[0001] Die Erfindung betrifft eine Schachtanordnung für ein Altschachtsystem eines Systems
zur Aufnahme, Leitung und Speicherung eines Fluids mit den Merkmalen des Oberbegriffes
des Anspruchs 1.
[0002] Solche Schachtanordnungen für Altschachtsysteme sind aus dem Stand der Technik bereits
bekannt.
[0003] In vielen Städten und Gemeinden müssen die bestehenden, zum Teil sehr alten Kanalisationen
im Laufe der Zeit erneuert bzw. saniert werden. Insbesondere die Schächte, die im
Allgemeinen aus mineralischen Werkstoffen wie beispielsweise Beton hergestellt sind,
die den erforderlichen Zugang zur Kanalisation ermöglichen, bedürfen regelmäßig einer
Erneuerung bzw. Sanierung. Durch die sehr lange Benutzung die zum Teil auch sehr alten
Werkstoffe erfolgt insbesondere im Inneren der Schächte eine Korrosion, die einen
weiteren sicheren Betrieb dieser Schächte nicht mehr gewährleisten.
[0004] Im Laufe der Zeit haben sich hier unterschiedliche Verfahren zur Erneuerung bzw.
Sanierung derartiger Schächte etabliert.
[0005] So wird beispielsweise in der
DE19643175 A1 ein Verfahren zur Sanierung von Schächten in Rohrleitungen der Wasserver- und Entsorgung,
sowie in Transportleitungen für Chemikalien, Treibstoffen, Wärme oder Kälte beschrieben.
Hier ist vorgesehen, den zu sanierenden Schacht bis zu der Höhe abzutragen, ab der
ein konstanter Querschnitt beginnt. Dieser und der Schachtboden werden anschließend
mit einem neuen Schachteinsatz ausgekleidet. Hierzu wird eine eventuell vorhandene
Oberflächenbefestigung beispielsweise der Straßenbelag einschließlich der Schachtabdeckung
beseitigt.
[0006] Es werden auch eventuelle Ausgleichsringe entfernt genauso wie der Schachthals, der
auch als Konus bezeichnet wird. In den nun gereinigten Altschacht wird ein dünnwandiger
Schachtinliner mit angefügtem Gerinneprofil abgelassen und höhenrichtig fixiert. Bevor
nun der Hohlraum bzw. der Ringspalt ausgefüllt werden kann, müssen die Rohranschlüsse
der zu- und ablaufenden Leitungen hergestellt und abgedichtet. Der Schachtinliner
wird dabei bevorzugt aus glasfaserverstärktem Kunststoff hergestellt. In dem Ringspalt
zwischen dem neuen Schacht Inliner und dem Altschacht werden im allgemeinen Zementmörtel
eingefüllt, um die Stabilität und Festigkeit dieser neuen Schachtanordnung zu gewährleisten.
[0007] Nachteilig bei diesen Verfahren ist, dass der Zeit-, Montage- und Materialaufwand
sehr hoch ist.
[0008] Weiterhin nachteilig ist, dass der Altschacht bis zum dem Schachtring mit einem konstanten
Querschnitt sehr Zeit und Material aufwändig abzutragen ist.
[0009] Ebenso nachteilig ist, dass der neue Schachtinliner mit dem angefügten Gerinneprofil
sehr aufwendig konstruiert, hergestellt bzw. montiert werden muss, da jeder Altschacht
unterschiedliche Geometrie sowie insbesondere auch unterschiedliche Gerinneprofile
aufweist.
[0010] Hier setzt die Erfindung ein, die sich die Aufgabe gestellt, eine Schachtanordnung
für ein Altschachtsystem eines Systems zur Aufnahme, Leitung und Speicherung eines
Fluids zur Verfügung zu stellen, welche die Nachteile des Standes der Technik überwindet,
welche wirtschaftlich und kostengünstig herstellbar ist, die an unterschiedliche geometrische
Anforderungen bestehender Altschachtbauteile anpassbar ist und die für alle derzeit
bestehenden Altschachtsysteme einsetzbar ist
[0011] Überraschend hat sich gezeigt, dass eine Schachtanordnung für ein Altschachtsystem
eines Systems zur Aufnahme, Leitung und Speicherung eines Fluids, wobei das Altschachtsystem
wenigstens ein Altschachtunterteil mit wenigstens einem Altschachtboden, sowie wenigstens
einer, den Altschachtboden umschließenden Altschachtwand, in der wenigstens eine Öffnung
angeordnet ist, sich dadurch auszeichnet, dass die Öffnung der Altschachtwand des
Altschachtsystems über wenigstens eine Adapteranordnung eines Neuschachtsystems beabstandet,
angeordnet ist, dass die Adapteranordnung wenigstens eine beweglich angeordnete Anschlussvorrichtung
aufweist, die mit einer Öffnung der Altschachtwand in Wirkverbindung steht. Mit dieser
Schachtanordnung ist es nun erstmals möglich, Altschachsysteme zu sanieren, mit unterschiedlichen
geometrischen Anforderungen insbesondere der Position der vorliegenden Anschlüsse
bzw. Öffnungen der Altschachtsysteme. Weiter ist es möglich durch die Individualisierung
dieser Schachtanordnung, die jedem Altschachtsystem vor der Montage maßstabsgetreu
anpassbar ist, sogenannte Schacht in Schachtsanierungen wirtschaftlich und kostengünstig
durchzuführen. Ebenfalls vorteilhaft bei der neuen Schachtanordnung ist es, dass im
zu sanierenden Altschachtsystem vorhandene Hindernisse bzw. verstopfte Rohre, Rohrbögen
und dergleichen schnell, einfach und montagefreundlich in das Neuschachtsystem einbindbar
sind . Weiter vorteilhaft bei der Schachtanordnung ist, dass das bestehende Altschachtsystem
nicht komplett auszubauen ist und dass insbesondere bereits bestehende
[0012] Altschachtbauteile wie beispielsweise Altschachtringe, Altschachtbögen, Öffnungen
und dergleichen bestehen bleiben und somit nutzbar sind, für die Sanierung mit dem
Neuschachtsystem.
[0013] Sehr vorteilhaft bei der Schachtanordnung ist, dass die Adapteranordnung wenigstens
eine axial und/oder radial beweglich angeordnete Anschlussvorrichtung aufweist, die
mit einer Öffnung der Altschachtwand in Wirkverbindung steht.
[0014] Die Schachtanordnung zeichnet sich weiter dadurch aus, dass die Altschachtwand des
Altschachtsystems über wenigstens eine Adapteranordnung zu wenigstens einem Schachtbauteil
eines Neuschachtsystems, das wenigstens eine dichtende und/oder steckbare und/oder
verrastbare Verbindung aufweist, beabstandet, angeordnet ist. Hierdurch ist es neben
der wirtschaftlichen und kostengünstigen Sanierung von Altschachtsystemen jederzeit
möglich, eine schnelle und dichte Verbindung zwischen dem Altschachtsystem und dem
Neuschachtsystem zu realisieren.
[0015] Weiterhin ist die Schachtanordnung so ausgebildet, dass die wenigstens eine Adapteranordnung
sowie das wenigstens eine Schachtbauteil mit einer Öffnung der Altschachtwand, über
wenigstens ein Verfüllmaterial, abdichtend in Wirkverbindung steht.
[0016] Es liegt jedoch auch im Rahmen der Erfindung, dass die wenigstens eine Adapteranordnung
sowie das wenigstens eine Schachtbauteil mit einer Öffnung der Altschachtwand, über
wenigstens eine Dichtungsvorrichtung, abdichtend in Wirkverbindung steht. Die Funktion
sowie die Konstruktion der Adapteranordnung der neuen Schachtanordnung ist vorteilhafter
Weise immer so ausgebildet, dass das bestehende Altschachtunterteil saniert in das
neue Schachtsystem integrierbar ist.
[0017] Ebenfalls vorteilhaft bei der Schachtanordnung ist, dass die wenigstens eine Adapteranordnung
über wenigstens eine Anschlussvorrichtung von einer Öffnung der Altschachtwand des
Altschachtunterteils beabstandet, angeordnet ist. Basierend auf ihrer universellen,
individuellen Geometrie bzw. Konstruktion der Adapteranordnung der Schachtanordnung
ist es somit überall jederzeit realisierbar, dass bestehende Altschachtsystem kostengünstig
und wirtschaftlich sowie in allen Bereichen abdichtend, zu sanieren.
[0018] Die Schachtanordnung ist weiterhin so ausgebildet, dass die wenigstens eine Adapteranordnung
wenigstens eine Anschlussvorrichtung sowie wenigstens eine Fixiervorrichtung aufweist.
Vorteilhafterweise ist so die Adapteranordnung der Schachtanordnung den geometrischen
Anforderungen und Gegebenheiten nahezu jedes Altschachtsystems anfassbar, ohne dass
deren Montage in das Alteschachtsystem beeinflusst ist und insbesondere die geforderte
Dichtigkeit des durch ein Neuschachtsystem sanierten Altschachtsystems gewährleistbar
ist.
[0019] Dabei hat sich bei der Schachtanordnung auch als vorteilhaft herausgestellt, dass
die wenigstens eine Fixiervorrichtung der Adapteranordnung stoffschlüssig mit dem
Schachtbauteil verbunden ist. Hierdurch ist eine wirtschaftliche und kostengünstige
Fertigung der Schachtanordnung möglich.
[0020] Weiterhin vorteilhaft bei der Schachtanordnung ist, dass die wenigstens eine Anschlussvorrichtung
wenigstens eine Krempe, sowie wenigstens einen Stutzen, mit wenigstens einer Öffnung,
aufweist. Ebenfalls vorteilhaft bei der Schachtanordnung ist, dass die wenigstens
eine Anschlussvorrichtung wenigstens eine Krempe, sowie wenigstens einen Stutzen,
mit wenigstens einer Öffnung, sowie eine am Stutzen angeordnete Dichtvorrichtung aufweist.
Somit ist die Anschlussvorrichtung der Schachtanordnung in verschiedenen Durchmessern,
Längen bzw. Höhen kostengünstig und wirtschaftlich herstellbar sowie für nahezu alle
Altschachtsysteme einsetzbar.
[0021] Ebenso vorteilhaft bei der Schachtanordnung ist, dass die Fixiervorrichtung wenigstens
eine Öffnung aufweist. Weiterhin vorteilhaft bei der Schachtanordnung ist, dass die
Fixiervorrichtung wenigstens eine, die Öffnung umgebende, Nut aufweist.
[0022] Ein weiterer Vorteil der Schachtanordnung ist, dass die Fixiervorrichtung wenigstens
einen, an den Außenkanten angeordneten, Steg aufweist.
[0023] Es liegt jedoch auch im Rahmen der Erfindung, dass die Fixiervorrichtung an ihrer
der Wand des Schachtbauteils gegenüberliegenden Seite wenigstens einen Steg aufweist.
Weiterhin liegt es im Rahmen der Erfindung, dass die Fixiervorrichtung an ihrer der
Wand des Schachtbauteils gegenüberliegenden Seite eine einheitliche Oberfläche aufweist.
Die Fixiervorrichtung der Schachtanordnung ist somit flexibel für alle bestehenden
Altschachtsysteme einsetzbar, kostengünstig und wirtschaftlich herstellbar, sowie
montagefreundlich in der Schachtanordnung anbringbar.
[0024] Die Schachtanordnung ist weiterhin so ausgebildet, dass die Öffnung der Fixiervorrichtung
größer als der Durchmesser des Stutzens der Anschlussvorrichtung ausgebildet ist.
Weiterhin ist die Schachtanordnung so ausgebildet, dass die Öffnung der Fixiervorrichtung
kleiner als der Durchmesser der Öffnung der Krempe der Anschlussvorrichtung ausgebildet
ist. Hierdurch ist die Anschlussvorrichtung sowohl wirtschaftlich als auch kostengünstig
herstellbar und lässt sich an alle geometrischen Anforderungen hinsichtlich Durchmesser,
Länge des Stutzens und dergleichen bestehender Altschachtsysteme anpassen.
[0025] Die Schachtanordnung ist weiterhin so ausgebildet, dass das Schachtbauteil wenigstens
eine Öffnung aufweist. Dabei kann in vorteilhafter Weise die Schachtanordnung so ausgebildet
sein, dass der Durchmesser der Öffnung des Schachtbauteils größer als der Durchmesser
des Stutzens der Anschlussvorrichtung ausgebildet ist.
[0026] Weiter vorteilhaft bei der Schachtanordnung ist, dass der Durchmesser der Öffnung
des Schachtbauteils kleiner als der Durchmesser der Öffnung der Krempe der Anschlussvorrichtung
ausgebildet ist.
[0027] Ebenso vorteilhaft bei der Schachtanordnung ist, dass der Durchmesser der Öffnung
des Schachtbauteils etwa gleich groß ist wie die Öffnung der Fixiervorrichtung ausgebildet
ist. Somit sind Schachtanordnungen zur Verfügung stellbar, deren Bestandteile wirtschaftlich
und kostengünstig herstellbar sind und die an die bestehenden Altschachtsysteme individuell
und maßstabgerecht anpassbar sind.
[0028] Ebenfalls vorteilhaft bei der Schachtanordnung ist, dass das Altschachtsystem über
wenigstens einen Ringspalt vom Neuschachtsystem beabstandet, angeordnet ist. Hierdurch
ist die Schachtanordnung schnell und montagefreundlich in ein bestehendes Altschachtsystem
einzubringen sowie zu montieren.
[0029] Dabei hatte sich bei der Schachtanordnung als vorteilhaft herausgestellt, dass der
Ringspalt zwischen dem Altschachtsystem und dem Neuschachtsystem wenigsten teilweise
ein Verfüllmaterial aufweist. Vorteilhafterweise ist somit die Stabilität des mit
dem Altschachtsystem verbundenen Neuschachtsystems herstellbar und optimierbar. Weiterhin
ist somit auch die Abdichtung der Verbindungsstellen zwischen dem Altschachtsystem
und dem Neuschachtsystem wirtschaftlich und kostengünstig realisierbar.
[0030] Ein weiterer Vorteil der Schachtanordnung ist, dass die Anschlussvorrichtung und/oder
die Fixiervorrichtung und/oder das Schachtbauteil ein Polymermaterial enthält oder
aus einem Polymermaterial besteht, wobei das Polymermaterial bevorzugt ein Thermoplast,
besonders bevorzugt ein Polyolefin, wie beispielsweise ein Polypropylen oder ein Polyethylen
oder eine Polybutylen oder ein Copolymeres der Vorgenannten, oder ein Polyvinylchlorid
ist, oder aus einem solchen besteht. Die Schachtanordnung ist somit wirtschaftlich
und kostengünstig herstellbar, weist ein montagefreundliches, geringes Gewicht auf
und ist korrosionsbeständig.
[0031] Die Anschlussvorrichtung und/oder die Fixiervorrichtung und/oder das Schachtbauteil
der Schachtanordnung der vorliegenden Erfindung können in einem Polymerformgebungsprozess,
wie einem Spritzgussprozess oder einem Rotationsgießprozess oder einem Rotationssinterprozess
oder einem Pressprozess oder einem Tiefziehprozess oder einem Extrusionsblasprozess
oder einem additiven Fertigungsprozess, wie einem 3D-Druckprozess, oder einer Kombination
der vorstehend aufgeführten Prozesse hergestellt sein. Die vorstehend genannten Prozesse
sind geeignet, die vorstehend Genannten gemäß vorliegender Erfindung in großer Stückzahl
reproduzierbar, maßhaltig und kostengünstig herzustellen. Hierdurch werden die Anschlussvorrichtung
und/oder die Fixiervorrichtung und/oder das Schachtbauteil bereitgestellt, die äußerst
widerstandsfähig und fest sind, und die Ansprüche der Kunden bzw. die Vorgaben der
einschlägigen Spezifikationen für ihre Anwendung erfüllen.
[0032] Weiterhin ist die Anschlussvorrichtung und/oder die Fixiervorrichtung und/oder das
Schachtbauteil der Schachtanordnung der vorliegenden Erfindung so ausgebildet, dass
diese wenigstens ein Altschachtsystem sowie wenigstens ein Neuschachtsystem aufweist.
[0033] Weiterhin hat es sich als äußerst vorteilhaft erwiesen, wenn die Anschlussvorrichtung
und/oder die Fixiervorrichtung und/oder das Schachtbauteil durch spanabhebende/ spanende
Verfahren wie beispielsweise Fräsen hergestellt sind. Hierdurch lassen sich individuelle
Geometrie wie beispielsweise Durchmesser, Höhen und dergleichen realisieren, sodass
für jedes zu sanierende Altschachtsystem ein geometrisch exaktes Neuschachtsystem
kostengünstig und wirtschaftlich zur Verfügung stellbar ist.
[0034] Es kann sich im Rahmen der vorliegenden Erfindung weiterhin als sehr praktikabel
ergeben, wenn vorgesehen ist, dass die die Anschlussvorrichtung und/oder die Fixiervorrichtung
und/oder das Schachtbauteil in einem additiven Fertigungsprozess, wie einem 3D-Druckprozess
hergestellt ist. Ein solcher Prozess ist geeignet, einen die Anschlussvorrichtung
und/oder die Fixiervorrichtung und/oder das Schachtbauteil gemäß vorliegender Erfindung
in großer Stückzahl reproduzierbar, maßhaltig und kostengünstig herzustellen. So kann
insbesondere vorgesehen sein, dass die Anschlussvorrichtung und/oder die Fixiervorrichtung
und/oder das Schachtbauteil ganz oder teilweise unter Verwendung eines generativen
Fertigungsverfahrens, beispielsweise durch ein 3-D-Druckverfahren, hergestellt ist.
Hierzu kann mit Vorteil ein datenverarbeitungs-maschinenlesbares dreidimensionales
Modell für die Herstellung genutzt werden.
[0035] Die Erfindung umfasst auch ein Verfahren zur Erzeugung eines datenverarbeitungsmaschinenlesbaren
dreidimensionalen Modells zur Verwendung in einem Herstellungsverfahren für die Anschlussvorrichtung
und/oder die Fixiervorrichtung und/oder das Schachtbauteil. Hierbei umfasst das Verfahren
insbesondere auch die Eingabe von Daten, die Anschlussvorrichtung und/oder die Fixiervorrichtung
und/oder das Schachtbauteil darstellen, in eine Datenverarbeitungsmaschine und die
Nutzung der Daten, die Anschlussvorrichtung und/oder die Fixiervorrichtung und/oder
das Schachtbauteil als dreidimensionales Modell darzustellen, wobei das dreidimensionale
Modell geeignet ist zur Nutzung bei der Herstellung die Anschlussvorrichtung und/oder
die Fixiervorrichtung und/oder das Schachtbauteil. Ebenfalls umfasst ist bei dem Verfahren
eine Technik, bei der die eingegebenen Daten eines oder mehrerer 3D-Scanner, die entweder
auf Berührung oder berührungslos funktionieren, wobei bei letzteren Energie auf die
Anschlussvorrichtung und/oder die Fixiervorrichtung und/oder das Schachtbauteil abgegeben
wird und die reflektierte Energie empfangen wird, und wobei ein virtuelles dreidimensionales
Modell die Anschlussvorrichtung und/oder die Fixiervorrichtung und/oder das Schachtbauteil
unter Verwendung einer computerunterstützten Design-Software erzeugt wird.
[0036] Das Fertigungsverfahren kann ein generatives Pulverbettverfahren, insbesondere selektives
Laserschmelzen (SLM), selektives Lasersintern (SLS), selektives Hitzesintern (Selective
Heat Sintering - SHS), selektives Elektronenstrahlschmelzen (Electron Beam Melting
- EBM / Electron Beam Additive Manufacturing - EBAM) oder Verfestigen von Pulvermaterial
mittels Binder (Binder Jetting) umfassen. Das Fertigungs-verfahren kann ein generatives
Freiraumverfahren, insbesondere Auftragsschweißen, Wax Deposition Modeling (WDM),
Contour Crafting, Metall-Pulver-Auftragsverfahren (MPA), KunststoffPulver-Auftragsverfahren,
Kaltgasspritzen, Elektronenstrahlschmelzen (Electron Beam Welding - EBW) oder Schmelzeschichtungs-verfahren
wie Fused Deposition Modeling (FDM) oder Fused Filament Fabrication (FFF) umfassen.
Das Fertigungsverfahren kann ein generatives Flüssigmaterialverfahren, insbesondere
Stereolithografie (SLA), Digital Light Processing (DLP), Multi Jet Modeling (MJM),
Polyjet Modeling oder Liquid Composite Moulding (LCM) umfassen. Ferner kann das Fertigungsverfahren
andere generative Schichtaufbauverfahren, insbesondere Laminated Object Modelling
(LOM), 3D-Siebdruck oder die Lichtgesteuerte Elektrophoretische Abscheidung umfassen.
[0037] Die Erfindung betrifft weiterhin ein System zur Aufnahme, Leitung und Speicherung
eines Fluids mit wenigstens einer Schachtanordnung gemäß den vorherigen Ausführungen.
[0038] Weitere wichtige Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen,
aus den Figuren und aus der zugehörigen Figurenbeschreibung.
[0039] Es versteht sich, dass die vorstehend genannten und die nachstehend noch zu erläuternden
Merkmale nicht nur in der jeweils angegebenen Kombination, sondern auch in anderen
Kombinationen oder in Alleinstellung verwendbar sind, ohne den Rahmen der vorliegenden
Erfindung zu verlassen.
[0040] Ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in den Figuren dargestellt
und wird in der nachfolgenden Beschreibung näher erläutert.
[0041] Es zeigen:
- Fig. 1
- perspektivische Darstellung einer Schachtanordnung mit einem Altschachtsystem sowie
einem Neuschachtsystem,
- Fig. 2
- Teilschnittdarstellung einer Schachtanordnung mit einem Altschachtsystem sowie einem
Neuschachtsystem,
- Fig. 3
- perspektivische Darstellung einer Schachtanordnung,
- Fig. 4
- Teilschnittdarstellung einer Schachtanordnung mit einem Neuschachtsystem,
- Fig. 5
- perspektivische Darstellung einer Anschlussvorrichtung der Adapteranordnung einer
Schachtanordnung,
- Fig. 6
- perspektivische Darstellung einer Fixiervorrichtung der Adapteranordnung einer Schachtanordnung
[0042] In der
Fig. 1 ist eine perspektivische Darstellung einer Schachtanordnung 1 mit einem Altschachtsystem
10 und einem Neuschachtsystem 20 dargestellt.
[0043] Die Schachtanordnung 1 für ein Altschachtsystem 10 eines Systems zur Aufnahme, Leitung
und Speicherung eines Fluids, wobei das Altschachtsystem 10 wenigstens ein Altschachtunterteil11
mit wenigstens einem Altschachtboden 12, sowie wenigstens einer, den Altschachtboden
12 umschließenden Altschachtwand 13, in der wenigstens eine Öffnung 15 angeordnet
ist, zeichnet sich dadurch aus, dass die Öffnung 15 der Altschachtwand 13 des Altschachtsystems
10 über wenigstens eine Adapteranordnung 30 eines Neuschachtsystem 20 beabstandet,
angeordnet ist, dass die Adapteranordnung 30 wenigstens eine beweglich angeordnete
Anschlussvorrichtung 40 aufweist, die mit einer Öffnung 15 der Altschachtwand 13 in
Wirkverbindung steht.
[0044] Die Schachtanordnung 1 ist weiter so ausgebildet, dass die Adapteranordnung 30 wenigstens
eine axial und/oder radial beweglich angeordnete Anschlussvorrichtung 40 aufweist,
die mit einer Öffnung 15 der Altschachtwand 13 in Wirkverbindung steht.
[0045] Weiter ist die Schachtanordnung 1 so ausgebildet, dass die Altschachtwand 13 des
Altschachtsystems 10 über wenigstens eine Adapteranordnung 30 zu wenigstens einem
Schachtbauteil 60 eines Neuschachtsystems 20, das wenigstens eine dichtende und/oder
steckbare und/oder verrastbare Verbindung aufweist, beabstandet, angeordnet ist.
[0046] Das Altschachtsystem 10 ist über wenigstens einen Ringspalt 3 vom Neuschachtsystem
20 beabstandet, angeordnet. Der Ringspalt 3 zwischen dem Altschachtsystem 10 und dem
Neuschachtsystem 20 wird dabei im Allgemeinen über die gesamte Höhe der Schachtanordnung
1 mit einem Verfüllmaterial 4 verfüllt.
[0047] In der
Fig. 2 ist eine Teilschnittdarstellung einer Schachtanordnung 1 mit einem Altschachtsystem
10 sowie einem Neuschachtsystem 20 dargestellt.
[0048] Die Schachtanordnung 1 für ein Altschachtsystem 10 eines Systems zur Aufnahme, Leitung
und Speicherung eines Fluids, wobei das Altschachtsystem 10 wenigstens ein Altschachtunterteil11
mit wenigstens einem Altschachtboden 12, sowie wenigstens einer, den Altschachtboden
12 umschließenden Altschachtwand 13, in der wenigstens eine Öffnung 15 angeordnet
ist, zeichnet sich dadurch aus, dass die Öffnung 15 der Altschachtwand 13 des Altschachtsystems
10 über wenigstens eine Adapteranordnung 30 eines Neuschachtsystem 20 beabstandet,
angeordnet ist, dass die Adapteranordnung 30 wenigstens eine beweglich angeordnete
Anschlussvorrichtung 40 aufweist, die mit einer Öffnung 15 der Altschachtwand 13 in
Wirkverbindung steht.
[0049] Die Schachtanordnung 1 ist weiter so ausgebildet, dass die Adapteranordnung 30 wenigstens
eine axial und/oder radial beweglich angeordnete Anschlussvorrichtung 40 aufweist,
die mit einer Öffnung 15 der Altschachtwand 13 in Wirkverbindung steht.
[0050] Weiter ist die Schachtanordnung 1 so ausgebildet, dass die Altschachtwand 13 des
Altschachtsystems 10 über wenigstens eine Adapteranordnung 30 zu wenigstens einem
Schachtbauteil 60 eines Neuschachtsystems 20, das wenigstens eine dichtende und/oder
steckbare und/oder verrastbare Verbindung aufweist, beabstandet, angeordnet ist.
[0051] Das Schachtbauteil 60 des Neuschachtsystem 20 weist wenigstens eine Öffnung 61 auf.
Der Durchmesser der Öffnung 61 des Schachtbauteils 60 ist größer als der Durchmesser
des Stutzens 43 der Anschlussvorrichtung 40 ausgebildet. Weiterhin ist der Durchmesser
der Öffnung 61 des Schachtbauteils 60 vorteilhafterweise kleiner als der Durchmesser
der Öffnung 41 der Krempe 42 der Anschlussvorrichtung 40 ausgebildet.
[0052] Der Durchmesser der Öffnung 61 des Schachtbauteils 60 ist vorteilhafterweise etwa
gleich groß wie die Öffnung 51 der Fixiervorrichtung 50 ausgebildet.
[0053] Das Schachtbauteil 60 des Neuschachtsystem 20 weist wenigstens eine Öffnung 61 auf.
Der Durchmesser der Öffnung 61 des Schachtbauteils 60 ist größer als der Durchmesser
des Stutzens 43 der Anschlussvorrichtung 40 ausgebildet. Weiterhin ist der Durchmesser
der Öffnung 61 des Schachtbauteils 60 vorteilhafterweise kleiner als der Durchmesser
der Öffnung 41 der Krempe 42 der Anschlussvorrichtung 40 ausgebildet.
[0054] Der Durchmesser der Öffnung 61 des Schachtbauteils 60 ist vorteilhafterweise etwa
gleich groß wie die Öffnung 51 der Fixiervorrichtung 50 ausgebildet.
[0055] Vorteilhafterweise ist die Schachtanordnung 1 so ausgeführt, dass die wenigstens
eine Adapteranordnung 30 sowie das wenigstens eine Schachtbauteil 60 mit einer Öffnung
15 der Altschachtwand 13, über wenigstens ein Verfüllmaterial 4, abdichtend in Wirkverbindung
steht. Weiterhin liegt es im Rahmen der Erfindung, dass am Stutzen 43 der Anschlussvorrichtung
40 wenigstens eine weitere Dichtvorrichtung angeordnet ist. Ebenfalls vorteilhaft
bei der Schachtanordnung 1 ist, dass die wenigstens eine Adapteranordnung 30 über
wenigstens eine Anschlussvorrichtung 40 von einer Öffnung 15 der Altschachtwand 13
des Altschachtunterteils 11 beabstandet, angeordnet ist.
[0056] Die Schachtanordnung ist ebenfalls so ausgebildet, dass die wenigstens eine Adapteranordnung
30 wenigstens eine Anschlussvorrichtung 40 sowie wenigstens eine Fixiervorrichtung
50 aufweist.
[0057] Weiterhin ist die Schachtanordnung 1 so ausgebildet, dass die wenigstens eine Anschlussvorrichtung
40 wenigstens eine Öffnung 41, wenigstens eine Krempe 42, sowie wenigstens einen Stutzen
43 aufweist.
[0058] In einer weiteren vorteilhaften Ausführung ist die Schachtanordnung 1 so ausgeführt,
dass die wenigstens eine Anschlussvorrichtung 40 wenigstens eine Öffnung 41, wenigstens
eine Krempe 42, sowie wenigstens einen Stutzen 43 aufweist.
[0059] Die Adapteranordnung 30 der Schachtanordnung 1 ist so ausgebildet, dass die Fixiervorrichtung
50 wenigstens eine, die Öffnung 51 umgebende, Nut 52 aufweist.
[0060] Dabei ist vorteilhafterweise die Schachtanordnung 1 weiterhin so ausgebildet, dass
die Öffnung 51 der Fixiervorrichtung 50 größer als der Durchmesser des Stutzens 43
der Anschlussvorrichtung 40 ausgebildet ist.
[0061] Die Fixiervorrichtung 50 ist dabei stoffschlüssig mit der Wand 62 des Schachtbauteils
60 verbunden. Weiterhin weist die Fixiervorrichtung 50 eine Nut 52 auf die, geringfügig
beabstandet, von der Öffnung 51 angeordnet ist. In der Nut 52 der Fixiervorrichtung
50 ist vorteilhafterweise eine Dichtungsvorrichtung 2 angeordnet.
[0062] Die Fixiervorrichtung 50 ist weiterhin so ausgebildet, dass sie an ihrer Außenseite
wenigstens einen Steg 53 aufweist. Die Fixiervorrichtung 50 ist in diesem Ausführungsbeispiel
weiterhin so ausgebildet, dass sie an ihrer Außenseite wenigstens einen umlaufenden
Steg 53 aufweist.
[0063] Weiterhin liegt es im Rahmen der Erfindung, dass die Fixiervorrichtung 50 an ihrer
der Wand 62 des Schachtbauteils 60 gegenüberliegenden Seite eine einheitliche Oberfläche
aufweist.
[0064] Die Anschlussvorrichtung 40 der Adapteranordnung 30 ist dabei über den Stutzen 43
in der Öffnung 51 der Fixiervorrichtung 50 angeordnet.
[0065] Die Krempe 42 der Anschlussvorrichtung 40 ist zwischen der Wand 62 des Schachtbauteils
60 und der Fixierungsvorrichtung 50 angeordnet.
[0066] Die Anschlussvorrichtung 40 ist dabei radial bzw. axial bewegbar und ist so gegenüber
einer Öffnung 15 eines Altschachtsystems 10 anordenbar.
[0067] In diesem Ausführungsbeispiel ist der Stutzen 43 der Anschlussvorrichtung 40 etwa
konzentrisch sowie beabstandet zur Öffnung 15 des Altschachtsystems 10 angeordnet.
[0068] Bei der Montage des Neuschachtsystems 20 in einem Altschachtsystem 10 ist in der
Öffnung 41 des Stutzens 43 der Anschlussvorrichtung 40 eine Absperrvorrichtung (nicht
dargestellt) positioniert, die pneumatisch unterstützt ihre äußere Kontur so verändert,
dass sie zumindest teilweise in der Öffnung 41 angeordnet ist.
[0069] Die nicht dargestellte Absperrvorrichtung ist aber auch in der Öffnung 15 des Altschachtsystems
10 teilweise angeordnet.
[0070] Durch eine pneumatische Druckbeauftragung verändert die nicht dargestellte Absperrvorrichtung
ihre äußere Kontur so, dass der axial/radial bewegliche Stutzen 43 der Anschlussvorrichtung
40 gegenüber der Öffnung 15 des Altschachtsystems 10 angeordnet ist. Durch diese vorteilhafte
Ausgestaltung ist es erstmals möglich, dass insbesondere der Stutzen 43 der Anschlussvorrichtung
40 flexibel sowie selbstjustierend zur Öffnung 15 des Altschachtsystems 10 bewegbar/anordenbar
ist.
[0071] Somit ist es auch erstmals möglich, dass die Öffnung 41 des Stutzens 43 der Anschlussvorrichtung
40 solgleich zur Öffnung 15 des Altschachtsystems 10 anordenbar ist.
[0072] Es hat sich bei der Schachtanordnung 1 weiterhin als vorteilhaft herausgestellt,
dass die Öffnung 51 der Fixiervorrichtung 50 kleiner als der Durchmesser der Öffnung
41 der Krempe 42 der Anschlussvorrichtung 40 ausgebildet ist.
[0073] Das Schachtbauteil 60 des Neuschachtsystem 20 weist wenigstens eine Öffnung 61 auf.
Der Durchmesser der Öffnung 61 des Schachtbauteils 60 ist größer als der Durchmesser
des Stutzens 43 der Anschlussvorrichtung 40 ausgebildet. Weiterhin ist der Durchmesser
der Öffnung 61 des Schachtbauteils 60 vorteilhafterweise kleiner als der Durchmesser
der Öffnung 41 der Krempe 42 der Anschlussvorrichtung 40 ausgebildet.
[0074] Der Durchmesser der Öffnung 61 des Schachtbauteils 60 ist vorteilhafterweise etwa
gleich groß wie die Öffnung 51 der Fixiervorrichtung 50 ausgebildet.
[0075] Die Schachtanordnung 1 ist weiter so ausgebildet, dass das Altschachtsystem 10 über
wenigstens einen Ringspalt 3 vom Neuschachtsystem 20, beabstandet, angeordnet ist.
Dabei hat es sich bei der Schachtanordnung 1 ebenso als vorteilhaft herausgestellt,
dass der Ringspalt 3 zwischen dem Altschachtsystem 10 und dem Neuschachtsystem 20
wenigstens teilweise ein Verfüllmaterial 4 aufweist.
[0076] In der
Fig. 3 ist eine perspektivische Darstellung einer Schachtanordnung 1 mit einem Neuschachtsystem
20 dargestellt.
[0077] Die Schachtanordnung 1 ist einsetzbar für ein Altschachtsystem eines Systems zur
Aufnahme, Leitung und Speicherung eines Fluids, wobei das Altschachtsystem wenigstens
ein Altschachtunterteil mit wenigstens einem Altschachtboden, sowie wenigstens einer,
den Altschachtboden umschließenden Altschachtwand, in der wenigstens eine Öffnung
angeordnet ist.
[0078] Die Schachtanordnung 1 zeichnet sich unter anderem dadurch aus, dass die Adapteranordnung
30 wenigstens eine beweglich angeordnete Anschlussvorrichtung 40 aufweist, die mit
einer Öffnung einer Altschachtwand in Wirkverbindung bringbar ist.
[0079] Die Schachtanordnung 1 mit einem Neuschachtsystem 20 ist so ausgebildet, dass sie
wenigstens ein Schachtbauteil 60 aufweist.
[0080] Die Schachtanordnung 1 ist weiter so ausgebildet, dass die Adapteranordnung 30 wenigstens
eine axial und/oder radial beweglich angeordnete Anschlussvorrichtung 40 aufweist,
die mit einer Öffnung 15 der Altschachtwand 13 in Wirkverbindung steht.
[0081] Das Schachtbauteil 60 des Neuschachtsystem 20 weist wenigstens eine Wand 62 auf,
die ein Lumen 64 umgibt. Weiterhin weist das Schachtbauteil 60 des Neuschachtsystems
20 in diesem Ausführungsbeispiel eine Steigvorrichtung 63 auf. Die Steigvorrichtung
63 des Schachtbauteils 60 ist dabei an der Wand 62 fixiert.
[0082] Das Schachtbauteil 60 des Neuschachtsystems 20 weist wenigstens eine Adapteranordnung
30 auf.
[0083] Die Adapteranordnung 30 ist dabei in einer Öffnung 61 des Schachtbauteils 60 angeordnet.
[0084] Die Adapteranordnung 30 des Schachtbauteils 60 des Neuschachtsystem ist 20 ist so
ausgebildet, dass sie wenigstens eine Anschlussvorrichtung 40 sowie wenigstens eine
Fixiervorrichtung 50 aufweist. Die Fixiervorrichtung 50 der Adapteranordnung 30 ist
dabei stoffschlüssig mit dem Schachtbauteil 60 verbunden. In diesem Ausführungsbeispiel
ist die Fixiervorrichtung 50 der Adapteranordnung 30 stoffschlüssig, beispielsweise
verschweißt mit der Wand 62 des Schachtbauteils 60 des Neuschachtsystems 20 verbunden.
[0085] Die die Anschlussvorrichtung 40 der Adapteranordnung 30 weist einen Stutzen 43 auf.
Der Stutzen 43 der Anschlussvorrichtung 40 weist wenigstens eine Öffnung 41 auf.
[0086] Der Durchmesser 61 des Schachtbauteils 30 ist dabei um einiges größer als der Durchmesser
des Stutzens 43 der Anschlussvorrichtung 40.
[0087] Der Durchmesser 61 des Schachtbauteils 60 ist in diesem Ausführungsbeispiel um etwa
20 % größer als der Durchmesser des Stutzens 43 der Anschlussvorrichtung 40.
[0088] Der Stutzen 43 der Anschlussvorrichtung 40 ist somit innerhalb des Durchmessers 61
des Schachtbauteils 60 horizontal und vertikal beweglich angeordnet.
[0089] In der
Fig. 4 ist eine Teilschnittdarstellung einer Schachtanordnung 1 mit einem Neuschachtsystem
20 dargestellt.
[0090] Die Schachtanordnung 1 ist einsetzbar für ein Altschachtsystem eines Systems zur
Aufnahme, Leitung und Speicherung eines Fluids, wobei das Altschachtsystem wenigstens
ein Altschachtunterteil mit wenigstens einem Altschachtboden, sowie wenigstens einer,
den Altschachtboden umschließenden Altschachtwand, in der wenigstens eine Öffnung
angeordnet ist.
[0091] Die Schachtanordnung 1 zeichnet sich unter anderem dadurch aus, dass die Adapteranordnung
30 wenigstens eine beweglich angeordnete Anschlussvorrichtung 40 aufweist, die mit
einer Öffnung einer Altschachtwand in Wirkverbindung bringbar ist.
[0092] Die Schachtanordnung 1 ist weiter so ausgebildet, dass die Adapteranordnung 30 wenigstens
eine axial und/oder radial beweglich angeordnete Anschlussvorrichtung 40 aufweist,
die mit einer Öffnung 15 der Altschachtwand 13 in Wirkverbindung steht.
[0093] Die Schachtanordnung 1 mit einem Neuschachtsystem 20 ist so ausgebildet, dass sie
wenigstens ein Schachtbauteil 60 aufweist.
[0094] Die Schachtanordnung 1 ist ebenfalls so ausgebildet, dass die wenigstens eine Adapteranordnung
30 wenigstens eine Anschlussvorrichtung 40 sowie wenigstens eine Fixiervorrichtung
50 aufweist.
[0095] Weiterhin ist die Schachtanordnung 1 so ausgebildet, dass die wenigstens eine Anschlussvorrichtung
40 wenigstens eine Krempe 42, sowie wenigstens einen Stutzen 43, mit wenigstens einer
Öffnung 41, aufweist.
[0096] Die Adapteranordnung 30 der Schachtanordnung 1 ist so ausgebildet, dass die Fixiervorrichtung
50 wenigstens eine, die Öffnung 51 umgebende, Nut 52 aufweist.
[0097] Dabei ist vorteilhafterweise die Schachtanordnung 1 weiterhin so ausgebildet, dass
die Öffnung 51 der Fixiervorrichtung 50 größer als der Durchmesser des Stutzens 43
der Anschlussvorrichtung 40 ausgebildet ist.
[0098] Die Fixiervorrichtung 50 ist dabei stoffschlüssig mit der Wand 62 des Schachtbauteils
60 verbunden. Weiterhin weist die Fixiervorrichtung 50 eine Nut 52 auf, die geringfügig
beabstandet von der Öffnung 51 angeordnet ist.
[0099] In der Nut 52 der Fixiervorrichtung 50 ist vorteilhafterweise eine Dichtungsvorrichtung
2 angeordnet.
[0100] Die Fixiervorrichtung 50 ist weiterhin so ausgebildet, dass sie an ihrer Außenseite
wenigstens einen Steg 53 aufweist.
[0101] Die Anschlussvorrichtung 40 der Adapteranordnung 30 ist über den Stutzen 43 in der
Öffnung 51 der Fixiervorrichtung 50 angeordnet.
[0102] Die Krempe 42 der Anschlussvorrichtung 40 ist zwischen der Wand 62 des Schachtbauteils
60 und der Fixierungsvorrichtung 50 angeordnet.
[0103] Die Anschlussvorrichtung 40 ist dabei radial bzw. axial bewegbar und kann so genau
gegenüber einer Öffnung 15 eines Altschachtsystems angeordnet werden.
[0104] Es hat sich bei der Schachtanordnung 1 weiterhin als vorteilhaft herausgestellt,
dass die Öffnung 51 der Fixiervorrichtung 50 kleiner als der Durchmesser der Öffnung
41 der Krempe 42 der Anschlussvorrichtung 40 ausgebildet ist.
[0105] Das Schachtbauteil 60 des Neuschachtsystem 20 weist wenigstens eine Öffnung 61 auf.
Der Durchmesser der Öffnung 61 des Schachtbauteils 60 ist größer als der Durchmesser
des Stutzens 43 der Anschlussvorrichtung 40 ausgebildet. Weiterhin ist der Durchmesser
der Öffnung 61 des Schachtbauteils 60 vorteilhafterweise kleiner als der Durchmesser
der Öffnung 41 der Krempe 42 der Anschlussvorrichtung 40 ausgebildet.
[0106] Der Durchmesser der Öffnung 61 des Schachtbauteils 60 ist vorteilhafterweise etwa
gleich groß wie die Öffnung 51 der Fixiervorrichtung 50 ausgebildet.
[0107] In der
Fig. 5 ist eine perspektivische Darstellung einer Anschlussvorrichtung 40 der Adapteranordnung
30 einer Schachtanordnung 1 dargestellt.
[0108] Die Adapteranordnung 30 der Schachtanordnung 1 ist so ausgebildet, dass die wenigstens
eine Anschlussvorrichtung 40 wenigstens eine Krempe 42, sowie wenigstens einen Stutzen
43, mit wenigstens einer Öffnung 41, aufweist.
[0109] Der Stutzen 43 der Anschlussvorrichtung 40 ist als Rohrabschnitt mit einer Länge
von etwa 50 bis 300 Millimeter ausgebildet.
[0110] Der Stutzen 43 der Anschlussvorrichtung 40 weist dabei eine Wanddicke von etwa 3
bis 20 Millimeter auf.
[0111] Die Krempe 43 der Anschlussvorrichtung 40 ist als Kreisring ausgebildet und mit dem
Stutzen 43 stoffschlüssig verbunden.
[0112] Dabei entspricht der Innendurchmesser der Krempe 42 etwa dem Außendurchmesser des
Stutzens 43 der Anschlussvorrichtung 40.
[0113] Die Krempe 42 der Anschlussvorrichtung 40 ist im Querschnitt etwa bogenförmig ausgebildet
und weist einen Radius auf, der etwa dem Radius des Schachtbauteils entspricht.
[0114] Der Durchmesser der Krempe 42 der Anschlussvorrichtung 40 ist dabei wenigstens etwa
25% größer als der Durchmesser des Stutzens 43. In diesem Ausführungsbeispiel ist
der Durchmesser der Krempe 42 der Anschlussvorrichtung 40 etwa 250 mm ausgebildet.
[0115] Der Durchmesser des Stutzens 43 der Anschlussvorrichtung 40 weist einen Durchmesser
von etwa 160 mm auf, bei einer Länge von etwa 100 mm.
[0116] In
Fig. 6 ist eine perspektivische Darstellung einer Fixiervorrichtung 50 der Adapteranordnung
30 einer Schachtanordnung 1 dargestellt.
[0117] Die Adapteranordnung 30 der Schachtanordnung 1 ist so ausgebildet, dass die Fixiervorrichtung
50 wenigstens eine, die Öffnung 51 umgebende, Nut 52 aufweist.
[0118] Dabei ist vorteilhafterweise die Fixiervorrichtung 50 der Adapteranordnung 30 einer
Schachtanordnung 1 weiterhin so ausgebildet, dass die Öffnung 51 größer als der Durchmesser
des Stutzens 43 der Anschlussvorrichtung 40 ausgebildet ist.
[0119] Weiterhin weist die Fixiervorrichtung 50 der Adapteranordnung 30 einer Schachtanordnung
1 eine Nut 52 auf, die geringfügig beabstandet von der Öffnung 51 angeordnet ist.
[0120] In der Nut 52 der Fixiervorrichtung 50 ist vorteilhafterweise eine Dichtungsvorrichtung
anbringbar.
[0121] Es liegt jedoch auch im Rahmen der Erfindung, dass die Fixiervorrichtung 50 der Adapteranordnung
30 einer Schachtanordnung 1 weitere Nuten aufweist.
[0122] Die Fixiervorrichtung 50 der Adapteranordnung 30 einer Schachtanordnung 1 ist etwa
prismatisch, mehreckig, insbesondere viereckig ausgebildet.
[0123] Die Fixiervorrichtung 50 der Adapteranordnung 30 einer Schachtanordnung 1 ist in
diesem Ausführungsbeispiel so ausgebildet, dass sie wenigstens einen, an den Außenkanten
angeordneten, Steg 53 aufweist.
[0124] Weiterhin weist die Fixiervorrichtung 50 der Adapteranordnung 30 einer Schachtanordnung
1 im Querschnitt eine etwa bogenförmige Gestalt auf.
[0125] Der Radius der bogenförmige Gestalt der Fixiervorrichtung 50 entspricht etwa dem
Radius des Schachtbauteils 60.
[0126] Die Schachtanordnung 1 ist so ausgebildet, dass die Anschlussvorrichtung 40 und/oder
die Fixiervorrichtung 50 und/oder das Schachtbauteil 60 ein Polymermaterial enthält
oder aus einem Polymermaterial besteht, wobei das Polymermaterial bevorzugt ein Thermoplast,
besonders bevorzugt ein Polyolefin, wie beispielsweise ein Polypropylen oder ein Polyethylen
oder eine Polybutylen oder ein Copolymeres der Vorgenannten, oder ein Polyvinylchlorid
ist, oder aus einem solchen besteht.
[0127] In diesem Ausführungsbeispiel ist die Schachtanordnung 1 so ausgeführt, dass die
Anschlussvorrichtung 40 und/oder die Fixiervorrichtung 50 und/oder das Schachtbauteil
60 aus dem Polymermaterial Polypropylen besteht.
1. Schachtanordnung (1) für ein Altschachtsystem (10) eines Systems zur Aufnahme, Leitung
und Speicherung eines Fluids, wobei das Altschachtsystem (10) wenigstens ein Altschachtunterteil
(11) mit wenigstens einem Altschachtboden (12), sowie wenigstens einer, den Altschachtboden
(12) umschließenden Altschachtwand (13), in der wenigstens eine Öffnung (15) angeordnet
ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Öffnung (15) der Altschachtwand (13) des Altschachtsystems (10) über wenigstens
eine Adapteranordnung (30) eines Neuschachtsystem (20) beabstandet, angeordnet ist,
dass die Adapteranordnung (30) wenigstens eine beweglich angeordnete Anschlussvorrichtung
(40) aufweist, die mit einer Öffnung (15) der Altschachtwand (13) in Wirkverbindung
steht.
2. Schachtanordnung (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Adapteranordnung (30) wenigstens eine axial und/oder radial beweglich angeordnete
Anschlussvorrichtung (40) aufweist, die mit einer Öffnung (15) der Altschachtwand
(13) in Wirkverbindung steht.
3. Schachtanordnung (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Altschachtwand (13) des Altschachtsystems (10) über wenigstens eine Adapteranordnung
(30) zu wenigstens einem Schachtbauteil (60) eines Neuschachtsystems (20), das wenigstens
eine dichtende und/oder steckbare und/oder verrastbare Verbindung aufweist, beabstandet,
angeordnet ist.
4. Schachtanordnung (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die wenigstens eine Adapteranordnung (30) sowie das wenigstens eine Schachtbauteil
(60) mit einer Öffnung (15) der Altschachtwand (13), über wenigstens ein Verfüllmaterial
(4), abdichtend in Wirkverbindung steht.
5. Schachtanordnung (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die wenigstens eine Adapteranordnung (30) über wenigstens eine Anschlussvorrichtung
(40) von einer Öffnung (15) der Altschachtwand (13) des Altschachtunterteils (11)
beabstandet, angeordnet ist.
6. Schachtanordnung (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die wenigstens eine Adapteranordnung (30) wenigstens eine Anschlussvorrichtung (40)
sowie wenigstens eine Fixiervorrichtung (50) aufweist.
7. Schachtanordnung (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die wenigstens eine Fixiervorrichtung (50) der Adapteranordnung (30) stoffschlüssig
mit dem Schachtbauteil (60) verbunden ist.
8. Schachtanordnung (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Fixiervorrichtung (50) wenigstens eine Öffnung (51) aufweist.
9. Schachtanordnung (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Öffnung (51) der Fixiervorrichtung (50) größer als der Durchmesser des Stutzens
(43) der Anschlussvorrichtung (40) ausgebildet ist.
10. Schachtanordnung (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Öffnung (51) der Fixiervorrichtung (50) kleiner als der Durchmesser der Öffnung
(41) der Krempe (42) der Anschlussvorrichtung (40) ausgebildet ist.
11. Schachtanordnung (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Durchmesser der Öffnung (61) des Schachtbauteils (60) größer als der Durchmesser
des Stutzens (43) der Anschlussvorrichtung (40) ausgebildet ist.
12. Schachtanordnung (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Durchmesser der Öffnung (61) des Schachtbauteils (60) kleiner als der Durchmesser
der Öffnung (41) der Krempe (42) der Anschlussvorrichtung (40) ausgebildet ist.
13. Schachtanordnung (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Durchmesser der Öffnung (61) des Schachtbauteils (60) etwa gleich groß ist wie
die Öffnung (51) der Fixiervorrichtung (50) ausgebildet ist.
14. Schachtanordnung (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass diese wenigstens ein Altschachtsystem (10) sowie wenigstens ein Neuschachtsystem
(20) aufweist.
15. System zur Aufnahme, Leitung und Speicherung eines Fluids mit wenigstens einer Schachtanordnung
(1) nach einem der Ansprüche 1 bis 20.