[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zum Ausbringen eines partikuläres
Material und Bindemittel enthaltenden Gemisches auf einer Fläche. Sie betrifft ferner
eine Einrichtung zum Ausbringen eines partikuläres Material und Bindemittel enthaltenden
Gemisches auf einer Fläche. Schließlich betrifft die Erfindung ein in der Einrichtung
zu verwendendes Y-Stück.
[0002] Auf dem Gebiet des Wohnungsbaus, insbesondere des Geschosswohnungsbaus, ist es häufig
erforderlich, für den Bau verwendete Materialien in den Bereich entstehender Wohnungen
zu befördern. Neben großformatigen Bauelementen können dies insbesondere auch partikuläres
Schüttgut oder vergleichbares Material sein.
[0003] So ist zum Beispiel aktuell der Wohnungsbau in Holzbauweise in den Fokus gerückt,
da die Verwendung von Holz als Baumaterial gegenüber dem im hergebrachten Wohnungsbau
verwendeten Baustoff Beton nachhaltiger und klimafreundlicher ist. Problematisch im
Wohnungsbau in Holzbauweise, insbesondere im Geschosswohnungsbau, ist der Schallschutz.
Anders als Bauelemente aus Beton haben Holzelemente eine geringere Schallisolationswirkung.
Gleichwohl gilt es die Schallschutzvorschriften, wie sie für den deutschen Wohnungsbau
zum Beispiel in der DIN 4109 (1) festgehalten sind, einzuhalten und eine entsprechende
Schalldämmung der Trennbauteile, insbesondere der Geschossdecken, zu erlangen. Hierfür
wird bei in Holzbauweise errichteten Geschosswohnungen der jeweilige Wohnungsboden
mit einer aufgebrachten Schallisolierungsschicht versehen, die aus mit einem, insbesondere
elastischen, Bindemittel versehenen Splitt gebildet ist. Eine Herausforderung besteht
nun darin, dass partikuläre Material, insbesondere den Splitt, homogen vermengt mit
dem Bindemittel auf den Wohnungsböden der Geschosswohnungen auszubringen und so die
Schalldämmschichten auszubilden. Diese Herausforderung wird umso größer, je höher
die Geschosswohnung gelegen ist.
[0004] Während partikuläres Material, zum Beispiel trockener oder auch angefeuchteter Splitt,
über vergleichsweise hohe Höhen gefördert werden kann, zum Beispiel getrieben durch
kompressorgenerierte Druckluft, gilt dies nicht für ein Gemisch aus partikulärem Material
mit Bindemittel. Denn entlang langerstreckter Förderstrecken in Schläuchen oder Rohren
wird durch die Reibung in dem System übermäßig Wärme erzeugt, welche das Bindemittel
beeinträchtigt. So kann das Bindemittel vorzeitig ausbinden und die Leitung verstopfen,
es kann im Extremfall aber auch zu einem Verkohlen des in der Regel organischen Bindemittels
kommen, sodass dieses am Ende einer langen Förderstrecke nicht mehr brauchbar ist.
Entsprechend muss das partikuläre Material, also der Splitt, gesondert auf die Geschosshöhe
gefördert werden, was chargenweise mit einem Kran erfolgen kann oder auch mit einem
Förderer oder einem Förderschlauch mithilfe von kompressorgenerierter Druckluft, und
es wird auf den auf dem Boden ausgebrachten Splitt das Bindemittel gegossen. Hierbei
hat sich aber herausgestellt, dass für die für einen ausreichenden Schallschutz auszubildende
Dicke der Schallisolationsschicht ein in entsprechender Dicke aufgebrachter Splittbelag
bei Aufgießen des Bindemittels nicht ausreichend homogen von dem Bindemittel durchdrungen
wird. Vielmehr dringt das Bindemittel nur über einen Teil der vertikalen Erstreckung
der Splittschicht ein, in jetzt tiefergelegene Bereiche jedoch nicht. Entsprechend
muss bei einer solchen Vorgehensweise der Belag etappenweise ausgebildet werden durch
wiederholtes Ausbringen einer Splittschicht und anschließendes Begießen mit dem Bindemittel.
Eine solche Vorgehensweise ist zeitaufwendig und mühsam und birgt zudem das Risiko
einer inhomogenen in separaten Schichten ausgebildeten Ausbildung der Schallisolierung.
[0005] Hier nun Abhilfe zu schaffen und ein Verfahren sowie eine Einrichtung anzugeben,
mit der das Ausbringen einer homogen vermischten Schicht aus partikulärem Material
und Bindemittel möglich ist, ist Aufgabe der Erfindung.
[0006] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß gelöst zunächst durch ein Verfahren mit den Merkmalen
des Anspruchs 1. Vorteilhafte Ausgestaltungen des erfindungsgemäßen Verfahrens sind
in den Ansprüchen 2 bis 6 angegeben. Eine weitere Lösung dieser Aufgabe besteht in
einer Einrichtung zum Ausbringen eines partikuläres Material und Bindemittel enthaltenden
Gemisches auf einer Fläche mit den Merkmalen des Anspruchs 7. Vorteilhafte Weiterbildungen
einer solchen Einrichtung sind in den Ansprüchen 8 bis 13 bezeichnet. In einem weiteren
Aspekt wird ferner ein Y-Rohrstück mit den Merkmalen des Anspruchs 14 angegeben, dass
in einer erfindungsgemäßen Einrichtung Verwendung finden kann. Eine Weiterbildung
eines solchen Y-Rohrstücks ist dann schließlich im Anspruch 15 angegeben.
[0007] Erfindungsgemäß wird bei einem Verfahren zum Ausbringen eines Gemisches auf einer
Fläche, welches Gemisch partikuläres Material, insbesondere Splitt, und Bindemittel
enthält, partikuläres Material in einem Materialstrom durch eine erste Rohr- oder
Schlauchleitung hin zu einer Zugabestelle gefördert. Parallel wird Bindemittel durch
eine Zugabeleitung zu der Zugabestelle gefördert. An der Zugabestelle wird dem Materialstrom
des partikulären Materials das Bindemittel zugegeben. Das partikuläre Material mit
dem Bindemittel wird durch eine zweite Rohroder Schlauchleitung weiter befördert zu
einer Ausgabeöffnung und dann durch die Ausgabeöffnung auf der Fläche ausgebracht.
Nach der Zugabe des Bindemittels wird das partikuläre Material mit dem Bindemittel
vermischt, was insbesondere durch Erzeugen von nichtlaminaren Strömungen in der sich
an die Zugabestelle anschließenden zweiten Rohr- oder Schlauchleitung erfolgt. Hier
können insbesondere Verwirbelungen des Materialstroms erzeugt werden, um eine innigliche
und letztlich homogene Durchmischung des partikulären Materials mit dem Bindemittel
zu erreichen.
[0008] Durch ein solches Vorgehen kann erreicht werden, dass auch bei langen Förderstrecken
am Ende einer solchen Förderstrecke bereits ein fertiges und homogen durchmengtes
Gemisch aus partikulärem Material und Bindemittel erhalten und als fertiges Gemisch
auf einer Fläche ausgebracht werden kann. So können dann in einem Arbeitsgang entsprechende
Schichten der einzustellenden Stärke ausgebracht werden, wobei über die gesamte Stärke
eine homogene Verteilung von partikulärem Material und Bindemittel erhalten wird.
Dadurch, dass das Bindemittel erst an der Zugabestelle zugegeben wird, kann über eine
Einstellung der Länge der zweiten Rohr- oder Schlauchleitung die Strecke, über die
das partikuläre Material vermischt mit dem Bindemittel gefördert wird, begrenzt werden,
sodass die bei einer Förderung über langgestreckte Strecken beobachteten Probleme
aufgrund der durch die entstehende Reibung gebildeten Wärme nicht erhalten werden,
das Bindemittel im Verlauf der Förderstrecke in der zweiten Rohroder Schlauchleitung
keinen Schaden nimmt. Andererseits wird für die zweite Rohr- oder Schlauchleitung
eine gewisse Länge eingestellt werden, entlang derer die Durchmischung von partikulärem
Material und Bindemittel fortgeführt wird, sodass am Ende der zweiten Rohr- oder Schlauchleitung
an der Ausgabeöffnung ein entsprechend homogen durchmengtes Gemisch austritt für ein
optimales Ergebnis des ausgebrachten Materialgemischs.
[0009] Mit Vorteil kann vorgesehen sein, dass das Bindemittel an der Zugabestelle mit einer
quer zu einer Förderrichtung des Materialstroms gerichteten Zuströmrichtung zugegeben
wird. Durch eine solche Maßnahme wird erreicht, dass der zunächst laminare Materialstrom
des partikulären Materials gestört wird und nichtlineare Strömungen gebildet werden,
die eine Durchmischung des partikulären Materials mit dem Bindemittel erreichen lassen.
Weiter befördert werden kann dies, wenn die gemäß einer weiteren vorteilhaften Weiterbildung
vorgesehen ist, an der Zugabestelle zusätzlich zu dem Bindemittel ein unter Druck
stehendes Förderfluid, insbesondere Druckluft, in den Materialstrom eingebracht wird.
Mit diesem Förderfluid kann, insbesondere wenn das unter Druck stehende Förderfluid
zusammen mit dem Bindemittel dem Materialstrom des partikulären Materials zugegeben
wird, einerseits der zugeförderte Strom an Bindemittel weiter beschleunigt werden.
Andererseits kann, insbesondere wenn auch das Förderfluid quer zu der Förderrichtung
des Materialstroms eingebracht wird, die Bildung von Wirbeln bzw. Turbulenzen, also
das Aufbrechen eines laminaren Materialstroms, befördert werden und damit eine Durchmischung
des partikulären Materials mit dem Bindemittel noch weiter begünstigt und bewirkt
werden.
[0010] Um insbesondere eine Staubentwicklung zu unterbinden, jedenfalls zu verringern, kann
vorgesehen sein, dass das partikuläre Material vor einem Eindringen in die erste Rohr-
oder Schlauchleitung, oder auch im Zuge einer Förderung durch diese Leitung, angefeuchtet,
zum Beispiel mit Wasser benetzt, wird.
[0011] Mit dem erfindungsgemäßen Verfahren kann insbesondere ein solches Gemisch aus partikulärem
Material mit Bindemittel ausgebracht werden, welches zum Bilden einer Schalldämmschicht
auf einem Geschossboden eines mehrstöckigen Wohnhausbaus ausgebracht wird, wobei dann
mit Vorteil die erste Rohr- oder Schlauchleitung und die Zugabeleitung bis auf den
Geschossboden geführt sind, die Zugabestelle auf dem Geschossboden gelegen ist und
die zweite Rohr- oder Schlauchleitung für ein vergleichmäßigtes Ausbringen des Gemisches
auf dem Geschossboden entlang des Geschossboden bewegt wird.
[0012] In einem weiteren Aspekt wird mit der Erfindung eine Einrichtung zum Ausbringen eines
Gemisches auf einer Fläche gegeben, wobei das Gemisch partikuläres Material, insbesondere
Splitt, und Bindemittel enthält. Die mit dieser Erfindung angegebene Einrichtung weist
eine erste Rohr- oder Schlauchleitung auf, die zu einem ersten Eingangsanschluss eines
Y-Rohrstücks führt. Sie weist weiterhin eine erste Treibvorrichtung zum Bewegen eines
Materialstroms von partikulärem Material durch die erste Rohr- oder Schlauchleitung
auf. Eine solche Treibvorrichtung kann dabei insbesondere durch einen oder mehrere
Druckluftkompressoren gebildet sein. Mit der von solch einem Kompressor, bzw. von
derartigen Kompressoren erzeugte Druckluft kann partikuläres Material, wie zum Beispiel
Splitt, durch die Rohr- oder Schlauchleitung gefördert werden, sowohl horizontal,
als auch in vertikaler Richtung. Durch Einstellung eines Drucks der für das Fördern
genutzten Druckluft einerseits bzw. andererseits eine ausgegebene Luftmenge kann eine
Fördergeschwindigkeit, bzw. kann ein Durchsatz des geförderten partikulären Materials
in vergleichsweise einfacher Weise eingestellt werden. Weiterer Bestandteil der erfindungsgemäßen
Einrichtung ist eine Zugabeleitung für Bindemittel, die zu einem zweiten Eingangsanschluss
des Y-Rohrstücks führt. Weiterhin ist eine zweite Treibvorrichtung zum Fördern von
Bindemittel durch die Zugabeleitung Bestandteil der Einrichtung. Mittels der zweiten
Treibvorrichtung kann Bindemittel, welches typischerweise vergleichsweise hochviskos
ist, zum Beispiel in etwa die Viskosität von Honig haben kann, über die Zugabeleitung
dem Y-Rohrstück zugefördert werden. Die zweite Treibvorrichtung kann zum Beispiel
eine Förderpumpe, zum Beispiel eine Schneckenpumpe, sein. Weiterer Bestandteil der
Einrichtung ist eine zweite Rohr- oder Schlauchleitung, die mit einem ersten Ende
an einen Ausgangsanschluss des Y-Rohrstücks angeschlossen ist und an einem zweiten
Ende eine Ausgabeöffnung aufweist. In dem Y-Rohrstück mündet die Zugabeleitung in
einem durch die erste Rohr- oder Schlauchleitung und die zweite Rohr- oder Schlauchleitung
gebildeten Förderkanal.
[0013] Mit einer solchermaßen gebildeten Einrichtung kann insbesondere das vorstehend beschriebene
Verfahren durchgeführt werden mit den vorangehend dargelegten und erläuterten Vorteilen.
[0014] In einer vorteilhaften Weiterbildung kann vorgesehen sein, dass bei der erfindungsgemäßen
Einrichtung das Y-Rohrstück als Rohrstück ausgebildet ist mit einem Hauptkanal, der
den Förderkanal zwischen erster und zweiter Rohr- oder Schlauchleitung fortsetzt,
und mit einem Zuführrohrabschnitt, an dem der zweite Eingangsanschluss angeordnet
ist und der in den Hauptkanal mündet. Insbesondere kann das so gebildete Y-Rohrstück
einstückig gebildet sein, vorzugsweise aus einem Metall, insbesondere aus Stahl, vorzugsweise
Edelstahl. Das Y-Rohrstück ist dabei vorzugsweise so dimensioniert und gestaltet,
dass es mobil an einen Einsatzort verbracht werden kann, vorzugsweise von einer Person
oder von zwei Personen getragen werden kann. Die Eingangsanschlüsse und der Ausgangsanschluss
sind insbesondere zum schnellen Verbinden mit den Rohr- oder Schlauchleitungen bzw.
mit der Zugabeleitung ausgebildet, zum Beispiel mit entsprechenden Flanschen, an die
mit Flanschklemmen befestigt entsprechende Rohr- bzw. Schlauchenden angeflanscht werden
können. Mit besonderem Vorteil kann vorgesehen sein, dass der Zuführrohrabschnitt
quer in den Hauptkanal mündet, insbesondere unter einem Winkel von 90°. Durch eine
solche Ausgestaltung wird erreicht, dass das an dem Y-Rohrstück zugeförderte Bindemittel
quer, zum Beispiel senkrecht, zu dem Förderstrom des partikulären Materials eingebracht
wird und dadurch eine laminare Durchströmung des partikulären Materials stört, zu
Verwirbelungen oder Turbulenzen führt und damit ein Durchmischen des Bindemittels
mit dem partikulären Material befördert.
[0015] Eine weitere Beförderung der Durchmischung kann erreicht werden, wenn in dem Rohrabschnitt
in einem strömungstechnisch hinter der Mündung des Zuführrohrabschnitts gelegenen
Bereich in den Hauptkanal hineinragende Strukturen gebildet sind. Solche Strukturen
bilden wiederum Barrieren für den Materialstrom, die zusätzlich einer Ausbildung von
Verwirbelungen und damit einer Durchmischung des zugeführten Bindemittels mit dem
partikulären Material förderlich sind. Solche Strukturen können zum Beispiel von einer
Wand des Rohrstücks nach innen radial in den Hauptkanal hineinragende Stifte oder
Bolzen gebildet sein, insbesondere durch an unterschiedlichen Längspositionen des
Hauptkanals angeordnete Paare aus einander gegenüberliegenden, nicht bis zur Mitte
des Hauptkanals geführten Stiften oder Bolzen, wobei dann vorzugsweise benachbarte
solche Paare in ihrer Anordnung um einen Winkel relativ um eine Längsachse des Hauptkanals
verdreht sind, zum Beispiel um 90°. Eine solche Anordnung befördert noch einmal verbessert
die Durchmischung und Verwirbelungen des Materialstroms und damit eine homogene Durchmengung
des Bindemittels mit dem partikulären Material, insbesondere dem Splitt.
[0016] Bei der erfindungsgemäßen Einrichtung kann zudem mit Vorteil vorgesehen sein, dass
eine an einen Druckerzeuger angeschlossene Fluidleitung für ein Förderfluid, insbesondere
eine Druckluftleitung, zu dem Y-Rohrstück geführt ist, insbesondere im Bereich des
zweiten Eingangsanschlusses zunächst mit der Zugabeleitung zusammengeführt ist. Über
eine solche Fluidleitung, insbesondere Druckluftleitung, kann ein unter Druck stehendes
Förderfluid zugegeben werden, zum Beispiel bereitgestellt durch einen Kompressor,
wobei dieses Förderfluid eine weitere Beschleunigung des Stroms aus beigemengtem Bindemittel
erreicht und zudem eine zusätzliche Störung des laminaren Stroms des partikulären
Materials und damit eine Verwirbelung und letztlich eine verbesserte Durchmengung
von Bindemittel und partikulärem Material, insbesondere Splitt.
[0017] Mit Vorteil kann bei einer erfindungsgemäßen Einrichtung die erste Rohr- oder Schlauchleitung
eine Länge von 15 bis 120 m, insbesondere von 30 bis 100 m aufweisen. Diese erste
Rohr- oder Schlauchleitung kann zum Beispiel durch hintereinandergeschaltete, an sich
bekannte Betonförderschläuche gebildet sein, die vergleichsweise starr gebildet, gleichwohl
aber formbar sind, sodass diese, zum Beispiel an einem Gerüst entlanggeführt, bis
zu einem vertikal erhöhten Punkt gebracht werden können, an dem das Y-Rohrstück angeordnet
ist und an dem das über eine entsprechende Schlauchleitung geführte Bindemittel dann
beigemengt wird.
[0018] Weiterhin kann vorgesehen sein, dass die zweite Rohr- oder Schlauchleitung eine Länge
von 5 bis 25 m, insbesondere von 10 bis 20 m aufweist. Hier kann vorzugsweise eine
flexible Leitung eingesetzt werden, sodass diese Leitung von einer oder zwei Bedienpersonen
einfach bewegt werden kann um mit der Ausgabeöffnung unterschiedliche Bereiche der
Fläche zu erreichen, auf der das Materialgemisch möglichst gleichmäßig auszubringen
ist. Die Länge der zweiten Rohroder Schlauchleitung ist dabei insbesondere auf eine
solche Länge zu begrenzen, die noch keine derart hohe aufgrund der beim Transport
des Gemisches aus partikulärem Material und Bindemittel entstehenden Reibung generierte
Wärme erbringt, dass dadurch das Bindemittel etwa geschädigt werden würde. Insbesondere
kann bei einem Einsatz der erfindungsgemäßen Einrichtung zum Ausbringen eines Materialgemischs
auf dem Boden einer Geschosswohnung die erste Rohroder Schlauchleitung bis auf das
Niveau des Geschossbodens geführt werden, das Y-Rohrstück auf dem Geschossboden abgestellt
werden und die zweite Rohroder Schlauchleitung entlang des Bodens der Geschosswohnung
so verlegt weden, dass durch die Ausgabeöffnung strömendes Materialgemisch entsprechend
dort aufgebracht und verteilt werden kann, wo dieses aufzubringen ist, zum Beispiel
als Schallisolationsschicht im Geschosswohnungsbau.
[0019] Die erste Treibvorrichtung kann zum Beispiel auch bereitgestellt werden integriert
in einem Förderfahrzeug, mit dem partikuläres Material zu einer Baustelle verbracht
wird, zum Beispiel einem Tank- oder Silofahrzeug, welches mit an Bord integriertem
Kompressor oder an Bord integrierten Kompressoren ausgerüstet ist, die für ein Zufördern
des partikulären Materials in einen an einem Auslass des Tanks bzw. Silos anschließbaren
Schlauch bzw. in ein solches Rohr eingerichtet sind.
[0020] Weitere Vorteile und Merkmale der hier offenbarten Erfindung ergeben sich aus der
nachfolgenden Beschreibung möglicher Ausführungsformen anhand der beigefügten, skizzenhaften
Figuren. Dabei zeigen:
- Figur 1
- eine schematische Prinzipdarstellung einer erfindungsgemäßen Einrichtung zum Ausbringen
eines partikuläres Material und Bindemittel enthaltenden Gemisches auf einer Fläche,
mit der das erfindungsgemäße Verfahren durchgeführt werden kann; und
- Figur 2
- in zwei Ansichten a und b jeweils eine schematische Darstellung eines erfindungsgemäßen
Y-Stücks das mit Vorteil Bestandteil einer erfindungsgemäßen Einrichtung zum Ausbringen
eines partikuläres Material und Bindemittel enthaltenden Gemisches auf einer Fläche
bilden kann.
[0021] Nachfolgend werden, dies insbesondere anhand der beigefügten Figuren, mögliche Ausgestaltungen
der Erfindung in beispielhaft dargelegten Ausführungsbeispielen beschrieben und näher
erläutert. Die in diesen Ausführungsbeispielen konkretisierten Umsetzungen der Erfindung
sollen diese in ihrer allgemeinen Tragweite nicht beschränken. Besondere Merkmale
und Eigenschaften der Ausführungsbeispiele sind aber gleichwohl Bestandteil der Erfindung,
können insbesondere auch losgelöst von der jeweils gezeigten Kombination in der Erfindung
realisiert werden, können also auch jeweils einzelnen die hier offenbarte Erfindung
in besonderer Weise fortbilden. Die Figuren sind dabei reine Prinzipskizzen und dienen
lediglich der Erläuterung. Sie sind keinesfalls als maßstabsgerecht aufzufassen oder
gar als vollständige und abschließende Konstruktionsvorgaben.
[0022] In der Figur 1 ist in einer schematischen Darstellung eine erfindungsgemäße Ausbringeinrichtung
1 gezeigt, mit der ein erfindungsgemäßes Verfahren durchgeführt werden kann. Die Ausbringeinrichtung
1 umfasst zunächst eine erste Rohroder Schlauchleitung 2 zum Fördern eines partikulären
Materials, bei welchem es sich insbesondere um Splitt handeln kann. Diese erste Rohr-
oder Schlauchleitung 2 ist an einen Splittbunker 3 eines Bunker- und Transportfahrzeugs
4 angeschlossen. Das Bunker- und Transportfahrzeug 4 verfügt dabei über hier nicht
näher dargestellte Treibmittel zum Antreiben des durch die erste Rohr- oder Schlauchleitung
2 zu fördernden partikulären Materials, insbesondere Splitts. Hierbei kann es sich
insbesondere um einen oder mehrere Kompressoren handeln, mit dem oder denen Druckluft
zum Fördern des partikulären Materials, insbesondere Splitts, zusammen mit diesem
Material in die erste Rohr- oder Schlauchleitung 2 eingebracht werden kann. Anstelle
eines wie hier gezeigt auf einem Bunker- und Transportfahrzeug 4 installierten Splittbunkers
3 kann alternativ auch ein feststehender derartiger Bunker oder ein Silo verwendet
werden, oder das partikuläre Material, insbesondere Splitt, kann über eine andere
Zuführleitung der ersten Rohr- oder Schlauchleitung 2 zugeführt und dort dann mittels
einer Treibvorrichtung durch diese erste Rohr- oder Schlauchleitung 2 befördert werden.
[0023] Die erste Rohr- oder Schlauchleitung 2 führt zu einem Y-Rohrstück 5, an welches es
an einem ersten Eingangsanschluss 6 angeschlossen ist, zum Beispiel und insbesondere
über eine Flanschverbindung. Zu diesem Y-Rohrstück 5 ist eine weitere Leitung, nämlich
eine Zugabeleitung 7, geführt, durch die Bindemittel in Richtung des Y-Rohrstücks
5 befördert werden kann, dies getrieben durch eine Bindemittelpumpe 8. Diese Zugabeleitung
7 ist an einem zweiten Eingangsanschluss 9 mit dem Y-Rohrstück 5 verbunden, auch hier
zum Beispiel über eine Flanschverbindung.
[0024] Das Y-Rohrstück 5, welches nachfolgend noch anhand der Figur 2 näher beschrieben
werden wird, weist einen Ausgangsanschluss 10 auf, an welchem eine zweite Rohr- oder
Schlauchleitung 11 angeschlossen ist, auch hier beispielsweise und mit Vorteil wiederum
über eine Flanschverbindung. Die zweite Rohr- oder Schlauchleitung 11 mündet in einer
Ausgabeöffnung 12, durch die das über die erste Rohr- oder Schlauchleitung 2 zugeförderten
partikuläre Material, insbesondere Splitt, vermengt mit dem aus dem in dem Y-Rohrstück
5 mit dem über die Zugabeleitung 7 zugeführten Bindemittel, als Material-Bindemittel-Gemisch
ausgebracht werden kann.
[0025] In der hier gezeigten Ausgestaltungsvariante ist zusätzlich zu der Zugabeleitung
7 für das Bindemittel eine an einen Kompressor 13 angeschlossene Druckluftleitung
14 mit einem dritten Eingangsanschluss 15, bei dem es sich erneut um eine Flanschverbindung
handeln kann, des Y-Rohrstücks 5 verbunden. Dabei liegen die beiden Eingangsanschlüsse,
zweiter Eingangsanschluss 9 und dritter Eingangsanschluss 15, gemeinsam an einem Rohrstutzen
16, über den das mit der zugeführten Druckluft noch einmal beschleunigte Bindemittel
dem zuströmenden partikulären Material, insbesondere dem Splitt, beigemengt werden
kann.
[0026] In der Figur 2 ist in zwei Darstellungen 2a und 2b das Y-Rohrstück 5 einer erfindungsgemäßen
Ausbringeinrichtung 1 noch einmal näher dargestellt. Die Figur 2a zeigt dabei eine
schematische Seitenansicht, die Figur 2b eine schematische Frontansicht des Y-Rohrstücks
5. Das Y-Rohrstück 5 umfasst einen Rohrabschnitt 17, welcher horizontal über Füße
18 auf einer Unterlage aufgestellt werden kann. In dem Rohrabschnitt 17 ist ein entlang
einer Längsachse verlaufender Hauptkanal 21 ausgebildet, der über die Anschlüsse,
erster Eingangsanschluss 6 und Ausgangsanschluss 10 mit den beiden Rohr- oder Schlauchleitungen
2, 11 verbunden werden kann und der dann einen durch die beiden Rohr- oder Schlauchleitungen
2, 11 bestimmten Förderkanal ergänzt. Quer, insbesondere senkrecht, zu der Längsrichtung
des Hauptkanals 21 mündet der Rohrstutzen 16 in diesen Kanal, sodass über diesen Rohrstutzen
16 zugeführtes und gegebenenfalls mit zugespeister Druckluft beschleunigtes Bindemittel
quer zu dem Strom des partikulären Materials, insbesondere Splitts, an dieser Stelle
in das Y-Rohrstück 5 eingebracht werden kann. Bereits durch die quer zur Strömungsrichtung
des partikulären Materials gerichtete Zuströmrichtung des Bindemittels wird ein laminarer
Strom des partikularen Materials durchbrochen und werden Verwirbelungen in dem strömende
Material erzeugt, die für eine Durchmengung des partikulären Materials mit dem zugegebenen
Bindemittel sorgen. Diese Durchbrechung eines laminaren Stroms und die Erzeugung von
Verwirbelungen und damit eine verbessertes Durchmengen von partikulärem Material und
Bindemittel wird weiterhin unterstützt durch radial in den Hauptkanal 21 geführte
Bolzen 19, 20, die jeweils paarweise einander gegenüberliegend und nicht bis zur Mitte
des Hauptkanals 21 geführt sind, wobei die Paare aus Bolzen 19 und die Paare aus Bolzen
20 jeweils um 90° verdreht um die Längsachse des Hauptkanals 21 angeordnet sind.
[0027] Mit der in den Figuren gezeigten Ausbringeinrichtung 1 kann nun entsprechend dem
erfindungsgemäßen Verfahren ein Gemisch aus partikulärem Material, insbesondere Splitt,
und Bindemittel auf einer Fläche ausgebracht werden. Denn das in dem Y-Rohrstück 5
generierte und während seines weiteren Transports durch die zweite Rohr- oder Schlauchleitung
11 noch weiter durchmischte Gemisch tritt in einer sehr homogenen Vermengung aus der
Ausgabeöffnung 12 der zweiten Rohr- oder Schlauchleitung 11 aus und kann so von einer
Bedienperson oder auch von zwei Bedienpersonen durch ein Hin- und Herführen der zweiten
Rohroder Schlauchleitung 11 mit seiner Ausgabeöffnung 12 homogen auf einer Fläche
verteilt ausgebracht werden. Der Vorteil der erfindungsgemäßen Ausbringeinrichtung
1 liegt insbesondere darin, dass lange Förderstrecken erhalten werden können. Dadurch
dass zunächst über die erste Rohr- oder Schlauchleitung allein das partikuläre Material
befördert wird, welches auch bei einem langgestreckt verlaufenden Transport durch
die erste Rohr- oder Schlauchleitung 2 und die dabei auftretende Reibung und so entwickelte
Wärme keinen Schaden nimmt, kann hier eine vergleichsweise lange Transportstrecke
generiert werden. Das für Wärme empfindliche Bindemittel wird erst am Ende der ersten
Rohr- oder Schlauchleitung 2 beigemengt und nur noch durch eine begrenzte Strecke
der zweiten Rohr- oder Schlauchleitung 11 weitergefördert, einerseits um ein Zufördern
zu einem endgültigen Ausbringort zu erreichen, andererseits um in dieser zweiten Rohr-
oder Schlauchleitung 11 noch weiter durchmengt und damit in der Mischung homogenisiert
zu werden. Hierbei ist es möglich, die erste Rohr- oder Schlauchleitung 2 in einer
Länge von bis zu 200 m, insbesondere von 15-120 m, insbesondere von 30-100 m auszubilden,
die zweite Rohr- oder Schlauchleitung 11 in einer Länge von 5-25 m, insbesondere in
einer Länge von 10-20 m zu gestalten.
[0028] Wenn beispielsweise mit der erfindungsgemäßen Ausbringeinrichtung 1 zum Beispiel
ein Gemisch aus partikulärem Material und Bindemittel, insbesondere aus Splitt und
Bindemittel, auf einem Geschossboden einer Geschosswohnung in einer höher gelegenen
Etage ausgebracht werden soll, so wird mit Vorteil die erste Rohr- oder Schlauchleitung
2 in die Höhe geführt bis zu dem auf dem Niveau des Geschossbodens abgestellten Y-Rohrstücks
5. Dabei kann die erste Rohr- oder Schlauchleitung 2 zum Beispiel aus an sich bekannten
Betonschläuchen, zum Beispiel aus Siebenmeterabschnitten derartiger Betonschläuche,
zusammengesetzt sein. Die erste Rohr- oder Schlauchleitung 2 kann dabei insbesondere
vergleichsweise starr verlaufen und etwa an einem Gerüst oder einer anderen Halterung
festgelegt sein, um bis auf das Niveau des Geschossboden hinauf zu führen. Die zweite
Rohr- oder Schlauchleitung 11 kann dann mit Vorteil als flexible Schlauchleitung gebildet
sein, zum Beispiel aus flexiblen Schlauchabschnitten zusammengesetzt. So kann diese
zweite Rohr- oder Schlauchleitung in einfacher Weise auch um Ecken herum geführt werden
und kann zudem die Ausgabeöffnung 12 in einfacher Weise hin und her bewegt werden
für ein gleichmäßiges Auftragen des Gemisches auf dem Geschossboden.
[0029] Besonders von Vorteil hat sich der Einsatz einer erfindungsgemäßen Ausbringeinrichtung
1 und der Gebrauch des erfindungsgemäßen Verfahrens beim Einbringen einer Trittschalldämmschicht
auf Geschossböden von in Holzbauweise errichteten Geschosswohnungen erwiesen. Hier
wird durch eine Mischung aus dichtem partikulärem Material, insbesondere Splitt, und
einem, insbesondere auch nach dem Abbinden elastischen, Bindemittel eine besonders
gute Schalldämmung erreicht. Es kann zum Beispiel ein Splitt, insbesondere ein Gesteinssplitt,
insbesondere aus gebrochenem Steinmaterial, von einer Körnung von 4-11 mm verwendet
werden und als Bindemittel eine Latexdispersion. Als Gemisch kann dabei zum Beispiel
eine Beimengung von 30 I Bindemittel auf 1 m
3 Splitt gewählt werden. Für das Ausbringen des Gemisches kann zum Beispiel eine Fördermenge
des Splitts von 1 m
3 in 4 Minuten eingestellt werden. Der Splitt kann, zum Verhindern einer Staubbildung,
angefeuchteten werden, insbesondere bevor er in die erste Rohr- oder Schlauchleitung
2 eingebracht wird.
[0030] Mit einem solchen erfindungsgemäßen Verfahren können auch in hochgelegenen Stockwerken
die Geschossböden mit einem Gemisch aus partikulärem Material und Bindemittel belegt
werden, wobei das partikuläre Material, wie insbesondere Splitt, und auch das Bindemittel
vom Erdboden aus in die Höhe gefördert werden, es also keiner gesonderten Förderung
dieser Materialien in die Höhe bedarf und auch keines gesonderten Anmischen auf dem
Niveau des Geschossbodens. Durch eine Nutzung der erfindungsgemäßen Ausbringeinrichtung
1 bzw. des erfindungsgemäßen Verfahrens kann somit mit hohem zeitlichen Durchsatz
ein Gemisch von partikulärem Material mit Bindemittel auch auf hochgelegenen oder
weit abgelegenen Flächen ausgebracht werden, was zu einer Zeitersparnis und damit
auch zu einer Kostenreduktion in einem erheblichen Maß führt.
Bezugszeichenliste
[0031]
- 1
- Ausbringeinrichtung
- 2
- erste Rohr- oder Schlauchleitung
- 3
- Splittbunker
- 4
- Bunker- und Transportfahrzeug
- 5
- Y-Rohrstück
- 6
- erster Eingangsanschluss
- 7
- Zugabeleitung
- 8
- Bindemittelpumpe
- 9
- zweiter Eingangsanschluss
- 10
- Ausgangsanschluss
- 11
- zweite Rohr- oder Schlauchleitung
- 12
- Ausgabeöffnung
- 13
- Kompressor
- 14
- Druckluftleitung
- 15
- dritter Eingangsanschluss
- 16
- Rohrstutzen
- 17
- Rohrabschnitt
- 18
- Fuß
- 19
- Bolzen
- 20
- Bolzen
- 21
- Hauptkanal
1. Verfahren zum Ausbringen eines partikuläres Material, insbesondere Splitt, und Bindemittel
enthaltenden Gemisches auf einer Fläche, wobei
• partikuläres Material in einem Materialstrom durch eine erste Rohroder Schlauchleitung
(2) hin zu einer Zugabestelle gefördert wird,
• Bindemittel durch eine Zugabeleitung (7) zu der Zugabestelle gefördert wird,
• an der Zugabestelle dem Materialstrom des partikulären Materials das Bindemittel
zugegeben wird,
• das partikuläre Material mit dem Bindemittel durch eine zweite Rohroder Schlauchleitung
(11) zu einer Ausgabeöffnung (12) gefördert und durch die Ausgabeöffnung (12) auf
der Fläche ausgebracht wird,
wobei das partikuläre Material mit dem Bindemittel nach der Zugabe des Bindemittels
vermischt wird, insbesondere durch Erzeugen von nicht laminaren Materialströmungen
in der sich an die Zugabestelle anschließenden zweiten Rohr- oder Schlauchleitung
(11).
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Bindemittel an der Zugabestelle mit einer quer zu einer Förderrichtung des Materialstroms
gerichteten Zuströmrichtung zugegeben wird.
3. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass an der Zugabestelle zudem ein unter Druck stehendes Förderfluid, insbesondere Druckluft,
in den Materialstrom eingebracht wird.
4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass das unter Druck stehende Förderfluid zusammen mit dem Bindemittel dem Materialstrom
des partikulären Materials zugegeben wird.
5. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das partikuläre Material zur Verhinderung einer Staubentwicklung angefeuchtet wird.
6. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass Gemisch zum Bilden einer Schalldämmschicht auf einem Geschossboden eines mehrstöckigen
Wohnhausbaus ausgebracht wird, wobei die erste Rohr- oder Schlauchleitung (2) und
die Zugabeleitung (7) bis auf den Geschossboden geführt sind, die Zugabestelle auf
dem Geschossboden gelegen ist und die zweite Rohr- oder Schlauchleitung (11) für ein
vergleichmäßigtes Ausbringen des Gemisches auf dem Geschossboden entlang des Geschossbodens
bewegt wird.
7. Einrichtung (1) zum Ausbringen eines partikuläres Material, insbesondere Splitt, und
Bindemittel enthaltenden Gemisches auf einer Fläche mit
• einer zu einem ersten Eingangsanschluss (6) eines Y-Rohrstücks (5) führenden ersten
Rohr- oder Schlauchleitung (2),
• einer ersten Treibvorrichtung zum Bewegen eines Materialstroms von partikulärem
Material durch die erste Rohr- oder Schlauchleitung (2),
• einer zu einem zweiten Eingangsanschluss (9) des Y-Rohrstücks (5) führenden Zugabeleitung
(7) für Bindemittel,
• einer zweiten Treibvorrichtung (8) zum Fördern von Bindemittel durch die Zugabeleitung
(7),
• einer an einen Ausgangsanschluss (10) des Y-Rohrstücks (5) angeschlossenen und an
einem von dem Ausgangsanschluss (10) gelegenen Ende eine Ausgabeöffnung (12) aufweisenden
zweiten Rohr- oder Schlauchleitung (11),
wobei in dem Y-Rohrstück (5) die Zugabeleitung (7) in einem durch die erste Rohr-
oder Schlauchleitung (2) und die zweite Rohr- oder Schlauchleitung (11) gebildeten
Förderkanal mündet.
8. Einrichtung (1) nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Y-Rohrstück (11) als Rohrstück (17) ausgebildet ist mit einem Hauptkanal (21),
der den Förderkanal zwischen erster (2) und zweiter (11) Rohr- oder Schlauchleitung
fortsetzt, und mit einem Zuführrohrabschnitt (16), an dem der zweite Eingangsanschluss
(9) angeordnet ist und der in den Hauptkanal (21) mündet.
9. Einrichtung (1) nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Zuführrohrabschnitt (16) quer in den Hauptkanal (21) mündet, insbesondere unter
einem Winkel von 90°.
10. Einrichtung (1) nach einem der Ansprüche 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, dass in dem Rohrstück (17) in einem strömungstechnisch hinter der Mündung des Zuführrohabschnitts
(16) gelegenen Bereich in den Hauptkanal (21) hineinragende Strukturen (19, 20) gebildet
sind zum Verwirbeln des in dem Förderkanal geförderten Gemisches.
11. Einrichtung (1) nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, das die Strukturen (19, 20) durch von einer Wand des Rohrstücks (17) nach innen
radial in den Hauptkanal (21) hineinragende Stifte oder Bolzen gebildet sind, insbesondere
durch an unterschiedlichen Längspositionen des Hauptkanals (21) angeordnete Paare
aus einander gegenüberliegenden, nicht bis zur Mitte des Hauptkanals (21) geführten
Stiften oder Bolzen, wobei benachbarte solche Paare in ihrer Anordnung um einen Winkel
relativ um eine Längsachse des Hauptkanals (21) verdreht sind, insbesondere um 90°.
12. Einrichtung (1) nach einem der Ansprüche 7 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass eine an einen Druckerzeuger (13) angeschlossene Fluidleitung (14) für ein Förderfluid,
insbesondere eine Druckluftleitung, zu dem Y-Rohrstück (5) geführt ist, insbesondere
im Bereich des zweiten Eingangsanschlusses (9) zunächst mit der Zugabeleitung (7)
zusammengeführt ist.
13. Einrichtung (1) nach einem der Ansprüche 7 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Rohr- oder Schlauchleitung (2) eine Länge von 15 bis 120 m, insbesondere
von 30 bis 100 m aufweist, und dass die zweite Rohroder Schlauchleitung (11) eine
Länge von 5 bis 25 m, insbesondere von 10 bis 20 m aufweist und vorzugsweise eine
flexible Leitung ist.
14. Y-Rohrstück (5) zur Verwendung in einer Einrichtung (1) nach einem der Ansprüche 7
bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass es als Rohrstück (17) ausgebildet ist mit einem entlang einer Längsachse durchgehend
gerade gebildeten Hauptkanal (21) und mit einem in dem Hauptkanal (21) mündenden Zuführrohrabschnitt
(16), wobei der Zuführrohrabschnitt (16) quer, insbesondere in einem Winkel von 90°,
in den Hauptkanal (21) mündet und wobei in einem jenseits der Mündung des Zuführrohrabschnitts
(16) in den Hauptkanal (21) gelegenen Abschnitt von einer Wand des Rohrabschnitts
(17) radial nach innen ragende Stifte oder Bolzen (19, 20) angeordnet sind, insbesondere
an unterschiedlichen Längspositionen des Hauptkanals (21) Paare aus einander gegenüberliegenden,
nicht bis zur Mitte des Hauptkanals (21) geführten Stiften oder Bolzen (19, 20), wobei
benachbarte solche Paare in ihrer Anordnung um einen Winkel relativ um eine Längsachse
des Hauptkanals (21) verdreht sind, insbesondere um 90°.
15. Y-Rohrstück (5) nach Anspruch 14, gekennzeichnet durch einen in den Zuführrohrabschnitt (16) mündenden Druckfluidanschluss (15).
Geänderte Patentansprüche gemäss Regel 137(2) EPÜ.
1. Verfahren zum Bilden einer aus Splitt und Bindemittel gebildeten Schalldämmschicht
auf einem Geschossboden durch Ausbringen eines Splitt und Bindemittel enthaltenden
Gemisches auf der Geschossbodenfläche, wobei
• Splitt in einem Materialstrom durch eine erste Rohr- oder Schlauchleitung (2) hin
zu einer Zugabestelle gefördert wird,
• Bindemittel durch eine Zugabeleitung (7) zu der Zugabestelle gefördert wird,
• an der Zugabestelle dem Materialstrom des Splitts das Bindemittel zugegeben wird,
• der Splitt mit dem Bindemittel durch eine zweite Rohr- oder Schlauchleitung (11)
zu einer Ausgabeöffnung (12) gefördert und durch die Ausgabeöffnung (12) auf der Geschossbodenfläche
ausgebracht wird, wobei der Splitt mit dem Bindemittel nach der Zugabe des Bindemittels
vermischt wird, insbesondere durch Erzeugen von nicht laminaren Materialströmungen
in der sich an die Zugabestelle anschließenden zweiten Rohr- oder Schlauchleitung
(11).
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Bindemittel an der Zugabestelle mit einer quer zu einer Förderrichtung des Materialstroms
gerichteten Zuströmrichtung zugegeben wird.
3. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass an der Zugabestelle zudem ein unter Druck stehendes Förderfluid, insbesondere Druckluft,
in den Materialstrom eingebracht wird.
4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass das unter Druck stehende Förderfluid zusammen mit dem Bindemittel dem Materialstrom
des Splitts zugegeben wird.
5. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Splitt zur Verhinderung einer Staubentwicklung angefeuchtet wird.
6. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass Gemisch zum Bilden einer Schalldämmschicht auf einem Geschossboden eines mehrstöckigen
Wohnhausbaus ausgebracht wird, wobei die erste Rohr- oder Schlauchleitung (2) und
die Zugabeleitung (7) bis auf den Geschossboden geführt sind, die Zugabestelle auf
dem Geschossboden gelegen ist und die zweite Rohr- oder Schlauchleitung (11) für ein
vergleichmäßigtes Ausbringen des Gemisches auf dem Geschossboden entlang des Geschossbodens
bewegt wird.
7. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Zugabestelle in einem Y-Rohrstück gebildet ist, welches als ein Rohrstück mit
einem entlang einer Längsachse durchgehend gerade gebildeten Hauptkanal und mit einem
in dem Hauptkanal mündenden Zuführrohrabschnitt ausgebildet ist, wobei der Zuführrohrabschnitt
quer, insbesondere in einem Winkel von 90°, in den Hauptkanal mündet und wobei in
einem jenseits der Mündung des Zuführrohrabschnitts in den Hauptkanal gelegenen Abschnitt
von einer Wand des Rohrabschnitts radial nach innen ragende Stifte oder Bolzen angeordnet
sind, insbesondere an unterschiedlichen Längspositionen des Hauptkanals Paare aus
einander gegenüberliegenden, nicht bis zur Mitte des Hauptkanals geführten Stiften
oder Bolzen, wobei benachbarte solche Paare in ihrer Anordnung um einen Winkel relativ
um eine Längsachse des Hauptkanals verdreht sind, insbesondere um 90°.
8. Verfahren nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass durch einen in den Zuführrohrabschnitt mündenden Druckfluidanschluss ein Druckfluid
eingebracht wird.