[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Betreiben einer Antriebseinrichtung für
ein Kraftfahrzeug, die zumindest zeitweise Abgas erzeugt und mehrere die Zusammensetzung
des Abgases beeinflussende Einrichtungskomponenten aufweist, wobei mittels einer Komponentendiagnose
für jede der Einrichtungskomponenten ein Komponentendiagnosewert ermittelt und bei
einer Abweichung des Komponentendiagnosewerts von einem der jeweiligen Einrichtungskomponente
zugeordneten Komponentendiagnosesollwertbereich auf einen Fehler der Einrichtungskomponente
erkannt wird. Die Erfindung betrifft weiterhin eine Antriebseinrichtung für ein Kraftfahrzeug.
[0002] Aus dem Stand der Technik ist beispielsweise die Druckschrift
DE 10 2019 008 535 A1 bekannt. Diese beschreibt ein Verfahren zum Betreiben eines eine Verbrennungskraftmaschine,
einen von Abgas der Verbrennungskraftmaschine durchströmbaren Abgastrakt, und eine
in dem Abgastrakt angeordnete Abgasnachbehandlungseinrichtung zum Nachbehandeln des
Abgases aufweisenden Kraftfahrzeugs, bei welchem mittels einer Sensoreinrichtung des
Kraftfahrzeugs wenigstens ein Bestandteil des Abgases stromabwärts der Abgasnachbehandlungseinrichtung
gemessen wird, wobei das Kraftfahrzeug auch wenigstens eine Komponente aufweist, durch
deren Betrieb zumindest der Bestandteil beeinflussbar ist, wobei wenn der Bestandteil
einen ersten Schwellenwert überschreitet, wenigstens ein zweiter Schwellenwert anhand
dessen die Komponente mittels einer An-Bord-Überwachung des Kraftfahrzeugs überwacht
wird, verschärft wird.
[0003] Es ist Aufgabe der Erfindung, ein Verfahren zum Betreiben einer Antriebseinrichtung
für ein Kraftfahrzeug vorzuschlagen, welches gegenüber bekannten Verfahren Vorteile
aufweist, insbesondere eine Fehlfunktion einer der Einrichtungskomponenten frühzeitiger
und zuverlässiger erkennt.
[0004] Dies wird erfindungsgemäß mit einem Verfahren zum Betreiben einer Antriebseinrichtung
für ein Kraftfahrzeug mit den Merkmalen des Anspruchs 1 erreicht. Dabei ist vorgesehen,
dass die Komponentendiagnosewerte mehrerer Einrichtungskomponenten normiert, aus den
normierten Komponentendiagnosewerten ein Gesamtdiagnosewert ermittelt und bei einer
Abweichung des Gesamtdiagnosewerts von einem Gesamtdiagnosesollwertbereich auf einen
gemeinsamen Fehler der mehreren Einrichtungskomponenten erkannt wird.
[0005] Vorteilhafte Ausgestaltungen mit zweckmäßigen Weiterbildungen der Erfindung sind
in den abhängigen Ansprüchen angegeben. Es wird darauf hingewiesen, dass die in der
Beschreibung erläuterten Ausführungsbeispiele nicht beschränkend sind; vielmehr sind
beliebige Variationen der in der Beschreibung, den Ansprüchen sowie den Figuren offenbarten
Merkmale realisierbar.
[0006] Das Verfahren dient zum Betreiben der Antriebseinrichtung und wird beispielsweise
mittels eines Steuergeräts umgesetzt, welches bevorzugt Bestandteil der Antriebseinrichtung
ist, jedoch selbstverständlich auch separat von dieser vorliegen kann. Die Antriebseinrichtung
wiederum ist vorzugsweise Bestandteil des Kraftfahrzeugs. Auch sie kann jedoch separat
von dem Kraftfahrzeug vorliegen. Die Antriebseinrichtung ist zum Antreiben des Kraftfahrzeugs
vorgesehen und ausgestaltet, insoweit also zum Bereitstellen eines auf das Antreiben
des Kraftfahrzeugs gerichteten Antriebsdrehmoments. Vorzugweise verfügt die Antriebseinrichtung
hierzu über ein Antriebsaggregat, welches zumindest eine der Einrichtungskomponenten
darstellt. Selbstverständlich kann das Antriebsaggregat jedoch auch mehrere der Einrichtungskomponenten
umfassen.
[0007] Während eines Betriebs der Antriebseinrichtung werden ihr beziehungsweise dem Antriebsaggregat
Kraftstoff und Frischgas zugeführt. Der Kraftstoff und das Frischgas werden zur Reaktion
gebracht, vorzugsweise verbrannt, sodass das Abgas anfällt. Das Antriebsaggregat ist
folglich ein Abgas erzeugendes Antriebsaggregat und die Antriebseinrichtung eine Abgas
erzeugende Antriebseinrichtung. Das Abgas wird in Richtung einer Außenumgebung der
Antriebseinrichtung beziehungsweise in die Außenumgebung abgeführt. Zuvor wird das
Abgas bevorzugt durch eine Abgasnachbehandlungseinrichtung geleitet, in welcher es
nachbehandelt wird.
[0008] Die Abgasnachbehandlungseinrichtung umfasst beispielsweise wenigstens einen Fahrzeugkatalysator
und/oder wenigstens einen Partikelfilter. Die Abgasnachbehandlungseinrichtung stellt
vorzugsweise wiederum eine der Einrichtungskomponenten dar oder umfasst mehrere der
Einrichtungskomponenten. Beispielsweise liegen der Fahrzeugkatalysator und der Partikelfilter
jeweils als eine der Einrichtungskomponenten vor. Selbstverständlich können jedoch
auch einzelne Bestandteile des Fahrzeugkatalysators und/oder des Partikelfilters die
Einrichtungskomponenten sein.
[0009] Um einen ordnungsgemäßen Betrieb der Antriebseinrichtung sowie die Einhaltung von
Abgasgrenzwerten sicherzustellen, wird die Komponentendiagnose durchgeführt. Im Rahmen
der Komponentendiagnose wird für jede der Einrichtungskomponenten jeweils ein Komponentendiagnosewert
ermittelt, sodass schlussendlich mehrere Komponentendiagnosewerte vorliegen, nämlich
für jede der Einrichtungskomponenten zumindest ein solcher Komponentendiagnosewert.
Die Komponentendiagnosewerte werden mit dem Komponentendiagnosesollwertbereich verglichen,
welche den Einrichtungskomponenten zugeordnet sind. Weicht einer der Komponentendiagnosewerte
von dem entsprechenden Komponentendiagnosesollwertbereich ab, liegt er also außerhalb
dieses Bereichs, so wird auf den Fehler der entsprechenden Einrichtungskomponente
erkannt.
[0010] Beispielsweise wird in diesem Fall ein Fehlersignal erzeugt, welches insbesondere
einem Fahrer des Kraftfahrzeugs angezeigt wird. Dieses Anzeigen erfolgt vorzugsweise
mittels eines optischen Signals, eines akustischen Signals und/oder eines haptischen
Signals. Besonders bevorzugt wird eine Fehlersignalleuchte aktiviert, welche dem Fahrer
signalisiert, dass er möglichst umgehend eine Wartung des Kraftfahrzeugs veranlassen
sollte.
[0011] Diese Vorgehensweise entspricht der einer üblichen On Board-Diagnose (OBD), die einzelne
Einrichtungskomponenten überwacht und auf eine Abweichungen von einem Sollzustand
überprüft. Hierbei wird stets jede Einrichtungskomponente einzeln betrachtet und der
Komponentendiagnosesollwertbereich muss derart gewählt sein, dass ein fälschliches
Erkennen auf den Fehler der Einrichtungskomponente zuverlässig vermieden wird. Entsprechend
sind in dem Komponentendiagnosesollwertbereich Toleranzen enthalten, die sich aus
Veränderungen der jeweiligen Einrichtungskomponente über ihre Lebenszeit ergeben.
[0012] Zum einen muss also der Komponentendiagnosesollwertbereich zur Berücksichtigung der
Veränderung der Einrichtungskomponente über ihre Lebenszeit hinweg gewählt sein. Zum
anderen werden Wechselwirkungen zwischen unterschiedlichen Einrichtungskomponenten
bislang nicht betrachtet. Es könnte zum Beispiel der Fall auftreten, dass mehrere
Einrichtungskomponenten für sich betrachtet in Ordnung sind, also die Komponentendiagnosewerte
innerhalb der Komponentendiagnosesollwertbereich liegen, insgesamt die Einrichtungskomponenten
jedoch eine Zusammensetzung des Abgases bewirken, die abseits einer gewünschten beziehungsweise
vorgegebenen Zusammensetzung liegt.
[0013] Aus diesem Grund soll zusätzlich zu der Einzelbetrachtung der Einrichtungskomponenten
eine Gesamtbetrachtung mehrerer Einrichtungskomponenten vorgenommen werden. Hierzu
werden die Komponentendiagnosewerte mehrerer Einrichtungskomponenten, beispielsweise
aller Einrichtungskomponenten, normiert. Das Normieren erfolgt insbesondere derart,
dass ein normierter Komponentendiagnosewert von kleiner oder gleich null einer defekten
Einrichtungskomponente, ein normierter Komponentendiagnosewert von größer als null
und kleiner als eins einer funktionsfähigen Einrichtungskomponente und ein normierter
Komponentendiagnosewert von eins einer funktionsfähigen und neuwertigen Einrichtungskomponente
entspricht.
[0014] Aus den normierten Komponentendiagnosewerten wird nachfolgend der Gesamtdiagnosewert
bestimmt und auf sein Einhalten des Gesamtdiagnosesollwertbereichs überprüft. Liegt
also der Gesamtdiagnosewert innerhalb des Gesamtdiagnosesollwertbereichs, so wird
davon ausgegangen, dass die betrachteten Einrichtungskomponenten fehlerfrei arbeiten,
sofern ihre Komponentendiagnosewerte ebenfalls in den Komponentendiagnosesollwertbereichen
liegen. Liegt hingegen der Gesamtdiagnosewert außerhalb des Gesamtdiagnosesollwertbereichs,
so wird auch dann auf den gemeinsamen Fehler der mehreren Einrichtungskomponenten
erkannt, falls ihre Komponentendiagnosewerte innerhalb der Komponentendiagnosesollwertbereiche
liegen.
[0015] In anderen Worten werden zunächst die einzelnen Einrichtungskomponenten auf ihren
Zustand überprüft und die ihnen zugeordneten Komponentendiagnosewerte ermittelt. Diese
Komponentendiagnosewerte werden anschließend in eine Wirkkette eingeordnet, die ihren
Einfluss auf die Zusammensetzung des Abgases beschreibt. Ergibt sich hierbei, dass
die betrachteten Einrichtungskomponenten insgesamt eine zu starke Änderung der Zusammensetzung
des Abgases bewirken, so wird der gemeinsame Fehler festgestellt. In diesem Fall werden
bevorzugt die ermittelten Werte, also insbesondere der Gesamtdiagnosewert und die
Komponentendiagnosewerte, herangezogen, um diejenige Einrichtungskomponente zu bestimmen,
welche zum effektiven Beheben des gemeinsamen Fehlers ausgetauscht werden muss. Die
beschriebene Vorgehensweise ermöglicht auf besonders effektive Art und Weise das Einhalten
von Emissionsgrenzwerten.
[0016] Es kann vorgesehen sein, dass bei einem abseits des Gesamtdiagnosesollwertbereichs
liegenden Gesamtdiagnosewert der Fahrer durch eine entsprechende Anzeige zur Anpassung
seines Fahrverhaltens angehalten wird. Dies kann zum Beispiel durch Angabe einer Restreichweite
des Kraftfahrzeugs erfolgen. Auch kann wenigstens ein Betriebsparameter des Kraftfahrzeugs
angepasst werden, zum Beispiel eine Drehzahl, bei welcher ein Hochschalten oder ein
Herunterschalten eines Gangwechselgetriebes vorgenommen wird.
[0017] Eine Weiterbildung der Erfindung sieht vor, dass bei dem Normieren wenigstens eines
der folgenden Elemente berücksichtigt wird: eine für die jeweilige Einrichtungskomponente
hinterlegte Normierungsvorschrift, eine Umgebungsbedingung, eine Laufleistung der
jeweiligen Einrichtungskomponente, ein Alter der jeweiligen Einrichtungskomponente,
ein für die jeweilige Einrichtungskomponente hinterlegter statischer Normierungswert
und ein für die jeweilige Einrichtungskomponente während eines vorhergehenden Fahrzyklus
ermittelter adaptiver Normierungswert. Das Normieren der Komponentendiagnosewerte
soll derart vorgenommen werden, dass die Komponentendiagnosewerte unterschiedlicher
Einrichtungskomponenten miteinander vergleichbar sind, insbesondere hinsichtlich ihres
Einflusses auf die Abgaszusammensetzung.
[0018] Für jede der Einrichtungskomponenten ist wenigstens eines der bereits genannten Elemente
hinterlegt, welches bei dem Normieren herangezogen wird. Eines der Elemente ist die
Normierungsvorschrift. Die Normierungsvorschrift liegt beispielsweise in Form einer
mathematischen Beziehung, einer Tabelle oder eines Kennfelds vor. Die Normierungsvorschrift
weist als Eingangsgröße den entsprechenden Komponentendiagnosewert und als Ausgangsgröße
den normierten Komponentendiagnosewert auf. Die Normierungsvorschrift kann wenigstens
ein weiteres der genannten Elemente als Eingangsgröße heranziehen, zum Beispiel die
Umgebungsbedingung, die Laufleistung, das Alter, den statischen Normierungswert und/oder
den adaptiven Normierungswert.
[0019] Die Umgebungsbedingung ist vorzugsweise eine Zustandsgröße der Umgebung beziehungsweise
Außenumgebung der Antriebseinrichtung. Beispielsweise wird eine Umgebungstemperatur,
ein Umgebungsluftdruck oder dergleichen herangezogen. Für die selbe Einrichtungskomponente
können sich bei identischen Zuständen der Einrichtungskomponente jedoch unterschiedlichen
Umgebungsbedingungen unterschiedliche Komponentendiagnosewerte ergeben. Um diesem
Umstand Rechnung zu tragen, soll der Einfluss der Umgebungsbedingung im Zuge des Normierens
zumindest teilweise beseitigt werden. Hierzu fließt die Umgebungsbedingung beziehungsweise
wenigstens eine Umgebungsbedingung, bevorzugt mehrere Umgebungsbedingungen, in den
normierten Komponentendiagnosewerten ein.
[0020] Weitere Elemente, die bei dem Normieren Berücksichtigung finden können, sind die
Laufleistung der Einrichtungskomponente und/oder ihr Alter. Unter der Laufleistung
ist eine unter Verwendung der Einrichtungskomponente durch das Kraftfahrzeug zurückgelegte
Strecke zu verstehen, das Alter der Einrichtungskomponente beschreibt die Zeitspanne
seit einer Herstellung der Einrichtungskomponente. Sowohl die Laufleistung als auch
das Alter können den Komponentendiagnosewert beeinflussen. Auch hier kann es sinnvoll
sein, den Einfluss zumindest teilweise durch das Normieren herauszurechnen, um eine
über die Laufleistung beziehungsweise das Alter normale Veränderung der Einrichtungskomponente
nicht als Fehler zu erkennen.
[0021] Zusätzlich oder alternativ werden der statische Normierungswert und/oder der adaptive
Normierungswert herangezogen. Der statische Normierungswert wird fest hinterlegt und
ist der jeweiligen Einrichtungskomponente zugeordnet. Vorzugsweise ist der statische
Normierungswert für eine Vielzahl von im Wesentlichen identischen Einrichtungskomponenten
gleich. Der adaptive Normierungswert ist hingegen an die spezifische Einrichtungskomponente
angepasst. Dies kann beispielsweise geschehen, indem der adaptive Normierungswert
während einer bestimmten Fahrstrecke nach einer Inbetriebnahme der Antriebseinrichtung
beziehungsweise der Einrichtungskomponente ermittelt und abgespeichert wird.
[0022] Vorzugsweise wird also während der bestimmten Fahrstrecke die Einrichtungskomponente
nicht bei der Gesamtdiagnose berücksichtigt, sondern vielmehr wird der Komponentendiagnosewert
der Einrichtungskomponente erfasst und als adaptiver Normierungswert zwischengespeichert.
Insbesondere wird der Komponentendiagnosewert während der Fahrstrecke mehrfach ermittelt
und ein sich hieraus ergebenden Mittelwert als adaptiver Normierungswert verwendet.
Alternativ kann der adaptive Normierungswert nach einer Herstellung der Einrichtungskomponente
und vor ihrer Montage im Kraftfahrzeug ermittelt werden. Durch die beschriebene Vorgehensweise
kann sichergestellt werden, dass die normierten Komponentendiagnosewerte zuverlässig
miteinander vergleichbar sind beziehungsweise die Ermittlung eines aussagekräftigen
Gesamtdiagnosewerts ermöglichen.
[0023] Eine Weiterbildung der Erfindung sieht vor, dass für jede Einrichtungskomponente
eine Berechnungsvorschrift hinterlegt ist, die bei dem Ermitteln des Gesamtdiagnosewerts
herangezogen wird. Die Berechnungsvorschrift beschreibt, wie der jeweilige Komponentendiagnosewert
der Einrichtungskomponente dem Gesamtdiagnosewert zugeschlagen werden soll. Beispielsweise
beschreibt die Berechnungsvorschrift eine mathematische Beziehung, insbesondere eine
Rechenart. Im Rahmen der Berechnungsvorschrift kann auch eine Gewichtung der Komponentendiagnosewerte
untereinander vorgenommen werden. Mittels der Berechnungsvorschrift kann aus den Komponentendiagnosewerten
ein aussagekräftiger Gesamtdiagnosewert ermittelt werden.
[0024] Eine Weiterbildung der Erfindung sieht vor, dass die Berechnungsvorschrift wenigstens
eine der folgenden Elemente enthält: eine mathematische Operation, einen Gewichtungsfaktor
und eine Korrekturvorschrift. Die mathematische Operation ist beispielsweise eine
Rechenart. Der Gewichtungsfaktor beschreibt einen Faktor, mit welchem der jeweilige
Komponentendiagnosewert beaufschlagt wird, bevor er dem Gesamtdiagnosewert zugeschlagen
wird, insbesondere gemäß der mathematischen Operation. Die Korrekturvorschrift hingegen
beschreibt eine Korrektur, welcher der normierte Komponentendiagnosewert unterworfen
wird, bevor der sich hieraus ergebende korrigierte Komponentendiagnosewert dem Gesamtdiagnosewert
zugeschlagen wird. Die Korrekturvorschrift ist beispielsweise eine mathematische Beziehung.
Insbesondere beschreibt sie die Beaufschlagung des Komponentendiagnosewerts mit einem
Offset, um einen entsprechenden Offsetfehler zu beseitigen. Die beschriebene Vorgehensweise
ermöglicht wiederum das Ermitteln eines aussagekräftigen Gesamtdiagnosewerts.
[0025] Eine Weiterbildung der Erfindung sieht vor, dass die Berechnungsvorschrift und/oder
die Normierungsvorschrift für eine von mehreren Abgaskomponenten des Abgases hinterlegt
sind. Die Berechnungsvorschrift beziehungsweise die Normierungsvorschrift beziehen
sich insoweit auf genau eine der mehreren Abgaskomponenten beziehungsweise sind derart
gewählt, dass sie den Einfluss der jeweiligen Einrichtungskomponente auf genau diese
Abgaskomponente beschreiben. Vorzugsweise sind jeder Einrichtungskomponente mehrere
Berechnungsvorschriften und/oder mehrere Normierungsvorschriften zugeordnet, nämlich
jeweils eine Berechnungsvorschrift und/oder jeweils eine Normierungsvorschrift für
zumindest einige oder sogar jede der mehreren Abgaskomponenten.
[0026] Das Normieren der Komponentendiagnosewerte und das Ermitteln des Gesamtdiagnosewerts
erfolgt somit bevorzugt für eine spezifische der Abgaskomponenten, sodass der Gesamtdiagnosewert
den Einfluss der Einrichtungskomponenten auf genau diese Abgaskomponente konkret beschreibt.
Die jeweilige Berechnungsvorschrift kann hierbei auch die Information enthalten, ob
die jeweilige Einrichtungskomponente für die jeweilige Abgaskomponente in dem Gesamtdiagnosewert
zu berücksichtigen ist oder ob die Einrichtungskomponente für diese Abgaskomponente
keinen Eingang in Gesamtdiagnosewert finden soll. Die erläuterte Vorgehensweise ermöglicht
das Ermitteln eines besonders aussagekräftigen Gesamtdiagnosewerts.
[0027] Eine Weiterbildung der Erfindung sieht vor, dass das Normieren und/oder das Ermitteln
des Gesamtdiagnosewerts für die eine Abgaskomponente erfolgt und zusätzlich wenigstens
ein weiterer Gesamtdiagnosewert für wenigstens eine andere der Abgaskomponenten ermittelt
wird. Das Normieren beziehungsweise das Ermitteln des Gesamtdiagnosewerts erfolgt
also nicht lediglich für die eine Abgaskomponente, sondern schlussendlich für mehrere
Abgaskomponenten, insbesondere alle Abgaskomponenten. Somit ergeben sich mehrere Gesamtdiagnosewerte,
nämlich für jede berücksichtigte Abgaskomponente einer.
[0028] Das Normieren beziehungsweise das Ermitteln des Gesamtdiagnosewerts erfolgt hierbei
bevorzugt mittels Berechnungsvorschriften beziehungsweise Normierungsvorschriften,
welche für die spezifische Abgaskomponente gewählt sind. Somit finden bei dem Ermitteln
der Gesamtdiagnosewerts für die unterschiedlichen Abgaskomponenten unterschiedliche
Normierungsvorschriften und/oder unterschiedliche Berechnungsvorschriften Anwendung.
Vorzugsweise wird jeder der Gesamtdiagnosewert mit einem von mehreren Gesamtdiagnosesollwertbereichen
verglichen, wobei die Gesamtdiagnosesollwertbereiche für die unterschiedlichen Abgaskomponenten
spezifisch gewählt sind. Für unterschiedliche Abgaskomponenten liegen insoweit unterschiedliche
Gesamtdiagnosesollwertbereiche vor.
[0029] Anders ausgedrückt ergibt sich für jede berücksichtigte Abgaskomponente ein spezifischer
Gesamtdiagnosewert, der mit einem für die jeweilige Abgaskomponente gewählten Gesamtdiagnosesollwertbereich
verglichen wird. Liegt der Gesamtdiagnosewert innerhalb dieses Gesamtdiagnosesollwertbereichs,
so wird auf die Funktionsfähigkeit der mehreren Einrichtungskomponenten erkannt. Liegt
er außerhalb, so wird auf den gemeinsamen Fehler der mehreren Einrichtungskomponenten
erkannt. Die beschriebene Vorgehensweise ermöglicht eine besonders aussagekräftige
Analyse der Emissionen der Antriebseinrichtung.
[0030] Eine Weiterbildung der Erfindung sieht vor, dass bei dem Erkennen auf die Abweichung
des Gesamtdiagnosewerts von dem Gesamtdiagnosesollwertbereich die Einrichtungskomponente,
die den Gesamtdiagnosewert am stärksten in die Richtung beeinflusst, in welcher er
außerhalb des Gesamtdiagnosesollwertbereichs liegt, sowie ein Ausmaß der Beeinflussung
bestimmt werden. Liegt der Gesamtdiagnosewert außerhalb des Gesamtdiagnosesollwertbereichs,
es wird somit zunächst geprüft, in welcher Richtung der Gesamtdiagnosewert abseits
des Gesamtdiagnosesollwertbereichs liegt, insbesondere also ob er kleiner ist als
eine untere Grenze des Gesamtdiagnosesollwertbereichs oder ob er größer ist als eine
obere Grenze des Gesamtdiagnosesollwertbereichs. Anschließend wird ermittelt, welche
der Einrichtungskomponenten den Gesamtdiagnosewert am stärksten in die Richtung drängt,
in welcher er abseits des Gesamtdiagnosesollwertbereichs liegt. Zusätzlich wird für
diese Einrichtungskomponente das Ausmaß der Beeinflussung des Gesamtdiagnosewerts
ermittelt. Diese Vorgehensweise ermöglicht eine Aussage darüber, welche der mehreren
Einrichtungskomponenten möglicherweise einen Defekt aufweist.
[0031] Eine Weiterbildung der Erfindung sieht vor, dass bei einem Überschreiten eines Schwellenwerts
durch das Ausmaß der Beeinflussung auf den Fehler der Einrichtungskomponente erkannt
wird. Liegt also der Gesamtdiagnosewert außerhalb des Gesamtdiagnosesollwertbereichs
und überschreitet gleichzeitig das Ausmaß der Beeinflussung den Schwellenwert, so
wird auf den Fehler der zuvor bestimmten Einrichtungskomponente erkannt. Die Einrichtungskomponente
ist somit die Einrichtungskomponente, die den Gesamtdiagnosewert am stärksten in die
Richtung beeinflusst, in welcher er außerhalb des Gesamtdiagnosesollwertbereichs liegt.
Vorzugsweise wird nur dann auf den Fehler der Einrichtungskomponente erkannt, sofern
beide Bedingungen zutreffen. Die beschriebene Vorgehensweise ermöglicht eine zuverlässige
Erkennung eines möglichen Defekts der Einrichtungskomponente.
[0032] Eine Weiterbildung der Erfindung sieht vor, dass bei dem Erkennen auf die Abweichung
des Gesamtdiagnosewerts von dem Gesamtdiagnosesollwertbereich für jede der mehreren
Einrichtungskomponenten auf eine Abweichung des jeweiligen Komponentendiagnosewerts
von einem der entsprechenden Einrichtungskomponente zugeordneten, enger als der Komponentendiagnosesollwertbereich
gewählten weiteren Komponentendiagnosesollwertbereich geprüft wird, wobei bei Vorliegen
der Abweichung auf den Fehler der Einrichtungskomponente erkannt wird. Der Gesamtdiagnosewert
wird für mehrere der Einrichtungskomponenten ermittelt. Für jede dieser Einrichtungskomponenten
soll die beschriebene Vorgehensweise angewandt werden.
[0033] Es wird also der bereits ermittelte Komponentendiagnosewert mit dem weiteren Komponentendiagnosesollwertbereich
verglichen. Liegt er innerhalb des weiteren Komponentendiagnosesollwertbereichs, so
wird davon ausgegangen, dass die Einrichtungskomponente funktionsfähig ist. Liegt
er außerhalb, so wird auf den Fehler der Einrichtungskomponente erkannt. Der weitere
Komponentendiagnosesollwertbereich ist enger gewählt als der zuvor erwähnte Komponentendiagnosesollwertbereich.
Beispielsweise sind hierbei eine untere Grenze und eine obere Grenze des weiteren
Komponentendiagnosesollwertbereich anders gewählt als eine untere Grenze und eine
obere Grenze des Komponentendiagnosesollwertbereichs.
[0034] Beispielsweise ist es vorgesehen, für die Einrichtungskomponenten so lange den Komponentendiagnosewert
mit iterativ enger gewählten weiteren Komponentendiagnosesollwertbereichen zu vergleichen,
bis für eine der Einrichtungskomponenten auf den Fehler erkannt wird. Zunächst wird
also für alle Einrichtungskomponenten der weitere Komponentendiagnosesollwertbereich
gleich einem jeweiligen ersten Komponentendiagnosesollwertbereich gesetzt, der enger
ist als der jeweilige Komponentendiagnosesollwertbereich. Wird bei dem nachfolgenden
Vergleich der Komponentendiagnosewerte mit dem weiteren Komponentendiagnosesollwertbereich
eine der Einrichtungskomponenten als fehlerhaft erkannt, so wird das Verfahren beendet.
Liegen jedoch die Komponentendiagnosewerte der Einrichtungskomponenten innerhalb des
weiteren Komponentendiagnosesollwertbereichs, so wird das Verfahren fortgesetzt. Hierbei
werden die weiteren Komponentendiagnosesollwertbereiche gleich zweiten Komponentendiagnosesollwertbereichen
gesetzt, die enger gewählt sind als die ersten Komponentendiagnosesollwertbereiche.
[0035] Dann erfolgt erneut ein Vergleich der Komponentendiagnosewerte mit den weiteren Komponentendiagnosesollwertbereichen.
Liegen auch hierbei die Komponentendiagnosewerte allesamt innerhalb der weiteren Komponentendiagnosesollwertbereiche,
so wird das Verfahren mit erneut engeren dritten Komponentendiagnosesollwertbereichen
fortgesetzt und so weiter, nämlich bis eine der Einrichtungskomponenten als fehlerhaft
erkannt wird. Somit ist zuverlässig feststellbar, welche der mehreren Einrichtungskomponenten
mit hoher Wahrscheinlichkeit defekt ist.
[0036] Die Erfindung betrifft weiterhin eine Antriebsrichtung für ein Kraftfahrzeug, insbesondere
zur Durchführung des Verfahrens gemäß den Ausführungen im Rahmen dieser Beschreibung,
wobei die Antriebseinrichtung zumindest zeitweise Abgas erzeugt und mehrere die Zusammensetzung
des Abgases beeinflussende Einrichtungskomponenten aufweist, wobei die Antriebsrichtung
dazu vorgesehen und ausgestaltet ist, mittels einer Komponentendiagnose für jede der
Einrichtungskomponenten einen Komponentendiagnosewert zu ermitteln und bei einer Abweichung
des Komponentendiagnosewerts von einem der jeweiligen Einrichtungskomponente zugeordneten
Komponentendiagnosesollwertbereich auf einen Fehler der Einrichtungskomponente zu
erkennen.
[0037] Dabei ist die Antriebseinrichtung weiter dazu vorgesehen und ausgestaltet, die Komponentendiagnosewerte
mehrerer Einrichtungskomponenten zu normieren, aus den normierten Komponentendiagnosewerten
einen Gesamtdiagnosewert zu ermitteln und bei einer Abweichung des Gesamtdiagnosewerts
von einem Gesamtdiagnosesollwertbereich auf einen gemeinsamen Fehler der mehreren
Einrichtungskomponenten zu erkennen.
[0038] Auf die Vorteile einer derartigen Ausgestaltung der Antriebseinrichtung beziehungsweise
einer derartigen Vorgehensweise wurde bereits hingewiesen. Sowohl die Antriebseinrichtung
als auch das Verfahren zu ihrem Betreiben können gemäß den Ausführungen im Rahmen
dieser Beschreibung weitergebildet sein, sodass insoweit auf diese verwiesen wird.
[0039] Die in der Beschreibung beschriebenen Merkmale und Merkmalskombinationen, insbesondere
die in der nachfolgenden Figurenbeschreibung beschriebenen und/oder in den Figuren
gezeigten Merkmale und Merkmalskombinationen, sind nicht nur in der jeweils angegebenen
Kombination, sondern auch in anderen Kombinationen oder in Alleinstellung verwendbar,
ohne den Rahmen der Erfindung zu verlassen. Es sind somit auch Ausführungsformen als
von der Erfindung umfasst anzusehen, die in der Beschreibung und/oder den Figuren
nicht explizit gezeigt oder erläutert sind, jedoch aus den erläuterten Ausführungsformen
hervorgehen oder aus ihnen ableitbar sind.
[0040] Die Erfindung wird nachfolgend anhand der in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiele
näher erläutert, ohne dass eine Beschränkung der Erfindung erfolgt. Dabei zeigt die
einzige
- Figur 1
- eine schematische Darstellung einer Antriebseinrichtung für ein Kraftfahrzeug sowie
eines Verfahrens zum Betreiben der Antriebseinrichtung.
[0041] Die Figur 1 zeigt eine äußerst schematische Darstellung einer Antriebseinrichtung
1 für ein Kraftfahrzeug, welche mehrere Einrichtungskomponenten 2, 3 und 4 aufweist.
Die Einrichtungskomponente 2 liegt beispielsweise als Antriebsaggregat, die Einrichtungskomponente
3 als Fahrzeugkatalysator und die Einrichtungskomponente 4 als Partikelfilter vor.
Es sei darauf hingewiesen, dass diese Aufteilung stark beispielhaft ist und selbstverständlich
üblicherweise das Antriebsaggregat sich selbst aus mehreren Einrichtungskomponenten
zusammensetzt.
[0042] Es ist nun im Rahmen eines Verfahrens zum Betreiben der Antriebsrichtung 1 vorgesehen,
eine Komponentendiagnose durchzuführen. Im Zuge der Komponentendiagnose wird für jede
der Einrichtungskomponenten 2, 3 und 4 ein Komponentendiagnosewert 5 ermittelt und
mit einem der jeweiligen Einrichtungskomponente 2, 3 beziehungsweise 4 zugeordneten
Komponentendiagnosesollwertbereich 6 verglichen. Liegt der Komponentendiagnosewert
5 außerhalb des Komponentendiagnosesollwertbereichs 6, so kann auf einen Fehler der
entsprechenden Einrichtungskomponente 2, 3 beziehungsweise 4 geschlossen werden.
[0043] Zusätzlich zu der Komponentendiagnose soll eine Gesamtdiagnose vorgenommen werden.
Im Zuge der Gesamtdiagnosewert werden die Komponentendiagnosewerte 5 der Einrichtungskomponenten
2, 3 und 4 normiert, sodass ein normierter Komponentendiagnosewert 7 vorliegt. Die
normierten Komponentendiagnosewerte 7 werden miteinander verrechnet, um einen Gesamtdiagnosewert
8 zu erhalten. Dieser wird mit einem Gesamtdiagnosesollwertbereich 9 verglichen. Aus
diesem Vergleich resultiert ein Ergebnis 10 der Gesamtdiagnose. Das Verrechnen der
normierten Komponentendiagnosewerte 7 zu dem Gesamtdiagnosewert 8 erfolgt gemäß einer
Berechnungsvorschrift 11, welche vorzugsweise für jede der Einrichtungskomponenten
2, 3 beziehungsweise 4 hinterlegt ist.
[0044] Mit der beschriebenen Vorgehensweise ist eine besonders genaue Diagnose der Antriebseinrichtung
1 umgesetzt, da nicht nur mögliche Fehler der einzelnen Einrichtungskomponenten 2,
3 und 4 erkannt werden, sondern auch Fehler, die sich aus dem Zusammenwirken der Einrichtungskomponenten
2, 3 und 4 ergeben.
BEZUGSZEICHENLISTE:
[0045]
- 1
- Antriebseinrichtung
- 2
- Einrichtungskomponente
- 3
- Einrichtungskomponente
- 4
- Einrichtungskomponente
- 5
- Komponentendiagnosewert
- 6
- Komponentendiagnosesollwertbereich
- 7
- normierter Komponentendiagnosewert
- 8
- Gesamtdiagnosewert
- 9
- Gesamtdiagnosesollwertbereich
- 10
- Ergebnis
- 11
- Berechnungsvorschrift
1. Verfahren zum Betreiben einer Antriebseinrichtung (1) für ein Kraftfahrzeug, die zumindest
zeitweise Abgas erzeugt und mehrere die Zusammensetzung des Abgases beeinflussende
Einrichtungskomponenten (2, 3, 4) aufweist, wobei mittels einer Komponentendiagnose
für jede der Einrichtungskomponenten (2, 3, 4) ein Komponentendiagnosewert (5) ermittelt
und bei einer Abweichung des Komponentendiagnosewerts (5) von einem der jeweiligen
Einrichtungskomponente (2, 3, 4) zugeordneten Komponentendiagnosesollwertbereich (6)
auf einen Fehler der Einrichtungskomponente (2, 3, 4) erkannt wird, dadurch gekennzeichnet, dass die Komponentendiagnosewerte (5) mehrerer Einrichtungskomponenten (2, 3, 4) normiert,
aus den normierten Komponentendiagnosewerten (7) ein Gesamtdiagnosewert (8) ermittelt
und bei einer Abweichung des Gesamtdiagnosewerts (8) von einem Gesamtdiagnosesollwertbereich
(9) auf einen gemeinsamen Fehler der mehreren Einrichtungskomponenten (2, 3, 4) erkannt
wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass bei dem Normieren wenigstens eines der folgenden Elemente berücksichtigt wird: eine
für die jeweilige Einrichtungskomponente (2, 3, 4) hinterlegte Normierungsvorschrift,
eine Umgebungsbedingung, eine Laufleistung der jeweiligen Einrichtungskomponente (2,
3, 4), ein Alter der jeweiligen Einrichtungskomponente (2, 3, 4), ein für die jeweilige
Einrichtungskomponente (2, 3, 4) hinterlegter statischer Normierungswert und ein für
die jeweilige Einrichtungskomponente (2, 3, 4) während eines vorhergehenden Fahrzyklus
ermittelter adaptiver Normierungswert.
3. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass für jede Einrichtungskomponente (2, 3, 4) eine Berechnungsvorschrift (11) hinterlegt
ist, die bei dem Ermitteln des Gesamtdiagnosewerts (8) herangezogen wird.
4. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Berechnungsvorschrift (11) wenigstens eines der folgenden Elemente enthält: eine
mathematische Operation, einen Gewichtungsfaktor und eine Korrekturvorschrift.
5. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Berechnungsvorschrift (11) und/oder die Normierungsvorschrift für eine von mehreren
Abgaskomponenten des Abgases hinterlegt sind.
6. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Normieren und/oder das Ermitteln des Gesamtdiagnosewerts (8) für die eine Abgaskomponente
erfolgt und zusätzlich wenigstens ein weiterer Gesamtdiagnosewert für wenigstens eine
andere der Abgaskomponenten ermittelt wird.
7. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass bei dem Erkennen auf die Abweichung des Gesamtdiagnosewerts (8) von dem Gesamtdiagnosesollwertbereich
(9) die Einrichtungskomponente (2, 3, 4), die den Gesamtdiagnosewert (8) am stärksten
in die Richtung beeinflusst, in welcher er außerhalb des Gesamtdiagnosesollwertbereichs
(9) liegt, sowie ein Ausmaß der Beeinflussung bestimmt werden.
8. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass bei einem Überschreiten eines Schwellenwerts durch das Ausmaß der Beeinflussung auf
den Fehler der Einrichtungskomponente (2, 3, 4) erkannt wird.
9. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass bei dem Erkennen auf die Abweichung des Gesamtdiagnosewerts (8) von dem Gesamtdiagnosesollwertbereich
(9) für jede der mehreren Einrichtungskomponenten (2, 3, 4) auf eine Abweichung des
jeweiligen Komponentendiagnosewerts (5) von einem der entsprechenden Einrichtungskomponente
(2, 3, 4) zugeordneten, enger als der Komponentendiagnosesollwertbereich (6) gewählten
weiteren Komponentendiagnosesollwertbereich (6) geprüft wird, wobei bei Vorliegen
der Abweichung auf den Fehler der Einrichtungskomponente (2, 3, 4) erkannt wird.
10. Antriebseinrichtung (1) für ein Kraftfahrzeug, insbesondere zur Durchführung des Verfahrens
nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Antriebseinrichtung
(1) zumindest zeitweise Abgas erzeugt und mehrere die Zusammensetzung des Abgases
beeinflussende Einrichtungskomponenten (2, 3, 4) aufweist, wobei die Antriebseinrichtung
(1) dazu vorgesehen und ausgestaltet ist, mittels einer Komponentendiagnose für jede
der Einrichtungskomponenten (2, 3, 4) einen Komponentendiagnosewert (5) zu ermitteln
und bei einer Abweichung des Komponentendiagnosewerts (5) von einem der jeweiligen
Einrichtungskomponente (2, 3, 4) zugeordneten Komponentendiagnosesollwertbereich (6)
auf einen Fehler der Einrichtungskomponente (2, 3, 4) zu erkennen, dadurch gekennzeichnet, dass die Antriebsrichtung (1) weiter dazu vorgesehen und ausgestaltet ist, die Komponentendiagnosewerte
(5) mehrerer Einrichtungskomponenten (2, 3, 4) zu normieren, aus den normierten Komponentendiagnosewerten
(7) einen Gesamtdiagnosewert (8) zu ermitteln und bei einer Abweichung des Gesamtdiagnosewerts
(8) von einem Gesamtdiagnosesollwertbereich (9) auf einen gemeinsamen Fehler der mehreren
Einrichtungskomponenten (2, 3, 4) zu erkennen.