[0001] Die Erfindung betrifft ein System mit einer Pockettürvorrichtung, einem Möbel und
einem Einbau-Haushaltsgerät der im Oberbegriff des Patentanspruchs 1 genannten Art
sowie ein Verfahren zum Betrieb eines derartigen Systems.
[0002] Derartige Systeme und Verfahren sind aus dem Stand der Technik in einer Vielzahl
von Ausführungsformen bereits bekannt. Exemplarisch sind hier die Druckschriften
DE 102021 111 434 A1,
DE 2020 105 158 A1,
DE 2019 134 567 A1 und
EP 3 932 256 A1 zu nennen. Die bekannten Systeme umfassen eine Pockettürvorrichtung, ein Möbel und
ein Einbau-Haushaltsgerät, wobei die Pockettürvorrichtung eine Pockettür und einen
Pockettürmechanismus zur Bewegung der Pockettür aufweist und die Pockettür mittels
des Pockettürmechanismus zwischen einer Schließlage und einer Öffnungslage hin und
her überführbar ist, und wobei das in einem Aufnahmeraum der Pockettürvorrichtung
oder des Möbels befindliche Einbau-Haushaltsgerät in der Schließlage der Pockettür
von der Pockettür verdeckt ist und in der Öffnungslage der Pockettür die Pockettür
in eine Pockettüraufnahme der Pockettürvorrichtung oder des Möbels im Wesentlichen
aufgenommen ist und ein Zugriff auf das Einbau-Haushaltsgerät ermöglicht ist. Der
Erfindung stellt sich liegt die Aufgabe zu Grunde, ein System mit einer Pockettürvorrichtung,
einem Möbel und einem Einbau-Haushaltsgerät sowie ein Verfahren zum Betrieb eines
derartigen Systems zu verbessern.
[0003] Erfindungsgemäß wird dieses Problem durch ein System mit den Merkmalen des Patentanspruchs
1 gelöst. Ferner wird das vorgenannte Problem durch ein Verfahren mit den Merkmalen
des Patentanspruchs 10 gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen der
Erfindung ergeben sich aus den abhängigen Ansprüchen.
[0004] Es ist vorgesehen, dass das Einbau-Haushaltsgerät derart an einem Gehäuse der Pockettürvorrichtung
oder dem Möbel gehalten ist, dass das Einbau-Haushaltsgerät von einer Verstaulage,
in der das Einbau-Haushaltsgerät vollständig in dem Aufnahmeraum aufgenommen und die
Pockettür in deren Schließlage überführbar ist, in eine Frontlage, in der das Einbau-Haushaltsgerät
im Bereich der Front des Möbels angeordnet ist, und umgekehrt überführbar ist. Es
kann vorgesehen sein, dass die Pockettür in deren Öffnungslage vollständig in dem
Gehäuse der Pockettürvorrichtung oder in dem Möbel aufgenommen ist. Denkbar ist aber
auch, dass die Pockettür in deren Öffnungslage zumindest teilweise aus dem Gehäuse
oder dem Möbel hervorsteht. Ist das erfindungsgemäße System beispielsweise derart
ausgebildet, dass die Pockettür in deren Öffnungslage lediglich teilweise horizontal
und in einer Höhenlage unterhalb des Einbau-Haushaltsgeräts in dem Gehäuse oder dem
Möbel aufgenommen ist, ist eine in der Schließlage der Pockettür dem Einbau-Haushaltsgerät
zugewandte Innenseite der Pockettür in dieser Öffnungslage als eine Ablage für Zubehörteil
für das Einbau-Haushaltsgerät oder dergleichen verwendbar.
[0005] Als Pockettür bezeichnet wird eine Möbeltür eines Möbels, welche in geöffneter Position
in das Möbel eingefahren und dort geparkt werden kann, Dabei ist die Möbeltür in der
eingeschobenen Parkposition entweder horizontal orientiert seitlich in oder neben
einem Möbelraum oder vertikal orientiert oberhalb oder unterhalb eines Möbelraumes
beziehungsweise im oberen oder unteren Bereich eines Möbelraumes angeordnet.
[0006] Ein Einbau-Haushaltsgerät hat üblicherweise eine Gerätetür zum Verschließen eines
Behandlungsraumes. Bei einem System aus Pockettürvorrichtung und Einbau-Haushaltsgerät
ist die als Pockettür ausgeführte Möbeltür unabhängig von der Gerätetür des Einbau-Haushaltsgeräts.
[0007] Der mit der Erfindung erreichbare Vorteil besteht insbesondere darin, dass ein System
mit einer Pockettürvorrichtung, einem Möbel und einem Einbau-Haushaltsgerät sowie
ein Verfahren zum Betrieb eines derartigen Systems verbessert sind. Aufgrund der erfindungsgemäßen
Ausbildung des Systems und des Verfahrens ist der Bedienkomfort bei der Bedienung
des Systems durch den Benutzer wesentlich gesteigert. Beispielsweise ist die Bedienung
des Systems, trotz der Einbausituation des Einbau-Haushaltsgeräts in dem Aufnahmeraum
des Gehäuses oder des Möbels, erheblich vereinfacht. Zum Beispiel kann es sich bei
der Bedienung um eine Bedienblende des Einbau-Haushaltsgeräts oder auch um ein von
dem Einbau-Haushaltsgerät entnehmbares Zubehörteil, wie beispielsweise einen Wassertank
oder dergleichen, handeln. Ferner ist die Sichtbarkeit und damit auch die Optik des
Einbau-Haushaltsgeräts verbessert.
[0008] Grundsätzlich sind das erfindungsgemäße System und das erfindungsgemäße Verfahren
in weiten geeigneten Grenzen frei wählbar. Siehe hierzu beispielsweise die obigen
Ausführungen. Das Einbau-Haushaltsgerät kann dabei als ein Küchengerät, beispielsweise
ein Backofen, ein Dampfgarer, ein Mikrowellengerät, ein Kombinationsgerät mit einer
Mehrzahl von voneinander verschiedenen Beheizungsarten oder eine Kaffeemaschine, ausgebildet
sein. Denkbar ist aber auch, dass das Einbau-Haushaltsgerät als ein Wäschebehandlungsgerät,
beispielsweise eine Waschmaschine, ein Wäschetrockner oder ein sogenannter Waschtrockner,
als ein Kühlschrank, ein Weillagerschrank, ein Klimaschrank oder ein Gewächshausschrank
ausgebildet ist. Das Einbau-Haushaltsgerät kann einen Behandlungsraum, insbesondere
Garraum aufweisen, welcher durch eine Gerätetür verschließbar ist.
[0009] Eine vorteilhafte Weiterbildung des erfindungsgemäßen Systems sieht vor, dass die
Pockettürvorrichtung derart ausgebildet ist, dass die Pockettüraufnahme unterhalb
oder oberhalb des Aufnahmeraums für das Einbau-Haushaltsgerät angeordnet ist. Auf
diese Weise ist es beispielsweise nicht erforderlich, dass das für das System verwendete
Möbel eine Sonderbreite aufweist, um die Pockettürvorrichtung anordnen zu können.
Ebenfalls ist eine speziell angepasste Höhe des Möbels nicht erforderlich. Dies deshalb,
weil die üblichen Höhen von Möbeln für derartige Systeme ausreichend Spielraum bieten,
um die Pockettürvorrichtung derart anzuordnen, dass die Pockettüraufnahme unterhalb
oder oberhalb des Aufnahmeraums für das Einbau-Haushaltsgerät positionierbar ist.
In Bezug auf die Nischenhöhe sind insbesondere 65 Zentimeter und 52 Zentimeter typische
Rastermaße seitens der Hersteller von Küchenmöbel.
[0010] Eine besonders vorteilhafte Weiterbildung des erfindungsgemäßen Systems sieht vor,
dass die Pockettürvorrichtung das Gehäuse mit dem in dem Gehäuse angeordneten Pockettürmechanismus,
mit der in dem Gehäuse angeordneten Pockettüraufnahme und dem in dem Gehäuse angeordneten
Aufnahmeraum für das Einbau-Haushaltsgerät zur Befestigung der Pockettürvorrichtung
an einer Montagewand aufweist, wobei das Gehäuse derart ausgebildet und mit dem Möbel
an der Montagewand anordenbar ist, dass die Pockettürvorrichtung und das Möbel mit
Blick auf eine Front des Möbels optisch eine Baueinheit bilden. Hierdurch ist eine
von dem Möbel des erfindungsgemäßen Systems an der Montagewand unabhängig befestigbare
Pockettürvorrichtung ermöglicht, so dass das für das System verwendete Möbel selbst
beispielsweise keiner speziellen Ausbildung zur Aufnahme der Pockettürvorrichtung
bedarf. Entsprechend ist die Erfindung gemäß dieser Weiterbildung auch bei Möbeln
anwendbar, die selbst nicht für eine Verwendung einer Pockettür vorgesehen und damit
darauf angepasst ausgebildet sind. Ferner vereinfacht sich mittels dieser Weiterbildung
der Erfindung die Montage und die Demontage derartiger Pockettürvorrichtungen und
Systeme, da die Pockettürvorrichtung unabhängig von dem Möbel handhabbar ist. Darüber
hinaus ist eine unabhängige Herstellung der Pockettürvorrichtung von dem Möbel für
das erfindungsgemäße System gemäß dieser Weiterbildung ermöglicht, so dass einerseits
die Pockettürvorrichtung und andererseits das Möbel für das erfindungsgemäße System
von voneinander verschiedenen Lieferanten eingekauft werden können. Das Gehäuse der
Pockettürvorrichtung gemäß dieser Weiterbildung der Erfindung kann zum Beispiel derart
ausgebildet sein, dass es eine ganze Serie von voneinander verschiedenen Einbau-Haushaltsgeräten
eines Haushaltsgeräteherstellers aufnehmen kann.
[0011] Eine Montagewand kann eine Seitenwand eines Möbelschranks sein. Alternativ kann die
Montagewand auch durch einen Möbelschrank unterhalb des Gehäuses bereitgestellt werden.
Dann wäre das Gehäuse stehend auf dem Möbelschrank angeordnet und/oder befestigt.
[0012] Eine weitere vorteilhafte Weiterbildung des erfindungsgemäßen Systems sieht vor,
dass die Pockettürvorrichtung derart an das Möbel angepasst ausgebildet und an dem
Möbel anordenbar ist, dass das Möbel und die Pockettürvorrichtung in der Schließlage
der Pockettür eine im Wesentlichen einheitliche Front ausbilden, bevorzugt, dass die
Pockettürvorrichtung an das als ein Standardmöbel mit Standardmaßen ausgebildete Möbel
angepasst ausgebildet und an diesem Möbel anordenbar ist, besonders bevorzugt, dass
das Gehäuse der Pockettürvorrichtung die folgenden Außenmaße aufweist: Breite = 60
Zentimeter, Höhe = 65 Zentimeter oder 50 Zentimeter, Tiefe = 66 Zentimeter, wobei
Abweichungen von diesen Maßen um bis zu 5 Zentimeter nach oben und unten möglich sind.
Auf diese Weise ist eine optisch besonders gefällige Gestaltung des erfindungsgemäßen
Systems ermöglicht. Dies ist gemäß der bevorzugten und insbesondere der besonders
bevorzugten Ausführungsform dieser Weiterbildung darüber hinaus auf konstruktiv und
fertigungstechnisch besonders einfache Art und Weise ermöglicht.
[0013] Eine andere vorteilhafte Weiterbildung des erfindungsgemäßen Systems sieht vor, dass
die Pockettürvorrichtung oder das Möbel einen bewegbar angeordneten Schlitten zum
Aufstellen des Einbau-Haushaltsgeräts aufweist, wobei der Schlitten derart bewegbar
ist, dass das Einbau-Haushaltsgerät mittels des Schlittens von der Verstaulage in
die Frontlage und umgekehrt überführbar ist, bevorzugt, dass der Schlitten automatisch
bewegbar ist. Hierdurch ist die Überführung des Einbau-Haushaltsgeräts von dessen
Verstaulage in dessen Frontlage und umgekehrt auf konstruktiv und fertigungstechnisch
besonders einfache Art und Weise realisierbar. Darüber hinaus kann der Schlitten gleichzeitig
als Ersatz für einen Fachboden des Gehäuses oder des Möbels dienen, auf dem das Einbau-Haushaltsgerät
in dem Aufnahmeraum üblicherweise aufgestellt ist. Entsprechend ist ein derartiger
Fachboden entbehrlich. Der Begriff "Schlitten" ist dabei weit auszulegen und umfasst
beispielsweise auch technische Lösungen, bei denen der Schlitten eine Mehrzahl von
Rollen oder Rädern aufweist, so dass dieser Schlitten zum Beispiel auf einem Fachboden
des Gehäuses oder des Möbels mittels der Rollen oder Räder reibungsarm hin und her
bewegbar ist. Die Formulierung "automatisch" ist hier und bezüglich der weiteren Ausführungen
allgemein zu verstehen und umfasst sowohl halbautomatische wie auch vollautomatische
Varianten der Erfindung. Während bei halbautomatischen Lösungen eine Aktion des Benutzers
zum Starten der dann automatisch ablaufenden Funktion des erfindungsgemäßen Systems
erforderlich ist, ist bei vollautomatischen Lösungen keinerlei Aktion des Benutzers
des Systems notwendig.
[0014] Eine weitere vorteilhafte Weiterbildung des erfindungsgemäßen Systems, rückbezogen
auf Patentanspruch 2, sieht vor, dass der Aufnahmeraum und das Einbau-Haushaltsgerät
derart aufeinander abgestimmt ausgebildet sind, dass ein oberhalb oder unterhalb des
Einbau-Haushaltsgeräts in dem Aufnahmeraum von dem Einbau-Haushaltsgerät nicht ausgefüllter
Freiraum vorhanden ist, wobei dieser Freiraum als ein Funktionsraum zur Bereitstellung
von zusätzlichen Funktionalitäten des Systems, bevorzugt des Einbau-Haushaltsgeräts,
ausgebildet ist. Auf diese Weise ist es bei Einbau-Haushaltsgeräten geringerer Höhe
möglich, den oberhalb oder unterhalb des Einbau-Haushaltsgeräts in dem Aufnahmeraum
vorhandenen Freiraum sinnvoll zu nutzen. Beispielsweise kann dieser Freiraum als Bevorratungsraum
für Utensilien, Betriebsmittel und/oder Zutaten für das Einbau-Haushaltsgerät verwendet
werden. Bei einem als Kaffeeautomat ausgebildeten Einbau-Haushaltsgerät ist es zum
Beispiel denkbar, dass dieser Freiraum als Einbauraum für einen Milchkühler des Kaffeeautomaten
verwendet wird. Selbstverständlich ist es alternativ zu der Nutzung des Freiraums
als Funktionsraum auch möglich, diesen Freiraum mittels einer Sichtblende oder dergleichen,
dauerhaft oder temporär, zu verblenden.
[0015] Eine andere vorteilhafte Weiterbildung des erfindungsgemäßen Systems sieht vor, dass
die Pockettürvorrichtung eine Sichtblende aufweist, wobei die Pockettürvorrichtung
mit der Sichtblende derart ausgebildet ist, dass die Sichtblende in der Öffnungslage
der Pockettür einen Spalt zwischen der Pockettür auf der einen Seite und der Pockettüraufnahme
auf der anderen Seite im Wesentlichen verdeckt, bevorzugt, dass die Sichtblende gleichzeitig
als ein Schmutzabweiser ausgebildet ist. Hierdurch ist es, analog zu den vorgenannten
Überlegungen, möglich, den technisch erforderlichen Spalt zwischen der Pockettür und
der Pockettüraufnahme in der Öffnungslage der Pockettür mittels der Sichtblende zu
verblenden und somit den optischen Gesamteindruck des erfindungsgemäßen Systems in
der Öffnungslage der Pockettür zu verbessern. Die bevorzugte Ausführungsform dieser
Weiterbildung hat darüber hinaus den weiteren Vorteil, dass zum einen das erfindungsgemäße
System gegen ein ungewünschtes Eindringen von Schmutz oder dergleichen mittels des
Spalts wirksam geschützt ist. Zum anderen ist die Funktionalität der Sichtblende gleichzeitig
erweitert, so dass für diese vorgenannte Funktion keine zusätzlichen und/oder systemfremden
Bauteile für das erfindungsgemäße System erforderlich sind.
[0016] Eine weitere besonders vorteilhafte Weiterbildung des erfindungsgemäßen Systems sieht
vor, dass das System eine Schnittstelle zur Herstellung einer signalübertragenden
Verbindung mit dem Internet aufweist, bevorzugt, dass die Pockettürvorrichtung und/oder
das Einbau-Haushaltsgerät über ein mit dem Internet verbundenes Drittgerät des Systems
mittels Sprachsteuerung steuerbar sind/ist. Auf diese Weise ist das erfindungsgemäße
System internetfähig ausgebildet, so dass das Einbau-Haushaltsgerät und/oder die Pockettürvorrichtung
des erfindungsgemäßen Systems nicht lediglich als Insellösung, sondern beispielsweise
auch mit mindestens einem Drittgerät des erfindungsgemäßen Systems vernetzt betreibbar
ist. Bei dem vorgenannten Drittgerät kann es sich zum Beispiel um ein weiteres Einbau-Haushaltsgerät
des erfindungsgemäßen Systems handeln. Denkbar ist ferner ein als Eingabegerät zur
Eingabe von Benutzerbefehlen des Benutzers des erfindungsgemäßen Systems ausgebildetes
Drittgerät des erfindungsgemäßen Systems; zum Beispiel ein Smartphone oder dergleichen.
Die bevorzugte Ausführungsform dieser Weiterbildung hat darüber hinaus den weiteren
Vorteil, dass eine derartige Eingabe eines Benutzerbefehls des Benutzers lediglich
mittels Sprache, also als Sprachbefehl, erfolgen kann. Entsprechend ist der Bedienkomfort
zusätzlich verbessert, da der Benutzer seine Hände beispielsweise für andere Tätigkeiten
frei hat. Selbstverständlich ist auch ein andersartiges Drittgerät möglich.
[0017] Eine andere vorteilhafte Weiterbildung des erfindungsgemäßen Systems sieht vor, dass
das Einbau-Haushaltsgerät und die Pockettürvorrichtung, bevorzugt eine Steuerung des
Einbau-Haushaltsgeräts und der Pockettürmechanismus, derart signalübertragend miteinander
verbunden sind, dass eine Ansteuerung des Pockettürmechanismus zur automatischen Überführung
der Pockettür von deren Schließlage in deren Öffnungslage und umgekehrt in Abhängigkeit
eines Gerätezustands und/oder eines Betriebszustands des Einbau-Haushaltsgeräts ermöglicht
ist, wobei das System derart ausgebildet ist, dass die Pockettür auch unabhängig davon
manuell von deren Schließlage in deren Öffnungslage und umgekehrt überführbar ist.
Hierdurch ist der Bedienkomfort des Benutzers bei der Bedienung des erfindungsgemäßen
Systems weiter gesteigert, da die Bewegung der Pockettür an den Gerätezustand und/oder
dem Betriebszustand des Einbau-Haushaltsgeräts automatisch angepasst ist. Gleiches
gilt in umgekehrter Richtung, also dass der Gerätezustand und/oder der Betriebszustand
des Einbau-Haushaltsgeräts automatisch an die Bewegung der Pockettür angepasst ist.
Ein Gerätezustand kann beispielsweise eine Temperatur oder ein Feuchtegrad an oder
in dem Einbau-Haushaltsgerät sein. Ein Betriebszustand kann beispielsweise ein ausgewähltes
und gestartetes Automatikprogramm für den Betrieb des Einbau-Haushaltsgeräts sein.
Bei all dem durch die vorgenannte Automatisierung erreichten Bedienkomfort ist es
jedoch auch immer möglich, die Pockettür manuell zu bewegen. Beispielsweise ist dies
sinnvoll, um bei etwaigen Fehlfunktionen in der vorgenannten Automatik oder dergleichen
Zugriff auf den Aufnahmeraum und damit Zugriff auf das Einbau-Haushaltsgerät zu erhalten.
[0018] Entsprechend sieht eine vorteilhafte Weiterbildung des erfindungsgemäßen Verfahrens
vor, der Pockettürmechanismus zur Überführung der Pockettür von deren Schließlage
in deren Öffnungslage und umgekehrt in Abhängigkeit eines Gerätezustands und/oder
eines Betriebszustands des Einbau-Haushaltsgeräts automatisch angesteuert wird und/oder,
dass bei einer Überführung der Pockettür von deren Schließlage in deren Öffnungslage
und umgekehrt das Einbau-Haushaltsgerät automatisch angesteuert wird, bevorzugt, dass
bei einem Einschalten des Einbau-Haushaltsgeräts die Pockettür automatisch von deren
Schließlage in deren Öffnungslage und/oder bei einem Ausschalten des Einbau-Haushaltsgeräts
die Pockettür automatisch von deren Öffnungslage in deren Schließlage überführt wird
und/oder, dass bei einer Überführung der Pockettür in deren Öffnungslage das Einbau-Haushaltsgerät
automatisch eingeschaltet und bei einer Überführung der Pockettür in deren Schließlage
das Einbau-Haushaltsgerät automatisch ausgeschaltet wird.
[0019] Eine weitere vorteilhafte Weiterbildung des erfindungsgemäßen Verfahrens sieht vor,
dass das System einen akustischen und/oder optischen Signalgeber aufweist, wobei der
Signalgeber in Abhängigkeit einer Überführung der Pockettür in deren Schließlage und/oder
in deren Öffnungslage automatisch eingeschaltet wird. Auf diese Weise ist gewährleistet,
dass der Benutzer des erfindungsgemäßen Systems nicht in ungewünschter Art von einer
automatischen Bewegung der Pockettür überrascht wird, so dass der Benutzer durch die
vorgenannte Bewegung der Pockettür nicht gefährdet wird und etwaig für die vorgenannte
Bewegung hinderliche Objekte von dem Benutzer rechtzeitig entfernt werden können.
[0020] Eine andere vorteilhafte Weiterbildung des erfindungsgemäßen Verfahrens sieht vor,
dass das System eine Zeitschaltvorrichtung aufweist, wobei die automatische Überführung
der Pockettür in deren Schließlage und/oder Öffnungslage in Abhängigkeit mindestens
eines vorher festgelegten und in der Zeitschaltvorrichtung abgespeicherten Zeitpunkts
erfolgt, bevorzugt, dass die vorgenannte Festlegung und Abspeicherung des mindestens
einen Zeitpunkts mittels einer Synchronisation mit einem Drittgerät des Systems automatisch
erfolgt. Hierdurch ist es möglich, die vorgenannten automatischen Überführungen der
Pockettür beispielsweise tageszeitabhängig zu gestalten und/oder für bestimmte Wochentage
individuell einzustellen. Insbesondere vorteilhaft ist diese Weiterbildung bei längeren
Abwesenheitszeiträumen, zum Beispiel wenn der Benutzer in Urlaub fährt. Sofern das
erfindungsgemäße System auf die vorgenannte Art und Weise internetfähig ausgebildet
ist, ist es darüber hinaus denkbar, dass der mindestens eine vorgenannte Zeitpunkt
in Abhängigkeit von Kalendereinträgen in einem mit dem erfindungsgemäßen System über
das Internet verbundenen Kalender, beispielsweise auf einem Smartphone oder dergleichen
des Benutzers, in der Zeitschaltvorrichtung automatisch einstellbar und abspeicherbar
ist.
[0021] Eine weitere vorteilhafte Weiterbildung des erfindungsgemäßen Verfahrens sieht vor,
dass das System eine Funktionalität zur automatischen Überführung der Pockettür in
deren Schließlage und/oder Öffnungslage in Abhängigkeit eines ein Nutzerverhalten
eines Benutzers des Systems beobachtenden Selbstlernalgorithmus des Systems aufweist,
wobei die automatische Überführung der Pockettür in deren Schließlage und/oder Öffnungslage
bei eingeschalteter Funktionalität erfolgt, bevorzugt, dass diese Funktionalität einschaltbar
und ausschaltbar ausgebildet ist. Auf diese Weise ist es möglich, die automatische
Bewegung der Pockettür, ohne explizite Eingabetätigkeit des Benutzers, lediglich durch
dessen mittels des Selbstlernalgorithmus beobachteten und abgespeicherten Verhaltensweise
zu steuern. Das erfindungsgemäße System lernt sozusagen, wann der Benutzer üblicherweise
das Einbau-Haushaltsgerät benutzen will, so dass die Pockettür zu diesen Zeiten automatisch
von deren Schließlage in deren Öffnungslage und außerhalb dieser Zeiten automatisch
von deren Öffnungslage in deren Schließlage überführt wird. Die bevorzugte Ausführungsform
dieser Weiterbildung hat darüber hinaus den weiteren Vorteil, dass diese Funktionalität
von dem Benutzer wunschgemäß wählbar ist.
[0022] Ferner sieht eine andere vorteilhafte Weiterbildung des erfindungsgemäßen Verfahrens
vor, dass das System eine Funktionalität zur automatischen Überführung der Pockettür
in deren Schließlage und/oder Öffnungslage in Abhängigkeit eines Gerätezustands und/oder
Betriebszustands eines anderen Haushaltsgeräts des Systems aufweist, wobei die automatische
Überführung der Pockettür in deren Schließlage und/oder Öffnungslage bei eingeschalteter
Funktionalität erfolgt, bevorzugt, dass diese Funktionalität einschaltbar und ausschaltbar
ausgebildet ist. Hierdurch ist eine Interoperabilität des Einbau-Haushaltsgeräts und
der Pockettürvorrichtung des erfindungsgemäßen Systems mit dem anderen Haushaltsgerät
des erfindungsgemäßen Systems ermöglicht, so dass die aufeinander abgestimmte Nutzung
des Einbau-Haushaltsgeräts und des anderen Haushaltsgeräts mittels der vorgenannten
automatischen Bewegung der Pockettür wesentlich benutzerfreundlicher ermöglicht ist.
Das andere Haushaltsgerät muss nicht zwingend als ein Einbau-Haushaltsgerät ausgebildet
sein. Analog zu der letztgenannten Weiterbildung des erfindungsgemäßen Verfahrens
ist auch diese Funktionalität in der bevorzugten Ausführungsform dieser Weiterbildung
von dem Benutzer wunschgemäß wählbar.
[0023] Vier Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in den Zeichnungen rein schematisch
dargestellt und werden nachfolgend näher beschrieben. Es zeigt
- Figur 1a
- ein erstes Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen Systems zur Durchführung des
erfindungsgemäßen Verfahrens in einer geschnittenen Seitenansicht, mit der Pockettür
in der Schließlage,
- Figur 1b
- das erste Ausführungsbeispiel in analoger Darstellung zur Fig. 1a, mit der Pockettür
in der Öffnungslage,
- Figur 2a
- ein zweites Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen Systems zur Durchführung des
erfindungsgemäßen Verfahrens in einer geschnittenen Draufsicht, mit der Pockettür
in der Schließlage,
- Figur 2b
- das zweite Ausführungsbeispiel in analoger Darstellung zur Fig. 2a, mit der Pockettür
in einer ersten Variante der Öffnungslage,
- Figur 2c
- das zweite Ausführungsbeispiel in analoger Darstellung zur Fig. 2a, mit der Pockettür
in einer zweiten Variante der Öffnungslage,
- Figur 3a
- ein drittes Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen Systems zur Durchführung des
erfindungsgemäßen Verfahrens in einer perspektivischen Ansicht, mit der Pockettür
in der Schließlage,
- Figur 3b
- das dritte Ausführungsbeispiel in ähnlicher Darstellung zur Fig. 3a, in transparenter
Darstellung,
- Figur 4a
- ein viertes Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen Systems zur Durchführung des
erfindungsgemäßen Verfahrens in einer geschnittenen Seitenansicht, mit der Pockettür
in der Schließlage und
- Figur 4b
- das vierte Ausführungsbeispiel in analoger Darstellung zur Fig. 4a, mit der Pockettür
in der Öffnungslage.
[0024] In den Fig. 1a bis 4b sind insgesamt vier Ausführungsbeispiele des erfindungsgemäßen
Systems zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens rein exemplarisch dargestellt.
[0025] Das System 2 gemäß des in den Fig. 1a und 1b dargestellten ersten Ausführungsbeispiels
umfasst eine Pockettürvorrichtung 4, ein Möbel 6 und ein als Backofen ausgebildetes
Einbau-Haushaltsgerät 7, wobei die Pockettürvorrichtung 4 eine Pockettür 8 und einen
nicht dargestellten Pockettürmechanismus zur Bewegung der Pockettür 8 aufweist und
die Pockettür 8 mittels des Pockettürmechanismus zwischen einer Schließlage und einer
Öffnungslage hin und her überführbar ist, und wobei das in einem Aufnahmeraum 10 der
Pockettürvorrichtung 4 befindliche Einbau-Haushaltsgerät 7 in der in der Fig. 1a dargestellten
Schließlage der Pockettür 8 von der Pockettür 8 verdeckt ist und in der in der Fig.
1b dargestellten Öffnungslage der Pockettür 8 die Pockettür 8 in eine Pockettüraufnahme
12 der Pockettürvorrichtung 4 im Wesentlichen aufgenommen ist und ein Zugriff auf
das Einbau-Haushaltsgerät 7 ermöglicht ist.
[0026] Erfindungsgemäß ist das Einbau-Haushaltsgerät 7 derart an einem Gehäuse 14 der Pockettürvorrichtung
4 gehalten, dass das Einbau-Haushaltsgerät 7 von einer in der Fig. 1a dargestellten
Verstaulage, in der das Einbau-Haushaltsgerät 7 vollständig in dem Aufnahmeraum 10
aufgenommen und die Pockettür 8 in deren Schließlage überführbar ist, in eine in der
Fig. 1b dargestellten Frontlage, in der das Einbau-Haushaltsgerät 7 im Bereich der
Front des Möbels 6 angeordnet ist, und umgekehrt überführbar ist. Die Pockettürvorrichtung
4 weist das Gehäuse 14 mit dem in dem Gehäuse 14 angeordneten Pockettürmechanismus,
mit der in dem Gehäuse 14 angeordneten Pockettüraufnahme 12 und dem in dem Gehäuse
14 angeordneten Aufnahmeraum 10 für das Einbau-Haushaltsgerät 7 zur Befestigung der
Pockettürvorrichtung 4 an einer Montagewand auf, wobei das Gehäuse 14 derart ausgebildet
und mit dem Möbel 6 an der Montagewand anordenbar ist, dass die Pockettürvorrichtung
4 und das Möbel 6 mit Blick auf eine Front des Möbels 6 optisch eine Baueinheit bilden.
Die nicht dargestellte Montagewand befindet sich in den Fig. 1a und 1b in der jeweiligen
Bildebene direkt links neben dem Möbel 6 und dem Gehäuse 14 der Pockettürvorrichtung
4.
[0027] Die Pockettürvorrichtung 4 ist hier derart ausgebildet, dass die Pockettüraufnahme
12 unterhalb des Aufnahmeraums 10 für das Einbau-Haushaltsgerät 7 angeordnet ist.
Ferner ist die Pockettürvorrichtung 4 derart an das Möbel 6 angepasst ausgebildet
und an dem Möbel 6 anordenbar, dass das Möbel 6 und die Pockettürvorrichtung 4 in
der Schließlage der Pockettür 8 eine im Wesentlichen einheitliche Front ausbilden,
wobei die Pockettürvorrichtung 4 an das als ein Standardmöbel mit Standardmaßen ausgebildete
Möbel 6 angepasst ausgebildet und an diesem Möbel 6 anordenbar ist, nämlich derart,
dass das Gehäuse 14 der Pockettürvorrichtung 4 die folgenden Außenmaße aufweist: Breite
= 60 Zentimeter, Höhe = 65 Zentimeter, Tiefe = 66 Zentimeter. Alternativ hierzu wäre
es in anderen Ausführungsformen dieser Weiterbildung der Erfindung denkbar, dass das
Gehäuse 14 der Pockettürvorrichtung 4 eine Höhe = 50 Zentimeter aufweist. Beispielsweise
wäre eine Höhe von 50 Zentimeter für Einbau-Haushaltsgeräte ausreichend, die selbst
eine Höhe von kleiner oder gleich 39 Zentimeter aufweisen. Die vorgenannten Höhenangaben
gelten jeweils für den Fall, dass die Pockettüraufnahme 12 eine Höhe von 5 Zentimeter
beansprucht. Alle genannten Maße verstehen sich einschließlich möglicher Abweichungen
von bis zu 5 Zentimeter nach oben und unten.
[0028] Um das Gehäuse 14 sehr stabil zu gestalten, ist das Gehäuse 14 der Pockettürvorrichtung
4 beispielsweise aus einem Metall mit einer Wandstärke von 0,5 mm bis 2,5 mm ausgebildet.
Das derartig ausgebildete Gehäuse 14 ist zum einen sehr stabil und zum anderen ist
ein Innenraum des Gehäuses 14 zur Aufnahme der vorgenannten Komponenten des Systems
2 aufgrund der im Vergleich zu einem üblichen Möbel lediglich geringen Wandstärke
sehr groß ausgebildet. Da das Einbau-Haushaltsgerät 7 hier als ein Pyrolysegerät,
nämlich als ein Backofen mit Pyrolysefunktion, ausgebildet ist, ist eine Oberfläche
des Gehäuses 14 verzinkt.
[0029] Das Gehäuse 14 der Pockettürvorrichtung 4 ist hier derart stabil ausgebildet, dass
mittels des Gehäuses 14 das Gewicht eines an dem Gehäuse 14 befestigten Schrankteils
des Möbels 6 an die Montagewand übertragbar ist, wobei das Gehäuse 14 das Gewicht
des an dem Gehäuse 14 befestigten und mit einem Inhalt gefüllten Schrankteils aufnimmt.
Bei dem Inhalt des Schrankteils kann es sich beispielsweise um ein in diesem Schrankteil
angeordnetes weiteres Einbau-Haushaltsgerät und/oder eine weitere Pockettürvorrichtung
handeln. Das vorgenannte Schrankteil kann zum Beispiel direkt seitlich, oberhalb oder
unterhalb des Gehäuses 14 angeordnet sein. Gemäß einem Aspekt kann ein Gehäuse, welches
nicht an benachbarte Möbelkorpen / Nachbarschränke angrenzt, aus mechanischen und/oder
optischen Gründen mit Möbel-Wangen kaschiert werden. Das weitere Einbau-Haushaltsgerät
und die weitere Pockettürvorrichtung sind hier nicht dargestellt. Das weitere Einbau-Haushaltsgerät
und die weitere Pockettürvorrichtung müssen dabei nicht gemäß der Erfindung ausgebildet
sein. Siehe hierzu beispielsweise das dritte Ausführungsbeispiel gemäß der Fig. 3a
und 3b.
[0030] Der Pockettürmechanismus ist bei dem vorliegenden Ausführungsbeispiel als ein elektromechanischer
Pockettürmechanismus mit einem Elektromotor ausgebildet, wobei der Elektromotor vorzugsweise
an einer als Rückwand ausgebildeten und der Front des Möbels 6 gegenüberliegenden
Wand des Gehäuses 14 angeordnet ist. Der Motor kann auch seitlich links oder rechts
am Gehäuse befestigt werden, wenn der Bauraum zur Verfügung steht. Denkbar ist auch,
dass der Pockettürmechanismus bei anderen Ausführungsformen der Erfindung rein mechanisch
ausgebildet ist.
[0031] Die Pockettürvorrichtung 4 weist ferner einen in dem Gehäuse 14 der Pockettürvorrichtung
4 bewegbar angeordneten, nicht dargestellten Schlitten zum Aufstellen des Einbau-Haushaltsgeräts
7 auf, wobei der Schlitten derart bewegbar ist, dass das Einbau-Haushaltsgerät 7 mittels
des Schlittens von der Verstaulage, in der das Einbau-Haushaltsgerät 7 vollständig
in dem Gehäuse 14 aufgenommen und die Pockettür 8 in deren Schließlage überführbar
ist, in die Frontlage, in der das Einbau-Haushaltsgerät 7 im Bereich der Front des
Möbels 6 angeordnet ist, und umgekehrt überführbar ist. Der Schlitten ist hierbei
mit dem Pockettürmechanismus derart mechanisch gekoppelt, dass der Schlitten in Abhängigkeit
der Überführung der Pockettür 8 von deren Schließlage in deren Öffnungslage und umgekehrt
automatisch bewegbar ist. Dies ist jedoch nicht zwingend erforderlich. Die Verstaulage
des auf dem Schlitten aufgestellten Einbau-Haushaltsgeräts 7 korrespondiert hierzu
mit der Schließlage der Pockettür 8 und die Frontlage des auf dem Schlitten aufgestellten
Einbau-Haushaltsgeräts 7 korrespondiert hierzu mit der Öffnungslage der Pockettür
8. Entsprechend ist das Einbau-Haushaltsgerät 7 mittels des Schlittens derart an dem
Gehäuse 14 der Pockettürvorrichtung 4 gehalten, dass das Einbau-Haushaltsgerät 7 von
der Verstaulage in die Frontlage und umgekehrt überführbar ist. Denkbar ist aber auch,
dass das Einbau-Haushaltsgerät 7 bei anderen Ausführungsformen der Erfindung mittels
für einen Einbau des Einbau-Haushaltsgeräts in einen Aufnahmeraum eines Möbels ausgebildeter
Befestigungselemente des Einbau-Haushaltsgeräts an dem Gehäuse der Pockettürvorrichtung
halterbar und/oder befestigt ist.
[0032] Ferner weist das System 2 eine nicht dargestellte Schnittstelle zur Herstellung einer
signalübertragenden Verbindung mit dem nicht dargestellten Internet auf, wobei die
Pockettürvorrichtung 4 und/oder das Einbau-Haushaltsgerät 7 bei dem vorliegenden Ausführungsbeispiel
über ein mit dem Internet verbundenes Drittgerät des Systems 2 mittels Sprachsteuerung
steuerbar sind/ist.
[0033] Darüber hinaus sind das Einbau-Haushaltsgerät 7 und die Pockettürvorrichtung 4, nämlich
eine nicht dargestellte Steuerung des Einbau-Haushaltsgeräts 7 und der Pockettürmechanismus,
derart signalübertragend miteinander verbunden, dass eine Ansteuerung des Pockettürmechanismus
zur automatischen Überführung der Pockettür 8 von deren Schließlage in deren Öffnungslage
und umgekehrt in Abhängigkeit eines Gerätezustands und/oder eines Betriebszustands
des Einbau-Haushaltsgeräts 7 ermöglicht ist, wobei das System 2 derart ausgebildet
ist, dass die Pockettür 8 auch unabhängig davon manuell von deren Schließlage in deren
Öffnungslage und umgekehrt überführbar ist.
[0034] Nachfolgend werden die Funktionsweise des erfindungsgemäßen Systems und das erfindungsgemäße
Verfahren gemäß dem ersten Ausführungsbeispiel anhand der Fig. 1a und 1b kurz erläutert.
[0035] Das System 2 ist hier derart ansteuerbar, dass das Einbau-Haushaltsgerät 7 automatisch
von der Verstaulage, in der das Einbau-Haushaltsgerät 7 vollständig in dem Aufnahmeraum
10 aufgenommen und die Pockettür 8 in deren Schließlage überführbar ist, in die Frontlage,
in der das Einbau-Haushaltsgerät 7 im Bereich der Front des Möbels 6 angeordnet ist,
und umgekehrt überführt wird. Hierzu wird der Pockettürmechanismus zur Überführung
der Pockettür 8 von deren Schließlage in deren Öffnungslage und umgekehrt in Abhängigkeit
eines Gerätezustands und/oder eines Betriebszustands des Einbau-Haushaltsgeräts 7
automatisch angesteuert. Beispielsweise derart, dass bei einem Einschalten des Einbau-Haushaltsgeräts
7 die Pockettür 8 automatisch von deren Schließlage in deren Öffnungslage und/oder
bei einem Ausschalten des Einbau-Haushaltsgeräts 7 die Pockettür 8 automatisch von
deren Öffnungslage in deren Schließlage überführt wird.
[0036] Alternativ oder zusätzlich dazu ist es möglich, dass bei einer Überführung der Pockettür
8 von deren Schließlage in deren Öffnungslage und umgekehrt das Einbau-Haushaltsgerät
7 automatisch angesteuert wird. Beispielsweise derart, dass bei einer Überführung
der Pockettür 8 in deren Öffnungslage das Einbau-Haushaltsgerät 7 automatisch eingeschaltet
und bei einer Überführung der Pockettür 8 in deren Schließlage das Einbau-Haushaltsgerät
7 automatisch ausgeschaltet wird.
[0037] Zwecks Vermeidung von für den Benutzer gefährlichen Situationen und/oder von für
die Funktionsfähigkeit des Systems 2 schädlichen Situationen weist das System 2 einen
akustischen und/oder optischen Signalgeber auf, wobei der Signalgeber in Abhängigkeit
einer Überführung der Pockettür 8 in deren Schließlage und/oder in deren Öffnungslage
automatisch eingeschaltet wird. Der Signalgeber ist nicht dargestellt.
[0038] Auch weist das System 2 gemäß dem ersten Ausführungsbeispiel eine nicht dargestellte
Zeitschaltvorrichtung auf, wobei die automatische Überführung der Pockettür 8 in deren
Schließlage und/oder Öffnungslage in Abhängigkeit mindestens eines vorher festgelegten
und in der Zeitschaltvorrichtung abgespeicherten Zeitpunkts erfolgt. Beispielsweise
kann es vorgesehen sein, dass die vorgenannte Festlegung und Abspeicherung des mindestens
einen Zeitpunkts mittels einer Synchronisation mit einem Drittgerät des Systems 2
automatisch erfolgt. Bei dem Drittgerät kann es sich zum Beispiel um ein mit dem System
2 über das Internet verbundenes, nicht dargestelltes Smartphone des Benutzers mit
einem Kalender handeln, so dass der mindestens eine Zeitpunkt in Abhängigkeit von
Einträgen in diesem Kalender festlegbar und abspeicherbar ist.
[0039] Ferner umfasst das System 2 eine Funktionalität zur automatischen Überführung der
Pockettür 8 in deren Schließlage und/oder Öffnungslage in Abhängigkeit eines ein Nutzerverhalten
des Benutzers des Systems 2 beobachtenden Selbstlernalgorithmus des Systems 2, wobei
die automatische Überführung der Pockettür 8 in deren Schließlage und/oder Öffnungslage
bei eingeschalteter Funktionalität erfolgt. Diese Funktionalität ist bei dem vorliegenden
Ausführungsbeispiel einschaltbar und ausschaltbar ausgebildet.
[0040] Darüber hinaus weist das System 2 eine Funktionalität zur automatischen Überführung
der Pockettür 8 in deren Schließlage und/oder Öffnungslage in Abhängigkeit eines Gerätezustands
und/oder Betriebszustands eines anderen Haushaltsgeräts des Systems 2 auf, wobei die
automatische Überführung der Pockettür 8 in deren Schließlage und/oder Öffnungslage
bei eingeschalteter Funktionalität erfolgt. Analog zu der vorgenannten Funktionalität
ist auch diese Funktionalität einschaltbar und ausschaltbar ausgebildet. Das andere
Haushaltsgerät ist nicht dargestellt.
[0041] Nachfolgend werden die drei übrigen Ausführungsbeispiele kurz erläutert, wobei die
diesbezüglichen Ausführungen auf die Unterschiede zu den jeweils vorhergehenden Ausführungsbeispielen
beschränkt sind. Ansonsten wird auf die vorhergehenden Ausführungsbeispiele, insbesondere
auf das erste Ausführungsbeispiel, verwiesen. Gleiche oder gleichwirkende Bauteile
sind mit den gleichen Bezugszeichen versehen.
[0042] In den Fig. 2a bis 2c ist ein zweites Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt.
Das zweite Ausführungsbeispiel entspricht im Wesentlichen dem ersten Ausführungsbeispiel,
so dass weitestgehend auf das erste Ausführungsbeispiel verwiesen werden kann. Im
Unterschied zu dem ersten Ausführungsbeispiel schließt die Pockettür 8 in deren in
der Fig. 2a dargestellten Schließlage im Wesentlichen bündig mit einem frontseitigen
Ende eines Korpus des Möbels 6 ab. Wird die Pockettür 8 in deren Öffnungslage gemäß
der Fig. 2b überführt, so schließt ein frontseitiges Ende des Einbau-Haushaltsgeräts
7 in dessen Frontlage im Wesentlichen bündig mit dem frontseitigen Ende des Korpus
des Möbels 6 ab. Im Unterschied dazu steht das frontseitige Ende des Einbau-Haushaltsgeräts
7 in dessen Frontlage gemäß der Fig. 2c über das frontseitige Ende des Korpus des
Möbels 6 hervor.
[0043] Die Fig. 3a und 3b zeigen ein drittes Ausführungsbeispiel der Erfindung. Im Unterschied
zu den beiden vorhergehenden Ausführungsbeispielen ist hier die Pockettürvorrichtung
4 mit deren Gehäuse 14 derart angeordnet, dass das Gehäuse 14 nicht nur über einem
Unterteil des Möbels 6 positioniert ist, sondern, dass das Gehäuse 14 selbst ein auf
das Gehäuse 14 aufgestelltes Oberteil des Möbels 6 trägt. Aufgrund der oben erläuterten
Ausbildung des Gehäuses 14 kann die Gewichtskraft des vorgenannten Oberteils vollständig
von dem Gehäuse 14 aufgenommen werden und an die nicht dargestellte Montagewand weitergeleitet
werden. Entsprechend wird das vorgenannte Unterteil weder von der Pockettürvorrichtung
4 noch von dem Oberteil und darin angeordneten Objekten belastet. Ansonsten entspricht
das dritte Ausführungsbeispiel dem ersten Ausführungsbeispiel, so dass auf die obigen
Ausführungen zu dem ersten Ausführungsbeispiel verwiesen werden kann. Wenn die Montagewand
durch die Decke eines unteren Möbelschranks bereitgestellt wird, dann steht das Gehäuse
auf diesem unteren Möbelschrank. Das Gewicht eines zusätzlichen oberen Möbels wird
dann durch das Gehäuse getragen und an das untere Möbel weitergegeben.
[0044] Ferner ist in den Fig. 4a und 4b ein viertes Ausführungsbeispiel dargestellt. Dieses
vierte Ausführungsbeispiel entspricht im Wesentlichen dem ersten Ausführungsbeispiel.
Lediglich das Einbau-Haushaltsgerät 7 ist anders ausgebildet, nämlich dahingehend,
dass das Einbau-Haushaltsgerät 7 gemäß dem vierten Ausführungsbeispiel statt einer
Höhe von 60 Zentimeter lediglich einer Höhe von kleiner 40 Zentimeter aufweist. Entsprechend
würde bei diesem Ausführungsbeispiel eine Gehäuseinnenhöhe des Gehäuses 14 von 45
Zentimeter grundsätzlich ausreichen. Bei dem vierten Ausführungsbeispiel wird jedoch
die gleiche Gehäusehöhe wie in dem ersten bis dritten Ausführungsbeispiel verwendet,
nämlich 65 Zentimeter, so dass oberhalb des Einbau-Haushaltsgeräts 7 in dem Aufnahmeraum
10 ein von dem Einbau-Haushaltsgerät 7 nicht ausgefüllter Freiraum von etwa 10 bis
20 Zentimeter vorhanden ist. Dieser Freiraum ist beispielsweise als ein Funktionsraum
zur Bereitstellung von zusätzlichen Funktionalitäten des Systems 2, bevorzugt des
Einbau-Haushaltsgeräts 7, ausgebildet. Denkbar ist aber auch, dass der vorgenannte
Freiraum lediglich mittels einer nicht dargestellten Sichtblende oder dergleichen
verblendet ist. Siehe hierzu auch die diesbezüglichen Ausführungen in der Beschreibungseinleitung.
Die vorstehend genannten Maße schließen Abweichungen von bis zu 5 Zentrieren nach
oben oder unten ein.
[0045] Aufgrund der erfindungsgemäßen Ausbildung des Systems 2 und des Verfahrens ist der
Bedienkomfort bei der Bedienung des Systems 2 durch den Benutzer wesentlich gesteigert.
Beispielsweise ist die Bedienung des Systems 2, trotz der Einbausituation des Einbau-Haushaltsgeräts
7 in dem Aufnahmeraum 10 des Gehäuses 14, erheblich vereinfacht. Zum Beispiel kann
es sich bei der Bedienung um eine Bedienblende des Einbau-Haushaltsgeräts 7 oder auch
um ein von dem Einbau-Haushaltsgerät 7 entnehmbares Zubehörteil, wie beispielsweise
einen Wassertank oder dergleichen, handeln. Ferner ist die Sichtbarkeit und damit
auch die Optik des Einbau-Haushaltsgeräts 7 verbessert. Darüber hinaus ist eine von
dem Möbel 6 des Systems 2 an der Montagewand unabhängig befestigbare Pockettürvorrichtung
4 ermöglicht, so dass das für das System 2 verwendete Möbel 6 selbst beispielsweise
keiner speziellen Ausbildung zur Aufnahme der Pockettürvorrichtung 4 bedarf. Entsprechend
ist die Erfindung auch bei Möbeln anwendbar, die selbst nicht für eine Verwendung
einer Pockettür vorgesehen und damit darauf angepasst ausgebildet sind. Auch vereinfacht
sich die Montage und die Demontage der Pockettürvorrichtung 4 und des Systems 2, da
die Pockettürvorrichtung 4 unabhängig von dem Möbel 6 handhabbar ist. Des Weiteren
ist eine unabhängige Herstellung der Pockettürvorrichtung 4 von dem Möbel 6 für das
System 2 ermöglicht, so dass einerseits die Pockettürvorrichtung 4 und andererseits
das Möbel 6 für das System 2 von voneinander verschiedenen Lieferanten eingekauft
werden können. Das Gehäuse 14 der Pockettürvorrichtung 4 ist hier derart ausgebildet,
dass es eine ganze Serie von voneinander verschiedenen Einbau-Haushaltsgeräten eines
Haushaltsgeräteherstellers aufnehmen kann.
[0046] Die Erfindung ist jedoch nicht auf die vorliegenden Ausführungsbeispiele beschränkt.
Siehe hierzu zum Beispiel die diesbezüglichen Ausführungen in der Beschreibungseinleitung
sowie in dem Beschreibungstext zu den konkreten Ausführungsbeispielen.
[0047] Im Unterschied zu den erläuterten Ausführungsbeispielen kann es bei anderen Ausführungsformen
der Erfindung vorgesehen sein, dass der Aufnahmeraum für das Einbau-Haushaltsgerät
nicht in einem Gehäuse der Pockettürvorrichtung, sondern in dem Möbel angeordnet ist.
Analog dazu ist es denkbar, dass die Pockettür in deren Öffnungslage in eine Pockettüraufnahme
des Möbels im Wesentlichen aufgenommen ist. Statt an einem Gehäuse der Pockettürvorrichtung
kann das Einbau-Haushaltsgerät an dem Möbel gehalten sein, nämlich derart, dass das
Einbau-Haushaltsgerät von einer Verstaulage, in der das Einbau-Haushaltsgerät vollständig
in dem Aufnahmeraum aufgenommen und die Pockettür in deren Schließlage überführbar
ist, in eine Frontlage, in der das Einbau-Haushaltsgerät im Bereich der Front des
Möbels angeordnet ist, und umgekehrt überführbar ist.
[0048] Die Pockettürvorrichtung kann in anderen Ausführungsformen der Erfindung derart ausgebildet
sein, dass die Pockettüraufnahme oberhalb des Aufnahmeraums für das Einbau-Haushaltsgerät
angeordnet ist. Analog dazu ist es auch möglich, dass der als Funktionsraum ausgebildete
Freiraum gemäß dem vierten Ausführungsbeispiel auch unterhalb des Einbau-Haushaltsgeräts
angeordnet ist. Selbstverständlich ist auch eine Anordnung der Pockettüraufnahme seitlich
des Aufnahmeraums grundsätzlich denkbar.
[0049] Der Schlitten zum Aufstellen des Einbau-Haushaltsgeräts kann alternativ zu den erläuterten
Ausführungsbeispielen auch an dem Möbel bewegbar angeordnet sein.
[0050] In anderen Ausführungsformen der Erfindung kann die Pockettürvorrichtung zusätzlich
eine Sichtblende aufweisen, wobei die Pockettürvorrichtung mit der Sichtblende derart
ausgebildet ist, dass die Sichtblende in der Öffnungslage der Pockettür einen Spalt
zwischen der Pockettür auf der einen Seite und der Pockettüraufnahme auf der anderen
Seite im Wesentlichen verdeckt. Bevorzugterweise ist diese Sichtblende gleichzeitig
als ein Schmutzabweiser ausgebildet.
1. System (2), umfassend
eine Pockettürvorrichtung (4),
ein Möbel (6) und
ein Einbau-Haushaltsgerät (7),
wobei die Pockettürvorrichtung (4) eine Pockettür (8) und einen Pockettürmechanismus
zur Bewegung der Pockettür (8) aufweist und die Pockettür (8) mittels des Pockettürmechanismus
zwischen einer Schließlage und einer Öffnungslage hin und her überführbar ist, und
wobei die Pockettür (8) eine Möbeltür des Möbel (6) bereitstellt, und
wobei das in einem Aufnahmeraum (10) der Pockettürvorrichtung (4) oder des Möbels
befindliche Einbau-Haushaltsgerät (7) in der Schließlage der Pockettür (8) von der
Pockettür (8) verdeckt ist und in der Öffnungslage der Pockettür (8) die Pockettür
(8) in eine Pockettüraufnahme (12) der Pockettürvorrichtung (4) oder des Möbels im
Wesentlichen aufgenommen ist und ein Zugriff auf das Einbau-Haushaltsgerät (7) ermöglicht
ist,
dadurch gekennzeichnet, dass
das Einbau-Haushaltsgerät (7) derart an einem Gehäuse (14) der Pockettürvorrichtung
(4) oder dem Möbel gehalten ist, dass das Einbau-Haushaltsgerät (7) von einer Verstaulage,
in der das Einbau-Haushaltsgerät (7) vollständig in dem Aufnahmeraum (10) aufgenommen
und die Pockettür (8) in deren Schließlage überführbar ist, in eine Frontlage, in
der das Einbau-Haushaltsgerät (7) im Bereich der Front des Möbels (6) angeordnet ist,
und umgekehrt überführbar ist.
2. System (2) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Pockettürvorrichtung (4) derart ausgebildet ist, dass die Pockettüraufnahme (12)
Seitlich neben oder unterhalb oder oberhalb des Aufnahmeraums (10) für das Einbau-Haushaltsgerät
(7) angeordnet ist.
3. System (2) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Pockettürvorrichtung (4) das Gehäuse (14) mit dem in dem Gehäuse (14) angeordneten
Pockettürmechanismus, mit der in dem Gehäuse (14) angeordneten Pockettüraufnahme (12)
und dem in dem Gehäuse (14) angeordneten Aufnahmeraum (10) für das Einbau-Haushaltsgerät
(7) zur Befestigung der Pockettürvorrichtung (4) an einer Montagewand aufweist, wobei
das Gehäuse (14) derart ausgebildet und mit dem Möbel (6) an der Montagewand anordenbar
ist, dass die Pockettürvorrichtung (4) und das Möbel (6) mit Blick auf eine Front
des Möbels (6) optisch eine Baueinheit bilden.
4. System (2) nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Pockettürvorrichtung (4) derart an das Möbel (6) angepasst ausgebildet und an
dem Möbel (6) anordenbar ist, dass das Möbel (6) und die Pockettürvorrichtung (4)
in der Schließlage der Pockettür (8) eine im Wesentlichen einheitliche Front ausbilden,
bevorzugt, dass die Pockettürvorrichtung (4) an das als ein Standardmöbel mit Standardmaßen
ausgebildete Möbel (6) angepasst ausgebildet und an diesem Möbel (6) anordenbar ist,
besonders bevorzugt, dass das Gehäuse (14) der Pockettürvorrichtung (4) die folgenden
Außenmaße aufweist: Breite = 60 Zentimeter, Höhe = 65 Zentimeter oder 50 Zentimeter,
Tiefe = 66 Zentimeter.
5. System (2) nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Pockettürvorrichtung (4) oder das Möbel einen bewegbar angeordneten Schlitten
zum Aufstellen des Einbau-Haushaltsgeräts (7) aufweist, wobei der Schlitten derart
bewegbar ist, dass das Einbau-Haushaltsgerät (7) mittels des Schlittens von der Verstaulage
in die Frontlage und umgekehrt überführbar ist, bevorzugt, dass der Schlitten automatisch
bewegbar ist.
6. System (2) nach einem der Ansprüche 1 bis 5, rückbezogen auf Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Aufnahmeraum (10) und das Einbau-Haushaltsgerät (7) derart aufeinander abgestimmt
ausgebildet sind, dass ein oberhalb oder unterhalb des Einbau-Haushaltsgeräts (7)
in dem Aufnahmeraum (10) von dem Einbau-Haushaltsgerät (7) nicht ausgefüllter Freiraum
vorhanden ist, wobei dieser Freiraum als ein Funktionsraum zur Bereitstellung von
zusätzlichen Funktionalitäten des Systems (2), bevorzugt des Einbau-Haushaltsgeräts
(7), ausgebildet ist.
7. System nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Pockettürvorrichtung eine Sichtblende aufweist, wobei die Pockettürvorrichtung
mit der Sichtblende derart ausgebildet ist, dass die Sichtblende in der Öffnungslage
der Pockettür einen Spalt zwischen der Pockettür auf der einen Seite und der Pockettüraufnahme
auf der anderen Seite im Wesentlichen verdeckt, bevorzugt, dass die Sichtblende gleichzeitig
als ein Schmutzabweiser ausgebildet ist.
8. System (2) nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass das System (2) eine Schnittstelle zur Herstellung einer signalübertragenden Verbindung
mit dem Internet aufweist, bevorzugt, dass die Pockettürvorrichtung (4) und/oder das
Einbau-Haushaltsgerät (7) über ein mit dem Internet verbundenes Drittgerät des Systems
(2) mittels Sprachsteuerung steuerbar sind/ist.
9. System (2) nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass das Einbau-Haushaltsgerät (7) und die Pockettürvorrichtung (4), bevorzugt eine Steuerung
des Einbau-Haushaltsgeräts (7) und der Pockettürmechanismus, derart signalübertragend
miteinander verbunden sind, dass eine Ansteuerung des Pockettürmechanismus zur automatischen
Überführung der Pockettür (8) von deren Schließlage in deren Öffnungslage und umgekehrt
in Abhängigkeit eines Gerätezustands und/oder eines Betriebszustands des Einbau-Haushaltsgeräts
(7) ermöglicht ist, wobei das System (2) derart ausgebildet ist, dass die Pockettür
(8) auch unabhängig davon manuell von deren Schließlage in deren Öffnungslage und
umgekehrt überführbar ist.
10. Verfahren zum Betrieb eines Systems (2) nach einem der Ansprüche 1 bis 9, wonach das
Einbau-Haushaltsgerät (7) automatisch von der Verstaulage, in der das Einbau-Haushaltsgerät
(7) vollständig in dem Aufnahmeraum (10) aufgenommen und die Pockettür (8) in deren
Schließlage überführbar ist, in die Frontlage, in der das Einbau-Haushaltsgerät (7)
im Bereich der Front des Möbels (6) angeordnet ist, und umgekehrt überführt wird.
11. Verfahren nach Anspruch 10, rückbezogen auf das System (2) nach Anspruch 9, wonach
der Pockettürmechanismus zur Überführung der Pockettür (8) von deren Schließlage in
deren Öffnungslage und umgekehrt in Abhängigkeit eines Gerätezustands und/oder eines
Betriebszustands des Einbau-Haushaltsgeräts (7) automatisch angesteuert wird und/oder,
dass bei einer Überführung der Pockettür (8) von deren Schließlage in deren Öffnungslage
und umgekehrt das Einbau-Haushaltsgerät (7) automatisch angesteuert wird, bevorzugt,
dass bei einem Einschalten des Einbau-Haushaltsgeräts (7) die Pockettür (8) automatisch
von deren Schließlage in deren Öffnungslage und/oder bei einem Ausschalten des Einbau-Haushaltsgeräts
(7) die Pockettür (8) automatisch von deren Öffnungslage in deren Schließlage überführt
wird und/oder, dass bei einer Überführung der Pockettür (8) in deren Öffnungslage
das Einbau-Haushaltsgerät (7) automatisch eingeschaltet und bei einer Überführung
der Pockettür (8) in deren Schließlage das Einbau-Haushaltsgerät (7) automatisch ausgeschaltet
wird.
12. Verfahren nach Anspruch 10 oder 11, dadurch gekennzeichnet, dass das System (2) einen akustischen und/oder optischen Signalgeber aufweist, wobei der
Signalgeber in Abhängigkeit einer Überführung der Pockettür (8) in deren Schließlage
und/oder in deren Öffnungslage automatisch eingeschaltet wird.
13. Verfahren nach einem der Ansprüche 10 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass das System (2) eine Zeitschaltvorrichtung aufweist, wobei die automatische Überführung
der Pockettür (8) in deren Schließlage und/oder Öffnungslage in Abhängigkeit mindestens
eines vorher festgelegten und in der Zeitschaltvorrichtung abgespeicherten Zeitpunkts
erfolgt, bevorzugt, dass die vorgenannte Festlegung und Abspeicherung des mindestens
einen Zeitpunkts mittels einer Synchronisation mit einem Drittgerät des Systems (2)
automatisch erfolgt.
14. Verfahren nach einem der Ansprüche 10 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass das System (2) eine Funktionalität zur automatischen Überführung der Pockettür (8)
in deren Schließlage und/oder Öffnungslage in Abhängigkeit eines ein Nutzerverhalten
eines Benutzers des Systems (2) beobachtenden Selbstlernalgorithmus des Systems (2)
aufweist, wobei die automatische Überführung der Pockettür (8) in deren Schließlage
und/oder Öffnungslage bei eingeschalteter Funktionalität erfolgt, bevorzugt, dass
diese Funktionalität einschaltbar und ausschaltbar ausgebildet ist.
15. Verfahren nach einem der Ansprüche 10 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass das System (2) eine Funktionalität zur automatischen Überführung der Pockettür (8)
in deren Schließlage und/oder Öffnungslage in Abhängigkeit eines Gerätezustands und/oder
Betriebszustands eines anderen Haushaltsgeräts des Systems (2) aufweist, wobei die
automatische Überführung der Pockettür (8) in deren Schließlage und/oder Öffnungslage
bei eingeschalteter Funktionalität erfolgt, bevorzugt, dass diese Funktionalität einschaltbar
und ausschaltbar ausgebildet ist.