[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Betrieb eines Hybridschalters und einen
Hybridschalter. Der Hybridschalter weist einen Hauptstrompfad mit einem Trennelement
und einen parallel zu dem Hauptstrompfad geschalteten Nebenstrompfad mit einem Halbleiterschalter
auf.
[0002] Aus der
WO 2010/108565 A1 ist ein Hybridschalter (hybrider Trennschalter) mit einem mechanischen Schalter oder
Trennelement und einer diesem parallel geschalten Halbleiterelektronik bekannt, die
einen Halbleiterschalter, vorzugsweise einen IGBT, umfasst. Die Halbleiterelektronik
weist keine zusätzliche Energiequelle auf und ist bei geschlossenem mechanischem Schalter
stromsperrend, d. h. praktisch strom- und spannungslos. Zur Stromunterbrechung über
den Hybridschalter wird der mechanische Schalter geöffnet, wobei ein Lichtbogen entstehen
kann. Die Energie des beim Öffnen des mechanischen Schalters entstehenden Lichtbogens
wird von der die Halbleiterelektronik genutzt, wobei die Halbleiterelektronik derart
mit dem mechanischen Schalter verschaltet ist, dass bei sich öffnendem mechanischem
Schalter die Lichtbogenspannung über diesen (infolge des Lichtbogens) der Halbleiterschalter
stromleitend schaltet.
[0003] Sobald der Halbleiterschalter stromleitend geschaltet ist, beginnt der elektrische
Strom von dem mechanischen Schalter auf den Halbleiterschalter zu kommutieren. Die
entsprechende Lichtbogenspannung bzw. der Lichtbogenstrom lädt zudem einen Energiespeicher
in Form eines Kondensators auf, mittels dessen Steuerspannung für die Halbleiterelektronik
bereitgestellt wird. Sobald der elektrische Strom auf den Halbleiterschalter kommutiert
ist, verlischt der Lichtbogen, und der Ladevorgang des Energiespeichers ist beendet.
Dabei befindet sich zwischen den Schaltkontakten des mechanischen Schalters ein ionisiertes
Gas, das aufgrund des Lichtbogens entstanden ist, und das über die Zeit abgebaut wird.
Im Anschluss an den Ladevorgang startet ein Zeitglied, während dessen mittels des
Energiespeichers der Halbleiterschalter noch weiterhin stromführend gehalten wird.
Nach Ablauf der Zeitdauer des Zeitglieds wird der Halbleiterschalter erneut stromsperrend
geschaltet. Anstatt der Verwendung des Zeitglieds wird beispielsweise die Zeitdauer
anhand des Ladezustands des Energiespeichers vorgegeben.
[0004] Falls die Zeitdauer zu gering gewählt wird, ist es möglich, dass aufgrund des zwischen
den Schaltkontakte des mechanischen Schalters noch vorhandenen ionisiert Gases sowie
der anliegenden elektrischen Spannung erneut ein Lichtbogen zündet, sodass über den
mechanischen Schaltern wieder ein elektrischer Strom fließt. Daher wird die Zeitdauer
üblicherweise vergleichsweise groß gewählt, unter der Annahme, dass nach dieser das
ionisiert Gas ausreichend abgebaut wurde und/oder der Abstand der Schaltkontakte des
mechanischen Schalters groß genug ist, sodass ein erneutes Zünden des Lichtbogens
unterbleibt.
[0005] Da die Zeitdauer für sämtliche Anwendungsfälle des Hybridschalters verwendet wird,
ist die Zeitdauer nochmals vergrößert, wobei in dem jeweiligen konkreten Anwendungsfall
beispielsweise eine verringerte Zeitdauer ausgereicht hätte. Während der Zeitdauer
herrscht dabei weiterhin ein unerwünschte Stromfluss über den Hybridschalter, was
zu einem weiteren unerwünschten Betrieb und gegebenenfalls Beschädigung der über den
Hybridschalter bestromten Bauteile und/oder einer Gefährdung von Personen führen kann.
[0006] Der Erfindung liegt die Aufgabe zu Grunde, ein besonders geeignetes zum Betrieb eines
Hybridschalters und einen besonders geeigneten Hybridschalter anzugeben, wobei zweckmäßigerweise
ein sichere Stromunterbrechung erfolgt, wobei insbesondere eine Schaltdauer verkürzt
ist.
[0007] Hinsichtlich des Verfahrens wird diese Aufgabe durch die Merkmale des Anspruchs 1
und hinsichtlich des Hybridschalters durch die Merkmale des Anspruchs 8 erfindungsgemäß
gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen sind Gegenstand der Unteransprüche.
[0008] Das Verfahren dient dem Betrieb eines Hybridschalters, der eine Trennvorrichtung
ist, also eine Schaltereinheit. Dabei dient das Verfahren insbesondere der Stromunterbrechung
über den Hybridschalter, zweckmäßigerweise der Gleichstromunterbrechung. Mit anderen
Worten erfolgt bei dem Verfahren eine Unterbrechung eines elektrischen Stromfluss
zwischen einer Gleichstromquelle und einer elektrischen Einrichtung. Der Hybridschalter
ist beispielsweise unidirektional oder bidirektional ausgestaltet. Zum Beispiel sind
die mittels des Hybridschalter schaltbaren elektrischen Spannungen, vorzugsweise die
jeweilige Nennspannung, zwischen 200 V und 3 kV und insbesondere 220 V, 400 V, 650
V, 1000V oder 1500 V
[0009] Der Hybridschalter weist einen Hauptstrompfad auf, der insbesondere zwischen zwei
Anschlüssen des Hybridschalters gebildet oder zumindest zwischen diese geschaltet
ist. Die beiden Anschlüsse dienen hierbei insbesondere der Kontaktierung mit weiteren
Bestandteilen eines Stromkreises, wie Leitungen oder Stromschienen, und sind beispielsweise
mittels Klemmen oder Stecker gebildet. Der Hauptstrompfad weist ein Trennelement auf,
das betätigt werden kann. Hierbei ist es möglich, dieses in einen geschlossenen Zustand
zu versetzen, bei dem insbesondere der Hauptstrompfad niederohmig ist, sodass insbesondere
ein Stromfluss zwischen den beiden Enden des Hauptstrompfads, zweckmäßigerweise zwischen
den beiden Anschlüssen, möglich ist. In einem geöffneten Zustand hingegen ist das
Trennelement hochohmig ausgestaltet, sodass ein Stromfluss über den Hauptstrompfad
im Wesentlichen nicht möglich ist, oder sodass zumindest ein erhöhter ohmscher Widerstand
vorherrscht. Zweckmäßigerweise ist das Trennelement ein galvanisch trennendes Bauteil,
sofern dieses geöffnet ist. Das Trennelement ist zweckmäßigerweise ein mechanischer
Schalter, wie ein Relais, ein Schütz oder ein Stecker oder umfasst zumindest einen
hiervon. Alternativ hierzu ist das Trennelement nach Art eines Überspannungsschutzes
ausgestaltet. Der Überspannungsschutz weist dabei insbesondere eine Funkenstrecke
auf, die auch als Gasableiter (engl. "gas Discharge Tube; GDT) bezeichnet ist oder
zumindest umfasst. Das Trennelement ist zweckmäßigerweise elektrisch betätigbar, und/oder
insbesondere geeignet, vorzugsweise vorgesehen und eingerichtet, eine galvanische
Auftrennung des Hauptstrompfads bei einem Öffnen, also dem Versetzen in den geöffneten/offenen
Zustand, vorzunehmen.
[0010] Der Hybridschalter weist ferner einen Nebenstrompfad auf, der einen Halbleiterschalter
umfasst. Insbesondere ist der Halbleiterschalter parallel zu dem Trennelement geschaltet,
sodass das Trennelement mittels des Halbleiterschalters überbrückt ist. Alternativ
sind zum Beispiel noch weitere Bestandteile des Hauptstrompfads mittels des Halbleiterschalters
überbrückt. Falls das Trennelement einen Gasableiter aufweist oder daraus besteht,
entspricht das Öffnen insbesondere dem Entstehen eines Lichtbogens.
[0011] Der Halbleiterschalter ist zweckmäßigerweise ein Leistungshalbleiterschalter und
vorzugsweise ein Feldeffekttransistor, wie ein MOSFET, oder ein IGBT oder GTO. Insbesondere
ist dabei in einem Normalbetrieb, also wenn ein Stromfluss über den Hybridschalter
erfolgen soll, der Halbleiterschalter stromsperrend und wird insbesondere entsprechend
angesteuert. Somit sind elektrische Verluste des Hybridschalters bei Betrieb vergleichsweise
gering.
[0012] Das Verfahren wird insbesondere durchgeführt, um eine Stromunterbrechung über den
Hybridschalter zu erreichen. Bei dem Verfahren wird zunächst das Trennelement geöffnet.
Aufgrund des Öffnens wird ein elektrischer Widerstand des Hauptstrompfads erhöht.
Hierbei ist es möglich, dass sich in dem Trennelement, insbesondere zwischen zwei
zum Öffnen zueinander beabstandete Schaltkontakte, ein Lichtbogen ausbildet, sodass
auch weiterhin ein elektrischer Stromfluss über den Hauptstrompfad erfolgt. Hierbei
ist insbesondere jedoch der elektrische Widerstand des Hauptstrompfads und daher auch
die darüber abfallende elektrische Spannung erhöht.
[0013] In einem nachfolgenden Arbeitsschritt wird eine elektrische Kenngröße des Hauptstrompfads
ermittelt. Die elektrische Kenngröße ist hierbei insbesondere zeitlich veränderlich
und abhängig von der aktuellen Situation des Hybridschalters. Mit anderen Worten ist
bei nachfolgenden Ausführungen des Verfahrens, auch bei gleichem Hybridschalter, die
elektrische Kenngröße insbesondere unterschiedlich, und/oder die elektrische Kenngröße
verändert nach dem Öffnen des Trennelements.
[0014] In einem weiteren Arbeitsschritt wird ein Stromfluss über den Halbleiterschalter
in Abhängigkeit der Kenngröße eingestellt. Insbesondere wird zur Einstellung des Stromflusses
eine entsprechende elektrische Spannung an eine Steuereingang des Halbleiterschalters
angelegt. Beim Einstellen wird der elektrischer Stromfluss über den Halbleiterschalter
erstellt, beendet, reduziert oder vergrößert, sodass insbesondere auch ein über den
Hauptstrompfad geführte Anteil des über den Hybridschalter geführten Stroms verändert
wird. Das Einstellen des Stromflusses erfolgt beispielsweise binär, sodass dieser
entweder erstellt bzw. unterbrochen wird. Dabei wird der Halbleiterschalter insbesondere
voll durchgesteuert. Alternativ hierzu erfolgt eine nicht voll durchgesteuerte Ansteuerung
des Halbleiterschalters, sodass dieser nicht niederohmig und auch nicht hochohmig
ist, sondern einen Widerstand aufweist, sodass ein elektrischer Stromfluss über diesen
erfolgt. Zum Beispiel wird bei der Einstellung des Stromflusses eine Zeitdauer eingestellt,
die der Halbleiterschalter stromführend ist, also der Zeitpunkt, zu dem der Halbleiterschalter
in den elektrisch nichtleitenden Zustand überführt wird, oder der Zeitpunkt wird eingestellt,
zu dem der Halbleiterschalter stromführend geschaltet wird. Vorzugsweise ist dabei,
beispielsweise aufgrund der Einstellung des elektrischen Stromflusses oder aufgrund
einer weiteren Ansteuerung in einem anderen Arbeitsschritt, der Halbleiterschalter
nach einer bestimmten Zeitspanne in den elektrisch nichtleitenden Zustand versetzt,
wobei die Zeitspanne beispielsweise der oben genannten Zeitdauer entspricht.
[0015] Aufgrund des Verfahrens wird somit bei jedem Schaltvorgang, also bei jeder gewünschte
Stromunterbrechung der Stromfluss über den Halbleiterschalter entsprechend der aktuellen
Situation eingestellt. Somit ist es möglich, eine Zeitdauer, für die nach dem Öffnen
des Trennelements noch mit dem Halbleiterschalter ein elektrischer Strom geführt wird,
zu verringern, wobei dennoch ein erneutes Zünden eines Lichtbogens in dem Trennelement
nach Öffnen des Halbleiterschalters vermieden ist. Alternativ oder in Kombination
wird der Stromflusses derart eingestellt, dass eine Zeitdauer, während der in oder
über das Trennelement noch ein Lichtbogen vorhanden nach dem Öffnen verkürzt ist.
Alternativ oder in Kombination hierzu ist es möglich eine nach dem Öffnen des Trennelements
noch über den Hybridschalter geführte elektrische Strommenge zu verringern, indem
insbesondere eine Leitfähigkeit des Halbleiterschalters verringert wird, wobei dieser
dennoch stromführend ist. Mit anderen Worten wird der Halbleiterschalter nicht voll
durchgesteuert.
[0016] Aufgrund dieses Vorgehens wird eine mittels des Hybridschalters betriebene elektrische
Last, also ein Bauteil, lediglich für die vergleichsweise kurze Zeitspanne und/oder
mit einer vergleichsweise geringen elektrischen Energie nach dem Öffnen des Trennelements
noch weiter betrieben, also mit elektrischem Strom versorgt. Dabei ist ein erneutes
Zünden des Lichtbogens über bzw. in dem Trennelement vermieden, sodass nach Abschluss
des Verfahrens ein sichere Stromunterbrechung vorherrscht. Die Zeitspanne bzw. die
elektrische Energie ist dabei auf die jeweilige Anwendungssituation angepasst, sodass
diese jeweils minimal gewählt werden kann. Somit ist eine Sicherheit erhöht.
[0017] Die Einstellung des Halbleiterschalters, insbesondere das Anlegen einer Steuerspannung,
sodass ein Stromfluss über diesen ermöglicht/eingestellt ist, und/oder die Ermittlung
der elektrischen Kenngröße erfolgt beispielsweise mittels einer Elektronik, insbesondere
einer Ansteuerschaltung, die zum Beispiel mittels einer externen Stromquelle betrieben
wird. Alternativ oder in Kombination hierzu wird die Elektronik zumindest teilweise
mittels einer über das Trennelement anfallenden elektrischen Spannung bestromt. Somit
ist eine Montage des Hybridschalters vereinfacht und eine Robustheit erhöht. Beispielsweise
umfasst der Hybridschalter lediglich den Hauptstrompfad und den Nebenstrompfad. Alternativ
hierzu umfasst der Hybridschalter zudem eine Störschutzbeschaltung, die parallel zu
dem Hauptstrompfad, dem Nebenstrompfad oder zwischen die etwaigen Anschlüsse geschaltet
ist. Insbesondere weist die Störschutzbeschaltung einen Varistor auf oder ist mittels
dessen gebildet. Mittels der Störschutzbeschaltung wird insbesondere vermieden, dass
eine Überspannung an dem Trennelement und/oder dem Halbleiterschalter anliegt, die
zu deren Zerstörung führen würde.
[0018] Alternativ oder in Kombination hierzu umfasst der Hybridschalter zweckmäßigerweise
eine weiteres Trennelement, das elektrisch in Reihe mit dem Hauptstrompfad und dem
Nebenstrompfad geschaltet ist. Dieses wird insbesondere geöffnet, sobald kein elektrischer
Stromfluss mehr über den Hauptstrom und den Nebenstrompfad erfolgt. Somit ist es ist
möglich, mittels des Hybridschalters eine galvanische Trennung zu realisieren. Beispielsweise
ist das weitere Trennelement oder ein zusätzliches Trennelement zumindest teilweise
in den Nebenstrompfad eingebracht, sodass dort ebenfalls eine galvanische Trennung
erfolgen kann.
[0019] Zum Beispiel ist der Hybridschalter ein Bestandteil eines Schutzschalters, mittels
dessen eine Absicherung einer Komponente des Stromkreises bei Betrieb erfolgt, beispielsweise
einer (elektrischen) Leitung oder einer betriebenen Komponente, also einer Last. Mit
anderen Worten ist der Hybridschalter entweder ein Bestandteil eines Leitungsschutzschalters
oder eines Geräteschutzschalters. Alternativ hierzu ist der Hybridschalter zum Beispiel
ein manueller Schalter zur Unterbrechung des Stromflusses über den zugeordneten Stromkreis,
wie eines Not-Aus-Schalters.
[0020] Beispielsweise wird die elektrische Kenngröße lediglich einmalig gemessen und in
Abhängigkeit hiervon der Stromfluss entsprechend eingestellt. Dabei ist der Stromfluss
beispielsweise konstant oder zeitlich veränderlich. Zum Beispiel erfolgt die Einstellung
derart, dass zumindest einmalig oder kurzzeitig sich der entsprechende Stromfluss
ergibt. Bevorzugt erfolgt die Einstellung derart, dass der Stromfluss für die bestimmte
Zeitdauer vorhanden ist, und dass dieser nach Ablauf der Zeitdauer beendet wird. Mit
anderen Worten wird somit die Zeitdauer des Stromflusses über den Halbleiterschalter
in Abhängigkeit der (elektrischen) Kenngröße eingestellt. Nach Ablauf der Zeitdauer
ist der Halbleiterschalter insbesondere stromsperrend. Dabei ist die Abhängigkeit,
anhand derer die Einstellung erfolgt, zweckmäßigerweise derart, dass ein erneutes
Zünden des Lichtbogens in dem Trennelement nach Öffnen des Halbleiterschalter vermieden
wird. Somit ist der Hybridschalter lediglich für eine vergleichsweise kurze Zeitspanne,
die die Zeitdauer umfasst, während derer der Halbleiterschalter stromführend ist,
stromführend, wobei sichergestellt ist, dass ein erneutes Zünden des Lichtbogens im
Anschluss hieran nicht erfolgt.
[0021] Zum Beispiel wird in die elektrische Kenngröße mittels eines Sensors gemessen, der
beispielsweise dem elektrischen dem Hauptstrompfad zugeordnet ist. Alternativ hierzu
wird die elektrische Kenngröße beispielsweise anhand von sonstigen Betriebsdaten des
Hybridschalters ermittelt, wobei die Betriebsdaten insbesondere gemessen werden. Beispielsweise
die elektrische Kenngröße im Wesentlichen gleichzeitig mit dem Öffnen des Trennelements
oder in einem bestimmten zeitlichen Abstand nach dem Öffnen des Trennelements ermittelt.
Zum Beispiel wird die elektrische Kenngröße lediglich einmalig ermittelt. Alternativ
hierzu erfolgt ein mehrmaliges Ermitteln der elektrischen Kenngröße, insbesondere
wenn diese zeitlich veränderlich ist. Das sich zweckmäßigerweise nach dem jeweiligen
Ermitteln der elektrischen Kenngröße, der Stromfluss entsprechend eingestellt, sodass
ein Anpassen des Stromflusses erfolgt. Insbesondere wird hierbei die elektrische Kenngröße
in bestimmten zeitlichen Abständen ermittelt, die beispielsweise variieren oder besonders
bevorzugt konstant sind, was die Durchführung des Verfahrens erleichtert. Zweckmäßigerweise
wird die elektrische Kenngröße im Wesentlichen kontinuierlich ermittelt und somit
im Wesentlichen der Stromfluss entsprechend eingestellt und beispielsweise verändert.
[0022] Besonders bevorzugt wird mittels der Einstellung des Stromflusses die elektrische
Kenngröße auf einen Soll-Wert geregelt. Hierbei wird insbesondere der Halbleiterschalter
nicht voll durchgesteuert, sodass dieser nicht stets vergleichsweises niederohmig
ist, sondern der Widerstand des Halbleiterschalters wird variiert. Beispielsweise
ist der Soll-Wert konstant oder ist zeitliche veränderlich. Insbesondere wird der
Soll-Wert derart gewählt, dass aufgrund des resultierenden Verhaltens des Hybridschalters
ein Ausbilden eines Lichtbogens über das Trennelement nicht erfolgt bzw. dieser unterbrochen
wird. Dabei ist der Soll-Wert zweckmäßigerweise zusätzlich derart ausgebildet, dass
der Stromfluss minimal ist. Auf diese Weise ist die nach dem Öffnen des Trennelements
über den Hybridschalter geführte elektrische Energie vergleichsweise gering, wobei
dennoch sicher ein Ausbilden des Lichtbogens unterbleibt. Beispielsweise erfolgt die
Regelung im Wesentlichen unverzüglich nach Öffnen des Trennelements. Alternativ hierzu
wird zunächst für eine bestimmte Dauer der Stromfluss über den Halbleiterschalter
maximal gewählt, wofür der elektrische Widerstand des Halbleiterschalters auf den
niedrigsten möglichen Wert gesetzt wird. Mit anderen Worten wird der Halbleiterschalter
zunächst voll durchgesteuert. Erst danach wird der Stromfluss angepasst, sodass die
elektrische Kenngröße dem Soll-Wert entspricht. Somit ist sichergestellt, dass nach
Öffnen des Trennelements der elektrische Strom vollständig auf den Halbleiterschalter
kommutiert und somit der in dem Trennelement gebildete Lichtbogen sicher erlischt.
Auch erfolgt bereits eine Entionisierung des in dem Trennelement vorhandenen Gases.
[0023] Beispielsweise wird die elektrische Kenngröße bei geschlossenem Halbleiterschalter
erfasst. Beispielsweise ist dabei der Halbleiterschalter voll durchgesteuert, sodass
mittels dessen der kleinstmögliche elektrische Widerstand bereitgestellt wird. Alternativ
hierzu weist der Halbleiterschalter einen bestimmten, nicht vernachlässigbaren Widerstand
auf, sodass mittels dessen zwar ein Leiten eines elektrischen Stroms erfolgt, der
jedoch aufgrund des bereitgestellten elektrischen Widerstands begrenzt ist. Beispielsweise
wird der Halbleiterschalter geschlossen, also stromführend geschaltet, wenn das Trennelements
geöffnet wird, also zum Beispiel während des Öffnens, unverzüglich im Anschluss an
das Öffnen oder ein bestimmtes Zeitfenster danach. Alternativ hierzu wird der Halbleiter
beispielsweise schon geschlossen, bevor das Trennelement geöffnet wird, sodass der
elektrische Strom von dem Trennelement zumindest teilweise bereits auf den Halbleiterschalter
und somit auf den Nebenstrompfad kommutiert. Auf diese Weise wird das Ausbilden eines
Lichtbogens in dem Trennelement bei dessen Öffnen im Wesentlichen von vornherein unterbunden.
[0024] Die elektrische Kenngröße wird vorzugsweise mit einem ersten Schwellwert verglichen,
wobei zweckmäßigerweise die elektrische Kenngröße ermittelt wird, wenn das Trennelement
geöffnet ist. Beim Ermitteln ist der Hauptstrompfad geeigneterweise nicht mehr stromführend,
und der etwaige Lichtbogen in dem Trennelement ist bereits erloschen. Beispielsweise
wird die elektrische Kenngröße kontinuierlich oder zumindest in bestimmten diskreten
zeitlichen Abständen ermittelt. Bei dem Vergleich wird insbesondere überprüft, ob
die elektrische Kenngröße den ersten Schwellwert überschreitet bzw. unterschreitet,
vorzugsweise oder die elektrische Kenngröße größer oder kleiner als der erste Schwellwert
ist. In Abhängigkeit des Vergleichs der elektrischen Kenngröße mit dem ersten Schwellwert
wird der Halbleiterschalter geöffnet. Der Vergleich, also insbesondere die Art des
Vergleichs, und/oder der erste Schwellwert sind dabei derart angepasst, dass bei dem
resultierenden Öffnen des Halbleiterschalters, also dem Überführen in den stromsperrenden
Zustand, ein (erneutes) Zünden des Lichtbogens in dem Trennelement nicht mehr stattfindet.
Geeigneterweise ist das zünden aufgrund der dann herrschenden Gegebenheiten nicht
mehr möglich.
[0025] Der erste Schwellwert und der Vergleich ist auf die jeweils verwendete elektrische
Kenngröße angepasst. Zum Beispiel korrespondiert die elektrische Kenngröße zu einer
Leitfähigkeit des Hauptstrompfads, und der Halbleiterschalter wird geöffnet, wenn
die elektrische Kenngröße kleiner als der erste Schwellwert ist. Falls die elektrische
Kenngröße zu einem elektrischen Widerstand, zweckmäßigerweise einer Impedanz, des
Hauptstrompfads korrespondiert, wird der Halbleiterschalter geöffnet, wenn die elektrische
Kenngröße größer als der erste Schwellwert ist.
[0026] Zusammenfassend wird, sobald anhand des Vergleichs bestimmt, dass ein erneutes Zünden
des Lichtbogens nicht mehr möglich ist, insbesondere der Stromfluss über den Halbleiterschalter
unterbrochen und entsprechend eingestellt. Mit anderen Worten wird der Halbleiterschalter
derart angesteuert, dass dieser nicht mehr stromführend ist. Somit kann bei geeigneter
Wahl des ersten Schwellwert sowie der verwendeten elektrischen Kenngröße der über
den Hybridschalter geführte elektrische Strom vergleichsweise schnell und sicher beendet
werden. Beispielsweise wird bis zum Öffnen des Halbleiterschalters dieser voll durchgesteuert,
sodass dieser vergleichsweise niederohmig ist. Alternativ hierzu erfolgt zumindest
teilweise eine Begrenzung des elektrischen Stromflusses über diesen.
[0027] Alternativ oder in Kombination hierzu wird die elektrische Kenngröße bei geöffnetem
Halbleiterschalter erfasst, also wenn ein Stromfluss über diesen unterbrochen ist.
Der Halbleiterschalter wird geschlossen, wenn die elektrische Kenngröße einen zweiten
Schwellwert erreicht. Somit wird die elektrische Kenngröße erfasst, wenn in dem Trennelement
der Lichtbogen ausgebildet ist. Beispielsweise wird der Halbleiterschalter nach dem
Öffnen des Trennelements geöffnet belassen, oder dieser wird beispielsweise zunächst
geschlossen und anschließend geöffnet. Aufgrund der vergleichsweisen hohen Leitfähigkeit
des Halbleiterschalters, also vergleichsweise geringen Widerstand bricht der Lichtbogen
über das Trennelement zunächst zusammen, und es erfolgt eine Entionisierung sowie
Kühlung des Trennelements. Wenn der Halbleiterschalter danach geöffnet wird, zündet
der Lichtbogen erneut, wobei die zum Aufrechterhalten/Zünden des Lichtbogens in dem
Trennelement erforderlich elektrische Spannung vergrößert ist. Dabei ist die Menge
des vorhandenen ionisierten Gases reduziert und dieses wird in geringerem Umfang neu
gebildet.
[0028] Wenn die elektrische Kenngröße den zweiten Schwellwert erreicht, also diesen über-
oder unterschreitet, wird der Halbleiterschalter geschlossen. Infolgedessen kommutiert
der elektrische Strom von dem Hauptstrompfad auf den Nebenstrompfad, und der in dem
Trennelement vorhandene Lichtbogen erlischt, der beispielsweise nach dem Öffnen direkt
entstanden ist, oder erneut gezündet ist. Insbesondere änderte sich im Anschluss hieran
vergleichsweise zügig die elektrische Kenngröße. Vorzugsweise wird nach dem Schließen
des Halbleiterschalters und/oder der daraus resultierenden Änderung der elektrischen
Kenngröße der Halbleiterschalter im Wesentlichen unverzüglich erneut geöffnet. Der
Zeitpunkt des Öffnens wird dabei beispielsweise anhand der erneut ermittelten elektrischen
Kenngröße bestimmt, oder diese liegt ein bestimmtes Zeitfenster nach dem Zeitpunkt
des Schließens des Halbleiterschalters. Der zweite Schwellwert ist zweckmäßigerweise
derart gewählt, dass nach dem Schließen und dem nachfolgenden Öffnen des Halbleiterschalters
ein Zünden des Lichtbogens in dem Trennelement ausbleibt.
[0029] Zusammenfassend wird somit bei dieser Variante zunächst der Lichtbogen über das Trennelement
belassen, wobei die zum Aufrechterhalten des Lichtbogens erforderlich elektrische
Spannung ansteigt. Der Halbleiterschalter wird für eine vergleichsweise kurze Zeitspanne
geschlossen, damit der Lichtbogen erlischt, und der Zeitpunkt des Schließens ist derart
gewählt, dass bei erneutem Öffnen des Halbleiterschalters ein erneutes Zünden des
Lichtbogens nicht mehr stattfindet. Hierfür sind der zweite Schwellwert und die elektrische
Kenngröße entsprechend gewählt. Bei dieser Vorgehensweise besteht der Lichtbogen für
ein verlängertes Zeitfenster. Jedoch ist die mittels des Halbleiterschalters geführte
elektrische Energie, der damit geführte elektrische Strom und oder die geschaltete
elektrische Spannung vergleichsweise gering, weswegen eine Belastung des Halbleiterschalters
reduziert ist, Somit kann ein vergleichsweise kostengünstiger Halbleiterschalter verwendet
werden.
[0030] Beispielsweise wird als elektrische Kenngröße ein über den Hauptstrompfad geführter
elektrische Strom oder eine hierzu korrespondierende Größe herangezogen. Insbesondere
wird eine elektrische Leitfähigkeit des Hauptstrompfads als elektrische Kenngröße
verwendet, oder die elektrische Kenngröße basiert zumindest zweckmäßigerweise hierauf.
Hierfür wird beispielsweise ein von dem vollständigen Hybridschalter geführter elektrischer
Strom und/oder ein über den Nebenstrom geführte elektrische Strom gemessen und hieraus
beispielsweise die Leitfähigkeit ermittelt.
[0031] Besonders bevorzugt wird als elektrische Kenngröße eine elektrische Spannung herangezogen,
die über ein elektrisch in Reihe mit dem Trennelement geschaltete weitere Komponente
des Hauptstrompfads anfällt. Hierbei überbrückt der Halbleiterschalter zweckmäßigerweise
die Reihenschaltung aus dem Trennelement und der weiteren Komponente. Wenn in dem
Trennelement der Lichtbogen ausgebildet ist, fließt über den Hauptstrompfad ein elektrischer
Strom, sodass über die weitere Komponente eine bestimmte elektrische Spannung anfällt.
Insbesondere ist das Trennelement mittels einer Zenerdiode und/oder einer Diode bzw.
einer Reihenschaltung aus einer Zenerdiode (Z-Diode, Zener-Diode), einer Diode und/oder
einem Widerstand begrenzt, wobei die Sperrrichtung der beiden Dioden entgegengesetzt
gerichtet sind. Sobald der Lichtbogen in dem Trennelement erloschen ist, wird mittels
dieser insbesondere sichergestellt, dass noch weiterhin eine elektrische Spannung
über die weitere Komponente anfällt. Anhand der über der weiteren Komponente anfallenden
elektrischen Spannung ist es möglich, auf den mittels des Hauptstrompfads geführten
elektrische Strom und/oder eine Leitfähigkeit des Hauptstrompfads zurückzuschließen,
die bei geöffnetem Trennelement aufgrund des ionisierten Gases noch vorhandenen ist.
Somit ist anhand der erfassten elektrischen Spannung bestimmbar, ob ein erneutes Zünden
des Lichtbogens erfolgen kann.
[0032] Beispielsweise wird als weitere Komponente ein Widerstand herangezogen, wobei die
weitere Komponente beispielsweise ein ohmscher Widerstand ist und/oder eine nach Art
eines Shunts ausgestaltet ist. Somit korrespondiert die anfallende elektrische Spannung
zu dem mittels des Hauptstrompfads geführten elektrischen Strom, und dieser kann beispielsweise
zusätzlich für weitere Auswertungen oder eine sonstige Regelung des Hybridschalters
herangezogen werden.
[0033] Besonders bevorzugt wird als weitere Komponente ein Schaltelement verwendet. Hierbei
wird die weitere Komponente zweckmäßigerweise zum Erreichen einer bestimmten elektrischen
Kenngröße angesteuert. Insbesondere wird hierbei mittels der Ansteuerung ein Bereich
vorgegeben, in dem sich die jeweilige elektrische Kenngröße befindenden kann. Vorzugsweise
wird hierfür das Schaltelement geöffnet, wobei sich beispielsweise in diesem ebenfalls
ein Lichtbogen ausbildet. Beispielsweise ist oder umfasst das Schaltelement einen
Halbleiterschalter oder einen mechanischen Schalter, wie insbesondere ein Relais.
Zum Beispiel sind das Schaltelement und das Trennelement mittels eines gemeinsamen
Doppelschalters gebildet, was eine Konstruktion vereinfacht. Auch werden auf diese
Weise das Schaltelement und das Trennelement stets im Wesentlichen gleichzeitig betätigt,
was eine Ansteuerung vereinfacht. Alternativ hierzu sind das Schaltelement und das
Trennelement zwei separate Bauteile. Zweckmäßigerweise ist das Schaltelement überbrückt,
beispielsweise mittels zusätzlicher Elemente, wie eines Widerstands, eines Kondensators,
einer Diode, einer Zenerdiode oder einer Parallelschaltung mehrerer dieser Elemente.
Dabei ist der Widerstand, der Kondensators, die Diode und/oder die Zenerdiode ein
Bestandteil der Komponente, zu dieser separat, wobei das Schaltelement jedoch mittels
dieser überbrückt ist. Aufgrund der Elemente fällt auch bei geöffnetem Schaltelement
eine elektrische Spannung über dieses an. Auch ist mittels dieser Elemente sichergestellt,
dass solange eine elektrische Leitfähigkeit des Hauptstrompfads vorherrscht, die elektrische
Kenngröße nicht verschwindet, sodass der Stromfluss entsprechend eingestellt und/oder
eine entsprechende Regelung durchgeführt werden kann.
[0034] In einer Weiterbildung wird als elektrische Kenngröße ein in den Hauptstrompfad induzierter
elektrischer Strom herangezogen. Der induzierte elektrische Strom wird beispielsweise
qualitativ oder quantitativ oder zumindest jeweils eine hierzu korrespondierende Größe.
Falls das Trennelement geöffnet ist, und falls in dem Trennelement kein Lichtbogen
mehr vorhanden ist, kann dennoch ionisiertes Gas vorhanden sein, über das der in den
Hauptstrompfad induzieren elektrische Strom geführt wird. Falls die Entionisierung
ausreichend fortgeschritten ist, kann hingegen in den Hauptstrompfad kein elektrischer
Strom mehr induziert werden, oder zumindest ist die Menge verringert. Somit ist es
möglich, anhand des induzierten elektrischen Strom auf die Leitfähigkeit des Hauptstrompfads
zu schließen. Aufgrund der induktiven Kopplung findet dabei im Wesentlichen kein Einfluss
auf einen Normalbetrieb des Hybridschalters statt.
[0035] Zum Induzieren des elektrischen Stroms weist der Hauptstrompfad zweckmäßigerweise
eine elektrische Spule auf, die im Weiteren auch als erste Spule bezeichnet wird.
Die erste Spule ist dabei elektrisch in Reihe mit dem Trennelement geschaltet. Die
erste Spule ist induktiv mit einer weiteren elektrischen Spule gekoppelt, die im Weiteren
auch als zweite Spule bezeichnet wird. Insbesondere sind die beiden (elektrischen)
Spulen mittels eines gemeinsamen Trafos gebildet. Beispielsweise wird hierbei in bestimmten
Abständen über die zweite Spule ein vorbestimmter elektrischer Strom geführt und ermittelt,
wie viel Energie davon zu der ersten Spule und somit in den Hauptstrompfad übertragen
wird. Hieraus wird der induzierte elektrische Strom ermittelt.
[0036] Der Hybridschalter weist einen Hauptstrompfad mit einem Trennelement und einen parallel
zu dem Hauptstrompfad geschalteten Nebenstrompfad mit einem Halbleiterschalter auf.
Das Trennelement ist beispielsweise ein mechanischer Schalter, wie ein Relais oder
Schütz. Alternativ hierzu ist das Trennelement beispielsweise nach Art eines Steckers
ausgebildet. Insbesondere ist das Trennelement derart ausgebildet, dass bei einem
Öffnen, also bei einer Erhöhung des ohmschen Widerstands eine mechanische Trennung
von zwei Kontakten erfolgt, über die in einem geschlossenen Zustand ein elektrischer
Stromfluss erfolgt, wobei die beiden Kontakte mechanisch aneinander anliegen. Der
Halbleiterschalter ist zweckmäßigerweise an Leistungshalbleiterschalter und beispielsweise
ein IGBT oder MOSFET.
[0037] Der Hybridschalter ist gemäß einem Verfahren betrieben, bei dem das Trennelement
geöffnet wird. Zudem wird eine elektrische Kenngröße des Hauptstrompfads ermittelt,
und ein Stromfluss über den Halbleiterschalter wird in Abhängigkeit der Kenngröße
eingestellt. Beispielsweise umfasst der Hybridschalter eine Steuereinheit die geeignet,
insbesondere vorgesehen und eingerichtet, ist, das Verfahren durchzuführen. Die Steuereinheit
umfasst oder bildet geeigneterweise eine Ansteuerschaltung für den Halbleiterschalter
und/oder das Trennelement. Zum Beispiel erfolgt dabei eine Bestromung der Steuereinheit
mittels einer externen Energiequelle. Alternativ hierzu erfolgt eine Bestromung der
Steuereinheit mittels des Hauptstrompfads, beispielsweise mittels einer über das Trennelement
anfallenden elektrischen Spannung. In einer weiteren Alternative wird das Verfahren
aufgrund einer geeigneten Verschaltung mehrerer diskreter Elemente durchgeführt, wobei
zweckmäßigerweise keine externe Stromquelle/Energiequelle vorhanden ist. Somit ist
eine Robustheit erhöht und eine Montage des Hybridschalters vereinfacht.
[0038] Insbesondere wird der Hybridschalter in einen Gleichstromkreis verwendet, und das
Verfahren wird insbesondere zur Gleichstromunterbrechung herangezogen. Beispielsweise
ist der Hybridschalter im Montagezustand ein Bestandteil einer Industrieautomatisierung,
Straßenbeleuchtung, eine Schiffsbordnetzes, der elektrifizierten Luftfahrt, einer
Bahninfrastruktur oder Bahnantriebs eines Inselnetzes im privaten häuslichen Bereich,
eines Energieerzeugers, eines Gewächshauses oder wird im Bereich von Elektromobilität
eingesetzt, zum Beispiel in einem Kraftfahrzeug, in der Landwirtschaft oder in einem
Baustellenfahrzeug. Insbesondere ist der Hybridschalter hierfür geeignet, zweckmäßigerweise
vorgesehen und eingerichtet.
[0039] Beispielsweise ist der Hybridschalter lediglich mittels des Hauptstrompfads und des
Nebenstrompfad sowie der etwaigen Steuereinheit gebildet. Besonders bevorzugt jedoch
umfasst der Hybridschalter eine Störschutzbeschaltung, die parallel zum Hauptstrompfad
oder zumindest zu dem Trennelement und/oder dem Halbleiterschalter geschaltet ist.
Mittels dieser wird insbesondere eine Überspannung begrenzt. Die Störschutzbeschaltung
umfasst vorzugsweise einen Varistor oder ist mittels dessen gebildet.
[0040] Besonders bevorzugt ist der Halbleiterschalter ein Feldeffekttransistor, beispielsweise
ein MOSFET. Hierbei ist insbesondere der sogenannte Drain und Gate mittels einer Reihenschaltung
aus einer Diode und einer Zenerdiode elektrisch miteinander kontaktiert, deren Sperrrichtung
entgegengesetzt sind. Alternativ hierzu sind Gate und Source mittels der Reihenschaltung
miteinander elektrisch kontaktiert. Insbesondere ist mittels der Reihenschaltung eine
Verschaltung nach Art einer sogenannten "active clampings" realisiert. Somit wird
bei einer elektrischen Spannung, die eine Mindestgröße aufweist, und die insbesondere
nach dem Öffnen des Trennelements auftritt, wenn der Lichtbogen sich ausbildet, der
Halbleiterschalter in den elektrisch leitenden Zustand versetzt.
[0041] Beispielsweise ist zudem die etwaige weiteren Komponente vorhanden. Vorzugsweise
ist diese mittels der oder einer Reihenschaltung aus der Diode und der Zenerdiode
überbrückt. Vorzugsweise ist die Reihenschaltung dabei gegen den Steuereingang (Gate)
des Halbleiterschalters geführt. Somit ist Reaktionszeit zum Einschalten des Halbleiterschalters
nach Öffnen des Trennelements erhöht, was eine Regelung vereinfacht. Auch ist kein
zusätzliches Netzteil erforderlich.
[0042] Alternativ oder in Kombination hierzu umfasst der Hybridschalter eine elektrische
(erste) Spule, die elektrisch in Reihe mit dem Trennelement geschaltet ist. Die erste
Spule ist insbesondere induktiv mit einer weiteren/zweiten Spule gekoppelt, wobei
die beiden Spulen zweckmäßigerweise einem gemeinsamen Transformator zugeordnet sind,
was eine Herstellung erleichtert. Mittels Bestromung der zweiten Spule, nämlich mittels
Anlegens einer Wechselspannung, ist es möglich, in den Hauptstrompfad einen elektrischen
Strom zu induzieren. Auch ist es aufgrund der induktiven Kopplung mittels weiterer
Bestandteile des Transformators möglich, einen mit dem Hauptstrompfad geführten elektrischen
Strom zu bestimmen.
[0043] Zweckmäßigerweise ist die zweite Spule ein Bestandteil eines Schwingkreises, der
zudem einen Kondensator umfasst. Falls der Hauptstrompfad elektrisch leitfähig ist,
und es somit möglich ist, in diesen einen elektrischen Strom zu induzieren, ist die
Güte des Schwingkreises vergleichsweise schlecht. Dahingegen ist, falls kein elektrischer
Strom induziert werden kann, die Güte des Schwingkreises vergleichsweise hoch. Zweckmäßigerweise
wird bei Betrieb der Schwingkreis mit dessen Eigenfrequenz betrieben, weswegen ein
Energiebedarf verringert ist. Insbesondere wird hierbei die dem Schwingkreis zugeführte
Energie ermittelt und anhand dessen die Leitfähigkeit des Hauptstrompfads bestimmt.
[0044] Ferner betrifft die Erfindung auch die Verwendung eines derartigen Hybridschalters
zur Durchführung des Verfahrens und/oder als Schutzschalter.
[0045] Die im Zusammenhang mit dem Verfahren erläuterten Weiterbildungen und Vorteile sind
sinngemäß auch auf den Hybridschalter /die Verwendung und untereinander zu übertragen
und umgekehrt.
[0046] Nachfolgend werden Ausführungsbeispiele der Erfindung anhand einer Zeichnung näher
erläutert. Darin zeigen:
- Fig. 1
- schematisch einen Schaltkreis mit einem Hybridschalter, der
- Fig. 2
- ein Verfahren zum Betrieb des Hybridschalters,
- Fig. 3
- einen vereinfachten Schaltplan des Hybridschalters, der eine weitere Komponente umfasst,
und
- Fig. 4
- eine Abwandlung des Hybridschalters, der die weitere Komponente aufweist,
- Fig. 5-9
- jeweils eine Ausgestaltungsform der weiteren Komponente,
- Fig. 10
- einen vereinfachten Schaltplan einer weiteren Ausführungsform des Hybridschalters,
- Fig. 11
- einen vereinfachten Schaltplan einer letzten Ausführungsform des Hybridschalters,
und
- Fig. 12
- einen detaillierteren Schaltplan des Hybridschalters gemäß Fig. 11.
[0047] Einander entsprechende Teile sind in allen Figuren mit den gleichen Bezugszeichen
versehen.
[0048] In Figur 1 ist schematisch vereinfacht ein Stromkreis 2 dargestellt, der eine (elektrische)
Stromquelle 4 umfasst. Mittels der Stromquelle 4 wird eine Gleichspannung bereitgestellt,
die 650 V beträgt. Die Stromquelle 4 ist mittels mehrerer Leitungen 6 mit einer Last
8 verbunden, wobei der bei Normalbetrieb mittels der Leitungen 6 geführte elektrische
Strom größer als 5 A und ein elektrischer Gleichstrom ist.
[0049] Je nach Anwendungsfall des Stromkreises 2 sind die Stromquelle 4 und die Last 8 angepasst.
Beispielsweise ist der Stromkreis 2 ein Bestandteil eines Kraftfahrzeugs, das zum
Beispiel landgebunden ist. Hierbei handelt es sich beim Kraftfahrzeug insbesondere
um einen Nutzkraftwagen, einen Personenkraftwagen, eine Baumaschine oder eine Landmaschine.
Dabei ist Stromquelle 4 beispielsweise mittels einer Hochvoltbatterie oder eines Gleichrichters
gebildet. Alternativ hierzu ist das Kraftfahrzeug ein Schienenfahrzeug, und die Stromquelle
4 ist beispielsweise mittels eines Stromabnehmers oder dergleichen gebildet. In einer
weiteren Alternative ist das Kraftfahrzeug ein Flugzeug oder ein Schiff. Insbesondere
wird jeweils als Last 8 ein Hauptantrieb verwendet. Alternativ hierzu ist der Stromkreis
2 stationär ausgebildet, und die Stromquelle 4 ist beispielsweise ein Versorgungsnetz
oder ein lokale Energiespeicher. Die Last 8 ist beispielsweise ein Wechselrichter
oder ein Aktor.
[0050] In eine der Leitungen 6 ist ein Hybridschalter 10 eingebracht, mittels dessen ein
Stromfluss zwischen der Stromquelle 4 und der Last 8 unterbrochen werden kann. Hierfür
wird der Hybridschalter 10 beispielsweise manuell betätigt, oder die Hybridschalter
10 ist ein Bestandteil eine Vorrichtung zur Absicherung der Stromquelle 4, der Last
8 oder der Leitungen 6 und beispielsweise ein Schutzschalter. Der Hybridschalter 10
weist zwei Anschlüsse 12 auf, die jeweils mit einem Teil einer der entsprechenden
Leitung 6 elektrisch kontaktiert ist.
[0051] Zwischen den beiden Anschlüssen 12 erstreckt sich ein Hauptstrompfad 14 der ein Trennelement
16 umfasst. Das Trennelement 16 ist ein elektrisch betätigbarer mechanischer Schalter,
wie zum Beispiel ein Relais. Hierbei ist es möglich, das Trennelement 16 zu öffnen
und zu schließen, wobei im geschlossenen Zustand die beiden Anschlüsse 12 mittels
des Hauptstrompfads 14 niederohmig elektrisch miteinander kontaktiert sind. Sofern
das Trennelement 16 geöffnet ist, ist der Hauptstrompfad 14 galvanisch getrennt, und,
sofern eine zwischen den Anschlüssen 12 anliegende elektrische Spannung ausreichend
gering ist, ist ein elektrischer Stromfluss über den Hauptstrompfad 14 nicht möglich.
Dem Hauptstrompfad 14 ist eine Einheit 18 zugeordnet, mittels derer eine elektrische
Kenngröße 20 des Hauptstrompfads 14 ermittelt werden kann. Dabei ist die Einheit 18
beispielsweise ein Bestandteil des Hauptstrompfads 14 oder von diesem mechanisch und/oder
elektrisch getrennt.
[0052] Ferner weist der Hybridschalter 10 einen Nebenstrompfad 22 auf, der einen Halbleiterschalter
24 umfasst. Der Nebenstrompfad 22 erstreckt sich dabei ebenfalls zwischen den beiden
Anschlüssen 12, und das Trennelement 16 und der Halbleiterschalter 24 sind folglich
elektrisch zueinander parallelgeschaltet. Der Halbleiterschalter 24 ist dabei zum
Beispiel als IGBT oder MOSFET ausgebildet. Mittels entsprechender Ansteuerung des
Halbleiterschalters 24, nämlich mittels Anlegens einer entsprechenden Ansteuerspannung,
ist es möglich, den Halbleiterschalter 24 in einen elektrisch leitenden Zustand zu
versetzen, der auch als geschlossener Zustand bezeichnet wird. In diesem Fall ist
der Halbleiterschalter 24 voll durchgesteuert, und der damit bereitgestellte elektrische
Widerstand ist minimal. Auch ist es möglich, den Halbleiterschalter 24 in einen elektrisch
nichtleitenden Zustand zu versetzen, der auch als geöffneter Zustand bezeichnet wird,
und bei dem der elektrische Widerstand auf ein Maximum erhöht ist. Jedoch ist es auch
möglich, für den elektrischen Widerstand einen Mittelwert zwischen dem Minimum und
dem Maximum zu wählen, sodass der Halbleiterschalter 24 einen erhöhten elektrischen
Widerstand aufweist, der jedoch geringer als das Maximum ist. In diesem Fall ist ein
Stromfluss über den Halbleiterschalter 24 und somit über den Nebenstrompfad 22 prinzipiell
möglich, wobei jedoch eine Stromstärke aufgrund des vorhandenen elektrischen Widerstands
begrenzt ist.
[0053] Der Hybridschalter 10 weist eine Steuereinheit 26 auf, die eine nicht näher dargestellte
Ansteuerschaltung für das Trennelement 16 sowie den Halbleiterschalter 24 umfasst.
Mittels dieser ist es möglich, an das Trennelement 16 und den Halbleiterschalter 24
jeweils eine entsprechende (Ansteuer-) Spannung anzulegen, anhand derer sich jeweils
der geöffnete oder geschlossen Zustand ergibt. Die Steuereinheit 26 ist geeignet sowie
vorgesehen und eingerichtet, ein in Figur 2 dargestelltes Verfahren 28 zum Betrieb
des Hybridschalters 10 durchzuführen. Dabei wird das Verfahren 28 durchgeführt, wenn
ein elektrischer Strom zwischen der Stromquelle 4 und der Last 8 unterbrochen werden
soll. Mit anderen Worten dient das Verfahren 28 der Stromunterbrechung über den Hybridschalter
10. Somit wird das Verfahren 28 zum Beenden eines Normalbetrieb durchgeführt, in dem
ein ungestörter Stromfluss von der Stromquelle 4 zu der Last 8 über den Hybridschalter
10 erfolgen soll. Im Normalbetrieb ist dabei das Trennelement 16 geschlossen, sodass
die beiden Anschlüssen 12 des Hybridschalters 10 über den Hauptstrompfad 14 niederohmig
miteinander elektrisch verbunden sind. Der Halbleiterschalter 24 hingegen ist elektrisch
nichtleitend und somit geöffnet, sodass dort keine elektrischen Verluste anfallen.
[0054] In einem ersten Arbeitsschritt 30 des Verfahrens 28 wird das Trennelement 16 geöffnet,
also in den elektrisch nichtleitenden Zustand versetzt. Aufgrund des mit dem Hybridschalter
10 geführten elektrischen Stroms sowie der wegen des nunmehr geöffneten Trennelement
16 zwischen den Anschlüssen 12 anliegenden elektrischen Spannung ist es möglich, dass
sich ein Lichtbogen 32 in dem Trennelement 16 ausbildet, sodass ein elektrischer Stromfluss
über den Hauptstrompfad 14 auch weiterhin besteht. Wenn das Trennelement 16 geöffnet
wird, wird beispielsweise im Wesentlichen gleichzeitig oder zu einem früheren oder
späteren Zeitpunkt der Halbleiterschalter 24 in den elektrisch leitenden Zustand versetzt,
sodass der mittels des Hauptstrompfads 14 geführte elektrische Strom auf den Nebenstrompfad
22 kommutiert. In diesem Fall erlischt der Lichtbogen 32, oder dieser wird gegebenenfalls
nicht gebildet, sofern der Halbleiterschalter 24 beim Öffnen des Trennelements 16
bereits in dem elektrisch leitenden Zustand war.
[0055] In einem zweiten Arbeitsschritt 32 wird mittels der Einheit 18 die elektrische Kenngröße
20 des Hauptstrompfads 14 ermittelt. Zum Beispiel die elektrische Kenngröße 20 mittels
der Einheit 18 direkt gemessen. Alternativ hierzu wird die elektrische Kenngröße 20,
die auch lediglich als Kenngröße bezeichnet wird, anhand von Messdaten abgeleitet
und auf diese Weise ermittelt. Die elektrischen Kenngröße 20 ist zeitlich veränderlich
und verändert sich insbesondere in Abhängigkeit eines zwischen den Anschlüssen 12
oder zumindest über den Hauptstrompfad 14 geführten Anteils des elektrischen Stroms.
Alternativ oder in Kombination verändert sich die Kenngröße 20 in Abhängigkeit einer
über den Hauptstrompfad 14 zumindest teilweise anfallenden elektrischen Spannung oder
zumindest einer Leitfähigkeit des Hauptstrompfads 14. Die elektrische Kenngröße 20
verändert sich dabei insbesondere zudem in Abhängigkeit des Lichtbogens 32, beispielsweise
in Abhängigkeit dessen Anwesenheit und/oder der zum Halten erforderlichen elektrische
Spannung und/oder des mittels des Lichtbogens 32 geführten elektrischen Stroms.
[0056] In Abhängigkeit der ermittelten Kenngröße 20 wird ein Stromfluss über den Halbleiterschalter
24 eingestellt. Zur Einstellung des Stromflusses über den Halbleiterschalter 24 wird
dabei insbesondere ein elektrischer Widerstand des Halbleiterschalters 24 entsprechend
angepasst oder eingestellt.
[0057] Das Verfahren wird mit einem dritten Arbeitsschritt 34 beendet. In diesem wird, sofern
dies noch nicht in dem zweiten Arbeitsschritt 32 erfolgte, der Halbleiterschalter
24 geöffnet, sodass über diesen ebenfalls kein elektrischer Stromfluss mehr möglich
ist. Zudem wird bei einer nicht näher dargestellten Variante ein weiteres Trennelement,
das elektrisch in Reihe sowohl mit dem Hauptstrompfad 14 als auch mit dem Nebenstrompfad
22 geschaltet und somit zwischen diese und einen der Anschlüsse 12, ebenfalls geöffnet.
Das weitere Trennelement ist dabei ein Relais oder Schütz, sodass bei geöffnetem weiteren
Trennelement die beiden Anschlüsse 12 galvanisch getrennt sind. Da davor bereits kein
Stromfluss mehr über den Hybridschalter 10 erfolgte, entsteht beim Öffnen des weiteren
Trennelements dort kein Lichtbogen, und das Öffnen erfolgt nicht unter Last.
[0058] In Figur 3 ist ein vereinfachter Schaltplan einer Variante des Hybridschalters 10
dargestellt. Das Trennelement 16 ist als Relais ausgestaltet und elektrisch in Reihe
mit einer weiteren Komponente 36 geschaltet, die ebenfalls ein Bestandteil des Hauptstrompfads
14 ist. Der Hybridschalter umfasst einen Spannungssensor 38, der ein Bestandteil eines
Hilfsstrompfad 40 ist, mittels dessen die weitere Komponente 36 überbrückt ist. Mittels
des Spannungssensor 38 kann die über die weitere Komponente 36 anfallende elektrische
Spannung erfasst werden. Bei einer nicht näher dargestellten Variante ist der Spannungssensor
38 in die weitere Komponente 36 integriert oder beispielsweise nicht vorhandenen.
Der Spannungssensor 38 sowie die weitere Komponente 36 sind mit der Steuereinheit
26 signaltechnisch und elektrisch kontaktiert und diese bilden zumindest teilweise
die Einheit 18.
[0059] Gegen die Steuereinheit 26 ist ein Steuereingang 42 des Halbleiterschalters 24 geführt,
sodass mittels der Steuereinheit 26 eine Ansteuerung des Halbleiterschalters 24 erfolgen
kann. Ebenso erfolgt mittels der Steuereinheit 26 eine nicht näher dargestellte Ansteuerung
des Trennelements 16. Die Steuereinheit 26 ist mit einer Energiequelle 46 elektrisch
kontaktiert, mittels derer eine Bestromung der Steuereinheit 26 erfolgt. Mittels dieser
wird die von der Energiequelle 46 bereitgestellte elektrische Energie bei Bedarf zu
dem Trennelement 16, dem Halbleiterschalter 24, der weiteren Komponente 36 und dem
Spannungssensor 38 geleitet. Die Energiequelle 46 ist beispielsweise mittels eines
Anschlusses an ein Versorgungsnetz realisiert, das insbesondere unabhängig von dem
Stromkreis 2 ist.
[0060] Die Reihenschaltung aus dem Trennelement 16 und der weiteren Komponente 36 ist mit
dem Halbleiterschalter 24 überbrückt. Zudem ist die Reihenschaltung und daher auch
der Hauptstrompfad 14 und der Nebenstrompfad 22 mit einer Störschutzbeschaltung 44
überbrückt. Die Störschutzbeschaltung 44 umfasst einen Varistor und ist mittels dessen
gebildet. Mittels der Störschutzbeschaltung wird ein Ausbilden einer elektrischen
Überspannung an dem Hauptstrompfad 14 und dem Nebenstrompfad 22 verhindert, die ansonsten
zu einer Zerstörung der einzelnen Komponenten führen könnte.
[0061] Bei Betrieb dieser Ausführungsform des Hybridschalters 10, also bei Durchführung
des Verfahrens 28, wird als elektrische Kenngröße 10 die über die weitere Komponente
36 des Hauptstrompfads 14 anfallende elektrische Spannung herangezogen, die mittels
des Spannungssensors 38 gemessen wird. Dabei in dem ersten Arbeitsschritt 30 der Halbleiterschalter
24 nach oder gleichzeitig mit dem Öffnen des Trennelements 16 geschlossen. Infolgedessen
kommutiert der elektrische Strom auf den Nebenstrompfad 22, und der Lichtbogen 32
verlischt. Aufgrund des Lichtbogens 32 wurde jedoch in dem Trennelement 16 ionisiertes
Gas gebildet, weswegen der Hauptstrompfad noch weiterhin eine, wenn auch verringerte,
elektrische Leitfähigkeit aufweist. Infolgedessen bildet sich eine elektrische Spannung
zwischen den beiden Enden des Hauptstrompfads 14, und somit auch über die weitere
Komponente 36, aus, auch wenn ein Stromfluss über den Hauptstrompfad 14 unterbleibt.
Die elektrische Spannung, also die Kenngröße 20, sinkt dabei, je weiter eine Entionisierung
des Gases in dem Trennelement 16 erfolgt. Zudem ist die anliegende elektrische Spannung,
also die Kenngröße 20 ist dabei abhängig von der zwischen den Anschlüssen 12 anliegenden
elektrischen Spannung.
[0062] In dem zweiten Arbeitsschritt 32 wird der Stromfluss über den Halbleiterschalter
24 derart eingestellt, dass die elektrische Kenngröße 20, also die über die weitere
Komponente 36 anfallende elektrische Spannung, einem Soll-Wert entspricht. Mit anderen
Worten wird mittels der Einstellung des Stromflusses die elektronische Kenngröße 20
auf den Soll-Wert geregelt. Der Soll-Wert, also die elektrische Spannung, ist dabei
derart, dass wenn dies an der weiteren Komponente 36 anliegt, die in diesem Fall an
dem Trennelement 16 anliegende elektrische Spannung kein Zünden des Lichtbogens 32
hervorruft.
[0063] Damit die elektrische Kenngröße 20 dem Soll-Wert entspricht, wird der Halbleiterschalter
24 stromführend geschaltet, wobei der mit den Nebenstrompfad 22 geführte elektrische
Strom begrenzt ist, sodass zwischen den Anschlüssen 12 zunächst nicht die vollständige,
mit der Stromquelle 4 bereitgestellte Spannung anliegt. Hierfür wird eine entsprechend
angepasste elektrische Spannung an den Steuereingang 42 angelegt. Aufgrund der andauernden
Entionisierung des Gases in dem Trennelement 16, da der Lichtbogen 32 nicht mehr vorhanden
ist, sinkt die elektrische Leitfähigkeit des Hauptstrompfads 14 und somit die über
die weitere Komponente 36 anfallende elektrische Spannung. Mittels der Regelung des
Stromflusses über den Halbleiterschalter 24 wird dies nachgezogen und die elektrische
Spannung, also die Kenngröße 20, erneut auf den Soll-Wert angepasst, wofür der Stromfluss
über den Halbleiterschalter 24 verringert wird, sodass sich die elektrische Spannung
zwischen den Anschlüssen 12 erhöht. Folglich nimmt die elektrische Kenngröße 20 erneut
den Soll-Wert an, wobei jedoch der Stromfluss über den Hybridschalter 10 geringer
ist. Zusammenfassend ist, damit die elektrische Kenngröße 20 dem Soll-Wert entspricht,
aufgrund der Entionisierung des Gases in dem Trennelement 16 es erforderlich, die
elektrische Spannung zwischen den Anschlüssen 12 zu erhöhen, wofür die Leitfähigkeit
des Halbleiterschalters 24 verringert wird.
[0064] Dies erfolgt, bis der Halbleiterschalter 24 vollständig geöffnet ist, sodass die
zwischen den Anschlüssen 12 anliegenden elektrische Spannung dem Soll-Wert entspricht.
Bei einer weiteren Entionisierung ist ein Nachziehen der Regelung nicht mehr möglich.
So ist es trotz vollständig geöffnetem Halbleiterschalter 24 nicht mehr möglich, dass
die elektrische Kenngröße 20 den Soll-Wert erreicht, da die Leitfähigkeit des Hauptstrompfads
14 zu sehr abgenommen hat. Infolge kommt der Stromfluss über den Hybridschalter 10
vollständig zum Erliegen. Im Anschluss hieran wird der dritte Arbeitsschritt 34 ausgeführt,
und das Verfahren 28 wird beendet.
[0065] In einer weiteren Ausgestaltungsform wird in dem ersten Arbeitsschritt 30 ebenfalls
der Halbleiterschalter 24 nach oder gleichzeitig mit dem Öffnen des Trennelements
16 geschlossen, sodass der elektrische Strom auf den Nebenstrompfad 22 kommutiert.
Dabei wird der Halbleiterschalter 24 vollständig durchgesteuert. Mit anderen Worten
wird ein elektrischer Widerstand des Halbleiterschalters 24 auf ein Minimum gesetzt,
wofür eine entsprechende elektrische Spannung an den Steuereingang 42 angelegt wird.
Aufgrund der Entionisierung in dem Trennelement 16 nimmt die über der weiteren Komponente
36 anfallende elektrische Spannung ab, und die elektrische Kenngröße 20 verringert
sich. Die elektrische Kenngröße 20 wird mittels der Steuereinheit 26 mit einem ersten
Schwellwert verglichen. Sobald die elektrische Kenngröße 20 den ersten Schwellwert
erreicht oder unterschreitet wird der Halbleiterschalter 24 in dem zweiten Arbeitsschritt
32 geöffnet.
[0066] Der erste Schwellwert ist derart gewählt, dass bei der dann vorherrschenden der verringerten
Leitfähigkeit des Trennelement 16 sowie des Hauptstrompfads 14 kein erneutes Zünden
des Lichtbogens 32 mehr erfolgt. Hierbei entspricht der erste Schwellwert im Wesentlichen
dem Wert, ab dem bei der obigen Variante des Verfahrens 28 trotz vollständig geöffnetem
Halbleiterschalter 24 nicht mehr der Soll-Wert erreicht werden kann. Insbesondere
wird der dort verwendete Soll-Wert als der erste Schwellwert herangezogen.
[0067] Bei einer Kombination dieser beiden Varianten wird der Soll-Wert geringfügig geringer
gewählt, und eine entsprechende Regelung durchgeführt. Sobald die elektrische Kenngröße
20 den Soll-Wert erreicht, wird die Regelung beendet und der Halbleiterschalter 24
geöffnet. Zusammenfassend wird die elektrische Kenngröße 20 somit bei geschlossenem
Halbleiterschalter 24 erfasst und in Abhängigkeit eines Vergleichs mit dem ersten
Schwellwert, nämlich wenn die elektrische Kenngröße den ersten Schwellwert unterschreitet,
wird der Halbleiterschalter 24 geöffnet.
[0068] Bei einer weiteren Alternative wird in dem ersten Arbeitsschritt 30 der Halbleiterschalter
24 zunächst nicht geschlossen, sodass der Lichtbogen 32 weiter besteht. Aufgrund der
sich öffnenden Kontakte des Trennelements 16 nimmt jedoch die über das Trennelement
16 und somit auch die zwischen den Anschlüssen 12 anfallende elektrische Spannung
zu. Infolgedessen verändert sich, je nach verwendeter weitere Komponente 36, die über
die weitere Komponente 36 anfallende elektrische Spannung. Hierbei ist es möglich,
dass die elektrische Spannung ansteigt oder auch absinkt.
[0069] Zumindest wird in dem zweiten Arbeitsschritt 32 die elektrische Kenngröße 20 bei
geöffnetem Halbleiterschalter 24 erfasst. Wenn die elektrische Kenngröße 20 einen
zweiten Schwellwert erreicht, also insbesondere die über die weitere Komponente 36
anfallende elektrische Spannung je nach verwendeter weitere Komponente 36 größer oder
kleiner als der zweite Schwellwert ist und/oder diesen unter- bzw. überschreitet,
wird der Halbleiterschalter 24 geschlossen. Somit kommutiert erst dann der elektrische
Strom von dem Hauptstrompfad 14 auf den Nebenstrompfad 22, sodass der Lichtbogen 32
erlischt. Somit wird der Stromfluss über den Halbleiterschalter 24 in Abhängigkeit
der Kenngröße 20 eingestellt, nämlich erstellt, sobald die elektrische Kenngröße 20
den zweiten Schwellwert erreicht.
[0070] Dabei ist der zweite Schwellwert derart gewählt, dass bei einem nachfolgenden erneuten
Öffnen des Halbleiterschalters 24 und somit bei einem Anlegen der nun zwischen den
Anschlüssen 12 anliegende elektrische Spannung an den Hauptstrompfad 14 diese nicht
ausreicht, um den Lichtbogen 32 erneut zu zünden.
[0071] Sobald der Halbleiterschalter 24 geschlossen wurde und der Lichtbogen 32 erloschen
ist, wird im Wesentlichen unverzüglich der dritte Arbeitsschritt 34 durchgeführt und
der Halbleiterschalter 24 erneut geöffnet. Da der Lichtbogen 32 nicht erneut gezündet
werden kann, wird somit der Stromfluss über den Hybridschalter 10 unterbrochen. Bei
dieser Variante des Verfahrens 28 und des Hybridschalters 10 dient der Halbleiterschalter
24 dem Beenden des Lichtbogens 32, wenn die zwischen den Anschlüssen 12 anliegenden
elektrische Spannung nicht ausreicht, um diesen erneut zu zünden, da die Schaltkontakte
des Trennelement 16 einen zu großen Abstand zueinander aufweisen. Infolgedessen kann
ein vergleichsweise leistungsschwacher Halbleiterschalter 24 verwendet werden.
[0072] Bei einer Wandlung wird in dem ersten Arbeitsschritt 30 der Halbleiterschalter 24
für eine kurze Zeitspanne geschlossenen, wenn das Trennelement 16 geöffnet wird. Hierbei
ist die Zeitspanne, die der Halbleiterschalter 24 geschlossen ist, vergleichsweise
kurz, sodass bei einem nachfolgenden Öffnen der Lichtbogen 32 erneut zündet. Jedoch
erfolgt bei dieser Variante bereits eine kurzzeitige Entionisierung in dem Trennelement
14 oder eine sonstige Kühlung, sodass die zum Aufrechterhalten des Lichtbogens erforderliche
elektrische Spannung bereits erhöht ist. Infolgedessen ist es möglich, den zweiten
Schwellwert geringer zu wählen.
[0073] In Figur 4 ist eine Abwandlung des Hybridschalters 10 dargestellt, wobei der Nebenstrompfad
22 mit dem Halbleiterschalter 24, der Hauptstrompfad 14 mit dem Trennelement 16 sowie
der weiteren Komponente 36 und die Störschutzbeschaltung 44 sowie deren jeweilige
Verschaltung miteinander nicht verändert ist.
[0074] Der Steuereingang 42 des Halbleiterschalters 24 jedoch ist über eine Reihenschaltung
48 aus einer Diode 50 und einer Zenerdiode 52 mit einem der Anschlüsse 12 elektrisch
kontaktiert, nämlich dem, mit dem auch die weiter Komponente 36 elektrisch direkt
kontaktiert ist. Die Sperrrichtung der Diode 50 und der Zenerdiode 52 sind hierbei
entgegensetzt zueinander gerichtet.
[0075] Der Hilfsstrompfad 40 weist nicht mehr den Stromsensor 38 auf, sondern umfasst ebenfalls
eine derartige Reihenschaltung 48 mit der entsprechenden Diode 50 sowie der Zenerdiode
52. Gegen den Hilfsstrompfad 40 ist auf der dem Anschluss 12 zugewandten Seite die
Energiequelle 46 geführt. Die Energiequelle 46 ist ferner über einen ersten Widerstand
54 gegen das verbleibende Ende des Hilfsstrompfads 40 und somit auch gegen den Hauptstrompfad
14 zwischen dem Trennelement 16 und der weiteren Komponente 36 geführt. Somit wird
mittels der Energiequelle 46 das elektrische Potential für den Hilfsstrompfad 40 zumindest
teilweise vorgegeben, also die über der weiteren Komponente 36 anfallende elektrischen
Spannung.
[0076] Die Steuereinheit 26 ist über eine weitere der Reihenschaltungen 48 sowie einen zweiten
Widerstand 56, die elektrisch in Reihe geschaltet sind, ebenfalls gegen den Hauptstrompfad
14 zwischen dem Trennelement 16 und der weiteren Komponente 36 geführt und somit gegen
ein Ende des Hilfsstrompfads 40 geführt. Zudem ist die Steuereinheit 26, die noch
weiterhin mit dem Steuereingang 42 des Halbleiterschalters 24 elektrisch kontaktiert
ist, über eine weitere der Reihenschaltungen 48, die elektrisch in Reihe mit einem
dritten Widerstand 58 geschaltet ist, mit dem verbleibenden Anschluss 12 elektrisch
geführt. Der Aufbau sämtlicher Reihenschaltungen 48 mit der jeweiligen Diode 50 und
der Zenerdiode 52, deren Sperrrichtung gegeneinander gerichtet sind, ist gleich. Jedoch
können diese bei unterschiedlichen Reihenschaltungen 48 insbesondere unterschiedliche
Sperrspannungen aufweisen.
[0077] Aufgrund der Verschaltung wird bei dieser Variante die über der weiteren Komponente
36 anfallende elektrische Spannung nicht mehr direkt gemessen. Jedoch wird, wenn die
über der weiteren Komponente 36 anliegende elektrische Spannung größer als ein bestimmter
Wert ist, aufgrund der Verschaltung, die nach Art eines sogenannten "active clampings"
ist, der Halbleiterschalter 24 im Wesentlichen unverzüglich elektrisch leitfähig geschaltet,
sodass eine Reaktionszeit zum Einschalten des Halbleiterschalters 24 verringert ist.
Aufgrund der Verschaltung der Steuereinheit 26 kann dabei die über der weiteren Komponente
36 anfallende elektrische Spannung ermittelt werden, sodass beispielsweise die Regelung
erfolgen kann. Zumindest jedoch ist es möglich, den Stromfluss über den Halbleiterschalter
24 in Abhängigkeit der elektrischen Kenngröße 20 einzustellen.
[0078] In Figur 5 ist eine erste Ausgestaltungsform der weiteren Komponente 36 dargestellt.
Diese ist als ohmscher Widerstand ausgebildet und weist somit einen konstanten elektrischen
Widerstand auf. Hierbei ist es möglich, den Stromsensor 38 in die weitere Komponente
36 zu integrieren, sodass es sich um einen Shunt handelt, mittels dessen insbesondere
der über den Hauptstrompfad 14 geführte elektrische Strom gemessen werden kann wird.
Bei dieser Variante wird die elektrische Kenngröße 20 vorzugsweise bei geöffnetem
Halbleiterschalter 24 erfasst, und der Halbleiterschalter 24 wird geschlossen, wenn
die elektrische Kenngröße 20 den zweiten Schwellwert erreicht.
[0079] In den Figuren 6 und 7 ist jeweils eine weitere Ausgestaltungsform der weiteren Komponente
36 dargestellt. Beide Male ist die weitere Komponente 36 ein Schaltelement 60, wobei
in Figur 6 das Schaltelement 60 ein Halbleiterschalter, wie ein MOSFET, ist. In Figur
7 ist das Schaltelement 60 und somit auch die weitere Komponente 36 als mechanischer
Schalter ausgestaltet. Hierbei ist es möglich, dass der mechanische Schalter, der
insbesondere nach Art eines Relais ausgebildet ist, separat von dem Trennelement 16
ist. Jedoch ist es auch möglich, Schaltelement 60 und das Trennelement 16 mittels
einer gemeinsamen Baueinheit bereitzustellen, nämlich eines Doppelschalters, sodass
bei Betrieb das Trennelement 16 und die weitere Komponente 36 im Wesentlichen gleichzeitig
betätigt werden.
[0080] Bei den dargestellten Varianten wird das Schaltelement 60 bei Durchführung des Verfahrens
28 derart angesteuert, dass eine bestimmte elektrische Kenngröße 20 erreicht wird,
nämlich dass die elektrische Kenngröße 20 eine Mindestspannung nicht unterschreitet.
Beispielsweise wird hierfür der mechanische Schalter derart angesteuert, dass über
diesen ein weiterer Lichtbogen beim Öffnen entsteht.
[0081] Bei den in Figur 8 und 9 dargestellten Varianten weist die weitere Komponente 36
jeweils das Schaltelement 60 auf, das als Halbleiterschalter oder als mechanischer
Schalter ausgebildet ist. Das jeweilige Schaltelement 60 ist jeweils mit einem vierten
Widerstand 62, einem Kondensator 64 sowie einer zweiten Zenerdiode 66 überbrückt.
Mittels dieser wird sichergestellt, dass die über der weiteren Komponente 36 anfallende
elektrische Spannung, also die elektrische Kenngröße 20, stets einen Mindestwert aufweist.
Bei einer Verwendung einer derartigen weitere Komponente 6 sind der erste bzw. zweite
Schwellwert entsprechend angepasst.
[0082] In Figur 10 ist eine weitere Ausgestaltungsform des Hybridschalters 10 dargestellt,
wobei die weitere Komponente 36 als Schaltelement 60 ausgestaltet ist, das mechanisch
mit dem Trennelement 16 zu einem Doppelschalter zusammengefasst sind. Auch ist wiederum
die Störschutzbeschaltung 44 vorhanden, die nicht abgewandelt ist. Der Nebenstrompfad
22 mit dem Halbleiterschalter 24 ist weiterhin vorhanden, wobei der Steuereingang
42 des Halbleiterschalters 24 über eine der Reihenschaltungen 48 mit dem einen der
Ausgänge 12 elektrisch kontaktiert ist, nämlich dem, der auch mit dem Hilfsstrompfad
40 kontaktiert ist. Parallel zu dieser Reihenschaltung 48 ist sowohl ein fünfter Widerstand
68 als auch ein zweiter Kondensator 70 geschaltet. Der Hilfsstrompfad 40 weist lediglich
einen sechsten Widerstand 72 auf, mittels dessen die weitere Komponente 36 überbrückt
ist, und mittels dessen somit die darüber mindestens abfallende elektrische Spannung
vorgegeben wird.
[0083] Der Steuereingang 42 des Halbleiterschalter 24 ist auch weiterhin über eine der Reihenschaltungen
48 sowie über den zweiten Widerstand 56, die elektrisch in Reihe geschaltet sind,
gegen dem Hauptstrompfad 14 zwischen dem Trennelement 16 und der weiteren Komponente
36 geführt. Optional ist der Steuereingang 42 über eine der Reihenschaltungen 48 sowie
den dritten Widerstand 58 gegen den verbleibenden Anschluss 12 geführt.
[0084] Bei dieser Variante des Hybridschalters 10 ist die Steuereinheit 26 nicht als separate
Einheit vorhanden, sondern mittels der Verschaltung gebildet. Auch ist eine Energiequelle
46 nicht erforderlich und weggelassen. Sobald das Trennelement 16 geöffnet wird, wird
dabei auch die weitere Komponente 36, also das Schaltelement 60, geöffnet. Aufgrund
der Verschaltung des Steuereingangs 42 des Halbleiterschalters 24 mit zumindest einem
der Anschlüsse 12 nach Art eines sogenannten "active clampings" liegt an dem Steuereingangs
42 eine elektrische Spannung an, sodass der Halbleiterschalter 24 elektrisch leitend
ist. Mittels des sechsten Widerstands 72 wird diese zumindest teilweise vorgegeben
und verändert sich in Abhängigkeit der über dem Schaltelement 60 anfallende elektrische
Spannung, die die elektrische Kenngröße 20 darstellt. Mit anderen Worten erfolgt aufgrund
der Verschaltung eine Regelung der elektrischen Kenngröße 20 auf den Soll-Wert, wobei
diese zumindest teilweise mittels des sechsten Widerstands 72 vorgegeben ist. Somit
wird eine Variante des Verfahrens 28 aufgrund der Verschaltung durchgeführt.
[0085] In Figur 11 ist eine weitere Ausgestaltungsform des Hybridschalters 10 vereinfacht
dargestellt, der den sich zwischen den Anschlüssen 12 erstreckenden Hauptstrompfad
14 aufweist, zu dem parallel der Nebenstrompfad 22 mit dem Halbleiterschalter 24 geschaltet
ist. Die Störschutzbeschaltung 44 ist nicht dargestellt und in einer nicht näher dargestellten
Variante weggelassen. Auch ist die Steuereinheit 26 nicht gezeigt. In den Hauptstrompfad
14 ist eine erste Spule 74 eingebracht, die elektrisch in Reihe mit dem Trennelement
16 geschaltet ist. Die erste Spule 74 ist induktiv mit einer zweiten Spule 76 gekoppelt,
wobei die beiden Spulen 74, 76 Bestandteil eines gemeinsamen Transformators 78 sind.
Aufgrund der induktiven Kopplung wird bei einem elektrischen Wechselstrom durch eine
der beiden Spulen 74, 76 in der anderen der beiden Spule 74, 76 eine Wechselspannung
induziert. Mit anderen Worten handelt sich bei den beiden Spulen 74, 76 um elektrische
Spulen, die jeweils mittels eines elektrischen Leiters gebildet sind, der auf einen
gemeinsamen weichmagnetischen Kern gewickelt ist, sodass die induktive Kopplung realisiert
ist.
[0086] Die zweite Spule 74 ist ein Bestandteil eines Schwingkreises 80, der galvanisch von
dem Strompfad 14 und dem Nebenstrompfad 22 getrennt ist, und der eine Kapazität 82
in Form eines Kondensators aufweist. Der Schwingkreis 80 ist mittels einer Kontrolleinheit
84 betrieben, mittels derer der Schwingkreis 80 in Eigenresonanz gehalten wird, die
anhand der zweiten Spule 76 sowie der Kapazität 82 vorgegeben wird. Hierbei wird mittels
der Kontrolleinheit 84 eine entsprechende Wechselspannung an die Kapazität 82 bzw.
2. Spule 76 angelegt, die der Eigenfrequenz des Schwingkreises 80 entspricht. Auch
werden mittels der Kontrolleinheit 84 elektrische Verluste ausgeglichen, die sich
aufgrund einer verschlechterten Güte des Schwingkreises 80 ergeben. Mit anderen Worten
wird mittels der Kontrolleinheit 84 sichergestellt, dass die bei Betrieb in dem Schwingkreis
80 vorhandene Energie stets gleich ist, unabhängig von den Verlusten des Schwingkreises
80.
[0087] Bei Durchführung des Verfahrens 28 wird in dem ersten Arbeitsschritt 30 das Trennelement
16 geöffnet und der Halbleiterschalter 24 geschlossen. Somit entsteht zunächst der
Lichtbogen 32, der nachfolgend erlischt. Aufgrund des Lichtbogens 32 befindet sich
in dem Trennelement 16 ionisiertes Gas, sodass der Hauptstrompfad 14 auch weiterhin
eine (elektrische) Leitfähigkeit aufweist. Mittels der Kontrolleinheit 84 wird in
dem zweiten Arbeitsschritt 32 angefangen den Schwingkreis 80 zu betreiben, sodass
darin ein Wechselstrom fließt, weswegen in der ersten Spule 74 eine elektrische Wechselspannung
induziert wird. Solange der Hauptstrompfad 14 noch eine elektrische Leitfähigkeit
aufweist, führt die induzierte elektrische Wechselspannung zu einem Stromfluss in
dem Hauptstrompfad 14, und in der erste Spule 74 gespeicherte elektrische Energie
wird ausgekoppelt. Diese stammte aus dem Schwingkreis 80. Mit anderen Worten fließt
elektrische Energie aus dem Schwingkreis 80. Somit ist die Güte des Schwingkreises
80 vergleichsweise gering, und mittels der Kontrolleinheit 84 wird eine vergleichsweise
große Energiemenge erneut in den Schwingkreis 80 eingeleitet, damit diese einen konstanten
Energiegehalt aufweist.
[0088] Die nachgeführte Energie korrespondiert zu dem in den Hauptstrompfad 14 induzierten
elektrischen Strom und wird als die elektrische Kenngröße 20 herangezogen. Mit anderen
Worten wird als elektrische Kenngröße der in den Hauptstrompfad 14 induzierte elektrische
Strom herangezogen. Hierbei ist die Kontrolleinheit 84 und der Schwingkreis 80 derart
aufgebaut, dass die maximal nachgeführte elektrische Energie, auch bei maximaler elektrischer
Leitfähigkeit des Hauptstrompfads 14, geringer als ein 1 W ist, sodass die bei Betrieb
des Hybridschalters 10 insgesamt auftretenden elektrischen Verluste vergleichsweise
gering sind.
[0089] Wenn die Leitfähigkeit des Hauptstrompfads 14 nachlässt, ist der sich aufgrund der
in der ersten Spule 74 induzierten Wechselspannung ergebende elektrische Strom verringert,
weswegen die aus dem Schwingkreis 80 ausgekoppelt Energie ebenfalls verringert ist.
Falls der Hauptstrompfad 14 überhaupt keine elektrische Leitfähigkeit mehr aufweist,
beträgt dabei der in den Hauptstrompfad 14 induzierte elektrische Strom im Wesentlichen
0 A, und mittels der Kontrolleinheit 84 werden lediglich in dem Schwingkreis 80 selbst
auftretende elektrische Verluste ausgeglichen.
[0090] Die elektrische Kenngröße 20 wird mit dem auf diesen Anwendungsfall angepassten ersten
Schwellwert verglichen. Hierbei ist der erste Schwellwert derart angepasst, dass bei
Unterschreiten des ersten Schwellwerts durch die elektrische Kenngröße 20 die elektrische
Leitfähigkeit des Hauptstrompfads 14 derart gering ist, dass bei einem Öffnen des
Halbleiterschalters 24 kein erneutes Zünden des Lichtbogens 32 erfolgt. Jedoch ist
der Hauptstrompfad 14 noch geringfügig leitfähig, weswegen das Unterschreiten bereits
vergleichsweise zügig nach dem ersten Arbeitsschritt 30 erfolgt. In dem zweiten Arbeitsschritt
32 wird daher der Halbleiterschalter 24 geöffnet, wenn die elektrische Kenngröße 20
den ersten Schwellwert unterschreitet.
[0091] Bei einer Alternativ wird in den Hauptstrompfad 14 bei geöffnetem Halbleiterschalter
24, also wenn der Lichtbogen 32 besteht, der elektrische Strom induziert und dies
als Kenngröße 20 herangezogen. Da über den Hauptstrompfad 14 bereits ein elektrischer
Strom fließt ist die Sättigung des Kerns des Transformators 78 verändert, sodass,
je nach Stromflussrichtung in dem Schwingkreis 80 eine Auskopplung von elektrischer
Energie erfolgt. Wenn die elektrische Kenngröße 20 den hierauf angepassten zweiten
Schwellwert unterschreitet, wird der Halbleiterschalter 24 geschlossen, sodass der
elektrische Stromfluss von dem Hauptstrompfad 14 auf den Nebenstrompfad 22 kommutiert.
Anschließend wird der Halbleiterschalter 24 erneut geöffnet. Der zweite Schwellwert
ist dabei derart angepasst, dass der Lichtbogen 32 nicht erneut zündet.
[0092] In Figur 12 ist ein Schaltkreis dieser Variante des Hybridschalters 10 dargestellt,
wobei im Wesentlichen der Schwingkreis 80 sowie die Kontrolleinheit 84 dargestellt
sind. Die Kontrolleinheit 84 wird über die Energiequelle 46 mit elektrischer Spannung
versorgt. Es sind drei Transistoren 86 vorhanden, die derart mit einem ersten Kontrollwiderstand
88 und einem zweiten Kontrollwiderstand 90 verschaltet sind, dass ein elektrischer
Strom, der durch den ersten Kontrollwiderstand 88 fließt auch durch den zweiten Kontrollwiderstand
90 fließen muss. Dabei ist sind zwei der Transistoren 86 und der zweite Kontrollwiderstand
90 elektrisch in Reihe zwischen die beiden Potentiale der Energiequelle 46 geschaltet.
Der verbleibenden Transistor 86, der erste Kontrollwiderstand 88 und eine Kontrollkapazität
91 sind elektrisch in Reihe ebenfalls zwischen die beiden Potentiale der Energiequelle
46 geschaltet.
[0093] Somit ist der Spannungsfall über den zweite Kontrollwiderstand 90 proportional zu
dem Ladestrom der Kapazität 82. Diese Spannung wird durch einen RC-Filter geglättet,
der parallel zu den beiden elektrisch in Reihe geschalteten Transistoren 86 geschaltet
ist, und der aus einem dritten Kondensator 92 und einem siebten Widerstand 94 besteht.
Die geglättete Spannung wird an den Sensoreingang eines Spannungsreglers 96 weitergegeben,
der sperrt, sobald die gemessene Spannung über 2,5V steigt, und der elektrisch in
Reihe mit einem achten Widerstand 98 zwischen die beiden Potentiale der Energiequelle
46 geschaltet ist.
[0094] Zwischen die beiden Potentiale der Energiequelle 46 ist zudem eine elektrische Reihenschaltung
aus einem neunten Widerstand 100 und einem vierten Kondensator 102 geschaltet, zu
dem parallel eine dritte Zenerdiode 104 geschaltet ist. Über den neunten Widerstand
100 wird bei Betrieb der vierte Kondensator 102 geladen, wobei die Ladespannung mittels
der dritten Zenerdiode 104 begrenzt ist. Die Ladespannung liegt aufgrund der Verschaltung
an dem Gate eines ersten MOSFETs 106 und an dem Gate eines zweiten MOSFETs 108 an.
Sofern die elektrische Spannung an Source des jeweiligen MOSFETs 106, 108 geringer
als am jeweiligen Gate ist, ist der jeweilige MOSFET 106, 108 niederohmig.
[0095] Parallel zu der Kontrollkapazität 91 ist sowohl eine Reihenschaltung aus einer dritten
Spule 110 und einem dritten MOSFET 112 aus auch eine Reihenschaltung aus einer vierten
Spule 114 und einem vierten MOSFET 116 geschaltet. Zwischen die dritte Spule 110 und
die vierte Spule 114 sowie zwischen den dritten MOSFET 112 und den vierten MOSFET
114 ist der Schwingkreis 80 geschaltet.
[0096] Parallel zu dem dritten MOSFET 112 ist eine elektrische Reihenschaltung aus einem
fünften Kondensator 118 und einem zehnten Widerstand 120 geschaltet. Der fünfte Kondensator
118 ist mittels einer zweiten Diode 122 überbrückt, über die die dritte Spule 110
mit dem ersten MOSFET 106 elektrisch kontaktiert ist. Der erste MOSFET 106 ist über
einen elften Widerstand 124 gegen das Gate des vierten MOSFET 116 geführt. Parallel
zu dem vierten MOSFET 116 ist eine elektrische Reihenschaltung aus einem sechsten
Kondensator 126 und einem zwölften Widerstand 128 geschaltet. Der sechste Kondensator
126 ist mittels einer dritten Diode 130 überbrückt, über die die vierte Spule 114
mit dem zweiten MOSFET 108 elektrisch kontaktiert ist. Der zweite MOSFET 108 ist über
einen dreizehnten Widerstand 132 gegen das Gate des dritten MOSFET 112 geführt.
[0097] Das Gate des dritten MOSFETs 112 ist über eine elektrische Reihenschaltung aus dem
dreizehnten Widerstand 132 und einer vierten Zenerdiode 134 mit einem der elektrischen
Potentiale der Energiequelle 46 kontaktiert. Über eine elektrische Reihenschaltung
aus dem dreizehnten Widerstand 132, einem vierzehnte Widerstand 136 und dem neunten
Widerstand 100 ist das Gate des dritten MOSFETs 112 mit dem anderen elektrischen Potential
der Energiequelle 46 kontaktiert.
[0098] Das Gate des vierten MOSFETs 116 ist über eine elektrische Reihenschaltung aus dem
elften Widerstand 124 und einer fünfte Zenerdiode 138 mit einem der elektrischen Potentiale
der Energiequelle 46 kontaktiert. Über eine elektrische Reihenschaltung aus dem elften
Widerstand 124, einem fünfzehnten Widerstand 140 und dem neunten Widerstand 100 ist
das Gate des vierten MOSFETs 116 mit dem anderen elektrischen Potential der Energiequelle
46 kontaktiert.
[0099] Folglich wird die elektrische Spannung über den Schwingkreis 80 mittels des fünften
Kondensators 118 und des sechsten Kondensator 126 sowie den ersten und zweiten MOSFET
106, 108 auf den dritten und vierten MOSFET 112, 116 geschaltet. Dies ermöglicht es,
den dritten und vierten MOSFET 112, 116 nahe deren Spannungsnulldurchgang zu schalten
und somit die Schaltverluste gering zu halten.
[0100] Die vierte und fünfte Spule 110, 114 verhindern einen Kurzschluss, wenn der dritte
und vierte MOSFET 112, 116 durchschalten und führen die aufgenommene Energie erneut
dem Schwingkreis 80 zu. Da die Zweige über den fünften Kondensator 118 und den sechsten
Kondensator 126 kapazitiv angeschlossen sind, wird ein dauerhaftes Durchsteuern des
dritten und vierten MOSFETs 112, 116 sicher vermieden. Ein sicheres Sperren des dritten
und vierten MOSFETs 112, 116 wird mittels der zweiten bzw. dritten Diode 122, 130
gewährleistet. Um ein Anschwingen der Schaltung sicherzustellen, werden die Gates
des dritten und vierten MOSFETs 112, 116 mittels des jeweiligen Spannungsteilers aus
dem zwölften und vierzehnten Widerstand 128, 136 bzw. dem zehnten und fünfzehnten
Widerstand 120, 140 mit in etwa deren jeweiliger Threshold-Spannung vorgeladen. Infolgedessen
arbeiten der dritte und vierte MOSFETs 112, 116 nach Art eines Verstärkers, bis der
Schwingkreis 80 dessen Betriebsspannung erreicht hat.
[0101] Die dem Schwingkreis 80 zugeführte Energie wird der Kontrollkapazität 91 entnommen,
der über den ersten Kontrollwiderstand 88 nachgeladen wird. Da neben einem Grundbedarf
maßgeblich die Güte/Belastung des Schwingkreises 80 die Energieaufnahme bedingt, kann
über die Stromaufnahme direkt die elektrische Kenngröße 20 ermittelt werden. Der erste
Kontrollwiderstand 88 dient der Begrenzung der Leistungsaufnahme des Schwingkreises
80 und verhindert, dass die Transistoren 86 beschädigt werden. Zusätzlich wird hierdurch
ein signifikanten Leistungseintrag über den Transformator 78 auf das in dem Trennelement
16 vorhandene ionisierte Gas und/oder den Lichtbogen 32 unterbunden. Um die Empfindlichkeit
zu erhöhen, kann das Wicklungsverhältnis der beiden Spulen 74, 76 angepasst oder die
Betriebsspannung des Schwingkreises 80 erhöht werden.
[0102] Die Erfindung ist nicht auf die vorstehend beschriebenen Ausführungsbeispiele beschränkt.
Vielmehr können auch andere Varianten der Erfindung von dem Fachmann hieraus abgeleitet
werden, ohne den Gegenstand der Erfindung zu verlassen. Insbesondere sind ferner alle
im Zusammenhang mit den einzelnen Ausführungsbeispielen beschriebene Einzelmerkmale
auch auf andere Weise miteinander kombinierbar, ohne den Gegenstand der Erfindung
zu verlassen.
Bezugszeichenliste
[0103]
- 2
- Stromkreis
- 4
- Stromquelle
- 6
- Leitungen
- 8
- Last
- 10
- Hybridschalter
- 12
- Anschluss
- 14
- Hauptstrompfad
- 16
- Trennelement
- 18
- Einheit
- 20
- elektrische Kenngröße
- 22
- Nebenstrompfad
- 24
- Halbleiterschalter
- 26
- Steuereinheit
- 28
- Verfahren
- 30
- erster Arbeitsschritt
- 32
- zweiter Arbeitsschritt
- 34
- dritter Arbeitsschritt
- 36
- weitere Komponente
- 38
- Spannungssensor
- 40
- Hilfsstrompfad
- 42
- Steuereingang
- 44
- Störschutzbeschaltung
- 46
- Energiequelle
- 48
- Reihenschaltung
- 50
- Diode
- 52
- Zenerdiode
- 54
- erster Widerstand
- 56
- zweiter Widerstand
- 58
- dritter Widerstand
- 60
- Schaltelement
- 62
- vierter Widerstand
- 64
- Kondensator
- 66
- zweite Zenerdiode
- 68
- fünfter Widerstand
- 70
- zweiter Kondensator
- 72
- sechster Widerstand
- 74
- erste Spule
- 76
- zweite Spule
- 78
- Transformator
- 80
- Schwingkreis
- 82
- Kapazität
- 84
- Kontrolleinheit
- 86
- Transistor
- 88
- erster Kontrollwiderstand
- 90
- zweiter Kontrollwiderstand
- 91
- Kontrollkapazität
- 92
- dritter Kondensator
- 94
- siebter Widerstand
- 96
- Spannungsregler
- 98
- achter Widerstand
- 100
- neunter Widerstand
- 102
- vierter Kondensator
- 104
- dritte Zenerdiode
- 106
- erster MOSFET
- 108
- zweiter MOSFET
- 110
- dritte Spule
- 112
- dritter MOSFET
- 114
- vierte Spule
- 116
- vierter MOSFET
- 118
- fünfter Kondensator
- 120
- zehnter Widerstand
- 122
- zweite Diode
- 124
- elfter Widerstand
- 126
- sechster Kondensator
- 128
- zwölfter Widerstand
- 130
- dritte Diode
- 132
- dreizehnter Widerstand
- 134
- vierte Zenerdiode
- 136
- vierzehnter Widerstand
- 138
- fünfte Zenerdiode
- 140
- fünfzehnter Widerstand