[0001] Die Erfindung betrifft eine Sensoranordnung für ein Fahrwerk eines spurgeführten
Fahrzeugs umfassend zumindest einen Sensor, wobei die Sensoranordnung eine Tragvorrichtung
aufweist und der Sensor an der Tragvorrichtung angeordnet ist.
[0002] Weiterhin betrifft die Erfindung ein Fahrwerk umfassend zumindest eine solche oder
wie nachfolgend beschrieben, weitergebildete Sensoranordnung, wobei das Fahrwerk zumindest
einen Fahrwerksrahmen und zumindest zwei Radsätze aufweist.
[0003] Ferner betrifft die Erfindung ein spurgeführtes Fahrzeug, umfassend zumindest ein
solches oder wie nachfolgend beschrieben, weitergebildetes Fahrwerk.
[0004] An spurgeführten Fahrzeugen werden Sensoren im Bereich des Fahrwerks montiert. Solche
bisherige Lösungsansätze bedurften dabei aber große aktive Stellzylinder zur Einstellung
der Sensorposition. Dies hat zu großen Bauraum- und Kostenrisiken geführt.
[0005] Das Dokument
DE 10 2014 212 232 A1 betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zur Bestimmung mindestens einer Eigenschaft
eines Gleises für ein Schienenfahrzeug.
[0006] Das Dokument
DE 10 2010 052 667 C5 betrifft eine Vorrichtung zur Erfassung von Störungen einer Rollbewegung eines Wagonrades
eines Zuges umfassend eine zumindest einen Vibrationssensor umfassende Auswerteeinheit.
[0007] DE 10 2004 045 457 A1 betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zur Diagnose und Zustandsmonitoring eines
Verschleiß- und Funktionszustandes einer Weiche und/oder einer Kreuzung und/oder einer
Kreuzungsweiche und/oder von Schienenstößen und/oder Gleisinhomogenitäten eines Schienenverkehrsweges,
der aus mehreren Fahrschienen besteht.
[0008] Das Dokument
EP 3 544 875 B1 betrifft ein Fahrwerk für Schienenfahrzeuge, mit zumindest ein erstes Rad und ein
zweites Rad, zumindest ein erstes Radlager mit einem ersten Radlagergehäuse und ein
zweites Radlager mit einem zweiten Radlagergehäuse, zumindest eine erste Primärfeder
und eine zweite Primärfeder, zumindest eine primärgefederte Tragestruktur sowie zumindest
eine aktive Radstelleinrichtung, die eine Aktuatoreinheit aufweist, wobei zwischen
der zumindest einen Radstelleinrichtung und der zumindest einen Tragestruktur ein
erstes Lager und ein zweites Lager sowie zwischen der zumindest einen Radstelleinrichtung
und dem ersten Radlagergehäuse eine Führung vorgesehen sind.
[0009] Das Dokument
WO 2005/ 108 676 A1 betrifft eine Vorrichtung zur optischen Überwachung eines Gleis.
[0010] Aus der
WO2023/011930A ist eine Sensoranordnung mit einem Fahrwerk bekannt. Diese weist einen Sensor auf,
der über eine Tragvorrichtung mit den Radsatzlagergehäusen des Fahrwerks verbunden
ist. Alternativ kann ein Teil der Tragvorrichtung auch mit dem Fahrwerksrahmen verbunden
werden. Der Sensor befindet sich dabei unterhalb der Anlenkungspunkte der Tragvorrichtung,
sodass dieser unterhalb des Fahrwerksrahmens und unterhalb der Radsatzlager angeordnet
ist. Weiterhin ist die Tragvorrichtung als Tragrahmen ausgebildet, an welchem wiederum
über ein Elastiklager der Sensor angeordnet ist.
[0011] Ausgehend davon liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, eine Sensoranordnung zu
schaffen, die einen einfacheren Aufbau aufweist.
[0012] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Sensoranordnung des Anspruchs 1 gelöst.
Vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen sind Gegenstand der Unteransprüche.
[0013] Erfindungsgemäß wird eine Sensoranordnung für ein Fahrwerk eines spurgeführten Fahrzeugs
bereitgestellt, umfassend zumindest einen Sensor und eine Tragvorrichtung, wobei der
Sensor an der Tragvorrichtung angeordnet ist, wobei die Tragvorrichtung ein erstes
Tragelement zur Anbindung an einem ersten Fahrwerkselement und ein zweites Tragelement
zur Anbindung an einem zweiten Fahrwerkselement aufweist, wobei das erste Tragelement
ein erstes Ende zur Anbindung an dem ersten Fahrwerkselement aufweist und das zweite
Tragelement ein drittes Ende zur Anbindung an dem zweiten Fahrwerkselement aufweist,
wobei der Sensor unmittelbar an dem ersten Tragelement angeordnet ist.
[0014] Weiterhin wird erfindungsgemäß ein Fahrwerk für ein spurgeführtes Fahrzeugs bereitgestellt,
umfassend zumindest einen Fahrwerksrahmen, zumindest zwei Radsätze und zumindest eine
solche oder wie nachfolgend beschrieben weitergebildete Sensoranordnung.
[0015] Ferner wird erfindungsgemäß ein spurgeführtes Fahrzeug bereitgestellt, umfassend
zumindest ein solches oder wie nachfolgend beschrieben weitergebildetes Fahrwerk.
[0016] Erfindungsgemäß wird eine Sensoranordnung bereitgestellt, die gegenüber bekannten
Lösungen kleiner baut und einfacher aufgebaut ist. Weiterhin sind weniger Einzelkomponenten
vorgesehen.
[0017] Der Sensor ist unmittelbar an dem ersten Tragelement angeordnet, sodass keine weiteren
Elemente zwischen dem Sensor und dem ersten Tragelement zwischengeschaltet sind.
[0018] Durch die erfindungsgemäße Kinematik der Sensoranordnung wird die Bewegung des Sensors
gegenüber der Bewegung des zweiten Fahrwerkselements derart reduziert, dass aufgrund
des geringeren Bewegungsumfangs die erforderliche Lagegenauigkeit erreicht wird.
[0019] In Weiterbildung der Sensoranordnung kann vorgesehen sein, dass das erste Tragelement
ein zweites Ende aufweist und das zweite Tragelement ein viertes Ende aufweist, die
derart gelenkig miteinander verbunden sind, dass das erste Ende des ersten Tragelements
gegenüber dem dritten Ende des zweiten Tragelements in einer Höhenrichtung auslenkbar
ist.
[0020] Hierdurch wird eine Relativbewegung zwischen dem ersten Fahrwerkselement und dem
zweiten Fahrwerkselement ausgeglichen.
[0021] Ferner kann vorgesehen sein, dass das erste Fahrwerkselement, mit welchem das erste
Tragelement verbunden ist ein ruhendes Bezugssystem ist, sodass lediglich das zweite
Ende des ersten Tragelements gegenüber dem ersten Fahrwerkselement ausgelenkt wird.
[0022] Ferner kann in Ausgestaltung der Sensoranordnung vorgesehen sein, dass das erste
Tragelement und das zweite Tragelement gelenkig miteinander verbunden sind und das
Tragelement als Schubkurbel ausgebildet ist.
[0023] Durch die erfindungsgemäße Kinematik der Sensoranordnung als Schubkurbel bzw. Schubkurbel-Kinematik
wird die Bewegung des Sensors derart reduziert, dass die erforderliche Lagegenauigkeit
erreicht wird.
[0024] In vorteilhafter Weiterbildung der Sensoranordnung kann vorgesehen sein, dass die
Länge des ersten Tragelements zwischen 0,5m und 1,0m, vorzugsweise zwischen 0,6m und
0,9m, insbesondere zwischen 0,7m und 0,8m, beträgt.
[0025] Hierdurch wird eine konkrete Konfiguration des ersten Tragelements hinsichtlich seiner
Längenmaße angegeben, die eine geringe Auslenkung des Sensors gegenüber dem zweiten
Fahrwerkselement (Fahrwerksrahmen) erlaubt.
[0026] Ferner kann in Weiterbildung der Sensoranordnung vorgesehen sein, dass die Länge
des zweiten Tragelements zwischen 0,2m und 0,8m, vorzugsweise zwischen 0,4m und 0,7m,
insbesondere zwischen 0,5m und 0,6m, beträgt.
[0027] Hierdurch wird eine konkrete Konfiguration des ersten Tragelements hinsichtlich seiner
Längenmaße angegeben, die eine geringe Auslenkung des Sensors gegenüber dem zweiten
Fahrwerkselement (Fahrwerksrahmen) erlaubt.
[0028] In Weiterbildung der Sensoranordnung kann ferner vorgesehen sein, dass der Sensor
oberhalb des ersten Endes des ersten Tragelements und oberhalb des dritten Endes des
zweiten Tragelements angeordnet ist. Dabei kann der Sensor unterhalb des zweiten Endes
des ersten Trageelements und unterhalb des vierten Endes des zweiten Tragelements
angeordnet sein.
[0029] Es ist alternativ auch möglich, dass der Sensor unterhalb des ersten Endes des ersten
Tragelements und unterhalb des dritten Endes des zweiten Tragelements angeordnet ist.
Dabei kann der Sensor oberhalb des zweiten Endes des ersten Trageelements und oberhalb
des vierten Endes des zweiten Tragelements angeordnet sein.
[0030] In Ausgestaltung der Sensoranordnung kann vorgesehen sein, dass die Sensoranordnung
frei von elastischen Zwischenelementen zwischen dem Sensor und dem ersten Tragelement
ausgebildet ist.
[0031] In Weiterbildung der Sensoranordnung kann vorgesehen sein, dass der Sensor ein induktiver
Sensor ist. Ein solcher Sensor misst die Änderung der Induktivität oder deren Güte
durch eine Lageänderung relativ zu einem leitfähigen und/oder ferromagnetischen Teil.
Ein solches leitfähiges und/oder ferromagnetisches Teil kann beispielsweise eine Schiene
eines Gleises sein. Durch den Einsatz eines solchen Sensors ist es möglich die Infrastruktureigenschaften
des Gleises durch den Sensor zu erfassen. Solche Infrastruktureigenschaften können
bspw. die Lage, der Zustand der Schiene oder Schäden an der Schiene sein. Eine solche
Erfassung benötigt eine geringe Lageabweichung des Sensors, die durch die Sensoranordnung
erreicht wird.
[0032] In Weiterbildung des Fahrwerks kann ferner vorgesehen sein, dass der zumindest eine
Sensor in einer Fahrwerkshöhenrichtung beweglich ist.
[0033] Die Fahrwerkshöhenrichtung entspricht dabei der Höhenrichtung der Sensoranordnung.
[0034] Hierdurch ist es möglich, dass das erste Fahrwerkselement gegenüber dem zweiten Fahrwerkselement
in der Fahrwerkshöhenrichtung beweglich ist und der Sensor zwischen dem ersten Fahrwerkselement
und dem zweiten Fahrwerkselement höhenbeweglich zwischengeschaltet ist.
[0035] Ferner kann in Ausgestaltung des Fahrwerks vorgesehen sein, dass das erste Fahrwerkselement
ein Radsatzlager ist und das erste Ende des ersten Tragelements an dem Radsatzlager
gelenkig angebunden ist.
[0036] Hierdurch wird ein Fahrwerk als teilabgefedertes System bereitgestellt, dass eine
Befestigung eines Sensors mit hohen Anforderungen an Lagegenauigkeit erlaubt.
[0037] Das erste Tragelement ist dabei drehgelenkig an dem Radsatzlager angelenkt.
[0038] Es kann in Ausgestaltung des Fahrwerks vorgesehen sein, dass das zweite Fahrwerkselement
ein Fahrwerksrahmen ist und das dritte Ende des zweiten Tragelements an dem Fahrwerksrahmen
gelenkig angebunden ist.
[0039] Das erste Tragelement ist dabei drehgelenkig an dem Radsatzlager angelenkt.
[0040] Ferner kann in Weiterbildung des Fahrwerks vorgesehen sein, dass das Tragelement
derart ausgebildet ist, dass das Tragelement eine Sensorbewegung des zumindest einen
Sensors in Fahrwerkshöhenrichtung gegenüber einer Fahrwerksrahmenbewegung des Fahrwerksrahmens
in Bezug auf das Radsatzlager untersetzt, vorzugsweise zumindest halbiert.
[0041] Vorzugsweise wird die Auslenkung des zumindest einen Sensors gegenüber der Auslenkung
des Fahrwerksrahmens auf 40 % reduziert.
[0042] Eine Mehrkörpersimulation hat gezeigt, dass man bei üblichen Federwegen bereits im
Zielkorridor der angedachten Sensoranwendung liegt.
[0043] Hierdurch ist es möglich, einen guten Kompromiss aus Lagegenauigkeit (bedeutet Befestigung
möglichst nah am Radsatzlagergehäuse) und Bauraumanforderungen (möglichst weit vom
Radsatzlager weg) zu erreichen.
[0044] Nachfolgend soll die Erfindung anhand eines Ausführungsbeispiels mit Bezug auf die
Zeichnungen erläutert werden.
[0045] Es zeigt:
- Fig. 1
- in einer schematischen Prinzipskizze ein Fahrwerk eines spurgeführten Fahrzeugs mit
einer erfindungsgemäßen Sensoranordnung; und
- Fig. 2
- in einer Prinzipskizze die erfindungsgemäßen Sensoranordnung gemäß Fig. 1.
[0046] Fig. 1 zeigt in einer schematischen Prinzipskizze ein Fahrwerk 10 eines spurgeführten
Fahrzeugs mit einer erfindungsgemäßen Sensoranordnung 100.
[0047] Die Sensoranordnung 100 ist für ein Fahrwerk 10 eines spurgeführten Fahrzeugs vorgesehen.
[0048] Das Fahrwerk 10 ist für ein spurgeführtes Fahrzeug 1 vorgesehen und umfasst zumindest
eine solche Sensoranordnung 100, wobei das Fahrwerk 10 zumindest einen Fahrwerksrahmen
14 und zumindest zwei Radsätze 11, 11' aufweist.
[0049] Das spurgeführte Fahrzeug umfasst zumindest ein solches Fahrwerk 10.
[0050] Die Sensoranordnung 100 umfasst zumindest einen Sensor 20 und eine Tragvorrichtung
30.
[0051] Der Sensor 20 ist an der Tragvorrichtung 30 angeordnet.
[0052] Die Tragvorrichtung 30 weist ein erstes Tragelement 32 zur Anbindung an einem ersten
Fahrwerkselement 12 und ein zweites Tragelement 36 zur Anbindung an einem zweiten
Fahrwerkselement 14 auf.
[0053] Das erste Tragelement 32 weist ein erstes Ende 33 zur Anbindung an dem ersten Fahrwerkselement
12 auf und das zweite Tragelement 36 weist ein drittes Ende 37 zur Anbindung an dem
zweiten Fahrwerkselement 14 auf.
[0054] Der Sensor 20 ist unmittelbar an dem ersten Tragelement 32 angeordnet.
[0055] Insbesondere sind keine elastischen Zwischenelemente zwischen dem Sensor 20 und dem
ersten Tragelement 32 ausgebildet.
[0056] Gemäß den Figuren ist der Sensor 20 oberhalb des ersten Endes 33 des ersten Tragelements
32 und oberhalb des dritten Endes 37 des zweiten Tragelements 36 angeordnet. Dabei
ist der Sensor 20 unterhalb des zweiten Endes 34 des ersten Trageelements 32 und unterhalb
des vierten Endes 38 des zweiten Tragelements 36 angeordnet.
[0057] Das erste Tragelement 32 weist ein zweites Ende 34 auf und das zweite Tragelement
36 weist ein zweites Ende 38 auf, die derart gelenkig miteinander verbunden sind,
dass das erste Ende 33 des ersten Tragelements 32 gegenüber dem ersten Ende 37 des
zweiten Tragelements 36 in einer Höhenrichtung H auslenkbar ist.
[0058] Das erste Tragelement 32 und das zweite Tragelement 36 sind gelenkig miteinander
verbunden und die Tragvorrichtung 30 ist als Schubkurbel ausgebildet.
[0059] Die Länge des ersten Tragelements 32 beträgt zwischen 0,5m und 1,0m, vorzugsweise
zwischen 0,6m und 0,9m, insbesondere zwischen 0,7m und 0,8m.
[0060] Die Länge des zweiten Tragelements 36 beträgt zwischen 0,2m und 0,8, vorzugsweise
zwischen 0,4m und 0,7m, insbesondere zwischen 0,5m und 0,6m.
[0061] Das erste Tragelement 32 ist dabei länger ausgebildet als das zweite Tragelement
36.
[0062] Das erste Fahrwerkselement 12 ist ein Radsatzlager 12.
[0063] Das erste Ende 33 des ersten Tragelements 32 ist an dem Radsatzlager 12 gelenkig
angebunden.
[0064] Das zweite Fahrwerkselement 14 ist ein Fahrwerksrahmen 14.
[0065] Das dritte Ende 37 des zweiten Tragelements 36 ist an dem Fahrwerksrahmen 14 gelenkig
angebunden.
[0066] Fig. 2 zeigt in einer Prinzipskizze die erfindungsgemäße Sensoranordnung gemäß Fig.
1.
[0067] Wie aus der Fig. 2 erkennbar ist, ist der zumindest eine Sensor 20 in einer Fahrwerkshöhenrichtung
H
F beweglich ausgebildet.
[0068] Die Fahrwerkshöhenrichtung H
F entspricht dabei der Höhenrichtung H der Sensoranordnung 100.
[0069] Die Mitte des Radsatzlagers 12 ist das ruhende Referenzsystem. Der Fahrwerksrahmen
14 ist das bewegte System mit Freiheitgrad in z-Richtung.
[0070] Das Tragelement 30 ist derart ausgebildet, dass das Tragelement 30 eine Sensorbewegung
z
1 des zumindest einen Sensors 20 in Fahrwerkshöhenrichtung F
H gegenüber einer Fahrwerksbewegung z
2 des Fahrwerksrahmens 14 in Bezug auf das Radsatzlager untersetzt, vorzugsweise zumindest
halbiert.
[0071] Die Bewegung des Sensors 20 ist somit geringer als die Bewegung des Fahrwerkrahmens
14 gegenüber dem Radsatzlager 12.
[0072] Im vorliegenden Fall überbrücken die Tragelemente 32, 36 genau die Distanz von der
Mitte des Radsatzlagers 12 bis zur Mitte des Fahrwerksrahmens 14.
[0073] Diese Distanz beträgt in Ausgestaltung vorzugsweise 1,3m. In einer solchen konkreten
Ausführung liegt die Anbindung der Tragelemente 32, 36 am Fahrwerkrahmen 14 genau
in der Rahmenmitte, also 1,3m vom Radsatzlager 12 entfernt. Die Länge der Tragelemente
32, 36 beträgt 0,77 m für das erste Tragelement 32 und 0,55m für das zweite etwas
kürzere Tragelement 36. Der Sensor 20 ist am ersten Tragelement 32 in einer Entfernung
von 0,5m angebunden. Mit diesen Parametern weist der Sensor 20 nur noch 40 % des Federweges
des Fahrwerksrahmens 14 gegenüber dem Radsatzlager 12 auf.
[0074] Vorzugsweise haben gemäß dem gezeigten Ausführungsbeispiel die Anlenkungspunkte die
gleiche Höhe über Schienenoberkante. Je nach Bauraumanforderung sind aber auch unterschiedliche
Höhen denkbar.
[0075] Abschließend sei erwähnt, dass die Merkmale aller oben beschriebenen Ausführungsvarianten
untereinander in beliebiger Weise kombiniert werden können, um weitere, andere Ausführungsbeispiele
der Erfindung, zu bilden. Auch können alle Merkmale von Unteransprüchen jeweils für
sich mit jedem Merkmal jedes anderen der Ansprüche kombiniert werden, und zwar jeweils
für sich allein oder in beliebiger Kombination, um weitere andere Ausführungsbeispiele
zu erhalten.
[0076] Obwohl die Erfindung im Detail durch ein Ausführungsbeispiel näher illustriert und
beschrieben wurde, so ist die Erfindung nicht durch die offenbarten Beispiele eingeschränkt
und andere Variationen können vom Fachmann hieraus abgeleitet werden, ohne den Schutzumfang
der Erfindung zu verlassen.
[0077] Unabhängig vom grammatikalischen Geschlecht eines bestimmten Begriffes sind Personen
mit männlicher, weiblicher oder anderer Geschlechteridentität mit umfasst.
1. Sensoranordnung (100) für ein Fahrwerk (10) eines spurgeführten Fahrzeugs (1) umfassend
zumindest einen Sensor (20) und eine Tragvorrichtung (30), wobei der Sensor (20) an
der Tragvorrichtung (30) angeordnet ist, und wobei die Tragvorrichtung (30) ein erstes
Tragelement (32) zur Anbindung an einem ersten Fahrwerkselement (12) und ein zweites
Tragelement (36) zur Anbindung an einem zweiten Fahrwerkselement (14) aufweist, wobei
das erste Tragelement (32) ein erstes Ende (33) zur Anbindung an dem ersten Fahrwerkselement
(12) aufweist und das zweite Tragelement (36) ein drittes Ende (37) zur Anbindung
an dem zweiten Fahrwerkselement (14) aufweist,
dadurch gekennzeichnet, dass
der Sensor (20) unmittelbar an dem ersten Tragelement (32) angeordnet ist.
2. Sensoranordnung (100) nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass
das erste Tragelement (32) ein zweites Ende (34) aufweist und das zweite Tragelement
(36) ein viertes Ende (38) aufweist, die derart gelenkig miteinander verbunden sind,
dass das erste Ende (33) des ersten Tragelements (32) gegenüber dem dritten Ende (37)
des zweiten Tragelements (36) in einer Höhenrichtung (H) auslenkbar ist.
3. Sensoranordnung (100) nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, dass
das erste Tragelement (32) und das zweite Tragelement (36) gelenkig miteinander verbunden
sind und die Tragvorrichtung (30) als Schubkurbel ausgebildet ist.
4. Sensoranordnung (100) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Länge des ersten Tragelements (32) zwischen 0,5m und 1,0mbeträgt.
5. Sensoranordnung (100) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Länge des zweiten Tragelements (36) zwischen 0,2m und 0,8mbeträgt.
6. Sensoranordnung (100) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
der Sensor (20) oberhalb des ersten Endes (33) des ersten Tragelements (32) und oberhalb
des dritten Endes (37) des zweiten Tragelements (36) angeordnet ist.
7. Sensoranordnung (100) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Sensoranordnung (100) frei von elastischen Zwischenelementen zwischen dem Sensor
(20) und dem ersten Tragelement (32) ausgebildet ist.
8. Sensoranordnung (100) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
der Sensor (20) ein induktiver Sensor ist.
9. Fahrwerk (10) für ein spurgeführtes Fahrzeugs (1), umfassend zumindest einen Fahrwerksrahmen
(14), zumindest zwei Radsätze (11, 11') und zumindest eine Sensoranordnung (100) nach
einem der Ansprüche 1 bis 8.
10. Fahrwerk (10) nach Anspruch 9,
dadurch gekennzeichnet, dass
der zumindest eine Sensor (20) in einer Fahrwerkshöhenrichtung (HF) beweglich ist.
11. Fahrwerk (10) nach einem der Ansprüche 9 oder 10,
dadurch gekennzeichnet, dass
das erste Fahrwerkselement (12) ein Radsatzlager (12) ist und das erste Ende (33)
des ersten Tragelements (32) an dem Radsatzlager (12) gelenkig angebunden ist.
12. Fahrwerk (10) nach einem der Ansprüche 9 bis 11,
dadurch gekennzeichnet, dass
das zweite Fahrwerkselement (14) ein Fahrwerksrahmen (14) ist und das dritte Ende
(37) des zweiten Tragelements (36) an dem Fahrwerksrahmen (14) gelenkig angebunden
ist.
13. Fahrwerk (10) nach einem der Ansprüche 10 bis 12,
dadurch gekennzeichnet, dass
das Tragelement (30) derart ausgebildet ist, dass das Tragelement (30) eine Sensorbewegung
(z1) des Sensors (20) in Fahrwerkshöhenrichtung (FH) gegenüber einer Fahrwerksrahmenbewegung (z2) des Fahrwerksrahmens (14) in Bezug auf das Radsatzlager (12) untersetzt.
14. Spurgeführtes Fahrzeug (1) umfassend zumindest ein
Fahrwerk (10) nach einem der Ansprüche 9 bis 13.