[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine neuartige temperierfähige Lager- und Transportvorrichtung
gemäß Patentanspruch 1 sowie ein Temperiersystem mit einer derartigen Vorrichtung
gemäß Patentanspruch 7.
Hintergrund
[0002] Bislang gestaltet es sich schwierig Güter mit unterschiedlichen Lager- oder Transporttemperaturen
effektiv in einem gemeinsamen Lager zusammen zu lagern. Einerseits ist die Kühlkette
einzuhalten und andererseits soll in der heutigen Zeit nicht zu viel Energie, beispielsweise
für die Kühlung gesamter Räume oder Hallen, aufgewendet werden. In der Praxis sind
aktive Kühlvorrichtungen bekannt, welche zum Kühlen immer eine Stromquelle benötigen,
um den Kühlvorgang aufrechtzuerhalten. Fällt die Stromquelle aus, wird die Kühlkette
unterbrochen und die Waren verderben bzw. werden unbrauchbar. Zudem sind derartige
Aktivkühlungen technisch sehr komplex und bedingen ein hohes Gewicht bzw. einen großen
Platzbedarf. So ist es nahezu unmöglich derartige Kühl- oder Kälteräume aufgrund der
unzureichenden Deckenlast in Bestandsimmobilien zu integrieren. Zudem erweisen sich
derartige Aktivkühlungen als nachteilig, da sie stets nur einen einzigen engen Temperaturbereich
abdecken. Sollen aber beispielsweise Waren mit unterschiedlichen Lagerungstemperaturen
eingelagert oder transportiert werden, so bedarf für jede Temperatur einen eigenen
aktiv gekühlten Lagerraum bzw. einen aktiv gekühlten Transport. Dies ist logistisch
und in Kostensicht nachteilhaft.
Aufgabe
[0003] Daher ist es Aufgabe der vorliegenden Erfindung, energiesparend und effektiv ausgebildet
zu sein, so dass auf eine leistungsstarke Stromquelle zur Temperierung der Vorrichtung
verzichtet werden kann. Zudem ist es Aufgabe der vorliegenden Erfindung eine höhere
energetische Effizienz aufzuweisen gegenüber den mit Stromquellen betriebenen Systemen.
Auch ist es Aufgabe der vorliegenden Erfindung eine höhere Flexibilität gegenüber
mit Stromquellen betriebenen Systemen aufzuweisen.
[0004] Weiterhin besteht die Aufgabe der vorliegenden Erfindung darin, ein individuell einstellbares
Temperiersystem bereitzustellen, welches für sich einen vorbestimmbaren Temperaturbereich
aufweisen kann, so dass pro Temperiersystem auf kompakte Art und Weise individuelle
Bestückungen mit Gütern ermöglicht werden.
[0005] Weiterhin ist es Aufgabe der vorliegenden Erfindung ein Temperiersystem bereitzustellen,
welches in einem ungekühlten Lagerhaus oder während eines ungekühlten Transports,
beispielsweise im Flugzeug, im Zug oder im LKW, die darin angeordneten Güter weiterhin
verlässlich kühlt, ohne eine eigene Stromquelle für die Kühlung zu besitzen.
[0006] Weiterhin ist es Aufgabe der vorliegenden Erfindung eine Möglichkeit der automatisierten
Handhabung ohne menschliche Handgriffe bereitzustellen.
Lösung
[0007] Die vorstehende Aufgabe wird durch eine Lager- und Transportvorrichtung gemäß den
Merkmalen des Patentanspruches 1 und sowie durch ein Temperiersystem gemäß den Merkmalen
des Patentanspruches 7 gelöst.
[0008] Der Kern der vorliegenden Erfindung betrifft eine temperierfähige Lager- und Transportvorrichtung
zum Temperieren von darin angeordneten Gütern wenigstens aufweisend einen Gehäusekorpus
zum Aufspannen eines Temperiervolumens sowie zum Schutz der im Gehäusekorpus angeordneten
Güter, wobei der Gehäusekorpus nach oben offen ist, und wenigstens eine Gehäusekorpusverschlusseinheit
zum Verschließen der wenigstens einen Öffnung des Gehäusekorpus sowie zur Begrenzung
des Temperiervolumens, wobei die Gehäusekorpusverschlusseinheit wenigstens einen Träger,
welcher mit dem Gehäusekorpus wenigstens eine gemeinsame Kontaktfläche in einem geschlossenen
Gebrauchszustand ausbildet sowie wenigstens eine Positioniereinheit zur zumindest
teilweisen Aufnahme wenigstens eines mobilen, regenerativen Temperierelements aufweist,
wobei die Gehäusekorpusverschlusseinheit und/oder der Gehäusekorpus weiterhin wenigstens
eine Erfassungseinrichtung aufweist, welche wenigstens Daten zu wenigstens einem Temperiervolumenwert
erfasst und diese zur Abfrage bereitstellt und/oder diese auf Abfrage weiterleitet,
wobei die Erfassungseinrichtung mit wenigstens einem Sensorelement gekoppelt ist,
welches an einer Trägerunterseite angeordnet ist, welche im Gebrauchszustand dem Temperiervolumen
zugewandt ist.
[0009] Durch diese besondere Ausgestaltung der Lager- und Transportvorrichtung ist es erstmals
möglich, das Temperiervolumen innerhalb der Lager- und Transportvorrichtung zu überwachen.
[0010] Der Gehäusekorpus dient der Aufnahme von wenigstens einem Gut zu dessen Transport
und/oder Lagerung. Die hier verwendete Bezeichnung "Lager- und Transportvorrichtung"
meint eine Vorrichtung, welche sowohl als Lagervorrichtung von darin angeordneten
Gütern und auch als Transportvorrichtung von darin angeordneten Gütern verwendet werden
kann. Die Erfassungseinrichtung kann vorteilhaft am Gehäusekorpus angeordnet sein.
[0011] Die Gehäusekorpusverschlusseinheit ist derart ausgebildet, dass sie den Gehäusekorpus
im Gebrauchszustand, also bei bestückter Lager- und Transportvorrichtung, verschließt.
Die Gehäusekorpusverschlusseinheit kann vorteilhaft als Deckel bezeichnet werden.
Der Abschluss der Gehäusekorpusverschlusseinheit und des Gehäusekorpus ist entsprechend
dicht, beispielsweise gas- oder wasserdicht, ausgebildet, so dass das Temperiervolumen
ein eigenes, vorbestimmbares Temperiervolumenklima aufweist. Vorteilhaft wird unter
Temperieren eine Temperatur oder ein Temperaturbereich verstanden, welcher wärmer
als die Umgebungstemperatur der Lager- und Transportvorrichtung oder alternativ kälter
als die Umgebungstemperatur der Lager- und Transportvorrichtung ist. Somit kann unter
Temperieren einerseits Kühlen und andererseits Warmhalten verstanden werden. Vorteilhaft
kann die Erfassungseinrichtung an der Gehäusekorpusverschlusseinheit und/oder dem
Gehäusekorpus angeordnet sein.
[0012] Weitere vorteilhafte Ausführungsformen ergeben sich aus den Unteransprüchen sowie
der nachfolgenden Beschreibung.
[0013] Unter Gebrauchszustand ist vorteilhaft der Zustand zu verstehen, bei welchem die
Lager- und Transportvorrichtung wenigstens ein Gut bevorratet.
[0014] Bei einer vorteilhaften Ausgestaltung ist der Gehäusekorpus kistenartig ausgebildet.
So kann vorteilhaft eine besonders leichte Stapelung der Lager- und Transportvorrichtung
ausgebildet werden. Dies kann beispielsweise dann erfolgen, wenn die Lager- und Transportvorrichtungen
in einem nicht temperierten Lager platzsparend angeordnet werden. Auch erweist sich
die Stapelfähigkeit beim Transport auf einem LKW oder der Bahn als platzsparend und
effektiv.
[0015] Bei einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung ist unter Temperiervolumenwert wenigstens
ein Wert zu verstehen, welcher dem Temperiervolumen entnommen werden kann. Vorteilhafte
Beispiele für solche Werte sind Umweltwerte, wie wenigstens ein Temperaturwert des
Temperiervolumens, wenigstens ein Präsenzwert zur Ermittlung der Güterpräsenz, wenigstens
ein Luftfeuchtigkeitswert des Temperiervolumens, wenigstens ein Temperaturwert des
Gehäusekorpus, wenigstens ein Temperaturwert des eingelagerten Gutes oder aber auch
ein Temperaturwert eines Temperierelements im Fall der Ausbildung als Temperiersystem
und/oder jegliche Kombinationen oder Mehrfacherfassungen hieraus.
[0016] Zur Ermittlung wenigstens eines dieser Werte weist die Lager- und Transportvorrichtung
vorteilhaft wenigstens ein Sensorelement auf, welches mit einer Erfassungseinrichtung
gekoppelt ist bzw. in regelmäßigem Kontakt mit dieser steht. Über das Sensorelement,
beispielsweise einem Temperaturfühler, können vorbestimmbare, unterschiedliche Werte
regelmäßig überwacht werden. Vorteilhaft ist die Erfassungseinrichtung am Gehäusekorpus
und/oder an der Gehäusekorpusverschlusseinheit angeordnet. Vorteilhaft können auch
mehr als eine Erfassungseinrichtung pro Lager- und Transportvorrichtung vorgesehen
sein.
[0017] Bei einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung erfolgt die Überwachung wenigstens
eines Temperiervolumenwerts regelmäßig, beispielsweise minütlich. Hierdurch kann sichergestellt
werden, dass bereits eine langsame Änderung des Temperiervolumenwerts erfasst und
erkannt wird. Durch die Anordnung wenigstens eines Sensorelements an der Trägerunterseite,
welche dem Temperiervolumen zugewandt ist, kann insbesondere eine verlässliche Temperaturüberwachung
betrieben werden, beispielsweise wenn im Gebrauchszustand der Träger wenigstens ein
mobiles, regeneratives Temperierelement aufweist.
[0018] Bei einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung ist die Positioniereinheit an einer
Unterseite des Trägers angeordnet, welche in einem geschlossenen Gebrauchszustand
dem Temperiervolumen zugewandt angeordnet ist. Hierdurch kann ein darin eingeführtes
Temperierelement, falls dieses zum Kühlen ausgelegt ist, das Temperiervolumen von
oben nach unten passiv kühlen. Dies ist deutlich effektiver und gleichmäßiger, als
wenn beispielsweise das Temperierelement an den Seiten oder dem Boden des Gehäusekorpus
angeordnet ist. Bei diesen Varianten herrscht quasi eine stehende Kühlung, welche
vorliegend gerade nicht gewünscht ist.
[0019] Bei einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung weist die Positioniereinheit wenigstens
zwei voneinander beabstandete Führungselemente auf. Dies ist von Vorteil, da die wenigstens
zwei Führungselemente derart angeordnet sind, dass sie ein mobiles Temperierelement
aufnehmen und zumindest teilweise untergreifen oder unterlaufen können. Hierdurch
wird eine sichere Halterung des mobilen Temperierelements sichergestellt. In diesem
einfachen Ausführungsbeispiel wird das Temperierelement lediglich in die Positioniereinheit
eingeschoben. Zur zusätzlichen Fixierung können an den Führungselementenden Führungsschrägen
vorgesehen sein, welche ein ungewolltes Herausgleiten des Temperierelements bei Schrägstellung
vermeiden.
[0020] Bei einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform können die Führungselemente als
Lager oder auch Schienen verstanden werden. Die Führungselemente können hierbei jeweils
wenigstens einen hervorstehenden Abschnitt aufweisen. Dieser dient dazu, in wenigstens
eine seitlich, sich in Längsrichtung des Temperierelements erstreckende Vertiefung
einzugreifen. Vorteilhaft sind Vertiefung und Abschnitt komplementär zueinander ausgebildet.
Vorteilhaft ist ein Formschluss ausgebildet. Dies ist vorteilhaft, da hierdurch die
Position des Temperierelements lösbar fixiert und sicher gehalten werden kann.
[0021] Weiterhin ergänzend hierzu oder auch alternativ ist denkbar, wenigstens ein Führungselement
zumindest teilweise federnd auszubilden. In diesem Ausführungsbeispiel weist wenigstens
ein Führungselement diese Eigenschaft auf. Durch die federnde Eigenschaft ist es möglich,
dass das entsprechende Führungselement bei Kraftbeaufschlagung durch das Temperierelement,
beispielsweise beim Einführen eines Temperierelements in die Positioniereinheit, aus
seiner Ursprungsposition ausgelenkt wird. Durch diese federnde Eigenschaft kann das
wenigstens eine Führungselement das dann eingeführte Temperierelement mit einer entgegengerichteten
Druckkraft beaufschlagen und verspannen. Hierdurch wird das Temperierelement besonders
stabil in der Positioniereinheit gehalten.
[0022] Je nach Ausführung ist denkbar, dass das Temperierelement hierzu noch entsprechende
Vertiefungen aufweist, in welche das federnd ausgebildete Führungselement zumindest
teilweise eingreift. Auch ist denkbar, dass das Führungselement lediglich das eingeführte
Temperierelement untergreift und so verspannt.
[0023] Das Verspannen wird durch das wenigstens eine weitere Führungselement ausgebildet.
Dieses kann starr ausgebildet sein. Zur leichteren Einführung eines Temperierelements
ist aber auch denkbar, dieses ebenfalls federnd auszubilden.
[0024] Wird auf das Temperierelement eine entsprechende Zugkraft ausgeübt, beispielsweise
von einem Bedienpersonal, dann wird die ausgeübte Spannkraft überwunden. Das Temperierelement
ist durch Aufweitung des wenigstens einen, vorteilhaft beiden, Führungselementen aus
der Positioniereinheit entnehmbar.
[0025] Weiterhin können die Führungselemente an dem Träger angeordnet, beispielsweise verschraubt
sein. Dies ist natürlich nicht begrenzend zu verstehen, sodass auch denkbar ist, dass
die Führungselemente einteilig mit dem Träger oder mit einem Trägerabschnitt ausgebildet
sind. Dies kann beispielsweise über ein Spritzgussverfahren realisiert werden. Zudem
ist denkbar, dass weitere Hilfselemente zur Kopplung von Führungselementen und Träger
vorgesehen sein können.
[0026] Im einfachsten Fall können die wenigstens zwei Führungselemente als Leistenelemente
ausgebildet sein. In diesem Ausführungsbeispiel sind vorteilhaft zwei Leistenelemente,
aus Metall oder Kunststoff, vorgesehen. Zur besonders verlässlichen Halterung des
optional benötigten Temperierelements weisen die Leistenelemente jeweils einen L-förmigen
Querschnitt auf. So wird ausreichend Auflagefläche für das bei Bedarf einführbare
Temperierelement ausgebildet. Der Bereich zwischen den Leistenelementen, welche einander
gegenüberliegend und zugleich um die Geometrie des Temperierelements beabstandet zueinander
angeordnet sind, ist offen und frei.
[0027] Bei einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung weisen die Führungselemente Strömungsrippen
mit dazwischen liegenden Öffnungen auf. Dies ist besonders von Vorteil, wenn eine
Kühlung des Temperiervolumens gewünscht ist. Die Kombination aus Strömungsrippen und
dazwischen liegenden Öffnungen ermöglicht eine besonders effektive Strömung zur passiven
Kühlung. Die durch das einführbare Temperierelement abgekühlte Luft wird durch die
Öffnungen geführt und erhält durch die Strömungsrippen eine zusätzliche Führung und/oder
Beschleunigung. Hierdurch kann beispielsweise eine kontrollierte Schleierbildung ausgebildet
sein, so dass das Temperiervolumen gleichmäßig über den Kühlluftschleier kühlbar ist.
Diese wird dadurch unterstützt, dass kalte Luft nach unten in Richtung Boden sinkt,
wodurch ein Aufsteigen warmer Luft bedingt wird. Durch die gegenläufigen Bewegungen
von warmer und kalter Luft wird eine Luftzirkulation hervorgerufen. Es braucht also
vorliegend keine Ventilatoren oder andere Mittel, um die Luft aktiv innerhalb der
Lager- und Transportvorrichtung zirkulieren zu lassen. Dies vereinfacht deutlich die
Benutzung der Vorrichtung und diese ist weniger wartungsanfällig und günstiger. Die
hier vorgestellte Lager- und Transportvorrichtung kann auch als passiv gekühlte Lager-
und Transportvorrichtung bezeichnet werden.
[0028] Durch die Öffnungen und die Strömungsrippen wird die entstehende gekühlte Luft gleichmäßig
seitlich, vorteilhaft nach rechts und links, abgeführt. Daher sind die Führungselemente
vorteilhaft so weit als möglich mittig der Trägerunterseite positioniert. Somit ist
zu den Seitenwandungen des Gehäusekorpus ausreichend Platz, um die Strömung und somit
die passive Kühlung nicht zu behindern.
[0029] Wenigstens eine Stirnseite verbleibt hierbei offen, also strömungsrippenfrei. Über
diese Stirnseite kann das mobile Temperierelement bei Bedarf in die Positioniereinheit
ein- und ausgeführt werden.
[0030] Die zweite Stirnseite kann ebenfalls die Anordnung der Strömungsrippen aufweisen.
Hierdurch wird die passive Kühlung nochmals verbessert.
[0031] Dies ist aber nicht begrenzend zu verstehen, so dass auch denkbar ist, dass die zweite
Stirnseite offen verbleibt. Zur Positionsbestimmung des einführbaren Temperierelements
kann ein Stopper vorgesehen sein. Dieser verhindert ein Durchschieben und eine falsche
bzw. ungünstige Positionierung des mobilen Temperierelements. Somit kann sichergestellt
sein, dass dieses in der Endposition bestmöglich passive Kühlleistung ermöglicht.
[0032] Alternativ hierzu ist denkbar, die Führungselemente als Rollen und/oder gelagerte
Walzen auszubilden. In diesem Ausführungsbeispiel der Ausbildung als Walzen ist denkbar,
dass diese eine zylindrische Geometrie aufweisen. Vorteilhaft sind die Walzen an zwei
oder mehreren Führungsstreben gelagert und vorteilhaft rotierbar angeordnet. Die Führungsstreben
sind als Hilfselemente zu verstehen. Sie sind an der Trägerunterseite fest angeordnet,
beispielsweise angeschraubt oder aber auch einteilig über Spritzguss mit diesem hergestellt.
Die Führungsstreben können auch als Führungsnuten verstanden werden, in welchen die
freien Enden der Walzen oder Rollen drehbar gelagert sind. Dies ermöglicht eine leichte
Einführung des Temperierelements, sofern dieses benötigt wird.
[0033] Weiterhin sind die einzelnen Rollen oder Walzen voneinander beabstandet angeordnet,
so dass sich hierdurch freie Zwischenräume ergeben, durch welche die gekühlte Luft
strömen kann. Hier kann sich ein zentraler und/oder seitlich gerichteter Luftschleier
ausbilden. Dies ist auch davon abhängig, ob ein zusätzliches Luftleitelement vorgesehen
ist.
[0034] In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung ist auch denkbar, dass die Führungsnuten,
vergleichbar zu den Leistenelementen, Strömungsrippen und dazwischen liegende Materialöffnungen
aufweisen. Hierdurch wird der Effekt der passiven Kühlung und der seitlichen Kühlluftschleierbildung
nochmals verbessert.
[0035] Bei einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung weist die Lager- und Transportvorrichtung
weiterhin ein Beabstandungselement auf, welches an einer innenliegenden Bodenfläche
des Gehäusekorpus, beabstandet zu der Bodenfläche, positionierbar ist. Soll beispielsweise
das Gut in der Lager- und Transportvorrichtung gekühlt werden, so ist das Beabstandungselement
besonders vorteilhaft, da die von Richtung des Trägers in Richtung Gehäusekorpusboden
strömende, gekühlte Luft durch das Beabstandungselement hindurchströmen kann. Somit
werden in der Lager- und Transportvorrichtung angeordnete Güter auch direkt von der
kühlen Luft zunächst seitlich umströmt und schließlich auch von unten her umströmt.
[0036] Die gekühlte Luft strömt zunächst an den zu kühlenden Gütern seitlich vorbei, durch
das Beabstandungselement hindurch auf den Gehäusekorpusboden. Dort sammelt sich die
gekühlte Luft und steigt an. Folglich wird auch die Unterseite der Güter, welche auf
dem Beabstandungselement aufliegt, effektiv gekühlt.
[0037] Im einfachsten Fall ist das Beabstandungselement als Gitter ausgebildet, welches
selbst über Abstandshalter, beispielsweise Füße, vom eigentlichen Gehäusekorpusboden
beabstandet angeordnet ist. Zur besseren Temperaturleitung hat es sich als vorteilhaft
erwiesen, das Beabstandungselement aus Metall auszubilden.
[0038] Würden die Güter lediglich auf dem Gehäusekorpusboden direkt aufliegen, so stellt
der Gehäusekorpusboden eine Barriere dar, die Strömung wird unterbrochen. Die kühlere
Luft sammelt sich direkt an den Gütern, ohne jedoch deren Unterseite, also die Güterseite,
welche mit der Gehäusekorpusbodenfläche eine gemeinsame Kontaktfläche ausbildet, überhaupt
kühlen zu können. Durch dieses Beabstandungselement kann somit die Temperiereffektivität
der Güter nochmals verbessert werden.
[0039] Bei einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform kann weiterhin wenigstens ein Luftleitelement
als Abgrenzung zum Temperiervolumen an den Führungselementen und/oder dem Träger angeordnet
sein. Das Luftleitelement ist im einfachsten Fall aus Metall, beispielsweise aus Aluminium-Blech
ausgebildet. Die Anordnung an den Führungselementen oder an dem Träger erfolgt vorteilhaft
lösbar mittels Verschraubung. Durch das Vorsehen dieses Luftleitelements kann insbesondere
bei Kühlung des Temperiervolumens die Strömung der vom Temperierelement ausgehenden
kühleren Luft nochmals kontrollierter geführt werden. Durch das Begrenzen nach unten
hin in Richtung Gehäusekorpusboden wird eine Kältereflexion ausgebildet. Zudem wird
die gekühlte Luft zusätzlich seitlich gerichtet geführt, beispielsweise durch die
Öffnungen und/oder entlang der Strömungsrippen zu strömen. Hier wird nochmals die
Gleichmäßigkeit des gekühlten Luftschleiers, welcher vom Träger in Richtung Gehäusekorpusboden
seitlich fällt, verbessert. Die Kühlung der Güter wird hierdurch nochmals effizient
verbessert. Das Luftleitelement hat zudem den Vorteil, dass es die vom Temperierelement
temperierte Luft in Richtung der Innenseitenwandungen des Gehäusekorpus führt. Die
temperierte Luft wird somit seitlich abgelenkt. Somit wird verhindert, dass die temperierte
Luft, ausgehend vom Temperierelement, direkt, also senkrecht nach unten, auf das wenigstens
eine Gut auftrifft und dieses übertemperiert.
[0040] Unter übertemperieren wird vorteilhaft verstanden, dass das Gut zu schnell mit der
temperierten Luft beaufschlagt wird und hierdurch verderben kann. Soll beispielsweise
ein Kühlgut lediglich gekühlt werden, so würde eine direkte Beaufschlagung mit temperierter
Luft ausgehend vom Temperierelement einen Frosteffekt bewirken. Das Kühlgut würde
nicht nur gekühlt, sondern tiefgekühlt werden. Hierdurch kann es unbrauchbar werden.
Das Luftleitelement dient also vorteilhaft zur gleichmäßigen Temperierung des Temperiervolumens
über seitlich gerichtete Luftströme und des darin angeordneten wenigstens einen Gutes.
[0041] Gleiches gilt für das Warmhalten von Gütern. Soll ein Gut warmgehalten werden, so
kann ein fehlendes Luftleitelement eine Überwärmung des Gutes bedingen und dieses
verderben.
[0042] Daher ist es vorteilhaft bei Gütern, welche eine gleichbleibende Lager- und/oder
Transporttemperatur benötigen, das Luftleitelement vorzusehen.
[0043] Bei Gütern, welche gegenüber Temperaturschwankungen unempfindlich sind, kann auch
auf ein Luftleitelement verzichtet werden.
[0044] Dies ist natürlich nicht begrenzend zu verstehen, so dass es auch denkbar ist, dass
das Luftleitelement in seiner Fläche geometrische Öffnungen aufweist oder gänzlich
fehlen kann. Je nach Geometrie können Kreise, Sterne, Rauten oder andere polygonale
Formen der Öffnungen denkbar sein. Insbesondere kann auch wenigstens ein Langloch
vorgesehen sein. Dies ist dann von Vorteil, wenn das Temperierelement voll automatisiert
über einen Roboter aus der Positioniereinheit herausgeschoben und ausgetauscht werden
soll.
[0045] Bei einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform ist wenigstens der Gehäusekorpus
und/oder wenigstens der Träger isoliert ausgebildet. Dies ist insbesondere dann von
Vorteil, wenn die hier beschriebene Lager- und Transportvorrichtung als Kühlbox und/oder
als Warmhaltebox ausgebildet ist. Für die Isolierung können bekannte Materialien verwendet
werden, beispielsweise Dämmschäume. Bei der Isolierung des Trägers hat es sich als
vorteilhaft erwiesen, die Isolierung sandwichartig einzubringen. Hierdurch resultiert
ein mehrschichtiger Aufbau des Trägers. Die Isolierung ist hierbei von zwei Trägerabschnitten
flächig eingeschlossen. Die hier beschriebene Lager- und Transportvorrichtung ist
universell einsetzbar, so dass mit dieser sowohl zu kühlende Güter als auch warmzuhaltende
Güter gelagert und/oder transportiert werden können. Die im Temperiervolumen von den
darin enthaltenen Gütern vorgegebene Temperatur ist mit dem Temperierelement eingestellt.
[0046] Bei einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung weist der Träger an seiner, im Gebrauchszustand
nach oben gerichteten Außenfläche wenigstens einen Greifabschnitt auf. Dieser ist
von Vorteil, da hierdurch der Träger und somit auch die Gehäusekorpusverschlusseinheit
vollständig von der Lager- und Transportvorrichtung abgehoben werden können. Es ist
folglich kein Kipp- oder Schwenkmechanismus an der Gehäusekorpusverschlusseinheit
vorgesehen, mittels welchem die Gehäusekorpusverschlusseinheit lediglich aufgeklappt
werden kann. Vorliegend ist es für den Einsatz der Lager- und Transportvorrichtung
als Kühlvorrichtung von Vorteil, die Gehäusekorpusverschlusseinheit vollständig abheben
zu können. Dies erweist sich insbesondere bei der Verwendung der Lager- und Transportvorrichtung
als Bestandteil eines vollautomatisierten Lagersystems von Vorteil. Das Abheben kann
einfach und schnell sowie platzsparend erfolgen. Zudem wird vermieden, dass beispielsweise
das Temperierelement ungewollt aus seiner Position herausgleitet. Auch kann in einer
geneigten Position der Gehäusekorpusverschlusseinheit das Temperierelement, sofern
vorhanden, nur sehr umständlich automatisiert getauscht werden. Ein direktes, vollständiges
Abheben der Gehäusekorpusverschlusseinheit in vertikaler Richtung erweist sich für
alle Einsatzmöglichkeiten der hier beschriebenen Lager- und Transportvorrichtung als
vorteilhaft.
[0047] Weiterhin betrifft die vorliegende Erfindung auch ein Temperiersystem mit wenigstens
einer Lager- und Transportvorrichtung, wie oben ausführlich beschrieben, sowie wenigstens
einem, der Lager- und Transportvorrichtung reversibel entnehmbaren Temperierelement.
Sind beispielsweise Güter zu kühlen oder gar Kühlketten einzuhalten, so erweist sich
das hier beschriebene Temperiersystem als besonders vorteilhaft. Zum einen kann über
die Erfassungseinrichtung wenigstens ein Temperiervolumenwert, beispielsweise die
Temperatur des Temperiervolumens und/oder des Temperierelements erfasst werden.
[0048] Für eine genaue Absicherung der Temperaturüberwachung hat es sich als vorteilhaft
erwiesen, wenigstens ein Sensorelement benachbart zu den Leistenelementen anzuordnen.
Das derart angeordnete Sensorelement erfasst direkt die vom Temperierelement ausgesandte
Temperatur und erkennt somit auch unmittelbar, wenn diese Temperatur ansteigt.
[0049] Ist das Temperierelement beispielsweise schon stundenlang in Benutzung, so nimmt
mit der Zeit dessen Temperierleistung ab. Im eigentlichen Temperiervolumen ist hiervon
noch nichts messbar. Das Sensorelement erfasst somit vorteilhaft den Temperaturwert
des Temperierelements. Wird ein vorbestimmbarer Schwellwert überschritten, kann dieser
über die Erfassungseinrichtung an eine zentrale Steuereinheit übermittelt und dort
weiterverarbeitet werden. Die zentrale Steuereinheit leitet dann den Austausch des
Temperierelements in die Wege. Dies ist selbstverständlich nicht begrenzend zu verstehen,
so dass es auch denkbar ist, dass die Erfassungseinrichtung optische und/oder akustische
Warnsignale einleitet, damit ein Bearbeiter das Temperierelement austauscht. Daher
ist es vorteilhaft, dass ein mobiles, also austauschbares, Temperierelement vorliegend
Einsatz findet. Statische Temperierelemente, welche beispielsweise fest verklebt oder
verbaut sind, laufen dem Erfindungsgedanken entgegen.
[0050] Alternativ oder ergänzend ist auch denkbar, dass das wenigstens eine Sensorelement
thermisch getrennt von dem Temperierelement angeordnet ist. Dies hat den Vorteil,
dass das wenigstens Sensorelement dann die Temperatur des Temperiervolumens erfasst,
ohne von der Temperatur des Temperierelements beeinflusst zu werden. Dies ist dann
relevant, wenn die Temperatur des Temperiervolumens überwacht und erfasst werden soll.
Dies stellt eine alternative oder ergänzende Methode der Überwachung dar. Vorteilhaft
hat es sich erwiesen, wenn dieses wenigstens eine Sensorelement an der im Gebrauchszustand
innenliegenden Deckelfläche der Gehäusekorpusverschlusseinheit angeordnet ist. Dies
ist selbstverständlich nicht begrenzend zu verstehen, so dass es auch denkbar ist,
weitere Sensorelemente im Temperiervolumen vorzusehen. Dies kann genutzt werden, um
Temperaturen positionsabhängig im Temperiervolumen zu erfassen. So kann beispielsweise
in Gutnähe ein weiteres Sensorelement angeordnet sein.
[0051] Bei einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung weist das mobile Temperierelement
wenigstens einen Greifabschnitt und/oder mehrere Durchgangsöffnungen auf. Der Greifabschnitt
dient der leichteren Entnahme des Temperierelements aus der Positioniereinheit heraus.
Im einfachsten Fall kann der Greifabschnitt eine Griffmulde aufweisen, falls das Temperierelement
manuell entnommen und getauscht werden soll. Im anderen Fall ist denkbar, dass der
Greifabschnitt wenigstens einen Positionsmarker aufweisen kann. Hierdurch kann der
Positionsmarker in einem vollautomatisierten Ablauf von einem Roboter erkannt werden,
so dass die Position des Temperierelements erfasst und dieses entnommen werden kann.
[0052] Darüber hinaus kann in einer vorteilhaften Ausgestaltung das Temperierelement durchgängig
geschlossen ausgebildet sein. Dies ist der einfachste Ausführungsfall. Dies ist aber
nicht begrenzend zu verstehen, da es sich für die Strömungseigenschaften der gekühlte,
vom Temperierelement weg strömenden Luft als vorteilhaft erwiesen hat, wenn das Temperierelement
wenigstens eine durchgängige Öffnung, vorteilhaft mehrere durchgängige Öffnungen aufweist.
Die Durchgangsöffnungen sind derart ausgebildet, dass sie im Gebrauchszustand vom
Träger in Richtung Gehäusekorpusboden durchgängig sind.
[0053] Weiterhin hat es sich als besonders vorteilhaft erwiesen, wenn die sich in Längserstreckung
ausgebildete Oberfläche und Unterfläche des Temperierelements über Durchgangsöffnungen
verbunden sind. Diese Durchgangsöffnungen können beispielsweise rund, eckig oder in
anderer polygonaler Form ausgebildet sein. Im einfachsten Ausführungsbeispiel sind
die Öffnungen in der Draufsicht rund ausgebildet. Hierdurch wird eine zusätzliche
Effektivität der Temperierung im Regenerationsmagazin erreicht. Durch diese Durchgangsöffnungen
wird der Umspülungseffekt mit temperierter Luft verbessert, das Temperierelement wird
schneller regeneriert als ein komplett geschlossenes Temperierelement. So kann das
Temperierelement vorteilhaft wenigstens eine, vorteilhafter 2 bis 50 Durchgangsöffnungen
aufweisen. Diese können linear oder hexagonal gepackt angeordnet sein.
[0054] Bei einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung ist denkbar, dass das Temperierelement
an einem freien Ende wenigstens einen kraftbeaufschlagbaren Abschnitt aufweist. Dieser
kann beispielsweise magnetisch ausgebildet sein. Dies ist von Vorteil für die Positionierung
des Temperierelements in der Positioniereinheit. Durch die magnetische Kraft kann
die gewünschte Endposition des Temperierelements in der Positioniereinheit festgelegt
werden. Ein unerwünschtes Verrutschen wird dadurch verhindert.
[0055] Weiterhin ist denkbar, dass der magnetische Abschnitt zur Detektion im vollautomatisierten
Temperierelementaustausch von dem jeweiligen Roboter erkannt wird. Er ist somit als
Positionsmarker zu verstehen.
[0056] Bei einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung ist das Temperiersystem als passives
Temperiersystem ausgebildet. Die Kühlung innerhalb des Temperiervolumens erfolgt passiv
unter Ausnutzung der kühleren Luftströmung und deren Verwirbelungen. Zudem nutzt die
vorliegende Erfindung lediglich das Temperierelement zur Temperierung des Temperiervolumens.
Nimmt die Kühlleistung des Temperierelements ab, so wird es gegen ein "frisches",
also ein wieder geladenes Temperierelement getauscht. Die Überwachung hierbei erfolgt
über die Erfassungseinrichtung. Diese liefert auch die Daten, um zu belegen, dass
beispielsweise die Kühlkettenerfordernisse dauerhaft eingehalten wurden.
[0057] Besonders vorteilhaft haben sich daher Temperierelemente erwiesen, welche wenigstens
ein PCM-Material als Latentwärmespeicher aufweisen. Hierdurch kann sichergestellt
werden, dass diese Temperierelemente immer wieder aufladbar sind. Somit wird Müll
vermieden und die Effektivität gesteigert. Im einfachsten Fall kann als PCM (engl.
phasechange material, Phasenwechselmaterial) innerhalb des Temperierelements Wasser
eingesetzt werden. Dies ist natürlich nicht begrenzend zu verstehen so dass es auch
denkbar ist, Wasser-Alkohol-Gemische, wässrige Salzlösungen oder dergleichen zu verwenden.
Bei der vorliegend offenbarten Lager- und Transportvorrichtung ist das verwendete
PCM innerhalb des Temperierelements lebensmittelecht ausgebildet. Dies ist relevant,
da in der Lager- und Transportvorrichtung auch Lebensmittel transportiert oder gelagert
werden. Vorteilhaft kann über die Wahl des PCM des Temperierelements dessen Temperierleistung
festgelegt werden. Soll das Temperierelement beispielsweise das Temperiervolumen kühlen,
so kann Wasser als PCM eingesetzt werden.
[0058] Vorteilhaft weist das Temperierelement eine Hülle aus Kunststoff, Metall oder dergleichen
auf. Darin ist das Phasenwechselmaterial auslaufsicher angeordnet. Im einfachsten
Fall kann die Hülle einteilig ausgebildet sein, so dass das Phasenwechselmaterial
direkt bei der Herstellung des Temperierelements in die Hülle eingebracht und dauerhaft
verschlossen wird. Dies ist aber nicht begrenzend zu verstehen, sodass auch denkbar
ist, eine Nachfüllöffnung in der Hülle vorzusehen. Diese ist auslaufsicher ausgebildet.
[0059] Darüber hat es sich als vorteilhaft erwiesen, wenn das Temperierelement plattenartig
ausgebildet ist. Hierdurch kann dieses platzsparend in der Positioniereinheit angeordnet
werden.
[0060] Bei einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung ist das mobile Temperierelement in
einem Gebrauchszustand der Lager- und Transportvorrichtung von den wenigstens zwei
Führungselementen positionsstabil gehalten. Dies ist für die gleichmäßige Temperierwirkung,
beispielsweise Kühlen oder Warmhalten, von Vorteil. Das Temperierelement wird zwischen
die Führungselemente eingeführt und von diesen zumindest abschnittsweise untergriffen.
Somit ergibt sich eine positionsstabile Halterung. In diesem einfachen Ausführungsbeispiel
wird das Temperierelement lediglich in die Positioniereinheit eingeschoben. Zur zusätzlichen
Fixierung können an den Führungselementenden Führungsschrägen vorgesehen sein, welche
ein ungewolltes Herausgleiten des Temperierelements bei Schrägstellung vermeiden.
[0061] Ergänzend oder alternativ zu dem Untergreifen durch die beiden Führungselemente ist
auch denkbar, dass die hervorstehende L-Form der Führungselemente als Vorsprünge genutzt
werden, um diese in die hierzu komplementär ausgebildeten Vertiefungen des Temperierelements
einzuführen. Hierdurch wird die Positionierung des Temperierelements gehalten und
stabilisiert.
[0062] Bei einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform können die Führungselemente als
Lager oder auch Schienen verstanden werden. Die Führungselemente können hierbei jeweils
wenigstens einen hervorstehenden Abschnitt aufweisen. Dieser dient dazu, in wenigstens
eine seitlich, sich in Längsrichtung des Temperierelements erstreckende Vertiefung
einzugreifen. Vorteilhaft sind Vertiefung und Abschnitt komplementär zueinander ausgebildet.
Vorteilhaft ist ein Formschluss ausgebildet. Dies ist vorteilhaft, da hierdurch die
Position des Temperierelements lösbar fixiert und sicher gehalten werden kann.
[0063] Weiterhin ergänzend hierzu oder auch alternativ ist denkbar, wenigstens ein Führungselement
zumindest teilweise federnd auszubilden. In diesem Ausführungsbeispiel weist wenigstens
ein Führungselement diese Eigenschaft auf. Durch die federnde Eigenschaft ist es möglich,
dass das entsprechende Führungselement beim Kraftbeaufschlagung durch das Temperierelement,
beispielsweise beim Einführen eines Temperierelements in die Positioniereinheit, aus
seiner Ursprungsposition ausgelenkt wird. Durch diese federnde Eigenschaft kann das
wenigstens eine Führungselement das dann eingeführte Temperierelement mit einer entgegengerichteten
Druckkraft beaufschlagen und verspannen. Hierdurch wird das Temperierelement besonders
stabil in der Positioniereinheit gehalten. Es wird ein Form- und Kraftschluss ausgebildet.
[0064] Je nach Ausführung ist denkbar, dass das Temperierelement hierzu noch entsprechende
Vertiefungen aufweist, in welche das federnd ausgebildete Führungselement zumindest
teilweise eingreift. Auch ist denkbar, dass das Führungselement lediglich das eingeführte
Temperierelement untergreift und so verspannt.
[0065] Das Verspannen wird durch das wenigstens eine weitere Führungselement ausgebildet.
Diese kann starr ausgebildet sein. Zur leichteren Einführung eines Temperierelements
ist aber auch denkbar, dieses ebenfalls federnd auszubilden.
[0066] Wird auf das Temperierelement eine entsprechende Zugkraft ausgeübt, beispielsweise
von einem Bedienpersonal, dann wird die ausgeübte Spannkraft überwunden. Das Temperierelement
ist durch Aufweitung des wenigstens einen, vorteilhaft beiden, Führungselementen aus
der Positioniereinheit entnehmbar.
[0067] Das Vorsehen der wenigstens einen Vertiefung an wenigstens einer Seitenfläche des
Temperierelements ist nicht begrenzend zu verstehen, so dass es auch denkbar ist,
dass anstelle der Vertiefung ein Vorsprung vorgesehen ist, welcher untergriffen und/oder
verspannt werden kann.
[0068] Schließlich betrifft die vorliegende Erfindung auch eine Verwendung des Temperiersystems,
wie oben beschrieben, als Transport- und/oder Lagerbestandteil eines ungekühlten Warenlagers.
Hiermit ist es erstmals möglich, Güter mit ganz unterschiedlichen Anforderungen an
Temperatur oder Luftfeuchtigkeit in ein und demselben Warenlager zu lagern bzw. im
gleichen LKW zu transportieren. Es kann auf aufwändige Kühltransporte oder separate
Kühlzellenaufbauten in Gebäuden verzichtet werden. Hierdurch wird eine besonders hohe
Flexibilität geschaffen, da die hier beschriebenen Temperiersysteme für alle Arten
an Gütern geeignet sind. Als Güter können hierbei Lebensmittel, Pharmazeutika, elektronische
Geräte und vieles andere in Betracht kommen.
[0069] Bei Einlagerung ist es dann möglich, die jeweils spezifischen Anforderungen der einzulagernden
oder zu transportierenden Güter zu berücksichtigen und zu individualisieren. Dies
ist schnell und effektiv. Eine aufwändige Prüfung nach freien Kapazitäten in Kühlzellen
oder Kühltransporten entfällt vollständig. Es ist auch optional möglich, das Temperierelement
wegzulassen, falls die darin angeordneten Güter keine Kühlung benötigen.
[0070] Unter Temperiervolumen kann in der gesamten Offenbarung dasjenige Volumen verstanden
werden, welches vom Gehäusekorpus aufgespannt und vorteilhaft durch die Gehäusekorpusverschlusseinheit
begrenzt wird. Das Temperiervolumen kann je nach Anforderung der in der Lager- und
Transportvorrichtung zu platzierenden Güter Umgebungstemperatur, eine gegenüber der
Umgebungstemperatur reduzierte Temperatur, auch als Kühltemperatur bezeichnet, oder
auch eine gegenüber der Umgebungstemperatur erhöhte Temperatur, auch als Heiztemperatur
oder Warmhaltetemperatur bezeichnet, aufweisen.
[0071] Soll wenigstens ein in der Lager- und Transportvorrichtung angeordnetes Gut gekühlt
oder auch tiefgekühlt bleiben, so wird zusätzlich das Temperierelement vorgesehen
und in der Gehäusekorpusverschlusseinheit eingeordnet. Es ergibt sich dann das Temperiersystem.
Gleiches gilt für die alternative Ausführungsform, dass das in der Lager- und Transportvorrichtung
angeordnete Gut warmgehalten werden soll. Dann wird ein Temperierelement mit einem
entsprechenden Phasenwechselmaterial ausgewählt, welches ein langfristiges Warmhalten,
beispielsweise auf 37 °C, ermöglicht. Ein hierfür geeignetes PCM kann beispielsweise
ein Paraffin sein.
[0072] Darüber hinaus ist denkbar, das Temperierelement mit wenigstens einem Erkennungsmittel
auszustatten. Ein derartiges Erkennungsmittel kann beispielsweise ein RFID-Tag sein.
Hierdurch ist es möglich, der Lager- und Transportvorrichtung mit dem entsprechend
verwendeten Temperierelement Daten zuzuweisen, um diese dann in einer Datenbank zu
erfassen und/oder zu verwalten. Beispielsweise ist denkbar, dass über das Erkennungsmittel
Daten zu den gelagerten oder transportierten Gütern, deren benötigter Temperatur im
Temperiervolumen oder einfach nur die Position der Lager- und Transportvorrichtung
bestimmt werden können.
[0073] Weitere Vorteile, Merkmale und Ausgestaltungsmöglichkeiten ergeben sich aus der nachfolgenden
Figurenbeschreibung von nicht einschränkend zu verstehenden Ausführungsbeispielen.
Kurzbeschreibung der Zeichnungen
[0074] In den Zeichnungen zeigt:
Fig. 1 eine Lager- und Transportvorrichtung als Explosionsansicht;
Fig. 2 eine Ausführungsform eines Temperiersystems;
Fig. 3 eine schematische Explosionsansicht der Gehäusekorpusverschlusseinheit; und
Fig. 4 eine weitere Ausführungsform der Gehäusekörperverschlusseinheit.
[0075] In den Zeichnungen mit gleichen Bezugszeichen versehene Elemente entsprechen im Wesentlichen
einander, sofern nichts anderes angegeben ist. Darüber hinaus wird darauf verzichtet,
Bestandteile zu zeigen und zu beschreiben, welche nicht wesentlich zum Verständnis
der hierin offenbarten technischen Lehre sind. Im Weiteren werden nicht für alle bereits
eingeführten und dargestellten Elemente die Bezugszeichen wiederholt, sofern die Elemente
selbst und deren Funktion bereits beschrieben wurden oder für einen Fachmann bekannt
sind.
Ausführliche Beschreibung von Ausführungsbeispielen
[0076] In Fig. 1 ist eine Explosionsansicht der Lager- und Transportvorrichtung 1 gezeigt.
Diese weist einen Gehäusekorpus 2 auf. In diesem Ausführungsbeispiel ist der Gehäusekorpus
2 als nach oben geöffnete Kiste ausgebildet. Der Gehäusekorpus 2 wird durch die Seitenwandungen
2a und den Boden 2b räumlich begrenzt. Der Gehäusekorpus 2 spannt somit das Temperiervolumen
4 auf.
[0077] Weiterhin hat es sich als vorteilhaft erwiesen, wenn der Gehäusekorpus 2 zumindest
abschnittsweise, vorteilhaft vollständig, thermisch isoliert ausgebildet ist. Dies
kann beispielsweise durch übliche Dämmschäume oder Dämmmaterialien umgesetzt werden.
Hierdurch kann insbesondere bei Kühlvorgabe, oder auch zum Warmhalten, die benötigte
Temperatur im Temperiervolumen lange gehalten werden.
[0078] Weiterhin weist die Lager- und Transportvorrichtung 1 eine Gehäusekorpusverschlusseinheit
6 auf. Diese kann auch als Deckel bezeichnet werden. Die Gehäusekorpusverschlusseinheit
6 weist zunächst den Träger 8 auf. Dieser ist plattenartig ausgebildet. An der Oberseite
10 des Trägers 8 ist in diesem Ausführungsbeispiel die Erfassungseinrichtung 12 vorgesehen.
[0079] Weiterhin sind in diesem Ausführungsbeispiel zwei Griffelemente 14 an der Oberseite
10 angeordnet, mittels welchen der Träger 8 und somit die gesamte Gehäusekorpusverschlusseinheit
6, beispielsweise vertikal, abgehoben werden kann. Neben den hier gezeigten Griffelementen
14 sind auch Griffmulden, Handgriffe oder dergleichen denkbar.
[0080] Für die Stapelung mehrerer geschlossener Lager- und Transportvorrichtungen 1 übereinander
sollten die Griffelemente allerdings nicht über den Träger 8 hinausstehen. Dies würde
eine Stapelbarkeit unmöglich machen. Es hat sich daher als vorteilhaft gezeigt, die
Oberseite 10 wannenartig auszubilden, so dass Griffelemente 14 und Erfassungseinrichtung
12 gleich hoch oder tiefer angeordnet sind als der eigentliche Rand des Trägers 8.
Somit sind diese Bauteile effektiv angeordnet und die Lager- und Transportvorrichtung
1 ist weiterhin stapelbar.
[0081] An der Trägerunterfläche 16 ist die Positioniereinheit 18 angeordnet. Mit dieser
Positioniereinheit 18 ist die Aufnahme von Temperierelementen 102 und somit das Temperieren
des Temperiervolumens 4 realisierbar. Damit die Positioniereinheit 18 ein Temperierelement
(nicht gezeigt) aufnehmen kann, weist die Positioniereinheit 18 in diesem Ausführungsbeispiel
zwei Führungselemente 20 auf. Die beiden Führungselemente 20 sind weiterhin in diesem
Ausführungsbeispiel als L-förmige Leistenelemente ausgebildet. Die Leistenelemente
sind fest mit der Trägerunterseite 16 verbunden, beispielsweise verschraubt. Die Leistenelemente
sind zueinander beabstandet angeordnet, so dass die L-förmigen Schenkel einander zugewandt
angeordnet sind.
[0082] Weiterhin weisen die beiden Leistenelemente mehrere Strömungsrippen 21 auf, welche
durch Öffnungen (hier nicht gezeigt) voneinander beabstandet sind.
[0083] Weiterhin ist das Beabstandungselement 22 auf dem innenliegenden Gehäusekorpusboden
2b angeordnet. Das Beabstandungselement 22 ist gitterartig ausgebildet, so dass es
eine besonders effektive Luftdurchströmung ermöglicht ist.
[0084] Weiterhin weist das Beabstandungselement 22 zahlreiche Abstandshalter 24 auf, welche
auch als Füße verstanden werden können. Mit diesen Abstandshaltern 24 wird eine Beabstandung
der Auflagefläche 26 des Beabstandungselements 22 gegenüber dem innenliegenden Gehäusekorpusboden
2b ausgebildet. Somit liegt das Beabstandungselement 22 nicht vollständig auf dem
Gehäusekorpusboden 2b auf. Die Abstandselemente 26 verbessern nochmals die Luftzirkulation
im Gebrauchszustand, wenn also der Gehäusekorpus 2 mit der Gehäusekorpusverschlusseinheit
6 verschlossen ausgebildet ist und vorteilhaft zu temperierende Güter enthalten sind.
Auf der Auflagefläche 26 ist dann das in der geschlossenen Lager- und Transportvorrichtung
1 anzuordnende wenigstens eine Gut platziert.
[0085] Vorteilhaft können zur Dichtigkeitsverbesserung Dichtungen (hier nicht extra gezeigt)
wie beispielsweise umlaufende Dichtungsbänder, Dichtungsringe oder dergleichen zwischen
Gehäusekorpusverschlusseinheit 6 und Gehäusekorpus 2 angeordnet sein. Im einfachsten
Fall sind diese mit einem der beiden Bauteile verklebt oder verschweißt.
[0086] Die beiden Führungselemente 20 werden im Fall einer Kühlung des Temperiervolumens
4 von unten mit einem Luftleitelement 32 begrenzt. Hierdurch kann eine Kältereflexion
ausgebildet werden. Zudem strömt der gekühlte Luftstrom bis zu den Kanten des Luftleitelement
32 und fällt somit an den Kanten nach unten ins Temperiervolumen. Hierdurch erfolgt
vorteilhaft eine indirekte Kühlung der in der Lager- und Transportvorrichtung 1 angeordneten
Güter. Diese werden nicht direkt mit der gekühlten Luft beaufschlagt, wodurch sie
Schaden in Qualität und Verwendung nehmen könnten.
[0087] Werden allerdings Güter in der Lager- und Transportvorrichtung 1 eingebracht, deren
die direkte Kühlbeaufschlagung oder auch Wärmebeaufschlagung keinen Schaden zufügt,
so kann auch auf das Luftleitelement 32 verzichtet werden.
[0088] Fig. 2 zeigt nochmals die gleiche Ansicht wie Fig. 1, so dass gleiche Bauteile auch
gleichen Bezugszeichen entsprechen und hier nicht nochmals erläutert werden.
[0089] Im Unterschied zu Fig. 1, zeigt nunmehr Fig. 2 das Temperiersystem 100. Zusätzlich
zu der Lager- und Transportvorrichtung 1 ist hier noch das in deren Positioniereinheit
18 anzuordnende Temperierelement 102 gezeigt. Vorteilhaft ist die Position der Führungselemente
20 an der Trägerunterseite 16 durch die Geometrie des aufzunehmenden Temperierelements
102 vorgegeben. Durch die vorteilhafte L-Form kann das Temperierelement 102 einfach
und schnell zwischen die beiden Leistenelemente eingeführt und zugleich untergriffen
werden. Hierdurch kann einfach und effektiv die Positionierung des Temperierelements
102 sichergestellt werden. Das Temperierelement 102 weist eine regelmäßige Anzahl
an Durchgangsöffnungen 34 auf. Diese erhöhen nochmals die Effektivität für die passive
Temperierung des Temperiervolumens 4 und die Strömung der temperierten, beispielsweise
der gekühlten oder warmhaltenden Luft innerhalb des Temperiervolumens 4.
[0090] In Fig. 3 ist eine Explosionsansicht der Gehäusekorpusverschlusseinheit 6 in einer
möglichen Ausführungsform gezeigt. Der Träger 8 ist hier mehrteilig ausgebildet. Die
Oberseite 10 ist wannenartig ausgebildet. Er weist einen umlaufenden erhöhten Rand
auf. Die Griffelemente 14 sind gleich hoch oder tiefer als der umlaufende Rand angeordnet,
so dass weiterhin die Stapelfähigkeit bestehen bleibt. Zur vereinfachten Darstellung
ist hier die Erfassungseinrichtung nicht gezeigt.
[0091] Unterhalb der Oberseite 10 ist ein Isolationselement 28 angeordnet. Dies kann beispielsweise
aus Dämmschaum ausgebildet sein. Dem Isolationselement 28 folgt der untere Abschnitt
30. Dieser ist in diesem Ausführungsbeispiel ebenfalls wannenartig ausgebildet. Dies
ist von Vorteil, da hierdurch das Isolationselement 28 von dem unteren Abschnitt 30
aufgenommen werden und in diesem angeordnet werden kann. Somit kann eine besonders
gute Isolation gewährleistet werden. Die Oberseite 10 schließt dann das Isolationselement
28 ein.
[0092] Der untere Abschnitt 30 weist an der Unterseite 16 die Führungselemente 20 auf. Diese
sind in diesem Ausführungsbeispiel einteilig mit dem unteren Abschnitt 30 ausgebildet,
beispielsweise spritzgegossen. Zudem sind die Strömungsrippen 21 gezeigt. Schließlich
ist noch ein Dichtungsband 36 gezeigt, welches eine luftdichte Verbindung von Gehäusekorpus
(nicht gezeigt) und Gehäusekorpusverschlusseinheit 6 ermöglicht. Auch für diese Ausführungsform
der Lager- und Transportvorrichtung 1 gilt das zu Fig. 1 bereits oben offenbarte.
[0093] In Fig. 4 ist eine weitere Ausführungsform einer möglichen Gehäusekorpusverschlusseinheit
6 gezeigt. Auch hier ist der Träger 6 mehrteilig ausgebildet. Die Oberseite 10 ist
wieder wannenartig ausgebildet, wobei hier die Griffelemente 14 und die Erfassungseinrichtung
12 in der Wanne gleich hoch oder tieferliegend als der umlaufende Rand des Trägers
8 angeordnet sind. Auch so kann die Stapelfähigkeit beibehalten werden.
[0094] Auch diese Ausführungsform der Gehäusekorpusverschlusseinheit 6 weist ein Isolationselement
28 auf, welches direkt unterhalb der Oberseite 12 angeordnet ist. Der untere Abschnitt
30 ist in diesem Ausführungsbeispiel grobmaschig, luftdurchlässig ausgebildet. Er
weist an seiner Unterseite 16 wiederum die Führungselemente 20 auf. Auch hier sind
die Führungselemente 20 als L-förmige Leistenelemente ausgebildet.
[0095] Schließlich sind noch zwei Dichtungen 36, 38 gezeigt.
[0096] Unterhalb der Führungselemente 20 weist dieses Ausführungsbeispiel noch ein Luftleitelement
32 auf. Dieses kann mit dem unteren Abschnitt 30 oder den Führungselementen 20 verschraubt
sein. Das Luftleitelemente 32 ist vorteilhaft als Blech ausgebildet und dient im zu
kühlenden Temperiervolumen zur Kältereflexion. Im warmzuhaltenden Temperiervolumen
kann auf das Luftleitelement 32 verzichtet werden.
[0097] Obwohl die Erfindung im Detail durch die vorteilhaften Ausführungsbeispiele näher
illustriert und beschrieben wurde, so ist die Erfindung nicht durch die offenbarten
Beispiele eingeschränkt. Andere Variationen können vom Fachmann hieraus abgeleitet
werden, ohne den Schutzumfang der Erfindung zu verlassen. Insbesondere beschränkt
sich die Erfindung nicht auf die nachfolgend angegebenen Merkmalskombinationen, sondern
es können auch für den Fachmann offensichtlich ausführbare andere Kombinationen und
Teilkombinationen aus den offenbarten Merkmalen gebildet werden.
Bezugszeichenliste
[0098]
- 1
- Lager- und Transportvorrichtung
- 2
- Gehäusekorpus
- 2b
- Boden
- 4
- Temperiervolumen
- 6
- Gehäusekorpusverschlusseinheit
- 8
- Träger
- 10
- Oberseite
- 12
- Erfassungseinrichtung
- 14
- Griffelement/Greifabschnitt
- 16
- Unterseite
- 18
- Positioniereinheit
- 20
- Führungselement
- 21
- Strömungsrippen
- 22
- Beabstandungselement
- 24
- Abstandshalter
- 26
- Auflagefläche
- 28
- Isolationselement
- 30
- unterer Abschnitt
- 32
- Luftleitelement
- 34
- Durchgangsöffnung
- 36
- Dichtung
- 38
- weitere Dichtung
- 100
- Temperiersystem
- 102
- Temperierelement
1. Temperierfähige Lager- und Transportvorrichtung (1) zum Temperieren von darin angeordneten
Gütern wenigstens aufweisend:
a. einen Gehäusekorpus (2) zum Aufspannen eines Temperiervolumens (4) sowie zum Schutz
der im Gehäusekorpus (2) angeordneten Güter, wobei der Gehäusekorpus (2) nach oben
offen ist,
b. wenigstens eine Gehäusekorpusverschlusseinheit (6) zum Verschließen der wenigstens
einen Öffnung des Gehäusekorpus (2) sowie zur Begrenzung des Temperiervolumens (4),
wobei die Gehäusekorpusverschlusseinheit (6) wenigstens einen Träger (8), welcher
mit dem Gehäusekorpus (2) wenigstens eine gemeinsame Kontaktfläche in einem geschlossenen
Gebrauchszustand ausbildet sowie wenigstens eine Positioniereinheit (18) zur zumindest
teilweisen Aufnahme wenigstens eines mobilen, regenerativen Temperierelements (102)
aufweist,
wobei die Gehäusekorpusverschlusseinheit (6) und/oder der Gehäusekorpus (2) weiterhin
wenigstens eine Erfassungseinrichtung (12) aufweist, welche wenigstens Daten zu wenigstens
einem Temperiervolumenwert erfasst und diesen zur Abfrage bereitstellt und/oder diesen
auf Abfrage weiterleitet, wobei die Erfassungseinrichtung (12) mit wenigstens einem
Sensorelement gekoppelt ist, welches an einer Trägerunterseite (16) angeordnet ist,
welche im Gebrauchszustand dem Temperiervolumen (4) zugewandt ist.
2. Lager- und Transportvorrichtung nach wenigstens einem der vorangegangen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Positioniereinheit (18) wenigstens zwei Führungselemente (20) aufweist, wobei
die Führungselemente (20) voneinander beabstandet angeordnet sind.
3. Lager- und Transportvorrichtung nach wenigstens einem der vorangegangen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Führungselemente (20) Strömungsrippen (21) mit dazwischen liegenden Öffnungen
aufweisen.
4. Lager- und Transportvorrichtung nach wenigstens einem der vorangegangen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
diese weiterhin ein Beabstandungselement (22) aufweist, welches an einer innenliegenden
Bodenfläche (2b) des Gehäusekorpus (2), beabstandet zu der Bodenfläche, positioniert
ist.
5. Lager- und Transportvorrichtung nach wenigstens einem der vorangegangen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
weiterhin wenigstens ein Luftleitelement (32) als Abgrenzung zum Temperiervolumen
(4) an den Führungselementen (20) und/oder dem Träger (8) angeordnet ist.
6. Lager- und Transportvorrichtung nach wenigstens einem der vorangegangen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
diese als Kühlbox und/oder Warmhaltebox ausgebildet ist.
7. Temperiersystem (100) mit wenigstens einer Lager- und Transportvorrichtung (1) nach
wenigstens einem der vorangegangenen Ansprüche sowie wenigstens einem, der Lager-
und Transportvorrichtung (1) reversibel entnehmbaren Temperierelement (102).
8. Temperiersystem nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet, dass
das mobile Temperierelement (102) wenigstens einen Greifabschnitt (14) und/oder mehrere
Durchgangsöffnungen aufweist.
9. Temperiersystem nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet, dass
dieses als passives Temperiersystem ausgebildet ist.
10. Temperiersystem nach wenigstens einem der vorangegangen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
das mobile Temperierelement (102) in einem Gebrauchszustand der Lager- und Transportvorrichtung
(1) von den wenigstens zwei Führungselementen (20) positionsstabil gehalten ist.
11. Verwendung der Lager- und Transportvorrichtung (1) nach wenigstens einem der Ansprüche
1 bis 6 als Transport- und/oder Lagerbestandteil eines ungekühlten Warenlagers und/oder
Verwendung des Temperiersystems (100) nach wenigstens einem der Ansprüche 7 bis 10
als Transport- und/oder Lagerbestandteil eines ungekühlten Warenlagers.