[0001] Die Erfindung betrifft eine Verbindungsplatte zur Verbindung von zwei Entwässerungsrinnen,
eine Entwässerungsrinne mit wenigstens einer solchen Verbindungsplatte und ein Rinnensystem
mit wenigstens zwei solchen Entwässerungsrinnen.
[0002] Entwässerungsrinnen werden zur Entwässerung von Terrassen, Fassadenbereichen, Flachdächern
oder dergleichen eingesetzt. Dazu werden Entwässerungsrinnen in einen zu entwässernden
Boden als Drainagen eingebaut. So kann Oberflächenwasser von oben über Abdeckroste
der Entwässerungsrinnen in die Entwässerungsrinnen hineinfließen. Solche Entwässerungsrinnen
können auch als Fassadenrinnen bezeichnet werden.
[0003] Typischerweise werden derartige Entwässerungsrinnen in der gewünschten Länge an der
Baustelle vor Ort montiert, indem sie miteinander stirnseitig verbunden verlegt werden.
Die Montage bzw. Verbindung der Entwässerungsrinnen ist arbeitsintensiv und umständlich.
[0004] Es ist daher die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Verbindungsplatte zur Verbindung
von zwei Entwässerungsrinnen anzugeben, die die Montage von Entwässerungsrinnen an
der Baustelle vor Ort erleichtert. Eine weitere Aufgabe der vorliegenden Erfindung
besteht darin, eine Entwässerungsrinne mit einer solchen Verbindungsplatte und ein
Rinnensystem mit wenigstens zwei solchen Entwässerungsrinnen bereitzustellen.
[0005] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch eine Verbindungsplatte gemäß Anspruch 1
gelöst. Mit Blick auf die Entwässerungsrinne wird die Aufgabe durch den Gegenstand
des Anspruchs 11 und mit Blick auf das Rinnensystem durch den Gegenstand des Anspruchs
13 gelöst.
[0006] Im Konkreten wird die Aufgabe erfindungsgemäß durch eine Verbindungsplatte zur Verbindung
von zwei Entwässerungsrinnen gelöst. Die Verbindungsplatte weist zwei Verbindungsabschnitte
auf, die durch zwei Stege miteinander verbunden sind, wobei zwischen den Stegen eine
Durchgangsöffnung ausgebildet ist. Die Verbindungsabschnitte weisen an einer Unterseite
jeweils ein Verbindungsmittel zur Verbindung mit einem Rinnenboden der jeweils einen
Entwässerungsrinne auf.
[0007] Die Erfindung beruht also auf dem Gedanken, eine Verbindungsplatte mit zwei, insbesondere
plattenförmigen, Verbindungsabschnitten anzugeben, die im montierten Zustand jeweils
in Verbindung mit dem Rinnenboden der jeweils einen Entwässerungsrinne stehen. Die
Verbindungsabschnitte sind durch zwei Stege miteinander verbunden, wodurch im montierten
Zustand eine Verbindung zwischen den beiden Entwässerungsrinnen hergestellt ist. Eine
derartige Gestaltung einer Verbindungsplatte hat verschiedene Vorteile.
[0008] Die Montage bzw. Verbindung zweier Entwässerungsrinnen an der Baustelle vor Ort mittels
einer solchen Verbindungsplatte ist besonders einfach. So kann einer der beiden Verbindungsabschnitte
bereits vor der Montage, beispielsweise beim Transport zur Baustelle, mit dem Rinnenboden
der einen Entwässerungsrinne verbunden sein. Zur Verbindung der beiden Entwässerungsrinnen
an der Baustelle vor Ort muss dann lediglich der andere Verbindungsabschnitt mit dem
Rinnenboden der anderen Entwässerungsrinne verbunden werden. Dies reduziert vorteilhafterweise
den Montageaufwand an der Baustelle vor Ort.
[0009] Während der eine Verbindungsabschnitt vor der Montage, beispielsweise beim Transport
zur Baustelle, mit dem Rinnenboden der einen Entwässerungsrinne verbunden ist, kann
der andere Verbindungsabschnitt an demselben Rinnenboden fixiert sein. Mit anderen
Worten können beide Verbindungsabschnitte vor der Montage in der Entwässerungsrinne
am Rinnenboden anliegen. Damit ist die Verbindungsplatte vor der Montage vorteilhafterweise
innerhalb der Entwässerungsrinne geschützt untergebracht. Schäden an der Verbindungsplatte,
beispielsweise beim Beladen und Entladen oder während dem Transport, können dadurch
vermieden werden.
[0010] Die Verbindungsmittel der beiden Verbindungsabschnitte ermöglichen eine einfache
Verbindung des Verbindungsabschnitts mit dem jeweiligen Rinnenboden. Dadurch entfallen
zusätzliche Befestigungsmittel bzw. Fixiermittel. Die geringere Bauteilanzahl erleichtert
die Montage weiter und reduziert den Fertigungsaufwand.
[0011] Durch die beiden Verbindungsabschnitte, die über zwei Stege miteinander verbunden
sind, weist die Verbindungsplatte einen konstruktiv relativ einfachen Aufbau auf.
Die beiden Stege erhöhen vorteilhaft die Steifigkeit der Verbindungsplatte gegenüber
einer Drehung der Verbindungsabschnitte in Plattenebene relativ zueinander. Die Durchgangsöffnung
zwischen den Stegen spart dabei zusätzliches Material.
[0012] Eine erfindungsgemäßes Verbindungsplatte ist zur Verbindung zweier Entwässerungsrinnen
ausgelegt. Konkret wird die Verbindungsplatte zur Verbindung von Rinnenböden zweier
Entwässerungsrinnen eingesetzt. Die Verbindungsplatte kann auch zur Verbindung anderer
Rinnenkomponenten, beispielsweise zur Verbindung von Seitenwänden zweier Entwässerungsrinnen,
verwendet werden. Es ist auch möglich, das erfindungsgemäße Konzept in anderen Rinnen
sowie allgemein im Zusammenhang mit der Verbindung von Bauteilen einzusetzen.
[0013] Bevorzugte Ausführungsformen der Erfindung sind in den Unteransprüchen angegeben.
[0014] Es ist vorteilhaft, wenn wenigstens einer der beiden Stege eine Sollbruchstelle aufweist.
Die Sollbruchstelle ermöglicht es, bei Bedarf einen der beiden Stege durchzutrennen,
sodass die Steifigkeit der Verbindungsplatte gegenüber einer Drehung der Verbindungsabschnitte
in Plattenebene relativ zueinander derart reduziert ist, dass die Verbindungsabschnitte
in Plattenebene relativ zueinander drehbar sind. Auf diese Weise können die Entwässerungsrinnen
zueinander abgewinkelt montiert werden. Je nach Anwendungsfall ist also sowohl eine
zueinander fluchtende als auch eine zueinander abgewinkelte Anordnung von zwei durch
die Verbindungsplatte miteinander verbunden Entwässerungsrinnen möglich. Dies erweitert
vorteilhafterweise den Anwendungsbereich einer erfindungsgemäßen Verbindungsplatte.
[0015] Bevorzugt ist wenigstens ein Verbindungsmittel dazu angepasst, den Verbindungsabschnitt
mit dem Rinnenboden der Entwässerungsrinne drehbar zu verbinden. Dadurch wird eine
Drehung der Verbindungsplatte in der Plattenebene um das mit dem Rinnenboden verbundene
Verbindungsmittel ermöglicht. So kann der vor der Montage am Rinnenboden fixierte
Verbindungsabschnitt zur Montage aus der Fixierung gelöst und manuell, also ohne zusätzliches
Werkzeug, um den verbundenen Verbindungsabschnitt herum- und somit aus der Entwässerungsrinne
an einer offenen Stirnseite herausgedreht werden. Dies reduziert den Montageaufwand
weiter.
[0016] In einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung weist wenigstens eines der beiden
Verbindungsmittel einen Fortsatz auf, der einen zumindest abschnittsweise radial umlaufenden
Hinterschnitt zur Rastverbindung mit dem Rinnenboden bildet. Ein solches Verbindungsmittel
ermöglicht eine besonders einfache Verbindung des Verbindungsabschnitts mit dem Rinnenboden.
Denn zur Verbindung muss ein solches Verbindungsmittel lediglich manuell, also ohne
zusätzliches Werkzeug, in ein entsprechendes Gegenverbindungsmittel am Rinnenboden
hingedrückt werden, bis der Hinterschnitt einrastet.
[0017] In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der Erfindung weist wenigstens einer
der beiden Verbindungsabschnitte an der Unterseite ein Widerlager auf, das zwischen
dem Verbindungsmittel und dem anderen Verbindungsabschnitt angeordnet ist. Ein solches
Widerlager nimmt Druckkräfte auf, die beispielsweise bei der Montage an einer Oberseite
des Verbindungsplatte angreifen. Dies entlastet vorteilhafterweise das jeweilige Verbindungsmittel
der Verbindungsplatte, sodass Schäden am Verbindungsmittel und/oder an der Entwässerungsrinne
vermieden werden können.
[0018] Zum Anheben der Verbindungsplatte, beispielsweise vom Rinnenboden, ist es vorteilhaft,
wenn wenigstens einer der beiden Verbindungsabschnitte an der Unterseite eine Abschrägung
aufweist, die auf einer dem anderen Verbindungsabschnitt abgewandten Seite angeordnet
ist. Ist ein derart abgeschrägter Verbindungsabschnitt mit dem Rinnenboden verbunden,
so vergrößert diese Abschrägung den potentiellen Hub beim Anheben des gegenüberliegenden
Verbindungsabschnitts. Die Abschrägung erleichtert es zudem, den abgeschrägten Verbindungsabschnitt
zu hintergreifen, um ihn beispielsweise aus seiner Fixierung am Rinnenboden zu heben.
Beides erleichtert die Montage der Entwässerungsrinnen an der Baustelle vor Ort.
[0019] Vorzugsweise weist wenigstens einer der beiden Verbindungsabschnitte auf einer dem
anderen Verbindungsabschnitt abgewandten Seite eine runde Außenkontur auf. Damit kann
der Verbindungsabschnitt besonders nah an einer Seitenwand der Entwässerungsrinne
angeordnet werden, wobei die Drehbarkeit des Verbindungsabschnitts um sein Verbindungsmittel
sichergestellt ist. Dies kann beispielsweise vorteilhaft sein, wenn die Entwässerungsrinnen
zueinander abgewinkelt verbunden bzw. montiert werden sollen.
[0020] Die Durchgangsöffnung bildet vorzugsweise ein Langloch. Besonders bevorzugt erstreckt
sich das Langloch mit seiner Längserstreckung von einem Steg zum anderen Steg. Eine
solche Gestaltung der Durchgangsöffnung spart zusätzliches Material im Bereich zwischen
den Verbindungsabschnitten. Der Abstand zwischen den Stegen ist vergrößert, wodurch
vorteilhafterweise die Steifigkeit der Verbindungsplatte gegenüber einer Drehung der
Verbindungsabschnitte in Plattenebene relativ zueinander erhöht ist.
[0021] Es ist bevorzugt, wenn die Verbindungsabschnitte spiegelsymmetrisch zueinander ausgebildet
sind. So kann die Verbindungsplatte vorteilhafterweise in unterschiedlichen Ausrichtungen
gleichwertig eingesetzt werden, wodurch die Montage erleichtert ist. Darüber hinaus
wird auf diese Weise die Komplexität und somit den Fertigungsaufwand der Verbindungsplatte
reduziert.
[0022] Für eine einfache Fertigung und ein reduziertes Gewicht ist die Verbindungsplatte
vorzugsweise aus einem Kunststoff gebildet.
[0023] Im Rahmen der Erfindung wird darüber hinaus eine Entwässerungsrinne, insbesondere
höhenverstellbare Entwässerungsrinne, mit wenigstens einer zuvor beschriebenen Verbindungsplatte
und einem Rinnenboden angegeben. Der Rinnenboden weist an wenigstens einer offenen
Stirnseite der Entwässerungsrinne wenigstens ein Gegenverbindungsmittel und wenigstens
ein Fixiermittel auf, wobei eines der beiden Verbindungsmittel der Verbindungsplatte
mit dem Gegenverbindungsmittel des Rinnenbodens verbunden ist und das andere Verbindungsmittel
der Verbindungsplatte durch das Fixiermittel des Rinnenbodens fixierbar oder fixiert
ist.
[0024] Zur Wirkung und zu den Vorteilen der erfindungsgemäßen Entwässerungsrinne wird auf
die Ausführungen im Zusammenhang mit der Verbindungsplatte verwiesen. Die Verbindungsplatte
wird also sowohl als Teil der Entwässerungsrinne als auch für sich genommen, d. h.
unabhängig von der Entwässerungsrinne, offenbart und beansprucht.
[0025] In einer bevorzugten Ausführungsform der Entwässerungsrinne weist das Fixiermittel
des Rinnenbodens einen gleich großen oder größeren Abstand zu einer Seitenwand der
Entwässerungsrinne als das Gegenverbindungsmittel auf. Eine solche Gestaltung ermöglicht
eine Anordnung des Gegenverbindungsmittels möglichst nah an der Seitenwand, wodurch
beispielsweise eine zueinander abgewinkelte Montage zweier Entwässerungsrinnen begünstigt
ist.
[0026] Ein weiterer, nebengeordneter Aspekt der Erfindung betrifft ein Rinnensystem mit
wenigstens zwei zuvor beschriebenen Entwässerungsrinnen. Bei diesem Rinnensystem ist
jeweils ein Verbindungsmittel der Verbindungsplatte mit einem Gegenverbindungsmittel
des Rinnenbodens der jeweils einen Entwässerungsrinne derart verbunden ist, dass die
Entwässerungsrinnen zueinander fluchtend oder abgewinkelt angeordnet sind.
[0027] Die Erfindung wird im Folgenden anhand von Ausführungsbeispielen unter Bezugnahme
auf die beigefügten, schematischen Zeichnungen näher erläutert. Darin zeigen:
- Fig. 1
- eine perspektivische Ansicht einer Unterseite einer Verbindungsplatte nach einem erfindungsgemäßen
Ausführungsbeispiel;
- Fig. 2
- eine perspektivische Ansicht einer Oberseite der Verbindungsplatte aus Fig. 1;
- Fig. 3
- eine perspektivische Ansicht einer Unterseite einer Verbindungsplatte nach einem weiteren
erfindungsgemäßen Ausführungsbeispiel;
- Fig. 4
- eine perspektivische Ansicht einer Oberseite der Verbindungsplatte aus Fig. 3;
- Fig. 5
- eine perspektivische Ansicht einer Entwässerungsrinne nach einem erfindungsgemäßen
Ausführungsbeispiel ohne Verbindungsplatte;
- Fig. 6
- eine perspektivische Ansicht der Entwässerungsrinne aus Fig. 5 mit einer Verbindungsplatte
nach Fig. 1;
- Fig. 7
- einen Querschnitt durch die Entwässerungsrinne aus Fig. 6;
- Fig. 8
- eine weitere perspektivische Ansicht der Entwässerungsrinne aus Fig. 6;
- Fig. 9
- eine perspektivische Ansicht eines Rinnensystems nach einem erfindungsgemäßen Ausführungsbeispiel;
und
- Fig. 10
- eine weitere perspektivische Ansicht des Rinnensystems aus Fig. 9.
[0028] Fig. 1 zeigt eine Verbindungsplatte 10 nach einem erfindungsgemäßen Ausführungsbeispiel.
Die Verbindungsplatte 10 weist eine im Wesentlichen plattenförmige Geometrie mit einer
Plattendicke auf, die von einer Unterseite 16 und einer Oberseite 17 begrenzt ist.
In Fig. 1 ist die Unterseite 16 der Verbindungsplatte 10 gezeigt.
[0029] Die Verbindungsplatte 10 weist zwei Verbindungsabschnitte 11 auf, die durch zwei
Stege 12 miteinander verbunden sind. Die Verbindungsabschnitte 11 und die Stege 12
bilden jeweils Abschnitte bzw. Teile der Verbindungsplatte 10. Die Verbindungsabschnitte
11 und die Stege 12 weisen also selbst auch eine im Wesentlichen plattenförmige Geometrie
mit der Plattendicke, der Unterseite 16 und er Oberseite 17 der Verbindungsplatte
auf.
[0030] Zwischen den Stegen 12 ist eine Durchgangsöffnung 14 ausgebildet. Die Durchgangsöffnung
14 ist also durch die beiden Verbindungsabschnitte 11 und die außenliegenden Stege
12 begrenzt. Die Durchgangsöffnung 14 trennt auf diese Weise die Verbindungsabschnitte
11 voneinander, wobei die Stege 12 die Verbindungsabschnitte 11 miteinander verbinden.
[0031] Beide Stege 12 weisen jeweils eine Sollbruchstelle 13 auf. Die Sollbruchstelle 13
ist dazu angepasst, ein leichtes Durchtrennen, beispielsweise Durchbrechen oder Durchschneiden,
des betroffenen Steges 12 zu ermöglichen. Die Sollbruchstelle 13 kann dazu sichtbar,
beispielsweise durch eine graphische Markierung oder eine Einkerbung, oder unsichtbar
ausgebildet sein. Die Sollbruchstelle 13 kann im Wesentlichen mittig am Steg 12 angeordnet
sein, also einen im Wesentlichen gleich großen Abstand von den beiden Verbindungsabschnitten
11 aufweisen. Andere Anordnungen oder Ausbildungen der Sollbruchstelle sind möglich.
[0032] Die Verbindungsabschnitte 11 weisen an der Unterseite 16 jeweils ein Verbindungsmittel
18 auf. Die Verbindungsmittel 18 sind im Wesentlichen mittig in Bezug auf den jeweiligen
Verbindungsabschnitt 11 angeordnet. Die Verbindungsmittel 18 können anders angeordnet
sein.
[0033] Beide Verbindungsmittel 18 sind jeweils dazu angepasst, den Verbindungsabschnitt
11 drehbar zu verbinden. Mit anderen Worten weisen die Verbindungsmittel 18 eine Geometrie
auf, die eine Drehung der Verbindungsplatte 10 um das Verbindungsmittel 18 erlaubt.
[0034] Konkret weisen die Verbindungsmittel einen Fortsatz 19 auf, der sich von der Unterseite
16 der Verbindungsplatte 10 erhebt. Um eine Drehung der Verbindungsplatte 10 um den
Fortsatz 19 zu ermöglichen, weist der Fortsatz 19 einen im Wesentlichen kreisförmigen
Querschnitt auf. Im Fortsatz 19 ist eine zentrale Durchtrittsöffnung 25 ausgebildet,
die sich bis zur Unterseite 16 der Verbindungsplatte 10 erstreckt. Der Fortsatz 19
ist somit im Wesentlichen rohrförmig ausgebildet. Der Fortsatz 19 weist zwei seitliche
Ausnehmungen 24 auf, die gegenüberliegend angeordnet sind und sich über die gesamte
Länge des Fortsatzes 19 erstrecken.
[0035] Die Ausnehmungen 24 trennen also die rohrförmige Geometrie des Fortsatzes 19 in zwei
einander gegenüberliegende rinnenförmige Hälften. Der Fortsatz 19 kann auch mehr als
zwei solcher Ausnehmungen 24 aufweisen.
[0036] Die Fortsätze 19 beider Verbindungsmittel 18 bilden jeweils einen abschnittsweise
radial umlaufenden Hinterschnitt 20. Der Hinterschnitt 20 ist also radial umlaufend
an der Außenseite des Fortsatzes 19 ausgebildet, wobei die Ausnehmungen 24 der Fortsatzes
19 den Hinterschnitt 20 in zwei im Wesentlichen gleich lange Abschnitte unterteilen.
Der Hinterschnitt 20 erstreckt sich auf diese Weise von der Außenseite des Fortsatzes
19, konkret von der Außerseite der rinnenförmigen Hälften des Fortsatzes 19, radial
nach außen.
[0037] Beide Verbindungsabschnitte 11 weisen an der Unterseite 16 jeweils ein Widerlager
21 auf, das zwischen dem Verbindungsmittel 18 und dem anderen Verbindungsabschnitt
11 angeordnet ist. Das Widerlager 21 bildet eine Erhebung der Unterseite 16, wobei
die Erhebung eine geringere Höhe in Bezug auf die Unterseite 16 als der Fortsatz 19
aufweist. Das Widerlager 21 weist einen im Wesentlichen halbkreisförmigen Grundriss
auf und umringt dadurch einseitig das Verbindungsmittel 18. Das Widerlager kann auch
andere Geometrien, beispielsweise einen im Wesentlichen geraden Grundriss, aufweisen.
An einer der Unterseite 16 gegenüberliegenden Seite des Widerlager 21 ist eine Auflagefläche
ausgebildet, die dem Grundriss des Widerlager 21 im Wesentlichen folgt.
[0038] Beide Verbindungsabschnitte 11 weisen an der Unterseite 16 jeweils eine Abschrägung
22 auf, die auf einer dem anderen Verbindungsabschnitt 11 abgewandten Seite angeordnet
ist. Die Abschrägung 22 beginnt auf der dem anderen Verbindungsabschnitt 11 abgewandten
Seite in einem Abstand vom Verbindungsmittel 18 und erstreckt sich in Richtung einer
Verbindungslinie der beiden Verbindungsmitteln 18 nach außen bis zu einer Außenkante
des Verbindungsabschnitts 11. Durch die Abschrägung 22 nimmt die Plattendicke im Wesentlichen
konstant ab.
[0039] Beide Verbindungsabschnitte 11 weisen jeweils auf einer dem jeweils anderen Verbindungsabschnitt
11 abgewandten Seite ein runde Außenkontur 23 auf. Konkret ist die Außenkontur 23
im Wesentlichen halbkreisförmig ausgebildet. Die Verbindungsabschnitte 11 weisen zusammen
mit den Stegen 12 eine Außenkontur auf, die im Wesentlichen der Geometrie eines Langlochs
entspricht. Dabei sind die Stege 12 im Wesentlichen gleich lang ausgebildet und im
Wesentlichen parallel zueinander angeordnet.
[0040] Die Durchgangsöffnung 14 bildet ein Langloch 15. Das Langloch 15 erstreckt sich mit
seiner Längserstreckung von einem Steg 12 zum anderen Steg 12. Mit anderen Worten
ist das Langloch 15 derart ausgerichtet, dass die Längserstreckung bzw. Längsachse
des Langlochs im Wesentlichen senkrecht zur Verbindungslinie der Verbindungsmittel
18 ist.
[0041] Die Verbindungsabschnitte 11 sind im Wesentlichen spiegelsymmetrisch zueinander ausgebildet.
Dabei weist die Verbindungsplatte zwei Symmetrieeben auf. Die erste Symmetrieebene
schneidet die Längsachse des Langlochs 15, ist also mittig zwischen den beiden Verbindungsabschnitten
11 angeordnet. Die zweite Symmetrieebene schneidet die Verbindungslinie der Verbindungsmittel
18.
[0042] Die in Fig. 1 dargestellte Verbindungsplatte 10 ist aus einem Kunststoff gebildet.
Eine erfindungsgemäße Verbindungsplatte 10 kann auch aus einem anderen Material gebildet
sein.
[0043] In Fig. 2 ist eine perspektivische Ansicht einer Oberseite 17 der Verbindungsplatte
10 aus Fig. 1 gezeigt. Hierbei sind die zentralen Durchtrittsöffnungen 25 der Verbindungsmittel
18 besonders gut zu erkennen.
[0044] Durch die Gestaltung der Durchgangsöffnung 14 als Langloch 15, das sich mit seiner
Längserstreckung von einem Steg 12 zum anderen Steg 12 erstreckt, ist die Breite der
Stege 12 reduziert. Dies erleichtert das Durchtrennen eines der beiden Stege 12 an
der Sollbruchstelle 13.
[0045] In der Darstellung aus Fig. 2 ist einer der beiden Stege 12 an seiner Sollbruchstelle
13 durchgetrennt. Die somit offengelegten Trennflächen des durchgetrennten Steges
12 weisen einen Abstand voneinander auf. Durch Variation dieses Abstands können die
Verbindungsabschnitte 11 relativ zueinander um den anderen, also nicht durchgetrennten,
Steg 12 gedreht werden. Auf diese Weise ist es möglich, zwei Entwässerungsrinnen 30
mit der Verbindungsplatte 10 abgewinkelt zueinander zu verbinden. Dabei kann der Abstand
zwischen den beiden Trennflächen des durchgetrennten Steges 12 je nach Anwendungsfall
an den gewünschten Montagewinkel zwischen den Entwässerungsrinnen angepasst werden.
[0046] Fig. 3 zeigt eine Verbindungsplatte 10 nach einem weiteren erfindungsgemäßen Ausführungsbeispiel,
das sich vom Ausführungsbeispiel aus Fig. 1 in dem Grundriss der Widerlager 21 sowie
in den Ausnehmungen 24 der Fortsätze 19 unterscheidet. Die übrigen Merkmale entsprechen
im Wesentlichen den Merkmalen des Ausführungsbeispiels aus Fig. 1.
[0047] Im Unterschied zum Ausführungsbeispiel aus Fig. 1 weisen die Widerlager 21 einen
im Wesentlichen gerade Grundriss auf. Das Widerlager 21 erstreckt sich somit zwischen
dem Verbindungsmittel 18 und dem anderen Verbindungsabschnitt 11 im Wesentlichen senkrecht
zur Verbindungslinie der beiden Verbindungsmitteln 11.
[0048] Die rohrförmigen Fortsätze 19 weisen im Unterschied zum Ausführungsbeispiel aus Fig.
1 jeweils vier Ausnehmungen 24 auf. Die Ausnehmungen 24 sind schlitzartig ausgebildet
und radial sowie in Umfangsrichtung gleichmäßig verteilt angeordnet. Sie erstecken
sich über die gesamte Länge des Fortsatzes 19 durch die Verbindungsplatte 10 hindurch
bis zur Oberseite 17. Die Ausnehmungen 24 trennen somit die rohrförmige Geometrie
des Fortsatzes 19 in vier rinnenförmige Teile.
[0049] Fig. 4 zeigt eine perspektivische Ansicht einer Oberseite 17 der Verbindungsplatte
aus Fig. 3. Hierbei sind die Ausnehmungen 24 besonders gut zu erkennen, die radial
um die Durchtrittsöffnungen 25 herum angeordnet sind und auf diese Weise die Durchtrittsöffnungen
25 in radialer Richtung kreuzförmig erweitern.
[0050] Fig. 5 zeigt eine perspektivische Ansicht einer Entwässerungsrinne 30 nach einem
erfindungsgemäßen Ausführungsbeispiel ohne Verbindungsplatte 10. Es ist eine offene
Stirnseite 33 der Entwässerungsrinne 30 gezeigt.
[0051] Die Entwässerungsrinne 30 umfasst einen Rinnenboden 31 und zwei an den Rinnenboden
31 angrenzende Seitenwände 32, die in einem im Wesentlichen rechten Winkel zum Rinnenboden
31 angeordnet sind. Der Rinnenboden 31 weist an der offene Stirnseite 33 ein Gegenverbindungsmittel
34 und ein Fixiermittel 35 auf. Die Entwässerungsrinne 30 umfasst an einer der gezeigten
offenen Stirnseite 33 gegenüberliegenden, ebenfalls offenen Stirnseite 33 ein weiteres
Gegenverbindungsmittel 34.
[0052] Das Gegenverbindungsmittel 34 und das Fixiermittel 35 sind in einem relativ geringen
Abstand vom stirnseitigen Rinnenende der Entwässerungsrinnen 30 angeordnet. Der Abstand
des Gegenverbindungsmittels 34 und des Fixiermittels 35 vom stirnseitigen Rinnenende
ist dabei im Wesentlichen gleich groß. Andere Anordnungen sind möglich.
[0053] Das Fixiermittel 35 des Rinnenbodens 31 weist einen gleich großen oder größeren Abstand
zu einer der beiden Seitenwände 32 der Entwässerungsrinne 30 als das Gegenverbindungsmittel
34 auf. Mit anderen Worten ist das Gegenverbindungsmittel 34 gleich nah oder näher
an einer der beiden Seitenwände 32 als das Fixiermittel 35 angeordnet. Dabei weist
das Gegenverbindungsmittel 34 einen Abstand von einer der beiden Seitenwände 32 auf,
der dem Abstand des Gegenverbindungsmittels 34 vom stirnseitigen Rinnenende der Entwässerungsrinne
im Wesentlichen entspricht. Das Gegenverbindungsmittel 34 ist also in einem relativ
geringen Abstand vom stirnseitigen Rinnenende und von der einen Seitenwand 32 angeordnet.
Andere Anordnungen sind möglich.
[0054] Die in Fig. 5 gezeigte Entwässerungsrinne 30 ist höhenverstellbar, d.h. dass die
Seitenwände 32 in ihrer Höhe verstellt werden können. Die Entwässerungsrinne 30 kann
auch anders, beispielsweise nicht höhenverstellbar, ausgebildet sein.
[0055] In Fig. 6 ist eine perspektivische Ansicht der Entwässerungsrinne 30 aus Fig. 5,
jedoch mit der Verbindungsplatte 10, gezeigt. Die Verbindungsplatte 10 ist mit dem
Rinnenboden 31 der Entwässerungsrinne 30 verbunden. Konkret ist eines der beiden Verbindungsmittel
18 der Verbindungsplatte 10 mit dem Gegenverbindungsmittel 34 des Rinnenbodens 31
verbunden. Das andere Verbindungsmittel 18 der Verbindungsplatte 10 ist durch das
Fixiermittel 35 des Rinnenbodens 31 fixiert.
[0056] Eine solche Anordnung der Verbindungsplatte 10 am Rinnenboden 31 liegt im Besonderen
vor der Montage, beispielsweise beim Transport zur Baustelle, vor. Denn durch die
Verbindung des einen Verbindungsmittels 18 mit dem Gegenverbindungsmittel 34 des Rinnenbodens
31 entfällt bei der Montage an der Baustelle vor Ort die Herstellung dieser Verbindung
und damit ein wesentlicher Arbeitsschritt. Auf diese Weise wird die Montage bzw. Verbindung
zweier Entwässerungsrinnen 30 deutlich erleichtert. Die Fixierung des anderen Verbindungsmittels
18 durch das Fixiermittel 35 des Rinnenbodens 31 hält die Verbindungsplatte 10 am
Rinnenboden 31. Die Verbindungsplatte 18 ist dadurch innerhalb der Entwässerungsrinne
30 geschützt untergebracht. Auf diese Weise werden Schäden an der Verbindungsplatte
10, beispielsweise beim Beladen und Entladen sowie während dem Transport der Entwässerungsrinne
30, vermieden.
[0057] Durch die spiegelsymmetrische Ausbildung der Verbindungsabschnitte 11 wird das Verbinden,
insbesondere erstmalige Verbinden, der Verbindungsplatte 10 mit dem Rinnenboden 31
der Entwässerungsrinne 30, beispielsweise vor dem Transport, erleichtert. Denn beide
Verbindungsmittel 18 können sowohl der Verbindung mit dem Gegenverbindungsmittel 34
als auch der Fixierung durch das Fixiermittel 35 dienen. Die Verbindungsplatte 10
kann also aufgrund ihrer Spiegelsymmetrie in zwei unterschiedlichen Ausrichtungen
gleichwertig eingesetzt werden, wodurch die Montage erleichtert wird.
[0058] Fig. 7 zeigt einen Querschnitt durch die Entwässerungsrinne 30 aus Fig. 6. Die Verbindungsplatte
10 ist dabei im Längsschnitt, also in einem Schnitt durch beide Verbindungsmittel
18, gezeigt.
[0059] Das Gegenverbindungsmittel 34 des Rinnenbodens 31 bildet einen einseitig offenen
Hohlkörper 37, wobei der Hohlkörper 37 auf einer Außenseite der Entwässerungsrinne
30, also auf einer der Verbindungsplatte 10 gegenüberliegenden Seite, offen ist. Das
Gegenverbindungsmittel 34 bildet somit eine Erhebung des Rinnenbodens 31 mit einem
im Wesentlichen kreisförmigen Plateau, wobei mittig im Plateau eine zentrale Durchgangsbohrung
36 ausgebildet ist.
[0060] Eines der beiden Verbindungsabschnitte 11 liegt auf dem Plateau auf. Das Verbindungsmittel
18 dieses Verbindungsabschnittes 11 erstreckt sich mit seinem Fortsatz 19 durch die
zentrale Durchgangsbohrung 36 des Gegenverbindungsmittels 34. Dabei ist der Hinterschnitt
20 des Fortsatzes 19 im Hohlkörper 37 des Gegenverbindungsmittels 34 angeordnet. Die
zentrale Durchgangsbohrung 36 des Gegenverbindungsmittels 34 weist einen kleineren
Durchmesser als der radial umlaufende Hinterschnitt 20 des Fortsatzes 19 auf. Der
Hinterschnitt 20 greift auf diese Weise hinter den Innenumfang der zentralen Durchgangsbohrung
36 und befindet sich dadurch im eingerasteten Zustand.
[0061] Der Hohlkörper 37 des Gegenverbindungsmittels 34 bildet also mit seiner zentralen
Durchgangsbohrung 36 eine Rastaufnahme zur Rastverbindung mit dem radial umlaufenden
Hinterschnitt 20 des Fortsatzes 19. Eine solche Rastverbindung reduziert den Montageaufwand.
Denn zur Verbindung des Verbindungsmittels 18 mit dem Gegenverbindungsmittel 34 muss
lediglich der Fortsatz 19 durch die zentrale Durchgangsbohrung 36 so weit in den Hohlkörper
37 hingedrückt werden, dass der Hinterschnitt 20 des Fortsatzes 19 hinter dem Innenumfang
der zentrale Durchgangsbohrung 36 einrastet. Das Hineindrücken des Fortsatzes 19 kann
manuell erfolgen, sodass kein zusätzliches Werkzeug nötig ist. Die seitlichen Ausnehmungen
24 im Fortsatz 19 ermöglichen ein einfaches Lösen der Rastverbindung. Hierzu müssen
nämlich lediglich die beiden rinnenförmigen Hälften des Fortsatzes 19 zusammengedrückt
werden, sodass der Fortsatz 19 mit dem Hinterschnitt 20 aus der Rastaufnahme des Gegenverbindungsmittels
34 herausgezogen werden kann.
[0062] Das Fixiermittel 35 des Rinnenbodens 31 bildet eine Durchgangsbohrung im Rinnenboden
31. Der Fortsatz 19 des Verbindungsmittels 18, das nicht mit dem Gegenverbindungsmittel
34 verbunden ist, liegt mit seiner Spitze in dieser Durchgangsbohrung des Fixiermittels
35.
[0063] Der Fortsatz 19 erstreckt sich also teilweise in die Durchgangsbohrung des Fixiermittels
35, sodass eine Bewegung der Verbindungsplatte 10, insbesondere eine Drehung der Verbindungsplatte
10 um das Gegenverbindungsmittel 34, in der Plattenebene unterbunden ist. Auf diese
Weise ist die Verbindungsplatte 10 durch das Fixiermittel 35 am Rinnenboden 31 der
Entwässerungsrinne 30 fixiert.
[0064] Beide Widerlager 21 liegen mit ihren Auflageflächen am Rinnenboden 31 an, und nehmen
auf diese Weise Druckkräfte auf, die beispielsweise bei der Montage an der Oberseite
des Verbindungsplatte angreifen. Dadurch werden beide Verbindungsmittel 18 entlastet
und somit Schäden am Verbindungsmittel und/oder an der Entwässerungsrinne vermieden.
Das Widerlage 21 des fixierten Verbindungsabschnitts 11 bewirkt zudem, dass das Verbindungsmittel
18 nicht zu weit in die Durchgangsbohrung des Fixiermittels 35 rutscht, um weitere
Schäden oder ein unerwünschtes Einrasten des Hinterschnitts 20 zu vermeiden.
[0065] Im Längsschnitt der Verbindungsplatte 10 aus Fig. 7 sind die Abschrägung 22 der Verbindungsabschnitte
11 gut erkennbar. Die Abschrägungen 22 erleichtern das Lösen der Fixierung des am
Rinnenboden 31 fixierten Verbindungsabschnitts 11. Denn durch die Abschrägung 22 am
verbundenen Verbindungsberiech 11 ist der Hub beim Anheben des fixierten Verbindungsabschnitts
11 vergrößert (angedeutet durch die beiden entgegengesetzten Pfeile, die außen an
der Verbindungsplatte 10 angreifen). Die Abschrägung 22 am fixierten Verbindungsabschnitt
11 erleichtert zudem durch einen vergrößerten Abstand vom Rinnenboden 31 ein Hintergreifen
des fixierten Verbindungsabschnitt 11.
[0066] Wird die Verbindungsplatte 10 auf die zuvor beschriebene Weise angehoben (angedeutet
durch gestrichelte Außenkontur der Verbindungsplatte 10), so ist die Fixierung des
Verbindungsabschnitts 11 durch das Fixiermittel 35 gelöst. Die Verbindungsplatte 10
kann ausgehend von dieser Position beispielsweise um das Gegenverbindungsmittel 35,
also aus der Zeichnungsebene heraus oder in die Zeichnungsebene hinein, gedreht werden.
[0067] Fig. 8 zeigt eine weitere perspektivische Ansicht der Entwässerungsrinne 30 aus Fig.
6, wobei einer der beiden Verbindungsabschnitte 11 mit dem Rinnenboden 31 der Entwässerungsrinne
30 verbunden ist und der andere Verbindungsabschnitt 11 aus der offenen Stirnseite
33 der Entwässerungsrinne 30 herausragt.
[0068] Da die Verbindungsmittel 18 jeweils dazu angepasst sind, den Verbindungsabschnitt
11 mit dem Rinnenboden 31 drehbar zu verbinden, kann die Verbindungsplatte 10 durch
Drehung um das Gegenverbindungsmittel 34 der Entwässerungsrinne 30 besonders einfach
von der Position aus Fig. 6 und Fig. 7 in die Position aus Fig. 8 befördert werden
(angedeutet durch den gekrümmten Pfeil). Die drehbare Verbindung zwischen Verbindungsplatte
10 und Entwässerungsrinne 30 ermöglicht es also, den bisher am Rinnenboden 31 fixierten
Verbindungsabschnitt 11 aus der offenen Stirnseite 33 der Entwässerungsrinne 30 herauszudrehen,
um beispielsweise diesen Verbindungsabschnitt 11 mit einem Gegenverbindungsmittel
34 eines weiteren Entwässerungsrinne 30 zu verbinden.
[0069] Um sowohl eine zueinander fluchtende als auch eine zueinander abgewinkelte Montage
bzw. Verbindung zweier Entwässerungsrinnen 30 zu ermöglichen, ist das Gegenverbindungsmittel
34 des Rinnenbodens 31 möglichst nah an der Seitenwand 32 angeordnet. Die runde Außenkontur
23 der Verbindungsabschnitte 11 reduziert dabei den minimal möglichen Abstand Verbindungsabschnitt
11 und Seitenwand 32.
[0070] Die beiden Stege 12 erhöhen die Steifigkeit der Verbindungsplatte 10 bei Drehung
der Verbindungsplatte 10 in der Plattenebene um ein mit einem Gegenverbindungsmittel
34 verbundenes Verbindungsmittel 18. Diese Steifigkeit wird durch die Gestaltung des
Durchgangsöffnung 14 als Langloch 15, das den Abstand zwischen den beiden Stegen 12
vergrößert, weiter erhöht.
[0071] Fig. 9 zeigt eine perspektivische Ansicht eines Rinnensystems nach einem erfindungsgemäßen
Ausführungsbeispiel. Dabei sind zwei Entwässerungsrinnen 30 zueinander fluchtend angeordnet
und durch eine Verbindungsplatte 10 miteinander verbunden. Dazu sind beide Verbindungsmittel
18 der Verbindungsplatte 10 mit jeweils einem Gegenverbindungsmittel 34 des Rinnenbodens
31 der jeweils einen Entwässerungsrinne 30 verbunden.
[0072] Wie in Fig. 9 gut zu sehen ist, weisen die Entwässerungsrinnen 30 an beiden offenen
Stirnseiten 33 jeweils ein Gegenverbindungsmittel 34 auf. Ein Fixiermittel 35 ist
hingegen nur ein einer der beiden offenen Stirnseiten 33 vorgesehen, wodurch zusätzlicher
Fertigungsaufwand vermieden wird.
[0073] Fig. 10 zeigt eine perspektivische Ansicht des Rinnensystems aus Fig. 9 mit drei
zueinander abgewinkelt angeordneten Entwässerungsrinnen. Jeweils zwei Entwässerungsrinnen
sind durch eine Verbindungsplatte 10 verbunden, indem beide Verbindungsmittel 18 der
Verbindungsplatte 10 mit einem Gegenverbindungsmittel 34 der jeweils einen Entwässerungsrinne
30 verbunden sind. Dabei ist jeweils der Steg 12 der Verbindungsplatten 10 durchgetrennt,
der dem stumpfen Winkel der abgewinkelten Anordnung der Entwässerungsrinnen 30 zugewandt
ist. Aufgrund der durchgetrennten Stege 12 können die Verbindungsabschnitte 11 jeweils
einer Verbindungsplatte 10 relativ zueinander um den jeweils anderen, also nicht durchgetrennten,
Steg 12 gedreht werden. Auf diese Weise wird eine abgewinkelte Anordnung der Entwässerungsrinnen
30 ermöglicht.
Bezuaszeichenliste
[0074]
- 10
- Verbindungsplatte
- 11
- Verbindungsabschnitt
- 12
- Steg
- 13
- Sollbruchstelle
- 14
- Durchgangsöffnung
- 15
- Langloch
- 16
- Unterseite
- 17
- Oberseite
- 18
- Verbindungsmittel
- 19
- Fortsatz
- 20
- Hinterschnitt
- 21
- Widerlager
- 22
- Abschrägung
- 23
- runde Außenkontur
- 24
- Ausnehmung
- 25
- zentrale Durchtrittsöffnung
- 30
- Entwässerungsrinne
- 31
- Rinnenboden
- 32
- Seitenwand
- 33
- Stirnseite
- 34
- Gegenverbindungsmittel
- 35
- Fixiermittel
- 36
- zentrale Durchgangsbohrung
- 37
- Hohlkörper
1. Verbindungsplatte (10) zur Verbindung von zwei Entwässerungsrinnen (30), wobei die
Verbindungsplatte (10) zwei Verbindungsabschnitte (11) aufweist, die durch zwei Stege
(12) miteinander verbunden sind, wobei zwischen den Stegen (12) eine Durchgangsöffnung
(14) ausgebildet ist, und die Verbindungsabschnitte (11) an einer Unterseite (16)
jeweils ein Verbindungsmittel (18) zur Verbindung mit einem Rinnenboden (31) der jeweils
einen Entwässerungsrinne (30) aufweisen.
2. Verbindungsplatte (10) nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass
wenigstens einer der beiden Stege (12) eine Sollbruchstelle (13) aufweist.
3. Verbindungsplatte (10) nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, dass
wenigstens eines der beiden Verbindungsmittel (18) dazu angepasst ist, den Verbindungsabschnitt
(11) mit dem Rinnenboden (31) der Entwässerungsrinne (30) drehbar zu verbinden.
4. Verbindungsplatte (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
wenigstens eines der beiden Verbindungsmittel (18) einen Fortsatz (19) aufweist, der
einen zumindest abschnittsweise radial umlaufenden Hinterschnitt (20) zur Rastverbindung
mit dem Rinnenboden (31) bildet.
5. Verbindungsplatte (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
wenigstens einer der beiden Verbindungsabschnitte (11) an der Unterseite (16) ein
Widerlager (21) aufweist, das zwischen dem Verbindungsmittel (18) und dem anderen
Verbindungsabschnitt (11) angeordnet ist.
6. Verbindungsplatte (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
wenigstens einer der beiden Verbindungsabschnitte (11) an der Unterseite (16) eine
Abschrägung (22) aufweist, die auf einer dem anderen Verbindungsabschnitt (11) abgewandten
Seite angeordnet ist.
7. Verbindungsplatte (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
wenigstens einer der beiden Verbindungsabschnitte (11) auf einer dem anderen Verbindungsabschnitt
(11) abgewandten Seite eine runde Außenkontur (23) aufweist.
8. Verbindungsplatte (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Durchgangsöffnung (14) ein Langloch (15) bildet.
9. Verbindungsplatte (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Verbindungsabschnitte (11) im Wesentlichen spiegelsymmetrisch zueinander ausgebildet
sind.
10. Verbindungsplatte (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Verbindungsplatte (10) aus einem Kunststoff gebildet ist.
11. Entwässerungsrinne (30), insbesondere höhenverstellbare Entwässerungsrinne (30), mit
wenigstens einer Verbindungsplatte (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche und
einem Rinnenboden (31), der an wenigstens einer offenen Stirnseite (33) der Entwässerungsrinne
(30) wenigstens ein Gegenverbindungsmittel (34) und wenigstens ein Fixiermittel (35)
aufweist, wobei eines der beiden Verbindungsmittel (18) der Verbindungsplatte (10)
mit dem Gegenverbindungsmittel (34) des Rinnenbodens (31) verbunden ist und das andere
Verbindungsmittel (18) der Verbindungsplatte (10) durch das Fixiermittel (35) des
Rinnenbodens (31) fixierbar oder fixiert ist.
12. Entwässerungsrinne (30) nach Anspruch 11,
dadurch gekennzeichnet, dass
das Fixiermittel (35) des Rinnenbodens (31) einen gleich großen oder größeren Abstand
zu einer Seitenwand (32) der Entwässerungsrinne (30) als das Gegenverbindungsmittel
(34) aufweist.
13. Rinnensystem mit wenigstens zwei Entwässerungsrinnen (30) nach Anspruch 11 oder Anspruch
12, wobei jeweils ein Verbindungsmittel (18) einer der Verbindungsplatten (10) mit
einem Gegenverbindungsmittel (34) des Rinnenbodens (31) der jeweils einen Entwässerungsrinne
(30) derart verbunden ist, dass die Entwässerungsrinnen (30) zueinander fluchtend
oder abgewinkelt angeordnet sind.