[0001] Die Erfindung betrifft einen Kupplungskopf für ein Schienenfahrzeug nach dem Oberbegriff
des Anspruchs 1.
[0002] Bei einem Kupplungskopf für Schienenfahrzeuge gemäss der Druckschrift
EP 1 894 808 A1 ist ein mit einer Stirnplatte versehenes Gehäuse vorgesehen, bei dem die Stirnplatte
im Bereich einer gebildeten Kupplungsfläche mit einer Zentrieröffnung sowie einer
davon abstehenden Zentrierkuppe versehen ist. Auf der Rückseite ist die Zentrierkuppe
mit einem zylindrischen Fortsatz versehen, dessen Aussendurchmesser auf den Durchmesser
der Öffnung in der Stirnplatte abgestimmt ist. Zum Fixieren wird die Zentrierkuppe
in die Öffnung eingeschoben und danach von der Rückseite der Stirnplatte her mittels
mehrerer Schweisspunkte angeschweisst. Im Betrieb ist die Zentrierkuppe besonders
während des Kupplungsvorgangs und die Stirnplatte im gekuppelten Zustand hohen Belastungen
ausgesetzt. Durch die zweiteilige Ausführung können die Bauteile, entsprechend ihrer
Funktion, aus unterschiedlichen Werkstoffen gefertigt werden. Ausserdem sind das Gehäuse
und die Zentrierkuppe mit zumindest einem teilweise in diese jeweils führendes elektrisches
Heizelement bestückt. Damit kann das Gehäuse und auch die exponierte Heizkuppe im
Bedarfsfall zuverlässig beheizt und damit schnee- und eisfrei gehalten werden.
[0003] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, diesen bekannten Kupplungskopf derart zu
verbessern, dass mit ihm das Gehäuse mit seiner vorderseitigen Flanschwandung mit
der Stossfläche und die Kuppe mit dem Führungselement so geformt sind, dass die Steifigkeit
bzw. Stabilität des Kupplungskopfs insgesamt erhöht und gleichsam die Montierbarkeit
des Kupplungs- und Verriegelungsmechanismus im Gehäuse vereinfacht wird.
[0004] Diese Aufgabe ist erfindungsgemäss durch die Merkmale des Anspruchs 1 gelöst.
[0005] Erfindungsgemäss ist das Gehäuse mit der vorderseitigen Flanschwandung derart geformt,
dass es einstückig herstellbar ist, wobei die Kuppe mit dem Führungselement durch
vorzugsweise mehrere von der Vorderseite befestigbare, umfangsseitig zu der Durchgangsöffnung
angeordnete Befestigungsmittel, vorzugsweise Schrauben, fixiert ist.
[0006] Mit dieser einstückigen Herstellung des Gehäuses einschliesslich seiner vorderen
Flanschwandung ergibt sich eine äusserst robuste steife Bauweise desselben und darüberhinaus
wird mit der Befestigung der Kuppe mit dem Führungselement von vorne eine einfache
Montierbarkeit von ihr sowie des Kupplungs- und Verriegelungsmechanismus im Gehäuse
ermöglicht.
[0007] Sehr vorteilhaft besteht das einstückig hergestellte Gehäuse aus der vorderseitigen
Flanschwandung mit den Durchgangsöffnungen, einer von dieser Flanschwandung nach hinten
wegragenden verjüngenden im Wesentlichen geschlossenen Aussenwandung und rückseitig
aus einem Verbindungselement. Damit kann das Gehäuse in einer Giessform einstückig
gegossen und dabei stabiler mit höheren Festigkeitswerten hergestellt werden.
[0008] Sehr vorteilhaft sind im Mittenbereich der Flanschwandung, bei dem die Durchgangsöffnung
und diese die andere Durchgangsöffnung umgebende ringförmige Vertiefung seitlich aneinanderstossen,
mit einer verbindenden Ausnehmung ausgespart. Damit lassen sich insbesondere die grösseren
Komponenten des Kupplungs- und Verriegelungsmechanismus im Gehäuse leicht montieren
bzw. demontieren.
[0009] Das Gehäuse ist innenseitig ausgehend von seiner Flanschwandung mit Materialverstärkungen
versehen, welche zumindest teilweise die Flanschwandung auf ihrer Rückseite ausserhalb
der Durchgangsöffnungen mit Querstegen oder ähnlichem im Gehäuse verbinden. Diese
Materialverstärkungen ermöglichen eine Erhöhung der Steifigkeit des Gehäuses.
[0010] Insbesondere bewirkt dieser vorzugsweise innerhalb des Gehäuses unter- und/oder oberseitig
quer durchgehende Quersteg diese erhöhte Steifigkeit des Gehäuses und damit des Kupplungskopfs.
[0011] Die Erfindung sowie weitere Vorteile derselben sind nachfolgend anhand von Ausführungsbeispielen
unter Bezugnahme auf die Zeichnung näher erläutert. Es zeigt:
- Fig. 1
- eine perspektivische Vorderansicht eines erfindungsgemässen Kupplungskopfs mit Explosionsdarstellung
einer Kuppe; und
- Fig. 2
- einen Längsschnitt des Kupplungskopfs nach Fig. 1 mit mon-tierter Kuppe sowie einer
Draufsicht des im Gehäuse montier-ten Kupplungs- und Verriegelungsmechanismus.
[0012] Fig. 1 und Fig. 2 zeigen einen Kupplungskopf 10 für ein Schienenfahrzeug im ungekuppelten
Zustand. Ein solcher Kupplungskopf 10 wird zum lösbaren Verbinden von vorzugsweise
Güter-, Personenwagen, Lokomotiven oder andersartigen Wagen als Schienenfahrzeuge
eingesetzt und er ist jeweils stirnseitig an diesen Schienenfahrzeugen jeweils an
einem Fahrzeugkasten oder dergleichen angelenkt.
[0013] Der Kupplungskopf 10 ist aus einem Gehäuse 20 mit einer vorderseitigen Flanschwandung
21, zwei in dieser nebeneinander angeordneten Durchgangsöffnungen 11, 12, einer Kuppe
25 mit einem Führungselement 30 und einem im Gehäuse 20 integrierten Kupplungs- und
Verriegelungsmechanismus 35 zusammengesetzt. Bei der vorderseitigen Flanschwandung
21 ist eine Stossfläche 22 für eine Auflage mit einer Stossfläche eines zu kuppelnden
Kupplungskopfs gebildet, der nicht näher gezeigt ist.
[0014] Die Kuppe 25 setzt sich aus einem zylinder-, segmentförmigen, mehreckigen oder ähnlich
gebildeten Ansatz 27, einem von diesem wegragenden kegel-, kuppen- oder andersförmigen
Vorderteil 28 und dem Führungselement 30 mit einer innenseitigen Öffnung 29 für eine
hindurchragende Kuppelstange 36 des Kupplungs- und Verriegelungsmechanismus 35 zusammen.
Das C-förmig ausgebildete Führungselement 30 umgibt die Öffnung 29 teilweise und ist
innen beim verbindenden Schenkel 26 mit einer zur Stossfläche 22 annähernd senkrecht
wegragenden Anschlagfläche 31 versehen. Selbstverständlich könnte auch dieses Führungselement
anders geformt sein.
[0015] Die zu kuppelnden Kupplungsköpfe 10 sind identisch ausgebildet, jedoch um 180° horizontal
zueinander gedreht. Damit kann der eine oder der andere Kupplungskopf beim Einfahren
vorerst durch die Leitelemente 13, 13' und anschliessend mit seinem Gehäuse entlang
der Anschlagfläche 31 in die Position gebracht werden, bei der sich die beiden Stossflächen
22 gegenseitig berühren. Im gekuppelten Zustand dienen die Führungselemente 30 für
die Kraftübertragung der Kupplungsköpfe 10 gegeneinander.
[0016] Erfindungsgemäss ist das Gehäuse 20 mit der vorderseitigen Flanschwandung 21 derart
geformt, dass es einstückig herstellbar ist, wobei die Kuppe 25 mit dem Führungselement
30 durch vorzugsweise mehrere von der Vorderseite befestigbare, umfangsseitig zu der
Durchgangsöffnung 12 angeordnete Befestigungsmittel, vorzugsweise Schrauben, fixiert
ist.
[0017] Zweckmässigerweise ist die eine Durchgangsöffnung 12 von einer ringförmigen Vertiefung
12' umgeben, in welcher die Kuppe 25 mit ihrem zylinderförmigen Ansatz 27 zentriert
befestigbar ist, wobei von den Befestigungsmitteln am Umfang verteilte Löcher 19 bei
der Kuppe vorgesehen sind. Diese Vertiefung 12' kann je nach der gewählten Aussenform
des Ansatzes ebenso segmentförmig, mehreckig oder ähnlich ausgebildet sein.
[0018] Das einstückig hergestellte Gehäuse 20 besteht aus der vorderseitigen plattenförmigen
Flanschwandung 21 mit den Durchgangsöffnungen 11, 12 und der vorderseitigen Stossfläche
22, einer von dieser Flanschwandung 21 nach hinten wegragenden trichterähnlich verjüngenden
Gehäusewandung 20' und rückseitig aus einem nicht näher gezeigten Verbindungselement.
[0019] Mit dieser Ausbildung ist das Gehäuse 20 einstückig zum Beispiel aus einem Guss robust
und äusserst steif herstellbar, so dass es den Festigkeitsanforderungen vollauf genügt
und dabei durch die herzustellende Vielzahl mit vertretbaren Kosten produzierbar ist.
[0020] Die Durchgangsöffnung 11 für die zentrierende Aufnahme der Kuppe des zu kuppelnden
Kupplungskopfs und die Durchgangsöffnung 12 mit der sie umgebenden ringförmigen Vertiefung
12' stossen seitlich annähernd unmittelbar aneinander. Der Durchmesser der Durchgangsöffnung
11 bzw. der Aussendurchmesser der ringförmigen Vertiefung 12' sind derart dimensioniert,
dass sie jeweils mit einem geringen Abstand zu den angrenzenden Aussenseiten 21' der
Flanschwandung 21 im schmälsten Bereich versehen sind. Diese Abstände sind jeweils
vorzugsweise im Millimeterbereich bemessen. Selbstverständlich können aber die Aussenseiten
21' dieser Flanschwandung 21 mit grösseren bzw. unterschiedlichen Abständen zu den
Durchgangsöffnungen 11, 12 ausgebildet sein.
[0021] Sehr vorteilhaft sind im Mittenbereich der Flanschwandung 21, bei dem die Durchgangsöffnung
11 und diese die Durchgangsöffnung 12 umgebende ringförmige Vertiefung 12' seitlich
aneinanderstossen, mit einer verbindenden Ausnehmung 15 ausgespart. Im montierten
Zustand der Kuppe 25, bei dem ihr zylinderförmiger Ansatz 27 in dieser Vertiefung
12' zentriert und anschlägt, ragt in diese Ausnehmung 15 eine bei der ringförmigen
Anschlagfläche 27' beim Ansatz 27 der Kuppe 25 vorstehende Noppe 32, welche diese
Ausnehmung 15 in Umfangsrichtung der Durchgangsöffnungen schliesst und entsprechend
annähernd spielfrei darin platziert ist. Mit Vorteil ist die Flanschwandung 21 mit
einer Dicke von 20 mm bis 60 mm dimensioniert, damit sie bei den entstehenden hohen
Betriebsbelastungen genügend steif bleibt und sich nicht verbiegt.
[0022] Mit dieser Ausnehmung 15 zwischen den Durchgangsöffnungen 11, 12 ergibt sich ein
weiterer Vorteil, weil Komponenten des Kupplungs- und Verriegelungsmechanismus bei
der Montage durch diese Ausnehmung 15 und die Durchgangsöffnungen 11, 12 hindurchgeführt
bzw. bei der Demontage umgekehrt aus diesen herausgenommen werden können. Es wird
daher nicht eine zusätzliche abschliessbare Öffnung in der Gehäusewandung 20' benötigt.
Die Ausnehmung 15 ist daher in dieser Umfangsrichtung mit einer grösseren Breite als
die Dicken der Komponenten dimensioniert.
[0023] Im Rahmen der Erfindung ist die Gehäusewandung 20' innenseitig mit Rippen 23, 23'
und einem Quersteg 24 im Gehäuse 20 als Materialverstärkungen versehen. Diese Rippen
23, 23' verbinden zumindest teilweise am Umfang die vorderseitige Flanschwandung 21
vorzugsweise ausserhalb der Durchgangsöffnung 11 mit dem Quersteg 24 im Gehäuse 20.
Der Quersteg 24 erstreckt sich dabei beabstandet hinter der Flanschwandung 21 annähernd
parallel zu ihr von der einen zur andern Seitenwand 20" und im unteren Bereich der
Gehäusewandung 20', wie dieser Quersteg 24 auch aus Fig. 2 ersichtlich ist. Solche
teilkreisförmigen Rippen 23, 23' sind vorteilhaft ausserhalb der andern Durchgangsöffnung
12 und ein Quersteg ist oberseitig in der Gehäusewandung 20' ebenso vorgesehen, was
aber nicht ersichtlich ist.
[0024] Im Prinzip kann für diese Materialverstärkung nur eine Rippe teilkreis- oder andersförmig
ohne oder mit wenigstens einem Quersteg im Innern des Gehäuses ausgebildet sein. Vorteilhaft
ist wenigstens eine Rippe und ein Quersteg ausserhalb der Durchgangsöffnungen 11,
12 unmittelbar unter- und/oder oberhalb der Ausnehmung 15 im Innern der Gehäusewandung
20' von der Flanschwandung 21 ausgehend vorgesehen, so dass sie ausreichend verstärkt
ist.
[0025] Vorzugsweise verläuft der zylinderförmige Ansatz 27 der Kuppe 25 oberseitig annähernd
bündig zu der Aussenseite 21' der Flanschwandung 21, so dass dort kein Absatz vorhanden
ist und sich kein Schnee und/ oder Eis im ungekuppelten Zustand ansammeln kann. Für
den gleichen Zweck weist diese Flanschwandung 21 unterseitig gegenüber der angrenzenden
sich nach hinten erstreckenden Gehäusewandung 20' einen Vorsprung 14 auf, bei dem
vorderseitig bei der Stossfläche 22 insbesondere unterhalb der Durchgangsöffnungen
11, 12 breitflächige, in der Tiefe schmale Aussparungen 16, 17 und in diesen Durchgangslöcher
18, 18' ausgebildet sind. Vorzugsweise sind unterhalb der Aussparungen 16, 17 durchgehende
oder unterbrochene schmale Flächen der Stossfläche 22' vorhanden, damit sich die beiden
Kupplungsköpfe beim Kuppeln der in Kontakt gelangenden Flanschwandungen 21 rundum
berühren und damit nicht verkanten.
[0026] Mit dieser Massnahme wird beim Kuppeln allfällig vorhandener Schnee und/oder Eis
oder allenfalls Schmutz auf der Stossfläche 22 in diese Aussparungen 16, 17 und durch
die Durchgangslöcher 18, 18' gedrückt und entfernt. Selbstverständlich kann auch nur
eine solche Aussparung und/oder ein Durchgangsloch in anderer Anordnung vorgesehen
sein. Im Prinzip könnte je nach den geografischen Ortsgegebenheiten auch auf diese
Aussparungen und Durchgangslöcher verzichtet werden.
[0027] Es ist ferner unterseitig in der Gehäusewandung 20' zwischen den Rippen 23, 23' wenigstens
ein länglicher Auslass 33 gebildet, durch den Schmutz, Wasser, Schnee, Eis etc. fallen
bzw. ausfliessen kann. Da diese Durchgangsöffnungen 11, 12 im ungekuppelten Zustand
offen sind, sind solche Auslässe 33 vorteilhaft. Dieser Auslass könnte aber auch nur
als eine oder mehrere Bohrungen vorgesehen sein oder es könnte auf diesen jeweils
verzichtet werden.
[0028] In Fig. 2 ist dieser im Gehäuse 20 des Kupplungskopfs 10 integrierte Ver- und Entriegelungsmechanismus
35 gezeigt. Ein solcher Ver- und Entriegelungsmechanismus ist in der Druckschrift
CH 070575/2021 detailliert erläutert. Es sind daher nachfolgend nicht alle Einzelheiten nochmals
dargetan.
[0029] Dieser Ver- und Entriegelungsmechanismus 35 ist aus einem im Gehäuse 20 um eine Schwenkachse
A schwenkbares Riegelelement 40, der von diesem in oder aus dem Gehäuse 20 bewegbaren
Kuppelstange 36, einem am Riegelelement 40 angelenkten Steuerhebel 37 und aus einem
mit diesem korrespondierendes Führungsteil 38 zusammengesetzt. Dieses Riegelelement
40 ist auf der zu der Achse 36' der Kuppelstange 36 gegenüberliegenden Seite mit einer
Ausnehmung 39 ausgebildet, in der ein Gleiter 36" der Kuppelstange 36 des andern Kupplungskopfs
korrespondierend aufgenommen ist, während ein Gleiter 36" der Kuppelstange 36 in eine
entsprechende Ausnehmung 48 des Riegelelementes 40 im andern Kupplungskopf eingreift.
[0030] Diese Achse 36' der Kuppelstange 36 und die gegenüberliegende Ausnehmung 36 sind
zur Schwenkachse A des Riegelelementes 40 so angeordnet, dass letzteres durch das
Kniehebelprinzip in der verriegelten Position verspannt bleibt, solange es nicht von
einem Antrieb geöffnet und entriegelt wird. Das jeweilige Riegelelement 40 ist aussen
mit einem vorstehenden Nocken 43 versehen, der im gekuppelten Zustand an einem nicht
näher gezeigten Anschlag im Gehäuse 20 anliegt. Dieser Anschlag kann alternativ durch
diese in die ausgesparte Ausnehmung 15 der Flanschwandung 21 hineinragende Noppe 32
der Kuppe 25 gebildet sein, die derart positioniert sein müsste, dass an ihr dieses
schwenkbare Riegelelement 40 mit seinem vorstehenden Nocken 43 im gekuppelten Zustand
arretiert anliegt. Dieses Riegelelement 40 und mit ihm der Steuerhebel 37 erstrecken
sich mit den Schwenkebenen annähernd horizontal in der Mitte des Gehäuses 20 und befinden
sich damit auf der gleichen Höhe wie diese Noppe 32.
[0031] Zu diesem Zwecke ist bei der Kuppelstange 36 jeweils ein seitlicher Nocken 49 angebracht,
der mit einem im Gehäuse 20 abgestützten Federorgan 44 wirkverbunden ist, welches
eine konstante Druckkraft auf die Kuppelstange 36 ausübt und den verspannten Zustand
bei gekuppelten bzw. ungekuppelten Kupplungsköpfen sicherstellt. Beim Kuppeln werden
diese Ver- und Entriegelungsmechanismen 35 von selbst in den verspannten Zustand gebracht.
[0032] Es ist noch ein verschiebbares Entriegelungsorgan 41 in der Gehäusewandung 20' derart
platziert, dass es am einen Ende aus dem Gehäuse 20 ragt und beim arretierten Steuerhebel
37 im ungekuppelten Zustand ansteht. Beim Kuppeln wird dieses Entriegelungsorgan 41,
unmittelbar bevor das jeweilige Riegelelement 40 gedreht werden muss, vom Führungselement
30 des andern Kupplungskopfs vorgeschoben und mit ihm ein Lösen des arretierten Steuerhebels
37 bewirkt, der in eine nicht gezeigte Position im Gehäuse 20 zurückbewegt wird.
[0033] Dieser Steuerhebel 37 ist an seinem einen Ende 37' am Riegelelement 40 rückseitig
im Gehäuse 20 angelenkt und in einer Öffnung 48 der Gehäusewandung 20' nach aussen
geführt. Er ist dabei durch ein in der Gehäusewandung 20' befindliches Andrückmittel
45, vorzugsweise eine Druckfeder, an den Führungsteil 38 angepresst. Dies könnte auch
durch eine Zugfeder oder dergleichen erfolgen. Der Steuerhebel 37 und der Führungsteil
38 bilden bei den Kontaktflächen zueinander ein Arretiermittel, welches mit Ausnahme
in der gekuppelten Position stets arretiert ist.
[0034] Das vom Steuerhebel 37 und vom Führungsteil 38 gebildete Arretiermittel ist derart
ausgebildet, dass es ausser in der gekuppelten Position in jeder gelösten Stellung,
wie es zum Beispiel in Fig. 2 in einer gelösten Position veranschaulicht ist, ein
Arretieren des Steuerhebels 37 beim Führungsteil 38 des jeweiligen Kupplungskopfs
10 bewirkt.
[0035] Ob nun eine Zug- oder eine Druckkraft oder keine Kraft zwischen den gekuppelten Kupplungsköpfen
10 vorliegt, ist gewährleistet, dass die Mechanismen 35 nach dem Entkuppeln und dem
Verlassen der Gleiter 36" der Kuppelstangen 36 aus den Ausnehmungen 39 des Riegelelementes
40 durch diese Arretiermittel blockiert sind.
[0036] Der Steuerhebel 37 kann in eine erste bzw. in eine zweite Arretierposition im Führungsteil
38 gehalten werden. Zweckmässigerweise ist dem Steuerhebel 37 eine Nase 37' bei der
Kontaktfläche mit dem Führungsteil 38 zugeordnet, die in jeweils einen die erste bzw.
zweite Arretierposition bildenden Absatz 38', 38" bei der Kontaktfläche beim Führungsteil
38 einklinkbar ist.
[0037] Wenn nun beim Entkuppeln das eine Riegelelement 40 beim Kupplungskopf 10 vom Antrieb
geschwenkt und bis zur Endstellung des Antriebs bewegt wird, so wird mit ihm der Steuerhebel
37 durch die Öffnung 48 bis zur Arretierposition bewegt und dort durch die Federkraft
eingeklinkt. Das andere Riegelelement 40 des nicht betätigten Kupplungskopfs 20 wird
hingegen insbesondere bei Vorliegen einer Zugkraft mit seiner Nase 37' nur bis in
die Arretierposition bewegt und dort eingeklinkt.
[0038] Es ist ferner beim Steuerhebel 37 noch eine Führung 42 vorgesehen. Diese Führung
42 steht beim Lösen und Zurückbewegen des Steuerhebels stirnseitig in Kontakt mit
dem Entriegelungsorgan 41 und bewirkt ein Abheben des Steuerhebels, so dass dieser
sich beim Kuppeln löst und durch die Öffnung 48 ins Gehäuseinnere bewegt.
[0039] Bei den Komponenten des Kupplungs- und Verriegelungsmechanismus 35, welche beim Montieren
durch die Ausnehmung 15 und den Durchgangsöffnungen 11, 12 einschiebbar sind, handelt
es sich primär um das plattenförmige Riegelelement 40 mit dem an diesem vormontierten
Steuerhebel 37. Nach dem Einschieben der beiden wird der Steuerhebel 37 in die Öffnung
48 der Gehäusewandung 20' eingeführt und das Riegelelement 40 durch diese Schwenkachse
A von ausserhalb des Gehäuses 20 montiert und darin schwenkbar gelagert. Diese Ausnehmung
15 ist deshalb mit einer solchen Breite dimensioniert, dass das Riegelelement 40 durchgeschoben
werden kann.
[0040] Die Erfindung ist mit den oben erläuterten Ausführungsbeispielen ausreichend dargetan.
Sie könnte aber noch durch andere Varianten erläutert sein. So könnte diese die Durchgangsöffnungen
verbindende Ausnehmung 15 je nach Bauart des Kupplungskopfs und damit auch die Materialverstärkungen
weggelassen werden. Ebenso könnte der Kupplungs- und Verriegelungsmechanismus anders
als dargestellt ausgestaltet sein.
[0041] Für die Befestigung der Kuppe könnten anstelle von Schrauben andere lösbare Befestigungsmittel,
wie Nieten, bajonettartige Mittel oder ähnliches verwendet werden. Theoretisch könnten
diese Befestigungsmittel auch von der Innenseite des Gehäuses mit der Kuppe aussen
verbunden werden.
1. Kupplungskopf für ein Schienenfahrzeug, mit einem Gehäuse (20), welches eine vorderseitige
Flanschwandung (21) mit einer Stossfläche (22) für eine flächige Auflage mit einer
Stossfläche eines zu kuppelnden Kupplungskopfs aufweist, wobei in dieser vorderseitigen
Flanschwandung (21) zwei nebeneinander angeordnete Durchgangsöffnungen (11, 12) vorhanden
sind, von denen durch die eine eine Kuppelstange (36) eines im Gehäuse (20) integrierten
Kupplungs- und Verriegelungsmechanismus (35) hindurchragt, während durch die andere
Durchgangsöffnung (11) eine Kuppelstange (36) des zu kuppelnden Kupplungskopfs eingreifbar
ist, wobei eine Kuppe (25) mit einem Führungselement (30) auf die Durchgangsöffnung
(12) mit der hindurchragenden Kuppelstange (36) vorne aufsetzbar und befefestigbar
ist, dadurch gekennzeichnet, dass
das Gehäuse (20) mit der vorderseitigen Flanschwandung (21) derart geformt ist, dass
es einstückig herstellbar ist, wobei die Kuppe (25) mit dem Führungselement (30) durch
vorzugsweise mehrere von der Vorderseite befestigbare, umfangsseitig zu der Durchgangsöffnung
(12) angeordnete Befestigungsmittel, vorzugsweise Schrauben, fixiert ist.
2. Kupplungskopf nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das einstückig hergestellte Gehäuse (20) aus der vorderseitigen Flanschwandung (21)
mit den Durchgangsöffnungen (11, 12), einer von dieser Flanschwandung (21) nach hinten
wegragenden verjüngenden Gehäusewandung (20') und rückseitig aus einem Verbindungselement
besteht.
3. Kupplungskopf nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass
die Gehäusewandung (20') innenseitig mit Materialverstärkungen versehen ist, welche
von der vorderseitigen Flanschwandung (21) ausserhalb der Durchgangsöffnungen (11,
12) ausgehen.
4. Kupplungskopf nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Gehäusewandung (20') innenseitig mit Rippen (23, 23') und einem Quersteg (24)
im Gehäuse (20) als Materialverstärkungen versehen ist, wobei die Rippen (23, 23')
zumindest teilweise am Umfang die vorderseitige Flanschwandung (21) vorzugsweise ausserhalb
der wenigstens einen Durchgangsöffnung (11) mit dem Quersteg (24) verbinden.
5. Kupplungskopf nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass
sich die Kuppe (25) aus einem zylinder-, segmentförmigen, mehreckigen oder ähnlich
gebildeten Ansatz (27), einem von diesem wegragenden kegel-, kuppen- oder andersförmigen
Vorderteil (28) mit dem Führungselement (30) mit einer innenseitigen Öffnung (29)
für die hindurchragende Kuppelstange (36) zusammensetzt.
6. Kupplungskopf nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Ansatz (27) der Kuppe (25) in einer die Durchgangsöffnung (12) umgebenden ring-
oder andersförmigen Vertiefung (12') in der vorderseitigen Flanschwandung (21) zentrier-
und befestigbar ist.
7. Kupplungskopf nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Durchgangsöffnung (11) für die zentrierende Aufnahme der Kuppe des zu kuppelnden
Kupplungskopfs und die Durchgangsöffnung (12) mit der sie umgebenden ringförmigen
Vertiefung (12') aussenseitig annähernd unmittelbar aneinanderstossend angeordnet
sind.
8. Kupplungskopf nach einem der Ansprüche 5 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass
sich der zylinderförmige Ansatz (27) der Kuppe (25) oberseitig annähernd bündig zu
der quer dazu verlaufenden Aussenseite (21') der Flanschwandung (21) erstreckt, so
dass dort keine Stossfläche (22) vorhanden ist und sich kein Schnee und/ oder Eis
im ungekuppelten Zustand ansammeln kann.
9. Kupplungskopf nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass
im Mittenbereich der Flanschwandung (21) eine die Durchgangsöffnungen (11, 12) verbindende
Ausnehmung (15) ausgespart ist, in die eine beim flanschförmigen Ansatz (27) der Kuppe
(25) vorstehende Noppe (32) hineinragt, wobei diese Ausnehmung (15) als Montagehilfe
für den Kupplungs- und Verriegelungsmechanismus (35) im Gehäuse (20) dient.
10. Kupplungskopf nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass
die Materialverstärkungen innenseitig der Gehäusewandung (20') durch Rippen (23, 23')
neben der die Durchgangsöffnungen (11, 12) verbindenden Ausnehmung (15) ausgehend
von der Flanschwandung (21) gebildet sind.
11. Kupplungskopf nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass
die Flanschwandung (21) unterseitig einen gegenüber der angrenzenden sich nach hinten
erstreckenden Gehäusewandung (20') wegragenden Vorsprung (14) aufweist, bei dem vorderseitig
bei der Stossfläche (22) insbesondere unterhalb der Durchgangsöffnungen (11, 12) wenigstens
eine Aussparung (16, 17) und/oder eine oder mehrere Durchgangslöcher (18, 18') ausgebildet
sind.
12. Kupplungskopf nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass
das bei der Kuppe (25) vorstehende Führungselement (30) C-förmig ausgebildet ist und
dabei die innenseitige Öffnung (29) für die Kuppelstange (36) teils seitlich umgibt,
wobei dieses Führungselement (30) innen mit einer annähernd senkrecht zur Stossfläche
(22) verlaufenden Anschlagfläche (31) versehen ist.
13. Kupplungskopf nach einem der Ansprüche 9 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass
die in die ausgesparte Ausnehmung (15) der Flanschwandung (21) hineinragende Noppe
(32) der Kuppe (25) einen Anschlag bildet, der derart positioniert ist, dass an ihm
ein schwenkbares Riegelelement (40) des Kupplungs- und Verriegelungsmechanismus (35)
mit einem vorstehenden Nocken (43) im gekuppelten Zustand arretiert anliegt.