[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Betreiben einer Heizungsanlage, ein Computerprogramm,
ein Regel- und Steuergerät und eine Heizungsanlage.
[0002] Heizungsanlagen weisen häufig Heizkreisverteiler auf, die mit einem Primärheizkreis
der Heizungsanlage verbunden sind, und die Wärme auf weitere Heizkreise verteilen.
Beispielsweise in Mehrfamilienhäusern mit mehreren Wohneinheiten kommen Heizungsanlagen
mit einem Heizkreisverteiler regelmäßig zum Einsatz, wobei ein Heizkreis einer Wohneinheit
zugeordnet sein kann. Zudem sind mehrere Heizkreise bei einem gleichzeitigen Betreiben
von Flächenheizungen und Heizkörpern (Konvektoren, Radiatoren oder Mischformen) notwendig,
da beide Systeme deutlich abweichende Vorlauftemperaturen benötigen.
[0003] In der Regel liefert das Heizgerät über den Primärheizkreis eine Wärmemenge entsprechend
dem Heizkreis mit dem maximalen Wärmebedarf und alle weiteren Heizkreise passen den
Bedarf durch Beimischung an. Eine Führungsgröße für die vom Heizgerät zu liefernde
Vorlauftemperatur kann dabei die Heizungskurve in Verbindung mit einer ermittelten
Außentemperatur und/oder einer ermittelten Raumtemperatur einer oder mehrerer Führungsräume
sein. Das Heizgerät liefert dann die für diese Führungsgröße notwendige Vorlauftemperatur.
Eine Umwälzpumpe eines jeden Heizkreises kann in der Regel differenzdruckgesteuert
arbeiten und in Abhängigkeit der Öffnungsweite der Ventile beteiligter Verbraucher
(Flächenheizungen, Heizkörper) den notwendigen Volumenstrom liefern. Die Rücklaufbeimischung
regelt dabei die Vorlauftemperatur des jeweiligen Heizkreises auf eine Solltemperatur.
[0004] Ein derartiger Heizkreisverteiler wird beispielsweise in der
EP 2 213 948 A2 vorgestellt und weist häufig eine Umwälzpumpe und eine Einrichtung zur Rücklaufbeimischung
für jeden Heizkreis auf. Die Einrichtung zur Rücklaufbeimischung ermöglicht durch
Beimischung eines Volumenstromes des Rücklaufes in den Vorlauf des jeweiligen Heizkreis
die Einstellung einer Vorlauftemperatur für jeden Heizkreis und damit eine Anpassung
derselben.
[0005] Nachteilig wird die Effizienz der Heizungsanlage durch die oben beschriebene Installation
und das entsprechende Betreiben deutlich gesenkt und Wärmeverluste durch hohe Vorlauftemperaturen
begünstigt.
[0006] Hiervon ausgehend ist es Aufgabe der Erfindung, ein Verfahren zum Betreiben eines
Heizgerätes vorzuschlagen, das die geschilderten Probleme des Standes der Technik
zumindest teilweise überwindet. Insbesondere soll die Effizienz einer Heizungsanlage
mit mehreren Heizkreisen, die insbesondere mindestens einen Niedertemperaturheizkreis
und mindestens einen Hochtemperaturheizkreis umfassen, erhöht und Wärmeverluste reduziert
werden.
[0007] Zudem soll die Erfindung die Komplexität einer Heizungsanlage zumindest nicht wesentlich
erhöhen und nur geringe bauliche Veränderungen an einer Heizungsanlage erfordern.
[0008] Diese Aufgaben werden gelöst durch die Merkmale der unabhängigen Patentansprüche.
Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der hier vorgeschlagenen Lösung sind in den unabhängigen
Patentansprüchen angegeben. Es wird darauf hingewiesen, dass die in den abhängigen
Patentansprüchen aufgeführten Merkmale in beliebiger, technologisch sinnvoller, Weise
miteinander kombiniert werden können und weitere Ausgestaltungen der Erfindung definieren.
Darüber hinaus werden die in den Patentansprüchen angegebenen Merkmale in der Beschreibung
näher präzisiert und erläutert, wobei weitere bevorzugte Ausgestaltungen der Erfindung
dargestellt werden.
[0009] Hierzu trägt ein Verfahren zum Betreiben einer Heizungsanlage, umfassend ein Heizgerät
und ein Primärheizkreis und damit verbunden mindestens ein Hochtemperaturheizkreis
und mindestens ein Niedertemperaturheizkreis, bei, umfassend zumindest die folgenden
Schritte:
- a) Feststellen eines fehlenden Wärmebedarfs in allen Hochtemperaturheizkreisen,
- b) Bestimmen eines Wärmebedarfs für jeden Niedertemperaturheizkreis,
- c) Bestimmen einer minimalen Temperatur des Vorlaufs für den Niedertemperaturheizkreis
mit dem höchsten, in Schritt b) bestimmten, Wärmebedarf,
- d) Betreiben des Heizgerätes derart, dass sich die in Schritt c) ermittelte minimalen
Temperatur des Vorlaufs des Niedertemperaturheizkreises mit dem größten Wärmebedarf
als Temperatur des Vorlaufes des Primärheizkreises einstellt,
- e) Betreiben des Niedertemperaturheizkreises mit dem höchsten Wärmebedarf mit geschlossener
Rücklaufbeimischung mit einem, dem in Schritt b) bestimmten Wärmebedarf entsprechenden,
Volumenstrom.
[0010] Die Schritte a), b), c), d) und e) werden bei einem regulären Betriebsablauf in der
Regel zumindest einmal in der angegebenen Reihenfolge durchgeführt. Dabei ist es auch
möglich, eine Durchführung des Schrittes a) dauerhaft oder in regelmäßigen zeitlichen
Abständen durchzuführen und/ oder dass die Schritte b) bis e) mehrfach (in der angegebenen
Reihenfolge hintereinander) wiederholt durchgeführt werden. Darüber hinaus kann das
Verfahren insbesondere mit einem hier vorgeschlagenen Regel- und Steuergerät durchgeführt
werden.
[0011] Die Erfindung kann insbesondere für ein Betreiben einer Heizungsanlage mit mehreren
Heizkreisen genutzt werden, die insbesondere mindestens einen bzw. mehrere Niedertemperaturheizkreis(e)
und einen Hochtemperaturheizkreis umfassen.
[0012] Die hier beschriebene Erfindung beschreibt insbesondere eine besonders vorteilhafte
und insbesondere (vollständig) automatisiert durchführbare Möglichkeit zum Betreiben
einer Mehrkreisheizungsanlage mit deutlich gesteigerter Effizienz und geminderten
Wärmverlusten gegenüber dem Stand der Technik
[0013] Die Heizungsanlage kann mindestens einen Wärmeerzeuger aufweisen, beispielsweise
einen Gasbrennwertkessel, eine Wärmepumpe oder eine Kombination von beiden. Vom Wärmeerzeuger
erzeugte Wärme kann über einen Wärmetauscher vom Wärmeerzeuger auf einen Primärheizkreis
übertragen werden. Im Primärheizkreis kann dabei ein Wärmeträger bzw. Wärmemedium,
häufig Heizungswasser, zirkulieren, insbesondere angetrieben durch eine Umwälzpumpe.
[0014] Beispielsweise über einen Heizkreisverteiler können mit dem Primärheizkreis weitere
Heizkreise verbunden sein. Dabei weist jeder Heizkreis in der Regel jeweils eine Umwälzpumpe
und eine Einrichtung zur Rücklaufbeimischung auf. Die Einrichtung zur Rücklaufbeimischung
kann dabei insbesondere ein Schrittmotorventil umfassen, das einen Volumenstrom der
Rücklaufbeimischung vom Wärmeträger aus dem Rücklauf in den Vorlauf steuern und so
eine Vorlauftemperatur des jeweiligen Heizkreises einstellen kann. Die Umwälzpumpe,
die Einrichtung zur Rücklaufbeimischung und Temperatursensoren für Rücklauf und Vorlauf
des Heizkreises können dabei in einer sogenannten Pumpenbaugruppe angeordnet sein,
die auch ein Regel- und Steuergerät umfassen kann.
[0015] Die Heizkreise können dabei Hochtemperatur- oder Niedertemperaturheizkreise sein.
Ein Hochtemperaturheizkreis kann zur Versorgung von Heizkörpern eingerichtet sein
und benötigt hierfür hohe Vorlauftemperaturen von mehr als 50 °C [Grad Celsius], häufig
sogar mehr als 60°C. Niedertemperaturheizkreise versorgen zumeist Flächenheizungen,
wie Fußboden- oder Wandheizungen, die eine deutlich geringere Vorlauftemperatur erlauben,
in der Regel weniger als 40°C. Bei einer Heizungsanlage, die sowohl Hoch- als auch
Niedertemperaturheizkreise umfasst, sollte der Primärheizkreis eine für einen Hochtemperaturheizkreis
ausreichende Vorlauftemperatur liefern, die dann durch eine Rücklaufbeimischung der
Niedertemperaturheizkreise geeignete Temperatur gesenkt werden kann.
[0016] Gemäß Schritt a) erfolgt ein Feststellen eines fehlenden Wärmebedarfs in allen Hochtemperaturheizkreisen
der Heizungsanlage. Das bedeutet mit anderen Worten insbesondere, dass bezüglich des
Hochtemperaturheizkreises (aktuell) kein Wärmebedarf vorliegt. Hierzu kann beispielsweise
festgestellt werden, dass der von der Umwälzpumpe aller Hochtemperaturheizkreise geförderte
Volumenstrom null ist, bzw. die Umwälzpumpen aller Hochtemperaturheizkreise außer
Betrieb sind.
[0017] Gemäß einer Idee der Erfindung kann bei einem fehlenden Wärmebedarf des mindestens
einen Hochtemperaturheizkreises die Vorlauftemperatur des Primärheizkreises gesenkt
werden.
[0018] Gemäß Schritt b) kann ein Bestimmen eines (aktuell vorliegenden) Wärmebedarfs des
mindestens einen Niedertemperaturheizkreises erfolgen, insbesondere ein Bestimmen
des Wärmbedarfs aller Niedertemperaturheizkreise. Der Wärmebedarf kann dabei als der
durch den Wärmeträger im Heizkreis übertragene Wärmestrom verstanden werden. Durch
einen Vergleich der ermittelten Werte für den Wärmebedarf jedes Niedertemperaturheizkreises
kann der Niedertemperaturheizkreis mit dem höchsten bzw. größten Wärmebedarf ermittelt
werden. Wenn also nur ein Niedertemperaturheizkreis vorgesehen ist, ist der diesbezüglich
ermittelte Wärmebedarf auch gleichzeitig als der höchste bzw. größte Wärmebedarf anzusehen;
liegen mehrere Niedertemperaturheizkreise vor, ist der höchste bzw. größte Wärmebedarf
bzw. der zugehörige Niedertemperaturheizkreis für das Verfahren heranzuziehen.
[0019] Gemäß einer Ausgestaltung kann hierzu in Schritt b) der Wärmebedarf eines Niedertemperaturheizkreises
unter Einbeziehung der Vorlauftemperatur, der Rücklauftemperatur, des Volumenstromes
Wärmeträger (Heizungswasser) im jeweiligen Niedertemperaturheizkreis und des Volumenstromes
der Rücklaufbeimischung des jeweiligen Niedertempertaturheizkreises bestimmt werden.
Anhand der genannten Parameter kann ein (Bedarfs-)Wärmestrom jedes Niedertemperaturheizkreises
bestimmt werden. Der Volumenstrom der Rücklaufbeimischung kann dabei unter Einbeziehung
einer Öffnungsposition eines Schrittmotorventils der Rücklaufbeimischung ermittelt
werden. Die Durchführung des Schrittes b) kann beispielsweise auf einem Regel- und
Steuergerät der Pumpenbaugruppe erfolgen und der ermittelte Wärmebedarf kann einem
externen, verfahrensdurchführenden Regel- und Steuergerät übermittelt werden. Alternativ
können auch einem externen, den Schritt b) durchführenden, Regel- und Steuergerät
die erfassten Daten übermittelt werden.
[0020] Gemäß Schritt c) kann ein Bestimmen einer minimalen Temperatur des Vorlaufs für den
Niedertemperaturheizkreis mit dem höchsten Wärmebedarf erfolgen. Zur Klarstellung
wird angemerkt, dass die Temperatur des Vorlaufes für den Niedertemperaturheizkreis
mit dem höchsten Wärmebedarf nur rechnerisch bestimmt wird. Für die Bestimmung der
minimalen Temperatur des Vorlaufs des Niedertemperaturheizkreises sind verschiedene
Ansätze denkbar:
- Es kann eine Raumtemperatur einbezogen werden und die Vorlauftemperatur des Niedertemperaturkreises
sukzessive reduziert werden, bis der Raum dauerhaft seine Solltemperatur nicht mehr
erreicht.
- Es kann auch eine Eingabe des Nutzers zur Bestimmung der minimalen Temperatur des
Vorlaufes genutzt werden, wobei beispielsweise der Mischer vollständig geöffnet wird,
bis ein Nutzer ein Erreichen einer ausreichenden Temperatur anzeigt, beispielweise
durch eine App auf einem mobilen Endgerät.
- Es könnte auch die Temperaturspreizung zwischen Vorlauf- und Rücklauftemperatur des
Niedertemperaturkreises genutzt werden, wobei bei einer geringen Temperaturspreizung
der Volumenstrom oder die Vorlauftemperatur gemindert werden kann.
- Zudem könnte eine volumenstromoptimierte Regelung eine Erhöhung des Volumenstromes
bei gleichzeitiger Reduzierung der Vorlauftemperatur veranlassen.
- Bei einer zyklisch arbeitenden Mischergruppe könnte die Vorlauftemperatur reduziert
werden, bis sich ein durchgehender Betrieb der Mischergruppe einstellt.
[0021] Gemäß Schritt d) kann nunmehr ein Betreiben des Heizgerätes derart erfolgen, dass
sich die in Schritt c) ermittelte minimalen Temperatur des Vorlaufs des Niedertemperaturheizkreises
mit dem größten Wärmebedarf als Temperatur des Vorlaufes des Primärheizkreises einstellt.
[0022] Gemäß Schritt e) kann ein Betreiben des Niedertemperaturheizkreises mit dem höchsten
Wärmebedarf ohne Rücklaufbeimischung mit einem, dem in Schritt b) ermittelten Wärmebedarf
des jeweiligen Niedertemperaturheizkreises entsprechenden, Volumenstrom Wärmeträger,
erfolgen. Hierzu kann beispielsweise durch ein Schrittmotorventil der bestimmte, dem
in Schritt b) ermittelten Wärmebedarf des jeweiligen Niedertemperaturheizkreises entsprechende,
Volumenstrom eingestellt werden. Ein Schrittmotorventil der Rücklaufbeimischung kann
vollständig geschlossen werden. Durch das Betreiben des Niedertemperaturheizkreises
mir geschlossener Rücklaufbeimischung entspricht die Temperatur des Vorlaufes des
Niedertemperaturkreises der in Schritt c) rechnerisch ermittelten minimalen Temperatur
des Vorlaufes.
[0023] Gemäß einer Ausgestaltung können in einem optionalen Schritt f) alle weiteren Niedertemperaturheizkreise
mit geschlossener Rücklaufbeimischung mit einem, dem in Schritt b) ermittelten Wärmebedarf
entsprechenden, Volumenstrom betrieben werden.
[0024] Gemäß einer Ausgestaltung kann in Schritt d) und/ oder f) der dem Wärmebedarf entsprechende
Volumenstrom anhand einer sich einstellenden Temperaturspreizung zwischen einem Vorlauf
und einem Rücklauf des jeweiligen (Niedertemperatur)Heizkreises und dem ermittelten
Wärmebedarf bestimmt werden. Insbesondere kann aus der Temperaturspreizung, dem Volumenstrom,
und der spezifischen Wärmekapazität sowie der Dichte des Wärmeträgers ein Wärmstrom
als Wärmebedarf ermittelt werden.
[0025] Gemäß einer Ausgestaltung können bei dem Betreiben eines Niedertemperaturheizkreises
in Schritt e) oder f) die Betriebsparameter des Niedertemperaturheizkreises mit gespeicherten
Sollprofilen verglichen und angepasst werden. Die Sollprofile können dabei gespeicherte
und ausgewertete Erfahrungswerte hinsichtlich der Wärmeanforderungen der beteiligten
Heizkreise sein. Insbesondere können die Sollprofile unter Einbeziehung von künstlicher
Intelligenz ermittelt, und permanent angepasst werden, um auch Änderungen des Nutzerverhaltens
abzubilden.
[0026] Gemäß einer Ausgestaltung kann eine Durchführung des Schrittes a) dauerhaft bzw.
regelmäßig in kurzen zeitlichen Abständen (sekündlich, minütlich) durchgeführt werden.
Sobald ein Wärmebedarf mindestens eines Hochtemperaturkreises festgestellt wird, kann
eine Durchführung der Schritte b) bis e) beendet werden und die Vorlauftemperatur
des Primärheizkreises entsprechend der Wärmeanforderung des mindestens einen Hochtemperaturheizkreises
erhöht werden. Sobald erneut, im Rahmen der dauerhaften oder regelmäßigen Durchführung
des Schrittes a), erneut ein fehlender Wärmebedarf aller Hochtemperaturheizkreise
festgestellt wird, kann die Durchführung der Schritte a) bis e) wiederaufgenommen
werden.
[0027] Gemäß einer Ausgestaltung können die Schritt b) bis e) dauerhaft bzw. regelmäßig
in zeitlich kurzen zeitlichen Abständen (sekündlich, minütlich) durchgeführt werden.
Somit können Änderungen des in Schritt b) ermittelten Wärmebedarfs der Niedertemperaturheizkreise
festgestellt und eine entsprechende Anpassung der Vorlauftemperatur des Primärheizkreises
sowie der Volumenströme der Niedertemperaturheizkreise erreicht werden.
[0028] Gemäß einer Ausgestaltung kann bei einem hydraulisch nicht abgeglichenen Niedertemperaturheizkreis
in Schritt e) der dem Wärmebedarf angepasste Volumenstrom im Hinblick auf eine Sollraumtemperatur
mindestens eines Führungsraumes eingestellt werden. Hierbei bezeichnet ein Führungsraum
einen Raum des Heizkreises, in dem, beispielsweise über ein Thermostatventil eine
Sollraumtemperatur als Führungsgröße eingestellt wurde. Mit der Führungsgröße kann
ein Volumenstrom im Heizkreis bestimmt werden, um den Führungsraum auf die Solltemperatur
zu erwärmen.
[0029] Nach einem weiteren Aspekt wird auch ein Computerprogramm vorgeschlagen, welches
zur (zumindest teilweisen) Durchführung eines hier vorgestellten Verfahrens eingerichtet
ist. Dies betrifft mit anderen Worten insbesondere ein Computerprogramm (-produkt),
umfassend Befehle, die bei der Ausführung des Programms durch einen Computer der Heizungsanlage,
diesen veranlassen, ein hier vorgeschlagenes Verfahren auszuführen. Das Computerprogramm
kann insbesondere auf einem Regel- und Steuergerät einer Heizungsanlage, beispielsweise
einer Pumpenbaugruppe oder einem Heizgerät der Heizungsanlage durchgeführt werden.
Nach einem weiteren Aspekt wird auch ein maschinenlesbares Speichermedium vorgeschlagen,
auf dem das Computerprogramm gespeichert ist.
[0030] Regelmäßig handelt es sich bei dem maschinenlesbaren Speichermedium um einen computerlesbaren
Datenträger.
[0031] Nach einem weiteren Aspekt wird auch ein Regel- und Steuergerät vorgeschlagen, eingerichtet
zur Durchführung eines hier vorgeschlagenen Verfahrens. Das Regel- und Steuergerät
kann hierzu beispielsweise einen Prozessor aufweisen, und/ oder über diesen verfügen.
In diesem Zusammenhang kann der Prozessor beispielsweise das auf einem Speicher (des
Regel- und Steuergeräts) hinterlegte Verfahren ausführen. Das Regel- und Steuergerät
kann hierfür insbesondere mit den Pumpenbaugruppen und dem Wärmeerzeuger elektrisch
verbunden sein. Zudem können für eine Durchführung eines hier vorgeschlagenen Verfahrens
relevante Daten, wie Sollprofile des Nutzerverhaltens, auf einem Speicher des Heizgerätes
hinterlegt sein.
[0032] Nach einem weiteren Aspekt wird auch eine Heizungsanlage vorgeschlagen, aufweisend
ein hier vorgeschlagenes Regel- und Steuergerät. Die Heizungsanlage kann ein Heizgerät
aufweisen, umfassend einen Wärmeerzeuger wie einem Gaskessel oder eine Wärmepumpe.
Die Heizungsanlage kann insbesondere einen Primärheizkreis umfassen, der mit mehreren
Heizkreisen verbunden sein kann. Die mehreren Heizkreise können insbesondere mindestens
einen Niedertemperatur- sowie mindestens einen Hochtemperaturheizkreis umfassen.
[0033] Hier werden somit ein Verfahren zum Betreiben einer Heizungsanlage, ein Computerprogramm,
ein Regel- und Steuergerät und eine Heizungsanlage angegeben, welche die mit Bezug
auf den Stand der Technik geschilderten Probleme zumindest teilweise lösen. Insbesondere
tragen das Verfahren zum Betreiben einer Heizungsanlage, das Computerprogramm, das
Regel- und Steuergerät und die Heizungsanlage zumindest dazu bei, ein effizientes
Betreiben einer Heizungsanlage mit mehreren Heizkreisen zu ermöglichen und insbesondere
Wärmeverluste der Heizungsanlage zu mindern.
[0034] Zudem kann die Erfindung besonders einfach durch ein Computerprogramm umgesetzt werden.
In der Regel kann die Erfindung auch durch ein Softwareupdate in bestehende Heizungsanlagen
implementiert werden.
Nachfolgend wird eine bevorzugte Ausgestaltung näher erläutert:
[0035] Bei dem hier beschriebenen Aufbau einer Pumpenbaugruppe in Verbindung mit dem Verfahren
wird die Vorlauf- und Rücklauftemperatur des Wärmeträges gemessen. Diese Information
kann an eine Regel- und Steuereinheit gesendet werden, die sich z.B. lokal in der
Pumpenbaugruppe oder in einer physischen oder virtuellen Steuereinheit außerhalb der
Pumpenbaugruppe befindet. Der Volumenstrom wird innerhalb der Pumpenbaugruppe, beispielsweise
anhand einer Drehzahl der Pumpe, ermittelt und an die Regel- und Steuereinheit übertragen.
Ein Schrittmotor sendet die Information über den eingestellten Öffnungswinkel an die
Steuereinheit. Daraus kann der Volumenstrom der Rücklaufbeimischung ermittelt werden.
[0036] Aus den Wärmeanforderungen je Heizkreis wir die minimale Vorlauftemperatur ermittelt,
die durch ein Heizgerät im Primärheizkreis zur Verfügung gestellt wird. Der Heizkreis
mit dem höchsten Wärmebedarf reduziert seine Beimischung auf "0" und die Heizungsumwälzpumpe
fördert mit dem maximal nötigen Volumenstrom. Der nötige Volumenstrom wird über die
Temperaturspreizung zwischen Vorlauf und Rücklauf ermittelt. Ein Optimum wird durch
den Abgleich mit vorgegebenen Sollprofilen ermittelt. Idealerweise werden die Sollprofile
dynamisch über ein erlerntes Verbrauchsverhalten des spezifischen Heizkreises über
die Zeit angepasst. Die weiteren Heizkreise im System reduzieren ihre Beimischung
auch auf "0" und die Heizungsumwälzpumpe fördert mit dem minimal nötigen Volumenstrom.
Der nötige Volumenstrom wird über die Temperaturspreizung zwischen Vorlauf und Rücklauf
ermittelt. Ein Optimum wird durch den Abgleich mit vorgegebenen Sollprofilen ermittelt.
Idealerweise werden die Sollprofile ebenfalls dynamisch über ein erlerntes Verbrauchsverhalten
des spezifischen Heizkreises über die Zeit angepasst.
[0037] Im Fall eines hydraulisch nicht abgeglichenen Heizkreises wird der Volumenstrom erhöht,
bis die Solltemperatur eines Führungsraums im vorgegebenen Zeitfenster erreicht wird.
Die Temperatur des Vorlaufs des Heizkreises wird dadurch auf die minimal notwendige
Temperatur reduziert. Somit steht für den Heizkreis mit dem maximalen Temperaturbedarf
mehr Volumen des Wärmeträgers vom Heizgerät zur Verfügung.
[0038] Die Erfindung sowie das technische Umfeld werden nachfolgend anhand der beiliegenden
Figuren näher erläutert. Es ist darauf hinzuweisen, dass die Erfindung durch die angeführten
Ausführungsbeispiele nicht beschränkt werden soll. Insbesondere ist es, soweit nicht
explizit anders dargestellt, auch möglich, Teilaspekte der in den Figuren erläuterten
Sachverhalte zu extrahieren und mit anderen Bestandteilen und Erkenntnissen aus der
vorliegenden Beschreibung zu kombinieren. Insbesondere ist darauf hinzuweisen, dass
die Figuren und insbesondere die dargestellten Größenverhältnisse nur schematisch
sind. Es zeigen:
- Fig. 1:
- einen Ablauf eines hier vorgeschlagenen Verfahrens,
- Fig. 2:
- eine hier vorgeschlagene Heizungsanlage.
[0039] Figur 1 zeigt beispielhaft und schematisch einen Ablauf eines hier vorgeschlagenen
Verfahrens. Das Verfahren dient einer Verbesserung der Effizienz einer Heizungsanlage
1. Die mit den Blöcken 110, 120, 130, 140 und 150 dargestellte Reihenfolge der Schritte
a), b), c), d) und e) kann sich bei einem regulären Betriebsablauf einstellen. Insbesondere
kann der Schritt a) permanent oder in zeitlich kurzen Abständen regelmäßig durchgeführt
werden.
[0040] Fig. 2 zeigt beispielhaft und schematisch eine hier vorgeschlagene Heizungsanlage
1. Ein Heizgerät 2 der Heizungsanlage 1 kann einen Wärmeerzeuger umfassen, der beispielhaft
hier als Wärmpumpe mit einem im Inneren eines Gebäudes angeordneten Innenteil und
eines außerhalb des Gebäudes angeordneten Außenteil ausgebildet sein kann. Innenteil
und Außenteil können mittels eines Kältekreises 6 von einem im Außenteil angeordneten
Verdampfer aufgenommene Wärme zu einem im Innenteil angeordneten Verflüssiger (Kondensator)
transportieren und dort mittels eines Wärmetauschers auf einen Primärheizkreis 3,
mit einem Vorlauf 16 und einem Rücklauf 15 übertragen. Die Heizungsanlage 1 kann zudem
ein Regel- und Steuergerät 17 umfassen, dass zur Durchführung eines hier vorgeschlagenen
Verfahrens eingerichtete ist und beispielsweise im Heizgerät 2 angeordnet sein kann.
Alternativ kann eine Regelung bzw. eine Durchführung eines hier vorgeschlagenen Verfahrens
in einem Netzwerk gespeichert sein und mittels einer Netzwerksverbindung des Heizgerätes
2 und/ oder der Heizungsanlage 1 ein hier vorgeschlagenes Verfahren durchführen.
[0041] Der Primärheizkreis 3 kann mit einem Hochtemperaturheizkreis 4 und einem Niedertemperaturheizkreis
5, über eine Pumpenbaugruppe Hochtemperaturheizkreis 7 und eine Pumpenbaugruppe Niedertemperaturheizkreis
8 verbunden sein. Der Hochtemperaturheizkreis 4 kann dabei Heizkörper 10 versorgen,
und der Niedertemperaturheizkreis 5 Flächenheizungen 9, beispielsweise eine Wand-
oder Fußbodenheizung.
[0042] Die Pumpenbaugruppe 7 des Hochtemperaturheizkreises 4 kann eine Umwälzpumpe 20 und
eine Rücklaufbeimischung 18 sowie Temperatursensoren zur Messung der Temperaturen
eines Vorlaufs 12 und eines Rücklaufs 11 des Hochtemperaturheizkreises 4 aufweisen.
[0043] Die Pumpenbaugruppe 8 des Niedertemperaturheizkreis 5 eine Umwälzpumpe 21 und eine
Rücklaufbeimischung 19 sowie Temperatursensoren zur Messung der Temperaturen eines
Vorlaufs 13 und eines Rücklaufs 14 des Niedertemperaturheizkreis 5 aufweisen.
[0044] In Block 110 erfolgt gemäß Schritt a) ein Feststellen eines fehlenden Wärmebedarfs
in allen Hochtemperaturheizkreisen, somit im vorliegenden Fall des Hochtemperaturheizkreises
4. Hierzu kann insbesondere eine Leistung bzw. Drehzahl der Umwälzpumpe 20 herangezogen
werden. Sofern ein fehlender Wärmbedarf anhand einer fehlenden Leistungsaufnahme der
Umwälzpumpe 20 festgestellt wird, kann die Durchführung des Verfahrens fortgesetzt
werden.
[0045] In Block 120 erfolgt gemäß Schritt b) ein Bestimmen des Wärmebedarfs des mindestens
einen Niedertemperaturheizkreises, vorliegend des Niedertemperaturheizkreises 5. Hierzu
können die Temperaturen von Rücklauf 13 und Vorlauf 14, der umgewälzte Volumenstrom
Wärmeträger im Niedertemperaturheizkreis 5 und des Volumenstromes der Rücklaufbeimischung
19 herangezogen werden. Der umgewälzte Volumenstrom Wärmträger des Niedertemperaturheizkreises
5 kann anhand eines Durchflusssensors oder mittels Betriebsdaten der Umwälzpumpe ermittelt
werden.
[0046] In Block 130 erfolgt gemäß Schritt c) ein Bestimmen einer minimalen Vorlauftemperatur
für den Niedertemperaturheizkreis 5 mit dem größten Wärmebedarf. Da im Beispiel gemäß
Fig. 2 nur ein Niedertemperaturheizkreis 5 vorhanden ist, kann auf einen Vergleich
des bestimmten Wärmebedarfs aller Niedertemperaturheizkreise entfallen. Hierzu kann
beispielsweise eine Temperaturspreizung zwischen Vorlauf- und Rücklauftemperatur des
Niedertemperaturheizkreises 5 herangezogen werden.
[0047] In Block 140 erfolgt gemäß Schritt d) ein Betreiben des Heizgerätes 2 derart, dass
sich die in Block 130 (Schritt c)) ermittelte minimalen Temperatur des Vorlaufs 14
des Niedertemperaturheizkreises 5 (mit dem größten Wärmebedarf) als Vorlauftemperatur
des Primärheizkreises 3 einstellt.
[0048] In Block 150 erfolgt gemäß Schritt e) ein Betreiben des Niedertemperaturheizkreises
5 (mit dem höchsten Wärmebedarf) ohne Rücklaufbeimischung 19 mit einem, dem in Schritt
b) ermittelten Wärmebedarf entsprechenden, Volumenstrom. Dabei kann der Volumenstrom
durch die Umwälzpumpe 21 gesteuert werden. Die Rücklaufbeimischung 19 kann geschlossen
werden, insbesondere ein Schrittmotorventil der Rücklaufbeimischung 19.
[0049] Es wird angemerkt, dass im Beispiel jeweils nur ein Niedertemperaturheizkreis 5 und
ein Hochtemperaturheizkreis 4 vorhanden sind, wobei ein hier vorgeschlagenes Verfahren
auch für mehrere Niedertemperaturheizkreise 5 und Hochtemperaturheizkreise 4 durchführbar
ist.
Bezugszeichenliste
[0050]
- 1
- Heizungsanlage
- 2
- Heizgerät
- 3
- Primärheizkreis
- 4
- Hochtemperaturheizkreis
- 5
- Niedertemperaturheizkreis
- 6
- Kältekreis
- 7
- Pumpenbaugruppe Hochtemperaturheizkreis
- 8
- Pumpenbaugruppe Niedertemperaturheizkreis
- 9
- Flächenheizung
- 10
- Heizkörper
- 11
- Rücklauf Hochtemperaturheizkreis
- 12
- Vorlauf Hochtemperaturheizkreis
- 13
- Rücklauf Niedertemperaturheizkreis
- 14
- Vorlauf Niedertemperaturheizkreis
- 15
- Rücklauf Primärheizkreis
- 16
- Vorlauf Primärheizkreis
- 17
- Regel- und Steuergerät
- 18
- Rücklaufbeimischung Hochtemperaturheizkreis
- 19
- Rücklaufbeimischung Niedertemperaturheizkreis
- 20
- Umwälzpumpe Hochtemperaturheizkreis
- 21
- Umwälzpumpe Niedertemperaturheizkreis
1. Verfahren zum Betreiben einer Heizungsanlage (1), umfassend ein Heizgerät (2) und
einen Primärheizkreis (3) und damit verbunden mindestens einen Hochtemperaturheizkreis
(4) und mindestens einen Niedertemperaturheizkreis (5), wobei das Verfahren zumindest
die folgenden Schritte umfasst:
a) Feststellen eines fehlenden Wärmebedarfs in allen Hochtemperaturheizkreisen (4),
b) Bestimmen eines Wärmebedarfs des mindestens einen Niedertemperaturheizkreises (5),
c) Bestimmen einer minimalen Temperatur des Vorlaufs (14) des Niedertemperaturheizkreises
(5) mit dem höchsten, in Schritt b) ermittelten, Wärmebedarf,
d) Betreiben des Heizgerätes (2) derart, dass sich die in Schritt c) ermittelte minimale
Temperatur des Vorlaufs (14) des Niedertemperaturheizkreises (5) mit dem größten Wärmebedarf
als Temperatur des Vorlaufes (16) des Primärheizkreises (3) einstellt,
e) Betreiben des Niedertemperaturheizkreises (5) mit dem höchsten Wärmebedarf mit
geschlossener Rücklaufbeimischung (19) mit einem, dem in Schritt b) ermittelten Wärmebedarf
entsprechenden, Volumenstrom.
2. Verfahren nach Anspruch 1, wobei in Schritt c) die minimale Temperatur des Vorlaufs
(14) des Niedertemperaturheizkreises (5) nach einem der folgenden Prozesse bestimmt
wird:
- Einbeziehung einer Raumtemperatur und einer sukzessiven Reduktion der Vorlauftemperatur
des Niedertemperaturheizkreises (5) bis der Raum dauerhaft seine Solltemperatur nicht
mehr erreicht;
- Eingabe eines Nutzers;
- einer volumenstromoptimierten Regelung , die eine Erhöhung des Volumenstromes bei
gleichzeitiger Reduktion der Vorlauftemperatur veranlasst;
- einer zyklisch arbeitenden Mischergruppe, deren Vorlauftemperatur reduziert werden
kann, bis sich ein durchgehender Betrieb der Mischergruppe einstellt.
3. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei mehrere Niedertemperaturheizkreise
(5) bei der Heizungsanlage (1) vorgesehen sind und in einem Schritt f) alle weiteren
Niedertemperaturheizkreise (5) mit geschlossener Rücklaufbeimischung (19) betrieben
werden und mit dem, dem jeweiligen in Schritt b) bestimmten Wärmebedarf, entsprechenden
Volumenstrom versorgt werden.
4. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei in Schritt e) und/ oder f)
der dem Wärmebedarf entsprechende Volumenstrom anhand einer sich einstellenden Temperaturspreizung
und dem in Schritt b) ermittelten Wärmebedarf des jeweiligen Niedertemperaturheizkreises
(5) bestimmt wird.
5. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei in Schritt b) der Wärmebedarf
eines Niedertemperaturheizkreises (5) unter Einbeziehung der Temperaturen von Vorlauf
(14) und Rücklauf (13), des Volumenstromes Wärmeträger im jeweiligen Niedertemperaturheizkreis
(5) und des Volumenstromes der Rücklaufbeimischung (19) des jeweiligen Niedertempertaturheizkreises
(5) bestimmt wird.
6. Verfahren nach Anspruch 5, wobei der Volumenstrom der Rücklaufbeimischung (19) mittels
einer Öffnungsposition eines Schrittmotorventils der Rücklaufbeimischung (19) ermittelt
wird.
7. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei bei dem Betreiben eines Niedertemperaturheizkreises
(5) in Schritt e) und/ oder f) die Betriebsparameter des Niedertemperaturheizkreises
(5) mit vorgegebenen Sollprofilen verglichen und angepasst werden.
8. Verfahren nach Anspruch 7, wobei die Sollprofile und Einbeziehung von künstlicher
Intelligenz und/oder einer Beobachtung des Nutzerverhaltens der Niedertemperaturheizkreise
(5) angepasst werden.
9. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei bei einem hydraulisch nicht
abgeglichenen Niedertemperaturheizkreis (5) in Schritt e) der Volumenstrom erhöht
wird, bis eine Solltemperatur eines Führungsraumes des jeweiligen Niedertemperaturheizkreises
(5) erreicht ist.
10. Regel- und Steuergerät (17) einer Heizungsanlage (1), eingerichtet zur Durchführung
eines Verfahrens nach einem der Ansprüche 1 bis 9.
11. Heizungsanlage (1) mit einem Regel- und Steuergerät (17) nach Anspruch 10.
12. Heizungsanlage (1) mit einem Heizgerät (2) sowie einem Primärheizkreis (3) und damit
verbunden mindestens einem Hochtemperaturheizkreis (4) und mindestens einen Niedertemperaturheizkreis
(5) und Mitteln, die so angepasst sind, dass sie die Schritte des Verfahrens nach
einem der Ansprüche 1 bis 9 ausführen.
13. Computerprogramm, umfassend Befehle, die bewirken, dass die Heizungsanlage (1) des
Patentanspruchs 12 die Verfahrensschritte nach einem der Ansprüche 1 bis 9 ausführt.