[0001] Die Erfindung betrifft ein System mit einem Haushaltsgerät der in dem Oberbegriff
des Patentanspruchs 1 genannten Art und ein Verfahren zum Betrieb eines Systems.
[0002] Derartige Systeme und Verfahren zu deren Betrieb sind aus dem Stand der Technik in
einer Vielzahl von Ausführungsformen bereits vorbekannt. Die bekannten Systeme umfassen
ein Haushaltsgerät zur Anordnung in einem Aufnahmeraum eines Möbels mit einer zwischen
einer Schließlage und einer Öffnungslage hin und her überführbaren Tür, wobei die
Tür in deren Schließlage einen Zugriff auf einen Behandlungsraum des Haushaltsgeräts
verhindert und in deren Öffnungslage den vorgenannten Zugriff ermöglicht.
[0003] Aus der Druckschrift
US 9 055 851 B2 ist ein Haushaltsgerät mit einer Tür zum Behandlungsraum bekannt. Die Druckschrift
US 2022 275 675 A1 offenbart darüber hinaus ein Haushaltsgerät mit einer Tür zum Behandlungsraum und
mit einer Einrichtung zur Erkennung eines Fremdkörpers, welcher beim Schließen der
Tür die Tür beschädigen könnte.Die Druckschrift
EP 4 056 799 A1 offenbart ein Haushaltsgerät mit einer Tür zum Behandlungsraum, wobei die Tür relativ
zu dem Behandlungsraum rotatorisch beweglich ist.
[0004] Der Erfindung stellt sich somit das Problem, ein System mit einem Haushaltsgerät
sowie ein Verfahren für ein System zu verbessern.
[0005] Erfindungsgemäß wird dieses Problem durch ein System mit den Merkmalen des Patentanspruchs
1 gelöst, das dadurch gekennzeichnet ist, dass das Haushaltsgerät mittels eines Antriebs
des Systems zwischen einer Verstaulage des Haushaltsgeräts, in der das Haushaltsgerät
bis auf die Tür in dem Aufnahmeraum angeordnet ist, und einer Frontlage des Haushaltsgeräts,
in der das Haushaltsgerät weiter als mit der Tür aus dem Aufnahmeraum herausragt,
automatisch hin und her überführbar ist, wobei das System zusätzlich mindestens eine
mit dem Antrieb signalübertragend verbundene Klemmschutzvorrichtung aufweist, die
derart angeordnet und ausgebildet ist, dass mittels der Klemmschutzvorrichtung ein
zwischen der Tür und dem Möbel angeordnetes Objekt detektierbar ist und in Abhängigkeit
davon, also in Abhängigkeit eines Detektionszustands der Klemmschutzvorrichtung, der
Antrieb während der automatischen Überführung des Haushaltsgeräts von dessen Frontlage
in dessen Verstaulage automatisch ausschaltbar ist. Ferner wird dieses Problem durch
ein Verfahren mit den Merkmalen des Patentanspruchs 11 gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen
und Weiterbildungen der Erfindung ergeben sich aus den nachfolgenden Unteransprüchen.
[0006] Der mit der Erfindung erreichbare Vorteil besteht insbesondere darin, dass ein System
mit einem Haushaltsgerät sowie ein Verfahren für ein System verbessert sind. Aufgrund
der erfindungsgemäßen Ausbildung des Systems und des Verfahrens ist zum einen ein
wirksamer Klemmschutz für einen Benutzer des Systems angegeben. Zum anderen ist hierdurch
gewährleistet, dass das System nicht durch eine Blockade der Bewegung des Haushaltsgeräts
in Richtung von dessen Verstaulage, beispielsweise durch ein von einem Kind in den
Zwischenraum zwischen der Tür und dem Möbel eingestecktes Objekt, beschädigt wird.
[0007] Grundsätzlich ist das erfindungsgemäße System nach Art, Funktionsweise, Material
und Dimensionierung in weiten geeigneten Grenzen frei wählbar. Beispielsweise kann
es sich bei dem Haushaltsgerät um ein Gerät zur Zubereitung von Speisen oder Getränken
handeln. Denkbar sind aber auch andere Haushaltsgeräte, wie zum Beispiel Wäschebehandlungsmaschinen.
Ferner ist es möglich, dass die Funktionalität eines erfindungsgemäßen Klemmschutzes,
lediglich bei der Überführung des Haushaltsgeräts von dessen Frontlage in dessen Verstaulage
aktiviert ist. Darüber hinaus kann das Haushaltsgerät selbst in einem Gehäuse des
Systems angeordnet sein, wobei dann das Gehäuse in den Aufnahmeraum des Möbels anordenbar
ist. Analog zu dem erfindungsgemäßen System ist auch das erfindungsgemäße Verfahren
in weiten geeigneten Grenzen frei wählbar.
[0008] Ein Aspekt ist es, dass die Tür eingerichtet und ausgebildet ist, zwischen der Schließlage
und der Öffnungslage relativ zu dem Behandlungsraum eine, insbesondere rotatorische,
Bewegung zu vollziehen. Hierdurch ist es möglich, die Tür relativ zu dem Behandlungsraum
und unabhängig von der Bewegung des Haushaltsgerätes relativ zu dem Möbel zu bewegen.
[0009] Ein weiterer Aspekt ist es, dass das System eingerichtet und ausgebildet ist, dass
das Haushaltsgerät zwischen der Verstaulage und der Frontlage relativ zu dem Möbel
eine, insbesondere translatorische, Bewegung vollzieht. Hierdurch ist es möglich,
das Haushaltsgerät relativ zu dem Möbel und unabhängig von der Bewegung der Tür relativ
zu dem Behandlungsraum zu bewegen.
[0010] Ein weiterer Aspekt ist es, dass die Detektion mittels der Klemmschutzvorrichtung
möglich ist, wenn sich die Tür in der Schließlage oder in der Öffnungslage oder in
einer Zwischenlage zwischen der Schließlage und der Öffnungslage befindet. Hierdurch
ist eine Detektion eines Objektes bei der Bewegung des Haushaltsgeräts relativ zu
dem Möbel unabhängig von der Bewegung der Tür relativ zu dem Behandlungsraum möglich.
[0011] Eine vorteilhafte Weiterbildung des erfindungsgemäßen Systems sieht vor, dass die
Frontlage derart ausgebildet ist, dass lediglich in der Frontlage die Tür zwecks deren
Überführung in deren Schließlage und Öffnungslage greifbar ist und/oder mindestens
eine Lüftungsöffnung zwecks Kühlung des Haushaltsgeräts und/oder Feuchtigkeitsabfuhr
aus dem Haushaltsgerät in strömungsleitender Verbindung mit einer freien Umgebung
steht. Hierdurch ist das Haushaltsgerät in dessen Verstaulage bis auf die Tür vollständig
in dem Aufnahmeraum anordenbar, während das Haushaltsgerät in dessen Frontlage bedienerfreundlich
handhabbar und in einem Betriebszustand des Haushaltsgeräts, ohne diesbezügliche Anpassungen
an dem Möbel oder dem vorgenannten Gehäuse und dem Möbel sehr gut kühlbar ist und/oder
die Ableitung von Feuchtigkeit aus dem Haushaltsgerät in die freie Umgebung mittels
des Systems ermöglicht ist.
[0012] Eine besonders vorteilhafte Weiterbildung des erfindungsgemäßen Systems sieht vor,
dass die Klemmschutzvorrichtung zumindest teilweise, bevorzugt vollständig, an der
Tür und/oder an einem Gehäuse des Haushaltsgeräts angeordnet ist. Auf diese Weise
ist eine sehr kompakte und damit montagefreundliche Ausbildung der Klemmschutzvorrichtung
und damit des erfindungsgemäßen Systems angegeben. Dies gilt insbesondere für den
Fall, dass die Klemmschutzvorrichtung vollständig an der Tür und/oder dem Gehäuse
des Haushaltsgeräts angeordnet ist.
[0013] Eine weitere vorteilhafte Weiterbildung des erfindungsgemäßen Systems sieht vor,
dass die mindestens eine Klemmschutzvorrichtung umlaufend an der Tür und/oder dem
Gehäuse des Haushaltsgeräts angeordnet ist. Hierdurch ist eine umlaufende Erkennung
eines zwischen der Tür und dem Möbel befindlichen Objekts ermöglicht, so dass der
gesamte Gefahrenbereich mittels der Klemmschutzvorrichtung vollständig abgedeckt ist.
[0014] Eine andere vorteilhafte Weiterbildung des erfindungsgemäßen Systems sieht vor, dass
die Klemmschutzvorrichtung als eine mechanische oder elektromechanische Klemmschutzvorrichtung
ausgebildet ist. Auf diese Weise ist die erfindungsgemäße Klemmschutzvorrichtung auf
eine sehr robuste und langlebige Art realisierbar.
[0015] Eine weitere vorteilhafte Weiterbildung des erfindungsgemäßen Systems sieht vor,
dass das System zwecks Realisierung der Klemmschutzvorrichtung eine Drehmomentbegrenzungseinrichtung
für einen Motor des Antriebs aufweist, bevorzugt, dass die Drehmomentbegrenzungseinrichtung
eine Feder umfasst. Hierdurch ist die erfindungsgemäße Klemmschutzvorrichtung beispielsweise
für einen Benutzer des erfindungsgemäßen Systems unsichtbar an dem System anordenbar.
Ferner ist die erfindungsgemäße Klemmschutzvorrichtung gemäß der vorliegenden Weiterbildung
vor einer unsachgemäßen Handhabung des Benutzers und/oder vor die Funktion der Klemmschutzvorrichtung
beeinträchtigenden Umwelteinflüssen wirksam geschützt.
[0016] Grundsätzlich ist die vorgenannte Drehmomentbegrenzungseinrichtung für den Motor
in weiten geeigneten Grenzen frei wählbar. Dies gilt auch für die bevorzugte Ausführungsform
dieser Weiterbildung. Zweckmäßigerweise ist es vorgesehen, dass der Motor des Antriebs
mittels einer Drehfeder des Systems gelagert ist, wobei eine Drehachse der Drehfeder
parallel zu einer Abtriebsachse des Motors angeordnet ist, und wobei, zwecks Realisierung
der Klemmschutzvorrichtung, der Motor, die Drehfeder und ein Ausschalter des Systems
zum Ausschalten des Antriebs derart aufeinander abgestimmt ausgebildet und angeordnet
sind, dass der Motor den Ausschalter bei einer Drehung um die Drehachse während der
automatischen Überführung des Haushaltsgeräts von dessen Frontlage in dessen Verstaulage
nach einem vorher festgelegten Drehwinkel betätigt.
[0017] Entsprechend sieht eine vorteilhafte Weiterbildung des erfindungsgemäßen Verfahrens,
rückbezogen auf Anspruch 7, vor, dass der Motor den Ausschalter bei einer Drehung
um die Drehachse während der automatischen Überführung des Haushaltsgeräts von dessen
Frontlage in dessen Verstaulage nach einem vorher festgelegten Drehwinkel betätigt.
[0018] Eine dazu alternative oder zusätzliche vorteilhafte Weiterbildung des erfindungsgemäßen
Systems sieht vor, dass die Klemmschutzvorrichtung eine Auswertung der Stromaufnahme
eines Motors des Antriebs umfasst, wobei der Antrieb in Abhängigkeit einer Überschreitung
einer vorher festgelegten Stromaufnahme automatisch ausschaltbar ist. Auf diese Weise
sind die vorgenannten Vorteile auf eine konstruktiv, fertigungstechnisch und schaltungstechnisch
andere Art erreichbar.
[0019] Entsprechend sieht eine vorteilhafte Weiterbildung des erfindungsgemäßen Verfahrens,
rückbezogen auf Anspruch 8, vor, dass der Antrieb in Abhängigkeit einer Überschreitung
einer vorher festgelegten Stromaufnahme automatisch ausgeschaltet wird.
[0020] Ferner sieht eine andere vorteilhafte Weiterbildung des erfindungsgemäßen Systems
vor, dass das System zusätzlich eine mit der Klemmschutzvorrichtung signalübertragend
verbundene Türsensorvorrichtung zur Erkennung der Tür in deren Schließlage aufweist,
wobei die Klemmschutzvorrichtung in Abhängigkeit der Türsensorvorrichtung aktivierbar
ist. Hierdurch ist es beispielsweise möglich, die Klemmschutzvorrichtung lediglich
bei in deren Schließlage befindlicher Tür zu aktivieren und damit zum Beispiel Energie
einzusparen.
[0021] Eine weitere vorteilhafte Weiterbildung des erfindungsgemäßen Systems sieht vor,
dass das System zusätzlich das Möbel mit dem Aufnahmeraum umfasst, bevorzugt, dass
der Antrieb direkt an dem Möbel gelagert ist. Auf diese Weise ist das System mit weniger
Bauteilen und damit auf konstruktiv und fertigungstechnisch einfachere Art herstellbar.
Dies deshalb, weil ein Gehäuse, in dem das Haushaltsgerät angeordnet ist und mittels
dem das Haushaltsgerät in dem Aufnahmeraum des Möbels anordenbar ist, entfallen kann.
[0022] Entsprechend vielfältig kann auch das erfindungsgemäße Verfahren zum Betrieb des
erfindungsgemäßen Systems ausgebildet sein.
[0023] Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in den Zeichnungen rein schematisch dargestellt
und wird nachfolgend näher beschrieben. Es zeigt
- Figur 1
- ein Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen Systems zur Durchführung des erfindungsgemäßen
Verfahrens in einer seitlichen Schnittdarstellung, mit dem Haushaltsgerät in dessen
Frontlage
- Figur 2
- das Ausführungsbeispiel in analoger Darstellung zur Fig. 1, mit dem Haushaltsgerät
in dessen Verstaulage,
- Figur 3
- das Ausführungsbeispiel in einem teilweisen Seitenschnitt im Bereich der Klemmschutzvorrichtung,
mit der Klemmschutzvorrichtung im Nichtdetektionszustand und
- Figur 4
- das Ausführungsbeispiel in einem teilweisen Seitenschnitt im Bereich der Klemmschutzvorrichtung,
mit der Klemmschutzvorrichtung im Detektionszustand.
[0024] In den Fig. 1 bis 4 ist ein Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen Systems rein
exemplarisch dargestellt.
[0025] Das System 2 umfasst ein als Küchenmöbel ausgebildetes Möbel 4 mit einem Aufnahmeraum
6 und ein in den Aufnahmeraum 6 einschiebbares und als Backofen ausgebildetes Haushaltsgerät
8 mit einer zwischen einer in den Fig. 1 bis 3 dargestellten Schließlage und einer
in den Fig. 1 bis 3 nicht dargestellten Öffnungslage hin und her überführbaren Tür
10, wobei die Tür 10 in deren Schließlage einen Zugriff auf einen nicht dargestellten
Behandlungsraum des Haushaltsgeräts 8 verhindert und in deren Öffnungslage den vorgenannten
Zugriff ermöglicht.
[0026] Erfindungsgemäß ist das Haushaltsgerät 8 mittels eines Antriebs 11 des Systems 2
zwischen einer in der Fig. 2 dargestellten Verstaulage des Haushaltsgeräts 8, in der
das Haushaltsgerät 8 bis auf die Tür 10 in dem Aufnahmeraum 6 angeordnet ist, und
einer in der Fig. 1 dargestellten Frontlage des Haushaltsgeräts 8, in der das Haushaltsgerät
8 weiter als mit der Tür 10 aus dem Aufnahmeraum 6 herausragt, automatisch hin und
her überführbar, wobei das System 2 zusätzlich mindestens eine mit dem Antrieb 11
signalübertragend verbundene Klemmschutzvorrichtung 12 aufweist, die derart angeordnet
und ausgebildet ist, dass mittels der Klemmschutzvorrichtung 12 ein zwischen der Tür
10 und dem Möbel 4 angeordnetes Objekt detektierbar ist und in Abhängigkeit davon,
also in Abhängigkeit eines Detektionszustands der Klemmschutzvorrichtung 12, der Antrieb
11 während der automatischen Überführung des Haushaltsgeräts 8 von dessen Frontlage
in dessen Verstaulage automatisch ausschaltbar ist. Bei dem vorgenannten Objekt kann
es sich um einen beliebigen Gegenstand oder auch um ein Körperteil eines Benutzers,
beispielsweise einen Finger 14 einer nicht näher dargestellten Hand des Benutzers,
handeln. Denkbar sind aber auch Gegenstände, die zum Beispiel von einem nicht dargestellten
Kind im Spiel oder aus Entdeckerdrang zwischen die Tür 10 und das Möbel 4 eingesteckt
werden. Die vorgenannte Frontlage des Haushaltsgeräts 8 hat gegenüber der Verstaulage
des Haushaltsgeräts 8 verschiedene Vorteile. Beispielsweise ist die Bedienung des
Haushaltsgeräts 8 in dessen Frontlage für den Benutzer wesentlich vereinfacht. Ferner
ist eine Kühlung des Haushaltsgeräts 8 sowie eine etwaige Feuchtigkeitsabfuhr aus
dem Haushaltsgerät 8 in der Frontlage viel effektiver und damit zeitsparender bei
geringerer Beanspruchung des Möbels 4 durch die Kühlung und/oder Feuchtigkeitsabfuhr
durchführbar. Zum Beispiel ist eine auf die vorgenannte Kühlung und/oder Feuchtigkeitsabfuhr
angepasste konstruktive und fertigungstechnische Ausgestaltung des Möbels 4 hierdurch
nicht erforderlich.
[0027] Ferner ist die Tür 10 hier als eine bauliche Kombination aus einer standardisierten
Gerätetür des Haushaltsgeräts 8 mit einer an das Design, also die Ästhetik, des Möbels
4 angepassten Möbeltür ausgebildet, wobei die Tür 10 derart an die optische Gestaltung,
also die Ästhetik, einer Front des Möbels 4 angepasst ausgebildet ist, dass die Tür
10 in deren Schließlage und in der Verstaulage des Haushaltsgeräts 8 mit der Front
des Möbels 4 im Wesentlichen eine gestalterische Einheit bildet. Die Tür kann in anderen
Ausführungsformen der Erfindung jedoch auch als lediglich eine reine Gerätetür des
Haushaltsgeräts ausgebildet sein.
[0028] Bei dem vorliegenden Ausführungsbeispiel ist die Klemmschutzvorrichtung 12 vollständig
an der Tür des Haushaltsgeräts 8 angeordnet. Denkbar ist aber auch, dass die Klemmschutzvorrichtung
lediglich teilweise an der Tür und an einem Gehäuse des Haushaltsgeräts angeordnet
ist. Ferner ist es auch möglich, dass die Klemmschutzvorrichtung zumindest teilweise
an dem Möbel angeordnet ist.
[0029] Darüber hinaus ist die Klemmschutzvorrichtung 12 bei dem vorliegenden Ausführungsbeispiel
als eine elektromechanische Klemmschutzvorrichtung ausgebildet. Hierfür weist die
Klemmschutzvorrichtung 12 mindestens eine Betätigungsleiste 16 auf, die mittels einer
Feder 18 federnd an der Tür 10 gelagert ist, wobei die Betätigungsleiste 16 einen
in einem Nichtdetektionszustand, also wenn mittels der Klemmschutzvorrichtung 12 zwischen
der Tür 10 und dem Möbel 4 kein Objekt detektiert wird, auf einem nicht dargestellten
Betätigungsschalter aufliegenden Betätigungsvorsprung 20 aufweist. Der auf diese Weise
in dem Nichtdetektionszustand in einer Schließlage befindliche Betätigungsschalter
schließt einen Stromkreis einer ebenfalls nicht dargestellten Auswerteschaltung des
Systems 2.
[0030] Zwecks Realisierung einer umlaufenden Überwachung 21 ist die mindestens eine Betätigungsleiste
16 hier umlaufend um die Tür 10 und/oder ein Gehäuse 22 des Haushaltsgeräts 8 angeordnet.
Beispielsweise kann die Betätigungsleiste 16 hierfür als eine rahmenartige Betätigungsleiste
ausgebildet sein. Jedoch sind auch Ausführungsformen der Erfindung denkbar, bei denen
eine Mehrzahl von voneinander separaten Betätigungsleisten die Tür und/oder das Gehäuse
des Haushaltsgeräts umlaufend angeordnet sind. Wie oben bereits erläutert, wirkt die
Betätigungsleiste 16 funktional mit der Auswerteeinheit, beispielsweise einer nicht
dargestellten Steuerung des Systems 2, zusammen. Gleiches gilt für den nicht dargestellten
Antrieb des Systems 2. Beispielsweise kann es sich bei der vorgenannten Steuerung
um eine Gerätesteuerung des Haushaltsgeräts 8 handeln. Dies ist jedoch nicht zwingend
der Fall.
[0031] Im Nachfolgenden werden die Funktionsweise des erfindungsgemäßen Systems sowie das
erfindungsgemäße Verfahren gemäß dem vorliegenden Ausführungsbeispiel anhand der Fig.
1 bis 4 kurz erläutert.
[0032] Zunächst befindet sich das Haushaltsgerät 8 in dessen in der Fig. 1 dargestellten
Frontlage; die Tür 10 des Haushaltsgeräts 8 befindet sich in deren Schließlage.
[0033] Zwecks Überführung des Haushaltsgeräts 8 von dessen Frontlage in dessen in der Fig.
2 dargestellte Verstaulage drückt der nicht dargestellte Benutzer beispielsweise eine
nicht dargestellte Betätigungstaste einer Benutzerschnittstelle des Haushaltsgeräts
8 oder dergleichen. Daraufhin wird der Antrieb 11 des Systems 2 derart automatisch
angesteuert, dass das Haushaltsgerät 8 mittels des Antriebs 11 automatisch von dessen
Frontlage in dessen Verstaulage überführt wird.
[0034] Sofern mittels der Klemmschutzvorrichtung 12 kein Objekt zwischen der Tür 10 und
dem Möbel 4 detektiert wird, also sofern der Nichtdetektionszustand der Klemmschutzvorrichtung
12 vorliegt, verfährt der Antrieb 11 das Haushaltsgerät 8 solange in Richtung von
dessen Verstaulage, bis das Haushaltsgerät 8 in dessen Verstaulage überführt ist und,
bis auf die Tür 10, vollständig in dem Aufnahmeraum 6 des Möbels 4 aufgenommen ist.
Siehe hierzu die Fig. 2 und 3.
[0035] Für den Fall, dass die Klemmschutzvorrichtung 12 ein Objekt zwischen der Tür 10 und
dem Möbel 4 detektiert, also sofern der Detektionszustand der Klemmschutzvorrichtung
12 vorliegt, wird der Antrieb 11 mittels der Klemmschutzvorrichtung 12 derart automatisch
angesteuert, dass der Antrieb 11 ausgeschaltet wird. Beispielsweise wird die Betätigungsleiste
16, bei einem Eingreifen des Benutzers mit dessen Fingern 14 in den Zwischenraum zwischen
der Tür 10 auf der einen Seite und dem Möbel 4 auf der anderen Seite entgegen einer
Federkraft der Feder 18 in der Bildebene der Fig. 4 oberhalb einer Drehachse 24 in
der Bildebene der Fig. 4 von rechts nach links bewegt. Gleichzeitig bewegt sich die
Betätigungsleiste 16 in der Bildebene der Fig. 4 unterhalb der Drehachse 24 in der
Bildebene der Fig. 4 von links nach rechts, so dass der Betätigungsvorsprung 20 von
dem nicht dargestellten Betätigungsschalter abgehoben wird und damit der Stromkreis
der oben genannten Auswerteschaltung unterbrochen wird. Der Antrieb 11, nämlich ein
Motor 23 des Antriebs 11, wird ausgeschaltet. Entsprechend kommt die Bewegung des
Haushaltsgeräts 8 in Richtung von dessen Verstaulage zum Stillstand. Eine Gefährdung
für den Benutzer des Systems 2 sowie ein möglicher Schaden des Systems 2 ist dadurch
wirksam verhindert.
[0036] Sobald der Benutzer beispielsweise die vorgenannte Betätigungstaste erneut betätigt,
wird der Antrieb 11, nämlich der Motor 23 des Antriebs 11, wiederum auf die erstgenannte
Art und Weise angesteuert, so dass das Haushaltsgerät 8 weiter in Richtung von dessen
Verstaulage überführt wird. Die vorgenannte erneute Betätigung der Betätigungstaste
oder dergleichen kann zum Beispiel durch eine Zeitverzögerung lediglich verzögert
ermöglicht sein, so dass der Benutzer zum einen ausreichend Zeit hat, beispielsweise
das Objekt zwischen der Tür 10 und dem Möbel 4 ausfindig zu machen und zu entfernen
sowie zum anderen für sich selbst Sicherheit herzustellen.
[0037] Aufgrund der erfindungsgemäßen Ausbildung des Systems 2 und des Verfahrens zum Betrieb
des Systems 2 ist zum einen ein wirksamer Klemmschutz für den Benutzer des Systems
2 angegeben. Zum anderen ist hierdurch gewährleistet, dass das System 2 nicht durch
eine Blockade der Bewegung des Haushaltsgeräts 8 in Richtung von dessen Verstaulage,
beispielsweise durch ein von einem Kind zwischen der Tür 10 und dem Möbel 4 eingestecktes
Objekt, beschädigt wird.
[0038] Die Erfindung ist nicht auf das vorliegende Ausführungsbeispiel beschränkt. Beispielsweise
ist das System in weiten geeigneten Grenzen frei wählbar. Insbesondere gilt dies für
die Art und Funktionsweise des Haushaltsgeräts des erfindungsgemäßen Systems. Im Unterschied
zu dem erläuterten Ausführungsbeispiel kann das erfindungsgemäße System in anderen
Ausführungsformen konstruktiv, fertigungstechnisch und schaltungstechnisch anders
ausgebildet sein. Beispielsweise kann es abweichend von dem vorliegenden Ausführungsbeispiel
vorgesehen sein, dass das System zwecks Realisierung der Klemmschutzvorrichtung eine
Drehmomentbegrenzungseinrichtung für einen Motor des Antriebs aufweist, bevorzugt,
dass die Drehmomentbegrenzungseinrichtung eine Feder umfasst. Hierzu kann der Motor
des Antriebs mittels einer Drehfeder des Systems gelagert sein, wobei eine Drehachse
der Drehfeder parallel zu einer Abtriebsachse des Motors angeordnet ist, und wobei,
zwecks Realisierung der Klemmschutzvorrichtung, der Motor, die Drehfeder und ein Ausschalter
des Systems zum Ausschalten des Antriebs derart aufeinander abgestimmt ausgebildet
und angeordnet sind, dass der Motor den Ausschalter bei einer Drehung um die Drehachse
während der automatischen Überführung des Haushaltsgeräts von dessen Frontlage in
dessen Verstaulage nach einem vorher festgelegten Drehwinkel betätigt. Entsprechend
betätigt der Motor den Ausschalter bei einer Drehung um die Drehachse während der
automatischen Überführung des Haushaltsgeräts von dessen Frontlage in dessen Verstaulage
nach einem vorher festgelegten Drehwinkel. Dieser Drehwinkel korrespondiert somit
mit dem Detektionszustand der erfindungsgemäßen Klemmschutzvorrichtung.
[0039] Alternativ oder zusätzlich zu der vorgenannten optionalen Ausbildung des erfindungsgemäßen
Systems kann es ferner vorgesehen sein, dass die Klemmschutzvorrichtung eine Auswertung
der Stromaufnahme eines Motors des Antriebs umfasst, wobei der Antrieb in Abhängigkeit
einer Überschreitung einer vorher festgelegten Stromaufnahme automatisch ausschaltbar
ist. Entsprechend wird der Antrieb in Abhängigkeit einer Überschreitung einer vorher
festgelegten Stromaufnahme automatisch ausgeschaltet. Diese Stromaufnahme korrespondiert
somit mit dem Detektionszustand der erfindungsgemäßen Klemmschutzvorrichtung.
[0040] Darüber hinaus kann das System zusätzlich eine mit der Klemmschutzvorrichtung signalübertragend
verbundene Türsensorvorrichtung zur Erkennung der Tür in deren Schließlage aufweisen,
wobei die Klemmschutzvorrichtung in Abhängigkeit der Türsensorvorrichtung aktivierbar
ist.
[0041] Wie in der Beschreibungseinleitung bereits ausgeführt, kann das System in anderen
Ausführungsformen der Erfindung ohne das Möbel ausgeführt sein. Stattdessen kann das
Haushaltsgerät selbst beispielsweise in einem Gehäuse des Systems angeordnet sein,
wobei das Gehäuse in dem Aufnahmeraum des Möbels anordenbar ist.
1. System (2), umfassend
ein Haushaltsgerät (8) zur Anordnung in einem Aufnahmeraum (6) eines Möbels (4), wobei
das Haushaltsgerät (8) eine Tür (10) und einen Behandlungsraum aufweist, wobei die
Tür (10) zwischen einer Schließlage und einer Öffnungslage hin und her überführbar
ist,
wobei die Tür (10) in deren Schließlage einen Zugriff auf einen Behandlungsraum des
Haushaltsgeräts (8) verhindert und in deren Öffnungslage den vorgenannten Zugriff
ermöglicht,
wobei die Tür (10) eingerichtet und ausgebildet ist, zwischen der Schließlage und
der Öffnungslage relativ zu dem Behandlungsraum eine, insbesondere rotatorische, Bewegung
zu vollziehen,
dadurch gekennzeichnet, dass
das System weiterhin einen Antrieb aufweist, mittels welchem das Haushaltsgerät (8)
zwischen einer Verstaulage und einer Frontlage automatisch hin und her überführbar
ist, wobei in der Verstaulage das das Haushaltsgerät (8) bis auf die Tür (10) in dem
Aufnahmeraum (6) angeordnet ist,
wobei in der Frontlage das Haushaltsgerät (8) weiter als mit der Tür (10) aus dem
Aufnahmeraum (6) herausragt,
wobei das System (2) eingerichtet und ausgebildet ist, dass das Haushaltsgerät (8)
zwischen der Verstaulage und der Frontlage relativ zu dem Möbel (4) eine, insbesondere
translatorische, Bewegung vollzieht,
wobei das System (2) zusätzlich mindestens eine mit dem Antrieb signalübertragend
verbundene Klemmschutzvorrichtung (12) aufweist,
wobei die Klemmschutzvorrichtung (12) derart angeordnet und ausgebildet ist, dass
mittels der Klemmschutzvorrichtung (12) ein zwischen der Tür (10) und dem Möbel (4)
angeordnetes Objekt detektierbar ist,
wobei die Detektion mittels der Klemmschutzvorrichtung (12) möglich ist, wenn sich
die Tür (10) in der Schließlage oder in der Öffnungslage oder in einer Zwischenlage
zwischen der Schließlage und der Öffnungslage befindet,
wobei in Abhängigkeit eines Detektionszustands der Klemmschutzvorrichtung (12), der
Antrieb während der automatischen Überführung des Haushaltsgeräts (8) von dessen Frontlage
in dessen Verstaulage automatisch ausschaltbar ist.
2. System (2) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Frontlage derart ausgebildet ist, dass lediglich in der Frontlage die Tür (10)
zwecks deren Überführung in deren Schließlage und Öffnungslage greifbar ist und/oder
mindestens eine Lüftungsöffnung zwecks Kühlung des Haushaltsgeräts (8) und/oder Feuchtigkeitsabfuhr
aus dem Haushaltsgerät (8) in strömungsleitender Verbindung mit einer freien Umgebung
steht.
3. System (2) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Klemmschutzvorrichtung (12) zumindest teilweise, bevorzugt vollständig, an der
Tür (10) und/oder an einem Gehäuse des Haushaltsgeräts (8) angeordnet ist.
4. System (2) nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die mindestens eine Klemmschutzvorrichtung (12) umlaufend an der Tür (10) und/oder
dem Gehäuse des Haushaltsgeräts angeordnet ist.
5. System (2) nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Klemmschutzvorrichtung (12) als eine mechanische oder elektromechanische Klemmschutzvorrichtung
ausgebildet ist.
6. System nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass das System zwecks Realisierung der Klemmschutzvorrichtung eine Drehmomentbegrenzungseinrichtung
für einen Motor des Antriebs aufweist, bevorzugt, dass die Drehmomentbegrenzungseinrichtung
eine Feder umfasst.
7. System nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Motor des Antriebs mittels einer Drehfeder des Systems gelagert ist, wobei eine
Drehachse der Drehfeder parallel zu einer Abtriebsachse des Motors angeordnet ist,
und wobei, zwecks Realisierung der Klemmschutzvorrichtung, der Motor, die Drehfeder
und ein Ausschalter des Systems zum Ausschalten des Antriebs derart aufeinander abgestimmt
ausgebildet und angeordnet sind, dass der Motor den Ausschalter bei einer Drehung
um die Drehachse während der automatischen Überführung des Haushaltsgeräts von dessen
Frontlage in dessen Verstaulage nach einem vorher festgelegten Drehwinkel betätigt.
8. System nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Klemmschutzvorrichtung eine Auswertung der Stromaufnahme eines Motors des Antriebs
umfasst, wobei der Antrieb in Abhängigkeit einer Überschreitung einer vorher festgelegten
Stromaufnahme automatisch ausschaltbar ist.
9. System nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass das System zusätzlich eine mit der Klemmschutzvorrichtung signalübertragend verbundene
Türsensorvorrichtung zur Erkennung der Tür in deren Schließlage aufweist, wobei die
Klemmschutzvorrichtung in Abhängigkeit der Türsensorvorrichtung aktivierbar ist.
10. System (2) nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass das System (2) zusätzlich das Möbel (4) mit dem Aufnahmeraum (6) umfasst, bevorzugt,
dass der Antrieb direkt an dem Möbel (4) gelagert ist.
11. Verfahren zum Betrieb eines Systems (2) nach einem der Ansprüche 1 bis 10, wonach
mittels der Klemmschutzvorrichtung (12) ein zwischen der Tür (10) und dem Möbel (4)
angeordnetes Objekt detektiert wird und in Abhängigkeit davon, also in Abhängigkeit
eines Detektionszustands der Klemmschutzvorrichtung (12), der Antrieb während der
automatischen Überführung des Haushaltsgeräts (8) in dessen Verstaulage automatisch
ausgeschaltet wird.
12. Verfahren nach Anspruch 11, rückbezogen auf Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Motor den Ausschalter bei einer Drehung um die Drehachse während der automatischen
Überführung des Haushaltsgeräts von dessen Frontlage in dessen Verstaulage nach einem
vorher festgelegten Drehwinkel betätigt.
13. Verfahren nach Anspruch 11, rückbezogen auf Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Antrieb in Abhängigkeit einer Überschreitung einer vorher festgelegten Stromaufnahme
automatisch ausgeschaltet wird.