[0001] Die Erfindung betrifft eine Anordnung wenigstens eines Abdeckelements an einer Auszugsschienenvorrichtung
für ein Gargerät. Die Erfindung betrifft außerdem ein Gargerät, mit wenigstens einer
solchen Anordnung.
[0002] Die
DE 10 2004 019 103 A1 offenbart ein Auszugssystem für ein Haushaltsgerät. Des Weiteren ist der
DE 10 2004 031 724 B4 ein Auszugssystem für Haushaltsgeräte als bekannt zu entnehmen. Ferner ist aus der
US 2020/0137841 A1 eine Auszugsführung für ein Mikrowellengerät oder einen Industrieofen bekannt.
[0003] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine besonders vorteilhafte Anordnung
wenigstens eines Abdeckelements an einer Auszugsschienenvorrichtung für ein Gargerät
sowie ein Gargerät mit wenigstens einer solchen, besonders vorteilhaften Anordnung
zu schaffen.
[0004] Diese Aufgabe wird durch eine Anordnung mit den Merkmalen des Patentanspruchs 1 sowie
durch ein Gargerät mit den Merkmalen des Patentanspruchs 14 gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen
mit zweckmäßigen Weiterbildungen der Erfindung sind in den übrigen Ansprüchen angegeben.
[0005] Ein erster Aspekt der Erfindung betrifft eine Anordnung wenigstens eines Abdeckelements
an einer Auszugsschienenvorrichtung für ein Gargerät. Bei dem Gargerät handelt es
sich vorzugsweise um ein Haushaltsgerät. Insbesondere kann das Gargerät ein Backofen
sein. Ganz insbesondere ist das Gargerät dazu ausgebildet, Lebensmittel zu garen.
Hierzu weist das Gargerät beispielsweise in seinem vollständig hergestellten Zustand
ein Gehäuse mit einem auch als Aufnahmebereich bezeichneten Aufnahmeraum auf, welcher
beispielsweise auch als Backmuffel bezeichnet wird. Ferner kann das Gargerät beispielsweise
eine auch als Klappe bezeichnete Tür aufweisen, die bewegbar, insbesondere verschwenkbar,
an dem Gehäuse gehalten ist, insbesondere derart, dass die Tür relativ zu dem Gehäuse
zwischen einer Schließstellung und wenigstens einer Offenstellung bewegbar, insbesondere
verschwenkbar, ist. Insbesondere bei alleiniger Betrachtung des Gehäuses mündet beispielsweise
der Aufnahmeraum an oder in eine Umgebung des Gehäuses. In der Offenstellung gibt
beispielsweise die Tür zumindest einen Teilbereich des Aufnahmeraums frei, sodass
beispielsweise in dem freigegebenen Teilbereich des Aufnahmeraums Lebensmittel aus
der Umgebung in den Aufnahmebereich hinein bewegt und/oder aus dem Aufnahmebereich
heraus und an oder in die Umgebung bewegt werden können. In der Schließstellung ist
durch die Tür zumindest der Teilbereich, insbesondere der gesamte Aufnahmebereich,
überdeckt und somit verschlossen. Insbesondere ist es vorgesehen, dass in vollständig
hergestelltem Zustand des die Anordnung aufweisenden Gargeräts die Anordnung und somit
das Abdeckelement und die Auszugsschienenvorrichtung in dem Aufnahmeraum (Aufnahmebereich)
angeordnet sind, insbesondere vollständig. Die auch als Auszugssystem oder Auszugsschienensystem
bezeichnete Auszugsschienenvorrichtung weist eine stationäre Schiene auf, welche auch
als erste Schiene bezeichnet wird oder eine erste Schiene der Auszugsschienenvorrichtung
ist. Insbesondere kann vorgesehen sein, dass in vollständig hergestelltem Zustand
des Gargeräts die stationäre Schiene an einer beispielsweise als Seitenwand ausgebildeten
Wandung des Gehäuses befestigt ist, insbesondere derart, dass Relativbewegungen zwischen
der Wandung und der stationären Schiene unterbleiben. Die Auszugsschienenvorrichtung
weist außerdem wenigstens eine auch als Auszugsschiene bezeichnete Laufschiene auf,
welche auch als zweite Schiene bezeichnet wird oder eine zweite Schiene der Auszugsschienenvorrichtung
ist. Die zweite Schiene ist entlang und relativ zu der stationären Schiene zwischen
einer eingefahrenen Stellung und wenigstens einer ausgefahrenen Stellung translatorisch
bewegbar an der stationären Schiene gelagert. Dies bedeutet, dass die auch als Auszugsschiene
bezeichnete Laufschiene, insbesondere entlang einer beispielsweise geraden Bewegungsrichtung,
relativ zu der stationären Schiene zwischen der eingefahrenen Stellung und der ausgefahrenen
Stellung bewegt werden kann, insbesondere während die Laufschiene an der stationären
Schiene gehalten und dabei gelagert ist. Beispielsweise kann die sich zunächst in
der eingefahrenen Stellung befindende Laufschiene dann, wenn sich die Tür in der Offenstellung
befindet, aus der eingefahrenen Stellung in die ausgefahrene Stellung und zumindest
teilweise aus dem Aufnahmebereich heraus und an oder in die Umgebung bewegt werden.
Dabei ist es insbesondere denkbar, dass sich in der eingefahrenen Stellung die Laufschiene
vollständig in dem Aufnahmebereich befindet. In der Folge kann beispielsweise, während
sich die Laufschiene in der ausgefahrenen Stellung befindet, ein Gargutträger wie
beispielsweise ein Backblech oder ein Rost von einer Person komfortabel an der sich
in der ausgefahrenen Stellung befindenden Laufschiene angeordnet, insbesondere auf
die Laufschiene aufgesetzt oder auf der Laufschiene abgestellt werden. Daraufhin können
beispielsweise die Laufschiene und mit dieser der Gargutträger aus der ausgefahrenen
Stellung in die eingefahrene Stellung bewegt werden, wodurch der Gargutträger, insbesondere
vollständig, in den Aufnahmebereich hinein bewegt wird. Daraufhin kann die Tür beispielsweise
geschlossen, mithin aus der Offenstellung in die Schließstellung bewegt werden, woraufhin
beispielsweise wenigstens ein sich auf dem Gargutträger befindendes Lebensmittel in
dem Aufnahmeraum gegart werden kann.
[0006] Bei der Anordnung umgibt das separat von der Auszugsschienenvorrichtung ausgebildete
Abdeckelement zumindest oder genau eine der Schienen außenumfangsseitig zumindest
überwiegend und somit zumindest zu mehr als zur Hälfte, wodurch das Abdeckelement
die zumindest eine Schiene außenumfangsseitig zumindest überwiegend, das heißt zumindest
zu mehr als zur Hälfte, überdeckt. Unter dem Merkmal, dass das Abdeckelement separat
von der Auszugsschienenvorrichtung ausgebildet ist, ist zu verstehen, dass das Abdeckelement
separat von der stationären Schiene und separat von der Laufschiene ausgebildet ist.
Unter dem Merkmal, dass das separat von der Auszugsschienenvorrichtung ausgebildete
Abdeckelement die zumindest eine Schiene außenumfangsseitig zumindest überwiegend
umgibt und dadurch zumindest überwiegend überdeckt, ist zu verstehen, dass die zumindest
eine Schiene außenumfangsseitig zumindest überwiegend und somit zumindest zu mehr
als zur Hälfte, insbesondere vollständig, von dem Abdeckelement umgeben und dadurch
außenumfangsseitig zumindest überwiegend und somit zumindest zu mehr als zur Hälfte,
insbesondere vollständig, von dem Abdeckelement umgeben ist. Dies bedeutet insbesondere,
dass bezogen auf eine gesamte, außenumfangsseitige Mantelfläche der zumindest einen
Schiene mehr als die Hälfte der außenumfangsseitigen Mantelfläche der zumindest einen
Schiene, insbesondere zumindest oder mehr als 70 Prozent der außenumfangsseitigen
Mantelfläche der zumindest einen Schiene, ganz vorzugsweise zumindest oder mehr als
75 Prozent der außenumfangsseitigen Mantelfläche der zumindest einen Schiene, von
dem Abdeckelement umgeben und dadurch überdeckt ist. Bezogen auf die Auszugsschienenvorrichtung
insgesamt kann jedoch vorgesehen sein, dass das Abdeckelement die Auszugsschienenvorrichtung
außenumfangsseitig nur teilweise derart umgibt und dadurch außenumfangsseitig nur
teilweise derart überdeckt, dass weniger als die Hälfte einer außenumfangsseitigen
Mantelfläche der Auszugsschienenvorrichtung insgesamt von dem Abdeckelement umgeben
und somit durch das Abdeckelement überdeckt ist, wobei die außenumfangsseitige Mantelfläche
der Auszugsschienenvorrichtung insgesamt die außenumfangsseitige Mantelfläche der
zumindest einen Schiene umfasst. Mit anderen Worten ist die außenumfangsseitige Mantelfläche
der zumindest einen Schiene ein Teil der außenumfangsseitigen Mantelfläche der Auszugsschienenvorrichtung
insgesamt. Dabei ist das separat von der Auszugsschienenvorrichtung ausgebildete Abdeckelement
an der zumindest einen Schiene gehalten. Bei der zumindest einen Schiene handelt es
sich vorzugsweise um die Laufschiene, sodass vorzugsweise das Abdeckelement mit der
Laufschiene relativ zu der stationären Schiene mitbewegbar an der Laufschiene gehalten
ist. Das Abdeckelement kann, muss jedoch nicht notwendigerweise die Auszugsschienenvorrichtung
vor einem übermäßigen Eindringen von Schmutz in die Auszugsschienenvorrichtung schützen.
Insbesondere ermöglicht es die Erfindung, temperaturbedingte Relativbewegungen zwischen
der Auszugsschienenvorrichtung und dem Abdeckelement, insbesondere zwischen der zumindest
einen Schiene und dem Abdeckelement, zuzulassen, ohne dass es zu aus solchen Relativbewegungen
resultierende, unerwünschte Effekte kommt. Mit anderen Worten, bei Garvorgängen und/oder
bei Reinigungsvorgängen, bei denen beispielsweise der Aufnahmebereich mittels Pyrolyse
gereinigt wird, kann es im Aufnahmebereich zu sehr hohen Temperaturen kommen. Insbesondere
bei einer pyrolytischen Selbstreinigung zur Reinigung des Aufnahmebereichs wird der
Aufnahmebereich auf Temperaturen von bis zu 500 Grad Celsius oder darüber aufgeheizt.
Somit wird bei den Garvorgängen und/oder bei Reinigungsvorgängen wie beispielsweise
bei der genannten, pyrolytischen Selbstreinigung der Auszugsschienenvorrichtung das
Abdeckelement stark erhitzt. Bei solchen hohen Temperaturen von bis zu 500 Grad Celsius
oder darüber verbrennen alle organischen Substanzen und somit auch Schmutz im beispielsweise
als Garraum ausgebildeten Aufnahmebereich. Bei solchen hohen Temperaturen kann es
zu thermisch bedingten Relativbewegungen zwischen der Auszugsschienenvorrichtung und
dem Abdeckelement kommen, beispielsweise dadurch, dass sich die zumindest eine Schiene
und das Abdeckelement unterschiedlich stark verformen und/oder ausdehnen. Da es nun
erfindungsgemäß vorgesehen ist, dass das Abdeckelement separat von der Auszugsschienenvorrichtung
ausgebildet ist, kommt es bei solchen, thermisch bedingten Relativbewegungen zwischen
der Auszugsschienenvorrichtung und dem Abdeckelement nicht zu unerwünschten Effekten
wie beispielsweise zu übermäßigen Spannungen und/oder Beschädigungen der Auszugsschienenvorrichtung
oder des Abdeckelements. Außerdem kann das Abdeckelement sicher an der Auszugsschienenvorrichtung
gehalten sein und bleiben, sodass eine vorteilhafte und gewünschte Funktion der Auszugsschienenvorrichtung
und des Abdeckelements, insbesondere des Gargeräts insgesamt, auch über eine hohe
Lebensdauer des Gargeräts hinweg gewährleistet werden kann. Ferner ist es beispielsweise
möglich, die jeweilige Schiene und das Abdeckelement aus unterschiedlichen Materialien
herzustellen. Somit ist es beispielsweise denkbar, dass die zumindest eine Schiene
aus einem ersten Material und das Abdeckelement aus einem von dem ersten Material
unterschiedlichen, zweiten Material gebildet ist. Dadurch können beispielsweise thermisch
bedingte Verformungen und/oder Ausdehnungen der zumindest einen Schiene und/oder thermisch
bedingte Farbveränderungen, mithin thermisch bedingte Verfärbungen, der zumindest
einen Schiene zugelassen werden, wobei beispielsweise übermäßige, thermisch bedingte
Verformungen und/oder Ausdehnungen des Abdeckelements sowie übermäßige, unerwünschte,
thermisch bedingte Verfärbungen des Abdeckelements vermieden werden können. Mittels
des Abdeckelements können die thermisch bedingten Verfärbungen der zumindest einen
Schiene überdeckt werden, sodass etwaige, thermisch bedingte Verfärbungen der zumindest
einen Schiene für eine sich in der zuvor genannten Umgebung aufhaltende Person, die
beispielsweise die Auszugsschienenvorrichtung betrachtet, die Verfärbungen nicht erblicken,
das heißt nicht optisch wahrnehmen kann, insbesondere weder in der eingefahrenen Stellung
noch in der ausgefahrenen Stellung, da das Abdeckelement vorzugsweise mit der Laufschiene
mitbewegbar ist.
[0007] Um das Abdeckelement sicher an der zumindest einen Schiene haltern zu können, ist
es bei einer Ausführungsform der Erfindung vorgesehen, dass das Abdeckelement wenigstens
eine auch als Aufnahme bezeichnete Ausnehmung aufweist, in welche wenigstens ein an
der zumindest einen Schiene vorgesehenes Halteelement eingreift, wodurch das Abdeckelement
an der zumindest einen Schiene gehalten ist. Hierdurch kann eine sichere Halterung
des Abdeckelements an der zumindest einen Schiene insbesondere auch dann gewährleistet
werden, wenn es beispielsweise abwechselnd zu starken Temperaturänderungen der Auszugsschienenvorrichtung
und des Abdeckelements kommt.
[0008] Dabei hat es sich als besonders vorteilhaft gezeigt, wenn das Halteelement derart
in die Ausnehmung eingreift, dass zwischen wenigstens einem in die Ausnehmung eingreifenden,
ersten Wandungsbereich des Halteelements und wenigstens einem dem ersten Wandungsbereich
gegenüberliegenden, die Ausnehmung direkt begrenzenden, zweiten Wandungsbereich des
Abdeckelements ein Spiel, das heißt ein Abstand, ausgebildet, angeordnet oder vorgesehen
ist. Dadurch können beispielsweise thermisch bedingte Relativbewegungen zwischen dem
Abdeckelement und der zumindest einen Schiene vorteilhaft zugelassen werden, ohne
dass es zu unerwünschten Effekten wie beispielsweise übermäßigen Spannungen in dem
Abdeckelement oder der zumindest einen Schiene kommt. Außerdem kann hierdurch das
Abdeckelement besonders sicher an, insbesondere auf, der zumindest einen Schiene gehaltert
werden.
[0009] Bei einer weiteren, besonders vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung ist es
vorgesehen, dass die Ausnehmung als eine Durchgangsöffnung ausgebildet ist, die das
Abdeckelement, mithin eine Wandung des Abdeckelements, vollständig durchdringt. Dabei
ist die Ausnehmung entlang ihrer Umfangsrichtung vollständig umlaufend durch die Wandung
des Abdeckelements begrenzt. Hierunter ist insbesondere Folgendes zu verstehen: Die
Durchgangsöffnung weist eine auch als Durchdringrichtung bezeichnete Durchgangsrichtung
auf, entlang welcher das Halteelement in die Durchgangsöffnung eingreift. Insbesondere
bei alleiniger Betrachtung des Abdeckelements ist beispielsweise die Durchgangsöffnung
entlang der Durchgangsrichtung von Luft oder Wasser durchströmbar. Die Durchgangsrichtung
erstreckt sich senkrecht zu einer Ebene, in welcher die Durchgangsöffnung verläuft,
mithin ausgebildet ist. Dabei verläuft die Umfangsrichtung der Durchgangsöffnung um
die Durchgangsrichtung und in der genannten Ebene. Dadurch, dass die Durchgangsöffnung
entlang ihrer Umfangsrichtung vollständig umlaufend durch die Wandung des Abdeckelements
begrenzt ist, kann eine sichere Halterung des Abdeckelements an, insbesondere auf,
der zumindest einen Schiene gewährleistet werden, insbesondere auch bei starken Temperaturänderungen
des Abdeckelements und der zumindest einen Schiene.
[0010] Um das Abdeckelement auf besonders einfache Weise sowie besonders sicher an der zumindest
einen Schiene haltern zu können, ist es in weiterer Ausgestaltung der Erfindung vorgesehen,
dass das Halteelement separat von den Schienen ausgebildet und mit der zumindest einen
Schiene verbunden ist. Hierdurch kann die Anordnung besonders zeit- und kostengünstig
hergestellt werden, beispielsweise derart, dass das auch als Abdeckung bezeichnete
Abdeckelement an der zumindest einen Schiene angeordnet, insbesondere auf die zumindest
eine Schiene gesteckt, wird, beispielsweise in vertikaler Richtung von oben nach unten.
Daraufhin wird beispielsweise das insbesondere als Einleger ausgebildete und auch
als Befestigungselement bezeichnete Halteelement zumindest teilweise durch die Durchgangsöffnung
hindurch bewegt und somit zumindest teilweise in der Durchgangsöffnung angeordnet
und mit der zumindest einen Schiene verbunden. Dann ist beispielsweise das Abdeckelement
nicht zerstörungsfrei lösbar, das heißt nicht mehr abnehmbar mit der zumindest einen
Schiene verbunden. Da vorzugsweise das zuvor genannte Spiel zwischen den genannten
Wandungsbereichen vorgesehen ist, kann jedoch eine, insbesondere geringere, Bewegungsfreiheit,
mithin eine, insbesondere geringere, Relativbewegung zwischen der zumindest einen
Schiene und dem Abdeckelement zugelassen oder realisiert werden. Dadurch können übermäßige,
beispielsweise aus Wärmeausdehnung resultierende Spannungen vermieden oder ausgeglichen
werden.
[0011] Eine weitere Ausführungsform zeichnet sich dadurch aus, dass das Halteelement stoffschlüssig
mit der zumindest einen Schiene verbunden ist. Insbesondere ist es denkbar, dass das
Halteelement mit der zumindest einen Schiene verschweißt ist. Dadurch kann das Halteelement
fest mit der zumindest einen Schiene verbunden werden, wodurch über das Halteelement
das Abdeckelement sicher an der zumindest einen Schiene gehalten ist.
[0012] Die Halterung des Abdeckelements an der zumindest einen Schiene mittels des Halteelements
ist eine Befestigungsmethode, mittels welcher übermäßig hohe spezifische Lasten oder
Belastungen des Abdeckelements und der zumindest einen Schiene vermieden werden können,
sodass auch über eine hohe Lebensdauer der Anordnung hinweg sowie bei starken Temperaturänderungen
der Anordnung eine sichere Halterung des Abdeckelements an der zumindest einen Schiene
gewährleistet werden kann.
[0013] Eine weitere Ausführungsform zeichnet sich dadurch aus, dass das Halteelement einstückig
mit der zumindest einen Schiene ausgebildet ist. Hierunter ist zu verstehen, dass
das Halteelement und die zumindest eine Schiene aus einem einzigen Stück gebildet
sind. Wieder mit anderen Worten ausgedrückt ist es vorzugsweise vorgesehen, dass das
Halteelement und die zumindest eine Schiene als ein Monoblock oder durch einen Monoblock,
mithin durch einen einstückig und somit integral hergestellten und somit als Monoblock
ausgebildeten Körper, gebildet sind. Dies bedeutet, dass die Schiene und das Halteelement
nicht durch zwei separat voneinander ausgebildete und miteinander verbundene Teile
gebildet sind, sondern vorzugsweise sind das Halteelement und die zumindest eine Schiene
aus einem einzigen Stück gebildet. Dadurch können die Teileanzahl und somit die Kosten
der Anordnung in einem besonders geringen Rahmen gehalten werden. Außerdem kann so
die Anordnung besonders zeit- und kostengünstig hergestellt werden.
[0014] Um das Abdeckelement sicher und einfach an der zumindest einen Schiene haltern und
somit die Anordnung beispielsweise einfach herstellen zu können, ist es in weiterer
Ausgestaltung der Erfindung vorgesehen, dass das Halteelement relativ zu einem sich
an das Halteelement, insbesondere direkt, anschließenden Wandungsbereich der zumindest
einen Schiene gebogen ist und dadurch von dem Wandungsbereich absteht. Das Halteelement
ist somit beispielsweise eine von dem Wandungsbereich abgebogene oder herausgebogene
Lasche oder Zunge, mittels welcher das Abdeckelement einfach und sicher an der zumindest
einen Schiene gehaltert werden kann. Dies kann beispielsweise derart erfolgen, dass
das Abdeckelement insbesondere in vertikaler Richtung von oben nach unten an der zumindest
einen Schiene angeordnet, insbesondere auf die zumindest eine Schiene aufgesteckt,
wird. Hierbei werden beispielsweise das Abdeckelement und/oder das Halteelement elastisch
verformt. Erreicht beispielsweise das Abdeckelement seine Montagestellung, so können
beispielsweise das Abdeckelement und/oder das Halteelement zurückfedern, das heißt
sich zumindest teilweise entspannen, wodurch das Halteelement in Eingriff mit der
Ausnehmung kommt. Somit bildet beispielsweise das Abdeckelement mit dem Halteelement
eine auch als Schnappverbindung bezeichnete Rastverbindung aus, welche zeit- und kostengünstig
hergestellt werden kann.
[0015] Bei einer weiteren, besonders vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ist es vorgesehen,
dass das Abdeckelement die zumindest eine Schiene klammerartig umgreift und dadurch
an der zumindest einen Schiene gehalten ist. Hierdurch kann das Abdeckelement sicher
und besonders einfach an der zumindest einen Schiene gehaltert werden, sodass die
Anordnung zeit- und kostengünstig hergestellt werden kann.
[0016] Eine weitere Ausführungsform zeichnet sich dadurch aus, dass das Abdeckelement elastisch
verformt auf der zumindest einen Schiene angeordnet und dadurch mit der zumindest
einen Schiene verklemmt ist. Beispielsweise weist das Abdeckelement einen offenen
Hohlquerschnitt auf, wobei die zumindest eine Schiene zumindest teilweise in dem offenen
Hohlquerschnitt angeordnet ist. Beispielsweise sind den Hohlquerschnitt, insbesondere
direkt, begrenzende Seitenwände des Abdeckelements elastisch verformt und dadurch
mit der zumindest einen Schiene verklemmt, wodurch das Abdeckelement mit der zumindest
einen Schiene verklemmt ist. Hierdurch kann eine sichere Halterung des Abdeckelements
an der zumindest einen Schiene realisiert werden. Außerdem können übermäßige Relativbewegungen
zwischen der zumindest einen Schiene und dem Abdeckelement und somit unerwünschte
Geräusche wie beispielsweise Klappergeräusche vermieden werden. Das Abdeckelement
ist beispielsweise derart elastisch verformt auf der zumindest einen Schiene angeordnet
und dadurch derart mit der zumindest einen Schiene verklemmt, dass das Abdeckelement,
insbesondere die genannten Seitenwände, überbogen ist. Dadurch kann ein übermäßiges
Klappern des Abdeckelements auf der zumindest einen Schiene vermieden werden. Bei
einer weiteren, besonders vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung weist das Abdeckelement
ein Trägerelement auf, welches auch einfach als Träger bezeichnet wird und mit einer
Emailleschicht versehen ist. Die Emailleschicht ist eine insbesondere auf dem Trägerelement
angeordnete Schicht, welche aus Emaille ist. Dabei ist beispielsweise das zuvor genannte,
zweite Material die Emaille, sodass beispielsweise das zweite Material die Emailleschicht
bildet. Vorzugsweise ist das Trägerelement aus einem von dem zweiten Material unterschiedlichen,
dritten Material gebildet. Das dritte Material kann dem ersten Material entsprechen,
sodass vorzugsweise das erste Material und das dritte Material gleich sind. Ferner
ist es denkbar, dass das erste Material und das dritte Material voneinander unterschiedliche
Materialien sind.
[0017] Insbesondere ist es vorgesehen, dass die Emailleschicht eine Außenhaut des Abdeckelements
bildet. Die Außenhaut des Abdeckelements ist von der zuvor genannten, sich in der
Umgebung beziehungsweise in einer Umgebung des Abdeckelements aufhaltenden Person
optisch und haptisch wahrnehmbar, sodass die Person die Außenhaut optisch wahrnimmt,
das heißt erblicken sowie berühren kann. Mit anderen Worten ausgedrückt ist das Abdeckelement
ein emailliertes Abdeckelement, mittels welchem eine besonders vorteilhafte farbliche
Gestaltung der Anordnung realisiert werden kann. Insbesondere können thermisch bedingte
Verfärbungen der Emailleschicht vermieden werden, und mittels des Abdeckelements können
etwaige, thermisch bedingte Verfärbungen der zumindest einen Schiene vorteilhaft überdeckt,
das heißt abgedeckt werden, sodass von der zuvor genannten Person optisch wahrnehmbare,
thermisch bedingte Verfärbungen der Anordnung vermieden werden können. Die Emailleschicht
ist oder bildet vorzugsweise die zuvor genannte, auch als Oberfläche bezeichnete Außenhaut,
welche somit auch als Emaille-Außenhaut, Emaille-Haut oder Emaille-Oberfläche bezeichnet
wird. Es wurde gefunden, dass Emaille-Oberflächen aufgrund ihrer hohen Temperaturbeständigkeit
besonders gut für Auszugsschienenvorrichtungen geeignet sind. Die Emailleschicht ist
eine harte, glasartige Schicht, welche die zuvor genannte Außenhaut insbesondere als
harte, glasartige Oberfläche ist oder bildet. Emailleschichten sind jedoch empfindlich
gegenüber Verformungen von Trägermaterialien, auf welchen beispielsweise die Emailleschichten
angeordnet sind, wobei es zu solchen Verformungen bei hohen spezifischen Lasten kommen
kann. Da es nun erfindungsgemäß vorgesehen ist, dass das Abdeckelement separat von
der zumindest einen Schiene, an welcher das Abdeckelement gehalten ist, ausgebildet
ist, können übermäßige, unerwünschte Lasten oder Belastungen der Emailleschicht vermieden
werden, sodass auch über eine besonders hohe Lebensdauer der Anordnung hinweg eine
vorteilhafte, technische Funktion sowie ein vorteilhafter, optischer Eindruck der
Anordnung gewährleistet werden kann. Insbesondere kann eine unerwünschte, von der
zuvor genannten Person optisch wahrnehmbare, farbliche Veränderung der Anordnung vermieden
werden. Des Weiteren kann die Emailleschicht sehr hohe Temperaturen und somit auch
die zuvor genannte, pyrolytische Selbstreinigung ertragen, ohne dass es zu mechanischen
Beschädigungen oder Farbveränderungen, mithin Verfärbungen, der Emailleschicht kommt.
[0018] Um einen besonders vorteilhaften, optischen Eindruck der Anordnung auch über eine
hohe Lebensdauer hinweg realisieren zu können, ist es in weiterer Ausgestaltung der
Erfindung vorgesehen, dass das Trägerelement außenumfangsseitig zumindest überwiegend,
insbesondere vollständig, von der Emailleschicht umgeben ist. Somit ist es vorzugsweise
vorgesehen, dass das Trägerelement allumfangsseitig von der Emailleschicht umgeben
ist.
[0019] Eine weitere Ausführungsform zeichnet sich dadurch aus, dass das Trägerelement aus
einem metallischen Werkstoff, insbesondere aus einem Stahl, gebildet ist. Vorzugsweise
handelt es sich bei dem Stahl um einen Edelstahl. Somit ist es denkbar, dass das dritte
Material der metallische Werkstoff ist. Die zumindest eine Schiene ist beispielsweise
aus einem oder dem metallischen Werkstoff, insbesondere aus einem oder dem Stahl und
ganz insbesondere aus einem oder dem Edelstahl, gebildet. Dadurch, dass das Trägerelement
aus dem genannten, metallischen Werkstoff gebildet ist, kann eine sichere Halterung
des Abdeckelements an, insbesondere auf, der zumindest einen Schiene gewährleistet
werden.
[0020] Hintergrund der Erfindung ist insbesondere auch, dass sich bei hohen Temperaturen
Metalloberflächen, speziell Edelstahloberflächen, verfärben können. Es existieren
bereits verschiedene Oberflächenbeschichtungen, um diese Verfärbungen zumindest gering
zu halten. Diese Beschichtungen sind jedoch meist sehr kostenintensiv, da sie in einem
Vakuumofen insbesondere auf den Edelstahl aufgebracht werden müssen. Der Aufnahmebereich
selbst ist üblicherweise für Temperaturen, wie sie bei einer pyrolytischen Selbstreinigung
auftreten, ausgelegt, ohne dass es zu unerwünschten Effekten wie beispielsweise unerwünschten
Farbveränderungen kommt. Allerdings wurde gefunden, dass für Auszugsschienenvorrichtungen
üblicherweise verwendete und geeignete Edelstähle nicht geeignet sind, um auf sie
eine Emailleschicht aufzubringen. Somit ist erfindungsgemäß das Abdeckelement als
separat von der Auszugsschienenvorrichtung ausgebildete Abdeckung vorgesehen, die
die zumindest eine Schiene zumindest überwiegend überdeckt. Thermisch bedingte Verfärbungen
der zumindest einen Schiene können somit erfolgen und zugelassen werden, sind jedoch
für die zuvor genannte Person nicht mehr sichtbar, da sie durch das Abdeckelement
abgedeckt werden. Die glasartige Emailleschicht ist jedoch empfindlich bezüglich einer
Einleitung von Kräften und punktuellen Lasten. Hierbei besteht das Risiko, dass die
harte Emailleschicht, welche auch als Emaillebeschichtung bezeichnet wird, abplatzt.
Dies kann durch die zuvor beschriebene Befestigungsmethode verhindert werden. Insbesondere
ermöglicht die Erfindung eine große Kontaktfläche zwischen dem Halteelement und der
Emailleschicht, sodass punktuelle oder partielle Lastspitzen vermieden werden können.
Insbesondere ist es vorgesehen, dass das Halteelement die auch als Fenster bezeichnete
Ausnehmung zumindest überwiegend, insbesondere vollständig, schließt. Dadurch verbleiben
keine Öffnungen oder Hinterschnitte, in denen sich übermäßiger Schmutz ansammeln könnte.
[0021] Der Erfindung liegt auch die Erkenntnis zugrunde, dass bei den meisten herkömmlichen
Backöfen mit pyrolytischer Selbstreinigung die Auszugsschienenvorrichtungen vor einem
Start der pyrolytischen Selbstreinigung aus dem Aufnahmebereich entfernt werden müssen,
da ansonsten ein Schmiermittel verbrennt und sich die Schienen unansehnlich verfärben.
Da nun die zumindest eine Schiene außenumfangsseitig zumindest überwiegend, insbesondere
vollständig, durch das Abdeckelement abgedeckt ist, kann die gesamte Anordnung, das
heißt können sowohl die Schienen als auch das Abdeckelement, während der pyrolytischen
Selbstreinigung in dem Aufnahmebereich verbleiben. Etwaige, unansehnliche Verfärbungen
der zumindest einen Schiene werden mittels des Abdeckelements abgedeckt und können
somit nicht von der zuvor genannten Person optisch wahrgenommen werden. Ferner kann
beispielsweise ein zum Schmieren von Wälzlagern vorgesehenes Schmiermittel mittels
des Abdeckelements vor einer übermäßigen Temperaturbeaufschlagung geschützt werden.
Beispielsweise ist die Laufschiene mittels der Wälzkörper bewegbar an der stationären
Schiene gelagert, wodurch eine besonders reibungsarme Lagerung gewährleistet werden
kann.
[0022] Ein zweiter Aspekt der Erfindung betrifft ein Gargerät, welches wenigstens eine Anordnung
gemäß dem ersten Aspekt der Erfindung aufweist. Vorteile und vorteilhafte Ausgestaltungen
des ersten Aspekts der Erfindung sind als Vorteile und vorteilhafte Ausgestaltungen
des zweiten Aspekts der Erfindung anzusehen und umgekehrt.
[0023] Weitere Vorteile, Merkmale und Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden
Beschreibung bevorzugter Ausführungsbeispiele sowie anhand der Zeichnung. Die vorstehend
in der Beschreibung genannten Merkmale und Merkmalskombinationen sowie die nachfolgend
in der Figurenbeschreibung genannten und/oder in den Fig. alleine gezeigten Merkmale
und Merkmalskombinationen sind nicht nur in der jeweils angegebenen Kombination, sondern
auch in anderen Kombinationen oder in Alleinstellung verwendbar, ohne den Rahmen der
Erfindung zu verlassen.
[0024] Die Zeichnung zeigt in:
- Fig. 1
- eine schematische Perspektivansicht einer ersten Ausführungsform einer Anordnung eines
Abdeckelements an einer Auszugsschienenvorrichtung für ein Gargerät;
- Fig. 2
- eine weitere schematische Perspektivansicht der ersten Ausführungsform der Anordnung;
- Fig. 3
- ausschnittsweise eine schematische und geschnittene Perspektivansicht der Anordnung
gemäß der ersten Ausführungsform;
- Fig. 4
- ausschnittsweise eine weitere schematische und geschnittene Perspektivansicht der
Anordnung gemäß der ersten Ausführungsform;
- Fig. 5
- ausschnittsweise eine schematische und geschnittene Perspektivansicht einer zweiten
Ausführungsform der Anordnung; und
- Fig. 6
- eine schematische und geschnittene Vorderansicht einer dritten Ausführungsform der
Anordnung.
[0025] In den Fig. sind gleiche oder funktionsgleiche Elemente mit gleichen Bezugszeichen
versehen.
[0026] Fig. 1 zeigt in einer schematischen Perspektivansicht eine erste Ausführungsform
einer Anordnung 10 eines Abdeckelements 12 an einer Auszugsschienenvorrichtung 14
für ein Gargerät wie beispielsweise einen Backofen. Besonders gut aus einer Zusammenschau
von Fig. 1 bis 4 ist erkennbar, dass die Auszugsschienenvorrichtung 14 eine stationäre
Schiene 16 aufweist, welche auch als erste Schiene bezeichnet wird oder eine erste
Schiene der Auszugsschienenvorrichtung 14 ist. Des Weiteren umfasst die Auszugsschienenvorrichtung
14 wenigstens oder vorliegend genau eine Laufschiene 18, welche auch als zweite Schiene
bezeichnet wird oder eine zweite Schiene der Auszugsschienenvorrichtung 14 ist. Die
Laufschiene 18 ist entlang der stationären Schiene 16 zwischen einer eingefahrenen
Stellung und wenigstens einer ausgefahrenen Stellung translatorisch bewegbar an der
stationären Schiene 16 gelagert, beispielsweise über in den Fig. nicht erkennbare
Wälzkörper, welche beispielsweise als Kugeln ausgebildet sein können. Fig. 1 bis 4
zeigen die Laufschiene 18 in der eingefahrenen Stellung.
[0027] Bei der Anordnung 10 ist das separat von der Auszugsschienenvorrichtung 14 ausgebildete
Abdeckelement 12 an der Laufschiene 18 gehalten, sodass das Abdeckelement 12 mit der
Laufschiene 18 relativ zu der stationären Schiene 16 mitbewegbar ist. Besonders gut
aus Fig. 1 bis 4 ist erkennbar, dass das separat von der Auszugsschienenvorrichtung
14 ausgebildete Abdeckelement 12 die Laufschieine 18, an welcher das Abdeckelement
12 gehalten ist, außenumfangsseitig zumindest überwiegend, das heißt zumindest zu
mehr als zur Hälfte, umgibt und dadurch zumindest überwiegend, das heißt zumindest
zu mehr als zur Hälfte, überdeckt. Bei der ersten Ausführungsform ist die Laufschiene
18 auf drei voneinander wegweisenden Seiten der Laufschiene 18 von dem Abdeckelement
12 umgeben. Mit anderen Worten umgibt das Abdeckelement 12 die drei voneinander wegweisenden
Seiten der Laufschiene 18. Insbesondere sind beispielsweise alle von der stationären
Schiene 16 wegweisende Seiten der Laufschiene 18 jeweils zumindest überwiegend, das
heißt zumindest zu mehr als zur Hälfte, von dem Abdeckelement 12 umgeben und somit
überdeckt. Dabei ist es insbesondere vorgesehen, dass mehr als 70 Prozent, insbesondere
mehr als 75 Prozent und ganz insbesondere mehr als 80 Prozent, der jeweiligen Seite
der Laufschiene 18 von dem Abdeckelement 12 umgeben und dadurch durch das Abdeckelement
12 überdeckt oder abgedeckt ist.
[0028] Bei der ersten Ausführungsform weist das Abdeckelement 12 wenigstens eine Ausnehmung
20 auf, welche in einer vorliegend als Seitenwand ausgebildeten Wandung 22 des Abdeckelements
12 ausgebildet ist. In die Ausnehmung 20 greift ein an der Laufschiene 18 vorgesehenes,
auch als Befestigungselement bezeichnetes Halteelement 24 ein, wodurch das Abdeckelement
12 an der Laufschiene 18 gehalten ist. Bei der ersten Ausführungsform ist die Ausnehmung
20 als eine Durchgangsöffnung ausgebildet, die entlang ihrer auch als Durchdringrichtung
bezeichneten Durchgangsrichtung 26 durchgängig ist. Die Durchgangsrichtung 26 verläuft
senkrecht einer Bewegungsrichtung, entlang welcher die Laufschiene 18 und mit der
Laufschiene 18 das Abdeckelement 12 relativ zu der stationären Schiene 16 zwischen
der eingefahrenen Stellung und der ausgefahrenen Stellung translatorisch bewegbar
sind. Die Durchgangsöffnung ist entlang ihrer in Fig. 3 durch einen Doppelpfeil 28
veranschaulichten und um die Durchgangsrichtung 26 herum verlaufenden Umfangsrichtung
vollständig umlaufend durch die Wandung 22 des Abdeckelements 12 begrenzt. Das Halteelement
24 greift beispielsweise derart in die Ausnehmung 20 ein, dass zwischen wenigstens
einem in die Ausnehmung 20 eingreifenden, ersten Wandungsbereich W1 des Halteelements
24 und wenigstens einem dem ersten Wandungsbereich W1 gegenüberliegenden, die Ausnehmung
20 direkt begrenzenden, zweiten Wandungsbereich W2 des Abdeckelements 12 ein Spiel,
mithin ein Abstand, ausgebildet ist. Bei der ersten Ausführungsform ist der Wandungsbereich
W2 ein Wandungsbereich der Seitenwand 22.
[0029] Wie in Fig. 4 durch Linien 30 veranschaulicht ist, ist es bei der ersten Ausführungsform
vorgesehen, dass das Abdeckelement 12 elastisch verformt auf der Laufschiene 18 angeordnet
und dadurch mit der Laufschiene 18 verklemmt ist. Das Abdeckelement 12 weist einen
offenen Hohlquerschnitt 32 auf, welcher, insbesondere direkt, durch die Wandung 22,
durch eine der als Seitenwand ausgebildeten Wandung 22 gegenüberliegende, zweite Wandung
34 des Abdeckelements 12 und durch eine dritte Wandung 36 des Abdeckelements 12 begrenzt
ist. Die dritte Wandung 36 wird auch als dritte Wandung oder Steg bezeichnet. Insbesondere
bilden die Wandungen 22 und 34 und die Wandung 36 eine C-Form oder eine U-Form des
Abdeckelements 12. Dabei sind die als Seitenwände ausgebildeten Wandungen 22 und 34
Schenkel der C-Form beziehungsweise der U-Form, und der die Wandungen 22 und 34 miteinander
verbindende Steg (Wandung 36) ist ein Steg der C-Form beziehungsweise der U-Form.
Insbesondere ist es vorliegend vorgesehen, dass die Wandungen 22 und 34 und die Wandung
36 einstückig miteinander ausgebildet sind, mithin aus einem einzigen Stück gebildet
sind. Dabei ist die Laufschiene 18 zumindest teilweise, insbesondere zumindest überwiegend
und somit zumindest zu mehr als zur Hälfte oder aber vollständig, in dem offenen Hohlquerschnitt
32 angeordnet. Anhand der Linien 30 ist erkennbar, dass die Wandungen 22 und 34 des
Abdeckelements 12 in Richtung der Laufschiene 18 überbogen und dadurch elastisch verformt
sind, wodurch das Abdeckelement 12 mit der Laufschiene 18 verklemmt ist, mithin auf
die Laufschiene 18 geklemmt oder aufgeklemmt ist. Dadurch können beispielsweise trotz
des etwaigen Abstands zwischen den Wandungsbereichen W1 und W2 übermäßige Relativbewegungen
zwischen dem Abdeckelement 12 und der Laufschiene 18 und somit unerwünschte Klappergeräusche
vermieden werden.
[0030] Aus Fig. 2 ist erkennbar, dass das Abdeckelement 12 beispielsweise mittels genau
zweier Halteelemente 24 an der Laufschiene 18 gehalten ist, wobei das jeweilige Halteelement
24 in die jeweilige, korrespondierende Ausnehmung 20 eingreift.
[0031] Bei der ersten Ausführungsform ist es vorgesehen, dass das Halteelement 24 separat
von den Schienen, mithin separat von der Laufschiene 18 und separat von der stationären
Schiene 16 ausgebildet ist, wobei das Halteelement 24 mit der Laufschiene 18 verbunden
ist. Dabei ist es vorzugsweise vorgesehen, dass das Halteelement 24 stoffschlüssig
mit der Laufschiene 18 verbunden ist, insbesondere derart, dass das Halteelement 24
mit der Laufschiene 18 verschweißt ist.
[0032] Fig. 5 zeigt ausschnittsweise in einer schematischen Perspektivansicht eine zweite
Ausführungsform der Anordnung 10. Bei der zweiten Ausführungsform ist das Halteelement
24 einstückig mit der Laufschiene 18 ausgebildet, insbesondere derart, dass das Halteelement
24 einstückig mit einer vorliegend als Seitenwand ausgebildeten Wand 38 der Laufschiene
18 ausgebildet ist. Das Halteelement 24 ist aus einem metallischen Werkstoff, insbesondere
aus einem Stahl und ganz insbesondere aus einem Edelstahl, gebildet. Vorzugsweise
ist die Laufschiene 18 aus einem metallischen Werkstoff, insbesondere aus einem Stahl
und ganz insbesondere aus einem Edelstahl, gebildet. Vorzugsweise ist es vorgesehen,
dass das Halteelement 24 und die Laufschiene 18 aus dem gleichen, insbesondere metallischen,
Werkstoff, insbesondere dem gleichen Stahl und ganz insbesondere aus dem gleichen
Edelstahl, gebildet sind. Bei der zweiten Ausführungsform ist das Halteelement 24
relativ zu einem sich an das Halteelement 24, insbesondere direkt, anschließenden
Wandungsbereich der Laufschiene 18, insbesondere der Wand 38, gebogen, wodurch das
Halteelement 24 von dem genannten Wandungsbereich der Laufschiene 18 absteht.
[0033] Aus Fig. 5 ist besonders gut erkennbar, dass das Abdeckelement 12 eine auch als Oberfläche
bezeichnete Außenhaut 40 aufweist, die von einer sich in einer Umgebung 42 des Abdeckelements
12, insbesondere der Anordnung 10 insgesamt, aufhaltenden Person optisch und haptisch
wahrnehmbar ist. Zumindest ein von der Auszugsschienenvorrichtung 14 wegweisender
Teilbereich TB der Außenhaut 40 ist oder fungiert als eine Abstellfläche, an, insbesondere
auf, welcher beispielsweise ein Gargutträger wie ein Backblech oder ein Rost angeordnet,
insbesondere aufgesetzt oder abgestellt, werden kann. In der Folge kann der Gargutträger
zusammen mit dem Abdeckelement 12 und der Laufschiene 18 relativ zu der stationären
Schiene 16 zwischen der eingefahrenen Stellung und der ausgefahrenen Stellung translatorisch
bewegt, insbesondere hin- und herbewegt, werden. In Einbaulage der Anordnung 10, die
ihre Einbaulage in vollständig hergestelltem Zustand des die Anordnung 10 aufweisenden
und sich in seiner für seinen bestimmungsgemäßen Gebrauch vorgesehenen Gebrauchslage
befindenden Gargeräts einnimmt, weist der Teilbereich TB in vertikaler Richtung nach
oben von der Auszugsschienenvorrichtung 14 weg. Um beispielsweise zu vermeiden, dass
der Gargutträger insbesondere entlang der Bewegungsrichtung von dem Abdeckelement
12 herunterrutscht, weist das Abdeckelement 12 zumindest an einem seiner Enden eine
auch als Abstütznase bezeichnete Nase 44 auf, die insbesondere in Einbaulage der Anordnung
10 in vertikaler Richtung nach oben hin von dem Teilbereich TB absteht und den Teilbereich
TB überragt. Der Gargutträger ist entlang der Bewegungsrichtung an der Nase 44 abstützbar
oder abgestützt und kann somit nicht entlang der Bewegungsrichtung von dem Abdeckelement
12 herunterrutschen.
[0034] Schließlich zeigt Fig. 6 in einer schematischen und geschnittenen Vorderansicht eine
dritte Ausführungsform der Anordnung 10. Bei der dritten Ausführungsform ist es vorgesehen,
dass das Abdeckelement 12 die Laufschiene 18 klammerartig umgreift und dadurch an
der Laufschiene 18 gehalten ist.
[0035] Vorzugsweise ist das Abdeckelement 12 ein emailliertes Abdeckelement. Dies bedeutet,
dass das Abdeckelement ein Trägerelement aufweist, welches mit einer Emailleschicht
versehen ist. Insbesondere ist die Emailleschicht, insbesondere direkt, auf dem Trägerelement
angeordnet, insbesondere auf das Trägerelement aufgebracht. Vorzugsweise ist das Trägerelement
aus einem metallischen Werkstoff, insbesondere aus einem Stahl, gebildet. Dabei bildet
die Emailleschicht die Außenhaut 40. Hierdurch können temperaturbedingte Verfärbungen
der Außenhaut 40 vermieden werden. Temperaturbedingte Verfärbungen der Laufschiene
18 können zugelassen werden, werden jedoch durch das Abdeckelement 12 überdeckt und
sind somit nicht von der sich in der Umgebung 42 aufhaltenden Person optisch wahrnehmbar.
1. Anordnung (10) wenigstens eines Abdeckelements (12) an einer Auszugsschienenvorrichtung
(14) für ein Gargerät, bei welcher:
- die Auszugsschienenvorrichtung (14) eine stationären Schiene (16) als erste Schiene
und wenigstens eine Laufschiene (18) als zweite Schiene aufweist, welche entlang der
stationären Schiene (16) zwischen einer eingefahrenen Stellung und wenigstens einer
ausgefahrenen Stellung translatorisch bewegbar an der stationären Schiene (16) gelagert
ist;
- das separat von der Auszugsschienenvorrichtung (14) ausgebildete Abdeckelement (12)
zumindest eine der Schienen außenumfangsseitig zumindest überwiegend umgibt und dadurch
zumindest überwiegend überdeckt; und
- das Abdeckelement (12) an der zumindest einen Schiene gehalten ist.
2. Anordnung (10) nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass
das Abdeckelement (12) wenigstens eine Ausnehmung (20) aufweist, in welche wenigstens
ein an der zumindest einen Schiene vorgesehenes Halteelement (24) eingreift, wodurch
das Abdeckelement (12) an der zumindest einen Schiene gehalten ist.
3. Anordnung (10) nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet, dass
das Halteelement (24) derart in die Ausnehmung (20) eingreift, dass zwischen wenigstens
einem in die Ausnehmung (20) eingreifenden, ersten Wandungsbereich (W1) des Halteelements
(24) und wenigstens einem dem ersten Wandungsbereich (W1) gegenüberliegenden, die
Ausnehmung (20) direkt begrenzenden, zweiten Wandungsbereich (W2) des Abdeckelements
(12) ein Spiel ausgebildet.
4. Anordnung (10) nach Anspruch 2 oder 3,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Ausnehmung (20) als eine Durchgangsöffnung ausgebildet ist, welche entlang ihrer
Umfangsrichtung (28) vollständig umlaufend durch eine Wandung (22) des Abdeckelements
(12) begrenzt ist.
5. Anordnung (10) nach einem der Ansprüche 2 bis 4,
dadurch gekennzeichnet, dass
das Halteelement (24) separat von den Schienen ausgebildet und mit der zumindest einen
Schiene verbunden ist.
6. Anordnung (10) nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet, dass
das Halteelement (24) stoffschlüssig mit der zumindest einen Schiene verbunden ist.
7. Anordnung (10) nach einem der Ansprüche 2 bis 4,
dadurch gekennzeichnet, dass
das Halteelement (24) einstückig mit der zumindest einen Schiene ausgebildet ist.
8. Anordnung (10) nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet, dass
das Halteelement (24) relativ zu einem sich an das Halteelement (24) anschließenden
Wandungsbereich der zumindest einen Schiene gebogen ist und dadurch von dem Wandungsbereich
absteht.
9. Anordnung (10) nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass
das Abdeckelement (12) die zumindest eine Schiene klammerartig umgreift und dadurch
an der zumindest einen Schiene gehalten ist.
10. Anordnung (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
das Abdeckelement (12) elastisch verformt auf der zumindest einen Schiene angeordnet
und dadurch mit der zumindest einen Schiene verklemmt ist.
11. Anordnung (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
das Abdeckelement (12) ein Trägerelement aufweist, welches mit einer Emailleschicht
versehen ist.
12. Anordnung (10) nach Anspruch 11,
dadurch gekennzeichnet, dass
das Trägerelement außenumfangsseitig zumindest überwiegend, insbesondere vollständig,
von der Emailleschicht umgeben ist.
13. Anordnung (10) nach Anspruch 11 oder 12,
dadurch gekennzeichnet, dass
das Trägerelement aus einem metallischen Werkstoff, insbesondere aus einem Stahl,
gebildet ist.
14. Gargerät, mit wenigstens einer Anordnung (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche.