[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Wechseln einer an einem Stützteller
eines Schleifaggregats über eine Haken-Ösen-Verbindung lösbar befestigten Schleifscheibe
gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
[0002] Die Erfindung betrifft des Weiteren ein Verfahren zum Wechseln einer an einem Stützteller
eines Schleifaggregats über eine Haken-Ösen-Verbindung lösbar befestigten Schleifscheibe.
[0003] Bei gattungsgemäßen Vorrichtungen bzw. Verfahren zum Wechseln solcher insbesondere
an Orbitalschleifaggregaten über eine Haken-Ösen-Verbindung (Klettverschluss) lösbar
befestigten Schleifscheiben weist üblicherweise der Stützteller einen Hakenbelag auf,
während die Schleifscheiben einen Ösenbelag an ihrer dem Stützteller zugewandten Fläche
aufweisen.
[0004] Die gebrauchten bzw. verschlissenen Schleifscheiben werden dabei üblicherweise über
eine Trenneinrichtung von dem Stützteller gelöst. Neue ungebrauchte Schleifscheiben
werden üblicherweise in einem Schleifscheibenmagazin übereinander gestapelt bereitgestellt,
wobei die mit den Ösen versehene Fläche üblicherweise nach oben weist, so dass zum
erneuten Bestücken eines Stütztellers dieser von oben in das Schleifscheibenmagazin
eingefahren werden kann, bis der Stützteller mit der Schleifscheibe in Kontakt kommt
und sich dabei die Haken des Stütztellers mit den Ösen der Schleifscheibe verhaken
und der Stützteller anschließend zusammen mit der an diesem angebrachten Schleifscheibe
aus dem Schleifscheibenmagazin wieder herausgefahren wird.
[0005] Eine solche Vorgehensweise hat sich an sich bewährt. Problematisch kann sein, dass
eine unterhalb der am Stützteller anzubringenden Schleifscheibe angeordnete weitere
Schleifscheibe aufgrund der Haken-Ösen-Verbindung an der mit dem Stützteller verbundenen
Schleifscheibe hängen bleibt, was bei Schleifscheiben mit Papierträger insbesondere
am Rand der Schleifscheibe und/oder bei für eine Absaugung von Schleifstaub vorgesehenen
Löchern in der Schleifscheibe auftritt. Bei mit einer Gitterstruktur versehenen Schleifscheiben
kann zusätzlich ein Verhaken in der Fläche vorkommen.
[0006] Zur Vereinzelung der in einem Schleifscheibenmagazin untergebrachten Schleifscheiben
ist es auch bekannt, an der Mantelinnenfläche eines Randes des Schleifscheibenmagazins
beispielsweise Rückhalteelemente wie Bürsten anzubringen, um unerwünscht mitgerissene
Schleifscheiben im Schleifscheibenmagazin zurückzuhalten.
[0007] Es ist daher auch bekannt, zur Überprüfung der Vereinzelung der Schleifscheiben Kamerasysteme
einzusetzen, die ein Wechseln der Schleifscheiben überwachen, da jeder fehlerhafte
Schleifscheibenwechsel zu einer Störung der Schleifanlage und damit eventuell zu einer
Beschädigung der Werkstücke führt. Die Erkennung solcher mitgerissener Schleifscheiben
ist dabei nur dann sicher möglich, wenn die unerwünscht mitgerissene Schleifscheibe
von der ordnungsgemäß am Stützteller fixierten Schleifscheibe herabhängt. Vollflächig
zusammenhängende Schleifscheiben sind praktisch nicht erkennbar.
[0008] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine Vorrichtung zum Wechseln einer an
einem Stützteller eines Schleifaggregats, insbesondere eines Orbitalschleifaggregats
über eine Haken-Ösen-Verbindung lösbar befestigten Schleifscheibe bereitzustellen,
mit der ein zuverlässiges Positionieren der Schleifscheiben an einem Stützteller des
Schleifaggregats ermöglicht ist.
[0009] Weitere Aufgabe ist es, ein Verfahren zum Wechseln einer an einem Stützteller eines
Schleifaggregats über eine Haken-Ösen-Verbindung lösbar befestigten Schleifscheibe
bereitzustellen, das ein zuverlässiges Wechseln der Schleifscheibe ermöglicht.
[0010] Die erste Aufgabe wird durch eine Vorrichtung zum Wechseln einer an einem Stützteller
eines Schleifaggregats über eine Haken-Ösen-Verbindung lösbar befestigten Schleifscheibe
mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst.
[0011] Die zweite Aufgabe wird durch ein Verfahren mit den Merkmalen der Ansprüche 8 bzw.
Anspruch 10 gelöst.
[0012] Die erfindungsgemäße Vorrichtung weist eine Trenneinrichtung auf, ein Schleifscheibenmagazin
zur Aufbewahrung mehrerer übereinander gestapelter Schleifscheiben sowie eine Magazinhalterung.
[0013] Die Trenneinrichtung weist einen Halter auf, ein an dem Halter angeordnetes scheibenförmiges
Trennelement und eine an dem Halter über einen Aktor zwischen einer Freigabestellung
und einer Klemmstellung bewegbar angeordnete Klemmbacke.
[0014] Das Schleifscheibenmagazin weist einen Boden und eine sich von dem Boden erstreckende
umlaufende Wandung auf. Die Magazinhalterung weist ein Gehäuse zur Halterung des Bodens
des Schleifscheibenmagazins auf.
[0015] Der Boden des Schleifscheibenmagazins ist schwimmend im Gehäuse der Magazinhalterung
gelagert.
[0016] Weiter ist eine Innenmantelfläche der Wandung des Schleifscheibenmagazins mit wenigstens
einem Zentrierbereich zur Ausrichtung des Stütztellers beim Eintritt in das Schleifscheibenmagazin
versehen.
[0017] Mit einer solchermaßen ausgestalteten Vorrichtung ist in einfacher Weise ein zuverlässiges
Wechseln einer am Stützteller lösbar befestigten Schleifscheibe ermöglicht. Die schwimmende
Lagerung des Bodens des Schleifscheibenmagazins im Gehäuse der Magazinhalterung ermöglicht
eine zuverlässige zentrierte Zusammenführung von Schleifscheibe und Stützteller, ohne
dass die Stellung des Exzenters des Schleifaggregats vorab ermittelt werden muss.
[0018] Vorteilhafte Ausführungsvarianten sind Gegenstand der Unteransprüche.
[0019] Gemäß einer vorteilhaften Ausführungsvariante der erfindungsgemäßen Vorrichtung ist
das Trennelement der Trenneinrichtung rotationssymmetrisch ausgebildet. Dies ermöglicht,
das Trennelement in wirtschaftlicher Weise durch einen einfachen Drehprozess mit einer
Kontur zu versehen, die die Hakenstruktur des Stütztellers beim Wechselvorgang schont.
[0020] Da zudem nur ein geringer Teil des Umfanges des Trennelementes beim Wechselvorgang
genutzt wird, ist es möglich, das Trennelement bei einem Verschleiß des nach einer
bevorzugten Ausführungsvariante als Trennkante ausgebildeten Nutzbereiches weiterzudrehen
und so einen bisher ungenutzten Teil der Trennkante als Nutzbereich zu verwenden.
[0021] Nach einer weiteren vorteilhaften Ausführungsvariante weist der der Boden des Schleifscheibenmagazins
einen radial nach außen vorstehenden Rand auf, der in eine zum Boden offenen Nut des
Gehäuses der Magazinhalterung vorsteht.
[0022] Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausführungsvariante weist das Gehäuse der Magazinhalterung
ein zum Boden des Schleifscheibenmagazins hin offenen Ringkanal auf, wobei der Ringkanal
mit einem Druckluftanschluss verbunden ist.
[0023] Dadurch ist in einfacher Weise eine schwimmende Lagerung des Bodens des Schleifscheibenmagazins
im Gehäuse der Magazinhalterung mit äußerst geringer Restreibung gegeben. Darüber
hinaus ergibt sich durch das Einblasen der Druckluft der Vorteil, dass dadurch Schmutz
aus dem Lagerbereich direkt weggeblasen wird.
[0024] Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausführungsvariante weist der Boden des Schleifscheibenmagazins
eine zentrale Öffnung mit zumindest abschnittsweise konisch geformter Mantelfläche
auf, in die ein entsprechend konisch geformtes Zentrierelement vorsteht, das im Gehäuse
der Magazinhalterung senkrecht zur Ebene des Bodens des Schleifscheibenmagazins mittels
eines Aktors verschiebbar gelagert ist.
[0025] Dies ermöglicht eine zentrierte Arretierung des Bodens des Schleifscheibenmagazins.
Diese Arretierung ist dabei bis kurz vor dem Aufnehmen der Schleifscheibe durch den
Stützteller aktiv. Dadurch wird die für den Zentriervorgang des Schleifscheibenmagazins
nötige Bewegung auf einen halben Exzenterhub begrenzt. Im einer dazu alternativen
Ausführungsvariante, bei der zentral im Boden des Schleifscheibenmagazins eine Ankerplatte
und zentral im Gehäuse der Magazinhalterung ein auf die Ankerplatte wirkender Magnet
aufgenommen ist, erfolgt eine permanente aktive Zentrierung des Bodens des Schleifscheibenmagazins.
[0026] Ein erstes erfindungsgemäßes Verfahren zum Wechseln einer an einem Stützteller eines
Schleifaggregats über eine Haken-Ösen-Verbindung lösbar befestigten Schleifscheibe,
insbesondere zum Wechseln einer an einem Stützteller eines Schleifaggregats über eine
Haken-Ösen-Verbindung lösbar befestigten Schleifscheibe mit einer wie oben beschriebenen
Vorrichtung weist die folgenden Verfahrensschritte auf:
- Ablösen einer am Stützteller befestigten Schleifscheibe mithilfe der Trenneinrichtung,
- Verfahren des Stütztellers in das Schleifscheibenmagazin und Andrücken an eine im
Schleifscheibenmagazin oberste Schleifscheibe,
- Ansaugen eines unterhalb der obersten Schleifscheibe auf einer darunter liegenden
Schleifscheibe aufliegenden, etwa flächengleichen Separierelements durch Einschalten
einer Schleifstaubabsaugung des Schleifaggregats,
- Verfahren des Stütztellers mit an diesem befestigter Schleifscheibe und angesaugtem
Separierelement aus dem Schleifscheibenmagazin,
- Abschalten der Schleifstaubabsaugung des Schleifaggregats.
[0027] Dieses Verfahren ermöglicht durch die zwischen den einzelnen Schleifscheiben vorgesehenen
Separierelemente eine deutlich verbesserte Prozesssicherheit des Schleifscheibenwechsels,
wodurch Anlagenstillstände sowie Ausschuss von fehlerhaft geschliffenen Werkstücken
vermieden werden.
[0028] Neben der Auswechslung von Schleifscheiben eines Orbitalschleifaggregats kommt hier
insbesondere auch das Auswechseln von Schleifscheiben eines Schwingschleifers oder
Rotationsschleifers in Betracht.
[0029] In einer vorteilhaften Ausführungsvariante erfolgt nach dem Abschalten der Schleifstaubabsaugung
des Schleifaggregats ein Einblasen von Druckluft in Kanäle der Schleifstaubabsaugung
des Schleifaggregats. Dadurch wird das Separierelement aktiv vom Stützteller weggedrückt.
[0030] Ein alternatives Verfahren zum Wechseln einer an einem Stützteller eines Schleifaggregats
über eine Haken-Ösen-Verbindung lösbar befestigten Schleifscheibe weist die folgenden
Verfahrensschritte auf:
- Ablösen einer am Stützteller befestigten Schleifscheibe mithilfe der Trenneinrichtung,
- Verfahren des Stütztellers in das Schleifscheibenmagazin bis zur Anlage an ein im
Schleifscheibenmagazin zuoberst liegendes Separierelement,
- Ansaugen des Separierelements durch Einschalten einer Schleifstaubabsaugung des Schleifaggregats,
- Verfahren des Stütztellers mit an diesen angesaugtem Separierelement aus dem Schleifscheibenmagazin,
- Abschalten der Schleifstaubabsaugung des Schleifaggregats,
- Verfahren des Stütztellers in das Schleifscheibenmagazin und Andrücken an eine im
Schleifscheibenmagazin oberste Schleifscheibe, Verfahren des Stütztellers mit an diesem
befestigter Schleifscheibe aus dem Schleifscheibenmagazin.
[0031] Wenngleich diese Variante eines erfindungsgemäßen Verfahrens geringfügig aufwändiger
ist, ermöglicht auch diese Variante des erfindungsgemäßen Verfahrens ein zuverlässiges
Auswechseln der Schleifscheiben.
[0032] Nachfolgend werden bevorzugte Ausführungsbeispiele anhand der beiliegenden Zeichnungen
näher erläutert. Es zeigen:
- Figur 1
- eine schematische Schnittdarstellung einer Ausführungsvariante eines in einer Magazinhalterung
gehaltenen Schleifscheibenmagazins in einer gelösten Stellung,
- Figur 2
- eine der Figur 1 entsprechende Darstellung mit zentriertem Schleifscheibenmagazin,
- Figur 3
- eine der Figur 1 entsprechende Darstellung mit alternativ ausgebildeter Zentriereinrichtung,
- Figuren 4 - 8
- schematische Schnittdarstellungen eines Schleifaggregats und eines Schleifscheibenmagazins
zur Darstellung eines Ablaufs zur Anbringung einer Schleifscheibe an einem Stützteller,
- Figuren 9 - 16
- den Figuren 4 bis 8 entsprechende Ansichten zur Darstellung eines alternativen Verfahrensablaufs,
- Figur 17
- eine schematisch isometrische Darstellung einer Trenneinrichtung zum Lösen einer gebrauchten
Schleifscheibe von einem Stützteller,
- Figur 18
- eine Seitenschnittansicht auf die Trenneinrichtung gemäß Figur 17,
- Figuren 19 - 25
- Seitenansichten auf die Trenneinrichtung und einen Stützteller mit daran angebrachter
Schleifscheibe zur Darstellung des Ablösens der Schleifscheibe mithilfe der Trenneinrichtung.
[0033] In der nachfolgenden Figurenbeschreibung beziehen sich Begriffe wie oben, unten,
links, rechts, vorne, hinten usw. ausschließlich auf die in den jeweiligen Figuren
gewählte beispielhafte Darstellung und Position des Schleifscheibenmagazins, Magazinhalterung,
Zentriereinrichtung, Trenneinrichtung, Schleifaggregat und dergleichen. Diese Begriffe
sind nicht einschränkend zu verstehen, d.h., durch verschiedene Arbeitsstellungen
oder die spiegelsymmetrische Auslegung oder dergleichen können sich diese Bezüge ändern.
[0034] In Figur 1 ist mit dem Bezugszeichen 2 eine Ausführungsvariante eines Schleifscheibenmagazins
2 und mit dem Bezugszeichen 3 eine Ausführungsvariante einer Magazinhalterung bezeichnet.
[0035] Das Schleifscheibenmagazin 2 und die Magazinhalterung 3 sind Teil einer Vorrichtung
zum Wechseln einer an einem Stützteller 71 eines Orbitalschleifaggregats 7 über eine
Haken-Ösen-Verbindung lösbar befestigten Schleifscheibe 10. Die Vorrichtung selbst
weist dabei neben dem Schleifscheibenmagazin 2 und der Magazinhalterung 3 auch eine
Trenneinrichtung 6 auf, wie sie weiter unten anhand der Figuren 17 bis 25 gezeigt
und beschrieben wird.
[0036] Das Schleifscheibenmagazin 2 weist, wie in den Figuren 1 bis 3 gezeigt ist, einen
Boden 21 und eine sich von dem Boden 21 erstreckende umlaufende Wandung 22 auf. Die
Wandung 22 bildet dabei zusammen mit dem Boden 21 einen zylinderartigen Behälter,
in dem Vielzahl von Schleifscheiben 10 übereinander gestapelt aufbewahrt werden können.
[0037] Zwischen den einzelnen übereinander gelegten Schleifscheiben 10 ist, wie beispielhaft
in Figur 4 dargestellt ist, jeweils ein Separierelement 11 eingelegt. Das in seiner
Formgestalt bevorzugt etwa der Fläche der Schleifscheibe entsprechende Separierelement
11 ist dabei beispielsweise aus dünnem Papier, Pappe oder Kunststoff gefertigt und
weist vorzugsweise etwa den gleichen Durchmesser wie der Durchmesser der Schleifscheibe
10 auf.
[0038] Da die Schleifscheibe 10 auf ihrer Oberseite, gegenüber liegend der ein Schleifmittel
tragenden Unterseite, vorzugsweise mit Ösen bestückt ist, die zusammen mit an einer
Unterseite des Stütztellers 71 angebrachten Haken eine Haken-Ösen-Verbindung bilden
können, dienen die Separierelemente 11 dazu, dass sich die Ösen an der Oberseite einer
unteren Schleifscheibe 10 nicht mit offenen Stegen im Bereich der Unterseite oder
am Rand einer darüber liegenden Schleifscheibe verhaken können.
[0039] Als offene Stege werden dabei freie Enden des die Gitterstruktur der Schleifscheibe
bildenden Materials, beispielsweise eines Metall- oder Kunststoffdrahts verstanden.
Die offenen Stege entstehen bei Schleifscheiben mit Gitterstruktur beim Herstellungsprozess
der Schleifscheibe an allen Kanten durch das Durchtrennen der Gitterstruktur, so dass
insbesondere am Rand der Schleifscheibe nach außen vorstehende Drahtenden verbleiben,
die die offenen Stege bilden.
[0040] Bei allen anderen Schleifscheibentypen, wie z.B. Papierscheiben, können sich insbesondere
bei gröberen Körnungen die Ösen mit den Schleifkörnern an der Schleifseite der Schleifscheibe
verhaken.
[0041] Die Magazinhalterung 3 weist ein Gehäuse 31 auf, dass der Halterung des Bodens 21
des Schleifscheibenmagazins 2 dient. Wie weiter in Figur 1 zu erkennen ist, ist der
Boden 21 des Schleifscheibenmagazins 2 schwimmend im Gehäuse 31 der Magazinhalterung
3 gelagert. Vorteil einer solchen schwimmenden Lagerung ist, dass der Stützteller
71 des Orbitalschleifaggregats 7, der je nach Stellen des Exzenters im Orbitalschleifaggregat
7 in einer XY-Ebene unterschiedlich ausgerichtet sein kann, problemlos beim Absenken
in das Schleifscheibenmagazin 2 durch die horizontale Beweglichkeit des Schleifscheibenmagazins
2 eingeführt werden kann, ohne vorab eine Positionsverriegelung des Exzenters 75 und
damit des Stütztellers 71 des Orbitalschleifaggregats 7 vornehmen zu müssen.
[0042] Zur zuverlässigen Halterung des Bodens 21 des Schleifscheibenmagazins 2 in der Magazinhalterung
3 weist der Boden 21 des Schleifscheibenmagazins 2 einen radial nach außen vorstehenden
Rand 24 auf, der in eine zum Boden 21 offene Nut 32 des Gehäuses 31 der Magazinhalterung
3 vorsteht.
[0043] Um eine möglichst reibungsarme schwimmende Lagerung zu erreichen, weist das Gehäuse
31 der Magazinhalterung 3 einen zum Boden 21 des Schleifscheibenmagazins 2 hin zumindest
teilweise offenen Ringkanal 33 auf, der mit einem Druckluftanschluss 34 verbunden
ist. Die teilweise Öffnung des Ringkanals 33 besteht dabei vorzugsweise aus Drosselelementen,
die in den Ringkanal 33 münden. Dadurch wird ein Axialluftlager ausgebildet, so dass
sich der Boden 21 des Schleifscheibenmagazins 2 nahezu reibungsfrei in der XY-Ebene
senkrecht zur Rotationsachse des Orbitalschleifaggregats 7 bewegen kann.
[0044] Wie in den Figuren 1 bis 3 weiter dargestellt ist, ist zusätzlich eine Zentriereinrichtung
5 vorgesehen, mit der eine zentrierte Ausrichtung des Schleifscheibenmagazins 2 zum
Stützteller 71 des Orbitalschleifaggregats 7 erreicht wird.
[0045] In einer in den Figuren 1 und 2 gezeigten ersten Variante weist der Boden 21 des
Schleifscheibenmagazins 2 dazu eine zentrale Öffnung 25 mit zumindest abschnittsweise
konisch geformter Mantelfläche 26 auf, in die ein entsprechend konisch geformtes Zentrierelement
4 vorsteht, das im Gehäuse 31 der Magazinhalterung 3 senkrecht zur Ebene des Bodens
21 des Schleifscheibenmagazins 2 mittels eines Aktors 12 verschiebbar gelagert ist.
Figur 1 zeigt dabei die gelöste nicht zentrierte Positionierung des Zentrierelements
4, während Figur 2 die Zentrierstellung des Zentrierelements 4 zeigt, bei dem die
konisch geformten Mantelflächen 26 vom Zentrierelement 4 und Mantelfläche 26 des Bodens
21 des Schleifscheibenmagazins 2 einander berühren.
[0046] Bei der in Figur 3 gezeigten Ausführungsvariante ist zentral im Boden 21 des Schleifscheibenmagazins
2 eine Ankerplatte 53 aufgenommen. Weiter ist zentral im Gehäuse 31 der Magazinhalterung
3 ein auf die Ankerplatte 53 wirkender Magnet 51 aufgenommen.
[0047] Der Magnet 51 kann dabei als Permanentmagnet ausgebildet sein, denkbar ist auch die
Ausbildung des Magneten 51 als Elektromagnet.
[0048] Wie weiter in den Figuren 1 bis 3 dargestellt ist, weist auch eine Innenmantelfläche
der Wandung 22 des Schleifscheibenmagazins 2 wenigstens einen Zentrierbereich 23 auf,
der der Ausrichtung des Stütztellers 71 beim Eintritt in das Schleifscheibenmagazin
2 dient.
[0049] Nachfolgend wird anhand der Figuren 4 bis 8 ein erstes erfindungsgemäßes Verfahren
zum Wechseln einer an einem Stützteller 71 eines Orbitalschleifaggregats 7 über eine
Haken-Ösen-Verbindung lösbar befestigte Schleifscheibe 10 beschrieben.
[0050] Zunächst wird eine am Stützteller 71 bereits befestigte, üblicherweise durch vorangegangene
Schleifgänge verschlissene Schleifscheibe 10 mithilfe einer Trenneinrichtung 6 abgelöst.
[0051] Nach dem Ablösen der verschlissenen Schleifscheibe 10 erfolgt, wie in Figur 4 dargestellt
ist, ein Verfahren des Orbitalschleifaggregats 7 mit daran befestigtem Stützteller
71 in das Schleifscheibenmagazin 2.
[0052] Das Schleifscheibenmagazin 2 nimmt dabei lediglich den Stützteller 71 auf. Der Stützteller
71 wird dabei so weit in das Schleifscheibenmagazin 2 eingefahren, bis er an eine
im Schleifscheibenmagazin 2 oberste Schleifscheibe 10 angedrückt wird. Durch dieses
Andrücken des Stütztellers 71 an die der Reibfläche gegenüberliegende Oberseite der
Schleifscheibe 10, erfolgt ein Verhaken der am Stützteller 71 angeordneten Haken mit
den Ösen der Schleifscheibe 10.
[0053] Im Anschluss wird, wie in Figur 5 durch das p mit negativem Vorzeichen angedeutet
ist, die Schleifstaubabsaugung des Orbitalschleifaggregats 7 eingeschaltet, was zu
einem Ansaugen eines unterhalb der obersten Schleifscheibe 10 auf einer darunter liegenden
Schleifscheibe 10 aufliegenden, etwa flächengleichen Separierelements 11 führt.
[0054] Anschließend erfolgt ein Verfahren des Stütztellers 71 mit an diesen befestigter
ersten Schleifscheibe 10 und an die Schleifscheibe 10 angesaugtem Separierelement
11 aus dem Schleifscheibenmagazin 2 heraus, wie es durch den Pfeil in Figur 6 angedeutet
ist.
[0055] Da das Separierelement 11 selbst luftdicht ist, kann bei diesem Vorgang keine weitere
unter dem Separierelement 11 angeordnete Schleifscheibe 10 mit angesaugt werden.
[0056] Figur 7 zeigt einen optionalen Verfahrensschritt, bei dem nach dem Entfernen des
Stütztellers 71 aus dem Schleifscheibenmagazin 2 ein Einblasen von Druckluft in die
Kanäle der Schleifstaubabsaugung des Orbitalschleifaggregats 7 erfolgt, was zu einem
aktiven Wegdrücken des Separierelements 11 von der Schleifscheibe 10 führt.
[0057] Figur 8 zeigt das Herabfallen des Separierelements 11 von der Schleifscheibe 10,
was durch Abschalten der Schleifstaubabsaugung des Orbitalschleifaggregats 7 erfolgt.
[0058] Diese Verfahrensvariante ermöglicht eine Überwachung eines erfolgreichen Schleifscheibenwechsels
mit geringem Aufwand. Notwendig für eine solche Überwachung ist dabei ein einfaches
Kamerasystem mit einer Mustererkennung. Ein gelungener Wechsel zeichnet sich durch
das von unten sichtbare Separierelement aus. Auch das erfolgreiche Abwerfen des Separierelements
kann durch das Erkennen des nicht mehr vorhandenen Separierelements sicher überwacht
werden.
[0059] Bei geeigneter Farbgebung des Separierelements wäre auch ein einfacher Farbsensor
hinreichend. Denkbar ist auch, das Separierelement von unten mit einem Barcode, QR-Code
oder dergleichen zu versehen. Sofern der Schleifmittelhersteller die Schleifscheiben
- Separierelement - Stapel fertig liefert, ist eine sichere Überwachung des korrekten,
für den Schleifprozess geplanten Schleifmittels möglich. Andere Kennzeichnungssysteme
wie z.B. unterschiedliche Farben oder Farbkombinationen wie auch elektronische Systeme
wie z.B.: RFID-Chips sind ebenso denkbar.
[0060] In den Figuren 9 bis 16 ist eine alternative Vorgehensweise dargestellt. Hier erfolgt
ein Ansaugen der Separierelemente 11 in einen separatem Verfahrensschritt.
[0061] So erfolgt auch hier nach dem Ablösen einer am Stützteller 71 befestigten Schleifscheibe
10 mithilfe der Trenneinrichtung 6 ein Verfahren des Stütztellers 71 aus einer Position
oberhalb des Schleifscheibenmagazin 2 (gezeigt in Figur 9) in das Schleifscheibenmagazin
2 bis zur Anlage an ein dem Schleifscheibenmagazin 2 zuoberst liegendes Separierelement
11 (gezeigt in Figur 10).
[0062] Anschließend erfolgt ein Ansaugen des Separierelements 11 durch Einschalten der Schleifstaubabsaugung
des Orbitalschleifaggregats 7 (gezeigt in Figur 11).
[0063] Der Stützteller 71 wird sodann, wie in Figur 11 durch den Pfeil oberhalb des Orbitalschleifaggregats
7 angedeutet ist, zusammen mit dem an den Stützteller 71 angesaugten Separierelement
11 aus dem Schleifscheibenmagazin 2 herausgeführt.
[0064] Anschließend wird auch hier die Schleifstaubabsaugung des Orbitalschleifaggregats
7 abgeschaltet oder noch anschließend Druckluft in die Kanäle der Schleifstaubabsaugung
des Orbitalschleifaggregats 7 eingeblasen, was zu einem Herabfallen des Separierelements
11 führt (gezeigt in den Figuren 12 und 13). Dieser Vorgang erfolgt bevorzugt oberhalb
eines hier nicht dargestellten Sammelbehälters.
[0065] Im Anschluss daran erfolgt ein erneutes Verfahren des Stütztellers 71 in das Schleifscheibenmagazin
2 und ein Andrücken an eine dem Schleifscheibenmagazin 2 nun zuoberst liegende Schleifscheibe
10 (gezeigt in den Figuren 14 und 15). Im Anschluss daran wird der Stützteller 71
mit der an diesem befestigter erster Schleifscheibe 10 aus dem Schleifscheibenmagazin
2 herausgefahren, wie es in Figur 16 dargestellt ist.
[0066] Dieses Herausfahren des Stütztellers 71 erfolgt dabei ohne Zuschaltung der Schleifstaubabsaugung,
so dass ein unter der Schleifscheibe 10 positioniertes Separierelement 11 bei diesem
alternativen Verfahren im Schleifscheibenmagazin 2 verbleibt (dargestellt in Figur
16). Anschließend kann das Orbitalschleifaggregats 7 für den nächsten Schleifvorgang
eingesetzt werden.
[0067] Die Trenneinrichtung 6 ist in den Figuren 17 bis 25 gezeigt. Die Trenneinrichtung
6 weist einen Halter 61, ein an dem Halter 61 angeordnetes scheibenförmiges Trennelement
62 und eine an dem Halter 61 über einen Aktor 64 zwischen einer Freigabestellung und
einer Klemmstellung bewegbar angeordnete Klemmbacke 63 auf.
[0068] Die Klemmbacke 63 weist im hier gezeigten Ausführungsbeispiel in einem Bereich unterhalb
eines Nutzbereiches 66 des Trennelements 62 ein Druckstück 65 auf, die während des
Trennvorgangs von unten gegen die Schleifscheibe 10 drückt, nachdem das Trennelement
62 bereits teilweise zwischen den Stützteller 71 und die an diesem befestigte Schleifscheibe
10 vorgedrungen ist.
[0069] Das Trennelement 62 weist, wie in Figur 17 gezeigt ist, bevorzugt eine rotationssymmetrische
Kontur auf. Hierdurch kann das Trennelement 62 in wirtschaftlicher Weise durch einen
einfachen Drehprozess mit einer Kontur versehen werden, die die Hakenstruktur des
Stütztellers beim Wechselvorgang schont.
[0070] Da zudem nur ein geringer Teil des Umfanges des Trennelementes 62 beim Wechselvorgang
genutzt wird, ist es möglich, das Trennelement 62 bei einem Verschleiß des hier als
Trennkante ausgebildeten Nutzbereiches 66 weiterzudrehen und so einen bisher ungenutzten
Teil der Trennkante als Nutzbereich 66 zu verwenden.
[0071] Der Trennvorgang wird nachfolgend anhand der Figuren 19 bis 25 beschrieben.
[0072] Wie in Figur 19 gezeigt, wird in einem ersten Schritt das Orbitalschleifaggregat
7 mit dem daran angeordneten Stützteller 71 zur Trenneinrichtung 6 hin bewegt. Die
vertikale Ausrichtung des Stütztellers 71 einerseits und des scheibenförmigen Trennelements
62 andererseits ist dabei so, dass das Trennelement 62 beim Vorrücken des Stütztellers
71 genau in den Spalt zwischen Unterseite des Stütztellers 71 und Oberseite der Schleifscheibe
10 gelangt und die Haken-Ösen-Verbindung zwischen Stützteller 71 und Schleifscheibe
10 auf einen vorbestimmten Abschnitt löst.
[0073] Wie in Figur 20 gezeigt ist, erfolgt nach dem Einfädeln des Trennelements 62 zwischen
Stützteller 71 und Schleifscheibe 10 ein nach oben Fahren der Klemmbacke 63 mithilfe
des an dem Halter 61 befestigten Aktors 64, bis das Druckstück 65 das Teilstück der
Schleifscheibe 10 zwischen Druckstück 65 und Trennelement 62 einklemmt (gezeigt in
Figur 21).
[0074] Im Anschluss daran erfolgt ein Anheben des Stütztellers 71 nach oben und gegebenenfalls
ein geringfügiges Weiterverfahren in horizontaler Richtung weiter in Richtung der
Trenneinrichtung 6.
[0075] Diese Horizontalbewegung wird dann, wie in Figuren 22 und 23 und 24 gezeigt, so weit
fortgeführt, bis die Schleifscheibe 10 vollständig von dem Stützteller 71 abgelöst
ist, wie es in Figur 24 gezeigt ist.
[0076] Im Anschluss daran erfolgt ein Lösen der Klemmbacke 63 von dem Trennelement 62, wodurch
die Klemmung der Schleifscheibe 10 aus der Trenneinrichtung 6 aufgehoben wird und
die Schleifscheibe 10 sodann von der Trenneinrichtung 6 abfällt, bevorzugt in einen
unterhalb der Trenneinrichtung 6 angeordneten Sammelbehälter 12.
[0077] Nach dem Ablösen der Schleifscheibe 10 von dem Stützteller 71 kann sodann ein neues
Bestücken des Stütztellers 71 mit einer unverschlissenen Schleifscheibe 10 erfolgen,
wie es weiter oben beschrieben und in den Figuren 5 bis 16 dargestellt ist.
Bezugszeichenliste
[0078]
- 2
- Schleifscheibenmagazin
- 21
- Boden
- 22
- Wandung
- 23
- Zentrierbereich
- 24
- Rand
- 25
- Zentrierausnehmung
- 3
- Magazinhalterung
- 31
- Gehäuse
- 32
- Nut
- 33
- Ringkanal
- 34
- Druckluftanschluss
- 35
- Zentrieraufnahme
- 4
- Zentriereinrichtung
- 41
- Zentrierelement
- 5
- Zentriereinrichtung
- 51
- Magnet
- 52
- Magnethalter
- 53
- Ankerplatte
- 6
- Trenneinrichtung
- 61
- Halter
- 62
- Trennelement
- 63
- Klemmbacke
- 64
- Aktor
- 65
- Druckstück
- 66
- Nutzbereich
- 7
- Orbitalschleifaggregat
- 71
- Stützteller
- 72
- Kanal
- 73
- Absaughaube
- 74
- Kanal
- 75
- Exzenter
- 10
- Schleifscheibe
- 11
- Separierelement
- 12
- Aktor
- 13
- Sammelbehälter
- x
- Richtung
- y
- Richtung
- z
- Richtung
- p
- Druck
1. Vorrichtung zum Wechseln einer an einem Stützteller (71) eines Schleifaggregats (7),
insbesondere eines Orbitalschleifsaggregats, über eine Haken-Ösen-Verbindung lösbar
befestigten Schleifscheibe (10), aufweisend
- eine Trenneinrichtung (6),
- ein Schleifscheibenmagazin (2) zur Aufbewahrung mehrerer übereinander gestapelter
Schleifscheiben (10) und
- eine Magazinhalterung (3),
- wobei die Trenneinrichtung (6) einen Halter (61), ein an dem Halter (61) angeordnetes
Trennelement (62) und eine an dem Halter (61) über einen Aktor (64) zwischen einer
Freigabestellung und einer Klemmstellung bewegbar angeordnete Klemmbacke (63) aufweist,
- wobei das Schleifscheibenmagazin (2) einen Boden (21) und eine sich von dem Boden
(21) erstreckende umlaufende Wandung (22) aufweist,
- wobei die Magazinhalterung (3) ein Gehäuse (31) zur Halterung des Bodens (21) des
Schleifscheibenmagazins (2) aufweist,
dadurch gekennzeichnet, dass
- der Boden (21) des Schleifscheibenmagazins (2) schwimmend im Gehäuse (31) der Magazinhalterung
(3) gelagert ist und
- eine Innenmantelfläche der Wandung (22) des Schleifscheibenmagazins (2) wenigstens
einen Zentrierbereich (23) zur Ausrichtung des Stütztellers (71) beim Eintritt in
das Schleifscheibenmagazin (2) aufweist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Trennelement (62) der Trenneinrichtung (6) rotationssymmetrisch ausgebildet ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Trennelement (62) der Trenneinrichtung (6) einen als Trennkante ausgebildeten
Nutzbereich (66) aufweist.
4. Vorrichtung nach Anspruch einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Boden (21) des Schleifscheibenmagazins (2) einen radial nach außen vorstehenden
Rand (24) aufweist, der in eine zum Boden (21) offene Nut (32) des Gehäuses (31) der
Magazinhalterung (3) vorsteht.
5. Vorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Gehäuse (31) der Magazinhalterung (3) einen zum Boden (21) des Schleifscheibenmagazins
(2) hin zumindest abschnittsweise offenen Ringkanal (33) aufweist, wobei der Ringkanal
(33) mit einem Druckluftanschluss (34) verbunden ist.
6. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Boden (21) des Schleifscheibenmagazins (2) eine zentrale Öffnung (25) mit zumindest
abschnittsweise konisch geformter Mantelfläche (26) aufweist, in die ein entsprechend
konisch geformtes Zentrierelement (4) vorsteht, das im Gehäuse (31) der Magazinhalterung
(3) senkrecht zur Ebene des Bodens (21) des Schleifscheibenmagazins (2) mittels eines
Aktors (12) verschiebbar gelagert ist.
7. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zentral im Boden (21) des Schleifscheibenmagazins (2) eine Ankerplatte (53) und zentral
im Gehäuse (31) der Magazinhalterung (3) ein auf die Ankerplatte (53) wirkender Magnet
(51) aufgenommen ist.
8. Verfahren zum Wechseln einer an einem Stützteller (71) eines Schleifaggregats (7)
über eine Haken-Ösen-Verbindung lösbar befestigten Schleifscheibe (10), insbesondere
zum Wechseln einer an einem Stützteller (71) eines Orbitalschleifaggregats (7) über
eine Haken-Ösen-Verbindung lösbar befestigten Schleifscheibe (10) mit einer Vorrichtung
gemäß einem der obigen Ansprüche, wobei das Verfahren die folgenden Verfahrensschritte
aufweist:
- Ablösen einer am Stützteller (71) befestigten Schleifscheibe (10) mithilfe der Trenneinrichtung
(6),
- Verfahren des Stütztellers (71) in das Schleifscheibenmagazin (2) und Andrücken
an eine im Schleifscheibenmagazin (2) oberste Schleifscheibe (10),
- Ansaugen eines unterhalb der obersten Schleifscheibe (10) auf einer darunter liegenden
Schleifscheibe (10) aufliegenden, etwa flächengleichen Separierelements (11) durch
Einschalten einer Schleifstaubabsaugung des Schleifaggregats (2),
- Verfahren des Stütztellers (71) mit an diesem befestigter erster Schleifscheibe
(10) und angesaugtem Separierelement (11) aus dem Schleifscheibenmagazin (2),
- Abschalten der Schleifstaubabsaugung des Schleifaggregats (7).
9. Verfahren (1) nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass nach dem Abschalten der Schleifstaubabsaugung des Schleifaggregats (7) ein Einblasen
von Druckluft in Kanäle (72, 74) der Schleifstaubabsaugung des Schleifaggregats (7)
erfolgt.
10. Verfahren zum Wechseln einer an einem Stützteller (71) eines Schleifaggregats (7)
über eine Haken-Ösen-Verbindung lösbar befestigten Schleifscheibe (10), insbesondere
zum Wechseln einer an einem Stützteller (71) eines Orbitalschleifaggregats (7) über
eine Haken-Ösen-Verbindung lösbar befestigten Schleifscheibe (10) mit einer Vorrichtung
gemäß einem der obigen Ansprüche 1 bis 5, wobei das Verfahren die folgenden Verfahrensschritte
aufweist:
- Ablösen einer am Stützteller (71) befestigten Schleifscheibe (10) mithilfe der Trenneinrichtung
(6),
- Verfahren des Stütztellers (71) in das Schleifscheibenmagazin (2) bis zur Anlage
an ein im Schleifscheibenmagazin (2) zuoberst liegendes Separierelement (11),
- Ansaugen des Separierelements (11) durch Einschalten einer Schleifstaubabsaugung
des Schleifaggregats (7),
- Verfahren des Stütztellers (71) mit an diesen angesaugtem Separierelement (11) aus
dem Schleifscheibenmagazin (2),
- Abschalten der Schleifstaubabsaugung des Schleifaggregats (7),
- Verfahren des Stütztellers (71) in das Schleifscheibenmagazin (2) und Andrücken
an eine im Schleifscheibenmagazin (2) oberste Schleifscheibe (10),
- Verfahren des Stütztellers (71) mit an diesem befestigter erster Schleifscheibe
(10) aus dem Schleifscheibenmagazin (2).
11. Verfahren (1) nach einem der Ansprüche 8 bis 10, wobei das Ablösen der am Stützteller
(71) befestigten Schleifscheibe (10) mithilfe der Trenneinrichtung (6) durch die folgenden
Verfahrensschritte erfolgt:
- Bewegen des Schleifaggregats (7) mit dem daran angeordneten Stützteller (71) zur
Trenneinrichtung (6) derart, dass das scheibenförmige Trennelement (62) beim Vorrücken
des Stütztellers (71) in einen Spalt zwischen der Unterseite des Stütztellers (71)
und der Oberseite der zu lösenden Schleifscheibe (10) gelangt und dabei die Haken-Ösen-Verbindung
zwischen Stützteller (71) und Schleifscheibe (10) auf einem vorbestimmten Abschnitt
der Schleifscheibe (10) löst,
- Nach oben Fahren der Klemmbacke (63) mithilfe des an dem Halter (61) befestigten
Aktors (64), bis das Druckstück (65) das Teilstück der Schleifscheibe (10) zwischen
Druckstück (65) und Trennelement (62) einklemmt,
- Anheben des Stütztellers (71) nach oben und Weiterverfahren in horizontaler Richtung
weiter in Richtung der Trenneinrichtung (6), bis die Schleifscheibe (10) vollständig
von dem Stützteller (71) abgelöst ist,
- Lösen der Klemmbacke (63) von dem Trennelement (62), wodurch die Klemmung der Schleifscheibe
(10) an der Trenneinrichtung (6) aufgehoben wird.