[0001] Die Erfindung betrifft eine Patienten-Mobilisationsvorrichtung, welche dafür vorgesehen
ist, auf eine Sitzfläche aufgestellt zu werden und den Patienten im Sitzen abzustützen.
[0002] Derartige Patienten-Mobilisationsvorrichtungen sind auch unter dem Namen Querbettsessel
bekannt und werden in Krankenhäusern und in der Rehabilitation verwendet, um Patienten
bei der Mobilisation in der Weise zu unterstützen, dass sie sich auf eine Bettkante
setzen können und dabei gestützt werden. Ein derartiger Sitzassistent ist beispielsweise
auf
DE 10 2015 118 955 B4 bekannt.
[0003] Es ist Aufgabe der Erfindung, die Einsatzbereiche einer Patienten-Mobilisationsvorrichtung,
welche als Rückenstütze dienen kann, zu erweitern.
[0004] Diese Aufgabe wird gelöst durch eine Patienten-Mobilisationsvorrichtung mit den in
Anspruch 1 angegebenen Merkmalen. Bevorzugte Ausführungsformen ergeben sich aus den
Unteransprüchen, der nachfolgenden Beschreibung sowie den beigefügten Figuren.
[0005] Die erfindungsgemäße Patienten-Mobilisationsvorrichtung weist ein Auflagegestell
auf, welches dazu ausgebildet ist, auf eine Sitzfläche aufgestellt zu werden, insbesondere
auf eine nicht speziell an die Mobilisationsvorrichtung angepasste externe Sitzfläche
aufgestellt zu werden. Diese Sitzfläche kann beispielsweise die Oberfläche eines Bettes,
das heißt z.B. eine Matratze sein, auf welche die Mobilisationsvorrichtung gestellt
wird. Das Auflagegestell ist so ausgebildet, dass es die auftretenden Kräfte auf die
Sitzfläche überträgt. An dem Auflagegestell befestigt ist eine Rückenstützeinheit.
Die Mobilisationsvorrichtung bildet somit eine Art Rückenlehne für den Patienten,
der auf der Sitzfläche sitzt. Bevorzugt ist das Auflagegestell so ausgebildet, dass
es sich rückseitig der Rückenstützeinheit weiter erstreckt, so dass es ein Umkippen
nach hinten verhindert, wenn Druck auf die Rückenstützeinheit aufgebracht wird. Die
Rückenstützeinheit ist vorzugsweise abnehmbar und/oder in ihrer Position veränderbar
mit dem Auflagegestell verbunden. Dies kann durch eine geeignete lösbare Kupplung
erfolgen, welche bevorzugt so ausgebildet ist, das sie werkzeuglos zu lösen ist, beispielsweise
mittels handbetätigter Schrauben und/oder Rastelemente, welche einen formschlüssigen
und/oder kraftschlüssigen Eingriff ermöglichen. Um die Rückenstützeinheit in verschiedenen
Positionen, insbesondere in axialen Positionen entlang des Auflagegestellt positionieren
zu können, können mehrere Kupplungseinheiten an den Auflagegestell ausgebildet sein,
so dass die Rückenstützeinheit wahlweise an einer dieser Kupplungseinheiten befestigt
werden kann. So könnte beispielsweise auch die Sitztiefe variiert werden. Ein Abnehmen
der Rückenstützeinheit ermöglicht eine platzsparende Lagerung. Ferner kann dies beispielsweise
auch beim Waschen eines Patienten vorteilhaft sein. Es ist zu verstehen, dass die
abnehmbare und/oder verschieden positionierbare Rückenstützeinheit auch unabhängig
von den nachfolgend beschriebenen Merkmalen realisiert werden kann und einen eigenen
Erfindungsgegenstand bilden kann.
[0006] Die Patienten-Mobilisationsvorrichtung weist ferner ein Unterbauelement auf, welches
an seiner Oberseite mit einer Kupplungseinrichtung versehen ist, welche zur lösbaren
Kupplung mit dem Auflagegestell ausgebildet ist. Das Unterbauelement ist ein zusätzliches
und von oben beschrieben Sitzfläche unabhängiges Bauteil. Diese Ausgestaltung ermöglicht
es, das Auflagegestell mit dem Unterbauelement zu verbinden, so dass die Patienten-Mobilisationsvorrichtung
z.B. auch ohne Bett z.B. als Stuhl oder Rollstuhl verwendet werden kann. Es können
verschieden ausgebildete Unterbauelemente vorgesehen sein, um einen an verschiedene
Anwendungsmöglichkeiten angepassten Sitz für einen Patienten bereitstellen zu können.
So kann das Unterbauelement beispielsweise ein Untergestell sein, um eine Art Stuhl
auszubilden. Alternativ kann das Unterbauelement beispielsweise auch ein Fahrgestell
sein, so dass aus der Kombination von Fahrgestell und Auflagegestell mit Rückenstützeinrichtung
ein Rollstuhl oder Transportstuhl gebildet werden kann. Auf diese Weise kann auch
eine Gehhilfe ausgebildet werden. In einer weiteren alternativen Ausgestaltung könnte
das Unterbauelement auch ein Schwimmkörper sein, so dass ein Sitz mit Auftrieb geschaffen
wird, welcher in der Wassertherapie, beispielsweise bei einer Balneotherapie und/oder
Wasserstrahlmassage-Therapie zum Einsatz kommen kann. So können mindestens zwei Funktionen,
nämlich die Funktion eines Querbettsessels und eine weitere Sitz-Funktion wie z.B.
die Funktion eines Transport- oder Rollstuhls mit derselben Mobilisationsvorrichtung
realisiert werden. Dies bringt Kostenvorteile, spart Platz und ermöglicht es, eine
Patienten-Mobilisationsvorrichtung an verschiedene Anwendungen anpassen zu können,
je nachdem welche Unterstützung der Patient benötigt. Die Kombination aus Auflagegestell
und Unterbauelement, wie z.B. Fahrgestell, kann mit einer festen oder lösbaren Rückenstützeinheit,
wie sie vorangehend beschrieben wurde, verwendet werden. Wie oben ausgeführt, kann
jedoch die lösbare oder verschieden positionierbare Rückenstützeinheit auch ohne ein
Unterbauelement Verwendung finden.
[0007] Das Unterbauelement weist an seiner Oberseite bevorzugt eine Sitzfläche, d.h. eine
Unterbau-Sitzfläche auf. Die Sitzfläche bzw. Unterbau-Sitzfläche kann beispielsweise
als Textilbespannung oder auch in anderer Weise gepolstert ausgebildet sein. Die Unterbau-Sitzfläche
kann auch ein separates Bauteil sein, welches in das Unterbauelement oder Auflagegestell
einlegbar ist, wenn das Auflagegestell nicht auf eine externe Sitzfläche aufgestellt
ist. In besonderer Ausgestaltung kann die Sitzfläche bzw. Unterbau-Sitzfläche wasserfest
sein, so dass das Unterbauelement im Wasser, z.B. ein Fahrgestell als Duschstuhl,
verwendet werden kann. Auch kann die Sitzfläche abnehmbar ausgebildet sein. Die Anordnung
der Sitzfläche bzw. Unterbau-Sitzfläche an dem Unterbauelement wie z.B. einem Fahrgestell
hat den Vorteil, dass das Auflagegestell mit der Rückenstützeinheit als Querbettsessel
ohne eigene Sitzfläche verwendet werden kann und z.B. für die Verwendung als Rollstuhl
die Sitzfläche in Form einer Unterbau-Sitzfläche am Unterbauelement bzw. Fahrgestell
bereitgestellt wird.
[0008] Alternativ oder zusätzlich ist es auch möglich, eine Sitzfläche an dem Auflagestell
anzuordnen, insbesondere eine abnehmbare Sitzfläche. Diese kann beispielsweise als
abnehmbare Tuchbespannung ausgebildet sein. Eine solche Ausgestaltung bietet sich
beispielsweise an, um das Auflagestell mit der Rückenstützeinheit als Sitz in einer
Lifteinrichtung beziehungsweise einem Patientenlifter einsetzen zu können
[0009] Das Auflagegestell ist bevorzugt als Rahmenstruktur mit zumindest zwei sich beabstandet
zueinander und entlang einer Auflageebene erstreckenden Seitenholmen sowie mit zumindest
einem sich quer zu den Seitenholmen erstreckenden und die Seitenholme verbindenden
Querholm ausgebildet. Die Seitenholme erstrecken sich seitlich der Sitzfläche, auf
welche ein Patient gesetzt werden soll, in Richtung der Sitzfläche vorzugsweise von
vorne nach hinten. Dabei erstrecken sich die Seitenholme bevorzugt im Wesentlichen
parallel zueinander. Der Querholm ist rückseitig der Sitzfläche im Bereich der Rückenstützeinheit
oder hinter dieser angeordnet, so dass er die Sitzfläche nicht beeinträchtigt. Die
Rahmenstruktur, welche beispielsweise aus Rohren ausgebildet sein kann, erstreckt
sich dabei bevorzugt in eine Ebene, so dass eine stabile Aufstandsfläche beziehungsweise
Aufstandslinie geschaffen wird, mit welcher das Auflagegestell auf die Sitzfläche
bzw. externe Sitzfläche, beispielsweise einer Matratze gestellt werden kann. Die Seitenholme
erstrecken sich bevorzugt in ihrer Längsrichtung überden Befestigungsbereich, in welchem
die Rückenstützeinheit befestigt ist, hinaus, so dass durch die Seitenholme ein Umkippen
nach hinten verhindert wird. Die Seitenholme können sich auch über den zumindest einen
Querholm hinaus erstrecken und darüber hinaus am rückwertigen Ende nach oben umgebogen
sein, um so gleichzeitig ein Griffelement für die Verwendung als Rollstuhl zu bilden.
Zur Befestigung der Rückenstützeinheit können an den Seitenholmen Befestigungselemente
angebracht, beispielweise angeschweißt sein. Dies können Laschen oder Platten sein,
an welchen das Rückenstützelement, welches bevorzugt ebenfalls als Rahmen- oder Rohrstruktur
ausgebildet ist, befestigt werden kann, insbesondere lösbar befestigt werden kann.
[0010] Die Rückenstützeinheit weist zweckmäßigerweise zwei sich ausgehend von dem Auflagegestell
nach oben erstreckende Rückenholme auf, welche durch einen Rückenbügel verbunden sind.
Die Rückenholme und der Rückenbügel sind bevorzugt Rohre und können weiter bevorzugt
einstückig durch Umformen geformt werden, beispielsweise durch Biegen eines Rohres.
So wird eine stabile U-förmige Struktur geschaffen. Eine Rückenlehne ist vorzugsweise
an den Rückenholmen befestigt, kann beispielsweise als ein abnehmbares, gegebenenfalls
gepolstertes Gewebe ausgebildet sein. Die Abnehmbarkeit ist beispielsweise beim Duschen
oder Waschen eines Patienten hilfreich. Die Rückenholme und der Rückenbügel können
bevorzugt eine im Wesentlichen U-förmige Struktur bilden, welche mit ihren freien
Enden an dem Auflagegestell befestigt ist. Es ist auch denkbar, dass mehr als ein
Rückenbügel vorgesehen wird. So könnte beispielweise auch im Bereich des unteren Endes
ein weiterer Rückenbügel zur Aussteifung vorgesehen sein.
[0011] Gemäß einer besonderen Ausführungsform der Erfindung ist die Rückenlehne schwenkbar
ausgebildet. Dazu sind die Rückenholme vorzugsweise schwenkbar an dem Auflagegestell
angelenkt, sodass sie sich in ihrem Winkel zu dem Auflagegestell verändern lassen,
sodass der Neigungswinkel der Rückenlehne verändert werden kann. Die schwenkbare Anlenkung
der Rückenholme kann stufenlos sein oder aber mehrere vorgegebene Winkelpositionen
haben, die beispielsweise über Rastelemente definiert sein können. Weiter bevorzugt
ist die Schwenkverbindung so ausgebildet, dass sie in einer eingenommenen Winkellage
fixierbar ist, beispielsweise über ein Klemmelement oder eine Schraube. Noch weiter
bevorzugt gibt es einen Endanschlag, welcher die Neigung der Rückenholme nach hinten
begrenzt, sodass der Patient nicht unbeabsichtigt mit der Rückenlehne nach hinten
umfallen kann. Ein solcher Endanschlag kann beispielsweise durch Stifte oder Vorsprünge
gebildet werden, an welche ein Element der Rückenholme oder ein mit den Rückenholmen
verbundenes Anschlagelement anstößt. Besonders bevorzugt wird der Endanschlag durch
ein an dem Unterbauelement angeordnetes Bauteil, beispielsweise einen Vorsprung gebildet,
an welchem ein Element des Rückenholmes oderein mit diesem verbundenen Anschlagelement
zur Anlage kommt. Eine solche Ausgestaltung hat den Vorteil, dass der Endanschlag
nur wirksam ist, wenn das Auflagegestell mit dem Unterbauelement verbunden ist. Wenn
das Auflagegestell hingegen ohne das Unterbauelement verwendet wird, insbesondere
auf einem Bett, ist es bevorzugt möglich, die Rückenholme bzw. die Rückenlehne nach
hinten in eine im Wesentlichen waagerechte Position zu bringen. Dies ermöglicht es,
einen Patienten mit seinem Oberkörper schnell in eine waagerechte bzw. liegende Position
zu bringen, z.B. für einen Liegendtransfer. Das schnelle Verbringen in die waagerechte
Lage kann beispielsweise erforderlich sein, um bei Kreislaufproblemen den Kreislauf
eines Patienten zu stabilisieren. Dabei können zusätzlich die Beine des Patienten
hochgelegt werden, wozu beispielsweise auch das Unterbauelement genutzt werden kann.
In einer weiteren zweckmäßigen Ausgestaltung können die Rückenholme so an dem Auflagegestell
angelenkt sein, dass sie so weit nach vorne verschwenkbar sind, dass sie im Wesentlichen
flach auf dem Auflagegestell liegen. Dies ermöglicht es die Rückenlehne flach über
die Sitzfläche zu klappen, beispielsweise um die Mobilisationsvorrichtung platzsparend
verstauen zu können.
[0012] Die Rückenstützeinheit kann in einer weiteren Ausgestaltung eine Kopfstütze aufweisen,
welche vorzugsweise in ihrer Höhe verstellbar und/oder abnehmbar ist. So kann die
Kopfstütze beispielsweise abgenommen werden, wenn sie nicht gebraucht wird. Die Höheneinstellbarkeit
ermöglicht die Anpassung an verschiedene Patientengrößen. Die Höhenanpassbarkeit kann
durch lösbare Rastmittel, welche in verschiedenen Abständen in Eingriff gebracht werden
können oder aber beispielsweise auch durch ein Klemmelement wie eine Klemmschraube
ermöglicht werden. So kann die Kopfstütze beispielsweise einen senkrechten Schaft
aufweisen, welcher in einer Ausnehmung am Rückenbügel klemmend fixiert ist und aus
der Ausnehmung auch vollständig entnommen werden kann.
[0013] Gemäß einer weiteren möglichen Ausführungsform kann zumindest eine lösbar mit dem
Auflagegestell verbundene Fußstütze vorgesehen sein. Diese Fußstütze kann eine Fußablage
aufweisen, auf welche der Patient seine Füße stellen kann, kann allerdings auch lediglich
so ausgebildet sein, dass sie die Beine rückseitig in Höhe der Unterschenkel stützt.
Besonders bevorzugt kann zumindest eine Fußablage oder können gegebenenfalls zwei
Fußablagen lösbar mit der Fußstütze verbunden sein, so dass sie je nach Erfordernis
mit dieser verbunden werden können oder abgenommen werden können. Die zumindest eine
Fußstütze kann so ausgebildet sein, dass sie einteilig ausgebildet ist und eine oder
zwei Fußablagen für die Füße aufweist. Alternativ ist es möglich zwei getrennte Fußstützen
vorzusehen, eine für jeden Fuß. Bei einer solchen Ausgestaltung hat jede Fußstütze
vorzugsweise eine eigene, gegebenenfalls umklappbare Fußablage. Zusätzlich kann eine
gemeinsame Fußablage vorgesehen sein, welche mit den beiden getrennten Fußstützen
so verbunden werden kann, dass sie die beiden Fußstützen an dem unteren Ende als durchgehendes
Brett verbindet. Für die Lagerung bei Nichtbenutzung dieses Bauelementes kann eine
geeignete Aufnahmevorrichtung an dem Unterbauelement vorgesehen sein.
[0014] Zur Befestigung weist die zumindest eine Fußstütze vorzugsweise zumindest ein Einsteckelement
auf, welches in eine Aufnahme an dem Auflagegestell einschiebbar ist. Vorzugsweise
wird die Aufnahme von einem Seitenholm des Auflagegestells gebildet, so dass das Einsteckelement
in den hohlen Seitenholm von seiner Stirnseite her eingeschoben wird. Zur Fixierung
kann ein Rastelement vorgesehen sein, beispielsweise ein federbelasteter Stift, welcher
in eine Ausnehmung eingreift. Besonders bevorzugt ist die Fußstütze bügelförmig ausgebildet,
wobei der Bügel, der die Fußstütze bildet, zwei freie Enden aufweist, welche sich
als Einsteckelemente bei Verwendung im Wesentlichen horizontal in Verlängerung der
Seitenholme des Auflagegestells erstrecken, so dass diese freien Enden der Fußstütze
in die Seitenholme eingeschoben werden können. Dadurch wird eine einteilige Fußstütze
für beide Füße geschaffen, wie sie vorangehend beschrieben wurde. Die zumindest eine
Fußstütze kann weiter bevorzugt so ausgestaltet sein, dass sie mit ihren Einsteckelementen
unterschiedlich weit in die Seitenholme eingeschoben werden kann. Dadurch kann z.B.
bei der Verwendung als Querbettsessel die Sitztiefe reguliert werden, da der Abstand
von der Fußstütze, welche an der Bettkante anliegen, zu der Rückenstützeinheit variiert
werden kann.
[0015] Gemäß einer weiteren möglichen Ausgestaltung der Erfindung, welche auch unabhängig
von den vorangehend und nachfolgend beschriebenen Ausgestaltungen realisiert werden
könnte, weist die Patienten-Mobilisationsvorrichtung zumindest eine Fußstütze auf,
welche zumindest eine über eine Verstelleinrichtung in der Höhe verstellbare Fußablage
hat. Dies kann eine Fußstütze sein, welche eine gemeinsame Fußablage für beide Füße
aufweist. Es könnten jedoch auch bei dieser Ausgestaltung zwei Fußstützen mit jeweils
einer unabhängigen Fußablage für jeden Fuß vorhanden sein. In dem Fall, dass zwei
Fußstützen vorgesehen sind, könnten diese auch so ausgestaltet sein, dass an ihnen
eine gemeinsame Fußablage für beide Füße befestigt werden kann. Die Verstelleinrichtung
ist so ausgebildet, dass sie eine selbstständige Höheneinstellung ermöglicht. Die
Verstelleinrichtung weist zumindest ein Federelement auf, welches die Fußablage in
einer Ruhelage in ihrer oberen Position hält. In dem Fall, dass zwei Fußstützen vorgesehen
sind, ist bevorzugt jede der Fußstützen mit einer Verstelleinrichtung versehen. Die
Verstelleinrichung ist weiterhin so ausgebildet, dass die Fußablage gegen die von
dem Federelement erzeugte Kraft aus der Ruhelage, das heißt der oberen Position, in
eine untere Position bewegbar ist. Das heißt ein Patient kann mit seinem Fuß auf die
Fußablage drücken, wodurch die Fußablage nach unten gedrückt wird, abhängig von der
aufgebrachten Kraft und der Beinlänge. So positioniert die Fußablage sich selbstständig
in der gewünschten Höhe. Das Federelement kann beispielsweise eine Zugfeder sein,
welche im Inneren eines Schafts oder Rohres der Fußstütze angeordnet ist. Insbesondere
kann es sich bei dem Federelement um eine Schraubenfeder, bevorzugt um eine als Zugfeder
ausgebildete Schraubenfeder handeln.
[0016] Weiter bevorzugt kann die Verstelleinrichtung ein Arretiermittel aufweisen, mit dem
die Fußablage in einer eingenommenen Position arretierbar ist. Das Arretiermittel
kann als rastendes Arretiermittel ausgebildet sein, welches beispielsweise in mehreren
beabstandeten Positionen einrasten kann. Weiter bevorzugt kann das Arretiermittel
als ein kraftschlüssiges Arretiermittel ausgebildet sein, welches besonders bevorzugt
in beliebigen Höhenpositionen die Fußablage zwischen der unteren Endposition und der
oberen Ruhelage lösbar arretieren beziehungsweise fixieren kann. So kann das Arretiermittel
beispielsweise eine Klemmschraube sein, mit welcher ein die Fußablage tragendes Rohr
oder Trägerelement in einer eingenommenen Position klemmend fixiert werden kann. Vorzugsweise
weist jede Fußstütze einen Schaft beziehungsweise ein Rohr auf, welches in seinem
Querschnitt rund oder eckig ausgebildet sein kann, in welchem ein im Querschnitt kleinerer
Schaft beziehungsweise kleineres Rohr, welches die Fußablage trägt in Längsrichtung
des Rohres verschiebbar geführt ist. Im Inneren der beiden Rohre kann ein Federelement
in Form eines Zugfederelementes angeordnet sein, wobei ein Ende des Federelementes
an dem inneren Rohr, welches die Fußablage trägt und das entgegensetzte andere Ende
an dem äußeren Rohr fixiert ist. Die Länge des Federelementes ist so dimensioniert,
dass das innere Rohr so weit in das äußere Rohr hineingezogen wird, dass sich die
Fußablage in der Ruhelage in einer oberen Endposition befindet. Wenn auf die Fußablage
eine Kraft ausgeübt wird, wird das innere Rohr gegen die Federkraft aus dem äußeren
Rohr herausgezogen und in eine untere Position bewegt. Auch für die untere Position
kann ein Endanschlag vorgesehen sein. Das Arretiermittel kann als eine an dem äußeren
Rohr befestigte Klemmschraube gebildet sein, welche klemmend gegen das innere Rohr
drücken kann. So kann die Klemmschraube in einem Gewinde im äußeren Rohr geführt sein
und sich durch eine Ausnehmung in dem äußeren Rohr quer zur Längsachse des Rohres
nach innen erstrecken und dort an der Außenoberfläche des inneren Rohres klemmend
zu Anlage kommen.
[0017] Es ist zu verstehen, dass die beschriebene zumindest eine Fußstütze mit Verstelleinrichtung
auch unabhängig von dem beschriebenen Auflagegestell und der beschriebenen Rückenstützeinheit
verwendet werden kann. So könnte eine solche Fußstütze an einem beliebig ausgebildeten
Rollstuhl angebracht sein. Dabei kann ein Unterbauelement, wie es vorangehend beschrieben
wurde Teil eines solchen Rollstuhls sein. Der Rollstuhl könnte im Übrigen aber auch
anders als das beschriebene Unterbauelement ausgebildet sein.
[0018] Gemäß einer weiteren möglichen Ausführungsform der Erfindung, welche auch unabhängig
von den vorangehend beschriebenen Ausgestaltungen und insbesondere der Verwendung
eines Unterbauelements zum Einsatz kommen könnte, weist die Patienten-Mobilisationsvorrichtung
zumindest eine, vorzugsweise zwei Armauflagen beziehungsweise Armlehnen auf, welche
besonders bevorzugt jeweils um eine Schwenkachse nach oben klappbar sind. Die klappbare
Anordnung der Armauflagen beziehungsweise Armlehnen hat gerade bei Verwendung als
Querbettsessel den Vorteil, dass die Armauflage schnell weggeklappt werden kann, um
den Patienten seitlich hinzulegen, ohne zuvor die gesamte Patienten-Mobilisationsvorrichtung
vom Bett abnehmen zu müssen. Dies ist insbesondere bei Notfällen hilfreich. Es ist
zu verstehen, dass Gegenstand der Erfindung auch eine Patienten-Mobilisationsvorrichtung
mit einem Auflagegestell und einer Rückenstützeinheit in Kombination mit der beschriebenen
Armauflage sein kann, ohne dass die Patienten-Mobilisationsvorrichtung ein Unterbauelement
aufweist, wie es vorangehend beschrieben wurde.
[0019] Besonders bevorzugt ist die zumindest eine, sind weiter bevorzugt zwei Armauflagen
an der Rückenstützeinheit befestigt. Die Armauflagen sind dabei bevorzugt an den Rückenholmen
befestigt, besonders bevorzugt an der Außenseite der Rückenholme. Zur Befestigung
können Laschen oder Bleche an den Rückenholmen angebracht, insbesondere angeschweißt
sein, welche jeweils die Schwenkachse für die Armlehne tragen und weiter bevorzugt
Rast- oder Positionierelemente aufweisen, um die Armlehnen in definierten Schwenkpositionen
zu fixieren. Hierzu können beispielsweise Anschläge vorgesehen sein.
[0020] Gemäß einer weiteren möglichen Ausführungsform können zumindest eine oder bevorzugt
zwei Armauflagen vorgesehen sein, welche jeweils um eine Schwenkachse schwenkbar sind
und mit zumindest einem Rückenholm derart gekoppelt sind, dass sie in ihrer Schwenkbewegung
mit einer Schwenkbewegung des Rückenholms gekoppelt sind. Das heißt, die Schwenkposition
der Armauflage relativ zu dem Rückenholm ergibt sich gekoppelt aus der Schwenkbewegung
des Rückenholms relativ zu dem Auflagegestell. So kann erreicht werden, dass unabhängig
von der Neigung des Rückenholmes beziehungsweise der Rückenlehne die Armauflage eine
vorgegebene Position, insbesondere eine horizontale Lage im Wesentlichen beibehält.
Eine solche Kopplung kann beispielsweise über eine Parallelogramm-Mechanik realisiert
werden. So kann sich die Armlehne über die Schwenkachse an dem Rückenholm hinaus nach
hinten erstrecken und beabstandet zur der Schwenkachse einen Anlenkpunkt aufweisen,
an welchem schwenkbar ein Steuerhebel angreift. Dieser Steuerhebel erstreckt sich
im Wesentlichen parallel zu dem Rückenholm und ist an seinem zweiten Axialende vorzugsweise
schwenkbar an dem Auflagegestell angelenkt, beabstandet zu der Schwenkachse des Rückenholmes
an dem Auflagegestell. Dabei entspricht der Abstand des Anlenkpunktes des Steuerhebels
an der Armlehne von der Schwenkachse der Armlehne im Wesentlichen dem Abstand zwischen
der Schwenkachse des Rückenholmes an dem Auflagegestell und dem Anlenkpunkt des Steuerhebels
an dem Auflagegestell. Um dennoch die Möglichkeit zu haben, die Armlehne nach oben
klappen zu können, wie es vorangehend als bevorzugte Ausgestaltung beschrieben ist,
kann der Steuerhebel zusätzlich an dem Anlenkpunkt an der Armlehne linear verschiebbar
geführt sein. So kann beispielsweise an der Armlehne eine schwenkbare Hülse angeordnet
sein, in welche der Steuerhebel eingreift, und welche auf dem Steuerhebel linearverschiebbar
ist. Eine solche Ausgestaltung ermöglicht es ferner, die Rückenlehne mit den Rückenholmen
flach nach vorne zu klappen, wie es vorangehend beschrieben wurde, wobei die Armlehnen
und Rückenholme so verschwenkt werden, dass sie im Wesentlichen parallel zu den Rückenholmen
gerichtet sind.
[0021] Gemäß einer weiteren möglichen Ausgestaltung der Erfindung kann ein abnehmbarer Tisch
vorhanden sein, welcher auf die Armauflagen aufsetzbar oder aufschiebbar ist. Um den
abnehmbaren Tisch bei Nichtverwendung lagern zu können, weist ein Fahrgestell bevorzugt
Halteeinrichtungen auf, an welchen der Tisch fixiert werden kann, insbesondere unterhalb
der Sitzfläche des Fahrgestells.
[0022] Die Kupplungseinrichtung zur Verbindung von Unterbauelement und Auflagegestell weist
bevorzugt zumindest eine Ausnehmung auf, in welche ein Kupplungselement des Auflagegestells
formschlüssig eingreift. Besonders bevorzugt sind zwei Kupplungseinrichtungen an zwei
Seiten des Unterbauelements, z.B. eines Fahrgestells angeordnet, jeweils seitlich
und weiter bevorzugt hinter der Sitzfläche. Das heißt die beiden Kupplungseinrichtungen
sind in Querrichtung des Unterbauelements voneinander beabstandet, so dass eine stabile
kippsichere Aufnahme erreicht wird. Komplementär zu der oder den Kupplungseinrichtungen
weist das Auflagegestell zumindest ein Kupplungselement auf, welches in die Ausnehmung
der Kupplungseinrichtung oder die Ausnehmungen Kupplungseinrichtungen eingreifen kann.
Die Kupplungselemente können separate Kupplungselemente, beispielsweise Vorsprünge
oder anders ausgebildete Eingriffselemente sein, welche an dem Auflagegestell ausgebildet
oder angeordnet sind. Besonders bevorzugt kann jedoch der oben beschriebene Querholm
als Kupplungselement dienen, welcher in eine, vorzugweise zwei Ausnehmungen der Kupplungseinrichtungen
an dem Unterbauelement eingreift.
[0023] Die Ausnehmung jeder Kupplungseinrichtung weist vorzugsweise eine Öffnung auf, durch
welche das Kupplungselement in einer Einsetzrichtung in die Ausnehmung einschiebbar
ist. Bevorzugt ist die Öffnung an dem Unterbauelement nach vorne, an einem Fahrgestell
z.B. in der Schiebe- oder Fahrrichtung nach vorne, gerichtet. So kann das Auflagegestell
im Wesentlichen in Längsrichtung seiner Seitenholme in die Ausnehmungen eingeschoben
werden, wobei das Kupplungselement in die Ausnehmung eingreift. Weiter bevorzugt ist
zumindest ein Anschlagelement vorgesehen, durch welches eine Bewegung des Kupplungselementes
entgegen der Einsetzrichtung blockierbar ist. So wird das Kupplungselement in der
Kupplungseinrichtung gesichert. Besonders bevorzugt sind zwei Anschlagelemente vorgesehen,
jeweils an jeder Seite einer Sitzfläche eine Anschlagelement.
[0024] Gemäß einer weiteren möglichen Ausgestaltung sind das Kupplungselement und die Kupplungseinrichtung
derart ausgestaltet, dass das Kupplungselement nach dem Einsetzen in die Ausnehmung
in dieser aus einer Einsetzposition in eine Endposition schwenkbar ist, in welcher
das zumindest eine Anschlagelement die Bewegung des Kupplungselementes blockiert.
Das heißt in der Einsetzposition tritt das Anschlagelement nicht in Anlage, so dass
in dieser Einsetzposition das Auflagegestell relativ zu dem Unterbauelement bewegbar
und mit seinem Kupplungselement in die Kupplungseinrichtung einschiebbar ist. Nach
dem Einsetzen erfolgt ein Verschwenken, vorzugsweise ein Verschwenken des gesamten
Auflagegestells in der Kupplungseinrichtung, so dass das Anschlagelement in der Endposition
in Anlage kommt und eine Bewegung des Kupplungselementes aus der Kupplungseinrichtung
heraus blockiert.
[0025] So ist vorzugweise das Kupplungselement an dem Auflagegestell derart ausgebildet,
dass das Auflagegestell gemeinsam mit dem Kupplungselement schwenkbar ist. Besonders
bevorzugt dreht sich der Querholm in der Kupplungseinrichtung beziehungsweise deren
Ausnehmungen gemeinsam mit dem gesamten Auflagegestell. Das zumindest eine Anschlagelement
an dem Unterbauelement sowie zumindest ein komplementäres Gegenanschlagelement an
dem Auflagegestell sind bevorzugt so angeordnet, dass in der Endposition das zumindest
eine Gegenanschlagelement an dem zumindest einen Anschlagelement zur Anlage kommt.
Als Anschlagelement kann beispielsweise jeweils eine seitlich an den Seitenholmen
angeordnete Gurtplatte, welche auch zum Befestigen von Gurten vorgesehen ist, dienen.
Diese Gurtplatte kann in der Endposition in Anlage mit einer Kante oder Platte treten,
welche an dem Unterbauelement, z.B. einem Fahrgestell, insbesondere an den Seitenholmen
des Fahrgestells angeordnet ist.
[0026] In einer weiteren zweckmäßigen Ausgestaltung ist darüber hinaus zumindest ein Sicherungselement
vorgesehen, welches die Kupplung zwischen dem Unterbauelement und dem Auflagegestell
sichert, wobei das Sicherungselement vorzugsweise stabförmig ausgebildet ist und eine
Hülse an dem Unterbauelement durchgreift sowie in eine zu der Hülse fluchtende Aufnahme
an dem Auflagegestell eingreift. Die Aufnahme an dem Auflagegestell kann beispielsweise
die Aufnahme sein, in welche auch die Fußstütze mit ihrem Einsteckelement eingreift.
So kann besonders bevorzugt ein Holm beziehungsweise ein Einsteckelement der Fußstütze
gleichzeitig als stabförmiges Sicherungselement dienen. Dieses wird durch die Hülse
an dem Unterbauelement hindurchgeschoben und greift dann in das offene Stirnende eines
Seitenholms ein. Dadurch kann zum einen die Fußstütze an den Auflagegestell befestigt
werden. Zum anderen wird das Auflagegestell gegen Verschwenken an dem Unterbauelement
gesichert. Um ein Herausziehen des stabförmigen Sicherungselementes beziehungsweise
Einsteckelementes zu verhindern, können wie oben beschrieben federbelastete Rastelemente
vorgesehen sein.
[0027] Nachfolgend wird die Erfindung beispielhaft anhand der beigefügten Figuren beschrieben.
In diesen zeigt:
- Fig. 1
- eine erfindungsgemäße Patienten-Mobilisationsvorrichtung in einer Seitenansicht in
einem teilweise auseinandergenommenen Zustand,
- Fig. 2
- eine perspektivische Ansicht der Patienten-Mobilisationsvorrichtung gemäß Figur 1
im zusammengesetzten Zustand,
- Fig. 3
- eine perspektivische Ansicht einer Patienten-Mobilisationsvorrichtung gemäß Figuren
1 und 2 mit abgenommener Fußauflage,
- Fig. 4
- eine Detailansicht eines ersten Teils einer Kupplungseinrichtung,
- Fig. 5
- eine Detailansicht eines zweiten Teils einer Kupplungseinrichtung,
- Fig. 6
- schematisch die Verwendung der erfindungsgemäßen Patienten-Mobilisationsvorrichtung
als Querbettsessel,
- Fig. 7
- schematisch die Verwendung der erfindungsgemäßen Patienten-Mobilisationsvorrichtung
als Gehhilfe,
- Fig. 8
- schematisch die Verwendung der erfindungsgemäßen Patienten-Mobilisationsvorrichtung
als Patientenlifter,
- Fig. 9
- schematisch die Verwendung der erfindungsgemäßen Patienten-Mobilisationsvorrichtung
in der Wassertherapie,
- Fig. 10
- Eine perspektivische Ansicht einer Patienten-Mobilisationsvorrichtung gemäß einer
zweiten Ausführungsform im zusammengesetzten Zustand,
- Fig. 11
- eine perspektivische Ansicht nur des Oberteils der Patienten-Mobilisationsvorrichtung
gemäß Figur 10,
- Fig. 12
- eine perspektivische Ansicht des Unterbauelementes der Patienten-Mobilisationsvorrichtung
gemäß Figur 10,
- Fig. 13
- eine schematische Schnittansicht einer Fußstütze, und
- Fig. 14
- das Oberteil gemäß Figur 11 in einer flachen Position.
[0028] Die Patienten-Mobilisationsvorrichtung ist mit ihren wesentlichen Komponenten in
Figur 1 gezeigt. Die Patienten-Mobilisationsvorrichtung weist ein Oberteil 2 auf,
welches an verschiedenen Unterbauelementen angebracht werden kann, aber auch ohne
Unterbauelement verwendet werden kann, wie weiter unten beschrieben wird. In dem Ausführungsbeispielen
gemäß Figuren 1, 2, 3 und 7 ist ein Unterbauelement in Form eines Fahrgestells 4 gezeigt,
so dass aus der Kombination von Oberteil 2 und Fahrgestell 4 ein Rollstuhl gebildet
wird.
[0029] Das Oberteil 2 weist ein Auflagegestell 6 auf, welches im Wesentlichen aus zwei Seitenholmen
8 und einem Querholm 10 gebildet wird. Die Seitenholme 8 und der Querholm 10 erstrecken
sich im Wesentlichen in einer Ebene beziehungsweise spannen eine Aufstandsebene auf.
Es wird somit eine einen rahmenförmige Auflagefläche geschaffen, welche eine stabile
Auflage auf einer Sitzfläche, wie einem Bett ermöglicht, wie es beispielsweise in
Figur 6 gezeigt. In Richtung der Sitzfläche nach hinten erstrecken sich die Seitenholme
8 über den Querholm 10 hinaus und sind nach oben abgewinkelt und dort bügelförmig
miteinander verbunden, so dass ein Bügel 12 gebildet wird, welcher beispielsweise
als Griffelement oder aber auch der Befestigung von Gurten dienen kann.
[0030] An dem Auflagegestell 6 ist eine Rückenstützeinheit 14 befestigt. Die Rückenstützeinheit
14 wird von zwei seitlichen, sich im Wesentlichen gerade nach oben erstreckenden Rückenholmen
16 gebildet, welche an ihrem oberen Ende durch einen Rückbügel 18 miteinander verbunden
sind. Dabei können die Rückenholme 16 und der Rückenbügel 18 einstückig ausgebildet
sein. Als Rückenlehne kann an den Rückenholmen 16 beispielsweise eine textile Bespannung
20 angebracht werden, wie sie in Figur 2 gestrichelt angedeutet ist. Diese Bespannung
20 kann bevorzugt abnehmbar sein. Alternativ könnte die Rückenlehne auch anders, beispielsweise
als ein festes Polster ausgestaltet sein, welches an den Rückenholmen 16 befestigt
ist.
[0031] Der Rückenbügel 18 trägt eine abnehmbare Kopfstütze 22. Die Kopfstütze 22 greift
mit einem Schaft 24 eine Hülse 26 ein, welche an dem Rückenbügel 18 befestigt ist.
An der Hülse 26 ist eine Klemmschraube 28 angeordnet, mit welcher der Schaft 24 geklemmt
werden kann. Mit der Klemmschraube 28 kann der Schaft 24 in unterschiedlichen Positionen
fixiert werden, so dass eine Höhenverstellbarkeit für die Kopfstütze 22 realisiert
wird. Darüber hinaus ermöglicht dies, die Kopfstütze 22 auch vollständig abzunehmen.
[0032] Das Oberteil 2 weist ferner zwei Armauflagen beziehungsweise Armlehnen 30 auf, welche
jeweils an ihrem hinteren Ende mit einem der Rückenholme 16 verbunden sind. Dafür
sind an den Rückenholmen 16 Aufnahmeplatte 31 befestigt, beispielsweise angeschweißt.
Die Aufnahmeplatten 31 tragen eine Schwenkachse 32 um welche die Armauflagen 30 jeweils
verschwenkbar sind, so dass sie aus der in den Figuren 1 bis 3 gezeigten Position
nach oben geklappt werden können. An den Aufnahmeplatten 31 greifen ferner Arretiermittel
34 an, welche die Armauflagen 30 in der gewünschten Schwenkposition lösbar fixieren.
[0033] Die Rückenstützeinheit 14 ist über lösbare Kupplungen 36 an den Seitenholmen 8 befestigt.
Dabei liegt der Befestigungsbereich in einem Mittelbereich der Seitenholme 8, so dass
diese sich nach hinten über die Rückenstützeinheit 14 hinaus erstrecken und so ein
Umkippen nach hinten verhindern können, wenn das Auflagegestell 6 auf eine Sitzfläche
aufgestellt ist, wie beispielsweise in Figur 6 gezeigt ist.
[0034] Das Oberteil 2 weist darüber hinaus eine abnehmbare Fußstütze 38 auf, welche als
Bügel ausgebildet ist. Dieser Bügel ist U-förmig, wobei sich zwei seitliche Holme
von einem unten gelegenen Querholm 10 im Wesentlichen vertikal nach oben erstrecken.
Dort sind die seitliche Holme in horizontaler Richtung abgewinkelt und bilden Einsteckelemente
40, welche von der Stirnseite her in die rohrförmige Seitenholme 8 eingeschoben werden
können. Dort sind Rastelemente, beispielsweise in Form von federbelasteter Stifte
42 vorgesehen welche in Löcher in den Einsteckelementen 40 eingreifen, um die Einsteckelemente
40 axial in den Seitenholmen 8 zu fixieren. Dabei sind verschiedene Löcher in den
Einsteckelementen 40 vorgesehen, so dass diese unterschiedlich weit in die Seitenholme
8 eingeschoben und in gewünschten Positionen fixiert werden können, um die Sitztiefe
zu variieren. An der Fußstütze 38 kann lösbar eine Fußauflage 44 befestigt werden.
Diese Fußauflage kann abgenommen werden, um den Rollstuhl beispielsweise als Gehhilfe
einsetzen zu können, wie es in Figuren 3 und 7 gezeigt ist.
[0035] Um das Oberteil 2 lösbar mit dem Unterbauelement wie dem bislang beschriebenen Fahrgestell
4 verbinden zu können, weist das Unterbauelement, in diesem Ausführungsbeispiel das
Fahrgestell 4, an jeder Seite jeweils eine Kupplungseinrichtung auf. Diese Kupplungseinrichtung
wird gebildet durch zwei Haken beziehungsweise Ausnehmungen 46 im hinteren Ende des
Fahrgestells 4. Die Ausnehmungen 46 sind in zwei Metallplatten beziehungsweise Laschen
ausgebildet, die an die Seitenholmen 8 beziehungsweise Seitenstreben des Fahrgestells
4 im Bereich des hinteren Endes angeordnet sind. Dabei weisen die Ausnehmungen 46
nach vorne gerichtete Öffnungen 48 auf, wie in der Detailansicht in Figur 4 zu sehen
ist. Der Querholm 10 des Auflagegestells 6 fungiert als Kupplungselement und kann
durch die Öffnungen 48 in die Ausnehmungen 46 eingeschoben werden. Dies erfolgt in
einer Einsetzposition des Oberteils 2, in der dieses leicht nach oben verschenkt ist,
wie in Figur 1 gezeigt ist. Wenn sich der Querholm 10 in den Ausnehmungen 46 dreht,
wird das Oberteil 2 um die Längsachse des Querholms 10 in den Ausnehmungen 46 nach
unten verschwenkt. Dabei kommen die Seitenholme 8 parallel zur Oberfläche des Fahrgestells
4 zu liegen. Ein zweiter Teil der Kupplungseinrichtungen wird jeweils durch zwei Hülsen
50 gebildet. In der nach unten verschwenkten Endposition liegen die Seitenholme 8
fluchtend zu den Hülsen 50, so dass die Einsteckelemente 40 der Fußstütze 38 durch
die Hülse 50 in die Seitenholme 8 eingeschoben werden können. So dienen die Einsteckelemente
40 gleichzeitig als Sicherungselemente und halten das Oberteil 2 in der eingenommen
Endposition, so dass es nicht nach oben verschwenken kann. Eine Verschiebung in axialer
Richtung parallel zur Längsachse der Seitenholme 8 wird durch einen weiteren Anschlag
verhindert. Hierzu ist eine Anschlagplatte 52 unterhalb der Hülse 50 am Fahrgestells
4 angeordnet. Diese Anschlagplatte 52 stößt gegen eine Gurtplatte 54, welche als Gegenanschlagelement
fungiert. Die zwei Gurtplatten 54 erstrecken sich seitlich von den Seitenholmen 8
weg und sind mit diesem fest verbunden, beispielsweise verschweißt. Sie weisen Schlitze
zur Befestigung von Gurten auf. In ihrem vorderen Ende weisen die Gurtplatten 54 jeweils
eine komplementär zu der Anschlagplatte 52 geformte Aussparung auf, so dass über den
Eingriff der Anschlagplatte 52 und der Gurtpatte 54 eine Positionierung in axialer
Richtung bezüglich der Längsachse des Seitenholmes 8 und in einer Querrichtung erreicht
wird.
[0036] Das Fahrgestell 4 weist darüber hinaus eine Halterung auf, an welcher eine Tischplatte
56 bei Nichtgebrauch fixiert werden kann. Die Tischplatte 56 kann auf die Armauflagen
30 aufgeschoben werden. Auf seiner Oberseite weist das Fahrgestell 4 eine Sitzfläche
58 auf. Das bedeutet, wenn das Oberteil 2 abgenommen ist, verbleibt die Sitzfläche
58 im Fahrgestell 4. Dann kann das Oberteil als Querbettsessel verwendet werden, wie
in Figur 6 gezeigt. Dort ist das Oberteil 2 auf ein Bett 60 aufgestellt. So kann das
Oberteil 2 zumindest zwei verschiedenen Verwendungen zugeführt werden. Bei der Verwendung
als Querbettsessel sind die schwenkbaren Armauflagen 30 hilfreich, da sie schnell
hochgeklappt werden können, um den Patienten wieder in eine liegende Position auf
dem Bett 60 zu bringen.
[0037] Figur 7 zeigt eine Verwendung von Oberteil 2 und Fahrgestell 4 als Gehhilfe, bei
welcher die oben beschriebene Fußablage 44 von der Fußstütze 38 entfernt wurde, so
dass der Patient mit seinen Füßen den Boden berühren kann.
[0038] Eine weitere Verwendungsmöglichkeit allein des Oberteils 2 ist in Figur 8 gezeigt.
Dort ist das Auflagegestell 6 mit der Rückenstützeinheit 14 in einen Patientenlift
62 eingehängt. Zwischen den Seitenholmen 8 ist eine Sitzfläche 64 eingehängt, auf
welcher der Patient zu sitzen kommt. So kann der Patient mit dem Auflagegestell 6,
das heißt den gesamten Oberteil 2 über den Patientenlift 62 angehoben und beispielsweise
in Schwimmbecken 66 bewegt werden.
[0039] Eine weitere Verwendungsmöglichkeit zeigt Figur 9. Dort ist als Unterbauelement ein
Auftriebskörper 68 mit dem Oberteil 2 gekuppelt, wobei die Kupplung in der oben beschriebenen
Weise ausgebildet sein kann. Der Auftriebskörper 68 bildet dabei die Sitzfläche, auf
welcher der Patient sitzt. So kann das Oberteil 2 mit dem Auftriebskörper 68 beispielsweise
bei einer Therapie im Wasser verwendet werden. Dazu kann gegebenenfalls die Bespannung
20 von der Rückenstützeinheit 14 abgenommen werden, um den Rücken frei zugänglich
zu machen, beispielsweise für Wassermassagen.
[0040] Anhand der Figuren 10 bis 13 wird eine Variante der Patienten-Mobilisationsvorrichtung
beschrieben, wie sie vorangehend beschrieben wurde. Es ist zu verstehen, dass bevorzugte
Details, welche vorangehend beschrieben wurden genauso bei der zweiten Variante Verwendung
finden könnten und umgekehrt. Nachfolgend werden vorrangig die Abweichungen von der
vorangehend beschriebenen Ausführungsform beschrieben. Figur 10 zeigt die Patienten-Mobilisationsvorrichtung
mit einem Oberteil 2 und einem Unterbauelement in Form eines Fahrgestells 4 im zusammengebauten
Zustand. Figur 11 zeigt das Oberteil 2 allein und Figur 12 zeigt das Fahrgestell 4
allein. Auch hier weist das Oberteil 2 ein Auflagegestell 6 auf, welches im Wesentlichen
aus zwei Seitenholmen 8 und einem Querholm 10 gebildet wird. Im Unterschied zu der
ersten gezeigten Ausführungsform sind hier die Seitenholme 8 als Rechteckprofile ausgebildet.
Das Auflagegestell 6 ist auch hier dazu ausgebildet, auf eine externe unabhängige
Sitzfläche oder Liegefläche aufgestellt zu werden, beispielsweise auf ein Patientenbett,
um den Patienten an der Bettkante aufrichten zu können. An den beiden Seitenholmen
8 sind die Rückenholme 16 der Rückenstützeinheit 14 an Schwenkachsen 70 schwenkbar
angelenkt. Über Schraub- oder Klemmhebel 72 sind die Rückenholme 16 in der jeweiligen
Schwenkposition an der Schwenkachse 70 klemmend fixierbar. Dies erlaubt es bei dieser
zweiten Ausführungsform die Rückenlehne beziehungsweise Rückenstützeinheit 14 in verschiedenen
Neigungen an dem Auflagegestell 6 auszurichten. Dabei gibt es, wenn das Oberteil 2
mit dem Auflagegestell 6 auf das Fahrgestell 4 aufgesetzt ist, eine Endposition, beziehungsweise
maximale Neigung, welche durch ein Anschlagelement 74 am Ende jedes Rückenholmes 16
begrenzt wirkt. Das Anschlagelement 74 stößt in der maximalen Lehnenneigung an einem
Anschlagstift 76 an dem Fahrgestell 4 an. In der entgegengesetzten Richtung kann die
Rückenstützeinheit 14 jedoch, auch wenn sie auf das Fahrgestell 4 aufgesetzt ist,
flach nach vorne geklappt werden, um eine platzsparende Verstauung zu ermöglichen.
Wenn das Oberteil 2 allein, d.h. ohne das Fahrgestell 4 verwendet wird, beispielsweise
auf einem Bett, ist der beschriebene Endanschlag nicht wirksam, da es für das Anschlagelement
74 keinen Gegenanschlag wie den Anschlagstift 76 gibt. Dies ermöglicht es, die Rückenstützeinheit
14 nach hinten in eine im Wesentlichen flache bzw. Horizontale Lage zu verschwenken,
wie sie in Figur 14 gezeigt ist. Durch das Zurückklappen der Rückenstützeinheit 14
in eine flache Position kann ein Patient auf einem Bett schnell in eine liegende Position
gebracht werden kann, z.B. wenn eine Kreislaufschwäche dies erfordern sollte.
[0041] In diesem Ausführungsbeispiel sind die Armlehnen 30 an Schwenkachsen 78 schwenkbar
an den Rückenholmen 16 angelenkt. Dabei weisen die Armlehnen 30 jeweils eine sich
über die Schwenkachsen 78 hinauserstreckende rückseitige Verlängerung 80 auf, an welcher
beabstandet zu der Schwenkachse 78 jeweils ein Steuerhebel 82 schwenkbar angelenkt
ist. Die Steuerhebel 82 sind als Stangen ausgebildet, welche an ihrem oberen Ende
gleitend in einer Hülse 84 geführt sind, wobei die Hülse 84 schwenkbar an der Verlängerung
80 angelenkt ist. An ihren unteren Enden sind die Steuerhebel 82 schwenkbar mit den
Seitenholmen 8 verbunden, wobei der Schwenkpunkt 86 von der Schwenkachse 70 im Wesentlichen
um dasselbe Maß beabstandet ist, wie die Anlenkung der Hülse 84 von der Schwenkachse
78. So wird eine Parallelogramm-Mechanik mit parallelen Hebeln und Schwenkachsen geschaffen,
welche bewirkt, dass beim Verschwenken der Rückenholme 16 um die Schwenkachsen 70
die Armlehnen 30 gekoppelt um die Schwenkachsen 78 verschwenkt werden, sodass die
Armlehnen stets im Wesentlichen waagerecht verbleiben, unabhängig von der Neigung
der Rückenstützeinheit 14. Dennoch ist es möglich, die Armlehnen 30 unabhängig nach
oben zu klappen. Dann gleiten die Hülsen 84 auf den Steuerhebeln 82. Genauso ist es
möglich, die Rückenstützeinheit 14 flach nach vorne zu klappen, sodass die Rückenholme
16 im Wesentlichen auf den Seitenholmen 8 zu liegen kommen. Auch dabei können die
Hülsen 84 auf den Steuerhebeln 82 gleitend verschoben werden. Es ist zu verstehen,
dass auch bei dieser Ausführungsform an der Rückenstützeinheit 14 eine Rückenlehne,
beispielsweise in Form einer Bespannung 20 wie sie vorangehend beschrieben wurde befestigt
werden kann.
[0042] Da beschriebene Oberteil 2 kann entsprechend der oben beschriebenen ersten Ausführungsform
an dem Fahrgestell 4 befestigt werden, wobei der Querholm 10 in die Ausnehmungen 46
eingreift. Die vorderen Enden der Seitenholme 8 stoßen im aufgesetzten Zustand an
die Hülsen 50 an, welche in diesem Ausführungsbeispiel eckig ausgestaltet sind. Auch
hier erfolgt die Sicherung durch Einschieben der Einsteckelemente 40, welche Teile
der Fußstützen sind. Die Einsteckelemente 40 erstrecken sich durch die Hülsen 50 in
die offene Stirnseite der Seitenholme 8 hinein. In den Seitenholmen 8 werden sie durch
Klemmschrauben 88 gesichert. In diesem Ausführungsbeispiel ist die Sitzfläche 90 ein
separates Element, welches auf die Seitenholme 8 aufgelegt ist und nicht fest an dem
Fahrgestell 4 angeordnet ist. Das Fahrgestell 4 weist ferner Aufnahmen 92 auf, in
welche beispielsweise eine Haltestange 94 eingesetzt werden kann. Diese kann beispielsweise
zum Halten von Behältnissen für Infusionen oder ähnliches dienen.
[0043] Im Unterschied zu der oben beschriebenen Ausführungsform ist keine gemeinsame Fußstütze
für beide Füße vorgesehen, sondern es sind einzelne Fußstützen 96 vorhanden, welche
jeweils eine einzelne Fußauflage 44 für einen Fuß aufweisen. Die Fußauflagen 44 sind
schwenkbar an den Fußstützen 96 angeordnet. Die Fußstützen 96 weisen an ihrem oberen
Ende jeweils ein Einsteckelement 40 auf, mit welchem sie, wie oben beschrieben in
die Hülse 50 und in Seitenholmen 8 eingesteckt und dort fixiert werden. Wenn das Fahrgestell
4 nicht verwendet wird, können die Einsteckelement 40 auch ohne die Hülsen 50 direkt
in die Seitenholme 8 eingesteckt und dort fixiert werden.
[0044] Die Ausgestaltung einer Fußstütze wird näher anhand von Figur 13 beschrieben. Die
Fußstützen 96 sind jeweils mit einer Verstelleinheit 98 ausgestattet, über welche
die Höhe der Fußauflage 44, das heißt dervertikale Abstand der Fußauflage 44 von dem
Einsteckelement40 eingestellt werden kann. Dazu ist ein äußeres Rohr 100 vorgesehen,
welches mit seinem oberen Ende an dem Einsteckelement 40 befestigt ist und an seinem
unteren Ende offen ausgebildet ist. In dem äußeren Rohr 100 ist ein inneres Rohr 102
in Längsrichtung gleitend geführt. An dem innerem Rohr 102, welches vom unteren Ende
her in das äußere Rohr 100 eingreift, ist die Fußauflage 44 befestigt. Im Inneren
der Schäfte beziehungsweise Rohre 100, 102 ist ein Federelement in Form einer Zugfeder
104 angeordnet, welche mit ihrem oberen Ende in dem äußeren Rohr 100 und mit ihrem
unteren Ende in den inneren Rohr 102 festgelegt ist. Die Zugfeder 104 ist so angeordnet,
dass sie das innere Rohr 102 selbstständig in das äußere Rohr 100 hineinzieht und,
wenn die Fußauflage 44 nicht belastet wird, diese in einer vertikal oberen Position,
welche eine Ruhelage bildet, hält. Wenn der Patient mit seinem Fuß auf die Fußauflage
44 drückt, kann sich diese gegen die von der Zugfeder 104 aufgebrachten Federkraft
nach unten bewegen, wodurch das innere Rohr 102 aus dem äußeren Rohr 100 um ein gewünschtes
Maß herausbewegt wird. Dies ermöglicht eine automatischen Längeneinstellung. Die erreichte
gewünschte Länge kann dann durch die Fixierschraube 106 fixiert werden. Die Fixierschraube
106 ist an einem Gewinde an den äußeren Rohr 100 geführt und drückt mit ihrem vorderen
Ende gegen die Außenfläche des inneren Rohres 102, sodass dieser klemmend in dem äußeren
Rohr 100 fixiert werden kann. In dem äußeren Rohr 100 ist darüber hinaus ein nach
innen auskragender Anschlagstift 108 angeordnet, welcher in einer Längsnut 110 eingreift,
welche in der Wandung des inneren Rohres 102 ausgebildet ist. Die Länge der Längsnut
110 begrenzt den Bewegungsspielraum des inneren Rohres 102 in dem äußeren Rohr 100.
Die Längsenden der Längsnut 110, an welchen der Anschlagstift 108 anstoßt, bilden
die Endanschläge. In der in Figur 13 gezeigten Position befindet sich das innere Rohr
102, wie beschrieben in seiner oberen Ruhelage, in welcher der Anschlagstift 108 an
dem unteren Längsende der Längsnut 110 anschlägt.
[0045] Bei dieser Ausführungsform kann auf die einzelnen Fußauflagen 44 alternativ nur ein
durchgehendes Fußauflagebrett 112 aufgesetzt werden, welches die beide Fußstützen
96 miteinander verbindet. Die beiden Fußstützen weisen dazu an ihren unteren Enden
jeweils eine Aufnahmehülse 114 auf, in welcher ein Stift 116, welcher an den Seitenenden
des Fußauflagebrettes 112 nach unten ragt, eingreifen kann. In Figur 10 ist ein Fußauflagebrett
112 gezeigt, welches sich unter der Sitzfläche 90 in dem Fahrgestell 4 in einer Verwahrposition
befindet, in welcher es verwahrt werden kann, wenn es nicht benutzt ist. In Figur
10 ist zusätzlich ein benutztes Fußauflagebrett 112 gezeigt, welches an den Fußstützen
96 montiert ist. Es ist zu verstehen, dass die Ausgestaltung der Fußstützen 96, wie
sie hier beschrieben wurde, auch unabhängig von deren konkreten Ausgestaltung des
Fahrgestells 4, wie es hier beschrieben wurde, Verwendung finden könnte.
Bezugszeichenliste
[0046]
- 2
- Oberteil
- 4
- Fahrgestell
- 6
- Auflagegestell
- 8
- Seitenholme
- 10
- Querholm
- 12
- Bügel
- 14
- Rückenstützeinheit
- 16
- Rückenholme
- 18
- Rückenbügel
- 20
- Bespannung
- 22
- Kopfstütze
- 24
- Schaft
- 26
- Hülse
- 28
- Klemmschraube
- 30
- Armauflage
- 31
- Aufnahmeplatten
- 32
- Schwenkachse
- 34
- Arretiermittel
- 36
- Kupplungen
- 38
- Fußstütze
- 40
- Einsteckelement
- 42
- Rastelemente
- 44
- Fußauflage
- 46
- Ausnehmungen
- 48
- Öffnungen
- 50
- Hülse
- 52
- Anschlagplatten
- 54
- Gurtplatten
- 56
- Tischplatte
- 58
- Sitzfläche
- 60
- Bett
- 62
- Patientenlift
- 64
- Sitzfläche
- 66
- Schwimmbecken
- 68
- Auftriebskörper
- 70
- Schwenkachsen
- 72
- Klemmhebel
- 74
- Anschlagelement
- 76
- Anschlagstift
- 78
- Schwenkachse
- 80
- Verlängerung
- 82
- Steuerhebel
- 84
- Hülse
- 86
- Schwenkpunkt
- 88
- Klemmschrauben
- 90
- Sitzfläche
- 92
- Aufnahmen
- 94
- Haltestange
- 96
- Fußstützen
- 98
- Verstelleinheit
- 100
- äußeres Rohr
- 102
- inneres Rohr
- 104
- Zugfeder
- 106
- Fixierschraube
- 108
- Anschlagstift
- 110
- Längsnut
- 112
- Fußablagebrett
- 114
- Aufnahmehülse
- 116
- Stift
1. Patienten-Mobilisationsvorrichtung mit einem Auflagegestell (6), welche dazu ausgebildet
ist, auf eine Sitzfläche (60) aufgestellt zu werden, und einer an dem Auflagegestell
(6) befestigten Rückenstützeinheit (14),
gekennzeichnet durch
ein lösbares Unterbauelement (4; 68), welches an seiner Oberseite mit einer Kupplungseinrichtung
(46;50) versehen ist, welche zur lösbaren Kupplung mit dem Auflagegestell (6) ausgebildet
ist.
2. Patienten-Mobilisationsvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Unterbauelement (4; 68), ein Untergestell, ein Fahrgestell (4) oder ein Schwimmkörper
ist und vorzugsweise an seiner Oberseite eine Sitzfläche (58) aufweist.
3. Patienten-Mobilisationsvorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Auflagegestell (6) als Rahmenstruktur mit zumindest zwei sich beabstandet zueinander
entlang einer Auflageebene erstreckenden Seitenholmen (8) und zumindest einem sich
quer zu den Seitenholmen (8) erstreckenden und diese verbindenden Querholm (10) ausgebildet
ist.
4. Patienten-Mobilisationsvorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Rückenstützeinheit (14) zwei sich ausgehend von dem Auflagegestell (6) nach oben
erstreckende Rückenholme (16) aufweist, welche durch einen Rückenbügel (18) verbunden
sind, wobei die Rückenholme (16) vorzugsweise schwenkbar an dem Auflagegestell (6)
angelenkt sind.
5. Patienten-Mobilisationsvorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Rückenstützeinheit (14) eine Kopfstütze (22) aufweist, welche vorzugsweise in
ihrer Höhe verstellbar und/oder abnehmbar ist.
6. Patienten-Mobilisationsvorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch zumindest eine lösbar mit dem Auflagegestell (6) verbundene Fußstütze (38), wobei
die zumindest eine Fußstütze (38) vorzugsweise zumindest ein Einsteckelement (40)
aufweist, welches in eine Aufnahme an dem Auflagegestell (6) und vorzugsweise in einen
Seitenholm (8) des Auflagegestells (6) einschiebbar ist.
7. Patienten-Mobilisationsvorrichtung, insbesondere nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass sie zumindest eine Fußstütze (96) mit zumindest einer über eine Verstelleinrichtung
(98) in der Höhe verstellbare Fußablage (44) aufweist, wobei die Verstelleinrichtung
(98) zumindest ein Federelement (104) aufweist, welches die Fußablage (44) in einer
Ruhelage in ihrer oberen Position hält und gegen dessen Kraft die Fußablage (44) in
eine untere Position bewegbar ist.
8. Patienten-Mobilisationsvorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Verstelleinrichtung (98) ein Arretiermittel (106) aufweist, mit dem die Fußablage
(44) in einen eingenommenen Position arretierbar ist.
9. Patienten-Mobilisationsvorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch zumindest eine, vorzugsweise zwei Armauflagen (30), welche bevorzugt jeweils um eine
Schwenkachse (32) nach oben klappbar sind.
10. Patienten-Mobilisationsvorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die zumindest eine und vorzugsweise zwei Armauflagen (30) an der Rückenstützeinheit
(14) befestigt sind.
11. Patienten-Mobilisationsvorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch zumindest eine, vorzugsweise zwei Armauflagen (30), welche jeweils um eine Schwenkachse
(78) schwenkbar sind und mit zumindest einem Rückenholm (16) derart gekoppelt sind,
dass sie in ihrer Schwenkbewegung mit einer Schwenkbewegung des Rückenholms (16) gekoppelt
sind.
12. Patienten-Mobilisationsvorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Kupplungseinrichtung zumindest eine Ausnehmung (46) aufweist, in welcher zumindest
ein Kupplungselement (10) des Auflagegestells (6) formschlüssig eingreift.
13. Patienten-Mobilisationsvorrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Ausnehmung (46) eine Öffnung (48) aufweist, durch welche das Kupplungselement
(10) in einer Einsetzrichtung in die Ausnehmung (46) einschiebbar ist, und dass zumindest
ein Anschlagelement (52) vorgesehen ist, durch welches eine Bewegung des Kupplungselementes
(10) entgegen der Einsetzrichtung blockierbar ist, wobei vorzugsweise das Kupplungselement
(10) nach dem Einsetzen in die Ausnehmungen (46) in dieser aus einer Einsetzposition
in eine Endposition schwenkbar ist, in welcher das zumindest eine Anschlagelement
(52) die Bewegung des Kupplungselementes (10) blockiert.
14. Patienten-Mobilisationsvorrichtung nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass das Kupplungselement (10) an dem Auflagegestell (6) derart ausgebildet ist, dass
das Auflagegestell (6) gemeinsam mit dem Kupplungselement (10) schwenkbar ist, und
dass das zumindest eine Anschlagelement (52) an dem Unterbauelement (4) sowie zumindest
ein Gegenanschlagselement (54) an dem Auflagegestell (6) derart angeordnet sind, dass
in der Endposition das zumindest eine Gegenanschlagelement (54) an dem zumindest einen
Anschlagelement (52) zur Anlage kommt.
15. Patienten-Mobilisationsvorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch zumindest ein Sicherungselement (40), welches die Kupplung zwischen dem Unterbauelement
(4; 66) und dem Auflagegestell (6) sichert, wobei das Sicherungselement (40) vorzugsweise
stabförmig ausgebildet ist und eine Hülse (50) an dem Unterbauelement (4; 66)durchgreift
sowie in eine zu der Hülse (50) fluchtende Aufnahme an dem Auflagegestell (6) eingreift,
wobei als stabförmiges Sicherungselement bevorzugt ein Einsteckelement (40) einer
Fußstütze (38) dient.