[0001] Die Erfindung betrifft ein Schlossfallenmodul für Schlösser an Türen, Fächern und
Klappen an Möbelstücken und ähnlichem. Solche Schlösser finden beispielsweise Anwendung
bei Schließfachanlagen, wie sie beispielsweise in Schwimmbädern und Saunen, Fitnesscentern,
Schulen, Universitäten, Firmen und ähnlichem vorgesehen sind oder bei Schränken in
Büroräumen, an Spinden, Fächern, Klappen, Schubladen u. a.
[0002] Solche Schlösser können auf ganz unterschiedliche Arten in ihre Entriegelungsposition
gebracht werden, beispielsweise durch Eingabe eines Codes über eine Tastatur, durch
eine Chipkarte, einen Transponder o.ä. oder auch durch einen Schließzylinder mit passendem
Schlüssel. Es kann nun vorkommen, dass das Schloss bereits wieder in seine Verrieglungsposition
gebracht wurde, obwohl die Schlossfalle noch nicht mit dem Bauteil des Möbels in Eingriff
steht und sich somit noch in seiner Offenstellung befindet, wobei beispielsweise auch
die Tür, die Klappe oder das sonstige Möbelstück noch geöffnet ist. Bei üblichen Schlössern
muss nun eine Bedienperson erste wieder das Schloss in seine Entriegelungsposition
bringen bevor das Möbelstück geschlossen werden kann, da die Schlossfalle so nicht
in ihre Geschlossenstellung gebracht werden kann. Es ist also nicht möglich die Tür
des Möbelstücks bei verriegeltem Schloss "zuzuschlagen". Dies ist für die Bedienperson
jedoch umständlich.
[0003] Aufgabe der Erfindung ist es daher die vorerwähnten Nachteile zu vermeiden und ein
Schlossfallenmodul bereitzustellen bei der die geöffnete Tür "zugeschlagen" und die
Schlossfalle in ihre Geschlossenstellung gebracht werden kann auch wenn sich das Schloss
in seiner Verriegelungsposition befindet. Eine weitere Aufgabe der Erfindung besteht
darin, ein Schlossfallenmodul zu konzipieren, welches sowohl bei neuen Schlössern
einfach verbaut als auch bei bestehenden Schlössern auf einfach Art und Weise nachgerüstet
werden kann. Diese Aufgaben werden durch die kennzeichnenden Merkmale des Anspruchs
1 gelöst, denen folgende besondere Bedeutung zukommt.
[0004] Das Betätigungsmittel besitzt eine definierte Ausgangslage in die es durch die Kraft
der wenigstens einen Feder der federbeaufschlagten Schlossfalle bewegt wird, sobald
die Betätigung des Betätigungsmittels beendet ist, also beispielsweise die Bedienperson
das Betätigungsmittel los lässt oder wenn ein Motor die Bewegung des Betätigungmittels
abgeschlossen hat. Die Rückführung in die Ausgangslage geschieht dann durch die Federkraft
automatisch, so dass sich das Betätigungsmittel, außer bei der Betätigung, immer in
der definierten Ausgangslage befindet. Die Schlossfalle kann nun in ihre Geschlossenstellung
gebracht werden, unabhängig davon, ob sich das Schloss in seiner Verriegelungsposition
oder in seiner Entriegelungsposition befindet. Hierbei verbleibt das Betätigungsmittel
in seiner Ausgangslage und wird durch die Schlossfalle nicht mit bewegt, auch wenn
diese in ihre Geschlossenstellung gebracht wird.
[0005] Besonders bevorzugt weist das Schloss einen Rotor auf, mit dem das Betätigungsmittel
in Wirkverbindung bringbar ist. Unter Zwischenschaltung des Rotors kann das Betätigungsmittel
dann die Schlossfalle von ihrer Geschlossenstellung in ihre Offenstellung bringen,
wenn das Schloss in seiner Entriegelungsposition ist. In der Verriegelungsposition
des Schlosses ist diese Bewegung gesperrt, damit Unbefugte keinen Zugriff auf den
mit dem Schloss gesicherten Bereich haben. Bei dem erfindungsgemäßen Schloss werden
jedoch durch ein Überführen der Schlossfalle in ihre Geschlossenstellung weder der
Rotor noch das Betätigungsmittel mit bewegt.
[0006] Als Betätigungsmittel kann ein Knauf dienen, der verdrehbar ist um die Schlossfalle
in ihre Offenstellung zu bringen. Der Knauf kann dabei manuell oder auch durch einen
Motor gedreht werden. Andere Arten von Betätigungsmitteln sind selbstverständlich
auch denkbar so wie Griffe, Klinken, Knöpfe o.ä.
[0007] Um bei einer Betätigung des Betätigungsmittels die Schlossfalle aus ihrer Geschlossenstellung
in ihre Offenstellung zu überführen, ist in einem besonders bevorzugten Ausführungsbeispiel
ein Exzenter vorgesehen. Dieser wird bei einer Betätigung des Betätigungsmittels mit
bewegt und bewegt dann auch mittelbar oder unmittelbar die Schlossfalle mit. Hierfür
können der Exzenter wenigstens einen Anschlag und die Schlossfalle mindestens einen
Gegenanschlag aufweisen, die miteinander zusammenwirken können, um die Schlossfalle
in ihre Offenstellung zu bringen. Wird das Betätigungsmittel in seine Ausgangslage
durch die Kraft der Feder bewegt, bewegt sich auch der Exzenter in seine ursprüngliche
Lage. Wird die Schlossfalle dann in ihre Geschlossenstellung gebracht während sich
das Betätigungsmittel und auch der Exzenter in seiner Ausgangslage befindet, so bewegt
sich auch der Exzenter nicht mit. Die Schlossfalle befindet sich im Freilauf und wird
in ihre Geschlossenstellung gebracht ohne andere Bauteile wie das Betätigungsmittel,
den Exzenter, den Rotor usw. mit zu bewegen. Diese Bewegungen sind gesperrt, wenn
sich das Schloss in der Verriegelungsposition befindet, lediglich die Bewegung der
Schlossfalle im Freilauf ist möglich, um eine Überführung in die Geschlossenstellung
zu ermöglichen.
[0008] Besonders bevorzugt weist der Exzenter mindestens zwei Anschläge auf, während die
Schlossfalle wenigstens zwei Gegenanschläge umfasst. Bei der Drehbewegung des Knaufs
in die erste Richtung bewegt ein erstes Paar von Anschlag und Gegenanschlag die Schlossfalle
in ihre Offenstellung und bei einer Drehbewegung des Knaufs in die zweite, der ersten
entgegengesetzten Richtung, wird die Schlossfalle von einem zweiten Paar von Anschlag
und Gegenanschlag bewegt. Hierdurch ist es einfach möglich, das erfindungsgemäße Schlossfallenmodul
sowohl bei bestehenden als auch bei neuen Möbelstücken vorzusehen, da das gleiche
Schlossfallenmodul eingesetzt werden kann, egal ob das Betätigungsmittel zur Betätigung
in die erste oder in die zweite Richtung gedreht wird.
[0009] In einem bevorzugten Ausführungsbeispiel sind die Schlossfalle und/oder der Exzenter
und/oder der Rotor und/oder der Stator und/oder der Betätiger in einem Gehäuse angeordnet.
Hierdurch ist das Schlossfallenmodul besonders kompakt und kann einfach auch an bereits
bestehenden und installierten Schlössern ausgetauscht werden. Selbstverständlich ist
es auch möglich, das Fallenmodul an neuen Schlössern und Möbelstücken anzuordnen.
Ein bereits mit einem Schloss versehenes Möbelstück kann mit dem erfindungsgemäßen
Schlossfallenmodul einfach nachgerüstet werden.
[0010] Weitere Vorteile und Ausführungsformen der Erfindung zeigen die Unteransprüche, die
nachfolgende Beschreibung sowie die Zeichnungen. In den Figuren ist die Erfindung
in einem Ausführungsbeispiel dargestellt. Es zeigen:
- Fig. 1:
- ein erfindungsgemäßes Schlossfallenmodul in Draufsicht mit Schlossfalle in Geschlossenstellung,
- Fig. 2:
- das Schlossfallenmodul aus Fig. 1 in Seitenansicht,
- Fig. 3:
- das Schlossfallenmodul aus Fig. 1 und 2 in Vorderansicht,
- Fig. 4:
- das Schlossfallenmodul aus Fig. 3 im Schnitt A-A,
- Fig. 5:
- das Schlossfallenmodul aus Fig. 3 im Schnitt B-B,
- Fig. 6:
- das Schlossfallenmodul aus Fig. 1 bis 5 in Unteransicht mit Teilschnitt,
- Fig. 7:
- das Schlossfallenmodul aus Fig. 1 mit Schlossfalle in Offenstellung,
- Fig. 8:
- das Schlossfallenmodul aus Fig. 7 in Seitenansicht,
- Fig. 9:
- das Schlossfallenmodul aus Fig. 7 und 8 in Vorderansicht,
- Fig. 10:
- das Schlossfallenmodul aus Fig. 9 im Schnitt C-C,
- Fig. 11:
- das Schlossfallenmodul aus Fig. 9 im Schnitt D-D,
- Fig. 12:
- das Schlossfallenmodul aus Fig. 7 bis 11 in Unteransicht mit Teilschnitt,
- Fig. 13:
- das Schlossfallenmodul aus Fig. 1 in Seitenansicht,
- Fig. 14:
- das Schlossfallenmodul aus Fig. 13 im Schnitt E-E,
- Fig. 15:
- das Schlossfallenmodul aus Fig. 13 im Schnitt H-H,
- Fig. 16:
- das Schlossfallenmodul aus Fig. 2 in Seitenansicht,
- Fig. 17:
- das Schlossfallenmodul aus Fig. 16 im Schnitt F-F,
- Fig. 18:
- das Schlossfallenmodul aus Fig. 16 im Schnitt I-I,
- Fig. 19:
- das Schlossfallenmodul mit Schlossfalle in Offenstellung und Betätigungsmittel in
Ausgangslage in Seitenansicht,
- Fig. 20:
- das Schlossfallenmodul aus Fig. 19 im Schnitt G-G,
- Fig. 21:
- das Schlossfallenmodul aus Fig. 19 im Schnitt J-J.
[0011] In den Fig. 1 bis 3 ist ein erfindungsgemäßes Schlossfallenmodul 10 gezeigt mit einer
Schlossfalle 20 und einem Betätigungsmittel 30, hier einem Knauf 31. Die Schlossfalle
20 befindet sich hier in ihrer Geschlossenstellung 20.1 und das Betätigungsmittel
30 in seiner Ausgangslage 30.1. Die meisten Komponenten des Schlossfallenmoduls 10
sind in einem Gehäuse 22 untergebracht, so dass eine kompakte Baueinheit bildet.
[0012] Der innere Aufbau des Schlossfallenmoduls 10 ist näher aus den Fig. 4 bis 6 ersichtlich.
Fig. 4 zeigt einen Schnitt entlang der Linie A-A in Fig. 3. Man erkennt, dass die
Feder 21 in ihrer entspannten Lage ist und die Schlossfalle 20 in die Geschlossenstellung
20.1 bewegt hat. Fig. 5 zeigt einen Schnitt entlang der Linie B-B in Fig. 3. Hier
erkennt man den Rotor 11 und den Stator 12 sowie den Exzenter 32, der mit dem Rotor
11 einstückig verbunden ist. Aus dem Teilschnitt in Fig. 6 erkennt man noch, dass
der Exzenter 32 einen Anschlag 33 aufweist, der am Gegenanschlag 23 an der Schlossfalle
20 anliegt.
[0013] Die Fig. 7 bis 9 zeigen das gleiche Schlossfallenmodul 10, allerdings befindet sich
die Schlossfalle 20 in ihrer Offenstellung 20.2. Das Betätigungsmittel 30, bei dem
es sich auch wieder um einen Knauf 31 handelt, ist im Vergleich zu seiner Ausgangslage
30.1 verdreht. Die Schlossfalle 20 ist ein Stück in das Gehäuse 22 hinein gezogen.
[0014] Betrachtet man nun den inneren Aufbau in den Fig. 10 bis 12, so erkennt man in Fig.
10, einem Schnitt entlang der Linie C-C in Fig. 9, dass die Feder 21 entgegen ihrer
Kraft zusammengedrückt ist. Die Feder 21 ist somit wieder bestrebt sich auszudehnen
und den Zustand in Fig. 4 einzunehmen. Wie aus Fig. 11, einem Schnitt entlang der
Linie D-D in Fig. 9, und Fig. 12 ersichtlich ist, wurde der Knauf 31 gedreht und dabei
der Exzenter 32 ebenfalls mit gedreht. Durch das Zusammenwirken des Anschlags 33 am
Exzenter 32 und des Gegenanschlags 23 an der Schlossfalle 20 wurde dadurch die Schlossfalle
20 in ihre Offenstellung 20.2 gebracht.
[0015] Einen detaillierten Überblick über den inneren Aufbau des Schlossfallenmoduls 10
geben auch die nachfolgenden Zeichnungen. Die Fig. 13 bis 15 zeigen das Schlossfallenmodul
10 in Geschlossenstellung 20.1 der Schlossfalle 20. In Fig. 14, entlang des Schnitts
E-E in Fig. 13 erkennt man den Exzenter 32, der in diesem Ausführungsbeispiel über
zwei Anschläge 33 verfügt. Dementsprechend besitzt die Schlossfalle 20 zwei Gegenanschläge
23. Der Rotor 11, mit dem der Exzenter 32 verbunden ist, kann also in eine beliebige
Richtung gedreht werden, um die Schlossfalle 20 zu bewegen. Je nach Drehrichtung kommen
dann unterschiedliche Paare von Anschlag 33 und Gegenanschlag 23 miteinander in Wirkverbindung.
Aus Fig. 15, einem Schnitt entlang der Linie H-H in Fig. 13, ist darüber hinaus noch
ersichtlich, dass hier zwei Federn 21 vorgesehen sind.
[0016] Die Fig. 16 bis 18 zeigen jetzt den Zustand des Schlossfallenmoduls 10, wenn sich
die Schlossfalle 20 in ihrer Offenstellung 20.2 befindet. Fig. 17, ein Schnitt entlang
der Linie F-F in Fig. 16, zeigt, dass der Rotor 11 mitsamt Exzenter 32 entgegen dem
Uhrzeigersinn gedreht wurde, wobei der Anschlag 33 am Exzenter 32 unter Zwischenschaltung
des Gegenanschlags 23 an der Schlossfalle 20 diese in ihre Offenstellung 20.2 verschoben
hat. Die beiden Federn 21, zu sehen in Fig. 18, einem Schnitt entlang der Linie I-I
in Fig. 16, sind zusammengedrückt.
[0017] Wird in der in Fig. 16 bis 18 gezeigten Position das Betätigungsmittel 30 nicht mehr
von einer Bedienperson festgehalten oder von einem Motor mit einer Kraft beaufschlagt,
so drücken die beiden Federn 21 die Schlossfalle 20 wieder in ihre Geschlossenstellung
20.2 und der Gegenanschlag 23 an der Schlossfalle 20 drückt dabei gegen den Anschlag
33 am Exzenter 32 und damit auch gegen den Rotor 11 und dreht diese wieder zurück
bis das Betätigungsmittel 30 seine Ausgangslage 30.1 erreicht hat. Hierbei entsteht
wieder die in Fig. 13 bis 15 gezeigte Situation.
[0018] Will jetzt eine Bedienperson die Schlossfalle in ihre Geschlossenstellung 20.1 bringen,
obwohl sich das Schloss in seiner Verriegelungsposition befindet und damit sowohl
eine Bewegung des Betätigungsmittels 30 als auch des Exzenters 32 gesperrt sind, so
entsteht die in Fig. 19 bis 21 gezeigte Situation. Die Schlossfalle 20 lässt sich
entgegen der Kraft der Federn 21 bewegen und so in die Offenstellung 20.2 bringen,
wie in den Fig. 19 bis 21 gezeigt. Die Federn 21 werden dabei komprimiert, wie Fig.
21, ein Schnitt entlang der Linie J-J in Fig. 19 zeigt, veranschaulicht. Der Exzenter
32 hat ich jedoch nicht bewegt und ist in Fig. 20 in der gleichen Position wie in
Fig. 14. Jedoch sind der Anschlag 33 am Exzenter 32 und der Gegenanschlag 23 an der
Schlossfalle 20 voneinander beabstandet. Die Schlossfalle 20 hat sich im Leerlauf
in ihre Offenstellung 20.2 bewegt, ohne weitere Bauteile wie das Betätigungsmittel
30, den Exzenter 32 oder den Rotor 11 mit zu bewegen. Wird nun keine Kraft mehr auf
die Schlossfalle 20 ausgeübt, wird sie durch die Kraft der Federn 21 wieder in ihre
Geschlossenstellung 20.1 verbracht. Hiervon unabhängig ist der Faktor ob das Schloss
selbst sich in der Verriegelungsposition 10.1 oder der Entriegelungsposition 10.2
befindet.
[0019] Abschließend sei noch darauf hingewiesen, dass die hier dargestellten Ausführungsformen
lediglich beispielhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind. Diese ist nicht darauf
beschränkt. Es sind vielmehr noch Abänderungen und Abwandlungen möglich. So kann beispielsweise
eine separate Feder vorgesehen sein, um das Betätigungsmittel in seine Ausgangslage
zu bringen.
Bezugszeichenliste:
[0020]
- 10
- Schlossfallenmodul
- 11
- Rotor
- 12
- Stator
- 20
- Schlossfalle
- 20.1
- Geschlossenstellung von 20
- 20.2
- Offenstellung von 20
- 21
- Feder
- 22
- Gehäuse
- 23
- Gegenanschlag
- 30
- Betätigungsmittel
- 30.1
- Ausgangslage von 30
- 31
- Knauf
- 32
- Exzenter
- 33
- Anschlag
1. Schlossfallenmodul (10) für Schlösser an Türen, Fächern, Klappen od. dgl., an Möbeln
oder ähnlichem, im Weiteren Möbelteil genannt,
mit einer mit wenigstens einer Feder (21) belasteten Schlossfalle (20), die mit wenigstens
einem Bauteil des Möbelteils, wie einem Schließblech in Wirkverbindung bringbar ist
und dieses zumindest bereichsweise hintergreifen kann,
wobei die Schlossfalle (20) in eine Geschlossenstellung (20.1) bringbar ist, in der
die Schlossfalle (20) das Bauteil hintergreift und außerdem in eine Offenstellung
(20.2) bringbar ist, in der die Schlossfalle (20) mit dem Bauteil außer Eingriff steht,
wobei das Schloss (10) eine Verriegelungsposition, in der das Schloss (10) verriegelt
ist, und eine Entriegelungsposition in der das Schloss (10) entriegelt ist, aufweist,
wobei ein Betätigungsmittel (30) vorgesehen ist, welches, wenn sich das Schloss (10)
in seiner Entriegelungsposition befindet, bei Betätigung die Schlossfalle (20), von
ihrer Geschlossenstellung (20.1) in ihre Offenstellung (20.2) bewegt und dessen Betätigung,
wenn sich das Schloss (10) in seiner Verriegelungsposition befindet, gesperrt ist,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Betätigungsmittel (30) eine Ausgangslage (30.1) besitzt, in die es nach der Betätigung
durch die wenigstens Feder (21) an der Schlossfalle (20) bewegt wird,
dass die Schlossfalle (20) in ihre Geschlossenstellung (20.1) bringbar ist wenn sich das
Betätigungsmittel (30) in seiner Ausgangslage (30.1) befindet, unabhängig davon, ob
das Schloss in seiner Verriegelungsposition oder seiner Entriegelungsposition ist,
wobei das Betätigungsmittel (30) in seiner Ausgangslage (30.1) verbleibt und von der
Schlossfalle (20) nicht bewegt wird, wenn diese in ihre Geschlossenstellung (20.1)
gebracht wird.
2. Schlossfallenmodul (10) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Schloss einen Stator (12) und einen Rotor (11) umfasst und das Betätigungsmittel
(30) mit dem Rotor (11) in Wirkverbindung bringbar ist.
3. Schlossfallenmodul (10) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass als Betätigungsmittel (30) ein Knauf (31) dient, der für die Betätigung verdrehbar
ist.
4. Schlossfallenmodul (10) nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass bei einer Betätigung des Betätigungsmittels (30) die Schlossfalle (20) unter Zwischenschaltung
eines Exzenters (32) aus ihrer Geschlossenstellung (20.1) in ihre Offenstellung (20.2)
bewegbar ist.
5. Schlossfallenmodul (10) nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Exzenter (32) wenigstens einen Anschlag (33) und die Schlossfalle (20) mindestens
einen Gegenanschlag (23) aufweist und durch ein Zusammenwirken von Anschlag (33) und
Gegenanschlag (23) die Schlossfalle (20) aus ihrer Geschlossenstellung (20.1) in ihre
Offenstellung (20.2) bewegbar ist.
6. Schlossfallenmodul (10) nach Anspruch 2 und nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Exzenter (32) wenigstens zwei Anschläge (33) und die Schlossfalle (20) mindestens
zwei Gegenanschläge (23) aufweist, wobei bei der Drehbewegung des Knaufs (31) in die
eine Richtung ein erstes Paar von Anschlag (33) und Gegenanschlag (23) in Wirkbindung
miteinander tritt und bei der Drehbewegung des Knaufs (31) in die andere Richtung
ein zweites Paar von Anschlag (33) und Gegenanschlag (23) in Wirkbindung miteinander
tritt.
7. Schlossfallenmodul (10) nach Anspruch 4 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass bei einer Bewegung der Schlossfalle (20) aus ihrer Offenstellung (20.2) in ihre Geschlossenstellung
(20.1) sich der Exzenter (32) nicht mit bewegt und die Schlossfalle (20) sich in einem
Freilauf befindet.
8. Schlossfallenmodul (10) nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Schlossfalle (20) und/oder der Exzenter (32) und/oder der Rotor (11) und/oder
der Stator (12) und/oder der Betätiger (30) in einem Gehäuse (22) angeordnet sind
und eine Baueinheit bildet.
9. Schlossfallenmodul (10) nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass das Schlossfallenmodul (10) an einem bereits an einem Möbelstück installierten Schloss
nachrüstbar ist.