[0001] Die Erfindung betrifft ein flächenhaftes Panel sowie ein Verfahren zum Herstellen
eines derartigen Panels.
[0002] Wandungen für Gebäude sind in unterschiedlichen Formen aus dem Stand der Technik
bekannt. Diese können beispielsweise durch das Aufeinanderstapeln und Fügen mehrerer
Steine gebildet sein. Ferner können Wandungen durch vergossenen und ausgehärteten
Beton gebildet sein. Darüber hinaus sind flächenhafte Wandpaneele aus Holz bekannt,
die eine Wandung bilden und miteinander gefügt werden können.
[0003] Zum Bilden einer Wandung eines Gehäuses, die insbesondere den Wärmeleitvorschriften
entspricht, muss an die Wandung eine Isolierschicht befestigt werden.
[0004] Bei den Wandungen, insbesondere den Wandpaneelen, aus dem Stand der Technik, stellt
sich das zur Verfügungstellen einer fertigen Wandung eines Gebäudes beim Montieren
aus einer Vielzahl von Schritten zusammen, was die Montage zeitaufwändig und kostenintensiv
gestaltet.
[0005] Eine Aufgabe eines Ausführungsbeispiels der Erfindung ist, ein flächenhaftes Panel
zum Bilden einer Wandung eines Gehäuses sowie ein Verfahren zum Herstellen eines derartigen
Panels vorzuschlagen, mit dem eine Wandung eines Gebäudes zeiteffizienter montierbar
ist.
[0006] Diese Aufgabe wird gelöst durch ein flächenhaftes Panel zum Bilden einer Wandung
eines Gebäudes, das mindestens einen Wandkörper, der aus einem ausgehärteten Hartschaum
gebildet ist, und das mindestens eine Bewehrung umfasst, die innerhalb des ausgehärteten
Hartschaums angeordnet ist und die mindestens ein Bewehrungsmittel aufweist, das in
Gänze oder zumindest abschnittsweise aus einem Filamentgarn-Textil gebildet ist.
[0007] Dadurch, dass das flächenhafte Panel zum einen aus einem ausgehärteten Hartschaum
gebildet ist und zum anderen innerhalb des ausgehärteten Hartschaumes eine Bewehrung
umfasst, können Tragfähigkeit des Panels und Wärmeisolierung in einem einzigen Bauteil
realisiert sein. Hierdurch ist die Montage zum Bilden einer Wandung eines Gebäudes
zeiteffizient ausgestaltbar.
[0008] Durch das Verwenden eines ausgehärteten Hartschaums sowie einer innerhalb des Hartschaums
angeordnete Bewehrung, können Abmaße von bis zu 3,3 m Höhe, 12 m Länge und 0,22 m
Dicke erreicht werden. Durch die Wahl des Hartschaums kann das Panel eine Wärmeleitgruppe
023 aufweisen.
[0009] Das Panel kann ein Wandpanel, Deckenpanel, Bodenpanel und/oder Dachpanel umfassen.
[0010] Unter einer Wandung wird vorliegend eine Seitenwand, ein Boden, eine Decke oder ein
Dachelement verstanden
[0011] Wenn die Wandung eine Decke in einer Etage umfasst, kann diese Decke gleichzeitig
einen Boden in der nächsten Etage bilden.
[0012] Das mindestens eine Bewehrungsmittel kann grundsätzlich beliebig ausgebildet sein.
Es werden Ausführungsformen des Panels bevorzugt, bei denen mindestens eines des mindestens
einen Bewehrungsmittels ein faserartiges Bewehrungselement oder ein stabförmiges Bewehrungselement
umfasst und/oder bei denen mindestens eines des mindestens einen Bewehrungsmittels
flächenhaft ausgebildet ist und eine eine Mehrzahl vom faserartigen Bewehrungselementen
und/oder eine Mehrzahl von stabförmigen Bewehrungselemente aufweisende Filamentgarn-Textil-Matte
oder Filamentgarn-Textil-Gitter umfasst.
[0013] Wenn das Bewehrungsmittel ein faserartiges Bewehrungselement oder ein stabförmiges
Bewehrungselement umfasst, kann dieses auf einfache Weise in Abschnitten des Panels
angeordnet werden, die erschwert zugänglich sind und in denen insbesondere kein flächenhaftes
Bewehrungselement anordenbar ist.
[0014] Wenn mindestens eines des mindestens einen Bewehrungsmittels eine Filamentgarn-Textil-Matte
oder ein Filamentgarn-Textil-Gitter umfasst, ist das Bewehrungsmittel schnell über
einen großen Abschnitt des Panels, insbesondere des Wandkörpers, zur Verfügung stellbar.
[0015] Durch das Panel ist es ermöglicht, bereits bestehende Gebäude nachzurüsten, in dem
das Panel an bereits existierenden Wandungen angeordnet wird. Hierdurch kann eine
Isolierung der Wandung verbessert werden. Allerdings kann eine Wandung auch nur durch
ein Panel gebildet sein. Das Panel in einer vertikalen Ebene verlaufen, also eine
Außen- oder Innenwand umfassen, oder in einer horizontalen Ebene verlaufen, also einen
Boden und/oder eine Decke umfassen.
[0016] Um die Begehbarkeit eines durch die Wandung umschlossenen Innenraums zu gewährleisten
und/oder um einen Einfall von Sonnenlicht in den durch die Wandung umgebenden Innenraum
zu ermöglichen, umfassen Ausführungsbeispiele des Panels mindestens eine in Breitenrichtung
des Wandkörpers erstreckte durchgehende Ausnehmung im Wandkörper und mindestens eine
rahmenartige Verstärkungseinheit, die im Wandkörper an die Ausnehmung angrenzend angeordnet
ist und die in Gänze oder zumindest abschnittsweise um die Ausnehmung umlaufend ausgebildet
ist.
[0017] Durch das Vorsehen von in Breitenrichtung des Wandkörpers erstreckten Ausnehmungen,
können am Panel Fenster, Türen und Durchbrücke zu weiteren Stockwerken vorgesehen
werden. Durch das Vorsehen einer Verstärkungseinheit, die im Wandkörper an die Ausnehmung
angrenzend angeordnet ist, werden hierdurch die Bereiche des Wandkörpers gestärkt,
in denen die Türen, die Fenster bzw. die Durchbrüche angeordnet werden. Hierdurch
ist die Kraftaufnahme durch den Wandkörper verbessert.
[0018] In Weiterbildung letztgenannter Ausführungsform erweist es sich als vorteilhaft,
wenn die in Breitenrichtung des Wandkörpers erstreckte durchgehende Ausnehmung in
Gänze von dem Wandköper umgeben ist oder wenn die in Breitenrichtung des Wandkörpers
erstreckte durchgehende Ausnehmung zumindest auf einer Seite in Längsrichtung und
oder in Hochrichtung von außen zugänglich ist.
[0019] Hierdurch sind Ausführungsformen des Panels denkbar, bei denen die Ausnehmung in
Gänze vom Wandkörper umgeben ist, also die Ausnehmung voll umfänglich durch den Wandkörper
eingerahmt ist sowie Ausführungsbeispiele, bei denen die Ausnehmung von mindestens
einer Seite aus von außen zugänglich ist. Auf diesen Seiten ist die Ausnehmung dann
nicht von dem Wandkörper begrenzt.
[0020] Wenn die Ausnehmung in Gänze durch den Wandkörper eingerahmt ist, erweist es sich
als vorteilhaft, wenn der Wandköper, der die zur Breitenrichtung erstreckte durchgehende
Ausnehmung in Gänze umgibt, an seiner schmalsten Stelle zwischen Ausnehmung und äußeren
Rand eine Erstreckung von mindestens 5 cm, insbesondere von mindestens 10 cm, umfasst.
[0021] Hierdurch ist die Vormontage eines Türen- und Fenster-umfassenden Panels erleichtert.
[0022] Die Verstärkungseinheit lässt sich grundsätzlich beliebig ausbilden. Es erweist sich
als vorteilhaft, wenn die Verstärkungseinheit mindestens ein Verstärkungsmittel umfasst,
das ein faserartiges Verstärkungselement oder ein stabförmiges Verstärkungselement
umfasst und/oder wenn mindestens eines des mindestens einen Verstärkungsmittels flächenhaft
ausgebildet ist und eine eine Mehrzahl vom faserartigen Verstärkungselementen und/oder
eine Mehrzahl von stabförmigen Verstärkungselementen aufweisende Filamentgarn-Textil-Matte
oder Filamentgarn-Textil-Gitter umfasst.
[0023] Solchenfalls kann auf dieselben oder ähnliche Elemente, wie beim Bilden der Bewehrung
zurückgegriffen werden.
[0024] Hierdurch ist bei einem Ausführungsbeispiels des Panels vorgesehen, dass das Filamentgarn-Textil
des Bewehrungselements und/oder des Verstärkungselements aus Basalt gebildet ist und
ein Basaltfasertextil bildet und/oder dass der ausgehärtete Hartschaum einen Polyisocyanurat-Hartschaum
(PIR) oder einen Polyurethanschaum (PUR) umfasst.
[0025] Durch das Wählen von PIR oder PUR ist ein Material der Wärmeleitbaugruppe 023 zur
Verfügung gestellt, das in Kombination mit der Bewehrung gleichzeitig eine Wandung
bilden kann.
[0026] Grundsätzlich ist es denkbar, dass die Bewehrung lediglich ein einziges Bewehrungsmittel
umfasst. Dieses gilt in gleicher Weise für die Verstärkungseinheit, die lediglich
ein einziges Verstärkungsmittel umfassen kann. Die Stabilität und Tragkraft des Panels
lässt sich weiter erhöhen, wenn die Bewehrung mindestens zwei Bewehrungsmittel und
die Bewehrung mindestens einen Abstandshalter umfasst, durch den zwei der mindestens
zwei Bewehrungsmittel, insbesondere in Längsrichtung, Hochrichtung oder Breitenrichtung
des Wandkörpers betrachtet, berührungsfrei zueinander beabstandet sind und/oder dass
die Verstärkungseinheit mindestens zwei Verstärkungsmittel und mindestens einen Abstandshalter
umfasst, durch den zwei der mindestens zwei Verstärkungsmittel, insbesondere in Längsrichtung,
Hochrichtung oder Breitenrichtung des Wandkörpers betrachtet, berührungsfrei zueinander
beabstandet sind.
[0027] Um eine Aufnahme von weiteren Elementen, beispielsweise von Türen und Fenstern, zu
verbessern, kann das Panel mindestens eine Zargeneinheit umfassen, die flächenhaft
am Rand mindestens einer der mindestens einen Ausnehmung im Wandkörper anliegend festgelegt
ist und die die Ausnehmung rahmenartig in Gänze oder zumindest abschnittsweise umgibt.
[0028] Die Zargeneinheit lässt sich stabil und gewichtsreduziert ausbilden, wenn die Zargeneinheit
mindestens ein plattenartiges Zargenelement umfasst, das eine zementgebundene Spanplatte
umfasst.
[0029] Die zementgebundene Spanplatte kann einen plattenförmigen Holzwerkstoff umfassen,
der aus Holzstäben oder einem pflanzlichen Material, wie Hanf oder Flachs, gebildet
ist. Ferner wird ein mineralisches Bindemittel, wie Zement, beigefügt.
[0030] Das plattenartige Zargenelement kann eine beliebige Dicke umfassen. Es erweist sich
als vorteilhaft, wenn das Zargenelement mindestens 2 cm dick, insbesondere mindestens
2,2 cm dick, ist.
[0031] Grundsätzlich ist es denkbar, dass das Panel zum Bilden der Wandung lediglich mit
den Ausnehmungen dem Wandkörper und der Bewehrung zur Verfügung gestellt wird. Um
eine Endmontage zu vereinfachen und um die Montagedauer zum finalen Bilden der Wandung
zu reduzieren, umfassen Ausführungsbeispiele des Panels mindestens ein Türelement
und/oder mindestens ein Fensterelement, das in der mindestens einen Ausnehmung festgelegt
ist.
[0032] Das Türelement und/oder das Fensterelement können solchenfalls an der Zargeneinheit
montiert werden.
[0033] Darüber hinaus wird ein Ausführungsbeispiel des Panels bevorzugt, bei dem mindestens
ein Brandriegelelement vorgesehen ist, das eine äußere Kante des Panels bildet und
es flächenhaft am Wandkörper anliegend, festgelegt ist. Brandriegelelement und Wandkörper
können die gleiche Dicke umfassen. Das Brandriegelelement setzt solchenfalls den Wandkörper
an mindestens einer Seite fort. Das Brandriegelelement kann solchenfalls eine Dicke
von mindestens 0,20 m, insbesondere von mindestens 0,22 m umfassen.
[0034] Durch Vorsehen des Brandriegelelements erfüllt das vormontierte Panel Brandschutzvorschriften.
[0035] Das Brandriegelelement kann einen mineralischen Brandriegel umfassen. Solchenfalls
kann das Brandriegelelement Mineralwolle, Porenbeton, Perlite oder Foamglas umfassen.
[0036] Grundsätzlich ist es denkbar, dass die einzelnen Komponenten, wie Zargeneinheit,
Türelement, Fensterelement und/oder Brandriegelelement, nach dem Aushärten des den
Wandkörper bildenden Hartschaums, gefügt werden. Allerdings ist es auch denkbar, dass
insbesondere das Brandriegelelement dadurch mit dem Brandkörper gefügt wird, dass
der fluide Hartschaum am Brandriegelelement angeordnet wird und in einer derartigen
Anordnung aushärtet.
[0037] Gleiches gilt für Zargenelement, Türelement und Fensterelement.
[0038] Darüber hinaus wird die Aufgabe gelöst durch ein Verfahren zum Herstellen eines Panels
mit mindestens einem der zuvor genannten Merkmale, mit den Schritten:
- a. Zur Verfügung stellen und Anordnen einer mehrere Schalungselemente umfassende Verschalung;
- b. Anordnen der Bewehrung innerhalb der Verschalung;
- c. Schließen der Verschalung
- d. Eingeben oder Einfüllen des den Wandkörper bildenden Hartschaums in die Verschalung;
- e. Aushärten des Systems aus Hartschaum und Bewehrung.
[0039] Unter dem Schritt a. ist zu verstehen, dass die wesentlichen Teile der Verschalungselemente
miteinander gefügt werden und eine Zugänglichkeit zum Anordnen der Bewehrung innerhalb
der Verschalung freilassen. Dieser wird im Schritt c. dann derart verschlossen, dass
ein Eingeben oder Einfüllen des Wandkörpers bildenden Hartschaums in die Verschalung
ermöglicht ist. Es können weitere Verfahrensschritte vorgesehen sein, die ein
- a. Anordnen von Ausnehmungs-Schalungselementen zum Bilden der mindestens einen Ausnehmung;
und/oder
- b. Anordnen von Verstärkungsmitteln der Verstärkungseinheit in Gänze oder zumindest
abschnittsweise um die Ausnehmungs-Schalungselementen herum.
[0040] Wenn Ausnehmungen im Wandkörper vorgesehen sein sollen, können diese durch ein entsprechendes
Ausgestalten der Schalungselemente einen materialfreien Raum des Wandkörpers gewährleisten.
[0041] Darüber hinaus können um diese Ausnehmungs-Schalungselemente die Verstärkungsmittel
der Verstärkungseinheit angeordnet werden.
[0042] Schließlich können folgende weitere Verfahrensschritte vorgesehen sein:
- a. Anordnen mindestens eines Brandriegelelements in der Verschalung zumindest vor
dem Eingeben oder Einfüllen des Hartschaums in die Verschalung;
- b. Anordnen mindestens eines Zargenelements der Zargeneinheit in der mindestens einen
Ausnehmung des Wandkörpers nach dem Aushärten des Hartschaums; und/oder
- c. Anordnen mindestens eines Türelements und/oder mindestens eines Fensterelements
in der mindestens einen Ausnehmung des Wandkörpers nach dem Anordnen des Zargenelements
der Zargeneinheit in der Ausnehmung des Wandkörpers.
[0043] Weitere Merkmale, Einzelheiten und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus den beigefügten
Patentansprüchen, aus der zeichnerischen Darstellung und nachfolgenden Beschreibung
einer bevorzugten Ausführungsform des Panels und des Verfahrens.
[0044] In der Zeichnung zeigt:
- Figur 1
- Eine perspektivische Vorderansicht mit explosionsartig dargestellten Komponenten eines
erfindungsgemäßen Panels;
- Figur 2
- Ein schematisches Ablaufdiagramm einer Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens.
[0045] Figur 1 zeigt ein insgesamt mit dem Bezugszeichen 2 versehenes Panel, das eine Wandung
eines Gebäudes (in Figur 1 nicht explizit dargestellt) bildet.
[0046] Das flächenhafte Panel 2 umfasst einen Wandkörper 4, der aus einem ausgehärteten
Hartschaum gebildet ist. In dem Wandkörper 4 ist eine Bewehrung 6 angeordnet, die
bei dem in Figur 1 gezeigten Ausführungsbeispiel mehrere Bewehrungsmittel 8 umfasst.
Das Bewehrungsmittel 8 ist in Gänze aus einem Filamentgarn-Textil, insbesondere einem
Basaltfaser-Textil gebildet.
[0047] Bei dem in Figur 1 ersichtlichen Ausführungsbeispiel umfasst das Bewehrungsmittel
8 der Bewehrung 6 eine Mehrzahl von faserartigen Bewehrungselementen, die ein Filamentgarn-Textil-Matte,
bzw. ein Filamentgarn-Textil-Gitter bilden.
[0048] Bei dem in Figur 1 dargestellten Ausführungsbeispiel umfasst das Panel 2 ein Brandriegelelement
10, das eine äußere Kante des Panels 2 bildet und flächenhaft am Wandkörper 4 anliegend
festgelegt ist. Das Brandriegelelement 10 umfasst hierbei ein mineralisches Brandriegelelement
10.
[0049] Figur 1 zeigt ein Ausführungsbeispiels des flächenhaften Panels 2, bei den zwei Ausnehmungen
12, die in Breitenrichtung des Wandkörpers 4 durchgehend erstreckt ausgebildet sind
und in Gänze von dem Wandkörper 4 umgeben sind.
[0050] An den Ausnehmungen 12 umfasst das Panel 2 jeweils eine Verstärkungseinheit 14, die
mindestens ein Verstärkungsmittel 16 umfasst, das durch faserartige Verstärkungselemente
und/oder stabförmige Verstärkungselemente gebildet sind. Die Verstärkungselemente
umfassen ebenfalls ein Filamentgarn-Textil. Die Verstärkungseinheit 14 umgibt die
Ausnehmung 12 in dessen Umfangsrichtung in Gänze.
[0051] Darüber hinaus ist in den Ausnehmungen 12 des Panels 2 jeweils eine Zargeneinheit
18 angeordnet, die mindestens ein plattenförmiges Zargenelement 20 umfasst.
[0052] Bei dem in Figur 1 gezeigten Ausführungsbeispiel ist in einer der beiden Ausnehmungen
12 ein Türelement 22 und in der anderen Ausnehmung 12 ein Fensterelement 24 angeordnet.
[0053] Figur 2 zeigt ein schematisches Ablaufdiagramm. Unter Verwendung der Darstellung
gemäß Figur 1 wird das Verfahren nachfolgend beschrieben:
In einem ersten Schritt 100 werden mehrere Schalungselemente zur Verfügung gestellt
und zu einer Verschalung angeordnet.
[0054] In einem hieran anschließenden Schritt 101 wird die Bewehrung 6 innerhalb der Verschalung
angeordnet.
[0055] In einem hieran anschließenden Schritt 102 wird die Verschalung geschlossen.
[0056] Hiernach wird in einem Schritt 103 der den Wandkörper 4 bildende Hartschaum in die
Verschalung eingegeben oder eingefüllt.
[0057] In einem abschließenden Schritt 104 wird das System aus Hartschaum und Bewehrung
6 ausgehärtet.
[0058] Die in der vorstehenden Beschreibung, in den Ansprüchen sowie in der Zeichnung offenbarten
Merkmale der Erfindung, können sowohl einzeln, als auch in jeder beliebigen Kombination
in der Verwirklichung der Erfindung in ihren verschiedenen Ausführungsformen im Rahmen
des Schutzumfangs der nachfolgenden Ansprüche wesentlich sein.
Bezugszeichenliste
[0059]
- 2
- Panel
- 4
- Wandkörper
- 6
- Bewehrung
- 8
- Bewehrungsmittel
- 10
- Brandriegelelement
- 12
- Ausnehmung
- 14
- Verstärkungseinheit
- 16
- Verstärkungsmittel
- 18
- Zargeneinheit
- 20
- Zargenelement
- 22
- Türelement
- 24
- Fensterelement
- 100- 104
- Verfahrensschritte
1. Flächenhaftes Panel (2) zum Bilden einer Wandung eines Gebäudes, das mindestens einen
Wandkörper (4), der aus einem ausgehärteten Hartschaum gebildet ist, und das mindestens
eine Bewehrung (6) umfasst, die innerhalb des ausgehärteten Hartschaums angeordnet
ist und die mindestens ein Bewehrungsmittel (8) aufweist, das in Gänze oder zumindest
abschnittsweise aus einem Filamentgarn-Textil gebildet ist.
2. Panel (2) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens eines des mindestens einen Bewehrungsmittels (8) ein faserartiges Bewehrungselement
oder ein stabförmiges Bewehrungselement umfasst und/oder dass mindestens eines des
mindestens einen Bewehrungsmittels (8) flächenhaft ausgebildet ist und eine eine Mehrzahl
vom faserartigen Bewehrungselementen und/oder eine Mehrzahl von stabförmigen Bewehrungselemente
aufweisende Filamentgarn-Textil-Matte oder Filamentgarn-Textil-Gitter umfasst.
3. Panel (2) nach Anspruch 1 oder 2, gekennzeichnet durch mindestens eine in Breitenrichtung des Wandkörpers (4) erstreckte durchgehende Ausnehmung
(12) im Wandkörper (4) und durch mindestens eine rahmenartige Verstärkungseinheit
(14), die im Wandkörper (4) an die Ausnehmung (12) angrenzend angeordnet ist und die
in Gänze oder zumindest abschnittsweise um die Ausnehmung (12) umlaufend ausgebildet
ist.
4. Panel (2) nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die in Breitenrichtung des Wandkörpers (4) erstreckte durchgehende Ausnehmung (12)
in Gänze von dem Wandköper (4) umgeben ist oder dass die in Breitenrichtung des Wandkörpers
(4) erstreckte durchgehenden Ausnehmung (12) zumindest auf einer Seite in Längsrichtung
und oder in Hochrichtung des Wandkörpers von außen zugänglich ist.
5. Panel (2) nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Wandköper (4), der die in Breitenrichtung erstreckte durchgehende Ausnehmung
(12) in Gänze umgibt, an seiner schmalsten Stelle zwischen Ausnehmung (12) und äußeren
Rand eine Erstreckung von mindestens 5 cm, insbesondere von mindestens 10 cm, umfasst.
6. Panel (2), nach einem der Ansprüche 3 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Verstärkungseinheit (14) mindestens ein Verstärkungsmittel (16) umfasst, das
ein faserartiges Verstärkungselement oder ein stabförmiges Verstärkungselement umfasst
und/oder dass mindestens eines des mindestens einen Verstärkungsmittels (16) flächenhaft
ausgebildet ist und eine eine Mehrzahl vom faserartigen Verstärkungselementen und/oder
eine Mehrzahl von stabförmigen Verstärkungselementen aufweisende Filamentgarn-Textil-Matte
oder Filamentgarn-Textil-Gitter umfasst.
7. Panel (2) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Filamentgarn-Textil des Bewehrungselements und/oder des Verstärkungselements
aus Basalt gebildet ist und ein Basaltfasertextil bildet und/oder dass der ausgehärtete
Hartschaum einen Polyisocyanurat-Hartschaum (PIR) oder einen Polyurethanschaum (PUR)
umfasst.
8. Panel (2) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Bewehrung (6) mindestens zwei Bewehrungsmittel (8) und die Bewehrung (6) mindestens
einen Abstandshalter umfasst, durch den zwei der mindestens zwei Bewehrungsmittel
(8), insbesondere in Längsrichtung, Hochrichtung oder Breitenrichtung des Wandkörpers
(4) betrachtet, berührungsfrei zueinander beabstandet sind und/oder dass die Verstärkungseinheit
(14) mindestens zwei Verstärkungsmittel (16) und mindestens einen Abstandshalter umfasst,
durch den zwei der mindestens zwei Verstärkungsmittel (16), insbesondere in Längsrichtung,
Hochrichtung oder Breitenrichtung des Wandkörpers (4) betrachtet, berührungsfrei zueinander
beabstandet sind.
9. Panel (2) nach einem der Ansprüche 3 bis 8, gekennzeichnet durch mindestens eine Zargeneinheit (18), die flächenhaft am Rand mindestens einer der
mindestens einen Ausnehmung (12) im Wandkörper (4) anliegend festgelegt ist und die
die Ausnehmung (12) rahmenartig in Gänze oder zumindest abschnittsweise umgibt.
10. Panel (2) nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Zargeneinheit (18) mindestens ein plattenartiges Zargenelement (20) umfasst,
das eine zementgebundene Spanplatte umfasst.
11. Panel (2) nach einem der Ansprüche 3 bis 10, gekennzeichnet durch mindestens ein Türelement (22) und/oder durch mindestens ein Fensterelement (24),
das in der mindestens einen Ausnehmung (12) festgelegt ist.
12. Panel (2) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch mindestens ein Brandriegelelement (10), das eine äußere Kante des Panels (2) bildet
und das flächenhaft am Wandkörper (4) anliegend festgelegt ist.
13. Verfahren zum Herstellen eines Panels (2) nach einem der Ansprüche 1 bis 12, mit den
Schritten:
a. Zur Verfügung stellen und Anordnen einer mehrere Schalungselemente umfassende Verschalung;
b. Anordnen der Bewehrung (6) innerhalb der Verschalung;
c. Schließen der Verschalung
d. Eingeben oder Einfüllen des den Wandkörper (4) bildenden Hartschaums in die Verschalung;
e. Aushärten des Systems aus Hartschaum und Bewehrung (6).
14. Verfahren nach Anspruch 13,
gekennzeichnet durch die Schritte:
a. Anordnen von Ausnehmungs-Schalungselementen zum Bilden der mindestens einen Ausnehmung
(12); und/oder
b. Anordnen von Verstärkungsmitteln (16) der Verstärkungseinheit (14) in Gänze oder
zumindest abschnittsweise um die Ausnehmungs-Schalungselementen herum.
15. Verfahren nach Anspruch 13 oder 14,
gekennzeichnet durch den Schritt:
a. Anordnen mindestens eines Brandriegelelements (10) in der Verschalung zumindest
vor dem Eingeben oder Einfüllen des Hartschaums in die Verschalung;
b. Anordnen mindestens eines Zargenelements (20) der Zargeneinheit (18) in der mindestens
einen Ausnehmung (12) des Wandkörpers (4) nach dem Aushärten des Hartschaums; und/oder
c. Anordnen mindestens eines Türelements (22) und/oder mindestens eines Fensterelements
(24) in der mindestens einen Ausnehmung (12) des Wandkörpers (4) nach dem Anordnen
der Zargenelements (20) der Zargeneinheit (18) in der Ausnehmung (12) des Wandkörpers
(4).