Technisches Gebiet
[0001] Die Erfindung betrifft eine Gehäuseelement-Toilette, insbesondere eine Gehäuseelement-Toilette
mit austauschbarer Frontplatte.
Stand der Technik
[0002] Eine Gehäuseelement-Toilette besteht im Wesentlichen aus zwei Teilen, nämlich einer
Toilette und einem Gehäuseelement, wobei die Toilette an dem Gehäuseelement befestigt
ist. Das Gehäuseelement umfasst üblicherweise ein Gestell, einen Spülkasten, einen
Seitenrahmen und eine Frontplatte, wobei der Spülkasten in dem Gestell eingebaut ist,
wobei die Frontplatte das Gestell und den Spülkasten von vorne abdeckt, und wobei
der Seitenrahmen die linke und die rechte Seite und die Oberseite des Gestells abdeckt.
Bei der Montage der Gehäuseelement-Toilette erfolgt üblicherweise zunächst der Zusammenbau
des Gehäuseelements, um anschließend die Toilette anzubringen. Nachdem die Toilette
angebracht ist, ist die Toilette an dem Gehäuseelement befestigt, wobei sie die Frontplatte
fixiert. Falls die Frontplatte eine Beschädigung erfährt und ausgetauscht werden muss
oder falls der Nutzer gemäß seinen individuellen Bedürfnissen einen Austausch gegen
eine andere Frontplatte wünscht, ist zunächst die Demontage der Toilette erforderlich.
Somit gestaltet sich der Austausch der Frontplatte des Gehäuseelements bei einer Gehäuseelement-Toilette
nach dem Stand der Technik unkomfortabel.
Erfindung
[0003] Die Erfindung stellt eine Gehäuseelement-Toilette zur Verfügung, die eine schnelle
Demontage der Frontplatte des Gehäuseelements ermöglicht. Zur Lösung des gestellten
technischen Problems schlägt die Erfindung vor eine:
Gehäuseelement-Toilette, umfassend ein Gehäuseelement und eine Toilette, wobei das
Gehäuseelement ein Gestell, einen Spülkasten, einen Seitenrahmen und eine Frontplatte
umfasst, wobei der Spülkasten in dem Gestell angebracht ist, wobei die Frontplatte
eine Vorderseite des Gestells abdeckt, wobei der Seitenrahmen die linke und die rechte
Seite sowie die Oberseite des Gestells abdeckt, und wobei die Toilette mittig im unteren
Bereich an der Vorderseite des Gestells verbunden ist. Ferner ist eine Anschlagplatte
vorgesehen, die an der Vorderseite des Gestells anliegt und zwischen dem Gestell und
der Toilette eingespannt ist, wobei der obere Rand der Anschlagplatte bezogen auf
den oberen Rand der hinteren Stirnseite der Toilette nach innen zurückgesetzt ist,
und wobei die Ränder der linken und rechten Seite der Anschlagplatte bezogen auf die
Ränder der linken und rechten Seite der Toilette nach innen zurückgesetzt sind. Mittig
im unteren Bereich der Frontplatte ist eine Ausnehmung vorgesehen, wobei sich das
untere Ende der Ausnehmung nach unten bis zu dem unteren Rand der Frontplatte erstreckt
und eine Öffnung bildet, und wobei die Form der Ausnehmung der Form der Anschlagplatte
entspricht. Die Dicke der Frontplatte ist geringer als die Dicke der vorstehend bezeichneten
Anschlagplatte, wobei die Ausnehmung durch ihre Öffnung die Anschlagplatte vertikal
von oben nach unten umschließt, und wobei die hintere Stirnseite der Toilette den
oberen Randbereich der Ausnehmung und den linken und rechten Randbereich oberhalb
der Toilette abdeckt.
[0004] Bei einer vorteilhaften beispielhaften Ausführungsform ist vorgesehen, dass die Rückseite
der Frontplatte an dem Gestell anliegt, wobei die Frontplatte und das Gestell magnetisch
oder durch Kleben verbunden oder ineinander eingehängt sind.
[0005] Bei einer vorteilhaften beispielhaften Ausführungsform ist vorgesehen, dass an der
Rückseite der Frontplatte ein Magnet angeordnet ist, wobei sich der Magnet und das
Gestell magnetisch anziehen.
[0006] Vorzugsweise ist auf der Rückseite der Frontplatte eine Klebeschicht vorgesehen,
die mit dem Gestell verklebt ist.
[0007] Vorzugsweise ist auf der Rückseite der Frontplatte ein Haken angeordnet, der in das
Gestell gehängt ist.
[0008] Vorteilhafterweise weist die Anschlagplatte eine Dicke von 8 mm auf, und die Dicke
der Frontplatte beträgt 5 mm.
[0009] Bei einer vorteilhaften beispielhaften Ausführungsform ist vorgesehen, dass der untere
Rand der Anschlagplatte mit Abstand zum Boden und etwas höher als die Bodenfläche
angeordnet ist.
[0010] Vorteilhafterweise weist die Anschlagplatte eine rechteckige Form auf.
[0011] Vorteilhaft ist vorgesehen, dass die Toilette mit Abstand zum Boden hängt.
[0012] Vorzugsweise weist der Seitenrahmen einen oberen Seitenrahmen, einen linken Seitenrahmen
und einen rechten Seitenrahmen auf, wobei der obere Seitenrahmen mit dem linken Seitenrahmen
und dem rechten Seitenrahmen in Klemmverbindung steht, und wobei der obere Seitenrahmen,
der linke Seitenrahmen und der rechte Seitenrahmen jeweils mit einem nach vorn hin
ausgebildeten Vorsprung ausgebildet sind, welcher den oberen Rand und den Rand auf
der linken und der rechten Seite der Frontplatte außen umschließt.
[0013] Im Vergleich zum Stand der Technik bietet die vorliegende technische Konzeption folgende
Vorteile:
- 1. Weil die Dicke der Anschlagplatte größer als die Dicke der Frontplatte ist, ist
die Toilette an die Anschlagplatte gepresst, ohne dass die Toilette die Frontplatte
presst. Nachdem die Toilette mit dem Gestell verbunden ist und die Anschlagplatte
presst, wird die Frontplatte vertikal gesenkt und auf die Anschlagplatte aufgesetzt,
wobei die Toilette die Verbindungsstelle von Frontplatte und Anschlagplatte von vorne
verdeckt, wobei die Toilette die Frontplatte nach vorne hin begrenzt, so dass Bewegungen
der Frontplatte nach vorn verhindert werden, und wobei die Frontplatte nach wie vor
vertikal angehoben und separat abgenommen werden kann, was die Demontage komfortabel
gestaltet.
- 2. Die Frontplatte und das Gestell sind miteinander magnetisch verbunden, verklebt
oder ineinander eingehängt, was die Konstruktion der Frontplatte stabiler gestaltet
und ein Lockern der Frontplatte effektiv verhindert.
Figurenbeschreibung
[0014] Im Folgenden wird die Erfindung anhand von einem Ausführungsbeispiel im Zusammenhang
mit den Figuren beschrieben.
Figur 1 zeigt eine dreidimensionale Ansicht einer Gehäuseelement-Toilette.
Figur 2 zeigt eine Ansicht des Gestells vor der Montage der Frontplatte und des oberen
Seitenrahmens.
Figur 3 zeigt eine Ansicht des Gestells aus Figur 2 nach der Montage der Anschlagplatte.
Figur 4 zeigt eine Ansicht des Gestells aus Figur 3 nach der Montage der Toilette.
Figur 5 zeigt eine Ansicht der Montage der Frontplatte.
Figur 6 zeigt eine Ansicht der Montage des oberen Seitenrahmens.
Ausführungsbeispiel
[0015] Unter Bezugnahme auf die Figuren 1 bis 6 umfasst eine Gehäuseelement-Toilette ein
Gehäuseelement 10 und eine Toilette 20, wobei die Toilette an dem Gehäuseelement angebracht
ist. Das Gehäuseelement 10 weist ein Gestell 12, einen Spülkasten 14, einen Seitenrahmen
16 und eine Frontplatte 18 auf, wobei der Spülkasten 14 in dem Gestell 12 eingebaut
ist, wobei die Frontplatte 18 eine Vorderseite des Gestells abdeckt, wobei der Seitenrahmen
16 die linke und die rechte Seite sowie die Oberseite des Gestells abdeckt, und wobei
die Toilette 20 mittig im unteren Bereich an der Vorderseite des Gestells 12 befestigt
ist. Ferner ist eine Anschlagplatte 30 vorgesehen, die an der Vorderseite des Gestells
12 anliegt und zwischen dem Gestell 12 und der Toilette 20 eingespannt ist. Der obere
Rand der Anschlagplatte 30 ist bezogen auf den oberen Rand der hinteren Stirnseite
der Toilette 20 nach innen zurückgesetzt, und die Ränder der linken und rechten Seite
der Anschlagplatte sind bezogen auf die Ränder der linken und rechten Seite der Toilette
nach innen zurückgesetzt. Dies bedeutet, dass der Umriss der hinteren Stirnseite der
Toilette den Teil der Anschlagplatte oberhalb der Unterseite der Toilette verdecken
kann. Mittig im unteren Bereich der Frontplatte 18 ist eine Ausnehmung 182 vorgesehen,
wobei sich das untere Ende der Ausnehmung nach unten bis zu dem unteren Rand der Frontplatte
erstreckt und eine Öffnung bildet, und wobei die Form der Ausnehmung der Form der
Anschlagplatte 30 entspricht. Die Dicke der Frontplatte 18 ist geringer als die Dicke
der Anschlagplatte 30, wobei die Ausnehmung 182 durch ihre Öffnung die Anschlagplatte
30 vertikal von oben nach unten umschließt. Die hintere Stirnseite der Toilette 20
deckt den oberen Randbereich der Ausnehmung 182 und den linken und rechten Randbereich
an dem Teil oberhalb der Toilette ab. Dies bedeutet, dass der Umriss der hinteren
Stirnseite der Toilette den Teil um die Ausnehmung 182 oberhalb der Unterseite der
Toilette verdecken kann. Weil die Toilette 20 die Frontplatte 18 von vorne blockiert,
kann die Frontplatte 18 nicht von vorne abgenommen werden. Da die Toilette allerdings
die Frontplatte nicht fest hält, kann die Frontplatte nach oben angehoben werden.
[0016] Die Konstruktionen von Gestell, Spülkasten und Seitenrahmen können gemäß dem Stand
der Technik ausgebildet werden. Es versteht sich, dass die Anschlagplatte 30 eine
Ausnehmung für die Toiletten-übliche Einleitung und Ausleitung von Wasser aufweisen
kann. Eine derartige Konstruktion ist jedoch nicht für die Realisierung der Erfindung
notwendig. Sie ist auch nicht erfindungs-wesentlich, so dass eine detaillierte Beschreibung
entfällt.
[0017] Vorteilhaft ist vorgesehen, dass die Rückseite der Frontplatte 18 an dem Gestell
12 anliegt, wobei die Frontplatte und das Gestell magnetisch oder durch Kleben verbunden
oder ineinander eingehängt sind. Vorzugsweise ist an der Rückseite der Frontplatte
18 ein Magnet angeordnet, wobei sich der Magnet und das Gestell 12 magnetisch anziehen.
Oder an der Rückseite der Frontplatte eine Klebeschicht vorgesehen, wobei die Klebeschicht
mit dem Gestell verklebt ist. Alternativ an der Rückseite der Frontplatte ein Haken
angeordnet, wobei der Haken in das Gestell gehängt ist.
[0018] Vorteilhafterweise weist die Anschlagplatte 30 eine Dicke von 8 mm auf, und die Dicke
der Frontplatte 18 beträgt 5mm.
[0019] Vorteilhaft ist der untere Rand der Anschlagplatte 30 mit einem Abstand zum Boden
und etwas höher als der Boden angeordnet, beispielsweise mit einem Bodenabstand von
2-5 mm. Bei der vorliegenden Ausführungsform werden die Schraubenbolzen zur Montage
der Toilette auch zur Montage der Anschlagplatte verwendet. Dies bedeutet, dass die
Schraubenbolzen das Gestell, die Anschlagplatte und die Toilette miteinander befestigen.
[0020] Vorteilhafterweise weist die Anschlagplatte 30 eine rechteckige Form auf.
[0021] Vorteilhaft ist vorgesehen, dass die Toilette 20 mit Abstand zum Boden hängt.
[0022] Vorzugsweise umfasst der Seitenrahmen 16 einen oberen Seitenrahmen 162, einen linken
Seitenrahmen 164 und einen rechten Seitenrahmen 166, wobei der obere Seitenrahmen
mit dem linken Seitenrahmen und dem rechten Seitenrahmen in Klemmverbindung steht.
Der obere Seitenrahmen, der linke Seitenrahmen und der rechte Seitenrahmen sind jeweils
mit einem nach vorn hin ausgebildeten Vorsprung ausgebildet, welcher den oberen Rand
und den Rand auf der linken und der rechten Seite der Frontplatte 18 außen umschließt.
[0023] Vorstehend wurden lediglich vorteilhafte Ausführungsbeispiele der Erfindung beschrieben,
ohne dass diese eine Beschränkung des Umfangs der Erfindung bedeuten. Im Umfang der
vorliegenden Erfindung und dem Inhalt der Beschreibung liegende äquivalente Modifikationen
oder Ausgestaltungen fallen sämtlich unter den Schutzumfang der vorliegenden Erfindung.
1. Gehäuseelement-Toilette, umfassend ein Gehäuseelement und eine Toilette, wobei das
Gehäuseelement ein Gestell, einen Spülkasten, einen Seitenrahmen und eine Frontplatte
umfasst, wobei der Spülkasten in dem Gestell eingebaut ist, wobei die Frontplatte
eine Vorderseite des Gestells abdeckt, wobei der Seitenrahmen die linke und die rechte
Seite und eine Oberseite des Gestells abdeckt, wobei die Toilette mittig im unteren
Bereich an der Vorderseite des Gestells befestigt ist, dadurch gekennzeichnet, dass ferner eine Anschlagplatte umfasst ist, die an der Vorderseite des Gestells anliegt
und zwischen dem Gestell und der Toilette eingespannt ist, wobei der obere Rand der
Anschlagplatte bezogen auf den oberen Rand der hinteren Stirnseite der Toilette nach
innen zurückgesetzt ist, wobei die Ränder der linken und rechten Seite der Anschlagplatte
bezogen auf die Ränder der linken und rechten Seite der Toilette nach innen zurückgesetzt
sind, wobei mittig im unteren Bereich der Frontplatte eine Ausnehmung vorgesehen ist,
wobei sich das untere Ende der Ausnehmung nach unten bis zu dem unteren Rand der Frontplatte
erstreckt und eine Öffnung bildet, wobei die Form der Ausnehmung der Form der Anschlagplatte
entspricht, wobei die Dicke der Frontplatte geringer ist als die Dicke der Anschlagplatte,
wobei die Ausnehmung durch ihre Öffnung die Anschlagplatte vertikal von oben nach
unten umschließt, und wobei die hintere Stirnseite der Toilette den oberen Randbereich
der Ausnehmung und den linken und rechten Randbereich oberhalb der Toilette abdeckt.
2. Gehäuseelement-Toilette nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Rückseite der Frontplatte an dem Gestell anliegt, wobei die Frontplatte und das
Gestell magnetisch oder durch Kleben verbunden oder durch einen Haken ineinander eingehängt
sind.
3. Gehäuseelement-Toilette nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass an der Rückseite der Frontplatte ein Magnet vorgesehen ist, wobei sich der Magnet
und das Gestell magnetisch anziehen.
4. Gehäuseelement-Toilette nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass auf der Rückseite der Frontplatte eine Klebeschicht vorgesehen ist, die mit dem Gestell
verklebt ist.
5. Gehäuseelement-Toilette nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Haken in das Gestell gehängt ist.
6. Gehäuseelement-Toilette nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Anschlagplatte eine Dicke von 8 mm aufweist, während die Dicke der Frontplatte
5 mm beträgt.
7. Gehäuseelement-Toilette nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der untere Rand der Anschlagplatte mit Abstand zum Boden und etwas höher als die
Bodenfläche angeordnet ist.
8. Gehäuseelement-Toilette nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Anschlagplatte eine rechteckige Form aufweist.
9. Gehäuseelement-Toilette nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Toilette mit Abstand zum Boden aufgehängt ist.
10. Gehäuseelement-Toilette nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Seitenrahmen einen oberen Seitenrahmen, einen linken Seitenrahmen und einen rechten
Seitenrahmen umfasst, wobei der obere Seitenrahmen mit dem linken Seitenrahmen und
dem rechten Seitenrahmen in Klemmverbindung steht, und wobei der obere Seitenrahmen,
der linke Seitenrahmen und der rechte Seitenrahmen jeweils mit einem nach vorn hin
ausgebildeten Vorsprung ausgebildet sind, welcher den oberen Rand und den Rand auf
der linken und der rechten Seite der Frontplatte außen umschließt.