[0001] Die Erfindung betrifft eine Staubsaugerdüse mit einem Gehäuse und einem an einer
Unterseite des Gehäuses angeordneten und sich in einer Querrichtung erstreckenden
Saugmund, welcher in einer senkrecht zu der Querrichtung verlaufenden Arbeitsrichtung
durch eine vordere Saugmundkante und eine hintere Saugmundkante begrenzt ist. In der
Arbeitsrichtung vor der vorderen Saugmundkante und/oder hinter der hinteren Saugmundkante
ist eine in einer Längserstreckungsrichtung verlaufende Dichtanordnung angeordnet,
welche Durchlassbereiche mit erhöhter Luftdurchlässigkeit aufweist.
[0002] Staubsaugerdüsen dienen dazu den Saugluftstrom eines Saugreinigungsgeräts wie beispielsweise
eines Bodenstaubsaugers oder eines Handstaubsaugers zu formen, um diesen effektiv
zur Behandlung einer zu reinigenden Oberfläche, beispielsweise einer Bodenfläche,
einzusetzen. Dazu ist an einer Unterseite des Gehäuses ein Saugmund angeordnet, welcher
an eine Saugluftführung eines Saugreinigungsgeräts anschließbar ist. In dem Saugreinigungsgerät
erzeugte Saugluftstrom kann dabei durch den Saugmund in das Gehäuse eintreten und
mit der Saugluftführung in Richtung des Saugreinigungsgeräts abgeführt werden.
[0003] Die "Unterseite" des Gehäuses ist dabei bezüglich einer zu der Arbeitsrichtung und
der Querrichtung senkrecht stehenden Vertikalrichtung zu verstehen. Im Anwendungsfall
wird das Gehäuse der Staubsaugerdüse mit der Unterseite an der zu reinigenden Oberfläche
in Anlage gebracht, sodass der in den Saugmund eintretende Saugluftstrom zumindest
abschnittsweise an der zu reinigenden Oberfläche entlanggeführt wird. Dort kann er
vorhandene Schmutzpartikel lösen und mitführen.
[0004] Die Längserstreckungsrichtung der Dichtanordnung kann linear ausgebildet sein und
ist insbesondere in der Querrichtung ausgerichtet. Die Erfindung bezieht sich aber
auch auf Staubsaugerdüsen, bei denen der Saugmund mehrseitig, insbesondere vollständig
umlaufend von der Dichtanordnung umschlossen ist.
[0005] Die technische Auslegung und geometrische Ausgestaltung der Staubsaugerdüse ist ganz
wesentlich für den erzielbaren Reinigungserfolg. Diese hängt auch ganz wesentlich
mit den lokal herrschenden Strömungsgeschwindigkeiten des Saugluftstromes zusammen.
[0006] Zu den Maßnahmen zur Einstellung des Saugluftstromes zählt insbesondere, einen definierten
Abstand zu der zu reinigenden Oberfläche einzustellen. Hierzu weisen beispielsweise
Staubsaugerbodendüsen Stützelemente wie Laufräder oder Gleitkufen auf, welche den
minimalen Bodenabstand zu einer ebenen Bodenfläche eindeutig festlegen.
[0007] Zusätzlich zur Ausgestaltung der Unterseite des Staubsaugerdüsengehäuses - insbesondere
unmittelbar anschließend an die Saugmundkanten - kann der Saugluftstrom zusätzlich
durch Dichtelemente beeinflusst werden. Diese sind in der Regel flexibel ausgebildet,
um einen Kontakt auch mit empfindlichen Oberflächen zu ermöglichen ohne diese zu beschädigen.
Die Dichtelemente können insbesondere tragend ausgebildet sein und gleichzeitig das
Staubsaugerdüsengehäuse gegenüber der zu reinigenden Oberfläche abstützen oder kräftefrei
in Richtung der zu reinigenden Oberfläche vorstehen ohne diese zu berühren bzw. im
nennenswerten Umfang tragende Kräfte auszuüben.
[0008] Die Erfindung geht weiterhin von Ausführungsformen aus, bei denen die Dichtanordnung
sogenannte Durchlassbereiche aufweist. In diesen weist die Dichtanordnung eine größere
Luftdurchlässigkeit bzw. einen geringeren Strömungswiderstand auf. Im Saugbetrieb
stellt sich daher ein Strömungsbild ein, bei denen der Saugluftstrom verstärkt in
und um die Durchlassbereiche - im Vergleich zu den übrigen Bereichen der Dichtanordnung
- durch die Dichtanordnung hindurchtritt.
[0009] Gattungsgemäße Staubsaugerdüsen sind aus dem Stand der Technik bekannt. Dabei ist
die Saugströmung verstärkt nahe den äquidistant in der Querrichtung in der Dichtanordnung
ausgebildeten Durchlassbereiche ausgebildet.
[0010] Insbesondere ist die Dichtanordnung streifenförmig ausgebildet mit einer lokal senkrecht
zu der Längserstreckungsrichtung gemessenen Dicke, welche um zumindest eine Größenordnung
geringer ist als die Gesamterstreckung der Dichtanordnung entlang der Längserstreckungsrichtung.
Vorzugsweise Gesamterstreckung um einen Faktor 50 bis 200 größer als die (maximale)
Dicke.
[0011] Im Rahmen der Erfindung wurde jedoch festgestellt, dass der Reinigungserfolg dieser
Staubsaugerdüse noch optimierungswürdig ist. Dies gilt insbesondere für Anwendungsfälle,
bei denen aufgrund von Energiesparvorschriften die elektrische Leistung des Staubsaugers
und damit die zur Verfügung stehende physikalische Saugleistung (Volumenstrom × Unterdruck)
reduziert ist. Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die Saugleistung optimal
zu nutzen und dabei die Reinigungswirkung weiter zu verbessern.
[0012] Gegenstand der Erfindung und Lösung dieser Aufgabe ist eine Staubsaugerdüse gemäß
Anspruch 1. Bevorzugte Ausgestaltungen sind in den abhängigen Unteransprüchen angegeben.
[0013] Ausgehend von der gattungsgemäßen Staubsaugerdüse ist erfindungsgemäß vorgesehen,
dass die Durchlassbereiche in zumindest einer ersten Gruppe und einer zweiten Gruppe
in der Dichtanordnung angeordnet sind und dass die Durchlassbereiche der ersten Gruppe
eine größere in der Längserstreckungsrichtung gemessene erste Breite aufweisen als
eine zweite Breite der Durchlassbereiche der zweiten Gruppe. Dadurch, dass unterschiedlich
groß ausgeprägte Durchlassbereiche in der Dichtanordnung gebildet sind, lässt sich
das Strömungsverhalten zielgerichteter einstellen. Damit kann der Saugluftstrom gezielt
in bestimmte Bereiche der Staubsaugerdüse gelenkt und/oder sonstige Strömungseffekte
etwa aufgrund von baulichen Besonderheiten zumindest teilweise ausgeglichen werden.
Dadurch kann bevorzugt ein gleichmäßigeres Strömungsverhalten erzielt werden. Die
Durchlassbereiche der ersten Gruppe und/oder der zweiten Gruppe weisen dabei bevorzugt
untereinander jeweils dieselbe Breite - erste Erstreckung bzw. zweite Erstreckung
- auf.
[0014] Die Breite der Durchlassbereiche ist wesentlich für den Anteil des Saugluftstromes,
welcher durch einen Durchlassbereich im Vergleich zu einem Dichtbereich - dem nicht
zu einem Durchlassbereiche zählenden Anteil des Dichtelements - herrscht. Besonders
bevorzugt ist das Dichtelement vollständig entweder durch Dichtbereiche oder Durchlassbereiche
gebildet.
[0015] Das Dichtelement weist eine Längserstreckung - vorzugsweise in der Querrichtung -
auf. Dabei hat jeder Bereich eine spezifische Durchlässigkeit. Diese ist definiert
als der Volumenstrom des Saugluftstromes, welcher durch das Dichtelement in diesem
Bereich hindurchtritt pro Länge des Bereichs in der Längserstreckungsrichtung und
pro Druckabfall - das bedeutet pro Druckdifferenz zwischen einer Hochdruckseite und
einer Niederdruckseite des Dichtelement. Die Hochdruckseite wird dabei regelmäßig
durch die Umgebung gebildet, während die Niederdruckseite im Saugkanal angeordnet
ist.
[0016] Die spezifische Durchlässigkeit eines Dichtelements lässt sich unter Laborbedingungen
- auch lokal - bestimmen. Anspruchsgemäß weisen die Durchlassbereiche eine höhere,
vorzugsweise um einen Faktor fünf höhere insbesondere zumindest um einen Faktor zehn
höhere spezifische Durchlässigkeit auf als die Dichtbereiche.
[0017] Vorzugsweise ist die spezifische Durchlässigkeit in den Dichtbereichen konstant.
Alternativ oder zusätzlich ist bevorzugt die spezifische Durchlässigkeit in den Durchlassbereichen
der ersten Gruppe und/oder den durch das Bereichen der zweiten Gruppe untereinander
konstant. Ganz besonders bevorzugt weisen die Durchlassbereiche der ersten Gruppe
und die Durchlassbereiche der zweiten Gruppe dieselbe konstante spezifische Durchlässigkeit
auf. Damit korreliert der durch einen Durchlassbereich hindurchtretende Saugluftstrom
direkt mit dessen Breite in der Längserstreckungsrichtung des Dichtelements.
[0018] Gemäß einer bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung sind die Durchlassbereiche zumindest
teilweise durch Aussparungen der Dichtanordnung gebildet. Das bedeutet, dass sich
die Dichtanordnung nicht in einem Bereich der Aussparung erstreckt. Beispielsweise
kann die Dichtanordnung unmittelbar an der Unterseite des Staubsaugerdüsengehäuses
angeordnet sein und sich in Richtung einer zu reinigenden Oberfläche bis zu einer
Unterkante erstrecken. Im Bereich einer Aussparung ist die Dichtanordnung dabei zumindest
kürzer ausgebildet oder gänzlich unterbrochen, sodass bis zu der Unterkante ein Freiraum
verbleibt.
[0019] Vorzugsweise können die Durchlassbereiche zumindest teilweise durch Einschnitte und/oder
Unterbrechungen gebildet sein. Insbesondere bei kontinuierlichen Dichtelementen -
beispielsweise sogenannten Dichtlippen - kann ein Durchlassbereich durch ein oder
mehrere Einschnitte gebildet sein, an denen das Dichtelement beidseits vorzugsweise
mit einem Spalt von weniger als 0,1 mm, insbesondere spaltfrei, anschließt.
[0020] Auch kann es im Rahmen der Erfindung vorgesehen sein, dass die Dichtanordnung bevorzugt
eine Vielzahl von Borsten und/oder Filamenten aufweist und dass die Durchlassbereiche
zumindest teilweise durch Abschnitte einer geringeren Besteckung gebildet werden.
Besteckung bezeichnet dabei die lokal - insbesondere pro Lauflänge des Dichtelements
bzw. pro Flächeneinheit in einer Draufsicht - verwendete Anzahl von Borsten bzw. Filamenten.
Insbesondere weist das Dichtelement in Dichtbereichen eine größere, vorzugsweise zumindest
doppelt so große Besteckung auf wie in den Durchlassbereichen.
[0021] Gemäß einer weiteren erfindungsgemäßen Variante ist alternativ oder zusätzlich vorgesehen,
dass die Dichtanordnung eine elastische Dichtleiste, insbesondere eine sogenannte
Dichtlippe oder Gummilippe, aufweist und die Durchlassbereiche eine erhöhte Flexibilität
(Biegsamkeit) aufweisen. Die Flexibilität ist dabei insbesondere in der Strömungsrichtung
des einströmenden Saugluftstroms zu verstehen. Durch die erhöhte Flexibilität kann
sich die Dichtanordnung unter dem Einfluss eines Saugluftstromes in den Durchlassbereichen
stärker verformen, sodass dort ein geringerer Strömungswiderstand gebildet wird.
[0022] Die Flexibilität des Dichtmaterials lässt sich insbesondere durch eine geeignete
Materialwahl und/oder die Abmessungen einstellen, welche jeweils lokal variiert werden
können. Beispielsweise kann die flexible Dichtleiste im Bereich der Durchlassbereiche
durch ein weicheres Material, insbesondere eine weichere Gummimischung gebildet sein
als in den Dichtbereichen. Alternativ oder zusätzlich ist es vorgesehen, dass die
Dichtleiste in der Durchströmrichtung in den Durchlassbereichen eine geringere Dicke
aufweist.
[0023] Gemäß einer bevorzugten Ausgestaltung sind die Durchlassbereiche spiegelsymmetrisch
bezüglich einer Längsmittelebene der Staubsaugerdüse angeordnet. Die Längsmittelebene
erstreckt sich dabei senkrecht zu der Querrichtung und teilt das Gehäuse insbesondere
mittig. Durch die spiegelsymmetrische Anordnung weist die erfindungsgemäße Staubsaugerdüse
ein symmetrisches Absaugverhalten auf.
[0024] Vorzugsweise ist vorgesehen, dass die Durchlassbereiche der ersten Gruppe zentral
bezüglich der Querrichtung und die Durchlassbereiche der zweiten Gruppe peripher bezüglich
der Querrichtung angeordnet sind. Damit befinden sich die Durchlassbereiche der ersten
Gruppe näher an der Mitte des Gehäuses als die Durchlassbereiche der zweiten Gruppe.
[0025] Die erste Gruppe von Durchlassbereichen wird insbesondere durch eine erste Vielzahl
von Durchlassbereichen (zumindest zwei) gebildet, welche unmittelbar - d. h. ausschließlich
durch zumindest einen Dichtbereich, jedoch keine weiteren Durchlassbereiche voneinander
getrennt - nebeneinander angeordnet sind. Die Durchlassbereiche der ersten Gruppe
weisen dabei insbesondere in der Längserstreckungsrichtung (Querrichtung) dieselbe
erste Breite auf.
[0026] In analoger Weise wird die zweite Gruppe durch eine Vielzahl von Durchlassbereichen
(zumindest zwei) gebildet, welche unmittelbar - d. h. ohne das Durchlassbereiche einer
anderen Gruppe dazwischen angeordnet wären - nebeneinander angeordnet sind. Die Durchlassbereiche
der zweiten Gruppe weisen insbesondere eine zueinander identische zweite Breite in
der Längserstreckungsrichtung (Querrichtung) auf.
[0027] In einem besonders bevorzugten Ausführungsbeispiel ist vorgesehen, dass die Durchlassbereiche
der ersten Gruppe spiegelsymmetrisch von den Durchlassbereichen in der zweiten Gruppe
und Durchlassbereichen in einer dritten Gruppe umschlossen sind. Die Durchlassbereiche
der zweiten und dritten Gruppe sind dabei bezüglich einer Symmetrieebene, vorzugsweise
der Längsmittelebene, zueinander spiegelsymmetrisch angeordnet.
[0028] Besonders bevorzugt weist die erste Gruppe eine ungerade Anzahl von Durchlassbereichen
auf. Diese sind vorzugsweise zueinander äquidistant angeordnet. Dadurch wird gewährleistet,
dass die erste Gruppe mittig einen Durchlassbereichen aufweist. Die erste Gruppe kann
daher besonders gut dazu verwendet werden, größere Grobschmutzpartikel anzusteuern
und diese unmittelbar aufsaugen. Dies wird für den Benutzer besonders dann vereinfacht,
wenn die erste Gruppe an einer ausgezeichneten Stelle des Gehäuses - beispielsweise
spiegelsymmetrisch zur Längsmittelebene - angeordnet ist.
[0029] Gemäß einer besonders bevorzugten Ausgestaltung weisen die Durchlassbereiche der
ersten Gruppe eine erste Breite zwischen 10 mm und 20 mm, vorzugsweise zwischen 13
mm und 15 mm auf. In den beanspruchten Dimensionen kann sich unter üblichen Saugbedingungen
ein ausreichender Durchlassluftstrom durch die Durchlassbereiche der ersten Gruppe
einstellen. Dieser erste Durchlassstrom ist ausreichend, um mitgeführte Grobschmutzpartikel
(mit einem Durchmesser zum von zumindest 2 mm, vorzugsweise zwischen 3 mm und 6 mm)
zu gewährleisten. Eine solch große Durchlassbreite ist vor allem im Bereich der ersten
Gruppe zweckmäßig, welche bevorzugt zur Absaugung von Grobschmutzpartikeln mittig
eingerichtet ist.
[0030] Vorzugsweise weisen die Durchlassbereiche der zweiten Gruppe eine in der Längserstreckungsrichtung
gemessene zweite Breite zwischen 5 mm und 10 mm, vorzugsweise zwischen 6 mm und 8
mm auf. Die zweiten Durchlassbereiche - welche vorzugsweise peripher angeordnet sind
- sind damit zum Durchtritt kleinerer Grobschmutzpartikel geeignet, bringen aber aufgrund
eines geringeren Durchströmvermögens einen geringeren lokalen Druckverlust mit sich.
[0031] Besonders bevorzugt beträgt die erste Breite zwischen dem 1,5-Fachen und dem 2,5-Fachen
der zweiten Breite. Ganz besonders bevorzugt beträgt sie ungefähr das Doppelte. Damit
ermöglicht jeder Durchlassbereich der ersten Gruppe - bei einer ähnlich großen spezifischen
Durchlässigkeit - einen näherungsweise doppelt so großen Luftstrom wie die Durchlassbereiche
der zweiten Gruppe. Bei der Auslegung der Staubsaugerdüse ergibt sich somit eine klare
Zuordnung eines primären und eines sekundären Grobschmutzabsaug-Bereichs mit einer
klar gestuften Menge an Durchluftströmen.
[0032] Besonders bevorzugt sind die Durchlassbereiche der ersten Gruppe zueinander äquidistant
angeordnet. Darunter ist insbesondere zu verstehen, dass paarweise benachbarte Durchlassbereiche
der ersten Gruppe denselben Mittelpunktsabstand (ersten Abstand) aufweisen. Bei gleichgroß
ausgebildeten Durchlassbereichen in der ersten Gruppe ist dann auch der Kantenabstand
(minimaler Abstand der zugewandten Kanten benachbarter Durchlassbereiche) gleichgroß.
[0033] Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausgestaltung sind auch die Durchlassbereiche der
zweiten Gruppe zueinander äquidistant angeordnet. Das heißt ebenfalls insbesondere,
dass paarweise benachbarte Durchlassbereiche der zweiten Gruppe denselben Mittelpunktsabstand
(zweiten Abstand) aufweisen. Alternativ oder zusätzlich können die Durchlassbereiche
der zweiten Gruppe auch denselben zweiten Kantenabstand aufweisen.
[0034] Gemäß einer besonders bevorzugten Ausgestaltung ist der erste Abstand der zweite
Abstand gleichgroß ausgebildet. Das bedeutet, dass die (Mittelpunkte der) Durchlassbereiche
der ersten Gruppe und der zweiten Gruppe jeweils dieselbe Rasterweite aufweisen. Besonders
bevorzugt sind die Durchlassbereiche der ersten Gruppe und der zweiten Gruppe nebeneinander
- ohne Zwischenschaltung weiterer Durchlassbereiche - angeordnet, wobei der Mittelpunktsabstand
zwischen den einander benachbarten äußersten Durchlassbereichen in der ersten Gruppe
und der zweiten Gruppe insbesondere gleichgroß zu dem ersten Abstand und dem zweiten
Stand ist. Dadurch ergibt sich ein gleichmäßiges Raster an Durchlassbereichen, welche
erfindungsgemäß gezielt in ihrer Breite voneinander abweichen.
[0035] Gemäß einer alternativen Ausgestaltung weisen die Durchlassbereiche der ersten Gruppe
und der zweiten Gruppe denselben Kantenabstand auf. Hierbei kann insbesondere auch
vorgesehen sein, dass derselbe Kantenabstand zwischen zwei benachbarten Durchlassbereichen
ersten Gruppe und der zweiten Gruppe vorgesehen ist.
[0036] Gemäß einer alternativen bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen,
dass der minimale Kantenabstand zwischen einem Durchlassbereich der ersten Gruppe
und einem Durchlassbereich der zweiten Gruppe größer ist als der minimale Kantenabstand
benachbarter Durchlassbereiche der ersten Gruppe und kleiner ist als der minimale
Kantenabstand benachbarter Durchlassbereiche der zweiten Gruppe. Auch ohne eine exakte
Rasterung bzw. Ausrichtung der Rasterung der einzelnen Gruppen zueinander kann hierdurch
ein gleichmäßiges Saugbild erzielt werden.
[0037] Gemäß einer besonders bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung beträgt der minimale
Mittelpunktsabstand eines Durchlassbereiches zu einer (in der Querrichtung) seitlichen
Außenkante des Gehäuses zwischen 1 cm und 2 cm, vorzugsweise ca. 15 mm. Durch die
Anordnung der Durchlassbereiche bis unmittelbar in die Nähe der Gehäusekante kann
eine gute seitliche Absaugung gewährleistet werden. Insbesondere handelt es sich hierbei
um einen Durchlassbereich der zweiten (reduzierten) Gruppe, sodass im Randbereich
eine erfindungsgemäß gedrosselte Grobschmutzabsaugung durch das Dichtelement hindurch
geführt werden soll. Durch die Reduktion des Durchlassluftstromes in diesem Bereich
steht im Saugmund ein größerer Unterdruck zur Bereitstellung beispielsweise einer
Seitenabsaugung bereit.
[0038] Die Erfindung wird nachfolgend anhand von lediglich ein Ausführungsbeispiel darstellenden
Figuren erläutert. Es zeigen dabei schematisch:
- Fig. 1
- eine perspektivische Darstellung einer erfindungsgemäßen Staubsaugerdüse,
- Fig. 2
- eine unterseitige Ansicht der Staubsaugerdüse aus Fig. 1 und
- Fig. 3
- eine Frontalansicht der erfindungsgemäßen Staubsaugerdüse.
[0039] Die Fig. 1 zeigt eine Staubsaugerdüse 1 mit einem Gehäuse 2, welches sich in einer
Arbeitsrichtung x, einer Querrichtung y, und einer dazu senkrecht stehenden Vertikalrichtung
z erstreckt. An dem bezüglich der Arbeitsrichtung x rückwärtigen Ende des Gehäuses
2 ist ein Sauganschlussstutzen 3 zum Verbinden mit der Saugluftführung eines Saugreinigungsgerät
angeordnet. An einem seitlichen Ende 2a des Gehäuses 2 treten unterseitig Laufrollen
4 zur Abstützung der Staubsaugerdüse 1 auf einer zu reinigenden Bodenfläche vor.
[0040] In der Fig. 2 ist die Unterseite der Staubsaugerdüse 1 dargestellt. Dabei ist ein
sich in der Querrichtung y erstreckender Saugmund 5 erkennbar, welcher über einen
zentral angeordneten Saugkanal 6 an den Sauganschlussstutzen 3 angeschlossen ist.
Der Saugmund 5 wird durch eine in der Arbeitsrichtung x vordere Saugmundkante 5a und
eine hintere Saugmundkante 5b begrenzt. Die beiden Laufrollen 4 sind bezüglich der
Querrichtung y seitlich neben dem Saugmund 5 angeordnet.
[0041] In der Arbeitsrichtung × vor der vorderen Saugmundkante 5a ist eine vordere Dichtanordnung
7 und hinter der hinteren Saugmundkante eine hintere Dichtanordnung 8 angeordnet.
Diese sind im Ausführungsbeispiel beide linear ausgebildet und verlaufen in einer
Längserstreckungsrichtung I, welche mit der Querrichtung y identisch ist. Sowohl die
vordere Dichtanordnung 7 als auch die hintere Dichtanordnung 8 sind als Borstenleisten
mit einer konstanten Breite b von 4 mm und einer in der Längserstreckungsrichtung
l gemessenen Gesamtlänge L von ca. 280 mm ausgebildet. Beide Dichtanordnungen 7, 8
weisen eine homogene Besteckung aus im Wesentlichen in der Vertikalrichtung z verlaufenden
Borsten auf. Deren maximale Erstreckung H in der Vertikalrichtung z ist derart bemessen,
dass die Unterkante 9 der Dichtanordnungen 7, 8 bei Anlage der Laufrollen 4 auf einer
zu reinigenden Bodenfläche 10 berührend anliegt.
[0042] Wie man der Fig. 3 entnehmen kann, weist die vordere Dichtanordnung 7 Dichtbereiche
7a auf, bei denen sie sich über die gesamte Erstreckung H ausdehnt. Zwischen den Dichtbereichen
7a sind Durchlassbereiche 7b, 7c, 7d mit erhöhter Luftdurchlässigkeit ausgebildet.
[0043] Erfindungsgemäß sind die Durchlassbereiche 7b, 7c, 7d in zumindest einer ersten Gruppe
I und in einer zweiten Gruppe II in der Dichtanordnung 7 ausgebildet. Die Durchlassbereiche
7b der ersten Gruppe I weisen dabei eine in der Längserstreckungsrichtung l gemessene
erste Breite a
1 auf, welche größer ist als die zweite Breite a
2 der Durchlassbereiche 7c der zweiten Gruppe II. In dem gezeigten Ausführungsbeispiel
weisen die Durchlassbereiche 7b der ersten Gruppe I dieselbe identische Breite a
1 auf, während die Durchlassbereiche 7c der zweiten Gruppe II dieselbe zweite Breite
a
2 aufweisen.
[0044] In dem gezeigten Ausführungsbeispiel sind die Borsten der vorderen Dichtanordnung
7 in den Durchlassbereichen 7b, 7c, 7d verkürzt ausgebildet, so dass die Durchlassbereiche
7b, 7c, 7d durch Aussparungen mit einer Höhe s von ungefähr 5 mm ausgebildet sind.
[0045] Ferner sind in dem dargestellten Ausführungsbeispiel die Durchlassbereiche 7b, 7c,
7d spiegelsymmetrisch bezüglich einer mittig durch das Gehäuse 2 verlaufenden Längsmittelebene
M angeordnet. Dabei sind die Durchlassbereiche 7b der ersten Gruppe I zentral - d.
h. näher an der Längsmittelebene M - und die Durchlassbereiche 7c der zweiten Gruppe
II peripher bezüglich der Querrichtung y angeordnet. Die Durchlassbereiche 7b der
ersten Gruppe I werden symmetrisch von den Durchlassbereichen 7c der zweiten Gruppe
II und Durchlassbereichen 7d einer dritten Gruppe III umschlossen. Dadurch, dass die
erste Gruppe I eine ungerade Anzahl, nämlich drei, von Durchlassbereichen 7b aufweist,
ist einer der Durchlassbereiche 7b mittig angeordnet und wird von der Längsmittelebene
M mittig geteilt. Die Durchlassbereiche 7d der dritten Gruppe III entsprechen spiegelbildlich
den Durchlassbereichen 7c der zweiten Gruppe II.
[0046] In dem gezeigten Ausführungsbeispiel weisen die Durchlassbereiche 7b der ersten Gruppe
I eine erste Breite a
1 von ca. 14 mm auf, welche in dem bevorzugten Bereich von 10 mm bis 20 mm liegt. Die
Durchlassbereiche 7c der zweiten Gruppe II weisen eine zweite Breite a
2 von ca. 7 mm auf, welche ungefähr der Hälfte der ersten Breite a
1 entspricht und im bevorzugten Bereich zwischen 5 mm und 10 mm liegt. Aufgrund der
symmetrischen Ausbildung weisen die Durchlassbereiche 7d der dritten Gruppe III eine
dritte Breite a
3 auf, welche mit der zweiten Breite a
2 identisch ist.
[0047] Die Durchlassbereiche 7b der ersten Gruppe I sind äquidistant angeordnet und weisen
jeweils zu einem benachbarten Durchlassbereich denselben ersten Mittelpunktsabstand
m
1 auf. Dies folgt im gezeigten Ausführungsbeispiel auch aus der symmetrischen Ausbildung
der ersten Durchlassbereiche 7b.
[0048] In demdargestellten Ausführungsbeispiel sind sämtliche Durchlassbereiche 7b, 7c,
7d der drei Gruppen I, II, III in einem gleichmäßigen Raster ausgebildet. Das bedeutet,
dass nicht nur die Durchlassbereiche 7b der ersten Gruppe I denselben Mittelpunktsabstand
m
1 aufweisen, sondern auch die Durchlassbereiche 7c der zweiten Gruppe II einen gleich
großen zweiten Abstand m
2 und die Durchlassbereiche 7d der dritten Gruppe III einen gleich großen dritten Mittelpunktsabstand
m
3 aufweisen.
[0049] Weiterhin sind die benachbarten Gruppen derart ausgerichtet, dass die äußersten Durchlassbereiche
7b der ersten Gruppe I zum jeweils benachbarten Durchlassbereich 7c bzw. 7d der zweiten
Gruppe II bzw. der dritten Gruppe III einen gleichgroßen vierten bzw. fünften Mittelpunktsabstand
m
4, m
5 aufweisen. Dadurch sind die Kantenabstände (Breiten der Dichtbereiche 7a zwischen
benachbarten Durchlassbereichen 7b, 7c, 7d) unterschiedlich groß ausgebildet: Der
größte Kantenabstand besteht jeweils zwischen den kleiner ausgebildeten Durchlassbereichen
7c bzw. 7d der zweiten Gruppe II und der dritten Gruppe III untereinander. Den geringsten
Kantenabstand findet man zwischen den Durchlassbereichen 7b der ersten Gruppe I. Aufgrund
der gleichmäßigen Rasterung ergibt sich zwischen der ersten Gruppe I einerseits und
der zweiten Gruppe II bzw. der dritten Gruppe III andererseits ein Kantenabstand,
welcher größenmäßig dazwischen liegt.
[0050] Um auch eine Rand-nahe Grobschmutzabsaugung vorzusehen, weist der äußerste Durchlassbereich
7c, 7d der zweiten Gruppe II bzw. der dritten Gruppe III einen minimalen Mittelpunktsabstand
c von ca. 15 mm zu einer seitlichen Außenkante 2a des Gehäuses 2 auf.
1. Staubsaugerdüse (1) mit einem Gehäuse (2) und einem an einer Unterseite des Gehäuses
(2) angeordneten und sich in einer Querrichtung (y) erstreckenden Saugmund (5), welcher
in einer senkrecht zu der Querrichtung (y) verlaufenden Arbeitsrichtung (x) durch
eine vordere Saugmundkante (5a) und eine hintere Saugmundkante (5b) begrenzt ist,
wobei in der Arbeitsrichtung (x) vor der vorderen Saugmundkante (5a) und/oder hinter
der hinteren Saugmundkante (5b) eine in einer Längserstreckungsrichtung (l) verlaufende
Dichtanordnung (7, 8) angeordnet ist, wobei die Dichtanordnung (7) Durchlassbereiche
(7b, 7c, 7d) mit erhöhter Luftdurchlässigkeit aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass die Durchlassbereiche (7b, 7c) in zumindest einer ersten Gruppe (I) und einer zweiten
Gruppe (II) in der Dichtanordnung (7) angeordnet sind und dass die Durchlassbereiche
(7b) der ersten Gruppe (I) eine größere in der Längserstreckungsrichtung (I) gemessene
erste Breite (a1) aufweisen als eine zweite Breite (a2) der Durchlassbereiche (7c) der zweiten Gruppe (II).
2. Staubsaugerdüse (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Durchlassbereiche (7b, 7c, 7d) zumindest teilweise durch Aussparungen der Dichtanordnung
(7) gebildet sind.
3. Staubsaugerdüse (1) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Durchlassbereiche (7b, 7c, 7d) zumindest teilweise durch Einschnitte und/oder
Unterbrechungen der Dichtanordnung gebildet sind.
4. Staubsaugerdüse (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Dichtanordnung (7) eine Vielzahl von Borsten und/oder Filamenten aufweist und
dass die Durchlassbereiche (7b, 7c, 7d) zumindest teilweise durch Abschnitte einer
geringeren Besteckung gebildet werden.
5. Staubsaugerdüse (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Dichtanordnung eine elastische Dichtleiste aufweist und die Durchlassbereiche
eine erhöhte Flexibilität aufweisen.
6. Staubsaugerdüse (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Durchlassbereiche (7b, 7c, 7d) spiegelsymmetrisch bezüglich einer Längsmittelebene
(m) des Gehäuses (2) angeordnet sind.
7. Staubsaugerdüse (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Durchlassbereiche (7b) der ersten Gruppe (I) zentral bezüglich der Querrichtung
(y) und die Durchlassbereiche (7c) der zweiten Gruppe (II) peripher bezüglich der
Querrichtung (y) angeordnet sind.
8. Staubsaugerdüse (1) nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Durchlassbereiche (7b) der ersten Gruppe (I) symmetrisch von Durchlassbereichen
(7c) der zweiten Gruppe (II) und Durchlassenbereichen (7d) einer dritten Gruppe (III)
umschlossen sind.
9. Staubsaugerdüse (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Gruppe (I) eine ungerade Anzahl von Durchlassbereichen (7b) aufweist.
10. Staubsaugerdüse (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Durchlassbereiche (7b) der ersten Gruppe (I) eine erste Breite (a1) zwischen 10 mm und 20 mm, vorzugsweise zwischen 13 mm und 15 mm aufweisen.
11. Staubsaugerdüse (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Durchlassbereiche (7c) der zweiten Gruppe eine zweite Breite (a2) zwischen 5 mm und 10 mm, vorzugsweise zwischen 6 mm und 8 mm aufweisen.
12. Staubsaugerdüse (1) nach Anspruch 10 und 11, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Breite (a1) zwischen dem 1,5-fachen und dem 2,5-fachen der zweiten Breite (a2), insbesondere ungefähr das Doppelte, beträgt.
13. Staubsaugerdüse (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass paarweise benachbarte Durchlassbereiche (7b) der ersten Gruppe (I) denselben Mittelpunktsabstand
(m1) aufweisen.
14. Staubsaugerdüse (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass paarweise benachbarte Durchlassbereiche (7c) der zweiten Gruppe (II) denselben Mittelpunktsabstand
(m2) aufweisen.
15. Staubsaugerdüse (1) nach Anspruch 13 und 14, dadurch gekennzeichnet, dass der erste Abstand (m1) und der zweite Abstand (m2) gleichgroß ausgebildet sind.
16. Staubsaugerdüse (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass der minimale Kantenabstand zwischen einem Durchlassbereich (7b) der ersten Gruppe
(I) und einem Durchlassbereich (7c) der zweiten Gruppe (II) größer ist als der minimale
Kantenabstand benachbarter Durchlassbereiche (7b) der ersten Gruppe (I) und kleiner
ist als der minimale Kantenabstand benachbarter Durchlassbereiche (7c) der zweiten
Gruppe (II).
17. Staubsaugerdüse (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 16, dadurch gekennzeichnet, dass der minimale Mittelpunktsabstand (c) eines Durchlassbereiches (7b, 7c) zu einer seitlichen
Außenkante (2a) des Gehäuses (2) zwischen 1 cm und 2 cm, vorzugsweise ca. 15 mm beträgt.