[0001] Die Erfindung betrifft eine Verriegelungseinrichtung, insbesondere ein mechanisches
Schloss, das ein Gehäuse und einen in das Gehäuse eingebrachten länglichen Sperrkörper
umfasst, wobei der längliche Sperrkörper Sperrelemente aufweist, die durch ein passendes
Entsperrmittel aus einer Sperrstellung, in der der Sperrkörper relativ zu dem Gehäuse
nicht drehbar ist, in eine Entsperrstellung, in der der Sperrkörper zur Entriegelung
der Verriegelungseinrichtung relativ zu dem Gehäuse drehbar ist, bewegbar sind.
[0003] Durch Benutzung sind Schlösser mit einem länglichen Gehäuse und einem darin angeordneten
länglichen Sperrkörper bekannt. Solche Schlösser werden beispielsweise in Briefkästen
verwendet, die einen Postaufnahmebehälter mit einer verriegelbaren Zugangsklappe aufweisen.
[0004] Sind die Sperrelemente als Sperrscheiben mit zwischen benachbarten Sperrscheiben
angeordneten Distanzscheiben ausgebildet, kann das Schloss mit einem sogenannten Lockpickingwerkzeug
innerhalb kurzer Zeit unbefugt und zerstörungsfrei geöffnet werden. Mit dem genannten
Werkzeug, das auf einen zu öffnenden Schlosstyp angepasst ist, können sämtliche Sperrscheiben
dazu aus einer Sperrstellung in eine Entsperrstellung gedreht werden. In der Sperrstellung
greift ein sich parallel zu einer Längsachse des Sperrkörpers erstreckender Sperrstift
in eine Rastnut in dem Gehäuse ein und liegt an Außenseiten der Sperrscheiben an,
so dass eine Drehbewegung des Sperrkörpers in dem Gehäuse um eine Längsachse des Sperrkörpers
blockiert ist.
[0005] In der Entsperrstellung sind die Sperrscheiben in einer Stellung, in der der Sperrstift
nur noch in eine Entsperrnut bildende Einkerbungen in den Sperrscheiben und den Distanzscheiben
eingreift und nicht mehr in die Rastnut in dem Gehäuse, so dass eine Drehbewegung
des Sperrkörpers in dem Gehäuse freigegeben ist. Das Schloss kann nun aus einer Verriegelungsstellung,
in der beispielsweise ein Sperrriegel einen Vorsprung hintergreift, in eine Entriegelungsstellung
bewegt werden, in der der Sperrriegel den Vorsprung nicht mehr hintergreift.
[0006] Sind die Sperrelemente als Sperrstäbe oder als rahmenartige Sperrplättchen ausgebildet,
erfolgt deren Bewegung aus einer Sperrstellung in eine Entsperrstellung entgegen einer
Federkraft einer Schraubenfeder. Dazu liegt die Feder mit einem ersten Ende an das
Gehäuse an und mit einem dem ersten Ende abgewandten zweiten Ende an eine Stirnseite
des Sperrstabs oder an einen Rahmenvorsprung des rahmenartigen Sperrplätchens.
[0007] Bei einem Schloss mit Sperrstäben sind diese üblicherweise zweiteilig ausgebildet,
wobei die beiden Teile unterschiedlich lang sind. In der Sperrstellung stehen die
Sperrstäbe aus dem Gehäuse heraus in den Sperrkörper vor. In der Entsperrstellung
ist ein dem Gehäuse zugewandter Sperrstabteil in dem Gehäuse und ein dem Sperrkörper
zugewandter Sperrstabteil in dem Sperrkörper angeordnet. Ein Übergang der beiden Sperrstabteile
im Bereich eines Übergangs ist dazu bündig mit dem Gehäuse und dem Sperrkörper.
[0008] Bei einem Schloss mit rahmenartigen Sperrplättchen stehen Sperrränder der Sperrplättchen
in der Sperrstellung aus dem Sperrkörper in das Gehäuse vor und greifen in eine Rastnut
in dem Gehäuse ein. In der Entsperrstellung sind die Sperrränder innerhalb des Sperrkörpers
angeordnet, das heißt eingezogen, und greifen nicht mehr in die Rastnut ein.
[0009] Bei den vorgenannten aus dem Stand der Technik bekannten mechanischen Schlössern
werden die Sperrelemente durch einen Schlüssel bei dessen Einführen in das Schloss
aus der Sperrstellung in die Entsperrstellung bewegt.
[0010] In Fachkreisen wird eine Sicherheit eines mechanischen Schlosses an einer Zeit gemessen,
die erforderlich ist, um das mechanische Schloss unbefugt zu öffnen. Je länger diese
Zeit ist, als desto sicherer gilt das Schloss.
[0011] Eine erfindungsgemäße Verriegelungseinrichtung ist eine ausschließlich mechanische
Verriegelungseinrichtung. Elektrische und/oder elektronische Komponenten sind nicht
vorgesehen.
[0012] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine mechanische Verriegelungseinrichtung
der eingangs genannten Art auszubilden, die besonders widerstandsfähig gegen eine
unbefugte, zerstörungsfreie Öffnung ist.
[0013] Ferner liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, eine Verriegelungseinrichtung der
eingangs genannten Art zu schaffen, die besonders widerstandsfähig gegen eine gewaltsame
Öffnung ist.
[0014] Erfindungsgemäß wird die Aufgabe dadurch gelöst, dass der längliche Sperrkörper zumindest
zwei Sperrelementbereiche aufweist, wobei Sperrelemente eines ersten Sperrelementbereichs
verschieden von Sperrelementen eines zweiten Sperrelementbereichs ausgebildet sind.
[0015] Vorzugsweise weist jeder der zumindest zwei Sperrelementbereiche mehrere gleiche
oder gleichartige Sperrelemente auf, die von den Sperrelementen eines anderen der
Sperrelelementbereiche verschieden sind. Beispielsweise kann ein erster Sperrelementbereich
Sperrscheiben aufweisen, während ein zweiter Sperrelementbereich Sperrstäbe umfasst.
[0016] Dadurch, dass die Sperrelemente der zumindest zwei Sperrelementbereiche voneinander
verschieden sind, ist eine Öffnung der Verriegelungseinrichtung mit einem bisher bekannten
Lockpickingwerkzeug vorteilhaft nicht möglich. Weiter vorteilhaft muss eine zur Öffnung
nicht befugte Person zwei Sperrelementbereiche mit voneinander verschiedenen Sperrelementen
überwinden, um die Verriegelungseinrichtung unbefugt und zerstörungsfrei zu öffnen.
Das bedeutet, dass sämtliche Sperrelemente eines jeden Sperrelementbereichs aus der
Sperrstellung in eine Entsperrstellung bewegt werden müssen, damit der Sperrkörper
zur Öffnung der Verriegelungseinrichtung in dem Gehäuse drehbar ist. Dazu müssen unterschiedliche
Lockpickingtechniken miteinander kombiniert werden. Damit dies überhaupt möglich ist,
muss einem Lockpicker bekannt sein, wieviele Sperrelemente jeder Sperrelementbereich
aufweist und wie diese ausgebildet sind.
[0017] Zweckmäßigerweise sind die zumindest zwei Sperrelementbereiche in einer Längsrichtung
des länglichen Sperrkörpers hintereinander angeordnet. Vorteilhaft besteht ein vorderer
und ein hinterer Sperrelementbereich, wobei der hintere Sperrelementbereich tiefer
in dem Sperrkörper liegt, das heißt weiter weg von einer Einführöffnung, durch die
hindurch ein Entsperrmittel wie ein Schlüssel einführbar ist. Dadurch sind die Sperrelemente
des hinteren Sperrelementbereichs weniger gut zugänglich als diejenigen des vorderen
Sperrelementbereichs. Aufgrund dieser Anordnung wird eine Verriegelungseinrichtung
ausgebildet, die besser als aus dem Stand der Technik bekannte Verriegelungseinrichtungen
gegen eine unbefugte Öffnung gesichert ist.
[0018] In einer Ausgestaltung der Erfindung sind die Sperrelemente eines ersten Sperrelementbereichs
der zumindest zwei Sperrelementbereiche um eine Längsachse des länglichen Sperrkörpers
drehbar, und die Sperrelemente eines zweiten Sperrelementbereichs der zumindest zwei
Sperrelementbereiche sind schräg oder senkrecht zu einer Längsachse des länglichen
Sperrkörpers linear bewegbar. Durch eine Bewegbarkeit der Sperrelemente der verschiedenen
Sperrelementbereiche in unterschiedliche Richtungen oder durch unterschiedliche Bewegungen
wird vorteilhaft eine besonders sichere Verriegelungseinrichtung geschaffen.
[0019] Zweckmäßigerweise sind die Sperrelemente eines ersten Sperrelementbereichs der zumindest
zwei Sperrelementbereiche als um eine Längsachse des länglichen Sperrkörpers drehbare
Sperrscheiben und die Sperrelemente eines zweiten Sperrelementbereichs der zumindest
zwei Sperrelementbereiche als linear entgegen einer Rückstellkraft eines Rückstellmittels
bewegbare rahmenartige Sperrplättchen oder Sperrstäbe ausgebildet.
[0020] Sperrscheiben sind im Wesentlichen rund, insbesondere kreisrund, während Sperrplättchen
eckig ausgebildet sind. Ein Entsperrmittel wie ein Schlüssel taucht zur Bewegung von
Sperrscheiben oder Sperrplättchen aus der Sperrstellung in die Entsperrstellung und
zurück durch eine mittige Öffnung in diesen hindurch. Sperrscheiben werden bei einer
solchen Einführbewegung gedreht, während Sperrplättchen linear mit einer Richtungskomponente
senkrecht zu einer Längsachse des länglichen Sperrkörpers bewegt werden.
[0021] Sperrstäbe, die zwei- oder mehrteilig ausgebildet sein können, liegen an das Entsperrmittel
an, beispielsweise an einen Schlüsselbart eines Schlüssels, und werden linear bewegt.
Insbesondere kann das Rückstellmittel eine Feder wie eine Schraubenfeder oder eine
Spiralfeder umfassen.
[0022] Vorteilhaft wird eine Verriegelungseinrichtung geschaffen, die besonders sicher und
einfach herstellbar ist. Die Erfinder haben außerdem festgestellt, dass eine solche
Verriegelungseinrichtung eine besonders lange Nutzungsdauer ermöglicht.
[0023] In einer Ausgestaltung der Erfindung weist einer der zumindest zwei Sperrelementbereiche
einen hohlzylindrischen Grundkörper auf, der mehrere Stege umfasst. Die Stege können
zwischen Einbringaussparungen, durch die hindurch die Sperrelemente in den hohlyzlindrischen
Grundkörper eingebracht werden können, angeordnet sein.
[0024] Denkbar ist, dass eine Stirnseite des hohlzylindrischen Grundkörpers einen Steg aufweist,
der lediglich auf einer Seite von einer Einbringaussparung begrenzt ist.
[0025] Zwischen benachbarten Stegen sind Sperrelemente in den hohlzylindrischen Grundkörper
eingebracht.
[0026] Obwohl denkbar ist, dass durch eine Einbringaussparung mehrere Sperrelemente in den
hohlzylindrischen Grundkörper eingebracht sind, ist in eine einzige Einbringaussparung
insbesondere ein einziges Sperrelement in den hohlzylindrischen Grundkörper eingebracht.
Vorzugsweise ist der hohlzylindrische Grundkörper einstückig ausgebildet.
[0027] Weiter bevorzugt ist der hohlzylindrische Grundkörper als Gussteil ausgebildet, vorzugsweise
als metallisches Gussteil. Dessen Ausbildung aus einem keramischen Werkstoff oder
Kunststoff ist denkbar.
[0028] Durch die Stege wird ein besonders stabiler hohlzylindrischer Grundkörper geschaffen,
durch den die Verriegelungseinrichtung besonders gut gegen gewaltsames unbefugtes
Öffnen unter Zuhilfenahme von Schlag- oder Bohrwerkzeugen gesichert ist.
[0029] Obwohl denkbar ist, dass die Einbringaussparungen unterschiedlich breit sind, wobei
Breite deren Abmessung in einer Längsrichtung des Sperrkörpers bezeichnet, sind die
Einbringaussparungen insbesondere gleich breit.
[0030] In einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung sind die Stege als ringabschnittförmige
Stege ausgebildet.
[0031] Die ringabschnittförmigen Stege können halbringförmige Stege oder halbkreisringförmige
Stege sein. Ein Ringdurchmesser von halbringförmigen oder halbkreisringförmigen Stegen
entspricht einem Durchmesser des hohlzylindrischen Grundkörpers.
[0032] Außenseiten der Stege können Oberflächenabschnitte des hohlzylindrischen Grundkörpers
bilden, das heißt die Stege erstrecken sich in dessen Umfangsrichtung.
[0033] Die Stege wirken außerdem als Abstandhalter, die aus dem Stand der Technik bekannten
Distanzscheiben entsprechen.
[0034] Ferner wirken die Stege als Verstärkungsmittel, durch das eine Stabilität einer erfindungsgemäßen
Verriegelungseinrichtung erheblich erhöht wird.
[0035] Die Stege können kongruente Einkerbungen aufweisen, die in einer Längsrichtung des
hohlzylindrischen Grundkörpers hintereinander angeordnet sind. Die kongruenten Einkerbungen
können mit zu diesen kongruenten Einkerbungen in den Sperrelementen eine Entsperrnut
bilden.
[0036] Zweckmäßigerweise sind die Stege unterschiedlich dick. Vorteilhaft sind benachbarte
Sperrelemente nicht äquidistant voneinander beabstandet, sondern in voneinander verschiedenen
Abständen.
[0037] Eine Dicke des Steges ist dessen Abmessung in einer Längsrichtung des Sperrkörpers.
Sind die Stege unterschiedliche dick, muss für jede Bauart einer erfindungsgemäßen
Verriegelungseinrichtung ein eigenes Lockpickingwerkzeug geschaffen werden. Vorteilhaft
wird eine besonders sichere Verriegelungseinrichtung geschaffen.
[0038] Sind einige der Stege dicker ausgebildet als andere Stege, wird außerdem eine gegen
ein gewaltsames Öffnen besonders stabile Verriegelungseinrichtung geschaffen.
[0039] In einer Ausgestaltung der Erfindung umfasst der hohlzylindrische Grundkörper auf
einer den Einbringaussparungen gegenüberliegenden Seite mehrere Aufnahmeaussparungen
zur Aufnahme von Sperrelementvorsprüngen der Sperrelemente. Vorteilhaft sind aus dem
Stand der Technik bekannten Sperrelemente verwendbar, beispielsweise Sperrscheiben,
rahmenartige Sperrplättchen oder Sperrstäbe. Eine Aufnahmeaussparung ist genauso breit
wie einer dieser gegenüberliegende Einbringaussparung. Eine Breite ist deren Abmessung
in einer Längsrichtung des hohlzylindrischen Grundkörpers.
[0040] Die Aufnahmeaussparungen können in eine Innenwand des hohlzylindrischen Grundkörpers
in der Art eines Sacklochs eingebracht sein, oder sich in radialer Richtung durchgehend
durch eine Mantelfläche des hohlzylindrischen Grundkörpers hindurch erstrecken. Sind
die Aufnahmeaussparungen in der Art eines Sacklochs ausgebildet, wird ein besonders
steifer hohlzylindrischer Grundkörper geschaffen.
[0041] Aussparungsenden der Aufnahmeaussparungen bilden zwei Anschläge für die Sperrelementvorsprünge
der Sperrelemente. Die Sperrelementvorsprünge können in einer Sperrstellung an einen
ersten der beiden Anschläge und in einer Entsperrstellung an einen zweiten der beiden
Anschläge anliegen. Durch Veränderung einer Aussparungslänge in einer Umfangsrichtung
des hohlzylindrischen Grundkörpers ist eine Anzahl an möglichen Stellungen der Sperrelemente
zwischen einer Sperrstellung und einer Entsperrstellung festlegbar. Je länger die
Aussparungen, desto mehr verschiedene Schlüsselkombinationen sind möglich. Die Sperrelementvorsprünge
aufnehmenden Aufnahmeaussparungen sind außerdem Führungen für die Sperrelemente, durch
die eine geführte Bewegung aus einer Sperrstellung in eine Entsperrstellung möglich
ist.
[0042] Es versteht sich, dass nicht die Sperrelementvorsprünge aller Sperrelemente an einen
der beiden Anschläge anliegen müssen.
[0043] In einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung weist zumindest einer der zumindest
zwei Sperrelementbereiche ein Sperrelementgehäuse auf, in das zumindest ein Sperrelement
eingebracht ist.
[0044] Das Sperrelementgehäuse kann eine eigene Baugruppe bilden. Eine erfindungsgemäße
Verriegelungseinrichtung ist vorteilhaft besonders gut an Bedürfnisse von Benutzern
der Verriegelungseinrichtung anpassbar. Beispielsweise kann für einen Verwender einer
erfindungsgemäßen Verriegelungseinrichtung ein Sperrelementgehäuse für Sperrrahmen
erforderlich sein, während ein anderer Verwender einer erfindungsgemäßen Verriegelungseinrichtung
ein Sperrelementgehäuse für Sperrstäbe benötigt.
[0045] Insbesondere kann das mindestens eine Sperrelement in dem Sperrelementgehäuse entgegen
einer Rückstellkraft eines Rückstellmittels linear bewegbar sein, wobei das Rückstellmittel
vollständig in das Sperrelementgehäuse eingebracht ist.
[0046] Es versteht sich, dass mehrere Sperrelemente in ein einziges Sperrelementgehäuse
eingebracht sein können.
[0047] Zweckmäßigerweise ist der Sperrelementbereich, der das Sperrelementgehäuse umfasst,
in Einführrichtung des Entsperrmittels vor oder hinter dem anderen der zumindest zwei
Sperrelementbereiche angeordnet. Das Sperrelementgehäuse kann als zusätzliche Verstärkung
der Verriegelungseinrichtung wirken, beispielsweise als zusätzlicher Bohrschutz.
[0048] Vorteilhaft wird eine besonders sichere Verriegelungseinrichtung geschaffen.
[0049] Obwohl denkbar ist, dass in das Sperrelementgehäuse mehrere Sperrelemente eingebracht
sind und das Sperrelementgehäuse derart ausgebildet ist, dass benachbarte Sperrelemente
in der Sperrstellung zumindest abschnittsweise von einer gleichen Seite aus dem Sperrelementgehäuse
vorstehen, sind in das Sperrelementgehäuse in einer Ausgestaltung der Erfindung mehrere
Sperrelemente eingebracht und das Sperrelementgehäuse ist derart ausgebildet, dass
benachbarte Sperrelemente in der Sperrstellung zumindest abschnittsweise von zwei
gegenüberliegenden Seiten aus dem Sperrelementgehäuse vorstehen. Die Sperrelemente
stehen vorzugsweise in Richtung des Gehäuses der Verriegelungseinrichtung vor. Vorstehende
Sperrelementabschnitte können in der Sperrstellung in Rastnuten in dem Gehäuse eingreifen.
[0050] Dadurch, dass die Sperrelemente von zwei gegenüberliegenden Seiten aus dem Sperrelementgehäuse
vorstehen, wird eine besonders stabile und sichere Verriegelungseinrichtung ausgebildet.
Insbesondere wird ein sogenanntes Ziehen des Gehäuses der Verriegelungseinrichtung
zu deren unbefugter Entriegelung wirksam verhindert.
[0051] Beispielsweise können Sperrelementränder in der Sperrstellung aus dem Gehäuse vorstehen
und in eine Rastnut in dem Gehäuse der Verriegelungseinrichtung eingreifen.
[0052] In das Sperrelementgehäuse eingebrachte Sperrelemente sind vorzugsweise entgegen
einer Rückstellkraft eines Rückstellmittels, das eine Feder wie eine Schraubenfeder
umfassen kann, bewegbar, insbesondere linear.
[0053] In einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung ist der längliche Sperrkörper mehrteilig
ausgebildet, wobei ein erster Sperrkörperteil mindestens einen ersten der zumindest
zwei Sperrelementbereiche bildet und ein zweiter Sperrkörperteil mindestens einen
zweiten der zumindest zwei Sperrelementbereiche. Es wird eine modulare Verriegelungseinrichtung
geschaffen. Jeder Sperrelementbereich kann eine eigene Baugruppe bilden. Vorteilhaft
ist eine erfindungsgemäße Verriegelungseinrichtung besonders einfach und wirtschaftlich
herstellbar. Aufgrund des modularen Aufbaus ist eine erfindungsgemäße Verriegelungseinrichtung
weiter vorteilhaft besonders einfach an Sicherheitsanforderungen eines Verwenders
der Verriegelungseinrichtung anpassbar.
[0054] Zweckmäßigerweise ist an einer einer Gehäuseöffnung, durch die das Entsperrmittel
in das Gehäuse einführbar ist, abgewandten Seite des länglichen Sperrkörpers eine
Einrichtung zur Befestigung eines Sperrelements der Verriegelungseinrichtung einstückig
angeformt.
[0055] Ist der längliche Sperrkörper mehrteilig ausgebildet, ist die Befestigungseinrichtung
einstückig an einen der Sperrkörperteile angeformt.
[0056] Vorteilhaft bestehen keine Fügestellen, die als Bruchstellen wirken können.
[0057] In einer Ausgestaltung der Erfindung ist an einer einer Gehäuseöffnung, durch die
das Entsperrmittel in das Gehäuse einführbar ist, zugewandten Seite des länglichen
Sperrkörpers ein Bohrschutzelement angeordnet.
[0058] Das Bohrschutzelement kann aus einem Metall wie Stahl gebildet sein und drehfest
mit dem Gehäuse oder einem Sperrkörper der Verriegelungseinrichtung verbunden sein.
[0059] Denkbar ist, dass das Bohrschutzelement scheibenförmig ausgebildet ist.
[0060] Ist das Bohrschutzelement drehbar in dem Gehäuse gelagert, kann es sich mit einem
Bohrwerkzeug mitdrehen. Vorteilhaft wird eine gegen Aufbohren besonders sichere Verriegelungseinrichtung
geschaffen.
[0061] Zweckmäßigerweise weist die Verriegelungseinrichtung drei Sperrelementbereiche auf,
von denen zwei Sperrelementbereiche gleich ausgebildet sind und von einem dritten
Sperrelementbereich verschieden ausgebildet sind. Beispielsweise können zwei Sperrelementbereiche
Sperrscheiben aufweisen, während ein dritter Sperrelementbereich Sperrstäbe umfasst.
Denkbar ist, dass die drei Sperrelementbereiche voneinander verschieden ausgebildet
sind. Beispielsweise kann ein erster Sperrelementbereich federnd gelagerte Sperrstäbe,
ein zweiter Sperrelementbereich Sperrscheiben und ein dritter Sperrelementbereich
federnd gelagerte rahmenartige Sperrelemente aufweisen.
[0062] Vorteilhaft wird eine Sicherheit gegen eine unbefugte Entriegelung weiter erhöht.
[0063] In einer Ausgestaltung der Erfindung sind die beiden gleich ausgebildeten Sperrelementbereiche
in einer Längsrichtung des länglichen Sperrkörpers vor und hinter dem von den beiden
gleich ausbildeten Sperrelementbereichen verschieden ausgebildeten Sperrelementbereich
angeordnet.
[0064] Vorteilhaft ist eine einfache Herstellbarkeit bei gleichzeitig hoher Sicherheit gegen
Lockpicking sichergestellt.
[0065] Die Erfindung wird nachfolgend anhand von Ausführungsbeispielen und der beigefügten,
sich auf die Ausführungsbeispiele beziehenden Zeichnungen, näher erläutert. Es zeigen:
- Fig. 1
- Eine erste Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Verriegelungseinrichtung,
- Fig. 2
- eine weitere Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Verriegelungseinrichtung,
- Fig. 3
- eine weitere Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Verriegelungseinrichtung,
- Fig. 4 und 5
- verschiedene Ausführungsformen eines Sperrkörpers einer erfindungsgemäßen Verriegelungseinrichtung.
[0066] Eine in Fig. 1 in einer Explosionsdarstellung gezeigte, als mechanisches Schloss
ausgebildete Verriegelungseinrichtung 1 umfasst ein Gehäuse 2 und einen länglichen
als metallisches Gussteil ausgebildeten Sperrkörper 3, der in das Gehäuse 2 eingebracht
ist, und an den eine Einrichtung 4 zur Befestigung eines in Fig. 1 nicht gezeigten
Sperrelements, das einen Sperrriegel umfassen kann, einstückig angeformt ist.
[0067] Der Sperrkörper 3 weist zwei Sperrelementbereiche 5, 6 auf, die in axialer Richtung,
das heißt in einer Längsrichtung des Sperrkörpers 3 hintereinander angeordnet sind.
Der erste Sperrelementbereich 5 umfasst sechs um eine Längsachse 7 des Sperrkörpers
drehbare Sperrscheiben 8 und zwischen den Sperrscheiben 8 angeordnete Distanzscheiben
9.
[0068] Der zweite Sperrelementbereich 6 weist ein Sperrplättchengehäuse 10 auf, in das zwei
rahmenartige Sperrplättchen 11 eingebracht sind. Sperrränder 12 der rahmenartigen
Sperrplättchen stehen in einer Sperrstellung von gegenüberliegenden Seiten 13, 14
des Sperrplättchengehäuses 10 aus dem Sperrplättchengehäuse 10 vor. Die Sperrplättchen
11 sind in dem Sperrplättchengehäuse 10 durch Schraubenfedern 15 federnd gelagert.
[0069] Der längliche Sperrkörper 3 weist ferner zwei in Längsrichtung gerade und in einer
Umfangsrichtung des Sperrkörpers 3 gebogene Haltearme 17 auf, die die Sperrelementbereiche
5, 6 begrenzen und zwischen denen die Sperrscheiben 8, die Distanzscheiben 9 und das
Sperrplättchengehäuse 10 angeordnet sind. Ein Biegeradius der Haltearme 16 in einer
Umfangsrichtung des Sperrkörpers 3 entspricht einem Radius der Sperrscheiben 8.
[0070] Die Befestigungseinrichtung 4 weist auf einer den Haltearmen 17 abgewandten Seite
des Sperrkörpers 3 einen vollzylindrischen, mit einem Gewinde versehenen Vorsprung
18 auf, an dem ein in Fig. 1 nicht gezeigter Sperrriegel der Verriegelungseinrichtung
befestigbar ist.
[0071] In einem dem Schlüssel 16 zugewandten Bereich des Gehäuses 2 ist ein scheibenförmiges,
aus Stahl gebildetes und nicht drehbares Bohrschutzelement 19 in das Gehäuse 2 eingebracht.
[0072] In Fig. 1 sind aus Gründen der Übersichtlichkeit keine Haltestifte gezeigt, durch
die der Sperrkörper 3 in dem Gehäuse 2 gehalten wird. Außerdem ist aus Gründen der
Übersichtlichkeit in Fig. 1 kein Sperrstift gezeigt, der in einer Entsperrstellung
in einer von Einkerbungen 20 in den Sperrscheiben 8 und Einkerbungen 21 gebildeten
Entsperrnut 22 liegt.
[0073] Es wird nun auf Fig. 2 Bezug genommen, wo gleiche oder gleichwirkende Teile mit derselben
Bezugszahl wie in Fig. 1 bezeichnet sind und der betreffenden Bezugszahl jeweils der
Buchstabe a beigefügt ist.
[0074] Eine in Fig. 2 in einer Explosionsdarstellung gezeigte Verriegelungseinrichtung 1a
unterscheidet sich von derjenigen in Fig. 1 gezeigten dadurch, dass ein erster Sperrelementbereich
5a einen hohlzylindrischen Grundkörper 23 aufweist, der Einbringaussparungen 24 umfasst,
durch die hindurch Sperrscheiben 8a in den hohlzylindrischen Grundkörper 23 eingesteckt
sind. Zwischen benachbarten Einbringaussparungen 24 und an Enden des hohlzylindrischen
Grundkörpers 23 sind halbkreisringförmige, gleich dicke Stege 25 ausgebildet, die
wie in Fig. 1 mit 9 bezeichnete Distanzscheiben wirken. Die Stege 25 weisen in einer
Längsrichtung 7a hintereinander angeordnete kongruente Einkerbungen 26 auf, die kongruent
zu Einkerbungen 20a der Sperrscheiben 8a sind und mit diesen eine Entsperrnut 22a
bilden.
[0075] Auf einer den Einbringaussparungen 24 abgewandten Seite des hohlzylindrischen Grundkörpers
23 sind durch eine Mantelfläche des hohlzylindrischen Grundkörpers 23 hindurchgehende
Aufnahmeaussparungen 27 vorgesehen, die zur Aufnahme und Führung von Sperrscheibenvorsprüngen
28 der Sperrscheiben 8a eingerichtet sind. In Fig. 2 nicht mit einem Bezugszeichen
versehene Aufnahmeaussparungsenden bilden zwei Anschläge. In einer Sperrstellung können
einige der Sperrscheiben 8a an ein erstes Aufnahmeaussparungsende, das heißt einen
ersten der beiden Anschläge anliegen, während die Sperrscheiben 8a in der Entsperrstellung
an ein zweites Aufnahmeaussparungsende, das heißt einen zweiten der beiden Anschläge
anliegen können.
[0076] Aus Gründen der Übersichtlichkeit sind in Fig. 2 nicht alle Einbringaussparungen
24, Stege 25, Einkerbungen 26, Aufnahmeaussparungen 27 und Sperrscheibenvorsprünge
28 mit einem Bezugszeichen versehen.
[0077] Es wird nun auf Fig. 3 Bezug genommen, wo gleiche oder gleichwirkende Teile mit derselben
Bezugszahl wie in Fig. 1 und 2 bezeichnet sind und der betreffenden Bezugszahl jeweils
der Buchstabe b beigefügt ist.
[0078] Eine in Fig. 3 in einer Explosionsdarstellung gezeigte Verriegelungseinrichtung 1b
unterscheidet sich von denjenigen in Fig. 1 und Fig. 2 gezeigten dadurch, dass ein
Sperrkörper 3b mehrteilig ausgebildet ist, wobei ein erster Sperrkörperteil 29 einen
ersten Sperrelementbereich 5a bildet, während ein zweiter Sperrkörperteil 30 einen
zweiten Sperrelementbereich 6b bildet.
[0079] Der erste Sperrelementbereich 5b umfasst einen den ersten Sperrkörperteil 29 bildenden
hohlzylindrischen Grundkörper 23b, der drehfest mit einem den weiteren Sperrkörperteil
30 bildenden Sperrplättchengehäuse 10b in einem Gehäuse 2b angeordnet ist, so dass
die beiden Sperrelementbereiche 5b, 6b nur gemeinsam in dem Gehäuse 2b drehbar sind,
sofern Sperrelemente 8b, 11b in einer Entsperrstellung sind.
[0080] In diesem Ausführungsbeispiel sind drei Sperrplättchen 11b vorgesehen, von denen
zwei auf einer gleichen ersten Seite des Sperrplättchengehäuses 10b in einer Sperrstellung
aus diesem vorstehen und ein Sperrplättchen 11b auf einer der ersten Seite abgewandten
Seite aus dem Sperrplättchengehäuse 10b.
[0081] In diesem Ausführungsbeispiel ist außerdem eine Befestigungseinrichtung 4b einstückig
an das Sperrplättchengehäuse 10b angeformt.
[0082] Es wird nun auf Fig. 4 Bezug genommen, wo gleiche oder gleichwirkende Teile mit derselben
Bezugszahl wie in Fig. 1 bis 3 bezeichnet sind und der betreffenden Bezugszahl jeweils
der Buchstabe c beigefügt ist.
[0083] Ein in Fig. 4 in einer Explosionsdarstellung gezeigter mehrteiliger Sperrkörper 3c
unterscheidet sich von denjenigen in Fig. 2 und 3 gezeigten dadurch, dass ein Sperrelementbereich
6c einen hohlzylindrischen Grundkörper 23c, an den eine Befestigungseinrichtung 4c
einstückig angeformt ist, aufweist, wobei der hohlzylindrische Grundkörper 23c unterschiedlich
große Einbringaussparungen 24c, 31 und unterschiedlich große Aufnahmeaussparungen
27c, 32 umfasst.
[0084] Vorteilhaft können in jede der Einbringaussparungen 31 mehrere unmittelbar aneinander
anliegende Sperrelemente 8c oder Sperrelemente 8c mit Distanzscheiben 9c eingebracht
werden.
[0085] Weiter vorteilhaft kann das Sperrelementgehäuse 10c des ersten Sperrelementbereichs
5c, als zusätzlicher Bohrschutz wirken, insbesondere wenn es als metallisches Gussteil
ausgebildet ist.
[0086] Es wird nun auf Fig. 5 Bezug genommen, wo gleiche oder gleichwirkende Teile mit derselben
Bezugszahl wie in Fig. 1 bis 4 bezeichnet sind und der betreffenden Bezugszahl jeweils
der Buchstabe d beigefügt ist.
[0087] Ein in Fig. 5 in einer Explosionsdarstellung gezeigter, mehrteiliger Sperrkörper
3d unterscheidet sich von denjenigen in Fig. 2 bis 4 gezeigten dadurch, dass der Sperrkörper
3d drei Sperrelementbereiche 5d, 6d und 33 aufweist, wobei die Sperrelementbereiche
5d, 33 jeweils ein Sperrplättchengehäuse 10d umfassen und in einer Längsrichtung 7d
vor und hinter dem Sperrelementbereich 6d angeordnet sind.
[0088] Eines der Sperrelementgehäuse 10d ist in einen ringabschnittförmigen Aufnahmebereich
34, der einstückig an den hohlzylindrischen Grundkörper 23d angeformt ist, eingebracht.
[0089] Es ist denkbar, dass die in Fig. 1 bis Fig. 5 gezeigten Sperrelemente 8-8d, 11-11d
gemäß
EP 19 020 358.8 ausgebildet sind.
[0090] Es versteht sich, dass sämtliche Kombinationen von Merkmalen der in Fig. 1 bis 3
gezeigten Verriegelungseinrichtungen 1-1c denkbar sind.
[0091] Außerdem versteht sich, dass sämtliche Kombinationen von Merkmalen der in Fig. 1
bis 3 gezeigten Verriegelungseinrichtungen 1-1c mit Merkmalen der in Fig. 4 und 5
gezeigten Sperrkörper 3c; 3d denkbar sind.
1. Verriegelungseinrichtung (1-1b), insbesondere mechanisches Schloss, das ein Gehäuse
(2-2b) und einen in das Gehäuse eingebrachten länglichen Sperrkörper (3-3d) umfasst,
wobei der längliche Sperrkörper Sperrelemente (8-8d, 11-11d) aufweist, die durch ein
passendes Entsperrmittel (16-16b) aus einer Sperrstellung, in der der Sperrkörper
relativ zu dem Gehäuse (2-2b) nicht drehbar ist, in eine Entsperrstellung, in der
der Sperrkörper zur Entriegelung der Verriegelungseinrichtung relativ zu dem Gehäuse
(2-2b) drehbar ist, bewegbar sind,
dadurch gekennzeichnet,
dass der längliche Sperrkörper (3-3d) zumindest zwei Sperrelementbereiche (5-5d, 6-6d)
aufweist, wobei Sperrelemente (8-8d) eines ersten Sperrelementbereichs (5-5d) verschieden
von Sperrelementen (11-11d) eines zweiten Sperrelementbereichs (6-6d) ausgebildet
sind.
2. Verriegelungseinrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass die zumindest zwei Sperrelementbereiche (5-5d, 6-6d) in einer Längsrichtung des länglichen
Sperrkörpers (3-3d) hintereinander angeordnet sind.
3. Verriegelungseinrichtung nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Sperrelemente (8-8d) eines ersten Sperrelementbereichs (5-5d) der zumindest zwei
Sperrelementbereiche (5-5d, 6-6d) um eine Längsachse (7-7d) des länglichen Sperrkörpers
(3-3d) drehbar sind, und die Sperrelemente (11-11d) eines zweiten Sperrelementbereichs
(6-6d) der zumindest zwei Sperrelementbereiche (5-5d, 6-6d) schräg oder senkrecht
zu einer Längsachse (7-7d) des länglichen Sperrkörpers (3-3d) linear bewegbar sind.
4. Verriegelungseinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Sperrelemente eines ersten Sperrelementbereichs (5-5d) der zumindest zwei Sperrelementbereiche
(5-5d, 6-6d) als um eine Längsachse (7-7d) des länglichen Sperrkörpers (3-3d) drehbare
Sperrscheiben (8-8d) und die Sperrelemente eines zweiten Sperrelementbereichs (6-6d)
der zumindest zwei Sperrelementbereiche (5-5d, 6-6d) als linear entgegen einer Rückstellkraft
eines Rückstellmittels bewegbare rahmenartige Sperrplättchen (11-11d) oder Sperrstäbe
ausgebildet sind.
5. Verriegelungseinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet,
dass einer der zumindest zwei Sperrelementbereiche einen hohlzylindrischen Grundkörper
(23; 23b-23d) aufweist, der mehrere Stege (25; 25b-25d) umfasst.
6. Verriegelungseinrichtung nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Stege (25; 25b-25d) als ringabschnittförmige Stege ausgebildet sind.
7. Verriegelungseinrichtung nach Anspruch 5 oder 6,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Stege (25; 25b-25d) unterschiedlich dick sind.
8. Verriegelungseinrichtung nach einem der Ansprüche 5 bis 7,
dadurch gekennzeichnet,
dass der hohlzylindrische Grundkörper (23; 23b-23d ) auf einer den Einbringaussparungen
(24; 24b-24d ) gegenüberliegenden Seite mehrere Aufnahmeaussparungen (27; 27b-27d)
zur Aufnahme von Sperrelementvorsprüngen (28; 28b-28d) der Sperrelemente (8a-8d) umfasst.
9. Verriegelungseinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8,
dadurch gekennzeichnet,
dass zumindest einer der zumindest zwei Sperrelementbereiche (5-5d; 6-6d) ein Sperrelementgehäuse
(10-10d) aufweist, in das zumindest ein Sperrelement (11-11d) eingebracht ist.
10. Verriegelungseinrichtung nach Anspruch 9,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Sperrelementbereich, der das Sperrelementgehäuse (10-10d) aufweist, in Einführrichtung
des Entsperrmittels (16-16b) vor oder hinter dem anderen der zumindest zwei Sperrelementbereiche
(5-5d; 6-6d) angeordnet ist.
11. Verriegelungseinrichtung nach Anspruch 9 oder 10,
dadurch gekennzeichnet,
dass in das Sperrelementgehäuse (10-10d) mehrere Sperrelemente (11-11d) eingebracht sind
und das Sperrelementgehäuse derart ausgebildet ist, dass benachbarte Sperrelemente
(11-11d) in der Sperrstellung zumindest abschnittsweise von zwei gegenüberliegenden
Seiten (13, 14) aus dem Sperrelementgehäuse (10-10d) vorstehen.
12. Verriegelungseinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 11,
dadurch gekennzeichnet,
dass der längliche Sperrkörper (3b; 3c; 3d) mehrteilig ausgebildet ist, wobei ein erster
Sperrkörperteil (29; 29c; 29d) mindestens einen ersten der zumindest zwei Sperrelementbereiche
(5; 5c; 5d; 6; 6c; 6d) und ein zweiter Sperrkörperteil (30; 30c; 30d) mindestens einen
zweiten der zumindest zwei Sperrelementbereiche (5; 5c; 5d; 6; 6c; 6d) bildet.
13. Verriegelungseinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 12,
dadurch gekennzeichnet,
dass an einer einer Gehäuseöffnung, durch die das Entsperrmittel (16-16b) in das Gehäuse
(2-2b) einführbar ist, abgewandten Seite des länglichen Sperrkörpers (3-3d) eine Einrichtung
(4-4d) zur Befestigung eines Sperrelements der Verriegelungseinrichtung (1-1b) einstückig
angeformt ist.
14. Verriegelungseinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 13,
dadurch gekennzeichnet,
dass an einer einer Gehäuseöffnung, durch die das Entsperrmittel (16-16b) in das Gehäuse
(2-2b) einführbar ist, zugewandten Seite des länglichen Sperrkörpers (3-3d) ein Bohrschutzelement
(19; 19a) angeordnet ist.
15. Verriegelungseinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 14,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Verriegelungseinrichtung drei Sperrelementbereiche (5d, 6d, 33) aufweist, von
denen zwei Sperrelementbereiche (5d, 33) gleich ausgebildet sind und von einem dritten
Sperrelementbereich (6d) verschieden ausgebildet sind.
16. Verriegelungseinrichtung nach Anspruch 15,
dadurch gekennzeichnet,
dass die beiden gleich ausgebildeten Sperrelementbereiche (5d, 33) in einer Längsrichtung
des länglichen Sperrkörpers (3d) vor und hinter dem von den beiden gleich ausbildeten
Sperrelementbereichen (5d, 33) verschieden ausgebildeten Sperrelementbereich (6d)
angeordnet sind.