[0001] Die Erfindung betrifft ein Haushaltsgerät mit einem motorisch beweglichen Verschlusselement.
[0002] Es sind Gargeräte bekannt, welche einen unbeweglich, d.h. feststehend, mit dem Gargerät
ausgebildeten Garraum aufweisen, in welchen das Gargut in bzw. auf einem Gargeschirr
angeordnet und bei geschlossenem Garraum des Gargeräts gegart werden kann. Ein derartiges
Gargerät kann zum Beispiel ein Backofen, ein Dampfgarer, ein Kombinationsgerät aus
Backofen mit Dampfgarer und dergleichen sein. Derartige Gargeräte mit feststehendem
Garraum weisen üblicherweise zumindest in Deutschland entlang der vertikalen Achse
eine Bauhöhe von ca. 45 cm auf, wobei Backöfen auch mit einer Bauhöhe von ca. 60 cm
üblich sind.
[0003] Derartige Gargeräte mit feststehendem Garraum haben gemeinsam, dass sie ein äußeres
Gehäuse als Außengehäuse aufweisen, welches das Gargerät nach außen im Wesentlichen
umschließt und dessen einzelnen Bauteile und Elemente schützt sowie gemeinsam handhabbar
macht. Innerhalb des Gargerätes wird ein Innenraum ausgebildet, welcher den Garraum
darstellt und im Wesentlichen von einem inneren Gehäuse als Innengehäuse, auch als
Garraummuffel oder Muffel bezeichnet, umschlossen wird. Zwischen dem Innengehäuse
und dem Außengehäuse wird ein Gehäuseraum als Zwischenraum gebildet, in welchem Funktionselemente
des Gargeräts wie zum Beispiel eine Steuerung bzw. eine Steuerungseinheit, eine elektrische
Energieversorgung und sonstige Bauelemente angeordnet sein können, welche dem bestimmungsgemäßen
Gebrauch des Gargerätes dienen. In der Tiefe von vorne, d.h. aus Sicht eines Benutzers
betrachtet, schließt das Außengehäuse bzw. eine Blende in Form eines Möbelmaterials
oder in Form einer Bedienblende und dergleichen mit dem Innengehäuse zusammen den
Gehäuseraum ab, so dass der Gehäuseraum für den Benutzer nicht zugänglich ist.
[0004] Der Innenraum des Gargeräts weist in der Tiefe nach vorne eine Durchgangsöffnung
als Zugangsöffnung auf, durch welche hindurch der Innenraum des Gargeräts für den
Benutzer zugänglich ist, um Gargeschirre in den Innenraum des Gargeräts als dessen
Garraum einzuführen und dort anzuordnen sowie um Gargeschirre nach erfolgter Behandlung
des Garguts aus dem Innenraum des Gargeräts zu entnehmen und von dort zu entfernen.
Die Zugangsöffnung kann mittels eines Verschlusselements zum Beispiel in Form einer
seitlich schwenkbaren Tür, einer nach unten schwenkbaren Klappe und dergleichen vom
Benutzer geöffnet werden, um auf den Innenraum des Gargeräts zugreifen können, wie
zuvor beschrieben, oder um den Innenraum des Gargeräts zu verschließen und den Garvorgang
bzw. den Garprozess auszuführen. Ein derartiges Verschlusselement kann geschlossen
ausgebildet sein oder ein Sichtfenster aufweisen, um dem Benutzer einen Einblick in
den geschlossenen Innenraum des Gargeräts zu ermöglichen.
[0005] Derartige Gargeräte mit feststehendem Garraum werden üblicherweise als Einbaugeräte
bzw. als Kücheneinbaugeräte ausgebildet, um platzsparend und auf einer für den Benutzer
gut zugänglichen Höhe entlang der vertikalen Achse in Küchenmöbeln wie zum Beispiel
in Einbauschränken einer Küche feststehend mit ihrem Außengehäuse angeordnet zu werden
und mit ihrem Verschlusselement, ggfs. zusätzlich mit ihrer Blende, siehe oben, nach
vorne zum Benutzer hin flächig bündig mit den Oberflächen der übrigen Gargeräte, Schubladen,
Türen und dergleichen des Küchenmöbels abzuschließen, was den optischen Eindruck für
den Benutzer verbessern kann. Derartige Gargeräte können jedoch auch als einzelne
separate Geräte ausgebildet sein, welche insbesondere auf einer Arbeitsfläche einer
Küchenzeile aufgestellt und betrieben werden können. Dies kann die Flexibilität der
Nutzung sowie die Anschaffung und Entsorgung vereinfachen.
[0006] Bei derartigen Gargeräten wird das Verschlusselement wie beispielsweise eine seitlich
schwenkbar angeordnete Tür oder eine von unten hochschwenkbare Klappe von einer Person
als Benutzer von Hand bedient, d.h. an einem Griff, Bügel oder dergleichen mit den
Fingern einer Hand gegriffen, und dann zwischen dem vollständig geöffneten Zustand,
um möglichst einfach auf den Garraum zugreifen zu können, und dem vollständig geschlossenen
Zustand, um den Garprozess durchzuführen, hin und her bewegt bzw. geschwenkt zu werden.
Dies kann auch mittels einer translatorischen Bewegung entlang der Längsachse hin
und her erfolgen, indem das Verschlusselement ausgezogen und eingeschoben werden kann.
Auch gemischt rotatorisch-translatorische Schwenkbewegungen sind mittels geeigneter
Kinematiken möglich. In jedem Fall sind auch Zwischenpositionen möglich, um den Garraum
beispielsweise zum Lüften bzw. Abkühlen nach einem Garprozess nur einen Spalt zu öffnen.
[0007] Um den Benutzer von der Durchführung dieser Bewegungen zwischen dem vollständig geöffneten
Zustand und dem vollständig geschlossenen Zustand zu entlasten, ist es auch bekannt,
hierzu einen Antrieb, insbesondere einen elektrischen Antrieb, einzusetzen. Die zuvor
beschriebenen Schwenkbewegungen werden dabei mittels eines, insbesondere elektrischen,
rotatorisch antreibbaren Motors umgesetzt, welcher seine Rotationsbewegung mittels
einer Kurbel in eine translatorische Bewegung entlang der Längsachse übertragen kann,
welche dann, vergleichbar der Bewegung der Hand des Benutzers, das Verschlusselement
um dessen Drehachse hin und her bzw. auf und zu schwenken kann.
[0008] Problematisch ist bei derartigen Gargeräten mit motorisch beweglichem Verschlusselement,
dass das Öffnen und Schließen der Zugangsöffnung mittels des beweglichen Verschlusselements
ausschließlich mittels des Antriebs bzw. des Motors erfolgen kann. Andernfalls wird
die vom Benutzer zum Öffnen bzw. zum Schließen aufgebrachte Kraft teilweise auch in
den stillstehenden Motor des Antriebs eingebracht, was zum Versagen des Motorgetriebes
führen kann. Somit wird dadurch, dass eine direkte Verbindung des beweglichen Verschlusselements
zum Motor besteht, bei händischer Bewegung des Verschlusselements immer Kraft (Missbrauchsfall
oder stromloses Gerät) in das Motorgetriebe eingebracht. Bei Stoßbelastung kann das
zum Versagen des Getriebes des Antriebs führen. Außerdem arbeitet der Benutzer händisch
immer gegen den Motor, was ein unangenehmes Gefühl dahingehend verursachen kann, sich
Gedanken zu machen, ob hierdurch das Gargerät bzw. dessen Motor beschädigt oder zerstört
werden kann. Dies gilt ebenso für andere Haushaltsgeräte.
[0009] Der Erfindung stellt sich das Problem, ein Haushaltsgerät, vorzugsweise ein Gargerät,
mit einem motorisch beweglichen Verschlusselement zur Verfügung zu stellen, so dass
das Verschlusselement dennoch händisch vom Benutzer bewegt bzw. bedient werden kann,
ohne den Motor zu schädigen. Dabei sollen wenigstens ein zusätzliches händischen Öffnen
und Schließen in dieser Reihenfolge ermöglicht werden. Insbesondere soll eine Einleitung
von Kräften bei händischer Bewegung des beweglichen Verschlusselements in den Motor
des Antriebs vollständig vermieden werden können. Insbesondere soll eine händische
Bewegung des beweglichen Verschlusselements bei stromlosem Haushaltsgerät erfolgen
können. Insbesondere sollen händische und motorische Haushaltsgerät des beweglichen
Verschlusselements beliebig nacheinander erfolgen können. In jedem Fall soll dies
möglichst einfach, bauraumsparend, kostengünstig und bzw. oder wartungsarm erfolgen
können. Zumindest soll eine Alternative zu den bekannten derartigen Haushaltsgeräten
geschaffen werden.
[0010] Erfindungsgemäß wird dieses Problem durch ein Haushaltsgerät mit den Merkmalen des
unabhängigen Anspruchs 1 gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen
der Erfindung ergeben sich aus den nachfolgenden abhängigen Ansprüchen.
[0011] Somit betrifft die Erfindung ein Haushaltsgerät mit einem Innenraum, welcher ausgebildet
ist, wenigstens ein zu behandelndes Objekt durch eine Zugangsöffnung entlang der Längsachse
aufzunehmen, mit einem Verschlusselement, welches ausgebildet ist, vorzugsweise durch
Schwenken mittels eines Schwenkelements, vorzugsweise eines Scharniers, die Zugangsöffnung
des Innenraums von vorne zu verschließen und freizugeben, und mit einem, vorzugsweise
elektrischen, Motor, welcher ausgebildet ist, das Verschlusselement zwischen einer
die Zugangsöffnung verschließenden Stellung und einer die Zugangsöffnung freigebenden
Stellung hin und her zu bewegen.
[0012] Das Haushaltsgerät kann insbesondere ein Gargerät sein, aber auch ein sonstiges Haushaltsgerät
wie beispielsweise eine Waschmaschine, ein Trockner oder dergleichen. In diesem Fall
kann das zu behandelnde Objekt zu waschende bzw. zu trocknende Wäsche sein. Als Gargerät
kann dies ein Backofen, ein Backofen mit integrierter Mikrowelle, eine Mikrowelle
selbst, ein Dialoggarer, ein Dampfbackofen, ein Dampfgarer und dergleichen sein. In
diesem Fall kann das zu behandelnde Objekt ein Gargut, d.h. ein zu garendes Lebensmittel,
sein.
[0013] Das Haushaltsgerät ist dadurch gekennzeichnet, dass der Motor mittels einer Motorwelle
feststehend mit einer Kupplungsscheibe verbunden ist, um die Kupplungsscheibe rotatorisch
anzutreiben, wobei die Kupplungsscheibe mittels eines Kupplungsbolzens, vorzugsweise
einer Kurbel, kraftübertragend mit dem Verschlusselement verbunden ist, wobei die
Kupplungsscheibe eine kupplungsseitige Führungskontur aufweist, welche ein erstes
Ende des Kupplungsbolzens beweglich aufnimmt, wobei die kupplungsseitige Führungskontur
der Kupplungsscheibe aufweist:
- wenigstens eine erste Handlaufführung, in welcher das erste Ende des Kupplungsbolzens
aufgenommen und relativ zur stillstehenden Kupplungsscheibe translatorisch hin und
her bewegt wird, falls ein Benutzer das Verschlusselement händisch zwischen der die
Zugangsöffnung verschließenden Stellung und der die Zugangsöffnung freigebenden Stellung
hin und her bewegt, und
- wenigstens eine erste Motorlaufführung, in welcher das erste Ende des Kupplungsbolzens
aufgenommen und von der rotierenden Kupplungsscheibe rotatorisch hin und her bewegt
wird, falls der Motor das Verschlusselement motorisch zwischen der die Zugangsöffnung
verschließenden Stellung und der die Zugangsöffnung freigebenden Stellung hin und
her bewegt,
wobei die erste Motorlaufführung von einem Ende der ersten Handlaufführung gebildet
wird.
[0014] Unter der zuvor beschriebenen Bewegung "hin und her" ist wenigstens die zuvor explizit
genannte Bewegung bei geschlossenem Verschlusselement zum Öffnen und anschließend
wieder zurück in die Ausgangsstellung zum Schließen zu verstehen, was sowohl händisch
als auch alternativ motorisch erfolgen kann. Unter "hin und her" kann aber auch der
entgegengesetzte Bewegungsablauf vom geöffneten Verschlusselement zum Öffnen und wieder
zum Schließen verstanden werden. Vorzugsweise sind beide Bewegungsabläufe möglich,
wie weiter unten näher beschrieben werden wird.
[0015] In jedem Fall kann die Kombination von erster Handlaufführung und erster Motorlaufführung
einer rotatorisch antreibbaren Kupplungsscheibe es ermöglichen, dass der Kupplungsbolzen
bei motorisch rotierender Bewegung der Kupplungsscheibe seitens des, vorzugsweise
elektrischen, Motors die bisher bekannte motorische Bewegung des Verschlusselements
ausführen kann. Die parallel hierzu vorgesehene erste Handlaufführung kann es dem
Kupplungsbolzen zusätzlich ermöglichen, bei stillstehender Kupplungsscheibe, d.h.
bei stillstehendem, vorzugsweise elektrischen, Motor, sich alternativ relativ zur
Kupplungsscheibe entlang der ersten Handlaufführung zu bewegen und so eine Bewegung
des Verschlusselements durch händische Betätigung seitens des Benutzers zuzulassen,
ohne dass die händische Betätigung seitens des Benutzers bzw. ohne dass Kräfte seitens
des Benutzers dabei auf den Motor übertragen werden bzw. wirken können.
[0016] Mit anderen Worten kann erfindungsgemäß mittels eines Bolzens eine bestimmte Kontur
entlanggefahren werden. Diese Kontur beinhaltet wenigstens einen Handlauf und einen
Motorlauf. Dadurch, dass der Kraftvektor bei dem Handlauf translatorisch und beim
Motorlauf rotatorisch liegt, kann hier eine Unterscheidung zwischen Motor- und Handlauf
gemacht werden.
[0017] Somit kann erfindungsgemäß ein motorisches Öffnen und Schließen des Verschlusselements
mittels des Betriebs des Motors erfolgen. Zusätzlich kann jedoch der Benutzer das
verschlossene Verschlusselement nun auch von Hand öffnen und anschließend wieder schließen,
ohne dabei auf den Motor zu wirken, d.h. ohne dabei eine Kraft auf den Motor aufzubringen.
Alternativ kann auch die umgekehrte Bewegung händisch erfolgen.
[0018] Hierbei eine Kurbel zur Kraftübertragung von Kupplungsscheibe und Verschlusselement
zu verwenden kann eine einfache Möglichkeit darstellen, die rotatorische Bewegung
der motorisch angetriebenen Kupplungsscheibe in eine translatorische Bewegung zu wandeln,
welche zu einem Auf- und Zu-Schwenken des Verschlusselements führen kann.
[0019] Gemäß einem Aspekt der Erfindung verläuft die erste Handlaufführung quer, insbesondere
geradlinig sowie rechtwinkelig, zur Motorwelle. Dies kann eine Möglichkeit zur Umsetzung
der zuvor beschriebenen Eigenschaften darstellen. Von diesem Verlauf ist auch Verlauf
der ersten Handlaufführung radial durch die Achse der Motorwelle hindurch umfasst.
[0020] Gemäß einem weiteren Aspekt der Erfindung weist die kupplungsseitige Führungskontur
der Kupplungsscheibe ferner auf:
- wenigstens eine zweite Handlaufführung, in welcher das erste Ende des Kupplungsbolzens
aufgenommen und relativ zur stillstehenden Kupplungsscheibe translatorisch hin und
her bewegt wird, falls ein Benutzer das Verschlusselement händisch zwischen der die
Zugangsöffnung freigebenden Stellung und der die Zugangsöffnung verschließenden Stellung
hin und her bewegt, und
- wenigstens eine zweite Motorlaufführung, in welcher das erste Ende des Kupplungsbolzens
aufgenommen wird und von der rotierenden Kupplungsscheibe rotatorisch hin und her
bewegt wird, falls der Motor das Verschlusselement motorisch zwischen der die Zugangsöffnung
freigebenden Stellung und der die Zugangsöffnung verschließenden Stellung hin und
her bewegt,
wobei die zweite Motorlaufführung von einem Ende der zweiten Handlaufführung gebildet
wird und wobei die erste Motorlaufführung und die zweite Motorlaufführung ineinander
übergehen. Hierdurch können beide zuvor beschriebenen Hin-und-Her-Bewegungen alternativ
zueinander bzw. nacheinander umgesetzt werden, wie zuvor bereits beschrieben. Der
Benutzer kann somit auch ein geöffnetes Verschlusselement händisch schließen und wieder
öffnen, oder umgekehrt. Dabei muss jedoch jede händische oder motorische Hin-und-Her-Bewegung
abgeschlossen sein, um danach eine der anderen drei Hin-und-Her-Bewegungen ausführen
zu können.
[0021] Gemäß einem weiteren Aspekt der Erfindung verläuft die zweite Handlaufführung quer,
vorzugsweise geradlinig sowie rechtwinkelig, zur Motorwelle. Hierdurch können die
entsprechenden Eigenschaften und Vorteile der ersten Handlaufführung auf die zweite
Handlaufführung übertragen werden. Von diesem Verlauf ist auch Verlauf der ersten
Handlaufführung umfasst.
[0022] Ein Aspekt ist es, dass die erste Handlaufführung radial durch die Achse der Motorwelle
hindurch verläuft.
[0023] Gemäß einem weiteren Aspekt der Erfindung schneiden sich die erste Handlaufführung
und die zweite Motorlaufführung rechtwinkelig. Dies kann eine Möglichkeit der Umsetzung
darstellen.
[0024] Gemäß einem weiteren Aspekt der Erfindung weist das Haushaltsgerät ferner eine feststehende
Motorhalterung mit einer motorseitigen Führungskontur auf, welche ein zweites gegenüberliegendes
Ende des Kupplungsbolzens beweglich aufnimmt, wobei die motorseitige Führungskontur
der Motorhalterung aufweist:
- wenigstens eine Handlaufführung, in welcher das zweite Ende des Kupplungsbolzens aufgenommen
und relativ zur Motorhalterung zumindest im Wesentlichen translatorisch hin und her
bewegt wird, falls ein Benutzer das Verschlusselement händisch zwischen der die Zugangsöffnung
verschließenden Stellung und der die Zugangsöffnung freigebenden Stellung hin und
her bewegt, und
- wenigstens eine Motorlaufführung, in welcher das zweite Ende des Kupplungsbolzens
aufgenommen und von der rotierenden Kupplungsscheibe bogenförmig hin und her bewegt
wird, falls der Motor das Verschlusselement motorisch zwischen der die Zugangsöffnung
verschließenden Stellung und der die Zugangsöffnung freigebenden Stellung hin und
her bewegt,
wobei die Handlaufführung und die Motorlaufführung der feststehenden Motorhalterung
an beiden Enden ihrer Verläufe ineinander übergehen.
[0025] Somit kann eine weitere relativ zur Kupplungsscheibe feststehende Führungskontur
geschaffen werden, welche die Möglichkeiten des zuvor beschriebenen Bewegungsablaufs
erweitern kann. Insbesondere kann es hierdurch ermöglicht werden, dass die zuvor beschriebenen
Hin-und-Her-Bewegungen nicht mehr vollständig durchlaufen bzw. abgeschlossen werden
müssen, um eine alternative Bewegung zu ermöglichen. Vielmehr kann jede Bewegung in
eine Richtung erfolgen und abgeschlossen werden, um dann direkt in eine der anderen
Bewegungen überzugehen. Dies kann die Flexibilität der Bedienung erhöhen.
[0026] Mit anderen Worten kann der Benutzer in diesem Fall beispielsweise ein verschlossenes
Verschlusselement von Hand öffnen und anschließend wieder motorisch schließen lassen,
was wie zuvor beschrieben erfordern würde, das Verschlusselement auch erst wieder
händisch zu schließen, um eine Ausgangsposition für eine motorische Bewegung einzunehmen.
Dies ist aufgrund der motorseitigen Führungskontur der Motorhalterung nicht mehr erforderlich.
[0027] Gemäß einem weiteren Aspekt der Erfindung werden die Handlaufführung und die Motorlaufführung
radial zur Motorwelle mittels eines Trennelements zueinander abgetrennt und verlaufen
umlaufend um das Trennelement herum durchgängig. Hierdurch kann eine getrennte Führung
der zumindest im Wesentlichen translatorischen und bogenförmigen Bewegung erfolgen,
indem das Trennelement eine Bewegung des Kupplungsbolzens zwischen der Handlaufführung
und der Motorlaufführung verhindert und somit den Kupplungsbolzen entweder in der
Handlaufführung oder in der Motorlaufführung sicher führt. Das Verlaufen der Bewegung
des Kupplungsbolzens um das Trennelement herum ermöglicht dabei den Wechsel des Kupplungsbolzens
zwischen der Handlaufführung und der Motorlaufführung, aber eben nur am Ende bzw.
am Anfang der Bewegungen und nicht während der Bewegung. Dies verhindert das Trennelement.
[0028] Gemäß einem weiteren Aspekt der Erfindung ist die kupplungsseitige Führungskontur
der Kupplungsscheibe sich vierfach wiederholend um die Motorwelle herum ausgebildet.
Dies kann die Montage erleichtern, da das Zusammenwirken der Führungskonturen in verschiedenen
Positionen der Kupplungsscheibe an der Motorwelle erreicht werden kann. Gemäß einem
weiteren Aspekt der Erfindung ist die kupplungsseitige Führungskontur der Kupplungsscheibe
sich dreifach wiederholend um die Motorwelle herum ausgebildet, wobei die erste Motorlaufführung
und die zweite Motorlaufführung zusammenfallen. Dies kann eine alternative Möglichkeit
der Umsetzung darstellen.
[0029] Gemäß einem weiteren Aspekt der Erfindung ist die kupplungsseitige Führungskontur
der Kupplungsscheibe sich zweifach wiederholend um die Motorwelle herum ausgebildet,
wobei die erste Motorlaufführung und die zweite Motorlaufführung zusammenfallen. Dies
kann eine alternative Möglichkeit der Umsetzung darstellen.
[0030] Gemäß einem weiteren Aspekt der Erfindung verlaufen die Handlaufführungen bogenförmig
sowie konvex zur Motorwelle. Dies kann eine konkrete Möglichkeit der Umsetzung der
sich dreifach wiederholenden Konturen darstellen.
[0031] Gemäß einem weiteren Aspekt der Erfindung weist die kupplungsseitige Führungskontur
der Kupplungsscheibe auf:
- wenigstens, vorzugweise genau, die erste Handlaufführung, welche vorzugsweise geradlinig
verläuft,
- wenigstens, vorzugweise genau, die erste Motorlaufführung, welche halbrund um die
Achse der Motorwelle herum verläuft,
wobei die motorseitige Führungskontur der Motorhalterung aufweist:
- wenigstens, vorzugweise genau, die Handlaufführung, welche vorzugsweise geradlinig
verläuft,
- wenigstens, vorzugweise genau, die Motorlaufführung, welche halbrund um die Achse
der Motorwelle herum verläuft.
[0032] Insbesondere kann vorgesehen sein, dass wenigstens eine der Handlaufführungen, vorzugsweise
wenigstens eine Handlaufführung der Kupplungsscheibe und eine Handlaufführung der
Motorhalterung, radial durch die Achse der Motorwelle hindurch verläuft.
[0033] Der wesentliche Unterschied dieses Aspekts der Erfindung zu den vorangehenden Aspekten
der Erfindung liegt darin, dass der gleiche translatorische Weg benötigt wird, um
das Verschlusselement Tür von der einen Endlage in die andere Endlage zu überführen,
dieser Web am Antrieb bzw. am Motor jedoch nicht mehr nur für eine Drehung des Motors
über 90 Grad oder 120 Grad generiert wird, sondern über einen Weg von 180 Grad, da
die beiden Motorlaufführungen jeweils halbrund und damit als Halbkreis ausgebildet
sind. Dadurch werden die Kräfte zum Erzeugen der jeweiligen Bewegung reduziert und
die Zeit, in welcher das Verschlusselement bewegt wird, wird erhöht.
[0034] Weiterhin kann hierdurch das Prinzip eines Kniehebels verwendet werden. Dieser sorgt
dafür, dass die Krafteinleitung nicht linear (wie zum Beispiel bei Zahnrädern), sondern
in den beiden Endlagen, d.h. in der die Zugangsöffnung verschließenden Stellung und
in der die Zugangsöffnung freigebenden Stellung, am höchsten ist. Der Verwendung eines
Kniehebels liegt, wie bereits erwähnt, der Gedanke zugrunde, dass in den beiden Endlagen
am meisten Kraft benötigt, um das Verschlusselement Tür zu bewegen. Durch die vorgesehene
Länge der halbrunden Motorlaufführungen von jeweils 180 Grad befinden sich diese Betriebspunkte
und damit die Punkte der Bewegung, wo der Kniehebel am meisten Kraft generiert und
zum Verfahren des Verschlusselements die meiste Kraft benötigt wird, genau übereinander,
sodass dort das Maximum der zur Verfügung stehenden Kraft ausgenutzt werden kann.
[0035] Weiterhin kann durch die Ausbildung der halbrunden Motorlaufführungen von jeweils
180 Grad das leichtere Treffen bzw. ein sichererer Übergang des Bolzens zwischen Motor-
und Handlauf erreicht werden, sodass ein mögliches Blockieren verhindert wird.
[0036] Ein weiterer wesentlicher Unterschied dieses Aspekts der Erfindung zu den vorangehenden
Aspekten der Erfindung kann darin gesehen werden, dass der Motorlauf über einen Freilauf
in Form eines gebogenen Langloches verfügt. Dieses Langloch kann das Fallen des Verschlusselements
in die Endlagen zulassen, was zu einem Eindruck einer harmonischen und hochwertigen
Bewegung des Verschlusselements für den Benutzer führen kann.
[0037] Gemäß einem weiteren Aspekt der Erfindung sind die kupplungsseitige Führungskontur
der Kupplungsscheibe und die motorseitige Führungskontur der Motorhalterung deckungsgleich
ausgebildet. Dies kann eine konkrete Möglichkeit der Umsetzung darstellen. Dies kann
insbesondere das gewünschte Zusammenwirken der beiden Führungskonturen vereinfachen
bzw. sicherstellen.
[0038] Gemäß einem weiteren Aspekt der Erfindung weist das Haushaltsgerät ferner wenigstens
ein Federelement auf, welches ausgebildet ist, das Verschlusselement ab Unterschreiten
eines Kipppunktes einer Bewegung in die die Zugangsöffnung freigebende Stellung im
Wesentlichen zu halten, und ferner eine Steuerungseinheit, welche ausgebildet ist,
den Motor das Verschlusselement bei der Bewegung in die die Zugangsöffnung freigebende
Stellung lediglich bis zum Erreichen des Kipppunktes bewegen zu lassen sowie anschließend
den Motor wieder in vorangehende Stellung zurück zu verfahren.
[0039] Die beiden halbrunden Führungskonturen ermöglichen, dass die Steuerung der Antriebseinheit
zu verändert bzw. ausgebildet werden kann, sodass der Motor das Verschlusselement
nur noch soweit auffahren muss, bis das Verschlusselement aufgrund seiner Gewichtskraft
von alleine zu fallen beginnt, was bei einem Winkel von ca. 15 Grad bis 20 Grad gegenüber
der Vertikalen, d.h. ausgehend von der Zugangsöffnung verschließenden Stellung, der
Fall sein kann. Dann kann der Motor seine Bewegung wieder umdrehen und in die vorangehende
Stellung zurückverfahren, sodass ein neuer Bewegungsablauf starten kann.
[0040] Hierdurch kann der Motor über die Lebensdauer deutlich weniger bestromt werden als
bei den zuvor beschriebenen Aspekte der vorliegenden Erfindung, was seine Langlebigkeit
begünstigen kann.
[0041] Weiterhin können dadurch, dass das Verschlusselement durch den Motor sozusagen "nur
noch auf gestupst" und nicht mehr aufgefahren werden muss, Missbrauchsfälle durch
ein Eingreifen der Person in den motorischen Bewegungsablauf des Verschlusselements
verhindert werden. Sollte die Person nämlich beispielsweise das Verschlusselements
bei einem Öffnungsvorgang nach einem Öffnungswinkel von 15 Grad blockieren, dann würde
keine Kraft bis zum Motor geleitet werden, da sich das Verschlusselement dann bereits
im Freilauf des Motorlaufs befinden würde. Somit kann die Person ab dann keine direkte
Kraft auf den Motor oder das Vorschaltgetriebe ausüben, wodurch Motor und Vorschaltgetriebe
hiervor geschützt werden können.
[0042] Gemäß einem weiteren Aspekt der Erfindung weist das Haushaltsgerät ferner wenigstens
ein Federelement auf, welches ausgebildet ist, das Verschlusselement ab Überschreiten
eines Schließpunktes einer Bewegung in die die Zugangsöffnung verschließende Stellung
zu schließen, und ferner eine Steuerungseinheit, welche ausgebildet ist, den Motor
das Verschlusselement bei der Bewegung in die die Zugangsöffnung verschließende Stellung
lediglich bis zum Erreichen des Schließpunktes bewegen zu lassen sowie anschließend
den Motor wieder in vorangehende Stellung zurück zu verfahren.
[0043] Vergleich dem vorangehenden Aspekt der Erfindung kann somit auch beim Schließen der
Motor das Verschlusselement lediglich ausreichend weit, beispielsweise bis 75 Grad
aber nicht bis 90 Grad, verfahren. Der letzte Teil der Schließbewegung von beispielsweise
15 Grad kann dann erfolgen, indem das Verschlusselement von den Federn im Scharnier
herangezogen wird, sodass auch beim Schließen eine harmonische Bewegung entstehen
kann.
[0044] Gemäß einem weiteren Aspekt der Erfindung werden die Handlaufführung und die Motorlaufführung
der motorseitigen Führungskontur der Motorhalterung radial zur Motorwelle mittels
eines Trennelements der motorseitigen Führungskontur der Motorhalterung zueinander
abgetrennt und verlaufen umlaufend um das Trennelement herum durchgängig, und die
erste Handlaufführung und die erste Motorlaufführung der kupplungsseitigen Führungskontur
der Kupplungsscheibe werden radial zur Motorwelle mittels eines Trennelements der
kupplungsseitigen Führungskontur der Kupplungsscheibe zueinander abgetrennt und verlaufen
umlaufend um das Trennelement herum durchgängig.
[0045] Wie bereits anlässlich eines vergleichbaren vorangehenden Aspekts der Erfindung beschrieben,
kann hierdurch eine getrennte Führung der translatorischen und halbrunden bzw. bogenförmigen
Bewegung erfolgen, indem das Trennelement eine Bewegung des Kupplungsbolzens zwischen
der jeweiligen Handlaufführung und Motorlaufführung verhindert und somit den Kupplungsbolzen
entweder in der Handlaufführung oder in der Motorlaufführung sicher führt. Das Verlaufen
der Bewegung des Kupplungsbolzens um das Trennelement herum ermöglicht dabei den Wechsel
des Kupplungsbolzens zwischen der Handlaufführung und der Motorlaufführung, aber eben
nur am Ende bzw. am Anfang der Bewegungen und nicht während der Bewegung. Dies verhindert
das Trennelement.
[0046] Ein Aspekt ist es, dass der als geradlinig sowie rechtwinkelig zur Motorwelle beschriebene
Verlauf einer Handlaufführung insbesondere dahingehend zu verstehen ist, dass die
Handlaufführung parallel zu einer Ebene ausgerichtet ist, in welcher die Motorwelle
liegt.
[0047] Mehrere Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in den Zeichnungen rein schematisch
dargestellt und werden nachfolgend näher beschrieben. Es zeigt
- Figur 1
- eine perspektivische Darstellung eines erfindungsgemäßen Haushaltsgeräts in Form eines
Gargeräts mit geöffneter Zugangsöffnung von schräg vorne oben;
- Figur 2
- eine seitliche Ansicht mit teilweisem Längsschnitt einer bzw. durch eine Verbindungskinematik
mit elektrischem Motor und Kupplungsscheibe gemäß eines ersten Ausführungsbeispiels;
- Figur 3
- die Verbindungskinematik mit elektrischem Motor und Kupplungsscheibe der Figur 2 in
der die Zugangsöffnung verschließenden Stellung;
- Figur 4
- die Darstellung der Figur 3 in der die Zugangsöffnung freigebenden Stellung in Folge
eines händischen Öffnens eines Benutzers entlang einer Handlaufrichtung;
- Figur 5
- die Darstellung der Figur 4 wieder in der die Zugangsöffnung verschließenden Stellung
zurück in Folge eines händischen Schließens des Benutzers entlang einer Handlaufrichtung;
- Figur 6
- die Darstellung der Figur 5 in der die Zugangsöffnung freigebenden Stellung in Folge
eines motorischen Öffnens des elektrischen Motors entlang einer Motorlaufrichtung;
- Figur 7
- die Darstellung der Figur 6 mit herunterfallendem Kupplungsbolzen in die zweite Handlaufführung
und zweite Motorlaufführung;
- Figur 8
- die Darstellung der Figur 7 in der die Zugangsöffnung verschließenden Stellung in
Folge des händischen Schließens des Benutzers entlang der Handlaufrichtung;
- Figur 9
- die Darstellung der Figur 8 wieder in der die Zugangsöffnung freigebenden Stellung
zurück in Folge des händischen Öffnens des Benutzers entlang der Handlaufrichtung;
- Figur 10
- die Darstellung der Figur 9 wieder in der die Zugangsöffnung verschließenden Stellung
zurück in Folge eines motorischen Schließens des elektrischen Motors entlang der Motorlaufrichtung;
- Figur 11
- die Darstellung der Figur 10 mit herunterfallendem Kupplungsbolzen in die erste Handlaufführung
und erste Motorlaufführung;
- Figur 12
- eine Draufsicht mit teilweisem Längsschnitt einer bzw. durch eine Verbindungskinematik
mit Kupplungsscheibe und Motorhalterung gemäß eines zweiten Ausführungsbeispiels;
- Figur 13
- eine seitliche Ansicht der Kupplungsscheibe der Figur 12 mit kupplungsseitiger Führungskontur;
- Figur 14
- eine seitliche Ansicht der Motorhalterung der Figur 12 mit motorseitiger Führungskontur;
- Figur 15
- die Verbindungskinematik mit Kupplungsscheibe und Motorhalterung der Figur 12 in der
die Zugangsöffnung verschließenden Stellung;
- Figur 16
- die Kupplungsscheibe in einer rotatorischen Bewegung eines motorischen Öffnens in
die die Zugangsöffnung freigebende Stellung ausgehend von der verschließenden Stellung
der Figur 15;
- Figur 17
- die Kupplungsscheibe in der die Zugangsöffnung freigebenden Stellung in Folge des
motorischen Öffnens des elektrischen Motors entlang der Motorlaufrichtung der Figur
16;
- Figur 18
- die Darstellung der Figur 17 mit herunterfallendem Kupplungsbolzen in die zweite Handlaufführung
und zweite Motorlaufführung;
- Figur 19
- die Kupplungsscheibe in einer translatorischen Bewegung eines händischen Schließens
des Benutzers in die die Zugangsöffnung verschließende Stellung ausgehend von der
freigebenden Stellung der Figur 18;
- Figur 20
- die Kupplungsscheibe in der die Zugangsöffnung verschließenden Stellung in Folge des
händischen Schließens des Benutzers entlang der Handlaufrichtung der Figur 19;
- Figur 21
- eine seitliche Ansicht einer alternativen Kupplungsscheibe der Figur 12 mit kupplungsseitiger
Führungskontur;
- Figur 22
- eine seitliche Ansicht einer weiteren alternativen Kupplungsscheibe der Figur 12 mit
kupplungsseitiger Führungskontur;
- Figur 23
- eine seitliche Ansicht einer Kupplungsscheibe mit kupplungsseitiger Führungskontur
gemäß eines dritten Ausführungsbeispiels;
- Figur 24
- eine seitliche Ansicht einer entsprechenden Motorhalterung mit motorseitiger Führungskontur
gemäß des dritten Ausführungsbeispiels;
- Figur 25
- den Kupplungsbolzen der Verbindungskinematik mit Kupplungsscheibe und Motorhalterung
gemäß des dritten Ausführungsbeispiels in der die Zugangsöffnung verschließenden Stellung;
- Figur 26
- die Kupplungsscheibe in einer rotatorischen Bewegung eines motorischen Öffnens in
die die Zugangsöffnung freigebende Stellung ausgehend von der verschließenden Stellung
der Figur 25;
- Figur 27
- die Darstellung der Figur 26 bei sich in die Ausgangsstellung bewegender Kupplungsscheibe;
- Figur 28
- die Kupplungsscheibe in der die Zugangsöffnung freigebenden Stellung in Folge des
motorischen Öffnens des elektrischen Motors entlang der Motorlaufrichtung der Figuren
26 und 27;
- Figur 29
- die Kupplungsscheibe in einer rotatorischen Bewegung eines motorischen Schließens
in die die Zugangsöffnung verschließende Stellung ausgehend von der freigebenden Stellung
der Figur 28;
- Figur 30
- die Darstellung der Figur 29 bei sich in die Ausgangsstellung bewegender Kupplungsscheibe;
- Figur 31
- die Kupplungsscheibe in der die Zugangsöffnung verschließenden Stellung in Folge des
motorischen Schließens des elektrischen Motors entlang der Motorlaufrichtung der Figuren
29 und 30;
- Figur 32
- die Kupplungsscheibe in einer translatorischen Bewegung eines händischen Öffnens durch
eine Person in die die Zugangsöffnung freigebende Stellung ausgehend von der verschließenden
Stellung der Figur 31;
- Figur 33
- die Kupplungsscheibe in der die Zugangsöffnung freigebenden Stellung in Folge des
händischen Öffnens durch die Person entlang der Handlaufrichtung der Figur 32; und
- Figur 34
- die Kupplungsscheibe in einer translatorischen Bewegung eines händischen Schließens
durch eine Person in die die Zugangsöffnung verschließende Stellung ausgehend von
der freigebenden Stellung der Figur 33.
[0048] Die o.g. Figuren werden in kartesischen Koordinaten betrachtet. Es erstreckt sich
eine Längsachse X, welche auch als Tiefe X oder als Länge X bezeichnet werden kann.
Senkrecht zur Längsachse X erstreckt sich eine Querachse Y, welche auch als Breite
Y bezeichnet werden kann. Senkrecht sowohl zur Längsachse X als auch zur Querachse
Y erstreckt sich eine vertikale Achse Z, welche auch als Höhe Z bezeichnet werden
kann und der Richtung der Schwerkraft entspricht. Die Längsachse X und die Querachse
Y bilden gemeinsam die Horizontale X, Y, welche auch als horizontale Ebene X, Y bezeichnet
werden kann.
[0049] Figur 1 zeigt eine perspektivische Darstellung eines erfindungsgemäßen Haushaltsgeräts
1 in Form eines Gargeräts 1 mit geöffneter Zugangsöffnung 13 von schräg vorne oben.
[0050] Ein erfindungsgemäßes Haushaltsgerät 1 bzw. Gargerät 1 wird am Beispiel eines Backofens
1 betrachtet. Der Backofen 1 weist ein Außengehäuse 10 auf, welches auch als äußeres
Gehäuse 10 bezeichnet werden kann und den Backofen 1 im Wesentlichen nach außen abschließt
bzw. umschließt. Das Außengehäuse 10 schließt entlang der Längsachse X nach vorne,
d.h. zum Benutzer hin, im oberen Bereich mit einer Blende 10a ab. Innerhalb des Außengehäuses
10 ist ein Innengehäuse 11 angeordnet, welches auch als inneres Gehäuse 11 bezeichnet
werden kann. Das Innengehäuse 11 schließt entlang der Längsachse X nach hinten, entlang
der vertikalen Achse Z nach unten und nach oben sowie entlang der Querachse Y zu beiden
Seiten mit dem Außengehäuse 10 ab, sodass zwischen dem Außengehäuse 10 und im Innengehäuse
11 ein Zwischenraum gebildet wird, welcher auch als Gehäuseraum bezeichnet werden
kann. Dieser Zwischenraum stellt das Innere des Backofens 1 dar.
[0051] Von dem Innengehäuse 11 wird ferner im Wesentlichen ein Innenraum 12 umschlossen,
in welchem ein Garprozess durchgeführt werden kann. Hierzu sind entsprechende Elemente
zum Erhitzen des Innenraums 12 (nicht dargestellt) im Zwischenraum bzw. im Garraum
12 angeordnet. Entsprechend kann der Innenraum 12 auch als Garraum 12 bezeichnet werden.
[0052] Der Garraum 12 ist entlang der Längsachse X für den Benutzer von vorne durch eine
Zugangsöffnung 13 hindurch zugänglich, welche sich unterhalb der Blende 10a befindet.
Die Zugangsöffnung 13 kann mittels eines Verschlusselements 14 in Form einer Klappe
13 geschlossen und geöffnet werden. Die Klappe 14 ist hierzu mittels wenigstens eines
Scharniers (nicht dargestellt) um die Querachse Y nach oben hin schwenkbar mit dem
Außengehäuse 10 des Backofens 1 verbunden, so dass die Klappe 14 vom Benutzer von
sich weg hochgeschwenkt werden kann, um die Zugangsöffnung 13 zu verschließen, und
zu sich hin nach unten geschwenkt werden kann, um die Zugangsöffnung 13 freizugeben
und auf den Garraum 12 zugreifen zu können, siehe Figur 1.
[0053] Der Garraum 12 weist entlang der Querachse Y beidseitig jeweils eine Seitenwand 12a
auf, an denen jeweils ein entnehmbares Aufnahmegitter 15 angeordnet ist. An jedem
Aufnahmegitter 15 ist auf gleicher Höhe entlang der vertikalen Achse Z eine Teleskopschiene
16 entfernbar befestigt, welche gemeinsam ein Paar von Teleskopschienen 16 bilden.
Die Teleskopschienen 16 sind jeweils entlang der Längsachse X dreiteilig ausgebildet
(nicht dargestellt), so dass jeweils ein vorderes Schienenelement mittels eines mittleren
Schienenelements mit einem hinteren Schienenelement der Teleskopschiene 16 verbunden
ist, wobei das hintere Schienenelement feststehend und entfernbar an dem jeweiligen
Aufnahmegitter 15 gehalten wird.
[0054] Auf das Paar von Teleskopschienen 16 bzw. deren vordere Schienenelemente kann ein
Gargeschirr wie beispielsweise ein Backblech (nicht dargestellt) vom Benutzer aufgesetzt
werden, um entlang der Längsachse X in den Garraum 12 hineingeschoben und aus dem
Garraum 12 herausgezogen zu werden. Dies kann es dem Benutzer erleichtern, das Backblech
in den Garraum 12 einzuführen sowie aus dem Garraum 12 zu entnehmen.
[0055] Figur 2 zeigt eine seitliche Ansicht mit teilweisem Längsschnitt einer bzw. durch
eine Verbindungskinematik 17 mit elektrischem Motor 18 und Kupplungsscheibe 19 gemäß
eines ersten Ausführungsbeispiels.
[0056] Die Verbindungskinematik 17 mit elektrischem Motor 18 und Kupplungsscheibe 19 ist
seitlich im Zwischenraum des Backofens 1 angeordnet und kann vom Benutzer dazu verwendet
werden, die Klappe 14 als Verschlusselement 14 motorisch zu bedienen, um dies selbst
nicht vornehmen zu müssen. Die motorische Bewegung, insbesondere zum Öffnen der geschlossenen
Klappe 14 und dann wieder zum Schließen der geöffneten Klappe 14, vgl. Figur 1, kann
vom Benutzer insbesondere durch Betätigung eines entsprechenden Bedienelements (nicht
dargestellt) erfolgen, was außenseitig an der Klappe 14 (nicht dargestellt) und bzw.
oder an der Blende 10a (nicht dargestellt) angeordnet sein kann.
[0057] Zur Führung der Verbindungskinematik 17 weist das Außengehäuse 10 innenseitig ein
entlang der vertikalen Richtung Z nach oben zeigendes Führungselement 10b auf, welches
entlang der Längsachse X eine Durchgangsöffnung (nicht dargestellt) aufweist. Dem
Benutzer entlang der Längsachse X zugewandt ist eine Verschlusselementanbindung 14a,
auch Schwert 14a genannt, schwenkbar am vorderen Rand des Außengehäuses 10 angeordnet.
Das Verschlusselement 14 bzw. die Klappe 14 (nicht dargestellt, vgl. Figur 1) ist
am Verschlusselementanbindung 14a feststehend montiert und somit schwenkbar.
[0058] Im entlang der Längsachse X hinteren Bereich oberhalb des Außengehäuses 10 bzw. dessen
Unterseite (nicht bezeichnet) ist der bereits erwähnte elektrische Motor 18 mittels
einer Motorhalterung 18b feststehend angeordnet. In Falle des ersten Ausführungsbeispiels
stellt die Motorhalterung 18b eine Scheibe dar, welche feststehend auf der Unterseite
des Außengehäuses 10 im Zwischenraum angeordnet ist und eine Durchgangsöffnung (nicht
bezeichnet) aufweist, durch welche hindurch eine Motorwelle 18a ragt. Der elektrische
Motor 18 ist auf der einen Seite der scheibenartigen Motorhalterung 18b feststehend
angeordnet, so dass der Rotor (nicht dargestellt) des elektrischen Motors 18 die Motorwelle
18a antreiben kann, welche vom elektrischen Motor 18 durch die Durchgangsöffnung der
scheibenartigen Motorhalterung 18b hindurch zu dessen gegenüberliegenden Seite ragt.
Dort ist die bereits erwähnte Kupplungsscheibe 19 feststehend auf der Motorwelle 18a
angeordnet, so dass die Kupplungsscheibe 19 vom elektrischen Motor 18 rotatorisch
angetrieben werden kann.
[0059] Die der scheibenartigen Motorhalterung 18b abgewandte Seite der Kupplungsscheibe
19 weist eine kupplungsseitige Führungskontur 19a auf, welche anhand der Figuren 3
bis 11 noch näher beschrieben werden wird. In die kupplungsseitige Führungskontur
19a greift ein Kupplungsbolzen 17a mit einem ersten Ende ein, so dass eine formschlüssige
Verbindung zwischen dem ersten Ende des Kupplungsbolzens 17a und der Kupplungsscheibe
19 besteht, welche die Kraft vom elektrischen Motor 18 auf den Kupplungsbolzen 17a
übertragen kann.
[0060] Der Kupplungsbolzen 17a ist drehbeweglich in einer korrespondierenden Durchgangsöffnung
(nicht bezeichnet) eines Endes einer Kurbel 17b gelagert, welche am gegenüberliegenden
Ende drehbeweglich mit einer entlang der Längsachse X translatorisch beweglichen Führungsstange
17c verbunden ist, welche von der Durchgangsöffnung der bereits erwähnten Führungselement
10b des Außengehäuses 10 geführt wird. Das gegenüberliegende Ende der Führungsstange
17c ist mittels eines Verbindungselements 17d mit der Verschlusselementanbindung 14a
verbunden, um diese wie bereits zuvor erwähnt hin und her zu schwenken.
[0061] Wird der elektrische Motor 18 nun betrieben und hierdurch - wie bisher bekannt -
dessen rotatorische Bewegung auf die Verschlusselementanbindung 14a übertragen, so
kann die Klappe 14 wie bereits zuvor erwähnt motorisch zwischen einer die Zugangsöffnung
13 verschließenden Stellung und einer die Zugangsöffnung 13 freigebenden Stellung
hin und her bewegt werden. Erfindungsgemäß kann hierbei die rotatorische Bewegung
des elektrischen Motors 18 mittels der Kupplungsscheibe 19, dem Kupplungsbolzen 17a
und der Kurbel 17b in eine translatorische Bewegung gewandelt werden, welche die Klappe
14 auf- und zu schwenken kann.
[0062] Erfindungsgemäß sind ferner gemäß dem ersten Ausführungsbeispiel eine erste Handlaufführung
19b der Kupplungsscheibe 19 und eine zweite Handlaufführung 19c der Kupplungsscheibe
19 als Bestandteile der kupplungsseitigen Führungskontur 19a vorgesehen, siehe z.B.
Figur 3, welche jeweils geradlinig sowie rechtwinkelig zur Motorwelle 18a ausgebildet
sind und sich rechtwinkelig schneiden. Die nahe beieinander angeordneten Enden der
beiden Handlaufführungen 19a, 19b stellen eine erste Motorlaufführung 19d der Kupplungsscheibe
19 und eine zweite Motorlaufführung 19e der Kupplungsscheibe 19 dar.
[0063] Das erste Ende des Kupplungsbolzens 17a wird stets von der kupplungsseitigen Führungskontur
19a beweglich aufgenommen bzw. geführt, so dass die rotatorische Bewegung der Kupplungsscheibe
19 auf den Kupplungsbolzen 17a übertragen werden kann, falls sich der Kupplungsbolzen
17a in einer der beiden Motorlaufführungen 19d, 19e befindet.
[0064] Gleichzeitig wird es erfindungsgemäß jedoch auch ermöglicht, dass der Kupplungsbolzen
17a translatorisch entlang einer der beiden Handlaufführungen 19a, 19b der stehenden,
d.h. nicht-motorisch angetriebenen, Kupplungsscheibe 19 bewegt wird, falls der Benutzer
die Klappe 14 von Hand auf und zu schwenkt. Hierbei wird die Kraft der händischen
Bewegung des Benutzers nicht auf den stillstehenden elektrischen Motor 18 übertragen,
sodass der Motor 18 durch die händischen Bewegungen des Benutzers nicht beschädigt
werden kann.
[0065] Konkret können gemäß des ersten Ausführungsbeispiels beispielsweise die folgenden
Bewegungen des Backofens 1 bzw. dessen Klappe 14 erfolgen:
Figur 3 zeigt die Verbindungskinematik 17 mit elektrischem Motor 18 und Kupplungsscheibe
19 der Figur 2 in der die Zugangsöffnung 13 verschließenden Stellung. Das erste Ende
des Kupplungsbolzens 17a befindet sich in der ersten Motorlaufführung 19d der Kupplungsscheibe
19 am Ende der ersten Handlaufführung 19b der Kupplungsscheibe 19.
[0066] Nun wird die Klappe 14 vom Benutzer händisch durch Ziehen bzw. durch Herunterschenken
geöffnet, wobei die Schwenkbewegung der Klappe 14 über die Verbindungskinematik 17
bis hin zum Kupplungsbolzen 17a übertragen wird, welcher bei stillstehender Kupplungsscheibe
19 entlang der ersten Handlaufführung 19b der Kupplungsscheibe 19 zu dessen der ersten
Motorlaufführung 19d der Kupplungsscheibe 19 gegenüberliegenden Ende gleitet. Entsprechend
zeigt Figur 4 die Darstellung der Figur 3 in der die Zugangsöffnung 13 freigebenden
Stellung in Folge eines händischen Öffnens eines Benutzers entlang einer Handlaufrichtung
A.
[0067] In dieser Konstellation ist eine Bewegung des elektrischen Motors 18 nicht möglich.
Entsprechend muss der Benutzer die Klappe 14 wieder händisch schließen bzw. hochschwenken,
wodurch der Kupplungsbolzen 17a in der Handlaufrichtung A entlang der ersten Handlaufführung
19b der Kupplungsscheibe 19 wieder zurück in die erste Motorlaufführung 19d der Kupplungsscheibe
19 bewegt wird. Entsprechend zeigt Figur 5 die Darstellung der Figur 4 wieder in der
die Zugangsöffnung 13 verschließenden Stellung zurück in Folge eines händischen Schließens
des Benutzers entlang einer Handlaufrichtung A.
[0068] Nun kann der elektrischen Motor 18 seinerseits ein Öffnen der Klappe 14 durchführen,
indem die Kupplungsscheibe 18 etwa um 90° entgegen dem Uhrzeigersinn gedreht wird.
Dabei wird der Kupplungsbolzen 17a von der ersten Motorlaufführung 19d der Kupplungsscheibe
19 rotatorisch mitbewegt und die entsprechende Bewegung mittels der Kurbel 17b auf
die Klappe 14 wie zuvor beschrieben übertragen. Entsprechend zeigt Figur 6 die Darstellung
der Figur 5 in der die Zugangsöffnung 13 freigebenden Stellung in Folge eines motorischen
Öffnens des elektrischen Motors 18 entlang einer Motorlaufrichtung B.
[0069] In der Stellung der motorisch geöffneten Klappe 14 angekommen fällt der Kupplungsbolzen
17a aufgrund der Schwerkraft mit einer Fallbewegung C in die zweite Motorlaufführung
19e. Entsprechend zeigt Figur 7 die Darstellung der Figur 6 mit herunterfallendem
Kupplungsbolzen 17c in die zweite Handlaufführung 19c und zweite Motorlaufführung
19e.
[0070] Somit kann die Klappe 14 auch aus der geöffneten Stellung vom Benutzer händisch geschlossen
werden. Hierbei wird der Kupplungsbolzen 17a entlang der Handlaufrichtung A in der
zweiten Handlaufführung 19c bis zu dessen gegenüberliegenden Ende bewegt. Somit zeigt
Figur 8 die Darstellung der Figur 7 in der die Zugangsöffnung 13 verschließenden Stellung
in Folge des händischen Schließens des Benutzers entlang der Handlaufrichtung A.
[0071] Öffnet der Benutzer anschließend die Klappe 14 wieder, so führt dies zur Konstellation
der Figur 9, welche die Darstellung der Figur 8 wieder in der die Zugangsöffnung 13
freigebenden Stellung zurück in Folge des händischen Öffnens des Benutzers entlang
der Handlaufrichtung A zeigt.
[0072] Aus der Konstellation der Figuren 7 oder 9 kann jeweils wieder ein motorisches Schließen
der Klappe 14 mittels des Betriebs des elektrischen Motors 18 erfolgen, so dass die
Figur 10 die Darstellung der Figur 9 wieder in der die Zugangsöffnung 13 verschließenden
Stellung zurück in Folge eines motorischen Schließens des elektrischen Motors 18 entlang
der Motorlaufrichtung B zeigt.
[0073] Dort angekommen kann der Kupplungsbolzen 17a mittels Schwerkraft mit einer Fallbewegung
C wieder in die erste Motorlaufführung 19d der Kupplungsscheibe 19 fallen, wodurch
die Ausgangskonstellation der Figur 3 wieder erreicht ist. Figur 11 zeigt somit die
Darstellung der Figur 10 mit herunterfallendem Kupplungsbolzen 17a in die erste Handlaufführung
19b und erste Motorlaufführung 19d.
[0074] Figur 12 zeigt eine Draufsicht mit teilweisem Längsschnitt einer bzw. durch eine
Verbindungskinematik 17 mit Kupplungsscheibe 19 und Motorhalterung 18b gemäß eines
zweiten Ausführungsbeispiels. Figur 13 zeigt eine seitliche Ansicht der Kupplungsscheibe
19 der Figur 12 mit kupplungsseitiger Führungskontur 19a. Figur 14 zeigt eine seitliche
Ansicht der Motorhalterung 18b der Figur 12 mit motorseitiger Führungskontur 18c.
[0075] In diesem zweiten Ausführungsbeispiel ist die kupplungsseitige Führungskontur 19a
vierseitig sich um die Motorwelle 18a herum wiederholend ausgebildet. Die Anordnung
der Handlaufführungen 19b, 19d und der Motorlaufführungen 19c, 19e entspricht im Wesentlichen
dem ersten Ausführungsbeispiel.
[0076] Die Motorführung 18b ist in diesem Fall des zweiten Ausführungsbeispiels jedoch um
eine zweite Scheibe erweitert, so dass die beiden Scheiben (nicht bezeichnet) der
Motorführung 18b die Kupplungsscheibe 19 sowie das Ende der Kurbel 17b mit dem Kupplungsbolzen
17a zwischen sich aufnehmen (Figur 12 zeigt lediglich die Scheibe der Motorführung
18b mit der motorseitigen Führungskontur 18c). Der Kupplungsbolzen 17a ist verlängert
ausgebildet, so dass ein zweites, dem ersten Ende gegenüberliegendes Ende des Kupplungsbolzens
17a in die motorseitige Führungskontur 18c der zweiten Scheibe der Motorführung 18b
eingreift, siehe Figur 12, und dort geführt werden kann.
[0077] Die motorseitige Führungskontur 18c der Motorführung 18b weist eine im Wesentlichen
geradlinig verlaufende Handlaufführung 18d und eine bogenförmige Motorlaufführung
18e auf, welche von einem Trennelement 18f, auch als Bremse 18f zu bezeichnen, voneinander
getrennt bzw. zueinander beabstandet werden. Dabei gehen die Handlaufführung 18d und
die Motorlaufführung 18e der Motorhalterung 18b an den Enden ineinander über und umschließen
somit gemeinsam das Trennelement 18f, vgl. Figur 14.
[0078] Gemäß des zweiten Ausführungsbeispiels kann der Bewegungsablauf des ersten Ausführungsbeispiels
nun wie folgt um die Möglichkeit erweitert werden, sowohl in der vollständig geöffneten
als auch in der vollständig geschlossenen Stellung der Klappe 14 sowohl eine händische
als auch eine motorische Bewegung in die jeweils andere Stellung ausführen zu können.
Dies wird durch die motorseitige Führungskontur 18c der Motorführung 18b ermöglicht,
da dort sozusagen zwei Wege parallel zueinander zu Verfügung stehen, um die jeweils
andere Stellung zu erreichen.
[0079] Figur 15 zeigt die Verbindungskinematik 17 mit Kupplungsscheibe 19 und Motorhalterung
18b der Figur 12 in der die Zugangsöffnung verschließenden Stellung. Wie mit Bezug
auf die Figur 3 beim ersten Ausführungsbeispiel beschrieben befindet sich in dieser
Konstellation das erste Ende des Kupplungsbolzens 17a in der ersten Motorlaufführung
19d der Kupplungsscheibe 19 am Ende der ersten Handlaufführung 19b der Kupplungsscheibe
19. Gleichzeitig befindet sich nun das zweite Ende des Kupplungsbolzens 17a sowohl
an dem einen Ende der Handlaufführung 18d und der Motorlaufführung 18e der Motorhalterung
18b.
[0080] Wird zum motorischen Öffnen der Klappe 14 der Motor 18 betrieben und hierdurch die
Kupplungsscheibe 19 entlang der Motorlaufrichtung B entgegen dem Uhrzeigersinn bewegt,
so wird, wie zuvor beschrieben, der Kupplungsbolzen 17a bewegt und hierdurch die Klappe
14 heruntergeschwenkt. Entsprechend zeigt Figur 16 die Kupplungsscheibe 19 in einer
rotatorischen Bewegung eines motorischen Öffnens in die die Zugangsöffnung 13 freigebende
Stellung ausgehend von der verschließenden Stellung der Figur 15. Das zweite Ende
des Kupplungsbolzens 17a durchläuft dabei die Handlaufführung 18d der Motorhalterung
18b.
[0081] Am Ende dieser Bewegung ist die Klappe 14 geöffnet, d.h. heruntergeschwenkt. Entsprechend
zeigt Figur 17 die Kupplungsscheibe 19 in der die Zugangsöffnung 13 freigebenden Stellung
in Folge des motorischen Öffnens des elektrischen Motors 18 entlang der Motorlaufrichtung
B der Figur 16.
[0082] In der Stellung der motorisch geöffneten Klappe 14 angekommen fällt der Kupplungsbolzen
17a ebenfalls aufgrund der Schwerkraft mit der Fallbewegung C in die zweite Handlaufführung
19c und zweite Motorlaufführung 19e der Kupplungsscheibe 19. Das zweite Ende des Kupplungsbolzens
17a befindet sich dann sowohl an dem anderen Ende der Handlaufführung 18d als auch
der Motorlaufführung 18e der Motorhalterung 18b. Somit zeigt Figur 18 die Darstellung
der Figur 17 mit herunterfallendem Kupplungsbolzen 17a in die zweite Handlaufführung
19c und zweite Motorlaufführung 19e.
[0083] Im Unterschied zum ersten Ausführungsbeispiel kann aus der Konstellation der Figur
18 heraus nun direkt eine händische Bewegung der Klappe 14 erfolgen, da der Kupplungsbolzen
17a sowohl in der zweiten Motorlaufführung 19e der Kupplungsscheibe 19 aufgenommen
vom elektrischen Motor 18 rotatorisch entlang der Motorlaufführung 18e der Motorhalterung
18b als auch händisch in der zweiten Handlaufführung 19c der Kupplungsscheibe 19 entlang
der Handlaufführung 18d der Motorhalterung 18b zurück in die Stellung der geschlossenen
Klappe 14 bewegt werden kann. Den zweiten Fall zeigt Figur 19 mit der Kupplungsscheibe
19 in einer translatorischen Bewegung eines händischen Schließens des Benutzers in
die die Zugangsöffnung 13 verschließende Stellung ausgehend von der freigebenden Stellung
der Figur 18. Figur 20 zeigt die Kupplungsscheibe 19 in der die Zugangsöffnung 13
verschließenden Stellung in Folge des händischen Schließens des Benutzers entlang
der Handlaufrichtung A der Figur 19.
[0084] Figur 21 zeigt eine seitliche Ansicht einer alternativen Kupplungsscheibe 19 der
Figur 12 mit kupplungsseitiger Führungskontur 19a.
[0085] Figur 22 zeigt eine seitliche Ansicht einer weiteren alternativen Kupplungsscheibe
19 der Figur 12 mit kupplungsseitiger Führungskontur 19a.
[0086] Figur 23 zeigt eine seitliche Ansicht einer Kupplungsscheibe 19 mit kupplungsseitiger
Führungskontur 19a gemäß eines dritten Ausführungsbeispiels. Figur 24 zeigt eine seitliche
Ansicht einer entsprechenden Motorhalterung 18b mit motorseitiger Führungskontur 18c
gemäß des dritten Ausführungsbeispiels.
[0087] Gemäß des dritten Ausführungsbeispiels weist die kupplungsseitige Führungskontur
19a der Kupplungsscheibe 19 die erste Handlaufführung 19b, welche radial durch die
Achse der Motorwelle 18a hindurch verläuft, und die erste Motorlaufführung 19d auf,
welche halbrund um die Achse der Motorwelle 18a herum verläuft. Die erste Handlaufführung
19b und die erste Motorlaufführung 19d der kupplungsseitigen Führungskontur 19a der
Kupplungsscheibe 19 gehen ineinander über.
[0088] Die motorseitige Führungskontur 18c der Motorhalterung 18b weist die Handlaufführung
18b, welche radial durch die Achse der Motorwelle 18a hindurch verläuft, und die Motorlaufführung
18e auf, welche halbrund um die Achse der Motorwelle 18a herum verläuft. Die Handlaufführung
18b und die Motorlaufführung 18e der motorseitigen Führungskontur 18c der Motorhalterung
18b gehen ineinander über.
[0089] Die kupplungsseitige Führungskontur 19a der Kupplungsscheibe 19 und die motorseitige
Führungskontur 18c der Motorhalterung 18b sind deckungsgleich ausgebildet.
[0090] Die Handlaufführung 18d und die Motorlaufführung 18e der motorseitigen Führungskontur
18c der Motorhalterung 18b werden radial zur Motorwelle 18a mittels eines Trennelements
18f der motorseitigen Führungskontur 18c der Motorhalterung 18b zueinander abgetrennt
und verlaufen umlaufend um das Trennelement 18f herum durchgängig. Ebenso werden die
erste Handlaufführung 19b und die erste Motorlaufführung 19d der kupplungsseitigen
Führungskontur 19a der Kupplungsscheibe 19 radial zur Motorwelle 18a mittels eines
Trennelements 19f der kupplungsseitigen Führungskontur 19a der Kupplungsscheibe 19
zueinander abgetrennt und verlaufen umlaufend um das Trennelement 19f herum durchgängig.
[0091] Ferner weist das Haushaltsgerät ein Federelement auf, welches ausgebildet ist, das
Verschlusselement 14 ab Unterschreiten eines Kipppunktes einer Bewegung in die die
Zugangsöffnung 13 freigebende Stellung im Wesentlichen zu halten. Darüber hinaus weist
das Haushaltsgerät eine Steuerungseinheit (nicht dargestellt) auf, welche ausgebildet
ist, den Motor 18 das Verschlusselement 14 bei der Bewegung in die die Zugangsöffnung
13 freigebende Stellung lediglich bis zum Erreichen des Kipppunktes bewegen zu lassen
sowie anschließend den Motor 18 wieder in vorangehende Stellung zurück zu verfahren.
[0092] Ebenso weist das Haushaltsgerät ein Federelement auf, welches ausgebildet ist, das
Verschlusselement 14 ab Überschreiten eines Schließpunktes einer Bewegung in die die
Zugangsöffnung 13 verschließende Stellung zu schließen, und die Steuerungseinheit
ist ferner ausgebildet, den Motor 18 das Verschlusselement 14 bei der Bewegung in
die die Zugangsöffnung 13 verschließende Stellung lediglich bis zum Erreichen des
Schließpunktes bewegen zu lassen sowie anschließend den Motor 18 wieder in vorangehende
Stellung zurück zu verfahren.
[0093] Das motorische sowie händische Öffnen und Schließen des Verschlusselements 14 des
Haushaltsgeräts 1 kann gemäß des dritten Ausführungsbeispiels nun wie folgt erfolgen:
Figur 25 zeigt den Kupplungsbolzen 17a der Verbindungskinematik 17 mit Kupplungsscheibe
19 und Motorhalterung 18b gemäß des dritten Ausführungsbeispiels in der die Zugangsöffnung
13 verschließenden Stellung.
[0094] Die motorseitige Führungskontur 18c und die kupplungsseitige Führungskontur 19a liegen
deckungsgleich übereinander. Der Kupplungsbolzen 17a ist entlang der Längsachse X
rechts bzw. aus Sicht der Verbindungskinematik 17 hinten angeordnet. Das Verschlusselement
14 befindet sich somit in der der die Zugangsöffnung 13 verschließenden Stellung.
[0095] Figur 26 zeigt die Kupplungsscheibe 19 in einer rotatorischen Bewegung B eines motorischen
Öffnens in die die Zugangsöffnung 14 freigebende Stellung ausgehend von der verschließenden
Stellung der Figur 25.
[0096] Somit wird nun der Motor 18 von der Steuerungseinheit gemäß der Darstellung der Figur
26 entgegen dem Uhrzeigersinn nach linksdrehend betrieben, so dass die Kupplungsscheibe
19 entsprechend rotatorisch bewegt wird. Die Kupplungsscheibe 19 bzw. ihre kupplungsseitige
Führungskontur 19a nimmt dabei den Kupplungsbolzen 17a entlang der motorseitigen Führungskontur
18c mit, sodass der Kupplungsbolzen 17a in den sich hierbei überlappenden bzw. überlagernden
Motorlaufführungen 18e der Motorhalterung 18b und Motorlaufführung 19d der Kupplungsscheibe
19 halbbogenförmig in der Motorlaufrichtung B bewegt wird.
[0097] Figur 27 zeigt die Darstellung der Figur 26 bei sich in die Ausgangsstellung bewegender
Kupplungsscheibe 19.
[0098] Unterschreitet die Bewegung des Kupplungsbolzens 18b gemäß der Figur 26 nämlich den
zuvor bereits erwähnten Kipppunkt, welcher bei etwa 15 Grad bis 20 Grad der halbbogenförmigen
Bewegung liegt, so ist die Schwerkraft ausreichend, um das Verschlusselement weiter
zu öffnen und vollständig in die die Zugangsöffnung 14 freigebende Stellung zu bewegen.
Dies erfolgt dank des Federelements derart gedämpft, dass eine gleichförmige Bewegung
entsteht. Entsprechend kann die restliche Bewegung jedoch ohne den Motor 18 ausgeübt
werden, so dass der Motor 18 bereits ab Erreichen des Kipppunktes wieder zurück in
vorangehende Stellung als Ausgangsstellung in der Motorlaufrichtung B bewegt wird.
[0099] Figur 28 zeigt die Kupplungsscheibe 19 in der die Zugangsöffnung 14 freigebenden
Stellung in Folge des motorischen Öffnens des elektrischen Motors 18 entlang der Motorlaufrichtung
B der Figuren 26 und 27. Nun ist die Zugangsöffnung 14 offen und der Benutzer kann
auf den Innenraum 12 des Haushaltsgeräts 1 zugreifen.
[0100] Figur 29 zeigt die Kupplungsscheibe 19 in einer rotatorischen Bewegung eines motorischen
Schließens in die die Zugangsöffnung verschließende Stellung ausgehend von der freigebenden
Stellung der Figur 28.
[0101] Nun wird die Kupplungsscheibe 19 vom Motor 18 in der Motorlaufrichtung B rechtsherum
drehend bzw. im Uhrzeigersinn bewegt, so dass der Kupplungsbolzen 17a in den sich
überlappenden bzw. überlagernden Motorlaufführungen 18e der Motorhalterung 18b und
Motorlaufführung 19d der Kupplungsscheibe 19 wieder halbbogenförmig bewegt wird.
[0102] Figur 30 zeigt die Darstellung der Figur 29 bei sich in die Ausgangsstellung bewegender
Kupplungsscheibe 19. Auch in diesem Fall kann der Motor 18 die Kupplungsscheibe 19
wieder in die vorangehenden Ausgangsstellung zurückverfahren, wenn die restliche Bewegung
ohne den Motor 18 ausgeführt werden kann. Dies erfolgt hier bei Überschreiten eines
Schließpunktes bei etwa 75 Grad der bereits erfolgen Bewegung, d.h. bei lediglich
etwa 15 Grad verbleibender Bewegung, da dann ebenfalls ein Federelement wirken und
das Verschlusselement in die die Zugangsöffnung verschließende Stellung ziehen kann.
[0103] Figur 31 zeigt die Kupplungsscheibe 19 in der die Zugangsöffnung 14 verschließenden
Stellung in Folge des motorischen Schließens des elektrischen Motors 18 entlang der
Motorlaufrichtung B der Figuren 29 und 30. Dabei ist die Zugangsöffnung 14 wieder
verschlossen.
[0104] Figur 32 zeigt die Kupplungsscheibe 19 in einer translatorischen Bewegung eines händischen
Öffnens durch eine Person in die die Zugangsöffnung 14 freigebende Stellung ausgehend
von der verschließenden Stellung der Figur 31. In diesem Fall zieht der Benutzer das
Verschlusselement 14 von Hand zu sich hin bzw. schwenkt das Verschlusselement 14 zu
sich hin, wodurch die Verbindungskinematik 17 im Wesentlichen entlang der Längsachse
X bewegt wird. Hierdurch wird auch der Kupplungsbolzen 17a entlang der Längsachse
X bewegt, was aufgrund der geradlinigen Handlaufführung 18d der Motorhalterung 18b
sowie der deckungsgleichen geradlinigen Handlaufführung 19b der Kupplungsscheibe 19
rein translatorisch in einer Handlaufrichtung A möglich ist.
[0105] Figur 33 zeigt die Kupplungsscheibe 19 in der die Zugangsöffnung 14 freigebenden
Stellung in Folge des händischen Öffnens durch die Person entlang der Handlaufrichtung
A der Figur 32. Entsprechend der zuvor beschriebenen translatorischen Bewegung erreicht
der Kupplungsbolzen 17a das andere Ende der deckungsgleichen Handlaufführung 18d der
Motorhalterung 18b sowie der geradlinigen Handlaufführung 19b der Kupplungsscheibe
19.
[0106] Figur 34 zeigt die Kupplungsscheibe 19 in einer translatorischen Bewegung eines händischen
Schließens durch eine Person in die die Zugangsöffnung 14 verschließende Stellung
ausgehend von der freigebenden Stellung der Figur 33. Der zuvor beschriebene Vorgang
kann von der Person auch umgekehrt ausgeführt werden, um die Zugangsöffnung 14 wieder
händisch zu schließen.
[0107] Hat der Kupplungsbolzen 17a das eine oder andere Ende der translatorischen Bewegung
oder der rotatorischen Bewegung erreicht, so das die nächste Bewegung sowohl händisch
als auch motorisch erfolgen, so dass beliebige Kombinationen von Bewegungen wie zuvor
beschrieben möglich sind.
Bezugszeichenliste (Bestandteil der Beschreibung)
[0108]
- A
- Handlaufrichtung
- B
- Motorlaufrichtung
- C
- Fallbewegung des Kupplungsbolzens 17a
- X
- Längsachse; Tiefe; Länge
- Y
- Querachse; Breite
- Z
- vertikale Achse; Höhe
- X, Y
- Horizontale; horizontale Ebene
- 1
- Haushaltsgerät; Gargerät; Backofen
- 10
- Außengehäuse; äußeres Gehäuse
- 10a
- Blende
- 10b
- Führungselement
- 11
- Innengehäuse; inneres Gehäuse
- 12
- Innenraum; Garraum
- 12a
- Seitenwände des Garraums 12
- 13
- Zugangsöffnung
- 14
- Verschlusselement; Klappe
- 14a
- Verschlusselementanbindung; Schwert
- 15
- Aufnahmegitter
- 16
- Teleskopschienen
- 17
- Verbindungskinematik
- 17a
- Kupplungsbolzen
- 17b
- Kurbel
- 17c
- Führungsstange
- 17d
- Verbindungselement
- 18
- (elektrischer) Motor
- 18a
- Motorwelle
- 18b
- Motorhalterung
- 18c
- motorseitige Führungskontur
- 18d
- Handlaufführung der Motorhalterung 18b
- 18e
- Motorlaufführung der Motorhalterung 18b
- 18f
- Trennelement bzw.; Bremse der motorseitigen Führungskontur 18c
- 19
- Kupplungsscheibe
- 19a
- kupplungsseitige Führungskontur
- 19b
- erste Handlaufführung der Kupplungsscheibe 19
- 19c
- zweite Handlaufführung der Kupplungsscheibe 19
- 19d
- erste Motorlaufführung der Kupplungsscheibe 19
- 19e
- zweite Motorlaufführung der Kupplungsscheibe 19
- 19f
- Trennelement bzw.; Bremse der kupplungsseitige Führungskontur 19a
1. Haushaltsgerät (1), vorzugsweise Gargerät (1),
mit einem Innenraum (12), welcher ausgebildet ist, wenigstens ein zu behandelndes
Objekt durch eine Zugangsöffnung (13) entlang der Längsachse (X) aufzunehmen,
mit einem Verschlusselement (14), welches ausgebildet ist, vorzugsweise durch Schwenken
mittels eines Schwenkelements, vorzugsweise eines Scharniers, die Zugangsöffnung (13)
des Innenraums (12) von vorne zu verschließen und freizugeben, und
mit einem, vorzugsweise elektrischen, Motor (18), welcher ausgebildet ist, das Verschlusselement
(14) zwischen einer die Zugangsöffnung (13) verschließenden Stellung und einer die
Zugangsöffnung (13) freigebenden Stellung hin und her zu bewegen,
dadurch gekennzeichnet, dass
der Motor (18) mittels einer Motorwelle (18a) feststehend mit einer Kupplungsscheibe
(19) verbunden ist, um die Kupplungsscheibe (19) rotatorisch anzutreiben,
wobei die Kupplungsscheibe (19) mittels eines Kupplungsbolzens (17a), vorzugsweise
einer Kurbel (17b), kraftübertragend mit dem Verschlusselement (14) verbunden ist,
wobei die Kupplungsscheibe (19) eine kupplungsseitige Führungskontur (19a) aufweist,
welche ein erstes Ende des Kupplungsbolzens (17a) beweglich aufnimmt,
wobei die kupplungsseitige Führungskontur (19a) der Kupplungsscheibe (19) aufweist:
• wenigstens eine erste Handlaufführung (19b), in welcher das erste Ende des Kupplungsbolzens
(17a) aufgenommen und relativ zur stillstehenden Kupplungsscheibe (19) translatorisch
hin und her bewegt wird, falls ein Benutzer das Verschlusselement (14) händisch zwischen
der die Zugangsöffnung (13) verschließenden Stellung und der die Zugangsöffnung (13)
freigebenden Stellung hin und her bewegt, und
• wenigstens eine erste Motorlaufführung (19d), in welcher das erste Ende des Kupplungsbolzens
(17a) aufgenommen und von der rotierenden Kupplungsscheibe (19) rotatorisch hin und
her bewegt wird, falls der Motor (18) das Verschlusselement (14) motorisch zwischen
der die Zugangsöffnung (13) verschließenden Stellung und der die Zugangsöffnung (13)
freigebenden Stellung hin und her bewegt,
wobei die erste Motorlaufführung (19d) von einem Ende der ersten Handlaufführung (19b)
gebildet wird.
2. Haushaltsgerät (1) nach Anspruch 1,
wobei die erste Handlaufführung (19b) quer, insbesondere geradlinig sowie rechtwinkelig,
zur Motorwelle (18a) verläuft.
3. Haushaltsgerät (1) nach Anspruch 1 oder 2,
wobei die kupplungsseitige Führungskontur (19a) der Kupplungsscheibe (19) ferner aufweist:
• wenigstens eine zweite Handlaufführung (19c), in welcher das erste Ende des Kupplungsbolzens
(17a) aufgenommen und relativ zur stillstehenden Kupplungsscheibe (19) translatorisch
hin und her bewegt wird, falls ein Benutzer das Verschlusselement (14) händisch zwischen
der die Zugangsöffnung (13) freigebenden Stellung und der die Zugangsöffnung (13)
verschließenden Stellung hin und her bewegt, und
• wenigstens eine zweite Motorlaufführung (19e), in welcher das erste Ende des Kupplungsbolzens
(17a) aufgenommen wird und von der rotierenden Kupplungsscheibe (19) rotatorisch hin
und her bewegt wird, falls der Motor (18) das Verschlusselement (14) motorisch zwischen
der die Zugangsöffnung (13) freigebenden Stellung und der die Zugangsöffnung (13)
verschließenden Stellung hin und her bewegt,
wobei die zweite Motorlaufführung (19e) von einem Ende der zweiten Handlaufführung
(19c) gebildet wird und
wobei die erste Motorlaufführung (19d) und die zweite Motorlaufführung (19e) ineinander
übergehen.
4. Haushaltsgerät (1) nach Anspruch 3,
wobei die zweite Handlaufführung (19c) quer, insbesondere geradlinig sowie rechtwinkelig,
zur Motorwelle (18a) verläuft.
5. Haushaltsgerät (1) nach Anspruch 3 oder 4,
wobei sich die erste Handlaufführung (19b) und die zweite Motorlaufführung (19e) rechtwinkelig
schneiden.
6. Haushaltsgerät (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche,
ferner mit einer feststehenden Motorhalterung (18b) mit einer motorseitigen Führungskontur
(18c), welche ein zweites gegenüberliegendes Ende des Kupplungsbolzens (17a) beweglich
aufnimmt,
wobei die motorseitige Führungskontur (18c) der Motorhalterung (18b) aufweist:
• wenigstens eine Handlaufführung (18d), in welcher das zweite Ende des Kupplungsbolzens
(17a) aufgenommen und relativ zur Motorhalterung (18b) zumindest im Wesentlichen translatorisch
hin und her bewegt wird, falls ein Benutzer das Verschlusselement (14) händisch zwischen
der die Zugangsöffnung (13) verschließenden Stellung und der die Zugangsöffnung (13)
freigebenden Stellung hin und her bewegt, und
• wenigstens eine Motorlaufführung (18e), in welcher das zweite Ende des Kupplungsbolzens
(17a) aufgenommen und von der rotierenden Kupplungsscheibe (19) bogenförmig hin und
her bewegt wird, falls der Motor (18) das Verschlusselement (14) motorisch zwischen
der die Zugangsöffnung (13) verschließenden Stellung und der die Zugangsöffnung (13)
freigebenden Stellung hin und her bewegt,
wobei die Handlaufführung (18d) und die Motorlaufführung (18e) der feststehenden Motorhalterung
(18b) an beiden Enden ihrer Verläufe ineinander übergehen.
7. Haushaltsgerät (1) nach Anspruch 6,
wobei die Handlaufführung (18d) und die Motorlaufführung (18e) radial zur Motorwelle
(18a) mittels eines Trennelements (18f) zueinander abgetrennt werden und umlaufend
um das Trennelement (18f) herum durchgängig verlaufen.
8. Haushaltsgerät (1) nach Anspruch 6 oder 7,
wobei die kupplungsseitige Führungskontur (19a) der Kupplungsscheibe (19) sich vierfach
wiederholend um die Motorwelle (18a) herum ausgebildet ist.
9. Haushaltsgerät (1) nach Anspruch 6 oder 7,
wobei die kupplungsseitige Führungskontur (19a) der Kupplungsscheibe (19) sich dreifach
wiederholend um die Motorwelle (18a) herum ausgebildet ist,
wobei die erste Motorlaufführung (19d) und die zweite Motorlaufführung (19e) zusammenfallen.
10. Haushaltsgerät (1) nach Anspruch 9,
wobei die Handlaufführungen (19b, 19c) quer, insbesondere bogenförmig sowie konvex,
zur Motorwelle (18a) verlaufen.
11. Haushaltsgerät (1) nach Anspruch 6,
wobei die kupplungsseitige Führungskontur (19a) der Kupplungsscheibe (19) aufweist:
• Wenigstens, vorzugweise genau, die erste Handlaufführung (19b), welche geradlinig
verläuft,
• wenigstens, vorzugweise genau, die erste Motorlaufführung (19d), welche halbrund
um die Achse der Motorwelle (18a) herum verläuft,
wobei die motorseitige Führungskontur (18c) der Motorhalterung (18b) aufweist:
• wenigstens, vorzugweise genau, die Handlaufführung (18b), welche geradlinig verläuft,
• wenigstens, vorzugweise genau, die Motorlaufführung (18e), welche halbrund um die
Achse der Motorwelle (18a) herum verläuft.
12. Haushaltsgerät (1) nach Anspruch 11,
wobei die kupplungsseitige Führungskontur (19a) der Kupplungsscheibe (19) und die
motorseitige Führungskontur (18c) der Motorhalterung (18b) deckungsgleich ausgebildet
sind.
13. Haushaltsgerät (1) nach einem der beiden vorangehenden Ansprüche
wobei zumindest eine der Handlaufführungen (18b, 19b) radial durch die Achse der Motorwelle
(18a) hindurch verläuft.
14. Haushaltsgerät (1) nach Anspruch 11 oder 12,
ferner mit wenigstens einem Federelement, welches ausgebildet ist, das Verschlusselement
(14) ab Unterschreiten eines Kipppunktes einer Bewegung in die die Zugangsöffnung
(13) freigebende Stellung im Wesentlichen zu halten, und
ferner mit einer Steuerungseinheit, welche ausgebildet ist, den Motor (18) das Verschlusselement
(14) bei der Bewegung in die die Zugangsöffnung (13) freigebende Stellung lediglich
bis zum Erreichen des Kipppunktes bewegen zu lassen sowie anschließend den Motor (18)
wieder in vorangehende Stellung zurück zu verfahren.
15. Haushaltsgerät (1) nach einem der Ansprüche 11 bis 13,
ferner mit wenigstens einem Federelement, welches ausgebildet ist, das Verschlusselement
(14) ab Überschreiten eines Schließpunktes einer Bewegung in die die Zugangsöffnung
(13) verschließende Stellung zu schließen, und
ferner mit einer Steuerungseinheit, welche ausgebildet ist, den Motor (18) das Verschlusselement
(14) bei der Bewegung in die die Zugangsöffnung (13) verschließende Stellung lediglich
bis zum Erreichen des Schließpunktes bewegen zu lassen sowie anschließend den Motor
(18) wieder in vorangehende Stellung zurück zu verfahren.
16. Haushaltsgerät (1) nach einem der Ansprüche 11 bis 14,
wobei die Handlaufführung (18d) und die Motorlaufführung (18e) der motorseitigen Führungskontur
(18c) der Motorhalterung (18b) radial zur Motorwelle (18a) mittels eines Trennelements
(18f) der motorseitigen Führungskontur (18c) der Motorhalterung (18b) zueinander abgetrennt
werden und umlaufend um das Trennelement (18f) herum durchgängig verlaufen, und
wobei die erste Handlaufführung (19b) und die erste Motorlaufführung (19d) der kupplungsseitigen
Führungskontur (19a) der Kupplungsscheibe (19) radial zur Motorwelle (18a) mittels
eines Trennelements (19f) der kupplungsseitigen Führungskontur (19a) der Kupplungsscheibe
(19) zueinander abgetrennt werden und umlaufend um das Trennelement (19f) herum durchgängig
verlaufen.