[0001] Die Erfindung betrifft einen Hülsenteller für eine Textilmaschine. Die Erfindung
betrifft eine Verschleißvorrichtung. Die Erfindung betrifft eine Textilmaschine. Die
Erfindung betrifft weiter einen Spulenrahmen.
[0002] Hülsenteller sind im Bereich der Textilmaschinen, insbesondere von Spinnmaschinen
oder Zwirnmaschinen bekannt. Dabei ist bekannt, dass die Hülsenteller ausgestaltet
sind, um eine Öffnung einer Stirnseite einer Spulenhülse aufzunehmen für ein Wickeln
einer Spule in einem Wickelprozess. Durch die Aufnahme wird die Spule gehaltert und
zentriert. Dabei muss die Aufnahme nach einem Anrotationszustand, auch als Anrotationsprozess
oder Anrotationsverfahren ausgebildet, durchgeführt werden.
[0003] Ein Anrotationszustand ist dabei ein Zustand, in dem die Spule vorbeschleunigt wird,
um eine entsprechend hohe Rotationsgeschwindigkeit aufzunehmen, um die Prozessgeschwindigkeit
zu erreichen.
[0004] Die Aufnahme der Spulenhülse hat dabei möglichst unterbrechungsarm zu erfolgen, da
ein plötzliches Abbremsen der Spulenhülse bei Kontakt mit dem Hülsenteller bzw. mit
einer Aufnahmevorrichtung oder auch Zentriervorrichtung am Hülsenteller zu Beschädigungen
am Hülsenteller und/oder an der Spulenhülse führen kann, was sich negativ auf den
Wickelprozess auswirken kann oder sogar zu einer Unterbrechung des Wickelprozesses
führen kann.
[0005] Damit ist es Aufgabe der Erfindung, einen Spulenwechsel zu vereinfachen. Es ist insbesondere
die Aufgabe der Erfindung, die Aufnahme einer Spulenhülse an einem Hülsenteller bei
einem Übergang von einem Anrotationszustand zu einem Wickelzustand zu verbessern,
dadurch die Prozesssicherheit zu erhöhen und dadurch Ressourcen zu sparen.
[0006] Die Aufgabe wird durch einen Hülsenteller mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst.
Die Aufgabe wird durch eine Funktionsvorrichtung, insbesondere eine Verschleißvorrichtung,
mit den Merkmalen des Anspruchs 15 gelöst.
[0007] Vorteilhafte Ausführungsformen der Erfindung sind Gegenstand der Unteransprüche.
[0008] Nach einem Aspekt wird die Aufgabe durch einen Hülsenteller mit den Merkmalen des
Anspruchs 1 gelöst.
[0009] Ein Hülsenteller kann ausgebildet sein zur Anlage und Zentrierung einer Spulenhülse.
Dabei kann der Hülsenteller einen Zentriervorsprung und einen Grundkörper mit einer
Oberflächenseite aufweisen. Dabei ist der Grundkörper insbesondere kreisförmig, weiter
insbesondere plattenartig ausgebildet. Der Zentriervorsprung dient insbesondere als
Zentriervorrichtung. Der Zentriervorsprung ist insbesondere ausgebildet, derart, um
durch eine Öffnung einer Stirnseite der Spulenhülse aufgenommen zu werden. Dabei ist
der Zentriervorsprung auf der Oberflächenseite des Grundkörpers rotationszentriert
angeordnet und ragt insbesondere von dieser Oberfläche ab. Er ist insbesondere ausgebildet
derart, um die Spulenhülse in einem aufgenommenen Zustand der Spulenhülse zu zentrieren.
Dabei kann der Zentriervorsprung eine Mantelfläche aufweisen. Dabei kann dem Zentriervorsprung
eine Funktionsvorrichtung zuordenbar sein oder zugeordnet sein. Die Funktionsvorrichtung
kann dabei insbesondere der Mantelfläche des Zentriervorsprungs zuordenbar sein oder
zugeordnet sein. Dadurch können neue Funktionen auf den Zentriervorsprung übertragen
werden. Dadurch kann ein Spulenwechsel vereinfacht werden. Dadurch kann die Aufnahme
einer Spulenhülse an einem Hülsenteller bei einem Übergang von einem Anrotationszustand
zu einem Wickelzustand verbessert werden, dadurch die Prozesssicherheit erhöht werden
und dadurch Ressourcen gespart werden.
[0010] Ein Anrotationszustand kann bei einem Spulenwechsel vorliegen, beispielsweise als
Zwischenschritt eines Spulenwechselverfahrens. Bei einem solchen Verfahren kann eine
volle Spule (bei Erreichen eines vordefinierten Durchmessers) entnommen werden und
durch eine leere Spulenhülse ersetzt werden. In einem Anrotationszustand bzw. bei
einem entsprechenden Verfahrensschritt kippt mit einem Fadenanlegekopf der Hülsenteller
in einem Spulenrahmen der Spinnmaschine. Dadurch kann ein Spalt zwischen dem Hülsenteller
und der Spulenhülse ausgebildet werden. In dem hierdurch erzeugten Spalt zwischen
gekipptem Hülsenteller und (waagerecht liegendem) Hülsenende (auch als Stirnseite
bezeichnet) kann der Faden eingelegt werden. Bei einem Übergang in einen aufgenommenen
Zustand der Spulenhülse kann also ein Anlegen der Spulenhülse an die Zentriervorrichtung,
insbesondere den Zentriervorsprung erfolgen.
[0011] Hülsenteller können dazu dienen, eine Spulenhülse (bzw. auch eine Spule) zu haltern
und zu zentrieren, damit die Spulenhülse mittels des Hülsentellers rotiert werden
kann. Der Hülsenteller kann dabei einen Grundkörper aufweisen, der etwa dazu dienen
kann, dass der Hülsenteller in einen Spulenspannvorrichtungsarm einsetzbar ist, indem
er rotierbar gelagert sein kann. Der Hülsenteller kann einen Zylinder oder Konus aufweisen,
auf dem die Spulenhülse zentriert angeordnet werden kann. Dieser Zylinder oder Konus
kann als Zentriervorrichtung oder als Zentriervorsprung bezeichnet werden. Dieser
kann insbesondere einstückig mit dem Rest des Hülsentellers ausgebildet worden sein,
etwa durch ein Spritzgußverfahren.
[0012] Der Hülsenboden kann dabei einer Stirnseite entsprechen, die ausgebildet ist, um
Kontakt zur Oberfläche des Hülsentellers aufzunehmen. Die Oberfläche des Hülsentellers
kann insbesondere als Kunststoffoberfläche ausgebildet sein. Beim Fadenanlegen auf
der vorbeschleunigten Spulenhülse, wie es oben beschrieben ist, kann der Hülsenteller
durch einen Fadenanlegekopf gekippt werden, um den anzulegenden Faden zwischen Spulenhülse
und Hülsenteller zu führen. Es kann Ausführungsformen geben, in denen die Spulenhülse
mit einem Anlagebereich, insbesondere nur mit einem Punktkontakt, auf dem Hülsenteller
aufliegt. Dennoch kann es bei ausreichendem Druck durch die Spulenhülse zu einer Verformung
der Spulenhülse kommen, wodurch nicht mehr nur von einem mathematischen Punkt zu sprechen
ist, sondern eine Auflagefläche ausgebildet wird. Bei der Spulenhülse handelt es sich
um einen, insbesondere zylindrisch ausgebildeten, Trägerkörper, auf dem die Spule
aufgetragen werden kann. Für den Auftrag der Spule (in anderen Worten: für das Ausbilden
der Spule) kann die Hülse zwischen zwei Hülsentellern gelagert sein. Dabei können
die beiden Hülsenteller jeweils einem Arm eines Spulenrahmens zugeordnet sein, indem
sie rotierend gelagert sein können. Die Spulenhülse wird dann durch einen Reibungskontakt
mit der Stirnseite, bzw. mit deren Rand, und der Oberfläche des Hülsentellers simultan
zum Hülsenteller in einem aufgenommenen Zustand rotiert. Dabei ist es möglich, dass
ein Faden zwischen der Stirnseite, bzw. dem Rand, und der Oberfläche des Hülsentellers
eingeklemmt wird, in einem aufgenommenen Zustand der Spulenhülse. Dadurch ist es möglich,
dass der Faden zwischen zwei Punkten in den jeweiligen Randbereichen der Spulenhülse
eingeklemmt wird, wodurch der Faden innerhalb des randseitigen (auch stirnseitigen)
Kreisquerschnitts der Spulenhülse eine Schnittlinie durch den Kreisquerschnitt ausbildet.
Dadurch ist es möglich, den Faden relativ zu diesem Kreisquerschnitt zu fixieren,
wodurch eine Rotation der Querschnittlinie durch den Fadenbereich durchführbar ist.
Dadurch kann ein nachgeführter Faden auf die Spulenhülse bzw. auf die sich bildende
Spule aufgewickelt werden.
[0013] Der Hülsenteller, aber auch der Zentriervorsprung können rotationssymmetrisch ausgebildet
sein. Dabei bezieht sich rotationssymmetrisch insbesondere auf die mathematische Definition
der Rotationssymmetrie. Dabei kann eine einfache rotationssymmetrische Form etwa eine
Kreisform sein, die die frontale Oberfläche, die der Stirnseite der Spulenhülse in
einem angelegten Zustand gegenübersteht, ausbildet.
[0014] Die Funktionsvorrichtung kann dabei insbesondere nachrüstbar ausgebildet sein. Dadurch
kann sie dem Zentriervorsprung nachträglich zugeordnet werden. Dadurch können neue
Funktionalitäten auf den Zentriervorsprung übertragen werden. Dabei kann eine Funktionsvorrichtung
eine Mantelfläche aufweisen, die einer Mantelfläche des Zentriervorsprungs zugeordnet
werden kann. Dabei kann die Funktionsvorrichtung einen Innenradius und einen Außenradius
aufweisen, wobei eine Mantelfläche am Innenradius mit einer Mantelfläche des Zentriervorsprungs
in Kontakt bringbar ist und wobei eine Mantelfläche am Außenradius mit einer Spulenhülse
bei deren Aufnahme in Kontakt bringbar ist. Dadurch können an einem Zentriervorsprung
verschiedene Arten von Spulenhülsen angeordnet werden. Dabei kann eine Nachrüstung
derart erfolgen, um in einem aufgebauten und betriebsbereiten Zustand der Textilmaschine,
insbesondere Spinnmaschine, wie sie insbesondere an anderer Stelle beschrieben ist,
verschiedene Spulenhülsen einzusetzen, ohne dabei einen kompletten Tausch der Hülsenteller
oder der Spulenrahmen durchführen zu müssen.
[0015] In anderen Worten ausgedrückt, kann eine Art Hülsenteller vorgelegt werden, der zusammen
mit einer weiteren Vorrichtung nachgerüstet werden kann, um den zuvor beschriebenen
Spulenrahmen an verschiedene Hülseninnendurchmesser anzupassen. Dies kann dabei insbesondere
derart erfolgen, ohne den gesamten Spulenrahmen oder Spulenrahmenarm und etwaige darin
angeordnete (hochpräzise) Kugellager ausbauen zu müssen. Dadurch wird der Tausch zwischen
verschiedenen Spulenhülsenarten erleichtert. Auch können dadurch die Kosten, insbesondere
Materialkosten, eines Tausches reduziert werden.
[0016] Nach einem Aspekt kann die Funktionsvorrichtung ausgebildet sein als mindestens eines
von einer Fadenführung, die der Mantelfläche zuordenbar ist, und/oder einer Verschleißvorrichtung,
die der Mantelfläche an einer Basis des Zentriervorsprungs zuordenbar ist oder zugeordnet
ist. Dadurch kann eine neue Funktionalität auf den Hülsenteller übertragen werden.
Dadurch kann ein Spulenhülsenwechsel einfacher gestaltet werden und dadurch kann eine
Prozesssicherheit verbessert werden.
[0017] Eine Fadenführung kann dabei derart ausgestaltet sein, dass sie einen Faden führt,
wenn der Hülsenteller in einem Anrotationszustand der Spulenhülse rotiert. Dabei wird
der Faden in der Fadenführung insbesondere angelagert, um nicht auf direktem Weg über
die Oberfläche des Zentriervorsprungs durch den Spalt zwischen dem Hülsenteller und
der Hülsenstirnseite in einer gekippten Konfiguration der Spulenhülse geführt zu werden.
Dabei kann der Faden in einer ersten Richtung auf die Fadenführung zulaufen und diese
kontaktieren. Dabei kann der Faden einen Bereich der Fadenführung umlaufen, insbesondere
mindestens um einen Teil eines Umfangs des Zentriervorsprungs herum. Der Faden kann
in einer zweiten Richtung wieder aus dem Kontaktbereich der Fadenführung auslaufen.
Dadurch kann die Fadenführung auch als Umlenkeinrichtung fungieren. Die Fadenführung
ermöglicht es bei höheren Abzugsgeschwindigkeiten oberhalb von insbesondere 300 m/min,
wie an anderer Stelle beschrieben, auf einer vorbeschleunigten Spulenhülse eine sichere
Fadenreserve zu generieren und ein Wickeln des Fadens zwischen Spulenhülse und Hülsenteller
zu verhindern. Dadurch wird die Prozesssicherheit verbessert und es können die Standzeiten
reduziert werden. Dadurch werden der Ressourcenaufwand reduziert und die Kosten gesenkt.
[0018] Gemäß einer Ausführungsform kann vorgesehen sein, dass die Fadenführung einer Mantelfläche
des Zentriervorsprungs zuordenbar ist, indem sie an der Mantelfläche des Zentriervorsprungs
angeordnet ist. Gemäß anderer Ausführungsformen kann die Fadenführung nicht ein Teil
der Mantelfläche des Zentriervorsprungs sein bzw. nicht an dieser angeordnet sein,
sondern die Fadenführung kann der Mantelfläche zugeordnet sein, wie an anderer Stelle
beschrieben.
[0019] In einer Ausführungsform kann die Fadenführung mindestens einen Haken aufweisen.
Alternativ oder zusätzlich kann die Fadenführung einen ersten Kontaktbereich mit dem
Faden aufweisen und einen zweiten Kontaktbereich mit dem Faden aufweisen, derart,
dass der Faden zwischen den beiden Kontaktbereichen geführt werden kann.
[0020] Die Verschleißvorrichtung, insbesondere als Verschleißring ausgebildet, kann dabei
derart ausgebildet und angeordnet sein, um mit einem stirnseitigen Rand der aufzunehmenden
Spulenhülse in einem Anlagebereich angelegt zu werden. Dabei kann die Verschleißvorrichtung
derart den Hülsenteller umlaufen, dass der Anlagebereich in einem Anrotationszustand
der Spulenhülse in der Verschleißvorrichtung verortet bleibt. Dadurch, dass der Anlagebereich
(entsprechendes gilt auch für eine Punktberührung) im Bereich der Verschleißvorrichtung
verbleibt, kann der Hülsenteller nicht beschädigt werden. Dazu kann die Verschleißvorrichtung
insbesondere ausgebildet sein, um einen geringeren Verschleiß aufzuweisen, als es
das Material des übrigen Hülsentellers unter gleichen Bedingungen tun würde.
[0021] Nach einem Aspekt kann die Kegelstumpfmantelfläche die Mantelfläche des Zentriervorsprungs
sein. Dabei ist die Kegelstumpfmantelfläche insbesondere derart ausgebildet und angeordnet,
um einer Innenseite einer Spulenhülse in einem aufgenommenen Zustand der Spulenhülse
zugewandt zu sein. Dabei kann eine Fadenführung in einem Bereich der Mantelfläche
derart angeordnet und ausgebildet sein, um einen Faden bei einem Anrotieren der Spulenhülse
zu führen und um den Faden im aufgenommenen Zustand der Spulenhülse zwischen der Stirnseite
der Spulenhülse und dem Grundkörper zu klemmen. Dadurch kann die Halterung des Fadens
in einem aufgenommenen Zustand von einer Halterung des Fadens in einem Anrotationszustand
getrennt werden. Dadurch kann die Halterung des Fadens in beiden Konfigurationen verbessert
werden, insbesondere indem der Fadenverlauf im Bereich des Hülsentellers getrennt
von der Spulenhülsenanlagerung gehaltert werden kann. Es ist insbesondere möglich,
dass die Spulenhülse in einem Anrotationszustand relativ zum Hülsenteller bewegt wird.
Dies kann dadurch herrühren, dass der Hülsenteller eine größere Masse und damit eine
größere Massenträgheit aufweist als die Spulenhülse. Durch das Haltern des Fadens
in / an einer Fadenführung kann verhindert werden, dass der Faden in den Kontaktbereich
(auch Anlagebereich, insbesondere Punktkontakt) zwischen der Spulenhülse und dem Hülsenteller
gerät. Dies kann dabei insbesondere die Gefahr reduzieren, dass das Verfahren unterbrochen
werden muss, etwa um einen neuen Faden einzuziehen, weil er bei der Anrotation kaputtgerieben
worden ist. Dadurch ist es möglich, die Prozesssicherheit zu erhöhen. Dadurch können
der Ressourcenaufwand reduziert und die Kosten gesenkt werden.
[0022] Dem Zentriervorsprung kann eine Kegelstumpfmantelfläche zugeordnet sein. Dadurch
kann eine Kegelstumpfmantelfläche an die Innenseite einer Spulenhülse angelagert werden.
Dies erlaubt einen schrittlosen (unterbrechungslosen) Übergang von einem Anrotationszustand
in einen angelegten Zustand (auch als aufgenommener Zustand zu bezeichnen) der Spulenhülse.
Dadurch wird etwa die Gefahr eines Verkantens verringert. Dadurch kann die Gefahr
für Beschädigungen an der Spulenhülse und/oder am Hülsenteller reduziert werden. Dabei
kann eine kegelstumpfartige Ausgestaltung des Zentriervorsprungs derart sein, dass
die Spulenhülse an die Basis des Zentriervorsprungs geführt wird, also insbesondere
ohne zuerst mit der Oberflächenseite des Zentriervorsprungs in Kontakt zu kommen.
Dadurch kann das Risiko eines Verkantens verringert werden.
[0023] Dem Zentriervorsprung kann eine Kegelstumpfmantelfläche zugeordnet sein, wobei der
Zentriervorsprung dabei selbst eine Mantelfläche aufweisen kann. Diese kann insbesondere
derart ausgebildet sein, dass sie mindestens in einem Bereich der Mantelfläche die
Hülseninnenseite kontaktieren kann, wenn die Spulenhülse aufgenommen ist, um die Spule
auszubilden, wie oben beschrieben. Dabei kann in einer Ausführungsform die Mantelfläche
des Zentriervorsprungs selbst als Kegelstumpfmantelfläche ausgebildet sein. Damit
fallen in einer derartigen Ausführungsform die Mantelfläche des Zentriervorsprungs
und die Funktion der Kegelstumpfmantelfläche zusammen. In anderen Worten kann man
sagen, dass die Mantelfläche des Zentriervorsprungs in einer solchen Ausführungsform
eine Kegelstumpfmantelfläche ist.
[0024] In anderen Worten und zusammengefasst heißt das, dass in einer Ausführungsform der
Hülsenteller zur Anlage und Zentrierung einer Spulenhülse ausgebildet sein kann. Dabei
kann der Hülsenteller einen kegelstumpfartig ausgebildeten Zentriervorsprung zur Aufnahme
durch eine Öffnung einer Stirnseite der Spulenhülse aufweisen. Der Zentriervorsprung
kann auf einer Oberflächenseite eines kreisförmigen, insbesondere plattenartig ausgebildeten
Grundkörpers mittig angeordnet sein und von dieser Oberflächenseite abragen. Die Grundseite
des kegelstumpfartig ausgebildeten Zentriervorsprungs kann einen Außendurchmesser
aufweisen, welcher einem Innendurchmesser der Stirnseite der Spulenhülse entsprechen
kann. Durch die kegelstumpfartige Ausgestaltung des Zentriervorsprungs kann ermöglicht
werden, dass die Spulenhülse beim Übergang von einer gekippten Konfiguration - relativ
zum Hülsenteller gekippt - in eine angelegte Konfiguration übergehen kann, wobei die
Hülseninnenseite durch den Kegelstumpf bzw. durch dessen Kegelstumpfmantelfläche führbar
ist. Dadurch wird die Gefahr eines Verkantens verringert und die Prozesssicherheit
erhöht, was wiederum die Kosten reduzieren kann.
[0025] Es können auch Ausführungsformen vorliegen, die keine kegelstumpfartige Ausgestaltung
des Zentriervorsprungs aufweisen, bei denen jedoch eine oder mehrere Merkmale der
im Folgenden beschriebenen Ausgestaltungen implementiert sind. Dadurch können, wie
im Folgenden jeweils noch im Detail beschrieben, auch die Gefahr einer Unterbrechung
eines Spulentauschverfahrens und/oder eines Produktionsverfahrens reduziert werden.
Insbesondere kann einer Mantelfläche - unabhängig davon, ob diese selbst eine Kegelstumpfmantelfläche
ist oder ob diese anders ausgebildet ist - des Zentriervorsprungs eine Kegelstumpfmantelfläche
zugeordnet werden, beispielsweise indem eine entsprechend ausgebildete, wie an anderer
Stelle beschriebene Vorrichtung eingefügt wird, die die Mantelfläche des Zentriervorsprungs
ergänzen kann. Dadurch kann es möglich sein, das Merkmal der Kegelstumpfmantelfläche
auf einen Zentriervorsprung zu übertragen, der selbst keine entsprechende Kegelstumpfform
aufweist. Es kann möglich sein, dass eine Spule gehaltert werden kann, die einen größeren
Innendurchmesser aufweist, indem lediglich eine Vorrichtung getauscht werden kann,
ohne aber den ganzen Hülsenteller zu tauschen. Dadurch lassen sich auch verschiedene
Spulenhülsen durch einen Hülsenteller haltern.
[0026] Das Anrotieren der Spulenhülse, wie auch der aufgenommene Zustand der Spulenhülse,
sind dabei insbesondere wie eingehend beschrieben zu verstehen. Eine Abzugsgeschwindigkeit
beim Rotorspinnen kann zwischen 200 m/min und 400 m/min, weiter insbesondere zwischen
250 m/min und 350 m/min, weiter insbesondere bei maximal 300 m/min liegen. Beim Luftspinnen
können höhere Abzugsgeschwindigkeiten zwischen 500 m/min und 700 m/min, insbesondere
zwischen 550 m/min und 650 m/min, weiter insbesondere von maximal 600 m/min liegen.
Hierzu können Wickelwelle und Spulenhülse vorbeschleunigt werden. Durch die höhere
Dynamik im Fadenlauf kann ein vorzeitiges Mitreißen des im Spalt zwischen Hülsenteller
und Spulenhülse eingelegten Fadens erfolgen und in Folge keine ordnungsgemäße Fadenreserve
auf die Spulenhülse gewickelt werden.
[0027] Der Zentriervorsprung kann eine Oberfläche aufweisen, die in einem angelagerten Zustand
der Spulenhülse insbesondere (weitestgehend) parallel zu einer aufgenommenen Stirnseite
der Spulenhülse zu liegen kommen kann, bei Anlagerung der Hülsenstirnseite an die
Oberflächenseite des Grundkörpers.
[0028] Nach einem Aspekt kann die Fadenführung eine Nut sein, die ausgebildet und angeordnet
ist derart, um in einem Bereich der umlaufenden Nut einen Faden aufzunehmen und zu
führen. Diese Nut kann der Mantelfläche derart zuordenbar sein, um diese derart zu
umlaufen, um den Faden bei einem Anrotieren der Spulenhülse zu führen und um den Faden
im aufgenommenen Zustand der Spulenhülse zwischen der Stirnseite der Spulenhülse und
dem Grundkörper zu klemmen. Hier kann die Fadenführung und die in beiden Konfigurationen
der Spulenhülse - verkippt und angelegt - vorgesehene Halterung des Fadens wieder
getrennt erfolgen. Dadurch wird die Halterung des Fadens verbessert, weshalb auch
die Gefahr eines Durchscheuerns des Fadens, wie sie zuvor beschrieben worden ist,
reduziert werden kann. Dadurch kann die Prozesssicherheit verbessert werden und potenzielle
Standzeiten werden reduziert. Dadurch können Ressourcen eingespart werden.
[0029] Das Anrotieren der Spulenhülse, wie auch der aufgenommene Zustand der Spulenhülse,
sind dabei insbesondere wie eingehend beschrieben zu verstehen.
[0030] Die Nut kann der Mantelfläche des Zentriervorsprungs zuordenbar sein. Zuordenbar
kann dabei derart verstanden werden, dass die Nut eine funktionale Beziehung zur Mantelfläche
des Zentriervorsprungs einnimmt. Dabei kann in Ausführungsformen die Nut als eine
Materialausnehmung gestaltet sein, insbesondere als ein Einschnitt, der in der Mantelfläche
des Zentriervorsprungs umläuft. Dabei ist die Nut insbesondere direkt in der Mantelfläche
des Zentriervorsprungs angeordnet. Dadurch kann der Faden in dieser Nut in einem Bereich
geführt werden. Dadurch verläuft der Faden insbesondere nicht entlang einer direkten
Schnittlinie über die Oberfläche des Zentriervorsprungs durch einen Spalt zwischen
einer Oberfläche des Zentriervorsprungs und der verkippten Spulenhülsenstirnseite.
Vielmehr kann der Faden versetzt zu dieser direkten Schnittlinie verlaufen, indem
er in die Nut in einem Bereich eintritt und in einem anderen Bereich aus der Nut wieder
austritt. Dabei kann der Faden in einer ersten Richtung auf die Nut zulaufen und in
diese eintreten. Dabei kann der Faden einen Bereich der Nut durchlaufen, insbesondere
mindestens um einen Teil eines Umfangs des Zentriervorsprungs herum. Der Faden kann
in einer zweiten Richtung wieder aus dem Kontaktbereich der Nut auslaufen. Dadurch
kann die Nut auch als Umlenkeinrichtung fungieren.
[0031] In Ausführungsformen kann die Nut nicht eine Materialausnehmung der Mantelfläche
des Zentriervorsprungs sein, sondern die Nut kann eine Materialausnehmung einer Mantelfläche
sein, wobei die Mantelfläche, die die Nut trägt, dem Zentriervorsprung zugeordnet
ist, wie an anderer Stelle beschrieben.
[0032] Nach einem Aspekt kann die um die Mantelfläche umlaufende Nut am Übergang der Mantelfläche
zur Oberflächenseite des Grundkörpers ausgebildet sein und/oder die um die Mantelfläche
umlaufende Nut kann mindestens teilweise als eine Vertiefung in der Kegelstumpfmantelfläche
des Zentriervorsprungs ausgebildet sein, derart, um die Nut als Vertiefung in der
Mantelfläche auszubilden. Dadurch kann der Faden an zwei Kontaktbereichen geführt
werden, was insbesondere zu einer verbesserten Fadenführung in einem Hülsenteller
in einem Arm eines Spulenrahmens führt. Dadurch kann die Lage des Fadens in der Nut
eine verbesserte Höheneinstellung eines Fadenanlegekopfes bedingen. Dabei kann eine
geringere Spannung auf den Faden ausgeübt werden. Dadurch wird ein geringerer Materialstress
in den Faden eingeführt, wodurch die Gefahr reduziert werden kann, dass der Faden
reißt. Dadurch kann die Prozesssicherheit verbessert werden und potenzielle Standzeiten
werden reduziert. Dadurch können Ressourcen eingespart werden.
[0033] Dabei kann der Ausdruck "am Übergang der Mantelfläche zur Oberflächenseite des Grundkörpers"
insbesondere derart verstanden werden, als der Bereich, in dem Zentriervorsprung und
Oberflächenseite des Grundkörpers ineinander übergehen und/oder einander kontaktieren.
Dabei kann ein Kontaktieren insbesondere dann vorliegen, wenn die Mantelfläche mit
der Nut nicht einstückig mit dem Zentriervorsprung ausgebildet ist, sondern wie an
anderer Stelle beschrieben ist, die Mantelfläche mit der Nut der Mantelfläche des
Zentriervorsprungs zugeordnet ist.
[0034] Durch eine umlaufende Nut im Konus des Hülsentellers kann der Faden oberhalb des
Klemmbereichs (auch Anlegebereich oder Kontaktbereich; der Bereich oberhalb des Klemmbereichs
kann auch als Spalt bezeichnet werden) zwischen Spulenhülse und Hülsenteller verlaufen.
Beim Vorbeschleunigen der Spulenhülse bleibt der Faden insbesondere oberhalb des Klemmbereichs
in der Nut des rotierenden Hülsentellers, bis der Spalt geschlossen wird.
[0035] Nach einem Aspekt kann die Oberflächenseite des Grundkörpers eine Verschleißvorrichtung
aufweisen. Diese kann insbesondere als ein Verschleißbereich ausgebildet sein. Weiter
insbesondere kann die Verschleißvorrichtung als Verschleißring ausgebildet sein. Die
Verschleißvorrichtung kann ausgebildet sein, um an der Basis der Mantelfläche angeordnet
zu werden oder an der Basis der Mantelfläche angeordnet zu sein, um mit einem stirnseitigen
Rand der aufzunehmenden Spulenhülse in einem Anlagebereich angelegt zu werden. Dabei
kann die Verschleißvorrichtung derart den Hülsenteller umlaufen, dass der Anlagebereich
in einem Anrotationszustand der Spulenhülse in einem Verschleißbereich der Verschleißvorrichtung
verortet bleibt. Dadurch kann ein Verschleiß des Hülsentellers reduziert werden, wodurch
die Standzeiten reduziert werden, was Ressourcen spart und Kosten reduziert.
[0036] Eine Eignung, um an der Basis der Mantelfläche angeordnet zu werden, bezieht sich
dabei insbesondere auf eine Nachrüstbarkeit der Funktionsvorrichtung, insbesondere
als Verschleißvorrichtung ausgebildet. Nach Nachrüstung kann von einem angeordnet
sein gesprochen werden.
[0037] Zwischen verkipptem Hülsenteller und Spulenhülse im Anrotationszustand findet zu
dieser Zeit insbesondere nur eine Berührung in einem Anlagebereich statt, insbesondere
findet nur eine Punktberührung statt. Dabei kann auch eine Verformung der Spulenhülse
insofern einsetzen, dass nicht mehr nur von einer Punktberührung im mathematischen
Sinne auszugehen ist. Vielmehr kann auch ein Anlagebereich ausgebildet sein, der eine
Flächenausdehnung aufweist. Bei hohen Produktionsgeschwindigkeiten kann die Spulenhülse
insbesondere vor dem eigentlichen Anlegen des Fadens vorbeschleunigt werden.
[0038] Die Abzugsgeschwindigkeit beim Rotorspinnen ist insbesondere wie an anderer Stelle
beschrieben. Diese kann insbesondere max. 300 m/min betragen. Die Abzugsgeschwindigkeiten
beim Luftspinnen sind insbesondere wie an anderer Stelle beschrieben. Diese können
höher sein als bei einem Rotorspinnen. Die höheren Abzugsgeschwindigkeiten können
insbesondere bis zu 600 m/min erfordern. Hierzu können Wickelwelle und Spulenhülse
vorbeschleunigt werden, wie an einer anderen Stelle beschrieben. Durch die hohe Vorbeschleunigung
der Spulenhülse und dem Punktkontakt und/oder dem Anlagebereich zwischen Spulenhülse
und Hülsenteller kann ein erhöhter Verschleiß an der Kontaktfläche des Hülsentellers
entstehen. Insbesondere durch die Massenträgheit des Hülsentellers dreht sich die
angetriebene Spulenhülse auf dem noch stehenden oder deutlich langsamer drehenden
Hülsenteller. In anderen Worten ausgedrückt, bewegt sich der Anlegebereich insbesondere
auf einer Kreisbahn um die Rotationsachse des Hülsentellers. Dadurch kann in einem
Bereich des Hülsentellers, auf dem eigentlich der Hülsenboden aufliegen sollte, eine
Verschleißspur, insbesondere eine Verschleißnut ausgebildet werden, durch einen Verschleiß.
Die Spulenhülse kann dann nicht mehr vollständig durch den Spulenrahmen geklemmt werden
und es entsteht insbesondere während der Garnproduktion mehr Schlupf zwischen Spulenhülse
und Hülsenteller, wodurch es möglich ist, dass der Verschleiß des Hülsentellers schneller
fortschreitet und dieser vorzeitig zu ersetzen ist.
[0039] Die Verschleißvorrichtung, insbesondere als Verschleißring ausgebildet, kann dabei
derart ausgebildet und angeordnet sein, um mit einem stirnseitigen Rand der aufzunehmenden
Spulenhülse in einem Anlagebereich angelegt zu werden. Dabei kann die Verschleißvorrichtung
derart den Hülsenteller umlaufen, dass der Anlagebereich in einem Anrotationszustand
der Spulenhülse in der Verschleißvorrichtung verortet bleibt. Dadurch, dass der Anlagebereich
(entsprechendes gilt auch für eine Punktberührung) im Bereich der Verschleißvorrichtung
verbleibt, kann der Hülsenteller nicht beschädigt werden. Dazu kann die Verschleißvorrichtung
insbesondere ausgebildet sein, um einen geringeren Verschleiß aufzuweisen, als es
das Material des übrigen Hülsentellers unter gleichen Bedingungen tun würde.
[0040] Nach einem Aspekt kann die, insbesondere rotationssymmetrisch ausgebildete, Verschleißvorrichtung
in eine der Form der Verschleißvorrichtung entsprechende Vertiefung der Oberflächenseite
des Grundkörpers eingelassen sein. Dadurch kann die Verschleißvorrichtung einen Verschleiß
des Hülsentellers reduzieren und die Lebenszeit des Hülsentellers verbessern. Dadurch
kann die Standzeit reduziert werden. Dadurch können Ressourcen gespart und die Kosten
gesenkt werden.
[0041] Alternativ oder zusätzlich kann die Verschleißvorrichtung auswechselbar ausgebildet
sein. Dadurch kann der Wechsel der Verschleißvorrichtung erleichtert werden. Dadurch
kann die Standzeit reduziert werden. Dadurch können Ressourcen gespart und die Kosten
gesenkt werden.
[0042] Die Verschleißvorrichtung kann in einen (kostengünstigen) Werkstoff eingelegt und/oder
von diesem umspritzt sein. Dabei kann in einer Ausführungsform eine Verschleißvorrichtung,
insbesondere als ein Verschleißring ausgebildet, aus Stahl ausgebildet sein, der auf
den Hülsenteller aus (kostengünstigem) Werkstoff aufgeklebt werden kann.
[0043] In einer Ausführungsform kann die Verschleißvorrichtung, insbesondere als ein Verschleißring
ausgebildet, aus Stahl ausgebildet sein und austauschbar an dem Hülsenteller aus (kostengünstigem)
Werkstoff befestigt sein.
[0044] Eine Befestigung kann durch mindestens eine Befestigungsvorrichtung ermöglicht werden.
Eine Befestigungsvorrichtung kann etwa Magnete und/oder Clips umfassen. Dadurch kann
die Verschleißvorrichtung, insbesondere als ein Verschleißring ausgebildet, einfach
ausgetauscht werden. Insbesondere kann ein Austausch ohne Demontage des Hülsentellers
erfolgen. Dadurch kann das (verhältnismäßig teure) Kugellager in der Spinnstelle verbleiben.
Dadurch können Ressourcen gespart werden und die Kosten reduziert werden. Gleiches
kann durch eine Reduktion der Standzeiten erreicht werden.
[0045] Nach einem Aspekt kann ein Kragen auf einer Grundfläche der Verschleißvorrichtung
ausgebildet sein, der derart ausgebildet ist, um in einem montierten Zustand der Verschleißvorrichtung
die Kragenmantelfläche der Mantelfläche des Zentriervorsprungs zuzuordnen. Dabei kann
der Bereich des Kragens, der an der Grundseite des Zentriervorsprungs einen äußeren
Durchmesser aufweist, dem Innendurchmesser einer Stirnseite der Spulenhülse entsprechen,
um die Spulenhülse in einem angelegten Zustand zu zentrieren. Dadurch kann die Anpassung
des Durchmessers des Zentriervorsprungs an den Innendurchmesser verschiedener Spulenhülsen
angepasst werden.
[0046] Ein Kragen ist dabei insbesondere eine um den inneren Radius einer Verschleißvorrichtung
umlaufende Struktur, die ausgebildet ist, um entlang der Rotationsachse des Hülsentellers
von der hülsenseitigen Oberfläche der Verschleißvorrichtung vorzukragen. Die Kragenmantelfläche
kann insbesondere eine Kegelstumpfmantelfläche sein. Durch Anordnen des Kragens kann
somit dessen Kegelstumpfmantelfläche der Mantelfläche des Zentriervorsprungs zugeordnet
werden.
[0047] Als Grundseite des Zentriervorsprungs ist dabei insbesondere die Fläche zu verstehen,
die von der Mantelfläche des Zentriervorsprungs eingeschlossen wird, am Übergang zu
der Oberflächenseite des Grundkörpers. Der Begriff "Zuordnen" ist insbesondere wie
an anderer Stelle beschrieben zu verstehen. Ein Zuordnen kann dabei eine Verbindung
in Form einer Verbindung sein, wie einem festen, insbesondere strukturellen Verbinden
und/oder einem Anordnen an der Struktur, der etwas zugeordnet ist. Alternativ kann
darunter auch eine funktionale Zuordnung verstanden werden. Dabei kann es sich insbesondere
um eine Kombination mehrerer Elemente und/oder Vorrichtungen handeln, die zusammen
einander derart zugeordnet werden, um eine bestimmte Funktion und/oder ein bestimmtes
Merkmal zu realisieren.
[0048] Nach einem Aspekt kann die Verschleißvorrichtung eine Fadenführung aufweisen, die
ausgebildet und angeordnet ist, derart, um in einem montierten Zustand der Verschleißvorrichtung
einen Faden aufzunehmen und zu führen, um den Faden beim Anrotieren der Spulenhülse
zu führen und um den Faden im aufgenommenen Zustand der Spulenhülse zwischen der Stirnseite
der Spulenhülse und dem Grundkörper zu klemmen. Dadurch kann eine Einheit aus der
Fadenführung und der Verschleißvorrichtung ausgebildet werden. Dadurch kann die Halterung
des Fadens verbessert werden, weshalb auch die Gefahr eines Durchscheuerns des Fadens,
wie sie zuvor beschrieben worden ist, reduziert werden kann. Dadurch kann die Prozesssicherheit
verbessert werden und potenzielle Standzeiten werden reduziert. Dadurch können Ressourcen
eingespart werden.
[0049] Dabei können die Begriffe des "Anrotierens der Spulenhülse" und des "aufgenommenen
Zustands der Spulenhülse" wie zuvor beschrieben verstanden werden. Entsprechendes
gilt für das Klemmen des Fadens.
[0050] Die Fadenführung kann insbesondere dem Kragen zugeordnet sein. Dabei kann insbesondere
eine Nut vorgesehen sein. Diese sind an anderer Stelle ausführlich beschrieben und
auf diese Ausführungen wird an dieser Stelle zurückverwiesen und aus Gründen der Leserlichkeit
und der Kompaktheit wird auf eine Wiederholung verzichtet.
[0051] Die Kombination von einer Fadenführung und einer Verschleißvorrichtung erlaubt dabei
insbesondere einen vereinfachten Tausch von einer Fadenführung, die etwa in ihrer
Härte und/oder Oberflächenbeschaffenheit an einen zu führenden Faden angepasst sein
kann. Dabei kann auch ein Tausch eines verschlissenen Verschleißbereichs vereinfacht
werden.
[0052] Nach einer Ausführungsform können die Verschleißvorrichtung aus einem ersten Material
und der Kragen aus einem zweiten Material ausgebildet sein. Dabei kann realisiert
werden, dass für die Führung des Fadens ein erstes Material vorteilhafter ist als
für den Verschleißbereich der Verschleißvorrichtung. Dadurch kann insbesondere ermöglicht
werden, beide zuvor im Detail beschriebenen Funktionalitäten zu vereinen. Zusätzlich
kann auch eine weitere Einstellmöglichkeit bereitgestellt werden, da der Zentriervorsprung,
eine diesem zugeordnete Kragenmantelfläche und eine Verschleißvorrichtung aus unterschiedlichen
Materialien hergestellt sein kann. Dadurch kann auf die für die verschiedenen Aufgaben
benötigten Materialeigenschaften geachtet werden. Dadurch kann einerseits der Verschleiß
der Verschleißvorrichtung verbessert werden, andererseits kann eine Fadenführung verbessert
werden, insbesondere kann dabei eine Materialabnutzung des Fadens reduziert werden
und der Zentriervorsprung kann stabilisiert und/oder kostengünstig ausgebildet werden.
Dadurch ist es möglich, Ressourcen zu sparen und damit die Kosten zu reduzieren.
[0053] Nach einem Aspekt kann die Fadenführung der Verschleißvorrichtung an der Kegelstumpfmantelfläche
des Zentriervorsprungs derart anordenbar sein, damit die Grundfläche des Zentriervorsprungs
zusammen mit der an der Grundfläche angeordneten Fadenführung einen Außendurchmesser
aufweist, welcher einem Innendurchmesser der Stirnseite der Spulenhülse entspricht.
Dadurch kann die Fadenführung implementiert werden, die die zuvor beschriebenen Vorteile
zu realisieren vermag. Dabei kann aber auch eine Anpassung an verschiedene Hülsendurchmesser
vorgenommen werden.
[0054] Dabei sind die Begriffe "Zentriervorsprung", "Grundfläche" und "Innendurchmesser
der Stirnseite", wie auch die "Stirnseite", insbesondere wie an anderer Stelle beschrieben,
zu verstehen.
[0055] Nach einem Aspekt kann die Fadenführung der, insbesondere auswechselbaren, insbesondere
rotationssymmetrischen, Verschleißvorrichtung als ein Kragen auf einer Grundfläche
der Verschleißvorrichtung ausgebildet sein. Dabei kann eine Nut im Kragen ausgebildet
sein, um in einem montierten Zustand einen Faden aufzunehmen und zu führen, um den
Faden beim Anrotieren der Spulenhülse zu führen und um den Faden im aufgenommenen
Zustand der Spulenhülse zwischen der Stirnseite der Spulenhülse und dem Grundkörper
zu klemmen. Dadurch können die verschiedenen an anderer Stelle in Bezug auf die Fadenführung,
die Nut und die Verschleißvorrichtung beschriebenen Merkmale, Vorteile und technischen
Effekte realisiert werden.
[0056] Nach einem Aspekt können die Verschleißvorrichtung und der Hülsenteller aus unterschiedlichen
Werkstoffen ausgebildet sein, insbesondere aus unterschiedlichen Kunststoffen. Alternativ
oder zusätzlich kann die Verschleißvorrichtung aus einem von PEEK oder PPA ausgebildet
sein. Alternativ oder zusätzlich kann der Hülsenteller aus PA6 ausgebildet sein.
[0057] PEEK ist insbesondere eine Abkürzung für Polyetheretherketon. Dabei handelt es sich
insbesondere um einen hochtemperaturbeständigen, thermoplastischen Kunststoff (Schmelztemperatur
- 335°C) und er gehört zur Stoffgruppe der Polyaryletherketone. Damit handelt es sich
insbesondere um einen (reibungs-)temperatur- und verschleißresistenten Kunststoff,
der insbesondere eine Verschleißresistenz erhöht.
[0058] PPA ist dabei insbesondere die Kurzform für Polyphthalamide. PPA steht dabei insbesondere
für partiell aromatische Polyamide bzw. teilaromatische Polyamide. Dabei handelt es
sich insbesondere um halbkristalline aromatische Polyamide (PA). PPAs sind insbesondere
semiaromatische Polyamide, bei denen die Amidgruppen abwechselnd an aliphatische Gruppen
(-R-) und an Benzoldicarbonsäure-Gruppen gebunden sind. Sie gehören insbesondere zur
Klasse der Thermoplaste. Sie unterscheiden sich in ihren Eigenschaften von den aliphatischen
Polyamiden und den aromatischen Polyamiden (Aramide). Wegen geringerer Reibungskoeffizienten
und geringerer Abriebkoeffizienten kann es insbesondere eingesetzt werden, um einer
Reibung wie in einem Verschleißbereich der beschriebenen Art eingesetzt zu werden.
Unverstärktes PPA kann einen Abriebkoeffizienten von 10 mm
3/(km·kN) aufweisen. Bei Verstärkung mit 30 % Glasfaser kann es einen Wert von 30 mm
3/(km·kN) aufweisen. Weiter besitzt PPA insbesondere eine hohe Wärmeformbeständigkeit
von mehr als 280 °C. Der Wirkstoff kann eine hohe Zugfestigkeit und Steifigkeit aufweisen.
Dadurch kann PPA die Widerstandsfähigkeit in einem Schleifbereich verstärken.
[0059] PA6 kann auch als Polycaprolactam oder Polyamid 6 bezeichnet werden, wobei der Kurzname
PA6, bekannt als Handelsmarke Perlon, verwendet werden kann. Dabei handelt es sich
um ein Polymer aus der Gruppe der Polyamide, welches preiswert ist, im Vergleich zu
anderen Kunststoffen. Dadurch können die Kosten reduziert werden.
[0060] Nach einem Aspekt können die Verschleißvorrichtung und der Hülsenteller durch ein
Mehrkomponenten-Spritzgießen ausgebildet sein. Dabei können die verschiedenen Eigenschaften
der Kunststoffe kombiniert werden, wie an anderer Stelle beschrieben. Dadurch können
insbesondere die Verschleißvorrichtung, die Fadenführung und/oder der Hülsenteller
aus verschiedenen Kunststoffen kombiniert werden, insbesondere zu einem Stück. Alternativ
kann die Verschleißvorrichtung insbesondere mit einem Kragen, weiter insbesondere
der Kragen mit einer Fadenführung einsetzbar, insbesondere austauschbar, ausgebildet
sein. Dadurch kann der Wechsel der Verschleißvorrichtung erleichtert werden. Dadurch
kann die Standzeit reduziert werden, die für den Wechsel eines Hülsentellers notwendig
wäre. Dadurch können Ressourcen gespart und die Kosten gesenkt werden.
[0061] Nach einem Aspekt kann die Verschleißvorrichtung ein metallisches Material, insbesondere
Stahl aufweisen und/oder ein metallisches Material aufweisen, das durch ein anderes
Material ummantelt ist. Die Verschleißvorrichtung kann in (kostengünstigen) Werkstoff
eingelegt und umspritzt werden. Dabei kann in einer Ausführungsform eine Verschleißvorrichtung,
insbesondere als ein Verschleißring ausgebildet, aus Stahl ausgebildet sein, der auf
den Hülsenteller aus (kostengünstigem) Werkstoff aufgeklebt werden kann. Dadurch kann
eine stabile Verschleißvorrichtung vorgelegt werden. Die Ummantelung kann dabei die
Materialeigenschaften an die gestellten Anforderungen anpassen. In einer Ausführungsform
kann die Verschleißvorrichtung, insbesondere als ein Verschleißring ausgebildet, aus
Stahl ausgebildet sein und austauschbar an dem Hülsenteller aus (kostengünstigem)
Werkstoff befestigt sein. Dadurch können Materialkosten reduziert werden. Dadurch
kann der Wechsel der Verschleißvorrichtung erleichtert werden. Dadurch kann die Standzeit
reduziert werden, die für den Wechsel eines Hülsentellers notwendig wäre. Dadurch
können Ressourcen gespart und die Kosten gesenkt werden.
[0062] Die Aufgabe wird insbesondere gemäß einem unabhängigen Aspekt durch eine Verschleißvorrichtung,
insbesondere als Verschleißring ausgebildet, gelöst. Dabei können die zuvor für den
Hülsenteller beschriebenen Merkmale, Eigenschaften, Vorteile und Effekte auf die Verschleißvorrichtung
entsprechend übertragen werden und diese kann entsprechend beschrieben werden.
[0063] Die Aufgabe wird insbesondere gemäß einem unabhängigen Aspekt durch eine Textilmaschine,
insbesondere Spinnmaschine gelöst. Alternativ oder zusätzlich wird die Aufgabe durch
einen Spulenrahmen gelöst. Textilmaschine und/oder Spulenrahmen können in bevorzugter
Weise einen Hülsenteller wie zuvor beschrieben aufweisen. Alternativ oder zusätzlich
können die Textilmaschine und/oder der Spulenrahmen in bevorzugter Weise eine Verschleißvorrichtung,
insbesondere als Verschleißring ausgebildet, insbesondere wie zuvor beschrieben, aufweisen.
Dabei können die zuvor für den Hülsenteller beschriebenen Merkmale, Eigenschaften,
Vorteile und Effekte auf die Textilmaschine und/oder den Spulenrahmen entsprechend
übertragen werden und diese kann/können entsprechend beschrieben werden.
[0064] Nachfolgend werden Ausführungsbeispiele der Erfindung unter Bezugnahme auf Figuren
näher beschrieben, dabei zeigen schematisch und beispielhaft:
- Fig. 1
- eine Ansicht eines Spulenrahmens in einer Textilmaschine;
- Fig. 2A
- eine Frontansicht eines Hülsentellers;
- Fig. 2B
- eine Seitenansicht eines Hülsentellers mit angeordneter Spulenhülse in einem Anrotationszustand;
- Fig. 3A
- eine Explosionsdarstellung eines Hülsentellers mit einer Verschleißvorrichtung;
- Fig. 3B
- eine Frontansicht eines Hülsentellers mit einer Verschleißvorrichtung;
- Fig. 4A
- eine Frontansicht eines Hülsentellers mit einem darüber verlaufenden Faden;
- Fig. 4B
- eine Schräg-Vorne-Ansicht eines Hülsentellers mit einem darüber verlaufenden Faden
mit einer Spulenhülse in einem Anspinnzustand;
- Fig. 5A
- eine Frontansicht eines Hülsentellers mit einem in einer Nut verlaufenden Faden;
- Fig. 5B
- eine Schräg-Vorne-Ansicht eines Hülsentellers mit einem in einer Nut verlaufenden
Faden mit einer Spulenhülse in einem Anspinnzustand;
- Fig. 6A
- eine Frontansicht eines Hülsentellers mit einem in einer Nut eines Kragens verlaufenden
Faden;
- Fig, 6B
- eine Verschleißvorrichtung mit Kragen und darin angeordneter Nut; und
- Fig. 6C
- eine Schräg-Vorne-Ansicht eines Hülsentellers mit einem in einer Nut eines Kragens
verlaufenden Faden mit einer Spulenhülse in einem Anspinnzustand.
[0065] Für gleichwirkende und/oder gleichartige Elemente und Strukturen werden die gleichen
Bezugszeichen verwendet.
[0066] Fig. 1 zeigt eine Ansicht eines Spulenrahmens 150 einer Spuleinrichtung 100 in einer
Textilmaschine 700. Dabei kann es sich um eine Spinnmaschine oder auch um eine Zwirnmaschine
handeln. Darin gezeigt ist ein beweglicher Spulenrahmenarm 152 und ein fester Spulenrahmenarm
156, die zueinander anordenbar sind, um eine Spule 110 über eine Spulenhülse 120 zu
haltern. Die Spule 110 kann dabei ausgebildet werden, indem ein Faden 122 auf die
Spulenhülse 120 aufgewickelt wird. Dabei wird die Spule 110 gegen eine leere Spulenhülse
120 getauscht, wenn ein vordefinierter Radius der Spule 110 erreicht wird. Dazu kann
der bewegliche Spulenrahmenarm 152 in einer Öffnungsrichtung 154 ausgeklappt werden,
wobei ein Hülsenteller 130 eine gekippte Konfiguration annehmen kann, wie es in den
Figs. 2A, 4B, 5B und 6C gezeigt und diesbezüglich beschrieben ist. Der in Fig. 1 dargestellte
Hülsenteller 130 des beweglichen Spulenrahmenarms 152 ist dabei näher in den Figs.
3A und 3B gezeigt und diesbezüglich beschrieben. Im unbeweglichen, fixierten Spulenrahmenarm
156 kann ein identischer Hülsenteller 130 eingebaut sein, von dem lediglich die Hülsentellerrückseite
140 bzw. die Rückseite von dessen Grundkörper 131 zu sehen sein kann, der auf einer
Schraube 380 rotierend gelagert sein kann.
[0067] Fig. 2A zeigt eine Frontansicht eines Hülsentellers 230. Der Hülsenteller 230 hat
einen Zentriervorsprung 236, der insbesondere als Konus ausgebildet ist, auf dem die
Spulenhülse 120 aufgenommen werden kann. Der Kegelschnitt (hier als Konus bezeichnet)
kann dabei eine Kegelstumpfmantelfläche 237 aufweisen. Der Faden 122 (hier nicht gezeigt)
läuft in einem Spalt 232 zwischen Spulenhülse 120 und Hülsenteller 230. Der Faden
122 liegt vor dem Aufnahmekonus des Hülsentellers 230. Beim Vorbeschleunigen in einem
Anrotationszustand dreht der Hülsenteller 230 insbesondere im Uhrzeigersinn. Der Faden
122 (hier nicht gezeigt) wird dadurch auf der rechten Seite nach unten bewegt und
im Spalt 232 zwischen Spulenhülse 120 und Hülsenteller 230 geklemmt. Somit kommt es
insbesondere bei einem Vorbeschleunigen der Spulenhülse 120 zu einer Mitnahme des
Fadens 122. Durch ein Kontaktieren in einem Kontaktbereich, auch Anlagebereich 126
genannt, zwischen der Spulenhülse 120 und dem Hülsenteller 230, wie in der Fig. 2B
gezeigt, kann es zu einem Verschleißbereich 233 kommen. Darin wird insbesondere eine
Verschleißnut ausgebildet, da es bei einer Anrotation bzw. bei einem Vorbeschleunigen
der Spulenhülse 120 eine relative Bewegung der Spulenhülse 120 zu dem massenträgeren
Hülsenteller 230 kommt. Dadurch läuft der Anlagebereich 126, auch als Punktanlage
oder Punktkontakt bezeichenbar, in dem Verschleißbereich (Relativbewegung der beiden
Komponenten Spulenhülse 120 und Hülsenteller 130). Dadurch kann die Verschleißnut
ausgebildet werden.
[0068] Fig. 2B zeigt eine Seitenansicht eines Hülsentellers 230 mit angeordneter Spulenhülse
120 in einem Anrotationszustand. Der Hülsenteller 230 ist dabei ausgebildet zur Anlage
und Zentrierung einer Spulenhülse 120. Diese weist einen Zentriervorsprung 236 und
einen Grundkörper 231 auf, der insbesondere kreisförmig ausgebildet ist, weiter insbesondere
plattenartig ausgebildet ist. Dieser weist insbesondere eine Oberflächenseite 133
auf. Der Zentriervorsprung 236 ist dabei ausgebildet derart, um durch eine Öffnung
(hier nicht gezeigt) an einer Stirnseite 124 der Spulenhülse 120 aufgenommen zu werden.
Dabei kann der Zentriervorsprung 236 auf der Oberflächenseite 133 des Grundkörpers
231 rotationszentriert angeordnet sein und von dieser Oberflächenseite 133 abragen.
Dabei ist er insbesondere derart ausgebildet, um die Spulenhülse 120 in einem aufgenommenen
Zustand der Spulenhülse 120 zu zentrieren. Dem Zentriervorsprung 236 ist insbesondere
eine Kegelstumpfmantelfläche 237 zugeordnet, hier indem die Mantelfläche des Zentriervorsprungs
236, der als Konus ausgebildet ist, direkt eine Kegelstumpfmantelfläche 237 darstellt.
Dadurch kann ein Verkippen einer Spulenhülse 120 für eine Aufnahme des Kegelstumpfes
(sprich: des Konus) durch eine Stirnseitenöffnung 125, wie in den Figs 4B, 5B und
6C gezeigt, ermöglicht werden, wobei eine Führung der Spulenhülse 120 entlang der
Innenseite 127 (hier nicht gezeigt) ermöglicht wird, bis der stirnseitige Rand 123
der Stirnseite 124 mit der Oberflächenseite des Grundkörpers 231 in Kontakt kommt,
für eine Aufnahme der Spulenhülse 120.
[0069] Fig. 3A zeigt eine Explosionsdarstellung eines Hülsentellers 130 mit einer Verschleißvorrichtung
135, die hier als Verschleißring ausgebildet ist. Der Hülsenteller 130 kann dabei
an der Oberflächenseite 133 des Grundkörpers 131 eine Verschleißvorrichtung 135 aufweisen.
Darin kann ein Verschleißbereich 233 angeordnet sein. Die Verschleißvorrichtung 135
kann dabei, wie bereits angeklungen, als Verschleißring ausgebildet sein. Wie in der
Explosionsdarstellung in Fig. 3A gezeigt, ist die Verschleißvorrichtung 135 anordenbar
ausgebildet. Die Verschleißvorrichtung 135 kann dabei in eine der Form der Verschleißvorrichtung
135 entsprechende Vertiefung 132 der Oberflächenseite 133 des Grundkörpers 131 eingelassen
werden. Alternativ oder zusätzlich kann die Verschleißvorrichtung 135 auswechselbar
ausgebildet sein.
[0070] Das Einsetzen bzw. das Auswechseln kann dabei durch Aussparungen 146 im Verschleißring
geführt werden, die mit Führungselementen 134 in Eingriff bringbar sind. Diese Aussparungen
und Führungselemente 134 erlauben auch eine einstückige Rotation des Hülsentellers
130 und verhindern insbesondere, dass die Verschleißvorrichtung relativ zum Hülsenteller
130 mit einer anderen Rotation bei einer Anrotation läuft.
[0071] Der Hülsenteller 130 kann über Schrauben 144 in Bohrungen 138 an einem Rotationskörper
(nicht gezeigt) befestigt werden. Eine Scheibe 360 dient dabei insbesondere zusammen
mit einem Lager 370 einer Rotation um eine Schraube 380, die als Rotationsanker (Lager)
dient.
[0072] Die Verschleißvorrichtung 135 dient dabei insbesondere dazu, um mit einem stirnseitigen
Rand 123 der aufzunehmenden Spulenhülse 120 in einem Anlagebereich 126 angelegt zu
werden, wie dies entsprechend perspektivisch in den Figs. 4B, 5B und 6C gezeigt ist.
Dabei kann die Verschleißvorrichtung 135 derart den Hülsenteller 130 umlaufen, dass
der Anlagebereich 126 in einem Anrotationszustand der Spulenhülse 120 und damit der
Verschleißbereich 233 im Bereich der Verschleißvorrichtung 135 verortet bleibt. Dadurch
kann insbesondere nur die Verschleißvorrichtung 135 einer verschleißbedingten Alterung
bzw. einem entsprechenden Verbrauch ausgesetzt sein.
[0073] In Fig. 3B ist eine Frontansicht eines entsprechenden Hülsentellers 130 mit einer
Verschleißvorrichtung 135 gezeigt. Die Verschleißvorrichtung 135 und der Hülsenteller
130 können aus unterschiedlichen Werkstoffen ausgebildet sein, insbesondere aus unterschiedlichen
Kunststoffen. Alternativ oder zusätzlich kann die Verschleißvorrichtung 135 aus einem
von PEEK oder PPA ausgebildet sein. Dies erhöht insbesondere die Widerstandsfähigkeit
der Verschleißvorrichtung 135. Alternativ oder zusätzlich kann der Hülsenteller 130
aus PA6 ausgebildet sein. Dies reduziert die Materialkosten. Die Verschleißvorrichtung
135 und der Hülsenteller 130 können durch ein Mehrkomponenten-Spritzgießen ausgebildet
sein. Dadurch lassen sich die verschiedenen Materialeigenschaften kombinieren. Die
Verschleißvorrichtung 135 kann ein metallisches Material aufweisen, insbesondere Stahl.
Alternativ oder zusätzlich kann die Verschleißvorrichtung 135 ein metallisches Material
aufweisen, das durch ein anderes Material ummantelt ist.
[0074] Fig. 4A zeigt eine Frontansicht eines Hülsentellers 230 mit einem Faden 122, der
insbesondere in einem Spalt 232 über eine Oberfläche des Zentriervorsprungs 236 verläuft.
In Fig. 4B ist eine Schräg-Vorne-Ansicht eines entsprechenden Hülsentellers 230 mit
einem insbesondere in einem Spalt 232 über eine Oberfläche des Zentriervorsprungs
236 verlaufenden Faden 122 mit einer Spulenhülse 120 in einem Anspinnzustand gezeigt.
Dabei kann der Faden 122 durch den um die Rotationsachse 142 rotierenden Hülsenteller
230 mitgenommen werden, wodurch der Faden 122 in einem Spalt 232 verwickelt werden
kann.
[0075] Fig. 5A zeigt eine Frontansicht eines Hülsentellers 530 mit einem in einer Nut 592
als einer exemplarischen Fadenführung verlaufenden Faden 122. Fig. 5B zeigt eine Schräg-Vorne-Ansicht
eines entsprechenden Hülsentellers 530 mit einem in einer Nut 592 verlaufenden Faden
122 mit einer Spulenhülse 120 in einem Anspinnzustand. Die Kegelstumpfmantelfläche
237 ist hier insbesondere die Mantelfläche des Zentriervorsprungs 236 und die Kegelstumpfmantelfläche
237 ist somit insbesondere derart ausgebildet und angeordnet, um einer Innenseite
127 einer Spulenhülse 120 in einem aufgenommenen Zustand der Spulenhülse 120 zugewandt
zu sein. Dabei ist eine Fadenführung in einem Bereich der Mantelfläche insbesondere
derart angeordnet und ausgebildet, um einen Faden 122 bei einem Anrotieren der Spulenhülse
120 zu führen und um den Faden 122 im aufgenommenen Zustand der Spulenhülse 120 zwischen
der Stirnseite 124 der Spulenhülse 120 und dem Grundkörper 131 zu klemmen.
[0076] In anderen Worten ausgedrückt heißt das: Durch eine insbesondere umlaufende Nut 592
im Konus (Zentrierkonus, Zentriervorrichtung, Zentriervorsprung 536) des Hülsentellers
530 läuft der Faden 122 oberhalb des Klemmbereichs (Kontaktbereich, Anlagebereich
126) zwischen Spulenhülse 120 und Hülsenteller 130. Beim Vorbeschleunigen der Spulenhülse
120 bleibt der Faden 122 insbesondere oberhalb des Klemmbereichs in der Nut 592 des
rotierenden Hülsentellers 130, bis der Spalt 232 geschlossen wird.
[0077] Fig. 6A zeigt eine Frontansicht eines Hülsentellers 630 mit einem in einer Nut 692
eines Kragens 690 einer Verschleißvorrichtung 635 verlaufenden Faden 122. Dabei kann
insbesondere eine Verschleißvorrichtung vorgesehen sein, die als Adapterstück für
ein Einbringen eines Kragens 690 dienen kann und den Außendurchmesser für verschiedene
Spulenhülsenarten ermöglichen kann. Dabei kann auch insbesondere eine Verrastungsvorrichtung
634 vorgesehen sein, die es erlaubt, dass der Kragen 690 mit entsprechenden Aussparungen
in einem Zentriervorsprung 636 verrastet.
[0078] Fig. 6B zeigt eine Seitenansicht einer entsprechenden Verschleißvorrichtung 635,
bei der insbesondere ein Kragen 690 auf einer Grundfläche 695 der Verschleißvorrichtung
635 ausgebildet ist. der derart ausgebildet ist, dass in einem montierten Zustand
der Verschleißvorrichtung 635 die Kragenmantelfläche 694 als die Kegelstumpfmantelfläche
237 der Mantelfläche des Zentriervorsprungs 636 zugeordnet ist. Dabei kann der Bereich
des Kragens 690, der an der Grundseite des Zentriervorsprungs 636 anordenbar ist,
einen äußeren Durchmesser aufweisen, der dem Innendurchmesser der Stirnseite 124 der
Spulenhülse 120 entspricht, um die Spulenhülse 120 in einem angelegten Zustand zu
zentrieren. Auch in diesen Ausführungsformen kann die Fadenführung, insbesondere als
Nut 692 ausgebildet, als Fadenumlenkeinrichtung dienen.
[0079] Fig. 6C zeigt eine Schräg-Vorne-Ansicht eines Hülsentellers 630 mit einem in einer
Nut 692 eines Kragens 690 einer Verschleißvorrichtung 635 verlaufenden Faden 122 mit
einer Spulenhülse 120 in einem Anspinnzustand. Die Verschleißvorrichtung 635 kann
eine Fadenführung aufweisen, die hier exemplarisch als Nut 692 ausgebildet ist. Die
Fadenführung, respektive die Nut 692, ist ausgebildet und angeordnet, derart, um in
einem montierten Zustand den Faden 122 aufzunehmen und zu führen, um den Faden 122
beim Anrotieren der Spulenhülse 120 zu führen und um den Faden 122 im aufgenommenen
Zustand der Spulenhülse 120 zwischen der Stirnseite 124 der Spulenhülse 120 und dem
Grundkörper 131 zu klemmen.
[0080] Die Fadenführung, hier die Nut 692 der Verschleißvorrichtung 635, kann eine Kegelstumpfmantelfläche
237 dem Zentriervorsprung 636 derart zuordnen, damit die Grundfläche des Zentriervorsprungs
636 zusammen mit der an der Grundfläche angeordneten Fadenführung, hier der Nut 692,
einen Außendurchmesser aufweist, welcher einem Innendurchmesser der Innenseite 127
der Stirnseite 124 der Spulenhülse 120 entspricht.
[0081] Dadurch kann der Durchmesser des Zentriervorsprungs 636 entsprechend angepasst werden,
um verschiedene Spulenhülsen 120 aufnehmen zu können. Alternativ oder zusätzlich ist
es dadurch möglich, dass unterschiedliche Fadenführungen vorgesehen werden können,
die entweder in ihrer Geometrie oder aber auch in ihrer Materialbeschaffenheit und
ihren Materialeigenschaften an den zu führenden Faden 122 angepasst sein können. Dadurch
kann der Faden 122 insbesondere schonender geführt werden.
[0082] Die Fadenführung, hier die Nut 692 der Verschleißvorrichtung 635 kann insbesondere
auswechselbar ausgebildet sein. Weiter insbesondere kann die Verschleißvorrichtung
635 rotationssymmetrisch ausgebildet sein. Dabei kann der Kragen 690 auf einer Grundfläche
der Verschleißvorrichtung 635 ausgebildet sein, wobei die Nut 692 - als ein Beispiel
einer Fadenführung - im Kragen 690 ausgebildet ist, um in einem montierten Zustand
einen Faden 122 aufzunehmen und zu führen, um den Faden 122 beim Anrotieren der Spulenhülse
120 zu führen und um den Faden 122 im aufgenommenen Zustand der Spulenhülse 120 zwischen
der Stirnseite 124 der Spulenhülse 120 und dem Grundkörper 131 zu klemmen.
[0083] Mit "kann" sind insbesondere optionale Merkmale der Erfindung bezeichnet. Demzufolge
gibt es auch Weiterbildungen und/oder Ausführungsbeispiele der Erfindung, die zusätzlich
oder alternativ das jeweilige Merkmal oder die jeweiligen Merkmale aufweisen.
[0084] Aus den vorliegend offenbarten Merkmalskombinationen können bedarfsweise auch isolierte
Merkmale herausgegriffen und unter Auflösung eines zwischen den Merkmalen gegebenenfalls
bestehenden strukturellen und/oder funktionellen Zusammenhangs in Kombination mit
anderen Merkmalen zur Abgrenzung des Anspruchsgegenstands verwendet werden.
Bezugszeichenliste
[0085]
| 100 |
Spuleinrichtung |
230 |
Hülsenteller |
| 110 |
Spule |
231 |
Grundkörper |
| 120 |
Spulenhülse |
232 |
Spalt |
| 122 |
Faden |
233 |
Verschleißbereich |
| 123 |
stirnseitiger Rand |
236 |
Zentriervorsprung |
| 124 |
Stirnseite |
237 |
Kegelstumpfmantelfläche |
| 125 |
Stirnseitenöffnung |
360 |
Scheibe |
| 126 |
Anlagebereich |
370 |
Lager |
| 127 |
Innenseite |
380 |
Schraube |
| 128 |
Innendurchmesser |
530 |
Hülsenteller mit Nut in Mantelfläche des Zentriervorsprungs |
| 129 |
Außendurchmesser |
| 130 |
Hülsenteller |
536 |
Zentriervorsprung mit Nut in Mantel-fläche |
| 131 |
Grundkörper |
| 132 |
Vertiefung / Ausnehmung |
537 |
Kegelstumpfmantelfläche |
| 133 |
Oberflächenseite |
592 |
Nut in der Mantelfläche |
| 134 |
Führungselement |
630 |
Hülsenteller |
| 135 |
Verschleißvorrichtung, insbesondere Verschleißring |
634 |
Verrastungsvorrichtung |
| 635 |
Verschleißvorrichtung, insbesondere Verschleißring, mit Kragen |
| 136 |
Zentriervorsprung |
| 138 |
Bohrung |
636 |
Zentriervorsprung |
| 140 |
Hülsentellerrückseite |
690 |
Kragen |
| 142 |
Rotationsachse |
692 |
Fadenführung durch Nut im Kragen |
| 144 |
Schraube |
694 |
Kragenmantelfläche als Kegel-stumpfmantelfläche |
| 146 |
Aussparung im Verschleißring |
| 150 |
Spulenrahmen |
695 |
Grundfläche der Verschleißvor-richtung |
| 152 |
beweglicher Spulenrahmenarm |
| 154 |
Öffnungsrichtung |
700 |
Textilmaschine |
| 156 |
feststehender Spulenrahmenarm |
|
|
1. Hülsenteller (130, 230, 530, 630) ausgebildet zur Anlage und Zentrierung einer Spulenhülse
(120), aufweisend
- einen Zentriervorsprung (136); und
- einen Grundkörper (131), insbesondere kreisförmig ausgebildet, weiter insbesondere
plattenartig ausgebildet, mit einer Oberflächenseite (133);
wobei der Zentriervorsprung (136) ausgebildet ist, derart, um durch eine Öffnung (125)
an einer Stirnseite (124) der Spulenhülse (120) aufgenommen zu werden, wobei der Zentriervorsprung
(136) auf der Oberflächenseite (133) des Grundkörpers (131) rotationszentriert angeordnet
ist und von dieser Oberflächenseite (133) abragt und ausgebildet ist derart, um die
Spulenhülse (120) in einem aufgenommenen Zustand der Spulenhülse (120) zu zentrieren,
wobei der Zentriervorsprung (136) eine Mantelfläche aufweist,
dadurch gekennzeichnet, dass
dem Zentriervorsprung (136), insbesondere der Mantelfläche des Zentriervorsprungs
(136), eine Funktionsvorrichtung zuordenbar oder zugeordnet ist.
2. Hülsenteller (130, 230, 530, 630) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Funktionsvorrichtung ausgebildet ist als mindestens eines von einer Fadenführung,
die der Mantelfläche zuordenbar ist, und/oder einer Verschleißvorrichtung (135, 635),
die der Mantelfläche an einer Basis des Zentriervorsprungs (136) zuordenbar ist oder
zugeordnet ist.
3. Hülsenteller (130, 230, 530, 630) nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Mantelfläche des Zentriervorsprungs (136) eine Kegelstumpfmantelfläche (237,
537) ist und wobei die Kegelstumpfmantelfläche (237, 537) derart ausgebildet und angeordnet
ist, um einer Innenseite (127) der Spulenhülse (120) in einem aufgenommenen Zustand
der Spulenhülse (120) zugewandt zu sein, wobei eine Fadenführung in einem Bereich
der Mantelfläche derart angeordnet und ausgebildet ist, um einen Faden (122) bei einem
Anrotieren der Spulenhülse (120) zu führen und um den Faden (122) im aufgenommenen
Zustand der Spulenhülse (120) zwischen der Stirnseite (124) der Spulenhülse (120)
und dem Grundkörper (131) zu klemmen.
4. Hülsenteller (530, 630) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Fadenführung eine Nut (592, 692) ist, die ausgebildet und angeordnet ist derart,
um in einem Bereich der umlaufenden Nut (592, 692) einen Faden (122) aufzunehmen und
zu führen und die der Mantelfläche derart zuordenbar ist, um diese derart zu umlaufen,
um den Faden (122) bei einem Anrotieren der Spulenhülse (120) zu führen und um den
Faden (122) im aufgenommenen Zustand der Spulenhülse (120) zwischen der Stirnseite
(124) der Spulenhülse (120) und dem Grundkörper (131) zu klemmen.
5. Hülsenteller (530, 630) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die um die Mantelfläche umlaufende Nut (592, 692) am Übergang der Mantelfläche zur
Oberflächenseite (133) des Grundkörpers (131) ausgebildet ist und/oder wobei die um
die Mantelfläche umlaufende Nut (592, 692) mindestens teilweise als eine Vertiefung
in der Kegelstumpfmantelfläche (237) des Zentriervorsprungs (536) ausgebildet ist,
derart, um die Nut (592) als Vertiefung in der Mantelfläche auszubilden.
6. Hülsenteller (130, 230, 630) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Oberflächenseite (133) des Grundkörpers (131) eine Verschleißvorrichtung (135,
635), insbesondere mit einem Verschleißbereich (233), weiter insbesondere als Verschleißring
ausgebildet, aufweist, der ausgebildet ist, um an der Basis der Mantelfläche angeordnet
zu werden oder der an der Basis der Mantelfläche angeordnet ist, um mit einem stirnseitigen
Rand (123) der aufzunehmenden Spulenhülse (120) in einem Anlagebereich (126) angelegt
zu werden, wobei die Verschleißvorrichtung (135) derart den Hülsenteller (130) umläuft,
dass der Anlagebereich (126) in einem Anrotationszustand der Spulenhülse (120) in
einem Verschleißbereich (233) der Verschleißvorrichtung (135) verortet bleibt.
7. Hülsenteller (130, 230, 630) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, insbesondere
nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Verschleißvorrichtung (135, 635) in eine der Form der Verschleißvorrichtung (135,
635) entsprechende Vertiefung (132) der Oberflächenseite (133) des Grundkörpers (131)
eingelassen ist und/oder dass die Verschleißvorrichtung (135, 635) auswechselbar ausgebildet
ist.
8. Hülsenteller (630) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein Kragen (690) auf einer Grundfläche (695) der Verschleißvorrichtung (635) ausgebildet
ist, der derart ausgebildet ist, um in einem montierten Zustand der Verschleißvorrichtung
(635) die Kragenmantelfläche (694) als die Kegelstumpfmantelfläche (237) der Mantelfläche
des Zentriervorsprungs (636) zuzuordnen, wobei der Bereich des Kragens (690), der
an der Grundseite des Zentriervorsprungs (636) anordenbar ist, einen äußeren Durchmesser
aufweist, der dem Innendurchmesser der Stirnseite (124) der Spulenhülse (120) entspricht,
um die Spulenhülse (120) in einem angelegten Zustand zu zentrieren.
9. Hülsenteller (630) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Verschleißvorrichtung (635) eine Fadenführung (692) aufweist, die ausgebildet
und angeordnet ist, derart, um in einem montierten Zustand einen Faden (122) aufzunehmen
und zu führen, um den Faden (122) beim Anrotieren der Spulenhülse (120) zu führen
und um den Faden (122) im aufgenommenen Zustand der Spulenhülse (120) zwischen der
Stirnseite (124) der Spulenhülse (120) und dem Grundkörper (231) zu klemmen.
10. Hülsenteller (630) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, insbesondere nach Anspruch
9, dadurch gekennzeichnet, dass die Fadenführung (692) der Verschleißvorrichtung (635) der Kegelstumpfmantelfläche
(237) des Zentriervorsprungs (636) derart zuordenbar ist, damit die Grundfläche des
Zentriervorsprungs (636) zusammen mit der an der Grundfläche angeordneten Fadenführung
(692) einen Außendurchmesser aufweist, welcher einem Innendurchmesser der Stirnseite
(124) der Spulenhülse (120) entspricht.
11. Hülsenteller (630) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, insbesondere nach Anspruch
10, dadurch gekennzeichnet, dass die Fadenführung (692) der Verschleißvorrichtung (635), insbesondere auswechselbar
ausgebildet, weiter insbesondere rotationssymmetrisch ausgebildet, als ein Kragen
(690) auf einer Grundfläche der Verschleißvorrichtung (635) ausgebildet ist, wobei
eine Nut (692) im Kragen (690) ausgebildet ist, um in einem montierten Zustand einen
Faden (122) aufzunehmen und zu führen, um den Faden (122) beim Anrotieren der Spulenhülse
(120) zu führen und um den Faden (122) im aufgenommenen Zustand der Spulenhülse (120)
zwischen der Stirnseite (124) der Spulenhülse (120) und dem Grundkörper (131) zu klemmen.
12. Hülsenteller (630) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Verschleißvorrichtung (135) und der Hülsenteller (130) aus unterschiedlichen
Werkstoffen ausgebildet sind, insbesondere aus unterschiedlichen Kunststoffen, und/oder
wobei die Verschleißvorrichtung (135) aus einem von PEEK oder PPA ausgebildet ist
und/oder wobei der Hülsenteller (130) aus PA6 ausgebildet ist.
13. Hülsenteller (130, 230, 630) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, insbesondere
nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Verschleißvorrichtung (135, 635) und der Hülsenteller (130) durch ein Mehrkomponenten-Spritzgießen
ausgebildet sind.
14. Hülsenteller (130, 230, 630) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Verschleißvorrichtung (135, 635) ein metallisches Material, insbesondere Stahl
aufweist und/oder ein metallisches Material aufweist, das durch ein anderes Material
ummantelt ist.
15. Funktionsvorrichtung, insbesondere eine Verschleißvorrichtung (135, 635), weiter insbesondere
ein Verschleißring, ausgebildet um an einem Hülsenteller (130, 230, 530, 630) nach
einem der vorhergehenden Ansprüche angeordnet zu werden.