinrichtungen
sind vorzugsweise beabstandet zueinander angeordnet.
[0022] Die erste Kopplungseinrichtung erlaubt vorzugsweise eine Kopplung bzw. Entkopplung
durch eine Kombination einer Steck- bzw. Axialbewegung und einer Dreh- bzw. Schwenkbewegung
der Traganordnung und der jeweiligen Kufenanordnung relativ zueinander. Sie verhindert
im Einsatz insbesondere eine Trennung zwischen der Traganordnung und der jeweiligen
Kufenanordnung senkrecht zu der mindestens einen Tragfläche bzw. Standfläche.
[0023] Die Schwalbenschwanzeinrichtung ist bevorzugt als Schwalbenschwanzverbindung bzw.
-führung ausgebildet. Die Schwalbenschwanzeinrichtung ist insbesondere im Stande,
die jeweilige Kufenanordnung sicher an der Traganordnung zu halten. Sie verhindert
im Einsatz insbesondere eine Trennung zwischen der Traganordnung und der jeweiligen
Kufenanordnung in einer Längsrichtung der Kufenanordnung und senkrecht zu der mindestens
einen Tragfläche bzw. Standfläche.
[0024] Die mindestens eine zweite Kopplungseinrichtung ist besonders gut handhabbar und
belastbar. Das mindestens eine zweite Kopplungsmittel ist beispielsweise als Nut,
insbesondere trapezförmige Nut bzw. Schwalbenschwanznut, ausgeführt. Das mindestens
eine zweite Gegen-Kopplungsmittel ist beispielsweise als Zapfen bzw. Schwalbenschwanzkörper
ausgebildet. Eine umgekehrte Anordnung ist alternativ möglich.
[0025] Günstigerweise ist die Palette zumindest bereichsweise, bevorzugt vollständig, für
einen erhöhten Flammen- oder Feuerschutz chemisch behandelt bzw. beschichtet.
[0026] Die Traganordnung gemäß dem Unteranspruch 11 umfasst insbesondere ein erstes Kopplungsteil,
mindestens ein zweites Kopplungsmittel bzw. zweites Kopplungsteil, bevorzugt angeordnet
an einem jeweiligen Teilklotz, und/oder mindestens ein Rastmittel.
[0027] Die Kufenanordnung gemäß dem Unteranspruch 12 umfasst insbesondere ein erstes Gegen-Kopplungsteil,
mindestens ein zweites Gegen-Kopplungsmittel bzw. zweites Gegen-Kopplungsteil, bevorzugt
angeordnet an einem jeweiligen Teilklotz, und/oder mindestens ein Gegen-Rastmittel.
[0028] Die in den Ansprüchen angegebenen unbestimmten Artikel sollen hier keine mengenmäßige
Beschränkung darstellen.
[0029] Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen angegeben.
[0030] Die Ausgestaltung gemäß dem Unteranspruch 2 ist wieder besonders benutzerfreundlich.
Vorzugsweise sind die mindestens zwei Kufenanordnungen werkzeuglos an der Traganordnung
anordenbar. Es ist von Vorteil, wenn die Kufenanordnungen werkzeuglos von der Traganordnung
entkoppelbar bzw. abnehmbar sind.
[0031] Die Traganordnung gemäß dem Unteranspruch 3 ist selbst vorzugsweise palettenartig
ausgeführt. Es ist so die Möglichkeit geschaffen, mittels einer Hubeinrichtung, wie
eines Hubwagens, unter eine Tragplatte der Traganordnung zu greifen und damit die
Palette und gegebenenfalls auf dieser angeordnete Güter anzuheben.
[0032] Die Ausgestaltung gemäß dem Unteranspruch 4 ist äußerst benutzerfreundlich. Die Palette
hat sehr wenige Komponenten bzw. Einzelteile.
[0033] Das erste Kopplungsteil gemäß dem Unteranspruch 5 weist vorzugsweise mindestens einen
Rückhaltesteg auf. Das erste Gegen-Kopplungsteil umfasst vorzugsweise mindestens einen
Rückhaltevorsprung. Sie sind vorzugsweise relativ zueinander verschiebbar bzw. verschwenkbar.
Eine umgekehrte Anordnung ist alternativ möglich.
[0034] Die ersten Teilklötze gemäß den Unteransprüchen 6, 7 bilden in montiertem Zustand
der jeweiligen Kufenanordnung günstigerweise mindestens einen Gesamtklotz.
[0035] Gemäß dem Unteranspruch 9 wirkt zwischen der Traganordnung und der jeweiligen Kufenanordnung
in montiertem Zustand der jeweiligen Kufenanordnung eine Rastverbindung, die bevorzugt
werkzeuglos herbeiführbar und/oder wieder lösbar ist. Jede Sicherheitsrasteinrichtung
hat bevorzugt ein an der Traganordnung angeordnetes Rastmittel und ein an der jeweiligen
Kufenanordnung angeordnetes Gegen-Rastmittel. Das Rastmittel ist beispielsweise als
Vorsprung, wie Nase, ausgeführt. Das Gegen-Rastmittel ist beispielsweise als Öffnung,
Aussparung oder dergleichen ausgebildet. Es ist zweckmäßig, wenn die Sicherheitsrasteinrichtungen
imstande sind, in ihrer Raststellung eine Schwenkbewegung zwischen der Traganordnung
und der jeweiligen Kufenanordnung zu verhindern. Die jeweilige Sicherheitsrasteinrichtung
bildet bevorzugt auch einen Endanschlag bei einer Montage einer Kufenanordnung, was
die Montage vereinfacht. Eine umgekehrte Anordnung ist alternativ möglich.
[0036] Der mindestens eine Sensor gemäß dem Unteranspruch 10 ist beispielsweise ausgebildet
als Temperatursensor, Bewegungssensor, Beschleunigungssensor, Gewichtssensor, Geotrackingsensor,
Ladehistoriesensor, Feuchtigkeitssensor, Ausrichtungssensor, wie in Form einer Wasserwaage,
oder Diebstahlschutzsensor, beispielsweise in Form eines Siegels, sodass auf der Traganordnung
angeordnete Gut vorhanden ist. Das Schild liefert beispielsweise Informationen hinsichtlich
Recycling inklusive Herstellungsdatum, Alter der Palette, deren Zusammensetzung und/oder
des Eigentümers. Der mindestens eine Aufnahmeraum ist beispielsweise durch eine Hohlkammer
der Traganordnung oder Kufenanordnung gebildet. Er ist vorzugsweise durch mindestens
einen Steg räumlich begrenzt.
[0037] Es ist zweckmäßig, wenn mindestens ein Sensor in dem mindestens einen Aufnahmeraum
aufgenommen ist. Informationen des mindestens einen Sensors sind, insbesondere drahtlos,
auslesbar, beispielsweise durch mindestens ein Übertragungsmodul des Sensors, das
beispielsweise mit Funk, wie Bluetooth oder Mobilfunk, Infrarot oder dergleichen arbeitet.
Nahübertragung und Fernübertragung sind möglich.
[0038] Beispielsweise ist der mindestens eine Sensor als RFID-Sensor ausgeführt. Es ist
zweckmäßig, wenn die Palette mindestens einen Marker enthält, um Informationen zu
der Palette zu erhalten.
[0039] Es ist zweckmäßig, wenn die Traganordnung und/oder die Kufenanordnungen in Leichtbauweise
ausgeführt ist/sind. Sie ist/sind vorzugsweise recycelbar. Es ist zweckmäßig, wenn
die Traganordnung und/oder die Kufenanordnungen nachwachsenden Rohstoff, wie Holzfasern,
aufweisen. Alternativ oder zusätzlich weist/weisen die Traganordung und/oder die Kufenanordnungen
Biopolymere auf.
[0040] Die Traganordnung ist beispielsweise durch Spitzgießen oder Pressverfahren herstellbar.
[0041] Die Kufenanordnungen sind beispielsweise durch Pultrusion/Extrusion herstellbar.
[0042] Die Unteransprüche 2 bis 10 betreffen auch vorteilhafte Weiterbildungen der Hauptansprüche
11, 12.
[0043] Nachfolgend wird unter Bezugnahme auf die beigefügte Zeichnung eine bevorzugte Ausführungsform
der Erfindung beispielhaft beschrieben. Dabei zeigen:
- Fig. 1
- eine Explosionsansicht einer erfindungsgemäßen Palette,
- Fig. 2
- eine perspektivische Ansicht der in Fig. 1 gezeigten Palette in zusammengesetztem
Zustand,
- Fig. 3
- eine perspektivische Ansicht entsprechend Fig. 2, die eine Montage einer Kufenanordnung
veranschaulicht,
- Fig. 4
- die in Fig. 3 gekennzeichnete Einzelheit IV in vergrößertem Maßstab, die eine Kopplungseinrichtung
der gezeigten Palette veranschaulicht,
- Fig. 5
- eine perspektivische Ansicht einer weiteren Kopplungseinrichtung der Palette mit geschnittenem
Teilklotz, und
- Fig. 6
- die in Fig. 1 gekennzeichnete Einzelheit VI in vergrößertem Maßstab, die ein Gegen-Kopplungsteil
der in Fig. 5 gezeigten Kopplungseinrichtung veranschaulicht.
[0044] Eine in Fig. 1 bis 3 in ihrer Gesamtheit veranschaulichte Palette umfasst eine palettenartige
Traganordnung 1 und drei Kufenanordnungen 2. Die Kufenanordnungen 2 sind an der Traganordnung
1 anordenbar. In gekoppeltem Zustand sind die Kufenanordnungen 2 fest, aber lösbar
an der Traganordnung 1 angeordnet. Dabei sind Kopplungsanordnungen 3 zwischen der
Traganordnung 1 und jeder Kufenanordnung 2 wirksam.
[0045] Die Traganordnung 1 umfasst eine Tragplatte 4, die eine ebene, nach oben gewandte
Tragfläche 5 für mindestens ein zu tragendes Gut (nicht dargestellt) bietet bzw. ausbildet.
Die Tragplatte 4 ist rechteckförmig und weist eine Vielzahl rechteckförmiger Hohlkammern
auf, die nach oben und unten offen sind. Die Tragfläche 5 ist durch freie Enden von
Stegen der Hohlkammern gebildet.
[0046] Außerdem weist die Traganordnung 1 mehrere Teilklötze auf, die von der Tragplatte
4 nach unten vorspringen und eine Standfläche 6 zum Abstellen auf einem Untergrund
(nicht dargestellt), wie Boden, bzw. Abstützen gegenüber diesem bilden. Insgesamt
sind hier neun Teilklötze vorhanden. Benachbart zu jedem Längsrand 7 der Traganordnung
1 erstrecken sich drei Teilklötze. Ferner sind drei Teilklötze in einem Mittenbereich
der Traganordnung 1 zwischen den benachbart zu den Längsrändern 7 angeordneten Teilklötzen
angeordnet. Die Traganordnungs-seitigen Teilklötze sind so nebeneinander in drei Reihen
angeordnet, die sich in einer Längsrichtung 8 der Traganordnung 1 erstrecken.
[0047] Die benachbart zu Querrändern 9 der Traganordnung 1 angeordneten Teilklötze sind
zumindest in der Art identisch. Ihnen ist das Bezugszeichen 10 zugeordnet. In einer
mittleren Querebene der Traganordnung 1 befinden sich Teilklötze, die zumindest in
der Art identisch sind. Ihnen ist das Bezugszeichen 11 zugeordnet. Die Teilklötze
10, 11 unterscheiden sich konstruktiv voneinander.
[0048] Jeder Teilklotz 11 ist im Wesentlichen rechteckförmig und länglich ausgeführt. Er
hat einen zentralen Hohlzylinderkörper 12, der innen mehrere plattenartige Rückhaltestege
13 trägt. Die Rückhaltestege 13 sind gleichmäßig angular beabstandet an dem Hohlzylinderkörper
12 angeordnet. Sie befinden sich in einer gemeinsamen, parallel zu der Standfläche
6 verlaufenden Ebene und springen von dem Hohlzylinderkörper 12 in Richtung auf eine
Mittelachse 14 des Hohlzylinderkörpers 12 aufeinander zu, enden aber beabstandet zueinander.
Die Rückhaltestege 13 sind beabstandet zu der Standfläche 6 angeordnet. Jeder Teilklotz
11 weist zusätzlich zu einer Außenwandung 15 mehrere Verstärkungsstege 16 auf.
[0049] Jeder Teilklotz 10 ist im Wesentlichen rechteckförmig und länglich ausgeführt. Er
weist eine Außenwandung 17 und innere Versteifungsstege auf. Jeder Teilklotz 10 hat
unten eine erste Schwalbenschwanznut 18 und eine zweite Schwalbenschwanznut 19, die
zu der benachbarten Standfläche 6 hin offen sind.
[0050] Jede erste Schwalbenschwanznut 18 weist seitlich zwei einander gegenüberliegende
erste Öffnungen 20 auf. Jede erste Schwalbenschwanznut 18 ist durch zwei einander
gegenüberliegende erste Flanken 21 begrenzt, die von der benachbarten Standfläche
6 aus voneinander weg in Richtung auf die Tragplatte 4 verlaufen. Ferner ist jede
erste Schwalbenschwanznut 18 durch einen inneren ersten Boden 22 begrenzt, der sich
parallel zu der zugehörigen Standfläche 6 zwischen den ersten Flanken 21 erstreckt.
Die ersten Flanken 21 und der erste Boden 22 sind Bestandteil des jeweiligen Teilklotzes
10. Jede erste Schwalbenschwanznut 18 erstreckt sich kreisbogenförmig um die Mittelachse
14 des in dieser Reihe angeordneten Teilklotzes 11.
[0051] Jede zweite Schwalbenschwanznut 19 hat seitlich zwei einander gegenüberliegende zweite
Öffnungen 23. Jede zweite Schwalbenschwanznut 19 ist durch zwei einander gegenüberliegende
zweite Flanken 24 begrenzt, die von der benachbarten Standfläche 6 aus voneinander
weg in Richtung auf die Tragplatte 4 verlaufen. Jede zweite Schwalbenschwanznut 19
ist durch einen inneren zweiten Boden 25 begrenzt, der sich parallel zu der zugehörigen
Standfläche 6 zwischen den zweiten Flanken 24 erstreckt. Die zweiten Flanken 24 und
der zweite Boden 25 sind Bestandteil des jeweiligen Teilklotzes 10. Jede zweite Schwalbenschwanznut
19 erstreckt sich kreisbogenförmig um die Mittelachse 14 des in dieser Reihe angeordneten
Teilklotzes 11. Jede zweite Schwalbenschwanznut 19 hat einen größeren Abstand zu dieser
Mittelachse 14 als die benachbarte erste Schwalbenschwanznut 18. Die Schwalbenschwanznuten
18, 19 von jedem Teilklotz 10 verlaufen gleichmäßig beabstandet zueinander. Sie erstrecken
sich gekrümmt in einer Querrichtung der Traganordnung 1.
[0052] Die Schwalbenschwanznuten 18, 19 bilden Kopplungsmittel. Sie sind Bestandteil eines
Kopplungsteils.
[0053] Jeder Teilklotz 10 hat stirnseitig, benachbart zu dem Querrand 9 eine Rastaussparung
26, deren Eintrittsöffnung 27 einer Querebene der Traganordnung 1 bzw. dem in dieser
Reihe angeordneten Teilklotz 11 abgewandt ist. Jede Rastaussparung 26 ist durch zwei
einander gegenüberliegende Seitenwände 28 räumlich begrenzt, die sich in der Längsrichtung
8 der Traganordnung 1 erstrecken. Jede Rastaussparung 26 bildet ein Rastmittel.
[0054] Die in einer Reihe angeordneten Teilklötze 11 bilden äußere Teilklötze, während jeder
Teilklotz 10 in dieser Reihe einen inneren bzw. mittleren Teilklotz bildet.
[0055] Jede Kufenanordnung 2 umfasst eine starre Bodenleiste 29, die sich im Wesentlichen
gerade erstreckt und rechteckförmig ist. Jede Bodenleiste 29 weist unten eine Standfläche
30 auf.
[0056] Von jeder Bodenleiste 29 springen gegenüberliegend zu der jeweiligen Standfläche
30 drei Teilklötze hervor. Diese Teilklötze sind beabstandet zueinander angeordnet
und weisen einen Abstand zueinander auf, der entsprechend dem Abstand der in einer
Reihe angeordneten Teilklötze 10, 11 der Traganordnung 1 ist.
[0057] Jede Kufenanordnung 2 hat zwei äußere Teilklötze 31, die konstruktiv identisch sind
und in gegenüberliegenden Endbereichen der jeweiligen Bodenleiste 29 angeordnet sind.
[0058] Jeder Teilklotz 31 weist oben einen ersten Zapfen 32 und einen zweiten Zapfen 33
auf, die von einer Kopffläche 34 des jeweiligen Teilklotzes 31 nach oben vorspringen
und jeweils als Schwalbenschwanz ausgeführt sind. Jeder Zapfen 32, 33 erstreckt sich
zwischen einander gegenüberliegenden Seitenwänden 35 des jeweiligen Teilklotzes 31
bzw. in einer Querrichtung der jeweiligen Kufenanordnung 2.
[0059] Die ersten Zapfen 32 sind komplementär zu den ersten Schwalbenschwanznuten 18 ausgebildet.
Jeder erster Zapfen 32 weist zwei einander gegenüberliegende erste Seitenflanken 36
auf, die von der benachbarten Kopffläche 34 voneinander weg verlaufen und eine freie
erste Dachfläche 37 begrenzen.
[0060] Die zweiten Zapfen 33 sind komplementär zu den zweiten Schwalbenschwanznuten 19 ausgebildet.
Jeder zweite Zapfen 33 weist zwei einander gegenüberliegende zweite Seitenflanken
38 auf, die von der jeweiligen Kopffläche 34 unter Begrenzung einer freien zweiten
Dachfläche 39 voneinander weg verlaufen. Die Dachflächen 37, 39 verlaufen parallel
zu der benachbarten Kopffläche 34.
[0061] Jeder Zapfen 32, 33 erstreckt sich kreisbogenförmig um eine Mittelachse 40 der jeweiligen
Kufenanordnung 2, die sich senkrecht zu der zugehörigen Standfläche 30 erstreckt.
[0062] Die Zapfen 32, 33 bilden Gegen-Kopplungsmittel für die Kopplungsmittel. Sie sind
Bestandteil eines Gegen-Kopplungsteils. Die Schwalbenschwanznuten 18, 19 und die Zapfen
32, 33 sind Bestandteil von Schwalbenschwanzeinrichtungen.
[0063] Jeder Teilklotz 31 trägt einen Rastkörper 41, der vorzugsweise federnd verlagerbar
ist. Die Rastkörper 41 von jeder Kufenanordnung 2 sind einander abgewandt. Sie sind
komplementär zu den Rastaussparungen 26 ausgeführt und bilden Gegen-Rastmittel für
die Rastmittel.
[0064] Jeder Rastkörper 41 weist zwei einander gegenüberliegende Arretierflächen 42 auf,
die parallel zueinander verlaufen und sich eben erstrecken. Der Abstand der Arretierflächen
42 zueinander entspricht dem Abstand der eine Rastaussparung 26 begrenzenden Seitenwände
28. Die Arretierflächen 42 erstrecken sich senkrecht zu der benachbarten Standfläche
30 und parallel zu einer Längsrichtung 44 der entsprechenden Kufenanordnung 2. Jeder
Rastkörper 41 hat oben eine freie Betätigungsfläche 43.
[0065] Jede Kufenanordnung 2 umfasst außerdem einen zentralen Teilklotz 45, der mittig zwischen
den Teilklötzen 31 der jeweiligen Kufenanordnung 2 angeordnet ist.
[0066] Jeder Teilklotz 45 weist eine Kopffläche 46 auf, die der Standfläche 30 der jeweiligen
Kufenanordnung 2 abgewandt ist. Jeder Teilklotz 45 umfasst einen Zylinderkörper 47,
der vorzugsweise als Hohlzylinderkörper ausgeführt ist und von der Kopffläche 46 des
jeweiligen Teilklotzes 45 senkrecht nach oben bzw. außen vorspringt. Jeder Zylinderkörper
47 hat einen Außendurchmesser D, der, vorzugsweise geringfügig, kleiner als ein durch
freie Enden der Rückhaltestege 13 gebildeter, imaginärer Durchmesser bzw. Kreis ist.
[0067] Jeder Zylinderkörper 47 trägt außenseitig Rückhaltevorsprünge 48, die nach radial
außen vorspringen und gleichmäßig angular beabstandet zueinander angeordnet sind.
Jeder Rückhaltevorsprung 48 hat in Umfangsrichtung um den zugehörigen Zylinderkörper
47 eine Breite, die kleiner als eine entsprechende Breite eines Rückhaltestegs 13
in Umfangsrichtung um den zughörigen Hohlzylinderkörper 12 ist.
[0068] Die Anzahl der Rückhaltevorsprünge 48 von einem Teilklotz 45 ist entsprechend der
Anzahl der Rückhaltestege 13 von einem Teilklotz 11.
[0069] Die Rückhaltevorsprünge 48 sind unter Ausbildung einer Rückhaltefläche 49 beabstandet
zu der benachbarten Kopffläche 46 angeordnet. Die Rückhalteflächen 49 sind der benachbarten
Kopffläche 46 zugewandt. Ein Abstand zwischen der Kopffläche 46 und einem benachbarten
Rückhaltevorsprung 48 ist geringfügig größer als die Dicke eines Rückhaltestegs 13.
[0070] Die Rückhaltevorsprünge 48 weisen gegenüberliegend zu den Rückhalteflächen 49 Ausrichtungsflanken
52 auf, die von dem zugehörigen Zylinderkörper 47 aus schräg in Richtung auf die benachbarte
Kopffläche 46 verlaufen.
[0071] Durch den Zylinderkörper 47 ist die Mittelachse 40 der jeweiligen Kufenanordnung
2 definiert.
[0072] Die Rückhaltestege 13 bilden Kopplungsmittel für die Rückhaltevorsprünge 48, die
Gegen-Kopplungsmittel bilden. Die Rückhaltestege 13 sind Bestandteil eines Kopplungsteils.
Die Rückhaltevorsprünge 48 sind Bestandteil eines Gegen-Kopplungsteils. Die Rückhaltevorsprünge
48 und die Rückhaltestege 13 sind Bestandteil einer Bajonetteinrichtung.
[0073] Die Tragplatte 4 weist mehrere Verstärkungselemente 50 auf, die sich in der Längsrichtung
8 erstrecken und beabstandet zueinander angeordnet sind. Zwei der Verstärkungselemente
50 erstrecken sich benachbart zu den Längsrändern 7, während sich ein weiteres Verstärkungselement
50 mittig zwischen diesen in der Längsrichtung 8 erstreckt. Es ist zweckmäßig, wenn
sich auch entsprechende Verstärkungselemente 50 auf der Rückseite der Tragplatte 4
erstrecken. Die Verstärkungselemente 50 sind in entsprechende Aussparungen der Tragplatte
4 angeordnet.
[0074] Jede Kufenanordnung 2 weist zwei Verstärkungselemente 51 auf, die sich oben auf dem
jeweiligen Bodenelement 29 in der Längsrichtung 44 zwischen den Teilklötzen 31, 45
erstrecken. Günstigerweise sind auf einer Unterseite des jeweiligen Bodenelements
29 auch entsprechende Verstärkungselemente 51 angeordnet. Die Verstärkungselemente
51 sind in entsprechende Aussparungen der jeweiligen Kufenanordnung 2 angeordnet.
[0075] Nachfolgend wird der Einsatz der Palette näher beschrieben.
[0076] Die Traganordnung 1 ist eigenständig als Palette benutzbar. Die Tragfläche 5 der
Traganordnung 1 ist im Stande Güter, beispielsweise in gestapelter Form, zu tragen.
Die Traganordnung 1 ist über ihre Teilklötze 10, 11 standsicher auf dem Boden abstellbar.
Die Tragplatte 4 ist so beabstandet zu dem Boden angeordnet. Eine Hubeinrichtung kann
zwischen den Teilklötzen 10, 11 unter die Tragplatte 4 fahren.
[0077] An der Traganordnung 1 sind Kufenanordnungen 2 lösbar und werkzeuglos anbringbar,
um beispielsweise einen Einsatz in einem Hochregallager oder in automatisierten Förderanlagen
zu ermöglichen.
[0078] Zur Montage einer Kufenanordnung 2 werden der jeweilige Teilklotz 11 der Traganordnung
1 und der Zylinderkörper 47 des Teilklotzes 45 der jeweiligen Kufenanordnung 2 übereinander
angeordnet. Die Ausrichtungsflanken 52 führen zu einer Ausrichtung zwischen dem Zylinderkörper
47 der jeweiligen Kufenanordnung 2 und dem zugeordneten Hohlzylinderkörper 12 der
Traganordnung 1. Die Mittelachsen 14, 40 fluchten dann miteinander.
[0079] Die Rückhaltevorsprünge 48 und die Rückhaltestege 13 werden dabei für die Montage
der Kufenanordnung 2 derart zueinander durch eine relative Schwenkbewegung zwischen
der Traganordnung 1 und der jeweiligen Kufenanordnung 2 um die jeweilige Mittelachse
14 bzw. 40 ausgerichtet, dass sich die Rückhaltevorsprünge 48 vor bzw. benachbart
zu Zwischenräumen zwischen den benachbarten Rückhaltestegen 13 befinden.
[0080] Die Rückhaltevorsprünge 48 durchsetzen dann anschließend die Zwischenräume. Es findet
eine Bewegung zwischen der Traganordnung 1 und der jeweiligen Kufenanordnung 2 längs
der jeweiligen Mittelachse 14 bzw. 40 statt. Dieser Einführvorgang ist abgeschlossen,
wenn die Standfläche 6 des dann oberen Teilklotzes 11 benachbart zu der Kopffläche
46 des dann unteren Teilklotzes 45 angeordnet ist bzw. oben auf dieser aufliegt. Die
Rückhaltevorsprünge 48 haben dann einen Abstand zu der Tragplatte 4, der kleiner als
der Abstand der Rückhaltestege 13 zu der Tragplatte 4 ist.
[0081] Anschließend wird die jeweilige Kufenanordnung 2 um ihre Mittelachse 40 manuell verschwenkt,
die vertikal orientiert ist.
[0082] Zum einen führt diese Schwenkbewegung zu einer Relativ-Schwenkbewegung zwischen den
Rückhaltestegen 13 und den Rückhaltevorsprüngen 48. Die Rückhaltevorsprünge 48 bewegen
sich über die Rückhaltestege 13 und hintergreifen diese. Sie befinden sich dann direkt
oberhalb der Rückhaltestege 13, sodass die Rückhalteflächen 49 den benachbarten Rückhaltestegen
13 zugewandt sind. Die Rückhaltestege 13 befinden sich zwischen der Kopffläche 46
und den Rückhaltevorsprüngen 48, was eine örtliche Festlegung der jeweiligen Kufenanordnung
2 an der Traganordnung 1 in Richtung der Mittelachse 14 bzw. 40 bewirkt.
[0083] Zum anderen werden bei dieser Schwenkbewegung die Zapfen 32, 33 der jeweiligen Kufenanordnung
2 in die jeweilige Schwalbenschwanznut 18 bzw. 19 über deren Öffnungen 22 bzw. 23
eingeführt. Die Zapfen 32, 33 von einem Teilklotz 31 der jeweiligen Kufenanordnung
2 treten dabei beispielsweise von seitlich außen in den zugeordneten Teilklotz 10
der Traganordnung 1 ein, während die Zapfen 32, 33 des anderen Teilklotzes 31 der
jeweiligen Kufenanordnung 2 von seitlich innen in den zugeordneten Teilklotz 10 der
Traganordnung 1 eintreten. Die Zapfen 32, 33 der beiden Teilklötze 31 treten von einander
gegenüberliegenden Seiten in die zugehörigen Teilklötze 10 der Traganordnung 1 ein.
[0084] Wenn sich die jeweilige Kufenanordnung 2 in ihrer Gebrauchsstellung befindet, erstreckt
sie sich parallel zu den Längsrändern 7. Die Zapfen 32, 33 stehen mit der jeweiligen
Schwalbenschwanznut 18 bzw. 19 in Eingriff. Die Seitenflanken 36 bzw. 38 sind benachbart
zu den Flanken 21 bzw. 24 der Schwalbenschwanznuten 18 bzw. 19 angeordnet bzw. liegen
sie an diesen an.
[0085] Die Rastkörper 41 sind über die jeweilige Eintrittsöffnung 27 in die zugeordnete
Rastaussparung 26 eingetreten. Die Arretierflächen 42 des jeweiligen Rastkörpers 41
sind benachbart zu den Seitenwänden 28 angeordnet bzw. liegen sie an diesen an, was
ein ungewolltes Verschwenken zwischen der Traganordung 1 und der jeweiligen Kufenanordnung
2 um die Mittelachse 14 bzw. 40 verhindert.
[0086] Die Teilklötze 10, 31 bilden Gesamtklötze, während die Teilklötze 11, 45 weitere
Gesamtklötze bilden. Die Palette ist so über die Standfläche 30 der jeweiligen Kufenanordnung
2 abstellbar und weist so naturgemäß eine größere Höhe als ohne die Kufenanordnungen
2 auf. Eine Hubeinrichtung ist zwischen den Kufenanordnungen 2 unter die Tragplatte
4 fahrbar.
[0087] Die Montage erfolgt bei sämtlichen Kufenanordnungen 2 identisch.
[0088] Insbesondere wird bei einer Montage einer Kufenanordnung 2 die Traganordnung 1 auf
die entsprechende Kufenanordnung 2 aufgesetzt. Wesentlich ist zunächst eine relative
Steckbewegung wischen der Traganordnung 1 und der jeweiligen Kufenanordnung 2 und
anschließend eine Schwenkbewegung.
[0089] Eine Demontage erfolgt im Wesentlichen analog. Dazu werden zunächst die Rastkörper
41 mit den Rastaussparungen 26 außer Eingriff gebracht, was über Druck von oben auf
die Betätigungsflächen 43 möglich ist.
[0090] Die Palette gemäß Fig. 1 bis 3 ist länglich; sie ist also länger als breit. Alternativ
ist die Palette quadratisch bzw. im Wesentlichen quadratisch.
1. Palette, umfassend
a) eine mindestens eine Standfläche (6) aufweisende Traganordung (1) zum Tragen von
mindestens einem Gut,
b) mindestens zwei Kufenanordnungen (2), und
c) mindestens zwei Kopplungsanordnungen (3) zum Koppeln jeder Kufenanordnung (2) mit
der Traganordnung (1) bei Bedarf miteinander,
d) wobei die Traganordnung (1) und die Kufenanordnungen (2) mittels der jeweiligen
Kopplungsanordnung (3) voneinander entkoppelbar sind,
e) wobei jede der Kopplungsanordnungen (3) eine erste Kopplungseinrichtung (13, 48)
und mindestens eine sich von der ersten Kopplungseinrichtung (13, 48) konstruktiv
unterscheidende zweite Kopplungseinrichtung (18, 19, 32, 33) umfasst,
dadurch gekennzeichnet, dass
f) die erste Kopplungseinrichtung (13, 48) als Bajonetteinrichtung oder nach Art einer
Bajonetteinrichtung ausgebildet ist,
g) die mindestens eine zweite Kopplungseinrichtung (18, 19, 32, 33) als Schwalbenschwanzeinrichtung
oder nach Art einer Schwalbenschwanzeinrichtung ausgebildet ist,
h) die mindestens eine zweite Kopplungseinrichtung (18, 19, 32, 33) mindestens ein,
sich bogenförmig, insbesondere kreisbogenförmig, erstreckendes zweites Kopplungsmittel
(18, 19) an der Traganordnung (1) und mindestens ein zu dem mindestens einen zweiten
Kopplungsmittel (18, 19) komplementäres, sich bogenförmig, insbesondere kreisbogenförmig,
erstreckendes zweites Gegen-Kopplungsmittel (32, 33) an der jeweiligen Kufenanordnung
(2) umfasst, und
i) sich das mindestens eine zweite Kopplungsmittel (18, 19) und mindestens eine zweite
Gegen-Kopplungsmittel (32, 33) in montiertem Zustand der jeweiligen Kufenanordnung
(2) bereichsweise um die erste Kopplungseinrichtung (13, 48) erstrecken.
2. Palette nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass jede der Kopplungsanordnungen (3) werkzeuglos betätigbar ist.
3. Palette nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Traganordnung (1) unten Teilklötze (10, 11) aufweist.
4. Palette nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass jede der Kufenanordnungen (2) einstückig ausgebildet ist.
5. Palette nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Kopplungseinrichtung (13, 48) ein an der Traganordnung (1) angeordnetes
erstes Kopplungsteil (13) und ein erstes Gegen-Kopplungsteil (48) umfasst, das an
der jeweiligen Kufenanordung (2) zum Wechselwirken mit dem ersten Kopplungsteil (13)
angeordnet ist.
6. Palette nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass das erste Kopplungsteil (13) an einem ersten Teilklotz (11) der Traganordung (1)
angeordnet ist.
7. Palette nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass das erste Gegen-Kopplungsteil (48) an einem ersten Teilklotz (45) der jeweiligen
Kufenanordnung (2) angeordnet ist.
8. Palette nach einem der vorherigen Ansprüche, gekennzeichnet durch zwei der zweiten Kopplungseinrichtungen (18, 19, 32, 33), wobei die erste Kopplungseinrichtung
(13, 48), insbesondere mittig, zwischen den zweiten Kopplungseinrichtungen (18, 19,
32, 33) angeordnet ist.
9. Palette nach einem der vorherigen Ansprüche, gekennzeichnet durch mindestens eine Sicherheitsrasteinrichtung (26, 41) zum Verrasten der Traganordnung
(1) und der jeweiligen Kufenanordnung (2) in einer Gebrauchsstellung der jeweiligen
Kufenanordnung (2) miteinander.
10. Palette nach einem der vorherigen Ansprüche, gekennzeichnet durch mindestens einen Aufnahmeraum zur Aufnahme von mindestens einem Gegenstand, insbesondere
Sensor oder Schild.
11. Traganordnung als Bestandteil einer Palette nach einem der vorherigen Ansprüche.
12. Kufenanordnung als Bestandteil einer Palette nach einem der Ansprüche 1 bis 10.