[0001] Die Erfindung betrifft einen Gefahrgut-Kleinbehälter, mit einem oben offenen Behälter,
der ein Fassungsvermögen aufweist, das zwischen 15 und 50 I beträgt. Damit unterscheidet
sich der Gefahrgut-Kleinbehälter von großen Behältern, wie sie in der Industrie eingesetzt
werden. Der Gefahrgut-Kleinbehälter ist zum Einsatz in Haushalten bestimmt, um Gefahrgut
aufzunehmen, welches in haushaltsüblichen Mengen anfällt. Derartiges Haushalts-Gefahrgut
umfasst beispielsweise Batterien, Farbreste, Sprühdosen, Reinigungschemikalien und
dergleichen. Der Gefahrgut-Kleinbehälter ist zweiteilig ausgestaltet und besteht einerseits
aus dem genannten oben offenen Behälter und andererseits aus einem Deckel, der mithilfe
von Rastverschlüssen an den Behälter festgelegt werden kann und dazu dient, die Öffnung
des Behälters zu verschließen. Die Rastverschlüsse sollen verhindern, dass Kinder,
insbesondere kleine Kinder, Zugang zu dem Gefahrgut haben. Daher sind die Rastverschlüsse
kindersicher ausgelegt, beispielsweise in der Art, dass Kinder aufgrund der Kräfte,
die zum Öffnen der Rastverschlüsse erforderlich sind, den Verschluss nicht öffnen
können.
[0002] Die Schwierigkeiten, den Deckel zu öffnen, wirken sich jedoch nicht nur positiv als
Kindersicherung aus, sondern verringern auch die Akzeptanz bei der Benutzung des Gefahrgut-Kleinbehälters.
In der Praxis kann das Problem auftreten, dass Gefahrgut in der Nähe des Gefahrgut-Kleinbehälters
gelagert wird und erst zu einem späteren Zeitpunkt in den Gefahrgut-Kleinbehälter
eingefüllt werden soll, weil in einer bestimmten Situation oder für eine bestimmte
Person das Öffnen des Gefahrgut-Kleinbehälters zu kompliziert erscheint. Aus dieser
geringen Akzeptanz resultiert das Problem, dass das Gefahrgut entgegen der Wirkung,
die mit dem Gefahrgut-Kleinbehälter erreicht werden soll nicht sicher aufbewahrt wird
und beispielsweise nach wie vor für Kinder zugänglich ist.
[0003] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Gefahrgut-Kleinbehälter zu schaffen,
der einerseits für Erwachsene leicht bedienbar und andererseits kindersicher verschließbar
ist.
[0004] Diese Aufgabe wird durch einen Gefahrgut-Kleinbehälter gelöst, der grundsätzlich
wie oben beschrieben ausgestaltet ist, bei dem jedoch zwei Rastverschlüsse in einem
solchen Abstand voneinander angeordnet sind, dass dieser Abstand eine beidhändige
Betätigung der Rastverschlüsse erfordert. Wie groß der Abstand zwischen den beiden
Rastverschlüsse ist, kann in nationalen oder kommunalen Richtlinien festgelegt sein,
beispielsweise kann ein Abstand von 20 oder 25 cm sicherstellen, dass mit einer einzigen
Hand nicht beide Rastverschlüsse gleichzeitig betätigt werden können. Insbesondere
wenn man bedenkt, dass dieses Merkmal der Sicherheit von Kindern dient, kann der Abstand
zwischen den beiden Rastverschlüsse auch kleiner sein als 20 cm. In diesem Fall kann
möglicherweise eine erwachsene Person zwei Rastverschlüsse gleichzeitig betätigen,
jedoch ist der Abstand so groß, dass jedenfalls gesichert ist, dass Kinder zwei Rastverschlüsse
nicht gleichzeitig betätigen können. Vorteilhaft kann der Abstand zwischen zwei Rastverschlüssen
wenigstens 12 cm betragen.
[0005] Dieser Abstand, der im Vergleich zu den Abständen der Rastverschlüsse eines bekannten
Gefahrgut-Kleinbehälters größer ist, bewirkt in zweierlei Hinsicht eine kindersichere
Ausgestaltung des Gefahrgut-Kleinbehälters. Erstens sind die Körperkräfte von Kindern,
insbesondere von kleinen Kindern, erheblich geringer als die Körperkräfte von Erwachsenen.
Zur Betätigung eines einzelnen Rastverschlusses ist daher ein Kind gezwungen, beide
Hände zu benutzen. Dementsprechend ist es diesem Kind nicht möglich, zwei Rastverschlüsse
gleichzeitig zu betätigen, was jedoch erforderlich ist, um den Deckel öffnen zu können.
Zweitens stellt bereits schon die gleichzeitige erforderliche Betätigung beider Rastverschlüsse
ein Hindernis für insbesondere kleine Kinder dar, unabhängig von den zur Betätigung
erforderlichen Kräften.
[0006] Dementsprechend können die erforderlichen Betätigungskräfte durch entsprechende Ausgestaltung
der Rastverschlüsse konstruktiv so gering bemessen werden, dass für Erwachsene die
Betätigung der Rastverschlüsse leicht und unkompliziert möglich ist. Dadurch wird
die Akzeptanz vergrößert, den Gefahrgut-Kleinbehälter im Alltag auch tatsächlich regelmäßig
zu benutzen und anfallendes Gefahrgut unmittelbar, ohne zeitliche Verzögerung, in
den Gefahrgut-Kleinbehälter einzuführen. Die Möglichkeit, dass kleine Kinder in Kontakt
mit dem Gefahrgut kommen können wird auf diese Weise erheblich verringert und somit
die Sicherheit für die Kinder vergrößert.
[0007] In einer Ausgestaltung sind die erforderlichen Betätigungskräfte und das Gewicht
des Deckels so aufeinander abgestimmt, dass die Rastverschlüsse bereits allein aufgrund
des Eigengewichts des Deckels verriegelt werden, also eine automatische Verriegelung
des Deckels erfolgt. Dementsprechend ist auch das Lösen der Rastverschlüsse mit einem
besonders geringen Krafteinsatz möglich, und die automatisch erfolgende Verriegelung,
wenn der Deckel auf den Behälter aufgelegt wird und dann durch sein Eigengewicht absinkt,
bewirkt nicht nur eine besonders einfache und unkomplizierte Handhabung sondern auch
ein besonders hohes Maß an Sicherheit, die der Gefahrgut-Kleinbehälter bietet. In
Abhängigkeit davon, in welchen Abständen der Gefahrgut-Kleinbehälter entleert wird,
beispielsweise nach einem festen kommunalen Abfall-Abholplan oder auf Anforderung
durch den jeweiligen Haushalt, kann das Fassungsvermögen des Gefahrgut-Kleinbehälters
deutlich kleiner sein als 50 I. Beispielsweise kann das Fassungsvermögen zwischen
17 und 25 I betragen, und eine typische Größe kann bei etwa 20 bis 22 I liegen, so
dass der Gefahrgut-Kleinbehälter im Haushalt problemlos untergebracht werden kann,
beispielsweise in einem Küchenschrank, und somit nicht unmittelbar für Kinder zugänglich
ist.
[0008] Hinsichtlich der Ausgestaltung der Rastverschlüsse können am Behälter Verriegelungsabschnitte
in Form von Raststegen angeordnet sein, die im Abstand außerhalb von der Behälterwand
verlaufen. Derartige Raststege können beispielsweise in Form von U-förmigen Bügeln
ausgestaltet sein, die mit ihren beiden Enden an die Behälterwand anschließen. Am
Deckel können Rastelemente angeordnet sein, die mit diesen Verriegelungsabschnitten
des Behälters, nämlich mit den Raststegen, zusammenwirken, um so jeweils einen Rastverschlusses
zu schaffen. Die Rastelemente des Deckels sind dabei als Rastnasen ausgestaltet, die
sich vom Deckel aus nach unten erstrecken, zwischen die Behälterwand und den Raststeg
ragen, und den Raststeg untergreifen. Die Rastnasen bilden also einen Vorsprung, der
von der Behälterwand nach außen ragt, unter den Raststeg, dass der Deckel in dieser
Gebrauchsstellung oder Verschlussstellung nicht vom Behälter abgehoben werden kann.
Die Rastelemente des Deckels verlaufen im Abstand zu der Behälterwand. Gegen eine
Federwirkung können die Rastelemente in Richtung zur Behälterwand bewegt werden, so
dass die Rastnasen außer Eingriff mit dem jeweils zugeordneten Raststeg kommen und
der Deckel in dieser Freigabestellung vom Behälter abgehoben werden kann.
[0009] Die erwähnte Federwirkung der Rastelemente kann dadurch bereitgestellt werden, dass
die Rastelemente als separate Bauteile scharnierbeweglich am Deckel gelagert sind
und durch ein separates Federelement in ihre Raststellung bzw. Verschlussstellung
gedrängt werden. Alternativ dazu können die Rastelemente einteilig von dem Deckel
selbst gebildet werden und beispielsweise aufgrund der Materialelastizität des verwendeten
Werkstoffs federbeweglich verformbar sein. Beispielsweise kann der Deckel als Blechpressteil
oder als Kunststoffformteil ausgestaltet sein, um eine solche Materialelastizität
und somit die Federbeweglichkeit der Rastelemente zu ermöglichen.
[0010] Um die Handhabung des Gefahrgut-Kleinbehälters zu erleichtern, kann dieser in einer
als vorteilhaft erachteten Ausgestaltung an seiner Außenseite Griffmulden aufweisen,
beispielsweise an zwei gegenüberliegenden Seiten des Behälters, bei einem rechteckigen
Behälter beispielsweise an den beiden Stirnseiten. Die Griffmulden weisen dabei jeweils
einen U-förmigen, nach unten offenen Querschnitt auf, so dass von oben auftreffende
Flüssigkeiten zuverlässig abgeleitet werden und nicht in die Griffmulde gelangen können.
Die Griffmulden sind dabei so groß bemessen, dass der Gefahrgut-Kleinbehälter mit
behandschuhten Händen erfasst und getragen werden kann, in dem nämlich die Griffmulden
eine Tiefe von wenigstens 20 mm aufweisen, vorteilhaft etwa 23 bis 25 mm, sowie eine
Breite von wenigstens 90 mm aufweisen, vorteilhaft etwa 100 mm. Die Größe der Griffmulden
schützt insbesondere Mitarbeiter kommunaler Entsorgungsbetriebe, welche die Gefahrgut-Kleinbehälter
mit unbekanntem Inhalt handhaben müssen und daher üblicherweise Handschuhe tragen.
Durch die ausreichend große Ausgestaltung der Griffmulden ist eine sichere Erfassung
der Gefahrgut-Kleinbehälter möglich, was für die sichere Handhabung der darin enthaltenen
Gefahrgüter vorteilhaft ist.
[0011] Der Behälter weist in einer Ausgestaltung um seine obere Öffnung einen außen umlaufenden
Kragen auf, der die Raststege als Bestandteile der Rastverschlüsse und / oder die
Griffmulden bildet. Insbesondere wenn diese beiden Elemente durch den umlaufenden
Kragen gebildet werden, kann eine äußere Gestaltung des Gefahrgut-Kleinbehälters erreicht
werden, die frei von kleinen, nahezu punktuellen Vorsprüngen ist und daher gegen versehentliche
Beschädigungen optimal geschützt ist, wie sie ansonsten an kleineren Vorsprüngen bei
der rauen Handhabung des Gefahrgut-Kleinbehälters im Alltag auftreten können.
[0012] Die Rastelemente des Deckels werden bei der weiter oben beschriebenen Ausgestaltung
betätigt, indem sie nach innen, also zur Behälterwand hin, in eine Freigabestellung
bewegt werden, um die Rastverbindung mit den Raststegen zu lösen. In einer Ausgestaltung
weisen die Rastelemente jeweils allerdings nicht nur einen nach außen ragenden Vorsprung
auf, der dazu dient, einen Raststeg des Behälters zu untergreifen, sondern die Rastelemente
weisen jeweils auch einen nach innen, zur Behälterwand ragenden Vorsprung auf, der
als Sperre bezeichnet ist. Diese Sperre wirkt mit einer Sperrkontur des Behälters
wie folgt zusammen: wenn die Rastnase gegen die Behälterwand bewegt wird, also aus
ihrer Raststellung oder Verschlussstellung, in welcher sie den Raststeg des Behälters
untergreift, in eine Freigabestellung, kann anschließend der Deckel vom Behälter abgehoben
werden. Wenn jedoch die Rastnase über die Freigabestellung hinaus noch weiter in Richtung
der Behälterwand bewegt wird, gerät die Sperre der Rastnase unter die Sperrkontur
der Behälterwand, so dass der Deckel in diesem Fall nicht von dem Behälter abgehoben
werden kann. Die so geschaffene Sperrfunktion stellt ein zusätzliches Sicherheitsmerkmal
dar, welches insbesondere kleineren Kindern die Handhabung des Deckels trotz der vergleichsweise
geringen aufzubieten Betätigungskräfte erschwert und somit eine unbefugte Öffnung
des Gefahrgut-Kleinbehälters erschwert.
[0013] Um den Innenraum des Behälters für unterschiedliches Gefahrgut in verschiedene Kammern
einzuteilen, so dass die unterschiedlichen Gefahrgüter separat gesammelt und weiter
behandelt werden können, ist in einer Ausgestaltung eine Trennwand in dem Behälter
angeordnet. In einer als vorteilhaft erachteten Ausgestaltung ist die Trennwand wahlweise
in den Behälter einsetzbar oder aus diesem entnehmbar. Dies betrifft nicht in erster
Linie die Handhabung der Trennwand im Haushalt selbst, sondern die Bereitstellung
des Gefahrgut-Kleinbehälters durch eine Kommune, so dass beispielsweise Sammeleinrichtungen
an die Position der Trennwand angepasst ausgestaltet sein können, um unterschiedliche
Gefahrgüter separat handhaben zu können. Im Inneren des Behälters sind daher Führungselemente
angeordnet, die mit der Trennwand zusammenwirken und diese abstützen gegen Kräfte,
welche quer zur Trennwandfläche wirken. Beispielsweise können im Behälter Rippen verlaufen,
und die Trennwand kann mit entsprechenden Nuten versehen sein, um auf die Rippen aufgeschoben
zu werden. Oder im Behälter können Nuten vorgesehen sein, beispielsweise durch zwei
parallel verlaufende Rippen, und die Trennwand kann in diese Nuten eingeschoben werden.
Durch die Führungselemente wird erstens das Einsetzen der Trennwand in den Behälter
erleichtert, und zweitens können bei geeigneter Ausgestaltung die Führungselemente
zusammen mit der Trennwand eine Labyrinthdichtung schaffen, so dass die separaten
Kammern im Behälter flüssigkeitsdicht voneinander getrennt sind.
[0014] In einer Ausgestaltung kann die Trennwand mittels einer federbeweglichen Wandraste
in ihrer Gebrauchsstellung im Behälter festgelegt werden. So kann der Behälter grundsätzlich
ohne Trennwand verwendet werden, je nach Bedarf, z. B. je nach den jeweiligen kommunalen
Anforderungen kann er jedoch wahlweise auch mit der Trennwand ausgerüstet werden.
Die Wandraste stellt sicher, dass die Trennwand ihre gewünschte Position beibehält,
ohne dass es hierzu der Handhabung von Werkzeug bedarf. Beispielsweise kann die Wandraste
als ein federnder Hebel ausgestaltet sein, der in eine Vertiefung der Behälterwand
eingreift und dann nicht mehr zugänglich ist, so dass ungewollte Manipulationen verhindert
werden, z. B. eine unerwünschte Entfernung der Trennwand. In einer anderen Ausgestaltung
weist die Wandraste eine Handhabe auf, also einen Bereich oder Abschnitt, an dem es
erfasst werden kann. In diesem Fall kann die Trennwand problemlos aus dem Behälter
entnommen werden.
[0015] In einer Ausgestaltung sind mehrere Führungselemente im Inneren des Behälters angeordnet,
und zwar in der Art, dass die Trennwand wahlweise an unterschiedlichen Stellen in
den Behälter eingesetzt werden kann, oder so dass mehr als eine Trennwand in den Behälter
eingesetzt werden kann und dementsprechend viele Kammern im Inneren des Behälters
für unterschiedliche Gefahrgüter bereitgestellt werden können.
[0016] In einer Ausgestaltung erstrecken sich die Rastelemente des Deckels von einer Deckelfläche
nach unten. Dort, wo die Rastelemente angeordnet sind und an die Deckelfläche anschließen,
weist der Deckel Aussparungen auf, die nach oben offen sind. Die Aussparungen sind
in der Art ausgestaltet, dass sie die Rastelemente eines zweiten, gleichartigen Deckels
aufnehmen können. Wenn zwei gleichartige Deckel übereinander angeordnet und aufeinander
gestapelt werden, bilden sie einen Verbund, bei welchem die Rastelemente des oberen
Deckels in die Aussparungen des unteren Deckels greifen. Diese Ausgestaltung des Deckels
ist für die Produktion, die Lagerung und den Transport der Deckel vorteilhaft, da
in einer vorgegebenen Höhe eine grö-ßere Anzahl von Deckeln untergebracht werden kann,
und da zweitens die ineinander gestapelten Deckel einen stabilen Verbund bilden. Sie
können dementsprechend problemlos gemeinsam gehandhabt werden und behalten auch während
des Transports diese Ordnung bei, so dass sie am Ankunftsort nicht zur weiteren Handhabung
eigens erneut sortiert werden müssen.
[0017] In einer Ausgestaltung ist die Deckelfläche dort verstärkt, wo die nach unten ragenden
Rastelemente an die Deckelfläche anschließen. Auf diese Weise wird eine unerwünschte
Verformung, und insbesondere eine Beschädigung durch Bruch, Riss oder dergleichen
des Deckels auch dann erschwert oder sogar völlig vermieden, wenn der Deckel fällt
und in einem ungünstigen Winkel auf einen harten Boden auftrifft. Durch die Verstärkung
der Deckelfläche kann auch in solchen Fällen verhindert werden, dass das Rastelement
von der Deckelfläche abgetrennt wird oder seine federelastische Spannkraft verliert,
so dass der Deckel auch in einem solchen Fall möglichst zuverlässig geschlossen gehalten
werden kann und das Austreten von Gefahrgut vermieden wird.
[0018] Die Verstärkung des Deckels kann durch in den Deckel integrierte Zusatzmaterialien
wie zum Beispiel metallische Elemente oder dergleichen erreicht werden. In einer als
vorteilhaft erachteten Ausgestaltungen weist der Deckel als Verstärkung eine bereichsweise
vergrößerte Wandstärke der Deckelfläche auf. Dies kann auf einfache Weise bei der
Herstellung des Deckels durch eine entsprechende Ausgestaltung einer Herstellungsform,
zum Beispiel einer Gießform oder Blasform, erreicht werden. Somit ist es nicht erforderlich,
ein Zusatzmaterial zu beschaffen und zu handhaben, so dass eine möglichst einfache
und wirtschaftliche Herstellung des Deckels unterstützt wird. Die entsprechende Verstärkung
der Deckelfläche kann beispielsweise in Form einer Wulst, einer Rippe, eines Plateaus
oder dergleichen ausgestaltet sein.
[0019] Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird anhand der Zeichnungen nachfolgend näher
erläutert. Dabei zeigt
- Fig. 1
- eine perspektivische Ansicht auf einen Gefahrgut-Kleinbehälter in auseinandergezogener
Darstellung,
- Fig. 2 bis 5
- Ansichten auf den geschlossenen Gefahrgut-Kleinbehälter aus unterschiedlichen Blickrichtungen,
- Fig. 6
- eine perspektivische Ansicht auf eine Trennwand,
- Fig. 7
- eine perspektivische Ansicht auf den Bereich der Rastverriegelung der in dem Behälter
eingesetzten Trennwand, und
- Fig. 8
- einen Vertikalschnitt durch einen Rastverschluss, der sich in seiner Schließ- oder
Verriegelungsstellung befindet.
[0020] In Fig. 1 ist ein Gefahrgut-Kleinbehälter 1 dargestellt, der im Falle des dargestellten
Ausführungsbeispiels aus vier separaten Bauteilen besteht: aus einem oben offenen
Behälter 2, einem Deckel 3, einem schalenförmigen Einsatz 4 und einer Trennwand 5.
Der Behälter 2 hat einen rechteckigen Querschnitt mit zwei Längsseiten und zwei Stirnseiten
und weist an seinen beiden Stirnseiten jeweils zwei voneinander beabstandete Ausbuchtungen
6 auf, die nach außen ragen und das Behältervolumen vergrößern, so dass der Behälter
2 insgesamt ein Fassungsvermögen von 22 I aufweist.
[0021] Knapp unterhalb seiner oberen Öffnung weist der Behälter 2 au-ßen einen umlaufenden
Kragen 7 auf, der bereichsweise Raststege 8 bildet, die somit jeweils im Abstand außerhalb
von der jeweiligen Seitenwand des Behälters 2 verlaufen. Zwischen den beiden Ausbuchtungen
6 bildet der Kragen 7 eine Griffmulde 9, wobei der freie Abstand zwischen dem Kragen
7 und der Stirnwand, also die Tiefe der Griffmulde 9, bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel
23 mm beträgt. Dadurch, dass der Kragen 7 in diesem Bereich an die Stirnwand anschließt,
weist die Griffmulde 9 einen U-förmigen Querschnitt auf, der oben geschlossen und
nach unten hin offen ist. Die breite der Stirnwand 9 beträgt bei dem dargestellten
Ausführungsbeispiel 100 mm.
[0022] An der Unterseite des Behälters 2 verläuft ein in Fig. 1 nicht ersichtlicher Boden
10, im Übergang zu den Stirn- und Längsseiten des Behälters 2 nach oben angehoben
verläuft, beispielsweise in Form einer Viertelkreis-Rundung, und der Standfüße 11
aufweist, auf die später noch näher eingegangen wird.
[0023] Der Einsatz 4 weist zwei Halteprofile 12 auf, die im Querschnitt T-förmig ausgestaltet
sind und in Führungselemente 14 eingreifen, die im Inneren des Behälters 2 in den
Seitenwänden als Nuten mit einem ebenfalls T-förmigen Querschnitt ausgestaltet sind.
Auch die Trennwand 5 weist derartige Halteprofile 12 auf, wobei der Behälter 2 dementsprechend
mit mehreren Führungselementen 14 versehen ist.
[0024] Der Deckel 3 weist eine Deckelfläche 15 auf sowie einen daran anschließenden, sich
nach unten erstreckenden Rand 16, der bereichsweise besonders weit nach unten verläuft
und dort jeweils eine Rastnase 17 bildet. Jede Rastnase 17 verläuft annähernd V-förmig
und schafft somit eine mittlere Aussparung 18. Hierdurch wird erreicht, dass gleichartige
Deckel 3 möglichst platzsparend aufeinandergestapelt werden können, wobei die Rastnasen
17 jeweils in eine Aussparung 18 des jeweils darunter befindlichen Deckels 3 eintauchen
können. Um die Aussparungen 18 herum ist die Deckelfläche 15 mit einer Materialverstärkung
versehen, die im Falle des dargestellten Ausführungsbeispiels als Verstärkungsrippen
19 ausgestaltet sind, die materialeinheitlich aus dem Material des Deckels 3 bestehen
und in Art einer lokal vergrößerten Materialstärke der Deckelfläche 15 ausgestaltet
sind. Auf dieselbe Art, nämlich als lokal vergrößerten Materialstärke, sind auf dem
Deckel 3 Rippen 20 als Stapelhilfen angeordnet, die unter anderem mit den Standfüßen
11 eines darüber angeordneten, gleichartigen Behälters 2 zusammenwirken, so dass gleichartige,
aufeinander gestapelte Gefahrgut-Kleinbehälter 1 Art eines Verbunds möglichst rutschsicher
aufeinander stehen. Die Standfüße 11 können je nach Ausgestaltung dazu dienen, den
Boden 10 des Behälters 2 im Abstand vom Untergrund zu halten, auf welchem der Behälter
2 steht. Wenn die Standfüße 11 niedriger ausgestaltet sind, so dass der Boden 10 unmittelbar
den Untergrund berührt, so dienen die Standfüße 11 in diesem Fall ausschließlich als
Stapelhilfen im Zusammenspiel mit den Rippen 20.
[0025] Die Fig. 2 bis 5 zeigen den Gefahrgut-Kleinbehälter 1 mit geschlossenem Deckel 3
aus unterschiedlichen Blickrichtungen. Dabei ist ersichtlich, dass die Rastnasen 17
den jeweiligen Raststeg 8 sowohl hintergreifen als auch untergreifen, so dass Rastverschlüsse
zwischen Behälter 2 und Deckel 3 geschaffen werden und der Deckel 3 nicht nach oben
von dem Behälter 2 abgezogen werden kann. Weiterhin ist ersichtlich, dass der Kragen
7 des Behälters 2 mit dem umlaufenden Rand 16 des Deckels 3 fluchtet. Wie insbesondere
Fig. 4 zeigt, wird somit eine umlaufende, weitestgehend glattflächige Außenkontur
des Gefahrgut-Kleinbehälters 1 geschaffen.
[0026] Fig. 6 zeigt eine perspektivische Darstellung einer Trennwand 5 mit den beiden oberen
Halteprofilen 12. Verstärkungsrippen ermöglichen eine biegesteife Ausgestaltung der
Trennwand 5 bei möglichst geringem Materialeinsatz. Unterhalb der Halteprofile 12
ist jeweils eine federbewegliche Wandraste 21 angeordnet, welches ähnlich wie ein
Halteprofil 12 über eine Seitenkante 22 der Trennwand 5 nach außen ragt, anders als
ein Halteprofil 12 jedoch gegen die Federwirkung nach innen bewegt werden kann. Weiterhin
zeigt Fig. 6, dass eine Unterkante 23 sowie die Seitenkanten 22 jeweils in ihrem unteren
Bereich eine Nut mit einem U-förmigen Querschnitt bilden, der nach außen hin offen
ist. Im Inneren Behälters 2 verläuft ein weiteres, rippenartiges Führungselement,
das zusammen mit den nutförmigen Führungselementen 14 die Trennwand 5 formschlüssig
führt und z.B. gegen Bewegungen in Richtung der Flächennormalen der Trennwand 5 sichert.
[0027] In Längsrichtung der Längswände sind mehrere solche rippenartigen Führungselemente
und dementsprechend auch mehrere nutförmige Führungselement 14 hintereinander angeordnet.
Wenn beispielsweise drei solcher Führungen vorgesehen sind, ergibt sich die Möglichkeit,
bei Verwendung nur einer Trennwand 5 den Innenraum des Behälters 2 mittels einer Trennwand
5 in zwei gleichgroße Hälften aufzuteilen oder die Trennwand 5 bewusst außer mittig
anzuordnen um unterschiedlich große Abteile innerhalb des Behälters 2 zu schaffen.
Bei Verwendung von zwei oder drei Trennwänden 5 können dementsprechend viele Abteile
innerhalb des Behälters 2 geschaffen werden. Oder es können eine oder zwei Trennwände
5 sowie zusätzlich ein Einsatz 4 in dem Behälter 2 angeordnet werden.
[0028] Fig. 7 zeigt in einem gegenüber Fig. 6 größeren Maßstab eine in den Behälter 2 eingesetzte
Trennwand 5. Dabei ist ersichtlich, wie die im Querschnitt T-förmige Wandraste 21
der Trennwand 5 in die ebenfalls T-förmige Nut des Führungselements 14 eingreift.
Weiterhin ist erkennbar, dass sich die Nut des Führungselements 14 unten erweitert,
nämlich dort, wo die Wandraste 21 der Trennwand 5 über die Seitenkante 22 der Trennwand
5 hinausragt und in diesem erweiterten Querschnitt des Führungselements 14 eingreift.
Die Wandraste 21 ist über einen federbeweglichen Steg 24 mit der Fläche der Trennwand
5 verbunden, im Übrigen verläuft um die Wandraste 21 ein Freiraum 25, so dass die
Wandraste 21 unter Verformung des Stegs 24 aus dem erweiterten Querschnitt des Führungselements
14 heraus bewegt werden kann, so dass anschließend die Trennwand 5 aus dem Behälter
2 entnommen werden kann.
[0029] Fig. 8 zeigt einen Vertikalschnitt durch den geschlossenen Gefahrgut-Kleinbehälter
1 im Bereich eines Rastverschlusses. Es ist ersichtlich, dass die Rastnase 17 des
Deckels 3 an ihrem unteren Ende einen Rasthaken 26 bildet, welcher den Raststeg 8
des Behälters 2 untergreift, wenn sich die Rastnase 17 in ihrer dargestellten Schließstellung
bzw. Verriegelungsstellung befindet, der Rastverschluss also geschlossen und der Deckel
3 am Behälter 2 festgelegt ist. Oberhalb des Raststegs 8 bildet die Rastnase 17 eine
gerippte Betätigungszone 27. Durch einen gebogenen Pfeil ist angedeutet, dass auf
diese Betätigungszone 27 von außen Druck ausgeübt werden kann, um den Rastverschluss
zu lösen, indem die Rastnase 17 in Richtung zur Behälterwand gedrückt wird und somit
der Rasthaken 26 außer Eingriff mit dem Raststeg 8 gebracht wird.
[0030] Bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel werden die Rastnasen 17 durch den Deckel
3 als materialeinheitlicher, integraler Bestandteil des Deckels 3 gebildet, wobei
der Deckel 3 als Spritzgussteil aus Kunststoff ausgestaltet ist. Die elastischen Materialeigenschaften
des Kunststoffs halten die Rastnasen 17 in einer Position, die der Verriegelungs-
oder Schließstellung der Rastverschlüsse entspricht. Gegen eine Federwirkung, nämlich
Rückstellkräfte aufgrund der federelastischen Materialeigenschaften des Kunststoffs,
können die Rastnasen 17 aus dieser entspannten Stellung in eine Freigabestellung bewegt
werden, nämlich weiter unter die Deckelfläche 15. Sobald entsprechende äußere Kräfte
nicht mehr auf die Rastnasen 17 einwirken, kehren diese automatisch den die Verriegelungs-
oder Schließstellung zurück.
[0031] Die Betätigung der Rastnasen 17 ist bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel mit
einem so geringem Kraftaufwand möglich, dass bereits das Eigengewicht des Deckels
3 ausreicht, die Rastnasen 17 zu verformen und deren Rasthaken 26 unter die Raststege
8 zu führen, so dass anschließend automatisch aufgrund der Rückstellkräfte der Rastnasen
17 der Deckel 3 an dem Behälter 2 verriegelt ist.
[0032] Trotz des geringen erforderlichen Kraftaufwandes ist der Gefahrgut-Kleinbehälter
1 kindersicher ausgestaltet:
Erstens liegen benachbarte Rastverschlüsse so weit auseinander, dass kleine Kinder
beide Hände benutzen müssen und die beiden benachbarten Rastverschlüsse gleichzeitig
betätigen müssen, um den Deckel 3 an einer seiner beiden Längsseiten öffnen zu können.
Die Ansprüche an die Koordinationsfähigkeit, nämlich beide Verschlüsse gleichzeitig
zu betätigen, werden dadurch noch erhöht und die Kindersicherheit der Rastverschlüsse
weiter verbessert, dass eine zu weite Bewegung der Rastnasen 17 in Richtung der Freigabestellung
dazu führt, dass der Deckel 3 nach wie vor nicht von dem Behälter 2 abgehoben werden
kann: oberhalb der Rasthaken 26 bilden die Rastnasen 17 jeweils eine Fläche, die von
der Vorderseite der jeweiligen Rastnase 17 nach hinten ragt, zum Behälter 2 hin, und
als Sperre 28 bezeichnet ist. Diese Sperre 28 gerät beim Versuch, den Deckel 3 anzuheben,
gegen eine Sperrkontur 29 des Behälters 2 und blockiert eine weitere Aufwärtsbewegung
des Deckels 3.
[0033] In diesem Zusammenhang ist erkennbar, dass der Kragen 7 verschiedene Abschnitte aufweist,
die in unterschiedlichen Abständen von der Behälterwand verlaufen: Die Raststege 8
gehören zu den am weitesten nach außen ragenden Flächenanteilen des Kragens 7, während
die Sperrkontur 29 als Unterkante einer Fläche ausgestaltet ist, die als Abschnitt
des Kragens 7 näher zur Behälterwand verläuft. Dadurch wird ein Freiraum geschaffen,
in dem die Rastnase 17 des Deckels 3 hinter dem Raststeg 8 her und unter den Raststeg
8 geführt werden kann.
[0034] Zum Öffnen des Gefahrgut-Kleinbehälters 1 ist es erforderlich, zwei benachbarte Rastnasen
17 gleichzeitig aus ihrer aus Fig. 8 ersichtlichen Verriegelungs- oder Schließstellung
durch Druck, z. B. auf die Betätigungszonen 27, in eine Freigabestellung zu führen,
in welcher die Rasthaken 26 von den Raststegen 8 freikommen und diese nicht mehr untergreifen.
Der Deckel 3 kann und muss nun angehoben werden, jedoch nur soweit, dass sich die
Rastnasen 26 oberhalb der Raststege 8 befinden, die Sperre 28 des Deckels 3 jedoch
nicht durch die Sperrkontur 29 blockiert wird. Anschließend an diese erste, geringe
Aufwärtsbewegung müssen die Rastnasen 17 wieder entspannt werden, so dass sie sich
weder elastisch nach außen bewegen und die Sperren 28 nun bei einer weiteren Aufwärtsbewegung
kollisionsfrei an den Sperrkonturen 29 vorbei nach oben geführt werden können.
Bezugszeichen:
[0035]
- 1
- Gefahrgut-Kleinbehälter
- 2
- Behälter
- 3
- Deckel
- 4
- Einsatz
- 5
- Trennwand
- 6
- Ausbuchtung
- 7
- Kragen
- 8
- Raststeg
- 9
- Griffmulde
- 10
- Boden
- 11
- Standfuß
- 12
- Halteprofil
- 14
- Führungselement
- 15
- Deckelfläche
- 16
- Rand
- 17
- Rastnase
- 18
- Aussparung
- 19
- Verstärkungsrippe
- 20
- Rippe
- 21
- Wandraste
- 22
- Seitenkante
- 23
- Unterkante
- 24
- Steg
- 25
- Freiraum
- 26
- Rasthaken
- 27
- Betätigungszone
- 28
- Sperre
- 29
- Sperrkontur
1. Gefahrgut-Kleinbehälter (1),
mit einem oben offenen Behälter (2), der ein Fassungsvermögen aufweist, das zwischen
15 und 50 I beträgt,
und mit einem den Behälter (2) wahlweise verschließenden Deckel (3), der mit Hilfe
von Rastverschlüssen an dem Behälter (2) festlegbar ist,
dadurch gekennzeichnet,
dass zwei Rastverschlüsse in einem Abstand voneinander angeordnet sind, welcher eine beidhändige
Betätigung der Rastverschlüsse erfordert.
2. Gefahrgut-Kleinbehälter nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Fassungsvermögen des Behälters (2) zwischen 17 und 25 I beträgt.
3. Gefahrgut-Kleinbehälter nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass am Behälter (2) Verriegelungsabschnitte in Form von Raststegen (8) angeordnet sind,
die im Abstand außerhalb von der Behälterwand verlaufen,
und dass am Deckel (3) Rastelemente angeordnet sind, die zusammen mit den Verriegelungsabschnitten
des Behälters (2) jeweils einen Rastverschluss schaffen,
wobei die Rastelemente als Rastnasen (17) ausgestaltet sind, die sich im Gebrauch
jeweils vom Deckel (3) zwischen der Behälterwand und einem Raststeg (8) erstrecken
und den Raststeg (8) untergreifen,
wobei die Rastelemente in der Art im Abstand zu der Behälterwand verlaufen, dass sie
gegen eine Federwirkung in Richtung zur Behälterwand beweglich sind und außer Eingriff
mit dem jeweils zugeordneten Raststeg (8) kommen.
4. Gefahrgut-Kleinbehälter nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Behälter (2) an seiner Außenseite Griffmulden (9) aufweist, die jeweils
• einen U-förmigen, nach unten offenen Querschnitt,
• eine Tiefe von wenigstens 20 mm,
• und eine Breite von wenigstens 90 mm aufweisen.
5. Gefahrgut-Kleinbehälter nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass der oben offene Behälter (2) um seine Öffnung einen außen umlaufenden Kragen (7)
aufweist, welcher die Raststege (8) und / oder die Griffmulden (9) bildet.
6. Gefahrgut-Kleinbehälter nach einem der Ansprüche 3 bis 5,
dadurch gekennzeichnet,
dass die federbeweglichen Rastelemente des Deckels (3) jeweils einen nach innen ragenden,
als Sperre (28) bezeichneten Vorsprung aufweisen,
und dass der Behälter (2) Sperrkonturen (29) aufweist, die jeweils mit einer Sperre (28) des
Deckels (3) in der Art zusammenwirken, dass die Rastnase (17) aus ihrer einen Raststeg
(8) untergreifenden Verschlussstellung zunächst in eine Freigabestellung beweglich
ist, in welcher der Rastverschluss geöffnet ist, bei einer weiteren Bewegung der Rastnase
(17) über die Freigabestellung hinaus und bei weiterer Annäherung der Rastnase (17)
an die Behälterwand die Sperre (28) des Rastelements unter eine Sperrkontur (29) des
Behälters (2) gerät.
7. Gefahrgut-Kleinbehälter nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass im Inneren des Behälters (2) jeweils als Nut und / oder
Steg ausgestaltete Führungselemente (14) angeordnet sind,
die mit einer in den Behälter (2) einsetzbaren Trennwand (5) zusammenwirken und diese
quer zur Trennwandfläche stützen.
8. Gefahrgut-Kleinbehälter nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Trennwand (5) mittels einer federbeweglichen, wahlweise lösbaren Wandraste (21)
in ihrer Gebrauchsstellung im Behälter (2) festlegbar und wahlweise aus dem Behälter
(2) entnehmbar ist.
9. Gefahrgut-Kleinbehälter nach Anspruch 7 oder 8,
dadurch gekennzeichnet,
dass mehrere Führungselemente (14) in der Art im Inneren des Behälters (2) angeordnet
sind, dass die Trennwand (5) wahlweise an mehreren unterschiedlichen Stellen in den
Behälter (2) einsetzbar ist und / oder mehr als eine Trennwand (5) in den Behälter
(2) einsetzbar ist.
10. Gefahrgut-Kleinbehälter nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Deckel (3) dort, wo am Deckel (3) nach unten ragende Rastelemente angeordnet
sind, nach oben offene Aussparungen (18) in der Art aufweist, dass zwei gleichartige
Deckel (3) einen Verbund bildend ineinander stapelbar sind, wobei die Rastelemente
des oberen Deckels (3) in die Aussparungen (18) des unteren Deckels (3) greifen.
11. Gefahrgut-Kleinbehälter nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Deckel (3) dort, wo am Deckel (3) nach unten ragende Rastelemente angeordnet
sind, eine Materialverstärkung der Deckelfläche (15) aufweist.
12. Gefahrgut-Kleinbehälter nach Anspruch 11,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Deckel (3) als Materialverstärkung eine bereichsweise vergrößerte Wandstärke
der Deckelfläche (15) aufweist.