[0001] Die Erfindung betrifft ein System zur Reinigung von Flaschen, mit zumindest einer
Aufnahme, die der reversiblen Befestigung der Flasche dient und mindestens einer Reinigungsvorrichtung,
die die Aufnahme durchragt und über die eine Flasche stülpbar ist.
[0002] Flaschen müssen zur erneuten Benutzung gespült werden, um Rückstände zu entfernen.
Hierfür sind im Stand der Technik aufwendige und vorallem für Großbetriebe vorgesehene
Flaschenwaschmaschinen bekannt. Diesbezüglich wird beispielhaft auf
DE 10 2020 110 229 A1 und den darin genannten Stand der Technik verwiesen. Daneben existieren Vorrichtungen,
die auch in Privathaushalten Benutzung finden können.
[0003] DE 2 220 889 beschreibt eine Reinigungsvorrichtung, bei der eine Flasche über eine Bürste gestülpt
wird, wobei benachbart zur Flasche eine Antriebswalze vorgesehen ist, die eine Drehung
der Flasche bewirkt.
[0004] DE 815 005 beschreibt eine Vorrichtung mit einer sich drehenden Bürste zur Innenreinigung einer
Flasche, wobei eine Bodenbürste eine axiale Bewegung der Flasche verhindert. Reinigungsflüssigkeit
kann durch die Bürste in die Flasche gespritzt werden.
[0005] Aus
DE 72111 ist eine Vorrichtung bekannt, bei der die zu reinigende Flasche auf eine feste wischerartige
Bürste aufgesteckt wird und in eine muldenförmige, ebenfalls feste Bürste eingelegt
wird. Die Flasche wird durch eine am Flaschenkopf angreifende Mitnehmerscheibe in
Umdrehung versetzt und so gereinigt.
[0006] CN 1 12 222 126 A beschreibt eine Reinigungsvorrichtung für eine Glasflasche, bei der die zu reinigende
Flasche über eine Bürste stülpbar und ein Reinigungsmedium in die Flasche einbringbar
ist.
[0007] Problematisch bei den bekannten Vorrichtungen ist, dass diese mechanisch sehr aufwendig
sind und keine universelle Verwendung vorsehen. Das heißt, es kann im Grunde nur ein
Flaschentyp gereinigt werden. Etwaige Flaschenaufsätze können ebenfalls nicht gereinigt
werden.
[0008] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung bereitzustellen, die eine
effiziente Innenreinigung von Flaschen ermöglicht.
[0009] Gelöst wird die Aufgabe durch die Merkmale des Anspruchs 1. Bevorzugte Ausgestaltungen
sind in den abhängigen Ansprüchen beschrieben.
[0010] Die Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass ein System zur Reinigung von
Flaschen bereitgestellt wird, mit einem Flaschenhalteelement mit mehreren Aufnahmen
für die zu reinigenden Flaschen, wobei jede Aufnahme Befestigungsmittel für die reversible
Befestigung einer Flaschenöffnung einer Flasche umfasst, und mit Reinigungsvorrichtungen,
wobei jeweils eine Reinigungsvorrichtung in einer Aufnahme vorliegt und derart angeordnet
ist, dass die zu befestigende Flasche mit ihrer Flaschenöffnung über die Reinigungsvorrichtung
stülpbar ist, wobei zumindest eine der Reinigungsvorrichtungen in axialer Richtung
zur Längsachse der über die Reinigungsvorrichtung stülpbaren Flasche linear beweglich
ist, und mit einer steuerbaren Fluidzufuhr, mit zumindest einer Zuführleitung in eine
Aufnahme, über die Fluid in die über die Reinigungsvorrichtung stülpbare Flasche einbringbar
ist. Das System ermöglicht die universelle, sichere und intensive Reinigung von Flaschen.
[0011] Des Weiteren betrifft die Erfindung ein System, das neben der Reinigung der Falschen
auch die Reinigung deren Aufsätze ermöglicht, nämlich ein System zur Reinigung von
Flaschen und deren Flaschenaufsätzen, mit einem Flaschenhalteelement mit mehreren
Aufnahmen für die zu reinigenden Flaschen und für deren Aufsätze, wobei jede Aufnahme
Befestigungsmittel für die reversible Befestigung einer Flaschenöffnung einer Flasche
oder eines Flaschenaufsatzes umfasst, und mit Reinigungsvorrichtungen, wobei jeweils
eine Reinigungsvorrichtung in einer Aufnahme vorliegt und derart angeordnet ist, dass
die zu befestigende Flasche mit ihrer Flaschenöffnung über die Reinigungsvorrichtung
oder der zu befestigende Aufsatz mit seiner Öffnung über die Reinigungsvorrichtung
stülpbar ist, wobei zumindest eine der Reinigungsvorrichtungen in axialer Richtung
zur Längsachse der über die Reinigungsvorrichtung stülpbaren Flasche oder des Aufsatzes
linear beweglich ist, und mit einer steuerbaren Fluidzufuhr, mit zumindest einer Zuführleitung
in eine Aufnahme, über die Fluid in die über die Reinigungsvorrichtung stülpbare Flasche
oder den Aufsatz einbringbar ist.
[0012] Das System kann beispielsweise für die Reinigung von Babyflaschen verwendet werden.
[0013] Um Wasser und/oder Reinigungsflüssigkeit in die Aufnahmen zu befördern, kann in einer
Ausgestaltung vorgesehen sein, dass die Aufnahmen mindestens eine Fluidzuführleitung
aufweisen. Zudem kann vorgesehen sein, dass zusätzlich eine Fluidabführleitung vorgesehen
ist. Hierdurch kann die Qualität der Reinigung verbessert werden. Fluid kann in einfacher
Weise aus der Aufnahme über die Abführleitung abgeführt werden.
[0014] Es hat sich herausgestellt, dass die Reinigung effizienter ist, wenn zumindest eine
Fluidzuführleitung in zumindest einer Reinigungsvorrichtung mündet. Hierdurch kann
Wasser bzw. Reinigungsflüssigkeit direkt über die Reinigungsvorrichtung in die Flasche
oder deren Aufsatz ausgebracht werden. Außerdem erzielt die Kombination einer nass-chemischen
und mechanischen Reinigung eine effizientere Reinigung.
[0015] Um die Verbindung zwischen Flaschen und Aufnahmen und Flaschenaufsätzen und Aufnahmen
dicht zu gestalten, kann es vorteilhaft sein, dass die Aufnahmen Dichtungsringe zur
Abdichtung der Befestigung der Flaschen oder der Flaschenaufsätze auf den Aufnahmen
umfassen. Der Dichtungsring kann aus einem Elastomer bestehen und als Ring oder geschlitzter
Ring mit jeweils einer Aufnahme wirkverbunden sein.
[0016] Die zumindest eine Reinigungsvorrichtung kann eine lineare Bewegung ausführen, bei
der sich die Reinigungsvorrichtung im Grund senkrecht zum Flaschenhalteelement linear
vor- und zurückbewegt, das heißt, im Grunde axial zur Längsachse der zu reinigenden
Flasche, bzw. des Flaschenaufsatzes. Zusätzlich kann die zumindest eine Reinigungsvorrichtung
eine Drehbewegung ausführen, also sich rotierend bewegen. Hierdurch kann eine Reinigung
der Flascheninnfläche in zwei Bewegungsrichtungen erreicht werden.
[0017] Das in die Flaschen und/oder Aufsätze eingebrachte Fluid kann über Fluidleitungen
einem Fluidtank entnommen werden, der im Gehäuse entnehmbar angeordnet sein kann und
in dem Wasser und/oder Reinigungsflüssigkeit vorliegt. Die Fluidleitungen können in
den Aufnahmen und/oder der zumindest einen Reinigungsvorrichtung münden.
[0018] Abwasser, d. h. zur Reinigung eingesetztes Fluid, was nach der Reinigung nicht wiederverwendet
werden kann, wird einem Abwassertank zugeführt, der fluidisch mit den Aufnahmen verbunden
ist. Vorteilhaft ist, wenn das Flaschenhalteelement in einer Wanne angeordnet vorliegt
oder selbst als Wanne ausgestaltet ist, da hierdurch etwaiges in der Wanne vorliegendes
Abwasser über einen in der Wanne integrierten Abfluss, der fluidisch mit dem Abwassertank
verbunden ist, abgeführt werden kann.
[0019] Das System ermöglicht nicht nur die Reinigung der Innenflächen einer Flasche oder
deren Aufsätze, sondern auch eine Außenreinigung der Flaschen bzw. deren Aufsätze.
Hierfür kann im Gehäuse zumindest eine Spritzdüse vorliegen, die fluidisch mit dem
Tank mit Wasser und/oder Reinigungsflüssigkeit verbindbar ist und die in den Aufnahmen
befestigbare Flaschen von außen mit Waser und/oder Reinigungsflüssigkeit bespritzt.
[0020] Die Erfindung wird nachfolgend anhand eines Ausführungsbeispiels der Erfindung näher
erläutert, das in der Zeichnung dargestellt ist.
[0021] Figur 1 zeigt eine perspektivische Ansicht einer Ausgestaltung eines Systems. Das
System 1 umfasst ein Flaschenhalteelement 2, das in der dargestellten Ausführung als
plattenförmiges Gebilde ausgestaltet ist. Umgeben ist das Flaschenhalteelement 2 von
einem Gehäuse 3, das aus Seitenwänden und einem Gehäusedeckel 4 bestehen kann. Eine
Seitenwand ist über eine Öffnung zugänglich, wobei die Öffnung durch eine nicht gezeigte
Abdeckung z. B. in Gestalt einer zu öffnenden Tür oder Klappe bedeckbar ist. Diese
fungiert auch als Schutzabdeckung. Insgesamt kann das Gehäuse 3 als tragbares Gehäuse,
z. B. mit einem Griff gestaltet sein. Das Flaschenhalteelement 2 kann im Gehäuse 3
als Boden oder Bodenplatte vorgesehen sein. Zudem kann das Gehäuse 3 über nicht gezeigte
höhenverstellbare Füße oder entsprechende Abstützelemente verfügen, die ein Aufstellen
auf einer ebenen oder unebenen Fläche unterstützen.
[0022] Das Flaschenhalteelement 2 beherbergt Aufnahmen 5 mit Befestigungsmitteln für die
reversible Befestigung der zu reinigenden Flaschen 6 oder deren Aufsätze 7. Die Aufnahmen
5 können beispielsweise als Loch mit einem Innengewinde im Randbereich des Lochs ausgeführt
sein. Die Aufnahmen 5 können auch als vom Flaschenhalteelement 2 im Wesentlichen senkrecht
abstehender Ring ausgebildet sein, die je nach aufzunehmender Flasche 6 oder aufzunehmenden
Aufsatz 7 mit einem Außen- und/oder Innengewinde als Befestigungsmittel versehen sind.
Die Befestigungsmittel können auch als Schnapp-, Rast- oder Steckverbindung ausgeführt
sein, die sich in oder an der Aufnahme 5, genauer am Umfang des Ringes und/oder im
Ring oder im Loch befinden.
[0023] In oder an mindestens einer Aufnahme 5 ist eine Reinigungsvorrichtung 8 angeordnet,
die als Bürste, Schwamm oder Kombination hieraus ausgebildet sein kann. Die Reinigungsvorrichtung
8 erhebt sich im Wesentlichen senkrecht von dem Flaschenhalteelement 2, insbesondere
von der Aufnahme 5. Je nach aufzunehmender Flasche 6 oder Aufsatz 7 können die Aufnahmen
5 verschiedenartig gestaltete und z. B. in ihrer Größe, insbesondere Höhe und Breite
verschieden gestaltete Reinigungsvorrichtungen 8 beherbergen. Es kann zum Beispiel
vorteilhaft sein, dass das Flaschenhalteelement 2 mehrere Aufnahmen 5 beherbergt,
von denen ein Teil zur Reinigung von Flaschen 6, auch von unterschiedlich gestalteten
Flaschen 6 und ein anderer Teil zur Reinigung deren Aufsätzen 7 vorgesehen ist. Die
Reinigungsvorrichtungen 8 der entsprechenden Teile der Aufnahmen 5 sind entsprechend
ihrer Reinigungsaufgabe gestaltet. So sind beispielsweise die Reinigungsvorrichtungen
8, die zur Reinigung der Aufsätze 7 vorgesehen sind, in ihrer axialen Erstreckung,
also ihrer Höhe kürzer gehalten als die Reinigungsvorrichtungen 8, die zur Reinigung
einer Flasche 6 vorgesehen sind.
[0024] Das System 1 umfasst in einer Ausgestaltung zumindest einen elektromotorischen Antrieb
M, der mit mindestens einer Reinigungsvorrichtung 8 verbunden ist. Es kann - je nach
Ausgestaltung - ein Antrieb mit mehreren Reinigungsvorrichtungen 8 verbunden sein.
Hierdurch kann die zumindest eine Reinigungsvorrichtung 8 vertikal, also quer zur
Ebene des Flaschenhalteelements 2 verfahren werden, so dass sich die Reinigungsvorrichtung
8 im Grunde vor und zurück in die zu reinigende Flasche 6 bzw. Aufsatz 7 bewegt. Zusätzlich
oder alternativ kann vorgesehen sein, dass zumindest eine Reinigungsvorrichtung 8
um ihre eigene Längsachse rotiert. Die Rotationsrichtung kann entweder periodisch
wechseln oder konstant bleiben. Somit kann zumindest eine Reinigungsvorrichtung 8
eine rotierende Bewegung um ihre Längsachse und/oder eine axiale Bewegung entlang
ihrer Längsachse vollführen. Des Weiteren kann eine Vibration vorgesehen sein, die
beispielsweise durch einen unrunden Lauf des elektromotorischen Antriebes M erreicht
wird. Die Reinigungsleistung kann hierdurch nochmal verbessert werden.
[0025] Die Steuerung der Bewegung der zumindest einen Reinigungsvorrichtung 8 kann über
eine Kontrolleinheit erfolgen, die datenaustauschend mit dem zumindest elektromotorischen
Antrieb M und der zumindest einen Reinigungsvorrichtung 8 verbunden ist. Die Kontrolleinheit
kann als eine Datenverarbeitungseinheit 9, wie einem Mikroprozessor, einem Computerchip,
einem Computer oder dergleichen, ausgestaltet sein.
[0026] Die Bewegungen der zumindest einen Reinigungsvorrichtung 8 können sensortechnisch
erfasst und an die Datenverarbeitungseinheit 9 übermittelt werden. Die Bewegung kann
auch über die Leistung des zumindest einen Antriebs M ermittelt werden. Zur Steuerung
bzw. Bedienung der Datenverarbeitungseinheit 9 können entsprechende Bedienungsmittel,
wie Knöpfe, Schalter, Regler, Displays, digitale Eingabemittel, usw. an der Datenverarbeitungseinheit,
bzw. dem System 1, insbesondere dem Gehäuse 3 vorgesehen sein. Die Datenverarbeitungseinheit
bzw. elektrische Komponenten des Systems 1 können entweder über einen Akku 10 mit
Strom versorgt werden. Alternativ kann das System 1 mit dem Stromnetz über einen entsprechenden
Anschluss 11 verbunden sein, der die elektrischen Komponenten mit Strom versorgt.
[0027] In dem von dem Flaschenhalteelement 2 bedeckten Gehäuseboden ist mindestens ein Tank
12, 13 für Wasser und/oder Reinigungsflüssigkeit angeordnet. Es kann je ein Tank 12
für Wasser und ein Tank 13 für Reinigungsflüssigkeit vorliegen. Es kann jedoch auch
lediglich ein Tank 12, 13 für ein Gemisch aus Wasser/Reinigungsflüssigkeit im System
1 enthalten sein. Im Folgenden wird der Einfachheit halber ein Tank 12, 13 beschrieben.
[0028] Der Tank 12, 13 kann entnehmbar gestaltet sein, so dass er einfach aus dem System
1 entnommen und z. B. mit Wasser und/oder Reinigungsflüssigkeit befüllt werden kann.
Der Tank 12, 13 kann auch über einen Frischwasseranschluss 14 verfügen, über den das
System 1, genauer der Tank 12, 13 über einen Schlauch mit einer Frischwasserzufuhr
verbindbar ist. Hierdurch entfällt das manuelle Nachfüllen des Tanks 12, 13. Ein nicht
gezeigtes steuerbares Ventil kann die Zuführung des Frischwassers in den Tank 12,
13 steuern. Außerdem kann ein Sensor im Tank 12, 13 vorliegen, der den Füllstand des
Tanks 12, 13 bestimmt und entsprechend einem Benutzer mitteilt. Hierfür kann beispielsweise
am Gehäuse eine Leuchtdiode 15 angebracht sein, die mit dem Sensor oder einem zwischengeschalteten
Prozessor oder der Datenverarbeitungseinheit 9 datenaustauschend verbunden ist und
signalisiert, wenn der Tank 12, 13 einen zuvor definierten Füllstand erreicht hat
und ein Nachbefüllen notwendig ist. Eine zusätzlich verbaute Steuereinheit kann mit
dem Sensor, dem steuerbaren Ventil und/oder der Datenverarbeitungseinheit 9 verbunden
sein. Hierdurch kann die Befüllung des Tanks 12, 13 über die Frischwasserzufuhr automatisch
vorgenommen werden.
[0029] Der Tank 12, 13 kann fluidisch mit zumindest einer Aufnahme 5 und/oder zumindest
einer Reinigungsvorrichtung 8 verbunden sein. Hierfür können im System 1 entsprechende
Leitungen integriert vorliegen. Eine derartige Fluidleitung 16 kann Fluid in die Reinigungsvorrichtung
8 befördern. Diesbezüglich ist es vorteilhaft, wenn eine Pumpe 17 zwischengeschaltet
ist, um das Fluid mit einem vorteilhaften Druck in die Aufnahme 5, bzw. die Reinigungsvorrichtung
8 zu befördern. Hierdurch kann die Reinigungsleistung verbessert werden. Eine entsprechende
Pumpe 17 kann beispielsweise im Gehäuse 3 oder im Boden vorliegen. Fluid wird von
der Pumpe 17 aus dem Tank 12, 13, durch die Fluidleitung 16 in zumindest eine Aufnahme
5, bzw. Reinigungsvorrichtung 8 befördert und kann dort - je nach Einstellung der
Pumpe 17 - mit Druck ausgebracht werden.
[0030] Ferner kann zwischen Tank 12, 13 und Reinigungsvorrichtung 8 bzw. Aufnahme 5 ein
Mittel zur Erwärmung des Fluids, insbesondere des Wassers, bzw. der Reinigungsflüssigkeit
integriert sein. Hierbei kann es sich beispielsweise um einen Durchlauferhitzer 18
oder dergleichen handeln, der für die Erwärmung des Wassers/Reinigungsflüssigkeit
auf eine definierte Temperatur sorgt. Der Durchlauferhitzer 18 kann mit einem Steuergerät
19 und dieses wiederum mit der Datenverarbeitungseinheit 9 datenaustauschend verbunden
sein, so dass eine Steuerung des Durchlauferhitzer 18 möglich ist. Bevorzugt sind
Temperaturen höher als 80°Celsius, bevorzugt höher als 90°Celsius.
[0031] Neben dem Tank 12, 13 für Wasser/Reinigungsflüssigkeit kann das System 1 einen Tank
20 für Abwasser aufweisen, der ebenfalls im Gehäuse 3 angeordnet sein kann. Der Abwassertank
20 kann entnehmbar gestaltet sein und ist vorteilhafterweise fluidisch mit der zumindest
einen Aufnahme 5 und/oder dem Flaschenhalteelement 2 verbunden. In einer Ausgestaltung
kann vorgesehen sein, dass das Flaschenhalteelement 2 in einer Wanne angeordnet vorliegt.
Die Gestaltung als Wanne hat den Vorteil, dass diese beispielsweise aus einem leicht
zu reinigendem Metall, wie Edelstahl besteht und Wasser/Reinigungsflüssigkeit über
einen Abfluss 21 in der Wanne abführbar ist. Hierfür kann die Wanne, insbesondere
der Abfluss 21 über einen, mit dem Abwassertank 20 fluidisch verbindbaren Abfluss
21 verfügen. Der Abwassertank 20 kann ebenfalls über Sensoren verfügen, die den Füllstand
ermitteln und wiedergeben. Für die Tanks 12, 13, 20 ist selbstverständlich auch vorstellbar,
dass sie zumindest teilweise von außen sichtbar im Gehäuse 3 verbaut sind. Sofern
die Tanks 12, 13, 20 z. B. aus einem durchsichtigen Material, wie Kunststoff oder
Glas bestehen, kann der jeweilige Füllstand über an den Tanks 12, 13, 20 angebrachte
Skalierungen abgelesen werden.
[0032] Im Gehäuse 3 können weitere Reinigungsvorrichtungen 8 vorliegen, die für eine Außenreinigung
der Flaschen 6 bzw. Aufsätze 7 sorgen, wie Lappen, Bürsten oder dergleichen. Hierbei
kann es sich beispielsweise um an einem Gestänge 22 im Gehäuse 3 angeordnete und elektromotorisch
antreibbare Reinigungsvorrichtungen 8 handeln, die im Grunde höhenverstellbar sind
und an der Flasche 6 bzw. dem Aufsatz 7 lateral vorbeifahren. Des Weiteren können
im Gehäuse 3 Spritzdüsen 23 vorliegen, die fluidisch mit dem Tank 12, 13 mit Waser
und/oder Reinigungsflüssigkeit verbindbar ist und die in den Aufnahmen 5 befestigbare
Flaschen 6 oder Aufsätze 7 mit Waser und/oder Reinigungsflüssigkeit bespritzen.
[0033] Um eine Flasche 6 oder einen Aufsatz 7 mit dem System 1 zu reinigen, wird die Flasche
6 geöffnet, das heißt, der Aufsatz 7 entfernt. Etwaiger Inhalt der Flasche 6 kann
im Abfluss 21 entleert werden. Die Flasche 6 wird mit ihrer Flaschenöffnung auf die
Aufnahme 5 und über die Reinigungsvorrichtung 8 gestülpt, so dass die Reinigungsvorrichtung
8 in die Flasche 6 ragt. Die Flasche 6 wird zum Beispiel über ihr Gewinde an der Aufnahme
5 befestigt. Der Aufsatz 7 der Flasche 6 kann in einer weiteren Aufnahme 5 befestigt
werden, wobei auch hier eine Reinigungsvorrichtung 8 in den Aufsatz 7 ragt.
[0034] Das Gehäuse 3 wird geschlossen und das gewünschte Reinigungsprogramm wird gestartet.
Die Datenverarbeitungseinheit 9 kann unterschiedliche Reinigungsprogramme anbieten,
die sich durch die Länge der Reinigung und die Intensität unterscheiden. Durch Betätigung
eines Startknopfs wird der Reinigungsvorgang gestartet. Wasser und/oder Reinigungsflüssigkeit
wird aus dem Tank 12, 13 in die Reinigungsvorrichtung 8 gefördert und die Flasche
6 von innen mit Wasser/Reinigungsflüssigkeit bespritzt. Zusätzlich wird die Reinigungsvorrichtung
8 in Bewegung versetzt, so dass die Flasche 6 von innen nass geschruppt, also mechanisch
gereinigt wird. Die Verwendung einer Reinigungsflüssigkeit und die Erhitzung des Wassers,
bzw. der Reinigungsflüssigkeit unterstützt den Reinigungsvorgang. Gerade durch die
Erhitzung kann quasi eine Sterilisierung der Flasche 6 erreicht werden. Durch den
gleichen Vorgang wird der Aufsatz 7 gereinigt.
[0035] Das Abwasser läuft durch die Aufnahme 5 über nicht gezeigte Leitungen oder Rohre
in den Abwassertank 20. Flüssigkeit, die bei der Reinigung austritt und sich in der
Wanne bzw. dem Flaschenhalteelement 2 sammelt, kann über den Abfluss 21 in den Abwassertank
20 befördert werden. Alternativ können die Aufnahmen 5 im Wesentlichen nach unten
gegenüber dem Gehäuse 3, bzw. dem Flaschenhalteelement 2 abgedichtet sein, so dass
Abwasser über das wannenförmige Flaschenhalteelement 2 abgeführt wird.
[0036] Das System 1 ermöglicht eine sichere, einfache und intensive Reinigung von Flaschen
6 und deren Aufsätzen 7 insbesondere im Hausgebrauch. Die Flaschen 6 bzw. die Aufsätze
7 werden in den Aufnahmen 5 sicher gehalten, so dass eine intensive Reinigung der
Flaschen 6 und Aufsätze 7 von innen erreichbar ist. Das System 1 ist mobil anwendbar,
kann also auch unterwegs oder im Urlaub zur Flaschenreinigung eingesetzt werden. Außerdem
ist das System 1 universell einsetzbar, da verschiedenartig gestaltete Aufnahmen 5
im Flaschenhalteelement 2 vorliegen können, so dass Flaschen 6 mit verschiedenartigen
Verschlussarten gereinigt werden können. Außerdem können die Aufnahmen über Rast-,
Schnapp- oder Steckverbindungen verfügen, so dass verschiedenartig gestaltete Flaschen
6 befestigbar sind. Hierdurch ermöglicht das System 1 die Reinigung einer Vielzahl
von verschiedenartigen Flaschen 6.
1. System (1) zur Reinigung von Flaschen (6), mit einem Flaschenhalteelement (2) mit
mehreren Aufnahmen (5) für die zu reinigenden Flaschen (6), wobei jede Aufnahme (5)
Befestigungsmittel für die reversible Befestigung einer Flaschenöffnung einer Flasche
(6) umfasst, und mit Reinigungsvorrichtungen (8), wobei jeweils eine Reinigungsvorrichtung
(8) in einer Aufnahme (5) vorliegt und derart angeordnet ist, dass die zu befestigende
Flasche (6) mit ihrer Flaschenöffnung über die Reinigungsvorrichtung (8) stülpbar
ist, wobei zumindest eine der Reinigungsvorrichtungen (8) in axialer Richtung zur
Längsachse der über die Reinigungsvorrichtung (8) stülpbaren Flasche (6) linear beweglich
ist, und mit einer steuerbaren Fluidzufuhr, mit zumindest einer Zuführleitung (16)
in eine Aufnahme (5), über die Fluid in die über die Reinigungsvorrichtung (8) stülpbare
Flasche einbringbar ist.
2. System (1) zur Reinigung von Flaschen (6) und deren Flaschenaufsätzen (7), mit einem
Flaschenhalteelement (2) mit mehreren Aufnahmen (5) für die zu reinigenden Flaschen
(6) und für deren Aufsätze (7), wobei jede Aufnahme (5) Befestigungsmittel für die
reversible Befestigung einer Flaschenöffnung einer Flasche (6) oder eines Flaschenaufsatzes
(7) umfasst, und mit Reinigungsvorrichtungen (8), wobei jeweils eine Reinigungsvorrichtung
(8) in einer Aufnahme (5) vorliegt und derart angeordnet ist, dass die zu befestigende
Flasche (6) mit ihrer Flaschenöffnung über die Reinigungsvorrichtung (6) oder der
zu befestigende Aufsatz (7) mit seiner Öffnung über die Reinigungsvorrichtung (8)
stülpbar ist, wobei zumindest eine der Reinigungsvorrichtungen (8) in axialer Richtung
zur Längsachse der über die Reinigungsvorrichtung (8) stülpbaren Flasche (6) oder
des Aufsatzes (7) linear beweglich ist, und mit einer steuerbaren Fluidzufuhr, mit
zumindest einer Zuführleitung(16) in eine Aufnahme (5), über die Fluid in die über
die Reinigungsvorrichtung (8) stülpbare Flasche (6) oder den Aufsatz (7) einbringbar
ist,
3. System (1) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Aufnahmen (5) mindestens eine Fluidabführleitung aufweisen.
4. System (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest eine Fluidzuführleitung (16) in zumindest einer Reinigungsvorrichtung (8)
mündet.
5. System (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Aufnahmen (5) Dichtungsringe zur Abdichtung der Befestigung der Flaschen (6)
oder der Flaschenaufsätze (7) auf den Aufnahmen (5) umfassen.
6. System (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die zumindest eine Reinigungsvorrichtung (8) zusätzlich zur linearen Bewegung eine
Drehbewegung ausführt.
7. System (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das System (1) ein Gehäuse (3) mit Seitenwänden und einer verschließbaren Öffnung
umfasst.
8. System (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das System (1) einen mit zumindest einer Reinigungsvorrichtung (8) und/oder einer
Aufnahme (5) fluidisch verbindbaren Tank (12, 13) mit Wasser und/oder Reinigungsflüssigkeit
umfasst.
9. System (1) nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Tank (12, 13) über einen mit einer Frischwasserzufuhr verbindbaren Anschluss
(14) verfügt.
10. System (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das System (1) einen mit zumindest einer Aufnahme (5) fluidisch verbindbaren Abwassertank
(20) umfasst.
11. System (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Flaschenhalteelement (2) als eine Wanne ausgestaltet ist.
12. System (1) nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Wanne über einen, mit dem Abwassertank (20) fluidisch verbindbaren Abfluss (21)
verfügt.
13. System (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das System (1) über zumindest eine Spritzdüse (23) verfügt, die fluidisch mit dem
Tank (12, 13) mit Waser und/oder Reinigungsflüssigkeit verbindbar ist und die in den
Aufnahmen (5) befestigbare Flaschen (6) und/oder Aufsätze (7) von außen mit Wasser
und/oder Reinigungsflüssigkeit bespritzt.
14. System (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Befestigungsmittel als Schnapp-, Rast-, Steck- oder Schraubverbindung gestaltet
sind.