[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Zuführung von Gaskraftstoff zu einer
Verbrennungskammer einer Brennkraftmaschine sowie ein Kraftfahrzeug mit einer ebensolchen
Vorrichtung. Weiterhin betrifft die Erfindung ein Verfahren zum Zuführen von Gaskraftstoff
zu einer Verbrennungskammer einer Brennkraftmaschine.
[0002] Es ist bekannt, Gaseinblasventile zum direkten Zuführen von Gaskraftstoff in eine
Verbrennungskammer einer Brennkraftmaschine zu verwenden. Beispielsweise sind in diesem
Zusammenhang Mehrlochdüsen bzw. Mehrlochdüsenkuppen an Nadelventilen bekannt. Ferner
existieren auch Gasinjektoren mit Tellerventilen.
[0003] Insbesondere bei Niederdruck-Wasserstoff-Anwendungen mit einem Einblasedruck bis
etwa 20 bar ergibt sich für eine Direkteinblasung bei geschlossenen Einlassventilen
meist nur ein kurzes Zeitfenster, in dem Gas eingeblasen werden kann, da der Zylinderdruck
geringer als der Gasdruck sein muss. Entsprechend muss in der Regel viel Gas innerhalb
kurzer Zeit dem Brennraum zugeführt werden, was zu lokal hohen Konzentrationen führen
kann, welche bis zur Zündung homogenisiert werden sollten, da ansonsten eine Gefahr
für Selbstzündungen besteht und die Emissionen erhöht sein können.
[0004] Mit den bekannten Injektoren, welche in der Regel eine rotationssymmetrische bzw.
eine am Umfang der Verbrennungskammer gleichmäßig verteilte Einströmung bewirken,
wird oftmals keine ausreichende Homogenisierung des Gas-Luft-Gemisches erreicht, sodass
sich zum Zündzeitpunkt mitunter lokal fette Gebiete ergeben, was wie eingangs erwähnt
z. B. in erhöhten Emissionen resultieren kann.
[0005] Weiterhin nachteilig an den bekannten Injektoren ist, dass diese oftmals in die Verbrennungskammer
hineinragen und sich entsprechend stark erhitzen, was bspw. zu Glühzündungen führen
kann. Außerdem weisen die bislang bekannten Konzepte oftmals einen Totraum zwischen
Öffnungsnadel und Kuppe bzw. zwischen Ventil und Blaskappe auf. Durch eine mangelnde
Spülung dieses Totraums in Kombination mit den hohen Bauteiltemperaturen ist dort
die Neigung zu Glühzündungen erhöht.
[0006] Aufgabe der Erfindung ist es, eine Lösung für eine verbesserte Zuführung von Gaskraftstoff
zu einer Verbrennungskammer einer Brennkraftmaschine zu schaffen. Bevorzugt ist es
eine Aufgabe der Erfindung, eine Lösung bereitzustellen, mittels derer in kurzer Zeit
eine möglichst homogene Gasverteilung in der Verbrennungskammer erreicht werden kann
und/oder Glühzündungen möglichst vermieden werden können.
[0007] Diese Aufgaben können mit den Merkmalen der unabhängigen Ansprüche gelöst werden.
Vorteilhafte Ausführungsformen und Anwendungen der Erfindung sind Gegenstand der abhängigen
Ansprüche und werden im Folgenden unter teilweiser Bezugnahme auf die Figuren näher
erläutert.
[0008] Ein erster unabhängiger Aspekt der vorliegenden Offenbarung betrifft eine Vorrichtung
zur Zuführung von Gaskraftstoff (z. B. Wasserstoff) zu einer (z. B. zylinderförmigen)
Verbrennungskammer einer Brennkraftmaschine (z. B. einer Wasserstoff-Brennkraftmaschine)
.
[0009] Die Vorrichtung weist einen Zylinderkopf zum Abdecken der Verbrennungskammer auf.
Bevorzugt dient der Zylinderkopf dazu, die Verbrennungskammer nach oben hin abzuschließen.
[0010] Weiterhin weist die Vorrichtung (mindestens) einen (z. B. gekrümmten) Lufteinlasskanal
(z. B. einen Drall-Lufteinlasskanal) auf, der (zumindest abschnittsweise) in dem Zylinderkopf
angeordnet ist. Der Lufteinlasskanal ist hierbei ausgebildet, der Verbrennungskammer
eine Luftströmung mit einem Drall um eine Längsmittelachse der Verbrennungskammer
zuzuführen. Beispielsweise kann der Lufteinlasskanal ausgebildet sein, der über den
Lufteinlasskanal in die Verbrennungskammer einströmenden Luft einen Drall bzw. eine
Drehbewegung aufzuprägen. Dies kann bspw. über eine entsprechende (z. B. spiralförmige
und/oder gekrümmte) Formgebung bzw. Kanalführung des Lufteinlasskanals erreicht werden.
Zudem oder alternativ kann der Lufteinlasskanal auch eine Dralleinrichtung (z. B.
ein Luftleitelement) umfassen.
[0011] Ferner weist die Vorrichtung eine Gaskraftstoff-Einblaseinrichtung (z. B. einen Gaskraftstoff-Injektor,
insbesondere einen Wasserstoff-Injektor) auf, wobei die Gaskraftstoff-Einblaseinrichtung
(zumindest abschnittsweise) in dem Zylinderkopf angeordnet ist. Die Gaskraftstoff-Einblaseinrichtung
ist dazu ausgebildet, einen (z. B. gerichteten) Gaskraftstoffstrahl (in der Verbrennungskammer)
zu erzeugen, der gegen den Drall der Luftströmung gerichtet ist, vorzugsweise um die
Luftströmung und den Gaskraftstoffstrahl (z. B. turbulent) miteinander zu vermischen.
[0012] Insgesamt kann durch diese gerichtete und gezielt auf die Luftzirkulation in der
Verbrennungskammer abgestimmte Einblasung des Gaskraftstoffs auf vorteilhafte Weise
eine möglichst homogene Gemischbildung in der Verbrennungskammer erreicht werden,
wodurch Emissionen der Brennkraftmaschine vermindert und unerwünschte Selbstzündungen
vermieden bzw. reduziert werden können.
[0013] Gemäß einem ersten Aspekt kann die Gaskraftstoff-Einblaseinrichtung außermittig (bzw.
dezentral) in dem Zylinderkopf angeordnet sein. Beispielsweise kann die Gaskraftstoff-Einblaseinrichtung
in einem Außenrandbereich einer der Verbrennungskammer zugewandten Brennraumseite
des Zylinderkopfes angeordnet sein.
[0014] Zudem oder alternativ kann die Gaskraftstoff-Einblaseinrichtung versetzt und/oder
parallel zur Längsmittelachse der Verbrennungskammer angeordnet sein. Beispielsweise
kann die Gaskraftstoff-Einblaseinrichtung von der Längsmittelachse radial beabstandet
sein. Der Ausdruck Längsmittelachse kann dabei im Allgemeinen bspw. jene Achse der
Verbrennungskammer bezeichnen, die der Richtung ihrer größten Ausdehnung entspricht
und/oder die zentral durch die Verbrennungskammer verläuft. Bevorzugt ist die Verbrennungskammer
rotationssymmetrisch bzgl. der Längsmittelachse ausgebildet. Auf vorteilhafte Weise
kann dadurch sichergestellt werden, dass der Gaskraftstoffstrahl möglichst zuverlässig
gegen den Drall der Luftströmung gerichtet werden kann.
[0015] Nach einem weiteren Aspekt kann die Gaskraftstoff-Einblaseinrichtung ausgebildet
sein, den Gaskraftstoffstrahl derart zu erzeugen, dass der Gaskraftstoffstrahl eine
Drallrichtung aufweist, die entgegengesetzt zu einer Drallrichtung der Luftströmung
orientiert ist. Beispielsweise kann die Gaskraftstoff-Einblaseinrichtung ausgebildet
sein, den Gaskraftstoffstrahl derart zu erzeugen, dass dieser einen Rechtsdrall aufweist,
falls die Luftströmung einen Linksdrall aufweist und umgekehrt. Auf vorteilhafte Weise
kann dadurch eine möglichst turbulente Durchmischung zwischen Luft und Gaskraftstoff
sichergestellt werden.
[0016] Zudem oder alternativ kann die Gaskraftstoff-Einblaseinrichtung ausgebildet sein,
den Gaskraftstoffstrahl derart zu erzeugen, dass der Gaskraftstoffstrahl im Wesentlichen
quer (z. B. senkrecht) zu einer Längsachse der Gaskraftstoff-Einblaseinrichtung orientiert
ist. Beispielsweise kann die Gaskraftstoff-Einblaseinrichtung ausgebildet sein, den
Gaskraftstoffstrahl derart zu erzeugen, dass der Gaskraftstoffstrahl im Wesentlichen
seitlich von der Gaskraftstoff-Einblaseinrichtung bzw. von deren Längsachse weg gerichtet
ist. Als Längsachse der Gaskraftstoff-Einblaseinrichtung kann dabei im Allgemeinen
bspw. jene Achse der Gaskraftstoff-Einblaseinrichtung verstanden werden, die der Richtung
ihrer größten Ausdehnung entspricht. Bevorzugt ist die Gaskraftstoff-Einblaseinrichtung
dabei derart angeordnet, dass deren Längsachse versetzt und/oder parallel zur Längsmittelachse
der Verbrennungskammer angeordnet ist.
[0017] Gemäß einem weiteren Aspekt kann die Gaskraftstoff-Einblaseinrichtung ausgebildet
sein, den Gaskraftstoffstrahl nicht (exakt) tangential bezüglich der Längsmittelachse
der Verbrennungskammer einzublasen. Der Gaskraftstoffstrahl soll somit vorzugsweise
in einer Ebene senkrecht zur Längsmittelachse der Verbrennungskammer nicht senkrecht
zur einer (gedachten) direkten Verbindung zwischen der Gaskraftstoff-Einblaseinrichtung
und der Längsmittelachse orientiert sein.
[0018] Zudem oder alternativ kann die Gaskraftstoff-Einblaseinrichtung ausgebildet sein,
den Gaskraftstoffstrahl derart zu erzeugen, dass der Gaskraftstoffstrahl (in einer
Ebene senkrecht zur Längsmittelachse) sekantenförmig in der Verbrennungskammer verläuft.
[0019] Zudem oder alternativ kann die Gaskraftstoff-Einblaseinrichtung ausgebildet sein,
den Gaskraftstoffstrahl derart zu erzeugen, dass der Gaskraftstoffstrahl hin zur Längsmittelachse
geneigt ist, vorzugsweise (in einer Ebene senkrecht zur Längsmittelachse) bezüglich
einer (gedachten) Tangente (am Ort der Gaskraftstoff-Einblaseinrichtung) zur Längsmittelachse.
Beispielsweise kann der Gaskraftstoffstrahl bezüglich der Tangente um einen Winkel
zwischen 10° und 30° zur Längsmittelachse hin geneigt sein. Auf vorteilhafte Weise
kann der Gaskraftstoffstrahl dadurch von einer Wandung der Verbrennungskammer weg
gekrümmt bzw. weg gerichtet sein, wodurch hohe Gaskraftstoffkonzentrationen am Rand
eines Kolbens der Brennkraftmaschine bzw. zwischen Kolben und Zylinderwand möglichst
vermieden werden können.
[0020] Nach einem weiteren Aspekt kann die Gaskraftstoff-Einblaseinrichtung eine (z. B.
verschließbare) Gaskraftstoffaustrittsöffnung aufweisen. Bevorzugt ist die Gaskraftstoffaustrittsöffnung
dabei (z. B. vollständig) in dem Zylinderkopf angeordnet und/oder in den Zylinderkopf
integriert. Vorzugsweise weist die Gaskraftstoff-Einblaseinrichtung ferner ein, z.
B. elektrisch und/oder hydraulisch betätigbares, (z. B. Gaskraftstoff-) Tellerventil
auf, mittels dessen die Gaskraftstoffaustrittsöffnung öffenbar und/oder verschließbar
ist.
[0021] Gemäß einem weiteren Aspekt kann die Gaskraftstoffaustrittsöffnung und/oder die Gaskraftstoff-Einblaseinrichtung
bündig mit einer der Verbrennungskammer zugewandten Brennraumseite des Zylinderkopfes
abschließen. Auf vorteilhafte Weise können dadurch exponierte bzw. in die Verbrennungskammer
ragende Stellen, die sich entsprechend aufheizen und dadurch als Zündquellen für Selbstzündungen
dienen können, möglichst vermieden werden.
[0022] Alternativ kann die Gaskraftstoffaustrittsöffnung und/oder die Gaskraftstoff-Einblaseinrichtung
bezüglich einer bzw. der Verbrennungskammer zugewandten Brennraumseite des Zylinderkopfes
zurückversetzt angeordnet sein. Beispielsweise kann die Gaskraftstoffaustrittsöffnung
in einer in der Brennraumseite des Zylinderkopfes vorgesehenen Vertiefung angeordnet
sein. Zudem oder alternativ kann die Gaskraftstoff-Einblaseinrichtung (zur Verbrennungskammer
hin) bereits vor der Brennraumseite des Zylinderkopfes enden.
[0023] Zudem oder alternativ kann der Zylinderkopf ein Feuerdeck mit einer Aussparung (z.
B. in Form einer Materialausnehmung) aufweisen. Als Feuerdeck kann dabei im Allgemeinen
bspw. ein verbrennungskammernaher (z. B. unterer) Bereich des Zylinderkopfs verstanden
werden bzw. ein Bereich des Zylinderkopfs, der entsprechend starken thermischen Belastungen
ausgesetzt ist. Bevorzugt ist die Gaskraftstoffaustrittsöffnung hierbei in der Aussparung
angeordnet. Auf vorteilhafte Weise kann dadurch wiederum eine möglichst geschützte
und wenig exponierte Anordnung der Gaskraftstoffaustrittsöffnung bzw. der Gaskraftstoff-Einblaseinrichtung
erreicht werden, wodurch ein übermäßiges Aufheizen dieser Teile und damit Glühzündungen
möglichst vermieden werden können.
[0024] Nach einem weiteren Aspekt kann die Gaskraftstoff-Einblaseinrichtung ein (z. B. nicht
rotationssymmetrisches) Strahlformelement (z. B. ein Formteil, insbesondere aus Metall)
zum Formen des Gaskraftstoffstrahls aufweisen. Beispielsweise kann das Strahlformelement
in Form eines Einsatzes ausgebildet sein. Bevorzugt ist das Strahlformelement in einer
bzw. der Vertiefung der Brennraumseite des Zylinderkopfes angeordnet und/oder in einer
bzw. der Aussparung eines bzw. des Feuerdecks des Zylinderkopfes angeordnet. Weiterhin
bevorzugt umgibt das Strahlformelement die Gaskraftstoffaustrittsöffnung abschnittsweise
(z. B. in Form eines Kreisringsegments). Auf vorteilhafte Weise kann dadurch eine
gezielte bzw. an den Drall der Luftströmung angepasste Strahlformung erreicht werden.
[0025] Gemäß einem weiteren Aspekt kann das Strahlformelement bündig mit und/oder zurückversetzt
zu einer bzw. der, der Verbrennungskammer zugewandten Brennraumseite des Zylinderkopfes
angeordnet sein.
[0026] Zudem oder alternativ kann das Strahlformelement vollständig innerhalb des Zylinderkopfes
angeordnet sein und/oder in den Zylinderkopf integriert sein.
[0027] Zudem oder alternativ kann das Strahlformelement gaskraftstoffstromabwärts von einem
Ventilkopf (z. B. eines Tellerventils) und/oder einer bzw. der Gaskraftstoffaustrittsöffnung
der Gaskraftstoff-Einblaseinrichtung angeordnet sein. Auf vorteilhafte Weise kann
dadurch wiederum eine möglichst geschützte und wenig exponierte Anordnung des Strahlformelements
sichergestellt werden.
[0028] Nach einem weiteren Aspekt kann das Strahlformelement einen bogenförmigen und/oder
(z. B. kreis-) ringsegmentförmigen Stegabschnitt aufweisen. Bevorzugt erstreckt sich
der Stegabschnitt dabei (in einer Ebene senkrecht zur Längsmittelachse) über einen
Winkelbereich von 180° bis 270°, vorzugsweise von 195° bis 225°, und/oder der Stegabschnitt
weist einen Mittelpunktswinkel zwischen 180° bis 270°, vorzugsweise zwischen 195°
und 225°, auf.
[0029] Zudem oder alternativ kann das Strahlformelement in einer Ebene senkrecht zur Längsmittelachse
nicht rotationssymmetrisch und/oder teilweise offen ausgebildet sein. Beispielsweise
kann das Strahlformelement mindestens zu einem Viertel offen, vorzugsweise höchstens
jedoch halboffen sein. Bevorzugt ist das Strahlformelement in einer Ebene senkrecht
zur Längsmittelachse in einem Winkelbereich zwischen 90° und 180°, vorzugsweise zwischen
135° und 165°, offen. Auf vorteilhafte Weise kann dadurch wiederum eine auf den Drall
der Luftströmung abgestimmte Strahlformung erreicht werden. Durch eine direkte thermische
Anbindung des Strahlformelements an die Gaskraftstoff-Einblaseinrichtung kann ferner
eine gute Wärmableitung sichergestellt werden und so auf vorteilhafte Weise die Bauteiltemperatur
gesenkt werden.
[0030] Gemäß einem weiteren Aspekt kann die Gaskraftstoff-Einblaseinrichtung ausgebildet
sein, einen weiteren (z. B. zweiten) Gaskraftstoffstrahl zu erzeugen. Beispielsweise
kann die Gaskraftstoff-Einblaseinrichtung ausgebildet sein, den Gaskraftstoffstrahl,
welcher in diesem Zusammenhang auch als erster Gaskraftstoffstrahl bezeichnet werden
kann, in eine erste Strahlrichtung (gegen den Drall der Luftströmung) gerichtet zu
erzeugen und den weiteren (bzw. zweiten) Gaskraftstoffstrahl in eine, von der ersten
Strahlrichtung unterschiedliche, zweite Strahlrichtung gerichtet zu erzeugen. Der
erste Gaskraftstoffstrahl und zweite Gaskraftstoffstrahl sollen somit bevorzugt unterschiedlich
orientiert sein.
[0031] In einer Ausführungsform kann die Gaskraftstoff-Einblaseinrichtung ausgebildet sein,
den weiteren (bzw. zweiten) Gaskraftstoffstrahl derart zu erzeugen, dass sich der
weitere (bzw. zweite) Gaskraftstoffstrahl von dem Zylinderkopfweg erstreckt und/oder
dass der weitere Gaskraftstoffstrahl im Wesentlichen parallel zu der Längsmittelachse
der Verbrennungskammer verläuft. Beispielsweise kann der weitere (bzw. zweiten) Gaskraftstoffstrahl
im Wesentlichen nach unten und/oder zu einem dem Zylinderkopf gegenüberliegenden Kolben
der Verbrennungskammer orientiert sein. Auf vorteilhafte Weise kann dadurch schnell
eine möglichst homogene Gemischbildung in der gesamten Verbrennungskammer realisiert
werden.
[0032] Nach einem weiteren Aspekt kann der Lufteinlasskanal eine Lufteinlassöffnung aufweisen,
über die der Luftauslasskanal in die Verbrennungskammer mündet. Bevorzugt ist die
Lufteinlassöffnung (z. B. vollständig) in dem Zylinderkopf angeordnet. Weiterhin kann
die Vorrichtung (mindestens) einen Luftauslasskanal zum Abführen von Abgas aus der
Verbrennungskammer aufweisen. Beispielsweise kann auch der Luftauslasskanal zumindest
abschnittsweise in dem Zylinderkopf angeordnet sein. Der Luftauslasskanal kann dabei
eine (z. B. vollständig in dem Zylinderkopf angeordnete) Luftauslassöffnung aufweisen,
über die der Luftauslasskanal in die Verbrennungskammer mündet. Die Gaskraftstoff-Einblaseinrichtung
kann dabei, bezüglich einer Drallrichtung der Luftströmung, stromab von der Lufteinlassöffnung
und stromauf von der Luftauslassöffnung angeordnet sein. Auf vorteilhafte Weise kann
dadurch das Bereitstellen eines möglichst effektiv gegen den Drall der Luftströmung
ausgerichteten Gaskraftstoffstrahls ermöglicht werden.
[0033] Gemäß einem weiteren Aspekt kann die Vorrichtung ferner eine Zündkerze oder eine
Glühkerze aufweisen. Die Zündkerze oder Glühkerze kann bspw. mittig in dem Zylinderkopf
angeordnet sein. Beispielsweise kann die Zündkerze oder Glühkerze in einem zentralen
Bereich einer der Verbrennungskammer zugewandten Brennraumseite des Zylinderkopfes
angeordnet sein. Zudem oder alternativ kann die Zündkerze oder Glühkerze auch auf
der Längsmittelachse der Verbrennungskammer angeordnet sein.
[0034] Weiterhin betrifft die Offenbarung eine Brennkraftmaschine. Die Brennkraftmaschine
weist einen Zylinderblock mit mindestens einem Zylinder auf. Die Brennkraftmaschine
weist ferner einen Kolben auf, der innerhalb des mindestens einen Zylinders für eine
Vor- und Rückwärtsbewegung darin angeordnet ist. Die Brennkraftmaschine bzw. der mindestens
eine Zylinder weist ferner eine (z. B. zylindrische) Verbrennungskammer auf. Die Verbrennungskammer
kann (z. B. unten) von dem Kolben und/oder (z. B. seitlich) von dem Zylinderblock
begrenzt werden. Die Verbrennungskammer kann rotationssymmetrisch um eine Achse herum
ausgebildet sein, welche auch als Längsmittelachse bezeichnet werden kann. Bevorzugt
ist die Längsmittelachse eine Hochachse, d. h. entlang der Schwerkraftrichtung orientiert.
Weiterhin weist die Brennkraftmaschine eine Vorrichtung, wie in diesem Dokument beschrieben
ist, zur Zuführung von Gaskraftstoff zu der Verbrennungskammer der Brennkraftmaschine
auf. Bevorzugt deckt der Zylinderkopf der Vorrichtung dabei die Verbrennungskammer
ab. Beispielsweise kann die Brennkraftmaschine als ein direkteinblasender Gaskraftstoffmotor,
vorzugsweise Wasserstoffmotor, ausgebildet sein.
[0035] Ferner betrifft die Offenbarung ein Kraftfahrzeug, aufweisend eine Brennkraftmaschine
und/oder Vorrichtung, wie in diesem Dokument beschrieben. Bevorzugt ist das Kraftfahrzeug
ein Nutzfahrzeug. Unter einem Nutzfahrzeug kann dabei im Allgemeinen bspw. ein Fahrzeug
verstanden werden, das durch seine Bauart und Einrichtung speziell zur Beförderung
von Personen, zum Transport von Gütern oder zum Ziehen von Anhängerfahrzeugen ausgelegt
ist. Beispielsweise kann das Nutzfahrzeug ein Lastkraftwagen, ein Sattelschlepper,
ein Baustellenfahrzeug, ein Omnibus und/oder eine landwirtschaftliche Maschine (z.
B. ein Traktor) sein.
[0036] Weiterhin betrifft die Offenbarung ein Verfahren zum Zuführen von Gaskraftstoff (z.
B. Wasserstoff) zu einer Verbrennungskammer einer Brennkraftmaschine. Bevorzugt wird
das Verfahren mittels einer Vorrichtung, wie in diesem Dokument beschrieben, durchgeführt.
Das Verfahren weist ein Zuführen einer Luftströmung mit einem Drall um eine Längsmittelachse
der Verbrennungskammer mittels eines Lufteinlasskanals auf. Ferner weist das Verfahren
ein Erzeugen eines (z. B. gerichteten) Gaskraftstoffstrahls, der gegen den Drall der
Luftströmung gerichtet ist, mittels einer Gaskraftstoff-Einblaseinrichtung auf, vorzugsweise
um die Luftströmung und den Gaskraftstoffstrahl turbulent miteinander zu vermischen.
[0037] Die zuvor beschriebenen Ausführungsformen und Merkmale sind beliebig miteinander
kombinierbar. Weitere Einzelheiten und Vorteile werden im Folgenden unter Bezug auf
die beigefügten Zeichnungen beschrieben. Es zeigen:
- Figur 1A
- eine Ansicht auf eine Brennraumseite einer Vorrichtung zur Zuführung von Gaskraftstoff
gemäß einer Ausführungsform;
- Figur 1
- B eine pseudo-dreidimensionale Ansicht einer Vorrichtung zur Zuführung von Gaskraftstoff
gemäß einer Ausführungsform;
- Figur 2A
- eine Detaildarstellung eines Strahlformelements einer Vorrichtung zur Zuführung von
Gaskraftstoff gemäß einer Ausführungsform;
- Figur 2B
- eine Schnittdarstellung einer Vorrichtung zur Zuführung von Gaskraftstoff gemäß einer
Ausführungsform im Bereich einer Gaskraftstoff-Einblaseinrichtung der Vorrichtung;
und
- Figur 3
- eine Ansicht auf eine Brennraumseite einer Vorrichtung zur Zuführung von Gaskraftstoff
gemäß einer weiteren Ausführungsform.
[0038] Die in den Figuren 1A, 1B, 2A, 2B und 3 gezeigten Ausführungsformen stimmen zumindest
teilweise überein, sodass ähnliche oder identische Teile mit den gleichen Bezugszeichen
versehen sind und zu deren Erläuterung auch auf die Beschreibung der anderen Ausführungsformen
bzw. Figuren verwiesen wird, um Wiederholungen zu vermeiden.
[0039] Die Figuren 1A, 1B, 2A, 2B und 3 zeigen zumindest ausschnittsweise eine Vorrichtung
10 zur Zuführung von Gaskraftstoff zu einer Verbrennungskammer 11 einer Brennkraftmaschine.
Bevorzugt handelt es sich bei dem Gaskraftstoff, d. h. dem gasförmigen Kraftstoff,
um Wasserstoff. Zudem oder alternativ kann der Gaskraftstoff auch Methan, Erdgas (z.
B. CNG) und/oder Propan aufweisen. Die Brennkraftmaschine kann beispielsweise in einem
Kraftfahrzeug, vorzugsweise einem Nutzfahrzeug (zum Beispiel in einem Lastkraftwagen
oder Omnibus), zum Antreiben des Kraftfahrzeugs umfasst sein.
[0040] Die Vorrichtung 10 weist einen Zylinderkopf 12, einen Lufteinlasskanal 14 und eine
Gaskraftstoff-Einblaseinrichtung 16 auf, wobei der Lufteinlasskanal 14 und die Gaskraftstoff-Einblaseinrichtung
16 zumindest abschnittsweise in dem Zylinderkopf 12 angeordnet sind.
[0041] Der Zylinderkopf 12 kann dabei eine Unterseite bzw. Brennraumseite 12a aufweisen,
welche die Verbrennungskammer 11 abdeckt (vgl. z. B. Figuren 1A und 2B). Der Zylinderkopf
12 kann eine Oberseite aufweisen, die bspw. entgegengesetzt zu der Brennraumseite
12a gerichtet ist. Der Zylinderkopf 12 kann einen unteren bzw. verbrennungskammernahen
Bereich, das sog. Feuerdeck 12b, aufweisen. Ferner kann der Zylinderkopf 12 wurde
einen oberen bzw. der Verbrennungskammer 11 abgewandten Bereich aufweisen. In dem
oberen Bereich können Kühlkanäle zum Kühlen des Zylinderkopfs 12 angeordnet sein.
Der Zylinderkopf 12 kann mit einem Zylinderblock mit der Brennkraftmaschine verbunden
sein. Der Zylinderkopf 12 kann ein Einzylinder-Zylinderkopf 12 zum Abdecken von nur
einer Verbrennungskammer 11 sein. Es ist jedoch auch möglich, dass der Zylinderkopf
12 ein Mehrzylinder-Zylinderkopf 12 zum Abdecken mehrerer Verbrennungskammern der
Brennkraftmaschine ist.
[0042] Der Lufteinlasskanal 14 kann zumindest abschnittsweise in dem Zylinderkopf 12 verlaufen
(vgl. z. B. Figur 1B) . Beispielsweise kann der Lufteinlasskanal 14 die Brennraumseite
12a mit der Oberseite verbinden. Der Lufteinlasskanal 14 kann, z. B. über eine Lufteinlassöffnung
14a des Lufteinlasskanals 14, in die Verbrennungskammer 11 münden (vgl. z. B. Figuren
1A und 3). Über den Lufteinlasskanal 14 bzw. die Lufteinlassöffnung 14a kann aus der
Atmosphäre angesaugte (ggf. anschließend gefilterte) Luft in die Verbrennungskammer
11 zuführbar sein. Die Lufteinlassöffnung 14a kann mittels eines Einlass-Tellerventils
(nicht dargestellt) verschließbar sein. Das Einlass-Tellerventil kann bspw. über einen
mechanischen Ventiltrieb umfassend eine Nockenwelle und einen Kipphebel, einen Schlepphebel
oder Stößel betätigbar sein.
[0043] Weiterhin ist der Lufteinlasskanal 14 ausgebildet, der Verbrennungskammer 11 eine
Luftströmung 2 mit einem Drall (um eine Längsmittelachse M der Verbrennungskammer)
zuzuführen (vgl. Pfeil in Figuren 1A, 1B und 3). Entsprechend soll die zugeführte
Luftströmung 2 bevorzugt um die Längsmittelachse M der Verbrennungskammer 11 rotieren
bzw. eine schraubenförmige Bewegung um die Längsmittelachse M der Verbrennungskammer
11 ausführen. Der Lufteinlasskanal 14 kann somit bspw. als ein Drallkanal ausgebildet
sein. Um der, der Verbrennungskammer 11 zugeführten Luftströmung 2 einen entsprechenden
Drall bzw. eine entsprechende Drehbewegung aufzuprägen, kann der Lufteinlasskanal
14 bspw. (zumindest abschnittsweise) eine drallerzeugende (z. B. spiralförmige und/oder
gekrümmte) Kanalgeometrie aufweisen. Es ist auch möglich, dass der Lufteinlasskanal
14 derart ausgebildet sein, dass die Luftströmung 2 im Wesentlichen tangential in
die Verbrennungskammer 11 einströmt und dadurch in eine Drehbewegung versetzt wird.
Zudem oder alternativ kann in dem Lufteinlasskanal 14 auch zumindest ein Luftleitelement
zur Drallerzeugung angeordnet sein.
[0044] Zusätzlich zu dem vorgenannten Lufteinlasskanal 14 kann die Vorrichtung 10 (z. B.
im Fall einer 4-Ventil-Anordnung) auch einen weiteren Lufteinlasskanal 14' aufweisen
(vgl. z. B. Figuren 1A, 1B und 3). Der weitere Lufteinlasskanal 14' kann grundsätzlich
wie der vorgenannte Lufteinlasskanal 14 ausgebildet sein. Beispielsweise kann sich
auch der weitere Lufteinlasskanal 14' zumindest abschnittsweise in dem Zylinderkopf
12 angeordnet sein und über eine weitere Lufteinlassöffnung 14a' in die Verbrennungskammer
11 münden. Weiterhin kann die weitere Lufteinlassöffnung 14a`mittels eines weiteren
Einlass-Tellerventils verschließbar sein. Bevorzugt ist der weitere Lufteinlasskanal
14`jedoch als ein Füllkanal ausgebildet bzw. gerade nicht dazu ausgebildet, einer
über den weiteren Lufteinlasskanal 14' in die Verbrennungskammer 11 einströmenden
Luft einen Drall bzw. eine Drehbewegung aufzuprägen. Der weitere Lufteinlasskanal
14' kann einen Klappenmechanismus aufweisen, mittels dessen der weitere Lufteinlasskanal
14' betriebspunktabhängig geöffnet oder geschlossen werden kann. Der weitere Lufteinlasskanal
14' kann jedoch auch ein Drallkanal sein.
[0045] Ferner kann die Vorrichtung 10 einen Luftauslasskanal 15 und ggf. z. B. im Fall einer
4-Ventil-Anordnung) einen weiteren Luftauslasskanal 15' aufweisen (vgl. z. B. Figuren
1A, 1B und 3). Der Luftauslasskanal 15 bzw. der weitere Luftauslasskanal 15' kann
zumindest abschnittsweise in dem Zylinderkopf 12 angeordnet sein und/oder zumindest
abschnittsweise in dem Zylinderkopf 12 verlaufen. Der Luftauslasskanal 15 kann über
eine Luftauslassöffnung 15a des Luftauslasskanals 15 mit der Verbrennungskammer 11
verbunden sein. Ebenso kann der weitere Luftauslasskanal 15' über eine weitere Luftauslassöffnung
15a' des weiteren Luftauslasskanals 15' mit der Verbrennungskammer 11 verbunden sein.
Über den Luftauslasskanal 15 bzw. den weiteren Luftauslasskanal 15' kann Abgas aus
der Verbrennungskammer 11 fortführbar sein. Die Luftauslassöffnung 15a kann mittels
eines Auslass-Tellerventils (nicht dargestellt) verschließbar sein. Ebenso kann die
weitere Luftauslassöffnung 15a` mittels eines weiteren Auslass-Tellerventils (nicht
dargestellt) verschließbar sein. Das Auslass-Tellerventil bzw. das weitere Auslass-Tellerventil
kann bspw. über einen entsprechenden mechanischen Ventiltrieb, umfassend eine Nockenwelle
und einen Kipphebel, einen Schlepphebel oder Stößel betätigbar sein.
[0046] Wie in Figur 1A dargestellt, können die Lufteinlassöffnung 14, die weitere Lufteinlassöffnung
14a', die Luftauslassöffnung 15a und die weitere Luftauslassöffnung 15a` quadratisch
im Zylinderkopf 12 um die Längsmittelachse M der Verbrennungskammer 11 herum angeordnet
sein. Der Zylinderkopf 12 kann somit als ein Vierventiler ausgebildet sein bzw. eine
4-Ventil-Anordnung aufweisen. Im Zentrum, d. h. auf der Längsmittelachse M, kann eine
Zündkerze 18 oder eine Glühkerze der Vorrichtung 10 angeordnet sein. Die Mittelpunkte
der jeweiligen Lufteinlass- bzw. Luftauslassöffnung 15a, 15a' können jeweils den gleichen
Abstand zur Längsmittelachse M bzw. zur Zünd- oder eine Glühkerze aufweisen.
[0047] Die Gaskraftstoff-Einblaseinrichtung 16 kann zum direkten Einblasen des Gaskraftstoffs
in die Verbrennungskammer 11 ausgebildet sein. Beispielsweise kann die Gaskraftstoff-Einblaseinrichtung
16 als ein Gaskraftstoff-Injektor ausgebildet sein. Die Gaskraftstoff-Einblaseinrichtung
16 bzw. der Gaskraftstoff-Injektor kann einen Einblasdruck zwischen 8 und 60 bar aufweisen.
Bevorzugt handelt es sich bei der Gaskraftstoff-Einblaseinrichtung 16 um einen Niederdruck-Gaskraftstoff-Injektor
mit einem Einblasdruck in einem Bereich zwischen 10 bar und 30 bar, vorzugsweise um
20 bar. Die Gaskraftstoff-Einblaseinrichtung 16 kann dabei zumindest abschnittsweise
in den Zylinderkopf 12 integriert sein. Beispielsweise kann der Zylinderkopf 12 eine
Durchgangsöffnung aufweisen, in die die Gaskraftstoff-Einblaseinrichtung 16 aufgenommen
(z. B. eingepresst und/oder eingesteckt) ist (vgl. z. B. Figur 2B).
[0048] Die Gaskraftstoff-Einblaseinrichtung 16 kann eine Gaskraftstoffzufuhrleitung 16d
aufweisen (vgl. Figur 2B). Die Gaskraftstoffzufuhrleitung 16d bzw. die Gaskraftstoff-Einblaseinrichtung
16 kann eine Gaskraftstoffaustrittsöffnung 16a aufweisen. Die Gaskraftstoffzufuhrleitung
16d kann über die Gaskraftstoffaustrittsöffnung 16a in die Verbrennungskammer 11 münden.
Über die Gaskraftstoffzufuhrleitung 16d bzw. die Gaskraftstoffaustrittsöffnung 16a
kann von einem Gaskraftstoffreservoir (z. B. einem Gaskraftstofftank) bereitgestellter
Gaskraftstoff in die Verbrennungskammer 11 zuführbar sein. Die Gaskraftstoffaustrittsöffnung
16a kann mittels eines Gaskraftstoff-Tellerventils 16b verschließbar sein. Das Gaskraftstoff-Tellerventil
16b kann bspw. über einen mechanischen Ventiltrieb, umfassend eine Nockenwelle und
einen Kipphebel, einen Schlepphebel oder Stößel, betätigbar sein. Alternativ kann
das Gaskraftstoff-Tellerventil 16b beispielsweise mittels eines Aktors betätig werden.
[0049] Wie in Figur 2B dargestellt ist, kann die Gaskraftstoffaustrittsöffnung 16a bevorzugt
zurückversetzt zur Brennraumseite 12a des Zylinderkopfes 12 angeordnet sein. Beispielsweise
kann das Feuerdeck 12b des Zylinderkopfes 12 eine Aussparung 17 aufweisen, in der
die Gaskraftstoffaustrittsöffnung 16a angeordnet ist. Es ist jedoch auch möglich,
dass die Gaskraftstoffaustrittsöffnung 16a auch bündig mit der Brennraumseite 12a
des Zylinderkopfes 12 abschließt.
[0050] Ferner kann die Gaskraftstoff-Einblaseinrichtung 16 ein Strahlformelement 16c aufweisen,
das zum Formen des Gaskraftstoffstrahls 4 ausgebildet ist (vgl. Figur 2A und 2B) .
Das Strahlformelement 16c kann auch als Maskierung bezeichnet werden. Bevorzugt ist
auch das Strahlformelement 16c in der Aussparung 17 angeordnet. Das Strahlformelement
16c kann gaskraftstoffstromabwärts von der Gaskraftstoffaustrittsöffnung 16a der Gaskraftstoff-Einblaseinrichtung
16 angeordnet sein. Beispielsweise kann das Strahlformelement 16c bzgl. der Längsmittelachse
M zwischen der Gaskraftstoffaustrittsöffnung 16a und der Brennraumseite 12a angeordnet
sein.
[0051] Weiterhin ist das Strahlformelement 16c und/oder die Gaskraftstoff-Einblaseinrichtung
16 vorzugsweise nicht rotationssymmetrisch bezüglich einer Längsachse L der Gaskraftstoff-Einblaseinrichtung
16 ausgebildet. Beispielsweise kann das Strahlformelement 16c in einer Ebene senkrecht
zur Längsachse L der Gaskraftstoff-Einblaseinrichtung 16 einen kreisringsegmentförmigen
und/oder teilweise offen Querschnitt aufweisen. Entsprechend kann das Strahlformelement
16c die Gaskraftstoffaustrittsöffnung 16a (umfangseitig) abschnittsweise (z. B. bogenförmig)
umgeben.
[0052] Das Strahlformelement 16c kann einen Stegabschnitt 16c.1 aufweisen, z. B. an einem
der Verbrennungskammer 11 zugewandten Ende des Strahlformelements 16c. Der Stegabschnitt
16c.1 kann bspw. an eine Hülse, z. B. an eine Stirnseite der Hülse, des Strahlformelements
16c und/oder der Gaskraftstoff-Einblaseinrichtung 16 angeformt sein. Der Stegabschnitt
16c.1 kann zurückversetzt zur Brennraumseite 12a des Zylinderkopfes 12 angeordnet
sein und/oder vollständig innerhalb des Zylinderkopfes 12 angeordnet sein (vgl. Figur
2B). Der Stegabschnitt 16c.1 kann gaskraftstoffstromabwärts von der einer Gaskraftstoffaustrittsöffnung
16a angeordnet sein.
[0053] Der Stegabschnitt 16c.1 kann (in einer Ebene senkrecht zur Längsmittelachse M) bogenförmigen
und/oder (z. B. kreis-) ringsegmentförmig sein (vgl. Figur 2A). Der Stegabschnitt
16c.1 soll somit vorzugsweise umfangsseitig nicht geschlossen sein. Der Stegabschnitt
16c.1 kann in einer Ebene senkrecht zur Längsmittelachse M bspw. mindestens zu einem
Viertel offen sein. Der Stegabschnitt 16c.1 kann um die Längsachse L der Gaskraftstoff-Einblaseinrichtung
16 herum gekrümmt ausgebildet sein. Beispielsweise kann sich der Stegabschnitt 16c.1
bzgl. der Längsachse L der Gaskraftstoff-Einblaseinrichtung 16 über einen Mittelpunktswinkel
zwischen 180° und 270°, vorzugsweise zwischen 195° und 225°, erstrecken. Entsprechend
kann ein korrespondierender Bereich mit einem Mittelpunktswinkel zwischen 180° bis
90°, vorzugsweise zwischen 165° bis 135°, offen sein. Wie in Figur 2B dargestellt
ist, kann durch den Stegabschnitt 16c.1 bei geöffnetem Gaskraftstoff-Tellerventil
eine rotationssymmetrische Ausbreitung des Gaskraftstoffs blockiert bzw. behindert
werden. So kann ein Ausströmbereich für den Gaskraftstoff zwischen einem Ventilkopf
16b.1 des Gaskraftstoff-Tellerventils 16b und dem Zylinderkopf 12 durch den Stegabschnitt
16c.1 (abschnittsweise) verengt werden.
[0054] Insbesondere aufgrund der vorgenannten Strahlformung kann die Gaskraftstoff-Einblaseinrichtung
16 ausgebildet sein, den Gaskraftstoffstrahl 4 derart zu erzeugen, dass der Gaskraftstoffstrahl
4 im Wesentlichen quer, vorzugsweise senkrecht, zu der Längsachse L der Gaskraftstoff-Einblaseinrichtung
16 orientiert ist. Der Gaskraftstoffstrahl 4 kann sich somit bspw. im Wesentlichen
in einer Ebene senkrecht zur Längsmittelachse M der Verbrennungskammer 11 erstrecken
bzw. vorrangig radiale und tangentiale Strömungsanteile bzgl. der Längsmittelachse
M der Verbrennungskammer 11 aufweisen. Ferner kann die Gaskraftstoff-Einblaseinrichtung
16 angeordnet und/oder ausgebildet, den Gaskraftstoffstrahl 4 in der Verbrennungskammer
11 so zu erzeugen, dass dieser gegen den Drall der Luftströmung 2 gerichtet ist. Beispielsweise
kann die Gaskraftstoff-Einblaseinrichtung 16 angeordnet und/oder ausgebildet sein,
den Gaskraftstoffstrahl 4 derart zu erzeugen, dass der Gaskraftstoffstrahl 4 eine
Drallrichtung aufweist, die entgegengesetzt zu einer Drallrichtung (vgl. z. B. Pfeile
in Figuren 1A und 3) der Luftströmung 2 orientiert ist. Weist die exemplarische Luftströmung
2 in der Ansicht auf eine Brennraumseite 12a gemäß Figur 1A bspw. einen Rechtsdrall
auf, soll der von der Gaskraftstoff-Einblaseinrichtung 16 erzeugte Gaskraftstoffstrahl
4 vorzugsweise einen Linksdrall aufweisen bzw. entgegengesetzt zu dem Rechtsdrall
der Luftströmung 2 orientiert sein. Die Gaskraftstoff-Einblaseinrichtung 16 kann somit
z. B. eine Einblaserichtung aufweisen, die gegen den Drall der Luftströmung 2 gerichtet
ist.
[0055] Weiterhin kann die Gaskraftstoff-Einblaseinrichtung 16 ausgebildet sein, den Gaskraftstoffstrahl
4 derart zu erzeugen, dass der Gaskraftstoffstrahl 4 (in einer Ebene senkrecht zur
Längsmittelachse M) zur Längsmittelachse M hin geneigt ist, z. B. bezüglich einer
(in Figur 1A gestrichelt dargestellten) Tangente T (am Ort der Gaskraftstoff-Einblaseinrichtung
16) zur Längsmittelachse M. Beispielsweise kann der Gaskraftstoffstrahl 4 bezüglich
der Tangente T um einen Winkel zwischen 10° und 30° zur Längsmittelachse M hin geneigt
sein. Zudem oder alternativ kann die Gaskraftstoff-Einblaseinrichtung 16 ausgebildet
sein, den Gaskraftstoffstrahl 4 derart zu erzeugen, dass der Gaskraftstoffstrahl 4
von einer Wandung der Verbrennungskammer 11 im Wesentlichen weggekrümmt und/oder im
Wesentlichen weggerichtet ist.
[0056] Wie in Figur 1B dargestellt ist, kann die Gaskraftstoff-Einblaseinrichtung 16 ferner
auch ausgebildet sein, einen weiteren Gaskraftstoffstrahl 4a zu erzeugen. Dieser kann
in diesem Zusammenhang bspw. auch als zweiter Gaskraftstoffstrahl 4a bezeichnet werden,
während der oben genannte Gaskraftstoffstrahl 4 zur besseren Unterscheidung auch als
erster Gaskraftstoffstrahl 4 bezeichnet werden kann. Bevorzugt ist die Gaskraftstoff-Einblaseinrichtung
16 dabei ausgebildet, den zweiten Gaskraftstoffstrahl 4a derart zu erzeugen, dass
sich der zweite Gaskraftstoffstrahl 4a von dem Zylinderkopf 12 wegerstreckt und/oder
im Wesentlichen parallel zu der Längsmittelachse M der Verbrennungskammer 11 verläuft.
Entsprechend kann der zweite Gaskraftstoffstrahl 4a im Wesentlichen axiale Strömungsanteile
aufweisen.
[0057] Bevorzugt ist die Gaskraftstoff-Einblaseinrichtung 16 außermittig in dem Zylinderkopf
12 angeordnet. Beispielsweise kann die Gaskraftstoff-Einblaseinrichtung 16 versetzt
und/oder parallel zur Längsmittelachse M der Verbrennungskammer 11 angeordnet sein.
Die Gaskraftstoff-Einblaseinrichtung 16 kann z. B. in einem Außenrandbereich der Brennraumseite
12a des Zylinderkopfes 12 angeordnet sein. Bevorzugt ist die Gaskraftstoff-Einblaseinrichtung
16 bezüglich der Drallrichtung der Luftströmung 2 stromab von der Lufteinlassöffnung
14a und/oder der weiteren Lufteinlassöffnung 14a' angeordnet und stromauf von der
Luftauslassöffnung 15a und/oder der weiteren Luftauslassöffnung 15a' angeordnet (vgl.
Figur 1A). Beispielsweise kann die Gaskraftstoff-Einblaseinrichtung 16 in einer Spiegelebene
zwischen den Lufteinlassöffnungen 14a, 14a` und den Luftauslassöffnungen 15a, 15a'
angeordnet sein.
[0058] Wie beispielhafte in Figur 3 dargestellt ist, ist es jedoch auch möglich, dass die
Gaskraftstoff-Einblaseinrichtung 16 bezüglich der Drallrichtung der Luftströmung 2
stromab der Luftauslassöffnung 15a und stromauf der weiteren Luftauslassöffnung 15a'
und/oder auf einer Spiegelebene zwischen den zwei Luftauslassöffnungen 15a, 15a' angeordnet
ist. Alternativ kann die Gaskraftstoff-Einblaseinrichtung 16 bezüglich der Drallrichtung
der Luftströmung 2 stromab der Lufteinlassöffnung 14a und stromauf der weiteren Lufteinlassöffnung
14a' angeordnet sein (gepunktet dargestellt) . Letztlich kann die Gaskraftstoff-Einblaseinrichtung
16 bezüglich der Drallrichtung der Luftströmung 2 auch stromab der Luftauslassöffnung
15a und/oder der weiteren Luftauslassöffnung 15a' angeordnet sein und stromauf von
der Lufteinlassöffnung 14a und/oder der weiteren Lufteinlassöffnung 14a' angeordnet
sein (gepunktet dargestellt).
[0059] Obwohl die Erfindung unter Bezugnahme auf bestimmte Ausführungsbeispiele beschrieben
worden ist, ist es für einen Fachmann ersichtlich, dass verschiedene Änderungen ausgeführt
werden können und Äquivalente als Ersatz verwendet werden können, ohne den Bereich
der Erfindung zu verlassen. Folglich soll die Erfindung nicht auf die offenbarten
Ausführungsbeispiele begrenzt sein, sondern soll alle Ausführungsbeispiele umfassen,
die in den Bereich der beigefügten Patentansprüche fallen. Insbesondere beansprucht
die Erfindung auch Schutz für den Gegenstand und die Merkmale der Unteransprüche unabhängig
von den in Bezug genommenen Ansprüchen. Alle Bereichsangaben hierin sind derart offenbart
zu verstehen, dass gleichsam alle in den jeweiligen Bereich fallenden Werte einzeln
offenbart sind, z. B. auch als jeweils bevorzugte engere Außengrenzen des jeweiligen
Bereichs.
Bezugszeichenliste
[0060]
- 2
- Luftströmung
- 4
- Gaskraftstoffstrahl
- 4a
- Weiterer Gaskraftstoffstrahl
- 10
- Vorrichtung
- 11
- Verbrennungskammer
- 12
- Zylinderkopf
- 12a
- Brennraumseite
- 12b
- Feuerdeck
- 14
- Lufteinlasskanal
- 14a
- Lufteinlassöffnung
- 14'
- Weiterer Lufteinlasskanal
- 14a'
- Weitere Lufteinlassöffnung
- 15
- Luftauslasskanal
- 15a
- Luftauslassöffnung
- 15`
- Weiterer Luftauslasskanal
- 15a'
- Weiterer Luftauslassöffnung
- 16
- Gaskraftstoff-Einblaseinrichtung
- 16a
- Gaskraftstoffaustrittsöffnung
- 16b
- Gaskraftstoff-Tellerventil
- 16c
- Strahlformelement
- 16c.1
- Stegabschnitt
- 16d
- Gaskraftstoffzufuhrleitung
- 17
- Aussparung
- 18
- Zündkerze
- α
- Mittelpunktswinkel
- L
- Längsachse
- M
- Längsmittelachse
- T
- Tangente
1. Vorrichtung (10) zur Zuführung von Gaskraftstoff, vorzugsweise Wasserstoff, zu einer
Verbrennungskammer (11) einer Brennkraftmaschine, aufweisend:
einen Zylinderkopf (12) zum Abdecken der Verbrennungskammer (11);
einen Lufteinlasskanal (14), der in dem Zylinderkopf (12) angeordnet ist und ausgebildet
ist, der Verbrennungskammer (11) eine Luftströmung (2) mit einem Drall um eine Längsmittelachse
(M) der Verbrennungskammer (11) zuzuführen; und
eine Gaskraftstoff-Einblaseinrichtung (16), vorzugsweise ein Wasserstoff-Injektor,
wobei die Gaskraftstoff-Einblaseinrichtung (16) in dem Zylinderkopf (12) angeordnet
ist und ausgebildet ist, einen Gaskraftstoffstrahl (4) zu erzeugen, der gegen den
Drall der Luftströmung (2) gerichtet ist, vorzugsweise um die Luftströmung (2) und
den Gaskraftstoffstrahl (4) turbulent miteinander zu vermischen.
2. Vorrichtung (10) nach Anspruch 1, wobei die Gaskraftstoff-Einblaseinrichtung (16):
außermittig in dem Zylinderkopf (12) angeordnet ist, vorzugsweise in einem Außenrandbereich
einer der Verbrennungskammer (11) zugewandten Brennraumseite (12a) des Zylinderkopfes
(12); und/oder
versetzt und/oder parallel zur Längsmittelachse (M) der Verbrennungskammer (11) angeordnet
ist.
3. Vorrichtung (10) nach einem der vorherigen Ansprüche, wobei:
die Gaskraftstoff-Einblaseinrichtung (16) ausgebildet ist, den Gaskraftstoffstrahl
(4) derart zu erzeugen, dass:
- der Gaskraftstoffstrahl (4) eine Drallrichtung aufweist, die entgegengesetzt zu
einer Drallrichtung der Luftströmung (2) orientiert ist; und/oder
- der Gaskraftstoffstrahl (4) im Wesentlichen quer, vorzugsweise senkrecht, zu einer
Längsachse (L) der Gaskraftstoff-Einblaseinrichtung (16) orientiert ist.
4. Vorrichtung (10) nach einem der vorherigen Ansprüche, wobei:
die Gaskraftstoff-Einblaseinrichtung (16) ausgebildet ist:
- den Gaskraftstoffstrahl (4) nicht tangential bezüglich der Längsmittelachse (M)
der Verbrennungskammer (11) einzublasen; und/oder
- den Gaskraftstoffstrahl (4) derart zu erzeugen, dass der Gaskraftstoffstrahl (4)
sekantenförmig in der Verbrennungskammer (11) verläuft; und/oder
- den Gaskraftstoffstrahl (4) derart zu erzeugen, dass der Gaskraftstoffstrahl (4)
hin zur Längsmittelachse (M) geneigt ist, vorzugweise bezüglich einer Tangente (T)
zur Längsmittelachse (M), besonders bevorzugt um einem Winkel zwischen 10° und 30°
zu der Tangente (T).
5. Vorrichtung (10) nach einem der vorherigen Ansprüche, wobei die Gaskraftstoff-Einblaseinrichtung
(16) aufweist:
eine Gaskraftstoffaustrittsöffnung (16a), die in dem Zylinderkopf (12) angeordnet
ist; und vorzugsweise:
ein Tellerventil (16b), mittels dessen die Gaskraftstoffaustrittsöffnung (16a) öffenbar
und/oder verschließbar ist.
6. Vorrichtung (10) nach Anspruch 5, wobei:
die Gaskraftstoffaustrittsöffnung (16a) und/oder die Gaskraftstoff-Einblaseinrichtung
(16) bündig mit einer der Verbrennungskammer (11) zugewandten Brennraumseite (12a)
des Zylinderkopfes (12) abschließt.
7. Vorrichtung (10) nach Anspruch 5, wobei:
die Gaskraftstoffaustrittsöffnung (16a) und/oder die Gaskraftstoff-Einblaseinrichtung
(16) bezüglich einer der Verbrennungskammer (11) zugewandten Brennraumseite (12a)
des Zylinderkopfes (12) zurückversetzt angeordnet ist; und/oder
der Zylinderkopf (12) ein Feuerdeck (12b) mit einer Aussparung (17) aufweist, wobei
die Gaskraftstoffaustrittsöffnung (16a) in der Aussparung (17) angeordnet ist.
8. Vorrichtung (10) nach einem der vorherigen Ansprüche, wobei die Gaskraftstoff-Einblaseinrichtung
(16) aufweist:
ein, vorzugsweise nicht rotationssymmetrisches, Strahlformelement (16c) zum Formen
des Gaskraftstoffstrahls (4), wobei vorzugsweise:
das Strahlformelement (16c) in einer Aussparung (17) eines Feuerdecks (12b) des Zylinderkopfes
(12) angeordnet ist und/oder die Gaskraftstoffaustrittsöffnung (16a) abschnittsweise
umgibt.
9. Vorrichtung (10) nach Anspruch 8, wobei das Strahlformelement (16c):
bündig mit und/oder zurückversetzt zu einer der Verbrennungskammer (11) zugewandten
Brennraumseite (12a) des Zylinderkopfes (12) angeordnet ist; und/oder
vollständig innerhalb des Zylinderkopfes (12) angeordnet ist; und/oder gaskraftstoffstromabwärts
von einem Ventilkopf (16b.1) und/oder einer Gaskraftstoffaustrittsöffnung (16a) der
Gaskraftstoff-Einblaseinrichtung (16) angeordnet ist.
10. Vorrichtung (10) nach Anspruch 8 oder 9, wobei das Strahlformelement (16c):
einen bogenförmigen und/oder ringsegmentförmigen Stegabschnitt (16c.1) aufweist, der
vorzugsweise einen Mittelpunktswinkel (α) zwischen 180° und 270°, vorzugsweise zwischen
195° und 225°, aufweist; und/oder
in einer Ebene senkrecht zur Längsmittelachse (M) der Verbrennungskammer (11) nicht
rotationssymmetrisch und/oder teilweise offen ausgebildet ist.
11. Vorrichtung (10) nach einem der vorherigen Ansprüche, wobei:
die Gaskraftstoff-Einblaseinrichtung (16) ausgebildet ist, einen weiteren Gaskraftstoffstrahl
(4a) zu erzeugen, vorzugsweise derart:
dass sich der weitere Gaskraftstoffstrahl (4a) von dem Zylinderkopf (12) wegerstreckt
und/oder
dass der weitere Gaskraftstoffstrahl (4a) im Wesentlichen parallel zu der Längsmittelachse
(M) der Verbrennungskammer (11) verläuft.
12. Vorrichtung (10) nach einem der vorherigen Ansprüche, wobei:
der Lufteinlasskanal (14) eine Lufteinlassöffnung (14a) aufweist, über die der Luftauslasskanal
(14) in die Verbrennungskammer (11) mündet;
die Vorrichtung (10) einen Luftauslasskanal (15) zum Abführen von Abgas aus der Verbrennungskammer
(11) aufweist, wobei der Luftauslasskanal (15) eine Luftauslassöffnung (15a) aufweist,
über die der Luftauslasskanal (15) in die Verbrennungskammer (11) mündet; und
die Gaskraftstoff-Einblaseinrichtung (16) bezüglich einer Drallrichtung der Luftströmung
(2) stromab von der Lufteinlassöffnung (14a) und stromauf von der Luftauslassöffnung
(15a) angeordnet ist.
13. Vorrichtung (10) nach einem der vorherigen Ansprüche, ferner aufweisend:
eine Zündkerze (18) oder eine Glühkerze, die:
mittig in dem Zylinderkopf (12) angeordnet ist, vorzugsweise in einem zentralen Bereich
einer der Verbrennungskammer (11) zugewandten Brennraumseite (12a) des Zylinderkopfes
(12); und/oder
auf der Längsmittelachse (M) der Verbrennungskammer (11) angeordnet ist.
14. Kraftfahrzeug, vorzugsweise Nutzfahrzeug, aufweisend eine Vorrichtung (10) nach einem
der vorherigen Ansprüche.
15. Verfahren zum Zuführen von Gaskraftstoff, vorzugsweise Wasserstoff, zu einer Verbrennungskammer
(11) einer Brennkraftmaschine, vorzugsweise mittels einer Vorrichtung nach einem der
vorherigen Ansprüche, wobei das Verfahren aufweist:
Zuführen einer Luftströmung (2) mit einem Drall um eine Längsmittelachse (M) der Verbrennungskammer
(11) mittels eines Lufteinlasskanals (14); und
Erzeugen eines Gaskraftstoffstrahls (4), der gegen den Drall der Luftströmung (2)
gerichtet ist, mittels einer Gaskraftstoff-Einblaseinrichtung (16), vorzugsweise um
die Luftströmung (2) und den Gaskraftstoffstrahl (4) turbulent miteinander zu vermischen.