[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Heiz- und/oder Kühldecke, die eine als Ansichtsfläche
dienende Beplankung, insbesondere in Form von Gipskartonplatten; auf der Beplankung
zumindest teilweise aufliegende Wärmeleitlamellenanordnungen, die Nuten zur Aufnahme
einer Rohrleitung aufweisen; zwischen benachbarten Wärmeleitlamellenanordnungen angeordnete
Tragprofile, die üblicherweise auch als CD-Profile bezeichnet werden, die einen im
wesentlichen U-förmigen Querschnitt mit einer Basis und mit der Basis verbundenen
Schenkeln aufweisen, eine von einem Wärmeträgermedium durchströmbare Rohrleitung,
die zumindest abschnittweise in die Nuten der Wärmeleitlamellenanordnungen aufgenommen
ist, umfasst. Darüber hinaus betrifft die vorliegende Erfindung eine Wärmeleitlamellenanordnung
für eine derartige Heiz- und/oder Kühldecke.
[0002] Derartige Heiz- und/oder Kühldecken sind häufig als abgehängte Decken oder Trockenbaudecken
ausgebildet und werden für das Heizen und insbesondere für das Kühlen des unter der
Decke befindlichen Raums eingesetzt. Bei solchen abgehängten Decken sind häufig mittels
Abhängern Grundprofile an der eigentlichen Raumdecke von dieser beabstandet befestigt.
Die Grundprofile sind üblicherweise als Metallprofilschienen mit im Wesentlichen U-förmigem
Querschnitt ausgebildet. Im rechten Winkel zu diesen Grundprofilen sind Tragprofile
als Unterkonstruktion für die Heiz- und/oder Kühldecke an den Grundprofilen befestigt.
Üblicherweise handelt es sich bei den Tragprofilen ebenso wie bei den Grundprofilen
um Profilleisten aus Metall mit einem im Wesentlichen U-förmigen Querschnitt. Die
Grundprofile und die Tragprofile sind in einer Einbausituation üblicherweise so ausgerichtet,
dass die offene Seite des im Wesentlichen U-förmigen Querschnitts in Richtung der
eigentlichen Raumdecke weist. Zwischen den Tragprofilen sind Wärmeleitlamellen, insbesondere
aus Metall, angeordnet, in deren Nuten eine von einem Wärmeträgermedium durchströmte
Rohrleitung aufgenommen ist. Als Ansichtsfläche von der Raumseite dient eine Beplankung
aus Bauplatten, insbesondere Gipskartonplatten, die an den Tragprofilen befestigt
sind. Die als Ansichtsfläche dienenden Bauplatten können auch gelocht ausgebildet
sein, um derartigen Heiz- und/oder Kühldecken schalldämpfende Eigenschaften zu verleihen
(Akustikdecke). Das Lochmuster kann sich dann auch durch die Wärmeleitlamellen erstrecken.
Derartige Heiz- und/oder Kühldecken sind beispielsweise in der
AT 12 602 U1 beschrieben.
[0003] Nachteilig an der in der
AT 12 602 U1 beschriebenen Heiz- und/oder Kühldecke wird gesehen, dass sich die Wärmeleitlamellen
mit der zugehörigen Rohrleitung leicht nach oben in Richtung der eigentlichen Raumdecke
verschieben lassen. Daraus resultiert die Gefahr, dass die Wärmeleitlamellen mit der
zugehörigen Rohrleitung insbesondere bei der Montage aus den Tragprofilen herausfallen,
was die Montage erschwert. Darüber hinaus resultiert auch die Gefahr eines unzureichenden
thermischen Kontaktes zwischen den Wärmeleitlamellen und der Beplankung, was die Heiz-
und/oder Kühlleistung beeinträchtigt.
[0004] An dieser Stelle setzt die vorliegende Erfindung ein, der die Aufgabe zugrunde liegt,
die Nachteile des Stands der Technik zumindest teilweise zu überwinden. Insbesondere
soll die erfindungsgemäße Heiz- und/oder Kühldecke einfach und sicher zu montieren
sein. Darüber hinaus soll die Heiz- und/oder Kühldecke eine hohe Heiz- und/oder Kühlleistung
gewährleisten.
[0005] Diese und andere Aufgaben werden durch eine Heiz- und/oder Kühldecke mit den Merkmalen
des Anspruchs 1 sowie durch eine Wärmeleitlamellenanordnung mit den Merkmalen des
Anspruchs 10 gelöst. Bevorzugte Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung sind
in den abhängigen Ansprüchen beschrieben.
[0006] Gemäß der vorliegenden Erfindung wurde erkannt, dass sich die Montage einer Heiz-
und/oder Kühldecke dadurch erheblich erleichtern lässt, dass statt starrer Wärmeleitlamellen
die Wärmeleitlamellenanordnungen eingesetzt werden, die in Richtung ihrer Längsachse
klappbar ausgebildet sind. In einem zusammengeklappten können derartige Wärmeleitlamellenanordnungen
leicht zwischen zwei einander benachbarten Tragprofilen hindurchgeführt werden, und
dann in den nicht zusammengeklappten Zustand überführt und mit den Tragprofilen verbunden
werden. Die Tragprofile können in ihrer Position verbleiben und müssen zum Einbringen
der Wärmeleitlamellenanordnungen nicht verschoben werden. Im nicht zusammengeklappten
Zustand ist das Risiko reduziert, dass die Wärmeleitlamellenanordnungen aus den Tragprofilen
herausfallen. Darüber hinaus reduziert der Einsatz derartiger Wärmeleitlamellenanordnungen
die Anzahl der Einzelteile, die zur Montage einer solchen Heiz- und/oder Kühldecke
erforderlich sind, weiter erheblich, was einerseits den Konfektionsaufwand für den
Lieferanten und andererseits die Montage der Heiz- und/oder Kühldecke an der Baustelle
verringert. Durch die Starrheit der Wärmeleitlamellenanordnungen in ihrem nicht zusammengeklappt
Zustand wird darüber hinaus ein sicherer thermischer Kontakt zwischen den Wärmeleitlamellenanordnungen
und der als Ansichtsfläche von der Raumseite dienenden Beplankung, die vorzugsweise
in Form von Gipskartonplatten ausgebildet ist, gewährleistet, was zu einer hohen Heiz-
und/oder Kühlleistung der erfindungsgemäßen Heiz- und/oder Kühldecke beiträgt.
[0007] Dementsprechend liegt die vorliegende Erfindung in der Bereitstellung einer Heiz-
und/oder Kühldecke, eine als Ansichtsfläche dienende Beplankung, insbesondere in Form
von Gipskartonplatten; auf der Beplankung zumindest teilweise aufliegende Wärmeleitlamellenanordnungen,
die Nuten zur Aufnahme einer Rohrleitung aufweisen; zwischen benachbarten Wärmeleitlamellenanordnungen
angeordnete Tragprofile, die einen im Wesentlichen U-förmigen Querschnitt mit einer
Basis und mit der Basis verbundenen Schenkeln aufweisen; und eine von einem Wärmeträgermedium
durchströmbare Rohrleitung, die zumindest abschnittweise in die Nuten der Wärmeleitlamellenanordnungen
aufgenommen ist, umfasst, wobei sich die Heiz- und/oder Kühldecke erfindungsgemäß
dadurch auszeichnet, dass mindestens eine Wärmeleitlamellenanordnung in Richtung ihrer
Längsachse klappbar ausgebildet ist. Darüber hinaus bezieht sich die vorliegende Erfindung
auf eine Wärmeleitlamellenanordnung für eine Heiz- und/oder Kühldecke, die mindestens
zwei Wärmeleitlamellenelemente, die Nuten zur Aufnahme einer von einem Wärmeträgermedium
durchströmbare Rohrleitung aufweisen, und Halteelemente zur Verbindung der Wärmeleitlamellenanordnungen
mit den Tragprofilen der Heiz- und/oder Kühldecke umfasst, wobei die Halteelemente
ein Gelenkelement aufweisen, durch die die Wärmeleitlamellenanordnung in Richtung
ihrer Längsachse klappbar ausgebildet ist.
[0008] In bevorzugten Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung sind mehrere, insbesondere
alle Wärmeleitlamellenanordnungen der erfindungsgemäßen Heiz- und/oder Kühldecke in
Richtung ihrer Längsachse klappbar ausgebildet. Dabei kann es erforderlich sein, die
wandseitigen Wärmeleitlamellenanordnungen nicht klappbar auszubilden, um das vollständige
Ausfüllen der erforderlichen Fläche mit Wärmeleitlamellenanordnungen zu ermöglichen.
[0009] Es liegt im Rahmen der vorliegenden Erfindung, dass die Klappfähigkeit der Wärmeleitlamellenanordnungen
in Richtung ihrer Längsachse mittig in der jeweiligen Wärmeleitlamellenanordnung oder
zur Mittellängsachse seitlich versetzt ausgebildet ist. Das Gelenkelement kann zentrisch
oder exzentrisch in der Wärmeleitlamellenanordnungen ausgeführt sein.
[0010] In Bezug auf die erfindungsgemäße Heiz- und/oder Kühldecke kann es nützlich sein,
wenn mindestens eine Wärmeleitlamellenanordnung mindestens zwei Wärmeleitlamellenelemente
und Halteelemente umfasst, wobei die Halteelemente ein Gelenkelement aufweisen, durch
die der mindestens eine Wärmeleitlamellenanordnungen entlang ihrer Längsachse klappbar
ausgebildet ist. Auf diese Weise lässt sich die Klappfähigkeit der Wärmeleitlamellenanordnungen
in Richtung ihrer Längsachse besonders einfach und sicher realisieren.
[0011] Dabei kann es bevorzugt sein, wenn die Halteelemente Arretierungselemente aufweisen,
die im arretierten Zustand ein Zusammenklappen der mindestens einen Wärmeleitlamellenanordnung
verhindert. Dadurch werden die Wärmeleitlamellenanordnungen sicher im nicht zusammengeklappten
Zustand gehalten. So wird das Risiko zusätzlich weiter reduziert, dass die Wärmeleitlamellenanordnungen
in der fertigen erfindungsgemäßen Heiz- und/oder Kühldecke aus den Tragprofilen herausfallen.
[0012] Es kann auch hilfreich sein, wenn die Halteelemente den Tragprofilen zugewandte Verbindungselemente
umfassen, über die die Halteelemente mit den Tragprofilen verbunden sind. Dies gewährleistet
eine sichere Verbindung zwischen den Wärmeleitlamellenanordnungen und den Tragprofilen.
Dabei hat es sich als besonders günstig erwiesen, wenn die von der Beplankung wegweisenden
Enden der Schenkel der Tragprofile jeweils einen Umbiegungsabschnitt aufweisen, über
den die Tragprofile jeweils mit den Verbindungselementen der Halteelemente verbunden
sind. Dadurch kann verhindert werden, dass sich die Wärmeleitlamellenanordnungen ungewollt
in Richtung der eigentlichen Raumdecke verschieben und dadurch nicht mehr flächig
auf der Beplankung aufliegen. Dadurch ist ein sicherer thermischer Kontakt zwischen
den Wärmeleitlamellen und der als Ansichtsfläche von der Raumseite dienenden Beplankung
gewährleistet. Durch das Unterbinden einer Verschiebung der Wärmeleitlamellenanordnungen
weg von den Tragprofilen, wird auch die Montage der erfindungsgemäßen Heiz- und/oder
Kühldecke weiter vereinfacht.
[0013] In bevorzugten Ausführungsformen der erfindungsgemäßen Heiz- und/oder Kühldecke kann
diese weiter eine Isolierungsschicht umfassen, die auf den Wärmeleitlamellenanordnungen
angeordnet ist. Eine derartige auf den Wärmeleitlamellenanordnungen angeordnete Isolierungsschicht
verhindert einen thermischen Austausch zwischen dem Bereich von der eigentlichen Raumdecke
und der erfindungsgemäßen Heiz- und/oder Kühldecke. Auch dies trägt zu einer guten
Heiz- und/oder Kühlleistung der erfindungsgemäßen Heiz- und/oder Kühldecke bei. Als
Material für die Isolierungsschicht können beispielsweise Glaswolle, ein geschäumtes
Polymermaterial und der dergleichen eingesetzt werden. Durch die Isolierungsschicht
können auch die durch die erfindungsgemäße Heiz- und/oder Kühldecke erzielten schalldämpfenden
Eigenschaften gesteigert werden.
[0014] Es kann auch vorteilhaft sein, wenn das Material der Beplankung mindestens einen
thermisch leitenden Bestandteil, insbesondere Graphit, umfasst. Dadurch wird die Übertragung
thermischer Energie zwischen dem in der Rohrleitung geführten Wärmeträgermedium und
dem durch die erfindungsgemäße Heiz- und/oder Kühldecke klimatisierten Raum weiter
verbessert. Dies erhöht ebenfalls die wahrnehmbare Heiz- und/oder Kühlleistung der
erfindungsgemäßen Heiz- und/oder Kühldecke
[0015] Zusätzlich oder alternativ dazu kann es bevorzugt sein, wenn Beplankung der erfindungsgemäßen
Heiz- und/oder Kühldecke mit Löchern versehen ist. Dadurch können der erfindungsgemäßen
Heiz- und/oder Kühldecke zusätzlich schalldämpfende Eigenschaften verliehen werden.
Dabei ist es besonders bevorzugt, wenn auch in den Wärmeleitlamellenelementen Löcher
vorhanden sind. In besonderem Maße bevorzugt ist es, wenn die Löcher in der Beplankung
in der erfindungsgemäßen Heiz- und/oder Kühldecke in die Löcher der Wärmeleitlamellenelemente
münden.
[0016] Die voranstehenden Erläuterungen in Bezug auf die erfindungsgemäße Heiz- und/oder
Kühldecke gelten für die erfindungsgemäße Wärmeleitlamellenanordnung entsprechend.
[0017] Die erfindungsgemäße Heiz- und/oder Kühldecke sowie einzelne Teile davon können auch
zeilenweise oder schichtweise unter Verwendung eines zeilenaufbauenden oder schichtaufbauenden
Fertigungsverfahrens (z. B. 3D-Druck) hergestellt werden.
[0018] Im Folgenden soll die vorliegende Erfindung unter Bezugnahme auf die in den Figuren
dargestellten Ausführungsformen im Detail erläutert werden. Dabei zeigen
- Figur 1
- eine schematische Querschnittsdarstellung einer Heiz- und/oder Kühldecke gemäß einer
Ausführungsform der vorliegenden Erfindung;
- Figur 2
- eine schematische, vergrößerte Querschnittsdarstellung eines in der in Fig. 1 dargestellten
erfindungsgemäßen Heiz- und/oder Kühldecke eingesetzten Wärmeleitlamellenanordnung;
und
- Figur 3
- eine schematische Querschnittsdarstellung eines Ausschnitts aus der erfindungsgemäßen
Heiz- und/oder Kühldecke gemäß Fig. 1 während ihrer Montage.
[0019] Fig. 1 zeigt einen Ausschnitt aus einer Heiz- und/oder Kühldecke 1 gemäß einer Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung in einer schematischen Querschnittsdarstellung. Darin umfasst
die erfindungsgemäße Heiz- und/oder Kühldecke 1 eine Beplankung 2, die als Ansichtsfläche
von der Raumseite, also vom Inneren des Raums her, fungiert. Die Beplankung 2 ist
bevorzugt in Form von Gipskartonplatten ausgebildet. Auf die Beplankung 2 aufgelegt
sind in der erfindungsgemäßen Heiz- und/oder Kühldecke 1 Wärmeleitlamellenanordnungen
3, 3', 3". In der in Fig. 1 dargestellten Ausführungsform der erfindungsgemäßen Heiz-
und/oder Kühldecke 1 ist dabei nur die zentrale Wärmeleitlamellenanordnung 3' vollständig
dargestellt, während die beiden seitlichen Wärmeleitlamellenanordnungen 3, 3" nur
jeweils in einem Randbereich dargestellt sind.
[0020] In der in Fig. 1 dargestellten Ausführungsform der erfindungsgemäßen Heiz- und/oder
Kühldecke 1 umfasst die in Fig. 1 zentral dargestellte Wärmeleitlamellenanordnung
3', die in Fig. 2 in einem zusammengeklappten Zustand in einer schematischen, vergrößerten
Querschnittsdarstellung gezeigt ist, zwei Wärmeleitlamellenelemente 31, 31' und eine
Mehrzahl von Halteelementen 32, die in Längsrichtung der Wärmeleitlamellenanordnung
3' angeordnet sind und mit den Wärmeleitlamellenelemente 31, 31' verbunden sind. In
der in Fig. 1 dargestellten Ausführungsform der erfindungsgemäßen Heiz- und/oder Kühldecke
1 sind die Halteelemente 32 als Haltebügel ausgebildet.
[0021] Die Halteelemente 32 weisen ein jeweils Gelenkelement 33 auf. Durch das Gelenkelement
33 sind die Halteelemente 32 in Richtung ihrer Längsachse klappbar ausgebildet. Dabei
ist das Gelenkelement 33 in der in Fig. 1 dargestellten Ausführungsform der erfindungsgemäßen
Heiz- und/oder Kühldecke 1 mittig in der Wärmeleitlamellenanordnung 3' angeordnet.
In alternativen Ausführungsformen kann das Gelenkelement 33 auch abweichend von der
Mitte der Wärmeleitlamellenanordnung 3' angeordnet sein. Darüber hinaus weisen die
Halteelemente 32 Arretierungselemente 34, 34' auf. Im arretierten Zustand wird durch
die Arretierungselemente 34, 34' ein Zusammenklappen der Wärmeleitlamellenanordnung
3' verhindert. der in Fig. 1 dargestellten Ausführungsform der erfindungsgemäßen Heiz-
und/oder Kühldecke 1 sind die Arretierungselemente 34, 34' in Form zweier Stifte ausgebildet,
die in entsprechende Aufnahmelöcher 35, 35' (Fig. 2) der Halteelemente 32 eingreifen.
In alternativen Ausführungsformen der erfindungsgemäßen Heiz- und/oder Kühldecke 1
können auch eine alternative Form aufweisen, beispielsweise als Erhebungen ausgebildet
sein. Die Aufnahmelöcher 35, 35' sind dabei jeweils in einem flächigen Bereich der
Halteelemente 32 angeordnet, der um Gelenkelemente 33 herum gebildet ist. Bevorzugte
Materialien, aus denen die Halteelemente 32 gebildet werden können, sind metallische
Werkstoffe und geeignete Kunststoffe. An ihren Außenseiten umfassen die Haltelemente
32 Verbindungselemente 36, 36', die zur Verbindung der Wärmeleitlamellenanordnungen
3, 3', 3" mit Tragprofilen 6, 6' dienen. In der dargestellten Ausführungsform der
erfindungsgemäßen Heiz- und/oder Kühldecke 1 sind die Verbindungselemente 36, 36'
als Haltenasen ausgebildet.
[0022] Die Wärmeleitlamellenelemente 31, 31' sind flächige Gegenstände und vorzugsweise
aus Metall, insbesondere aus Aluminium, Stahlblech und Kombinationen daraus. Sie weisen
eine Mehrzahl an Nuten 4 auf. Die Nuten 4 der Wärmeleitlamellenelemente 31, 31' sind
in der erfindungsgemäßen Heiz- und/oder Kühldecke 1 derart ausgerichtet, dass die
offene Seite der Nuten 4 in Richtung der Beplankung 2 weist. In die Nuten 4 der Wärmeleitlamellenelemente
31, 31' ist eine Rohrleitung 5 zumindest abschnittweise aufgenommen. Die Rohrleitung
5 wird von einem Wärmeträgermedium durchströmt und dient dadurch zur Klimatisierung
(Heizen und/oder Kühlen) des unterhalb der erfindungsgemäßen Heiz- und/oder Kühldecke
1 befindlichen Raums. Aufgrund der guten thermischen Leitfähigkeit des Materials der
Wärmeleitlamellenelemente 31, 31' übertragen diese im Heizbetrieb thermische Energie
des Wärmeträgermediums in der Rohrleitung 5 auf die Beplankung 2. Im Kühlbetreib der
erfindungsgemäßen Heiz- und/oder Kühldecke 1 wird thermische Energie aus dem Rauminneren
über die Beplankung 2 auf das in der Rohrleitung 5 geführte Wärmeträgermedium transferiert
und durch das Wärmeträgermedium abgeführt, wobei die Wärmeleitlamellen 3 als Überträger
dienen.
[0023] Gemäß dieser Ausführungsform der erfindungsgemäßen Heiz- und/oder Kühldecke 1 ist
zwischen je zwei benachbarten Wärmeleitlamellenanordnungen 3, 3', 3" ein Tragprofil
6, 6' angeordnet. Die Tragprofile 6, 6' sind in der gezeigten Ausführungsform als
Metallprofil mit im Wesentlichen U-förmigen Querschnitt ausgebildet. Dabei umfassen
die Tragprofile 6, 6' eine Basis 7 sowie zwei mit der Basis 7 verbundene Schenkel
8, 8'. Die von der Basis 7 wegweisenden Enden der Schenkel 8, 8' sind jeweils in Richtung
des Profilinneren des Tragprofils 6 umgebogen. Damit weisen die Tragprofile 6, 6'
an den von der Basis 7 wegweisenden Enden ihrer Schenkel 8, 8' jeweils einen Umbiegungsabschnitt
9, 9' auf. Die jeweiligen Umbiegungsabschnitte 9, 9' werden von den in der in den
Figuren dargestellten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung als Haltenasen ausgebildeten
Verbindungselementen 36, 36' von an das jeweilige Tragprofilen 6, 6' angrenzenden
Wärmeleitlamellenanordnungen 3, 3', 3" hintergriffen.
[0024] Die Befestigung der Wärmeleitlamellenanordnungen 3, 3', 3" in der erfindungsgemäßen
Heiz- und/oder Kühldecke 1 ist schematisch in Fig. 3 am Beispiel der Wärmeleitlamellenanordnung
3' gezeigt. Dazu wird die Wärmeleitlamellenanordnung 3' in einem zusammengeklappten
Zustand zwischen zwei benachbarten, mit der eigentlichen Raumdecke verbundenen Tragprofilen
6, 6' hindurchgeführt. Daraufhin wird Wärmeleitlamellenanordnung 3' in den gestreckten,
nicht zusammengeklappten Zustand gebracht, indem die beiden Wärmeleitlamellenelemente
31, 31' gegeneinander um das Gelenkelement 33 verdreht werden, bis die Arretierungselemente
34, 34' in die Aufnahmelöcher 35, 35' eingreifen. Durch diese Arretierung ist die
Wärmeleitlamellenanordnung 3' in ihrem gestreckten Zustand fixiert. Daraufhin wird
die Wärmeleitlamellenanordnung 3' in Richtung der Tragprofilen 6, 6' bewegt, bis die
in der dargestellten Ausführungsform als Haltenasen ausgebilden Verbindungselemente
36, 36' die Umbiegungsabschnitte 9, 9' der Tragprofile 6, 6' hintergreifen. Dadurch
wird ein Herausfallen der Wärmeleitlamellenanordnung 3' aus den Tragprofilen 6, 6'
wirksam verhindert. Darüber hinaus gewährleistet die Starrheit der Wärmeleitlamellenanordnung
3' in ihrem gestreckten, arretierten Zustand einen sicheren thermischen Kontakt zwischen
der Wärmeleitlamellenanordnung 3' und der als Ansichtsfläche von der Raumseite dienenden
Beplankung 2. Dieser thermische Kontakt wird ferner dadurch gewährleistet, dass die
Wärmeleitlamellenanordnung 3' aufgrund der Verbindung zwischen ihren Verbindungselementen
36, 36' und den Umbiegungsabschnitten 9, 9' der Tragprofile 6, 6' nicht von der Beplankung
2 wegbewegt werden kann.
[0025] Letztlich ist in der erfindungsgemäße Heiz- und/oder Kühldecke 1 auf die der Beplankung
2 abgewandten Seite der Wärmeleitlamellenanordnungen 3, 3', 3" eine Isolierungsschicht
20 aufgelegt. Die Isolierungsschicht 20 kann in anderen Ausführungen der erfindungsgemäßen
Heiz- und/oder Kühldecke 1 auch weggelassen werden. Die Isolierungsschicht 20 verhindert
einen Austausch thermischer Energie zwischen der erfindungsgemäßen Heiz- und/oder
Kühldecke 1 und dem Zwischenraum zwischen der eigentlichen Raumdecke und der erfindungsgemäßen
Heiz- und/oder Kühldecke 1, was erheblich zu einer guten Heiz- und/oder Kühlleistung
der erfindungsgemäßen Heiz- und/oder Kühldecke 1 beiträgt. Ebenso kann die Isolierschicht
20 ein faseriges Dämmmaterial umfassen. Dadurch werden die durch die erfindungsgemäße
Heiz- und/oder Kühldecke 1 erzielten schalldämpfenden Eigenschaften erhöht und der
Komfort zusätzlich gesteigert.
[0026] In der in den Figuren dargestellten Ausführungsform der erfindungsgemäßen Heiz- und/oder
Kühldecke 1 dient als Ansichtsfläche von der Raumseite eine Beplankung 2 aus ungelochten
Gipskartonplatten. In alternativen Ausführungsformen können die Platten der Beplankung
2 auch mit Löchern versehen sein, um der erfindungsgemäßen Heiz- und/oder Kühldecke
1 zusätzlich schalldämpfende Eigenschaften zu verleihen. Um diese weiter zu verbessern,
können Löcher dann vorzugsweise auch in den Wärmeleitlamellenelementen 31, 31' vorhanden
sein. Zusätzlich kann das Material der Beplankung 2 auch mindestens einen Bestandteil
mit hoher thermischer Leitfähigkeit, beispielsweise Graphit, enthalten.
[0027] Die erfindungsgemäße Heiz- und/oder Kühldecke 1 ist mittels entsprechender Abhänger
(nicht dargestellt) an der eigentlichen Raumdecke befestigt.
[0028] Die vorliegende Erfindung wurde exemplarisch unter Bezugnahme auf die in den Figuren
dargestellten Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung im Detail beschrieben.
Es versteht sich, dass die vorliegende Erfindung nicht auf die in den Figuren dargestellte
Ausführungsformen beschränkt ist. Vielmehr ergibt sich der Umfang der vorliegenden
Erfindung aus den beigefügten Ansprüchen.
1. Heiz- und/oder Kühldecke (1), umfassend
(a) eine als Ansichtsfläche dienende Beplankung (2), insbesondere in Form von Gipskartonplatten;
(b) auf der Beplankung (2) zumindest teilweise aufliegende Wärmeleitlamellenanordnungen
(3, 3', 3"), die Nuten zur Aufnahme einer Rohrleitung (5) aufweisen;
(c) zwischen benachbarten Wärmeleitlamellenanordnungen (3, 3', 3") angeordnete Tragprofile
(6, 6'), die einen im Wesentlichen U-förmigen Querschnitt mit einer Basis (7) und
mit der Basis (7) verbundenen Schenkeln (8, 8') aufweisen; und
(d) eine von einem Wärmeträgermedium durchströmbare Rohrleitung (5), die zumindest
abschnittweise in die Nuten (4) der Wärmeleitlamellenanordnungen (3, 3', 3") aufgenommen
ist,
dadurch gekennzeichnet, dass
mindestens eine Wärmeleitlamellenanordnung (3, 3', 3") in Richtung ihrer Längsachse
klappbar ausgebildet ist.
2. Heiz- und/oder Kühldecke (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Klappfähigkeit der mindestens einen Wärmeleitlamellenanordnungen (3, 3', 3")
in Richtung ihrer Längsachse mittig in der mindestens einen Wärmeleitlamellenanordnung
(3, 3', 3") oder zur Mittellängsachse seitlich versetzt ausgebildet ist.
3. Heiz- und/oder Kühldecke (1) nach Anspruch 1 oder Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens eine Wärmeleitlamellenanordnungen (3, 3', 3") mindestens zwei Wärmeleitlamellenelemente
(31, 31 ') und Halteelemente (32) umfasst, wobei die Halteelemente (32) ein Gelenkelement
(33) aufweisen, durch die der mindestens eine Wärmeleitlamellenanordnungen (3, 3',
3") in Richtung ihrer Längsachse klappbar ausgebildet ist.
4. Heiz- und/oder Kühldecke (1) nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Halteelemente (32) Arretierungselemente (34. 34') aufweisen, die im arretierten
Zustand ein Zusammenklappen der mindestens einen Wärmeleitlamellenanordnungen (3,
3', 3") verhindert.
5. Heiz- und/oder Kühldecke (1) nach Anspruch 3 oder Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Halteelemente (32) den Tragprofilen (6, 6') zugewandte Verbindungselemente (36,
36') umfassen, über die die Halteelemente (32) mit den Tragprofilen (6, 6') verbunden
sind.
6. Heiz- und/oder Kühldecke (1) nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die von der Beplankung (2) wegweisenden Enden der Schenkel (8, 8') der Tragprofile
(6, 6') jeweils einen Umbiegungsabschnitt (9, 9') aufweisen, über den die Tragprofile
(6, 6') jeweils mit den Verbindungselementen (36, 36') der Halteelemente (32) verbunden
sind.
7. Heiz- und/oder Kühldecke (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Heiz- und/oder Kühldecke (1) weiter eine Isolierungsschicht (20) umfasst, die
auf den Wärmeleitlamellenanordnungen (3, 3', 3") angeordnet ist.
8. Heiz- und/oder Kühldecke (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Material der Beplankung (2) mindestens einen thermisch leitenden Bestandteil,
insbesondere Graphit, umfasst.
9. Heiz- und/oder Kühldecke (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, die Beplankung (2) Löcher aufweist.
10. Wärmeleitlamellenanordnung (3, 3', 3") für eine Heiz- und/oder Kühldecke (1), umfassend
mindestens zwei Wärmeleitlamellenelemente (31, 31'), die Nuten zur Aufnahme einer
von einem Wärmeträgermedium durchströmbare Rohrleitung (5) aufweisen, und Halteelemente
(32) zur Verbindung der Wärmeleitlamellenanordnungen (3, 3', 3") mit den Tragprofilen
(6, 6') der Heiz- und/oder Kühldecke (1), wobei die Halteelemente (32) ein Gelenkelement
(33) aufweisen, durch die die Wärmeleitlamellenanordnung (3, 3', 3") in Richtung ihrer
Längsachse klappbar ausgebildet ist.