[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine elektrische Kontakteinrichtung und ein Betonelement
mit einer elektrischen Kontakteinrichtung.
[0002] Elektrische Kontakteinrichtungen können zur Erdung von Betonelementen genutzt werden
derart, dass die elektrische Kontakteinrichtung in einem Betonelement eingebettet
sein kann und nach außen hin einen Erdungskontakt mit einem zu erdenden Element in
dem Betonelement selbst verbinden kann. Als zu erdende Betonelemente sind beispielsweise
Schallschutzwände bekannt, welche meist eine Begrenzung einer Eisenbahnstrecke oder
eines Bahngeländes zum öffentlich zugänglichen Gelände darstellen.
[0003] Schallschutzwände aus Metall oder Stahlbeton können unter Berücksichtigung der Gleisstromkreise
bahngeerdet werden. Betonelemente können beispielsweise als Segmente einer Schallschutzwand
nacheinander aufgereiht werden, beispielsweise mit Befestigungspfosten zwischen den
Segmenten, und können gegenüber diesen Pfosten oder gegenüber einem Erdungskontakt
am Pfosten oder einem separaten Erdungskontakt geerdet werden.
[0004] In der
DE 20 2017 104 881 U1 wird ein Anschlusselement für einen Erdungsverbinder zum Einbetonieren in ein Betonelement
beschrieben.
[0005] Vor diesem Hintergrund liegt der vorliegenden Erfindung die Aufgabe zugrunde, eine
elektrische Kontakteinrichtung und ein Betonelement anzugeben, bei welcher ein elektrischer
Erdungsschutz verbessert sein kann.
[0006] Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe gelöst durch eine elektrische Kontakteinrichtung
gemäß den Merkmalen des Anspruchs 1 und durch ein Betonelement gemäß den Merkmalen
des Anspruchs 8.
[0007] Erfindungsgemäß umfasst die elektrische Kontakteinrichtung für einen Erdungskontakt,
welche in ein Betonelement einbetonierbar ist, ein Kontaktelement, welches eine Anlegefläche
oder einen Anlegebereich umfasst, an welcher/welchem ein Erdungselement innerhalb
des Betonelements anlegbar und elektrisch kontaktierbar ist, und wobei das Kontaktelement
ein erstes Material umfasst; ein Anschlusselement, welches ein erstes Ende und ein
zweites Ende umfasst, wobei das erste Ende mit dem Kontaktelement verschweißt ist
und dadurch mit dem Kontaktelement elektrisch leitend verbunden ist, und das zweite
Ende einen Anschlussbereich umfasst, an welchem oder durch welchen das Anschlusselement
mit dem Erdungskontakt elektrisch leitend verbindbar ist, welcher sich außerhalb des
Betonelements befindet, und wobei das Anschlusselement ein zweites Material umfasst,
welches sich vom ersten Material unterscheidet.
[0008] Bei der Anlegefläche oder dem Anlegebereich kann es sich vorteilhaft um jenen Bereich
des Kontaktelements handeln, auf welches das Erdungselement zum elektrischen Kontakt
mit dem Kontaktelement angelegt, angelehnt oder dort aufgelegt werden kann und dann
mit Beton vergossen werden kann. Bei dem Erdungselement kann es sich beispielsweise
um einen Stahlstab einer inneren Erdung des Betonelements handeln.
[0009] Das erste und/oder das zweite Ende können rund sein und flach ausgeformt sein, oder
abweichend davon auch andere Formen aufweisen. Der Erdungskontakt kann ein externer
elektrischer Leiter sein, etwa ein Kabel, welches zur externen Erdung des Betonelements
vorgesehen sein kann.
[0010] Der Anschlussbereich kann ein Bereich am zweiten Ende sein, an welchem oder durch
welchen der Erdungskontakt elektrisch und/oder mechanisch angeschlossen und befestigt
werden kann.
[0011] Durch die elektrische Kontakteinrichtung kann eine kompakte Bauform dieses Kontaktelements
und der Verbindung zum Erdungskontakt erzielt werden, wodurch auch ein geringer Platzbedarf
im Betonelement verringert werden kann.
[0012] Die Ausführung der elektrischen Kontakteinrichtung mit dem Kontaktelement und dem
Anschlusselement ermöglicht vorteilhaft eine verbesserte Kosteneinsparung durch einen
verhältnismäßig geringen Materialbedarf.
[0013] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der elektrischen Kontakteinrichtung handelt
es sich bei dem ersten Material um Stahl und bei dem zweiten Material um Edelstahl.
[0014] Das zweite Material kann vorteilhaft eine geringere Anfälligkeit auf Korrosion haben
als das erste Material, was vorteilhaft für eine Langlebigkeit der elektrischen Kontakteinrichtung
sein kann, da das zweite Material am Anschlussbereich mit einer Außenumgebung, etwa
der Umgebungsluft, in Kontakt sein kann, das erste Material jedoch vollständig im
Beton eingebettet sein kann, ohne dabei in Berührung mit der Umgebung außerhalb des
Betonelements zu stehen. Sowohl das erste Material als auch das zweite Material sind
elektrisch leitfähig, wodurch das Erdungselement mit dem Erdungskontakt elektrisch
leitend verbunden werden kann.
[0015] Mittels der elektrischen Kontakteinrichtung kann eine dauerhafte Korrosionsbeständigkeit
im Kontaktbereich zum Erdungskontakt erzielt werden, da das zweite Material eine hohe
Widerstandsfähigkeit gegen Korrosion bieten kann.
[0016] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der elektrischen Kontakteinrichtung weist
das Anschlusselement eine Zylinderform auf und das zweite Ende und das erste Ende
liegen sich als Stirnseiten des Zylinders abgewandt gegenüber und das zweite Ende
umfasst eine als den Anschlussbereich bildende mittige Ausnehmung, in welcher ein
Anschluss des Erdungskontakts einfassbar und/oder anschließbar ist.
[0017] Der genannte Anschluss des Erdungskontakts ermöglicht eine verbesserte Kontaktierung
am Anschlussbereich, wobei die mittige Ausnehmung von der Stirnseite wegverlaufen
kann und beispielsweise eine Öffnung mit einem Innengewinde nach M16 aufweisen kann.
Es kann vorteilhaft durch eine derart ausgeführte Anschlussfläche im Zylinder des
Anschlusselements weniger oder keine Verschmutzung beim Schütten mit Flüssigbeton
an der Anschlussfläche auftreten/eintreten.
[0018] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der elektrischen Kontakteinrichtung verläuft
die mittige Ausnehmung entlang einer Zylinderachse des Anschlusselements durch das
Anschlusselement und weist das Anschlusselement in der Ausnehmung eine flache Innenwand
mit einem vorbestimmten Radius und/oder zumindest bereichsweise ein Innengewinde in
der Innenwand auf, und wobei sich die mittige Ausnehmung bis zu einer vorbestimmten
Tiefe an das erste Ende heran erstreckt.
[0019] Im Falle einer vorliegenden flachen Innenwand kann eine Befestigung des Erdungskontakts
am Eingang der Ausnehmung und/oder am Boden der Ausnehmung im Anschlusselement vorhanden
sein.
[0020] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der elektrischen Kontakteinrichtung ist das
erste Ende durch eine Rundumschweißnaht mit dem Kontaktelement verbunden.
[0021] Die Rundumschweißnaht kann vorteilhaft eine vorbestimmte Schweißnahtlänge erfüllen,
beispielsweise kann diese zumindest 90 mm betragen und einen vorbestimmten Übergangswiderstand
aufweisen. Die Länge kann beispielsweise 2 x 45mm betragen und kann links und rechts
von einem Erdungsstab im Winkel als 4 mm (oder 3 mm) Kehl-Naht geschweißt sein, und
beispielsweise einen MAG/E Standard erfüllen. Es kann somit eine Schweißverbindung
zwischen Produkt und der inneren Erdung vor Ort vorliegen (erzeugt sein), welche gemäß
einer Bahnrichtlinie ausgeführt sein kann, hier kann die Schweißnahtlänge 2x 45mm
sein.
[0022] Durch die Schweißnaht kann vorteilhaft eine feste Verbindung zwischen Kontaktelement
und Anschlusselement erzielt werden, welche beide Elemente auch elektrisch leitend
miteinander verbinden kann.
[0023] Die elektrische Kontakteinrichtung kann eine Vorgabe an eine Kurzschlusstragfähigkeit
erfüllen, beispielsweise 40 kA/100 ms.
[0024] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der elektrischen Kontakteinrichtung weist
das Kontaktelement eine flache Form oder eine Winkelform mit einem auf dem ersten
Ende aufliegenden Bodenteil und einem, sich unter einem bestimmten Winkel von dem
ersten Ende wegerstreckenden Seitenteil auf, wobei das Erdungselement auf/an dem Bodenteil
oder Seitenteil anlegbar ist, und das Bodenteil oder Seitenteil in diesem Bereich
die Anlegefläche oder den Anlegebereich bildet.
[0025] Durch die Form(en) des Kontaktelements kann vorteilhaft eine gute Verarbeitung auf
einem Stahlschaltisch erzielt werden, beispielsweise durch eine Fixierung mit doppelseitigen
Klebepads. Das Kontaktelement kann sich im Falle der flachen Form asymmetrisch über
den Zylinder des Anschlusselements hinaus erstrecken. Sowohl die flache Form als auch
die Winkelform können dazu dienen, dass die elektrische Kontakteinrichtung bei der
Verarbeitung oder dem Ansetzen an den Erdungskontakt und dem Vergießen mit Beton besser
gehalten werden kann.
[0026] Der bestimmte Winkel kann rechtwinklig sein oder davon abweichend.
[0027] Das Bodenteil kann flach verlaufen und auf dem ersten Ende aufliegen. Das Bodenteil
und das Seitenteil können einstückig das Kontaktelement bilden oder separate Komponenten
sein, die miteinander verbunden sein können.
[0028] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der elektrischen Kontakteinrichtung umfasst
das Anschlusselement an einer Außenwand der Zylinderform und anliegend an das zweite
Ende oder an der Außenwand der Zylinderform und um einen bestimmten Abstand von dem
zweiten Ende beabstandet eine angeraute Oberfläche und/oder einen Einschnittsbereich.
[0029] Der Einschnittsbereich kann betreffend die Zylinderform einen radialen Einstich darstellen
und kann vorteilhaft ein Vordringen von Feuchtigkeit zur inneren Erdung des Betonelements
verringern oder verhindern.
[0030] Die angeraute Oberfläche kann eine vorgegebene Rauhigkeit aufweisen, und vorteilhaft
eine Haltewirkung des Anschlusselements im Beton verbessern. Des Weiteren kann durch
die angeraute Oberfläche erzielt werden, dass eine Kapilarwirkung die Aufnahme von
Wasser im Betonelement an der Stelle des Übergangs zwischen Anschlusselement und Betonelement
verringern kann.
[0031] Am Zylinderdurchmesser (Mantelfläche/Außenwand) kann in einem Abstand vom zweiten
Ende, etwa an 40mm, auf der Gewindeanschlussseite umlaufend ein Einstich ca 3mm breit
und 1 mm tief ausgeprägt sein. Dadurch wird erreicht, dass eine Hinterschneidung entsteht,
die verhindert, dass Feuchtigkeit über eine Kapillarwirkung an das Kontaktelement
vordringen kann.
[0032] Durch den Einschnittsbereich kann eine Haltewirkung des Anschlusselements im umliegenden
Beton verbessert werden. Der Einschnittsbereich kann eine vordefinierte Tiefe und
eine vorbestimmte Einschnittsform aufweisen, im Querschnitt rechteckig, V-förmig oder
mit einer anderen Form.
[0033] Erfindungsgemäß umfasst das Betonelement, welches an einen Erdungskontakt anschließbar
ist, eine erfindungsgemäße elektrische Kontakteinrichtung, und wobei die elektrische
Kontakteinrichtung zumindest teilweise in das Betonelement eingebettet ist.
[0034] Das Betonelement kann vorteilhaft ein Betonsockel für eine Lärmschutzwand, etwa im
Fertigteilwerk, sein. Des Weiteren kann das Betonelement ein Bauteil eines Systembahnsteigs
einer Bahninfrastruktur sein oder eine Gleistragwanne oder einen Bahnübergang bilden
oder ein Tunnelelement sein oder ein Tübbing, oder ein Teil einer festen Fahrbahn.
Bei dem Betonelement kann es sich um ein Ortbeton-Element für ein Brückenelement handeln.
[0035] Die elektrische Kontakteinrichtung kann beim Erzeugen des Betonelements vorteilhaft
an einer Schalung befestigt werden, beispielsweise an einer senkrechten Schalung,
etwa an einer Brücke, und beispielsweise mit einer Schraube M16 befestigt werden.
Beim Anfertigen des Betonelements kann ein spezielles Winkelprisma zum genauen Einlegen
eines Erdungselements als beispielsweise Rundstahls/Betonstahl Ø16mm als optimale
Montagehilfe im Fertigteilwerk genutzt werden und auf einer Baustelle gut durchführbar
und handhabbar sein.
[0036] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform des Betonelements schließt das zweite Ende
des Anschlusselements bündig mit einem Randbereich des Betonelements ab oder ist um
eine vorgegebene Tiefe in dem Randbereich versenkt und der Erdungskontakt ist an dem
Randbereich an der elektrischen Kontakteinrichtung anschließbar.
[0037] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform des Betonelements ist dieses als ein Schutzwandelement
für eine Straße oder Bahnstrecke oder als ein Lärmschutzelement oder als ein Tunnelelement
ausgeformt.
[0038] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform des Betonelements umfasst dieses ein Erdungselement,
welches zumindest teilweise in das Betonelement eingebettet ist und das Kontaktelement
der elektrischen Kontakteinrichtung innerhalb des Betonelements elektrisch kontaktiert.
[0039] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform des Betonelements ist das Erdungselement
mit dem Kontaktelement durch eine Schweißverbindung elektrisch leitend verbunden.
[0040] Die vorliegende Erfindung wird nachfolgend anhand der in den schematischen Figuren
angegebenen Ausführungsbeispiele näher erläutert. Es zeigen dabei:
- Fig. 1 a - d
- schematische Ansichten der elektrischen Kontakteinrichtung gemäß einem Ausführungsbeispiel
der vorliegenden Erfindung;
- Fig. 2
- eine schematische Ansicht des Betonelements mit einer darin eingefassten elektrischen
Kontakteinrichtung gemäß einem Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung.
[0041] Weitere Merkmale und Vorteile von Ausführungsformen der Erfindung ergeben sich aus
der nachfolgenden Beschreibung mit Bezug auf die beigefügten Zeichnungen. Andere Ausführungsformen
und viele der genannten Vorteile ergeben sich im Hinblick auf die Zeichnungen. Die
Elemente der Zeichnungen sind nicht notwendigerweise maßstabsgetreu zueinander gezeigt.
[0042] In den Figuren der Zeichnung sind gleiche, funktionsgleiche und gleich wirkende Elemente,
Merkmale und Komponenten - sofern nichts anderes ausgeführt ist -jeweils mit denselben
Bezugszeichen versehen.
[0043] Die Fig. 1 zeigt in den Teilfiguren a - d verschiedene schematische Ansichten der
elektrischen Kontakteinrichtung gemäß einem Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung.
[0044] In der Fig. 1a ist eine Ansicht der elektrischen Kontakteinrichtung 1 gezeigt, wobei
die ganze Breite des Kontaktelements 2 an dessen Seitenteil SD, und aus Richtung des
Bodenteils BD gesehen, sichtbar ist. Nach der Fig. 1a ist folglich der Winkel des
Kontaktelements 2 positioniert mittig auf dem Anschlusselement 3 zu sehen. Dazu zeigt
die Fig. 1c den Schnitt entlang der Linie A-A.
[0045] In der Fig. 1b ist eine seitliche Ansicht von außen auf die Winkelform des Kontaktelements
2 gezeigt, wobei sich in diesem Fall nach einer inneren Abrundung am Winkel und zwischen
dem Bodenteil BD und dem Seitenteil SD das Seitenteil SD um 90 ° senkrecht vom Bodenteil
BD wegerstrecken kann. Das Kontaktelement 2 als Winkel kann dabei abgerundete Enden
aufweisen, und beispielsweise eine durchgehende Dicke von d3 gleich 5 mm aufweisen
(auch 6 mm oder andere Dicken sind möglich). Das Seitenteil SD kann beispielsweise
eine Höhe D über der Schweißnaht zum Anschlusselement 3 von beispielsweise oder mindestens
(oder ein vorbestimmtes Minimum) 50 mm aufweisen. Es kann ein bestimmter Abstand d1,
den die Schweißnaht (ausgeführt als a3 und beispielsweise umlaufend geschweißt) zwischen
dem ersten Ende 3a und der Unterseite des Bodenteils BD darstellen kann, vorhanden
sein. Die Schweißnaht oder ein abgerundeter Rand zwischen dem Anschlusselement 3 und
dem Bodenteil BD kann beispielsweise einen angewinkelten Außenrand (von der Zylinderachse
abgewandt) um beispielsweise w = 30 ° gegen eine Zylinderachse des Anschlusselements
3 geneigt aufweisen. Die Zylinderform des Anschlusselements 3 kann eine Außenwand
AW aufweisen und einen Durchmesser dieser zylindrischen Außenwand von beispielsweise
B = 40 mm. Alle Kanten der elektrischen Kontakteinrichtung 1 können vorteilhaft ohne
Grad ausgeführt sein.
[0046] In der Fig. 1c ist eine ähnliche Ansicht zur Fig. 1b gezeigt, wobei der Innenbereich
des Anschlusselements 3 genauer dargestellt ist. Hierbei kann das Anschlusselement
3 eine Zylinderform aufweisen und sich das zweite Ende 3b und das erste Ende 3a als
Stirnseiten des Zylinders abgewandt gegenüberliegen und das zweite Ende 3b eine als
den Anschlussbereich AB (Fig. 1d) bildende mittige Ausnehmung MA umfassen, in welcher
oder durch welche ein Anschluss des Erdungskontakts (Fig. 2) einfassbar und/oder anschließbar
sein kann. Es kann die mittige Ausnehmung MA entlang einer Zylinderachse des Anschlusselements
3 durch das Anschlusselement 3 verlaufen und eine flache Innenwand mit einem vorbestimmten
Radius und/oder zumindest bereichsweise ein Innengewinde IG aufweisen, und wobei sich
die mittige Ausnehmung MA bis zu einer vorbestimmten Tiefe h2, beispielsweise 37 mm,
an das erste Ende 3a heran erstrecken kann. Das Gewinde IG kann etwa in einem inneren
Bereich an den Boden der Ausnehmung anliegend ausgeprägt sein. Bis dahin kann von
der Außenseite eine flache (glatte) Innenwand vorliegen, beispielsweise bis zu einer
Tiefe h1 von 25 mm. Das gesamte Anschlusselement 3 kann entlang der Zylinderachse
eine Länge h3 von beispielsweise 55 mm aufweisen. Die Breite der Ausnehmung d2 kann
M16 entsprechen. Des Weiteren kann das Anschlusselement 3 an einer Außenwand (AW)
der Zylinderform und anliegend an das zweite Ende 3b eine angeraute Oberfläche AO
und/oder einen Einschnittsbereich umfassen. Die Höhe (entlang der axialen Ausdehnung
entlang der Zylinderachse) der angerauten Oberfläche AO kann beispielsweise 10 mm
betragen und/oder der Einschnittsbereich kann 1 mm tief sein (nicht gezeigt).
[0047] Die Fig. 1d zeigt eine Ansicht von seitlich schräg unten auf das zweite Ende 3b mit
der mittigen Ausnehmung MA und dem dadurch gebildeten Anschlussbereich AB. Auf dem
zylindrischen Rand kann eine Prägung aufgedruckt oder eingraviert werden (nicht gezeigt).
[0048] Das Anschlusselement 3 kann Edelstahl (Mat.A2 umfassen), mit einem Anschweißwinkel
(Mat.S235) zum Kontaktelement 2, beispielsweise umlaufend mit MAG-Verfahren schwarz/weiss
mit 3 mm Kehlnaht verschweißt.
[0049] Die Fig. 2 zeigt eine schematische Ansicht des Betonelements mit einer darin eingefassten
elektrischen Kontakteinrichtung gemäß einem Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung.
[0050] Das Betonelement BE kann an einen Erdungskontakt EK angeschlossen werden, wobei das
Betonelement BE eine erfindungsgemäße elektrische Kontakteinrichtung 1 umfasst derart,
dass die elektrische Kontakteinrichtung 1 in das Betonelement BE eingebettet sein
kann. Hierbei kann das zweite Ende 3b des Anschlusselements 3 bündig mit einem Randbereich
RB des Betonelements BE abschließen und der Erdungskontakt EK kann über eine Verbindung
EK-A mit der mittigen Ausnehmung MA des Anschlusselements 3 verbunden sein und durch
den Anschlussbereich in die Ausnehmung MA in das Anschlusselement verlaufen und an
dieses angeschlossen sein. Der Erdungskontakt EK kann mit der Verbindung EK-A in der
Ausnehmung im Anschlusselement 3 fixiert sein, beispielsweise an einem Innengewinde
der Ausnehmung befestigt, und elektrisch mit dem Kontaktelement 2 verbunden sein.
[0051] Das Betonelement BE aus der Fig. 2 kann beispielsweise ein Schutzwandelement für
eine Straße oder Bahnstrecke oder ein Lärmschutzelement oder ein Tunnelelement sein.
[0052] In der Fig. 2 ist weiterhin ein Querschnitt eines Erdungselements 5 gezeigt, beispielsweise
ein Stahlstab, wobei das Erdungselement 5 zumindest teilweise in das Betonelement
BE eingebettet ist und mit dem Kontaktelement 2 in elektrischem Kontakt steht. Beispielsweise
kann das Erdungselement 5 auf dem Bodenteil BD des Kontaktelements 2 aufliegen. Gemäß
der Figur 1 kann sich daneben das Seitenteil SD vom Bodenteil BD senkrecht wegerstrecken.
[0053] Obwohl die vorliegende Erfindung anhand des bevorzugten Ausführungsbeispiels vorstehend
vollständig beschrieben wurde, ist sie darauf nicht beschränkt, sondern auf vielfältige
Art und Weise modifizierbar.
1. Elektrische Kontakteinrichtung (1) für einen Erdungskontakt (EK), welche in ein Betonelement
(BE) einbetonierbar ist, die elektrische Kontakteinrichtung (1) umfassend:
- ein Kontaktelement (2), welches eine Anlegefläche (2a) oder einen Anlegebereich
(2a') umfasst, an welcher/welchem ein Erdungselement (5) innerhalb des Betonelements
(BE) anlegbar und elektrisch kontaktierbar ist, und wobei das Kontaktelement (2) ein
erstes Material umfasst;
- ein Anschlusselement (3), welches ein erstes Ende (3a) und ein zweites Ende (3b)
umfasst, wobei das erste Ende (3a) mit dem Kontaktelement (2) verschweißt ist und
dadurch mit dem Kontaktelement (2) elektrisch leitend verbunden ist, und das zweite
Ende (3b) einen Anschlussbereich (AB) umfasst, an welchem oder durch welchen das Anschlusselement
(3) mit dem Erdungskontakt (EK) elektrisch leitend verbindbar ist, welcher sich außerhalb
des Betonelements (BE) befindet, und wobei das Anschlusselement (3) ein zweites Material
umfasst, welches sich vom ersten Material unterscheidet.
2. Elektrische Kontakteinrichtung (1) nach Anspruch 1, bei welcher es sich bei dem ersten
Material um Stahl und bei dem zweiten Material um Edelstahl handelt.
3. Elektrische Kontakteinrichtung (1) nach Anspruch 1 oder 2, bei welcher das Anschlusselement
(3) eine Zylinderform aufweist und sich das zweite Ende (3b) und das erste Ende (3a)
als Stirnseiten des Zylinders abgewandt gegenüberliegen und das zweite Ende (3b) eine
als den Anschlussbereich (AB) bildende mittige Ausnehmung (MA) umfasst, in welcher
ein Anschluss des Erdungskontakts (EK) einfassbar und/oder anschließbar ist.
4. Elektrische Kontakteinrichtung (1) nach Anspruch 3, bei welcher die mittige Ausnehmung
(MA) entlang einer Zylinderachse des Anschlusselements (3) durch das Anschlusselement
(3) verläuft und eine flache Innenwand mit einem vorbestimmten Radius und/oder zumindest
bereichsweise ein Innengewinde (IG) aufweist, und wobei sich die mittige Ausnehmung
(MA) bis zu einer vorbestimmten Tiefe an das erste Ende (3a) heran erstreckt.
5. Elektrische Kontakteinrichtung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 4, bei welcher das
erste Ende (3a) durch eine Rundumschweißnaht mit dem Kontaktelement (2) verbunden
ist.
6. Elektrische Kontakteinrichtung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 5, bei welcher das
Kontaktelement (2) eine flache Form oder eine Winkelform mit einem auf dem ersten
Ende (3a) aufliegenden Bodenteil (BD) und einem, sich unter einem bestimmten Winkel
von dem ersten Ende (3a) wegerstreckenden Seitenteil (SD) aufweist, wobei das Erdungselement
(5) auf/an dem Bodenteil (BD) oder Seitenteil (SD) anlegbar ist, und das Bodenteil
(BD) oder Seitenteil (SD) in diesem Bereich die Anlegefläche (2a) oder den Anlegebereich
(2a') bildet.
7. Elektrische Kontakteinrichtung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 6, bei welcher das
Anschlusselement (3) an einer Außenwand (AW) der Zylinderform und anliegend an das
zweite Ende (3b) oder an der Außenwand (AW) der Zylinderform und um einen bestimmten
Abstand von dem zweiten Ende (3b) beabstandet eine angeraute Oberfläche (AO) und/oder
einen Einschnittsbereich umfasst.
8. Betonelement (BE), welches an einen Erdungskontakt (EK) anschließbar ist, wobei das
Betonelement (BE) eine elektrische Kontakteinrichtung (1) nach einem der Ansprüche
1 bis 7 umfasst, und wobei die elektrische Kontakteinrichtung (1) zumindest teilweise
in das Betonelement (BE) eingebettet ist.
9. Betonelement (BE) nach Anspruch 8, bei welchem das zweite Ende (3b) des Anschlusselements
(3) bündig mit einem Randbereich (RB) des Betonelements (BE) abschließt oder um eine
vorgegebene Tiefe in dem Randbereich (RB) versenkt ist und der Erdungskontakt (EK)
an dem Randbereich (RB) an der elektrischen Kontakteinrichtung (1) anschließbar ist.
10. Betonelement (BE) nach Anspruch 8 oder 9, welches als ein Schutzwandelement für eine
Straße oder Bahnstrecke oder als ein Lärmschutzelement oder als ein Tunnelelement
ausgeformt ist.
11. Betonelement (BE) nach einem der Ansprüche 8 bis 10, welches ein Erdungselement (5)
umfasst, welches zumindest teilweise in das Betonelement (BE) eingebettet ist und
das Kontaktelement (2) der elektrischen Kontakteinrichtung (1) innerhalb des Betonelements
(BE) elektrisch kontaktiert.
12. Betonelement (BE) nach Anspruch 11, bei welchem das Erdungselement (5) mit dem Kontaktelement
(2) durch eine Schweißverbindung elektrisch leitend verbunden ist.