[0001] Die Erfindung betrifft eine Verschlussvorrichtung nach dem Oberbegriff des Anspruchs
1.
[0002] Eine derartige Verschlussvorrichtung umfasst ein erstes Verschlussteil, das einen
ersten Körper, eine an dem ersten Körper angeordnete Eingriffseinrichtung und eine
erste Magneteinrichtung aufweist, und ein zweites Verschlussteil, das einen zweiten
Körper, ein an dem zweiten Körper bewegbar angeordnetes Verbindungselement und eine
zweite Magneteinrichtung aufweist. Zum Schließen der Verschlussvorrichtung sind das
erste Verschlussteil und das zweite Verschlussteil entlang einer Schließrichtung aneinander
ansetzbar. In einer Schließstellung sind das erste Verschlussteil und das zweite Verschlussteil
durch das Verbindungselement miteinander verriegelt sind. Zum Öffnen der Verschlussvorrichtung
kann die Verriegelung aufgehoben werden, sodass das erste Verschlussteil und das zweite
Verschlussteil voneinander getrennt werden können. Die erste Magneteinrichtung und
die zweite Magneteinrichtung sind ausgebildet, bei Annäherung des ersten Verschlussteils
und des zweiten Verschlussteils aneinander magnetisch anziehend zusammenzuwirken,
um dadurch das Schließen der Verschlussvorrichtung magnetisch zu unterstützen.
[0003] Bei einer aus der
DE 10 2010 044 198 A1 bekannten Verschlussvorrichtung sind an einem Verschlussteil Federverriegelungselemente
angeordnet, die in einer Schließstellung mit Eingriffselementen eines weiteren Verschlussteils
in Eingriff stehen. Die Eingriffselemente sind hierbei in einer Ausgangsstellung in
einem Gehäuse des weiteren Verschlussteils aufgenommen, sodass die Eingriffselemente
in der Ausgangsstellung nicht oder nur unwesentlich von dem Gehäuse nach außen hin
vorstehen. Aus der Ausgangsstellung heraus können die Eingriffselemente relativ zu
dem Gehäuse verstellt werden, sodass in einer Funktionsstellung die Eingriffselemente
von dem Gehäuse vorstehen und mit den Federverriegelungselementen zum Verbinden der
Verschlussteile in Eingriff gebracht werden können.
[0004] Eine aus der
US 6,659,516 bekannte Verschlussvorrichtung zum Verriegeln eines Laptopcomputers in einer zugeklappten
Stellung weist ein Hakenelement auf, das in einer Ausgangsstellung in einem zugeordneten
Gehäuse aufgenommen ist und zum Verriegeln aus dem Gehäuse ausgeschwenkt werden kann.
[0005] Bei einer Verschlussvorrichtung, wie sie zum Beispiel aus der
DE 10 2010 044 198 A1 bekannt ist, werden Eingriffselemente bei Annähern von Verschlussteilen aneinander
an einem Verschlussteil ausgefahren, um in einer Schließstellung mit Federverriegelungselementen
an einem anderen Verschlussteil in Eingriff zu gelangen und in der Schließstellung
eine Verbindung zwischen den Verschlussteilen herzustellen. Die Eingriffselemente
sind hierbei relativ zu einem Körper des zugeordneten Verschlussteils in Richtung
der Ausgangsstellung zum Beispiel federelastisch vorgespannt, was zur Folge hat, dass
die Verschlussteile in der Schließstellung in vorgespannter Anlage aneinander sind.
[0006] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine Verschlussvorrichtung zur Verfügung
zu stellen, die variabel einsetzbar ist und eine zuverlässige Verbindung von Verschlussteilen
ermöglicht.
[0007] Diese Aufgabe wird durch einen Gegenstand mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst.
[0008] Demnach ist das Verbindungselement um eine entlang der Schließrichtung weisende Drehachse
relativ zu dem zweiten Körper verdrehbar. Das Verbindungselement ist zum Schließen
der Verschlussvorrichtung in einer ersten Drehstellung an die Eingriffseinrichtung
ansetzbar und ist nach dem Ansetzen aus der ersten Drehstellung in eine von der ersten
Drehstellung unterschiedliche, zweite Drehstellung überführbar, sodass in der Schließstellung
das zweite Verschlussteil durch das Verbindungselement in der zweiten Drehstellung
relativ zu dem ersten Verschlussteil verriegelt ist.
[0009] Zum Schließen der Verschlussvorrichtung werden die Verschlussteile der Verschlussvorrichtung
entlang der Schließrichtung aneinander angenähert. Das Annähern der Verschlussteile
aneinander kann unter magnetischer Unterstützung durch die Magneteinrichtungen der
Verschlussteile erfolgen, die sich beim Schließen der Verschlussvorrichtung magnetisch
anziehen und somit die Verschlussteile zueinander hinziehen.
[0010] Beim Ansetzen der Verschlussteile aneinander befindet sich das Verbindungselement
an dem zweiten Körper des zweiten Verschlussteils in der ersten Drehstellung, in der
das Verbindungselement an die Eingriffseinrichtung angesetzt, beispielsweise in eine
Öffnung der Eingriffseinrichtung eingesetzt werden kann. Ist das Verbindungselement
an die Eingriffseinrichtung angesetzt worden, kann das Verbindungselement aus der
ersten Drehstellung in die zweite Drehstellung überführt werden, sodass die Verschlussteile
über das Verbindungselement und dessen Eingriff in die Eingriffseinrichtung miteinander
verriegelt werden. In der Schließstellung sind die Verschlussteile somit durch Eingriff
des Verbindungselements in die Eingriffseinrichtung aneinander gehalten, wobei durch
Aufheben der Verriegelung durch Zurückstellen des Verbindungselements aus der zweiten
Drehstellung in die erste Drehstellung die Verschlussteile voneinander lösbar sind.
[0011] In einer Ausgestaltung weist das Verbindungselement einen Lagerschaft auf, der drehbar
an dem zweiten Körper gelagert ist. Das Verbindungselement ist um die entlang der
Schließrichtung weisende Drehachse an dem Körper des zweiten Verschlussteils drehbar
gelagert. In der ersten Drehstellung kann das Verbindungselement zum Schließen der
Verschlussvorrichtung an die Eingriffseinrichtung des ersten Verschlussteils angesetzt
werden. Durch Überführen aus der ersten Drehstellung in die zweite Drehstellung nach
Ansetzen der Verschlussteile aneinander und nach Ansetzen des Verbindungselements
an die Eingriffseinrichtung werden die Verschlussteile miteinander verriegelt und
sind somit in der Schließstellung zueinander festgelegt.
[0012] Das zweite Verschlussteil ist (ausschließlich) bei in der ersten Drehstellung befindlichem
Verbindungselement an das erste Verschlussteil ansetzbar. Wenn das zweite Verschlussteil
an das erste Verschlussteil angesetzt worden ist, kann das Verbindungselement aus
der ersten Drehstellung in die zweite Drehstellung überführt werden, um auf diese
Fall Weise die Verschlussteile miteinander zu verriegeln.
[0013] In einer Ausgestaltung ist das Verbindungselement (axial) entlang der Schließrichtung
zwischen einer Ausgangsstellung und einer Funktionsstellung relativ zu dem zweiten
Körper verstellbar und steht in der Funktionsstellung, betrachtet entlang der Schließrichtung,
relativ zu dem zweiten Körper vor, sodass das Verbindungselement zum Verriegeln des
ersten Verschlussteils und des zweiten Verschlussteils miteinander in Eingriff mit
der Eingriffseinrichtung gebracht werden kann.
[0014] Hierbei kann vorgesehen sein, dass die zweite Magneteinrichtung, die dem zweiten
Verschlussteil zugeordnet ist, an dem Verbindungselement angeordnet ist. Die erste
Magneteinrichtung und die zweite Magneteinrichtung sind ausgebildet, bei Annäherung
des ersten Verschlussteils und des zweiten Verschlussteils aneinander magnetisch anziehend
zusammenzuwirken, um das Verbindungselement aus der Ausgangsstellung in die Funktionsstellung
zu überführen.
[0015] Zum Schließen der Verschlussvorrichtung werden die Verschlussteile der Verschlussvorrichtung
entlang der Schließrichtung aneinander angenähert. Aufgrund der magnetischen Wechselwirkung
der Magneteinrichtungen auf Seiten des ersten Verschlussteils und des Verbindungselements
des zweiten Verschlussteils wird bei Annähern der Verschlussteile aneinander das Verbindungselement
des zweiten Verschlussteils aus der Ausgangsstellung in die Funktionsstellung überführt.
Während das Verbindungselement in der Ausgangsstellung ganz oder teilweise in dem
Körper des zugeordneten, zweiten Verschlussteils eingefasst ist, ist das Verbindungselement
in der Funktionsstellung derart zu dem Körper des zweiten Verschlussteils verstellt,
dass das Verbindungselement entlang der Schließrichtung von dem Körper vorsteht und
somit mit der Eingriffseinrichtung am ersten Verschlussteil in Eingriff gebracht werden
kann.
[0016] Das Verstellen des Verbindungselements aus der Ausgangsstellung in die Funktionsstellung
bei Schließen der Verschlussvorrichtung erfolgt vorzugsweise linear, beispielsweise
entlang einer entlang der Schließrichtung weisenden Verstellrichtung.
[0017] In einer Ausgestaltung nimmt das Verbindungselement in der Ausgangsstellung die erste
Drehstellung relativ zu dem zweiten Körper ein. Befindet sich das Verbindungselement
in der Ausgangsstellung, so ist das Verbindungselement in der ersten Drehstellung,
in der ein Ansetzen des Verbindungselements an die Eingriffseinrichtung des ersten
Verschlussteils ermöglicht ist.
[0018] In einer Ausgestaltung ist das Verbindungselement nach Überführen in die Funktionsstellung
relativ zu dem zweiten Körper um die Drehachse drehbar, um das Verbindungselement
aus der ersten Drehstellung in die zweite Drehstellung zu überführen.
[0019] Wird das Verbindungselement bei Annäherung der Verschlussteile zum Schließen der
Verschlussvorrichtung aneinander aus der Ausgangsstellung in die Funktionsstellung
überführt, so nimmt das Verbindungselement beispielsweise zunächst (weiterhin) die
erste Drehstellung ein und kann somit an die Eingriffseinrichtung des ersten Verschlussteils
angesetzt werden. Ist das Verbindungselement an die Eingriffseinrichtung angesetzt
worden, so kann das Verbindungselement aus der ersten Drehstellung in die zweite Drehstellung
überführt werden, um somit die Verschlussteile miteinander zu verriegeln.
[0020] Der Schließvorgang läuft, in einer Ausgestaltung, in unterschiedlichen Phasen ab.
So werden die Verschlussteile bei in der ersten Drehstellung befindlichem Verbindungselement
aneinander angesetzt, sodass das Verbindungselement in magnetisch unterstützter Weise
an die Eingriffseinrichtung angesetzt wird. Das Annähern der Verschlussteile aneinander
und somit das Ansetzen des Verbindungselements an die Eingriffseinrichtung erfolgt
entlang der Schließrichtung. Ist das Verbindungselement an die Eingriffseinrichtung
angesetzt werden und liegen beispielsweise die Körper der Verschlussteile mit einander
zugewandten Flächen aneinander an, so kann das Verbindungselement um die entlang der
Schließrichtung weisende Drehachse relativ zu dem Körper des zweiten Verschlussteils
verdreht werden, um auf diese Weise die Verschlussteile miteinander zu verriegeln
und somit den Schließvorgang abzuschließen. Erst nachdem das Verbindungselement nach
Ansetzen an die Eingriffseinrichtung um die Drehachse aus der ersten Drehstellung
in die zweite Drehstellung überführt worden ist, sind die Verschlussteile miteinander
verriegelt und somit in der Schließstellung der Verschlussvorrichtung zueinander festgelegt.
[0021] In einer Ausgestaltung kann das Verbindungselement zum Schließen der Verschlussvorrichtung
händisch durch einen Nutzer aus der ersten Drehstellung in die zweite Drehstellung
überführt werden, sodass die Verriegelung nach Ansetzen des Verriegelungselements
an die Eingriffseinrichtung händisch durch einen Nutzer hergestellt wird.
[0022] In anderer Ausgestaltung kann die Verriegelung durch Überführen des Verbindungselements
aus der ersten Drehstellung in die zweite Drehstellung auch selbsttätig nach Ansetzen
des Verbindungselements an die Eingriffseinrichtung erfolgen. Beispielsweise kann
hierzu das zweite Verschlussteil ein Spannelement aufweisen, das ausgebildet ist,
das Verbindungselement in Richtung der zweiten Drehstellung vorzuspannen. Bevor das
Verbindungselement an die Eingriffseinrichtung angesetzt worden ist, ist das Verbindungselement
hierbei in der ersten Drehstellung gehalten. Sobald das Verbindungselement an die
Eingriffseinrichtung angesetzt worden ist, wird das Spannelement ausgelöst und überführt
somit aufgrund der Vorspannung das Verbindungselement aus der ersten Drehstellung
in die zweite Drehstellung.
[0023] In anderer Ausgestaltung kann das Verbindungselement magnetisch aus der ersten Drehstellung
in die zweite Drehstellung überführt werden, wenn das Verbindungselement an die Eingriffseinrichtung
angesetzt worden ist, zum Beispiel indem die erste Magneteinrichtung und die zweite
Magneteinrichtung jeweils mit mehreren in einer senkrecht zur Drehachse erstreckten
Ebene versetzten Polen zueinander hin weisen und mehrpolig derart zusammenwirken,
dass eine axiale und zudem rotatorische Kraftwirkung mit Bezug auf die Drehachse zwischen
den Magneteinrichtungen besteht.
[0024] Beispielsweise kann das Verbindungselement bei geöffneter Verschlussvorrichtung mechanisch
oder magnetisch in der ersten Drehstellung gehalten sein.
[0025] In einer Ausgestaltung ist das Verbindungselement dabei entgegen der vorspannenden
Kraft des Vorspannelements in der ersten Drehstellung gehalten.
[0026] Ist das Verbindungselement mechanisch in der ersten Drehstellung gehalten, wenn die
Verschlussvorrichtung geöffnet ist, so kann das Verbindungselement hierzu beispielsweise
relativ zu dem Körper des zweiten Verschlussteils verrastet oder in sonstiger Weise
mechanisch verriegelt sein, beispielsweise durch formschlüssige Aufnahme in einem
an dem zweiten Körper geformten Eingriffsabschnitt. Bei Ansetzen des Verbindungselements
an die Eingriffseinrichtung wird der mechanische Halt gelöst, sodass das Verbindungselement
zum Beispiel aufgrund einer federmechanischen oder magnetischen Vorspannung selbsttätig
aus der ersten Drehstellung in die zweite Drehstellung überführt werden kann.
[0027] Ist das Verbindungselement magnetisch in der ersten Drehstellung gehalten, wenn die
Verschlussvorrichtung geöffnet ist, so wirken hierzu beispielsweise Magneteinrichtungen
am Körper des zweiten Verschlussteils und am Verbindungselement magnetisch zusammen.
Beispielsweise kann das zweite Verschlussteil eine an dem zweiten Körper des zweiten
Verschlussteils angeordnete, dritte Magneteinrichtung aufweisen, die ausgebildet ist,
bei geöffneter Verschlussvorrichtung magnetisch mit einer vierten Magneteinrichtung
des Verriegelungselements zum Halten des Verbindungselements relativ zu dem zweiten
Körper zusammenzuwirken. Das Verbindungselement wird somit bei geöffneter Verschlussvorrichtung
magnetisch axial und/oder rotatorisch in Position gehalten und kann somit zum Schließen
der Verschlussvorrichtung an die Eingriffseinrichtung des ersten Verschlussteils eingesetzt
werden. Bei Ansetzen an die Eingriffseinrichtung wird der magnetische Halt aufgehoben,
beispielsweise durch Überlagerung mit anderen Magnetkräften, sodass das Verbindungselement
zum Beispiel aufgrund einer federmechanischen oder magnetischen Vorspannung aus der
ersten Drehstellung in die zweite Drehstellung überführt werden kann, um die Verschlussteile
miteinander zu verriegeln.
[0028] Die dritte Magneteinrichtung ist an dem Körper des zweiten Verschlussteils angeordnet.
Die vierte Magneteinrichtung ist demgegenüber an dem Verbindungselement angeordnet.
Die vierte Magneteinrichtung kann durch die zweite Magneteinrichtung oder auch durch
eine zu der zweiten Magneteinrichtung gesonderte, zusätzliche Magneteinrichtung am
Verbindungselement ausgebildet sein.
[0029] In einer Ausgestaltung weist das zweite Verschlussteil ein durch einen Nutzer betätigbares
Betätigungselement auf, das mit dem Verbindungselement wirkverbunden und betätigbar
ist, um das Verbindungselement zu verdrehen. Erfolgt das Überführen des Verbindungselements
aus der ersten Drehstellung in die zweite Drehstellung nicht selbsttätig bei Ansetzen
der Verschlussteile aneinander, so kann ein Nutzer über das Betätigungselement auf
das Verbindungselement einwirken, um dieses zu verdrehen. Umgekehrt kann ein Nutzer
auf das Betätigungselement einwirken, um das Verbindungselement aus der zweiten Drehstellung
in die erste Drehstellung zu verdrehen und somit die Verriegelung zum Öffnen der Verschlussvorrichtung
aufzuheben.
[0030] Das Betätigungselement kann beispielsweise durch ein nach außen von dem Körper des
zweiten Verschlussteils vorstehendes Hebelelement ausgestaltet sein.
[0031] Das Betätigungselement kann unmittelbar mit dem Verbindungselement verbunden sein.
Das Betätigungselement kann in anderer Ausgestaltung aber auch zum Beispiel durch
ein zwischengeschaltes Getriebe, zum Beispiel ein Ritzelgetriebe oder ein Hebelgetriebe,
mit dem Verbindungselement wirkverbunden sein.
[0032] In einer Ausgestaltung weist die Eingriffseinrichtung eine an dem ersten Körper geformte
Öffnung auf, in die das Verbindungselement eingesetzt werden kann. Zum Schließen der
Verschlussvorrichtung wird das Verbindungselement in die Öffnung eingeführt und kann,
nach Einführen in die Öffnung, aus der ersten Drehstellung in die zweite Drehstellung
überführt werden, um auf diese Weise die Verschlussteile miteinander zu verriegeln.
[0033] Beispielsweise weist die Öffnung einen Begrenzungsabschnitt auf, der die Öffnung
umfänglich begrenzt. Die durch den Begrenzungsabschnitt definierte Formgebung der
Öffnung ist hierbei derart, dass das Verbindungselement in der ersten Drehstellung
in die Öffnung eingesetzt werden kann und, nach Verdrehen aus der ersten Drehstellung
in die zweite Drehstellung nach Einsetzen des Verbindungselements in die Öffnung,
den Begrenzungsabschnitt mit Bezug auf die Schließrichtung hintergreift, sodass das
Verbindungselement die Verschlussteile entlang der Schließrichtung zueinander festgelegt.
[0034] In einer Ausgestaltung weist die Öffnung in einer zur Drehachse senkrechten Ebene
eine nicht rotationssymmetrische Form auf. Die Öffnung, in die das Verbindungselement
zum Schließen der Verschlussvorrichtung eingesetzt wird, weicht somit von einer kreisrunden
Form ab und ist nicht rotationssymmetrisch geformt. Die (nicht rotationssymmetrische)
Formgebung der Öffnung ist hierbei grundsätzlich beliebig. Beispielsweise kann die
Öffnung näherungsweise dreieckig, viereckig oder in anderer Weise regelmäßig oder
unregelmäßig, zum Beispiel polygon geformt sein. In einer Ausgestaltung weist die
Öffnung eine Kreuzform auf. In anderer Ausgestaltung weist die Öffnung die Form eines
Langlochs auf.
[0035] In einer Ausgestaltung weist das zweite Verschlussteil einen an dem zweiten Körper
geformten Eingriffsabschnitt auf, der nach dem Ansetzen des Verbindungselements an
die Eingriffseinrichtung in die Öffnung eingreift. Der Eingriffsabschnitt steht beispielsweise
von einer Oberfläche des zweiten Körpers, die bei Ansetzen der Verschlussteile aneinander
dem ersten Körper zugewandt ist, in Richtung der Schließrichtung vor. Der feststehend
an dem zweiten Körper geformte Eingriffsabschnitt wird bei Ansetzen der Verschlussteile
aneinander in die Öffnung am Körper des ersten Verschlussteils eingeführt und ist
in der Schließstellung zum Beispiel drehfest, mit Bezug auf die Drehachse, in der
Öffnung aufgenommen.
[0036] Ist das Verbindungselement zwischen einer Ausgangsstellung und einer Funktionsstellung
zum Beispiel linear entlang der Schließrichtung relativ zu dem Körper des zweiten
Verschlussteils verstellbar, so kann das Verbindungselement in der Ausgangsstellung
beispielsweise innerhalb des Eingriffsabschnitts aufgenommen sein. Bei Überführen
aus der Ausgangsstellung in die Funktionsstellung wird das Verbindungselement relativ
zu dem Eingriffsabschnitt verstellt und steht in der Funktionsstellung entlang der
Schließrichtung relativ zu dem Eingriffsabschnitt nach außen hin vor.
[0037] In einer Ausgestaltung weist das erste Verschlussteil ein Verstellteil auf, das bei
geöffneter Verschlussvorrichtung derart in der Öffnung angeordnet ist, dass das Verstellteil
die Öffnung zumindest teilweise verschließt. Bei Schließen der Verschlussvorrichtung
ist das Verstellteil aus der Öffnung herausverstellbar, sodass die Öffnung freigegeben
wird und das Verbindungselement des zweiten Verschlussteils in die Öffnung am ersten
Verschlussteil eingeführt werden kann.
[0038] Das Verstellteil kann bei geöffneter Verschlussvorrichtung zum Beispiel Im Wesentlichen
bündig mit einer nach außen weisenden Oberfläche des Körpers des ersten Verschlussteils
sein, sodass die Öffnung nach außen hin verschlossen ist und beispielsweise kein Schmutz
in das Innere des Körpers des ersten Verschlussteils eindringen kann. Zudem kann durch
ein solches Verstellteil die Ästhetik des ersten Verschlussteils bei geöffneter Verschlussvorrichtung
verbessert sein.
[0039] Unter im Wesentlichen bündig ist vorliegend zu verstehen, dass keine scharfkantigen
Bereiche des Verstellteils aus der Oberfläche des Körpers des ersten Verschlussteils
heraus hervorstehen. Insbesondere soll das Verstellteil nicht mehr als 25 mm relativ
zu der Oberfläche nach außen hin vorstehen, wenn das Verstellteil bei geöffneter Verschlussvorrichtung
die Öffnung des Körpers des ersten Verschlussteils verschließt.
[0040] In einer Ausgestaltung ist das Verstellteil linear verschiebbar entlang der Schließrichtung
an dem ersten Körper geführt. Werden die Verschlussteile zum Schließen der Verschlussvorrichtung
aneinander angenähert, so wird das Verstellteil aus der Öffnung heraus verstellt und
dazu linear an dem Körper des ersten Verschlussteils verschoben.
[0041] Das Verstellteil kann beispielsweise mechanisch oder magnetisch bei geöffneter Verschlussvorrichtung
so in Position an dem Körper des ersten Verschlussteils gehalten sein, dass das Verstellteil
in der Öffnung angeordnet ist und somit die Öffnung zumindest teilweise nach außen
hin verschließt. Ein mechanischer Halt kann zum Beispiel über ein das Verstellteil
relativ zu dem Körper des ersten Verschlussteils vorspannendes Federelement bereitgestellt
werden. Ein magnetischer Halt kann demgegenüber zum Beispiel über Magneteinrichtungen
zur Verfügung gestellt werden, die magnetisch anziehend zwischen dem Körper des ersten
Verschlussteils und dem Verstellteil wirken und darüber das Verstellteil magnetisch
in der Öffnung halten.
[0042] In der Schließstellung der Verschlussvorrichtung ist das Verstellteil aus der Öffnung
heraus verstellt. Wird die Verschlussvorrichtung wieder geöffnet, so kann das Verstellteil
durch Vorspannung einer mechanischen Feder oder durch magnetische Vorspannung von
Magneteinrichtungen, die zwischen dem Verstellteil und dem ersten Körper wirken, selbsttätig
zurück in die Öffnung verstellt werden, sodass das Verstellteil wiederum die Öffnung
zumindest teilweise verschließt.
[0043] In einer Ausgestaltung weist das Verbindungselement einen Kopf auf, der in der Schließstellung
formschlüssig an der Eingriffseinrichtung gehalten ist. In der Schließstellung der
Verschlussvorrichtung greift das Verbindungselement zum Beispiel in eine Öffnung der
Eingriffseinrichtung des ersten Verschlussteils ein und hintergreift einen die Öffnung
begrenzenden Begrenzungsabschnitt, sodass die Verschlussteile formschlüssig zueinander
festgelegt sind.
[0044] Der Kopf des Verbindungselements kann beispielsweise einen oder mehrere, jeweils
einen Hinterschnitt ausbildende Eingriffsvorsprünge aufweisen, die in der Schließstellung
mit der Eingriffseinrichtung in Eingriff stehen, sodass das Verbindungselement formschlüssig,
mit Bezug auf die Schließrichtung, an der Eingriffseinrichtung angreift.
[0045] Unter einem formschlüssigen Eingriff oder einer formschlüssigen Verbindung ist in
diesem Text zu verstehen, dass die Verschlussteile aufgrund der Formgebung der Eingriffseinrichtung
einerseits und des Verbindungselements andererseits mit Bezug auf die Schließrichtung
aneinander gefangen sind und somit nicht, zumindest nicht ohne Aufheben des Formschlusses,
entlang der Schließrichtung voneinander getrennt werden können. Die Formschlussverbindung
kann hierbei spielbehaftet sein. Flächen von Eingriffsvorsprüngen, die miteinander
in Eingriff stehen, können hierbei zum Beispiel auch zur Schließrichtung angeschrägt
oder gekrümmt, zum Beispiel ballig geformt sein.
[0046] In einer Ausgestaltung weist der Kopf in einer zur Drehachse senkrechten Ebene eine
nicht rotationssymmetrische Form auf. Die Formgebung des Kopfs, betrachtet entlang
der zur Drehachse senkrechten Ebene, kann der Formgebung der Öffnung entsprechen,
sodass der Kopf und die Öffnung der Eingriffseinrichtung komplementär zueinander sind
und der Kopf in der ersten Drehstellung in die Öffnung der Eingriffseinrichtung des
ersten Verschlussteils eingesetzt werden kann.
[0047] In einer Ausgestaltung weist das erste Verschlussteil eine erste elektrische Kontaktbaugruppe
und das zweite Verschlussteil eine zweite elektrische Kontaktbaugruppe auf. Beim Schließen
der Verschlussvorrichtung gelangen die Kontaktbaugruppen, die jeweils zum Beispiel
ein oder mehrere elektrische Kontakte aufweisen können, elektrisch miteinander in
Kontakt, sodass eine elektrische Verbindung hergestellt ist.
[0048] Die erste elektrische Kontaktbaugruppe kann beispielsweise durch ein erstes elektrisches
Steckverbinderteil und die zweite elektrische Kontaktbaugruppe durch ein zweites elektrisches
Steckverbinderteil ausgebildet sein. Beim Schließen der Verschlussvorrichtung gelangen
die Steckverbinderteile steckend miteinander in Eingriff. Das erste elektrische Steckverbinderteil
und das zweite elektrische Steckverbinderteil sind in der Schließstellung steckend
miteinander verbunden. Eine Einsteckrichtung, entlang derer die steckende Verbindung
herzustellen ist, entspricht hierbei vorzugsweise der Schließrichtung.
[0049] Die Steckverbinderteile können zum Beispiel zum Herstellen einer Datenverbindung
oder zum Herstellen einer elektrischen Versorgungsverbindung zwischen Baugruppen dienen,
die den Verschlussteilen zugeordnet sind. Die Steckverbinderteile können zum Beispiel
durch USB-Anschlüsse, zum Beispiel USB-C-Anschlüsse, oder andere Anschlüsse für elektrische
oder elektronische Geräte zum Beispiel für Telekommunikationsanwendungen ausgebildet
sein.
[0050] Die Verschlussvorrichtung ist magnetisch ausgestaltet. Die erste Magneteinrichtung
und die zweite Magneteinrichtung können beispielsweise jeweils durch einen Permanentmagneten
ausgebildet sein, die sich mit ungleichnamigen Polen gegenüberstehen und sich somit
magnetisch anziehen. In anderer Ausgestaltung können die erste Magneteinrichtung und
die zweite Magneteinrichtung einerseits durch einen Permanentmagneten und andererseits
durch einen passivmagnetischen Anker, zum Beispiel aus einem ferromagnetischen Material,
ausgebildet sein.
[0051] Weitere Magneteinrichtungen, zum Beispiel die dritte und vierte Magneteinrichtung
zum Halten des Verbindungselements relativ zu dem zweiten Körper, können ebenfalls
durch jeweils einen Permanentmagneten oder einerseits durch einen Permanentmagneten
und andererseits durch einen magnetischen Anker ausgebildet sein.
[0052] Eine oder mehrere der Magneteinrichtungen können beispielsweise auch durch Elektromagnete
ausgebildet sein.
[0053] Der der Erfindung zugrunde liegende Gedanke soll nachfolgend anhand der in den Figuren
dargestellten Ausführungsbeispiele näher erläutert werden. Es zeigen:
- Fig. 1A
- eine Explosionsansicht eines Ausführungsbeispiels einer Versch lussvorrichtung;
- Fig. 1B
- eine andere Explosionsansicht der Verschlussvorrichtung;
- Fig. 1C
- eine noch andere Explosionsansicht der Verschlussvorrichtung;
- Fig. 1D
- eine wiederum andere Explosionsansicht der Verschlussvorrichtung;
- Fig. 2A
- eine Ansicht der Verschlussvorrichtung, in einer geöffneten Stellung;
- Fig. 2B, 2C
- Seitenansichten der Verschlussvorrichtung;
- Fig. 2D
- eine Draufsicht auf die Anordnung gemäß Fig. 2A;
- Fig. 2E
- eine Schnittansicht entlang der Linie B-B gemäß Fig. 2D;
- Fig. 2F
- eine Schnittansicht entlang der Linie B-B gemäß Fig. 2E;
- Fig. 2G
- eine rückseitige Ansicht auf die Anordnung gemäß Fig. 2A;
- Fig. 2H
- eine Schnittansicht entlang der Linie B-B gemäß Fig. 2G;
- Fig. 3A
- eine Ansicht der Verschlussvorrichtung, beim Schließen der Verschlussvorrichtung;
- Fig. 3B, 3C
- Seitenansichten der Verschlussvorrichtung;
- Fig. 3D
- eine Draufsicht auf die Anordnung gemäß Fig. 3A;
- Fig. 3E
- eine Schnittansicht entlang der Linie C-C gemäß Fig. 3D;
- Fig. 3F
- eine Schnittansicht entlang der Linie C-C gemäß Fig. 3E;
- Fig. 3G
- eine rückseitige Ansicht auf die Anordnung gemäß Fig. 3A;
- Fig. 3H
- eine Schnittansicht entlang der Linie D-D gemäß Fig. 3G;
- Fig. 4A
- eine Ansicht der Verschlussvorrichtung, in einer Schließstellung der Verschlussvorrichtung;
- Fig. 4B, 4C
- Seitenansichten der Verschlussvorrichtung;
- Fig. 4D
- eine Draufsicht auf die Anordnung gemäß Fig. 4A;
- Fig. 4E
- eine Schnittansicht entlang der Linie A-A gemäß Fig. 4D;
- Fig. 4F
- eine Schnittansicht entlang der Linie A-A gemäß Fig. 4E;
- Fig. 4G
- eine rückseitige Ansicht auf die Anordnung gemäß Fig. 4A;
- Fig. 4H
- eine Schnittansicht entlang der Linie A-A gemäß Fig. 4G;
- Fig. 5A
- eine Explosionsansicht eines Ausführungsbeispiels einer Verschlussvorrichtung;
- Fig. 5B
- eine andere Explosionsansicht der Verschlussvorrichtung;
- Fig. 5C
- eine noch andere Explosionsansicht der Verschlussvorrichtung;
- Fig. 5D
- eine wiederum andere Explosionsansicht der Verschlussvorrichtung;
- Fig. 6A
- eine Ansicht der Verschlussvorrichtung, in einer geöffneten Stellung;
- Fig. 6B, 6C
- Seitenansichten der Verschlussvorrichtung;
- Fig. 6D
- eine Draufsicht auf die Anordnung gemäß Fig. 6A;
- Fig. 6E
- eine rückseitige Ansicht auf die Anordnung gemäß Fig. 6A;
- Fig. 6F
- eine Schnittansicht entlang der Linie A-A gemäß Fig. 6D;
- Fig. 6G
- eine Schnittansicht entlang der Linie B-B gemäß Fig. 6F;
- Fig. 7A
- eine Ansicht der Verschlussvorrichtung, beim Schließen der Verschlussvorrichtung;
- Fig. 7B, 7C
- Seitenansichten der Verschlussvorrichtung;
- Fig. 7D
- eine Draufsicht auf die Anordnung gemäß Fig. 7A;
- Fig. 7E
- eine rückseitige Ansicht auf die Anordnung gemäß Fig. 7A;
- Fig. 7F
- eine Schnittansicht entlang der Linie A-A gemäß Fig. 7D;
- Fig. 7G
- eine Schnittansicht entlang der Linie B-B gemäß Fig. 7F;
- Fig. 8A
- eine Ansicht der Verschlussvorrichtung, in einer Schließstellung der Verschlussvorrichtung;
- Fig. 8B, 8C
- Seitenansichten der Verschlussvorrichtung;
- Fig. 8D
- eine Draufsicht auf die Anordnung gemäß Fig. 8A;
- Fig. 8E
- eine rückseitige Ansicht auf die Anordnung gemäß Fig. 8A;
- Fig. 8F
- eine Schnittansicht entlang der Linie A-A gemäß Fig. 8D;
- Fig. 8G
- eine Schnittansicht entlang der Linie B-B gemäß Fig. 8F;
- Fig. 9A, 9B
- Ansichten eines weiteren Ausführungsbeispiels einer Verschlussvorrichtung; und
- Fig. 10A, 10B
- Ansichten eines wiederum anderen Ausführungsbeispiels einer Verschlussvorrichtung
[0054] In einem in Fig. 1A-1D bis Fig. 4A-4H dargestellten Ausführungsbeispiel weist eine
Verschlussvorrichtung 1 ein erstes Verschlussteil 2 und ein entlang einer Schließrichtung
X mit dem ersten Verschlussteil 2 zu verbindendes, zweites Verschlussteil 3 auf. Die
Verschlussteile 2, 3 sind in einer geöffneten Stellung, dargestellt in Fig. 2A bis
2H, getrennt voneinander. In einer Schließstellung, dargestellt in Fig. 4A bis 4H,
sind die Verschlussteile 2, 3 demgegenüber aneinander befestigt, sodass den Verschlussteilen
2, 3 zugeordnete Baugruppen über die Verschlussvorrichtung 1 miteinander verbunden
sind.
[0055] Das Verschlussteil 2 weist einen Körper 20 auf, an dem eine durch eine Öffnung 201
ausgebildete Eingriffseinrichtung geformt ist.
[0056] Der Körper 20 definiert einen Innenraum 203, innerhalb dessen ein Verstellteil 21
über Führungselemente 210 linear verschieblich geführt ist. Die Führungselemente 210
des Verstellteils 21 liegen gleitend in Führungsnuten 204 an einer Innenseite einer
umfänglichen Wandung des Körpers 20 ein und sind dadurch entlang der Schließrichtung
X zu dem Körper 20 verschiebbar, sodass das Verstellteil 21 entlang der Schließrichtung
X verschiebbar zu dem Körper 20 geführt ist.
[0057] Rückseitig ist der Körper 20 durch ein Gehäuseteil 202 verschlossen, an dem eine
zapfenförmige Erhebung 205 geformt ist, die in den Innenraum 203 des Körpers 20 ragt.
Innerhalb der zapfenförmigen Erhebung 205 ist eine Magneteinrichtung 22 angeordnet,
die bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel durch einen Permanentmagneten ausgebildet
ist.
[0058] Bei geöffneter Verschlussvorrichtung 1, dargestellt in Fig. 2A bis 2H, liegt das
Verstellteil 21 in der Öffnung 201 an der Oberfläche 200 des Körpers 20 ein, wie dies
beispielsweise aus den Schnittansichten gemäß Fig. 2E und 2H ersichtlich ist, und
verschließt dadurch die Öffnung 201. Das Verstellteil 21 ist dazu im Wesentlichen
bündig zu der Oberfläche 200 angeordnet, wie dies aus der Schnittansicht gemäß Fig.
2H ersichtlich ist.
[0059] Das Verschlussteil 3 weist einen Körper 30 auf, der an einer bei bestimmungsgemäßer
Verwendung dem Verstellteil 2 zugewandten Oberfläche 300 einen Eingriffsabschnitt
301 formt. Der Eingriffsabschnitt 301 steht von der Oberfläche 300 entlang der Schließrichtung
X vor und nimmt bei geöffneter Verschlussvorrichtung 1 einen Kopf 343 eines Verbindungselements
34 in seinem Inneren auf, wie dies beispielsweise aus Fig. 2A ersichtlich ist.
[0060] Der Kopf 343 des Verbindungselements 34 weist eine näherungsweise dreieckige Form
auf. Der Eingriffsabschnitt 301 ist komplementär hierzu geformt, sodass der Kopf 343
bei geöffneter Verschlussvorrichtung 1 drehfest innerhalb des Eingriffsabschnitts
301 aufgenommen ist.
[0061] Das Verbindungselement 34 ist über einen von dem Kopf 343 erstreckten Lagerschaft
340 an dem Körper 30 gelagert und kann um eine Drehachse D relativ zu dem Körper 30
verschwenkt werden, wenn der Kopf 343 außer Eingriff von dem Eingriffsabschnitt 301
ist. Mit dem Lagerschaft 340 ist ein Drehelement 33 verbunden, das über einen Schaft
331 in den Lagerschaft 340 eingreift. An dem Schaft 331 ist eine Öffnung 333 geformt,
die mit einer Öffnung 342 an dem Lagerschaft 340 in Deckung ist und in die ein Betätigungselement
36 eingreift, sodass darüber das Verbindungselement 34 und das Drehelement 33 fest
miteinander verbunden sind.
[0062] Das Betätigungselement 36 ist in einer Öffnung 304 des Körpers 30 aufgenommen und
kann in der Öffnung 304 verstellt werden. Die Öffnung 304 ist bogenförmig um die Drehachse
D an dem Körper 30 geformt. In der geöffneten Stellung der Verschlussvorrichtung,
dargestellt in Fig. 2A bis 2H, liegt das Betätigungselement 36 in einem Endabschnitt
306 ein, der entlang der Schließrichtung X zu der Öffnung 304 erstreckt ist und somit
zu der Öffnung 304 abgewinkelt ist.
[0063] Das Drehelement 33 weist einen an dem Schaft 331 geformten, scheibenförmigen Kopf
330 auf. An dem Kopf 330 ist eine Eingriffsöffnung 332 geformt, in die ein Spannelement
35 in Form einer gewundenen Drehfeder mit einem Ende 350 eingreift, wie dies aus Fig.
1 in Zusammenschau mit Fig. 2B ersichtlich ist.
[0064] Das Spannelement 35 greift mit einem weiteren Ende 351 in eine Eingriffsöffnung 305
an einem an dem Körper 30 geformten, den Lagerschaft 340 lagernden Lagerabschnitt
303 ein, wie dies aus Fig. 1B ersichtlich ist. Das Spannelement 35 dient dazu, eine
Federvorspannung an dem Drehelement 33 und darüber an dem Verbindungselement 34 zur
Verfügung zu stellen.
[0065] Innerhalb des Lagerschafts 340 des Verbindungselements 34 ist eine Magneteinrichtung
32 in Form eines Permanentmagneten angeordnet. Wie dies aus der Schnittansicht gemäß
Fig. 2E ersichtlich ist, ist die Magneteinrichtung 32 innerhalb des Kopf 343 aufgenommen
und wirkt magnetisch anziehend mit der Magneteinrichtung 22 an dem Verschlussteil
2 zusammen.
[0066] In der geöffneten Stellung der Verschlussvorrichtung, dargestellt in Fig. 2A bis
2H, befindet sich das Verbindungselement 34 in einer ersten Drehstellung und ist mit
seinem Kopf 343 in Eingriff mit dem Eingriffsabschnitt 301 an der Oberfläche 300 des
Körpers 30. Bei geöffneter Verschlussvorrichtung 1 wird der Kopf 343 über eine an
dem Kopf 343 angeordnete Magneteinrichtung 341, die mit einer zugeordneten Magneteinrichtung
305 an dem Gehäuse 30 magnetisch anziehend zusammenwirkt, in Position relativ zu dem
Körper 30 und axial in Eingriff mit dem Eingriffsabschnitt 301 gehalten.
[0067] Das Spannelement 35 ist hierbei gespannt. Das Spannelement 35 stellt eine Vorspannung
in Richtung einer zu der ersten Drehstellung verdrehten, zweiten Drehstellung zur
Verfügung, die das Verbindungselement 34 bei geschlossener Verschlussvorrichtung 1
einnimmt.
[0068] Zum Schließen der Verschlussrichtung 1 werden die Verschlussteile 2, 3 entlang der
Schließrichtung X aneinander angenähert, wie dies aus Fig. 3A bis 3H ersichtlich ist.
Dabei gelangen die Oberfläche 200 des Körpers 20 und die Oberfläche 300 des Körpers
30 miteinander in Anlage, wie dies beispielsweise aus der Schnittansicht gemäß Fig.
3E ersichtlich ist, und der Eingriffsabschnitt 301 an der Oberfläche 300 gelangt in
Eingriff mit der Öffnung 201 an der Oberfläche 200 des Körpers 20.
[0069] Die Öffnung 201 am Körper 20 des Verschlussteils 2 ist komplementär zu dem Eingriffsabschnitt
301 geformt und weist dazu eine näherungsweise dreieckige Form auf, wie dies zum Beispiel
aus Fig. 1B ersichtlich ist. Durch den Eingriff des Eingriffsabschnitts 301 in die
Öffnung 201 sind die Verschlussteile 2, 3 somit zueinander drehfest festgelegt.
[0070] Beim Eindringen in die Öffnung 201 drängt der Eingriffsabschnitt 301 mit dem darin
angeordneten Verbindungselement 34 das Verstellteil 21 entlang der Schließrichtung
X in den Körper 20 hinein, wie dies aus Fig. 3E und 3H ersichtlich ist. Das Verstellteil
21 wird somit entlang der Schließrichtung X relativ zu dem Körper 20 in den Innenraum
203 hinein verschoben.
[0071] Beim Annähern der Verschlussteile 2, 3 aneinander und beim Einführen des Eingriffsabschnitts
301 in die Öffnung 201 werden die Magneteinrichtungen 22, 32 am Körper 20 des Verschlussteils
2 und an dem Verbindungselement 34 des Verschlussteils 3 einander angenähert und wirken
magnetisch anziehend zusammen. Die magnetische Anziehungskraft zwischen den Magneteinrichtungen
22, 32 übersteigt hierbei spätestens dann, wenn der Eingriffsabschnitt 301 in die
Öffnung 201 eingeführt worden ist, die magnetische Anziehungskraft zwischen den Magneteinrichtungen
305, 341, die zwischen dem Verbindungselement 34 und dem Körper 30 des Verschlussteils
3 wirken, sodass das Verbindungselement 34 entlang der Schließrichtung X in den Innenraum
203 des Körpers 20 hineingezogen wird, wie dies im Übergang von Fig. 3A bis 3H hin
zu der Schließstellung gemäß Fig. 4A bis 4H ersichtlich ist (siehe insbesondere Fig.
3E im Vergleich zu Fig. 4E).
[0072] Dadurch, dass das Verbindungselement 34 entlang der Schließrichtung X in den Körper
20 des Verstellteils 2 hineingezogen wird, gelangt das Verbindungselement 34 mit seinem
Kopf 343 außer Eingriff von dem Eingriffsabschnitt 301 und greift somit nicht länger
drehfest in den Eingriffsabschnitt 301 ein. Aufgrund der Vorspannung des Spannelements
35 wird das Verbindungselement 34 somit um die Drehachse D verdreht, sodass der Kopf
343 nicht länger deckungsgleich zu der Öffnung 201 ist, wie dies aus der Schnittansicht
gemäß Fig. 4F ersichtlich ist.
[0073] In der Schließstellung gemäß Fig. 4A bis 4H hintergreift der Kopf 343 somit einen
die Öffnung 201 umlaufend begrenzenden Randabschnitt 206 und stellt dadurch einen
verriegelnden Formschluss zwischen den Verschlussteilen 2, 3 her.
[0074] In der Schließstellung sind die Verschlussteile 2, 3 über das Verbindungselement
34 somit miteinander verriegelt. Das Verbindungselement 34 ist bei dem dargestellten
Ausführungsbeispiel in der verriegelnden, zweiten Drehstellung um ca. 60° relativ
zu der ersten Drehstellung, die das Verbindungselement 34 bei geöffneter Verschlussvorrichtung
1 einnimmt, verdreht. Das Verstellteil 21 liegt an der zapfenförmigen Erhebung 205
an dem Gehäuseteil 202 an, wobei die Erhebung 205 in eine Vertiefung 211 innenseitig
des Verstellteils 21 eingreift und die Magneteinrichtungen 22, 32 somit eine nahe
Lagebeziehung zueinander einnehmen.
[0075] Baugruppen, die den Verschlussteilen 2, 3 zugeordnet sind, sind in der Schließstellung
der Verschlussvorrichtung 1 somit lagefest zueinander festgelegt und belastbar miteinander
verriegelt.
[0076] Bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel ist an dem Körper 20 des Verschlussteils
2 ein elektrisches Steckverbinderteil 23 angeordnet. Ein zugeordnetes Gegensteckverbinderteil
37 ist demgegenüber an dem Körper 30 des Verschlussteils 3 angeordnet. Beim Ansetzen
der Verschlussteile 2, 3 und beim durch die komplementäre Formgebung definierten Einführen
des Eingriffsabschnitts 301 in die Öffnung 201 gelangen die Steckverbinderteile 23,
37 miteinander in Eingriff, sodass eine elektrische Verbindung zwischen den Verschlussteilen
2, 3 und an die Verschlussteile 2, 3 angeschlossenen Leitungen hergestellt wird.
[0077] Die Steckverbinderteile 23, 37 können zum Beispiel einen elektrischen Steckverbinder
ausbilden, über den Datensignale übertragen und/oder eine elektrische Versorgung bereitgestellt
werden kann. Beispielsweise kann ein solcher Steckverbinder einen USB-, zum Beispiel
einen USB-C-Steckverbinder, verwirklichen.
[0078] Beim linearen Verstellen des Verbindungselements 34 entlang der Schließrichtung X
aus dem Eingriffsabschnitt 301 heraus wird auch das Betätigungselement 36 aus dem
Endabschnitt 306 herausbewegt und gelangt in den Bereich der Öffnung 304. Beim Verdrehen
des Verbindungselements 34, gemeinsam mit dem drehfest mit dem Verbindungselement
34 verbundenen Drehelement 33, gleitet das Betätigungselement 36, das durch einen
nach außen von dem Körper 30 vorstehenden Hebel ausgestaltet ist, in der Öffnung 304
und gelangt in die Stellung gemäß Fig. 4A bis 4H.
[0079] Soll die Verschlussvorrichtung 1 wieder geöffnet werden, kann ein Nutzer händisch
an dem Betätigungselement 36 angreifen und dieses in der Öffnung 304 aus der Stellung
gemäß Fig. 4A bis 4H zurück in die Stellung gemäß Fig. 3A bis 3H verstellen, sodass
das Verbindungselement 34 relativ zu der Öffnung 201 des Körpers 20 verdreht und wieder
in Deckung mit der Öffnung 201 gebracht wird und zudem, durch Einführen des Betätigungselements
36 in den Endabschnitt 306, axial verstellt wird. Die Verschlussteile 2, 3 können
somit wieder voneinander gelöst werden.
[0080] Bei dem in Fig. 1A-1D bis 4A-4H dargestellten Ausführungsbeispiel ist das Verstellteil
21 zum Beispiel derart zu dem Körper 20 federvorgespannt, dass das Verstellteil 21
bei geöffneter Verschlussvorrichtung 1 in die Öffnung 201 im Bereich der Oberfläche
200 des Körpers 20 eingreift, wie dies aus Fig. 2E und 2H ersichtlich ist. Bei geöffneter
Verschlussvorrichtung 1 ist die Öffnung 201 somit verschlossen. Beim Schließen der
Verschlussvorrichtung wird das Verstellteil 21 verdrängt, entgegen der Federvorspannung
relativ zu dem Körper 20.
[0081] Bei einem anderen, in Fig. 5A-5D bis 8A-8G dargestellten Ausführungsbeispiel ist
das Verstellteil 21 demgegenüber magnetisch relativ zu dem Körper 20 vorgespannt und
weist dazu an den Führungselementen 210 Magneteinrichtungen 212 (siehe Fig. 6F) auf,
die magnetisch anziehend mit Magneteinrichtungen 24 in Form von Permanentmagneten
an dem Körper 20 zusammenwirken. Die magnetische Anziehung zwischen den Magneteinrichtungen
24, 212 bewirkt, dass das Verstellteil 21 bei geöffneter Verschlussrichtung 1 in Eingriff
mit der Öffnung 201 gehalten ist, wie dies aus Fig. 6F ersichtlich ist.
[0082] Bei dem in Fig. 5A-5D bis 8A-8G dargestellten Ausführungsbeispiel greift das Verbindungselement
34 mit dem Kopf 343 bei geöffneter Verschlussvorrichtung 1 nicht in den Eingriffsabschnitt
301 ein, sondern liegt axial entlang der Schließrichtung X auf dem Eingriffsabschnitt
301 auf, wie dies aus Fig. 6A-6G ersichtlich ist. Das Spannelement 35 stellt hierbei,
im Gegensatz zu dem Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 1A-1D bis 4A-4H, eine Spannkraft
in Richtung der ersten Drehstellung des Verbindungselements 34 zur Verfügung, die
das Verbindungelement 34 bei geöffneter Verschlussrichtung 1 einnimmt, sodass das
Verbindungselement 34 bei geöffneter Verschlussvorrichtung 1 durch das Spannelement
35 in der Stellung gemäß Fig. 6A bis 6G gehalten ist.
[0083] Werden die Verschlussteile 2, 3 entlang der Schließrichtung X aneinander angesetzt,
so werden das Verbindungselement 34 und der Eingriffsabschnitt 301 am Körper 30 in
die Öffnung 201 im Bereich der Oberfläche 200 des Körpers 20 des Verschlussteils 2
eingeführt, wie dies aus Fig. 7A bis 7G ersichtlich ist. Das Verstellteil 21 wird
hierbei entlang der Schließrichtung X in den Körper 20 hinein gedrängt.
[0084] Beim Einsetzen in die Öffnung 201 werden die Magneteinrichtungen 22, 32 am Gehäuseteil
202 des Körpers 20 und am Verbindungselement 34 einander angenähert, sodass die magnetische
Anziehungskraft zwischen den Magneteinrichtungen 22, 32 ein axiales Verstellen des
Verbindungselements 34 entlang der Schließrichtung X bewirkt und das Verbindungselement
34 in den Innenraum 203 des Körpers 20 eingezogen wird, wie dies aus Fig. 8A bis 8G
ersichtlich ist. Die Magneteinrichtungen 22, 32 sind hierbei jeweils mehrpolig ausgestaltet
und stellen eine magnetische Anziehungskraft nicht nur linear entlang der Schließrichtung
X, sondern zudem rotatorisch um die entlang der Schließrichtung X weisende Drehachse
D zur Verfügung, sodass aufgrund der magnetischen Wechselwirkung zwischen den Magneteinrichtungen
22, 32 das Verbindungselement 34 um die Drehachse D verdreht und in die verriegelnde
Stellung gemäß Fig. 8F und 8G gebracht wird.
[0085] In der verriegelnden Stellung sind die Verschlussteile 2, 3 über das Verbindungselement
34 miteinander verriegelt. Wie vorangehend anhand des Ausführungsbeispiels gemäß Fig.
1A-1D bis 4A-4H erläutert, ist in der verriegelnden Stellung das Verbindungselement
34 in die zweite Drehstellung verdreht und ist somit nicht mehr deckungsgleich zu
der Öffnung 201 des Körpers 20, sodass der Kopf 343 des Verbindungselements 34 einen
Randabschnitt 206, der die Öffnung 201 umfänglich begrenzt, hintergreift. Die Verschlussteile
2, 3 sind in der Schließstellung der Verschlussvorrichtung 1 somit miteinander verriegelt.
[0086] Bei dem in Fig. 5A-5D bis 8A-8G dargestellten Ausführungsbeispiel sind das Verbindungselement
34 und das Drehelement 33 um die Drehachse D drehfest miteinander verbunden, aber
axial zueinander verschiebbar. Das Drehelement 33 verbleibt beim axialen Verstellen
des Verbindungselements 34 beim Schließen der Verschlussrichtung 1 axial in Position
an dem Körper 30, während das Verbindungselement 34 entlang der Schließrichtung X
relativ zu dem Körper 30 verstellt wird und in den Innenraum 203 des Körpers 20 des
Verschlussteils 2 hineingezogen wird, um die Verschlussteile 2, 3 miteinander verriegeln
zu können. Das Betätigungselement 36 greift hierbei in eine Öffnung 333 am Schaft
330 des Drehelements 33 ein und ist dadurch fest mit dem Drehelement 33 verbunden.
Das Betätigungselement 36 durchgreift eine Langlochöffnung an dem Lagerschaft 340
des Verbindungselements 34 (siehe Fig. 7F), sodass das Verbindungselement 34 zwar
drehfest zu dem Drehelement 33 festgelegt ist, dabei aber axial relativ zu dem Drehelement
33 und auch relativ zu dem fest an dem Drehelement 33 angeordneten Betätigungselement
36 verstellbar ist.
[0087] Das Betätigungselement 36 liegt in der bogenförmig um die Drehachse D erstreckten
Öffnung 304 an dem Körper 30 ein und ist in der Öffnung 304 verstellbar.
[0088] Im Übrigen ist das Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 5A-5D bis Fig. 8A-8G funktionsgleich
dem vorangehend erläuterten Ausführungsbeispiel, sodass auch auf die Ausführungen
hierzu verwiesen werden soll.
[0089] Bei einem wiederum anderen, in Fig. 9A und 9B dargestellten Ausführungsbeispiel weist
der Kopf 343 des Verbindungselements 34 eine Kreuzform auf. Komplementär hierzu sind
auch der Verbindungsabschnitt 301 am Körper 30 und die Öffnung 201 am Körper 20 geformt.
Wiederum kann zum Schließen der Verschlussvorrichtung 1 der Verbindungsabschnitt 301
mit dem darin aufgenommenen Kopf 343 des Verbindungselements 34 in die Öffnung 201
eingeführt werden, wobei zum Schließen der Verschlussvorrichtung 1 der Kopf 343 in
das Innere des Gehäuses 20 hineingezogen und relativ zu dem Körper 20 verdreht wird.
Die Verdrehung erfolgt bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel um ca. 45°.
[0090] Im Übrigen ist das Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 9A, 9B funktional identisch dem
Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 1A-1D bis 4A-4H, sodass auf die Erläuterungen hierzu
verwiesen werden soll.
[0091] Bei einem wiederum anderen, in Fig. 10A, 10B dargestellten Ausführungsbeispiel weist
der Kopf 343 des Verbindungselements 34 eine längliche Form auf und liegt auf dem
Eingriffsabschnitt 301 am Körper 30 auf, wie dies aus Fig. 10A ersichtlich ist. Die
Drehachse D, um die das Verbindungelement 34 drehbar ist, ist hierbei nicht zentrisch
zum Kopf 343, sondern ist nach unten versetzt, wie dies aus Fig. 10A ersichtlich ist.
[0092] Die Öffnung 201 am Körper 20 ist komplementär zu der Form des Kopfes 343 als Langloch
geformt. Zum Schließen der Verschlussvorrichtung können der Kopf 343 und der Eingriffsabschnitt
301 des Verschlussteils 3 somit mit der Öffnung 201 in Eingriff gebracht werden, unter
Verdrängen eines in der Öffnung 201 angeordneten Verstellteils 21. Nach dem Einführen
des Kopfes 343 in die Öffnung 201 kann dieser um die Drehachse D verdreht werden,
um die Verschlussteile 2, 3 miteinander zu verriegeln, analog wie dies vorangehend
beschrieben worden ist.
[0093] Im Unterschied zu den vorangehend beschriebenen Ausführungsbeispielen ist bei dem
Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 10A, 10B das Verbindungselement 34 nicht axial zu dem
Körper 30 des Verschlussteils 3 verstellbar, sondern ausschließlich um die Drehachse
D verdrehbar. Beim Schließen der Verschlussvorrichtung 1 erfolgt somit keine axiale
Verstellung des Kopfes 343, sondern ausschließlich eine Verdrehung um die Drehachse
D, um den Kopf 343 mit einem Begrenzungsabschnitt 206, der die Öffnung 201 begrenzt,
in Eingriff zu bringen derart, dass der Kopf 343 den Begrenzungsabschnitt 206 mit
Bezug auf die Schließrichtung X hintergreift und somit die Verschlussteile 2, 3 formschlüssig
miteinander verriegelt.
[0094] Auch mit Bezug auf dieses Ausführungsbeispiel soll ansonsten auf die Erläuterungen
zu den vorangehenden Ausführungsbeispielen verwiesen werden.
[0095] Der der Erfindung zugrunde liegende Gedanke ist nicht auf die vorangehend beschriebenen
Ausführungsbeispiele beschränkt, sondern lässt sich auch in anderer Weise verwirklichen.
[0096] Eine Verschlussvorrichtung der beschriebenen Art kann zum Beispiel in einem Fahrzeug
zum Einsatz kommen, zum Beispiel um Gegenstände, zum Beispiel elektrische oder elektronische
Geräte, an einem Fahrzeugsitz oder an einen anderen Fahrzeugbaugruppe zu befestigen.
[0097] Dies ist jedoch nicht beschränkend. Eine Verschlussvorrichtung der beschriebenen
Art kann zum Verbinden ganz beliebiger Baugruppen miteinander zum Einsatz kommen.
Bezugszeichenliste
[0098]
- 1
- Verschlussvorrichtung
- 2
- Verschlussteil
- 20
- Körper
- 200
- Oberfläche
- 201
- Eingriffseinrichtung (Öffnung)
- 202
- Gehäuseteil
- 203
- Innenraum
- 204
- Führungsnut
- 205
- Zapfen
- 206
- Begrenzungsabschnitt
- 21
- Verstellteil
- 210
- Führungselement
- 211
- Vertiefung
- 212
- Magneteinrichtung
- 22
- Magneteinrichtung
- 23
- Steckverbinderteil
- 24
- Magneteinrichtung
- 3
- Verschlussteil
- 30
- Körper
- 300
- Oberfläche
- 301
- Eingriffsabschnitt
- 302
- Öffnung
- 303
- Lagerabschnitt
- 304
- Öffnung
- 305
- Magneteinrichtung
- 306
- Endabschnitt
- 32
- Magneteinrichtung
- 33
- Drehelement
- 330
- Kopf
- 331
- Schaft
- 332
- Eingriffsöffnung
- 333
- Öffnung
- 34
- Verbindungselement
- 340
- Lagerschaft
- 341
- Magneteinrichtung
- 342
- Öffnung
- 343
- Kopf
- 35
- Spannelement
- 350, 351
- Ende
- 36
- Betätigungselement
- 37
- Steckverbinderteil
- D
- Drehachse
- X
- Schließrichtung
1. Verschlussvorrichtung (1), mit
einem ersten Verschlussteil (2), das einen ersten Körper (20), eine an dem ersten
Körper (20) angeordnete Eingriffseinrichtung und eine erste Magneteinrichtung (22)
aufweist, und
einem zweiten Verschlussteil (3), das einen zweiten Körper (30), ein an dem zweiten
Körper (30) bewegbar angeordnetes Verbindungselement (34) und eine zweite Magneteinrichtung
(32) aufweist,
wobei zum Schließen der Verschlussvorrichtung (1) das erste Verschlussteil (2) und
das zweite Verschlussteil (3) entlang einer Schließrichtung (X) aneinander annäherbar
sind, in einer Schließstellung das erste Verschlussteil (2) und das zweite Verschlussteil
(3) durch das Verbindungselement (34) miteinander verriegelt sind und zum Öffnen der
Verschlussvorrichtung (1) die Verriegelung aufhebbar ist, sodass das erste Verschlussteil
(2) und das zweite Verschlussteil (3) voneinander trennbar sind,
wobei die erste Magneteinrichtung (22) und die zweite Magneteinrichtung (32) ausgebildet
sind, bei Annäherung des ersten Verschlussteils (2) und des zweiten Verschlussteils
(3) aneinander magnetisch anziehend zusammenzuwirken,
dadurch gekennzeichnet, dass das Verbindungselement (34) um eine entlang der Schließrichtung (X) weisende Drehachse
(D) relativ zu dem zweiten Körper (30) verdrehbar ist, wobei das Verbindungselement
(34) zum Schließen der Verschlussvorrichtung (1) in einer ersten Drehstellung an die
Eingriffseinrichtung ansetzbar und nach dem Ansetzen aus der ersten Drehstellung in
eine von der ersten Drehstellung unterschiedliche, zweite Drehstellung überführbar
ist, sodass in der Schließstellung das zweite Verschlussteil (3) durch das Verbindungselement
(34) in der zweiten Drehstellung relativ zu dem ersten Verschlussteil (2) verriegelt
ist.
2. Verschlussvorrichtung (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Verbindungselement (34) einen Lagerschaft (340) aufweist, der drehbar an dem
zweiten Körper (30) gelagert ist.
3. Verschlussvorrichtung (1) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Verbindungselement (34) entlang der Schließrichtung (X) zwischen einer Ausgangsstellung
und einer Funktionsstellung relativ zu dem zweiten Körper (30) verstellbar ist und
in der Funktionsstellung, betrachtet entlang der Schließrichtung (X), relativ zu dem
zweiten Körper (30) vorsteht, sodass das Verbindungselement (34) zum Verriegeln des
ersten Verschlussteils (2) und des zweiten Verschlussteils (3) miteinander in Eingriff
mit der Eingriffseinrichtung bringbar ist, insbesondere wobei die zweite Magneteinrichtung
(32) an dem Verbindungselement (34) angeordnet ist, wobei die erste Magneteinrichtung
(22) und die zweite Magneteinrichtung (32) ausgebildet sind, bei Annäherung des ersten
Verschlussteils (2) und des zweiten Verschlussteils (3) aneinander magnetisch anziehend
zusammenzuwirken, um das Verbindungselement (34) aus der Ausgangsstellung in die Funktionsstellung
zu überführen.
4. Verschlussvorrichtung (1) nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet, dass
das Verbindungselement (34) in der Ausgangsstellung die erste Drehstellung relativ
zu dem zweiten Körper (30) einnimmt und/oder
das Verbindungselement (34) nach Überführen in die Funktionsstellung relativ zu dem
zweiten Körper (30) um die Drehachse (D) drehbar ist, um das Verbindungselement (34)
aus der ersten Drehstellung in die zweite Drehstellung zu überführen.
5. Verschlussvorrichtung (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das zweite Verschlussteil (3) ein Spannelement (35) aufweist, das ausgebildet ist,
das Verbindungselement (34) in Richtung der zweiten Drehstellung vorzuspannen.
6. Verschlussvorrichtung (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass bei geöffneter Verschlussvorrichtung (1) das Verbindungselement (34) mechanisch oder
magnetisch in der ersten Drehstellung gehalten ist.
7. Verschlussvorrichtung (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das zweite Verschlussteil (3) eine an dem zweiten Körper (30) des zweiten Verschlussteils
(3) angeordnete, dritte Magneteinrichtung (305) aufweist, die ausgebildet ist, bei
geöffneter Verschlussvorrichtung (1) magnetisch mit einer vierten Magneteinrichtung
(341) des Verbindungselements (34) zum Halten des Verbindungselements (34) relativ
zu dem zweiten Körper (30) zusammenzuwirken.
8. Verschlussvorrichtung (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das zweite Verschlussteil (3) ein durch einen Nutzer betätigbares Betätigungselement
(36) aufweist, das mit dem Verbindungselement (34) wirkverbunden und betätigbar ist,
um das Verbindungselement (34) zu verdrehen.
9. Verschlussvorrichtung (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Eingriffseinrichtung eine an dem ersten Körper (20) geformte Öffnung (201) aufweist.
10. Verschlussvorrichtung (1) nach Anspruch 9,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Öffnung (201) durch einen Begrenzungsabschnitt (206) begrenzt ist, wobei das Verbindungselement
(34) in der Schließstellung den Begrenzungsabschnitt (206) hintergreift, und/oder
die Öffnung (201) in einer zur Drehachse (D) senkrechten Ebene eine nicht rotationssymmetrische
Form aufweist.
11. Verschlussvorrichtung (1) nach Anspruch 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, dass das zweite Verschlussteil (3) einen an dem zweiten Körper (30) geformten Eingriffsabschnitt
(301) aufweist, der nach dem Ansetzen des Verbindungselements (34) an die Eingriffseinrichtung
in die Öffnung (201) eingreift, insbesondere wobei der Eingriffsabschnitt (301) drehfest,
mit Bezug auf die Drehachse (D), in der Öffnung (201) aufgenommen ist.
12. Verschlussvorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 9 bis 11,
dadurch gekennzeichnet, dass das erste Verschlussteil (2) ein Verstellteil (21) aufweist, dass bei geöffneter
Verschlussvorrichtung (1) zum zumindest teilweisen Verschließen in der Öffnung (201)
angeordnet ist und bei Schließen der Verschlussvorrichtung (1) aus der Öffnung (201)
heraus verstellbar ist, insbesondere wobei
das Verstellteil (21) linear verschiebbar entlang der Schließrichtung (X) an dem ersten
Körper (20) geführt ist und/oder
das Verstellteil (21) mechanisch oder magnetisch bei geöffneter Verschlussvorrichtung
(1) in einer Position gehalten ist, in der das Verstellteil (21) zum zumindest teilweisen
Verschließen in der Öffnung (201) angeordnet ist.
13. Verschlussvorrichtung (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Verbindungselement (34) einen Kopf (343) aufweist, der in der Schließstellung
formschlüssig an der Eingriffseinrichtung gehalten ist, insbesondere wobei der Kopf
(343) in einer zur Drehachse (D) senkrechten Ebene eine nicht rotationssymmetrische
Form aufweist.
14. Verschlussvorrichtung (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das erste Verschlussteil (2) eine erste elektrische Kontaktbaugruppe (23) und das
zweite Verschlussteil (3) eine zweite elektrische Kontaktbaugruppe (37) aufweisen,
wobei die erste elektrische Kontaktbaugruppe (23) und die zweite elektrische Kontaktbaugruppe
(37) in der Schließstellung elektrisch miteinander verbunden sind.
15. Verschlussvorrichtung (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die erste elektrische Kontaktbaugruppe (23) durch ein erstes elektrisches Steckverbinderteil
und die zweite elektrische Kontaktbaugruppe (37) durch ein zweites elektrisches Steckverbinderteil
(37) ausgebildet sind, wobei das erste elektrische Steckverbinderteil (23) und das
zweite elektrische Steckverbinderteil (37) in der Schließstellung steckend miteinander
verbunden sind.