[0001] Die Patentanmeldung betrifft eine Tensid-basierte hochkonzentrierte Waschmittelzubereitung.
Weiterhin betrifft die Anmeldung Waschmittelportionseinheiten, welche diese Waschmittelzubereitung
umfassen und ein Verfahren zum Waschen von Textilien unter Verwendung der Waschmittelzubereitung
oder der Waschmittelportionseinheit.
[0002] An die Konfektions- und Angebotsformen von Wasch- und Reinigungsmittel werden sich
kontinuierlich ändernde Anforderungen gestellt. Ein Hauptaugenmerk liegt dabei seit
geraumer Zeit auf der bequemen Dosierung von Wasch- und Reinigungsmitteln durch den
Verbraucher und der Vereinfachung der zur Durchführung eines Wasch- oder Reinigungsverfahren
notwendigen Arbeitsschritte. Eine technische Lösung bieten vorportionierte Wasch-
oder Reinigungsmittel, beispielsweise Folienbeutel mit einer oder mehreren Aufnahmekammern
für feste oder flüssige Wasch- oder Reinigungsmittel. Eine weitere Lösung bieten Behälter,
aus denen die Wasch- und Reinigungsmittel in einfacher und kontrollierter Weise dosiert
werden können.
[0003] Ein für die Herstellung dieser Folienbeutel relevanter Trend, ist die Miniaturisierung
dieser Folienbeutel durch Aufkonzentration der Waschmittel. Hintergrund dieser Entwicklung
sind einer höheren Verbraucherakzeptanz aufgrund vereinfachter Handhabung insbesondere
Nachhaltigkeitsaspekte, beispielsweise in Bezug auf Transportvolumina und -kosten
und die Menge der eingesetzten Verpackungsmittel. Eine vergleichbare Tendenz zur Aufkonzentration
und Miniaturisierung betrifft auch den Bereich der Vorrats- und Dosierbehälter für
Waschmittel.
[0004] Die Aufkonzentration moderner Waschmittel, insbesondere moderner Flüssigwaschmittel,
beeinflusst in der Regel deren optische und rheologische Eigenschaften und hat ebenfalls
Auswirkungen auf die Lagerstabilität dieser Mittel, insbesondere bei Lagerung unter
Stressbedingungen, also überdurchschnittlich niedrigen oder überdurchschnittlich hohen
Temperaturen.
[0005] Zur Verbesserung der Lagereigenschaften konzentrierter Flüssigformulierungen schlägt
die deutsche Patentanmeldung
DE 31 32 219 A1 den Einsatz von Tensidgemischen auf Basis von Sulfobetainen und quartären Ammoniumalkensulfonaten
vor. In der deutschen Patentanmeldung
DE 100 27 674 A1 wird der Einsatz von Glyceridalkoxylaten zur Herstellung bei niedrigen Temperaturen
stabiler Flüssigwaschmittel beschrieben.
[0006] In dem europäischen Patent
EP 2 864 465 B1 werden konzentrierte Flüssigwaschmittel zur Konfektionierung in wasserlöslichen Portionsbeuteln
beschrieben. Die Flüssigwaschmittel basieren auf einer Mischung aus Alkylbenzolsulfonsäure,
ethoxylierten Fettalkoholen und Alkylaminen. Die in diesem Patent beschriebenen Flüssigwaschmittel
sind hinsichtlich ihrer Lagerfähigkeit, ihres Abfüllverhaltens und Dosierbarkeit aus
Vorratsbehältern sowie ihrer Wasch- und Reinigungsleistung verbesserungswürdig.
[0007] Der Anmeldung lag die Aufgabe zugrunde, optisch ansprechende, konzentrierte Wasch-
oder Reinigungsmittel bereitzustellen, welche in einfacher und effizienter Weise herstellbar
sind, bei geringer Dosiermenge gute Reinigungsleistungen aufweisen und unter anspruchsvollen
Lagerbedingungen optisch, rheologisch und chemisch stabil sind. Die Wasch- oder Reinigungsmittel
sollten weiterhin über eine gute Abfüllbarkeit und ein gutes Dosierverhalten aus Vorratsbehältern
verfügen und bei geringen Einsatzmengen ein gutes Reinigungsniveau aufweisen.
[0008] Ein erster Anmeldungsgegenstand ist eine Waschmittelzubereitung, umfassend, bezogen
auf ihr Gesamtgewicht,
- a) 20 bis 50 Gew.-% einer Mischung von Alkanolamin-C8-18-Alkylbenzolsulfonat und Natrium-C8-18-Alkylbenzolsulfonat;
- b) 20 bis 40 Gew.-% nichtionisches Tensid;
- c) 0,2 bis 12 Gew.-% Enzymzubereitung.
[0009] Die Waschmittelzubereitung enthält als ihren ersten wesentlichen Bestandteil eine
Mischung von Alkanolamin-C
8-18-Alkylbenzolsulfonat und Natrium-C
8-18-Alkylbenzolsulfonat. Es hat sich erwiesen, dass der Einsatz einer entsprechenden
Mischung in diesen Gewichtsanteilen geeignet ist, die optischen Eigenschaften ebenso
wie die Lagerstabilität und das Abfüll- und Dosierverhalten der Waschmittelzubereitung
vorteilhaft zu beeinflussen.
[0010] Als besonders vorteilhaft hat er sich in diesem Zusammenhang erwiesen, wenn die Waschmittelzubereitung,
bezogen auf ihr Gesamtgewicht, 24 bis 45 Gew.-%, vorzugsweise 28 bis 40 Gew.-% anionisches
Tensid, umfassend Alkanolamin-C
8-18-Alkylbenzolsulfonat und der Natrium-C
8-18-Alkylbenzolsulfonat enthält.
[0011] Für die vorgenannten Produkteigenschaften hat es sich ebenso wie für die Waschleistung
der Waschmittelzubereitung als hinreichend erwiesen, dass die Waschmittelzubereitung
neben dem anionischen Tensid aus der Gruppe der Alkanolamin-C
8-18-Alkylbenzolsulfonate und der Natrium-C
8-18-Alkylbenzolsulfonate, bezogen auf ihr Gesamtgewicht, weniger als 10 Gew.-%, vorzugsweise
weniger als 6 Gew.-%, insbesondere weniger als 2 Gew.-% und insbesondere keine weitere(n)
anionischen Tenside enthält. Der Verzicht auf weitere anionische Tenside vermindert
darüber hinaus die Komplexität der Waschmittelrezeptur und ihrer Herstellung.
[0012] Zur weitergehenden Steigerung der Lager-, Abfüll- und Dosiereigenschaften enthalten
bevorzugte Waschmittelzubereitungen eine Mischung von Alkanolamin-C
8-18-Alkylbenzolsulfonat und Natrium-C
8-18-Alkylbenzolsulfonat in einem Gewichtsverhältnis von 10:1 bis 1:4, vorzugsweise von
7:1 bis 1:2, besonders bevorzugt von 4:1 bis 1:1 und insbesondere von 7:2 bis 5:2.
[0013] Das Alkanolamin-C
8-18-Alkylbenzolsulfonat umfasst vorzugsweise ein Alkanolamin aus der Gruppe Monoethanolamin,
Monoisopropanolamin, Diisopropanolamin, insbesondere aus der Gruppe Monoisopropanolamin.
Diese Sulfonate zeichnen sich gegenüber den Salzen anderer Amine oder Alkanolamine
durch vorteilhafte rheologische Eigenschaften einschließlich guten Lager-, Abfüll-
und Dosierverhaltens.
[0014] Die Waschmittelzubereitung kann als weiteren Bestandteil Fettsäure-Alkanolamin-Salz
enthalten. Fettsäuren und ihre Salze werden im Rahmen dieser Anmeldung nicht den anionischen
Tensiden zugerechnet. Der Gewichtsanteil des Fettsäure-Alkanolamin-Salzes am Gesamtgewicht
der Waschmittelzubereitung beträgt, bezogen auf ihr Gesamtgewicht, vorzugsweise 4
bis 18 Gew.-% und besonders bevorzugt 6 bis 16 Gew.-% Fettsäure-Alkanolamin-Salz.
[0015] Besonders bevorzugte Fettsäuren sind ausgewählt aus der Gruppe Myristinsäure, Palmitinsäure,
Stearinsäure, Ölsäure, Linolsäure und deren Mischungen. Das Fettsäure-Alkanolamin-Salz
umfasst vorzugswweise ein Alkanolamin aus der Gruppe Monoethanolamin, Monoisopropanolamin,
Diisopropanolamin, besonders bevorzugt aus der Gruppe Monoisopropanolamin.
[0016] Ein zweiter wesentlicher Bestandteil der Waschmittelzubereitung ist das nichtionische
Tensid. Der Gewichtsanteil des nichtionischen Tensids am Gesamtgewicht der Waschmittelzubereitung
beträgt bevorzugt 22 bis 38 Gew.-% und besonders bevorzugt 24 bis 36 Gew.-%.
[0017] Bevorzugt ist insbesondere der Einsatz nichtionischen Tensids aus der Gruppe der
ethoxylierten primären C
6-18-Alkohole, vorzugsweise der ethoxylierten primären C
6-18-Alkohole mit einem Alkoxylierungsgrad ≥ 2, besonders bevorzugt der C
12-14-Alkohole mit 4 EO oder 7 EO, der C
9-11-Alkohole mit 7 EO, der C
13-15-Alkohole mit 5 EO, 7 EO oder 8 EO, der C
13-15-Oxoalkohole mit 7 EO, der C
12-18-Alkohole mit 5 EO oder 7 EO, insbesondere der C
12-18-Fettalkohole mit 7 EO oder der C
13-15-Oxoalkohole mit 7 EO.
[0018] In Bezug auf die rheologischen Eigenschaften der Waschmittelzubereitung, deren Abfüll-
und Dosierbarkeit und Waschwirkung hat es sich als vorteilhaft erwiesen, anionisches
Tensid und nichtionisches Tensid in einem Gewichtsverhältnis von 3:2 bis 2:3, vorzugsweise
von 4:3 bis 1:1 einzusetzen.
[0019] Dritter wesentlicher Bestandteil der Waschmittelzubereitung ist die Enzymzubereitung,
deren Gewichtsanteil am Gesamtgewicht der Waschmittelzubereitung 0,2 bis 12 Gew.-%,
vorzugsweise 0,5 bis 10 Gew.-% und insbesondere 2 bis 8 Gew.-% beträgt.
[0020] Eine Enzymzubereitung umfasst neben dem eigentlichen Enzymprotein weitere Bestandteile
wie Enzymstabilisatoren, Trägermaterialien oder Füllstoffe. Das Enzym-Protein bildet
dabei üblicherweise nur einen Bruchteil des Gesamtgewichts der Enzymzubereitung. Bevorzugt
eingesetzte Enzymzubereitungen enthalten zwischen 0,1 und 40 Gew.-%, bevorzugt zwischen
0,2 und 30 Gew.-%, stärker bevorzugt zwischen 0,4 und 20 Gew.-% und am stärksten bevorzugt
zwischen 0,8 und 10 Gew. % des Enzymproteins. In solchen Zusammensetzungen kann ein
Enzymstabilisator in einer Menge von 0,05 bis 35 Gew.-%, bevorzugt von 0,05 bis 10
Gew.-%, bezogen auf das Gesamtgewicht in der Enzymzusammensetzung, enthalten sein.
[0021] Die Proteinkonzentration kann mit Hilfe bekannter Methoden, zum Beispiel dem BCA-Verfahren
(Bicinchoninsäure; 2,2'-Bichinolyl-4,4'-dicarbonsäure) oder dem Biuret-Verfahren bestimmt
werden. Die Bestimmung der Aktivproteinkonzentration erfolgt diesbezüglich über eine
Titration der aktiven Zentren unter Verwendung eines geeigneten irreversiblen Inhibitors
(für Proteasen beispielsweise Phenylmethylsulfonylfluorid (PMSF)) und Bestimmung der
Restaktivität.
[0022] Es ist bevorzugt, wenn die Waschmittelzubereitung mindestens eine Enzym-Zubereitung,
vorzugweise mindestens 3 Enzymzubereitungen von Enzymen aus der Gruppe Protease, Amylase,
Mannanase, Cellulase, Lipase, β-Hexosaminidase, Zubereitungen eines pektinolytischen
Enzyms und Endoglucanase enthält.
[0023] Es ist erfindungsgemäß bevorzugt, wenn in der Waschmittelzubereitung als Enzym mindestens
eine Protease enthalten ist. Eine Protease ist ein Enzym, das Peptidbindungen mittels
Hydrolyse spaltet. Jedes der Enzyme aus der Klasse E.C. 3.4 fällt erfindungsgemäß
darunter (umfassend jede der darunterfallenden dreizehn Unterklassen). "Proteaseaktivität"
liegt erfindungsgemäß vor, wenn das Enzym proteolytische Aktivität besitzt (EC 3.4).
Verschiedenartige Proteaseaktivitäts-Typen sind bekannt: Die drei Haupttypen sind:
Trypsin-artig, wobei eine Spaltung des Amidesubstrates nach den Aminosäuren Arg oder
Lys bei P1 erfolgt; Chymotrypsin-artig, wobei eine Spaltung nach einer der hydrophoben
Aminosäuren bei P1 erfolgt; und Elastase-artig, wobei eine Spaltung des Amidsubstrates
nach Ala bei P1 erfolgt.
[0024] Der Gewichtsanteil der Protease-Zubereitung am Gesamtgewicht der Waschmittelzubereitung
beträgt vorzugsweise 0,5 bis 7 Gew.-% und insbesondere 1 bis 5 Gew.-%.
[0025] Die Waschmittelzubereitung enthält vorzugsweise mindestens eine Amylase, insbesondere
eine α-Amylase. α-Amylasen (E.C. 3.2.1.1) hydrolysieren als Enzym interne α-1,4-glycosidische
Bindungen von Stärke und stärkeähnlichen Polymeren. Beispielhaft können die α-Amylasen
aus Bacillus licheniformis, aus B. amyloliquefaciens und aus B. stearothermophilus
sowie deren für den Einsatz in Wasch- oder Reinigungsmitteln verbesserte Weiterentwicklungen
genannt werden. Das Enzym aus B. licheniformis ist von der Firma Novozymes unter der
Handelsbezeichnung Termamyl
® und von der Firma Genencor unter der Handelsbezeichnung Purastar
®ST erhältlich. Weiterentwicklungsprodukte dieser α-Amylasen sind von der Firma Novozymes
unter den Handelsnamen Duramyl
® und Termamyl
®ultra, von der Firma Genencor unter dem Namen Purastar
®OxAm und von der Firma Daiwa Seiko Inc., Tokyo, Japan, als Keistase
® erhältlich. Die α-Amylase von B. amyloliquefaciens wird von der Firma Novozymes unter
dem Namen BAN
® vertrieben, und abgeleitete Varianten von der α-Amylase aus B. stearothermophilus
unter den Namen BSG
® und Novamyl
®, ebenfalls von der Firma Novozymes. Beispiele für α-Amylasen aus anderen Organismen
sind die unter den Handelsnamen Fungamyl
® von der Firma Novozymes erhältlichen Weiterentwicklungen der α-Amylase aus Aspergillus
niger und A. oryzae.
[0026] Der Gewichtsanteil der Amylase-Zubereitung, insbesondere der α-Amylase-Zubereitung
am Gesamtgewicht der Waschmittelzubereitung beträgt vorzugsweise 0,05 bis 2 Gew.-%,
insbesondere 0,1 bis 1 Gew.-%.
[0027] Als bevorzugten Bestandteil enthält die Waschmittelzubereitung, bezogen auf ihr Gesamtgewicht,
0,05 bis 2 Gew.-%, vorzugsweise 0,1 bis 1 Gew.-% einer Mannanase-Zubereitung.
[0028] Eine Mannanase katalysiert die Hydrolyse von 1 ,4-beta-D- mannosidischen Bindungen
in Mannanen, Galactomannanen, Glucomannanen und Galactoglucomannanen. Besagte Mannanasen
werden gemäß Enzym Nomenklatur als E.C. 3.2.1.78 klassifiziert.
[0029] Als weiteren bevorzugten fakultativen Bestandteil enthalten die Waschmittelzubereitungen
eine Cellulase-Zubereitung. Für Cellulasen können synonyme Begriffe verwendet werden,
insbesondere Endoglucanase, Endo-1 ,4-beta-Glucanase, Carboxymethylcellulase, Endo-1
,4-beta- D-Glucanase, beta-1 ,4-Glucanase, beta-1 ,4-Endoglucanhydrolase, Celludextrinase
oder Avicelase. Entscheidend dafür, ob ein Enzym eine Cellulase im Sinne der Erfindung
ist, ist deren Fähigkeit zur Hydrolyse von 1 ,4-ß-D-glucosidischen Bindungen in Cellulose.
[0030] Erfindungsgemäß geeignete Cellulasen (Endoglucanasen, EG) umfassen beispielsweise
pilzliche, Endoglucanase(EG)-reiche Zusammensetzungen, welche von dem Unternehmen
Novozymes unter dem Handelsnamen Celluzyme
® angeboten werden. Die ebenfalls von dem Unternehmen Novozymes erhältlichen Produkte
Endolase
® und Carezyme
® basieren auf der 50 kD-EG, beziehungsweise der 43 kD-EG aus Humicola insolens DSM
1800. Weitere einsetzbare Handelsprodukte dieses Unternehmens sind Cellusoft
®, Renozyme
® und Celluclean
®. Weiterhin einsetzbar sind beispielsweise Cellulasen, die von dem Unternehmen AB
Enzymes, Finnland, unter den Handelsnamen Ecostone
® und Biotouch
® erhältlich sind, und die zumindest zum Teil auf der 20 kD-EG aus Melanocarpus basieren.
Weitere Cellulasen von dem Unternehmen AB Enzymes sind Econase
® und Ecopulp
®. Weitere geeignete Cellulasen sind aus Bacillus sp. CBS 670.93 und CBS 669.93, wobei
die aus Bacillus sp. CBS 670.93 von dem Unternehmen Danisco/Genencor unter dem Handelsnamen
Puradax
® erhältlich ist. Weitere verwendbare Handelsprodukte des Unternehmens Danisco/Genencor
sind "Genencor detergent cellulase L" und IndiAge
®Neutra.
[0031] Der Gewichtsanteil der Cellulase-Zubereitung am Gesamtgewicht der Waschmittelzubereitung
beträgt vorzugsweise 0,05 bis 2 Gew.-%, besonders bevorzugt 0,1 bis 1 Gew.-%.
[0032] Hinsichtlich ihrer Reinigungsleistung besonders vorteilhafte Waschmittelzubereitungen
enthalten, bezogen auf ihr Gesamtgewicht, vorzugsweise 0,01 bis 5 Gew.-%, bevorzugt
0,1 bis 4 Gew.-% und insbesondere 0,15 bis 2,5 Gew.-% Hexosaminidase Zubereitung.
[0033] Der Begriff "Hexosaminidase" bezeichnet ein Polypeptid mit Hexosaminidase-Aktivität
(Hexosaminidasen) und schließt Enzyme mit ein, welche die Hydrolyse von N-Acetyl-D-hexosamin-
oder N-Acetyl-glucosamin-Polymeren katalysieren.
[0034] Polypeptide mit Hexosaminidase-Aktivität schließen Dispersine wie Dispersin B (DspB)
ein, bei denen es sich um β-N-Acetylglucosamininidasen handelt, die zur Glycosid-Hydrolase-20-Familie
gehören. Dispersine werden vom Parodontalerreger Aggregatibacter actinomycetemcomitans,
einem gramnegativen oralen Bakterium, produziert. Dispersin B ist eine β-Hexosaminidase,
die spezifisch β-1,6-glykosidische Bindungen von Acetylglucosamin-Polymeren hydrolysiert.
Der Einsatz von Hexosaminidasen aus der Gruppe der β-Hexosaminidasen ist bevorzugt.
[0035] Bevorzugte Waschmittelzubereitungen enthalten als optionalen Bestandteil, bezogen
auf ihr Gesamtgewicht, weiterhin 0,05 bis 2 Gew.-%, vorzugsweise 0,1 bis 0,4 Gew.-%
einer Zubereitung eines pektinolytischen Enzyms.
[0036] Zu den pektinolytischen Enzymen werden im Rahmen der vorliegenden Erfindung Enzyme
gezählt mit den Bezeichnungen Pektinase, Pektatlyase, Pektinesterase, Pektindemethoxylase,
Pektinmethoxylase, Pektinmethylesterase, Pektase, Pektinmethylesterase, Pektinoesterase,
Pektinpektylhydrolase, Pektindepolymerase, 20 Endopolygalacturonase, Pektolase, Pektinhydrolase,
Pektin-Polygalacturonase, Endo-Polygalacturonase, Poly-α-1,4-Galacturonid Glycanohydrolase,
Endogalacturonase, Endo-D-galacturonase, Galacturan 1,4-α-Galacturonidase, Exopolygalacturonase,
Poly(galacturonat) Hydrolase, Exo-D-Galacturonase, Exo-D-Galacturonanase, Exopoly-DGalacturonase,
Exo-poly-α-Galacturonosidase, Exopolygalacturonosidase oder 25 Exopolygalacturanosidase.
Ganz besonders bevorzugt ist der Einsatz von Pektatlyasen.
[0037] Innerhalb der EC-Klassifikation der Enzyme, dem numerischen Klassifikationssystem
für Enzyme, sind die pektinolytischen Enzyme insbesondere zugehörig zu den Enzymklassen
(engl. "Enzyme Commission number") EC 3.1.1.11, EC 3.2.1.15, EC 3.2.1.67 und EC 3.2.1.82
und zählen folglich zur dritten der sechs Enzymhauptklassen, den 10 Hydrolasen (E.C.3.
hierunter zu den Glycosylasen (E.C. 3.2.-.-) und wiederum hierunter zu den Glycosidasen
(E.C. 3.2.1.-), d.h. Enzymen, die O- und/oder S-Glycosyl-Verbindungen hydrolysieren.
Pektinolytische Enyzme wirken folglich insbesondere gegen Rückstände auf Geschirr,
die Pektinsäure und/oder andere Galakturonane enthalten, und katalysieren deren Hydrolyse.
[0038] Pektatlyasen im Sinne der Erfindung sind Enzyme, welche die nichthydrolytische Spaltung
von Pektat nach einem Endo-Mechanismus katalysieren.
[0039] Beispiele fürgeeignete pektinolytische Enzyme sind die unter den Handelsbezeichnungen
Gamanase
®, Pektinex AR
®, X-Pect
® oder Pectaway
® von dem Unternehmen Novozymes, unter dem Handelsbezeichnungen Rohapect UF
®, Rohapect TPL
®, Rohapect PTE100
®, Rohapect MPE
®, 30 Rohapect MA plus HC, Rohapect DA12L
®, Rohapect 10L
®, Rohapect B1L
® von dem Unternehmen AB Enzymes und unter der Handelsbezeichnung Pyrolase
® von dem Unternehmen Diversa Corp., San Diego, CA, USA erhältlichen Enzyme und Enzym-Zubereitungen.
[0040] Wie eingangs ausgeführt, weisen die Waschmittelzubereitungen hochkonzentriert, weisen
also einen hohen Gewichtsanteil an waschaktiven Inhaltsstoffen und einen geringen
an Füll- und Hilfsstoffen oder Lösungsmitteln auf.
[0041] So enthalten bevorzugte Waschmittelzubereitungen, bezogen auf ihr Gesamtgewicht,
weniger als 6 Gew.-%, vorzugsweise weniger als 4 Gew.-%, besonders bevorzugt weniger
als 1 Gew.-% und insbesondere kein organisches Lösungsmittel. Zur Gruppe der organischen
Lösungsmittel zählen dabei beispielsweise Ethanol, n-Propanol, i-Propanol, Butanolen,
Glykol, Propandiol, Butandiol, Methylpropandiol, Glycerin, Diglykol, Propyldiglycol,
Butyldiglykol, Hexylenglycol, Ethylenglykolmethylether, Ethylenglykolethylether, Ethylenglykolpropylether,
Ethylenglykolmono-n-butylether, Diethylenglykolmethylether, Diethylenglykolethylether,
Propylenglykolmethylether, Propylenglykolethylether, Propylenglykolpropylether, Dipropylenglykolmonomethylether,
Dipropylenglykolmonoethylether, Methoxytriglykol, Ethoxytriglykol, Butoxytriglykol,
1-Butoxyethoxy-2-propanol, 3-Methyl-3-methoxybutanol, Propylen-glykol-t-butylether,
Di-n-octylether sowie deren Mischungen. Die eingangs beschriebenen Alkanolamine als
Bestandteil der Alkanolamin-C
8-18-Alkylbenzolsulfonate und der Fettsäure-Alkanolamin-Salze werden in diesem Zusammenhang
nicht den organischen Lösungsmitteln zugerechnet.
[0042] Weiterhin enthalten bevorzugte Waschmittelzubereitungen, bezogen auf ihr Gesamtgewicht,
weniger als 6 Gew.-%, vorzugsweise weniger als 3 Gew.-%, besonders bevorzugt weniger
als 1 Gew.-% und insbesondere kein Wasser.
[0043] Als bevorzugten optionalen Bestandteil enthält die Waschmittelzubereitung ein Phosphonat.
[0044] Der Gewichtsanteil des Phosphonats am Gesamtgewicht der Waschmittelzubereitung beträgt
vorzugsweise 0,2 bis 10 Gew.-%, bevorzugt 0,5 bis 8 Gew-% und insbesondere 1,0 bis
6 Gew.-%.
[0045] Als Phosphonat-Verbindung wird vorzugsweise ein Phosphonat aus der Gruppe der Hydroxyalkan-
und/oder Aminoalkanphosphonate, bevorzugt aus der Gruppe der Aminoalkanphosphonate
und insbesondere aus der Gruppe Ethylendiamintetramethylenphosphonat (EDTMP) und Diethylentriaminpentamethylenphosphonat
(DTPMP), insbesondere aus der Gruppe Diethylentriaminpentamethylenphosphonat (DTPMP).
[0046] Als bevorzugten optionalen Bestandteil enthält die Waschmittelzusammensetzung weiterhin
waschaktives Polymer. Der Gewichtsanteil des waschaktiven Polymers am Gesamtgewicht
der Waschmittelzusammensetzung beträgt vorzugsweise 1 bis 18 Gew.-% und insbesondere
4 bis 15 Gew.-%. Das waschaktive Polymer kann unterschiedlichen Substanzklassen angehören.
Es können waschaktive Polymere einer Substanzklasse, bevorzugt jedoch waschaktive
Polymere verschiedener Substanzklassen eingesetzt werden.
[0047] Eine erste bevorzugte Substanzklasse waschaktiver Polymere bilden die polyalkoxylierten
Polyalkylenimine, welche erhältlich sind durch Umsetzung von Polyalkyleniminen mit
Alkylenoxiden. Aufgrund ihrer Waschleistung besonders bevorzugte Waschmittelzubereitungen
enthalten, bezogen auf ihr Gesamtgewicht, polyalkoxyliertes Polyalkylenimin, das erhältlich
ist durch Umsetzung von Polyalkyleniminen mit Alkylenoxiden in Mengen von 0,5 bis
7 Gew.-%, vorzugsweise von 1,0 bis 6 Gew.-% und insbesondere von 2,5 bis 5 Gew.-%.
[0048] Bei dem polyalkoxylierten Polyalkylenimin handelt es sich um ein Polymer mit einem
Polyalkylenimin-Rückgrat, das an den N-Atomen Polyalkoxygruppen trägt. Es weist vorzugsweise
ein gewichtsmittleres Molekulargewicht Mw im Bereich von 5000 g/mol bis 60000 g/mol,
insbesondere von 10000 g/mol bis 22500 g/mol auf. Das Polyalkylenimin weist an den
Enden primäre Aminofunktionen und im Inneren vorzugsweise sowohl sekundäre als auch
tertiäre Aminofunktionen auf; gegebenenfalls kann es im Inneren auch lediglich sekundäre
Aminofunktionen aufweisen, so dass sich nicht ein verzweigtkettiges, sondern ein lineares
Polyalkylenimin ergibt. Das Verhältnis von primären zu sekundären Aminogruppen im
Polyalkylenimin liegt vorzugsweise im Bereich von 1:0,5 bis 1:1,5, insbesondere im
Bereich von 1:0,7 bis 1:1. Das Verhältnis von primären zu tertiären Aminogruppen im
Polyalkylenimin liegt vorzugsweise im Bereich von 1:0,2 bis 1:1, insbesondere im Bereich
von 1:0,5 bis 1:0,8. Vorzugsweise weist das Polyalkylenimin ein gewichtsmittleres
Molekulargewicht im Bereich von 500 g/mol bis 50000 g/mol, insbesondere von 550 g/mol
bis 2000 g/mol auf. Die N-Atome im Polyalkylenimin sind vorzugsweise durch Alkylengruppen
mit 2 bis 12 C-Atomen, insbesondere 2 bis 6 C-Atomen, voneinander getrennt, wobei
nicht sämtliche Alkylengruppen die gleiche C-Atomanzahl aufweisen müssen. Besonders
bevorzugt sind Ethylengruppen, 1,2-Propylengruppen, 1,3-Propylengruppen, und deren
Mischungen. Die primären Aminofunktionen im Polyalkylenimin können 1 oder 2 Polyalkoxygruppen
und die sekundären Aminofunktionen 1 Polyalkoxygruppe tragen, wobei nicht jede Aminofunktion
alkoxygruppensubstituiert sein muss. Die durchschnittliche Anzahl von Alkoxygruppen
pro primärer und sekundärer Aminofunktion im polyalkoxylierten Polyalkyenimin beträgt
vorzugsweise 5 bis 100, insbesondere 10 bis 50. Bei den Alkoxygruppen im polyalkoxylierten
Polyalkylenimin handelt es sich vorzugsweise um Ethoxy-, Propoxy- oder Butoxygruppen
oder Mischungen aus diesen. Besonders bevorzugt sind polyethoxylierte Polyethylenimine.
Die polyalkoxylierten Polyalkylenimine sind durch Umsetzung der Polyalkylenimine mit
den Alkoxygruppen entsprechender Epoxide zugänglich. Gewünschtenfalls kann die endständige
OH-Funktion zumindest einiger der Polyalkoxysubstituenten durch eine Alkylether-Funktion
mit 1 bis 10, insbesondere 1 bis 3 C-Atomen, ersetzt sein.
[0049] Eine weitere bevorzugte Substanzklasse waschaktiver Polymere bilden die polyalkoxylierten
Amine mit einem gewichtsmittleren Molekulargewicht M
w im Bereich von 600 g/mol bis 10000 g/mol, welche erhältlich sind durch Umsetzung
von Ammoniak oder primären Alkyl- oder Hydroxyalkylaminen, die ein Molekulargewicht
unter 200 g/mol aufweisen, mit Alkylenoxiden. Bevorzugte Waschmittelzusammensetzungen
enthalten das polyalkoxylierte Amin, bezogen auf ihr Gesamtgewicht, in Gewichtsanteilen
von 0,5 bis 10 Gew.-%, vorzugsweise von 1 bis 9 Gew.-% und besonders bevorzugt von
1,5 bis 7,5 Gew.-%.
[0050] Bevorzugte polyalkoxylierte Amine weisen ein gewichtsmittleres Molekulargewicht M
w im Bereich von 1300 g/mol bis 6000 g/mol, insbesondere von 1400 g/mol bis 4500 g/mol
auf. (Bei den hier und später gegebenenfalls für andere Polymere angegebenen mittleren
Molekulargewichten handelt es sich um gewichtsmittlere Molekulargewichte M
w, die grundsätzlich mittels Gelpermeationschromatographie mit Hilfe eines RI-Detektors
bestimmbar sind, wobei die Messung zweckmäßig gegen einen externen Standard erfolgt.)
Zu ihrer Herstellung kann man in bekannter Wiese von Ammoniak, einem Monoalkylamin,
einem Monoalkyl-monoalkanolamin oder einem Monoalkyl-dialkanolamin oder einem Mono-,
Di- oder Trialkanolamin, beispielsweise Triethanolamin, Methyl-, Ethyl-, Propyl- und
Isopropyldiethanolamin, Methyl-, Ethyl-, Propyl- und Isopropyl-diisopropanolamin,
Tripropanolamin, Triisopropanolamin, N,N-Di-(2-hydroxyethyl)cyclohexylamin, N,N-Di-(2-hydroxypropyl)cyclohexylamin,
n-Butylamin, n-Hexylamin, n-Octylamin, Isopropylamin, sek-Butylamin, tert-Butylamin,
Cyclohexylamin, 2-Ethylhexylamin, 2-Phenylethylamin und deren Mischungen, ausgehen,
das mit einem Alkylenoxid, insbesondere ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus Ethylenoxid,
Propylenoxid, Butylenoxid und Mischungen daraus, umgesetzt wird, insbesondere mit
einer Mischung enthaltend Propylenoxid und vorzugsweise Ethylenoxid, besonders bevorzugt
mit Propylenoxid. Bei den so erhältlichen polyalkoxylierten Aminen kann es sich um
Block- oder Random-Strukturen handeln. Besonders bevorzugt ist unter anderem ein polyalkoxyliertes
Amin, erhältlich durch Propoxylierung von Triethanolamin, bevorzugt mit einer Länge
der drei Seitenarme von jeweils 15 Propylenoxid-Einheiten. Ebenfalls bevorzugt ist
auch ein polyalkoxyliertes Amin, erhältlich durch Propoxylierung von Triisopropanolamin,
bevorzugt mit einer Länge der drei Seitenarme von jeweils 15 Propylenoxid-Einheiten.
Ebenfalls geeignet sind polyalkoxylierte Monoalkylamine mit einer linearen, verzweigten
oder cyclischen Alkylgruppe, wobei mit einem Alkylenoxid ausgewählt aus der Gruppe
bestehend aus Ethylenoxid, Propylenoxid, Butylenoxid und Mischungen daraus alkoxyliert
wird, bevorzugt mit einer Mischung enthaltend Propylenoxid, besonders bevorzugt mit
Propylenoxid. Bevorzugt ist auch ein polyalkoxyliertes Amin, erhältlich durch Propoxylierung
von tert-Butylamin, bevorzugt mit einer Länge der zwei Seitenarme von jeweils 12 Propylenoxid-Einheiten.
[0051] Bevorzugte polyalkoxylierte Amine genügen der allgemeinen Formel (I),
in der R für eine lineare, gegebenenfalls verzweigte oder gegebenenfalls cyclische
Alkylgruppe mit 1 bis 12 C-Atomen oder einer Gruppe -(CH2CHR'O)n"-(CH2CHR"O)m"-H steht,
R' und R" unabhängig voneinander für H, CH3 oder CH2CH3 stehen,
n, n' und n" unabhängig voneinander für Zahlen von 0 bis 30, vorzugsweise von 0 bis
10 und insbesondere 0 bis 5 stehen, und
m, m` und m" unabhängig voneinander für Zahlen von 0 bis 30, vorzugsweise von 5 bis
20 und insbesondere von 12 bis 16 stehen,
mit der Maßgabe, dass die Summe n + n' + n" + m + m' + m" mindestens 14 ist, vorzugsweise
im Bereich von 18 bis 100 und insbesondere im Bereich von 20 bis 70 liegt. Bevorzugt
ist in den Verbindungen der Formel I mindestens einer der Reste R` und R" eine CH3-Gruppe.
[0052] Waschmittelzubereitung, welche waschaktives Polymer aus der Gruppe der polyalkoxylierten
Amine enthalten, die erhältlich sind durch Ethoxylierung und nachfolgende Propoxylierung
von Triethanolamin, sind besonders bevorzugt.
[0053] Eine dritte Gruppe bevorzugter waschaktiver Polymere bilden die Alkohol-Polyalkoxylate
mit einem gewichtsmittleren Molekulargewicht M
w im Bereich von 600 g/mol bis 10000 g/mol ist, welche erhältlich sind durch Umsetzung
von Di- oder Triolen mit primären und/oder sekundären OH-Gruppen, die ein Molekulargewicht
M
w im Bereich von 60 g/mol bis 200 g/mol aufweisen, mit Alkylenoxiden.
[0054] Bevorzugte Alkohol-Polyalkoxylate weisen ein gewichtsmittleres Molekulargewicht M
w im Bereich von 1300 g/mol bis 6000 g/mol, insbesondere von 1400 g/mol bis 4500 g/mol
auf. Zu ihrer Herstellung kann man in bekannter Wiese von einem Diol oder Triol mit
einem Molekulargewicht vorzugsweise im Bereich von 70 g/mol bis 150 g/mol ausgehen,
das insbesondere unter alkalischen Bedingungen mit einem Alkylenoxid, insbesondere
ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus Ethylenoxid, Propylenoxid, Butylenoxid und
Mischungen daraus, umgesetzt wird, insbesondere mit einer Mischung enthaltend Propylenoxid
und vorzugsweise Ethylenoxid, besonders bevorzugt mit Propylenoxid. Bei den so erhältlichen
polyalkoxylierten Di- oder Triolen kann es sich um Block- oder Random-Strukturen handeln.
In bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung ist das Diol oder Triol
ein cyclisches Diol oder cyclisches Triol oder Glycerin, Ethylenglykol, 1,2-Propandiol,
Trimethylolpropan, Butandiol, 1,1,1-Tris(hydroxymethyl)ethan, oder eine Mischung aus
mindestens zweien von diesen.
[0055] Bevorzugte Alkohol-Polyalkoxylate genügen der allgemeinen Formel (II)
in der R für eine lineare, gegebenenfalls verzweigte oder gegebenenfalls cyclische
Alkylgruppe mit 1 bis 12 C-Atomen oder einer Gruppe -(CH2CHR'O)n"-(CH2CHR"O)m"-H steht,
R' und R" unabhängig voneinander für H, CH3 oder CH2CH3 stehen,
n, n' und n" unabhängig voneinander für Zahlen von 0 bis 30, vorzugsweise von 0 bis
10 und insbesondere 0 bis 5 stehen, und
m, m` und m" unabhängig voneinander für Zahlen von 0 bis 30, vorzugsweise von 5 bis
20 und insbesondere von 12 bis 16 stehen,
mit der Maßgabe, dass die Summe n + n' + n" + m + m' + m" mindestens 14 ist, vorzugsweise
im Bereich von 18 bis 100 und insbesondere im Bereich von 20 bis 70 liegt.
[0056] Besonders bevorzugt ist der Einsatz eines Alkohol-Polyalkoxylats aus der Gruppe der
Polypropylenglycole.
[0057] Die Ethylenoxid-Propylenoxid-Ethylenoxid Triblockcopolymere, bei denen das Copolymer
einen ersten EO-Block, einen zweiten EO-Block und einen PO-Block umfasst, wobei der
erste EO-Block und der zweite EO-Block mit dem PO-Block verbunden sind, bilden eine
weitere Gruppe bevorzugter waschaktiver Polymere.
[0058] Das Ethylenoxid-Propylenoxid-Ethylenoxid (EO/PO/EO) Triblockcopolymer weist vorzugsweise
eine durchschnittliche Propylenoxidkettenlänge zwischen 15 und 70, bevorzugt zwischen
20 und 60, mehr bevorzugt zwischen 25 und 50, noch mehr bevorzugt zwischen 25 und
40, am meisten bevorzugt zwischen 25 und 35 Propylenoxideinheiten auf.
[0059] Das durchschnittliche Molekulargewicht des Ethylenoxid-Propylenoxid-Ethylenoxid (EO/PO/EO)
Triblockcopolymer liegt bevorzugt zwischen 1000 und 10.000, vorzugsweise zwischen
1500 und 5000, mehr bevorzugt zwischen 2000 und 4500, noch mehr bevorzugt zwischen
2500 und 4000, am meisten bevorzugt zwischen 2500 und 3000.
[0060] Jede Ethylenoxidkette des Ethylenoxid-Propylenoxid-Ethylenoxid Triblockcopolymers
weist vorzugsweise unabhängig eine durchschnittliche Kettenlänge zwischen 2 und 90,
bevorzugt zwischen 3 und 50, mehr bevorzugt zwischen 4 und 20, noch mehr bevorzugt
zwischen 5 und 15, am meisten bevorzugt zwischen 10 und 15 Ethylenoxideinheiten auf.
[0061] Das Ethylenoxid-Propylenoxid-Ethylenoxid Triblockcopolymer umfasst im Durchschnitt
zwischen 10 Gew.-% und 90 Gew.-%, vorzugsweise zwischen 20 Gew.-% und 70 Gew.-%, am
meisten bevorzugt zwischen 30 Gew.-% und 50 Gew.-% des Copolymers die kombinierten
Ethylenoxidblöcke, wobei mehr bevorzugt der gesamte Ethylenoxidgehalt über die zwei
Ethylenoxidblöcke verteilt ist, sodass jeder Ethylenoxidblock im Durchschnitt zwischen
40 % und 60 %, vorzugsweise zwischen 45 % und 55 %, noch mehr bevorzugt zwischen 48
% und 52 %, am meisten bevorzugt 50 % der Gesamtanzahl von Ethylenoxideinheiten umfasst,
wobei der Prozentsatz von beiden Ethylenoxidblöcken zusammen 100 % der vorhandenen
Ethylenoxideinheiten ausmacht.
[0062] Bevorzugte Waschmittelzubereitungen enthalten ein Ethylenoxid-Propylenoxid-Ethylenoxid
Triblockcopolymer mit einem durchschnittlichen Molekulargewicht zwischen 2500 und
3000, einem durchschnittlichen Propylenoxidgehalt zwischen 25 und 35 Propylenoxideinheiten
und einem durchschnittlichen Ethylenoxidgehalt zwischen 10 und 15 Ethylenoxideinheiten
pro Ethylenoxidblock.
[0063] Als weiteren fakultativen Bestandteil umfasst eine bevorzugte Waschmittelzubereitung,
bezogen auf ihr Gesamtgewicht, 0,2 bis 4 Gew.-%, vorzugsweise 0,5 bis 3 Gew.-% Duftstoffzubereitung.
[0064] Neben den eigentlichen Duftstoffen umfasst die Duftstoffzubereitung beispielsweise
Lösungsmittel, feste Trägermaterialien oder Stabilisatoren.
[0065] Bei einem Duftstoff handelt es sich um eine den Geruchsinn anregende, chemische Substanz.
Um den Geruchssinn anregen zu können, sollte die chemische Substanz zumindest teilweise
in der Luft verteilbar sein, d.h. der Duftstoff sollte bei 25°C zumindest in geringem
Maße flüchtig sein. Ist der Duftstoff nun sehr flüchtig, klingt die Geruchsintensität
dann schnell wieder ab. Bei einer geringeren Flüchtigkeit ist der Gerucheindruck jedoch
nachhaltiger, d.h. er verschwindet nicht so schnell. In einer Ausführungsform weist
der Duftstoff daher einen Schmelzpunkt auf, der im Bereich von -100°C bis 100°C, bevorzugt
von -80°C bis 80°C, noch bevorzugter von -20°C bis 50°C, insbesondere von -30°C bis
20°C liegt. In einer weiteren Ausführungsform weist der Duftstoff einen Siedepunkt
auf, der im Bereich von 25°C bis 400°C, bevorzugt von 50°C bis 380°C, mehr bevorzugt
von 75°C bis 350°C, insbesondere von 100°C bis 330°C liegt.
[0066] Insgesamt sollte eine chemische Substanz eine bestimmte Molekülmasse nicht überschreiten,
um als Duftstoff zu fungieren, da bei zu hoher Molekülmasse die erforderliche Flüchtigkeit
nicht mehr gewährleitstet werden kann. In einer Ausführungsform weist der Duftstoff
eine Molekülmasse von 40 bis 700 g/mol, noch bevorzugter von 60 bis 400 g/mol auf.
[0067] Der Geruch eines Duftstoffes wird von den meisten Menschen als angenehm empfunden
und entspricht häufig dem Geruch nach beispielsweise Blüten, Früchten, Gewürzen, Rinde,
Harz, Blättern, Gräsern, Moosen und Wurzeln. So können Duftstoffe auch dazu verwendet
werden, um unangenehme Gerüche zu überlagern oder aber auch um einen nicht riechenden
Stoff mit einem gewünschten Geruch zu versehen. Als Duftstoffe können einzelne Riechstoffverbindungen,
z.B. die synthetischen Produkte vom Typ der Ester, Ether, Aldehyde, Ketone, Alkohole
und Kohlenwasserstoffe verwendet werden.
[0068] Bevorzugt werden Mischungen verschiedener Duftstoffe verwendet, die gemeinsam eine
ansprechende Duftnote erzeugen. Ein derartiges Gemisch an Duftstoffen kann auch als
Parfüm oder Parfümöl bezeichnet werden. Solche Parfümöle können auch natürliche Duftstoffgemische
enthalten, wie sie aus pflanzlichen Quellen zugänglich sind.
[0069] Für die Verlängerung der Duftwirkung hat es sich als vorteilhaft erwiesen, den Duftstoff
zu verkapseln. In einer entsprechenden Ausführungsform wird zumindest ein Teil des
Duftstoffs in verkapselter Form (Duftstoffkapseln), insbesondere in Mikrokapseln,
eingesetzt. Es kann aber auch der gesamte Duftstoff in verkapselter Form eingesetzt
werden. Bei den Mikrokapseln kann es sich um wasserlösliche und/oder wasserunlösliche
Mikrokapseln handeln. Es können beispielsweise Melamin-Harnstoff-Formaldehyd-Mikrokapseln,
Melamin-Formaldehyd-Mikrokapseln, Harnstoff-Formaldehyd-Mikrokapseln oder Stärke-Mikrokapseln
eingesetzt werden. "Duftstoffvorläufer" bezieht sich auf Verbindungen, die erst nach
chemischer Umwandlung/Spaltung, typischerweise durch Einwirkung von Licht oder anderen
Umgebungsbedingungen, wie pH-Wert, Temperatur, etc., den eigentlichen Duftstoff freisetzen.
Derartige Verbindungen werden häufig auch als Duftspeicherstoffe oder "Pro-Fragrance"
bezeichnet.
[0070] Bevorzugte Waschmittelzubereitungen enthalten, bezogen auf ihr Gesamtgewicht, 0,01
bis 0,2 Gew.-% Farbstoff.
[0071] Die Zusammensetzung einiger bevorzugter Waschmittelzubereitungen kann den folgenden
Tabellen entnommen werden (Angaben in Gew.-% bezogen auf das Gesamtgewicht der Zubereitung
sofern nicht anders angegeben).
|
Formel 1 |
Formel 2 |
Formel 3 |
Formel 4 |
anionisches Tensid 1) |
20 bis 50 |
24 bis 45 |
24 bis 45 |
28 bis 40 |
nichtionisches Tensid |
20 bis 40 |
20 bis 40 |
22 bis 38 |
24 bis 36 |
Enzymzubereitung |
0,2 bis 12 |
0,5 bis 10 |
0,5 bis 10 |
2 bis 8 |
Misc |
ad 100 |
ad 100 |
ad 100 |
ad 100 |
|
Formel 6 |
Formel 7 |
Formel 8 |
Formel 9 |
anionisches Tensid 2) |
20 bis 50 |
24 bis 45 |
24 bis 45 |
28 bis 40 |
nichtionisches Tensid |
20 bis 40 |
20 bis 40 |
22 bis 38 |
24 bis 36 |
Enzymzubereitung |
0,2 bis 12 |
0,5 bis 10 |
0,5 bis 10 |
2 bis 8 |
Misc |
ad 100 |
ad 100 |
ad 100 |
ad 100 |
|
Formel 11 |
Formel 12 |
Formel 13 |
Formel 14 |
anionisches Tensid 1) |
20 bis 50 |
24 bis 45 |
24 bis 45 |
28 bis 40 |
nichtionisches Tensid |
20 bis 40 |
20 bis 40 |
22 bis 38 |
24 bis 36 |
Enzymzubereitung |
0,2 bis 12 |
0,5 bis 10 |
0,5 bis 10 |
2 bis 8 |
organisches Lösungsmittel |
<6 |
<6 |
<3 |
<1 |
Wasser |
<6 |
<6 |
<3 |
<1 |
Misc |
ad 100 |
ad 100 |
ad 100 |
ad 100 |
|
Formel 16 |
Formel 17 |
Formel 18 |
Formel 19 |
anionisches Tensid 2) |
20 bis 50 |
24 bis 45 |
24 bis 45 |
28 bis 40 |
nichtionisches Tensid |
20 bis 40 |
20 bis 40 |
22 bis 38 |
24 bis 36 |
Enzymzubereitung |
0,2 bis 12 |
0,5 bis 10 |
0,5 bis 10 |
2 bis 8 |
organisches Lösungsmittel |
<6 |
<6 |
<3 |
<1 |
Wasser |
<6 |
<6 |
<3 |
<1 |
Misc |
ad 100 |
ad 100 |
ad 100 |
ad 100 |
|
Formel 21 |
Formel 22 |
Formel 23 |
Formel 24 |
anionisches Tensid 1) |
20 bis 50 |
24 bis 45 |
24 bis 45 |
28 bis 40 |
nichtionisches Tensid |
20 bis 40 |
20 bis 40 |
22 bis 38 |
24 bis 36 |
Enzymzubereitung |
0,2 bis 12 |
0,5 bis 10 |
0,5 bis 10 |
2 bis 8 |
waschaktives Polymer |
1 bis 18 |
1 bis 18 |
4 bis 15 |
4 bis 15 |
Misc |
ad 100 |
ad 100 |
ad 100 |
ad 100 |
|
Formel 26 |
Formel 27 |
Formel 28 |
Formel 29 |
anionisches Tensid 2) |
20 bis 50 |
24 bis 45 |
24 bis 45 |
28 bis 40 |
nichtionisches Tensid |
20 bis 40 |
20 bis 40 |
22 bis 38 |
24 bis 36 |
Enzymzubereitung |
0,2 bis 12 |
0,5 bis 10 |
0,5 bis 10 |
2 bis 8 |
waschaktives Polymer |
1 bis 18 |
1 bis 18 |
4 bis 15 |
4 bis 15 |
Misc |
ad 100 |
ad 100 |
ad 100 |
ad 100 |
|
Formel 31 |
Formel 32 |
Formel 33 |
Formel 34 |
anionisches Tensid 1) |
20 bis 50 |
24 bis 45 |
24 bis 45 |
28 bis 40 |
nichtionisches Tensid |
20 bis 40 |
20 bis 40 |
22 bis 38 |
24 bis 36 |
Enzymzubereitung |
0,2 bis 12 |
0,5 bis 10 |
0,5 bis 10 |
2 bis 8 |
waschaktives Polymer |
1 bis 18 |
1 bis 18 |
4 bis 15 |
4 bis 15 |
organisches Lösungsmittel |
<6 |
<6 |
<3 |
<1 |
Wasser |
<6 |
<6 |
<3 |
<1 |
Misc |
ad 100 |
ad 100 |
ad 100 |
ad 100 |
|
Formel 36 |
Formel 37 |
Formel 38 |
Formel 39 |
anionisches Tensid 2) |
20 bis 50 |
24 bis 45 |
24 bis 45 |
28 bis 40 |
nichtionisches Tensid |
20 bis 40 |
20 bis 40 |
22 bis 38 |
24 bis 36 |
Enzymzubereitung |
0,2 bis 12 |
0,5 bis 10 |
0,5 bis 10 |
2 bis 8 |
waschaktives Polymer |
1 bis 18 |
1 bis 18 |
4 bis 15 |
4 bis 15 |
organisches Lösungsmittel |
<6 |
<6 |
<3 |
<1 |
Wasser |
<6 |
<6 |
<3 |
<1 |
Misc |
ad 100 |
ad 100 |
ad 100 |
ad 100 |
|
Formel 41 |
Formel 42 |
Formel 43 |
Formel 44 |
anionisches Tensid 1) |
20 bis 50 |
24 bis 45 |
24 bis 45 |
28 bis 40 |
nichtionisches Tensid |
20 bis 40 |
20 bis 40 |
22 bis 38 |
24 bis 36 |
Enzymzubereitung |
0,2 bis 12 |
0,5 bis 10 |
0,5 bis 10 |
2 bis 8 |
Fettsäure-Alkanolamin-Salz |
4 bis 18 |
4 bis 18 |
6 bis 16 |
6 bis 16 |
Misc |
ad 100 |
ad 100 |
ad 100 |
ad 100 |
|
Formel 46 |
Formel 47 |
Formel 48 |
Formel 49 |
anionisches Tensid 2) |
20 bis 50 |
24 bis 45 |
24 bis 45 |
28 bis 40 |
nichtionisches Tensid |
20 bis 40 |
20 bis 40 |
22 bis 38 |
24 bis 36 |
Enzymzubereitung |
0,2 bis 12 |
0,5 bis 10 |
0,5 bis 10 |
2 bis 8 |
Fettsäure-Alkanolamin-Salz |
4 bis 18 |
4 bis 18 |
6 bis 16 |
6 bis 16 |
Misc |
ad 100 |
ad 100 |
ad 100 |
ad 100 |
|
Formel 51 |
Formel 52 |
Formel 53 |
Formel 54 |
anionisches Tensid 1) |
20 bis 50 |
24 bis 45 |
24 bis 45 |
28 bis 40 |
nichtionisches Tensid |
20 bis 40 |
20 bis 40 |
22 bis 38 |
24 bis 36 |
Enzymzubereitung |
0,2 bis 12 |
0,5 bis 10 |
0,5 bis 10 |
2 bis 8 |
Fettsäure-Alkanolamin-Salz |
4 bis 18 |
4 bis 18 |
6 bis 16 |
6 bis 16 |
organisches Lösungsmittel |
<6 |
<6 |
<3 |
<1 |
Wasser |
<6 |
<6 |
<3 |
<1 |
Misc |
ad 100 |
ad 100 |
ad 100 |
ad 100 |
|
Formel 56 |
Formel 57 |
Formel 58 |
Formel 59 |
anionisches Tensid 2) |
20 bis 50 |
24 bis 45 |
24 bis 45 |
28 bis 40 |
nichtionisches Tensid |
20 bis 40 |
20 bis 40 |
22 bis 38 |
24 bis 36 |
Enzymzubereitung |
0,2 bis 12 |
0,5 bis 10 |
0,5 bis 10 |
2 bis 8 |
Fettsäure-Alkanolamin-Salz |
4 bis 18 |
4 bis 18 |
6 bis 16 |
6 bis 16 |
organisches Lösungsmittel |
<6 |
<6 |
<3 |
<1 |
Wasser |
<6 |
<6 |
<3 |
<1 |
Misc |
ad 100 |
ad 100 |
ad 100 |
ad 100 |
|
Formel 61 |
Formel 62 |
Formel 63 |
Formel 64 |
anionisches Tensid 1) |
20 bis 50 |
24 bis 45 |
24 bis 45 |
28 bis 40 |
nichtionisches Tensid |
20 bis 40 |
20 bis 40 |
22 bis 38 |
24 bis 36 |
Enzymzubereitung |
0,2 bis 12 |
0,5 bis 10 |
0,5 bis 10 |
2 bis 8 |
Phosphonat |
0,2 bis 10 |
0,2 bis 10 |
0,5 bis 8 |
1 bis 6 |
Misc |
ad 100 |
ad 100 |
ad 100 |
ad 100 |
|
Formel 66 |
Formel 67 |
Formel 68 |
Formel 69 |
anionisches Tensid 2) |
20 bis 50 |
24 bis 45 |
24 bis 45 |
28 bis 40 |
nichtionisches Tensid |
20 bis 40 |
20 bis 40 |
22 bis 38 |
24 bis 36 |
Enzymzubereitung |
0,2 bis 12 |
0,5 bis 10 |
0,5 bis 10 |
2 bis 8 |
Phosphonat |
0,2 bis 10 |
0,2 bis 10 |
0,5 bis 8 |
1 bis 6 |
Misc |
ad 100 |
ad 100 |
ad 100 |
ad 100 |
|
Formel 71 |
Formel 72 |
Formel 73 |
Formel 74 |
anionisches Tensid 1) |
20 bis 50 |
24 bis 45 |
24 bis 45 |
28 bis 40 |
nichtionisches Tensid |
20 bis 40 |
20 bis 40 |
22 bis 38 |
24 bis 36 |
Enzymzubereitung |
0,2 bis 12 |
0,5 bis 10 |
0,5 bis 10 |
2 bis 8 |
Phosphonat |
0,2 bis 10 |
0,2 bis 10 |
0,5 bis 8 |
1 bis 6 |
organisches Lösungsmittel |
<6 |
<6 |
<3 |
<1 |
Wasser |
<6 |
<6 |
<3 |
<1 |
Misc |
ad 100 |
ad 100 |
ad 100 |
ad 100 |
|
Formel 76 |
Formel 77 |
Formel 78 |
Formel 79 |
anionisches Tensid 2) |
20 bis 50 |
24 bis 45 |
24 bis 45 |
28 bis 40 |
nichtionisches Tensid |
20 bis 40 |
20 bis 40 |
22 bis 38 |
24 bis 36 |
Enzymzubereitung |
0,2 bis 12 |
0,5 bis 10 |
0,5 bis 10 |
2 bis 8 |
Phosphonat |
0,2 bis 10 |
0,2 bis 10 |
0,5 bis 8 |
1 bis 6 |
organisches Lösungsmittel |
<6 |
<6 |
<3 |
<1 |
Wasser |
<6 |
<6 |
<3 |
<1 |
Misc |
ad 100 |
ad 100 |
ad 100 |
ad 100 |
|
Formel 81 |
Formel 82 |
Formel 83 |
Formel 84 |
anionisches Tensid 1) |
20 bis 50 |
24 bis 45 |
24 bis 45 |
28 bis 40 |
nichtionisches Tensid |
20 bis 40 |
20 bis 40 |
22 bis 38 |
24 bis 36 |
Enzymzubereitung |
0,2 bis 12 |
0,5 bis 10 |
0,5 bis 10 |
2 bis 8 |
waschaktives Polymer |
1 bis 18 |
1 bis 18 |
4 bis 15 |
4 bis 15 |
Fettsäure-Alkanolamin-Salz |
4 bis 18 |
4 bis 18 |
6 bis 16 |
6 bis 16 |
Misc |
ad 100 |
ad 100 |
ad 100 |
ad 100 |
|
Formel 86 |
Formel 87 |
Formel 88 |
Formel 89 |
anionisches Tensid 2) |
20 bis 50 |
24 bis 45 |
24 bis 45 |
28 bis 40 |
nichtionisches Tensid |
20 bis 40 |
20 bis 40 |
22 bis 38 |
24 bis 36 |
Enzymzubereitung |
0,2 bis 12 |
0,5 bis 10 |
0,5 bis 10 |
2 bis 8 |
waschaktives Polymer |
1 bis 18 |
1 bis 18 |
4 bis 15 |
4 bis 15 |
Fettsäure-Alkanolamin-Salz |
4 bis 18 |
4 bis 18 |
6 bis 16 |
6 bis 16 |
Misc |
ad 100 |
ad 100 |
ad 100 |
ad 100 |
|
Formel 91 |
Formel 92 |
Formel 93 |
Formel 94 |
anionisches Tensid 1) |
20 bis 50 |
24 bis 45 |
24 bis 45 |
28 bis 40 |
nichtionisches Tensid |
20 bis 40 |
20 bis 40 |
22 bis 38 |
24 bis 36 |
Enzymzubereitung |
0,2 bis 12 |
0,5 bis 10 |
0,5 bis 10 |
2 bis 8 |
waschaktives Polymer |
1 bis 18 |
1 bis 18 |
4 bis 15 |
4 bis 15 |
Fettsäure-Alkanolamin-Salz |
4 bis 18 |
4 bis 18 |
6 bis 16 |
6 bis 16 |
organisches Lösungsmittel |
<6 |
<6 |
<3 |
<1 |
Wasser |
<6 |
<6 |
<3 |
<1 |
Misc |
ad 100 |
ad 100 |
ad 100 |
ad 100 |
|
Formel 96 |
Formel 97 |
Formel 98 |
Formel 99 |
anionisches Tensid 2) |
20 bis 50 |
24 bis 45 |
24 bis 45 |
28 bis 40 |
nichtionisches Tensid |
20 bis 40 |
20 bis 40 |
22 bis 38 |
24 bis 36 |
Enzymzubereitung |
0,2 bis 12 |
0,5 bis 10 |
0,5 bis 10 |
2 bis 8 |
waschaktives Polymer |
1 bis 18 |
1 bis 18 |
4 bis 15 |
4 bis 15 |
Fettsäure-Alkanolamin-Salz |
4 bis 18 |
4 bis 18 |
6 bis 16 |
6 bis 16 |
organisches Lösungsmittel |
<6 |
<6 |
<3 |
<1 |
Wasser |
<6 |
<6 |
<3 |
<1 |
Misc |
ad 100 |
ad 100 |
ad 100 |
ad 100 |
1) Mischung von Alkanolamin-C8-18-Alkylbenzolsulfonat und Natrium-C8-18-Alkylbenzolsulfonat
2) Mischung von Alkanolamin-C8-18-Alkylbenzolsulfonat und Natrium-C8-18-Alkylbenzolsulfonat in einem Gewichtsverhältnis von 10:1 bis 1:4, vorzugsweise von
7:1 bis 1:2, besonders bevorzugt von 4:1 bis 1:1 und insbesondere von 7:2 bis 5:2 |
[0072] Die Waschmittelzubereitung weist vorzugsweise eine Viskosität (23°C, Scherrate 30
sec-') von 1500 bis 10000 mPas, vorzugsweise von 3000 bis 8000 mPas, besonders bevorzugt
von 5500 bis 6500 mPas auf.
[0073] Der pH-Wert der Waschmittelzubereitung liegt vorzugsweise im Bereich von 6 bis 10,
bevorzugt im Bereich von 7,5 bis 9 und insbesondere im Bereich von 8 bis 8,4.
[0074] Die Waschmittelzubereitung kann als Portionseinheit konfektioniert sein. Eine derartige
Portionseinheit umfasst neben der Waschmittelzubereitung vorzugsweise einen wasserlöslichen
Verpackungsfilm, welcher die Waschmittelzubereitung vollständig umschließt.
[0075] Aufgrund ihres hohen Gehalts an Aktivstoffen und des geringen Anteils an Füll- und
Hilfsstoffen oder Lösungsmitteln wird die zuvor beschriebene Waschmittelzubereitung
mit besonderem Vorzug als Waschmittelangebotsform konfektioniert, welche neben einer
Waschmittelzubereitung weiterhin einen Behälter umfasst, der die mehrfache zur Durchführung
eines Waschverfahrens notwendige Menge der Waschmittelzubereitung enthält. Die Konfektionierung
als derartige Waschmittelangebotsform ermöglicht gegenüber herkömmlichen weniger konzentrierten
Waschmittelzubereitungen eine signifikante Verringerung des Verpackungsmittelanteils
pro Dosiereinheit und stellt damit eine ressourcenschonende Weiterentwicklung bekannter
Waschmittelzubereitungen dar. Die hohe Aktivstoffkonzentration der Waschmittelzubereitung
geht einher mit einem vorteilhaften Dosierverhalten, welches auch die einfache und
präzise Dosierung kleiner Volumina ermöglicht. Es ist daher bevorzugt, wenn der Behälter
der Waschmittelangebotsform eine Dosieröffnung aufweist.
[0076] Die Dosieröffnung weist vorzugsweise eine ellipsoide, besonders bevorzugt eine kreisrunde
Querschnittsfläche auf. Bevorzugte Dosieröffnungen sind durch Deckel, insbesondere
Schraubdeckel verschließbar.
[0077] Für die Herstellung der Behälter eignen sich die dem Fachmann bekannten Materialien.
Zur Gruppe dieser Materialien zählen beispielsweise die Kunststoffe, insbesondere
die Thermoplaste Polyethylen, Polypropylen oder Polyethylenterephthalat.
[0078] Überraschenderweise hat es sich erwiesen, dass das Dosierverhalten der Waschmittelzubereitung
mittels der zuvor beschriebenen Behälter durch die Wahl des zur Herstellung des Behälters
eingesetzten Kunststoffs beeinflusst wird. So haben sich Oberflächen aus Polyethylen
identischen Oberflächen aus Polyethylenterephthalat im Hinblick auf das Fließverhalten
der Waschmittelzubereitung als überlegen erwiesen. Weiterhin haben sich Oberflächen
mit einem Recyclinganteil oberhalb 30 Gew.-% identischen Oberflächen aus nicht recycliertem
Polyethylen im Hinblick auf das Fließverhalten der Waschmittelzubereitung als überlegen
erwiesen. Zusammenfassend können das Fließverhalten und die Dosiergenauigkeit der
Waschmittelzubereitung aus Behältern durch die Wahl des Behältermaterials verbessert
werden, wobei diese Vorteile insbesondere durch die Auswahl eines vorteilhaften Behältermaterials
im Bereich der Dosieröffnung des Behälters erzielt werden können. Aus den vorgenannten
Gründen sind bevorzugte Behälter im Bereich der Dosieröffnung aus Polyethylen, besonders
bevorzugt aus Polyethylen mit einem Recyclinganteil oberhalb 30 Gew.-%, insbesondere
oberhalb 50 Gew.-% gefertigt.
[0079] Behälter für Waschmittelzusammensetzungen aus thermoplastischen Kunststoffen wie
Polyethylen werden in Umformungsverfahren wie dem Blasformen in der Regel einstückig
erstellt. Behälterköper und Dosieröffnung werden also in der Regel aus dem identischen
Material geformt. Vor diesem Hintergrund ist es bevorzugt, dass der Behälter im Bereich
des Behälterkörpers aus Polyethylen, vorzugsweise aus Polyethylen mit einem Recyclinganteil
oberhalb 30 Gew.-%, insbesondere oberhalb 50 Gew.-% gefertigt ist.
[0080] Alternativ zu den zuvor beschriebenen thermoplastischen Kunststoffen, insbesondere
dem Polyethylen oder recyclierten Polyethylen werden die Behälter für die Waschmittelzubereitung
in einer weiteren bevorzugten Ausführungsform anteilsweise oder vollständig aus Fasern
pflanzlicher Herkunft gefertigt. Der Einsatz entsprechender Verpackungsmittel verringert
nicht nur den ökologischen Fußabdruck der Angebotsform, sondern befördert zudem auch
deren Recyclierbarkeit. Waschmittelangebotsformen, bei denen der Behälter aus Fasern
pflanzlicher Herkunft gefertigt ist, sind daher bevorzugt.
[0081] Die Konfektionierung der Waschmittelzubereitung durch Verpackungsmittel auf Grundlage
von Fasern pflanzlicher Herkunft wird durch einen geringen Anteil an wässrigen oder
organischen Lösungsmitteln erleichtert. Zur Verbesserung der Langzeitstabilität des
Behälters kann es jedoch bevorzugt sein, diesen Behälter wenigstens anteilsweise mit
einem filmbildenden Polymer vorzugsweise einem filmbildenden Biopolymer zu beschichten.
Der Behälter kann einseitig oder beidseitig, das heißt auf seiner Innen- und seiner
Außenseite beschichtet sein. Wegen der höheren Stabilität der Beschichtung, beispielsweise
aufgrund einer verringerten mechanischen Schädigung der Beschichtung durch Handhabung
oder Transport des Behälters, und daraus resultierend der erhöhten Stabilität des
Behälters insgesamt, ist der Behälter vorzugsweise auf seiner Innenseite mit einem
filmbildenden Polymer vorzugsweise einem filmbildenden Biopolymer beschichtet. Besonders
bevorzugte Biopolymere sind Casein, Alginat, Carrageenan und Pectin. Die Beschichtung
mit Biopolymer weist vorzugsweise eine Dicke von 10 bis 300µm, insbesondere von 20
bis 200µm auf.
[0082] Die Dosierung der Waschmittelzubereitung aus dem Behälter wird durch den Einsatz
elastisch verformbarer Behälter erleichtert. Durch die Variation des von außen auf
den Behälter einwirkenden Drucks, können sowohl die Dosiergeschwindigkeit als auch
der Dosierbeginn und das Dosierende durch den Verbraucher bestimmt werden. Waschmittelangebotsformen,
bei denen der Behälter elastisch verformbar ist, werden aus diesem Grund bevorzugt.
[0083] Zusammenfassend ist die Waschmittelangebotsform aufgrund der vorteilhaften Eigenschaften
der Waschmittelzubereitung, welche durch die gezielte Auswahl spezifischer Behälter
oder Behältermaterialien weiter gesteigert werden können, in besonderer Weise zur
einfachen und präzisen Dosierung einzelner Portionen durch den Verbraucher geeignet.
Diese Dosierung kann beispielsweise auf ein Wäschestück erfolgen, welches im Nachgang
in den Innenraum einer Textilwaschmaschine eingebracht wird. Bevorzugt ist jedoch
die Verwendung einer Waschmittelangebotsform zur Dosierung der Waschmittelzubereitung
in die Aufnahmevorrichtung einer Textilwaschmaschine. Bevorzugte Aufnahmevorrichtungen
sind Dosierkappen, Dosierkugeln und, mit besonderem Vorzug, die Dosierschublade der
Textilwaschmaschine. Die Waschmittelangebotsform eignet sich dabei in besonderem Maße
zur Dosierung von kleinen Volumina, vorzugsweise von Volumina von 6 bis 16 ml, insbesondere
8 bis 14 ml der Waschmittelzubereitung.
[0084] Wie eingangs ausgeführt eignet sich die Waschmittelzusammensetzung insbesondere für
die Reinigung von Textilien. Ein zusätzlicher Gegenstand der Anmeldung ist ein Verfahren
zur Textilreinigung, bei welchem eine zuvor beschriebene Waschmittelzubereitung in
die Waschflotte einer Textilwaschmaschine eingebracht wird. In bevorzugten Waschverfahren
wird eine Menge von 8 bis 16 g, vorzugsweise 10 bis 14 g der Waschmittelzubereitung
in die Waschflotte einer Textilwaschmaschine eingebracht.
[0085] Ein weiterer Gegenstand der Anmeldung ist ein Verfahren zur Herstellung der zuvor
beschriebenen Waschmittelzubereitung, umfassend die Schritte in der nachfolgenden
Reihenfolge:
- i) Bereitstellung einer Mischung von Natrium-C8-18-Alkylbenzolsulfonat und nichtionischem Tensid;
- ii) Zugabe von C8-18-Alkylbenzolsulfonsäure und mischen der Sulfonsäure-haltigen Zusammensetzung;
- iii) Zugabe von Alkanolamin und mischen der Alkanolamin-haltigen Zusammensetzung;
- iv) Zugabe der Enzymzubereitung und mischen der Enzym-haltigen Zubereitung.
[0086] Zur Verminderung oder Vermeidung von Gaseinschlüssen in der Waschmittelzubereitung
wird die Mischung in mindestens einem der Schritte ii), iii) oder iv) einer Vakuumentgasung
unterworfen, wobei der zur Vakuumentgasung eingesetzte Unterdruck weniger als 0,6
bar, vorzugsweise weniger als 0,4 bar und insbesondere 0,1 bis 0,3 bar beträgt.
[0087] Zur Abführung der Reaktionswärme wird die Mischung in Schritt iii) vorzugsweise gekühlt.
Die Kühlung der Mischung dient dabei auch der Erhöhung der Stabilität der im nachfolgenden
Schritt iv) zugegebenen Enzymzubereitung. Vorzugsweise weist die Mischung bei Zugabe
der Enzymzubereitung in Schritt iv) eine Temperatur unterhalb 35°C, vorzugsweise unterhalb
30°C auf.
[0088] Durch diese Anmeldung werden u.a. die folgenden Gegenstände bereitgestellt:
- 1. Waschmittelzubereitung, umfassend, bezogen auf ihr Gesamtgewicht,
- a) 20 bis 50 Gew.-% anionisches Tensid, umfassend eine Mischung von Alkanolamin-C8-18-Alkylbenzolsulfonat und Natrium-C8-18-Alkylbenzolsulfonat;
- b) 20 bis 40 Gew.-% nichtionisches Tensid;
- c) 0,2 bis 12 Gew.-% Enzymzubereitung.
- 2. Waschmittelzubereitung nach Punkt 1, wobei die Waschmittelzubereitung, bezogen
auf ihr Gesamtgewicht, 24 bis 45 Gew.-%, vorzugsweise 28 bis 40 Gew.-% anionisches
Tensid, umfassend Alkanolamin-C8-18-Alkylbenzolsulfonat und der Natrium-C8-18-Alkylbenzolsulfonat enthält.
- 3. Waschmittelzubereitung nach einem der vorherigen Punkte, wobei die Waschmittelzubereitung
neben dem anionischen Tensid aus der Gruppe der Alkanolamin-C8-18-Alkylbenzolsulfonate und der Natrium-C8-18-Alkylbenzolsulfonate, bezogen auf ihr Gesamtgewicht, weniger als 10 Gew.-%, vorzugsweise
weniger als 6 Gew.-%, insbesondere weniger als 2 Gew.-% und insbesondere keine weitere(n)
anionischen Tenside enthält.
- 4. Waschmittelzubereitung nach einem der vorherigen Punkte, wobei die Waschmittelzubereitung
eine Mischung von Alkanolamin-C8-18-Alkylbenzolsulfonat und Natrium-C8-18-Alkylbenzolsulfonat in einem Gewichtsverhältnis von 10:1 bis 1:4, vorzugsweise von
7:1 bis 1:2, besonders bevorzugt von 4:1 bis 1:1 und insbesondere von 7:2 bis 5:2
enthält.
- 5. Waschmittelzubereitung nach einem der vorherigen Punkte, wobei das Alkanolamin-C8-18-Alkylbenzolsulfonat ein Alkanolamin aus der Gruppe Monoethanolamin, Monoisopropanolamin,
Diisopropanolamin, vorzugsweise aus der Gruppe Monoisopropanolamin umfasst.
- 6. Waschmittelzubereitung nach einem der vorherigen Punkte, wobei die Waschmittelzubereitung,
bezogen auf ihr Gesamtgewicht, 4 bis 18 Gew.-%, vorzugsweise 6 bis 16 Gew.-% Fettsäure-Alkanolamin-Salz
enthält.
- 7. Waschmittelzubereitung nach Punkt 6, wobei die Fettsäure aus der Gruppe Myristinsäure,
Palmitinsäure, Stearinsäure, Ölsäure, Linolsäure und deren Mischungen ausgewählt ist.
- 8. Waschmittelzubereitung nach einem der Punkte 6 oder 7, wobei das Fettsäure-Alkanolamin-Salz
ein Alkanolamin aus der Gruppe Monoethanolamin, Monoisopropanolamin, Diisopropanolamin,
vorzugsweise aus der Gruppe Monoisopropanolamin umfasst.
- 9. Waschmittelzubereitung nach einem der vorherigen Punkte, wobei die Waschmittelzubereitung,
bezogen auf ihr Gesamtgewicht, 22 bis 38 Gew.-%, vorzugsweise 24 bis 36 Gew.-% nichtionisches
Tensid enthält.
- 10. Waschmittelzubereitung nach einem der vorherigen Punkte, wobei die Waschmittelzubereitung
nichtionisches Tensid aus der Gruppe der ethoxylierten primären C6-18-Alkohole, vorzugsweise der ethoxylierten primären C6-18-Alkohole mit einem Alkoxylierungsgrad ≥ 2, besonders bevorzugt der C12-14-Alkohole mit 4 EO oder 7 EO, der C9-11-Alkohole mit 7 EO, der C13-15-Alkohole mit 5 EO, 7 EO oder 8 EO, der C13-15-Oxoalkohole mit 7 EO, der C12-18-Alkohole mit 5 EO oder 7 EO, insbesondere der C12-18-Fettalkohole mit 7 EO oder der C13-15-Oxoalkohole mit 7 EO enthält.
- 11. Waschmittelzubereitung nach einem der vorherigen Punkte, wobei die Waschmittelzubereitung
anionisches Tensid und nichtionisches Tensid in einem Gewichtsverhältnis von 3:2 bis
2:3, vorzugsweise von 4:3 bis 1:1 enthält.
- 12. Waschmittelzubereitung nach einem der vorherigen Punkte, wobei die Waschmittelzubereitung,
bezogen auf ihr Gesamtgewicht, 0,5 bis 10 Gew.-%, vorzugsweise 2 bis 8 Gew.-% Enzymzubereitung
enthält.
- 13. Waschmittelzubereitung nach einem der vorherigen Punkte, wobei die Waschmittelzubereitung
mindestens eine Enzym-Zubereitung, vorzugweise mindestens 3 Enzymzubereitungen von
Enzymen aus der Gruppe Protease, Amylase, Mannanase, Cellulase, Lipase, β-Hexosaminidase,
Zubereitungen eines pektinolytischen Enzyms und Endoglucanase enthält.
- 14. Waschmittelzubereitung nach einem der vorherigen Punkte, wobei die Waschmittelzubereitung,
bezogen auf ihr Gesamtgewicht, 0,5 bis 7 Gew.-%, vorzugsweise 1 bis 5 Gew.-% einer
Protease Zubereitung enthält.
- 15. Waschmittelzubereitung nach einem der vorherigen Punkte, wobei die Waschmittelzubereitung,
bezogen auf ihr Gesamtgewicht, 0,05 bis 2 Gew.-%, vorzugsweise 0,1 bis 1 Gew.-% einer
Amylase Zubereitung enthält.
- 16. Waschmittelzubereitung nach einem der vorherigen Punkte, wobei die Waschmittelzubereitung,
bezogen auf ihr Gesamtgewicht, 0,05 bis 2 Gew.-%, vorzugsweise 0,1 bis 1 Gew.-% einer
Mannanase Zubereitung enthält.
- 17. Waschmittelzubereitung nach einem der vorherigen Punkte, wobei die Waschmittelzubereitung,
bezogen auf ihr Gesamtgewicht, 0,05 bis 2 Gew.-%, vorzugsweise 0,1 bis 1 Gew.-% einer
Cellulase Zubereitung enthält.
- 18. Waschmittelzubereitung nach einem der vorherigen Punkte, wobei die Waschmittelzubereitung,
bezogen auf ihr Gesamtgewicht, 0,01 bis 5 Gew.-%, vorzugsweise 0,1 bis 4 Gew.-% und
insbesondere 0,15 bis 2,5 Gew.-% Hexosaminidase Zubereitung enthält.
- 19. Waschmittelzubereitung nach einem der vorherigen Punkte, wobei die Enzym-Zubereitungen,
bezogen auf ihr Gesamtgewicht, einen Gewichtsanteil an aktivem Protein von 0,1 und
40 Gew.-%, bevorzugt von 0,2 und 30 Gew.-% aufweisen.
- 20. Waschmittelzubereitung nach einem der vorherigen Punkte, wobei die Waschmittelzubereitung,
bezogen auf ihr Gesamtgewicht, weniger als 6 Gew.-%, vorzugsweise weniger als 4 Gew.-%,
besonders bevorzugt weniger als 1 Gew.-% und insbesondere kein organisches Lösungsmittel
enthält.
- 21. Waschmittelzubereitung nach einem der vorherigen Punkte, wobei die Waschmittelzubereitung,
bezogen auf ihr Gesamtgewicht, weniger als 6 Gew.-%, vorzugsweise weniger als 3 Gew.-%,
besonders bevorzugt weniger als 1 Gew.-% und insbesondere kein Wasser enthält.
- 22. Waschmittelzubereitung nach einem der vorherigen Punkte, wobei die Waschmittelzubereitung,
bezogen auf ihr Gesamtgewicht, 0,2 bis 10 Gew.-%, vorzugsweise 0,5 bis 8 Gew-% und
insbesondere 1,0 bis 6 Gew.-% Phosphonat enthält.
- 23. Waschmittelzubereitung nach Punkt 22, wobei das Phosphonat ausgewählt ist aus
der Gruppe der Hydroxyalkan- und/oder Aminoalkanphosphonate, bevorzugt aus der Gruppe
der Aminoalkanphosphonate und insbesondere aus der Gruppe Ethylendiamintetramethylenphosphonat
(EDTMP) und Diethylentriaminpentamethylenphosphonat (DTPMP), insbesondere aus der
Gruppe Diethylentriaminpentamethylenphosphonat (DTPMP).
- 24. Waschmittelzubereitung nach einem der vorherigen Punkte, wobei die Waschmittelzubereitung,
bezogen auf ihr Gesamtgewicht, 1 bis 18 Gew.-%, vorzugsweise 4 bis 15 Gew.-% waschaktives
Polymer enthält.
- 25. Waschmittelzubereitung nach einem der vorherigen Punkte, wobei die Waschmittelzubereitung
waschaktives Polymer aus der Gruppe der polyalkoxylierten Polyalkylenimine enthält,
welche erhältlich sind durch Umsetzung von Polyalkyleniminen mit Alkylenoxiden.
- 26. Waschmittelzubereitung nach einem der vorherigen Punkte, wobei die Waschmittelzubereitung
waschaktives Polymer aus der Gruppe der polyethoxylierten Polyethylenimine enthält.
- 27. Waschmittelzubereitung nach einem der vorherigen Punkte, wobei die Waschmittelzubereitung
waschaktives Polymer aus der Gruppe der polyalkoxylierten Amine mit einem gewichtsmittleren
Molekulargewicht Mw im Bereich von 600 g/mol bis 10000 g/mol, welche erhältlich sind durch Umsetzung
von Ammoniak oder primären Alkyl- oder Hydroxyalkylaminen, die ein Molekulargewicht
unter 200 g/mol aufweisen, mit Alkylenoxiden, enthält.
- 28. Waschmittelzubereitung nach einem der vorherigen Punkte, wobei die Waschmittelzubereitung
waschaktives Polymer aus der Gruppe der polyalkoxylierten Amine der allgemeinen Formel
(I) enthält,

in der R für eine lineare, gegebenenfalls verzweigte oder gegebenenfalls cyclische
Alkylgruppe mit 1 bis 12 C-Atomen oder einer Gruppe -(CH2CHR'O)n"-(CH2CHR"O)m"-H steht,
R' und R" unabhängig voneinander für H, CH3 oder CH2CH3 stehen,
n, n' und n" unabhängig voneinander für Zahlen von 0 bis 30, vorzugsweise von 0 bis
10 und insbesondere 0 bis 5 stehen, und
m, m' und m" unabhängig voneinander für Zahlen von 0 bis 30, vorzugsweise von 5 bis
20 und insbesondere von 12 bis 16 stehen,
mit der Maßgabe, dass die Summe n + n' + n" + m + m' + m" mindestens 14 ist, vorzugsweise
im Bereich von 18 bis 100 und insbesondere im Bereich von 20 bis 70 liegt. Bevorzugt
ist in den Verbindungen der Formel I mindestens einer der Reste R` und R" eine CH3-Gruppe.
- 29. Waschmittelzubereitung nach einem der vorherigen Punkte, wobei die Waschmittelzubereitung
waschaktives Polymer aus der Gruppe der polyalkoxylierten Amine enthält, welche erhältlich
sind durch Ethoxylierung und nachfolgende Propoxylierung von Triethanolamin.
- 30. Waschmittelzubereitung nach einem der vorherigen Punkte, wobei die Waschmittelzubereitung
waschaktives Polymer aus der Gruppe der Alkohol-Polyalkoxylat mit einem gewichtsmittleren
Molekulargewicht Mw im Bereich von 600 g/mol bis 10000 g/mol ist, welche erhältlich sind durch Umsetzung
von Di- oder Triolen mit primären und/oder sekundären OH-Gruppen, die ein Molekulargewicht
Mw im Bereich von 60 g/mol bis 200 g/mol aufweisen, mit Alkylenoxiden, enthält.
- 31. Waschmittelzubereitung nach einem der vorherigen Punkte, wobei die Waschmittelzubereitung
waschaktives Polymer aus der Gruppe der Polypropylenglycole enthält.
- 32. Waschmittelzubereitung nach einem der vorherigen Punkte, wobei die Waschmittelzubereitung
waschaktives Polymer aus der Gruppe der Ethylenoxid-Propylenoxid-Ethylenoxid Triblockcopolymere
enthält, wobei das Copolymer einen ersten EO-Block, einen zweiten EO-Block und einen
PO-Block umfasst, wobei der erste EO-Block und der zweite EO-Block mit dem PO-Block
verbunden sind.
- 33. Waschmittelzubereitung nach einem der vorherigen Punkte, wobei die Waschmittelzubereitung,
bezogen auf ihr Gesamtgewicht, 0,2 bis 4 Gew.-%, vorzugsweise 0,5 bis 3 Gew.-% Duftstoffzubereitung
enthält.
- 34. Waschmittelzubereitung nach einem der vorherigen Punkte, wobei die Waschmittelzubereitung,
bezogen auf ihr Gesamtgewicht, 0,01 bis 0,2 Gew.-% Farbstoff enthält.
- 35. Waschmittelzubereitung nach einem der vorherigen Punkte, wobei die Waschmittelzubereitung
eine Viskosität (23°C, Scherrate 30 sec-') von 1500 bis 10000 mPas, vorzugsweise von
3000 bis 8000 mPas, besonders bevorzugt von 5500 bis 6500 mPas aufweist.
- 36. Waschmittelzubereitung nach einem der vorherigen Punkte, wobei die Waschmittelzubereitung
einen pH-Wert von 6 bis 10, vorzugsweise von 7,5 bis 9 und insbesondere von 8 bis
8,4 aufweist.
- 37. Waschmittelzubereitung nach einem der vorherigen Punkte, wobei die Waschmittelzubereitung
als Portionseinheit konfektioniert ist.
- 38. Waschmittelangebotsform, umfassend
- i) eine Waschmittelzubereitung nach einem der Punkte 1 bis 36
- ii) einen Behälter, welcher die mehrfache zur Durchführung eines Waschverfahrens notwendige
Menge der Waschmittelzubereitung enthält.
- 39. Waschmittelangebotsform nach Punkt 38, wobei der Behälter eine Dosieröffnung aufweist.
- 40. Waschmittelangebotsform nach einem der Punkte 38 oder 39, wobei der Behälter im
Bereich der Dosieröffnung aus Polyethylen mit einem Recyclinganteil oberhalb 30 Gew.-%,
vorzugsweise oberhalb 50 Gew.-% gefertigt ist.
- 41. Waschmittelangebotsform nach einem der Punkte 38 bis 40, wobei der Behälter im
Bereich des Behälterkörpers aus Polyethylen mit einem Recyclinganteil oberhalb 30
Gew.-%, vorzugsweise oberhalb 50 Gew.-% gefertigt ist.
- 42. Waschmittelangebotsform nach einem der Punkte 38 bis 40, wobei der Behälter aus
Fasern pflanzlicher Herkunft gefertigt ist.
- 43. Waschmittelangebotsform nach Punkt 42, wobei der Behälter wenigstens anteilsweise
mit einem filmbildenden Polymer vorzugsweise einem filmbildenden Biopolymer beschichtet
ist.
- 44. Waschmittelangebotsform nach einem der Punkte 42 oder 43, wobei der Behälter auf
seiner Innenseite mit einem filmbildenden Polymer vorzugsweise einem filmbildenden
Biopolymer beschichtet ist.
- 45. Waschmittelangebotsform nach einem der Punkte 38 bis 44, wobei der Behälter elastisch
verformbar ist.
- 46. Verwendung einer Waschmittelangebotsform nach einem der Punkte 38 bis 45 zur Dosierung
der Waschmittelzubereitung in die Aufnahmevorrichtung einer Textilwaschmaschine.
- 47. Verwendung nach Punkt 46, wobei die Aufnahmevorrichtung ausgewählt ist aus der
Gruppe Dosierkappe, Dosierkugel und Dosierschublade.
- 48. Verwendung nach einem der Punkte 46 oder 47, wobei 6 bis 16 ml, vorzugsweise 8
bis 14 ml der Waschmittelzubereitung dosiert werden.
- 49. Verfahren zur Textilreinigung, bei welchem eine Waschmittelzubereitung nach einem
der Punkte 1 bis 36 in die Waschflotte einer Textilwaschmaschine eingebracht wird.
- 50. Verfahren nach Punkt 49, wobei 8 bis 16 g, vorzugsweise 10 bis 14 g der Waschmittelzubereitung
in die Waschflotte einer Textilwaschmaschine eingebracht wird.
- 51. Verfahren zur Herstellung einer Waschmittelzubereitung nach einem der Punkte 1
bis 36, umfassend die Schritte in der nachfolgenden Reihenfolge:
- i) Bereitstellung einer Mischung von Natrium-C8-18-Alkylbenzolsulfonat und nichtionischem Tensid;
- ii) Zugabe von C8-18-Alkylbenzolsulfonsäure und mischen der Sulfonsäure-haltigen Zusammensetzung;
- iii) Zugabe von Alkanolamin und mischen der Alkanolamin-haltigen Zusammensetzung;
- iv) Zugabe der Enzymzubereitung und mischen der Enzym-haltigen Zubereitung.
- 52. Verfahren nach Anspruch 51, wobei die Mischung in mindestens einem der Schritte
ii), iii) oder iv) einer Vakuumentgasung unterworfen wird, wobei der zur Vakuumentgasung
eingesetzte Unterdruck weniger als 0,6 bar, vorzugsweise weniger als 0,4 bar und insbesondere
0,1 bis 0,3 bar beträgt.
- 53. Verfahren nach einem der Punkt 51 oder 52, wobei die Mischung in Schritt iii)
gekühlt wird.
- 54. Verfahren nach einem der Punkte 51 bis 53, wobei die Mischung bei Zugabe der Enzymzubereitung
in Schritt iv) eine Temperatur unterhalb 35°C, vorzugsweise unterhalb 30°C aufweist.
Beispiele
[0089] Die folgenden Waschmittelzusammensetzungen wurden durch folgendes Verfahren bereitgestellt:
- i) Vorlage einer Mischung von Natrium-C8-18-Alkylbenzolsulfonat und nichtionischem Tensid;
- ii) Zugabe von C8-18-Alkylbenzolsulfonsäure und mischen der Sulfonsäure-haltigen Zusammensetzung;
- iii) Zugabe von Alkanolamin und mischen der Alkanolamin-haltigen Zusammensetzung;
- iv) Zugabe der Enzymzubereitung sowie der weiteren Bestandteile und erneutes mischen.
Tabelle 1: Waschmittelzusammensetzungen (Angabe in Gew.-%)
|
E1 |
E2 |
E3 |
C10-13 Alkylbenzolsulfonsäure |
21,3 |
21,8 |
21,3 |
Natrium C10-13 Alkylbenzolsulfonat |
8,0 |
7,4 |
8,0 |
C12-18 Fettalkoholethoxylat, 7 EO |
30 |
30 |
30 |
C12-18 Fettsäuresäure |
8,5 |
8,5 |
8,5 |
Monoisopronanolamin |
7,9 |
8,1 |
7,9 |
DTPMP |
-- |
1,9 |
1,9 |
polyalkoxyliertes Polyalkylenimin |
-- |
5,2 |
5,2 |
polyalkoxyliertes Amin |
-- |
5,9 |
5,9 |
Protease Zubereitung |
4,0 |
3,5 |
3,5 |
Mannanase Zubereitung |
0,3 |
0,7 |
0,7 |
Amylase Zubereitung |
0,3 |
0,7 |
0,7 |
Cellulase Zubereitung |
0,2 |
-- |
-- |
β-Hexosaminidase |
-- |
0,5 |
0,5 |
Duftstoff |
-- |
1,2 |
1,2 |
Farbstoff |
-- |
0,003 |
0,003 |
Wasser |
<1 |
<1 |
<1 |
Misc |
ad 100 |
ad 100 |
ad 100 |
pH-Wert |
8,3 |
8,2 |
8,2 |
[0090] Die Waschmittelzusammensetzungen waren bei Lagerung unter Stressbedingungen optisch,
rheologisch und chemisch stabil und ließen sich aus Vorratsbehältern mit hoher Genauigkeit
dosieren.
[0091] In Waschversuchen unter Einsatz von 11g der jeweiligen Waschmittelzusammensetzung
zeichneten sich diese durch ein hohes Reinigungsvermögen aus.