[0001] Die Erfindung betrifft ein Fahrportal nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1 und eine
Arbeitsmaschine mit einem Fahrportal.
Stand der Technik
[0002] Bei innovativen Techniken zum Beispiel in der Holz- und Recycling-Branche werden
beim Umschlag von Gütern hohe Anforderungen an die Arbeitsumgebungen und die eingesetzten
Arbeitsmaschinen gestellt.
[0003] Beispielsweise trifft dies für einen Rundholzplatz in einem Sägewerk und für die
elektrobetriebene Umschlag-Technik für die Holz- und die Recycling- bzw. Schrott-Branche
zu. Zum Beispiel werden stationäre Schwerlastkräne sowie fahrspurgebundene Schienenwagen
mit Arbeitsmaschinen wie Kräne oder Bagger für die verschiedensten Einsatzgebiete
verwendet.
[0004] Hierzu gehören zum Beispiel Portal-Lastenvorrichtungen wie beispielsweise Portalkräne,
Portalbagger oder Portalgreifer, mit welchen mit hoher Reichweite wirtschaftlich gearbeitet
werden kann.
[0005] Einsatzgebiete sind zum Beispiel in Containerhäfen zum Umlagern von Schiffscontainern
oder auf einem Lagerplatz, auf denen Rundhölzer mit Portalkränen mit angepassten Greifern
bewegt werden. Eine verfahrbare Portallastenvorrichtung besitzt z. B. einen Greifausleger,
Baggerausleger oder ein Lastaufnahmeelement wie einen Kranhaken.
[0006] Aufgrund eines z. B. weit über 15 Meter breiten Fahrportals mit einem daran quer
verfahrbaren Kran oder Bagger kann deren Reichweite in der Breite von über 50 Metern
betragen.
Aufgabe und Vorteile der Erfindung
[0007] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, die Arbeitsbedingungen beim Umschlag von
Gütern mit gleisgebundenen Arbeitsmaschinen zu verbessern, insbesondere einen störungsfreien
Fahrbetrieb mit vergleichsweise groß dimensionierten fahrspurgebundenen Portalen zum
Beispiel in der Holz- und Recycling-Branche zu ermöglichen.
[0008] Diese Aufgabe wird durch die unabhängigen Ansprüche gelöst. Die abhängigen Ansprüche
thematisieren vorteilhafte und zweckmäßige Weiterbildungen der Erfindung.
[0009] Die Erfindung geht aus von einem Fahrportal für eine Arbeitsmaschine wie ein Arbeits-
oder Portalkran, wobei das Fahrportal eine erste Fahrschiene und eine zweite Fahrschiene
aufweist, wobei die fest positionierbaren Fahrschienen in die gleiche Richtung ausgerichtet
sind, und wobei das Fahrportal einen Laufwagen und eine Brücke aufweist, wobei die
Brücke eine erste Stütze, eine zweite Stütze und einen Querträger umfasst, der die
Stützen im oberen Teil der Stützen verbindet, und wobei der Laufwagen des Fahrportals
entlang des Querträgers bewegbar ist, wobei die Brücke entlang der Fahrschienen in
eine Haupt-Fahrrichtung des Fahrportals zweispurig angetrieben fahrbar ist, und wobei
die erste Stütze eine erste Antriebseinheit aufweist und wobei die zweite Stütze eine
zweite Antriebseinheit aufweist, so dass die erste Stütze mit der ersten Antriebseinheit
angetrieben entlang der ersten Fahrschiene verfahrbar ist und die zweite Stütze mit
der zweiten Antriebseinheit entlang der zweiten Fahrschiene verfahrbar ist, wobei
eine Kontrolleinrichtung des Fahrportals zum Betrieb des Fahrportals und zur Kontrolle
der ersten Antriebseinheit und zur Kontrolle der zweiten Antriebseinheit dient. Die
beiden Fahrschienen geben den Fahrweg des Fahrportals vor. Beispielsweise sind die
Fahrschienen als Teil einer Gleisanlage oder Schienenanlage ausgebildet.
[0010] Der Kern der Erfindung liegt darin, dass die Kontrolleinrichtung des Fahrportals
ausgebildet ist, die erste Antriebseinheit und die zweite Antriebseinheit separat
voneinander zu kontrollieren, und wobei eine erste Positionsmesseinrichtung vorhanden
ist, die zwischen der ersten Stütze und der ersten Fahrschiene wirkt und wobei eine
zweite Positionsmesseinrichtung vorhanden ist, die zwischen der zweiten Stütze und
der zweiten Fahrschiene wirkt, so dass über die gesamte Fahrlänge der ersten Fahrschiene
zu einem beliebigen Zeitpunkt eine aktuelle Position der ersten Stütze an der ersten
Fahrschiene erfassbar ist und über die gesamte Fahrlänge der zweiten Fahrschiene eine
aktuelle Position der zweiten Stütze an der zweiten Fahrschiene erfassbar ist, und
wobei die Kontrolleinrichtung ausgebildet ist, die aktuelle Position der ersten Stütze
an der ersten Fahrschiene und die aktuelle Position der zweiten Stütze an der zweiten
Fahrschiene in einem gemeinsamen Zeitpunkt zu verarbeiten und miteinander in Bezug
zu bringen, wobei im Betrieb des Fahrportals die Kontrolleinrichtung auf Basis der
ermittelten aktuellen Position der ersten Stütze an der ersten Fahrschiene und der
ermittelten aktuellen Position der zweiten Stütze an der zweiten Fahrschiene einen
Vergleich mit den Sollpositionsdaten durchführt und bei einer von der Kontrolleinrichtung
festgestellten Abweichung der aktuellen Positionen von den Sollpositionsdaten die
erste Antriebseinheit und/oder die zweite Antriebseinheit in Bezug auf eine Antriebswirkung
so zu kontrollieren, dass zu einem zeitlich nachfolgenden Zeitpunkt die aktuelle Position
der ersten Stütze an der ersten Fahrschiene und die aktuelle Position der zweiten
Stütze an der zweiten Fahrschiene entsprechend der Sollpositionsdaten anpasst. Die
Kontrolleinrichtung und die Positionsmesseinrichtung sind ausgebildet, miteinander
zu kommunizieren, z. B. kontinuierlich.
[0011] Beispielsweise erfolgt eine Synchronisation des Antriebs der Brücke entlang der Fahrschienen.
Die horizontale Richtung der parallelen Fahrschienen legen z. B. die Haupt-Fahrrichtung
des Fahrportals fest. Als Folge wird der Fahrantrieb in Fahr- bzw. Längsrichtung des
Fahrportals synchronisiert. Zum Beispiel lässt sich ein Verkanten oder ein Verspannen
der Brücke des Fahrportals relativ zu den positionsfesten Fahrschienen vermeiden.
Zum Beispiel wird ein Verkanten bei Portalbrücken mit einer Breite von über 10 bis
15 Metern vermieden. Insbesondere können die beiden Stützen, welche die beiden Portalseiten
des Fahrportals bilden, in Längsrichtung der Fahrschienen nicht relativ zu den positionsfesten
Fahrschienen verspannen oder verkanten. Dies ist bisher möglich, z. B. durch geringe
voneinander abweichende Antriebswirkungen der jeweiligen Antriebseinheit bzw. Antriebselements
auf die jeweilige Fahrschiene und/oder durch z. B. mechanische Unterschiede zum Beispiel
an von den Antriebseinheiten angetriebenen Antriebselementen wie z. B. Antriebsrädern,
Fahrrollen oder Ketten-Antrieben. Durch die exakte Positionsbestimmung der beiden
Stützen bzw. der beiden Seiten der Brücke kann in einer Steuerung bzw. in der Kontrolleinrichtung
das Verspannen der Brücke des Fahrportals festgestellt werden. Zum Beispiel erfolgt
davon abhängig in Echtzeit bzw. zeitlich unmittelbar ein Gegenwirken gegen das Verkanten
der Brücke über eine Ansteuerung genau einer Antriebseinheit oder über eine gleichzeitige
oder zeitlich versetzte Ansteuerung beider Antriebseinheiten wie z. B. Antriebsmotoren.
[0012] Beispielsweise ist mit der Kontrolleinrichtung ein Master-Slave-Betrieb des Fahrportals
eingerichtet ist, wobei die erste Antriebseinheit oder die zweite Antriebseinheit
einer Master-Einheit zugeordnet ist und wobei die andere Antriebseinheit einer Slave-Einheit
zugeordnet ist.
[0013] Zum Beispiel sind im Fahrbetrieb der Brücke beide Antriebseinheiten zum angetriebenen
Fahren der Brücke aktiv, zum Beispiel mit einer Master-Antriebseinheit zum Bewegungsantrieb
der Brücke an einer ersten Fahrschiene und einer Slave-Antriebseinheit zum Bewegungsantrieb
der Brücke an einer zweiten Fahrschiene. Zum Beispiel erfolgt über eine Ansteuerung
genau einer Antriebseinheit, zum Beispiel einer Slave-Antriebseinheit, eine Erhöhung
oder eine Verringerung der Antriebswirkung und/oder der Antriebsrichtung der genau
einen Antriebseinheit. Zum Beispiel lässt sich in einem Master-Slave-Betrieb des Fahrportals
ein Verkanten oder Verspannen der Brücke relativ zu den beiden Fahrschienen unterbinden.
Zum Beispiel lässt sich die dabei stattfindende Positionsanpassung der Brücke in Kombination
mit einer als Absolutwegmessung ausgebildeten Positionsmesseinrichtung realisieren.
[0014] Zum Beispiel lässt sich die dabei stattfindende Positionsanpassung der Brücke relativ
zu den Fahrschienen mit einer exakten Querausrichtung der Brücke, bezogen auf z. B.
eine Längsachse des Laufwagens im Master-Salve-Betrieb des Fahrportals mit einer Absolutwegmessung
realisieren.
[0015] Beispielsweise ist mit der Kontrolleinrichtung eine Master-Slave-Steuerung bzw. ein
Master-Slave-Betrieb eingerichtet. Zum Beispiel ist genau eine Antriebseinheit, zum
Beispiel die erste Antriebseinheit oder die zweite Antriebseinheit, einer Master-Einheit
zugeordnet. Beispielsweise ist die andere Antriebseinheit, die zweite oder die erste
Antriebseinheit, einer Slave-Einheit zugeordnet.
[0016] Zum Beispiel kann das Gegenwirken innerhalb sehr kurzer Zeiträume erfolgen, zum Beispiel
innerhalb einer Sekunde oder weniger. Beispielsweise erfolgt das Gegenwirken mittels
der Kontrolleinrichtung während des Fahrantriebs der Brücke feinfühlig bzw. sanft,
so dass ein ruckfreies Fahren der Brücke an den Fahrschienen erfolgt.
[0017] Zum Beispiel umfasst die erste Antriebseinheit einen ersten elektrischen Antrieb
wie z. B. einen ersten elektrischen Antriebsmotor. Zum Beispiel umfasst die erste
Antriebseinheit einen ersten hydraulischen Antrieb wie z. B. einen ersten hydraulischen
Antriebsmotor wie z. B. ein hydrostatischer Fahrantrieb.
[0018] Zum Beispiel umfasst die zweite Antriebseinheit einen zweiten elektrischen Antrieb
wie z. B. einen zweiten elektrischen Antriebsmotor. Zum Beispiel umfasst die zweite
Antriebseinheit einen zweiten hydraulischen Antrieb wie z. B. einen zweiten hydraulischen
Antriebsmotor wie z. B. ein hydrostatischer Fahrantrieb.
[0019] Beispielsweise sind die erste Antriebseinheit und die zweite Antriebseinheit identisch
gestaltet.
[0020] Zum Beispiel ist für die erste und/oder die zweite elektrische Antriebseinheit zum
Fahrantrieb der Brücke über eine Fahrlänge einer Fahrschiene eine leitungsgebundene
elektrische Stromversorgungsanordnung für eine elektrische Versorgung der beiden elektrischen
Antriebseinheiten ausgebildet, zum Beispiel über eine Schleifkontaktierung. Zum Beispiel
umfasst die elektrische Stromversorgungsanordnung elektrische Versorgungsleitungen
zum Beispiel in Form von drei Phasenleitern und einem Schutzleiter.
[0021] Beispielsweise ist eine Drehzahl bzw. eine Dreh-Geschwindigkeit oder eine Beschleunigung
der ersten Antriebseinheit und/oder der zweiten Antriebseinheit und damit des dazugehörigen
angetriebenen Antriebselements über die Kontrolleinrichtung vorgebbar, z. B. über
die Ansteuerung der jeweiligen Antriebseinheit.
[0022] Zum Beispiel wird nur genau eine Antriebseinheit der beiden Antriebseinheiten von
der Kontrolleinrichtung im Falle einer erkannten Abweichung von Sollwerten oder Zielwerten
kontrolliert wie beispielsweise nachjustiert. Zum Beispiel bewirkt die Kontrolleinrichtung
die Nachjustierung über eine Drehzahlsteuerung der Antriebseinheit. Beispielsweise
wird die Antriebseinheit so angesteuert, dass die angesteuerte Antriebseinheit zum
Beispiel einer Slave-Einheit das dazugehörige Antriebselement beschleunigt oder abbremst
bezogen auf eine aktuelle Ist-Geschwindigkeit des Antriebselements. Beispielsweise
wird bei einem Vorlauf des Antriebselements der Slave-Einheit, verglichen zum Antriebselement
der Master-Einheit, die Drehzahl der Antriebseinheit der Slave-Einheit etwas reduziert.
Die Abfrage von Wegpositionsdaten der Stütze relativ zur Fahrschiene und die mögliche
Nachjustierung erfolgt z.B. kontinuierlich bzw. in vorgebbaren kurzen Zeitabständen,
z. B. innerhalb von einer Sekunde oder von wenigen Sekunden, während des angetriebenen
Fahrbetriebs der Brücke.
[0023] Denkbar ist auch, dass eine Stütze oder beide Stützen zum Beispiel mehrere z. B.
zwei Antriebseinheiten aufweist bzw. aufweisen.
[0024] Beispielsweise werden alternativ, zum Beispiel wenn kein Master-Slave-Steuerung zugrunde
gelegt ist, beide Antriebseinheiten der beiden Stützen entsprechend kontrolliert oder
nachjustiert. Beispielsweise wird die Drehzahl der ersten Antriebseinheit reduziert
und die Drehzahl der zweiten Antriebseinheit wird erhöht.
[0025] Beispielsweise ist der Laufwagen quer bzw. senkrecht zur Haupt-Fahrrichtung des Fahrportals
bewegbar an dem Querträger.
[0026] Beispielsweise bei einer Portalbreite von 10 Meter oder 15 Meter ist der Laufwagen
entsprechend über eine Strecke von 10 Meter oder 15 Meter angetrieben hin- und herfahrbar.
Zum Beispiel ist eine Portalbreite durch die Länge des Querträgers vorgegeben.
[0027] Zum Beispiel kann die Portalbreite größer sein als ein Abstand der beiden Stützen,
wenn der Querträger seitlich an den beiden Stützen übersteht, für eine Vergrößerung
eines Arbeitsbereichs der am Laufwagen aufgenommenen Arbeitsmaschine.
[0028] Beispielsweise werden eine Antriebs-Geschwindigkeit und/oder eine Antriebs-Beschleunigung
der Antriebseinheit von der Kontrolleinrichtung kontrolliert.
[0029] Zum Beispiel ist über eine Fahrlänge der ersten Fahrschiene eine leitungsgebundene
elektrische Stromversorgungsanordnung für eine elektrische Versorgung der beiden elektrischen
Antriebseinheiten ausgebildet. Beispielsweise werden zum elektrischen Fahrantrieb
der Brücke beide Antriebseinheiten über eine gemeinsame Elektroversorgung mit elektrischer
Energie versorgt, zum Beispiel über eine Schleifkontaktierung an genau einer der beiden
Fahrschienen, in welche die Elektroversorgung integriert ist.
[0030] Zum Beispiel ist die Kontrolleinrichtung ausgebildet, zum Beispiel hinterlegte Sollpositionsdaten
der Stützen für den Betrieb des Fahrportals in einem Soll-Betrieb zugrunde zu legen.
Zum Beispiel ist es über die Sollpositionsdaten möglich, jeder mechanisch möglichen
Position der ersten Stütze an der ersten Fahrschiene genau eine mechanisch mögliche
Position der zweiten Stütze an der zweiten Fahrschiene zuzuordnen. Zum Beispiel bilden
die zugeordneten Positionsdaten eine exakt ausgerichtete Fahrstellung der Brücke an
den beiden Fahrschienen ab, zum Beispiel ohne ein geringstes Verkanten. Zum Beispiel
ist dies der Fall, wenn die Brücke spannungsfrei ist und der mit den beiden Stützen
exakt ausgerichtet verbundene Querträger in seiner Längsrichtung exakt senkrecht zur
Längsrichtung der beiden parallelen Fahrschienen steht.
[0031] Beispielsweise ist zumindest eine Positionsmesseinrichtung für eine Absolutwegmessung
ausgebildet. Zum Beispiel arbeitet die zumindest eine Positionsmesseinrichtung als
Absolutwegmesseinrichtung. Zum Beispiel arbeitet die erste Positionsmesseinrichtung
und die zweite Positionsmesseinrichtung jeweils als Absolutwegmesseinrichtung. Beispielsweise
kommt eine Positionsmesseinrichtung zum Einsatz, die als einsatzfertiges Positioniersystem
an einem Fahrportal integrierbar und/oder nachrüstbar ist. Beispielsweise ist die
Positionsmesseinrichtung ein handelsüblich verfügbares Produkt. Beispielsweise kommt
eine Positionsmesseinrichtung der Firma Vahle zum Beispiel mit der Bezeichnung "Apos
Magnetic" zur Anwendung.
[0032] Beispielsweise ist zumindest eine Positionsmesseinrichtung als Absolutwegmess-System
ausgestaltet. Vorzugsweise sind beide Positionsmesseinrichtungen der beiden Fahrschienen
jeweils als Absolutwegmess-System ausgebildet.
[0033] Zum Beispiel ist die Positionsmesseinrichtung und die Kontrolleinrichtung abgestimmt
aufeinander ausgebildet, wobei eine Kommunikation zwischen der Positionsmesseinrichtung
und die Kontrolleinrichtung eingerichtet ist, zum Beispiel um Positionssignale und
Positionsdaten, die von der Positionsmesseinrichtung erfassbar sind, an die Kontrolleinrichtung
zu übertragen.
[0034] Zum Beispiel kommuniziert die Kontrolleinrichtung mit beiden Positionsmesseinrichtungen
gleichzeitig bzw. simultan. Zum Beispiel kommuniziert die Kontrolleinrichtung mit
beiden Antriebseinheiten, mit der ersten und der zweiten Antriebseinheit, gleichzeitig
bzw. simultan. Zum Beispiel kommuniziert die Kontrolleinrichtung mit beiden Antriebseinheiten
und mit beiden Positionsmesseinrichtungen gleichzeitig bzw. simultan. Alternativ kommuniziert
die Kontrolleinrichtung getaktet mit einer Antriebseinheit und mit einer Positionsmesseinrichtung.
[0035] Zum Beispiel ist die Absolutwegmessung derart ausgebildet, dass für eine Stütze entlang
ihres Fahrweges über die Fahrlänge der dazugehörigen Fahrschiene die aktuelle Position,
zum Beispiel die exakte auf die Fahrschienen-Länge bezogene Längsposition, der Stütze
an der jeweiligen bzw. dazugehörigen Fahrschiene feststellbar bzw. erfassbar ist,
beispielsweise zur unmittelbaren Übertragung an die Kontrolleinrichtung. Die Absolutwegmessung
und Bereitstellung des dazugehörigen Positionssignals, ist zum Beispiel in Echtzeit
möglich bzw. zu jedem beliebigen Zeitpunkt möglich.
[0036] Beispielsweise umfasst die Positionsmesseinrichtung einen Sensor, mit dem jede sensorisch
unterscheidbare Position der Stütze entlang der gesamten von der Stütze abfahrbaren
Länge der dazugehörigen Fahrschiene abgreifbar ist.
[0037] Beispielsweise umfasst die Positionsmesseinrichtung einen Sensor zum Lesen einer
codierten Strecke wie einer Codierung. Beispielsweise ist die Codierung als magnetische
Codierung ausgebildet.
[0038] Beispielsweise umfasst die Positionsmesseinrichtung einen Lesekopf, beispielsweise
zum Lesen bzw. zum Auslesen einer codierten Strecke bzw. z. B. Codierung. Zum Beispiel
weist der Lesekopf den Sensor auf einer zur codierten Strecke hin gerichteten Seite
des Lesekopfes auf. Zum Beispiel ist der Sensor magnet-sensitiv.
[0039] Zum Beispiel ist die Positionsmesseinrichtung über den Lesekopf über eine Signal-
und/oder Datenverbindung mit der Kontrolleinrichtung verbunden. Alternativ ist eine
nichtleitungsgebundene Kommunikation zwischen der Kontrolleinrichtung und der Positionsmesseinrichtung
eingerichtet.
[0040] Beispielsweise umfasst die Positionsmesseinrichtung einen Positionserfassungs-Sensor
wie z. B. einem Positionssensor zur Absolut-Positionsmessung bzw. zur Absolut-Wegmessung
bezüglich der jeweiligen aktuellen Position der Stütze an der dazugehörigen Fahrschiene.
[0041] Zum Beispiel ist die Positionsmesseinrichtung ausgestaltet, z. B. in beleibieg kurzen
Zeitintervallen, dass zeitlich kontinuierlich bzw. zeitlich dauerhaft eine absolute
Positionsmessung möglich ist.
[0042] Beispielsweise sind beide Positionsmesseinrichtungen bzw. sind die erste Positionsmesseinrichtung
und die zweite Positionsmesseinrichtung für eine Absolutwegmessung ausgebildet.
[0043] Zum Beispiel sind beide Positionsmesseinrichtungen identisch aufgebaut. Zum Beispiel
sind beide Positionsmesseinrichtungen mit einer Teileinheit der Positionsmesseinrichtung
jeweils an einer Stütze und einer Teileinheit der Positionsmesseinrichtung jeweils
an der dazugehörigen Fahrschiene ausgebildet.
[0044] Beispielsweise ist eine absolute Position einer Stütze an der dazugehörigen Fahrschiene,
insbesondere die jeweilige Wegposition beider Stützen an der jeweiligen Fahrschiene,
sofort nach dem Einschalten des Fahrportals bzw. sofort nach dem Einschalten der Kontrolleinrichtung
und/oder sofort nach einem Stromausfall bereitstellbar.
[0045] Beispielsweise ermöglicht die Absolutwegmessung auch, dass bei einem Stromausfall
bzw. bei einer Unterbrechung der Versorgung des Fahrportals mit elektrischer Energie
von außen, die Information zur aktuellen Position der jeweiligen Stütze an der Fahrschiene
nicht verloren geht, beispielsweise die tatsächliche aktuelle Position der Stütze
nach erneuter Versorgung mit elektrischer Energie bzw. sofort nach dem Ende der Energie-Versorgungsunterbrechung
der Kontrolleinrichtung wieder zur Verfügung steht.
[0046] Zum Beispiel umfasst die Positionsmesseinrichtung eine codierte Strecke entlang der
Fahrlänge einer Fahrschiene. Eine codierte Strecke ist zum Beispiel unterbrechungslos
entlang der Länge der jeweiligen Fahrschiene ausgebildet, zum Beispiel streifenförmig
oder bandförmig oder schienenförmig.
[0047] Beispielsweise umfasst die codierte Strecke eine lesbare Codierung mit Codierungsrichtung
in Längsrichtung der Fahrschiene. Zum Beispiel ist die Codierung in beide Längsrichtungen
lesbar bzw. richtungsunabhängig lesbar.
[0048] Beispielsweise findet im Fahrbetrieb der fahrenden Brücke eine in beide Längsrichtungen
arbeitende Datenkommunikation, z. b. über den Sensor des Lesekopfes, zwischen der
fahrenden Stütze mit dem Lesekopf und der Fahrschiene mit der positionsfesten codierten
Strecke statt.
[0049] Beispielsweise ist an beiden Fahrschienen jeweils eine codierte Strecke entlang der
Fahrlänge der Fahrschiene ausgebildet. Zum Beispiel sind die beiden Positionsmesseinrichtung
mit der codierten Strecke identisch ausgebildet. Beispielsweise ist die codierte Strecke
durchgehend ausgebildet, z. B. linienförmig parallel zur Fahrschiene ausgebildet.
Zum Beispiel ist die codierte Strecke an einem horizontal oder vertikal ausgerichteten
Abschnitt z. B. an einem Grundkörper der Fahrschiene ausgebildet.
[0050] Beispielsweise umfasst die codierte Strecke eine MagnetCodierung.
[0051] Beispielsweise umfasst die codierte Strecke ein Codeband und/oder eine Codeschiene,
wobei die codierte Strecke als eine lesbare Codierung ausgebildet ist. Zum Beispiel
ist die codierte Strecke ein einstückiges bzw. durchgehendes Codeband oder eine durchgehende
Codeschiene.
[0052] Beispielsweise ist die codierte Strecke, wie die lesbare Codierung, als eine lineare
Codierung mit einer geraden Codierungsrichtung gestaltet. Beispielsweise ist die lesbare
Codierung mit einer Codierungsrichtung versehen, welche in Längsrichtung der Fahrschiene
verläuft. Zum Beispiel ist die Codierungsrichtung bidirektional bzw. ist die codierte
Strecke in beide Richtungen längs der Strecke lesbar.
[0053] Zum Beispiel ist die codierte Strecke in beide bzw. in den beiden entgegengesetzten
Richtungen lesbar, die durch die Längsrichtung der Fahrschiene vorgegeben sind.
[0054] Beispielsweise umfasst die codierte Strecke eine Codierung, welche als magnetische
Längencodierung ausgebildet ist. Ein Codeband mit magnetischer Längencodierung ist
platzsparend und robust einsetzbar. Außerdem ist eine Erfassung und Bereitstellung
eines Magnetsignals zuverlässig möglich. Eine Magnetcodierung ist schleifend oder
kontaktlos lesbar.
[0055] Beispielsweise weist die Positionsmesseinrichtung einen Lesekopf auf, welcher abgestimmt
ist, eine Codierung entlang der codierten Strecke über die Fahrlänge einer Fahrschiene
zu lesen.
[0056] Zum Beispiel weist der Lesekopf integrierte Logik bzw. Software auf. Zum Beispiel
erkennt bzw. erfasst der Lesekopf zu jedem Zeitpunkt eine jeweilige aktuelle Position
entlang der Codierung und stellt ein dazugehöriges Positionssignal der Kontrolleinrichtung
zur Verfügung.
[0057] Nach einer beispielhaften Ausbildung weist die Positionsmesseinrichtung einen Lesekopf
mit einem Sensor auf, wobei der Sensor zur Erfassung einer Wegposition entlang der
codierten Strecke über die Fahrlänge einer Fahrschiene ausgestaltet ist. Damit können
sämtliche möglichen unterschiedlichen Wegpositionen der betreffenden Stütze relativ
zur dazugehörigen Fahrschiene zuverlässig erfasst werden. Zum Beispiel erfolgt die
Erfassung über die gesamte mögliche angetrieben zurücklegbare Fahrstrecke der Stütze
an der Fahrschiene, z. B. in beide möglichen entgegengesetzten Fahrrichtungen. Zum
Beispiel erstreckt sich in Längsrichtung der fahrschiene die codierte Strecke über
70%, 80%, 90% oder die gesamte Länge der Fahrschiene.
[0058] Beispielsweise ist die Positionsmesseinrichtung ausgebildet zum verarbeitungsfähigen
Signal- und/oder Datenaustausch zwischen Positionsmesseinrichtung bzw. dem Sensor
und der Kontrolleinrichtung.
[0059] Beispielsweise ist die Positionsmesseinrichtung mit der codierten Strecke und dem
Lesekopf als eine handelsübliche Baueinheit ausgestaltet. Zum Beispiel ist die Positionsmesseinrichtung
als eine Nachrüst-Baueinheit ausgebildet. Die Nachrüst-Baueinheit ist für eine Nachrüstung
an einem bekannten Fahrportal daran anbringbar und mit einer vorhandenen Kontrolleinrichtung
verbindbar.
[0060] Zum Beispiel ist die Positionsmesseinrichtung für eine absolute Positionserkennung
bis über 50 z. B. bis über 500 Meter bei einer gleitenden Ausführung zwischen einem
Lesekopf und einer codierten Strecke ausgebildet.
[0061] Zum Beispiel ist die Positionsmesseinrichtung mit Lesekopf und codierter Strecke
platzsparend und fertig integrierbar in ein bestehendes Fahrportal. Zum Beispiel ist
die Positionsmesseinrichtung in ein Stromschienensystem integrierbar. Zum Beispiel
ist die Positionsmesseinrichtung parallel zu einer Fahrschiene integrierbar. Zum Beispiel
ist die Positionsmesseinrichtung an einer horizontal ausgerichteten Seite der Fahrschiene
und/oder an einer vertikal ausgerichteten Seite der Fahrschiene angeordnet.
[0062] Zum Beispiel ist die Positionsmesseinrichtung ausgebildet für eine Fahrgeschwindigkeit
der Stütze relativ zur Fahrschiene von bis zu 6 Meter/Sekunde (m/s) oder mehr.
[0063] Beispielsweise ist die Positionsmesseinrichtung ausgebildet, eine sichere Positionserkennung
auch bei Feuchtigkeit oder Verschmutzung wie durch Staub zu ermöglichen.
[0064] Beispielsweise ist die Positionsmesseinrichtung ausgebildet, eine sichere Positionserkennung
auch bei ungünstigen Lichtverhältnissen zu ermöglichen.
[0065] Beispielsweise ermöglicht die Positionsmesseinrichtung die kombinierte horizontale
und vertikale Vorpositionierung an einer externen Mechanisierung wie zum Beispiel
einer Sortierlinien. Dies ist für zukünftige Materialmanagement-systeme erforderlich.
[0066] Beispielsweise ermöglicht die Positionsmesseinrichtung die Erkennung von Verschleiß
z. B. an der codierten Strecke.
[0067] Zum Beispiel ist die Kontrolleinrichtung ausgebildet, hinterlegte Sollpositionsdaten
der Stützen für den Betrieb des Fahrportals zugrunde zu legen, wobei die Sollpositionsdaten
der Stützen einander zugeordnete Wertpaare umfassen, wobei ein Wertepaar eine Position
der ersten Stütze an der ersten Fahrschiene und eine Position der zweiten Stütze an
der zweiten Fahrschiene umfasst. Damit lässt sich ein Verkanten der Brücke des Fahrportals
relativ zu den positionsfesten Fahrschienen vermeiden. Die Sollpositionsdaten der
Stützen basieren auf Positionen der Brücke über die gesamte Fahrlänge an den beiden
Fahrschienen, in denen der Querträger der Brücke senkrecht zu den Fahrschienen ausgerichtet
ist, jeweils auf die Längsrichtung bezogen.
[0068] Beispielsweise ist die Kontrolleinrichtung ausgebildet, hinterlegte Sollpositionsdaten
der Stützen für den Betrieb des Fahrportals zugrunde zu legen, wobei eine Position
der ersten Stütze an der ersten Fahrschiene und eine Position der zweiten Stütze an
der zweiten Fahrschiene einander zugeordnet sind, wobei die Position der ersten Stütze
an der ersten Fahrschiene und die Position der zweiten Stütze an der zweiten Fahrschiene
auf einer Linie liegen, die senkrecht zu einer Längsrichtung der Fahrschienen ausgerichtet
ist, wobei die beiden Fahrschienen parallel ausgerichtet sind. Dies bezieht sich auf
ein übliches Fahrportal mit einer Fahrrichtung des Laufwagens horizontal und senkrecht
zur Längsrichtung der parallelen Fahrschienen. Damit wird ein Verkanten oder Verspannen
der Brücke an den Fahrschienen vermieden.
[0069] Beispielsweise ist eine Wegposition der einen Stütze mit der Position der anderen
Stützen entlang der jeweiligen Fahrschiene in Bezug zueinander bringbar. Zum Beispiel
wird diese Zuordnung für einen Vergleich einer Ist-Wegposition der beiden Stützen
zueinander und damit der Brücke zu einer Soll-Wegposition der beiden Stützen zueinander
und damit der Brücke zu den beiden Fahrschienen ermöglicht.
[0070] Zum Beispiel, wenn eine Abweichung der aktuellen Ist-Relativstellung der beiden Stützen
von der Soll-Relativstellung der beiden Stützen festgestellt ist, steuert die Kontrolleinrichtung
auf Basis des Vergleichs von Ist- und Sollzumindest eine der beiden Antriebseinheiten.
Damit sind die Stützen zueinander in einen Zustand bringbar, während des Fahrantriebs
mit den beiden Antriebseinheiten, in welchem die Stützen auf einer Linie sich befinden,
die senkrecht zur Längsrichtung der parallelen Fahrschienen verläuft. Ein Verkanten
oder eine Schrägstellung der Brücke relativ zu den Fahrschienen bzw. zu deren Fahrspuren
ist sicher ausgeschlossen aufgrund der permanenten bzw. kontinuierlichen Erfassung
der absoluten Wegpositionsdaten der beiden Stützen an der jeweiligen Fahrschiene.
[0071] Beispielsweise ist in einem Fahrbetrieb der Brücke, wobei im Fahrbetrieb der Brücke
die Brücke eine Fahrbewegung entlang der beiden Fahrschienen erfährt, wobei die erste
Antriebseinheit eingeschaltet ist und gleichzeitig die zweite Antriebseinheit eingeschaltet
ist, wobei die fahrende Brücke mit der ersten Antriebseinheit eine Antriebswirkung
relativ zur ersten Fahrschiene erfährt und mit der zweiten Antriebseinheit eine Antriebswirkung
relativ zur zweiten Fahrschiene erfährt, wobei die Kontrolleinrichtung ausgebildet
ist, die erste Antriebseinheit und/oder die zweite Antriebseinheit derart zu kontrollieren,
dass eine Anpassung der aktuellen Position der ersten Stütze (10) an der ersten Fahrschiene
entsprechend der Sollpositionsdaten erfolgt und/oder dass eine Anpassung der aktuellen
Position der zweiten Stütze an der zweiten Fahrschiene entsprechend der Sollpositionsdaten
erfolgt.
[0072] Damit kann in einem Fahrbetrieb der Brücke, z. B. wenn beide Stützen entlang der
jeweils dazugehörigen Fahrschiene simultan angetrieben fahren, ein Verkanten und/oder
Verkanten der Brücke relativ zu den Fahrschiene und/oder innere Materialbelastungen
vermieden werden.
[0073] Zum Beispiel umfasst das Fahrportal ein reaktionsschnelle Auswertetechnik mit Sensoren,
welche z. B. in einem Bruchteil einer Sekunde, z. B. reaktionsschnell, für beide Stützen
jeweils eine Ist-Position einer Stütze an einer dazugehörigen Fahrschiene erfasst
und an die Kontrolleinheit weitergegeben. Bei einer aufgrund der Sollpositionsdaten
als unzulässig eingestuften Abweichung einer Ist-Position, an einer Stütze oder an
beiden Stützen, wird im fahrenden betrieb der Brücke also simultan zum normalen Fahrbetrieb
des Fahrportals gegengewirkt und eine Schrägstellung bzw. ein Verspannen oder Verkanten
der Brücke unterbunden.
[0074] Zum Beispiel wird durch die Steuerung, z. B. mit einer Absolutwegmessung in Kombination
mit einem Master-Slave-Betrieb der beiden Antriebseinheiten, ein Verkanten, Verspannen
und/oder Materialbelastungen im Material der Brücke vermieden.
[0075] Beispielsweise ist dies vorteilhaft, wenn eine Last, die an einem Ausleger einer
am Laufwagen vorhandenen Arbeitsmaschine aufgenommen ist und am Ausleger um eine vertikale
Drehachse gedreht wird, wodurch ein Drehmoment wirkt auf Bauteile der Brücke.
[0076] Zum Beispiel wird eine Lebensdauer der Brücke bzw. des Fahrportals erhöht. Zum Beispiel
wird erreicht, dass Fahrräder der Stützen zum angetriebenen Fahren der Stützen entlang
der dazugehörigen Fahrschiene, bezogen auf eine Umfangsrichtung der Fahrräder, immer
rechtwinklig zur von den Fahrschienen bereitgestellten Gleis- bzw. Schienenbahn ausgerichtet
sind. Damit wird einem ansonsten auftretenden Verschleiß durch Schrägstellung der
Fahrräder entgegengewirkt.
[0077] Zum Beispiel in einem Standbetrieb der Brücke, wobei im Standbetrieb der Brücke die
Brücke keine Fahrbewegung entlang der Fahrschienen ausführt, wobei im Standbetrieb
die erste Antriebseinheit ausgeschaltet ist und mit der ersten Antriebseinheit die
stehende Brücke keine Antriebswirkung relativ zur ersten Fahrschiene erfährt, wobei
die zweite Antriebseinheit ausgeschaltet ist und mit der zweiten Antriebseinheit die
stehende Brücke keine Antriebswirkung relativ zur zweiten Fahrschiene erfährt, wobei
die Kontrolleinrichtung ausgebildet ist, die erste Antriebseinheit und/oder die zweite
Antriebseinheit derart zu kontrollieren, dass eine Anpassung der aktuellen Position
der ersten Stütze an der ersten Fahrschiene entsprechend der Sollpositionsdaten erfolgt
und/oder dass eine Anpassung der aktuellen Position der zweiten Stütze an der zweiten
Fahrschiene entsprechend der Sollpositionsdaten erfolgt.
[0078] Zum Beispiel erfolgt im Standbetrieb des Fahrportals eine Anpassung der Position
der Stütze, zum Beispiel genau der Stütze, welche die Slave-Antriebseinheit aufweist.
Zum Beispiel erfolgt im Standbetrieb des Fahrportals eine Anpassung der Ausrichtung
der Brücke, die aufgrund eines auf die Brücke wirkenden Drehmoments eine Verspannung
in der Brücke und/oder eine Abweichung der Position der Brücke zu einer idealen quer
ausgerichteten Position der Brücke relativ zu den Fahrschienen bewirkt. Zum Beispiel
ist dies der Fall, beim Bewegen einer Last, die an einem Ausleger einer Arbeitsmaschine
aufgenommen ist, wenn die Arbeitsmaschine an dem Laufwagen der Brücke aufgenommen
ist. Das wirkende Drehmoment kann z. B. zu einem Versatz zwischen der idealen Position
der Brücke führen. Zum Beispiel macht sich das Drehmoment bemerkbar, indem die Längsachse
des Querträgers, z. B. die horizontale Längsachse der Brücke, etwas winklig zum Beispiel
um wenige Winkelgrade schräg steht zu einer idealen Ausrichtung der Längsachse des
Querträgers bzw. der Brücke. In einer idealen Ausrichtung der Brücke ist die Längsachse
des Laufwagens exakt rechtwinklig, und z. B. horizontal, zur Längsachse der Fahrschienen.
[0079] Zum Beispiel kann das auf die Brücke wirkende Drehmoment zu einer mechanischen Belastung
des Materials der Brücke führen, z. B. zu einem gegenüber einem ausgewogenen mechanischen
inneren Zustand der Brücke zu einem Verspannungszustand der Brücke führen. Zum Beispiel
führt ein auf die Brücke wirkendes Drehmoment zu einer inneren Verspannung der Brücke,
zum Beispiel derart, dass eine Schweißverbindung eine Belastung erfährt, die nachteilig
ist, z. B. zu Materialermüdung der Schweißverbindung bis hin zu einem Materialversagen
im Bereich der Schweißverbindung führt.
[0080] Dem kann ebenfalls entgegengewirkt werden, indem die Schrägstellung der Brücke eliminiert
wird durch Positionsanpassung der Stütze zur dazugehörigen Fahrschiene. Die Positionsanpassung
erfolgt im Standbetrieb der Brücke und/oder im Fahrbetrieb der Brücke.
[0081] Denkbar ist alternativ zu einem Master-Slave-Betrieb ein Standard-Betrieb. Zum Beispiel
sind im Standard-Betrieb die beiden Antriebseinheiten gleichberechtigt, z. B. wahlweise
zeitlich nacheinander oder gleichzeitig aktivierbar und/oder deaktivierbar.
[0082] Zum Beispiel umfasst der Master-Slave-Betrieb den Fahrbetrieb, den Standbetrieb und/oder
die Positionsanpassung der Brücke relativ zu den Fahrschienen, z. B. Betriebsphase
zur Positionsanpassung wie einem Ausrichten der Brücke.
[0083] Zum Beispiel umfasst der Standard-Betrieb den Fahrbetrieb, den Standbetrieb und/oder
die Positionsanpassung bzw. eine Betriebsphase zur Positionsanpassung.
[0084] Zum Beispiel erfolgt im Standard-Betrieb im Standbetrieb ein Einschalten der beide
Antriebseinheiten aus dem ausgeschalteten Zustand der beiden Antriebseinheiten. Zum
Beispiel dienen beide Antriebseinheiten gleichzeitig zur Anpassung der Position der
jeweiligen Stütze an der betreffenden Fahrschiene und damit zur Anpassung der Position
der Brücke relativ zu den Fahrschienen.
[0085] Beispielsweise kann bei einer Schrägstellung der Brücke, im Standard-Betrieb bei
einer Positionsanpassung, eine erste Antriebseinheit so aktiv sein, dass die Brücke
mit der zur ersten Antriebseinheit gehörigen Stütze in eine erste Fahrrichtung der
Brücke angetrieben um eine vorgebbare Wegstrecke verfahrbar ist. Zum Beispiel gleichzeitig
oder zeitlich versetzt, kann bei einer Schrägstellung der Brücke, im Standard-Betrieb
bei einer Positionsanpassung, eine zweite Antriebseinheit so aktiv sein, dass die
Brücke mit der zur zweiten Antriebseinheit gehörigen Stütze in eine zweite Fahrrichtung
der Brücke angetrieben um eine vorgebbare Wegstrecke verfahrbar ist. Zum Beispiel
bei der Positionsanpassung der Brücke erfährt die Brücke auf einer Seite mit einer
Stütze an der einen Fahrschiene eine Fahrbewegung nach vorne bzw. vorwärts, z. B.
um eine Strecke von wenigen Zentimetern, z. B. in die Hauptfahrrichtung. Zum Beispiel
danach oder gleichzeitig erfährt die Brücke auf der anderen Seite mit der anderen
Stütze an der anderen Fahrschiene eine Fahrbewegung nach hinten bzw. rückwärts, z.
B. um eine Strecke von wenigen Zentimetern, z. B. entgegen der Hauptfahrrichtung.
[0086] Zum Beispiel erfolgt unmittelbar, z. B. innerhalb von drei Sekunden, nach erfolgtem
Abschluss der Positionsanpassung im Standbetrieb ein Ausschalten der jeweiligen Antriebseinheit
bzw. der beiden Antriebseinheiten.
[0087] Zum Beispiel erfolgt die Anpassung der ersten Stütze und/oder der zweiten Stütze
derart, dass nach der Positionsanpassung eine exakt symmetrische Ausrichtung der Brücke
relativ zu den Fahrschienen eingerichtet ist. Zum Beispiel ist nach der erfolgten
Anpassung eine Längsachse des Querträgers der Brücke senkrecht ausgerichtet zur Längsachse
der beiden Fahrschienen. Die Längsachse der ersten Fahrschiene ist parallel zur Längsachse
der zweiten Fahrschiene.
[0088] Beispielsweise erfolgt die Anpassung durch genau eine der beiden Antriebseinheiten,
wobei ein Anschalten der genau einen Antriebseinheit erfolgt. Im Standbetrieb des
Fahrportals ist die betreffende Antriebseinheit nur kurzzeitig eingeschaltet, zum
Beispiel aus dem ausgeschalteten Zustand nur für wenige Sekunden wie z. B. für 1 bis
5 Sekunden, oder 1 bis 10 Sekunden eingeschaltet, nur für die Positionsanpassung der
Brücke relativ zu der Fahrschiene bzw. relativ zu den Fahrschienen. Beispielsweise
erfolgt am Ende einer Positionsanpassung mit einer Anpassung der Ausrichtung der Brücke
ein Ausschalten der betreffenden aktiven Antriebseinheit bzw. der beiden Antriebseinheiten.
[0089] Beispielsweise erfolgt währen der Anpassung bei eingeschalteter Antriebseinheit eine
Positionsveränderung der betreffenden Stütze, zu welcher die genau eine Antriebseinheit
gehört, relativ zur dazugehörigen Fahrschiene.
[0090] Zum Beispiel ist die Kontrolleinrichtung ausgebildet, eine Antriebsrichtung der Antriebseinheit
vorzugeben bei der Anpassung der Position der betreffenden Stütze zur dazugehörigen
Fahrschiene. Zum Beispiel ist die Kontrolleinrichtung ausgebildet, eine mit einer
Antriebseinheit aufbringbare Antriebsrichtung zum angetriebenen Bewegen der Stütze
entlang der dazugehörigen Fahrschiene vorzugeben. Zum Beispiel ist die Kontrolleinrichtung
ausgebildet, ein Antriebseinheit derart zu kontrollieren, dass die betreffende Stütze
entlang der dazugehörigen Fahrschiene in eine erste Fahrrichtung und/oder in eine
zweite Fahrrichtung angetrieben bewegbar ist während einer Anpassung. Beispielsweise
erfährt eine der beiden Stützen während der Anpassung der aktuellen Position der Stütze
in eine angepasste Position der Stütze durch ein Vorwärtsfahren in eine erste Fahrrichtung,
zum Beispiel vorwärts, entlang der Fahrschiene oder in eine zweite Fahrrichtung, zum
Beispiel rückwärts, entlang der Fahrschiene.
[0091] Nach einer erfolgten Anpassung steht im Stillstandbetrieb die Stütze still an einer
Position entlang der Fahrschiene, die sich von der Position der Stütze, die die Stütze
vor der Anpassung eingenommen hat, unterscheidet und einer dazugehörigen Sollposition
entspricht.
[0092] Zum Beispiel liegt ein Maß einer Wegstrecke, welche die betreffende Stütze bei der
Anpassung Strecke zurücklegt, in einem Bereich zum Beispiel zwischen einem Zentimeter
und fünf Zentimetern oder zum Beispiel in einem Bereich zwischen einem Zentimeter
und zehn Zentimetern oder zum Beispiel in einem Bereich zwischen einem Zentimeter
und fünfzehn Zentimetern oder zum Beispiel in einem Bereich zwischen einem Zentimeter
und zwanzig Zentimetern.
[0093] Damit lässt sich während des Fahrens der Brücke zum Beispiel im Betrieb des Fahrportals
ein Verkanten oder Verspannen des Fahrportals bzw. der Brücke relativ zu den Fahrschienen
vermeiden.
[0094] Zum Beispiel ist in einem Arbeitsbetrieb einer am Fahrportal vorhandenen Arbeitsmaschine
ein Verkanten oder ein Verspannen der Brücke vermeiden durch ein Entgegenwirken mit
der Kontrolleinheit durch eine entsprechende Ansteuerung der ersten Antriebseinheit
und/oder durch eine entsprechende Ansteuerung der zweiten Antriebseinheit.
[0095] Damit kann während einer Fahrt der Brücke ein mögliches Verkanten oder Verspannen
der Brücke relativ zu den beiden Fahrschienen minimiert oder unterbunden werden.
[0096] Beispielsweise ist damit ein Verkanten oder ein Verspannen der Brücke relativ zu
einer Fahrschiene bzw. relativ zu beiden Fahrschienen vermeidbar. Andernfalls kann
es sich bedingt durch ein auf die Brücke wirkendes Drehmoment ein Drehmoment nachteilig
auswirken. Beispielsweise erzeugt das aufgebrachte Drehmoment im Portalkran ein resultierendes
Gegenmoment in der Brücke. Dies bewirkt eine mechanische Belastung von Verbindungsstellen
im Portalkran. Zum Beispiel bewirkt das Drehmoment eine Belastung von Schweißverbindungen
und/oder Schweißkonstruktionen des Fahrportal z. B. der Brücke des Fahrportals. Beispielsweise
erzeugt das aufgebrachte Drehmoment im Portalkran ein resultierendes Gegenmoment in
der Brücke, das sich direkt auf eine Radstellung entlang der Fahrschienen in Längsrichtung
der Fahrschienen auswirkt. Dies führt ohne ein Entgegenwirken zum Beispiel zu einer
Schrägstellung der Brücke und zu einem Verspannen oder Verkanten. Dies führt zum Beispiel
zu einem erhöhten Verschleiß der Laufräder und/oder zu einer frühzeitigen Alterung
der Schweißverbindungen des Fahrportals.
[0097] Diese negative Wirkung des Drehmoments ergibt sich im Stillstand des Portalkrans
bei nicht fahrendem Betrieb der Brücke in Längsrichtung der Fahrschienen und bei einem
nicht fahrenden Betrieb des Laufwagens auf dem Querträger der Brücke. Außerdem ergibt
sich die negative Wirkung des Drehmoments im Fahrbetrieb des Portalkrans beim Fahren
des Laufwagens auf dem Querträger der Brücke und/oder beim Fahren der Brücke entlang
der Fahrschienen.
[0098] Das betreffende Drehmoment wird zum Beispiel erzeugt durch das Bewegen einer Last,
die von einer Arbeitsmaschine aufgenommen und bewegt wird beispielsweise beim Schwenken
in einer horizontalen Ebene der an einem Ausleger der Arbeitsmaschine aufgenommene
Last um eine vertikale Drehachse der Arbeitsmaschine. Die Arbeitsmaschine ist zum
Beispiel Teil eines Portalkrans und weist zum Beispiel einen Auslegerarm mit einem
Greifer zum Greifen, Anheben, Senken und Schwenken zum Umschlagen von Holzstämmen
auf.
[0099] Zum Beispiel erfolgt während einer Fahrt der Brücke simultan zu einem Arbeitsbetrieb
der an dem Laufwagen aufgenommenen Arbeitsmaschine eine Positionsanpassung der Brücke.
[0100] Genau eine Antriebseinheit an der ersten oder der zweiten Stütze oder beide Antriebseinheiten
sind z. B. ansteuerbar im Stillstand-Betrieb bei nicht fahrender Brücke zur Geradestellung
der Brücke für eine exakt rechtwinklige Ausrichtung der Brücke bzw. des Querträgers
zur Richtung der Fahrschienen.
[0101] Die Erfindung erstreckt sich auf eine Arbeitsmaschine mit einem Fahrportal nach einer
der oben beschriebenen Ausgestaltungen, wobei die Arbeitsmaschine an dem Laufwagen
des Fahrportals aufgenommen ist. Der Laufwagen ist angetrieben bewegbar entlang des
Querträgers in beide Richtungen.
[0102] Damit lassen sich die diskutierten Vorteile für die am Fahrportal linear bewegbare
Arbeitsmaschine erreichen. Zum Beispiel dient die Arbeitsmaschine zur vertikalen und/oder
horizontalen Bewegung von Lasten. Beispielsweise handelt es sich um eine elektrobetriebene
Arbeitsmaschine.
[0103] Zum Beispiel ist ein Kontrolleinheit zur Betriebsführung der Arbeitsmaschine und
die Kontrolleinrichtung des Fahrportals in einer Einheit zusammengefasst oder räumlich
getrennt und kommunizieren leitungsgebunden oder kabellos miteinander.
[0104] Beispielsweise ist die Arbeitsmaschine als Arbeitskran oder Arbeitsbagger oder als
Umschlaggerät ausgebildet. Beispielsweise ist die Arbeitsmaschine an dem Fahrportal
ausgebildet, eine Last aufzunehmen und in einem gehaltenen und angehobenen Zustand,
zum Beispiel in einem an einem Greifer gehaltenen und schwebenden Zustand in der Luft,
um eine vertikale Achse in einer Drehbewegung zu bewegen. Zum Beispiel weist die Arbeitsmaschine
einen langgestreckten horizontal ausgerichteten Auslegerarm auf. Am Auslegerarm ist
die Last gehalten und vertikal auf und ab bewegbar und drehbar um eine vertikale Achse
in einer horizontalen Ebene drehbar. Zum Beispiel ist die Arbeitsmaschine mit Fahrportal
als ein Portalkran, Brückenkran oder ein Portalbagger für Arbeiten an einem Umschlagplatz,
z. B. zum Handling von Rundholz und/oder von Recycling-Material wie zum Beispiel Schrott-Material
ausgebildet.
[0105] Der Portalkran zeigt zum Beispiel einen übliche Aufbau mit z. B. einer Pendelstütze
und einer starren Stütze. Zum Beispiel dient die Brücke des Fahrportals als Kranbrücke,
wobei entlang des Querträgers zum Beispiel eine Laufkatze mit einem Hubwerk verfahrbar
aufgenommen und geführt ist.
Figurenbeschreibung
[0106] Die vorliegende Erfindung ist anhand von Ausführungsbeispielen in den Zeichnungen
unter Angabe weiterer Einzelheiten und Vorteile nachstehend erläutert. Im Einzelnen
zeigt:
Fig. 1 eine Arbeitsmaschine mit einem Fahrportal auf einem Rundholzplatz in perspektivischer
Darstellung,
Fig. 2 eine schematische Draufsicht auf eine Arbeitsmaschine mit einem Fahrportal
von oben mit teilweise transparenten Elementen,
Fig. 3 stark schematisiert einen Ausschnitt eines Fahrportals mit einer Positionsmesseinrichtung
zwischen einer Stütze und einer Fahrschiene und
Fig. 4 eine stark schematische Ansicht von oben auf einen Ausschnitt einer nur schematisch
dargestellten Arbeitsmaschine mit einem Fahrportal.
[0107] Entsprechende Elemente von unterschiedlichen Ausführungsbeispielen sind nachfolgend
teils mit den gleichen Bezugszeichen versehen.
[0108] In Figur 1 ist in perspektivischer Ansicht eine Arbeitsmaschine 1 mit einem Fahrportal
2 mit einer Brücke 3 und Fahrschienen 13, 14 dargestellt. Die Arbeitsmaschine 1 umfasst
einen Kran 1a, der an einem Laufwagen 4 der Brücke 3 aufgenommen ist. Die Arbeitsmaschine
1 ist als Arbeitskran wie z. B. als Portalkran bzw. Portalgreifkran ausgebildet. Die
Arbeitsmaschine 1 dient beispielsweise zum Umschlag und der Sortierung von Rundholzstämmen
5 auf einem Rundholzplatz 6.
[0109] Der Kran 1a besitzt einen mehrgelenkigen Kranausleger 8 mit einem Greifelement 7
zur Aufnahme der Rundholzstämme 5. Der Kranausleger 8 ist um eine vertikale Achse
beispielsweise um 360° drehbar relativ zum Laufwagen 4 vorhanden. Der Laufwagen 4
ist an einem Querträger 9 der Brücke 3 in horizontaler Richtung H1 hin- und her-verfahrbar.
Der Querträger 9 verbindet zwei voneinander beabstandete vertikale Stützen 10 und
11 der Brücke 3 miteinander. Der Laufwagen 4 ist beispielsweise entlang einer Schienenführung
12 längs des Querträgers 9 linear verfahrbar.
[0110] Die Brücke 3 ist über die Stützen 10, 11 in horizontaler Richtung H2 angetrieben
hin- und her-verfahrbar an den zwei parallelen Fahrschienen 13 und 14, auf denen sich
die Stützen 10, 11 abstützen. Die horizontale Richtung H2 ist eine Hauptfahrrichtung
und senkrecht zur horizontalen Richtung H1 ausgerichtet. Zum angetriebenen Verfahren
der Brücke 3 in horizontaler Richtung H2 entlang der Fahrschienen 13, 14 weist die
erste Stütze 10 eine erste Antriebseinheit 15 und die zweite Stütze 11 eine zweite
Antriebseinheit 16 auf. Die Antriebseinheiten 15, 16 sind in den Figuren nicht weiter
ersichtlich.
[0111] Beispielsweise ist der Laufwagen 4 elektrisch oder hydraulisch angetrieben zum Beispiel
elektromotorisch oder über einen Hydraulikantrieb verfahrbar in Richtung H1, genauso
wie die Stützen 10, 11 entlang der ersten Fahrschiene 13 und entlang der zweiten Fahrschiene
14.
[0112] Die schematische Draufsicht auf eine als Portalkran ausgebildete Arbeitsmaschine
1 gemäß Figur 2 zeigt die Fahrschienen 13, 14 des Fahrportals 2, so dass die Brücke
3 mit dem Kran 1a zweispurig auf den Fahrschienen 13, 14 in Richtung H2 längs hin-
und her-angetrieben verfahrbar ist.
[0113] Die Arbeitsmaschine 1 weist zu ihrem Betrieb bzw. zum Betrieb des Fahrportals 2 eine
Kontrolleinrichtung 17 auf.
[0114] Die Kontrolleinrichtung 17 ist ausgebildet die erste Antriebseinheit 15 und die zweite
Antriebseinheit 16 zu kontrollieren. Beispielsweise ist die Kontrolleinrichtung 17
programmiert, eine Master-Slave-Steuerung der Antriebseinheiten 15 und 16 vorzunehmen.
[0115] Zwischen der ersten Stütze 10 und der ersten Fahrschiene 13 wirkt eine erste Positionsmesseinrichtung
18. Zwischen der zweiten Stütze 11 und der zweiten Fahrschiene 14 wirkt eine zweite
Positionsmesseinrichtung 19.
[0116] Die Positionsmesseinrichtungen 18, 19 sind für eine Absolutwegmessung ausgebildet
und umfassen eine codierte Strecke 20 an der Fahrschiene 13 und eine codierte Strecke
21 an der Fahrschiene 14. Die codierten Strecken 20, 21 weisen jeweils eine Codierung
22 und 23 auf. Die Codierung 22 an der ersten Fahrschiene 13 ist von einem Lesekopf
24 der Positionsmesseinrichtung 18 lesbar. Die Codierung 23 an der zweiten Fahrschiene
14 ist von einem Lesekopf 25 der Positionsmesseinrichtung 19 lesbar.
[0117] Der Lesekopf 24 weist hierfür einen Sensor 24a auf und der Lesekopf 25 weist einen
Sensor 25a auf. Der Sensor 24a ist ausgebildet, zum Beispiel jede mögliche Wegposition
der Stütze 10 entlang der codierten Strecke 20 über die Fahrlänge der Fahrschiene
13 zu erfassen und der Kontrolleinrichtung 17 zur Verfügung zu stellen.
[0118] Der Sensor 25a ist entsprechend ausgebildet, zum Beispiel jede mögliche Wegposition
der Stütze 11 entlang der codierten Strecke 21 über die Fahrlänge der Fahrschiene
14 zu erfassen und der Kontrolleinrichtung 17 zur Verfügung zu stellen.
[0119] Beispielsweise dient bei der Arbeitsmaschine 1 die eine Seite mit der Positionsmesseinrichtung
18 als Master-Seite einer Master-Slave-Steuerung und die andere Seite mit der Positionsmesseinrichtung
19 als Slave-Seite der Master-Slave-Steuerung bezüglich der Antriebseinheiten 15,
16.
[0120] Gemäß Fig. 3 ist stark schematisch ein Ausschnitt eines Fahrportals 2 mit einer Positionsmesseinrichtung
18 zwischen einer Stütze 10 und einer Fahrschiene 13 dargestellt. Die Positionsmesseinrichtungen
18 ist für eine Absolutwegmessung ausgebildet und umfasst die codierte Strecke 20,
die fest an der Fahrschiene 13 vorhanden ist. Beispielhaft ist die codierte Strecke
als Codeband 20a mit der Codierung 22 ausgebildet. Die Codierung 22 an der ersten
Fahrschiene 13 ist von einem an der Stütze 10 vorhandenen Lesekopf 24 der Positionsmesseinrichtung
18 lesbar. Der Lesekopf 24 weist hierfür einen Sensor 24a auf, der zum Beispiel schleifend
oder kontaktlos die Codierung 22 liest. Der Lesekopf 24 ist über eine Leitung 26 wie
eine Energie- und/oder Signal- und/oder Datenleitung verbunden zum Beispiel mit der
Kontrolleinrichtung 17 und/oder einer Energieversorgungseinheit.
[0121] Fig. 4 zeigt von oben eine Arbeitsmaschine 1 mit einem Fahrportal 2 mit einer Brücke
3 und Fahrschienen 13, 14. Die Arbeitsmaschine 1 umfasst einen Kran 1a, der an einem
Laufwagen 4 der Brücke 3 aufgenommen ist. Die Arbeitsmaschine 1 ist beispielhaft als
Arbeitskran wie z. B. als Portalkran bzw. Portalgreifkran ausgebildet. Die Arbeitsmaschine
1 dient zum Bewegen einer Last wie beispielsweise zum Umschlag und der Sortierung
von Rundholzstämmen 5.
[0122] Der Kran 1a besitzt einen Ausleger, z. B. einen Kranausleger 8, mit einem Greifelement
7 zur Aufnahme der Rundholzstämme 5. Der Kranausleger 8 ist mit einem Endabschnitt
an einem Grundkörper der Arbeitsmaschine 1 drehbar gelagert und angetrieben um eine
vertikale Achse A beispielsweise um 360° drehbar in beide Drehrichtungen. Der Laufwagen
4 ist an einem Querträger 9 der Brücke 3 in horizontaler Richtung H1 hin- und her-verfahrbar.
Der Querträger 9 verbindet zwei voneinander beabstandete vertikale Stützen 10 und
11 der Brücke 3 miteinander. Der Laufwagen 4 ist beispielsweise entlang einer Schienenführung
in Längsrichtung L1 des Querträgers 9 linear verfahrbar.
[0123] Beim Schwenken der Last bzw. der Rundholzstämme 5, durch ein angetriebenes Drehen
des Kranauslegers 8 wirkt ein Drehmoment D im Laufwagen 4 und damit im Fahrportal
2. Damit wird in der Arbeitsmaschine und/oder in dem Fahrportal 2 ein resultierendes
Gegenmoment wirksam. Das Gegenmoment überträgt sich auf Komponenten der Anordnung
wie zum Beispiel auf eine Schweißkonstruktion und/oder andere Verbindungsmittel des
Fahrportals 2 direkt auf eine Radstellung von Fahrrädern, die an der Stütze 10 und
11 vorhanden sind zum angetriebenen Fahren der Brücke 3 entlang der Fahrschienen 13
und 14 in horizontaler Fahrrichtung H2.
[0124] Beispielsweise wird eine durch das Drehmoment D bedingte Schrägstellung der Brücke
3 relativ zu den Fahrschienen 13, 14 über die als Absolutwegmessung ausgebildeten
Positionsmesseinrichtungen 18 bzw. 19 erfasst. Eine mit den Positionsmesseinrichtungen
18 und 19 zusammenarbeitende Kontrolleinrichtung (nicht dargestellt) des Fahrportals
2 steuert eine Antriebseinheit 15 der Stütze 10 und/oder eine Antriebseinheit 16 der
Stütze 11 derart, dass innerhalb einer vergleichsweise sehr kurzen Zeitspanne, z.
B. innerhalb maximal einer Sekunde, die Brücke 3wieder exakt quer ausgerichtet ist
zu den Fahrschienen 13 und 14. Die Kontrolleinrichtung (nicht dargestellt) des Fahrportals
2 steuert die Antriebseinheit 15 und/oder 16 so, dass nach der erfolgetn Positionsanpassung
der Brücke 3 zu den Fahrschienen 13, 14 die Brücke 3 bzw. die Längsachse L1 des Querträgers
9 exakt rechtwinklig steht zu den parallelen Längsachsen LF der Fahrschiene 13 und
der Fahrschiene 14. Diese Steuerung ist in einem Standbetrieb der Brücke 3 möglich,
oder in einem Fahrbetrieb der Brücke 3.
[0125] In Fig. 4 ist ein Umriss U gestrichelt dargestellt, was eine mögliche z. B. nur in
einem Bruchteil einer Sekunde auftretende Schrägstellung der Brücke 3 relativ zu den
Fahrschienen 13 und 14 andeutet. Die Schrägstellung ist z. B. bedingt durch das Drehmoment
D beim Schwenken der Last bzw. der Rundhölzer 5.
[0126] Eine Schrägstellung wird innerhalb einer vergleichsweise sehr kurzen Zeitspanne bzw.
sofort erfasst und verarbeitet, mittels der Kontrolleinheit und mit der als Absolutwegmessung
arbeitenden Positionsmesseinrichtungen 18 und 19. Dabei erfolgt die folgende Anpassung
mit Hilfe der hinterlegten Sollpositionsdaten.
[0127] Beispielsweise erfolgt die Positionsanpassung der Brücke 3 zur Aufhebung der Schrägstellung
der Brücke 3 in einem mit der Kontrolleinrichtung eingerichteten Master-Slave-Betrieb
des Fahrportals 2. Beispielsweise wird genau eine Antriebseinheit angesteuert, z.
B. um die von der genau einen Antriebseinheit antreibbare Stütze der Brücke 3 genau
um die geringe Wegstrecke nach vorne bzw. vorwärts oder nach hinten oder rückwärts
die zu bewegen, um die Schrägstellung aufzuheben bzw. um die Geradestellung der Brücke
3 zu erreichen. Beispielsweise ist die genau eine Antriebseinheit einer Slave-Einheit
zugeordnet. Zum Beispiel wird die andere Antriebseinheit bzw. die Master-Antriebseinheit
nicht angesteuert zur Geradstellung bzw. zur Ausrichtung der Brücke 3.
Bezugszeichenliste
[0128]
- 1
- Arbeitsmaschine
- 1a
- Kran
- 2
- Fahrportal
- 3
- Brücke
- 4
- Laufwagen
- 5
- Rundholzstamm
- 6
- Rundholzplatz
- 7
- Greifelement
- 8
- Kranausleger
- 9
- Querträger
- 10
- Stütze
- 11
- Stütze
- 12
- Schienenführung
- 13
- Fahrschiene
- 14
- Fahrschiene
- 15
- Antriebseinheit
- 16
- Antriebseinheit
- 17
- Kontrolleinrichtung
- 18
- Positionsmesseinrichtung
- 19
- Positionsmesseinrichtung
- 20
- Strecke
- 20a
- Codeband
- 21
- Strecke
- 22
- Codierung
- 23
- Codierung
- 24
- Lesekopf
- 24a
- Sensor
- 25
- Lesekopf
- 25a
- Sensor
- 26
- Leitung
1. Fahrportal (2) für eine Arbeitsmaschine (1) wie ein Portalkran, wobei das Fahrportal
(2) eine erste Fahrschiene (13) und eine zweite Fahrschiene (14) aufweist, wobei die
fest positionierbaren Fahrschienen (13, 14) in die gleiche Richtung ausgerichtet sind,
und wobei das Fahrportal (2) einen Laufwagen (4) und eine Brücke (3) aufweist, wobei
die Brücke (3) eine erste Stütze (10), eine zweite Stütze (11) und einen Querträger
(9) umfasst, der die Stützen (10, 11) im oberen Teil der Stützen (10, 11) verbindet,
und wobei der Laufwagen (4) des Fahrportals (2) entlang des Querträgers (9) bewegbar
ist, wobei die Brücke (3) entlang der Fahrschienen (13, 14) in eine Haupt-Fahrrichtung
des Fahrportals (2) zweispurig angetrieben fahrbar ist, und wobei die erste Stütze
(10) eine erste Antriebseinheit (15) aufweist und wobei die zweite Stütze (11) eine
zweite Antriebseinheit (16) aufweist, so dass die erste Stütze (10) mit der ersten
Antriebseinheit (15) angetrieben entlang der ersten Fahrschiene (13) verfahrbar ist
und die zweite Stütze (11) mit der zweiten Antriebseinheit (16) entlang der zweiten
Fahrschiene (14) verfahrbar ist, wobei eine Kontrolleinrichtung (17) des Fahrportals
(2) zum Betrieb des Fahrportals (2) und zur Kontrolle der ersten Antriebseinheit (15)
und der zweiten Antriebseinheit (16) dient, dadurch gekennzeichnet, dass die Kontrolleinrichtung (17) des Fahrportals (2) ausgebildet ist, die erste Antriebseinheit
(15) und die zweite Antriebseinheit (16) separat voneinander zu kontrollieren, und
wobei eine erste Positionsmesseinrichtung (18) vorhanden ist, die zwischen der ersten
Stütze (10) und der ersten Fahrschiene (13) wirkt, und wobei eine zweite Positionsmesseinrichtung
(19) vorhanden ist, die zwischen der zweiten Stütze (11) und der zweiten Fahrschiene
(14) wirkt, so dass über die gesamte Fahrlänge der ersten Fahrschiene (13) zu einem
beliebigen Zeitpunkt eine aktuelle Position der ersten Stütze (10) an der ersten Fahrschiene
(13) erfassbar ist und über die gesamte Fahrlänge der zweiten Fahrschiene (14) eine
aktuelle Position der zweiten Stütze (11) an der zweiten Fahrschiene (14) erfassbar
ist, und wobei die Kontrolleinrichtung (17) ausgebildet ist, die aktuelle Position
der ersten Stütze (10) an der ersten Fahrschiene (13) und die aktuelle Position der
zweiten Stütze (11) an der zweiten Fahrschiene (14) in einem gemeinsamen Zeitpunkt
zu verarbeiten und miteinander in Bezug zu bringen, wobei im Betrieb des Fahrportals
(2) die Kontrolleinrichtung (17) auf Basis der ermittelten aktuellen Position der
ersten Stütze (10) an der ersten Fahrschiene (13) und der ermittelten aktuellen Position
der zweiten Stütze (11) an der zweiten Schiene (14) einen Vergleich mit Sollpositionsdaten
durchführt und bei einer von der Kontrolleinrichtung (17) festgestellten Abweichung
der aktuellen Positionen von den Sollpositionsdaten die erste Antriebseinheit (15)
und/oder die zweite Antriebseinheit (16) in Bezug auf eine Antriebswirkung so zu kontrollieren,
dass zu einem zeitlich nachfolgenden Zeitpunkt die aktuelle Position der ersten Stütze
(10) an der ersten Fahrschiene (13) und die aktuelle Position der zweiten Stütze (11)
an der zweiten Fahrschiene (14) entsprechend der Sollpositionsdaten anpasst.
2. Fahrportal (2) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass mit der Kontrolleinrichtung (17) ein Master-Slave-Betrieb des Fahrportals (2) eingerichtet
ist, wobei die erste Antriebseinheit (15) oder die zweite Antriebseinheit (16) einer
Master-Einheit zugeordnet ist und die andere Antriebseinheit einer Slave-Einheit zugeordnet
ist.
3. Fahrportal (2) nach Anspruch 1 oder Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest eine Positionsmesseinrichtung (18, 19) für eine Absolutwegmessung ausgebildet
ist.
4. Fahrportal (2) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Positionsmesseinrichtung (18, 19) eine codierte Strecke (20, 21) entlang der
Fahrlänge einer Fahrschiene (13, 14) umfasst.
5. Fahrportal (2) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die codierte Strecke (20, 21) ein Codeband (20a) und/oder eine Codeschiene umfasst,
wobei die codierte Strecke (20, 21) als eine lesbare Codierung (22, 23) ausgebildet
ist.
6. Fahrportal (2) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die codierte Strecke (20, 21) eine Codierung (22, 23) umfasst, welche als magnetische
Längencodierung ausgebildet ist.
7. Fahrportal (2) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Positionsmesseinrichtung (18, 19) einen Lesekopf (24, 25) aufweist, welcher abgestimmt
ist, eine Codierung (22, 23) entlang der codierten Strecke (20, 21) über die Fahrlänge
einer Fahrschiene (13, 14) zu lesen.
8. Fahrportal (2) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Positionsmesseinrichtung (18, 19) einen Lesekopf (24, 25) mit einem Sensor (24a,
25a) aufweist, wobei der Sensor (24a, 25a) zur Erfassung einer Wegposition entlang
der codierten Strecke (20, 21) über die Fahrlänge einer Fahrschiene (13, 14) ausgestaltet
ist.
9. Fahrportal (2) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Kontrolleinrichtung (17) ausgebildet ist, hinterlegte Sollpositionsdaten der
Stützen (10, 11) für den Betrieb des Fahrportals (2) zugrunde zu legen, wobei die
Sollpositionsdaten der Stützen (10, 11) einander zugeordnete Wertpaare umfassen, wobei
ein Wertepaar eine Position der ersten Stütze (10)an der ersten Fahrschiene (13) und
eine Position der zweiten Stütze (11) an der zweiten Fahrschiene (14) umfasst.
10. Fahrportal (2) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Kontrolleinrichtung (17) ausgebildet ist, hinterlegte Sollpositionsdaten der
Stützen (10, 11) für den Betrieb des Fahrportals (2) zugrunde zu legen, wobei eine
Position der ersten Stütze (10) an der ersten Fahrschiene (13) und eine Position der
zweiten Stütze (11) an der zweiten Fahrschiene (14) einander zugeordnet sind, wobei
die Position der ersten Stütze (10) an der ersten Fahrschiene (13) und die Position
der zweiten Stütze (11) an der zweiten Fahrschiene (14) auf einer Linie liegen, die
senkrecht zu einer Längsrichtung der Fahrschienen (13, 14) ausgerichtet ist, wobei
die beiden Fahrschienen (13, 14) parallel ausgerichtet sind.
11. Fahrportal (2) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass in einem Fahrbetrieb der Brücke (3), die Brücke eine Fahrbewegung entlang der beiden
Fahrschienen (13, 14) erfährt, wobei die erste Antriebseinheit (15) eingeschaltet
ist und gleichzeitig die zweite Antriebseinheit (16) eingeschaltet ist, wobei die
fahrende Brücke (3) mit der ersten Antriebseinheit (15) eine Antriebswirkung relativ
zur ersten Fahrschiene (13) erfährt und mit der zweiten Antriebseinheit (16) eine
Antriebswirkung relativ zur zweiten Fahrschiene (13) erfährt, wobei die Kontrolleinrichtung
(17) ausgebildet ist, die erste Antriebseinheit (15) und/oder die zweite Antriebseinheit
(16) derart zu kontrollieren, dass eine Anpassung der aktuellen Position der ersten
Stütze (10) an der ersten Fahrschiene (13) entsprechend der Sollpositionsdaten erfolgt
und/oder dass eine Anpassung der aktuellen Position der zweiten Stütze (11) an der
zweiten Fahrschiene (14) entsprechend der Sollpositionsdaten erfolgt.
12. Fahrportal (2) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass in einem Standbetrieb der Brücke (3), wobei im Standbetrieb der Brücke (3) die Brücke
(3)keine Fahrbewegung entlang der Fahrschienen ausführt, wobei die erste Antriebseinheit
(15) ausgeschaltet ist und mit der ersten Antriebseinheit (15) die stehende Brücke
(3) keine Antriebswirkung relativ zur ersten Fahrschiene (13) erfährt, wobei die zweite
Antriebseinheit (16) ausgeschaltet ist und mit der zweiten Antriebseinheit (16) die
stehende Brücke (3) keine Antriebswirkung relativ zur zweiten Fahrschiene (14) erfährt,
wobei die Kontrolleinrichtung (17) ausgebildet ist, die erste Antriebseinheit (15)
und/oder die zweite Antriebseinheit (16) derart zu kontrollieren, dass eine Anpassung
der aktuellen Position der ersten Stütze (10) an der ersten Fahrschiene (13) entsprechend
der Sollpositionsdaten erfolgt und/oder dass eine Anpassung der aktuellen Position
der zweiten Stütze (11) an der zweiten Fahrschiene (14) entsprechend der Sollpositionsdaten
erfolgt.
13. Arbeitsmaschine (1) mit einem Fahrportal (2) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
wobei die Arbeitsmaschine (1) an dem Laufwagen (4) des Fahrportals (2) aufgenommen
ist.
14. Arbeitsmaschine (1) nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Arbeitsmaschine (1) als Arbeitskran oder Arbeitsbagger ausgebildet ist.