[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Abgeben eines Fluids, insbesondere
eines Reinigungs-, Pflege- oder Desinfektionsfluids für Hände.
[0002] Derartige Vorrichtungen sind beispielsweise aus der
EP 3 650 128 A1 und der
DE 10 58 272 A1 bekannt und werden auf vielfältige Weise angewendet. Beispielsweise in Handwerksbetrieben,
bei denen die Handwerker regelmäßig ihre Hände verschmutzen, dienen derartige Vorrichtungen
zum Abgeben eines Reinigungsfluids, insbesondere von Seife, um die Hände reinigen
zu können. Da jedoch ein häufiges Händewaschen eine Belastung für die Haut im Bereich
der Hände darstellt, werden derartige Vorrichtungen auch dazu verwendet, Pflegemittel,
beispielsweise in Form von Handcreme, abzugeben. Hierdurch kann Hautkrankheiten vorgebeugt
werden. Die Verwendung derartiger Pflegemittel kann für bestimmte Betriebe sogar vorgeschrieben
sein.
[0003] Ein anderer, sehr wichtiger Anwendungsbereich derartiger Vorrichtungen findet sich
in Einrichtungen des Gesundheitssektors, insbesondere in Krankenhäusern, Seniorenheimen
und Arztpraxen. Dort werden die Vorrichtungen zum Abgeben von Desinfektionsfluiden
verwendet, um die Verbreitung von Krankheitserregern wie Bakterien und Viren zu verringern.
[0004] Derartige Vorrichtungen weisen eine Pump- und Dosiereinheit auf. Mit der anderen
Hand wird das abgegebene Fluid aufgefangen, um es anschließend mit beiden Händen in
die Haut im Bereich der Hände einzumassieren. Dabei sind Vorrichtungen bekannt, bei
denen die Pump- und Dosiereinheit mittels einer kontaktlos auslösbaren Antriebseinheit
angetrieben werden kann, so dass kein Kontakt mit der Vorrichtung notwendig ist. Hierdurch
wird die Gefahr der Weitergabe von Krankheitserregern deutlich vermindert.
[0005] Zur Energieversorgung derartiger Vorrichtungen ist es bekannt, diese mittels eines
Kabels an ein Stromnetz anzuschließen. Dazu ist jedoch ein hoher Verkabelungsaufwand
erforderlich. Insbesondere ist oft eine Steckdose nicht in räumlicher Nähe zu dem
Ort, an dem die Vorrichtung angebracht werden soll, verfügbar. Alterativ ist auch
bekannt, derartige Vorrichtungen mit Batterien oder Akkumulatoren auszustatten, die
jedoch regelmäßig ausgetauscht oder außerhalb der Vorrichtung wieder aufgeladen werden
müssen. Dabei besteht die Gefahr, dass während eines Austauschs die Vorrichtung nicht
dauerhaft einsatzbereit ist.
[0006] Aufgabe einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung ist es, eine Vorrichtung
zum Abgeben eines Fluids, insbesondere eines Reinigungs-, Pflege- oder Desinfektionsfluids
für Hände, anzugeben, welche ein verbessertes Einsatzverhalten aufweist.
[0007] Die Aufgabe wird erfindungsgemäß gelöst durch eine Vorrichtung zum Abgeben eines
Fluids, insbesondere eines Reinigungs-, Pflege- oder Desinfektionsfluids für Hände,
mit den Merkmalen des Anspruchs 1.
[0008] Vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen sind in den abhängigen Ansprüchen
angegeben.
[0009] Die erfindungsgemäße Vorrichtung zur Abgabe eines Fluids, insbesondere eines Reinigungs-,
Pflege- oder Desinfektionsfluids für Hände, mit einem Gehäuse, welches einen Hohlraum
aufweist, in welchen ein Behältnis zum Vorhalten des Fluids einbringbar ist, wobei
das Behältnis mit einer Pump- und Dosiereinheit verbunden ist, mit welcher das Fluid
aus dem Behältnis heraus gefördert und abgegeben werden kann, und mit einer elektrisch
angetriebenen Betätigungsvorrichtung zur Betätigung der Pump- und Dosiereinheit, zeichnet
sich dadurch aus, dass die Vorrichtung zur Energieversorgung der elektrisch angetriebenen
Betätigungsvorrichtung wenigstens ein Solarmodul aufweist. Das Solarmodul ermöglicht
es, die benötigte Energie direkt an der Vorrichtung zu erzeugen.
[0010] Vorzugsweise ist das Solarmodul an einer Oberseite des Gehäuses angeordnet, um das
einfallende Licht möglichst effektiv ausnutzen zu können.
[0011] Gemäß einer besonders bevorzugten Ausführungsform der Erfindung weist das Solarmodul
eine Oberfläche auf, welche im Wesentlichen bündig an eine Außenfläche des Gehäuses
anschließt. Dadurch kann die Reinigbarkeit der Vorrichtung verbessert werden. Weiterhin
kann dadurch eine Verletzungsgefahr für einen Benutzer durch vorspringende Kanten
verringert werden.
[0012] Vorzugsweise weist die Vorrichtung wenigstens einen Energiespeicher, insbesondere
einen Akkumulator oder einen Superkondensator, auf. Da in der Regel nicht zu jedem
Zeitpunkt, zu dem ein Benutzer einen Spendevorgang der Vorrichtung vornehmen möchte
und die Betätigungsvorrichtung einen derartigen Spendevorgang auslösen muss, der notwendige
Lichteinfall vorhanden ist, ermöglichen derartige Energiespeicher das Bevorraten der
mittels des Solarmoduls bei entsprechendem Lichteinfall erzeugten Energie. Bei Superkondensatoren
handelt es sich um elektrochemische Kondensatoren, welche im Vergleich zu Akkumulatoren
gleichen Gewichts zwar eine signifikant geringere Energiedichte, dafür aber eine signifikant
höhere Leistungsdichte aufweisen, so dass sie sehr viel schneller ge- und entladen
werden können als Akkumulatoren.
[0013] Vorzugsweise weist die Vorrichtung genau zwei Energiespeicher, insbesondere zwei
Akkumulatoren oder Superkondensatoren, auf, welche insbesondere in Reihe geschaltet
sind. Es hat sich herausgestellt, dass mit einer derartigen Anordnung die erforderliche
Energie zuverlässig bereitgestellt werden kann.
[0014] Gemäß einer besonders bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist zwischen dem
wenigstens einen Solarmodul und dem wenigstens einen Energiespeicher eine Steuerschaltung,
insbesondere in Form eines Batteriemanagementsystems, angeordnet. Da je nach Intensität
des Lichteinfalls die in dem Solarmodul erzeugte Spannung variiert, kann ein derartiges
Batteriemanagementsystem dazu ausgebildet sein, diese Spannungsschwankungen ausgleichen.
Weiterhin kann ein derartiges Batteriemanagementsystem dazu ausgebildet sein zu steuern,
ob die erzeugte Spannung direkt zur Betätigung der Betätigungsvorrichtung oder gegebenenfalls
weiterer Komponenten der Vorrichtung oder zum Laden des Energiespeichers verwendet
werden soll. Es besteht auch die Möglichkeit, dass ein derartiges Batteriemanagementsystem
dazu ausgebildet ist, einzelne Komponenten der Vorrichtung in einen Standby-Modus
zu überführen, um den Energieverbrauch, insbesondere den Stromverbrauch, zu minimieren.
Weiterhin kann ein derartiges Batteriemanagement dazu ausgebildet sein, die Energiespeicher
vor einer Beschädigung durch Überladen zu schützen, indem im Falle einer vollständigen
Aufladung des oder der Energiespeicher und sofern kein Spendevorgang für Fluid bewirkt
werden soll, das wenigstens eine Solarmodul abzuschalten.
[0015] Vorteilhafterweise weist die Vorrichtung einen Bewegungssensor auf, wobei das wenigstens
eine Solarmodul zur Energieversorgung des Bewegungssensors ausgebildet ist. Der Bewegungssensor
kann beispielsweise als Ultraschallsensor oder Näherungssensor ausgebildet sein und
ermöglicht ein berührungsloses Auslösen eines Spendevorgangs des Fluids. Detektiert
der Bewegungssensor eine Annäherung eines Benutzers, insbesondere der Hand eines Benutzers,
kann der elektrische Antrieb der Betätigungsvorrichtung zur Betätigung der Pump- und
Dosiereinheit ausgelöst werden, um eine Abgabe des Fluids zu bewirken. Die für den
Bewegungssensor erforderliche Energie wird insbesondere durch das wenigstens eine
Solarmodul bereitgestellt. Vorzugsweise ist der Bewegungssensor dauerhaft aktiviert,
um jederzeit einen Spendevorgang bewirken zu können.
[0016] Gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung weist die Vorrichtung eine
Überwachungseinheit auf, mit welcher vorrichtungsbezogene und/oder nutzerbezogene
Daten erfasst und gespeichert werden können, wobei das wenigstens eine Solarmodul
zur Energieversorgung der Überwachungseinheit ausgebildet ist. Mittels der Überwachungseinheit
können Vorgänge, welche die Vorrichtung ausführt, gesteuert oder geregelt werden.
Mit der Überwachungseinheit kann beispielsweise erfasst werden, wann eine Abgabe von
Fluid aus der Vorrichtung erfolgt ist. Weiterhin kann die Überwachungseinheit die
abzugebende Fluidmenge vorgeben und protokollieren. Diese Informationen sind Beispiele
für vorrichtungsbezogene Daten. Darüber hinaus können wie nachfolgend noch erläutert
mittels eines Displays nutzerbezogene Daten eingegeben werden oder mittels einer Nutzererkennungseinrichtung
Nutzer identifiziert werden, welche einem Abgabevorgang zugeordnet werden können.
Auf diese Weise kann eine Zuordnung des Abgabevorgangs zu einem bestimmten Benutzer
der Vorrichtung erfolgen. Diese Zuordnung kann in der Überwachungseinheit gespeichert
und für Dokumentationszwecke über eine entsprechende Schnittstelle ausgelesen werden.
Somit ist es möglich, einen Nachweis darüber zu führen, ob eine bestimmte Person beispielsweise
die vorgeschriebene Handdesinfektion tatsächlich auch durchgeführt hat. Auch die Energieversorgung
der Überwachungseinheit erfolgt insbesondere mittels des wenigstens einen Solarmoduls,
um die Autarkie der Vorrichtung weiter zu verbessern.
[0017] Vorzugsweise weist die Vorrichtung ein mit der Überwachungseinheit zusammenwirkendes
Display zum Eingeben und Anzeigen der nutzerbezogenen Daten und/oder der vorrichtungsbezogenen
Daten aufweist, wobei das wenigstens eine Solarmodul zur Energieversorgung des Displays
ausgebildet ist. Ein Display stellt eine einfach zu bedienende Komponente für einen
Benutzer dar. Auch die Energieversorgung des Displays erfolgt insbesondere mittels
des wenigstens einen Solarmoduls, um die Autarkie der Vorrichtung weiter zu verbessern.
[0018] Vorteilhafterweise weist die Vorrichtung eine Benutzererkennungseinrichtung auf,
mit welcher die Identität des Benutzers der Vorrichtung festgestellt werden kann,
wobei das wenigstens eine Solarmodul zur Energieversorgung der Benutzererkennungseinrichtung
ausgebildet ist. Zu Dokumentationszwecken und zum Nachweis, ob ein bestimmter Benutzer
die vorgeschriebene Handdesinfektion durchgeführt hat, ist es sinnvoll, einen bestimmten
Abgabevorgang des Fluids einem Benutzer der betreffenden Vorrichtung zuzuordnen. Dies
kann mittels einer Eingabe unter Verwendung des Displays geschehen. Mit der Benutzererkennungseinrichtung
kann aber die Feststellung der Identität des Benutzers vereinfacht und verkürzt werden.
Zudem kann die Benutzererkennungseinrichtung so ausgestaltet sein, dass ein Kontakt
beispielsweise mit dem Display nicht notwendig ist, wodurch der Übertragung von Krankheitserregern
entgegengewirkt werden kann. Auch die Energieversorgung der Benutzererkennungseinrichtung
erfolgt insbesondere mittels des wenigstens einen Solarmoduls, um die Autarkie der
Vorrichtung weiter zu verbessern.
[0019] Gemäß einer bevorzugten Weiterbildung der Erfindung umfasst die Vorrichtung eine
Sende- und Empfangseinheit zum Datenaustausch mit externen Einheiten, wobei das wenigstens
eine Solarmodul zur Energieversorgung der Sende- und Empfangseinheit ausgebildet ist.
Wie erwähnt, können vorrichtungsbezogene und/oder nutzerbezogene Daten mit der Überwachungseinheit
gespeichert werden. Um diese Daten jedoch weiter zu bearbeiten, ist ein Auslesen dieser
Daten wünschenswert. Hierzu kann beispielsweise ein entsprechend eingerichtetes Auslesegerät
verwendet werden, welches an die Vorrichtung angeschlossen werden muss. In der vorliegenden
Ausführungsform jedoch umfasst die Vorrichtung eine Sende- und Empfangseinheit, mit
welcher die gespeicherten Daten drahtlos, beispielsweise über Bluetooth oder WLAN,
an eine externe Einheit übermittelt werden kann. Der Datenaustausch kann in regelmäßigen
Intervallen oder quasikontinuierlich erfolgen. Im letzten Fall kann der Zustand der
Vorrichtung nahezu in Echtzeit ermittelt werden. Außergewöhnliche Ereignisse, die
bestimmte Maßnahmen erforderlich machen, können somit zeitnah eingeleitet werden,
wodurch ein längerer Stillstand der Vorrichtung verhindert wird. Auch die Energieversorgung
der Sende- und Empfangseinheit erfolgt insbesondere mittels des wenigstens einen Solarmoduls,
um die Autarkie der Vorrichtung weiter zu verbessern.
[0020] Besonders bevorzugt ist der gesamte Energiebedarf der Vorrichtung mittels des wenigstens
einen Solarmoduls abdeckbar, um eine vollständig autarke Vorrichtung bereitstellen
zu können.
[0021] Dabei ist es möglich, ein oder mehrere Solarmodule vorzusehen. Weiterhin ist es möglich,
für jede Komponente der Vorrichtung, welche Energie erfordert, ein eigenes Solarmodul
vorzusehen, oder auch mittels einem oder mehreren Solarmodulen eine oder mehrere der
Komponenten mit Energie zu versorgen.
[0022] Die Erfindung wird anhand eines in den Figuren dargestellten Ausführungsbeispiels
näher erläutert. Es zeigen
- Fig. 1
- eine perspektivische Ansicht eines Ausführungsbeispiels einer erfindungsgemäßen Vorrichtung
zur Abgabe eines Fluids mit einem Gehäuse und einem daran angeordneten Solarmodul,
- Fig. 2
- einen Ausschnitt einer Seitenansicht der Vorrichtung gemäß Figur 1,
- Fig. 3
- einen Schnitt entlang der Linie F-F in Figur 2,
- Fig. 4
- eine teilweise geschnittene perspektivische Ansicht der Vorrichtung gemäß Figur 1
mit teilweise entferntem rückseitigen Gehäuse und
- Fig. 5
- eine Rückansicht auf die Vorrichtung gemäß Figur 4.
[0023] Die Figuren 1 bis 5 zeigen verschiedene Ansichten eines Ausführungsbeispiels einer
Vorrichtung 10 zur Abgabe eines Fluids, insbesondere eines Reinigungs-, Pflege- oder
Desinfektionsfluids für Hände, mit einem Gehäuse 20, welches einen Hohlraum 22 aufweist.
Das Gehäuse 20 weist insbesondere an einer Vorderseite eine Öffnung 21 auf, durch
welche der Hohlraum 22 zugänglich ist. Die Öffnung 21 kann mittels einer Verschlussabdeckung
24 verschlossen werden. Das Gehäuse 20 kann aus einem undurchsichtigen Kunststoff
oder Metall, beispielsweise Edelstahl, gefertigt sein. Die Verschlussabdeckung 24
kann ebenfalls aus einem undurchsichtigen Kunststoff oder Metall, beispielsweise Edelstahl,
alternativ aber auch aus einem transparenten Kunststoff gefertigt sein. Die Verschlussabdeckung
24 kann an dem Gehäuse 20 schwenkbar gelagert oder auch rastend in entsprechende an
dem Gehäuse 20 angeordnete Ausnehmungen einsetzbar sein.
[0024] In den Hohlraum 22 ist ein Behältnis 40 zum Vorhalten des Fluids einbringbar, wobei
das Behältnis 40 mit einer Pump- und Dosiereinheit 50 verbunden ist, mit welcher das
Fluid aus dem Behältnis 40 heraus gefördert und abgegeben werden kann. Die Verbindung
zwischen dem Behältnis 40 und der Pump- und Dosiereinheit 50 kann lösbar oder unlösbar
ausgebildet sein. Figur 1 zeigt das Behältnis 40 mit der Pump- und Dosiereinheit 50
lediglich abstrahiert. Aufbau und Funktionsweise einer derartigen Pump- und Dosiereinheit
50 sind grundsätzlich bekannt. Mittel der Pump- und Dosiereinheit 50 kann bei Betätigung
Fluid durch ein in das Behältnis 40 hineinragendes Saugrohr 55 zu einer Abgabeöffnung
54 gefördert und aus dieser abgegeben werden, insbesondere in eine unter die Abgabeöffnung
54 gehaltene Hand eines Benutzers.
[0025] Die Pump- und Dosiereinheit 50 kann mittels einer Betätigungsvorrichtung 30 betätigt
werden. Wird mittels der Betätigungsvorrichtung 30 ausgeübt, wird ein Spendevorgang
von Fluid durch die Abgabeöffnung 54 bewirkt. Übt die Betätigungsvorrichtung 30 keine
Kraft mehr aus, die Pump- und Dosiereinheit 50 in die Ausgangsstellung zurückgestellt
werden.
[0026] Die Betätigungsvorrichtung 30 ist elektrisch angetrieben. Dazu kann die Vorrichtung
10 mit einer Antriebseinheit 35 ausgestattet ist, mit welcher die Betätigungsvorrichtung
30 zur Ausübung einer Kraft auf die Pump- und Dosiereinheit 50 bewegt werden kann.
Zum Aktivieren der Antriebseinheit 35 kann die Vorrichtung 10 einen Bewegungssensor
36 aufweisen, welcher beispielsweise als ein Ultraschallsensor oder ein Näherungssensor
ausgeführt sein kann. Bei Detektion einer Annäherung wird mittels der Betätigungsvorrichtung
30 die Pump- und Dosiereinheit 50 betätigt und ein Spendevorgang des Fluids bewirkt.
[0027] Die Vorrichtung 10 kann eine Überwachungseinheit 80 auf, mit welcher vorrichtungsbezogene
und/oder nutzerbezogene Daten erfasst und gespeichert werden können. Mittels der Überwachungseinheit
können Vorgänge, welche die Vorrichtung 10 ausführt, gesteuert oder geregelt werden.
Die Überwachungseinheit 80 kann eine Platine 81 umfassen, die insbesondere in dem
Gehäuse 20 angeordnet ist, beispielsweise in einem von dem Hohlraum 22 getrennten
weiteren Hohlraum 26.
[0028] Die Vorrichtung 10 kann ein mit der Überwachungseinheit 80 zusammenwirkendes, im
vorliegenden Ausführungsbeispiel nicht dargestelltes, Display zum Eingeben und Anzeigen
der nutzerbezogenen Daten und/oder der vorrichtungsbezogenen Daten aufweisen. Alternativ
oder zusätzlich kann die Vorrichtung 10 eine nicht dargestellte Benutzererkennungseinrichtung
aufweisen, mit welcher die Identität des Benutzers der Vorrichtung festgestellt werden
kann.
[0029] Die Vorrichtung kann weiterhin eine Sende- und Empfangseinheit 90 zum Datenaustausch
mit externen Einheiten umfassen, mit welcher die gespeicherten Daten insbesondere
drahtlos, beispielsweise über Bluetooth oder WLAN, an eine externe Einheit übermittelt
werden können. Der Datenaustausch kann in regelmäßigen Intervallen oder quasikontinuierlich
erfolgen. Die Sende- und Empfangseinheit 90 kann ebenfalls auf der Platine 81 angeordnet
sein. Externe Einheiten können beispielsweise als ein Smartphone, als ein Transponder,
als ein Barcode oder der gleichen ausgeführt sein. Eine derartige Externe Einheit
kann insbesondere eine Nutzererkennung ermöglichen. Die externe Einheit kann aber
auch als ein Server eines Krankenhauses, einer Arztpraxis oder einer Fabrik ausgebildet
sein, der beispielsweise über ein WLAN-Netz mit der Vorrichtung 10 kommunizieren kann,
um vorrichtungs- und nutzerbezogene Daten zentral sammeln und auswerten zu können.
[0030] Die Vorrichtung 10 weist zur Energieversorgung der elektrisch angetriebenen Betätigungsvorrichtung
30 mit elektrischer Energie wenigstens ein Solarmodul 60 auf, welches insbesondere
an einer Oberseite 20a des Gehäuses 20 angeordnet ist. Es können dabei ein einziges
oder mehrere Solarmodule 60 vorhanden sein. Das Solarmodul 60 weist eine Oberfläche
60a auf, welche im Wesentlichen bündig an eine Außenfläche 20c des Gehäuses 20 anschließen
kann. Das Solarmodul 60 kann, wie insbesondere in Figur 3 erkennbar, teilweise oder
auch vollständig in eine Ausnehmung 20b auf der Außsenseite des Gehäuses 20 versenkt
sein.
[0031] Das wenigstens eine Solarmodul 60 kann ebenfalls zur elektrischen Energieversorgung
einer oder mehrerer weiterer elektronischer Komponenten der Vorrichtung 10, beispielsweise
des Bewegungssensor 36, der Überwachungseinheit 80, des Displays, der Benutzungserkennungseinheit
und/oder der Sende- und Empfangseinheit 90, dienen. Insbesondere kann der gesamte
Energiebedarf der Vorrichtung 10 mittels des wenigstens einen Solarmoduls 60 abgedeckt
werden.
[0032] Die Vorrichtung 10 kann wenigstens einen, im vorliegenden Ausführungsbeispiel genau
zwei, Energiespeicher 70, insbesondere einen Akkumulator oder einen Superkondensator,
aufweisen, in welchen von dem wenigstens einen Solarmodul 60 erzeugte Energie zwischengespeichert
werden kann, wenn sie nicht direkt in der Vorrichtung 10 zur Versorgung der Betätigungsvorrichtung
30 oder anderer elektronischer Komponenten wie beispielsweise dem Bewegungssensor
36, der Überwachungseinheit 80, einem Display, einer Benutzungserkennungseinheit oder
einer Sende- und Empfangseinheit 90 mit elektrischer Energie benötigt wird.
[0033] Zwischen dem wenigstens einen Solarmodul 60 und dem wenigstens einen Energiespeicher
70 ist eine Steuerschaltung 100, insbesondere in Form eines Batteriemanagementsystems,
angeordnet. Die Steuerschaltung 100 kann dabei insbesondere auf der Platine 81 angeordnet
sein. Die Platine 81 ist über elektrische Leitungen 83 mit dem wenigstens einen Solarmodul
60 verbunden. Weiterhin ist die Platine 81 über elektrische Kontakte 85 mit dem wenigstens
einen Energiespeicher 70 verbunden.
[0034] Da je nach Intensität des Lichteinfalls die in dem Solarmodul erzeugte Spannung variiert,
kann ein derartiges Batteriemanagementsystem dazu ausgebildet sein, diese Spannungsschwankungen
ausgleichen. Weiterhin kann ein derartiges Batteriemanagementsystem dazu ausgebildet
sein zu steuern, ob die erzeugte Spannung direkt zur Betätigung der Betätigungsvorrichtung
30 oder gegebenenfalls weiterer Komponenten der Vorrichtung 10, beispielsweise zur
elektrischen Energieversorgung des Bewegungssensors 36 oder der Sende- und Empfangseinheit
90, oder zum Laden des wenigstens einen Energiespeichers 70 verwendet werden soll.
Es besteht auch die Möglichkeit, dass ein derartiges Batteriemanagementsystem dazu
ausgebildet ist, einzelne elektronische Komponenten der Vorrichtung 10, beispielsweise
die Sende- und Empfangseinheit 90, in einen Standby-Modus zu überführen, um den Energieverbrauch,
insbesondere den Stromverbrauch, zu minimieren. Weiterhin kann ein derartiges Batteriemanagement
dazu ausgebildet sein, die Energiespeicher 70 vor einer Beschädigung durch Überladen
zu schützen, indem im Falle einer vollständigen Aufladung des oder der Energiespeicher
70 und sofern kein Spendevorgang für Fluid bewirkt werden soll, das wenigstens eine
Solarmodul 60 abzuschalten.
Bezugszeichenliste
[0035]
- 10
- Vorrichtung
- 20
- Gehäuse
- 20a
- Oberseite
- 20b
- Ausnehmung
- 21
- Öffnung
- 22
- Hohlraum
- 24
- Verschlussabdeckung
- 26
- Hohlraum
- 30
- Betätigungsvorrichtung
- 35
- Antriebseinheit
- 36
- Bewegungssensor
- 40
- Behältnis
- 50
- Pump- und Dosiereinheit
- 54
- Abgabeöffnung
- 55
- Saugrohr
- 60
- Solarmodul
- 60a
- Oberfläche
- 70
- Energiespeicher
- 80
- Überwachungseinheit
- 81
- Platine
- 83
- elektrische Leitung
- 85
- elektrischer Kontakt
- 90
- Sende- und Empfangseinheit
- 100
- Steuerschaltung
1. Vorrichtung (10) zur Abgabe eines Fluids, insbesondere eines Reinigungs-, Pflege-
oder Desinfektionsfluids für Hände, mit einem Gehäuse (20), welches einen Hohlraum
(22) aufweist, in welchen ein Behältnis (40) zum Vorhalten des Fluids einbringbar
ist, wobei das Behältnis (40) mit einer Pump- und Dosiereinheit (50) verbunden ist,
mit welcher das Fluid aus dem Behältnis (40) heraus gefördert und abgegeben werden
kann, und mit einer elektrisch angetriebenen Betätigungsvorrichtung (30) zur Betätigung
der Pump- und Dosiereinheit (50),
dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung (10) zur Energieversorgung der elektrisch angetriebenen Betätigungsvorrichtung
(30) wenigstens ein Solarmodul (60) aufweist.
2. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass das Solarmodul (60) an einer Oberseite (20a) des Gehäuses (20) angeordnet ist.
3. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass das Solarmodul (60) eine Oberfläche (60a) aufweist, welche im Wesentlichen bündig
an eine Außenfläche (20c) des Gehäuses (20) anschließt.
4. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung (10) wenigstens einen Energiespeicher (70), insbesondere einen Akkumulator
oder einen Superkondensator, aufweist.
5. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung (10) genau zwei Energiespeicher (70), insbesondere zwei Akkumulatoren
oder Superkondensatoren, aufweist.
6. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass zwischen dem wenigstens einen Solarmodul (60) und dem wenigstens einen Energiespeicher
(70) eine Steuerschaltung (100), insbesondere in Form eines Batteriemanagementsystems,
angeordnet ist.
7. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung (10) einen Bewegungssensor (36) aufweist, wobei das wenigstens eine
Solarmodul (60) zur Energieversorgung des Bewegungssensors (36) ausgebildet ist.
8. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung (10) eine Überwachungseinheit (80) aufweist, mit welcher vorrichtungsbezogene
und/oder nutzerbezogene Daten erfasst und gespeichert werden können, wobei das wenigstens
eine Solarmodul (60) zur Energieversorgung der Überwachungseinheit (80) ausgebildet
ist.
9. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung (10) ein mit der Überwachungseinheit (80) zusammenwirkendes Display
zum Eingeben und Anzeigen der nutzerbezogenen Daten und/oder der vorrichtungsbezogenen
Daten aufweist, wobei das wenigstens eine Solarmodul (60) zur Energieversorgung des
Displays ausgebildet ist.
10. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung (10) eine Benutzererkennungseinrichtung aufweist, mit welcher die
Identität des Benutzers der Vorrichtung (10) festgestellt werden kann, wobei das wenigstens
eine Solarmodul (60) zur Energieversorgung der Benutzererkennungseinrichtung ausgebildet
ist.
11. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung (10) eine Sende- und Empfangseinheit (90) zum Datenaustausch mit
externen Einheiten umfasst, wobei das wenigstens eine Solarmodul (60) zur Energieversorgung
der Sende- und Empfangseinheit (90) ausgebildet ist.
12. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass der gesamte Energiebedarf der Vorrichtung (10) mittels des wenigstens einen Solarmoduls
(60) abdeckbar ist.