(19)
(11) EP 4 442 594 A1

(12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43) Veröffentlichungstag:
09.10.2024  Patentblatt  2024/41

(21) Anmeldenummer: 24168066.9

(22) Anmeldetag:  02.04.2024
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC): 
B65D 19/38(2006.01)
(52) Gemeinsame Patentklassifikation (CPC) :
B65D 19/385; B65D 2211/00; B65D 2519/00064; B65D 2519/00069; B65D 2519/00164; B65D 2519/00174; B65D 2519/00199; B65D 2519/00208; B65D 2519/00233; B65D 2519/00273; B65D 2519/00323; B65D 2519/00338; B65D 2519/00502; B65D 2519/00532; B65D 2519/00512; B65D 2519/00522; B65D 2519/00129; B65D 2519/00432; B65D 2519/00562; B65D 2519/00626; B65D 2519/00666; B65D 2519/00701; B65D 2519/00716; B65D 2519/0084
(84) Benannte Vertragsstaaten:
AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC ME MK MT NL NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR
Benannte Erstreckungsstaaten:
BA
Benannte Validierungsstaaten:
GE KH MA MD TN

(30) Priorität: 02.04.2023 DE 102023001286

(71) Anmelder: Stein, Ronny
55606 Bruschied (DE)

(72) Erfinder:
  • Stein, Ronny
    55606 Bruschied (DE)

(74) Vertreter: REHBERG HÜPPE + PARTNER 
Patentanwälte PartG mbB Robert-Gernhardt-Platz 1
37073 Göttingen
37073 Göttingen (DE)

   


(54) SICHERUNGSVORRICHTUNG FÜR DEN TRANSPORT UND DIE LAGERUNG VON GÜTERN AUF MOBILEN UND STATIONÄREN TRÄGERN, SOWIE VERWENDUNG EINER SOLCHEN SICHERUNGSVORRICHTUNG


(57) Sicherungsvorrichtung (1) für den Transport und die Lagerung von Gütern auf Trägern (5), mit folgenden, durch Schweißnähte (3) verbundenen Bauteilen aus Leichtmetall und/oder Leichtmetalllegierungen: einem Paar Standstreben (1.1) mit jeweils zwei äußeren Standfüßen (1.1.1), wobei Unterseiten der Standfüße mit einem Belag (1.1.3) als Standfläche (1.1.4) verbunden sind, einem Paar unterer Querstreben (1.3), zwei Paaren vertikaler Eckstreben (1.2), einem Paar oberer Längsstreben (1.6), einem Paar Längsstreben (1.5), die jeweils zwei Eckstreben (1.2) im Bereich ihrer Mitten miteinander verbinden, einem Paar Querstreben (1.4), die jeweils zwei der Eckstreben (1.2) im Bereich ihrer Mitten miteinander verbinden, einem Paar obere Querstreben (1.7), einer weiteren oberen Querstrebe (1.8), die die beiden horizontalen oberen Längsstreben (1.6) im Bereich ihrer Mitten miteinander verbindet, vier in inneren Ecken der Sicherungsvorrichtung (1) angeordneten Eckenverstärkungen (2), und mindestens eine arretierbare Sicherungsstange (6), die in ihrem arretierten Zustand unterhalb der Höhe einer Oberseite des Trägers (5) (i) durch mindestens zwei einander gegenüberliegende Durchgangsbohrungen (1.3.1) in den beiden horizontalen unteren Querstreben (1.3) oder (ii) durch mindestens zwei einander gegenüberliegende Durchgangsbohrungen (1.1.5) in den beiden Standstreben (1.1) verläuft.




Beschreibung

TECHNISCHES GEBIET DER ERFINDUNG



[0001] Die Erfindung betrifft eine Sicherungsvorrichtung für den Transport und die Lagerung von Gütern auf mobilen und stationären Trägern und ihre Verwendung.

STAND DER TECHNIK



[0002] Transportboxen für Güter sind bekannt. So geht aus der deutschen Patentanmeldung DE 10 2005 02 031 A1 eine zerlegbare Mehrwege-Transportbox hervor, die ein Bodenteil, zwei Seitenwände, eine Vorderwand, eine Rückwand und einen auf die Seitenwände sowie die Vorderwand und Rückwand aufzulegenden Deckel aufweist. Die Bauteile sind durch Nut- /Federverbindungen miteinander verbunden. Diese bekannten Transportboxen eignen sich nicht für die Sicherung von schweren Gütern auf Paletten, insbesondere von schweren Gütern auf Europaletten, beim Transport.

[0003] Weitere Transportboxen sind aus der US 3 533 5022 A, der US 3 709 358 A und der JP H05- 68 826 U bekannt.

AUFGABE DER ERFINDUNG



[0004] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Sicherungsvorrichtung mit den Merkmalen des Oberbegriffs des Patentanspruchs 1 aufzuzeigen, die einen gesicherten Innenraum auf dem mobilen oder stationären Träger für die Güter bereitstellt.

LÖSUNG



[0005] Die Aufgabe der Erfindung wird erfindungsgemäß mit den Merkmalen der unabhängigen Patentansprüche gelöst. Weitere bevorzugte erfindungsgemäße Ausgestaltungen sind den abhängigen Patentansprüchen zu entnehmen.

BESCHREIBUNG DER ERFINDUNG



[0006] Die Erfindung betrifft eine Sicherungsvorrichtung, die hier je nach ihrer speziellen Verwendung auch als Transportbox oder Safebox bezeichnet wird, und dient dem Transport und der Lagerung von Gütern auf mobilen und immobilen stationären Trägern. Die Sicherungsvorrichtung umfasst mindestens die folgenden, durch Schweißnähte verbundene Bauteile aus Leichtmetall und/oder Leichtmetalllegierungen:
  • ein Paar parallele, horizontale Standstreben mit jeweils zwei äußeren Standfüßen an den Enden der Standstreben,
  • zwei Paar parallele, vertikale Eckstreben jeweils an den Enden der horizontalen Standstreben,
  • ein Paar parallele, horizontale, obere Längsstreben, die die oberen Enden von jeweils zwei der vier vertikalen Eckstreben miteinander verbinden,
  • ein Paar parallele, horizontale Längsstreben, die jeweils zwei der vier vertikalen Eckstreben im Bereich ihrer Mitten miteinander verbinden,
  • ein Paar parallele, horizontale Querstreben, die jeweils zwei der vier vertikalen Eckstreben im Bereich ihrer Mitten miteinander verbinden,
  • ein Paar parallele, horizontale obere Querstreben, die jeweils zwei der vier vertikalen Eckstreben an deren Enden miteinander verbinden,
  • eine horizontale Querstrebe, die die beiden horizontalen oberen Längsstreben im Bereich ihrer Mitten miteinander verbindet, und
  • vier in mindestens vier inneren Ecken der Sicherungsvorrichtung angeordneten Eckenverstärkungen.


[0007] Je nach Bedarf können weitere Quer- und/oder Längsstreben und/oder Diagonalstreben eingebaut werden.

[0008] Zwischen den zwei äußeren Standfüßen an den Enden der Standstreben kann ein Zwischenraum als Einfahröffnung für eine Hebevorrichtung frei bleiben. Wenn jeweils ein dritter Standfuß mittig unterhalb der betreffenden Standstrebe angeordnet ist, können jeweils zwei Zwischenräume als Einfahröffnungen für Hebevorrichtungen frei bleiben.

[0009] Die Eckstreben können jeweils an den Enden der horizontalen Standstreben und an den Enden der zwei äußeren Standfüße bündig anliegen und so zwei zusammengesetzte Standfüße bilden; oder sie können jeweils bündig auf der Oberseite der zwei äußeren Standfüße stehen, wobei die horizontalen Standstreben auf der Oberseite der zwei äußeren Standfüße bündig aufliegen und an die vertikalen Eckstreben anstoßen.

[0010] Die Unterseiten der Standfüße sind mit einem Belag als Standfläche verbunden. Bevorzugt ist der Belag rutschfest und besteht aus Holz, Lamellenkappen, Einschlagdeckeln und/oder Kunststoff.

[0011] Die erfindungsgemäße Sicherungsvorrichtung weist mindestens eine arretierbare Sicherungsstange auf, die unterhalb der Höhe einer Oberseite des mobilen oder stationären Trägers durch mindestens zwei einander gegenüberliegende Durchgangsbohrungen in den beiden horizontalen unteren Querstreben oder durch mindestens zwei einander gegenüberliegende Durchgangsbohrungen in den beiden Standstreben verläuft.

[0012] Vorzugsweise ist die mindestens eine Sicherungsstange mithilfe eines Knaufs, einer Scheibe oder einer Querstange mit einer größeren Abmessung als der Durchmesser der Durchgangsbohrung an einem Ende und mithilfe eines Schließvorrichtung wie ein Vorhängeschloss, eine Umzugsverplombung oder eine fixierte Querstange am anderen Ende arretierbar.

[0013] Die erfindungsgemäße Sicherungsvorrichtung ist so mit der mindestens einen Sicherungsstange gegen die Trennung von dem mobilen oder stationären Träger versehen ist, dass sich die Güter in einem gesicherten Innenraum befinden.

[0014] Die Sicherungsvorrichtung kann die Form einer nach unten offenen Safebox mit vier seitlichen vertikalen Wandverkleidungen und einer oberen horizontalen Wandverkleidung haben, so dass die Sicherungsvorrichtung, über die Güter, die sich auf mobilen oder stationären Trägern befinden, und die Träger selbst gestülpt werden kann.

[0015] Die erfindungsgemäße Sicherungsvorrichtung weist ein vergleichsweise geringes Gewicht und eine hohe Stabilität auf und ist verwindungssteif. Sie kann aus wenigen Bauteilen in einfacher Weise hergestellt werden. Mithilfe der erfindungsgemäßen Sicherungsvorrichtung, Transportbox oder Safebox können auch schwere Güter, die durch übliche und bekannte Schrumpffolien nur schwer oder gar nicht gesichert werden können, auch bei unvollständiger Beladung von Paletten kippsicher, rutschsicher und umsturzsicher transportiert werden. Ebenso können empfindliche und/oder wertvolle Güter wie Gläser und Kunstwerke bruchsicher und ohne eine Gefahr der Beschädigung sicher transportiert und gelagert werden. Nicht zuletzt können plattenförmige Güter rutschsicher transportiert werden.

[0016] Die Sicherungsvorrichtung, Transportbox oder Safebox eignet sich für die Sicherung von Fracht auf Ladeflächen von Kraftfahrzeugen, auf und in Bahnwaggons, in Flugzeugen und auf und in Schiffen eignen. In bestimmten Ausführungsformen kann eine beladene Palette zusammen mit der Transportbox oder Safebox von allen Seiten mit Hebevorrichtungen wie Gabelstaplern oder Krangabeln angehoben oder verladen werden. In bestimmten Ausführungsformen als Transportbox kann das Verhalten der geladenen Güter beim Transport, insbesondere beim Transport auf schlechten Wegstrecken, im Flugzeug bei Turbulenzen oder auf Schiffen bei hohem Wellengang visuell beobachtet werden und gegebenenfalls zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen ergriffen werden.

[0017] Die erfindungsgemäße Sicherungsvorrichtung ist in der Regel so gestaltet, dass sie von sechs gedachten Rechtecken, sechs gedachten Quadraten oder vier gedachten Rechtecken und zwei gedachten Quadraten begrenzt ist.

[0018] Vorzugsweise umfasst die erfindungsgemäße Sicherungsvorrichtung mindestens vier Kopfbänder als zusätzliche Verstärkung, um die von den Spanngurten ausgeübten Kräfte abzuleiten. Bevorzugt stoßen die Enden der Kopfbänder an Knaggen an.

[0019] Bevorzugt sind bei der erfindungsgemäßen Sicherungsvorrichtung die Bauteile aus Leichtmetall und/oder Leichtmetalllegierungen aus einer Gruppe ausgewählt, die aus Vierkantprofilen, Rechteckprofilen und Eckenverstärkungen mit dreieckigem Grundriss besteht.

[0020] Vorzugsweise ist das Leichtmetall eloxiertes Aluminium, und die Leichtmetalllegierungen sind Aluminium-Magnesium-Legierungen.

[0021] Bei einer bevorzugten erfindungsgemäßen Sicherungsvorrichtung haben die Vierkantprofile einen Querschnitt der Abmessung 1 cm x 1 cm bis 15 cm x 15 cm und eine Wandstärke von 1 mm bis 4 mm; und die Rechteckprofile haben einen Querschnitt der Abmessungen a = 1 cm bis 10 cm und b = 2 cm bis 20 cm, wobei a kleiner als b ist. Die Eckenverstärkungen sind gleichseitige oder nicht gleichseitige, rechtwinklige, dreieckige Aluminiumhohlkörper mit einer Höhe von 1 cm bis 20 cm, Seitenlängen von 3 cm bis 15 cm und einer Hypotenuse von 5 bis 20 cm.

[0022] Vorzugsweise haben die erfindungsgemäßen Sicherungsvorrichtungen Abmessungen einer Länge A = 1000 mm bis 3500 mm, einer Breite B = 500 mm bis 2500 mm und einer Höhe H = 500 mm bis 3000 mm.

[0023] Bevorzugt umgreift eine erfindungsgemäße Sicherungsvorrichtung eine Europalette der Abmessungen 1200 mm x 800 mm x 144 mm (Länge x Breite x Höhe) oder eine EPAL 2-Palette der Abmessungen 1200 mm x 1000 mm x 162 mm (Länge x Breite x Höhe) als mobile Träger kantennah. Kantennah bedeutet dabei insbesondere, dass auch die nur mit einer Sicherungsstange an dem mobilen Träger gesicherte Sicherungsvorrichtung nicht soweit gegenüber dem mobilen Träger verkippt werden kann, dass die auf dem mobilen Träger angeordneten Güter auch ohne Entfernen der Sicherungsstange zugänglich werden.

[0024] Die erfindungsgemäßen Sicherungsvorrichtungen kann am geschlossenen oberen Ende mindestens einer vertikalen Eckstrebe eine Durchgangsbohrung zum Einschub und zur Lagerung der mindestens einen Sicherungsstange aufweisen.

[0025] In der Ausführungsform als Safeboxn ist die Sicherungsvorrichtung an ihren vier vertikalen Seiten und ihrer horizontale Oberseite mit jeweils einer Verkleidung ganzflächig verkleidet, wobei ihre Unterseite offen bleibt.

[0026] Vorzugsweise sind die Verkleidungen aus einer Gruppe ausgewählt, die aus Platten und Lochplatten aus einem Leichtmetall oder einer Leichtmetalllegierung, Platten und Lochplatten aus Kunststoffen und Glas, Textilbahnen, Metallgittern, Kunststoffgittern, Metallnetzen, Kunststoffnetzen und Textilnetzen besteht.

[0027] Bevorzugt sind die Verkleidungen mithilfe von Nieten, insbesondere Flachkopfnieten, innenseitig auf den unteren und mittigen vertikalen und horizontalen Streben und außenseitig auf den oberen Quer- und Längsstreben befestigt.

[0028] Die erfindungsgemäße Sicherungsvorrichtung kann in ihrem Innenraum mindestens einen Luftsack enthalten, der durch mindestens ein verschließbares Ventil oder Rückschlagventil zwischen zwei Streben oder durch mindestens ein verschließbares Ventil oder Rückschlagventil in einer Durchgangsbohrung oder in einer Öffnung in mindestens einer Verkleidung aufblasbar ist. Damit können besonders empfindliche Güter sicher vor Beschädigung bewahrt werden.

[0029] Vorzugsweise weist die erfindungsgemäße Sicherungsvorrichtung nahe der beiden Enden der zwei horizontalen oberen Querstreben jeweils einen Kantenschutz für einen in Längsrichtung gespannten Spanngurt und/oder nahe der beiden Enden der zwei horizontalen oberen Längsstreben jeweils einen Kantenschutz für einen in Querrichtung gespannten Spanngurt auf. Außerdem kann auf der Oberseite ihrer zwei horizontalen oberen Längsstreben jeweils mittig ein Kantenschutz oder eine Ösenschraube für einen in Querrichtung gespannten Spanngurt befestigt sein.

[0030] Die erfindungsgemäße Sicherungsvorrichtung kann zwecks Sicherung gegen ihre Entwendung und/oder gegen den Diebstahl der darin aufbewahrten Güter mithilfe der mindestens einen Sicherungsstange an einem immobilen stationären Träger wie einer fixierten Euro-Palette oder einer tischförmigen Platte befestigt werden.

[0031] Falls vorhanden, haben die Einfahröffnungen Abmessungen, die es erlauben, eine Transportgabel oder eine Krangabel als Hebevorrichtung in den mobilen Träger einzufahren.

[0032] Vorzugsweise sind vorhandene Öffnungen in den Standfüßen mit Lamellenkappen oder Einschlagdeckeln verschlossen. Gleiches gilt für gegebenenfalls noch offene Enden von Streben.

[0033] Gemäß den erfindungsgemäßen Verwendungen dient die erfindungsgemäße Sicherungsvorrichtung dem kippsicheren, rutschsicheren, bruchsicheren, diebstahlsicheren und umsturzsicheren Transport von Gütern auf mobilen Trägern und der zur diebstahlsicheren Lagerung der Güter auf immobilen stationären Trägern.

[0034] Beispiele für solche Güter sind Schweißbahnen, Coils, aufgewickelte Metallbänder und Metalldrähte, aufgewickelte Kunststoffbahnen und Glasfasern, Fässer für Flüssigkeiten und Pulver, Zementsäcke, Pelletsäcke, Gipskartons, OSB-Platten, Glasplatten, Holzplatten, Kunststoffplatten, Steinplatten, Getränkekartons, Kartons mit Lebensmitteln, Ziegel, Bausteine, Transportkisten für Metallteile, Getränke und Lebensmittel, kunsthandwerkliche Gegenstände und Kunstgegenstände. Diese Auflistung ist nicht abschließend, sondern beispielhaft; sie untermauert die vielfältigen Verwendungsmöglichkeiten der erfindungsgemäßen Sicherungsvorrichtungen, Transportboxen und Safeboxen.

[0035] So sind die erfindungsgemäßen Sicherungsvorrichtungen, Transportboxen und Safeboxen hervorragend zur Sicherung von beladenen mobilen Trägern auf den Ladeflächen von Kraftfahrzeugen, auf und in Bahnwaggons, in Flugzeugen, auf und in Schiffen und auf Transportgabeln von Gabelstaplern und Krangabeln von Kränen als Hebevorrichtungen geeignet.

[0036] Die erfindungsgemäßen Sicherungsvorrichtungen, Transportboxen und Safeboxen können zu Zwecken der Kontrolle, der Identifikation und der Verfolgung des Transportwegs mit Zollplomben, Barcodes, Chips und/oder GPS-Trackern ausgerüstet werden.

[0037] Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung ergeben sich aus den Patentansprüchen, der Beschreibung und den Zeichnungen.

[0038] Die in der Beschreibung genannten Vorteile von Merkmalen und von Kombinationen mehrerer Merkmale sind lediglich beispielhaft und können alternativ oder kumulativ zur Wirkung kommen, ohne dass die Vorteile zwingend von erfindungsgemäßen Ausführungsformen erzielt werden müssen.

[0039] Hinsichtlich des Offenbarungsgehalts - nicht des Schutzbereichs - der ursprünglichen Anmeldungsunterlagen und des Patents gilt Folgendes: Weitere Merkmale sind den Zeichnungen - insbesondere den dargestellten Geometrien und den relativen Abmessungen mehrerer Bauteile zueinander sowie deren relativer Anordnung und Wirkverbindung - zu entnehmen. Die Kombination von Merkmalen unterschiedlicher Ausführungsformen der Erfindung oder von Merkmalen unterschiedlicher Patentansprüche ist ebenfalls abweichend von den gewählten Rückbeziehungen der Patentansprüche möglich und wird hiermit angeregt. Dies betrifft auch solche Merkmale, die in separaten Zeichnungen dargestellt sind oder bei deren Beschreibung genannt werden. Diese Merkmale können auch mit Merkmalen unterschiedlicher Patentansprüche kombiniert werden. Ebenso können in den Patentansprüchen aufgeführte Merkmale für weitere Ausführungsformen der Erfindung entfallen, was aber nicht für die unabhängigen Patentansprüche des erteilten Patents gilt.

[0040] Die in den Patentansprüchen und der Beschreibung genannten Merkmale sind bezüglich ihrer Anzahl so zu verstehen, dass genau diese Anzahl oder eine größere Anzahl als die genannte Anzahl vorhanden ist, ohne dass es einer expliziten Verwendung des Adverbs "mindestens" bedarf. Wenn also beispielsweise von einem Element die Rede ist, ist dies so zu verstehen, dass genau ein Element, zwei Elemente oder mehr Elemente vorhanden sind. Die in den Patentansprüchen angeführten Merkmale können durch weitere Merkmale ergänzt werden oder die einzigen Merkmale sein, die der Gegenstand des jeweiligen Patentanspruchs aufweist.

[0041] Die in den Patentansprüchen enthaltenen Bezugszeichen stellen keine Beschränkung des Umfangs der durch die Patentansprüche geschützten Gegenstände dar. Sie dienen lediglich dem Zweck, die Patentansprüche leichter verständlich zu machen.

KURZBESCHREIBUNG DER FIGUREN



[0042] Im Folgenden wird die Erfindung anhand in den Figuren dargestellter bevorzugter Ausführungsbeispiele weiter erläutert und beschrieben.
Fig. 1
ist eine perspektivische Ansicht einer als solche nicht unter den Wortlaut der Patentansprüche fallende Sicherungsvorrichtung, wobei in der Darstellung der Übersichtlichkeit halber nicht alle Verbindungsstellen deren Bauteile eingezeichnet sind.
Fig. 2
ist eine Draufsicht auf eine Längsseite der nicht unter den Wortlaut der Patentansprüche fallende Sicherungsvorrichtung gemäß Fig. 1.
Fig. 3
ist eine Draufsicht auf eine Breitseite der nicht unter den Wortlaut der Patentansprüche fallende Sicherungsvorrichtung gemäß Fig. 1.
Fig. 4
ist eine Draufsicht von oben auf die nicht unter den Wortlaut der Patentansprüche fallende Sicherungsvorrichtung gemäß Fig. 1.
Fig. 5
ist eine perspektivische Draufsicht auf die als solche nicht unter den Wortlaut der Patentansprüche fallende Sicherungsvorrichtung gemäß Fig. 1, wobei die Sicherungsvorrichtung mit Spanngurten 4 gesichert ist.
Fig. 6
ist eine Draufsicht auf eine Querseite einer als Safebox ausgebildeten erfindungsgemäßen Sicherungsvorrichtung mit einer vertikalen Aluminiumplatte als Verkleidung und mit Kantenschützern für nicht dargestellte quer- und längsgespannte Spanngurte auf einem Boden oder einer Ladefläche, wobei die Position einer als mobiler Träger dienenden Euro-Palette durch durchbrochene Linien angedeutet ist.
Fig. 7
ist eine Draufsicht auf eine Querseite einer weiteren als Safebox ausgebildeten erfindungsgemäßen Sicherungsvorrichtung mit einer vertikalen Aluminiumplatte als Verkleidung, einer Ösenschraube für einen mittigen Spanngurt und mit Kopfbändern mit Knaggen auf einem Boden oder einer Ladefläche, wobei die Position einer als mobiler Träger dienenden Euro-Palette durch durchbrochene Linien angedeutet ist.
Fig. 8
ist eine Draufsicht auf eine Oberseite einer weiteren als Safebox ausgebildeten erfindungsgemäßen Sicherungsvorrichtung mit einer horizontalen Aluminiumplatte als Verkleidung und mit Kantenschützer für quer- und längsgespannte Spanngurte, einer Nietreihe von Nieten, wobei die verdeckten Streben durch durchbrochene Linien angedeutet sind, und mit einer Durchgangsbohrung im Kopf einer vertikalen Eckstrebe zur Aufnahme und Lagerung einer Sicherungsstange in der Eckstrebe.
Fig. 9a
ist eine Seitenansicht eines zusammengesetzten Standfußes einer erfindungsgemäßen Sicherungsvorrichtung; und
Fig.
9b ist ein Schnitt längs der Schnittfläche X-Y gemäß Fig. 9a durch den zusammengesetzten Standfuß.
Fig. 10
ist eine Seitenansicht eines monolithischen Standfußes einer erfindungsgemäßen Sicherungsvorrichtung.
Fig. 11
ist eine Draufsicht auf die Unterseite einer weiteren als Safebox ausgebildeten erfindungsgemäßen Sicherungsvorrichtung mit einer Euro-Palette und mit einer die Euro-Palette durchquerenden Sicherungsstange mit einer Scheibe und einer Schließvorrichtung; und
Fig. 12 ist
eine perspektivische Ansicht des Innenraums einer Abwandlung der Safebox gemäß Fig. 11 mit einer horizontalen mittleren Querstrebe, einer horizontalen oberen Querstrebe, zwei Eckenverstärkungen und mit einer durchquerenden Sicherungsstange mit einem Knauf und einem Vorhängeschloss.

FIGURENBESCHREIBUNG



[0043] Eine in den Fig. 1 bis 5 dargestellte, als Transportbox ausgebildete und als solche nicht unter den Wortlaut der Patentansprüche fallende Sicherungsvorrichtung 1 ist aus neunzehn Aluminiumhohlteilen, nämlich Vierkantrohren einer Wandstärke von 2 mm und eines rechteckigen Querschnitts der Maße 40 mm x 60 mm, aufgebaut. Diese Bauteile sind durch Schweißnähte 3 miteinander verbunden. Die Transportbox 1 hat eine Länge A von 1340 mm, eine Breite B von 920 mm und eine Höhe H von 1200 mm. Aufgrund dieser Abmessungen kann sie eine Euro-Palette in Kantennähe umgreifen.

[0044] Die Transportbox 1 steht auf zwei parallelen Standstreben 1.1 die jeweils zwei Einfahröffnungen 1.1.2 für nicht dargestellte Transportgabeln von Gabelstaplern oder Krangabeln aufweisen. Die Einfahröffnungen 1.1.2 sind zwischen jeweils drei Standfüßen 1.1.1 angeordnet. Deren Unterseite ist mit einem rutschfesten Belag 1.1.3 aus Holz, Gummi, Kunststoff oder Einschlagdeckeln bedeckt, der eine Standfläche 1.1.4 bildet. Die beiden parallelen Standstreben 1.1 sind an ihren Enden durch jeweils eine untere Querstrebe 1.3 miteinander verbunden.

[0045] Auf den beiden parallelen Standstreben 1.1 stehen insgesamt vier vertikale Pfosten oder Eckstreben 1.2 auf. Die Eckstreben 1.2 sind auf den beiden Längsseiten der Transportbox 1 durch jeweils zwei parallel zueinander angeordnete mittlere Längsstreben 1.5, obere Längsstreben 1.6, mittlere Querstreben 1.4 und obere Querstreben 1.7 miteinander verbunden.

[0046] Diese Anordnung wird durch eine mittlere obere Querstrebe 1.8 und durch dreieckige Aluminiumhohlteile als Eckenverstärkungen 2 in den durch die Streben 1.7 und 1.6 gebildeten Ecken verwindungssteif stabilisiert. Solche Eckenverstärkungen 2 können auch in weitere Ecken der Transportbox 1 eingebaut werden.

[0047] Die Transportbox 1 kann beim Transport von Gütern z.B. auf einer Europalette mithilfe von Spanngurten, die über die Enden der Pfosten 1.2 verlaufen und die Europalette umgreifen, gesichert werden.

[0048] Mithilfe der Sicherungsvorrichtung oder Transportbox 1 können schwere Güter, die durch übliche und bekannte Schrumpffolien nur schwer oder gar nicht gesichert werden können, auch bei unvollständiger Beladung der Europalette kippsicher, rutschsicher und umsturzsicher transportiert werden. Beispiele für solche Güter sind Schweißbahnen, Coils, aufgewickelte Metallbänder und Metalldrähte, aufgewickelte Kunststoffbahnen und Glasfasern, Fässer für Flüssigkeiten und Pulver, Zementsäcke und Transportkisten für Metallteile, Getränke und Lebensmittel.

[0049] Außerdem zeichnet sich die Transportbox 1 durch ihr vergleichsweise geringes Gewicht aus, sodass sie auch mit Vorteil für die Sicherung von Fracht auf Ladeflächen von Kraftfahrzeugen, auf und in Bahnwaggons, in Flugzeugen, auf und in Schiffen und auf Transportgabeln von Gabelstaplern und Krangabeln von Kränen verwendet werden kann. Nicht zuletzt kann eine beladene Palette zusammen mit der erfindungsgemäßen Transportbox 1 von allen Seiten mit einem Gabelstapler oder einer Krangabel angehoben oder verladen werden, was ein ganz besonderer Vorteil ist.

[0050] Zudem kann das Verhalten der geladenen Güter beim Transport, insbesondere beim Transport auf schlechten Wegstrecken, im Flugzeug bei Turbulenzen oder auf Schiffen bei hohem Wellengang visuell kontrolliert werden, damit gegebenenfalls zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen ergriffen werden können.

[0051] Die Fig. 5 bis 6 zeigen als Safebox 1 ausgebildete erfindungsgemäße Sicherungsvorrichtungen. Die erfindungsgemäße Safebox 1 dient zum Beispiel dem Transport von Gütern auf mobilen Euro-Paletten 5 und der Lagerung von Gütern auf stationären Euro-Paletten 5. Das Grundgerüst der Safebox 1 umfasst zumindest die folgenden, durch Schweißnähte 3 verbundenen und anschließend vorzugsweise eloxierten Bauteile aus Aluminium:
  • ein Paar parallele, horizontale Standstreben 1.1 mit jeweils zwei Standfüßen 1.1.1 an den Enden der Standstreben 1.1 oder mit jeweils mindestens drei auf Deckung stehenden Standfüßen 1.1.1, von denen jeweils zwei an den Enden der Standstreben 1.1 angeordnet sind und der jeweils mindestens dritte Standfuß 1.1.1 mittig unterhalb der betreffenden Standstrebe 1.1 angeordnet ist, sodass jeweils mindestens zwei Zwischenräume 1.1.2 als Einfahröffnungen 1.1.2 für Hebevorrichtungen frei bleiben,
  • zwei Paar parallele, vertikale Eckstreben 1.2, die jeweils an den Enden der horizontalen Standstreben 1.1 und an den Enden der zwei äußeren Standfüße 1.1.1 bündig anliegen und so zwei zusammengesetzte Standfüße 1.1.1; 1.2 bilden oder die jeweils bündig auf der Oberseite der zwei äußeren Standfüße 1.1.1 stehen, wobei die horizontalen Standstreben 1.1 auf der Oberseite der zwei äußeren Standfüße 1.1.1 bündig aufliegen und an die vertikalen Eckstreben 1.2 anstoßen,
  • ein Paar parallele, horizontale, obere Längsstreben 1.6, die die oberen Enden von jeweils zwei der vier vertikalen Eckstreben 1.2 miteinander verbinden,
  • ein Paar parallele, horizontale Längsstreben 1.5, die jeweils zwei der vier vertikalen Eckstreben 1.2 im Bereich ihrer Mitten miteinander verbinden,
  • ein Paar parallele, horizontale Querstreben 1.4, die jeweils zwei der vier vertikalen Eckstreben 1.2 im Bereich ihrer Mitten miteinander verbinden,
  • ein Paar parallele, horizontale obere Querstreben 1.7, die jeweils zwei der vier vertikalen Eckstreben 1.2 an deren Enden miteinander verbinden,
  • eine horizontale Querstrebe 1.8, die die beiden horizontalen oberen Längsstreben 1.6 im Bereich ihrer Mitten
    miteinander verbindet, und
    • vier in mindestens vier inneren Ecken der Sicherungsvorrichtung 1 angeordneten Eckenverstärkungen 2,
wobei Unterseiten der Standfüße 1.1.1 oder der zusammengesetzten Standfüße 1.1.1; 1.2 mit einem Belag 1.1.3 aus Lamellenkappen oder Einschlagdeckeln als Standfläche 1.1.4 verbunden sind.

[0052] Die Safebox 1 ist von sechs gedachten Rechtecken begrenzt. Sie umfasst vier Kopfbänder 1.9 als zusätzliche Verstärkung, deren Enden an Knaggen 1.10 anstoßen. Die Bauteile 1.1; 1.1.1; 1.2; 1.3; 1.4; 1.5; 1.6; 1.7; 1.8; 1.9; 1.10; 2 sind aus einer Gruppe ausgewählt, die aus Vierkantprofilen, Rechteckprofilen und Eckenverstärkungen mit dreieckigem Grundriss besteht. Die Vierkantprofile haben einen Querschnitt der Abmessung 1 cm x 1 cm bis 15 cm x 15 cm und eine Wandstärke von 1 mm bis 4 mm und die Rechteckprofile einen Querschnitt der Abmessungen a = 1 cm bis 10 cm und b = 2 cm bis 20 cm, wobei a kleiner als b ist, aufweisen und die Eckenverstärkungen 2 gleichseitige oder nicht gleichseitige, rechtwinklige, dreieckige Aluminiumhohlkörper mit einer Höhe von 1 cm bis 20 cm, Seitenlängen von 3 cm bis 15 cm und einer Hypotenuse von 5 bis 20 cm sind. Innerhalb dieser Bereiche kann der Fachmann je nach Verwendungszweck die gewünschten und geeigneten Abmessungen auswählen. Die Safebox 1 hat eine typische Abmessung von A = 1000 mm bis 3500 mm, B = 500 mm bis 2500 mm und H = 500 mm bis 3000 mm. Innerhalb dieser Bereiche kann der Fachmann je nach Verwendungszweck die gewünschten und geeigneten Abmessungen auswählen. Bevorzugt werden die Abmessungen so gewählt, dass die Safebox 1 eine Europalette 5 der Abmessungen 1200 mm x 800 mm x 144 mm (Länge x Breite x Höhe) oder eine EPAL 2-Palette 5 der Abmessungen 1200 mm x 1000 mm x 162 mm (Länge x Breite x Höhe) als mobile Träger 5 kantennah, das heißt mit minimalem horizontalem Spiel von in jeder Richtung insgesamt vorzugsweise nicht mehr als 10 mm und noch mehr bevorzugt nicht mehr als 6 mm, umschließt.

[0053] Zur Sicherung vor Wegnahme oder Diebstahl umfasst die Safebox 1 eine arretierbare Sicherungsstange 4, die unterhalb der Oberseite des mobilen oder stationären Trägers 5 durch zwei einander gegenüberliegende Durchgangsbohrungen 1.3.1 in den beiden horizontalen unteren Querstreben 1.3 oder alternativ durch zwei einander gegenüberliegende Durchgangsbohrungen 1.1.5 in den beiden Standstreben 1.1 verläuft. Die Sicherungsstange 6 wird mithilfe eines Knaufs 6.1, einer Scheibe 6.1 oder einer Querstange 6.1 mit einer größeren Abmessung als der Durchmesser der Durchgangsbohrung 1.1.5 an einem Ende und mithilfe einer Schließvorrichtung 6.2 wie z. B. einem Vorhängeschloss oder einer Umzugsverplombung am anderen Ende arretiert. Zur Lagerung der Sicherungsstange 6 weist das Ende einer vertikalen Eckstrebe 1.2 eine Öffnung 1.2.1 zum Einschub und zur Lagerung auf.

[0054] Die vier vertikalen Seiten und ihre horizontale Oberseite der Safebox 1 sind mit jeweils einer eloxierten Aluminiumplatte 7.1 v; 7.1h als Verkleidung 7 ganzflächig verkleidet. Die Verkleidung 7 ist mithilfe von Nieten 7.1, insbesondere mit Flachkopfnieten 7.1 in Nietreihen 7.2,innenseitig auf den Streben 1.1, 1.2, 1.3, 1.4 und 1.5 und außenseitig auf den Streben 1.6, 1.7 und 1.8 befestigt.

[0055] Im Innenraum kann die Safebox 1 mindestens einen Luftsack enthalten, der durch mindestens ein verschließbares Ventil oder Rückschlagventil in einer Durchgangsbohrung oder in einer Öffnung in mindestens einer Verkleidung 7 aufblasbar ist (nicht dargestellt).

[0056] Die Safebox 1 weist nahe der beiden Enden der zwei horizontalen oberen Querstreben 1.7 jeweils einen Kantenschutz 8; 81 für einen in Längsrichtung gespannten Spanngurt 4 und nahe der beiden Enden der zwei horizontalen oberen Längsstreben 1.6 jeweils einen Kantenschutz 8, 8q für einen in Querrichtung gespannten Spanngurt 4 auf. Zusätzlich weist sie auf der Oberseite der zwei horizontalen oberen Längsstreben 1.7 jeweils mittig eine Ösenschraube 9 für einen in Querrichtung gespannten Spanngurt 4 auf. Zwecks Sicherung gegen ihre Entwendung und/oder gegen den Diebstahl der in der Safebox 1 aufbewahrten Güter wird die Safebox 1 mithilfe der Sicherungsstange 6; 6.1; 6.2 an einer fixierten Euro-Palette 5 befestigt. Die Einfahröffnungen 1.1.2 der Safebox 1 haben Abmessungen, die es erlauben, dass eine Transportgabel oder eine Krangabel als Hebevorrichtung in die mobile Euro-Palette 5 einfahrbar ist. Die vorhandenen Öffnungen in den Standfüßen 1.1.1 sind mit Lamellenkappen oder Einschlagdeckeln 1.11 verschlossen.

[0057] Die Safebox 1 ist hervorragend für den kippsicheren, rutschsicheren, bruchsicheren, diebstahlsicheren und umsturzsicheren Transport von Gütern auf mobilen Trägern 5 auf den Ladeflächen von Kraftfahrzeugen, auf und in Bahnwaggons, in Flugzeugen, auf und in Schiffen und auf Transportgabeln von Gabelstaplern und Krangabeln von Kränen als Hebevorrichtungen oder zur diebstahlsicheren Lagerung der Güter auf immobilen stationären Trägern 5 geeignet. Beispiele für solche Güter sind Schweißbahnen, Coils, aufgewickelte Metallbänder und Metalldrähte, aufgewickelte Kunststoffbahnen und Glasfasern, Fässer für Flüssigkeiten und Pulver, Zementsäcke, Pelletsäcke, Gipskartons, OSB-Platten, Glasplatten, Holzplatten, Kunststoffplatten, Steinplatten, Getränkekartons, Kartons mit Lebensmitteln, Ziegel, Bausteine, Transportkisten für Metallteile, Getränke und Lebensmittel, kunsthandwerkliche Gegenstände und Kunstgegenstände. Zwecks Sicherung gegen eine Entwendung der Safebox 1 und/oder gegen den Diebstahl von darin aufbewahrten Gütern kann die Safebox 1 mithilfe der mindestens einen Sicherungsstange 6 an einem immobilen stationären Träger 5 befestigt werden. Ein besonders hoher Diebstahlschutz wird dabei dadurch erreicht, dass der immobile stationäre Träger auf einer Basisfläche, beispielsweise einer Boden- oder Sockelfläche, aufsteht und oberhalb der Basisfläche von der Sicherungsvorrichtung 1 allseitig vollständig abgedeckt wird.

BEZUGSZEICHENLISTE



[0058] 
1
Sicherungsvorrichtung; Transportbox; Safebox
1.1
Standstrebe; horizontale untere Längsstrebe
1.1.1
Monolithischer Standfuß; zusammengesetzter Standfuß
1.1.2
Einfahröffnung für Hebevorrichtung; Einfahröffnung für Transportgabel (nicht dargestellt)
1.1.3
Belag; Holzbelag
1.1.4
Standfläche
1.1.5
Durchgangsbohrung
1.2
Vertikale Eckstrebe, Pfosten
1.3
Horizontale untere Querstrebe
1.4
Horizontale mittlere Querstrebe
1.5
Mittlere Längsstrebe
1.6
Horizontale obere Längsstrebe
1.7
Horizontale obere Querstrebe
1.8
Mittlere, horizontale, obere Querstrebe
1.9
Kopfband
1.10
Knagge
1.11
Lamellenkappe
1.12
Befestigung; Senkkopfschraube
2
Eckenverstärkung
3
Schweißnaht
4
Spanngurt
5
Mobiler Träger; Euro-Palette; immobiler stationärer Träger; tischförmige Plattform
5.1
Standfläche des mobilen Trägers 5; Standfläche einer Euro-Palette 5
6
Sicherungsstange
6.1
Knauf; Scheibe, Querstange
6.2
Schließvorrichtung; Vorhängeschloss
6.3
Durchgangsbohrung im Kopf der vertikalen Eckstrebe 1.2 zur Aufnahme und Lagerung der Sicherungsstange 6 in der Eckstrebe 1.2
7
Verkleidung; Platte und Lochplatte aus Aluminium; Platte und Lochplatte aus Polycarbonat und Glas; Textilbahn; Metallgitter; Kunststoffgitter; Metallnetz; Kunststoffnetz; Textilnetz
7v
Vertikale Verkleidung 7
7h
Horizontale Verkleidung 7
7.1
Niet; Flachkopfniet
7.2
Nietreihe
8
Kantenschutz für Spanngurt
8q
Kantenschutz für Spanngurt quer
8l
Kantenschutz für Spanngurt längs
9
Ösenschraube
10
Boden; Ladefläche
A
Länge
B
Breite
H
Höhe
X-Y
Schnittfläche



Ansprüche

1. Sicherungsvorrichtung (1) für den Transport und die Lagerung von Gütern auf mobilen und immobilen stationären Trägern (5), mit mindestens folgenden, durch Schweißnähte (3) verbundenen Bauteilen aus Leichtmetall und/oder Leichtmetalllegierungen:

- einem Paar paralleler, horizontaler Standstreben (1.1) mit jeweils zwei äußeren Standfüßen (1.1.1) an den Enden der Standstreben (1.1),

- einem Paar unterer Querstreben (1.3) die die beiden parallelen Standstreben 1.1 an ihren Enden miteinander verbinden,

- zwei Paaren paralleler, vertikaler Eckstreben (1.2) jeweils an den Enden der horizontalen Standstreben (1.1),

- einem Paar paralleler, horizontaler oberer Längsstreben (1.6), die die oberen Enden von jeweils zwei der vier vertikalen Eckstreben (1.2) miteinander verbinden,

- einem Paar paralleler, horizontaler Längsstreben (1.5), die jeweils zwei der vier vertikalen Eckstreben (1.2) im Bereich ihrer Mitten miteinander verbinden,

- einem Paar paralleler, horizontaler Querstreben (1.4), die jeweils zwei der vier vertikalen Eckstreben (1.2) im Bereich ihrer Mitten miteinander verbinden,

- einem Paar paralleler, horizontaler obere Querstreben (1.7), die jeweils zwei der vier vertikalen Eckstreben (1.2) an deren Enden miteinander verbinden,

- einer weiteren oberen horizontalen Querstrebe (1.8), die die beiden horizontalen oberen Längsstreben (1.6) im Bereich ihrer Mitten miteinander verbindet, und

- vier in vier inneren Ecken der Sicherungsvorrichtung (1) angeordneten Eckenverstärkungen (2),

- wobei Unterseiten der Standfüße (1.1.1) mit einem Belag (1.1.3) als Standfläche (1.1.4) verbunden sind,

gekennzeichnet durch mindestes eine arretierbare Sicherungsstange (4), die in ihrem arretierten Zustand unterhalb der Höhe einer Oberseite des mobilen oder stationären Trägers (5)

(i) durch mindestens zwei einander gegenüberliegende Durchgangsbohrungen (1.3.1) in den beiden horizontalen unteren Querstreben (1.3) oder

(ii) durch mindestens zwei einander gegenüberliegende Durchgangsbohrungen (1.1.5) in den beiden Standstreben (1.1) verläuft.


 
2. Sicherungsvorrichtung (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die mindestens eine Sicherungsstange (6) an einem Ende mithilfe eines Knaufs (6.1), einer Scheibe (6.1) oder einer Querstange (6.1) mit einer größeren Abmessung als der Durchmesser der Durchgangsbohrungen (1.1.5) und am anderen Ende mithilfe einer Schließvorrichtung (6.2) arretierbar ist.
 
3. Sicherungsvorrichtung (1) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens eine der vertikalen Eckstreben (1.2) eine Öffnung (1.2.1) zum Einschub und zur Lagerung der mindestens einen Sicherungsstange (6) aufweist.
 
4. Sicherungsvorrichtung (1) nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ihre vier vertikalen Seiten und ihre horizontale Oberseite mit jeweils einer Verkleidung (7) ganzflächig verkleidet sind, wobei die Verkleidungen (7) optional aus der Gruppe ausgewählt sind, welche aus Platten und Lochplatten aus einem Leichtmetall oder einer Leichtmetalllegierung, Platten und Lochplatten aus Kunststoffen und Glas, Textilbahnen, Metallgittern, Kunststoffgittern, Metallnetzen, Kunststoffnetzen und Textilnetzen besteht.
 
5. Sicherungsvorrichtung (1) nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Verkleidungen (7) mithilfe von Nieten (7.1), vorzugsweise Flachkopfnieten, innenseitig auf den horizontalen Standstreben (1.1), den unteren Querstreben (1.3), den vertikalen Eckstreben (1.2), den horizontalen Längsstreben (1.5) und den horizontalen Querstreben (1.4) und außenseitig auf den horizontalen oberen Längsstreben (1.6), den horizontalen oberen Querstreben (1.7) und der weiteren oberen horizontalen Querstrebe (1.8) befestigt sind.
 
6. Sicherungsvorrichtung (1) nach einem der voranstehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch vier Kopfbänder (1.9) als zusätzliche Verstärkung, wobei die Enden der Kopfbänder (1.9) optional an Knaggen (1.10) anstoßen.
 
7. Sicherungsvorrichtung (1) nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Bauteile (1.1; 1.1.1; 1.2; 1.3; 1.4; 1.5; 1.6; 1.7; 1.8; 1.9; 1.10; 2) aus Leichtmetall und/oder Leichtmetalllegierungen aus der Gruppe ausgewählt sind, welche aus Vierkantprofilen, Rechteckprofilen und Eckenverstärkungen mit dreieckigem Grundriss besteht, wobei das Leichtmetall optional eloxiertes Aluminium ist und die Leichtmetalllegierungen optional Aluminium-Magnesium-Legierungen sind.
 
8. Sicherungsvorrichtung (1) nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass sie eine Europalette der Abmessungen 1200 mm x 800 mm x 144 mm (Länge x Breite x Höhe) oder eine EPAL 2-Palette der Abmessungen 1200 mm x 1000 mm x 162 mm (Länge x Breite x Höhe) als mobilen Träger (5) kantennah umschließt.
 
9. Sicherungsvorrichtung (1) nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass sie im Innenraum mindestens einen Luftsack enthält, der durch mindestens ein verschließbares Ventil oder Rückschlagventil zwischen zwei Streben (1.1; 1.2; 1.3; 1.4; 1.5; 1.6; 1.7; 1.8) oder durch mindestens ein verschließbares Ventil oder Rückschlagventil in einer Durchgangsbohrung (1.1.5) oder in einer Öffnung in mindestens einer Verkleidung (7) aufblasbar ist.
 
10. Sicherungsvorrichtung (1) nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass

- nahe der beiden Enden der zwei horizontalen oberen Querstreben (1.7) jeweils ein Kantenschutz (8) für einen in Längsrichtung spannbaren Spanngurt (4) und/oder

- nahe der beiden Enden der zwei horizontalen oberen Längsstreben (1.6) jeweils ein Kantenschutz (8) für einen in Querrichtung spannbaren Spanngurt (4) und/oder

- auf der Oberseite der zwei horizontalen oberen Längsstreben (1.7) jeweils mittig ein Kantenschutz (8) oder eine Ösenschraube (9) für einen in Querrichtung spannbaren Spanngurt (4)

befestigt ist.
 
11. Sicherungsvorrichtung (1) nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die vertikalen Eckstreben jeweils

(i) an den Enden der horizontalen Standstreben (1.1) und an den Enden der zwei äußeren Standfüße (1.1.1) bündig anliegen und so zwei zusammengesetzte Standfüße (1.1.1; 1.2) bilden oder

(ii) bündig auf der Oberseite der zwei äußeren Standfüße (1.1.1) stehen, wobei die horizontalen Standstreben (1.1) auf der Oberseite der zwei äußeren Standfüße (1.1.1) bündig aufliegen und an die vertikalen Eckstreben (1.2) anstoßen.


 
12. Sicherungsvorrichtung (1) nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass vorhandene Öffnungen in den Standfüßen (1.1.1) mit Lamellenkappen oder Einschlagdeckeln (1.11) verschlossen sind.
 
13. Sicherungsvorrichtung (1) nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass jeweils ein dritter Standfuß (1.1.1) mittig unterhalb der betreffenden horizontalen Standstreben (1.1) angeordnet ist, wobei zwei Zwischenräume (1.1.2) als Einfahröffnungen (1.1.2) für Hebevorrichtungen frei bleiben, wobei die Einfahröffnungen (1.1.2) optional solche Abmessungen haben, dass eine Transportgabel oder eine Krangabel als Hebevorrichtung in den mobilen Träger (5) einfahrbar ist.
 
14. Verwendung einer Sicherungsvorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Sicherungsvorrichtung (1) zwecks Sicherung gegen ihre Entwendung und/oder gegen den Diebstahl von darin aufbewahrten Gütern mithilfe der mindestens einen Sicherungsstange (6; 6.1; 6.2) an einem immobilen stationären Träger (5) befestigt wird, wobei optional der immobile stationäre Träger (5) auf einer Basisfläche aufsteht und oberhalb der Basisfläche von der Sicherungsvorrichtung (1) allseitig vollständig abgedeckt wird.
 
15. Verwendung einer Sicherungsvorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass mit der Sicherungsvorrichtung (1) beladene mobile Trägern (5) auf den Ladeflächen von Kraftfahrzeugen, auf und in Bahnwaggons, in Flugzeugen, auf und in Schiffen und auf Transportgabeln von Gabelstaplern und Krangabeln von Kränen als Hebevorrichtungen gesichert werden.
 




Zeichnung








































Recherchenbericht









Recherchenbericht




Angeführte Verweise

IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE



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In der Beschreibung aufgeführte Patentdokumente