[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein landwirtschaftliches Fahrzeuggespann zum Mähen
von Futtererntegut während eines Futterernteprozesses.
[0002] Dieser Futterernteprozess umfasst das Mähen des Futtererntegutes, das Wenden des
abgemähten Futtererntegutes, das Schwaden des abgemähten Futtererntegutes, das Ernten
des geschwadeten Futtererntegutes, das Verdichten und/oder das Lagern des geernteten
Futterernteguts.
[0003] Die
DE 10 2020 119 957 A1 betrifft ein Steuerungssystem für ein landwirtschaftliches Zuggespann bestehend aus
einem Zugfahrzeug und einem Mähwerk, mit einem ersten Neigungssensor, der am Mähwerk
montierbar ist und einen ersten Neigungswinkel erfasst, und mit einem zweiten Neigungssensor,
der am Zugfahrzeug montierbar ist und einen zweiten Neigungswinkel erfasst, mit einem
Steuergerät, das den ersten Neigungswinkel vom ersten Neigungssensor und den zweiten
Neigungswinkel vom zweiten Neigungssensor empfängt und abhängig von einer Ist-Winkeldifferenz
zwischen dem ersten Neigungswinkel und dem zweiten Neigungswinkel eine Ist-Schnitthöhe
des Mähwerks ermittelt. Hierdurch kann zwar einfach und zuverlässig die Ist-Schnitthöhe
erfasst und angepasst wird, wenn das Zuggespann an einer Steigung oder einem Gefälle
betrieben wird, jedoch bezieht sich diese Anpassung lediglich auf die lokale Neigung
des landwirtschlichen Feldes, sodass diese lokal optimale Schnitthöhenanpassung im
Lichte des vollständigen Futterernteprozesses, der deutlich komplexer ist und mehr
Arbeitsschritte als die Schnitthöhenanpassung währenddes Mähens des Futterernteguts
umfasst, trotzdem nachteilig für das Futtererntegut sein kann und daher keine gewünschte
Erntequalität des Futterernteguts sichergestellt wird.
[0004] Es ist deshalb Aufgabe der Erfindung, ein landwirtschaftliches Fahrzeuggespann zum
Mähen von Futtererntegut vorzuschlagen, welches die komplexen Zusammenhänge eines
Futterernteprozesses besser berücksichtigt und sicherstellt, dass ein qualitativ hochwertiges,
für die Einlagerung geeignetes und einen hohen Energiegehalt aufweisendes Erntegut
erzeugt wird.
[0005] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Gegenstände der unabhängigen Ansprüche
gelöst. Vorteilhafte Ausführungsformen sind Gegenstand der abhängigen Ansprüche.
[0006] Die vorliegende Erfindung beruht auf dem allgemeinen Gedanken, dass das landwirtschaftliche
Fahrzeuggespann wenigstens eine Einstellvorrichtung aufweist, die dazu vorgesehen
und eingerichtet ist, den Traktor und die Mähwerkvorrichtung in Abhängigkeit sensorbasierter
Daten des landwirtschaftlichen Fahrzeuggespanns zum Mähen des Futterernteguts und
Futterernteprozessdaten eines weiteren landwirtschaftliches Fahrzeuggespanns des Futterernteprozesses
einzustellen, um einen Energiegehalt, insbesondere einen Rohaschegehalt und/oder einen
Trockenmassegehalt und/oder einen Rohfasergehalt, des abgemähten Futterernteguts für
den Futterernteprozess zu optimieren. Das landwirtschaftliche Fahrzeuggespann zum
Mähen des Futterernteguts weist den Traktor und wenigstens eine an dem Traktor gekoppelte
Mähwerkvorrichtung zum Mähen des Futterernteguts auf. Dieses landwirtschaftliche Fahrzeuggespann
hat den Vorteil, dass einer Futterverschmutzung des Futterernteguts entgegengewirkt
wird, da der Rohaschegehalt und Rohfasergehalt im Futtererntegut reduziert wird, und
zusätzlich der Trockenmassegehalt optimiert wird, sodass ein maximaler Energiegehalt
des abgemähten Futterernteguts, insbesondere automatisiert, erzielt wird, wobei der
Fahrer während des Mähens des Futterernteguts aktiv unterstützt und entlastet wird.
[0007] Die Einstellvorrichtung kann, insbesondere teilweise, innerhalb und/oder, insbesondere
teilweise, außerhalb des Traktors und/oder der Mähwerkvorrichtung ausgebildet sein.
Die sensorbasierten Daten können Daten aufweisen, die mittels einer Sensorvorrichtung
erfasst wurden. Die Einstellvorrichtung ist dazu vorgesehen und eingerichtet, insbesondere
dazu ausgebildet und/oder programmiert, den Traktor und die Mähwerkvorrichtung in
Abhängigkeit sensorbasierter Daten des landwirtschaftlichen Fahrzeuggespanns zum Mähen
des Futterernteguts und Futterernteprozessdaten des weiteren landwirtschaftlichen
Fahrzeuggespanns des Futterernteprozesses, insbesondere automatisiert, einzustellen,
insbesondere zu steuern und/oder zu regeln. Die Einstellvorrichtung kann als Steuer-
und/oder Regelvorrichtung ausgebildet sein, die eine Einstellung durch eine Steuerung
und/oder Regelung bewirkt. Die Einstellvorrichtung kann eine Rechenvorrichtung und
einen Datenspeicher aufweisen. Ferner kann die Einstellvorrichtung für einen Fahrer
des landwirtschaftlichen Fahrzeuggespanns ein Display zur Einstellung der Einstellvorrichtung
aufweisen.
[0008] Die Einstellvorrichtung kann dazu vorgesehen und eingerichtet, insbesondere ausgebildet
und/oder programmiert, sein, eine Fahrgeschwindigkeit des Traktors und/oder eine Lenkung
des Traktors entlang einer Route auf dem landwirtschaftlichen Feld in Abhängigkeit
der sensorbasierten Daten und/oder der Futterernteprozessdaten einzustellen. Die Einstellvorrichtung
kann dazu vorgesehen und eingerichtet, insbesondere ausgebildet und/oder programmiert,
sein, eine oder mehrere Komponenten der Mähwerkvorrichtung in Abhängigkeit der sensorbasierten
Daten und/oder der Futterernteprozessdaten einzustellen. Die Einstellvorrichtung kann
dazu vorgesehen und eingerichtet, insbesondere ausgebildet und/oder programmiert,
sein, eine oder mehrere Komponenten des Mähwerkvorrichtung zur Erzeugung eines für
den Futterernteprozess optimalen abgemähten Futtererntegutes einzustellen.
[0009] Die Einstellvorrichtung kann dazu vorgesehen und eingerichtet, insbesondere ausgebildet
und/oder programmiert, sein, Arbeitsaggregate des Traktors in Abhängigkeit der sensorbasierten
Daten und/oder der Futterernteprozessdaten einzustellen. Ein solches Arbeitsaggregat
des Traktors kann als ein Verbrennungsmotor, ein Getriebe, insbesondere ein unter
Volllast oder Teillast schaltbares oder stufenlos schaltbares Getriebe, ein Nebenabtrieb
wie eine Zapfwelle, ein Hubwerk, ein Hydrauliksystem und/oder ein sonstiger Aktor,
der Einfluss auf den Betrieb des Traktors hat, ausgebildet sein. Die Einstellvorrichtung
kann dazu vorgesehen und eingerichtet, insbesondere ausgebildet und/oder programmiert,
sein, bezüglich einer oder mehrere Komponenten der Mähwerkvorrichtung in Abhängigkeit
der sensorbasierten Daten und/oder der Futterernteprozessdaten eine Schnitthöhe, eine
Entlastungskraft mittels einer Entlastungsvorrichtung, einen Bodenabstand einer Bodenkonturanpassungsvorrichtung,
einem Kopplungsabstand zum Traktoreinzustellen.
[0010] Die Futterernteprozessdaten können sensorbasierte Signale und/oder Positionen, insbesondere
Positionsdaten, und/oder Eigenschaftsparameter, insbesondere Eigenschaftsparameterdaten
und/oder Einstellungsparameterdaten, des weiteren landwirtschaftlichen Fahrzeuggespanns
sein.
[0011] Ferner kann zusätzlich wenigstens eine weitere landwirtschaftliche Arbeitsmaschine
ein weiteres Fahrzeuggespann zum Mähen des Futterernteguts, ein Fahrzeuggespann zum
Wenden des abgehmähten Futterernteguts, ein Fahrzeuggespann zum Schwaden des abgehmähten
Futterernteguts, ein Fahrzeuggespann zum Ernten der Schwade des abgehmähten Futterernteguts,
ein Fahrzeuggespann zum Ballenpressen des abgehmähten Futterernteguts, und/oder ein
Fahrzeuggespann zum Transport des geernteten Futterernteguts sein.
[0012] Bei einer vorteilhaften Weiterbildung der erfindungsgemäßen Lösung ist vorgesehen,
dass die Einstellvorrichtung als Assistenzsystem eingerichtet ist, welches eine Optimierung
des Futterernteprozesses bewirkt, wobei das Assistenzsystem dazu vorgesehen und eingerichtet
ist, einen Nutzer bei der Optimierung des Mähens des abgemähten Futterernteguts während
des Futterernteprozesses zu unterstützen, wobei diese Optimierung des Futterernteprozesses
zumindest die Planung und/oder Durchführung des Mähens des Futterernteguts umfasst,
sodass der Energiegehalt, insbesondere einen Rohaschegehalt und/oder einen Trockenmassegehalt
und/oder einen Rohfasergehalt, des abgemähten Futterernteguts für den Futterernteprozess
optimiert wird. Hierdurch wird der Nutzer und/oder der Fahrer des Traktors während
des Mähens des Futterernteguts aktiv unterstützt und entlastet.
[0013] Bei einer vorteilhaften Weiterbildung der erfindungsgemäßen Lösung ist vorgesehen,
dass das landwirtschaftliche Fahrzeuggespann wenigstens eine Sensorvorrichtung zur
Ernteguterkennung aufweist, wobei die, insbesondere automatisierte, Einstellung des
landwirtschaftlichen Fahrzeuggespanns, insbesondere des Traktors und/oder der Mähwerkvorrichtung,
auf Basis von Vorfelderkennung, insbesondere vor dem landwirtschaftlichen Fahrzeuggespann,
und/oder einer abgemähten Futtererntegut hinter dem landwirtschaftlichen Fahrzeuggespann
erfolgt. Die Einstellvorrichtung und/oder das Assistenzsystem ist kommunizierend mit
der Sensorvorrichtung verbunden, um das Signal der Sensorvorrichtung zu empfangen.
[0014] Die Sensorvorrichtung kann zur Detektion von Parametern, insbesondere Parameterdaten,
während des Betriebs des landwirtschaftlichen Fahrzeuggespanns auf dem landwirtschaftlichen
Feld eingerichtet, insbesondere ausgebildet und/oder programmiert, sein, wobei sich
diese Daten auf die Umgebung des landwirtschaftlichen Fahrzeuggespanns, insbesondere
auf das landwirtschaftliche Feld, beziehen. Eine solche Sensorvorrichtung kann ein
Kamerasystem, eine induktive Sensorvorrichtung, eine kapazitive Sensorvorrichtung
und/oder eine Radar basierte Sensorvorrichtung und/oder ein Lidarsystem aufweisen.
[0015] Bei einer vorteilhaften Weiterbildung der erfindungsgemäßen Lösung ist vorgesehen,
dass das Assistenzsystem dazu vorgesehen und eingerichtet ist, nach vorgegebenen Strategien
die Durchführung des Mähens des Futterernteguts zu optimieren, wobei die vorgegebenen
Strategien in dem Assistenzsystem hinterlegt sind und/oder an dieses übergeben werden,
wobei das Assistenzsystem mittels der vorgegebenen Strategien bezüglich des Energiegehalts,
insbesondere des Rohaschegehalts und/oder des Trockenmassegehalts und/oder des Rohfasergehalts,
des abgemähten Futterernteguts optimierte Arbeitsparameter für das landwirtschaftliche
Fahrzeuggespann zum Mähen des Futterernteguts während des Futterernteprozesses generiert.
[0016] Bei einer vorteilhaften Weiterbildung der erfindungsgemäßen Lösung ist vorgesehen,
dass das Assistenzsystem kommunizierend mit einer Sensorvorrichtung des landwirtschaftlichen
Fahrzeuggespanns verbunden ist, um sensorbasierte Daten in Form des Signals der Sensorvorrichtung
zu empfangen, und/oder dass das Assistenzsystem kommunizierend mit einem weiteren
landwirtschaftlichen Fahrzeuggespann des Futterernteprozesses verbunden ist, um die
Futterernteprozessdaten zu empfangen. Unter einer kommunizierenden Verbindung kann
hier und nachfolgenden zu verstehen sein, dass zwischen zwei miteinander kommunizierend
verbundenen Komponenten eine Datenverbindung, insbesondere eine bidirektionale oder
unidirektionale Datenverbindung, ausgebildet ist, mit der elektrische Signale, insbesondere
Steuersignale und/oder Regelsignale und/oder Messsignale, in analoger Form und/oder
digitaler Form übertragbar sind. Diese kommunizierende Verbindung, insbesondere bei
mehr als zwei Komponenten, kann ein Bussystem ausbilden. Ferner können diese miteinander
kommunizierend verbundenen Komponenten eine kabelgebundene und/oder drahtlose Datenverbindung
ausbilden.
[0017] Das landwirtschaftliche Fahrzeuggespann kann eine weitere Sensorvorrichtung aufweisen,
die dazu vorgesehen und eingerichtet, Kräfte und/oder Drehmomente zu messen, um die
Menge des Erntegutes zu ermitteln. Alternativ oder zusätzlich kann eine weitere Sensorvorrichtung
dazu vorgesehen und eingerichtet sein, einen Kontakt mit dem Boden detektieren. Alternativ
oder zusätzlich kann eine weitere Sensorvorrichtung als Vibrationssensor ausgebildet
sein. Alternativ oder zusätzlich kann eine weitere Sensorvorrichtung, insbesondere
auf dem Traktor positioniert, dazu vorgesehen und eingerichtet sein, eine Neigung
zu erfassen und somit Bodenwellen, insbesondere zeitlich, vorhersagen.
[0018] Bei einer vorteilhaften Weiterbildung der erfindungsgemäßen Lösung ist vorgesehen,
dass das Assistenzsystem dazu vorgesehen und eingerichtet, insbesondere ausgebildet
und/oder programmiert, ist, den Traktor und/oder die Mähwerkvorrichtung zusätzlich
in Abhängigkeit von mittels einer Positionsbestimmungseinrichtung bestimmten Position
des landwirtschaftlichen Fahrzeuggespanns, insbesondere des Traktors und/oder der
Mähwerkvorrichtung, bezüglich des landwirtschaftlichen Feldes einzustellen.
[0019] Die Positionsbestimmungseinrichtung kann zur Positionsbestimmung mittels Satellitennavigationssignalen
ausgebildet und/oder programmiert sein, wobei wenigstens eine Satellitenvorrichtung
zur Positionsbestimmung der einen oder der mehreren landwirtschaftlichen Fahrzeuggespanne
bezüglich der landwirtschaftlichen Feldes für die Futterernte verwendet werden kann.
Die Satellitenvorrichtung kann GPS- und/oder Galileo-Satelliten umfassen. Die Positionsbestimmungseinrichtung
kann zur Positionsbestimmung gemäß des RTK-(Real-Time-Kinematic-) Verfahrens ausgebildet
und/oder programmiert sein, bei der ergänzend zu den Satellitensignalen ein sogenanntes
RTK-Signal von einer stationären Bodenstation eingesetzt wird, um die Position des
landwirtschaftlichen Fahrzeuggespanns innerhalb des landwirtschaftlichen Feldes für
die Futterernte zu ermitteln. Hierbei kann zusätzlich eine stationäre Bodenstation,
insbesondere außerhalb des landwirtschaftlichen Feldes, angeordnet sein.
[0020] Bei einer vorteilhaften Weiterbildung der erfindungsgemäßen Lösung ist vorgesehen,
dass das Assistenzsystem dazu vorgesehen und eingerichtet, insbesondere ausgebildet
und/oder programmiert, ist, den Traktor und/oder die Mähwerkvorrichtung in Abhängigkeit
von den Futterernteprozessdaten und/oder in Abhängigkeit von mittels einer Positionsbestimmungseinrichtung
bestimmten Position des landwirtschaftlichen Fahrzeuggespanns, insbesondere des Traktors
und/oder der Mähwerkvorrichtung, bezüglich des landwirtschaftlichen Feldes einzustellen,
wobei die Futterernteprozessdaten sensorbasierten Signalen und/oder Positionen und/oder
Eigenschaftsparametern eines weiteren landwirtschaftlichen Fahr-zeuggespanns zum Mähen
des Futterernteguts entsprechen.
[0021] Alternativ oder zusätzlich kann das Assistenzsystem dazu vorgesehen und eingerichtet,
insbesondere ausgebildet und/oder programmiert, sein, den Traktor und/oder die Mähwerkvorrichtung
in Abhängigkeit von den Futterernteprozessdaten und/oder in Abhängigkeit von mittels
einer Positionsbestimmungseinrichtung bestimmten Position des landwirtschaftlichen
Fahrzeuggespanns, insbesondere des Traktors und/oder der Mähwerkvorrichtung, bezüglich
des landwirtschaftlichen Feldes einzustellen, wobei die Futterernteprozessdaten sensorbasierten
Signalen und/oder Positionen und/oder Eigenschaftsparametern eines weiteren landwirtschaftlichen
Fahrzeuggespanns zum Schwaden des abgehmähten Futterernteguts entsprechen. Das Fahrzeuggespann
zum Schwaden des abgehmähten Futterernteguts kann einen Traktor mit einer an dem Traktor
gekoppelten Schwadvorrichtung zum Schwaden des abgemähten Futterernteguts aufweisen.
[0022] Alternativ oder zusätzlich kann das Assistenzsystem dazu vorgesehen und eingerichtet,
insbesondere ausgebildet und/oder programmiert, sein, den Traktor und/oder die Mähwerkvorrichtung
in Abhängigkeit von den Futterernteprozessdaten und/oder in Abhängigkeit von mittels
einer Positionsbestimmungseinrichtung bestimmten Position des landwirtschaftlichen
Fahrzeuggespanns, insbesondere des Traktors und/oder der Mähwerkvorrichtung, bezüglich
des landwirtschaftlichen Feldes einzustellen, wobei die Futterernteprozessdaten sensorbasierten
Signalen und/oder Positionen und/oder Eigenschaftsparametern eines weiteren landwirtschaftlichen
Fahrzeuggespanns zum Ernten der Schwade des abgehmähten des Futterernteguts entsprechen.
Das Fahrzeuggespann zum Ernten der Schwade des abgehmähten des Futterernteguts kann
eine selbstfahrende landwirtschaftliche Arbeitsmaschine, insbesondere ein selbstfahrender
Feldhäcksler, sein.
[0023] Alternativ oder zusätzlich kann das Assistenzsystem dazu vorgesehen und eingerichtet,
insbesondere ausgebildet und/oder programmiert, sein, den Traktor und/oder die Mähwerkvorrichtung
in Abhängigkeit von den Futterernteprozessdaten und/oder in Abhängigkeit von mittels
einer Positionsbestimmungseinrichtung bestimmten Position des landwirtschaftlichen
Fahrzeuggespanns, insbesondere des Traktors und/oder der Mähwerkvorrichtung, bezüglich
des landwirtschaftlichen Feldes einzustellen, wobei die Futterernteprozessdaten sensorbasierten
Signalen und/oder Positionen und/oder Eigenschaftsparametern eines weiteren landwirtschaftlichen
Fahrzeuggespanns zum Transport des geernteten Futterernteguts entsprechen. Das Fahrzeuggespann
zum Transport des geernteten Futterernteguts kann einen Traktor und wenigstens einem
an diesem Traktor gekoppelten Anhänger zur Aufnahme des abgehmähten Futterernteguts
aufweisen.
[0024] Die sensorbasierten Signale des Fahrzeuggespanns zum Mähen des Futterernteguts, des
Fahrzeuggespanns zum Schwaden des abgehmähten des Futterernteguts, des Fahrzeuggespanns
zum Ernten der Schwade des abgehmähten des Futterernteguts und/oder des Fahrzeuggespanns
zum Transport des geernteten des Futterernteguts können sich auf Parameter bezüglich
des landwirtschaftlichen Feldes beziehen, insbesondere während des Betriebs des landwirtschaftlichen
Fahrzeuggespanns auf dem landwirtschaftlichen Feld, beziehen. Die Positionen, insbesondere
sensorbasierte Positionen, des Fahrzeuggespanns zum Mähen des Futterernteguts, des
Fahrzeuggespanns zum Schwaden des abgehmähten des Futterernteguts, des Fahrzeuggespanns
zum Ernten der Schwade des abgehmähten des Futterernteguts und/oder des Fahrzeuggespanns
zum Transport des geernteten des Futterernteguts können sich auf mittels der Positionsbestimmungseinrichtung
ermittelten Positionen des Fahrzeuggespanns während des Betriebs des landwirtschaftlichen
Fahrzeuggespanns auf dem landwirtschaftlichen Feld zur Futterernte beziehen. Die Eigenschaftsparameter,
insbesondere sensorbasierte Eigenschaftsparameter, des Fahrzeuggespanns zum Mähen
des Futterernteguts, des Fahrzeuggespanns zum Schwaden des abgehmähten des Futterernteguts,
des Fahrzeuggespanns zum Ernten der Schwade des abgehmähten des Futterernteguts und/oder
des Fahrzeuggespanns zum Transport des geernteten des Futterernteguts können sich
auf Einstellungs- und/oder Regelparameter der Komponenten des Fahrzeuggespanns während
des Betriebs des landwirtschaftlichen Fahrzeuggespanns auf dem landwirtschaftlichen
Feld zur Futterernte beziehen.
[0025] Bei einer vorteilhaften Weiterbildung der erfindungsgemäßen Lösung ist vorgesehen,
dass das landwirtschaftliche Fahrzeuggespann, insbesondere der Traktor und/oder die
Mähwerkvorrichtung, eine Sensorvorrichtung aufweist, die dazu vorgesehen und eingerichtet
ist, als sensorbasierte Daten einen erntegut-spezifischen Parameter bezüglich mittels
der Mähwerkvorrichtung abgemähten Futterernteguts zu detektieren.
[0026] Alternativ oder zusätzlich kann das landwirtschaftliche Fahrzeuggespann, insbesondere
der Traktor und/oder die Mähwerkvorrichtung, eine Sensorvorrichtung zur Vorfelderkennung
aufweisen, die dazu vorgesehen und eingerichtet ist, als sensorbasierte Daten mindestens
einen Parameter bezüglich des landwirtschaftlichen Feldes und/oder einen erntegutspezifischen
Parameter bezüglich des Futterernteguts, welches bezüglich einer Fahrtrichtung des
Fahrzeuggespanns vor dem Traktor und/oder vor der Mähwerkvorrichtung positioniert
ist, zu detektieren.
[0027] Alternativ oder zusätzlich kann das landwirtschaftliche Fahrzeuggespann wenigstens
eine bezüglich des Traktors und bezüglich der Mähwerkvorrichtung separat ausgebildete
Sensorvorrichtung aufweisen. Diese bezüglich des Traktors und bezüglich der Schwadvorrichtung
separat ausgebildete Sensorvorrichtung kann als Satellit und/oder als einer fliegende
Drohenvorrichtung und/oder ein Flugzeug ausgebildet sein. Diese separat ausgebildete
Sensorvorrichtung kann dazu vorgesehen und ausgebildet sein, die Topologie des landwirtschaftlichen
Feldes zu bestimmen. Diese separat ausgebildete Sensorvorrichtung kann dazu vorgesehen
und ausgebildet sein, mindestens einen Parameter bezüglich des landwirtschaftlichen
Feldes und/oder mindestens einen Parameter bezüglich des abgemähten Futtererntegutes
und/oder mindestens einen Parameter bezüglich des Futtererntegutes und/oder mindestens
einen Parameter bezüglich des Bodens des landwirtschaftlichen Feldes, insbesondere
sensorbasiert, zu erfassen. Diese mittels der separat ausgebildete Sensorvorrichtung
erfassten Parameter können Höheninformationen bezüglich des landwirtschaftlichen Feldes
und/oder bezüglich des abgemähten Futtererntegutes und/oder bezüglich des Bodens des
landwirtschaftlichen Feldes sein.
[0028] Das landwirtschaftliche Fahrzeuggespann kann entlang einer Fahrtrichtung fahren,
wobei eine Querrichtung senkrecht und/oder orthogonal zur Fahrtrichtung ausgerichtet
ist. Außerdem kann eine Gravitationsrichtung bzw. Erdanziehungskraftrichtung senkrecht
und/oder orthogonal zur Fahrtrichtung ausgerichtet sein. Ferner kann die Querrichtung
senkrecht und/oder orthogonal zur Gravitationsrichtung bzw. Erdanziehungskraftrichtung
ausgerichtet sein. Eine Höhenrichtung ist senkrecht und/oder orthogonal zur Fahrtrichtung
und zur Querrichtung ausgerichtet. Die Höhenrichtung kann parallel zur Gravitationsrichtung
bzw. Erdanziehungskraftrichtung ausgerichtet sein.
[0029] Bei einer vorteilhaften Weiterbildung der erfindungsgemäßen Lösung ist vorgesehen,
dass der erntegutspezifische Parameter eine Dichte des abgemähten Futterernteguts
spezifiziert.
[0030] Alternativ oder zusätzlich kann der erntegutspezifische Parameter eine Höhe des abgemähten
Futtererntegut spezifizieren. Die Höhe kann sich auf den abgemähten Futtererntegutanteil
entlang der Höhenrichtung ausgehend vom nicht abgemähten Teil des Futtererntegutes,
welches noch nicht vom landwirtschaftlichen Feld getrennt ist, beziehen.
[0031] Alternativ oder zusätzlich kann der erntegutspezifische Parameter eine Breite des
abgemähten Futterernteguts spezifizieren. Die Breite kann sich auf die Breite des
abgemähten Futterernteguts bezüglich der Querrichtung beziehen.
[0032] Alternativ oder zusätzlich kann der erntegutspezifische Parameter eine Halmausrichtung
des abgemähten Futterernteguts spezifizieren. Die Halmausrichtung kann sich auf die
Fahrtrichtung und/oder Querrichtung und/oder Höhenrichtung beziehen.
[0033] Alternativ oder zusätzlich kann der erntegutspezifische Parameter eine Masse und/oder
eine Ertragsmenge des abgemähten Futterernteguts spezifizieren.
[0034] Alternativ oder zusätzlich kann der erntegutspezifische Parameter sich auf Fremdkörper,
insbesondere lebende oder nicht lebende Fremdkörper, im abgemähten Futtererntegut
beziehen. Es kann vorgesehen sein, dass die erkannten Fremdkörper kariert werden und
an eine Fremdköperbeseitigungsvorrichtung und/oder ein nachfolgendes und/oder weiteres
landwirtschaftliches Fahrzeuggespann des Futterernteprozesses zur Kollisionsvermeidung
übermittelt wird. Hierbei kann die Fremdköperbeseitigungsvorrichtung eine autonom
fahrende landwirtschaftliche Arbeitsmaschine sein, die beispielweise den Fremdkörper
beseitigt.
[0035] Bei einer vorteilhaften Weiterbildung der erfindungsgemäßen Lösung ist vorgesehen,
dass das landwirtschaftliche Fahrzeuggespann, insbesondere der Traktor und/oder die
Mähwerkvorrichtung, eine Sensorvorrichtung aufweist, die dazu vorgesehen und eingerichtet
ist, als sensorbasierte Daten einen Auflagedruck der Mähwerkvorrichtung auf einem
Boden des landwirtschaftlichen Feldes zu ermitteln.
[0036] Alternativ oder zusätzlich kann das landwirtschaftliche Fahrzeuggespann, insbesondere
der Traktor und/oder die Mähwerkvorrichtung, eine Sensorvorrichtung aufweisen, die
dazu vorgesehen und eingerichtet ist, als sensorbasierte Daten einen Feuchtigkeitswert
auf einem Boden des landwirtschaftlichen Feldes zu ermitteln.
[0037] Alternativ oder zusätzlich kann das landwirtschaftliche Fahrzeuggespann, insbesondere
der Traktor und/oder die Mähwerkvorrichtung, eine Sensorvorrichtung aufweisen, die
dazu vorgesehen und eingerichtet ist, als sensorbasierte Daten eine Schnitthöhe der
Mähwerkvorrichtung bezüglich eines Bodens des landwirtschaftlichen Feldes zu ermitteln.
[0038] Bei einer vorteilhaften Weiterbildung der erfindungsgemäßen Lösung ist vorgesehen,
dass die Einstellvorrichtung ein digitales Abbild, insbesondere ein dreidimensionales
Modelabbild, des zu bearbeitenden landwirtschaftlichen Feldes, insbesondere des Bodens
des zu bearbeitenden landwirtschaftlichen Feldes, und/oder Wetterdaten und/oder Futtererntegutzustandsdaten
in Form weiterer sensorbasierter Daten aufweist, wobei das digitale Abbild des zu
bearbeitenden landwirtschaftlichen Feldes Informationen, insbesondere Höheninformationen,
bezüglich des Bodens des zu bearbeitenden landwirtschaftlichen Feldes aufweist, wobei
die Einstellvorrichtung dazu vorgesehen und eingerichtet ist, den Traktor und die
Mähwerkvorrichtung in Abhängigkeit sensorbasierter Daten des landwirtschaftlichen
Fahrzeuggespanns zum Mähen des Futterernteguts und Futterernteprozessdaten eines weiteren
landwirtschaftlichen Fahrzeuggespanns des Futterernteprozesses und den weiteren sensorbasierten
Daten einzustellen.
[0039] Bei einer vorteilhaften Weiterbildung der erfindungsgemäßen Lösung ist vorgesehen,
dass die Mähwerkvorrichtung mittels einem Anbaurahmen an einem Hubwerk, insbesondere
einen fronseitigen Hubwerk und/oder einem heckseitigen Hubwerk, des Traktors ankoppelbar
ausgebildet ist, und einen Tragrahmen aufweist, an dem eine Mäheinheit angreift, wobei
der Tragrahmen und der Anbaurahmen einerseits über einen Schwenkrahmen und anderseits
über einen Lenker unter Ausbildung einer trapezartigen Viergelenkskinematik derart
miteinander gekoppelt sind, dass der Schwenkrahmen über eine erste Schwenkachse am
Tragrahmen und über eine zweite Schwenkachse am Anbaurahmen angreift, und dass der
Lenker über eine dritte Schwenkachse am Tragrahmen und über eine vierte Schwenkachse
am Anbaurahmen angreift, wobei die Mähwerkvorrichtung wenigstens einen Entlastungszylinder
aufweist, der im Mähbetrieb aktiv geschaltet ist, einerseits am Anbaurahmen und andererseits
am Schwenkrahmen gelenkig angreift, nämlich über ein Zylinderkolbengehäuse am Anbaurahmen
und über einen Zylinderkolben am Schwenkrahmen, wobei die Einstellvorrichtung dazu
vorgesehen und eingerichtet ist, den Entlastungszylinder der Mähwerkvorrichtung in
Abhängigkeit der sensorbasierten Daten des landwirtschaftlichen Fahrzeuggespanns zum
Mähen des Futterernteguts und/oder der Futterernteprozessdaten eines weiteren landwirtschaftlichen
Fahrzeuggespanns des Futterernteprozesses und/oder weiterer sensorbasierter Daten
derart einzustellen, dass der Energiegehalt, insbesondere der Rohaschegehalt und/oder
der Trockenmassegehalt und/oder der Rohfasergehalt, des abgemähten Futterernteguts
für den Futterernteprozess optimiert wird.
[0040] Bei einer vorteilhaften Weiterbildung der erfindungsgemäßen Lösung ist vorgesehen,
dass die Mähwerkvorrichtung wenigstens eine als Trommelmähwerk und/oder als Scheibenmähwerk
und/oder als Balkenmähwerk ausbildete Mäheinheit aufweist.
[0041] Bei einer vorteilhaften Weiterbildung der erfindungsgemäßen Lösung ist vorgesehen,
dass die Mäheinheit der Mähwerkvorrichtung als Scheibenmähwerk ausgebildet ist, wobei
das Scheibenmähwerk mehrere Schneidorgane zum Trennen von Futtererntegut aufweist,
wobei die Schneidorgane bezüglich einer Querrichtung, die quer zur Fahrtrichtung ausgerichtet
ist, unter Ausbildung jeweils eines Mähbalkens nebeneinander positioniert sind, wobei
die Mähwerkvorrichtung und der Traktor derart ausgebildet sind, dass die Schneidorgane
über einen Zapfwellenantrieb des Traktors antreibbar sind.
[0042] Bei einer vorteilhaften Weiterbildung der erfindungsgemäßen Lösung ist vorgesehen,
dass das Assistenzsystem zur Optimierung des Energiegehalts, insbesondere des Rohaschegehalts
und/oder des Trockenmassegehalts und/oder des Rohfaser-gehalts, des abgemähten Futterernteguts
dazu vorgesehen und eingerichtet ist, während der Planung und/oder der Durchführung
des Mähens des Futterernteguts eine Feldeinteilung des landwirtschaftlichen Feldes
zu bestimmen und/oder zu nutzen, und/oder dass das Assistenzsystem zur Optimierung
des Energiegehalts, insbesondere des Rohaschegehalts und/oder des Trockenmassegehalts
und/oder des Rohfasergehalts, des abgemähten Futterernteguts dazu vorgesehen und eingerichtet
ist, während der Durchführung des Mähens des Futterernteguts eine automatisierte Aushebung
der Mähwerkvorrichtung zu bewirken, und/oder dass das Assistenzsystem dazu vorgesehen
und eingerichtet ist, den Energie-gehalt des abgemähten Futterernteguts zu maximieren,
und/oder dass das Assistenzsystem dazu vorgesehen und eingerichtet ist, den Rohaschegehalt
des abgemähten Futterernteguts zu minimieren, und/oder dass das Assistenzsystem dazu
vorgesehen und eingerichtet ist, den Rohfasergehalt des abgemähten Futterernteguts
zu minimieren, und/oder dass das Assistenzsystem dazu vorgesehen und eingerichtet
ist, einen Trockenmassegehalt des abgemähten Futterernteguts im Bereich bis zu 15%
und/oder von 30% bis 45%, insbesondere 30% bis 40%, zu bewirken.
[0043] Weitere wichtige Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen,
aus den Zeichnungen und aus der zugehörigen Figurenbeschreibung anhand der Zeichnungen.
[0044] Es versteht sich, dass die vorstehend genannten und die nachstehend noch zu erläuternden
Merkmale nicht nur in der jeweils angegebenen Kombination, sondern auch in anderen
Kombinationen oder in Alleinstellung verwendbar sind, ohne den Rahmen der vorliegenden
Erfindung zu verlassen.
[0045] Bevorzugte Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in den Zeichnungen dargestellt
und werden in der nachfolgenden Beschreibung näher erläutert, wobei sich gleiche Bezugszeichen
auf gleiche oder ähnliche oder funktional gleiche Komponenten beziehen.
[0046] Es zeigen, jeweils schematisch,
- Fig. 1
- ein landwirtschaftliches Fahrzeuggespann zum Mähen von Futtererntegut,
- Fig. 2
- eine Seitenansicht einer Mähwerkvorrichtung des landwirtschaftlichen Fahrzeuggespanns
zum Mähen von Futtererntegut, und
- Fig. 3
- mehrere landwirtschaftliche Fahrzeuggespanne auf einem landwirtschaftlichen Feld zur
Futterernte mit einem auf elektronischem Datenaustausch basierenden Assistenzsystem
zur Optimierung des Futterernteprozesses.
[0047] Die Fig. 1 zeigt ein landwirtschaftliches Fahrzeuggespann 1 mit einem Traktor 2 und
mehreren an dem Traktor 2 gekoppelten, insbesondere lösbar gekoppelten, Mähwerkvorrichtungen
3 zum Mähen und/oder Schwaden des Futterernteguts 7, welches auf einem landwirtschaftlichen
Feld 8, wie in der Fig. 3 angedeutet, positioniert ist. Dieses landwirtschaftliche
Fahrzeuggespann 1, bei dem der Traktor 2 eine frontseitige Mähwerkvorrichtung 4 schiebt
und zwei heckseitige Mähwerkvorrichtungen 5 zieht, fährt in der Fig. 1 entlang einer
Fahrtrichtung FR, wobei eine Querrichtung QR des landwirtschaftliches Fahrzeuggespanns
1 senkrecht und/oder orthogonal zur Fahrtrichtung FR ausgerichtet ist.
[0048] Die Mähwerkvorrichtungen 3 sind in der Fig. 1 bespielhaft als Scheibenmähwerke ausgebildet,
die Schneidorgane 19 zum Trennen des Futterernteguts 7 aufweisen, wobei die Schneidorgane
19 quer zur Fahrrichtung FR bzw. bezüglich der Querrichtung QR betrachtet, unter Ausbildung
jeweils eines Mähbalkens 18 nebeneinander positioniert sind.
[0049] Die frontseitige Mähwerkvorrichtung 4 kann optionale Zusatzausstattung 21 aufweisen,
die als Zinkenaufbereiter oder Walzenaufbereiter ausgeführt sein kann. Die heckseitigen
Mähwerkvorrichtungen 5 können gleichfalls mit einer solchen, jedoch nicht dargestellten,
Zusatzausstattung 7 ausgeführt sein.
[0050] Die heckseitigen Mähwerkvorrichtungen 5 können zudem mit Querfördervorrichtungen
20 zur Schwadablage als Zusatzausstattung ausgestattet sein, die dem Transport des
abgemähten Futtererntegutes 6 quer zur Fahrrichtung FR dienen. Die Querfördervorrichtungen
20 können als Bandeinheiten und/oder Schneckenförderer ausgeführt sein. Mittels der
Querförderrichtungen 20 lassen sich verschiedene Formen der Ablage eines Schwads 16
erreichen.
[0051] Zur Adaption der Mähwerkvorrichtung 4,5 am Traktor weist dieses ein frontseitiges
Hubwerk 22 sowie ein heckseitiges Hubwerk 23 auf. Die Hubwerke 22, 23 sind als Dreipunkthubwerke
ausgeführt und werden hydraulisch betätigt.
[0052] Die frontseitige Mähwerkvorrichtung 3, 4 ist in der Fig. 2 in einer vereinfachten
Schnittdarstellung dargestellt. Diese frontseitige Mähwerkvorrichtung 3, 4 ist mittels
einem Anbaurahmen 28 an dem fronseitigen Hubwerk 22 des Traktors 2 ankoppelbar ausgebildet
und weist einen Tragrahmen 24 auf, an dem eine Mäheinheit 27 angreift. Diese Mäheinheit
27 kann alternativ oder zusätzlich zur Darstellung der Fig. 1 als Trommelmähwerk und/oder
als Scheibenmähwerk und/oder als Balkenmähwerk ausbildet sein.
[0053] Der Tragrahmen 24 und der Anbaurahmen 28 sind einerseits über einen Schwenkrahmen
44 und anderseits über einen Lenker 43 unter Ausbildung einer trapezartigen Viergelenkskinematik
derart miteinander gekoppelt, dass der Schwenkrahmen 44 über eine erste Schwenkachse
32 am Tragrahmen 24 und über eine zweite Schwenkachse 33 am Anbaurahmen 28 angreift,
und dass der Lenker 43 über eine dritte Schwenkachse 34 am Tragrahmen 24 und über
eine vierte Schwenkachse 35 am Anbaurahmen 28 angreift, wobei die Mähwerkvorrichtung
3, 4 wenigstens einen Entlastungszylinder 38 aufweist, der im Mähbetrieb aktiv geschaltet
ist, und einerseits am Anbaurahmen 28 und andererseits am Schwenkrahmen 44 gelenkig
angreift, nämlich über ein Zylinderkolbengehäuse 37 am Anbaurahmen 28 und über einen
Zylinderkolben 46 am Schwenkrahmen 44. Der Schwenkrahmen 44 und der Lenker 43 greifen
insbesondere an einem oberen Abschnitt 26 des Tragrahmens 24 an, wobei der Schwenkrahmen
44 vorzugweise in einem Übergangsbereich zwischen einem unteren Abschnitt 25 und dem
oberen Abschnitt 26 des Tragrahmens 12 angreift. Das Zylinderkolbengehäuse 37 des
Entlastungszylinders 38 greift am Anbaurahmen 28 über eine Schwenkachse 39 und der
Zylinderkolben 46 desselben greift über eine Schwenkachse 47 am Schwenkrahmen 44 gelenkig
an. Statt einem Entlastungszylinder 38 kann auch eine oder mehrere Federn - wie z.B.
Zugfedern - vorgesehen werden. Das Mähwerkvorrichtung 3, 4 verfügt weiterhin einen
Aushubzylinder 41, der im Mähbetrieb passiv geschaltet ist.
[0054] Der Aushubzylinder 41 greift einerseits am Anbaurahmen 28 und andererseits am Schwenkrahmen
44 gelenkig an, nämlich über ein Zylinderkolbengehäuse 40 des Aushubzylinders 41 am
Anbaurahmen 28 und über einen Zylinderkolben 45 des Aushubzylinders 41 am Schwenkrahmen
44. So greift das Zylinderkolbengehäuse 40 des Aushubzylinders 41 über eine Schwenkachse
42 am Anbaurahmen 28 und der Zylinderkolben 45 über eine Schwenkachse 47 am Schwenkrahmen
44 an.
[0055] Die Schwenkachsen 32, 33, 34, und 35 der trapezartigen Viergelenkskinematik aus dem
Tragrahmen 24, dem Anbaurahmen 28, dem Schwenkrahmen 44 und dem Lenker 43, erstrecken
sich dabei vorzugsweise parallel zur Schwenkachse 31, also jeweils in Querrichtung
QR und im Wesentlichen parallel zum Boden 17 und/oder zur Bodenoberfläche des landwirtschaftlichen
Feldes 8.
[0056] Die Mäheinheit 27 der Mähwerkvorrichtung 3 kann eine Gleitkufe 29 und einen Mäheinheitenträger
30 aufweisen, wobei die Gleitkufe 29 über die Schwenkachse 31 an dem Mäheinheitenträger
30 gelenkig angreift, und wobei der Mäheinheitenträger 30 über eine Schwenkachse 36
an dem Tragrahmen 24 der Mähwerkvorrichtung 3 gelenkig angreift, nämlich an dem unteren
Abschnitt 25 des Tragrahmens 24.
[0057] Gemäß der Fig. 1 und der Fig. 3 weist das landwirtschaftliche Fahrzeuggespann 1 wenigstens
eine Einstellvorrichtung 15 auf, die dazu vorgesehen und eingerichtet ist, den Traktor
2 und die Mähwerkvorrichtung 3 in Abhängigkeit sensorbasierter Daten des landwirtschaftlichen
Fahrzeuggespanns 1 zum Mähen des Futterernteguts 7 und Futterernteprozessdaten eines
weiteren landwirtschaftliches Fahrzeuggespanns 50, 53, 54 des Futterernteprozesses
einzustellen, um einen Energiegehalt, insbesondere einen Rohaschegehalt und/oder einen
Trockenmassegehalt und/oder einen Rohfasergehalt, des abgemähten Futterernteguts 6
für den Futterernteprozess zu optimieren. Gemäß der Fig. 1 und der Fig. 2 weist das
erfindungsgemäße landwirtschaftliche Fahrzeuggespann 1 wenigstens eine Sensorvorrichtung
9, 10, 11, 12, 13, 14 zur Erzeugung der sensorbasierten Daten auf.
[0058] Das landwirtschaftliche Fahrzeuggespann 1, insbesondere der Traktor 2 und/oder die
Mähwerkvorrichtung 3, weist eine Sensorvorrichtung 9, 12, 13 auf, die dazu vorgesehen
und eingerichtet ist, als sensorbasierte Daten einen erntegutspezifischen Parameter
bezüglich mittels der Mähwerkvorrichtung 3 abgemähten Futterernteguts 6 zu detektieren.
Die Sensorvorrichtung 9 kann an einer Tragvorrichtung für die heckseitigen Mähwerkvorrichtungen
3, 5 positioniert sein. Die Sensorvorrichtung 12 kann an einer Gleitkufe 29 einer
Mähwerkvorrichtung 3 positioniert sein. Die Sensorvorrichtung 13 kann an einem Mäheinheitenträger
30 einer Mähwerkvorrichtung 3 positioniert sein.
[0059] Das landwirtschaftliche Fahrzeuggespann 1, insbesondere der Traktor 2 und/oder die
Mähwerkvorrichtung 3, weist eine Sensorvorrichtung 10, 11, 14 zur Vorfelderkennung
auf, die dazu vorgesehen und eingerichtet ist, als sensorbasierte Daten mindestens
einen Parameter bezüglich des landwirtschaftlichen Feldes 8 und/oder einen erntegutspezifischen
Parameter bezüglich des Futterernteguts 7, welches bezüglich der Fahrtrichtung FR
des Fahrzeuggespanns 1 vor dem Traktor 2 und/oder vor der Mähwerkvorrichtung 3 positioniert
ist, zu detektieren.
[0060] Wie in der Fig. 3 angedeutet, ist die Einstellvorrichtung 15 als Assistenzsystem
48 eingerichtet, welches eine Optimierung des Futterernteprozesses bewirkt, wobei
das Assistenzsystem 48 dazu vorgesehen und eingerichtet ist, einen Nutzer 62 bei der
Optimierung des Mähens des Futterernteguts 7 während des Futterernteprozesses zu unterstützen,
wobei diese Optimierung des Futterernteprozesses zumindest die Planung und/oder Durchführung
des Mähens des Futterernteguts 7 umfasst.
[0061] Die Fig. 3 zeigt mehrere landwirtschaftliche Fahrzeuggespanne 1, 50, 53 und 54 auf
dem landwirtschaftlichen Feld 8 zur Futterernte und das auf elektronischem Datenaustausch
basierende Assistenzsystem 48 zur Optimierung des Futterernteprozesses. Die Fahrtrichtung
FR und die Querrichtung QR beziehen sich in der Fig. 4 auf das landwirtschaftliche
Fahrzeuggespann 1, welches zum Mähen des Futterernteguts 4 ausgebildet ist. Das Assistenzsystem
32 kann, insbesondere teilweise, innerhalb des Traktor 2, wie in der Fig. 1 angedeutet
und/oder wie in der Fig. 3 angedeutet, insbesondere teilweise, außerhalb des Traktors
2 und außerhalb der Mähwerkvorrichtung 3 ausgebildet sein.
[0062] Jedes landwirtschaftliche Fahrzeuggespann 1, 50, 53 und 54 weist jeweils eine Sensorvorrichtung
auf, die dazu vorgesehen und eingerichtet ist, mindestens einen Parameter bezüglich
des landwirtschaftlichen Feldes 8 zu detektieren und ein Signal auszugeben, welches
den detektierten Parameter darstellt. Jedes landwirtschaftliche Fahrzeuggespann 1,
50, 53 und 54 weist wenigstens eine nicht dargestellte Einstellvorrichtung auf, die
kommunizierend mit der Sensorvorrichtung verbunden ist, um das Signal der Sensorvorrichtung
zu empfangen, wobei die Einstellvorrichtung dazu vorgesehen und eingerichtet ist,
das jeweilige landwirtschaftliche Fahrzeuggespann in Abhängigkeit des von der Sensorvorrichtung
empfangenen Signals einzustellen.
[0063] Jedes landwirtschaftliche Fahrzeuggespann 1, 50, 53 und 54 weist jeweils eine in
der Fig. 3 nicht dargestellte Einstellvorrichtung auf, die als Teil des Assistenzsystems
48 dazu eingerichtet ist, einen drahtlosen, elektronischen Datenaustausch mittels
einer kommunizierenden Verbindungen, insbesondere mittels einer drahtlosen Kommunikationsverbindung
63, mit dem außerhalb der landwirtschaftlichen Fahrzeuggespanne 1, 50, 53 und 54 positioniertem
Teil des Assistenzsystems 48 zur Optimierung eines Futterernteprozesses auszuführen.
[0064] Jede Einstellvorrichtung eines jeden landwirtschaftlichen Fahrzeuggespanns 1, 50,
53 und 54 ist jeweils dazu vorgesehen und eingerichtet, einen drahtlosen, elektronischen
Datenaustausch mittels einer kommunizierenden Verbindungen mit einer außerhalb des
landwirtschaftlichen Fahrzeuggespanns 1, 50, 53 und 54 positionierten Positionsbestimmungseinrichtung
49 auszuführen, um die Position des jeweiligen landwirtschaftlichen Fahrzeuggespanns
1, 34, 37 und 38 bezüglich des landwirtschaftlichen Feldes 6 zu bestimmen.
[0065] Die Einstellvorrichtung 15 des landwirtschaftlichen Fahrzeuggespanns 1 zum Mähen
des Futterernteguts 7 ist dazu vorgesehen und eingerichtet, die von der Sensorvorrichtung
9, 10, 11, 12, 13, 14 empfangenen Signale an das Assistenzsystem 48 zur Optimierung
des Futterernteprozesses bezüglich des abgemähten Futterernteguts 6 und/oder des Futterernteguts
7 des landwirtschaftlichen Feldes 8 zu übermitteln. Alternativ oder zusätzlich ist
die Einstellvorrichtung 15 des landwirtschaftlichen Fahrzeuggespanns 1 dazu vorgesehen
und eingerichtet, die von der Sensorvorrichtung 9, 10, 11, 12, 13, 14 empfangenen
Signale mit dem mittels der Positionsbestimmungseinrichtung 49 erfassen Position zu
verknüpfen und dies an das Assistenzsystem 48 zur Optimierung des Futterernteprozesses
bezüglich des Futterernteguts 7 des landwirtschaftlichen Feldes 8 zu übermitteln.
[0066] Alternativ oder zusätzlich kann das Assistenzsystem 48 dazu vorgesehen und eingerichtet,
insbesondere ausgebildet und/oder programmiert, sein, den Traktor 2 und/oder die Mähwerkvorrichtung
3 in Abhängigkeit von den Futterernteprozessdaten und/oder in Abhängigkeit von mittels
einer Positionsbestimmungseinrichtung 49 bestimmten Position des landwirtschaftlichen
Fahrzeuggespanns 1, insbesondere des Traktors 2 und/oder der Mähwerkvorrichtung 3,
bezüglich des landwirtschaftlichen Feldes 8 einzustellen, wobei die Futterernteprozessdaten
sensorbasierten Signalen und/oder Positionen und/oder Eigenschaftsparametern eines
weiteren landwirtschaftlichen Fahrzeuggespanns 50 zum Schwaden des abgehmähten Futterernteguts
6 entsprechen. Das Fahrzeuggespann 50 zum Schwaden des abgehmähten Futterernteguts
6 kann einen Traktor 51 mit einer an dem Traktor gekoppelten Schwadvorrichtung 52
zum Schwaden des abgemähten Futterernteguts 6 aufweisen.
[0067] Alternativ oder zusätzlich kann das Assistenzsystem 48 dazu vorgesehen und eingerichtet,
insbesondere ausgebildet und/oder programmiert, sein, den Traktor 2 und/oder die Mähwerkvorrichtung
3 in Abhängigkeit von den Futterernteprozessdaten und/oder in Abhängigkeit von mittels
einer Positionsbestimmungseinrichtung 49 bestimmten Position des landwirtschaftlichen
Fahrzeuggespanns 1, insbesondere des Traktors 2 und/oder der Mähwerkvorrichtung 3,
bezüglich des landwirtschaftlichen Feldes 8 einzustellen, wobei die Futterernteprozessdaten
sensorbasierten Signalen und/oder Positionen und/oder Eigenschaftsparametern eines
weiteren landwirtschaftlichen Fahrzeuggespanns 53 zum Ernten der Schwade 16 des abgehmähten
des Futterernteguts 6 entsprechen. Das Fahrzeuggespann 53 zum Ernten der Schwade 16
des abgehmähten des Futterernteguts 6 kann eine selbstfahrende landwirtschaftliche
Arbeitsmaschine, insbesondere ein selbstfahrender Feldhäcksler, sein.
[0068] Alternativ oder zusätzlich kann das Assistenzsystem 48 dazu vorgesehen und eingerichtet,
insbesondere ausgebildet und/oder programmiert, sein, den Traktor 2 und/oder die Mähwerkvorrichtung
3 in Abhängigkeit von den Futterernteprozessdaten und/oder in Abhängigkeit von mittels
einer Positionsbestimmungseinrichtung 49 bestimmten Position des landwirtschaftlichen
Fahrzeuggespanns 1, insbesondere des Traktors 2 und/oder der Mähwerkvorrichtung 3,
bezüglich des landwirtschaftlichen Feldes 8 einzustellen, wobei die Futterernteprozessdaten
sensorbasierten Signalen und/oder Positionen und/oder Eigenschaftsparametern eines
weiteren landwirtschaftlichen Fahrzeuggespanns 54 zum Transport des geernteten Futterernteguts
7 entsprechen. Das Fahrzeuggespann 54 zum Transport des geernteten Futterernteguts
7 kann einen Traktor 55 und wenigstens einem an diesem Traktor 55 gekoppelten Anhänger
56 zur Aufnahme des abgehmähten Futterernteguts 7 aufweisen.
[0069] Die Fig. 3 zeigt das Assistenzsystem 48 mit einem datenbankbasierten Verwaltungssystem
57, das eine Verarbeitungseinrichtung 58 und eine mit dieser zur Übertragung von Daten
verbundene Datenbank 59 umfasst. Die Datenbank 59 kann als zentrale Datenbank 59 oder
aber als dezentrale, also verteilte, Datenbank 59 ausgebildet sein. Auch ist es möglich,
dass die Datenbank 59 als cloudbasierte Datenbank 59 implementiert ist. Mit der Verarbeitungseinrichtung
58 kann zudem eine nicht dargestellte Anzeigeeinrichtung verbunden sein, die entweder
Teil des Verwaltungssystems 57 oder unabhängig von dem Verwaltungssystem 57 ist. Die
nicht dargestellte Anzeigeeinrichtung kann dazu eingerichtet sein, verschiedene von
der Verarbeitungseinrichtung 58 erzeugte oder übermittelte grafische Darstellungen
dem Nutzer 62 des Verwaltungssystems 57, beispielsweise einem Landwirt oder einem
Fahrer, anzuzeigen. Die Verarbeitungseinrichtung 58 kann weiterhin mit einer sogenannten
Referenzdatenbank 61 zur Übertragung von Daten verbunden sein, in der sogenannte Referenzdaten
60 hinterlegt sein können, auf die die Verarbeitungseinrichtung 58 zugreifen kann.
Die Referenzdatenbank 61 kann beispielsweise historische Qualitätskriterien, insbesondere
einer bereits geernteten Futterernte des landwirtschaftlichen Feldes als Referenzdaten
60 umfassen.
Bezugszeichenliste
[0070]
- 1
- Landwirtschaftliches Fahrzeuggespann
- 2
- Traktor
- 3
- Mähwerkvorrichtung
- 4
- Fronseitige Mähwerkvorrichtung
- 5
- Heckseitige Mähwerkvorrichtung
- 6
- abgemähtes Futtererntegut
- 7
- Futtererntegut
- 8
- landwirtschaftliches Feld
- 9
- Sensorvorrichtung
- 10
- Sensorvorrichtung
- 11
- Sensorvorrichtung
- 12
- Sensorvorrichtung
- 13
- Sensorvorrichtung
- 14
- Sensorvorrichtung
- 15
- Einstellvorrichtung
- 16
- Schwad
- 17
- Boden
- 18
- Mähbalken
- 19
- Schneidorgane
- 20
- Querfördervorrichtung
- 21
- Zusatzausstattung
- 22
- Frontseitiges Hubwerk
- 23
- Heckseitiges Hubwerk
- 24
- Tragrahmen
- 25
- Unterer Abschnitt
- 26
- Oberer Abschnitt
- 27
- Mäheinheit
- 28
- Anbaurahmen
- 29
- Gleitkufe
- 30
- Mäheinheitenträger
- 31
- Schwenkachse
- 32
- Schwenkachse
- 33
- Schwenkachse
- 34
- Schwenkachse
- 35
- Schwenkachse
- 36
- Schwenkachse
- 37
- Zylinderkolbengehäuse
- 38
- Entlastungszylinder
- 39
- Schwenkachse
- 40
- Zylinderkolbengehäuse
- 41
- Aushubzylinder
- 42
- Schwenkachse
- 43
- Lenker
- 44
- Schwenkrahmen
- 45
- Zylinderkolben
- 46
- Zylinderkolben
- 47
- Schwenkachse
- 48
- Assistenzsystems
- 49
- Positionsbestimmungseinrichtung
- 50
- Landwirtschaftliches Fahrzeuggespann zum Schwaden des Futterernteguts
- 51
- Traktor
- 52
- Schwadvorrichtung
- 53
- Selbstfahrende landwirtschaftliche Arbeitsmaschine zum Ernten der Schwade
- 54
- Landwirtschaftliches Fahrzeuggespann zum Transport des Futterernteguts
- 55
- Traktor
- 56
- Anhänger
- 57
- Verwaltungssystem
- 58
- Verarbeitungseinrichtung
- 59
- Datenbank
- 60
- Referenzdaten
- 61
- Referenzdatenbank
- 62
- Nutzer
- 63
- Drahtlose Kommunikationsverbindung
- FR
- Fahrtrichtung
- QR
- Querrichtung
- G
- Gravitationsrichtung
1. Landwirtschaftliches Fahrzeuggespann (1) zum Mähen von Erntegut, insbesondere Futtererntegut
(7), während eines Ernteprozesses, insbesondere Futterernteprozesses,
- mit einem Traktor (2), und
- mit wenigstens einer an dem Traktor (2) gekoppelten Mähwerkvorrichtung (3) zum Mähen
von Erntegut, insbesondere Futtererntegut (7),
dadurch gekennzeichnet,
- dass das landwirtschaftliche Fahrzeuggespann (1) wenigstens eine Einstellvorrichtung (15)
aufweist, die dazu vorgesehen und eingerichtet ist, den Traktor (2) und die Mähwerkvorrichtung
(3) in Abhängigkeit sensorbasierter Daten des landwirtschaftlichen Fahrzeuggespanns
(1) zum Mähen des Ernteguts, insbesondere Futterernteguts (7), und Ernteprozessdaten,
insbesondere Futterernteprozessdaten, eines weiteren landwirtschaftliches Fahrzeuggespanns
(50, 53, 54) des Ernteprozesses, insbesondere Futterernteprozesses, einzustellen,
um einen Energiegehalt, insbesondere einen Rohaschegehalt und/oder einen Trockenmassegehalt
und/oder einen Rohfasergehalt, des abgemähten Ernteguts, insbesondere Futterernteguts
(6), für den Ernteprozesses, insbesondere Futterernteprozess, zu optimieren.
2. Landwirtschaftliches Fahrzeuggespann (1) nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
- dass die Einstellvorrichtung (15) als Assistenzsystem (48) eingerichtet ist, welches eine
Optimierung des Futterernteprozesses bewirkt,
- wobei das Assistenzsystem (48) dazu vorgesehen und eingerichtet ist, einen Nutzer
(62) bei der Optimierung des Mähens des Futterernteguts (7) während des Futterernteprozesses
zu unterstützen, wobei diese Optimierung des Futterernteprozesses zumindest die Planung
und/oder Durchführung des Mähens des Futterernteguts (7) umfasst.
3. Landwirtschaftliches Fahrzeuggespann (1) nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
- dass das landwirtschaftliche Fahrzeuggespann (1) wenigstens eine Sensorvorrichtung (9,
10, 11, 12, 13, 14) zur Ernteguterkennung aufweist,
- wobei die Einstellung des landwirtschaftlichen Fahrzeuggespanns (1), insbesondere
des Traktors (2) und/oder der Mähwerkvorrichtung (3), auf Basis von Vorfelderkennung
und/oder einer Futtererntegutablage hinter dem landwirtschaftlichen Fahrzeuggespann
(1) erfolgt.
4. Landwirtschaftliches Fahrzeuggespann (1) nach Anspruch 2 oder 3,
dadurch gekennzeichnet,
- dass das Assistenzsystem (48) dazu vorgesehen und eingerichtet ist, nach vorgegebenen
Strategien die Durchführung des Mähens des Futterernteguts (7) zu optimieren,
- wobei die vorgegebenen Strategien in dem Assistenzsystem (48) hinterlegt sind und/oder
an dieses übergeben werden,
- wobei das Assistenzsystem (48) mittels der vorgegebenen Strategien bezüglich des
Energiegehalts, insbesondere des Rohaschegehalts und/oder des Trockenmassegehalts
und/oder des Rohfasergehalts, des abgemähten Futterernteguts (6) optimierte Arbeitsparameter
für das landwirtschaftliche Fahrzeuggespann (1) zum Mähen des Futterernteguts (7)
während des Futterernteprozesses generiert.
5. Landwirtschaftliches Fahrzeuggespann (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet,
- dass das Assistenzsystem (48) kommunizierend mit einer Sensorvorrichtung (9, 10, 11, 12,
13, 14) des landwirtschaftlichen Fahrzeuggespanns (1) verbunden ist, um sensorbasierte
Daten in Form des Signals der Sensorvorrichtung (9, 10, 11, 12, 13, 14) zu empfangen,
und/oder
- dass das Assistenzsystem (48) kommunizierend mit einem weiteren landwirtschaftlichen Fahrzeuggespann
(50, 53, 54) des Futterernteprozesses verbunden ist, um die Futterernteprozessdaten
zu empfangen.
6. Landwirtschaftliches Fahrzeuggespann (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet,
- dass das landwirtschaftliche Fahrzeuggespann (1), insbesondere der Traktor (2) und/oder
die Mähwerkvorrichtung (3), eine Sensorvorrichtung (9, 12, 13) aufweist, die dazu
vorgesehen und eingerichtet ist, als sensorbasierte Daten einen erntegutspezifischen
Parameter bezüglich mittels der Mähwerkvorrichtung (3) abgemähten Futterernteguts
(6) zu detektieren, und/oder
- dass das landwirtschaftliche Fahrzeuggespann (1), insbesondere der Traktor (2) und/oder
die Mähwerkvorrichtung (3), eine Sensorvorrichtung (10, 11, 14) zur Vorfelderkennung
aufweist, die dazu vorgesehen und eingerichtet ist, als sensorbasierte Daten mindestens
einen Parameter bezüglich des landwirtschaftlichen Feldes (8) und/oder einen erntegutspezifischen
Parameter bezüglich des Futterernteguts (7), welches bezüglich einer Fahrtrichtung
(FR) des Fahrzeuggespanns (1) vor dem Traktor (2) und/oder vor der Mähwerkvorrichtung
(3) positioniert ist, zu detektieren, und/oder
- dass das landwirtschaftliche Fahrzeuggespann (1) wenigstens eine bezüglich des Traktors
(2) und bezüglich der Mähwerkvorrichtung (3) separat ausgebildete Sensorvorrichtung
(9, 10, 11, 12, 13, 14) aufweist.
7. Landwirtschaftliches Fahrzeuggespann (1) nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet,
- dass der erntegutspezifische Parameter eine Dichte des abgemähten Futterernteguts (6)
spezifiziert, und/oder
- dass der erntegutspezifische Parameter eine Höhe des abgemähten Futterernteguts (6) spezifiziert,
und/oder
- dass der erntegutspezifische Parameter eine Breite des abgemähten Futterernteguts (6)
spezifiziert, und/oder
- dass der erntegutspezifische Parameter eine Halmausrichtung des abgemähten Futterernteguts
(6) spezifiziert und/oder
- dass der erntegutspezifische Parameter den Energiegehalt, insbesondere einen Rohaschegehalt
und/oder einen Trockenmassegehalt und/oder einen Rohfasergehalt, des abgemähten Futterernteguts
(6) spezifiziert, und/oder
- dass der erntegutspezifische Parameter sich auf Fremdkörper im abgemähten Futtererntegut
(6) bezieht, und/oder
- dass der erntegutspezifische Parameter eine Masse und/oder eine Ertragsmenge des abgemähten
Futterernteguts (6) spezifiziert.
8. Landwirtschaftliches Fahrzeuggespann (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 7,
dadurch gekennzeichnet,
- dass das landwirtschaftliche Fahrzeuggespann (1), insbesondere der Traktor (2) und/oder
die Mähwerkvorrichtung (3), eine Sensorvorrichtung (9, 10, 11, 12, 13, 14) aufweist,
die dazu vorgesehen und eingerichtet ist, als sensorbasierte Daten einen Auflagedruck
der Mähwerkvorrichtung (3) auf einem Boden (17) des landwirtschaftlichen Feldes (8)
zu ermitteln, und/oder
- dass das landwirtschaftliche Fahrzeuggespann (1), insbesondere der Traktor (2) und/oder
die Mähwerkvorrichtung (3), eine Sensorvorrichtung (9, 10, 11, 12, 13, 14) aufweist,
die dazu vorgesehen und eingerichtet ist, als sensorbasierte Daten einen Feuchtigkeitswert
auf einem Boden (17) des landwirtschaftlichen Feldes (8) zu ermitteln, und/oder
- dass das landwirtschaftliche Fahrzeuggespann (1), insbesondere der Traktor (2) und/oder
die Mähwerkvorrichtung (3), eine Sensorvorrichtung (9, 10, 11, 12, 13, 14) aufweist,
die dazu vorgesehen und eingerichtet ist, als sensorbasierte Daten eine Schnitthöhe
der Mähwerkvorrichtung (3) bezüglich eines Bodens (17) des landwirtschaftlichen Feldes
(8) zu ermitteln.
9. Landwirtschaftliches Fahrzeuggespann (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 7,
dadurch gekennzeichnet,
- dass die Einstellvorrichtung (15) ein digitales Abbild, insbesondere ein dreidimensionales
Modelabbild, des zu bearbeitenden landwirtschaftlichen Feldes (8), insbesondere des
Bodens (17), und/oder Wetterdaten und/oder Futtererntegutzustandsdaten in Form weiterer
sensorbasierter Daten aufweist,
- wobei das digitale Abbild des zu bearbeitenden landwirtschaftlichen Feldes (8) Informationen,
insbesondere Höheninformationen, bezüglich des Bodens (17) des zu bearbeitenden landwirtschaftlichen
Feldes (8) aufweist,
- wobei die Einstellvorrichtung (15) dazu vorgesehen und eingerichtet ist, den Traktor
(2) und die Mähwerkvorrichtung (3) in Abhängigkeit sensorbasierter Daten des landwirtschaftlichen
Fahrzeuggespanns (1) zum Mähen des Futterernteguts (7) und Futterernteprozessdaten
eines weiteren landwirtschaftlichen Fahrzeuggespanns (50, 53, 54) des Futterernteprozesses
und den weiteren sensorbasierten Daten einzustellen.
10. Landwirtschaftliches Fahrzeuggespann (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 9,
dadurch gekennzeichnet,
- dass die Mähwerkvorrichtung (3) mittels einem Anbaurahmen (28) an einem Hubwerk, insbesondere
einem fronseitigen Hubwerk (22) und/oder einem heckseitigen Hubwerk (23), des Traktors
(2) ankoppelbar ausgebildet ist, und einen Tragrahmen (24) aufweist, an dem eine Mäheinheit
(27) angreift, und/oder
- dass der Tragrahmen (24) und der Anbaurahmen (28) einerseits über einen Schwenkrahmen
(44) und anderseits über einen Lenker (43) unter Ausbildung einer trapezartigen Viergelenkskinematik
derart miteinander gekoppelt sind, dass der Schwenkrahmen (44) über eine erste Schwenkachse
(32) am Tragrahmen (24) und über eine zweite Schwenkachse (33) am Anbaurahmen (28)
angreift, und dass der Lenker (43) über eine dritte Schwenkachse (34) am Tragrahmen
(24) und über eine vierte Schwenkachse (35) am Anbaurahmen (28) angreift, und/oder
- wobei die Mähwerkvorrichtung (3) wenigstens einen Entlastungszylinder (38) aufweist,
der im Mähbetrieb aktiv geschaltet ist, und einerseits am Anbaurahmen (28) und andererseits
am Schwenkrahmen (44) gelenkig angreift, nämlich über ein Zylinderkolbengehäuse (37)
am Anbaurahmen (28) und über einen Zylinderkolben (46) am Schwenkrahmen (44),
- wobei die Einstellvorrichtung (15) dazu vorgesehen und eingerichtet ist, den Entlastungszylinder
(38) der Mähwerkvorrichtung (3) in Abhängigkeit der sensorbasierten Daten des landwirtschaftlichen
Fahrzeuggespanns (1) zum Mähen des Futterernteguts (7) und/oder der Futterernteprozessdaten
eines weiteren landwirtschaftlichen Fahrzeuggespanns (50, 53, 54) des Futterernteprozesses
und/oder weiterer sensorbasierter Daten derart einzustellen, dass der Energiegehalt,
insbesondere der Rohaschegehalt und/oder der Trockenmassegehalt und/oder der Rohfasergehalt,
des abgemähten Futterernteguts (6) für den Futterernteprozess optimiert wird.
11. Landwirtschaftliches Fahrzeuggespann (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet,
dass die Mähwerkvorrichtung (3) wenigstens eine als Trommelmähwerk und/oder als Scheibenmähwerk
und/oder als Balkenmähwerk ausbildete Mäheinheit (27) aufweist.
12. Landwirtschaftliches Fahrzeuggespann (1) nach Anspruch 10 oder 11,
dadurch gekennzeichnet,
- dass die Mäheinheit (27) der Mähwerkvorrichtung (3) als Scheibenmähwerk ausgebildet ist,
- wobei das Scheibenmähwerk mehrere Schneidorgane (19) zum Trennen von Futtererntegut
(7) aufweist,
- wobei die Schneidorgane (19) bezüglich einer Querrichtung (QR), die quer zur Fahrtrichtung
(FR) ausgerichtet ist, unter Ausbildung jeweils eines Mähbalkens (18) nebeneinander
positioniert sind,
- wobei die Mähwerkvorrichtung (3) und der Traktor (2) derart ausgebildet sind, dass
die Schneidorgane (19) über einen Antrieb, insbesondere einen elektrischen Antrieb
und/oder einen Zapfwellenantrieb, des Traktors (2) antreibbar sind.
13. Landwirtschaftliches Fahrzeuggespann (1) nach einem der Ansprüche 2 bis 12,
dadurch gekennzeichnet,
- dass das Assistenzsystem (48) zur Optimierung des Energiegehalts, insbesondere des Rohaschegehalts
und/oder des Trockenmassegehalts und/oder des Rohfasergehalts, des abgemähten Futterernteguts
dazu vorgesehen und eingerichtet ist, während der Planung und/oder der Durchführung
des Mähens des Futterernteguts (7) eine Feldeinteilung des landwirtschaftlichen Feldes
(8) zu bestimmen und/oder zu nutzen, und/oder
- dass das Assistenzsystem (48) zur Optimierung des Energiegehalts, insbesondere des Rohaschegehalts
und/oder des Trockenmassegehalts und/oder des Rohfasergehalts, des abgemähten Futterernteguts
(6) dazu vorgesehen und eingerichtet ist, während der Durchführung des Mähens des
Futterernteguts (7) eine automatisierte Aushebung der Mähwerkvorrichtung (3) zu bewirken,
und/oder
- dass das Assistenzsystem (48) dazu vorgesehen und eingerichtet ist, den Energiegehalt
des abgemähten Futterernteguts (6) zu maximieren, und/oder
- dass das Assistenzsystem (48) dazu vorgesehen und eingerichtet ist, den Rohaschegehalt
des abgemähten Futterernteguts (6) zu minimieren, und/oder
- dass das Assistenzsystem (48) dazu vorgesehen und eingerichtet ist, den Rohfasergehalt
des abgemähten Futterernteguts (6) zu minimieren, und/oder
- dass das Assistenzsystem (48) dazu vorgesehen und eingerichtet ist, einen Trockenmassegehalt
des abgemähten Futterernteguts (6) im Bereich bis zu 15% und/oder von 30% bis 45%,
insbesondere 30% bis 40%, zu bewirken.