[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft Identifikationsdokumente mit verborgenen Authentizitätsinformationen.
Insbesondere betrifft die Erfindung ein Identifikationsdokument, eine Entschlüsselungsanwendung
und ein Verfahren zum Herstellen eines Identifikationsdokuments.
Hintergrund der Erfindung
[0002] Identifikationsdokumente, wie beispielsweise Ausweiskarten, Kreditkarten oder Bankkarten
sollen aufgrund ihrer Legitimationsfunktion größtmögliche Sicherheit gegen Fälschung
oder Verfälschung bieten und dabei dennoch vergleichsweise einfach und kostengünstig
herzustellen sein. Dem Verbergen von Verschlüsselungsinformationen im Identifikationsdokument,
beispielsweise in Form von Sicherheitsmerkmalen, kommt dabei besondere Bedeutung zu,
da eine Fälschung eines Identifikationsdokuments üblicherweise die Kenntnis über das
Vorhandensein sowie die Funktionsweise solcher Sicherheitsmerkmale voraussetzt. Bekannt
ist zum Beispiel das steganographische Verbergen einer Information.
[0003] EP 1 484 710 A2 beschreibt ein fotografisches Ausweisdokument mit einer Fotografie und einem bedruckten
Bereich. Ein erstes digitales Wasserzeichen ist steganografisch in der Fotografie
kodiert, wobei das digitale Wasserzeichen erste Informationen übermittelt, die später
dekodiert und verwendet werden können, um das Dokument zu authentifizieren. Außerdem
ist ein zweites digitales Wasserzeichen in dem bedruckten Bereich des Dokuments steganographisch
kodiert, wobei das zweite digitale Wasserzeichen zweite Informationen übermittelt,
deren Inhalte eine erwartete Übereinstimmung mit Inhalten der ersten Informationen
haben. Die ersten und zweiten Informationen können entschlüsselt und auf die erwartete
Übereinstimmung geprüft werden, um bei der Bestimmung zu helfen, ob die Fotografie
oder der bedruckte Bereich in betrügerischer Absicht verändert worden ist.
[0004] EP 4 064 095 A1 beschreibt ein Kodiersystem für ein Sicherheitsdokument mit einem druckerfesten,
steganographisch kodierten Bild sowie ein Dekodier- und Integritätsvalidierungssystem
für ein Sicherheitsdokument mit einem druckerfesten, steganographisch kodierten Bild.
Beschreibung
[0005] Es ist eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, die Fälschungssicherheit von Identifikationsdokumenten
zu verbessern.
[0006] Diese Aufgabe wird durch den Gegenstand der unabhängigen Ansprüche gelöst. Beispielhafte
Ausführungsformen ergeben sich aus den abhängigen Ansprüchen und der nachfolgenden
Beschreibung.
[0007] Gemäß einem Aspekt ist ein Identifikationsdokument angegeben. Das Identifikationsdokument
umfasst eine Bildinformationsschicht zur Aufnahme einer Bildinformation, eine Linsenanordnung
sowie eine Druckschicht zur Aufnahme einer Farbinformation. Die Druckschicht ist auf
die Linsenanordnung aufgedruckt, um somit mittels der Farbinformation ein farbiges
Identifikationsbild auf dem Identifikationsdokument zu bilden. Die Farbinformation
weist einen in der Druckschicht aufgenommenen ersten Farbinformationsanteil auf, der
einen Farbauszug des farbigen Identifikationsbildes umfasst. Dieser erste Farbinformationsanteil
kann einen unverschlüsselten Farbanteil des Identifikationsbildes repräsentieren.
Die Farbinformation weist ferner einen in der Druckschicht aufgenommenen zweiten Farbinformationsanteil
auf, der in Form einer verschlüsselten Information in das farbige Identifikationsbild
integriert ist. Dieser zweite Farbinformationsanteil kann somit also einen verschlüsselten
Farbanteil des Identifikationsbildes repräsentieren. Die Bildinformation umfasst eine
in der Bildinformationsschicht aufgenommene Schwarzweißinformation, die mit dem in
der Druckschicht aufgenommenen zweiten Farbinformationsanteil korreliert und durch
die Linsenanordnung hindurch rekonstruierbar ist.
[0008] Das erfindungsgemäße Identifikationsdokument ermöglicht es, ein für das Auge eines
Betrachters nicht wahrnehmbares Sicherheits- oder Authentizitätsmerkmal in einem auf
dem Identifikationsdokument befindlichen Identifikationsbild, wie beispielswiese einem
Portraitfoto, vorzusehen. Dieses im Identifikationsbild vorgesehene Sicherheits- oder
Authentizitätsmerkmal kann daher als eine versteckte oder verborgene Information angesehen
werden. Dabei kann vorgesehen sein, dass das Sicherheits- oder Authentizitätsmerkmal
lediglich unter Zuhilfenahme einer technischen Erfassungsvorrichtung aus dem Identifikationsbild
erfassbar ist.
[0009] Neben der Erfassung der versteckten Information aus dem Identifikationsbild kann
zusätzlich eine weitere Hürde für eine potenzielle Dokumentfälschung dadurch geschaffen
werden, dass aus der Bildinformationsschicht des Identifikationsdokuments unter bestimmten
Bedingungen ebenfalls ein Sicherheits- oder Authentizitätsmerkmal erfasst werden kann,
welches mit der versteckten Information aus dem Identifikationsbild der Druckschicht
korrespondiert. Eine Authentizität oder Echtheit des Identifikationsdokuments kann
dann anhand eines Vergleichs des aus der Bildinformationsschicht erfassten Sicherheits-
oder Authentizitätsmerkmals mit der aus dem Identifikationsbild erfassten verschlüsselten
Information festgestellt werden. Hierfür kann eine Softwareanwendung bzw. Applikation
(App) zur Ausführung auf einer mobilen Vorrichtung, wie beispielsweise einem Mobiltelefon,
verwendet werden.
[0010] Das Identifikationsdokument kann eine Ausweiskarte, eine Kreditkarte, eine Bankkarten
oder dergleichen sein. Das Identifikationsdokument kann einen Träger, insbesondere
einen kartenförmigen Träger aufweisen, auf dem das Identifikationsbild von außen sichtbar
angeordnet ist. Das Identifikationsdokument kann zumindest im Bereich des Identifikationsbildes
durch eine stapelweise Anordnung der Bildinformationsschicht, der Linsenanordnung
und der Druckschicht ausgebildet sein, wobei diese stapelweise Anordnung auf dem Träger
des Identifikationsdokuments vorgesehen sein kann. Ein beispielhafter Aufbau wird
in der Figurenbeschreibung noch detaillierter erläutert werden.
[0011] Das Identifikationsbild kann sich in der Druckschicht befinden oder durch diese gebildet
sein. Insbesondere weist die Druckschicht eine Farbinformation auf, die einerseits
den reinen Farbauszug des Identifikationsbildes beinhaltet, zum Beispiel ein Foto
bzw. ein Portraitfoto einer Person, und andererseits auch eine versteckte Information
beinhaltet, die in Form eines Farbanteils in das Identifikationsbild mit eingearbeitet
sein kann. Beispielsweise kann der Farbauszug des Identifikationsbildes ein farbiges
Foto einer Person bzw. ein farbiges Portraitbild sein, so wie es mittels einer Bildgebung
durch eine Kamera zuvor aufgenommen wurde. Zusätzlich zum Farbauszug kann der Farbanteil
der versteckten Information mit im Identifikationsbild enthalten sein, wobei ein Betrachter
mit bloßem Auge nicht in der Lage ist, diesen zusätzlichen Farbanteil der versteckten
Information wahrzunehmen. Vielmehr sieht der Betrachter mit bloßem Auge lediglich
das farbige Foto der Person bzw. das farbige Portraitbild.
[0012] Um dies zu erreichen, weist die in der Druckschicht enthaltene Farbinformation den
ersten Farbinformationsanteil auf, der den Farbauszug des farbigen Identifikationsbildes
umfasst oder definiert. Dies kann bedeuten, dass der erste Farbinformationsanteil
lediglich denjenigen Farbinformationsanteil enthält, der das farbige Foto der Person
bzw. das farbige Portraitbild repräsentiert, so wie es mittels Bildgebung durch die
Kamera aufgenommen wurde.
[0013] Zusätzlich kann die in der Druckschicht enthaltene Farbinformation den zweiten Farbinformationsanteil
aufweisen, der den zusätzlichen Farbanteil für die versteckte Information repräsentiert,
wobei der zweite Farbinformationsanteil zusätzlich zum Farbauszug als verschlüsselte
Information in das farbige Identifikationsbild mit eingearbeitet ist. Der Unterschied
zwischen dem Identifikationsbild ohne zusätzlichem Farbanteil der verschlüsselten
Information und dem Identifikationsbild mit zusätzlichem Farbanteil der verschlüsselten
Information ist für einen Betrachter des Identifikationsbildes nicht wahrnehmbar,
das heißt nicht sichtbar.
[0014] Darüber hinaus weist das Identifikationsdokument noch die Bildinformation, insbesondere
eine in der Bildinformationsschicht aufgenommene Schwarzweißinformation auf, die mit
dem in der Druckschicht aufgenommenen zweiten Farbinformationsanteil korreliert. Beispielsweise
kann vorgesehen sein, dass die Schwarzweißinformation einen Schwarzweißanteil repräsentiert,
welcher dem oben genannten, zusätzlichen Farbanteil im Identifikationsbild der Druckschicht
zugeordnet ist. Somit kann also die Schwarzweißinformation einem Schwarzweißabzug
des Farbanteils für die versteckte Information aus dem Identifikationsbild entsprechen.
Da der Farbanteil für die versteckte Information die verschlüsselte Information aufweisen
kann, kann somit analog auch der Schwarzweißanteil als komplementäre, verschlüsselte
Information betrachtet werden, die dem versteckten bzw. verschlüsselten Farbanteil
zugeordnet ist.
[0015] Es kann vorgesehen sein, dass ein Teil der verschlüsselten Information, nämlich der
in der Druckschicht enthaltene zusätzliche Farbanteil, gedruckt ist, während der andere
Teil der verschlüsselten Information, nämlich der in der Bildinformationsschicht enthaltene
Schwarzweißanteil, gelasert ist.
[0016] Es kann ferner vorgesehen sein, dass der Farbanteil für die versteckte Information
bzw. der in Form der verschlüsselten Information vorliegende zweite Farbinformationsanteil
im Identifikationsbild durch eine Kamera einer mobilen Vorrichtung erfasst werden
kann, und zwar aus sämtlichen Erfassungsrichtungen oder Betrachtungsrichtungen in
Bezug auf das Identifikationsbild. Es kann ferner vorgesehen sein, dass der Schwarzweißanteil
für die versteckte Information bzw. die Schwarzweißinformation in der Bildinformationsschicht
ebenfalls durch die Kamera der mobilen Vorrichtung erfasst werden kann, jedoch nur
ausgehend von einer vorgegebenen Erfassungsrichtung, die sich vorzugsweise von einer
senkrechten Erfassungsrichtung in Bezug auf das Identifikationsbild unterscheidet.
Die Schwarzweißinformation aus der Bildinformationsschicht kann während der Erfassung
entlang der vorgegebenen Erfassungsrichtung durch die Linsenanordnung hindurch rekonstruiert
werden, sodass anschließend ein Vergleich der erfassten Schwarzweißinformation mit
dem erfassten zweiten Farbinformationsanteil erfolgen kann.
[0017] Gemäß einer Ausführungsform stellt der Farbauszug des farbigen Identifikationsbildes
eine fotografische Abbildung dar.
[0018] Beispielsweise ist der Farbauszug ein farbiges Foto einer Person oder ein farbiges
Portraitbild einer Person. In einem Beispiel ist Farbauszug des Identifikationsbildes
ein biometrisches Foto.
[0019] Gemäß einer Ausführungsform umfasst der zweite Farbinformationsanteil einen in das
farbige Identifikationsbild gedruckten Farbanteil, der mit dem Farbauszug des farbigen
Identifikationsbildes überlagert ist.
[0020] Dies kann bedeuteten, dass bei der Herstellung des Identifikationsdokuments das Identifikationsbild
auf die Linsenanordnung aufgedruckt wird, wobei sowohl der Farbauszug des Identifikationsbildes,
insbesondere das Foto oder das Portraitbild, als auch der zusätzliche, die verschlüsselte
Information bildende Farbanteil des Identifikationsbildes vorzugsweise gleichzeitig
bzw. in einem Schritt auf die Linsenanordnung aufgedruckt werden. Die gesamte Farbinformation
befindet sich somit auf derselben Ebene auf der Dokumentenoberfläche. Dies gilt für
den verschlüsselten und für den unverschlüsselten Farbanteil des Identifikationsbildes.
In einem Beispiel umfasst der in das farbige Identifikationsbild gedruckte, zusätzliche
Farbanteil die verschlüsselte Information oder dieser zusätzliche Farbanteil repräsentiert
die verschlüsselte Information.
[0021] Gemäß einer Ausführungsform ist die Schwarzweißinformation durch einen Schwarzweißanteil
des gedruckten Farbanteils des zweiten Farbinformationsanteils gebildet.
[0022] Dies kann bedeuteten, dass ein Schwarzweißbild des in dem Identifikationsbild enthaltenen
Farbanteils der verschlüsselten Information in der Bildinformationsschicht hinterlegt
ist. Die Bildinformationsschicht kann eine lasermodifizierbare Schicht sein und/oder
die Schwarzweißinformation kann mittels eines Lasers in die Bildinformationsschicht
eingebracht sein. Mit anderen Worten kann in die Bildinformationsschicht unter der
Linsenanordnung per Laser die zu dem Foto gehörende Schwarzweißinformation eingebracht
sein. Beispielsweise kann ein Schwarzweißanteil der versteckten bzw. verschlüsselten
Information in die Bildinformationsschicht bei einem vorgegebenen Winkel eingebracht
sein. Dieser vorgegebene Winkel in Bezug auf eine senkrechte Richtung auf das Identifikationsdokument
kann dabei maximal 30° betragen.
[0023] Gemäß einer Ausführungsform umfasst der zweite Farbinformationsanteil eine Textinformation.
[0024] Dies kann bedeuten, dass sich die versteckte Information bzw. die verschlüsselte
Information, die durch den zweiten Farbinformationsanteil in der Druckschicht repräsentiert
sein kann, aus einer Klartextinformation, beispielsweise einer Dokumentennummer oder
eine Folge von alphanumerischen Zeichen ergibt, insbesondere nach einer Verschlüsselung.
Die versteckte Information bzw. die verschlüsselte Information ist dabei so gestaltet,
dass sie in dem Foto für einen Betrachter nicht ohne weiteres sichtbar ist. Die versteckte
Information bzw. die verschlüsselte Information kann beispielsweise ein Muster sein,
das mit geringer Punktdichte einem Foto bzw. Porträtfoto überlagert wird. Die verschlüsselte
Information kann mit bis zu acht Bit verschlüsselt sein, beispielsweise die ersten
acht Stellen einer Dokumentennummer des Identifikationsdokuments.
[0025] Gemäß einer Ausführungsform ist die Linsenanordnung derart in Bezug auf die Bildinformationsschicht
angeordnet, dass die Schwarzweißinformation durch die Linsenanordnung hindurch nur
bei einer vorgegebenen Erfassungsrichtung rekonstruierbar ist, wobei sich die vorgegebene
Erfassungsrichtung von einer senkrechten Erfassungsrichtung bezüglich des Identifikationsdokuments
unterscheidet.
[0026] Die Linsenanordnung kann insbesondere ein bestimmtes Brechungsverhalten hervorrufen,
sodass die in der Bildinformationsschicht enthaltene Bildinformation, das heißt die
Schwarzweißinformation, lediglich unter einem schrägen Winkel in Bezug auf die Identifikationsdokumentoberfläche
und/oder die Identifikationsbildoberfläche erfassbar bzw. rekonstruierbar ist. Insbesondere
kann vorgesehen sein, dass bei senkrechter Erfassungsrichtung in Bezug zur Identifikationsdokumentoberfläche
und/oder zur Identifikationsbildoberfläche die Bildinformation nicht erfassbar bzw.
rekonstruierbar ist.
[0027] Vorliegend wird der Begriff "Erfassungsrichtung" beschrieben. Es sei jedoch verstanden,
dass der Begriff "Betrachtungsrichtung" analog verwendet werden kann.
[0028] Gemäß einer Ausführungsform schließen die vorgegebene Erfassungsrichtung und die
senkrechte Erfassungsrichtung einen Winkel von höchstens 40° ein. In einem Beispiel
schließen die vorgegebene Erfassungsrichtung und die senkrechte Erfassungsrichtung
einen Winkel von höchstens 30° ein.
[0029] Mit anderen Worten ist die vorgegebene Erfassungsrichtung gekippt gegenüber der senkrechten
Erfassungsrichtung, wobei die senkrechte Erfassungsrichtung beispielsweise eine Richtung
definiert, die senkrecht bzw. normal zur Identifikationsdokumentoberfläche und/oder
Identifikationsbildoberfläche verläuft.
[0030] Gemäß einer Ausführungsform ist der zweite Farbinformationsanteil der Druckschicht
sowohl bei der senkrechten Erfassungsrichtung auf das Identifikationsdokument als
auch bei der vorgegebenen Erfassungsrichtung rekonstruierbar.
[0031] Mit anderen Worten kann die versteckte bzw. verschlüsselte Information der Druckschicht
aus jedem beliebigen Winkel zur Identifikationsdokumentoberfläche und/oder Identifikationsbildoberfläche
erfasst werden. Wie zuvor jedoch angedeutet, kann vorgesehen sein, dass die versteckte
bzw. verschlüsselte Information visuell und damit durch das Auge eines Betrachters
nicht wahrgenommen werden kann. Es kann jedoch vorgesehen sein, dass die versteckte
bzw. verschlüsselte Information mit einer geeigneten Erfassungsvorrichtung, beispielsweise
einer Kamera einer mobilen Vorrichtung, erfasst werden kann.
[0032] Gemäß einer Ausführungsform ist die Druckschicht eine teiltransparente Druckschicht,
die durch eine gerasterte Druckschicht mit opaken Rasterelementen und transparenten
Zwischenräumen gebildet ist.
[0033] Dabei kann die Farbinformation in den opaken Rasterelementen enthalten sein. Es ist
jedoch auch möglich, dass die teiltransparente Druckschicht durch eine vollflächige,
lasierende Druckschrift gebildet ist, welche die Farbinformation enthält. Die teiltransparente
Druckschicht ist zum Beispiel direkt auf die Linsenanordnung aufgebracht.
[0034] Gemäß einer Ausführungsform ist die Linsenanordnung durch eine Reliefstruktur mit
Erhebungen und zwischen den Erhebungen liegenden Vertiefungen gebildet ist. Dabei
können die zuvor beschriebenen, opaken Rasterelemente der teiltransparenten Druckschicht
zumindest teilweise in den Vertiefungen der Reliefstruktur angeordnet sein.
[0035] Für den Fall, dass die teiltransparente Druckschicht durch eine gerasterte Druckschicht
gebildet ist, können die Rasterelemente der teiltransparenten Druckschicht zumindest
teilweise oder überwiegend in den Vertiefungen der Reliefstruktur angeordnet sein.
Die Kombination der teiltransparenten Druckschicht mit der Linsenanordnung kann daher
ein Linsenraster bilden, wobei auf das Linsenraster drucktechnisch in einem gemeinsamen
Druckdurchgang die Farbinformation eines Fotos sowie der eingearbeitete, zusätzliche
Farbanteil der versteckten Information aufgedruckt werden. Durch die Anordnung der
Rasterelemente teilweise oder überwiegend in den Vertiefungen der Linsenanordnung
können die Rasterelemente der teiltransparenten Druckschicht vor Umwelteinflüssen
und mechanischer Beschädigung geschützt werden.
[0036] Gemäß einer Ausführungsform ist die Farbinformation mittels eines Druckverfahrens
in die Drucksicht eingebracht und/oder die Bildinformation ist mittels eines Laserverfahrens
in die Bildinformationsschicht eingebracht.
[0037] Die Druckschicht kann mit der Farbinformation, einschließlich des ersten Farbinformationsanteils
und des zweiten Farbinformationsanteils, auf die Linsenanordnung aufgetragen sein.
Es kann ferner vorgesehen sein, dass nach einem Zusammenfügen der Linsenanordnung
und der Bildinformationsschicht die Bildinformation, das heißt die Schwarzweißinformation,
mittels eines Laserstrahls in die Bildinformationsschicht eingebracht wird, während
der Laserstrahl durch die Linsenanordnung hindurchtritt.
[0038] Gemäß einem Aspekt ist eine Verwendung einer mobilen Vorrichtung, insbesondere eines
Mobiltelefons, zur Erfassung der Bildinformation und zumindest des zweiten Farbinformationsanteils
aus dem Identifikationsdokument, wie es hierin beschrieben ist, angegeben.
[0039] Insbesondere umfasst die Verwendung der mobilen Vorrichtung die Erfassung der in
der Bildinformationsschicht enthaltenen Schwarzweißinformation bei der vorgegebenen
Erfassungsrichtung und die Erfassung des in der Druckschicht enthaltenen Farbanteils,
der die verschlüsselte Information repräsentiert, bei einer beliebigen Erfassungsrichtung.
[0040] Gemäß einem Aspekt ist eine Entschlüsselungsanwendung angegeben. Die Entschlüsselungsanwendung
dient zur Entschlüsselung einer in einem Identifikationsdokument enthaltenen, verschlüsselten
Information, wobei die Entschlüsselungsanwendung Anweisungen umfasst, die durch einen
Prozessor einer mobilen Vorrichtung ausführbar sind. In einem Schritt umfassen die
Anweisungen eine Anweisung zum Erfassen eines farbigen Identifikationsbildes einer
Druckschicht des Identifikationsdokuments. In einem weiteren Schritt umfassen die
Anweisungen eine Anweisung zum Erfassen eines in der Druckschicht enthaltenen Farbinformationsanteils,
beispielsweise des zuvor beschriebenen zweiten Farbinformationsanteils, der in Form
einer verschlüsselten Information in das farbige Identifikationsbild integriert ist.
In einem weiteren Schritt umfassen die Anweisungen eine Anweisung zum Erfassen einer
in einer Bildinformationsschicht des Identifikationsdokuments enthaltenen Schwarzweißinformation,
wobei das Erfassen der Schwarzweißinformation durch eine Linsenanordnung des Identifikationsdokuments
hindurch und bei einer vorgegebenen Erfassungsrichtung in Bezug auf das Identifikationsdokument
erfolgt, die sich von einer senkrechten Erfassungsrichtung in Bezug auf das Identifikationsdokument
unterscheidet. In einem weiteren Schritt umfassen die Anweisungen eine Anweisung zum
Bestimmen, ob der erfasste Farbinformationsanteil mit der erfassten Schwarzweißinformation
korreliert.
[0041] Gemäß einer Ausführungsform umfassen die Anweisungen ferner eine Anweisung zum Verarbeiten
der verschlüsselten Information als Reaktion auf das Bestimmen, dass der erfasste
Farbinformationsanteil mit der erfassten Schwarzweißinformation korreliert. Beispielsweise
kann eine Entschlüsselung der verschlüsselten Information stattfinden.
[0042] Bei der Entschlüsselung kann ein neuronales Netz (zum Beispiel ein sog. Deep Learning
Neural Network) eingesetzt werden. Das neuronale Netzwerk kann dazu ausgeführt sein,
einen Kodierungs- und Dekodierungsalgorithmus zu erlernen, sodass verschiedene Arten
von Bildstörungen, die durch Bildkomprimierung, digitale Übertragung, Drucker, Umgebungsbeleuchtung
und Digitalkameras verursacht werden, in robuster Weise berücksichtigt werden können.
[0043] Gemäß einem Aspekt ist ein Verfahren zum Herstellen eines Identifikationsdokuments
angegeben. In einem Schritt wird eine Linsenanordnung bereitgestellt. In einem weiteren
Schritt wird eine Druckschicht auf die Linsenanordnung aufgedruckt, wobei die Druckschicht
eine Farbinformation zum Erzeugen eines farbigen Identifikationsbildes auf dem Identifikationsdokument
umfasst, wobei die Farbinformation einen ersten Farbinformationsanteil aufweist, der
einen Farbauszug des farbigen Identifikationsbildes umfasst, und wobei die Farbinformation
einen zweiten Farbinformationsanteil aufweist, der in Form einer verschlüsselten Information
das farbige Identifikationsbild integriert ist. Der erste Farbinformationsanteil und
der zweite Farbinformationsanteil werden vorzugsweise gleichzeitig auf die Linsenanordnung
aufgedruckt. In einem weiteren Schritt wird eine Bildinformationsschicht bereitgestellt.
In einem weiteren Schritt wird eine Bildinformation in die Bildinformationsschicht
mittels einer Laserbeaufschlagung eingebracht, um somit eine Schwarzweißinformation
in der Bildinformationsschicht zu erzeugen, die mit dem in der Druckschicht enthaltenen
zweiten Farbinformationsanteil korreliert und durch die Linsenanordnung hindurch rekonstruierbar
ist.
Kurze Beschreibung der Figuren
[0044]
- Fig. 1
- zeigt ein Identifikationsdokument.
- Fig. 2
- zeigt einen Querschnitt des Identifikationsdokuments entlang der Linie II-II von Fig.
1 während einer Betrachtung durch einen menschlichen Betrachter.
- Fig. 3
- zeigt einen Querschnitt des Identifikationsdokuments entlang der Linie II-II von Fig.
1 während eines Erfassungsvorgangs durch eine mobile Vorrichtung.
- Fig. 4
- zeigt eine Zusammensetzung einer Farbinformation für ein Identifikationsbild eines
Identifikationsdokuments.
- Fig. 5
- zeigt ein Ablaufdiagramm für eine Entschlüsselungsanwendung zur Entschlüsselung einer
in einem Identifikationsdokument enthaltenen, verschlüsselten Information.
- Fig. 6
- zeigt ein Flussdiagramm für ein Verfahren zum Herstellen eines Identifikationsdokuments.
Detaillierte Beschreibung beispielhafter Ausführungsformen
[0045] Die Darstellungen in den Figuren sind schematisch und nicht maßstäblich. Werden in
der folgenden Figurenbeschreibung in verschiedenen Figuren die gleichen Bezugszeichen
verwendet, so bezeichnen diese gleiche oder ähnliche Elemente. Gleiche oder ähnliche
Elemente können aber auch durch unterschiedliche Bezugszeichen bezeichnet sein.
[0046] Fig. 1 zeigt eine Draufsicht auf ein Identifikationsdokument 1, beispielsweise eine
Identifikationskarte wie etwa ein Personalausweis im Kreditkartenformat. Das Identifikationsdokument
1 weist ein Identifikationsbild 34 in einem Personalisierungsbereich 3 auf. Das Identifikationsdokument
1 weist ferner einen Bibliographiebereich 4 auf. Das Identifikationsdokument 1 kann
einen Träger 2 umfassen, beispielsweise aus einem Kunststoffmaterial, wobei der Träger
2 die Basis für das Identifikationsdokument 1 bildet und darauf der Personalisierungsbereich
3 sowie der Bibliographiebereich 4 angeordnet sind.
[0047] Der Personalisierungsbereich 3 ist zur Aufnahme des Identifikationsbildes 34 ausgeführt,
wobei das Identifikationsbild 34 zum Beispiel eine biometrische Bildinformation aufweist,
die der Identifikation des Inhabers des Identifikationsdokuments 1 dient. Der Bibliographiebereich
4 ist zur Aufnahme weiterer Informationen, beispielsweise über den Karteninhaber und
das Identifikationsdokument 1 selbst, ausgeführt.
[0048] Im Personalisierungsbereich 3 ist bei senkrechter oder bei schräger Betrachtung durch
einen Betrachter des Identifikationsdokuments 1 ein farbiges, biometrisches Passbild
des Inhabers sichtbar, das nachfolgend allgemein als Identifikationsbild 34 bezeichnet
wird. Weitere Informationen können durch den Betrachter bei bloßer Ansicht des Identifikationsbildes
34 nicht entnommen werden. Insbesondere ist für den Betrachter nicht erkennbar, dass
neben einem Farbauszug des Identifikationsbildes 34 ein zusätzlicher Farbinformationsanteil
dem Identifikationsbild 34 hinzugefügt wurde. Dieser zusätzliche Farbinformationsanteil,
der hierin auch als zweiter Farbinformationsanteil bezeichnet wird, ist beispielsweise
mit dem Farbauszug des Identifikationsbildes 34 überlagert und verändert die Erscheinung
des reinen Farbauszugs des Identifikationsbildes 34 in derart geringem Ausmaß, dass
der Betrachter diesen zusätzlichen Farbinformationsanteil im Identifikationsbild 34
visuell nicht erkennen kann.
[0049] Die Figuren 2 und 3 dienen der näheren Erläuterung des Aufbaus und der Funktionsweise
eines Identifikationsdokuments 1, beispielsweise des Identifikationsdokuments 1 der
Fig. 1. Die Figuren 2 und 3 zeigen hierfür einen Querschnitt des Identifikationsdokuments
1 im Personalisierungsbereich 3, insbesondere im Identifikationsbild 34, entlang der
Linie II-II von Fig. 1.
[0050] Fig. 2 zeigt zunächst einen Querschnitt des Identifikationsdokuments 1 entlang der
Linie II-II von Fig. 1 während einer Betrachtung durch einen menschlichen Betrachter
40, 42.
[0051] Wie zu erkennen ist, umfasst das Identifikationsdokument 1 eine Bildinformationsschicht
10 zur Aufnahme einer Bildinformation 12, eine Linsenanordnung 20 sowie eine Druckschicht
30 zur Aufnahme einer Farbinformation 32. Die Druckschicht 30 ist auf die Linsenanordnung
20 aufgedruckt ist, um somit unter Verwendung der Farbinformation 32 das farbige Identifikationsbild
34 auf dem Identifikationsdokument 1 zu bilden.
[0052] Die Druckschicht 30 ist im vorliegenden Beispiel als eine teiltransparente Druckschicht
ausgebildet, die durch eine gerasterte Druckschicht mit opaken Rasterelementen 36
und transparenten Zwischenräumen 38 gebildet ist. Die Linsenanordnung 20 ist im vorliegenden
Beispiel durch eine Reliefstruktur mit Erhebungen 22 und zwischen den Erhebungen 22
liegenden Vertiefungen 24 gebildet, wobei die opaken Rasterelemente 36 der teiltransparenten
Druckschicht in den Vertiefungen 24 der Reliefstruktur angeordnet sind. Die Erhebungen
22 sind im Querschnitt halbkreisförmig ausgestaltet. Bei einer Gesamtbetrachtung der
Linsenanordnung 20 kann es sich bei den Erhebungen 22 um parallele Zylinderlinsen
der Linsenanordnung 20 handeln. Die Zylinderlinsen können in Form von schmalen, zylindrischen
Mikrolinsen mit einer Breite unterhalb der Auflösungsgrenze des menschlichen Auges,
beispielsweise einer Breite von nur 50 µm ausgestaltet sein. Zwischen der Linsenanordnung
20 und der Bildinformationsschicht 10 kann ferner eine optische Abstandsschicht vorgesehen
sein. Insbesondere kann vorgesehen sein, dass der Abstand der Zylinderlinsen zur Bildinformationsschicht
10 im Wesentlichen der Brennweite der Zylinderlinsen entspricht, wie es anhand der
gestrichelten Linien in der Fig. 3 entnehmbar ist.
[0053] Die Druckschicht 30 enthält eine Farbinformation 32, die wiederum einen ersten Farbinformationsanteil
aufweist, der den oben bereits erwähnten Farbauszug des farbigen Identifikationsbildes
34 umfasst oder diesen definiert. Der erste Farbinformationsanteil kann somit einen
nicht versteckten bzw. verschlüsselten Farbanteil des Identifikationsbildes 34 darstellen,
der sowohl durch einen Betrachter 40 bei senkrechter Betrachtungsrichtung 41 als auch
durch einen Betrachter 42 bei schräger Betrachtungsrichtung 43 sichtbar ist. Der Farbauszug
des farbigen Identifikationsbildes 34 ist insbesondere eine fotografische Abbildung
bzw. ein Foto.
[0054] Die in der Druckschicht 30 enthaltene Farbinformation 32 weist auch den oben bereits
erwähnten, zweiten oder zusätzlichen Farbinformationsanteil auf, der in Form einer
verschlüsselten Information in das farbige Identifikationsbild 34 integriert ist.
Der zweite Farbinformationsanteil in der Druckschicht 30 kann somit einen versteckten
bzw. verschlüsselten Farbanteil darstellen, der dem ersten Farbinformationsanteil,
das heißt dem nicht verschlüsselten Farbanteil des Identifikationsbildes 34 hinzugefügt
wurde, und quasi mit diesem überlagert ist. Bei dem verschlüsselten Farbanteil kann
es sich zum Beispiel um einen gedruckten zusätzlichen Farbanteil handeln, der als
Muster mit geringer Punktdichte zu dem Farbanteil des Farbauszugs mit aufgedruckt
wird. Vorzugsweise werden der Farbanteil des Farbauszugs sowie der zusätzliche, verschlüsselte
Farbanteil gleichzeitig in einem Druckschritt auf die Linsenanordnung 20 aufgedruckt.
Dieser zusätzliche, versteckte bzw. verschlüsselte Farbanteil ist durch den Betrachter
40 sowohl bei senkrechter Betrachtungsrichtung 41 als auch durch den Betrachter 42
bei schräger Betrachtungsrichtung 43 nicht sichtbar, das heißt nicht von dem ersten
Farbinformationsanteil unterscheidbar.
[0055] Mit anderen Worten nimmt ein Betrachter 40, 42 aus sämtlichen Betrachtungsrichtungen
41, 42 lediglich den ersten Farbinformationsanteil und damit den reinen Farbauszug
des Identifikationsbildes 34 wahr, ohne dabei den zweiten Farbinformationsanteil,
der als zusätzlicher, verschlüsselter Farbanteil dem Farbauszug überlagert ist, zu
erkennen.
[0056] In der Bildinformationsschicht 10 ist die Bildinformation 12 enthalten. Die Bildinformation
12 umfasst eine Schwarzweißinformation, die mit dem in der Druckschicht 30 aufgenommenen
zweiten Farbinformationsanteil, das heißt dem zusätzlichen, verschlüsselten Farbanteil,
korreliert. Die Bildinformation 12 bzw. die Schwarzweißinformation ist durch den Betrachter
40 sowohl bei senkrechter Betrachtungsrichtung 41 als auch durch den Betrachter 42
bei schräger Betrachtungsrichtung 43 nicht sichtbar. Die Schwarzweißinformation kann
derart unterhalb der Linsenanordnung 20 vorgesehen sein, dass die Schwarzweißinformation
durch die Linsenanordnung 20 hindurch nur unter Verwendung eines geeigneten Bildanalyse-
oder Bildgebungsverfahrens rekonstruierbar ist, wie dies nun anhand der Fig. 3 erläutert
wird.
[0057] Fig. 3 zeigt einen Querschnitt des Identifikationsdokuments 1 entlang der Linie II-II
von Fig. 1 während einer Erfassung durch eine mobile Vorrichtung 50. Bei der mobilen
Vorrichtung 50 kann es sich um eine tragbare oder handgehaltene Vorrichtung handeln,
beispielsweise ein Mobiltelefon oder ein Tablet-Computer.
[0058] Es wird eine Erfassung durch die mobile Vorrichtung 50 entlang einer schrägen Erfassungsrichtung
60 sowie entlang einer senkrechten Erfassungsrichtung 62 gezeigt. Der Aufbau des Identifikationsdokuments
1, einschließlich seiner Bestandteile und Funktionsweisen, entspricht dem der Fig.
2. Insbesondere umfasst das Identifikationsdokument 1 die Bildinformationsschicht
10, die Linsenanordnung 20 und die Druckschicht 30, einschließlich deren Ausprägungen
und Funktionsweisen, wie bereits mit Bezug zur Fig. 2 beschrieben.
[0059] Die Druckschicht 30 enthält die Farbinformation 32, die wiederum den ersten Farbinformationsanteil
aufweist, der den Farbauszug des farbigen Identifikationsbildes 34 umfasst. Wie beschrieben,
stellt der erste Farbinformationsanteil den nicht versteckten bzw. verschlüsselten
Farbanteil des Identifikationsbildes 34 dar, der durch die mobile Vorrichtung 50,
insbesondere durch eine Kamera 54 der mobilen Vorrichtung 50, bei senkrechter Erfassungsrichtung
62 als auch bei schräger Erfassungsrichtung 60 optisch erfassbar oder rekonstruierbar
ist.
[0060] Die in der Druckschicht 30 enthaltene Farbinformation 32 weist, wie beschrieben,
auch den zweiten bzw. zusätzlichen Farbinformationsanteil auf, der in Form einer verschlüsselten
Information in das farbige Identifikationsbild 34 integriert ist. Der zweite Farbinformationsanteil
in der Druckschicht 30 stellt den versteckten bzw. verschlüsselten Farbanteil dar,
der dem ersten Farbinformationsanteil, das heißt dem nicht verschlüsselten Farbanteil
des Identifikationsbildes 34 hinzugefügt wurde, und quasi mit diesem überlagert ist.
Dieser zusätzliche, versteckte bzw. verschlüsselte Farbanteil des Identifikationsbildes
34 ist durch die mobile Vorrichtung 50, insbesondere durch die Kamera 54 der mobilen
Vorrichtung 50, sowohl bei senkrechter Erfassungsrichtung 62 als auch bei schräger
Erfassungsrichtung 60 optisch erfassbar oder rekonstruierbar. Das bedeutet, dass der
zusätzliche, versteckte bzw. verschlüsselte Farbanteil des Identifikationsbildes 34
durch die mobile Vorrichtung 50 bei einem beliebigen Erfassungswinkel in Bezug auf
die Identifikationsdokumentoberfläche oder die Identifikationsbildoberfläche optisch
erfassbar oder rekonstruierbar ist.
[0061] In der Bildinformationsschicht 10 ist, wie beschrieben, die Bildinformation 12 enthalten.
Die Bildinformation 12 umfasst die Schwarzweißinformation, die mit dem in der Druckschicht
30 enthaltenen zweiten Farbinformationsanteil, das heißt dem zusätzlichen, verschlüsselten
Farbanteil, korreliert. Die Schwarzweißinformation kann per Laser in die Bildinformationsschicht
10 eingebracht worden sein. Die Bildinformation 12 bzw. die Schwarzweißinformation
ist durch die mobile Vorrichtung 50 bei senkrechter Betrachtungsrichtung 62 optisch
nicht erfassbar oder nicht rekonstruierbar. Es bedarf also einem konkreten, vorgegebenen
Erfassungswinkel, gemäß dem die Kamera 54 der mobilen Vorrichtung 50 auf das Identifikationsdokument
1 auszurichten ist, um die Schwarzweißinformation aus der Bildinformationsschicht
10 optisch zu erfassen oder zu rekonstruieren. Die Schwarzweißinformation ist also
derart unterhalb der Linsenanordnung 20 vorgesehen, dass die Schwarzweißinformation
durch die Linsenanordnung 20 hindurch nur bei Erfassung entlang der vorgegebenen schrägen
Erfassungsrichtung 60 und/oder unter Verwendung eines geeigneten Bildanalyse- oder
Bildgebungsverfahrens optisch erfassbar oder rekonstruierbar ist.
[0062] Mit anderen Worten kann eine Rückgewinnung der verschlüsselten Information des in
der Druckschicht 30 enthaltenen, zusätzlichen Farbanteils zeitgleich mit einer Rückgewinnung
der Schwarzweißinformation aus der Bildinformationsschicht 10 erfolgen, nämlich bei
der vorgegebenen, schrägen Erfassungsrichtung 60, die sich von der senkrechten Erfassungsrichtung
62 unterscheidet, aber vorzugsweise einen Winkel von maximal 30° mit der senkrechten
Erfassungsrichtung 62 einschließt. Das heißt, dass 100% der verschlüsselten Informationen
bei dem schrägen bzw. gekippten Winkel herausgelesen werden können. Dies funktioniert,
da nur die Schwarzweißinformation bzw. der gelaserte Schwarzweißanteil bei einer Erfassung
von 90° zur Kartenoberfläche unsichtbar wird. Der gedruckte, zusätzliche Farbanteil
in der Druckschicht 30 ist dagegen bei jedem Erfassungswinkel sichtbar. Sobald das
Identifikationsdokument 1 gekippt wird, sind beide Teile, das heißt zusätzlicher bzw.
verschlüsselter Farbanteil sowie Schwarzweißanteil, zur gleichen Zeit sichtbar.
[0063] Eine entsprechende Bildanalyse oder Bildgebung kann mittels eines Prozessors 52 der
mobilen Vorrichtung 50 ausgeführt werden. Ebenso kann eine Entschlüsselungsanwendung,
wie sie in Bezug auf die Fig. 5 näher erläutert wird, auf dem Prozessor 52 der mobilen
Vorrichtung 50 ausgeführt werden. Im Rahmen einer Entschlüsselung kann der Prozessor
52 Anweisungen zur Erfassung des zweiten Farbinformationsanteils, das heißt des zusätzlichen,
verschlüsselten Farbanteils aus der Druckschicht 30 ausführen, um somit den versteckten
bzw. verschlüsselten Farbanteil aus dem Identifikationsbild 34 zu erfassen. Ferner
kann der Prozessor 52 Anweisungen zur Erfassung der Schwarzweißinformation aus der
Bildinformationsschicht 10 bei dem vorgegebenen Erfassungswinkel bzw. entlang der
vorgegebenen schrägen Erfassungsrichtung 60 ausführen, um somit die mit dem versteckten
bzw. verschlüsselten Farbanteil korrelierende Schwarzweißinformation zu erfassen.
Ferner kann der Prozessor 52 Anweisungen zum Verarbeiten oder Vergleichen des versteckten
bzw. verschlüsselten Farbanteils mit der Schwarzweißinformation ausführen, um eine
Authentizität des Identifikationsdokuments 1 oder des Identifikationsbildes 34 zu
überprüfen. Insbesondere kann eine solche Überprüfung eine mögliche Fälschung oder
Manipulation des Identifikationsbildes 34 aufdecken.
[0064] Fig. 4 zeigt eine Zusammensetzung einer Farbinformation für ein Identifikationsbild
eines Identifikationsdokuments. Die Fig. 4 zeigt insbesondere die Zusammensetzung
der Farbinformation 32 für das Identifikationsbild 34 des Identifikationsdokuments
1 der Figuren 1 bis 3.
[0065] Die in der Druckschicht 30 enthaltene Farbinformation 32 umfasst einerseits den reinen
Farbauszug des Identifikationsbildes 34, zum Beispiel ein Foto bzw. ein Portraitfoto
einer Person, so wie es mittels einer Bildgebung durch eine Kamera zuvor aufgenommen
wurde. Der Farbauszug wird dabei durch den ersten Farbinformationsanteil 32a definiert
bzw. repräsentiert. Ein solcher reiner Farbauszug des Identifikationsbildes 34 ist
in der linken oberen Darstellung der Fig. 4 zu sehen.
[0066] Andererseits umfasst die in der Druckschicht 30 enthaltene Farbinformation 32 auch
die versteckte Information, die in Form des zusätzlichen Farbanteils in das Identifikationsbild
mit eingearbeitet ist. Dieser zusätzliche Farbanteil im Identifikationsbild 34 wird
dabei durch den zweiten Farbinformationsanteil 32b definiert bzw. repräsentiert. Ein
solcher zusätzlicher Farbanteil des Identifikationsbildes 34 ist in der rechten oberen
Darstellung der Fig. 4 zu sehen. Lediglich zu Erklärungszwecken ist der zusätzliche
Farbanteil des Identifikationsbildes 34 der rechten oberen Darstellung der Fig. 4
als Gesichtskontur dargestellt. Der zusätzliche Farbanteil kann jedoch verschiedene
Muster oder Formen annehmen.
[0067] Die untere Darstellung in Fig. 4 zeigt nun eine Überlagerung des reinen Farbauszuges
des Identifikationsbildes 34 mit dem zusätzlichen Farbanteil, das heißt eine Überlagerung
des ersten Farbinformationsanteils 32a mit dem zweiten Farbinformationsanteil 32b.
Dabei ist der zusätzliche Farbanteil im Identifikationsbild 34, jedenfalls für das
Auge eines menschlichen Betrachters, nicht von dem reinen Farbauszug des Identifikationsbildes
34 unterscheidbar. Somit ist ein Betrachter mit bloßem Auge nicht in der Lage, diesen
zusätzlichen Farbanteil der versteckten Information wahrzunehmen. Vielmehr sieht der
Betrachter mit bloßem Auge lediglich das farbige Foto der Person bzw. das farbige
Portraitbild. Dies bedeutet letztendlich, dass für einen Betrachter das Foto der linken
oberen Darstellung in Fig. 4 nicht von der unteren Darstellung in Fig. 4 unterscheidbar
ist.
[0068] Fig. 5 zeigt ein Ablaufdiagramm für eine Entschlüsselungsanwendung zur Entschlüsselung
einer in einem Identifikationsdokument enthaltenen, verschlüsselten Information. Die
Entschlüsselungsanwendung kann zur Entschlüsselung der in dem Identifikationsdokument
1 von Fig. 1 enthaltenen, verschlüsselten Information ausgeführt sein. Die Entschlüsselungsanwendung
umfasst dabei Anweisungen, die durch den Prozessor 52 der mobilen Vorrichtung 50 von
Fig. 3 ausführbar sind. In einem Schritt S10 umfassen die Anweisungen eine Anweisung
zum Erfassen des farbigen Identifikationsbildes 34 in der Druckschicht 30 des Identifikationsdokuments
1. In einem weiteren Schritt S11 umfassen die Anweisungen eine Anweisung zum Erfassen
des in der Druckschicht 30 enthaltenen zweiten Farbinformationsanteils 32b (vgl. Fig.
4), der in Form der verschlüsselten Information in das farbige Identifikationsbild
34 integriert ist. In einem weiteren Schritt S12 umfassen die Anweisungen eine Anweisung
zum Erfassen der in einer Bildinformationsschicht 10 des Identifikationsdokuments
1 enthaltenen Schwarzweißinformation, wobei das Erfassen der Schwarzweißinformation
durch die Linsenanordnung 20 des Identifikationsdokuments 1 hindurch und entlang der
vorgegebenen Erfassungsrichtung 60 in Bezug auf das Identifikationsdokument 1 erfolgt,
die sich von der senkrechten Erfassungsrichtung 62 in Bezug auf das Identifikationsdokument
1 unterscheidet. In einem weiteren Schritt S13 umfassen die Anweisungen eine Anweisung
zum Bestimmen, ob der erfasste zweite Farbinformationsanteil 32b mit der erfassten
Schwarzweißinformation korreliert. In einem weiteren optionalen Schritt S14 umfassen
die Anweisungen eine Anweisung zum Verarbeiten der verschlüsselten Information als
Reaktion auf das Bestimmen, dass der erfasste zweite Farbinformationsanteil 32b mit
der erfassten Schwarzweißinformation korreliert. Das Verarbeiten kann ein Entschlüsseln
der verschlüsselten Information umfassen.
[0069] Um ein Foto auf dem Identifikationsdokument 1 zu prüfen, kann mit der mobilen Vorrichtung
50 zum einen in Aufsicht ein Foto des Identifikationsdokuments 1 selbst ausgelesen
werden. Zum anderen kann unter einem Winkel der auf der Bildinformationsschicht 10
aufgebrachte Schwarzweißanteil der versteckten Information ausgelesen werden. Zugleich
mit dem Schwarzweißanteil wird der gedruckte Farbanteil der versteckten Information
aus der Druckschicht 30 ausgelesen, der unter sämtlichen Winkeln in gleicher Weise
sichtbar ist. Auf die insgesamt ausgelesene, versteckte Information kann die Entschlüsselungsanwendung
angewendet werden, um eine darin enthaltene Klartextinformation wiederzugewinnen.
[0070] Fig. 6 zeigt ein Flussdiagramm für ein Verfahren zum Herstellen eines Identifikationsdokuments,
beispielsweise des Identifikationsdokuments 1 der Figuren 1 bis 3. In einem Schritt
S20 des Verfahrens erfolgt ein Bereitstellen einer Linsenanordnung 20. In einem weiteren
Schritt S21 erfolgt ein Aufdrucken einer Druckschicht 30 auf die Linsenanordnung 20,
wobei die Druckschicht 30 eine Farbinformation 32 zum Erzeugen eines farbigen Identifikationsbildes
34 auf dem Identifikationsdokument 1 umfasst, wobei die Farbinformation 32 einen ersten
Farbinformationsanteil 32a (vgl. Fig. 4) aufweist, der einen Farbauszug des farbigen
Identifikationsbildes 34 umfasst, und wobei die Farbinformation 32 einen zweiten Farbinformationsanteil
32b (vgl. Fig. 4) aufweist, der in Form einer verschlüsselten Information in das farbige
Identifikationsbild 34 integriert ist. In einem Schritt S22 erfolgt ein Bereitstellen
einer Bildinformationsschicht 10. In einem Schritt S23 erfolgt ein Einbringen einer
Bildinformation 12 in die Bildinformationsschicht 10 mittels einer Laserbeaufschlagung,
um somit eine Schwarzweißinformation in der Bildinformationsschicht 10 zu erzeugen,
die mit dem in der Druckschicht 30 enthaltenen zweiten Farbinformationsanteil 32b
korreliert und durch die Linsenanordnung 20 hindurch rekonstruierbar ist.
1. Identifikationsdokument (1), umfassend:
eine Bildinformationsschicht (10) zur Aufnahme einer Bildinformation (12);
eine Linsenanordnung (20);
eine Druckschicht (30) zur Aufnahme einer Farbinformation (32);
wobei die Druckschicht (30) auf die Linsenanordnung (20) aufgedruckt ist, um somit
unter Verwendung der Farbinformation (32) ein farbiges Identifikationsbild (34) auf
dem Identifikationsdokument (1) zu bilden;
wobei die Farbinformation (32) einen in der Druckschicht (30) aufgenommenen ersten
Farbinformationsanteil (32a) aufweist, der einen Farbauszug des farbigen Identifikationsbildes
(34) umfasst;
wobei die Farbinformation (32) einen in der Druckschicht (30) aufgenommenen zweiten
Farbinformationsanteil (32b) aufweist, der in Form einer verschlüsselten Information
in das farbige Identifikationsbild (34) integriert ist;
wobei die Bildinformation (12) eine in der Bildinformationsschicht (10) aufgenommene
Schwarzweißinformation umfasst, die mit dem in der Druckschicht (30) aufgenommenen
zweiten Farbinformationsanteil (32b) korreliert und durch die Linsenanordnung (20)
hindurch rekonstruierbar ist.
2. Identifikationsdokument (1) nach Anspruch 1,
wobei der Farbauszug des farbigen Identifikationsbildes (34) eine fotografische Abbildung
darstellt.
3. Identifikationsdokument (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
wobei der zweite Farbinformationsanteil (32b) einen in das farbige Identifikationsbild
(34) gedruckten Farbanteil umfasst, der mit dem Farbauszug des farbigen Identifikationsbildes
(34) überlagert ist.
4. Identifikationsdokument (1) nach Anspruch 3,
wobei die Schwarzweißinformation durch einen Schwarzweißanteil des gedruckten Farbanteils
gebildet ist.
5. Identifikationsdokument (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
wobei der zweite Farbinformationsanteil (32b) eine Textinformation umfasst.
6. Identifikationsdokument (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
wobei die Linsenanordnung (20) derart in Bezug auf die Bildinformationsschicht (10)
angeordnet ist, dass die Schwarzweißinformation durch die Linsenanordnung (20) hindurch
nur bei einer vorgegebenen Erfassungsrichtung (60) rekonstruierbar ist;
wobei sich die vorgegebene Erfassungsrichtung von einer senkrechten Erfassungsrichtung
(62) auf das Identifikationsdokument (1) unterscheidet.
7. Identifikationsdokument (1) nach Anspruch 6,
wobei die vorgegebene Erfassungsrichtung (60) und die senkrechte Erfassungsrichtung
(62) einen Winkel von höchstens 40° einschließen.
8. Identifikationsdokument (1) nach einem der Ansprüche 6 oder 7,
wobei der zweite Farbinformationsanteil (32b) der Druckschicht (30) sowohl bei der
senkrechten Erfassungsrichtung (62) auf das Identifikationsdokument (10) als auch
bei der vorgegebenen Erfassungsrichtung (60) rekonstruierbar ist.
9. Identifikationsdokument (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
wobei die Druckschicht (30) eine teiltransparente Druckschicht ist, die durch eine
gerasterte Druckschicht mit opaken Rasterelementen (36) und transparenten Zwischenräumen
(38) gebildet ist.
10. Identifikationsdokument (1) nach Anspruch 9,
wobei die Linsenanordnung (20) durch eine Reliefstruktur mit Erhebungen (22) und zwischen
den Erhebungen (22) liegenden Vertiefungen (24) gebildet ist, wobei die opaken Rasterelemente
(36) der teiltransparenten Druckschicht zumindest teilweise in den Vertiefungen (24)
der Reliefstruktur angeordnet sind.
11. Identifikationsdokument (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
wobei die Farbinformation (32) mittels eines Druckverfahrens in die Drucksicht (30)
eingebracht ist und/oder die Bildinformation (12) mittels eines Laserverfahrens in
die Bildinformationsschicht (10) eingebracht ist.
12. Verwendung einer mobilen Vorrichtung (50) zur Erfassung der Bildinformation (12) und
des zweiten Farbinformationsanteils (32b) aus dem Identifikationsdokument (1) nach
einem der vorhergehenden Ansprüche.
13. Entschlüsselungsanwendung zur Entschlüsselung einer in einem Identifikationsdokument
(1) enthaltenen, verschlüsselten Information, wobei die Entschlüsselungsanwendung
Anweisungen umfasst, die durch einen Prozessor (52) einer mobilen Vorrichtung (50)
ausführbar sind, wobei die Anweisungen umfassen:
Erfassen eines farbigen Identifikationsbildes (34) einer Druckschicht (30) des Identifikationsdokuments
(1, S10);
Erfassen eines in der Druckschicht (30) enthaltenen Farbinformationsanteils (32b),
der in Form einer verschlüsselten Information in das farbige Identifikationsbild (34)
integriert ist (S11);
Erfassen einer in einer Bildinformationsschicht (10) des Identifikationsdokuments
(1) enthaltenen Schwarzweißinformation, wobei das Erfassen der Schwarzweißinformation
durch eine Linsenanordnung (20) des Identifikationsdokuments (1) hindurch und bei
einer vorgegebenen Erfassungsrichtung (60) in Bezug auf das Identifikationsdokument
(1) erfolgt, die sich von einer senkrechten Erfassungsrichtung (62) in Bezug auf das
Identifikationsdokument (1) unterscheidet (S12);
Bestimmen, ob der erfasste Farbinformationsanteil (32b) mit der erfassten Schwarzweißinformation
korreliert (S13).
14. Entschlüsselungsanwendung nach Anspruch 13, wobei die Anweisungen ferner umfassen:
Verarbeiten der verschlüsselten Information als Reaktion auf das Bestimmen, dass der
erfasste Farbinformationsanteil (32b) mit der erfassten Schwarzweißinformation korreliert
(S14).
15. Verfahren zum Herstellen eines Identifikationsdokuments (1), umfassend:
Bereitstellen einer Linsenanordnung (20, S20);
Aufdrucken einer Druckschicht (30) auf die Linsenanordnung (20), wobei die Druckschicht
(30) eine Farbinformation (32) zum Erzeugen eines farbigen Identifikationsbildes (34)
auf dem Identifikationsdokument (1) umfasst, wobei die Farbinformation (32) einen
ersten Farbinformationsanteil (32a) aufweist, der einen Farbauszug des farbigen Identifikationsbildes
(34) umfasst, und wobei die Farbinformation (32) einen zweiten Farbinformationsanteil
(32b) aufweist, der in Form einer verschlüsselten Information in das farbige Identifikationsbild
(34) integriert ist (S21);
Bereitstellen einer Bildinformationsschicht (10, S22);
Einbringen einer Bildinformation (12) in die Bildinformationsschicht (10) mittels
einer Laserbeaufschlagung, um somit eine Schwarzweißinformation in der Bildinformationsschicht
(10) zu erzeugen, die mit dem in der Druckschicht (30) enthaltenen zweiten Farbinformationsanteil
(32b) korreliert und durch die Linsenanordnung (20) hindurch rekonstruierbar ist (S23).