[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft die Konstruktion einer 3-dimensionaler Matte,
die in einem 2-dimensionalen Verfahren ausgeführt ist.
[0002] Typische selbstaufblasende Matten werden in einem 2-dimensionalem oder 3-dimensionalem
Verfahren hergestellt. 2-dimensionale selbstaufblasende Matten bestehen aus einem
oberen luftdichten und einem unteren luftdichten Material mit einem in der Mitte dazwischen
eingeschweißten Schaumblock. Typischerweise werden in einer Presse Oberstoff, Schaum
und Unterstoff zusammengepresst und verschweißt. Dabei werden die Ränder von Ober-
und Unterstoff knapp außerhalb des Schaumblockrandes zusammengeschweißt und ein oder
mehrere Luft-Ventile eingearbeitet. Dies bewirkt, dass bei aufgeblasener Matte die
Randbereiche abgeschrägt sind und damit, da nicht flach, wenig nutzbar sind. Die 3-dimensionale
selbstaufblasende Matten wirken diesem entgegen indem zusätzlich zu Ober- und Untermaterial
ein luftdichtes Material dem ungefähr vertikalen Schaumrand entlang an den Ober- sowie
den Untermaterialrand angeschweißt wird. Somit ist die Liegefläche durchgängig horizontal
und damit auch in den Randbereichen nutzbar. Diese 3-dimensionale Konstruktion ist
jedoch aufwendig und somit teuer während 2-dimensional hergestellte, selbstaufblasende
Matten wesentlich einfacher und damit günstiger herzustellen sind.
[0003] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist, eine 3-dimensional wirkende selbstaufblasende
Matte aufzuzeigen, die in 2-dimensionaler Konstruktion ausgeführt ist.
[0004] Diese Aufgabe wird mit den in Anspruch 1 genannten Merkmalen gelöst. vorteilhafte
Ausführungen und Weiterentwicklungen der Erfindung sind in den weiteren Ansprüchen
umfasst.
[0005] Erfindungsgemäß wird die selbstaufblasende Matte wie oben beschrieben in 2-dimensionaler
Konstruktion hergestellt mit dem wesentlichen Unterschied, dass die Randbereiche bzw.
die Fügenähte des Ober- und Untermaterials weit genug vom Rand des Schaumblocks zusammengefügt
werden, sodass wenn die Matte aufgeblasen ist, die Randbereiche der oberen und unteren
Mattenfläche nicht abgeschrägt sondern flach sind. Dies wird erreicht, indem genug
weite überstehende Ränder des Ober- und Untermaterials zusammen - exklusive der Fügenaht
selbst - mindestens der Höhe des Schaumblocks in entfaltetem Zustand entsprechen.
Im zusammengepressten Zustand unter der Presse ist damit die Schweißnaht genug weit
vom Rand des Schaumes entfernt, damit sich der Schaum im selbstaufgeblasenen Zustand
zu einer flachen oberen und unteren Fläche entfalten kann.
Um die Matte attraktiver aussehen zu lassen, so dass die 3-Dimensionalität spontan
erkannt werden kann, wird diese typischerweise mit einem Stoff-Bezug versehen, der
3-dimensional konstruiert ist d.h. einen vertikalen Randstreifen aufweist und entlang
des oberen sowie des unteren Randes Nähte z.B. Kedernähte aufweist.
[0006] Ein weiterer Zweck der vorgeschlagenen Konstruktion ist, dass der stoffliche Überzug
wie bei typischen Haushaltmatratzen in seinen Auflageschichten so ausgeführt wird,
dass ein optimales Feuchte- und Temperaturverhalten eingearbeitet werden kann z.B.
durch Lagen aus Wolle, Baumwolle, Cellulose und ähnliche Schichten.
[0007] Nach einer bevorzugten Ausführung der Erfindung wird die Randnaht dort angebracht,
wo sich die Überstände des Ober- und Untermaterials in der Mitte der Höhe des ungepressten
Schaumblocks treffen, also möglichst knapp, damit wenn die Matte aufgeblasen ist,
die Randbereiche nicht zu sehr aufgeblasen sind, aber trotzdem genug Luftdurchlass
zur Be- und Entlüftung der Matte gewähren, sowie - wie in [0005] ausgeführt - die
Oberflächen der Matte flach sind.
[0008] Nach einer weiteren bevorzugten Ausführung der Erfindung wird der Überstand von Ober-
und Untermaterial zusätzlich wie das Ober- und Untermaterial auf Oberfläche und Bodenfläche
an die ungefähr vertikalen Seiten des Blockschaums teils oder ganzflächig angeklebt
bzw. angeschweißt.
[0009] Nach einer weiteren bevorzugten Ausführung der Erfindung wird die Randnaht auf einer
Teilstrecke oder der ganzen Längs- oder Querseite angebracht, wo sich die Überstände
des Ober- und Untermaterials weiter als in der Mitte der Höhe des ungepressten Schaumblocks
treffen. Dies ermöglicht größere Einsätze wie Aufblas-, Ablass- oder Überdruckventile
in diesem Bereich einzuarbeiten.
[0010] Weitere Möglichkeiten der 3-dimensionalen Wirkung der Erfindung sind der Einsatz
elastischer Ober- und/oder Untermaterialien wie TPU-Film, Trikot oder mit Elasthan
gemischte Stoffe, damit die vor allem in den Eckbereichen der Matte auftretenden Falten
möglichst ausgeglichen bzw. kaschiert werden und zudem die Punktelastizität des Blockschaums
trotz Ober- und Unterstoffs erhalten bleibt.
[0011] Im Weiteren kann statt des Blockschaums auch ein anderes sich druckelastisch verhaltendes
Mittelmaterial zwischen Ober- und Untermaterial eingesetzt werden.
[0012] Nachfolgend wird die Erfindung anhand von Zeichnungen beispielhaft näher beschrieben.
Fig. 1 zeigt eine Ansicht einer üblichen 2-dimensionalen selbstaufblasenden Matte
(1), in der die Randbereiche (2) abgerundet abfallen und somit als Auflage nicht nutzbar
erscheinen. Fig. 1A zeigt dieselbe Matte im Querschnitt, wo der abfallende Randbereich
(2) deutlich sichtbar ist (3). Wie in [0002] ausgeführt, ist der Schaum (4) zwischen
Oberstoff (5) und Unterstoff (6) eingeschweißt und reicht bis an den Rand der Schweißnaht
(7).
Fig. 2 zeigt eine Ansicht einer üblichen 3-dimensionalen selbstaufblasenden Matte.
Diese ist durch Einsatz eines ungefähr vertikalen Randmaterialstreifens (8), der an
Obermaterial (9) und Untermaterial (10) angeschweißt ist, 3-dimensional konstruiert.
Somit ist die gesamte Oberfläche (11) als flache Oberfläche nutzbar, also auch in
den Randbereichen der Oberseite (12) und Unterseite (13) der Matte. Fig. 2A zeigt
diese Matte im Querschnitt mit dem im Vergleich zur üblichen 2-dimensionalen selbstaufblasenden
Matte vertikalem Randmaterialstreifen (8).
Fig. 3 zeigt die erfindungsgemäße 2-dimensional konstruierte Matte (14), bei der die
Materialüberstände von Oberstoff (15) und Unterstoff (16) jeweils etwa die Hälfte
der Höhe des Blockschaums messen und in mittlerer Höhe der Matte randnahtverschweißt
sind (17). Somit wird dem Blockschaum genug Platz gelassen, dass dieser sich voll
entfalten kann und sich eine durchgehend flache Oberfläche (18) und Unterfläche (19)
bildet. Fig. 3A zeigt diese erfindungsgemäße Matte im Querschnitt mit den entsprechenden
Referenznummern.
Fig. 4 zeigt die in Fig. 3 gezeigte erfindungsgemäße Matte eingekleidet in einen Stoffüberzug
(20) mit je einer seitlichen Randnaht entlang des oberen Randes (21) sowie unteren
Randes (22), so dass die 3-Dimensionalität augenscheinlich ist. Zudem lassen sich
in diesen Stoffüberzug Materialien zum Feuchtigkeits- und Temperaturausgleich (23)
einarbeiten. Fig. 4A zeigt diese Matte im Querschnitt mit den entsprechenden Referenznummern.
Fig. 5 zeigt die erfindungsgemäße Matte mit den in [0009] beschriebenen Eigenschaften.
Danach ist die Randnaht (24) auf einer Teilstrecke der Querseite (25) dort angebracht,
wo sich die Überstände des Obermaterials (26) und Untermaterials (27) weiter als in
der Mitte der Höhe des ungepressten Schaumblocks (28) treffen. Dies ermöglicht größere
Einsätze wie hier das Ablassventil (29) in diesem Bereich einzuarbeiten.
1. Selbstaufblasende Matte
dadurch gekennzeichnet, dass sie in 2-dimensionaler Konstruktion, also mit Ober- und Unterstoff, in denen ein
Blockschaum eingeschweißt ist und Ober- und Unterstoff dem Saum (17) entlang abgeschweißt
sind, ausgeführt ist, wobei die Säume oder die Fugennähte (17) des Ober- und Untermaterials
weit genug vom Rand des Schaumblocks zusammengefügt werden, sodass wenn die Matte
aufgeblasen ist, die Randbereiche der Mattenfläche (15, 16) nicht abgeschrägt sind.
Dies wird erreicht indem der jeweils überstehende Rand des Ober- und Untermaterials
(15,16) exklusive der Fugennaht (17) mindestens der Höhe des Schaumblocks in entfaltetem
Zustand entsprechen.
2. Selbstaufblasende Matte nach Anspruch 1
dadurch gekennzeichnet, dass diese in einem Überzug (20) eingearbeitet ist, der 3-dimensional verarbeitet ist,
also mit einem im Wesentlichen vertikalen Randstreifen versehen ist und dieser dem
oberen und unteren Rand entlang (21,22) vernäht, geklebt oder geschweißt ist.
3. Selbstaufblasende Matte nach Anspruch 1
dadurch gekennzeichnet, dass Ober- und oder Untermaterial elastisch sind, somit die Punktelastizität des Blockschaums
erhalten bleibt.
4. Selbstaufblasende Matte nach Anspruch 1
dadurch gekennzeichnet, dass die Randnaht (24) auf einer Teilstrecke 25) oder der ganzen Längs- oder Querseite
angebracht ist, wo sich die Überstände des Ober- und Untermaterials (26, 27) weiter
als in der Mitte der Höhe des ungepressten Schaumblocks (28) treffen. Dies ermöglicht
größere Einsätze wie Aufblasventile, Ablassventile (29) oder Überdruckventile in diesem
Bereich einzuarbeiten.
5. Selbstaufblasende Matte nach Anspruch 1
dadurch gekennzeichnet, dass die Überstände von Ober- und Untermaterial (15, 16) teils oder ganz seitlich an die
vertikalen Flächen des Blockschaums angeschweißt oder angeklebt sind.
6. Selbstaufblasende Matte nach Anspruch 1
dadurch gekennzeichnet, dass deren Überzug (20) mit seitlichen Reißverschlüssen, Klettbändern oder ähnlichen Befestigungen
versehen sind, so dass zwei oder mehr Matten aneinandergekoppelt werden können.
7. Selbstaufblasende Matte nach Anspruch 1
dadurch gekennzeichnet, dass als Mittelblockmaterial andere druckelastische Materialien als der typisch eingesetzte
offenporige PU-Schaum (28) eingesetzt werden kann.
8. Selbstaufblasende Matte nach Anspruch 1
dadurch gekennzeichnet, dass mehrere kleinere Teile wie die erfindungsgemäße Matte in einen Überzug eingearbeitet
werden damit zonenunterschiedliche Härtegrade einsetzbar sind.