[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Wand- oder Bodenpaneel mit zur Fischgrät-Verlegung
geeigneten Verriegelungsmitteln.
[0002] Wand- oder Bodenpaneel im erfindungsgemäßen Sinn sind dabei dekorierte Platten bzw.
Dekorpaneele und sind an sich als solche bekannt und werden beispielsweise im Innenausbau
als Boden oder Wandbelag genutzt. Unter dem Begriff Wandpaneel sind dabei auch Paneele
zu verstehen, welche zur auch Deckenbekleidung geeignet sind. Die Paneele bestehen
üblicherweise aus einem Träger beziehungsweise Kern aus einem festen Material, beispielsweise
einem Holzwerkstoff, Kunststoff oder einem Kompositmaterial, der auf mindestens einer
Seite mit einer Dekorschicht und einer Deckschicht sowie gegebenenfalls mit weiteren
Schichten, beispielsweise einer zwischen Dekor- und Deckschicht angeordneten Verschleißschicht,
versehen ist. Die Dekorschicht wird üblicherweise aus einem bedruckten Papier oder
eine direkt auf den Träger oder ein auf diesen zunächst aufgebrachten Dekoruntergrund
gedrucktes Dekor gebildet. Insbesondere der sogenannte Direktdruck von Dekor auf einen
Träger bzw. einen zunächst auf den Träger aufgebrachten Dekoruntergrund mittel Direktdruckverfahren
wie z.B. Tintenstrahldruck hat dabei in den letzten Jahren zunehmend an Bedeutung
in der einschlägigen Industrie gewonnen.
[0003] Verfahren zur Herstellung von Dekorpaneelen auf Basis von Trägern aus Holzwerkstoffen
wie z.B. HDF- oder MDF-Platten sind hinlänglich bekannt. So offenbart die
WO 2009/080772 beispielsweise ein Verfahren zur Herstellung eines dekorierten Laminats mit einem
plattenförmigen Kern aus Holz oder Holzwerkstoff.
[0004] Unabhängig vom gewählten Werkstoff des Trägers werden die so erhaltenen Platten als
Großplatten mit dem Mehrfachen der Fläche eines letztendlichen Dekorpaneels bedruckt
und anschließend in einzelne, üblicherweise rechteckige Paneele aufgeteilt. Die so
erhaltenen Paneele können dann an den Panelkanten mit Profilierungen versehen werden,
mittels welcher sich die einzelnen Dekorpaneele zu einer verbundenen Fläche zusammenfügen
lassen.
[0005] Aus dem Bereich des klassischen Parketts sind sogenannte Fischgrät- oder Ährenmuster
bekannt, bei welchem periodisch angeordnete Parkettstäbe meist eine Translationssymmetrie
im rechten Winkel, 45° oder 30° zum rechten Winkel aufweisen.
[0006] Zur Erreichung eines solchen Verlegemusters müssen die sowohl die langen Kanten eines
Paneels, als auch die kurzen Kanten eines Paneels miteinander verbindbar sein. Im
Bereich des klassischen Parketts mit einer einfachen Nut-/Feder-Profilierung an den
jeweiligen Paneelkanten ist dies ohne weiteres möglich, da die an den Lang- und Kurzseiten
vorgesehenen Nuten zu den an den jeweils anderen Lang- und Kurzseiten vorgesehenen
Federn kompatible sind und nicht nur Kurz- bzw. Langseiten jeweils untereinander sondern
auch Kurzseiten mit Langseiten verbindbar sind. Jedoch bedarf das Verbinden der Paneele
miteinander einer aufwendigen Verklebung, um die Paneele mechanisch belastbar miteinander
zu verbinden. An moderne Dekorbelege, unabhängig davon, ob sie aus dem Bereich des
Echtholzparketts (auch als Engenieered Wood bezeichnet) oder im Bereich der Laminatpaneele
oder Kunststoffpaneele stammen, besteht aber die Anforderung, dass diese klebefrei
verlegt werden können. Entsprechende Verlegesysteme sind bespielweise als Klick-Laminat
oder auch Klick-Parkett bekannt.
[0007] Bei den meisten der dabei eingesetzten klebefreien Verriegelungssysteme sind jedoch
jeweils nur die kurzen Kanten sowie die langen Kanten zueinander kompatible, so dass
keine Verbindung zwischen einer langen Kante und einer kurzen Kante erfolgen kann.
Dies ist jedoch für die zuvor beschriebene Verlegeform im Fischgrät notwendig. Um
eine solche zu erreichen sind daher oftmals unterschiedliche Paneeltypen (AB-Paneele)
vorzusehen, die sich in den Verbindungsmitteln an ihren jeweiligen Kanten unterschieden.
Ein solche Vorsehen unterschiedlicher Paneeltypen ist jedoch logistisch aufwendig
und insbesondere im Bereich des Do-it-Yourself Marktes nicht erwünscht.
[0008] Aus der
DE 20 2019 103 690 ist ein Paneel bekannt, das rechteckig ist und lange und kurze Kanten aufweist, wobei
das Paneel an jeder langen Kante und an jeder kurzen Kante einen Kopplungsteil umfasst,
der es ermöglicht, das Paneel mit einem anderen derartigen Paneel zu verkoppeln; wobei
der Kopplungsteil an der einen langen Kante eine Feder und eine abwärts gerichtete
Verriegelungsnut umfasst; wobei die Kopplungsteile an der anderen langen Kante und
an den kurzen Kanten jeweils eine Nut und eine Verriegelungslippe umfassen; wobei
die Verriegelungslippe an jeder der anderen langen Kante und der kurzen Kanten die
betreffende Nut nach unten begrenzt und ein aufwärts gerichtetes Verriegelungselement
umfasst; wobei die Feder konfiguriert ist, um mit der Nut an jeder der anderen langen
Kante und der kurzen Kanten eines anderen derartigen Paneels zusammenzuwirken, um
eine vertikale Verriegelung zwischen den betreffenden Kanten zu bewirken; und wobei
die abwärts gerichtete Verriegelungsnut konfiguriert ist, um mit dem aufwärts gerichteten
Verriegelungselement an jeder der anderen langen Kante und der kurzen Kanten eines
anderen derartigen Paneels zusammenzuwirken, um eine horizontale Verriegelung zwischen
den betreffenden Kanten zu bewirken.
[0009] Aus der
WO 1997/ 47843 ist ein Paneel bekannt bei dem der Kopplungsteil an der einen langen Kante konfiguriert
ist, um mit dem Kopplungsteil an der anderen langen Kante eines anderen derartigen
Paneels zusammenzuwirken. Der Kopplungsteil an der einen kurzen Kante ist konfiguriert,
um mit dem Kopplungsteil an der anderen kurzen Kante eines anderen derartigen Paneels
zusammenzuwirken. Die zusammenwirkenden Kopplungsteile bilden sowohl an den langen
als auch an den kurzen Kanten eine verriegelnde Feder-und-Nut-Verbindung. Das ist
eine Feder-und-Nut-Verbindung, die nicht nur eine vertikale, sondern auch eine horizontale
Verriegelung zwischen den verkoppelten Kanten bewirkt. Die vertikale Verriegelung
wird durch das Zusammenwirken zwischen der Feder und der Nut bewirkt. Die horizontale
Verriegelung wird dadurch erhalten, dass eine Verriegelungslippe in eine abwärts gerichtete
Verriegelungsnut greift.
[0010] Das Dokument
WO 2005/098163 beschreibt Paneele, von denen lediglich ein Typ notwendig ist, um Fischgrätmuster
zu erhalten. Die Kopplungsteile an den langen Kanten bilden in verkoppeltem Zustand
eine verriegelnde Feder-und-Nut-Verbindung. Die Kopplungsteile an den kurzen Kanten
sind identisch ausgeführt und sind konfiguriert, um mit jedem der Kopplung steile
an den langen Kanten zusammenzuwirken. Die praktischen Beispiele der Kopplungsteile
an den kurzen Kanten sind jedoch ziemlich komplex oder sorgen nicht für eine adäquate
Verriegelung. So wird die vertikale Bewegung der kurzen Kanten in verkoppeltem Zustand
nicht immer beschränkt. Dies hat als nachteilige Folge, dass ein Risiko von Höhenunterschieden
entsteht.
[0011] Die aus dem Stand bekannten Lösungen zeigen jedoch oftmals den Nachteil einer nicht
hinreichenden mechanischen Stabilität der Paneelverbindungen, so dass diese sich unter
Belastung lösen.
[0012] Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es daher ein verbessertes Wand- oder Bodenpaneel
anzugeben, mit welchem sich geometrisch aufwendige Verlegemuster wie insbesondere
Fischgrätmuster einfach bereitstellen lassen, ohne dass es der Bereitstellung unterschiedlicher
Paneeltypen bedarf.
[0013] Gelöst wird diese Aufgabe durch ein Wand- oder Bodenpaneel gemäß Anspruch 1. Ausgestaltungen
eines solchen Dekorpaneels finden sich in den abhängigen Ansprüchen sowie der nachfolgenden
Beschreibung.
[0014] Es wird somit ein Wand- oder Bodenpaneel vorgeschlagen, aufweisend jeweils zwei gegenüberliegende
lange Kanten sowie zwei gegenüberliegende kurze Kante wobei das Paneel an jeder langen
Kante und an jeder kurzen Kante wenigstens ein Verbindungsmittel aufweist, das es
ermöglicht, das Paneel mit einem weiteren Paneel an den langen Kanten untereinander
sowie an den langen Kanten und den kurzen Kanten zu verbinden. Das Verbindungsmittel
an einer der langen Kanten umfasst eine Feder und wenigstens eine abwärts gerichtete
Verriegelungsnut und eine aufwärts gerichtete Verriegelungsnut sowie ein aufwärts
gerichteter Rasthaken. Das Verbindungsmittel an der anderen langen Kante weist einen
Rasthaken und eine im wesentlichen horizontal verlaufende Verriegelungsnut auf. An
den kurzen Kanten umfasst das Verbindungsmittel eine Feder und wenigstens eine erste
abwärts gerichtete Verriegelungsnut und eine zweite abwärts gerichtete Verriegelungsnut,
sowie einen Rastabsatz. Zur Verbindung des Verbindungsmittels an einer der langen
Kanten mit dem Verbindungsmittel an einer der anderen langen Kanten sind die abwärts
gerichtete Verriegelungsnut und der Rasthaken derart ausgestaltete, dass der Rasthaken
im verbundenen Zustand der Verbindungsmittel in die Verriegelungsnut kontaktschlüssig
zwischen einer distalen Nutfläche und einer proximalen Hakenfläche eingreift und sich
der aufwärts gerichteter Rasthaken des Verriegelungselementes der langen Kanten über
eine Kopffläche gegen eine Nutdecke der im Wesentlichen horizontal verlaufenden Nut
des Verriegelungselements abstützt. Zur Verbindung des Verbindungsmittels an einer
der langen Kanten mit dem Verbindungsmittel an den kurzen Kanten ist eine Feder des
Verbindungselementes derart ausgestaltete, dass im verbundenen Zustand der Verbindungsmittel
die Feder in die abwärts gerichtete Verriegelungsnut kontaktschlüssig zwischen einer
proximalen Nutwand und einer distalen Federfläche sowie vorzugsweise kontaktschlüssig
zwischen einer proximalen Hakenfläche und einer proximalen Federfläche sowie vorzugsweise
kontaktschlüssig zwischen einer basalen Vorsprungfläche eines Vorsprungs des Verbindungselements
und einer apikalen Federfläche der Feder des Verbindungselements eingreift. Zur Verbindung
des Verbindungsmittels an einer der langen Kanten mit dem Verbindungsmittel an den
kurzen Kanten ist die Feder des Verbindungselementes derart ausgestaltet, dass im
verbundenen Zustand der Verbindungsmittel die apikale Federfläche der Feder vorzugsweise
kontaktschlüssig zu einer basale Vorsprungsfläche eines proximalen Vorsprungs des
Verbindungselements ist und eine Nutwandfläche der abwärts gerichteten Verriegelungsnut
vorzugsweise kontaktschlüssig zu der proximalen Hakenfläche des Rasthaken des Verbindungselements
ist und eine Fußfläche eines Federfußes des Verbindungselements kontaktschlüssig zu
einer apikalen Hakenarmfläche des Rasthaken ist.
[0015] Es hat sich gezeigt, dass es mit dem erfindungsgemäßen Wand- oder Bodenpaneel möglich
ist, geometrisch aufwendige Verlegemuster wie beispielsweise Fischgrätmuster auch
auf großen Verlegeflächen einfach und anwenderfreundlich bereitzustellen welche über
eine verbesserte mechanische Stabilität der Paneelverbindungen verfügen.
[0016] Unter dem Begriff "Dekorpaneel" sind im Sinne der Erfindung insbesondere Wand-, Decken,
Tür- oder Bodenpaneele zu verstehen, welche ein auf eine Trägerplatte aufgebrachtes
Dekor aufweisen. Dekorpaneele werden dabei in vielfältiger Weise sowohl im Bereich
des Innenausbaus von Räumen als auch zur dekorativen Verkleidung von Bauten, beispielsweise
im Messebau, verwendet. Eine der häufigsten Einsatzbereiche von Dekorpaneelen ist
deren Nutzung als Fußbodenbelag. Die Dekorpaneele weisen dabei vielfach ein Dekor
auf, welches eine Dekorvorlage, meist einen Naturwerkstoff, nachempfinden soll.
[0017] Beispiele für solche nachempfundenen Naturwerkstoffe sind Holzarten wie beispielsweise
Ahorn, Eiche, Birke, Kirsche, Esche, Nussbaum, Kastanie, Wenge oder auch exotische
Hölzer wie Panga-Panga, Mahagoni, Bambus und Bubinga. Darüber hinaus werden vielfach
Naturwerkstoffe wir Steinoberflächen oder Keramikoberflächen nachempfunden.
[0018] Der Träger oder Kern eines erfindungsgemäßen Dekorpaneels kann beispielsweise ein
Träger auf Basis eines Naturwerkstoffs, eines Kunststoffes eines Holz-Kunststoff-Komposite-Werkstoffes
(WPC) oder auch eines Mineral-Kunststoff-Komposite-Werkstoff (SPC) bereitgestellt
werden. Auch Schichtstrukturen aus mehreren der genannten Materialien können verwendet
werden, beispielsweise Gipskarton- oder Holz-Kunststoff-Schichtplatten.
[0019] Beispielsweise kann die Trägerplatte bzw. der Träger aus einem thermoplastischen,
elastomeren oder duroplastischen Kunststoff ausgebildet sein. Auch Platten aus Mineralien
wie natürliche und künstliche Steinplatten, Betonplatten, Gipsfaserplatten, WPC-Platten
(aus einem Gemisch von Kunststoff und Holz), SPC-Platten (aus einem Gemisch von mineralischen
Füllstoffen, wie beispielsweise einem Schichtsilikat, und Kunststoff) sowie Platten
aus natürlichen Rohstoffen wie Kork und Holz können erfindungsgemäß als Träger eingesetzt
werden. Auch Platten aus Biomasse als Naturwerkstoff wie Stroh, Maisstroh, Bambus,
Laub, Algenextrakte, Hanf, Ölpalmenfasern, können erfindungsgemäß verwendet werden.
Des Weiteren sind Recyclingwerkstoffe aus den genannten Materialien im Rahmen des
erfindungsgemäßen Verfahrens einsetzbar. Ferner können die Platten auf Basis des Naturwerkstoffs
Cellulose, wie etwa aus Papier oder Pappe ausgestaltet sein.
[0020] Holzwerkstoffe im Sinne der Erfindung sind dabei neben Vollholzwerkstoffen auch Materialien
wie beispielsweise Brettsperrholz, Brettschichtholz, Stabsperrholz, Funiersperrholz,
Furnierschichtholz, Funierstreifenholz und Biegesperrholz. Darüber hinaus sind unter
Holzwerkstoffen im Sinne der Erfindung auch Holzspanwerkstoffe wie beispielsweise
Spanpressplatten, Strangpressplatten, Grobspanplatten (Oriented Structural Board,
OSB) und Spanstreifenholz sowie auch Holzfaserwerkstoffe wie beispielsweise Holzfaserdämmplatten
(HFD), mittelharte und harte Faserplatten (MB, HFH), sowie insbesondere mitteldichte
Faserplatten (MDF) und hochdichte Faserplatten (HDF) zu verstehen. Auch moderne Holzwerkstoffe
wie Holz-Polymer-Werkstoffe (Wood Plastic Composite, WPC), Sandwichplatten aus einem
leichten Kernmaterial wie Schaumstoff, Hartschaum oder Papierwaben und einer darauf
aufgebrachten Holzschicht, sowie mineralisch, beispielsweise mit Zement, gebundene
Holzspanplatten bilden Holzwerkstoffe im Sinne der Erfindung. Auch Kork stellt dabei
einen Holzwerkstoff im Sinne der Erfindung dar.
[0021] Im Sinne der Erfindung sind unter dem Begriff Faserwerkstoffe Materialien wie beispielsweise
Papier und Vliese auf Basis pflanzlicher, tierischer, mineralischer oder auch künstlicher
Fasern zu verstehen, ebenso wie Pappen. Beispiele sind Faserwerkstoffe aus pflanzlichen
Fasern sind neben Papieren und Vliesen aus Zellstofffasern Platten aus Biomasse wie
Stroh, Maisstroh, Bambus, Laub, Algenextrakte, Hanf, Baumwolle oder Ölpalmenfasern.
Beispiele für tierische Faserwerkstoffe sind etwa keratinbasierte Materialien wie
beispielsweise Wolle oder Rosshaar. Beispiele für mineralische Faserwerkstoffe sind
aus Mineralwolle oder Glaswolle.
[0022] Weiterhin kann der Träger ein kunststoffbasierter Träger sein, also etwa einen Kunststoff
aufweisen oder daraus bestehen. Beispiele für thermoplastische Kunststoffe sind Polyvinylchlorid,
Polyolefine (beispielsweise Polyethylen (PE), Polypropylen (PP)), Polyamide (PA),
Polyurethane (PU), Polystyrol (PS), Acrylnitril-Butadien-Styrol (ABS), Polymethylmethacrylat
(PMMA), Polycarbonat (PC), Polyethylenterephthalat (PET), Polyetheretherketon (PEEK)
oder Mischungen oder Co-Polymerisate dieser. Die Kunststoffe können übliche Füllstoffe
enthalten, beispielsweise einem Schichtsilikat wie z.B. Talkum, Kalziumcarbonat (Kreide),
Aluminiumoxid, Kieselgel, Quarzmehl, Holzmehl, Gips. Auch können sie in bekannter
Weise eingefärbt sein. Insbesondere kann es vorgesehen sein, dass das Trägermaterial
ein Flammschutzmittel aufweist.
[0023] Insbesondere thermoplastische Kunststoffe bieten auch den Vorteil, dass die aus ihnen
hergestellten Produkte sehr leicht rezykliert werden können. Es können auch Recycling-Materialien
aus anderen Quellen verwendet werden. Hierdurch ergibt sich eine weitere Möglichkeit
zur Senkung der Herstellungskosten.
[0024] Gemäß einer Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Wand- oder Bodenpaneels kann es vorgesehen
sein, dass im verbundenen Zustand des Verbindungsmittel einer kurzen Kante mit einem
Verbindungsmittel einer langen Kante zwischen der distalen Stirnfläche des aufwärts
gerichteten Rasthaken und der proximalen Wandfläche des Verbindungselements ein kontaktfreier
Raum ausgebildet ist.
[0025] Unter einem kontaktfreien Raum ist dabei im Sinne der Erfindung das Fehlen eines
direkten Kontaktes zwischen entsprechenden Strukturelementen der Verriegelungsmittel
zu verstehen. Die entsprechenden Strukturelemente berühren sich mithin in den entsprechenden
Bereichen nicht.
[0026] Gemäß einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung kann es vorgesehen sein, dass im
verbundenen Zustand des Verbindungsmittel einer kurzen Kante mit einem Verbindungsmittel
einer langen Kante zwischen der Hinterschneidungsfläche und der proximalen Nutwand
der aufwärts gerichtete Verriegelungsnut eine Nutkammer ausgebildet ist.
[0027] Gemäß einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung kann es vorgesehen sein, dass im
verbundenen Zustand des Verbindungsmittel einer kurzen Kante mit einem Verbindungsmittel
einer langen Kante zwischen der Nutdecke der abwärts gerichteten Nut des Verbindungselements
der kurzen Kante und einer apikalen Hakenfläche des Rasthaken des Verbindungsmittels
der langen Kante ein kontaktfreier Raum ausgebildet ist.
[0028] In einer weiteren alternativen Ausgestaltung der Erfindung kann es vorgesehen sein,
dass Wand- oder Bodenpaneel gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei im verbundenen
Zustand des Verbindungsmittel einer langen Kante mit einem Verbindungsmittel einer
zweiten kompatiblen langen Kante zwischen einer proximalen Nutwand der Verriegelungsnut
des Verbindungsmittels der anderen langen Kante und der distalen Stirnfläche des Verbindungsmittel
der ersten langen Kante ein kontaktfreier Raum ausgebildet ist.
[0029] In einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung kann es vorgesehen sein, dass im verbundenen
Zustand des Verbindungsmittel einer ersten langen Kante mit einem Verbindungsmittel
einer zweiten kompatiblen langen Kante zwischen einer Nutdecke der Verriegelungsnut
des Verbindungsmittels der zweiten langen Kante und der apikalen Hakenfläche des Rasthaken
des Verbindungsmittels der ersten langen Kante ein kontaktfreier Raum ausgebildet
ist.
[0030] In einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung kann es vorgesehen sein, dass im verbundenen
Zustand des Verbindungsmittel einer langen Kante mit einem Verbindungsmittel einer
zweiten kompatiblen langen Kante zwischen einer proximalen Nutwand der horizontalen
Verriegelungsnut des Verbindungsmittels der ersten langen Kante und der distalen Stirnfläche
des aufwärts gerichteten Rasthaken des Verbindungsmittel der zweiten langen Kante
ein kontaktfreier Raum ausgebildet ist. Dabei kann es vorgesehen sein, dass sich der
kontaktfreie Raum zumindest teilweise entlang der apikalen Hakenarmfläche des Hakenarms
des Verbindungsmittels der ersten langen Kante erstreckt.
[0031] Gemäß einer bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung kann es vorgesehen sein, dass
der Rastabsatz des Verbindungsmittels an den kurzen Kanten in Richtung der distalen
Federfläche des Verbindungsmittels inkliniert ist. Unter "inkliniert" ist dabei im
Sinne der Erfindung zu verstehen, dass die äußere distale Ecke des Rastabsatzes gegenüber
einer Ebene der proximalen Wandfläche der abwärts gerichteten Verriegelungsnut in
distaler Richtung verschoben ist und nicht in der Ebene der proximalen Wandfläche
liegt. Vorzugsweise erfolgt eine solche Inklinierung im Wesentlichen bogenförmig.
[0032] Gemäß einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung kann es vorgesehen sein, dass das
Verbindungsmittel einer ersten lagen Kanten mittels einer Schwenkbewegung mit dem
Verbindungsmittel einer zweiten kompatiblen langen Kanten verriegelbar ist. Das Verbindungsmittel
der ersten Kante wird insoweit in das Verbindungsmittel der zweiten Kante eingewinkelt.
[0033] Gemäß einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung kann es vorgesehen sein, dass das
Verbindungsmittel der kurzen Kanten mittels einer im wesentlichen vertikal erfolgenden
Fügebewegung mit den Verbindungsmitteln der langen Kanten verbindbar bzw. verriegelbar
ist. Dabei kann es vorgesehen sein, dass zur endgültigen Verbindung bzw. Verriegelung
der beiden Paneelkanten miteinander eine im Wesentlichen vertikale Kraft in Richtung
des Verlegeuntergrundes ausgeübt wird. Solche Fügebewegung ist allgemein als push-to-lock
bekannt.
[0034] Gemäß einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung kann es vorgesehen sein, dass der
Unterschied des Winkels der basale Vorsprungsfläche zur Vertikalen zum Winkel der
proximale Hakenfläche zur Vertikalen, mithin die Winkeldifferenz, in einem Bereich
zwischen ≥10° und ≤ 60°, vorzugsweise ≥15° und ≤ 50°, insbesondere ≥20° und ≤ 30°
liegt. Hierdurch kann die Gefahr des Herausgleitens der miteinander verbundenen Verriegelungselemente
der ersten langen Kante und der zweiten langen Kante, wie auch der ersten langen Kante
und der kurzen Kante aus dem verbundenen Zustand signifikant verringert werden.
[0035] Die Erfindung wird nachfolgen anhand von Figuren weiter ausgeführt.
Fig. 1 beispielhaft erfindungsgemäße Paneele mit einer entsprechenden Zuordnung der
Paneelkanten;
Fig. 2 zeigt beispielhaft ein erfindungsgemäß zu erzielendes Fischgrät-Verlegemuster;
Fig. 3 zeigt eine Ausgestaltung eines erfindungsgemäßen Verbindungsmittels an den
kurzen Kanten eines Paneels;
Fig. 4 zeigt eine Ausgestaltung eines erfindungsgemäßen Verbindungsmittel an einer
ersten langen Kante;
Fig. 5 zeigt eine Ausgestaltung eines erfindungsgemäßen Verbindungsmittel an einer
zweiten langen Kante;
Fig. 6 zeigt eine alternative Ausgestaltung eines erfindungsgemäßen Verbindungsmittel
an einer ersten langen Kante;
Fig. 7 zeigt eine alternative Ausgestaltung eines erfindungsgemäßen Verbindungsmittel
an einer zweiten langen Kante;
Fig. 8 zeigt eine Verbindung eines Verbindungsmittel gemäß Fig. 5 einer langen Kante
mit einem Verbindungsmittel einer kurzen Kante gemäß Fig. 3 vor einem letztendlichen
Verbinden der Verbindungsmittel;
Fig. 9 zeigt die Verbindung aus Fig. 8 im verbundenen Zustand;
Fig. 10 zeigt eine Verbindung einer alternativen Ausgestaltung eines Verbindungsmittel
einer langen Kante gemäß Fig. 7 mit einem Verbindungsmittel einer kurzen Kante gemäß
Fig. 3 im verbundenen Zustand;
Fig. 11 zeigt eine Verbindung eines Verbindungsmittel gemäß Fig. 4 einer langen Kante
mit einem Verbindungsmittel einer kurzen Kante gemäß Fig. 3 vor einem letztendlichen
Verbinden der Verbindungsmittel;
Fig. 12 zeigt die Verbindung aus Fig. 11 im verbundenen Zustand;
Fig. 13 zeigt eine Verbindung eines Verbindungsmittel gemäß Fig. 4 einer langen Kante
mit einem Verbindungsmittel einer langen Kante gemäß Fig. 5 vor einem letztendlichen
Verbinden der Verbindungsmittel;
Fig. 14 zeigt die Verbindung aus Fig. 13 im verbundenen Zustand;
Fig. 15 11 zeigt eine Verbindung eines Verbindungsmittel gemäß Fig. 6 einer langen
Kante mit einem Verbindungsmittel einer kurzen Kante gemäß Fig. 3 im verbundenen Zustand;
Fig. 16 zeigt eine Verbindung eines Verbindungsmittel gemäß Fig. einer langen Kante
mit einem Verbindungsmittel einer langen Kante gemäß Fig. 7 vor einem letztendlichen
Verbinden der Verbindungsmittel;
Fig. 17 zeigt die Verbindung aus Fig. 16 im verbundenen Zustand;
Fig. 18 zeigt eine Ausgestaltung eines erfindungsgemäßen Verbindungsmittels an den
kurzen Kanten eines Paneels;
Fig. 19 zeigt eine alternative Ausgestaltung eines erfindungsgemäßen Verbindungsmittel
an einer ersten langen Kante;
Fig. 20 zeigt eine Verbindung eines Verbindungsmittel gemäß Fig. 19 einer langen Kante
mit einem Verbindungsmittel einer kurzen Kante gemäß Fig. 18 im verbundenen Zustand;
Fig. 21 zeigt eine alternative Ausgestaltung eines erfindungsgemäßen Verbindungsmittel
an einer zweiten langen Kante;
Fig. 22 zeigt eine Verbindung der alternativen Ausgestaltung eines Verbindungsmittel
einer langen Kante gemäß Fig. 21 mit dem Verbindungsmittel der kurzen Kanten gemäß
Fig. 18 im verbundenen Zustand; und
Fig. 23 zeigt die Verbindung aus den Verbindungselementen der Fig. 19 und 21 im verbundenen
Zustand.
[0036] Fig. 1 erfindungsgemäße Paneele 100, 200 mit einer entsprechenden Zuordnung der Paneelkanten
110, 120, 210, 220 zu den jeweils kurzen Kanten der Paneele 100, 200 und 130, 140,
230, 240 zu den jeweils langen Kanten der Paneele 100, 200.
[0037] Fig. 2 zeigt beispielhaft ein erfindungsgemäß zu erzielendes Fischgrät-Verlegemuster.
Dabei werden die Paneele 100, 200 um 90° zueinander versetzt über die jeweilig kurzen
Kanten 110, 120, 210, 220 mit den langen Kanten 130, 140, 230, 240 verbunden.
[0038] Fig. 3 zeigt eine Ausgestaltung eines erfindungsgemäßen Verbindungsmittels 121 an
den kurzen Kanten 110, 120, 210, 220 eines Paneels. Das Verbindungsmittel 121 weist
dabei eine Feder 122 mit einer distale Federfläche 122a und einer proximale Federfläche
122b auf. Weiterhin weist der Verbindungselement eine abwärts gerichtete Verriegelungsnut
123 mit einer Nutdecke 123a, einer proximalen Nutwand 123b und eine Verriegelungsnut
124 mit einer proximalen Wandfläche 124a auf. Des Weiteren weist das Verbindungselement
einen Rastabsatz 125 und eine apikale Federfläche 126, einen Federfuß 127, eine Nutwandfläche
128 sowie eine Fußfläche 129 des Rastabsatzes 125 auf.
[0039] Fig. 4 zeigt eine Ausgestaltung eines erfindungsgemäßen Verbindungsmittel 131 an
einer ersten langen Kante 130, 230. Das Verbindungselement 131 weist eine distale
Stirnfläche 131a, einen proximaler Vorsprung 132 mit einer basale Vorsprungsfläche
132a, einer proximale Stirnfläche 132b und einer Hinterscheidnungsfläche 132c auf.
Weiterhin umfasst das Verbindungselement 131 einen Rasthaken 133 mit einer proximale
Hakenfläche 133a, einer apikale Hakenarmfläche 133b, sowie einer apikale Hakenfläche
133c. Darüber hinaus umfasst das Verbindungselement eine horizontale Verriegelungsnut
134 mit einer Nutdecke 134a und einer proximale Nutwand 134b.
[0040] Fig. 5 zeigt eine Ausgestaltung eines erfindungsgemäßen Verbindungsmittel 141 an
einer zweiten langen Kante 140, 240. Das Verbindungsmittel 141 weist dabei eine Feder
142 mit einer basalen Federfläche 142a und eine aufwärts gerichtete Verriegelungsnut
143 mit einer proximale Nutwand 143a und einem Nutboden 143b auf. Weiterhin weist
das Verbindungselement 141 eine Verriegelungsnut 144 mit einer distale Nutfläche 144a,
einer proximale Nutwand 144b und einer Nutdecke 144c auf. Des Weiteren umfasst das
Verbindungselement 141 einen aufwärts gerichteter Rasthaken 145 mit einer Kopffläche
145a, einer distale Stirnfläche 145b und einer proximale Hakenfläche 145c, sowie einen
Vorsprung 146 mit einer basale Vorsprungsfläche 146a.
[0041] Fig. 6 zeigt eine alternative Ausgestaltung eines erfindungsgemäßen Verbindungsmittel
531 an einer ersten langen Kante 130, 230. Das Verbindungselement 531 weist eine distale
Stirnfläche 531a, einen proximaler Vorsprung 532 mit einer basale Vorsprungsfläche
532a, einer proximale Stirnfläche 532b und einer Hinterscheidnungsfläche 532c auf.
Weiterhin umfasst das Verbindungselement 531 einen Rasthaken 533 mit einer proximale
Hakenfläche 533a, einer apikale Hakenarmfläche 533b, sowie einer apikale Hakenfläche
533c. Darüber hinaus umfasst das Verbindungselement eine horizontale Verriegelungsnut
534 mit einer Nutdecke 534a und einer proximale Nutwand 534b.
[0042] Fig. 7 zeigt eine alternative Ausgestaltung eines erfindungsgemäßen Verbindungsmittel
541 an einer zweiten langen Kante 140, 240. Das Verbindungsmittel 541 weist dabei
eine Feder 542 mit einer basale Federfläche 542a und eine aufwärts gerichtete Verriegelungsnut
543 mit einer proximale Nutwand 543a und einem Nutboden 543b auf. Weiterhin weist
das Verbindungselement 541 eine Verriegelungsnut 544 mit einer distale Nutfläche 144a,
einer proximale Nutwand 544b und einer Nutdecke 544c auf. Des Weiteren umfasst das
Verbindungselement 541 einen aufwärts gerichteter Rasthaken 545 mit einer Kopffläche
545a, einer distale Stirnfläche 545b und einer proximale Hakenfläche 545c, sowie einen
Vorsprung 546 mit einer basale Vorsprungsfläche 546a. Weiter umfasst das Verbindungselement
541 einen Federfuß 547, eine Nutwandfläche 548 sowie eine Kopffläche 549.
[0043] Fig. 8 zeigt eine Verbindung eines Verbindungsmittel 141 gemäß Fig. 5 einer langen
Kante 140, 240 mit einem Verbindungsmittel 121 einer kurzen Kante 110, 120, 210, 220
gemäß Fig. 3 vor einem letztendlichen Verbinden der Verbindungsmittel. Zur Verbindung
des Verbindungsmittels 141 an einer der langen Kanten 140, 240 mit dem Verbindungsmittel
121 an den kurzen Kanten 110, 120, 210, 220 ist die Feder 122 des Verbindungselementes
121 derart ausgestaltete, dass im verbundenen Zustand der Verbindungsmittel 121, 141
die Feder 122 in die abwärts gerichtete Verriegelungsnut 143 kontaktschlüssig zwischen
der proximalen Nutwand 143a und der distalen Federfläche 122a sowie kontaktschlüssig
zwischen der proximalen Hakenfläche 145c und der proximalen Federfläche 122b sowie
kontaktschlüssig zwischen der basalen Vorsprungfläche 146a des Vorsprungs 146 des
Verbindungselements 141 und der apikalen Federfläche 126 der Feder 122 des Verbindungselements
121 eingreift.
[0044] Fig. 9 zeigt die Verbindung aus Fig. 8 im verbundenen Zustand. Dabei bildet sich
im verbundenen Zustand des Verbindungsmittel 121 mit einem Verbindungsmittel 141 zwischen
der distalen Stirnfläche 145a des aufwärts gerichteten Rasthaken 145 und der proximalen
Wandfläche 124a des Verbindungselements 121 ein kontaktfreier Raum 310 aus.
[0045] Fig. 10 zeigt eine Verbindung der alternativen Ausgestaltung eines Verbindungsmittel
541 einer langen Kante gemäß Fig. 7 mit dem Verbindungsmittel 121 der kurzen Kanten
gemäß Fig. 3 im verbundenen Zustand. Dabei bildet sich im verbundenen Zustand des
Verbindungsmittel 121 mit einem Verbindungsmittel 541 zwischen der distalen Stirnfläche
545a des aufwärts gerichteten Rasthaken 545 und der proximalen Wandfläche 124a des
Verbindungselements 121 ein kontaktfreier Raum 610 aus.
[0046] Fig. 11 zeigt eine Verbindung des Verbindungsmittel 131 gemäß Fig. 4 einer langen
Kante mit dem Verbindungsmittel 121 der kurzen Kanten gemäß Fig. 3 vor einem letztendlichen
Verbinden der Verbindungsmittel 131, 121. Zur Verbindung des Verbindungsmittels 131
mit dem Verbindungsmittel 121 an den kurzen Kanten ist die Feder 122 des Verbindungselementes
121 derart ausgestaltete, dass im verbundenen Zustand der Verbindungsmittel 121, 131
die apikale Federfläche 126 der Feder 121 kontaktschlüssig zu der basale Vorsprungsfläche
132a des proximalen Vorsprungs 132 des Verbindungselements 131 ist und die Nutwandfläche
128 der abwärts gerichteten Verriegelungsnut 123 kontaktschlüssig zu der proximalen
Hakenfläche 133a des Rasthaken 133 des Verbindungselements 131 ist und die Fußfläche
129 des Rastabsatzes 125 des Verbindungselements 121 kontaktschlüssig zu der apikalen
Hakenarmfläche 133b des Rasthaken 133 ist. Das Verbindungsmittel 121 ist dabei mittels
einer im wesentlichen vertikal erfolgenden Fügebewegung mit dem Verbindungsmittel
131 verriegelbar.
[0047] Fig. 12 zeigt die Verbindung aus Fig. 11 im verbundenen Zustand. Im verbundenen Zustand
des Verbindungsmittel 121 mit dem Verbindungsmittel 131 bildet sich zwischen der Nutdecke
123a der abwärts gerichteten Nut 123 des Verbindungselements 121 und der apikalen
Hakenfläche 133c des Rasthaken 133 ein kontaktfreier Raum 320 aus.
[0048] Fig. 13 zeigt eine Verbindung eines Verbindungsmittel 131 gemäß Fig. 4 einer langen
Kante 130, 230 mit dem Verbindungsmittel 141 einer dazu kompatiblen langen Kante 140,
240 gemäß Fig. 5 vor einem letztendlichen Verbinden der Verbindungsmittel 131, 141.
Das Verbindungsmittel 131 ist dabei mittels einer Schwenkbewegung mit den Verbindungsmitteln
141 verriegelbar.
[0049] Fig. 14 zeigt die Verbindung aus Fig. 13 im verbundenen Zustand. Zur Verbindung des
Verbindungsmittels 141 mit dem Verbindungsmittel 131 sind die abwärts gerichtete Verriegelungsnut
144 und der Rasthaken 133 derart ausgestaltete, dass der Rasthaken 133 im verbundenen
Zustand der Verbindungsmittel 131, 141 in die Verriegelungsnut 144 kontaktschlüssig
zwischen der distalen Nutfläche 144a und der proximalen Hakenfläche 133a eingreift
und sich der aufwärts gerichteter Rasthaken 145 des Verriegelungselementes 141 über
die Kopffläche 145a gegen eine Nutdecke 134a der im wesentlichen horizontal verlaufenden
Nut 134 des Verriegelungselements 131 abstützt. Im verbundenen Zustand des Verbindungsmittel
131 mit dem Verbindungsmittel 141 bildet sich zwischen der proximalen Nutwand 144b
der Verriegelungsnut 144 und der distalen Stirnfläche 131a des Verbindungsmittel 131
ein kontaktfreier Raum 340 aus. Des Weiteren bildet sich zwischen der Hinterschneidungsfläche
132c und der proximalen Nutwand 143a der aufwärts gerichtete Verriegelungsnut 143
eine Nutkammer 330 aus. Zwischen der Nutdecke 144c der Verriegelungsnut 144 und der
apikalen Hakenfläche 133c des Rasthaken 133 des Verbindungsmittels 131 bildet sich
im verbundenen Zustand der Verbindungsmittel 131, 141 ein kontaktfreier Raum 350 aus.
Zwischen der proximalen Nutwand 134b der horizontalen Verriegelungsnut 134 des Verbindungsmittels
131 und der distalen Stirnfläche 145b des aufwärts gerichteten Rasthaken 145 des Verbindungsmittel
141 bildet sich im verbundenen Zustand der Verbindungsmittel 131, 141 ebenfalls ein
kontaktfreier Raum 360 aus.
[0050] Fig. 15 zeigt eine Verbindung eines Verbindungsmittel 531 gemäß Fig. 6 einer langen
Kante mit einem Verbindungsmittel 121 einer kurzen Kante gemäß Fig. 3 im verbundenen
Zustand. Zur Verbindung des Verbindungsmittels 531 mit dem Verbindungsmittel 121 an
den kurzen Kanten ist die Feder 122 des Verbindungselementes 121 derart ausgestaltete,
dass im verbundenen Zustand der Verbindungsmittel 121, 531 die apikale Federfläche
126 der Feder 121 kontaktschlüssig zu der basale Vorsprungsfläche 532a des proximalen
Vorsprungs 532 des Verbindungselements 531 ist und die Nutwandfläche 128 der abwärts
gerichteten Verriegelungsnut 123 kontaktschlüssig zu der proximalen Hakenfläche 533a
des Rasthaken 533 des Verbindungselements 531 ist und die Fußfläche 129 des Federfußes
127 des Verbindungselements 121 kontaktschlüssig zu der apikalen Hakenarmfläche 533b
des Rasthaken 533 ist. Das Verbindungsmittel 121 ist dabei mittels einer im wesentlichen
vertikal erfolgenden Fügebewegung mit dem Verbindungsmittel 531 verriegelbar. Im verbundenen
Zustand des Verbindungsmittel 121 mit dem Verbindungsmittel 531 bildet sich zwischen
der Nutdecke 123a der abwärts gerichteten Nut 123 des Verbindungselements 121 und
der apikalen Hakenfläche 533c des Rasthaken 533 ein kontaktfreier Raum 620 aus.
[0051] Fig. 16 zeigt eine Verbindung eines Verbindungsmittel 531 gemäß Fig. 6 einer langen
Kante 130, 230 mit einem Verbindungsmittel 541 einer dazu kompatiblen langen Kante
140, 240 gemäß Fig. 7 vor einem letztendlichen Verbinden der Verbindungsmittel. Das
Verbindungsmittel 531 ist dabei mittels einer Schwenkbewegung mit den Verbindungsmitteln
541 verriegelbar.
[0052] Fig. 17 zeigt die Verbindung aus Fig. 16 im verbundenen Zustand. Zur Verbindung des
Verbindungsmittels 541 mit dem Verbindungsmittel 531 sind die abwärts gerichtete Verriegelungsnut
544 und der Rasthaken 533 derart ausgestaltete, dass der Rasthaken 533 im verbundenen
Zustand der Verbindungsmittel 531, 541 in die Verriegelungsnut 544 kontaktschlüssig
zwischen der distalen Nutfläche 544a und der proximalen Hakenfläche 533a, eingreift
und sich der aufwärts gerichteter Rasthaken 545 des Verriegelungselementes 541 über
die Kopffläche 545a gegen eine Nutdecke 534a der im wesentlichen horizontal verlaufenden
Nut 534 des Verriegelungselements 531 abstützt. Im verbundenen Zustand des Verbindungsmittel
531 mit dem Verbindungsmittel 541 bildet sich zwischen der proximalen Nutwand 544b
der Verriegelungsnut 544 und der distalen Stirnfläche 531a des Verbindungsmittel 531
ein kontaktfreier Raum 640 aus. Des Weiteren bildet sich zwischen der Hinterschneidungsfläche
532c und der proximalen Nutwand 543a der aufwärts gerichtete Verriegelungsnut 543
eine Nutkammer 630 aus. Zwischen der Nutdecke 544c der Verriegelungsnut 544 und der
apikalen Hakenfläche 531c des Rasthaken 533 des Verbindungsmittels 531 bildet sich
im verbundenen Zustand der Verbindungsmittel 531, 541 ein kontaktfreier Raum 650 aus.
Zwischen der proximalen Nutwand 534b der horizontalen Verriegelungsnut 534 des Verbindungsmittels
531 und der distalen Stirnfläche 545b des aufwärts gerichteten Rasthaken 545 des Verbindungsmittel
541 bildet sich im verbundenen Zustand der Verbindungsmittel 531, 541 ebenfalls ein
kontaktfreier Raum 660 aus.
[0053] Fig. 18 zeigt eine Ausgestaltung eines erfindungsgemäßen Verbindungsmittels 721 an
den kurzen Kanten 110, 120, 210, 220 eines Paneels. Das Verbindungsmittel 721 weist
dabei eine Feder 722 mit einer oberen distale Federfläche 722a, einer proximale Federfläche
722b und einer unteren distalen Federfläche 722c auf. Weiterhin weist der Verbindungselement
eine abwärts gerichtete Verriegelungsnut 723 mit einer Nutdecke 723a, einer proximalen
Nutwand 723b und eine Verriegelungsnut 724 mit einer proximalen Wandfläche 724a auf.
Des Weiteren weist das Verbindungselement einen Rastabsatz 725 mit einem Rastvorsprung
725a, eine apikale Federfläche 726, eine Rastbucht 726a, einen Federfuß 727, eine
Nutwandfläche 728, eine obere Nutwandfläche 728a sowie eine Fußfläche 729 des Rastabsatzes
725 auf.
[0054] Fig. 19 zeigt eine alternative Ausgestaltung eines erfindungsgemäßen Verbindungsmittel
831 an einer ersten langen Kante 130, 230. Das Verbindungselement 831 weist eine distale
Stirnfläche 831a, einen proximaler Vorsprung 832 mit einer basale Vorsprungsfläche
832a, einer proximale Stirnfläche 832b und einer Hinterscheidnungsfläche 832c auf.
Weiterhin umfasst das Verbindungselement 831 einen Rasthaken 833 mit einer proximale
Hakenfläche 833a, einer apikale Hakenarmfläche 833b, sowie einer apikale Hakenfläche
833c. Darüber hinaus umfasst das Verbindungselement eine horizontale Verriegelungsnut
834 mit einer Nutdecke 834a und einer proximale Nutwand 834b.
[0055] Fig. 20 zeigt eine Verbindung eines Verbindungsmittel 831 gemäß Fig. 6 einer langen
Kante mit einem Verbindungsmittel 721 einer kurzen Kante gemäß Fig. 3 im verbundenen
Zustand. Zur Verbindung des Verbindungsmittels 831 mit dem Verbindungsmittel 721 an
den kurzen Kanten ist die Feder 722 des Verbindungselementes 721 derart ausgestaltete,
dass im verbundenen Zustand der Verbindungsmittel 721, 831 die apikale Federfläche
726 der Feder 721 kontaktschlüssig zu der basale Vorsprungsfläche 832a des proximalen
Vorsprungs 832 des Verbindungselements 831 ist und die Nutwandfläche 728 der abwärts
gerichteten Verriegelungsnut 723 kontaktschlüssig zu der proximalen Hakenfläche 833a
des Rasthaken 833 des Verbindungselements 831 ist und die Fußfläche 729 des Federfußes
727 des Verbindungselements 721 kontaktschlüssig zu der apikalen Hakenarmfläche 833b
des Rasthaken 833 ist. Das Verbindungsmittel 721 ist dabei mittels einer im wesentlichen
vertikal erfolgenden Fügebewegung mit dem Verbindungsmittel 831 verriegelbar. Im verbundenen
Zustand des Verbindungsmittel 721 mit dem Verbindungsmittel 831 bildet sich zwischen
der Nutdecke 723a der abwärts gerichteten Nut 723 des Verbindungselements 721 und
der apikalen Hakenfläche 833c des Rasthaken 833 ein kontaktfreier Raum 921 aus, welcher
sich vorzugsweise bis in einen kontaktfreien Raum 920 zwischen der distalen Stirnfläche
831a und der proximalen Nutfläche 723b erstreckt.
[0056] Fig. 21 zeigt eine alternative Ausgestaltung eines erfindungsgemäßen Verbindungsmittel
1041 an einer zweiten langen Kante 140, 240. Das Verbindungsmittel 1041 weist dabei
eine Feder 1042 mit einer basalen Federfläche 1042a und eine aufwärts gerichtete Verriegelungsnut
1043 mit einer proximale Nutwand 1043a und einem Nutboden 1043b auf. Weiterhin weist
das Verbindungselement 1041 eine Verriegelungsnut 1044 mit einer distale Nutfläche
1044a, einer proximale Nutwand 1044b und einer Nutdecke 1044c auf. Des Weiteren umfasst
das Verbindungselement 1041 einen aufwärts gerichteter Rasthaken 1045 mit einer Kopffläche
1045a, einer distale Stirnfläche 1045b und einer proximale Hakenfläche 1045c, einem
Rastvorsprung 1045d, eine Rastbucht 1045e sowie einen Vorsprung 1046 mit einer basale
Vorsprungsfläche 1046a. Weiter umfasst das Verbindungselement 1041 einen Federfuß
1047, eine Nutwandfläche 1048 sowie eine Kopffläche 1049.
[0057] Fig. 22 zeigt eine Verbindung der alternativen Ausgestaltung eines Verbindungsmittel
1041 einer langen Kante gemäß Fig. 21 mit dem Verbindungsmittel 721 der kurzen Kanten
gemäß Fig. 18 im verbundenen Zustand. Dabei bildet sich im verbundenen Zustand des
Verbindungsmittel 721 mit einem Verbindungsmittel 1041 zwischen der distalen Stirnfläche
1045a des aufwärts gerichteten Rasthaken 1045 und der proximalen Wandfläche 724a des
Verbindungselements 721 ein kontaktfreier Raum 1053 aus, welcher sich vorzugsweise
bis in einen kontaktfreien Raum 1052 zwischen der Kopffläche 1045a des aufwärts gerichteten
Rasthaken 1045 und der Verriegelungsnutdecke 724b ausdehnt. Im verbundenen Zustand
besteht zwischen dem Rastvorsprung 725a und der Fläche in einer Rastbucht 1045e sowie
der proximalen Federfläche 722b und der proximalen Hakenfläche 1045c Kontakt. Vorzugsweise
besteht zwischen der apikalen Federfläche 726 und der basalen Vorsprungsfläche 1046a
Kontakt, wobei sich oberhalb dieser Kontaktstelle und gegenüber des Vorsprung 1046
ein kontaktfreier Raum 1050 ergibt, ebenso wie unterhalb dieser Kontaktstelle einer
kontaktfreier Raum 1055 ergibt. Weiter vorzugsweise besteht im verbundenen Zustand
der Verbindungselemente 721 und 1041 zwischen dem Nutboden 1043b und dem Federfuß
727 Kontakt.
[0058] Fig. 23 zeigt die Verbindung aus den Verbindungselementen der Fig. 19 und 21 im verbundenen
Zustand. Zur Verbindung des Verbindungsmittels 1041 mit dem Verbindungsmittel 831
sind die abwärts gerichtete Verriegelungsnut 1044 und der Rasthaken 833 derart ausgestaltete,
dass der Rasthaken 833 im verbundenen Zustand der Verbindungsmittel 831, 1041 in die
Verriegelungsnut 1044 kontaktschlüssig zwischen der distalen Nutfläche 1044a und der
proximalen Hakenfläche 833a, eingreift und sich der aufwärts gerichteter Rasthaken
1045 des Verriegelungselementes 1041 über die Kopffläche 1045a gegen eine Nutdecke
834a der im wesentlichen horizontal verlaufenden Nut 834 des Verriegelungselements
831 abstützt. Im verbundenen Zustand des Verbindungsmittel 831 mit dem Verbindungsmittel
1041 bildet sich zwischen der proximalen Nutwand 1044b der Verriegelungsnut 1044 und
der distalen Stirnfläche 831a des Verbindungsmittel 831 ein kontaktfreier Raum 920a
aus. Des Weiteren bildet sich zwischen der Nutdecke 834a und der proximalen Nutwand
1043a der aufwärts gerichtete Verriegelungsnut 1043 eine Nutkammer 1053 aus. Zwischen
der Nutdecke 1044c der Verriegelungsnut 1044 und der apikalen Hakenfläche 831c des
Rasthaken 833 des Verbindungsmittels 831 bildet sich im verbundenen Zustand der Verbindungsmittel
831, 1041 ein kontaktfreier Raum 921a aus, welcher sich bis in den kontaktfreien Raum
920a erstreckt. Zwischen der proximalen Nutwand 834b der horizontalen Verriegelungsnut
834 des Verbindungsmittels 831 und der distalen Stirnfläche 1045b des aufwärts gerichteten
Rasthaken 1045 des Verbindungsmittel 1041 bildet sich im verbundenen Zustand der Verbindungsmittel
831, 1041 zwei kontaktfreie Räume 1051 und 1052 aus. Diese können einen gemeinsamen
kontaktfreien Raum ausbilden oder durch einen Kontaktpunkt zwischen der proximalen
Nutwand 834a und dem Rastvorsprung 1045d unterbrochen bzw. in zwei Einzelräume getrennt
sein. Zwischen der Nutdecke 834a und der Kopffläche 1045a besteht im verbundenen Zustand
der Verbindungselemente 831, 1041 vorzugsweise ein Kontakt. Zwischen der apikale Hakenarmfläche
833b und der basalen Federfläche 1042a bildet sich im verbundenen Zustand der Verbindungselemente
831, 1041 vorzugsweise ein kontaktfreier Raum 1054 aus. Dieser kontaktfreie Raum 1954
kann sich unter Lasteinwirkung in vertikaler Richtung schließen, wodurch die einwirkenden
Kräfte über die dann bestehenden Kontaktflächen abgeleitet werden können. Hierdurch
reduziert sich die auf den Rasthaken 133. 533, 833 bei Belastung einwirkende Kraft.
Ebenso bildet sich im verbundenen Zustand der Verbindungselemente 831, 1041 im Bereich
der Übergange zwischen der distalen Nutfläche 1044a zur basalen Federfläche 1042a
einerseits und der proximalen Hakenfläche 833a zur apikalen Hakenarmfläche 833b andererseits
ein kontaktfreier Raum 1055 aus, während zwischen der proximalen Hakenfläche 833a
und der distalen Nutfläche 1044a ein Kontakt besteht
Bezugszeichenliste:
[0059]
- 100
- Paneel
- 110
- kurze Kante
- 111
- Verbindungsmittel kurze Kante
- 120
- kurze Kante
- 121
- Verbindungsmittel kurze Kante
- 122
- Feder
- 122a
- distale Federfläche
- 122b
- proximale Federfläche
- 123
- abwärts gerichtete Verriegelungsnut
- 123a
- Nutdecke
- 123b
- proximale Nutfläche
- 124
- Verriegelungsnut
- 124a
- proximale Wandfläche
- 125
- Rastabsatz
- 126
- apikale Federfläche
- 127
- Federfuß
- 128
- Nutwandfläche
- 129
- Fußfläche
- 130
- lange Kante
- 131
- Verbindungsmittel lange Kante
- 131a
- distale Stirnfläche
- 132
- proximaler Vorsprung
- 132a
- basale Vorsprungsfläche
- 132b
- proximale Stirnfläche
- 132c
- Hinterscheidungsfläche
- 133
- Rasthaken
- 133a
- proximale Hakenfläche
- 133b
- apikale Hakenarmfläche
- 133c
- apikale Hakenfläche
- 134
- horizontale Verriegelungsnut
- 134a
- Nutdecke
- 134b
- proximale Nutwand
- 140
- lange Kante
- 141
- Verbindungsmittel lange Kante
- 142
- Feder
- 142a
- basale Federfläche
- 143
- aufwärts gerichtete Verriegelungsnut
- 143a
- proximale Nutwand
- 143b
- Nutboden
- 144
- Verriegelungsnut
- 144a
- distale Nutfläche
- 144b
- proximale Nutwand
- 144c
- Nutdecke
- 145
- aufwärts gerichteter Rasthaken
- 145a
- Kopffläche
- 145b
- distale Stirnfläche
- 145c
- proximale Hakenfläche
- 146
- Vorsprung
- 146a
- basale Vorsprungsfläche
- 150
- erster Bereich des Verbindungsmittels 131
- 151
- zweiter Bereich des Verbindungsmittels 131
- 152
- zweiter Bereich des Verbindungsmittels 131
- 153
- Spalt
- 154
- Kammer
- 155
- Spalt
- 156
- Spalt
- 157
- Spalt
- 158
- Kammer
- 159
- Kammer
- 200
- Paneel
- 210
- kurze Kante
- 220
- kurze Kante
- 230
- lange Kante
- 240
- lange Kante
- 310
- kontaktfreier Raum
- 320
- kontaktfreier Raum
- 330
- Nutkammer
- 340
- kontaktfreier Raum
- 350
- kontaktfreier Raum
- 360
- kontaktfreier Raum
- 531
- Verbindungsmittel lange Kante
- 531a
- distale Stirnfläche
- 532
- proximaler Vorsprung
- 532a
- basale Vorsprungsfläche
- 532b
- proximale Stirnfläche
- 532c
- Hinterscheidungsfläche
- 533
- Rasthaken
- 533a
- proximale Hakenfläche
- 533b
- apikale Hakenarmfläche
- 533c
- apikale Hakenfläche
- 534
- horizontale Verriegelungsnut
- 534a
- Nutdecke
- 534b
- proximale Nutwand
- 541
- Verbindungsmittel lange Kante
- 542
- Feder
- 542a
- basale Federfläche
- 543
- aufwärts gerichtete Verriegelungsnut
- 543a
- proximale Nutwand
- 543b
- Nutboden
- 544
- Verriegelungsnut
- 544a
- distale Nutfläche
- 544b
- proximale Nutwand
- 544c
- Nutdecke
- 545
- aufwärts gerichteter Rasthaken
- 545a
- Kopffläche
- 545b
- distale Stirnfläche
- 545c
- proximale Hakenfläche
- 546
- Vorsprung
- 546a
- basale Vorsprungsfläche
- 610
- kontaktfreier Raum
- 620
- kontaktfreier Raum
- 630
- Nutkammer
- 640
- kontaktfreier Raum
- 650
- kontaktfreier Raum
- 660
- kontaktfreier Raum
- 721
- Verbindungsmittel kurze Kante
- 722
- Feder
- 722a
- obere distale Federfläche
- 722b
- proximale Federfläche
- 722c
- untere distale Federfläche
- 723
- abwärts gerichtete Verriegelungsnut
- 723a
- Nutdecke
- 723b
- proximale Nutfläche
- 724
- Verriegelungsnut
- 724a
- proximale Wandfläche
- 724b
- Verriegelungsnutdecke
- 725
- Rastabsatz
- 725a
- Rastvorsprung
- 726
- apikale Federfläche
- 726a
- Rastbucht
- 727
- Federfuß
- 728
- Nutwandfläche
- 728a
- obere Nutwandfläche
- 729
- Fußfläche
- 831
- Verbindungsmittel lange Kante
- 831a
- distale Stirnfläche
- 832
- proximaler Vorsprung
- 832a
- basale Vorsprungsfläche
- 832b
- proximale Stirnfläche
- 833
- Rasthaken
- 833a
- proximale Hakenfläche
- 833b
- apikale Hakenarmfläche
- 833c
- apikale Hakenfläche
- 834
- horizontale Verriegelungsnut
- 834a
- Nutdecke
- 834b
- proximale Nutwand
- 920
- kontaktfreier Raum
- 920a
- kontaktfreier Raum
- 921
- kontaktfreier Raum
- 921a
- kontaktfreier Raum
- 922
- kontaktfreier Raum
- 923
- kontaktfreier Raum
- 1041
- Verbindungsmittel lange Kante
- 1042
- Feder
- 1042a
- basale Federfläche
- 1043
- aufwärts gerichtete Verriegelungsnut
- 1043a
- proximale Nutwand
- 1043b
- Nutboden
- 1044
- Verriegelungsnut
- 1044a
- distale Nutfläche
- 1044b
- proximale Nutwand
- 1044c
- Nutdecke
- 1045
- aufwärts gerichteter Rasthaken
- 1045a
- Kopffläche
- 1045b
- distale Stirnfläche
- 1045c
- proximale Hakenfläche
- 1045d
- Rastvorsprung
- 1045e
- Rastbucht
- 1046
- Vorsprung
- 1046a
- basale Vorsprungsfläche
- 1050
- kontaktfreier Raum
- 1051
- kontaktfreier Raum
- 1052
- kontaktfreier Raum
- 1053
- Nutkammer
- 1054
- kontaktfreier Raum
- 1055
- kontaktfreier Raum
1. Wand- oder Bodenpaneel (100, 200), aufweisend jeweils zwei gegenüberliegende lange
Kanten (130, 140, 230, 240) sowie zwei gegenüberliegende kurze Kante (110, 120, 210,
220) wobei das Paneel an jeder langen Kante (130, 140, 230, 240) und an jeder kurzen
Kante (110, 120, 210, 220) wenigstens ein Verbindungsmittel (111, 121, 131, 141, 531,
541, 721, 831, 1041) aufweist, das es ermöglicht, das Paneel (100, 200) mit einem
weiteren Paneel (100, 200) an den langen Kanten (130, 140, 230, 240) untereinander
sowie an den langen Kanten (130, 140, 230, 240) und den kurzen Kanten (110, 120, 210,
220) zu verbinden, wobei das Verbindungsmittel (141, 541, 1041) an einer der langen
Kanten (140, 240) eine Feder (142, 542, 1042) und wenigstens eine abwärts gerichtete
Verriegelungsnut (144, 544, 1044) und eine aufwärts gerichtete Verriegelungsnut (143,
543, 1043) sowie ein aufwärts gerichteter Rasthaken (145, 545, 1045) umfasst; wobei
das Verbindungsmittel (131, 531, 831) an der anderen langen Kante (130, 230) einen
Rasthaken (133, 533, 833), eine im wesentlichen horizontal verlaufende Verriegelungsnut
(134, 534, 834) aufweist, und wobei an den kurzen Kanten (110, 120, 210, 220) das
Verbindungsmittel (121, 721) eine Feder (122, 722) und wenigstens eine erste abwärts
gerichtete Verriegelungsnut (124, 724) und eine zweite abwärts gerichtete Verriegelungsnut
(123, 723), sowie einen Rastabsatz (125, 725) umfasst, wobei zur Verbindung des Verbindungsmittels
(141, 541, 1041) an einer der langen Kanten (140, 240) mit dem Verbindungsmittel (131,
531, 831) an einer der anderen langen Kanten (130, 230) die abwärts gerichtete Verriegelungsnut
(144, 544, 1044) und der Rasthaken (133, 533, 833) derart ausgestaltete ist, dass
der Rasthaken (133, 533, 833) im verbundenen Zustand der Verbindungsmittel (131, 531,
831, 141, 541, 1041) in die Verriegelungsnut (144, 544, 1044) kontaktschlüssig zwischen
einer distalen Nutfläche (144a, 544a, 1044a) und einer proximalen Hakenfläche (133a,
533a, 833a) eingreift und sich der aufwärts gerichteter Rasthaken (145, 545, 1045)
des Verriegelungselementes (141, 541, 1041) über eine Kopffläche (145a, 545a, 1045a)
gegen eine Nutdecke (134a, 534a, 834a) der im wesentlichen horizontal verlaufenden
Nut (134, 534, 834) des Verriegelungselements (131, 531, 831) abstützt; wobei zur
Verbindung des Verbindungsmittels (141, 541, 1041) an einer der langen Kanten (140,
240) mit dem Verbindungsmittel (121, 721) an den kurzen Kanten (110, 120, 210, 220)
eine Feder (122, 722) des Verbindungselementes (121, 721) derart ausgestaltete ist,
dass im verbundenen Zustand der Verbindungsmittel (121, 721, 141, 541, 1041) die Feder
(122, 722) in die aufwärts gerichtete Verriegelungsnut (143, 543, 1043) kontaktschlüssig
zwischen einer proximalen Nutwand (143a, 543a, 1043a) und einer distalen Federfläche
(122a, 722a) sowie vorzugsweise kontaktschlüssig zwischen einer proximalen Hakenfläche
(145c, 545c, 1045c) und einer proximalen Federfläche (122b, 722b) sowie vorzugsweise
kontaktschlüssig zwischen einer basalen Vorsprungfläche (146a, 546a, 1046a) eines
Vorsprungs (146, 546, 1046) des Verbindungselements (141, 541, 1041) und einer apikalen
Federfläche (126, 726) der Feder (122, 722) des Verbindungselements (121, 721) eingreift;
und wobei zur Verbindung des Verbindungsmittels (131, 531, 831) an einer der langen
Kanten (130, 230) mit dem Verbindungsmittel (121, 721) an den kurzen Kanten (110,
120, 210, 220) die Feder (122, 722) des Verbindungselementes (121, 721) derart ausgestaltete
ist, dass im verbundenen Zustand der Verbindungsmittel (121, 721, 131, 531, 831) die
apikale Federfläche (126, 726) der Feder (121, 721) vorzugsweise kontaktschlüssig
zu einer basale Vorsprungsfläche (132a, 532a, 832a) eines proximalen Vorsprungs (132,
532, 832) des Verbindungselements (131, 531, 831) ist und eine Nutwandfläche (128,
728) der abwärts gerichteten Verriegelungsnut (123, 723) vorzugsweise kontaktschlüssig
zu der proximalen Hakenfläche (133a, 533a, 833a) des Rasthaken (133, 533a, 833a) des
Verbindungselements (131, 531, 831) ist und eine Fußfläche (129, 729) eines Federfußes
(127, 727) des Verbindungselements (121, 721) kontaktschlüssig zu einer apikalen Hakenarmfläche
(133b, 533b, 833b) des Rasthaken (133, 533, 833) ist.
2. Wand- oder Bodenpaneel (100, 200) gemäß Anspruch 1, wobei im verbundenen Zustand des
Verbindungsmittel (121, 721) einer kurzen Kante (110, 120, 210, 220) mit einem Verbindungsmittel
(141, 541, 1041) einer langen Kante (140, 240) zwischen der distalen Stirnfläche (145a,
544a, 1044a) des aufwärts gerichteten Rasthaken (145, 545, 1045) und der proximalen
Wandfläche (124a, 724a) des Verbindungselements (121, 721) ein kontaktfreier Raum
(310, 610, 1055) ausgebildet ist.
3. Wand- oder Bodenpaneel (100, 200) gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei
im verbundenen Zustand des Verbindungsmittel (121) einer kurzen Kante (110, 120, 210,
220) mit einem Verbindungsmittel (141, 541, 1041) einer langen Kante (140, 240) zwischen
der Hinterschneidungsfläche (132c, 532c, 832c) und der proximalen Nutwand (143a, 543a,
1043a) der aufwärts gerichtete Verriegelungsnut (143, 543, 1043) eine Nutkammer (330,
630, 1053) ausgebildet ist.
4. Wand- oder Bodenpaneel (100, 200) gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei
im verbundenen Zustand des Verbindungsmittel (121, 721) einer kurzen Kante (110, 120,
210, 220) mit einem Verbindungsmittel (131, 531, 831) einer langen Kante (130, 230)
zwischen der Nutdecke (123a, 523a, 723a) der abwärts gerichteten Nut (123, 523, 723)
des Verbindungselements (121, 521, 721) und einer apikalen Hakenfläche (133c, 533c,
833c) des Rasthaken (133, 533, 833) ein kontaktfreier Raum (320, 620, 921) ausgebildet
ist.
5. Wand- oder Bodenpaneel (100, 200) gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei
im verbundenen Zustand des Verbindungsmittel (131, 531, 831) einer langen Kante (130,
230) mit einem Verbindungsmittel (141, 541, 1041) einer langen Kante (140, 240) zwischen
einer proximalen Nutwand (144b, 544b, 1044b) der Verriegelungsnut (144, 544, 1044)
und der distalen Stirnfläche (131a, 531a, 831a) des Verbindungsmittel (131, 531, 831)
ein kontaktfreier Raum (340, 640, 920) ausgebildet ist.
6. Wand- oder Bodenpaneel (100, 200) gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei
im verbundenen Zustand des Verbindungsmittel (131, 531, 831) einer langen Kante (130,
230) mit einem Verbindungsmittel (141, 541, 1041) einer langen Kante (140, 240) zwischen
einer Nutdecke (144c, 544c, 1044c) der Verriegelungsnut (144, 544, 1044) und der apikalen
Hakenfläche (133c, 533c, 833c) des Rasthaken (133, 533, 833) des Verbindungsmittels
(131, 531, 831) ein kontaktfreier Raum (350, 650, 921a) ausgebildet ist.
7. Wand- oder Bodenpaneel (100, 200) gemäß Anspruch 6, wobei im verbundenen Zustand des
Verbindungsmittel (131, 531, 831) einer langen Kante (130, 230) mit einem Verbindungsmittel
(141, 541, 1041) einer kompatiblen langen Kante (140, 240) zwischen einer proximalen
Nutwand (134b, 534b, 834b) der horizontalen Verriegelungsnut (134, 534, 834) des Verbindungsmittels
(131, 531, 831) und der distalen Stirnfläche (145b, 545b, 1045b) des aufwärts gerichteten
Rasthaken (145, 545, 1045) des Verbindungsmittel (141, 541, 1041) ein kontaktfreier
Raum (360, 660, 1052) ausgebildet ist.
8. Wand- oder Bodenpaneel (100, 200) gemäß Anspruch 7, wobei sich der kontaktfreie Raum
(260, 660, 1051) zumindest teilweise entlang der apikalen Hakenarmfläche (133b, 533b,
833b) erstreckt.
9. Wand- oder Bodenpaneel (100, 200) gemäß einem der vorherigen Ansprüche, wobei der
Rastabsatz (125, 725) des Verbindungsmittels (121, 721) an den kurzen Kanten (110,
120, 210, 220) in Richtung der distalen Federfläche (122a, 722) inkliniert ist.
10. Wand- oder Bodenpaneel (100, 200) gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei
die Verbindungsmittel (131, 531, 831) der lagen Kanten (130, 230) mittels einer Schwenkbewegung
mit den Verbindungsmitteln (141, 541, 1041) der anderen langen Kanten (140, 240) verriegelbar
sind.
11. Wand- oder Bodenpaneel (100, 200) gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei
die Verbindungsmittel (121, 721) der kurzen Kanten (110, 120, 210, 220) mittels einer
im wesentlichen vertikal erfolgenden Fügebewegung mit den Verbindungsmitteln (131,141,
531, 541, 831, 1041) der langen Kanten (130, 140, 230, 240) verriegelbar sind.
12. Wand- oder Bodenpaneel (100, 200), gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei
Zwischen der proximalen Nutwand (834b) der horizontalen Verriegelungsnut (834) des
Verbindungsmittels (831) und der distalen Stirnfläche (1045b) des aufwärts gerichteten
Rasthaken (1045) des Verbindungsmittel (1041) im verbundenen Zustand der Verbindungsmittel
(831, 1041) zwei unabhängige kontaktfreie Räume 1051 und 1052 ausgebildet sind, welche
durch einen Kontaktpunkt zwischen der proximalen Nutwand (834a) und dem Rastvorsprung
(1045d) unterbrochen sind,
13. Wand- oder Bodenpaneel (100, 200), gemäß Anspruch 12, wobei zwischen der Nutdecke
(834a) und der Kopffläche (1045a) im verbundenen Zustand der Verbindungselemente (831,
1041) ein Kontakt besteht.
14. Wand- oder Bodenpaneel (100, 200), gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei
zwischen der apikale Hakenarmfläche (133b, 533b, 833b) und der basalen Federfläche
(142a, 542a, 1042a) im verbundenen Zustand der Verbindungselemente (131, 531, 831,
141, 541, 1041) ein kontaktfreier Raum (1054) ausgebildet ist, welcher sich vorzugsweise
unter Einwirkung einer horizontalen Last schließt.
15. Wand- oder Bodenpaneel (100, 200), gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei
im verbundenen Zustand der Verbindungselemente (831, 1041) im Bereich der Übergange
zwischen der distalen Nutfläche (144a, 544a, 1044a) zur basalen Federfläche (142a,
542a, 1042a) einerseits und der proximalen Hakenfläche (133a, 533a, 833a) zur apikalen
Hakenarmfläche (133b, 533b, 833b) andererseits ein kontaktfreier Raum (1055) ausgebildet
ist, während zwischen der proximalen Hakenfläche (133a, 533a, 833a) und der distalen
Nutfläche (144a, 544a, 1044a) ein Kontakt ausgebildet ist.
16. Wand- oder Bodenpaneel (100, 200), gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche , wobei
der Unterschied des Winkels der basale Vorsprungsfläche (132a, 532a, 832a) zur Vertikalen
zum Winkel der proximale Hakenfläche (133a, 533a, 833a) zur Vertikalen in einem Bereich
zwischen ≥10° und ≤ 60°, vorzugsweise ≥15° und ≤ 50°, insbesondere ≥20° und ≤ 30°
liegt.