[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren mit den Merkmalen des unabhängigen Patentanspruchs
1, ein Spannungswarnsystem mit den Merkmalen des unabhängigen Patentanspruchs 14,
ein Computerprogrammprodukt mit den Merkmalen des unabhängigen Patentanspruchs 15
sowie ein computerlesbares Speichermedium mit den Merkmalen des unabhängigen Patentanspruchs
16.
[0002] In Mittelspannungsanlagen müssen besondere Schutzvorkehrungen getroffen werden, um
Arbeitsunfälle zu vermeiden. Grund hierfür ist, dass im Bereich von Mittelspannungsanlagen
ein vereinfachter Zugang zu unter Spannung stehenden bzw. stromführenden Bauteilen
gegeben sein kann. So sind in Mittelspannungsanlagen zum Zweck der zentralen Verteilung
elektrischer Energie üblicherweise Sammelschienen angeordnet, welche weitgehend unisoliert
und lediglich durch ein Gehäuse der Mittelspannungsanlage abgedeckt sind. Im Falle
von Arbeiten an der Mittelspannungsanlage ist daher dafür Sorge zu tragen, dass die
Mittelspannungsanlage freigeschaltet ist, also keine elektrische Spannung an der Mittelspannungsanlage
anliegt, und keine Gefährdung für die im Betriebsbereich der Mittelspannungsanlage
agierenden Personen bzw. Benutzer gegeben ist.
[0003] Der Zutritt einer Person in den Betriebsbereich einer nicht freigeschalteten Mittelspannungsanlage
kann jedoch nicht vollständig ausgeschlossen werden. In einem solchen Fall bedarf
es zuverlässiger Warnmechanismen, um die betreffende Person in dem Betriebsbereich
der Mittelspannungsanlage zu warnen. Insbesondere kann es jedoch auch hilfreich sein
weitere in den Betrieb der Mittelspannungsanlage involvierte Personen (Benutzer) und/oder
Hilfskräfte über eine vorliegende Gefahrensituation in Kenntnis zu setzen. Durch die
Kenntnis einer Gefahrensituation durch Benutzer der Mittelspannungsanlage, welche
sich nicht unmittelbar in dem Betriebsbereich befinden, können Maßnahmen zur Freischaltung
der Mittelspannungsanlage ergriffen werden um die Gefahrensituation zu entschärfen
und/oder im Falle eines Unfalls möglichst zeitnah etwaig erforderliche Rettungsmaßnahmen
eingeleitet werden.
[0004] Es ist daher eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, wenigstens einen der voranstehend
beschriebenen Nachteile zumindest teilweise zu überwinden. Insbesondere ist es Aufgabe
der Erfindung ein Verfahren zum Betrieb eines Spannungswarnsystems, ein Spannungswarnsystem,
ein Computerprogrammprodukt sowie ein computerlesbares Speichermedium bereitzustellen,
welche einen zuverlässigen und sicheren Betrieb einer Mittelspannungsanlage auf möglichst
einfache und/oder zuverlässige und/oder kostengünstige Weise unterstützen.
[0005] Die voranstehende Aufgabe wird gelöst durch ein Verfahren mit den Merkmalen des unabhängigen
Patentanspruchs 1, durch ein Spannungswarnsystem mit den Merkmalen des unabhängigen
Patentanspruchs 14, durch ein Computerprogrammprodukt mit den Merkmalen des unabhängigen
Patentanspruchs 15 sowie durch ein computerlesbares Speichermedium mit den Merkmalen
des unabhängigen Patentanspruchs 16. Weitere Merkmale und Details der Erfindung ergeben
sich aus den Unteransprüchen, der Beschreibung und den Zeichnungen. Dabei gelten Merkmale
und Details, die im Zusammenhang mit dem erfindungsgemäßen Verfahren beschrieben sind,
selbstverständlich auch im Zusammenhang mit dem erfindungsgemäßen Spannungswarnsystem
und/oder im Zusammenhang mit dem erfindungsgemäßen Computerprogrammprodukt und/oder
im Zusammenhang mit dem erfindungsgemäßen computerlesbaren Speichermedium und jeweils
umgekehrt, so dass bezüglich der Offenbarung zu den einzelnen Erfindungsaspekten stets
wechselseitig Bezug genommen wird bzw. werden kann.
[0006] Erfindungsgemäß vorgesehen ist ein Verfahren zum Betrieb eines Spannungswarnsystems
zur Erkennung einer Gefahrensituation in einem Betriebsbereich einer Mittelspannungsanlage,
wobei das Spannungswarnsystem wenigstens eine Warneinheit umfasst und wobei zumindest
die nachfolgenden Schritte, insbesondere in der angegebenen Reihenfolge, durchgeführt
werden:
- Kalibrieren der Warneinheit,
- Überwachen des Betriebsbereichs der Mittelspannungsanlage durch die Warneinheit,
- Ausgeben wenigstens eines Alarmsignals durch die Warneinheit, sofern eine Gefahrensituation
in dem Betriebsbereich der Mittelspannungsanlage durch die Warneinheit detektiert
wurde.
[0007] In anderen Worten erfolgt eine Kalibrierung wenigstens einer Warneinheit, wodurch
ermittelbar ist, ob die Überwachung des Betriebsbereichs der Mittelspannungsanlage
durch die Warneinheit zuverlässig durchführbar ist. Wird im Zuge der Überwachung des
Betriebsbereichs der Mittelspannungsanlage eine Gefahrensituation in dem Betriebsbereich
der Mittelspannungsanlage durch die Warneinheit detektiert, so wird durch die Warneinheit
wenigstens ein, insbesondere akustisches und/oder visuelles, Alarmsignal ausgegeben.
Durch das Ausgeben wenigstens eines Alarmsignals kann in dem Betriebsbereich der Mittelspannungsanlage
befindliches oder sich im Begriff eines Zutritts in den Betriebsbereich der Mittelspannungsanlage
befindliches Personal gewarnt werden.
[0008] Durch die vorliegende Erfindung ergibt sich der Vorteil, dass Gefahrensituationen
im Betriebsbereich von Mittelspannungsanlagen zuverlässig vermieden werden können.
Ferner kann eine räumlich flexible Anbringung von Warneinheiten in dem Betriebsbereich
der Mittelspannungsanlage vorgenommen werden, wobei durch die Kalibrierung eine zuverlässige
Funktion der Warneinheit bzw. Warneinheiten des Spannungswarnsystems in Bezug auf
eine Überwachung des Betriebsbereichs der Mittelspannungsanlage sichergestellt wird.
[0009] Unter einem Betriebsbereich einer Mittelspannungsanlage soll vorliegend ein Bereich
in der, insbesondere unmittelbaren, Umgebung der Mittelspannungsanlage verstanden
werden. Insbesondere kann vorgesehen sein, dass der Betriebsbereich der Mittelspannungsanlage
durch eine Einfriedung der Mittelspannungsanlage definiert wird.
[0010] Unter einer Mittelspannung soll vorliegend eine elektrische Spannung, vorzugsweise
in der Größenordnung zwischen 3 kV und 36 kV, verstanden werden.
[0011] Im Rahmen der vorliegenden Erfindung ist es denkbar, dass zumindest einzelne Verfahrensschritte
zumindest teilweise simultan ausgeführt werden. Auch ist es im Rahmen der Erfindung
denkbar, dass zumindest ein Verfahrensschritt mehrfach, insbesondere wiederkehrend
ausgeführt wird. Zusätzlich oder alternativ kann es sich bei dem Verfahren um ein
computerimplementiertes Verfahren handeln. Insbesondere können einzelne oder alle
Verfahrensschritte durch wenigstens einen Computer bzw. durch den Computer umfasste
Mittel zur Datenverarbeitung, insbesondere wenigstens einen Prozessor und/oder Arbeitsspeicher,
ausgeführt werden.
[0012] Unter einer Betriebsspannung soll im Rahmen der vorliegenden Erfindung eine Spannung
verstanden werden, welche im üblichen Betrieb der Mittelspannungsanlage oder im Rahmen
einer Funktionsprüfung der Mittelspannungsanlage an dieser anliegt. Das Anliegen der
Betriebsspannung an der Mittelspannungsanlage deutet somit auf eine Gefährdung von
Personen hin, sofern sich diese in dem Betriebsbereich der Mittelspannungsanlage befinden.
Eine im Rahmen einer Funktionsprüfung der Mittelspannungsanlage anliegende Spannung
kann bspw. eine durch einen Kabelmesswagen generierte und an die Mittelspannungsanlage
angelegte elektrische Spannung sein.
[0013] Unter einem Benutzer soll vorliegend eine Person verstanden werden, welche in dem
Betrieb der Mittelspannungsanlage involviert ist. Dies kann eine Person am Ort der
Mittelspannungsanlage, insbesondere in dem Betriebsbereich der Mittelspannungsanlage,
sein. Dies kann jedoch auch eine Person sein, welche sich entfernt von der Mittelspannungsanlage,
bspw. in einer Überwachungszentrale, aufhält.
[0014] Eine Mittelspannungsanlage kann bspw. eine Schaltanlage sein, wobei vorzugsweise
durch die Schaltanlage eine Unterverteilung von elektrischer Energie durchführbar
ist bzw. erfolgt. Zusätzlich oder alternativ kann vorgesehen sein, dass die Mittelspannungsanlage
zumindest abschnittsweise durch eine Einfriedung eingegrenzt ist, wobei vorzugsweise
die Einfriedung den Betriebsbereich der Mittelspannungsanlage definiert. In anderen
Worten kann die Mittelspannungsanlage von der Einfriedung zumindest abschnittsweise,
insbesondere vollständig, umschlossen sein, sodass ein ungehinderter Zutritt zu der
Mittelspannungsanlage durch die Einfriedung verhindert wird. Die Einfriedung kann
durch wenigstens ein Zaun und/oder Wandelement ausgebildet werden.
[0015] Zusätzlich oder alternativ ist es denkbar, dass die Einfriedung wenigstens eine Zugangsvorrichtung
umfasst, wobei die Einfriedung durch die Zugangsvorrichtung passierbar ist, sodass
ein Zutritt in den Betriebsbereich oder ein Verlassen des Betriebsbereichs durch die
Zugangsvorrichtung ermöglicht wird. Die Zugangsvorrichtung kann bspw. als eine Tür
oder ein Tor oder ein Rolltor ausgebildet sein. Die Zugangsvorrichtung kann ferner
wenigstens ein Zugangsberechtigungsmittel umfassen, durch das eine Zugangsberechtigung
einer Person an der Zugangsvorrichtung überprüfbar ist. So kann vorgesehen sein, dass,
nur wenn eine positive Zugangsberechtigung der Person festgestellt wurde, die Zugangsvorrichtung
geöffnet bzw. entriegelt wird und der Person ein Zugang in den Betriebsbereich der
Mittelspannungsanlage gewährt wird. Hierdurch kann sichergestellt werden, dass nur
befugtem Personal Zutritt zu der Mittelspannungsanlage gewährt wird.
[0016] Das Detektieren einer Gefahrensituation kann im Rahmen der Erfindung wenigstens eine,
insbesondere alle, der folgenden Bedingungen beinhalten:
- Detektion eines Zutritts wenigstens einer Person in den Betriebsbereich der Mittelspannungsanlage,
insbesondere durch wenigstens einen Bewegungserkennungssensor wenigstens einer Warneinheit,
- Detektion einer an der Mittelspannungsanlage anliegenden Betriebsspannung, insbesondere
durch wenigstens einen Feldsensor wenigstens einer Warneinheit.
[0017] In anderen Worten kann vorgesehen sein, dass eine Situation in dem Betriebsbereich
der Mittelspannungsanlage als Gefahrensituation klassifiziert wird, sofern festgestellt
wird, dass sich wenigstens eine Person in dem Betriebsbereich der Mittelspannungsanlage
befindet und/oder dass die Mittelspannungsanlage nicht freigeschaltet ist bzw. eine
für die Person bedrohliche elektrische Spannung, insbesondere eine Betriebsspannung,
an der Mittelspannungsanlage anliegt. Bevorzugt wird eine Situation lediglich dann
als Gefahrensituation klassifiziert, sofern beide dieser Voraussetzungen gegeben sind.
[0018] Im Rahmen der Erfindung ist es denkbar, dass das Kalibrieren der Warneinheit wenigstens
eines, insbesondere alle, der folgenden umfasst:
- Auslösen des Kalibrierens, insbesondere durch einen Benutzer,
- Erfassen wenigstens einer Kalibrierungsinformation im Zuge wenigstens einer Kalibrierungsmessung,
insbesondere durch wenigstens ein Sensorelement (18) der Warneinheit (13), wenigstens
umfassend ein Erfassen einer Kalibrierungsfrequenz und/oder Kalibrierungsstärke und/oder
Kalibrierungsrichtung wenigstens eines elektrischen Feldes in dem Betriebsbereich
der Mittelspannungsanlage, insbesondere durch wenigstens einen Feldsensor der Warneinheit,
- Auswerten wenigstens einer Kalibrierungsinformation, insbesondere durch eine Steuereinheit
der Warneinheit,
- Bereitstellen eines Kalibrierungsstatus und/oder wenigstens eines Kalibrierungsdatensatzes
umfassend wenigstens eine Kalibrierungsinformation, insbesondere durch eine Steuereinheit
der Warneinheit,
- Ausgeben wenigstens eines akustischen Kalibrierungssignals, insbesondere durch eine
Lautsprechereinheit (32) der Warneinheit (13) und/oder Ausgeben wenigstens eines visuellen
Kalibrierungssignals, insbesondere durch eine Leuchteinheit (31) der Warneinheit (13).
[0019] Der Kalibrierungsstatus soll vorliegend spezifisch dafür sein, ob die Kalibrierung
der Warneinheit erfolgreich durchgeführt wurde oder nicht. So kann bspw. ein positiver
Kalibrierungsstatus eine erfolgreiche Kalibrierung und somit eine zuverlässige Überwachung
des Betriebsbereichs der Mittelspannungsanlage implizieren. Ein negativer Kalibrierungsstatus
kann hingegen eine fehlgeschlagene oder ungültige Kalibrierung und eine entsprechend
fehlende Bereitschaft zur Überwachung des Betriebsbereichs der Mittelspannungsanlage
implizieren.
[0020] Durch das Auslösen des Kalibrierens durch einen Benutzer ergibt sich der Vorteil,
dass eine Positionierung der Warneinheit zunächst abgeschlossen werden kann und eine
Kalibrierung erst dann erfolgt, wenn die gewünschte Positionierung der Warneinheit
vollständig abgeschlossen ist.
[0021] Das Auslösen des Kalibrierens durch einen Benutzer kann unmittelbar an der Warneinheit
erfolgen bzw. durchführbar sein. Insbesondere ist denkbar, dass die Warneinheit ein
Betätigungselement umfasst, wobei durch eine Betätigung des Betätigungselementes,
insbesondere durch einen Benutzer, das Kalibrieren der Warneinheit auslösbar ist.
Das Betätigungselement kann bspw. als ein Schalter ausgebildet sein, wobei vorzugsweise
der Schalter an einem Gehäuse der Warneinheit und/oder für einen Benutzer zugänglich
angeordnet ist. Zusätzlich oder alternativ kann das Betätigungselement als eine betätigbare
Schaltfläche auf einer Anzeigeeinheit der Warneinheit ausgebildet sein, wobei die
Anzeigeeinheit vorzugsweise als ein berührungssensitives Display ausgebildet ist.
[0022] Zusätzlich oder alternativ kann das Auslösen des Kalibrierens durch einen Benutzer
ferngesteuert erfolgen. Hierzu kann das Auslösen des Kalibrierens bspw. über eine
Zentraleinheit oder ein Benutzergerät vorgenommen werden. Hierzu kann vorgesehen sein,
dass, insbesondere von einer Zentraleinheit oder einem Benutzergerät, ein Steuerbefehl
an die Warneinheit, insbesondere an eine Kommunikationseinheit der Warneinheit, übermittelt
wird. Die Übermittlung kann zumindest teilweise auch über einen zentralen Server erfolgen.
Der Steuerbefehl kann derart ausgebildet sein, dass durch den Steuerbefehl der Kalibriervorgang
ausgelöst wird bzw. auslösbar ist. Der Steuerbefehl kann vorzugsweise durch eine Kommunikationseinheit
der Warneinheit empfangen und/oder durch eine Steuereinheit der Warneinheit verarbeitet
werden. In diesem Zusammenhang ist es denkbar, dass der Steuerbefehl von einem zentralen
Server und/oder einer Zentraleinheit des Spannungswarnsystems an die Warneinheit übermittelt
wurde, wobei vorzugsweise die Übermittlung des Steuerbefehls durch einen Benutzer
ausgelöst wurde. Die Auslösung der Übermittlung des Steuerbefehls kann dabei bspw.
über eine Benutzerschnittstelle der Zentraleinheit und/oder des zentralen Servers
wie bspw. einem berührungssensitiven Display, einem Betätigungselement, einem Web-Interface,
einer Interface-App oder ähnlichem und/oder eine zumindest temporäre, insbesondere
bidirektionale, Kommunikationsverbindung zwischen der Warneinheit und dem zentralen
Server und/oder der Zentraleinheit erfolgen. Ein Vorteil einer ferngesteuerten Auslösung
der Kalibrierung liegt darin, dass der Betriebsbereich der Mittelspannungsanlage zunächst
mit einer oder mehreren Warneinheiten bestückt werden kann und der Betriebsbereich
danach durch die hierfür zuständige Person verlassen werden kann. Eine Aufhebung der
Freischaltung der Mittelspannungsanlage zum Zwecke der Kalibrierung kann erfolgen,
wenn sichergestellt ist, dass alle Personen den Betriebsbereich verlassen und/oder
alle Zugangsvorrichtungen des Betriebsbereichs geschlossen bzw. verriegelt sind. Auch
kann durch eine Zentraleinheit und/oder einen zentralen Server eine im Wesentlichen
zeitgleiche Kalibrierung mehrerer Warneinheiten durchgeführt werden, was die Durchführung
der Kalibrierung, insbesondere bei einer Verwendung mehrerer Warneinheiten, vereinfacht.
[0023] Ferner kann vorgesehen sein, dass das Kalibrieren wenigstens einer Warneinheit, das
Erfassen wenigstens einer Kalibrierungsinformation im Zuge wenigstens einer Kalibrierungsmessung
umfasst, wobei vorzugsweise die Kalibriermessung durch wenigstens ein Sensorelement
der Warneinheit durchgeführt wird. Hiermit ist gemeint, dass durch wenigstens ein
Sensorelement der Warneinheit wenigstens ein, insbesondere zeitaktueller, Messwert
(Kalibrierungsinformation) erfasst und insbesondere zum Zwecke der Kalibrierung der
Warneinheit und/oder zur Interpretation im Rahmen einer Überwachung erfasster Messwerte
weiterverarbeitet wird. Im Zuge der Kalibrierungsmessung kann vorzugsweise zumindest
eine Kalibrierungsfrequenz und/oder eine Kalibrierungsstärke und/oder eine Kalibrierungsrichtung
wenigstens eines elektrischen Feldes in dem Betriebsbereich der Mittelspannungsanlage
erfasst werden, wobei dies vorzugsweise durch wenigstens einen Feldsensor der Warneinheit
erfolgen kann.
[0024] Die Kalibrierung dient vorliegend der Überprüfung, ob durch die Warneinheit eine
zuverlässige Überwachung des Betriebsbereichs der Mittelspannungsanlage durchführbar
ist sowie ferner zur Ermittlung eines Referenzzustandes, wobei der Referenzzustand
vorzugsweise repräsentativ ist für einen nicht freigeschalteten Zustand der Mittelspannungsanlage.
Der Referenzzustand wird durch wenigstens eine Kalibrierungsinformation definiert.
In anderen Worten wird vorzugsweise die Kalibrierung wenigstens einer Warneinheit
durchgeführt, während an der Mittelspannungsanlage eine Betriebsspannung anliegt.
Damit im Rahmen der Kalibrierung keine oder möglichst geringe Störeinflüsse durch
außerhalb der Mittelspannungsanlage erzeugte elektrische Felder vorliegen, kann es
vorteilhaft sein, in der Umgebung der Mittelspannungsanlage angeordnete elektrische
Anlagen (bspw. weitere Mittelspannungsanlagen) zumindest temporär freizuschalten.
[0025] Es ist vorliegend denkbar, dass die Stärke und die Richtung eines elektrischen Feldes
kombiniert in Form der elektrischen Feldstärke erfasst werden. Die elektrische Feldstärke
beschreibt, insbesondere vektoriell, sowohl die Stärke als auch die Richtung eines
elektrischen Feldes. Die Stärke des elektrischen Feldes kann als Maß für die an der
Mittelspannungsanlage anliegende elektrische Spannung verwendet werden. Durch die
Erfassung der elektrischen Feldstärke kann also ein Rückschluss auf eine Gefährdung
von potentiell in dem Betriebsbereich der Mittelspannungsanlage befindlichen Personen
gezogen werden, wobei eine hohe Feldstärke eine hohe Spannung an der Mittelspannungsanlage
impliziert. Die im Zuge einer Kalibrierungsmessung ermittelte Stärke des elektrischen
Feldes (Kalibrierungsstärke) kann als Referenzwert für die Größenordnung einer an
der Mittelspannungsanlage anliegenden Betriebsspannung verwendet werden. Alternativ
oder zusätzlich kann die im Zuge einer Kalibrierungsmessung ermittelte Richtung (Kalibrierungsrichtung)
des elektrischen Feldes kann ferner als Referenzrichtung verwendet werden, sodass
im Zuge der Überwachung des Betriebsbereichs der Mittelspannungsanlage in Bezug auf
ein erfasstes elektrisches Feld festgestellt werden kann, ob dieses von der zu überwachenden
Mittelspannungsanlage generiert wird oder als Störeinfluss zu werten und ggf. zu vernachlässigen
ist. Alternativ oder zusätzlich kann auch die im Zuge einer Kalibrierungsmessung ermittelte
Frequenz (Kalibrierungsfrequenz) des elektrischen Feldes als Referenzfrequenz verwendet
werden, sodass im Zuge der Überwachung des Betriebsbereichs der Mittelspannungsanlage
in Bezug auf ein erfasstes elektrisches Feld festgestellt werden kann, ob dieses von
der zu überwachenden Mittelspannungsanlage generiert wird oder als Störeinfluss zu
werten und ggf. zu vernachlässigen ist. Die Frequenz des elektrischen Feldes entspricht
dabei der Frequenz der, insbesondere für das elektrische Feld ursächlichen, elektrischen
Spannung.
[0026] Ferner kann vorgesehen sein, dass das Kalibrieren wenigstens einer Warneinheit, das
Auswerten wenigstens einer Kalibrierungsinformation umfasst. Ferner ist denkbar, dass
auf Grundlage eines Ergebnisses der Auswertung ein Kalibrierungsstatus bereitgestellt
bzw. ermittelt wird. In anderen Worten wird vorzugsweise ein Kalibrierungsstatus bereitgestellt,
wobei von der Auswertung abhängig gemacht wird, ob ein positiver oder ein negativer
Kalibrierungsstatus bereitgestellt wird. Das Auswerten der Kalibrierungsinformation
kann vorzugsweise den Vergleich wenigstens einer im Zuge der Kalibrierungsmessung
erfassten Kalibrierungsinformation mit einem, insbesondere vordefinierten, Schwellenwert
umfassen. Dabei kann jeder Kalibrierungsinformation ein individueller Schwellenwert
zugeordnet sein. Insbesondere kann einer Kalibrierungsfrequenz ein Frequenzschwellenwert
und/oder einer Kalibrierungsstärke eine Referenzstärke und/oder einer Kalibrierungsrichtung
eine Referenzrichtung und/oder einer Kalibrierungstemperatur eine Referenztemperatur
und/oder einem Kalibrierungsdruck ein Referenzdruck und/oder einer Kalibrierungsfeuchtigkeit
eine Referenzfeuchtigkeit zugeordnet sein. Der Vergleich zwischen einer Kalibrierungsinformation
und einem entsprechenden Schwellenwert kann die Bestimmung einer Abweichung zwischen
der Kalibrierungsinformation und dem der Kalibrierungsinformation zugeordneten Schwellenwert
umfassen.
[0027] Der Schwellenwert kann als ein Kalibrierungskriterium verstanden werden, wobei eine
zu hohe Abweichung zwischen einer Kalibrierungsinformation und einem der Kalibrierungsinformation
zugeordneten Schwellenwert als Hinweis darauf gewertet werden kann, dass eine zuverlässige
Überwachung des Betriebsbereichs der Mittelspannungsanlage durch die Warneinheit nicht
durchführbar ist. In anderen Worten kann vorgesehen sein, dass wenn eine Abweichung
zwischen wenigstens einer Kalibrierungsinformation und einem der Kalibrierungsinformation
zugeordneten Schwellenwert einen, insbesondere vordefinierten, Grenzwert überschreitet,
die Kalibrierung als ungültig erklärt bzw. ein negativer Kalibrierungsstatus bereitgestellt
wird. Grund hierfür kann bspw. sein, dass eine durch ein Sensorelement der Warneinheit
erfasste Messgröße einen vorgegebenen Messbereich des Sensorelements überschreitet
oder unterschreitet oder zu nah an einem den Messbereich eingrenzenden Messbereichsgrenzwert
liegt, sodass mit einer fehlerhaften Erfassung durch das Sensorelement im Zuge der
Überwachung des Betriebsbereichs der Mittelspannungsanlage zu rechnen ist. Ferner
kann eine hohe Abweichung zwischen einer Kalibrierungsinformation und einem zugehörigen
Schwellenwert ein Hinweis für eine fehlerhafte oder ungünstige Positionierung der
Warneinheit sein. So kann bspw. der Abstand zwischen Warneinheit und Mittelspannungsanlage
zu groß sein, sodass bspw. die Stärke und/oder Richtung und/oder Frequenz eines elektrischen
Feldes der Mittelspannungsanlage nur schwach, insbesondere durch wenigstens einen
Feldsensor der Warneinheit, erfassbar sind. Hierdurch wird eine anschließende Überwachung
des Betriebsbereichs erschwert. Ferner können auch eine zu hohe oder zu niedrige Umgebungstemperatur
und/oder ein zu hoher oder zu niedriger Umgebungsdruck und/oder eine zu hohe oder
zu niedrige Umgebungsfeuchtigkeit die Erfassungsqualität wenigstens eines Sensorelements
negativ beeinflussen.
[0028] Ferner kann vorgesehen sein, dass das Kalibrieren wenigstens einer Warneinheit, das
Bereitstellen eines Kalibrierungsstatus und/oder wenigstens eines Kalibrierungsdatensatzes
umfasst, wobei der Kalibrierungsdatensatz wenigstens eine Kalibrierungsinformation
umfasst. Das Bereitstellen kann insbesondere derart erfolgen, dass eine anschließende
Übermittlung, insbesondere durch eine Kommunikationseinheit der Warneinheit, erfolgen
kann. Die Übermittlung kann bspw. an wenigstens eine Zentraleinheit oder wenigstens
einen zentralen Server des Spannungswarnsystems erfolgen. Zusätzlich oder alternativ
kann die Bereitstellung derart erfolgen, dass eine anschließende Abfrage des Kalibrierungsstatus
und/oder wenigstens eines Kalibrierungsdatensatzes, insbesondere durch wenigstens
eine Zentraleinheit und/oder wenigstens einen zentralen Server, erfolgen kann. Die
Abfrage kann vorzugsweise über eine Kommunikationseinheit der Warneinheit erfolgen.
[0029] Ferner kann vorgesehen sein, dass das Kalibrieren wenigstens einer Warneinheit das
Ausgeben wenigstens eines akustischen Kalibrierungssignals, insbesondere durch eine
Lautsprechereinheit der Warneinheit, umfasst. Zusätzlich oder alternativ kann vorgesehen
sein, dass das Kalibrieren wenigstens einer Warneinheit das Ausgeben wenigstens eines
visuellen Kalibrierungssignals, insbesondere durch eine Leuchteinheit der Warneinheit
umfasst. Dabei kann das Kalibrierungssignal jeweils vorzugsweise spezifisch dafür
sein, ob die Kalibrierung erfolgreich war oder nicht. In anderen Worten kann vorgesehen
sein, dass das Kalibrierungssignal abhängig von dem Kalibrierungsstatus ausgegeben
wird.
[0030] Im Rahmen der Erfindung ist es denkbar, dass das Kalibrieren der Warneinheit wenigstens
eines, insbesondere alle, der folgenden umfasst:
- Übermitteln des Kalibrierungsstatus und/oder des Kalibrierungsdatensatzes an wenigstens
eine Zentraleinheit des Spannungswarnsystems und/oder an wenigstens einen zentralen
Server des Spannungswarnsystems, insbesondere durch eine Kommunikationseinheit der
Warneinheit,
- Speichern des Kalibrierungsstatus und/oder des Kalibrierungsdatensatzes, insbesondere
in einem Datenspeicher der Warneinheit und/oder in einem Datenspeicher der Zentraleinheit
und/oder in einem Datenspeicher des zentralen Servers,
- Anzeigen des Kalibrierungsstatus und/oder wenigstens einer Kalibrierungsinformation
auf wenigstens einer Anzeigeeinheit der Warneinheit und/oder auf wenigstens einer
Anzeigeeinheit wenigstens einer Zentraleinheit,
- Bereitstellen des Kalibrierungsstatus und/oder wenigstens einer Kalibrierungsinformation
an einer Benutzerschnittstelle des zentralen Servers, sodass der Kalibrierungsstatus
und/oder wenigstens eine Kalibrierungsinformation über die Benutzerschnittstelle durch
einen Benutzer abrufbar und/oder einsehbar ist,
- Übermitteln des Kalibrierungsstatus und/oder wenigstens einer Kalibrierungsinformation
an wenigstens ein Benutzergerät, insbesondere durch wenigstens eine Zentraleinheit
und/oder einen zentralen Server des Spannungswarnsystems.
[0031] Es kann vorgesehen sein, dass eine Kalibrierungsmessung immer ausgeführt wird, wenn
ein Auslösen der Kalibrierung erfolgt ist. Ferner ist es denkbar, dass in Bezug auf
die Kalibrierung wenigstens einer Warneinheit vorgesehen ist, dass wenigstens einer
der, insbesondere alle der, Schritte Auswerten, Übermitteln, Speichern, Anzeigen,
Bereitstellen immer ausgeführt werden, wenn eine Kalibrierungsmessung durchgeführt
wurde.
[0032] Es kann vorgesehen sein, dass das Kalibrieren wenigstens einer Warneinheit das Übermitteln
des Kalibrierungsstatus und/oder wenigstens eines Kalibrierungsdatensatzes an wenigstens
eine Zentraleinheit des Spannungswarnsystems und/oder an wenigstens einen zentralen
Server des Spannungswarnsystems, insbesondere durch eine Kommunikationseinheit der
Warneinheit, umfasst. Hierdurch wird der Vorteil erzielt, dass der Kalibrierungsstatus
und damit verbundene Informationen zentral und/oder außerhalb der Mittelspannungsanlage
bereitgestellt werden können. So kann der Kalibrierungsstatus einer Warneinheit, insbesondere
auch mehrerer Warneinheiten, einfach, ohne großen Personalaufwand und insbesondere
ohne das Betreten der Mittelspannungsanlage überwacht werden. Das Übermitteln kann
über eine zumindest temporäre, insbesondere unidirektionale und/oder bidirektionale,
Kommunikationsverbindung zwischen der Warneinheit und der Zentraleinheit und/oder
der Warneinheit und dem zentralen Server und/oder der Zentraleinheit und dem zentralen
Server erfolgen. In Bezug auf eine unidirektionale Kommunikationsverbindung hat sich
der Vorteil eines geringeren Energiebedarfs gezeigt.
[0033] Insbesondere kann vorgesehen sein, dass eine Übermittlung des Kalibrierungsstatus
und/oder wenigstens eines Kalibrierungsdatensatzes bzw. wenigstens einer Kalibrierungsinformation
zunächst von der Warneinheit an die Zentraleinheit und anschließend von der Zentraleinheit
an den zentralen Server erfolgt. Hierdurch kann der Energieaufwand zur Übermittlung
seitens der Warneinheit gering gehalten und insbesondere bei einer mobilen bzw. batterie-
oder akkugestützten Ausführung der Warneinheit eine möglichst lange Verfügbarkeit
der Warneinheit unterstützt werden. Alternativ ist jedoch auch eine direkte Kommunikationsverbindung
zwischen wenigstens einer Warneinheit und einem zentralen Server prinzipiell denkbar.
Alternativ oder zusätzlich kann vorgesehen sein, dass der Kalibrierungsstatus und
der Kalibrierungsdatensatz in einem gemeinsamen Datenpaket übermittelt werden. Hierdurch
ergibt sich der Vorteil einer effizienten Datenübertragung. Auch eine Übermittlung
in separaten Datenpaketen ist vorstellbar.
[0034] Zusätzlich oder alternativ kann vorgesehen sein, dass das Kalibrieren wenigstens
einer Warneinheit, das Speichern des Kalibrierungsstatus und/oder wenigstens eines
Kalibrierungsdatensatzes, insbesondere in einem Datenspeicher der Warneinheit und/oder
in einem Datenspeicher der Zentraleinheit und/oder in einem Datenspeicher des zentralen
Servers umfasst. Hierdurch wird der Vorteil einer erhöhten Rückverfolgbarkeit der
Kalibrierungshistorie wenigstens einer Warneinheit erzielt. Insbesondere wenn eine
Person in einem Betriebsbereich einer Mittelspannungsanlage zu Schaden kommt, ist
es von Interesse herauszufinden, ob und/oder wann eine Warneinheit ordnungsgemäß kalibriert
wurde und eine Betriebsbereitschaft in Bezug auf die Überwachung des Betriebsbereichs
der Mittelspannungsanlage sichergestellt wurde.
[0035] Zusätzlich oder alternativ kann vorgesehen sein, dass das Kalibrieren wenigstens
einer Warneinheit, das Anzeigen des Kalibrierungsstatus und/oder wenigstens einer
Kalibrierungsinformation bzw. wenigstens eines Kalibrierungsdatensatzes auf wenigstens
einer Anzeigeeinheit der Warneinheit und/oder auf wenigstens einer Anzeigeeinheit
wenigstens einer Zentraleinheit umfasst. Hierdurch kann durch einen Benutzer auf besonders
einfache Weise visuell überprüft werden, ob eine Warneinheit oder mehrere Warneinheiten
des Spannungswarnsystems erfolgreich kalibriert wurde/n.
[0036] Zusätzlich oder alternativ kann der Kalibrierungsstatus und/oder wenigstens eine
Kalibrierungsinformation bzw. der Kalibrierungsdatensatz an einer Benutzerschnittstelle
eines zentralen Servers des Spannungswarnsystems bereitgestellt werden, sodass der
Kalibrierungsstatus und/oder wenigstens eine Kalibrierungsinformation über die Benutzerschnittstelle
durch einen Benutzer abrufbar und/oder einsehbar ist. Hierdurch wird ein besonders
einfacher Zugang zu Kalibrierungsinformationen außerhalb des Betriebsbereichs der
Mittelspannungsanlage ermöglicht. Entsprechend kann eine zentrale Überwachung und/oder
Steuerung des Spannungswarnsystems vereinfacht werden.
[0037] Zusätzlich oder alternativ kann der Kalibrierungsstatus und/oder wenigstens eine
Kalibrierungsinformation bzw. wenigstens ein Kalibrierungsdatensatz, insbesondere
durch wenigstens eine Zentraleinheit und/oder einen zentralen Server des Spannungswarnsystems,
an wenigstens ein Benutzergerät übermittelt werden. Hierdurch ergibt sich der Vorteil,
dass ein Benutzer aktiv darauf aufmerksam gemacht werden kann, dass sich ein Kalibrierungsstatus
einer Warneinheit geändert hat. Als Benutzergerät soll vorliegend ein Gerät verstanden
werden, welches einem Benutzer der Mittelspannungsanlage, insbesondere als Arbeitsmittel,
zugeordnet ist. Das Benutzergerät kann insbesondere ein mobiles Gerät, vorzugsweise
ein Mobiltelefon, insbesondere Smartphone, oder Tablet sein. Es kann vorzugsweise
vorgesehen sein, dass bei einem Empfang durch das Benutzergerät eine Push-Benachrichtigung,
insbesondere des Benutzers, erfolgt. Alternativ oder zusätzlich kann die Übermittlung
an einen Laptop oder Desktop-PC erfolgen. Auch diese können Benutzergeräte sein. Die
Kommunikation zwischen einem zentralen Server und dem Benutzergerät und/oder der Zentraleinheit
und dem Benutzergerät kann vorzugsweise über ein App-Interface und/oder ein Web-Interface
erfolgen. Zusätzlich oder alternativ kann die Übermittlung per E-Mail oder SMS erfolgen.
[0038] Wenigstens eine Benutzerschnittstelle des zentralen Servers kann bspw. als eine Interface-App
oder ein Web-Interface ausgebildet sein. Die Benutzerschnittstelle kann durch wenigstens
einen Benutzer bspw. unter Verwendung eines Computers (bspw. eines Laptops oder Dektop-PCs)
oder eines mobilen Geräts aufgerufen werden. Wenigstens ein mobiles Gerät kann als
ein Smartphone oder Tablet ausgebildet sein.
[0039] Es kann im Rahmen der Erfindung vorgesehen sein, dass die Kalibrierungsmessung wenigstens
eins, insbesondere alle, der folgenden umfasst:
- Erfassen einer Kalibrierungstemperatur in dem Betriebsbereich der Mittelspannungsanlage,
insbesondere durch wenigstens einen Temperatursensor der Warneinheit,
- Erfassen eines Kalibrierungsdrucks in dem Betriebsbereich der Mittelspannungsanlage,
insbesondere durch wenigstens einen Drucksensor der Warneinheit,
- Erfassen einer Kalibrierungsfeuchtigkeit in dem Betriebsbereich der Mittelspannungsanlage,
insbesondere durch wenigstens einen Feuchtigkeitssensor der Warneinheit,
- Erfassen eines Abstandes zwischen der Warneinheit und der Mittelspannungsanlage, insbesondere
einer äußeren Oberfläche der Mittelspannungsanlage, insbesondere durch wenigstens
einen Abstandssensor der Warneinheit.
[0040] Bei der Kalibrierungstemperatur kann es sich vorzugsweise um eine Umgebungstemperatur,
insbesondere Lufttemperatur, in dem Betriebsbereich der Mittelspannungsanlage handeln.
Zusätzlich oder alternativ kann es sich bei dem Kalibrierungsdruck um einen Umgebungsdruck,
insbesondere Luftdruck, in dem Betriebsbereich der Mittelspannungsanlage handeln.
Zusätzlich oder alternativ kann es sich bei der Kalibrierungsfeuchtigkeit um eine
Umgebungsfeuchtigkeit, insbesondere Luftfeuchtigkeit, in dem Betriebsbereich der Mittelspannungsanlage
handeln.
[0041] Durch die Erfassung von Umgebungsparametern im Zuge der Kalibrierung der Warneinheit
und/oder Überwachung des Betriebsbereichs durch die Warneinheit, kann eine genauere
sensorische Überwachung des Betriebsbereichs durch die Warneinheit realisiert werden.
So ist es denkbar, dass sich die Erfassungseigenschaften wenigstens eines Sensorelements,
insbesondere wenigstens eines Feldsensors, in Abhängigkeit der Umgebungstemperatur
und/oder des Umgebungsdrucks und/oder der Umgebungsfeuchtigkeit zumindest teilweise
ändern. In anderen Worten können bei variierenden Umgebungsbedingungen aber einer
konstanten an der Mittelspannungsanlage anliegenden Betriebsspannung und konstanten
Positionierung eines Feldsensors relativ zu der Mittelspannungsanlage abweichende
elektrische Feldstärken durch den Feldsensor bestimmt werden, da sich die Erfassungscharakteristik
des Feldsensors aufgrund der veränderten Umgebungsbedingungen zumindest teilweise
verändern kann.
[0042] Die im Zuge der Kalibrierung und/oder im Zuge der Überwachung erfassten Umgebungsparameter
wie Druck, Temperatur und/oder Feuchtigkeit können für eine Korrektur, der durch den
Feldsensor erfassten Messwerte, insbesondere der elektrischen Feldstärke, verwendet
werden. Hierdurch kann eine bessere Vergleichbarkeit einer im Zuge der Kalibrierung
ermittelten Kalibrierungsinformation und einer im Zuge der Überwachung ermittelten
Zustandsinformation, insbesondere in Bezug auf eine elektrische Feldstärke, hergestellt
und so ein insgesamt zuverlässigeres Messergebnis bzw. eine zuverlässigere Überwachung
der Mittelspannungsanlage durch die Warneinheit realisiert werden. Bei einer etwaigen
Korrektur von Messwerten ist vorzugsweise die individuelle Erfassungscharakteristik
des verwendeten Sensorelements zu berücksichtigen. Eine solche Erfassungscharakteristik
kann im Zuge einer Kalibrierung des Sensorelements ermittelt werden.
[0043] Die Erfassung des Abstandes zwischen der Warneinheit und der Mittelspannungsanlage,
insbesondere einer äußeren Oberfläche der Mittelspannungsanlage, erlaubt unter Verwendung,
der durch einen Feldsensor der Warneinheit erfassten elektrischen Feldstärke, einen
Rückschluss auf die an der Mittelspannungsanlage anliegende elektrische Spannung.
[0044] Ferner kann durch die Messung eines Abstands auf die Gültigkeit der Kalibrierung
geschlossen werden. Wird bspw. ein zuvor festgelegter Maximalabstand überschritten
oder ein zuvor festgelegter Minimalabstand unterschritten, so kann die Kalibrierung
als ungültig gekennzeichnet bzw. ein negativer Kalibrierungsstatus ausgegeben werden.
[0045] Wenigstens ein Abstandssensor kann vorliegend als ein optischer Abstandssensor, insbesondere
als ein Laser-Abstandssensor, ausgebildet sein. Soll der Abstand zwischen einer Warneinheit
und der Mittelspannungsanlage durch die Warneinheit erfasst werden, so ist vorzugsweise
bei der Positionierung der Warneinheit auf eine entsprechende Ausrichtung zu achten,
sodass der Abstand zwischen der Warneinheit und der Mittelspannungsanlage durch den
Abstandssensor erfassbar ist. Zusätzlich oder alternativ zu der sensorischen Erfassung
eines Abstandes durch einen Abstandssensor der Warneinheit, ist auch eine manuelle
Angabe eines Abstandes zwischen der Warneinheit und der Mittelspannungsanlage, insbesondere
durch einen Benutzer, denkbar. Dieser manuellen Angabe kann eine messtechnische, insbesondere
manuelle, Erfassung des Abstandes vorangegangen sein.
[0046] Es ist ferner denkbar, dass wenigstens ein Kalibrierungsdatensatz wenigstens eine,
insbesondere alle, der folgenden Kalibrierungsinformationen umfasst:
- Wenigstens eine oder genau eine Kalibrierungsfrequenz eines elektrischen Feldes,
- wenigstens eine oder genau eine Kalibrierungsstärke eines elektrischen Feldes,
- wenigstens eine oder genau eine Kalibrierungsrichtung eines elektrischen Feldes,
- wenigstens eine oder genau eine Kalibrierungstemperatur,
- wenigstens einen oder genau einen Kalibrierungsdruck,
- wenigstens eine oder genau eine Kalibrierungsfeuchtigkeit,
- wenigstens einen oder genau einen Abstandswert,
- wenigstens einen oder genau einen Zeitstempel,
- wenigstens einen oder genau einen Warneinheits-Identifikator.
[0047] Ein Warneinheits-Identifikator soll vorliegend spezifisch für eine Warneinheit sein,
sodass über den Warneinheits-Identifikator eine eindeutige Identifikation der Warneinheit
durchführbar ist. Wenigstens ein Warneinheits-Identifikator kann als eine numerische
oder alphabetische oder alpha-numerische Zeichenfolge ausgebildet sein. Auch eine
Ausbildung als QR-Code ist denkbar. Der Warneinheits-Identifikator kann auf der zugehörigen
Warneinheit, insbesondere an einer für einen Benutzer sichtbaren Position, abgebildet
sein. Hierdurch kann eine Warneinheit auf einfache Weise identifiziert werden.
[0048] Ein Zeitstempel des Kalibrierungsdatensatzes soll ferner spezifisch sein für den
Zeitpunkt der Erfassung des Kalibrierungsdatensatzes. Hierdurch wird die Rückverfolgbarkeit
erfasster Kalibrierungsdatensätze vereinfacht.
[0049] Auch kann es im Rahmen der Erfindung vorteilhaft sein, dass die Kalibrierungsmessung
nach Ablauf eines Zeitintervalls nach dem Auslösen des Kalibrierungsvorgangs initiiert
wird, wobei vorzugsweise das Zeitintervall eine Dauer von wenigstens fünf Sekunden,
insbesondere wenigstens zehn Sekunden, bevorzugt wenigstens zwanzig Sekunden, besonders
bevorzugt wenigstens dreißig Sekunden oder mehr als dreißig Sekunden, aufweist. Insbesondere
hat es sich als vorteilhaft herausgestellt, wenn das Zeitintervall eine Dauer von
wenigstens einer Minute, insbesondere wenigstens zwei Minuten oder mehr als zwei Minuten
aufweist. Die Verwendung eines solchen Zeitintervalls kann insbesondere von Vorteil
sein, wenn der Kalibrierungsvorgang manuell durch einen Benutzer, bspw. über ein Betätigungselement
an der Warneinheit, ausgelöst wird. Der Ablauf des Zeitintervalls bietet dem Benutzer
die Möglichkeit den Betriebsbereich der Mittelspannungsanlage zu verlassen und eine
Freischaltung der Mittelspannungsanlage zu deaktivieren bzw. deaktivieren zu lassen,
sodass eine Betriebsspannung an der Mittelspannungsanlage anliegt, wenn die Kalibrierungsmessung
erfolgt.
[0050] Im Rahmen der Erfindung ist es optional möglich, dass die Kalibrierungsmessung nach
der Erfassung einer Bewegung, insbesondere Schließbewegung, einer Zugangsvorrichtung,
insbesondere Tür, initiiert wird, wobei durch die Zugangsvorrichtung der Betriebsbereich
der Mittelspannungsanlage, insbesondere durch eine Person bzw. einen Benutzer, begehbar
ist. Die Erfassung kann vorzugsweise durch wenigstens einen Bewegungserkennungssensor
der Warneinheit erfolgen. Auch ein solches Vorgehen hat sich insbesondere als vorteilhaft
erwiesen, wenn der Kalibrierungsvorgang manuell durch einen Benutzer, bspw. über ein
Betätigungselement an der Warneinheit, ausgelöst wird. Die Erfassung einer Bewegung
einer Zugangsvorrichtung kann dabei als Zeichen dafür gewertet werden, dass der Benutzer
den Betriebsbereich der Mittelspannungsanlage verlassen hat und eine Freischaltung
der Mittelspannungsanlage erfolgt ist. Zusätzlich kann nach der Erfassung der Bewegung
der Zugangsvorrichtung zunächst der Ablauf eines Zeitintervalls abgewartet werden,
bevor die Kalibrierungsmessung durchgeführt wird. Es hat sich als vorteilhaft herausgestellt,
wenn das Zeitintervall eine Dauer von wenigstens fünf Sekunden, insbesondere wenigstens
zehn Sekunden, bevorzugt wenigstens zwanzig Sekunden, besonders bevorzugt wenigstens
dreißig Sekunden oder mehr als dreißig Sekunden aufweist. Hierdurch kann dem Benutzer
ausreichend Zeit gegeben werden, eine Freischaltung der Mittelspannungsanlage nach
dem Verlassen des Betriebsbereichs zu deaktivieren, bevor die Kalibrierungsmessung
an wenigstens einer Warneinheit durchgeführt wird.
[0051] Ferner kann es im Rahmen der Erfindung vorgesehen sein, dass wenigstens eins der
folgenden umfasst ist, vorzugsweise alle der folgenden umfasst sind:
- Erfassen einer Repositionierung wenigstens einer Warneinheit, insbesondere durch wenigstens
einen Bewegungserkennungssensor der Warneinheit, und Anpassen eines Kalibrierungsstatus
der Warneinheit.
- Übermitteln des angepassten Kalibrierungsstatus an wenigstens eine Zentraleinheit
des Spannungswarnsystems und/oder an wenigstens einen zentralen Server des Spannungswarnsystems,
insbesondere durch eine Kommunikationseinheit der Warneinheit,
- Speichern des angepassten Kalibrierungsstatus, insbesondere in einem Datenspeicher
der Warneinheit, und/oder in einem Datenspeicher der Zentraleinheit und/oder in einem
Datenspeicher des zentralen Servers,
- Anzeigen des angepassten Kalibrierungsstatus auf wenigstens einer Anzeigeeinheit der
Warneinheit und/oder auf wenigstens einer Anzeigeeinheit wenigstens einer Zentraleinheit,
- Bereitstellen des angepassten Kalibrierungsstatus an einer Benutzerschnittstelle des
zentralen Servers, sodass der angepasste Kalibrierungsstatus über die Benutzerschnittstelle
durch einen Benutzer abrufbar und/oder einsehbar ist,
- Übermitteln des angepassten Kalibrierungsstatus an wenigstens ein Benutzergerät, insbesondere
durch eine Zentraleinheit und/oder einen zentralen Server des Spannungswarnsystems.
- Löschen wenigstens eines Kalibrierungsdatensatzes, insbesondere aus einem Speicher
der Warneinheit.
[0052] In anderen Worten kann vorgesehen sein, dass durch wenigstens eine Warneinheit, insbesondere
durch wenigstens einen Bewegungserkennungssensor der Warneinheit, eine Repositionierung
erkennbar ist. Hiermit ist eine veränderte Anordnung der Warneinheit in dem Betriebsbereich
der Mittelspannungsanlage gemeint. Eine Repositionierung kann bspw. durch eine Erfassung
einer Beschleunigung und/oder Lageänderung der Warneinheit, insbesondere durch einen
Bewegungserkennungssensor der Warneinheit, erkannt werden. Dabei kann insbesondere
eine Vertikalbeschleunigung der Warneinheit und/oder eine Rotation der Warneinheit,
insbesondere um eine die Warneinheit schneidende Rotationsachse, auf eine Repositionierung
hindeuten.
[0053] Durch eine Repositionierung der Warneinheit kann ein im Zuge einer Kalibrierungsmessung
erfasster Referenzzustand seine Gültigkeit verlieren. In diesem Fall kann durch die
Warneinheit keine sichere Überwachung des Betriebsbereichs der Mittelspannungsanlage
mehr gewährleistet werden. Bspw kann durch die Repositionierung eine im Zuge der Überwachung
des Betriebsbereichs durch die Warneinheit erfasste Stärke eines elektrischen Feldes,
welches aus einer Betriebsspannung an der Mittelspannungsanlage resultiert, aufgrund
des Ortswechsels der Warneinheit in veränderter Intensität, insbesondere schwächer,
durch den Feldsensor wahrgenommen werden. Ein Vergleich dieser Stärke des elektrischen
Feldes mit einer im Zuge einer Kalibrierung erfassten Feldstärke kann so zu einer
falschen Interpretation der im Zuge der Überwachung erfassten Stärke des elektrischen
Feldes führen. Dies kann wiederum zur Folge haben, dass bei einem Betreten des Betriebsbereichs
der Mittelspannungsanlage durch einen Benutzer fälschlicherweise kein Alarm ausgelöst
wird und eine Warnung des Benutzers unterbleibt. Insofern ist es vorteilhaft, wenn
als Reaktion auf eine erkannte Repositionierung der Warneinheit Maßnahmen ergriffen
werden, welche die Notwendigkeit einer Neukalibrierung der Warneinheit erkennen lassen.
[0054] Das Anpassen des Kalibrierungsstatus kann vorzugsweise umfassen, dass der Kalibrierungsstatus
derart geändert wird, dass die Warneinheit als nicht erfolgreich kalibriert gekennzeichnet
wird. Insbesondere ist denkbar, dass der Kalibrierungsstatus als negativ definiert
bzw. bereitgestellt wird und vorzugsweise eine etwaige zuvor erfolgte Kalibrierung
somit als ungültig erklärt wird.
[0055] Der angepasste Kalibrierungsstatus kann ferner an eine Zentraleinheit und/oder einen
zentralen Server übermittelt werden, insbesondere um diesen zentral bereitzustellen
bzw. einsehbar zu machen. Das Übermitteln kann über eine zumindest temporäre, insbesondere
bidirektionale, Kommunikationsverbindung zwischen der Warneinheit und der Zentraleinheit
und/oder der Warneinheit und dem zentralen Server und/oder der Zentraleinheit und
dem zentralen Server erfolgen. Insbesondere kann vorgesehen sein, dass eine Übermittlung
des angepassten Kalibrierungsstatus zunächst von der Warneinheit an die Zentraleinheit
und anschließend von der Zentraleinheit an den zentralen Server erfolgt. Hierdurch
kann der Energieaufwand zur Übermittlung seitens der Warneinheit gering gehalten und
insbesondere bei einer mobilen bzw. batterie- oder akkugestützten Ausführung der Warneinheit
eine möglichst lange Verfügbarkeit der Warneinheit unterstützt werden. Alternativ
kann jedoch auch eine direkte Kommunikationsverbindung zwischen der Warneinheit und
dem zentralen Server herstellbar sein.
[0056] Zusätzlich oder alternativ kann der angepasste Kalibrierungsstatus, insbesondere
in einem Datenspeicher der Warneinheit und/oder in einem Datenspeicher der Zentraleinheit
und/oder in einem Datenspeicher des zentralen Servers, gespeichert werden. Zusätzlich
oder alternativ kann eine Anzeige des angepassten Kalibrierungsstatus auf wenigstens
einer Anzeigeeinheit der Warneinheit oder der Zentraleinheit erfolgen. Hierdurch wird
der Vorteil einer einfachen Erkennbarkeit eines Kalibrierungsbedarfs durch im Betriebsbereich
oder der Umgebung der Mittelspannungsanlage tätiges Personal erzielt. Eine Bereitstellung
des angepassten Kalibrierungsstatus an einer Benutzerschnittstelle des zentralen Servers
ermöglicht ferner auch eine weitgehend ortsunabhängige Erkennung und Abrufbarkeit
eines angepassten Kalibrierungszustandes durch einen Benutzer, insbesondere über ein
Benutzergerät, vorzugsweise ein Mobiltelefon oder ein Tablet.
[0057] Es kann ferner vorgesehen sein, dass der angepasste Kalibrierungsstatus an wenigstens
ein Benutzergerät, insbesondere durch eine Zentraleinheit und/oder einen zentralen
Server des Spannungswarnsystems, übermittelt wird. Hierdurch ergibt sich der Vorteil,
dass ein Benutzer des Spannungswarnsystems aktiv auf den angepassten Kalibrierungsstatus
aufmerksam gemacht werden kann. Da im Falle eines negativen Kalibrierungsstatus keine
zuverlässige Überwachung des Betriebsbereichs durch die Warneinheit gewährleistet
ist, kann durch den Benutzer einer Neukalibrierung umgehend veranlasst bzw. können
weitere Schritte zur Sicherung des Betriebsbereichs der Mittelspannungsanlage eingeleitet
werden. Das Benutzergerät kann insbesondere ein mobiles Gerät, vorzugsweise ein Mobiltelefon
sein. Es kann vorzugsweise vorgesehen sein, dass bei einem Empfang durch das Benutzergerät
eine Push-Benachrichtigung erfolgt. Alternativ oder zusätzlich kann die Übermittlung
an einen Laptop oder Desktop-PC erfolgen. Auch diese können Benutzergeräte sein. Die
Kommunikation zwischen einem zentralen Server und dem Benutzergerät und/oder der Zentraleinheit
und dem Benutzergerät kann vorzugsweise über ein App-Interface erfolgen. Zusätzlich
oder alternativ kann die Übermittlung per E-Mail oder SMS erfolgen.
[0058] Es kann ferner vorgesehen sein, dass, insbesondere im Zuge der Anpassung eines Kalibrierungsstatus,
das Löschen wenigstens eines Kalibrierungsdatensatzes, insbesondere aus einem Datenspeicher
der Warneinheit, erfolgt. Dies bietet den Vorteil, dass die Datenmengen in dem Datenspeicher
der Warneinheit gering gehalten werden können. Ferner wird hierdurch vermieden, dass
ungültige Kalibrierungsdaten im weiteren Betrieb der Warneinheit versehentlich verwendet
werden können, was den zuverlässigen Betrieb der Warneinheit negativ beeinflussen
könnte.
[0059] In Bezug auf die vorliegende Erfindung ist es vorstellbar, dass das Überwachen des
Betriebsbereichs der Mittelspannungsanlage durch die Warneinheit wenigstens eines
der folgenden umfasst:
- Erfassen wenigstens einer Ist-Zustandsinformation im Zuge wenigstens einer Ist-Zustandsmessung,
insbesondere durch wenigstens ein Sensorelement der Warneinheit, wobei die Ist-Zustandsmessung
ein Erfassen einer Ist-Frequenz und/oder Ist-Stärke und/oder Ist-Richtung wenigstens
eines elektrischen Feldes in dem Betriebsbereich der Mittelspannungsanlage, insbesondere
durch wenigstens einen Feldsensor der Warneinheit, umfasst,
- Auswerten wenigstens einer Ist-Zustandsinformation, insbesondere durch eine Steuereinheit
der Warneinheit,
- Bereitstellen eines Gefahrenstatus und/oder wenigstens eines Ist-Zustandsdatensatzes,
umfassend wenigstens eine Ist-Zustandsinformation, insbesondere durch eine Steuereinheit
der Warneinheit,
[0060] Der Gefahrenstatus soll vorliegend spezifisch dafür sein, ob eine Gefahrensituation
vorliegt oder nicht. So kann bspw. ein positiver Gefahrenstatus implizieren, dass
eine Gefahrensituation vorliegt und ein negativer Gefahrenstatus implizieren, dass
keine Gefahrensituation vorliegt. Entsprechend kann über den Gefahrenstatus festgestellt
werden, ob eine aktuelle Situation in dem Betriebsbereich der Mittelspannungsanlage
als Gefahrensituation zu klassifizieren ist oder nicht. Entsprechend kann vorzugsweise
vorgesehen sein, dass wenn ein, insbesondere positiver, Gefahrenstatus bereitgestellt
wird, welcher das Vorliegen einer Gefahrensituation impliziert, ein Alarmsignal durch
die Warneinheit ausgegeben wird.
[0061] Es kann vorgesehen sein, dass das Überwachen des Betriebsbereichs der Mittelspannungsanlage,
das Erfassen wenigstens einer Ist-Zustandsinformation im Zuge wenigstens einer Kalibrierungsmessung
umfasst, wobei vorzugsweise die Kalibriermessung durch wenigstens ein Sensorelement
der Warneinheit durchgeführt wird. Hiermit ist gemeint, dass durch wenigstens ein
Sensorelement der Warneinheit wenigstens ein, insbesondere zeitaktueller, Messwert
(Ist-Zustandsinformation) erfasst und zum Zwecke der Überwachung des Betriebsbereichs
der Mittelspannungsanlage weiterverarbeitet wird. Im Zuge der Ist-Zustandsmessung
wird zumindest eine Ist-Frequenz und/oder eine Ist-Stärke und/oder eine Ist-Richtung
wenigstens eines elektrischen Feldes in dem Betriebsbereich der Mittelspannungsanlage
erfasst, wobei dies vorzugsweise durch wenigstens einen Feldsensor der Warneinheit
erfolgen kann. Die Erfassung von Ist-Zustandsinformationen erlaubt eine Beurteilung
des aktuellen Zustands der Mittelspannungsanlage, also bspw. ob die Mittelspannungsanlage
freigeschaltet ist oder nicht. Hieraus kann wiederum ein Rückschluss auf eine mögliche
Gefährdungssituation gezogen werden.
[0062] Zusätzlich oder alternativ kann vorgesehen sein, dass das Überwachen des Betriebsbereichs
der Mittelspannungsanlage, das Auswerten wenigstens einer Ist-Zustandsinformation
umfasst. Ferner ist denkbar, dass auf Grundlage eines Ergebnisses der Auswertung ein
Gefahrenstatus bereitgestellt bzw. ermittelt wird. In anderen Worten wird vorzugsweise
ein Gefahrenstatus bereitgestellt, wobei von der Auswertung wenigstens einer Ist-Zustandsinformation
abhängig gemacht wird, ob ein positiver oder ein negativer Kalibrierungsstatus bereitgestellt
wird.
[0063] Das Auswerten der Ist-Zustandsinformation kann vorzugsweise den Vergleich wenigstens
einer im Zuge der Ist-Zustandsmessung erfassten Ist-Zustandsinformation mit wenigstens
einer im Zuge der Kalibrierungsmessung erfassten Kalibrierungsinformation umfassen.
Dabei können jeweils korrespondierende Größen des Ist-Zustandsdatensatzes und des
Kalibrierungsdatensatzes verglichen werden. Insbesondere kann eine Ist-Frequenz eines
elektrischen Feldes mit einer Kalibrierungsfrequenz eines elektrischen Feldes und/oder
eine Ist-Stärke eines elektrischen Feldes mit einer Kalibrierungsstärke eines elektrischen
Feldes und/oder eine Ist-Richtung eines elektrischen Feldes mit einer Kalibrierungsrichtung
eines elektrischen Feldes, eine Ist-Temperatur mit einer Kalibrierungstemperatur,
ein Ist-Druck mit einem Kalibrierungsdruck und/oder eine Ist-Feuchtigkeit mit einer
Kalibrierungsfeuchtigkeit verglichen werden. Durch die Abweichung wenigstens einer
Ist-Zustandsinformation von einer Kalibrierungsinformation, kann beurteilt werden,
ob sich die Mittelspannungsanlage in dem im Zuge der Kalibrierungsmessung erfassten
Referenzzustand oder einem davon abweichenden, insbesondere freigeschalteten, Zustand
befindet. Zusätzlich oder alternativ kann die Auswertung eines Status, insbesondere
eines Bewegungsstatus, umfassen. So kann bspw. ausschließlich dann ein positiver Gefahrenstatus
bereitgestellt werden, wenn ein positiver Bewegungsstatus vorliegt.
[0064] Eine Abweichung zwischen einer Ist-Stärke eines elektrischen Feldes und einer Kalibrierungsstärke
eines elektrischen Feldes kann für eine Beurteilung genutzt werden, ob an der Mittelspannungsanlage
eine Betriebsspannung anliegt oder ob diese freigeschaltet ist. In diesem Zusammenhang
kann vorgesehen sein, dass erst ab einer Mindestabweichung zwischen der Kalibrierungsstärke
des elektrischen Feldes und der Ist-Stärke eines elektrischen Feldes eine Mittelspannungsanlage
als freigeschaltet gilt und ein negativer Gefahrenstatus bereitgestellt bzw. ausgegeben
wird. Insbesondere kann vorgesehen sein, dass die Ist-Stärke eines elektrischen Feldes
maximal 40%, insbesondere maximal 30%, bevorzugt 25%, besonders bevorzugt maximal
20% der Kalibrierungsstärke eines elektrischen Feldes betragen darf, damit eine Mittelspannungsanlage
als freigeschaltet gilt und ein negativer Gefahrenstatus bereitgestellt bzw. ausgeben
wird. Hierdurch kann auf einfache Weise sichergestellt werden, dass von der Mittelspannungsanlage
keine Gefahr für Personen innerhalb des Betriebsbereichs der Mittelspannungsanlage
ausgeht.
[0065] Eine Abweichung zwischen einer Ist-Richtung eines elektrischen Feldes und einer Kalibrierungsrichtung
eines elektrischen Feldes kann ferner für eine Beurteilung genutzt werden, ob das
erfasste elektrische Feld der Mittelspannungsanlage zuzuordnen bzw. als ein Störeinfluss
zu werten ist. Insbesondere bei einer Überlagerung und sensorischen Erfassung mehrerer
elektrischer Felder, können nicht relevante elektrische Felder, bspw. aus benachbarten
elektrischen Anlagen, ignoriert und im Zuge der Auswertung übergangen werden. In diesem
Zusammenhang kann vorgesehen sein, dass erst ab einer Mindestabweichung zwischen der
Kalibrierungsrichtung des elektrischen Feldes und der Ist-Richtung eines elektrischen
Feldes das erfasste elektrische Feld als Störeinfluss gewertet wird.
[0066] Eine Abweichung zwischen einer Ist-Frequenz eines elektrischen Feldes und einer Kalibrierungsfrequenz
eines elektrischen Feldes kann ferner für eine Beurteilung genutzt werden, ob das
erfasste elektrische Feld der Mittelspannungsanlage zuzuordnen oder als ein Störeinfluss
zu werten ist. Eine an der Mittelspannungsanlage anliegende Betriebsspannung hat üblicherweise
eine konstante Frequenz. Eine Abweichung zwischen der Ist-Frequenz und der Kalibrierungsfrequenz
kann daher dahingehend gewertet werden, dass das erfasste elektrische Feld nicht der
durch die Warneinheit überwachten Mittelspannungsanlage zuzuordnen bzw. als ein Störeinfluss
zu werten ist. In diesem Zusammenhang kann vorgesehen sein, dass erst ab einer Mindestabweichung
zwischen der Kalibrierungsfrequenz des elektrischen Feldes und der Ist-Frequenz eines
elektrischen Feldes das erfasste elektrische Feld als Störeinfluss gewertet wird.
[0067] Es kann vorgesehen sein, dass die für eine Funktionsprüfung an eine Mittelspannungsanlage
angelegte Spannung eine andere Frequenz aufweist als die im üblichen Betrieb an der
Mittelspannungsanlage anliegende Spannung. Für diesen Fall kann vorgesehen sein, dass
im Zuge einer Kalibrierung mehrere Kalibrierungsmessungen durchgeführt werden, sodass
die verschiedenen Spannungen jeweils als Betriebsspannungen erkannt werden können.
[0068] Eine Abweichung zwischen einer Ist-Feuchtigkeit und einer Kalibrierungsfeuchtigkeit
und/oder zwischen einer Ist-Temperatur und einer Kalibrierungstemperatur und/oder
zwischen einem Ist-Druck und einem Kalibrierungsdruck kann für die Korrektur wenigstens
einer Ist-Zustandsinformation, insbesondere einer Ist-Stärke und/oder Ist-Frequenz
und/oder Ist-Richtung eines elektrischen Feldes, genutzt werden. So kann bspw. auf
Grundlage einer oder mehrerer der o. g. Abweichungen ein Korrekturfaktor bestimmt
und mit der Ist-Zustandsinformation verrechnet werden. Wird eine Korrektur einer Ist-Zustandsinformation
durchgeführt, so kann vorgesehen sein, dass die Korrektur vor der Auswertung der Ist-Zustandsinformation
durchgeführt wird.
[0069] Ferner kann vorgesehen sein, dass das Überwachen des Betriebsbereichs der Mittelspannungsanlage,
das Bereitstellen eines Gefahrenstatus und/oder wenigstens eines Ist-Zustandsdatensatzes
umfasst, wobei der Ist-Zustandsdatensatz wenigstens eine Ist-Zustandsinformation umfasst.
Das Bereitstellen kann insbesondere derart erfolgen, dass eine anschließende Übermittlung,
insbesondere durch eine Kommunikationseinheit der Warneinheit, erfolgen kann. Die
Übermittlung kann bspw. an wenigstens eine Zentraleinheit oder wenigstens einen zentralen
Server des Spannungswarnsystems erfolgen. Zusätzlich oder alternativ kann die Bereitstellung
derart erfolgen, dass eine anschließende Abfrage des Gefahrenstatus und/oder wenigstens
eines Ist-Zustandsdatensatzes, insbesondere durch wenigstens eine Zentraleinheit und/oder
wenigstens einen zentralen Server, erfolgen kann. Die Abfrage kann vorzugsweise über
eine Kommunikationseinheit der Warneinheit erfolgen.
[0070] In Bezug auf die vorliegende Erfindung ist es vorstellbar, dass das Überwachen des
Betriebsbereichs der Mittelspannungsanlage durch die Warneinheit wenigstens eines
der folgenden umfasst:
- Übermitteln des Gefahrenstatus und/oder wenigstens eines Ist-Zustandsdatensatzes an
wenigstens eine Zentraleinheit des Spannungswarnsystems und/oder an wenigstens einen
zentralen Server des Spannungswarnsystems, insbesondere durch eine Kommunikationseinheit
der Warneinheit,
- Speichern des Gefahrenstatus und/oder wenigstens eines Ist-Zustandsdatensatzes, insbesondere
in einem Datenspeicher der Warneinheit und/oder in einem Datenspeicher der Zentraleinheit
und/oder in einem Datenspeicher des zentralen Servers,
- Anzeigen des Gefahrenstatus und/oder wenigstens einer Ist-Zustandsinformation auf
wenigstens einer Anzeigeeinheit der Warneinheit und/oder auf wenigstens einer Anzeigeeinheit
wenigstens einer Zentraleinheit,
- Bereitstellen des Gefahrenstatus und/oder wenigstens einer Ist-Zustandsinformation
an einer Benutzerschnittstelle des zentralen Servers, sodass der Gefahrenstatus und/oder
wenigstens eine Ist-Zustandsinformation über die Benutzerschnittstelle durch einen
Benutzer abrufbar und/oder einsehbar ist,
- Übermitteln des Gefahrenstatus und/oder wenigstens einer Ist-Zustandsinformation an
wenigstens einen Benutzer, insbesondere durch wenigstens eine Zentraleinheit und/oder
einen zentralen Server des Spannungswarnsystems.
[0071] In Bezug auf das Überwachen des Betriebsbereichs der Mittelspannungsanlage kann vorgesehen
sein, dass wenigstens einer der, insbesondere alle der, Schritte Auswerten, Übermitteln,
Speichern, Anzeigen, Bereitstellen immer ausgeführt werden, wenn eine Ist-Zustandsmessung
durchgeführt wurde.
[0072] Es ist optional möglich, dass das Überwachen des Betriebsbereichs der Mittelspannungsanlage,
das Übermitteln des Gefahrenstatus und/oder wenigstens eines Ist-Zustandsdatensatzes
an wenigstens eine Zentraleinheit des Spannungswarnsystems und/oder an wenigstens
einen zentralen Server des Spannungswarnsystems, insbesondere durch eine Kommunikationseinheit
der Warneinheit, umfasst. Hierdurch wird der Vorteil erzielt, dass der Gefahrenstatus
und damit verbundene Informationen zentral und/oder außerhalb der Mittelspannungsanlage
bereitgestellt werden können. So kann der Gefahrenstatus einer Mittelspannungsanlage
einfach und ohne großen Personalaufwand und insbesondere ohne das Betreten der Mittelspannungsanlage
überwacht werden. Das Übermitteln kann über eine zumindest temporäre, insbesondere
bidirektionale, Kommunikationsverbindung zwischen der Warneinheit und der Zentraleinheit
und/oder der Warneinheit und dem zentralen Server und/oder der Zentraleinheit und
dem zentralen Server erfolgen.
[0073] Insbesondere kann vorgesehen sein, dass eine Übermittlung zunächst von der Warneinheit
an die Zentraleinheit und anschließend von der Zentraleinheit an den zentralen Server
erfolgt. Hierdurch kann der Energieaufwand zur Übermittlung seitens der Warneinheit
gering gehalten und insbesondere bei einer mobilen bzw. batterie- oder akkugestützten
Ausführung der Warneinheit eine möglichst lange Verfügbarkeit der Warneinheit unterstützt
werden. Alternativ kann jedoch auch eine direkte Kommunikationsverbindung zwischen
der Warneinheit und dem zentralen Server herstellbar sein. Alternativ oder zusätzlich
kann vorgesehen sein, dass der Gefahrenstatus und der Ist-Zustandsdatensatz in einem
gemeinsamen Datenpaket übermittelt werden. Hierdurch ergibt sich der Vorteil einer
effizienten Datenübertragung. Auch eine Übermittlung in separaten Datenpaketen ist
vorstellbar.
[0074] Auch kann vorgesehen sein, dass das Überwachen des Betriebsbereichs der Mittelspannungsanlage,
das Speichern des Gefahrenstatus und/oder wenigstens eines Ist-Zustandsdatensates,
insbesondere in einem Datenspeicher der Warneinheit und/oder in einem Datenspeicher
der Zentraleinheit und/oder in einem Datenspeicher des zentralen Servers, umfasst.
Hierdurch wird der Vorteil einer erhöhten Rückverfolgbarkeit der Überwachungshistorie
wenigstens einer Warneinheit bzw. Mittelspannungsanlage erzielt. Insbesondere wenn
eine Person in einem Betriebsbereich einer Mittelspannungsanlage zu Schaden kommt,
ist es von Interesse herauszufinden, ob eine Gefahrensituation korrekt erkannt und
ein Alarm an wenigstens einer Warneinheit ausgelöst wurde oder, ob eine Warnung der
betroffenen Person ggf. aufgrund einer Fehlfunktion der Warneinheit ausgeblieben ist.
[0075] Auch kann vorgesehen sein, dass das Überwachen des Betriebsbereichs der Mittelspannungsanlage,
das Anzeigen des Gefahrenstatus und/oder wenigstens einer Ist-Zustandsinformation
bzw. wenigstens eines Ist-Zustandsdatensatzes auf wenigstens einer Anzeigeeinheit
der Warneinheit und/oder auf wenigstens einer Anzeigeeinheit wenigstens einer Zentraleinheit
umfasst. Hierdurch kann durch einen Benutzer auf besonders einfache Weise visuell
überprüft werden, ob eine Gefahrensituation bei einer Mittelspannungsanlage vorliegt.
[0076] Alternativ oder zusätzlich kann der Gefahrenstatus und/oder wenigstens eine Ist-Zustandsinformation
bzw. wenigstens ein Ist-Zustandsdatensatz an einer Benutzerschnittstelle eines zentralen
Servers des Spannungswarnsystems bereitgestellt werden, sodass der Gefahrenstatus
und/oder wenigstens eine Ist-Zustandsinformation über die Benutzerschnittstelle durch
einen Benutzer abrufbar und/oder einsehbar ist. Hierdurch wird ein besonders einfacher
Zugang zu Ist-Zustandsinformationen außerhalb des Betriebsbereichs der Mittelspannungsanlage
ermöglicht. Entsprechend kann eine zentrale Überwachung und/oder Steuerung des Spannungswarnsystems
vereinfacht werden.
[0077] Zusätzlich oder alternativ kann der Gefahrenstatus und/oder wenigstens eine Ist-Zustandsinformation
bzw. wenigstens ein Ist-Zustandsdatensatz, insbesondere durch wenigstens eine Zentraleinheit
und/oder einen zentralen Server des Spannungswarnsystems, an wenigstens ein Benutzergerät
übermittelt werden. Das Benutzergerät kann insbesondere ein mobiles Gerät, vorzugsweise
ein Mobiltelefon sein. Hierdurch ergibt sich der Vorteil, dass ein Benutzer des Spannungswarnsystems
aktiv auf eine Gefahrensituation aufmerksam gemacht werden kann. Es kann vorzugsweise
vorgesehen sein, dass bei einem Empfang durch das Benutzergerät eine Push-Benachrichtigung
erfolgt. Alternativ oder zusätzlich kann die Übermittlung an einen Laptop oder Desktop-PC
erfolgen. Auch diese können Geräte eines Benutzers des Mittelspannungssystems sein.
Die Kommunikation zwischen einem zentralen Server und dem mobilen Gerät und/oder der
Zentraleinheit und dem mobilen Gerät kann vorzugsweise über ein App-Interface erfolgen.
Zusätzlich oder alternativ kann die Übermittlung per E-Mail oder SMS erfolgen.
[0078] Ferner ist es vorstellbar, dass die Ist-Zustandsmessung wenigstens eines der folgenden
umfasst:
- Erfassen einer Ist-Temperatur in dem Betriebsbereich der Mittelspannungsanlage, insbesondere
durch wenigstens einen Temperatursensor der Warneinheit,
- Erfassen eines Ist-Drucks in dem Betriebsbereich der Mittelspannungsanlage, insbesondere
durch wenigstens einen Drucksensor der Warneinheit,
- Erfassen einer Ist-Feuchtigkeit in dem Betriebsbereich der Mittelspannungsanlage,
insbesondere durch wenigstens einen Feuchtigkeitssensor der Warneinheit.
[0079] Bei der Kalibrierungstemperatur kann es sich vorzugsweise um eine Umgebungstemperatur,
insbesondere Lufttemperatur, in dem Betriebsbereich der Mittelspannungsanlage handeln.
Zusätzlich oder alternativ kann es sich bei dem Kalibrierungsdruck um einen Umgebungsdruck,
insbesondere Luftdruck, in dem Betriebsbereich der Mittelspannungsanlage handeln.
Zusätzlich oder alternativ kann es sich bei der Kalibrierungsfeuchtigkeit um eine
Umgebungsfeuchtigkeit, insbesondere Luftfeuchtigkeit, in dem Betriebsbereich der Mittelspannungsanlage
handeln.
[0080] Es kann im Rahmen der Erfindung vorgesehen sein, dass das Überwachen des Betriebsbereichs
der Mittelspannungsanlage wenigstens eines der folgenden umfasst:
- Durchführen einer Korrektur wenigstens einer Ist-Zustandsinformation, insbesondere
einer Ist-Frequenz und/oder Ist-Stärke und/oder Ist-Richtung eines elektrischen Feldes,
wobei für die Korrektur wenigstens eine Abweichung zwischen einer Ist-Zustandsinformation
und einer Kalibrierungsinformation verwendet wird.
[0081] Die zur Korrektur verwendete Abweichung zwischen einer Ist-Zustandsinformation und
einer Kalibrierungsinformation kann vorzugsweise eine Abweichung zwischen einer Ist-Temperatur
und einer Kalibrierungstemperatur und/oder eine Abweichung zwischen einem Ist-Druck
und einem Kalibrierungsdruck und/oder eine Abweichung zwischen einer Ist-Feuchtigkeit
und einer Kalibrierungsfeuchtigkeit sein.
[0082] Im Rahmen der Erfindung kann es von Vorteil sein, dass bei wenigstens einer Warneinheit
die Ist-Zustandsmessung durch ein Auslösen wenigstens eines Bewegungserkennungssensors
der Warneinheit initiiert wird. Das Auslösen des Bewegungserkennungssensors soll vorliegend
dahingehend verstanden werden, dass durch den Bewegungserkennungssensor eine Bewegung
in dem Betriebsbereich der Mittelspannungsanlage detektiert wurde und/oder ein positiver
Bewegungsstatus bereitgestellt wurde. In anderen Worten wird im Zuge der Überwachung
des Betriebsbereichs der Mittelspannungsanlage durch eine Warneinheit eine Ist-Zustandsmessung
durch die Warneinheit erst dann durchgeführt, wenn durch einen Bewegungserkennungssensor
eine Bewegung in dem Betriebsbereich der Mittelspannungsanlage festgestellt wurde.
Aus der durch den Bewegungserkennungssensor erfassten Bewegung kann abgeleitet werden,
dass sich eine Person in dem Betriebsbereich der Mittelspannungsanlage und somit in
einer potentiellen Gefahrenlage befindet. Befindet sich hingegen keine Person in dem
Betriebsbereich der Mittelspannungsanlage, so liegt auch bei einer nicht freigeschalteten
Mittelspannungsanlage keine Gefahrensituation vor. Nur wenn der Zutritt einer Person
in den Betriebsbereich detektiert wird, muss folglich zwangsläufig festgestellt werden,
ob von der Mittelspannungsanlage eine Gefahr ausgeht oder, ob diese freigeschaltet
ist. Durch das beschriebene Vorgehen wird ferner der Vorteil erzielt, dass die Anzahl
der Ist-Zustandsmessungen durch eine Warneinheit auf ein Minimum reduziert werden
kann. Insbesondere bei mobilen Warneinheiten, welche über eine Energieversorgung aus
einem Akku oder Batterien oder ähnlichem verfügen, ergibt sich so eine hohe zeitliche
Verfügbarkeit und ein reduzierter Wartungsaufwand. Insbesondere kann in diesem Zusammenhang
vorgesehen sein, dass eine Steuereinheit der Warneinheit mit dem Bewegungserkennungssensor
sowie wenigstens einem weiteren Sensorelement der Warneinheit in Signalverbindung
bzw. Kommunikationsverbindung steht, sodass das Auslösen des Bewegungserkennungssensors
durch die Steuereinheit registriert und die Ist-Zustandsmessung durch die Steuereinheit
ausgelöst werden kann.
[0083] Es kann optional vorgesehen sein, dass zwischen dem Auslösen wenigstens eines Bewegungserkennungssensors
der Warneinheit und dem Initiieren einer Ist-Zustandsmessung ein zeitlicher Versatz
von maximal 300 ms, insbesondere maximal 200 ms, bevorzugt maximal 100 ms, insbesondere
maximal 50 ms oder weniger als 50 ms liegt. Hierdurch wird der Vorteil erzielt, dass
eine frühzeitige Warnung des Benutzers in dem Betriebsbereich sichergestellt werden
kann. Wenn eine Warneinheit an einer Zugangsvorrichtung positioniert ist, kann ferner
der Vorteil erzielt werden, dass die Warneinheit lediglich eine geringe Lageänderung
durch eine Bewegung der Zugangsvorrichtung erfährt. Somit kann eine vorherige Kalibrierung
der Warneinheit bei geschlossener Zugangsvorrichtung noch als ausreichend genau betrachtet
und eine Ist-Zustandsmessung durch die Warneinheit durchgeführt werden bzw. dieser
hinreichend vertraut werden.
[0084] Im Rahmen der Erfindung ist es denkbar, dass bei wenigstens einer Warneinheit die
Ist-Zustandsmessung, nach Ablauf eines Zeitintervalls, insbesondere wiederkehrend,
initiiert wird, wobei vorzugsweise das Zeitintervall eine Dauer von mindestens einer
Stunde, insbesondere von mindestens sechs Stunden, vorzugsweise mindestens zwölf Stunden,
besonders bevorzugt mindestens vierundzwanzig Stunden, aufweist. Das erste Zeitintervall
kann vorzugsweise nach einer erfolgreichen Kalibrierung der Warneinheit beginnen,
also insbesondere mit der Bereitstellung eines positiven Kalibrierungsstatus. Durch
das beschriebene Vorgehen ergibt sich der Vorteil, dass in regelmäßigen Abständen
eine Überwachung des Betriebsbereichs durchgeführt wird und eine ordnungsgemäße Funktion
der Warneinheit zumindest dahingehend überprüft werden kann, dass die Warneinheit
regelmäßig Überwachungsdaten in Form eines Ist-Zustandsdatensatzes und/oder eines
Gefahrenstatus bereitstellt bzw. übermittelt.
[0085] Es kann im Rahmen der Erfindung vorgesehen sein, dass wenigstens ein Zustandsdatensatz
wenigstens eine der folgenden Zustandsinformationen umfasst:
- Wenigstens eine oder genau eine Ist-Frequenz eines elektrischen Feldes,
- wenigstens eine oder genau eine Ist-Stärke eines elektrischen Feldes
- wenigstens eine oder genau eine Ist-Richtung eines elektrischen Feldes,
- wenigstens eine oder genau eine Ist-Temperatur,
- wenigstens einen oder genau einen Ist-Druck,
- wenigstens eine oder genau eine Ist-Feuchtigkeit,
- wenigstens einen oder genau einen Bewegungsstatus
- wenigstens einen oder genau einen Zeitstempel,
- einen Warneinheits-Identifikator.
[0086] Ein Zeitstempel des Ist-Zustandsdatensatzes soll vorliegend spezifisch sein für den
Zeitpunkt der Erfassung des Ist-Zustandsdatensatzes. Hierdurch wird die Rückverfolgbarkeit
erfasster Ist-Zustandsdatensätze vereinfacht.
[0087] Der Bewegungsstatus soll vorliegend spezifisch dafür sein, ob in dem Betriebsbereich,
insbesondere durch wenigstens einen Bewegungserkennungssensor der Warneinheit, eine
Bewegung detektiert wurde oder nicht. So kann bspw. ein positiver Bewegungsstatus
implizieren, dass eine Bewegung detektiert wurde und ein negativer Bewegungsstatus
implizieren, dass keine Bewegung detektiert wurde. Entsprechend kann über den Bewegungsstatus
festgestellt werden, ob sich eine Person in dem Betriebsbereich der Mittelspannungsanlage
befindet oder nicht.
[0088] Es ist ferner denkbar, dass das Überwachen des Betriebsbereichs der Mittelspannungsanlage
durch die Warneinheit wenigstens eines der folgenden umfasst:
- Erfassen wenigstens einer Betriebsbereitschaftsinformation, insbesondere durch wenigstens
ein Sensorelement der Warneinheit, wenigstens umfassend ein Erfassen eines Energieversorgungsstatus
der Warneinheit,
- Bereitstellen eines Betriebsbereitschaftsstatus und/oder eines Betriebsbereitschaftsdatensatzes
umfassend wenigstens eine Betriebsbereitschaftsinformation, insbesondere durch eine
Steuereinheit der Warneinheit,
- Übermitteln des Betriebsbereitschaftsstatus und/oder des Betriebsbereitschaftsdatensatzes
an wenigstens eine Zentraleinheit des Spannungswarnsystems und/oder an wenigstens
einen zentralen Server des Spannungswarnsystems, insbesondere durch eine Kommunikationseinheit
der Warneinheit,
- Speichern des Betriebsbereitschaftsstatus und/oder des Betriebsbereitschaftsdatensatzes,
insbesondere in einem Datenspeicher der Warneinheit einem und/oder in einem Datenspeicher
der Zentraleinheit und/oder in einem Datenspeicher des zentralen Servers,
- Anzeigen des Betriebsbereitschaftsstatus und/oder wenigstens einer Betriebsbereitschaftsinformation
auf wenigstens einer Anzeigeeinheit der Warneinheit und/oder auf wenigstens einer
Anzeigeeinheit wenigstens einer Zentraleinheit,
- Bereitstellen des Betriebsbereitschaftsstatus und/oder wenigstens einer Betriebsbereitschaftsinformation
an einer Benutzerschnittstelle des zentralen Servers, sodass der Betriebsbereitschaftsstatus
und/oder wenigstens eine Betriebsbereitschaftsinformation über die Benutzerschnittstelle
durch einen Benutzer abrufbar und/oder einsehbar ist,
- Übermitteln des Betriebsbereitschaftsstatus und/oder wenigstens einer Betriebsbereitschaftsinformation
an wenigstens einen Benutzer, insbesondere durch wenigstens eine Zentraleinheit und/oder
einen zentralen Server des Spannungswarnsystems.
[0089] Der Energieversorgungsstatus soll vorliegend spezifisch dafür sein, ob ausreichende
Energieversorgung der Warneinheit vorliegt oder nicht. So kann bspw. ein positiver
Energieversorgungsstatus implizieren, dass eine ausreichende Energieversorgung der
Warneinheit vorliegt und ein negativer Energieversorgungsstatus implizieren, dass
keine ausreichende Energieversorgung vorliegt. Der Energieversorgungsstatus kann bspw.
in Abhängigkeit einer Batterieladung und/oder Akkuladung bestimmt bzw. erfasst werden.
So kann bspw. ab einer Ladekapazität von 20% oder weniger ein negativer Energieversorgungsstatus
und bei einer Ladekapazität von mehr als 20% ein positiver Energieversorgungsstatus
bereitgestellt werden. Der Energieversorgungsstatus kann ferner für einen Zeitraum
charakteristisch sein, in dem eine ausreichende Energieversorgung der Warneinheit
gewährleistet ist. So kann ein positiver Energieversorgungsstatus bspw. charakteristisch
dafür sein, dass eine ausreichende Energieversorgung der Warneinheit über einen Zeitraum
von mindestens sechs, insbesondere mindestens zwölf, bevorzugt mindestens vierundzwanzig
Stunden, gewährleistet ist. Vorzugsweise ist denkbar, dass ein negativer Betriebsbereitschaftsstatus
bereitgestellt wird, wenn ein negativer Energieversorgungsstatus detektiert bzw. bereitgestellt
wurde.
[0090] Der Betriebsbereitschaftsstatus soll vorliegend spezifisch dafür sein, ob eine generelle
Betriebsbereitschaft der Warneinheit vorliegt oder nicht. So kann bspw. ein positiver
Betriebsbereitschaftsstatus implizieren, dass eine Betriebsbereitschaft der Warneinheit
vorliegt und ein negativer Betriebsbereitschaftsstatus implizieren, dass keine Betriebsbereitschaft
vorliegt. Entsprechend kann über den Betriebsbereitschaftsstatus festgestellt werden,
ob durch die Warneinheit eine zuverlässige Überwachung des Betriebsbereichs gewährleistet
werden kann.
[0091] Es kann vorgesehen sein, dass das Überwachen des Betriebsbereichs der Mittelspannungsanlage
das Erfassen wenigstens einer Betriebsbereitschaftsinformation umfasst. Das Erfassen
einer Betriebsbereitschaftsinformation kann wenigstens das Erfassen eines Energieversorgungsstatus
der Warneinheit umfassen. In anderen Worten wird vorzugsweise ein Energieversorgungsstatus
erfasst, wobei insbesondere von einer aktuellen Energieversorgungssituation der Warneinheit
abhängig gemacht wird, ob ein positiver oder ein negativer Energieversorgungsstatus
bereitgestellt wird.
[0092] Es kann vorgesehen sein, dass das Überwachen des Betriebsbereichs der Mittelspannungsanlage,
das Bereitstellen eines Betriebsbereitschaftsstatus und/oder wenigstens eines Betriebsbereitschaftsdatensatzes
umfasst, wobei der Betriebsbereitschaftsdatensatz wenigstens eine Betriebsbereitschaftsinformation
umfasst. Ferner ist denkbar, dass der Betriebsbereitschaftsstatus auf Grundlage wenigstens
einer Betriebsbereitschaftsinformation bereitgestellt bzw. ermittelt wird. In anderen
Worten wird vorzugsweise ein Betriebsbereitschaftsstatus bereitgestellt, wobei von
wenigstens einer Betriebsbereitschaftsinformation abhängig gemacht wird, ob ein positiver
oder ein negativer Betriebsbereitschaftsstatus bereitgestellt wird.
[0093] Das Bereitstellen kann insbesondere derart erfolgen, dass eine anschließende Übermittlung,
insbesondere durch eine Kommunikationseinheit der Warneinheit, erfolgen kann. Die
Übermittlung kann bspw. an wenigstens eine Zentraleinheit oder wenigstens einen zentralen
Server des Spannungswarnsystems erfolgen. Zusätzlich oder alternativ kann die Bereitstellung
derart erfolgen, dass eine anschließende Abfrage des Betriebsbereitschaftsstatus und/oder
wenigstens eines Betriebsbereitschaftsdatensatzes, insbesondere durch wenigstens eine
Zentraleinheit und/oder wenigstens einen zentralen Server, erfolgen kann. Die Abfrage
kann vorzugsweise über eine Kommunikationseinheit der Warneinheit erfolgen.
[0094] Im Rahmen der Erfindung ist es denkbar, dass bei wenigstens einer Warneinheit das
Bereitstellen eines Betriebsbereitschaftsstatus und/oder eines Betriebsbereitschaftsdatensatzes,
nach Ablauf eines Zeitintervalls, insbesondere wiederkehrend, initiiert wird, wobei
vorzugsweise das Zeitintervall eine Dauer von mindestens einer Stunde, insbesondere
von mindestens sechs Stunden, vorzugsweise mindestens zwölf Stunden, besonders bevorzugt
mindestens vierundzwanzig Stunden, aufweist. Das erste Zeitintervall kann vorzugsweise
nach einer erfolgreichen Kalibrierung der Warneinheit beginnen, also insbesondere
mit der Bereitstellung eines positiven Kalibrierungsstatus. Durch das beschriebene
Vorgehen ergibt sich der Vorteil, dass in regelmäßigen Abständen eine Betriebsbereitschaft
der Warneinheit überprüft und/oder für einen Benutzer ersichtlich gemacht wird.
[0095] In Bezug auf einen Betriebsbereitschaftsstatus und/oder einen Betriebsbereitschaftsdatensatz
kann vorgesehen sein, dass wenigstens einer der, insbesondere alle der, Schritte Übermitteln,
Speichern, Anzeigen, Bereitstellen immer ausgeführt werden, wenn ein Erfassen wenigstens
einer Betriebsbereitschaftsinformation erfolgt ist.
[0096] Es kann vorgesehen sein, dass das Überwachen des Betriebsbereichs der Mittelspannungsanlage
das Übermitteln des Betriebsbereitschaftsstatus und/oder wenigstens eines Betriebsbereitschaftsdatensatzes
an wenigstens eine Zentraleinheit des Spannungswarnsystems und/oder an wenigstens
einen zentralen Server des Spannungswarnsystems, insbesondere durch eine Kommunikationseinheit
der Warneinheit, umfasst. Hierdurch wird der Vorteil erzielt, dass der Betriebsbereitschaftsstatus
und damit verbundene Informationen zentral und/oder außerhalb der Mittelspannungsanlage
bereitgestellt werden können. So kann der Betriebsbereitschaftsstatus einer Warneinheit,
insbesondere auch mehrerer Warneinheiten, einfach, ohne großen Personalaufwand und
insbesondere ohne das Betreten der Mittelspannungsanlage überwacht werden. Das Übermitteln
kann über eine zumindest temporäre, insbesondere bidirektionale, Kommunikationsverbindung
zwischen der Warneinheit und der Zentraleinheit und/oder der Warneinheit und dem zentralen
Server und/oder der Zentraleinheit und dem zentralen Server erfolgen. Insbesondere
kann vorgesehen sein, dass eine Übermittlung zunächst von der Warneinheit an die Zentraleinheit
und anschließend von der Zentraleinheit an den zentralen Server erfolgt. Hierdurch
kann der Energieaufwand zur Übermittlung seitens der Warneinheit gering gehalten und
insbesondere bei einer mobilen bzw. batterie- oder akkugestützten Ausführung der Warneinheit
eine möglichst lange Verfügbarkeit der Warneinheit unterstützt werden. Alternativ
kann jedoch auch eine direkte Kommunikationsverbindung zwischen der Warneinheit und
dem zentralen Server herstellbar sein. Alternativ oder zusätzlich kann vorgesehen
sein, dass der Betriebsbereitschaftsstatus und der Betriebsbereitschaftsdatensatz
in einem gemeinsamen Datenpaket übermittelt werden. Hierdurch ergibt sich der Vorteil
einer effizienten Datenübertragung. Auch eine Übermittlung in separaten Datenpaketen
ist vorstellbar.
[0097] Zusätzlich oder alternativ kann vorgesehen sein, dass das Überwachen des Betriebsbereichs
der Mittelspannungsanlage, das Speichern des Betriebsbereitschaftsstatus und/oder
des Betriebsbereitschaftsdatensatzes, insbesondere in einem Datenspeicher der Warneinheit
und/oder in einem Datenspeicher der Zentraleinheit und/oder in einem Datenspeicher
des zentralen Servers umfasst. Hierdurch wird der Vorteil einer erhöhten Rückverfolgbarkeit
der Betriebsbereitschaftshistorie wenigstens einer Warneinheit erzielt. Insbesondere
wenn eine Person in einem Betriebsbereich einer Mittelspannungsanlage zu Schaden kommt,
ist es von Interesse herauszufinden, ob eine Warneinheit durchgängig betriebsbereit
war oder nicht.
[0098] Zusätzlich oder alternativ kann vorgesehen sein, dass das Überwachen des Betriebsbereichs
der Mittelspannungsanlage, das Anzeigen des Betriebsbereitschaftsstatus und/oder wenigstens
einer Betriebsbereitschaftsinformation bzw. wenigstens eines Betriebsbereitschaftsdatensatzes
auf wenigstens einer Anzeigeeinheit der Warneinheit und/oder auf wenigstens einer
Anzeigeeinheit wenigstens einer Zentraleinheit umfasst. Hierdurch kann durch einen
Benutzer auf besonders einfache Weise visuell überprüft werden, ob eine Warneinheit
betriebsbereit ist oder nicht.
[0099] Zusätzlich oder alternativ kann der Betriebsbereitschaftsstatus und/oder wenigstens
eine Betriebsbereitschaftsinformation bzw. wenigstens ein Betriebsbereitschaftsdatensatz
an einer Benutzerschnittstelle eines zentralen Servers des Spannungswarnsystems bereitgestellt
werden, sodass der Betriebsbereitschaftsstatus und/oder wenigstens eine Betriebsbereitschaftsinformation
über die Benutzerschnittstelle durch einen Benutzer abrufbar und/oder einsehbar ist.
Hierdurch wird ein besonders einfacher Zugang zu Betriebsbereitschaftsinformationen
außerhalb des Betriebsbereichs der Mittelspannungsanlage ermöglicht. Entsprechend
kann eine zentrale Überwachung und/oder Steuerung des Spannungswarnsystems vereinfacht
werden.
[0100] Zusätzlich oder alternativ kann der Betriebsbereitschaftsstatus und/oder wenigstens
eine Betriebsbereitschaftsinformation bzw. wenigstens ein Betriebsbereitschaftsdatensatz,
insbesondere durch wenigstens eine Zentraleinheit und/oder einen zentralen Server
des Spannungswarnsystems, an wenigstens ein mobiles Gerät übermittelt werden. Das
Benutzergerät kann insbesondere ein mobiles Gerät, vorzugsweise ein Mobiltelefon sein.
Hierdurch ergibt sich der Vorteil, dass ein Benutzer aktiv darauf aufmerksam gemacht
werden kann, dass sich ein Betriebsbereitschaftsstatus einer Warneinheit geändert
hat. Es kann vorzugsweise vorgesehen sein, dass bei einem Empfang durch das Benutzergerät
eine Push-Benachrichtigung erfolgt. Alternativ oder zusätzlich kann die Übermittlung
an einen Laptop oder Desktop-PC erfolgen. Auch diese können Benutzergeräte sein. Die
Kommunikation zwischen einem zentralen Server und dem Benutzergerät und/oder der Zentraleinheit
und dem Benutzergerät kann vorzugsweise über ein App-Interface erfolgen. Zusätzlich
oder alternativ kann die Übermittlung per E-Mail oder SMS erfolgen.
[0101] Auch ist es denkbar, dass wenigstens ein Betriebsbereitschaftsdatensatz wenigstens
eine der folgenden Betriebsinformationen umfasst:
- Wenigstens einen oder genau einen Energieversorgungsstatus,
- wenigstens einen oder genau einen Zeitstempel,
- wenigstens einen oder genau einen Warneinheits-Identifikator.
[0102] Ein Zeitstempel des Betriebsbereitschaftsdatensatz soll vorliegend spezifisch sein
für den Zeitpunkt der Erfassung des Betriebsbereitschaftsdatensatz. Hierdurch wird
die Rückverfolgbarkeit erfasster Betriebsbereitschaftsdatensätze vereinfacht.
[0103] Im Rahmen der Erfindung ist es optional möglich, dass das Ausgeben wenigstens eines
Alarmsignals durch die Warneinheit wenigstens eines der folgenden umfasst:
- Ausgeben wenigstens eines visuellen Warnsignals, insbesondere durch eine Leuchteinheit
der Warneinheit,
- Ausgeben wenigstens eines akustischen Warnsignals, insbesondere durch eine Lautsprechereinheit
der Warneinheit.
[0104] Insbesondere eine Kombination aus wenigstens einem visuellen und wenigstens einem
akustischen Warnsignal hat sich in Bezug auf die Warnung eines Benutzers in dem Betriebsbereich
der Mittelspannungsanlage als vorteilhaft erwiesen.
[0105] Im Rahmen der Erfindung kann es von Vorteil sein, dass durch das Verfahren zusätzlich
umfasst ist:
- Positionieren wenigstens einer Warneinheit in dem Betriebsbereich der Mittelspannungsanlage.
[0106] Im Rahmen der Erfindung kann es von Vorteil sein, dass das Positionieren wenigstens
einer Warneinheit wenigstens eines der folgenden umfasst:
- Positionieren wenigstens einer Warneinheit an einer Zugangsvorrichtung, insbesondere
einer Tür, wobei durch die Zugangsvorrichtung der Betriebsbereich der Mittelspannungsanlage
begehbar ist,
- Positionieren wenigstens einer Warneinheit an einer den Betriebsbereich der Mittelspannungsanlage
zumindest abschnittsweise begrenzenden Einfriedung, insbesondere einer Wand oder einem
Zaun,
- Positionieren wenigstens einer Warneinheit an der Mittelspannungsanlage, insbesondere
einer äußeren Oberfläche der Mittelspannungsanlage, wobei vorzugsweise die äußere
Oberfläche durch ein Gehäuse der Mittelspannungsanlage ausgebildet ist.
[0107] Durch das Positionieren einer Warneinheit an einer Zugangsvorrichtung ergibt sich
der Vorteil, dass der Zutritt einer Person in den Betriebsbereich der Mittelspannungsanlage
besonders einfach und zuverlässig detektierbar ist. So kann bspw. eine Bewegung der
Zugangsvorrichtung, insbesondere Tür, durch eine sensorische Erfassung einer Lageänderung
und/oder Beschleunigung der an der Zutrittsvorrichtung positionierten Warneinheit
erfasst werden. In anderen Worten wird nicht unmittelbar der Zutritt einer Person
in den Betriebsbereich, sondern lediglich eine Bewegung der Zugangsvorrichtung detektiert,
wobei die Bewegung der Zugangsvorrichtung dahingehend interpretiert wird, dass eine
Person in den Betriebsbereich der Mittelspannungsanlage eingetreten ist.
[0108] Durch das Positionieren wenigstens einer Warneinheit an einer, den Betriebsbereich
der Mittelspannungsanlage zumindest abschnittsweise begrenzenden, Einfriedung und/oder
an der Mittelspannungsanlage, insbesondere einer äußeren Oberfläche der Mittelspannungsanlage,
ergibt sich der Vorteil einer zuverlässigen räumlichen Überwachung des Betriebsbereichs.
So kann bspw. durch einen Bewegungsmelder der Warneinheit ein Teil des Betriebsbereichs
sensorisch überwacht werden. Bevorzugt kann dabei wenigstens eine Zutrittsvorrichtung
zumindest abschnittsweise in dem durch wenigstens eine Warneinheit sensorisch überwachten
Teil des Betriebsbereichs liegen, sodass ein Zutritt einer Person durch die Zutrittsvorrichtung
und/oder eine Bewegung der Zutrittsvorrichtung durch die Warneinheit detektierbar
ist.
[0109] Es kann vorgesehen sein, dass das Positionieren einer Warneinheit ein, insbesondere
reversibles, Befestigen der Warneinheit umfasst. Unter einer reversiblen Befestigung
soll eine Befestigung verstanden werden, welche zerstörungsfrei lösbar ist. Es ist
im Rahmen der vorliegenden Erfindung denkbar, dass wenigstens eine Warneinheit magnetisch
befestigt wird. Hierdurch ergibt sich der Vorteil einer besonders einfachen und flexiblen
sowie zugleich zuverlässigen Positionierung der Warneinheit in dem Betriebsbereich.
Zusätzlich oder alternativ kann vorgesehen sein, dass wenigstens eine Warneinheit
durch Kleben befestigt wird. Hierdurch ergibt sich eine besonders kostengünstige und
zuverlässige Positionierung der Warneinheit. Zusätzlich oder alternativ kann vorgesehen
sein, dass wenigstens eine Warneinheit durch eine Schraubverbindung befestigt wird
und/oder unter Verwendung eines Nagels und/oder Kabelbinders befestigt wird.
[0110] Die obenstehende Aufgabe wird ferner gelöst durch ein erfindungsgemäßes Spannungswarnsystem
zur Erkennung einer Gefahrensituation in einem Betriebsbereich einer Mittelspannungsanlage,
umfassend wenigstens eine Warneinheit, wobei das Spannungswarnsystem dazu ausgebildet
ist, nach einem Verfahren nach einem erfindungsgemäßen Verfahren, insbesondere nach
einem Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 13 betrieben zu werden. In Bezug auf
das Spannungswarnsystem ergeben sich die gleichen Vorteile wie sie in Bezug auf das
Verfahren beschrieben worden sind.
[0111] Es ist im Rahmen der Erfindung denkbar, dass ein Spannungswarnsystem mehr als eine
Warneinheit, insbesondere wenigstens zwei, wenigstens vier, wenigstens sechs, wenigstens
acht oder wenigstens 10 Warneinheiten umfasst. Zusätzlich oder alternativ kann vorgesehen
sein, dass wenigstens zwei Warneinheiten, insbesondere alle Warneinheiten, des Spannungswarnsystems
auf die gleiche oder ähnliche Weise betrieben werden. Dies kann insbesondere die o.
g. Schritte des Positionierens und/oder Kalibrierens und/oder Überwachens und/oder
Ausgebens bzw. damit jeweils verbundener vorteilhafter Weiterbildungen der Erfindung
betreffen.
[0112] Wenigstens eine Warneinheit kann wenigstens ein Sensorelement umfassen. Dabei kann
das Sensorelement insbesondere ein Sensorelement aus der folgenden Gruppe sein:
- Ein Feldsensor, insbesondere zur Erfassung der Frequenz eines elektrischen Feldes
und/oder der Stärke eines elektrischen Feldes und/oder der Richtung eines elektrischen
Feldes.
- Ein Bewegungserkennungssensor, insbesondere zur Erfassung bzw. Detektion einer Bewegung
in dem Betriebsbereich der Mittelspannungsanlage,
- Ein Temperatursensor, insbesondere zur Erfassung einer Umgebungstemperatur,
- Ein Drucksensor, insbesondere zur Erfassung eines Umgebungsdrucks,
- Ein Feuchtigkeitssensor, insbesondere zur Erfassung einer Umgebungsfeuchtigkeit,
- Ein Abstandssensor, insbesondere zur Erfassung eines Abstands zwischen der Warneinheit
und der Mittelspannungsanlage.
[0113] Wenigstens ein Feldsensor kann ein Antennenarray umfassen, wobei das Antennenarray
eine Vielzahl von Antennen umfasst. Durch die Verwendung eines Antennenarray kann
eine genauere Erfassung der Richtung und/oder Stärke und/oder Frequenz wenigstens
eines elektrischen Feldes realisiert werden.
[0114] Wenigstens ein Bewegungserkennungssensor kann dazu ausgebildet sein die Bewegung
einer Zugangsvorrichtung zu detektieren, wobei vorzugsweise durch die Zugangsvorrichtung
der Betriebsbereich der Mittelspannungsanlage begehbar ist. Hierzu kann wenigstens
ein Bewegungserkennungssensor insbesondere zur Detektion einer Beschleunigung und/oder
Lageänderung der Warneinheit ausgebildet sein. Wenigstens ein Bewegungserkennungssensor
kann als ein Beschleunigungssensor oder ein Gyroskop ausgebildet sein.
[0115] Zusätzlich oder alternativ kann wenigstens ein Bewegungserkennungssensor dazu ausgebildet
sein den Betriebsbereich der Mittelspannungsanlage zumindest abschnittsweise räumlich
zu überwachen. Hierzu kann wenigstens ein Bewegungserkennungssensor als ein Bewegungsmelder
ausgebildet sein. Der Bewegungsmelder kann vorzugsweise als ein pyroelektrischer Sensor
(PIR-Sensor) ausgebildet sein. Hierdurch ergibt sich der Vorteil eines besonders geringen
Energieverbrauchs.
[0116] Wenigstens eine Warneinheit und/oder wenigstens eine Zentraleinheit kann wenigstens
eine Steuereinheit umfassen.
[0117] Wenigstens eine Steuereinheit kann dazu ausgebildet sein mit wenigstens einem Sensorelement
zumindest temporär in Signalverbindung bzw. Kommunikationsverbindung bringbar zu sein.
Hierdurch wird ermöglicht, dass durch das Sensorelement erfasste Daten an die Steuereinheit
kommuniziert und dort verarbeitet werden können.
[0118] Zusätzlich oder alternativ kann wenigstens eine Steuereinheit dazu ausgebildet sein
mit wenigstens einer Kommunikationseinheit zumindest temporär in Signalverbindung
bzw. Kommunikationsverbindung bringbar zu sein. Hierdurch wird ermöglicht, dass Statusinformationen
(bspw. ein Kalibrierungsstatus, ein Gefahrenstatus oder ein Betriebsbereitschaftsstatus)
und/oder Datensätze (bspw. ein Kalibrierungsdatensatz, ein Ist-Zustandsdatensatz oder
ein Betriebsbereitschaftsdatensatz) durch die Steuereinheit an der Kommunikationseinheit
bereitgestellt werden können, um diese durch die Kommunikationseinheit, insbesondere
an eine Zentraleinheit und/oder einen zentralen Server, zu übermitteln und/oder von
der Kommunikationseinheit bei der Steuereinheit bereitzustellen, um diese weiter zu
verarbeiten.
[0119] Zusätzlich oder alternativ kann wenigstens eine Steuereinheit dazu ausgebildet sein
mit wenigstens einem Datenspeicher zumindest temporär in Signalverbindung bzw. Kommunikationsverbindung
bringbar zu sein. Hierdurch wird ermöglicht, dass Statusinformationen (bspw. ein Kalibrierungsstatus,
ein Gefahrenstatus oder ein Betriebsbereitschaftsstatus) und/oder Datensätze (bspw.
ein Kalibrierungsdatensatz, ein Ist-Zustandsdatensatz oder ein Betriebsbereitschaftsdatensatz)
durch die Steuereinheit an dem Datenspeicher bereitgestellt und in diesem gespeichert
werden können, um diese durch die Kommunikationseinheit, insbesondere an eine Zentraleinheit
und/oder einen zentralen Server, zu übermitteln.
[0120] Zusätzlich oder alternativ kann wenigstens eine Steuereinheit dazu ausgebildet sein
mit wenigstens einer Energieversorgungseinheit, zumindest temporär in Signalverbindung
bzw. Kommunikationsverbindung, bringbar zu sein. Hierdurch wird ermöglicht, dass Statusinformationen
(bspw. ein Energieversorgungsstatus) und/oder Datensätze durch die Steuereinheit abgefragt
werden können.
[0121] Zusätzlich oder alternativ kann wenigstens eine Steuereinheit dazu ausgebildet sein
zumindest temporär mit einer Anzeigeeinheit in Signalverbindung bzw. Kommunikationsverbindung
bringbar zu sein, sodass Statusinformationen (bspw. ein Kalibrierungsstatus, ein Gefahrenstatus
oder ein Betriebsbereitschaftsstatus) und/oder Datensätze (bspw. ein Kalibrierungsdatensatz,
ein Ist-Zustandsdatensatz oder ein Betriebsbereitschaftsdatensatz) zwecks grafischer
Anzeige an die Anzeigeeinheit übermittelt und/oder Steuerbefehle und/oder Benutzereingaben
über die Anzeigeeinheit an die Steuereinheit übermittelbar sind.
[0122] Zusätzlich oder alternativ kann wenigstens eine Steuereinheit dazu ausgebildet sein
zumindest temporär mit einer Leuchteinheit und/oder wenigstens einer Lautsprechereinheit
in Signalverbindung bzw. Kommunikationsverbindung bringbar zu sein, insbesondere sodass
das Ausgeben eines visuellen und/oder akustischen Warnsignals durch die Steuereinheit
initiiert und/oder beendet werden.
[0123] Wenigstens eine Warneinheit und/oder wenigstens eine Zentraleinheit kann wenigstens
eine Energieversorgungseinheit aufweisen. Die Energieversorgungseinheit kann ein Netzteil,
insbesondere für eine kabelgebundene Energieversorgung umfassen. Zusätzlich oder alternativ
kann die Energieversorgungseinheit wenigstens einen Akkumulator und/oder wenigstens
ein Batteriefach, insbesondere für eine zumindest temporär kabellose Energieversorgung
umfassen. Durch eine zumindest temporär kabellose Energieversorgung ergibt sich der
Vorteil einer flexiblen Positionierbarkeit der Warneinheit und/oder der Zentraleinheit.
[0124] Auch ist denkbar, dass wenigstens eine Warneinheit, insbesondere eine Energieversorgungseinheit
der Warneinheit, einen Nanogenerator zur Umwandlung von Umgebungsenergie in elektrische
Energie und Bereitstellung der elektrischen Energie zum Betrieb der Warneinheit umfasst.
Wenigstens ein Nanogenerator kann dazu ausgebildet sein aus wenigstens einer Energiequelle
der Umgebung der Warneinheit aus der Gruppe Umgebungswärme, Luftvibrationen und Luftströmungen
elektrische Energie zu erzeugen. Hierdurch kann eine besonders hohe Einsatzbereitschaft
der Warneinheit realisiert werden, da das Laden eines Akkus bzw. der Austausch von
Batterien entfällt.
[0125] Wenigstens eine Warneinheit und/oder wenigstens eine Zentraleinheit kann wenigstens
eine Kommunikationseinheit umfassen. Wenigstens eine Kommunikationseinheit kann wenigstens
eine Kommunikationsschnittstelle aufweisen, wobei vorzugsweise über die Kommunikationsschnittstelle
eine, insbesondere bidirektionale, Kommunikationsverbindung herstellbar ist. Wenigstens
eine Kommunikationsschnittstelle kann als eine drahtlose Kommunikationsschnittstelle
ausgebildet sein, insbesondere als eine WLAN-Schnittstelle und/oder Bluetooth-Schnittstelle,
insbesondere Bluetooth-Low-Energy-Schnittstelle, und/oder ZigBee-Schnittstelle und/oder
Mobilfunkschnittstelle und/oder Long-Range-Wide-Area-Network-Schnittstelle (LoRaWAN-Schnittstelle).
[0126] Wenigstens eine Steuereinheit und/oder wenigstens eine Zentraleinheit und/oder wenigstens
ein zentraler Server kann Mittel zur Datenverarbeitung und/oder Datenspeicherung umfassen.
Insbesondere ist denkbar, dass wenigstens eine Steuereinheit und/oder wenigstens eine
Zentraleinheit und/oder wenigstens ein zentraler Server wenigstens einen Prozessor
und/oder wenigstens einen Arbeitsspeicher und/oder wenigstens einen, insbesondere
persistenten, Datenspeicher umfasst.
[0127] Wenigstens eine Steuereinheit und/oder wenigstens eine Zentraleinheit kann wenigstens
eine Anzeigeeinheit aufweisen. Die Anzeigeeinheit kann als ein Display ausgebildet
sein. Insbesondere kann wenigstens eine Anzeigeeinheit als ein berührungssensitives
Display ausgebildet sein, sodass insbesondere Benutzereingaben an der Steuereinheit
und/oder der Zentraleinheit über die Anzeigeeinheit durchführbar sind.
[0128] Wenigstens eine Warneinheit kann wenigstens eine Leuchteinheit umfassen. Eine Leuchteinheit
kann vorliegend ein oder mehrere Leuchtmittel umfassen. Wenigstens ein Leuchtmittel
kann als LED ausgebildet sein. Wenigstens ein zur Signalisierung eines Warnsignals
und/oder Kalibrierungssignal genutztes Leuchtmittel kann dazu ausgebildet sein, in
einer Signalfarbe zu leuchten, insbesondere in Rot und/oder Gelb und/oder grün. Besonders
vorteilhaft kann vorgesehen sein, dass wenigstens ein Leuchtmittel dazu ausgebildet
ist, zumindest temporär, ein in seiner Intensität variierendes Leuchtsignal, insbesondere
ein intermittierendes Leuchtsignal, auszusenden, also insbesondere zu blinken und/oder
zu faden. Zusätzlich oder alternativ kann wenigstens ein Leuchtmittel als eine Rundumkennleuchte
bzw. ein Drehlicht ausgebildet sein. Hierdurch kann die Aufmerksamkeit eines Benutzers
auf das Warnsignal bzw. Kalibrierungssignal gezogen und eine effektive Warnung bzw.
Information des Benutzers realisiert werden. Zusätzlich oder alternativ kann wenigstens
ein akustisches Warnsignal als ein Sirenenton ausgebildet sein.
[0129] Wenigstens eine Warneinheit kann wenigstens eine Lautsprechereinheit umfassen. Eine
Lautsprechereinheit kann vorliegend ein oder mehrere Lautsprecher umfassen. Wenigstens
eine Lautsprechereinheit kann dazu ausgebildet sein, ein akustisches Warnsignal, auszugeben.
Wenigstens ein akustisches Warnsignal kann als ein Sirenenton ausgebildet sein.
[0130] Es kann vorgesehen sein, dass das Spannungswarnsystem wenigstens eine Zentraleinheit
umfasst. Die Zentraleinheit soll vorliegend als ein kommunikatives Zentrum eines Spannungswarnsystems
verstanden werden. Insbesondere ist die Zentraleinheit dazu vorgesehen Statusinformationen
und/oder Datensätze von den in dem Betriebsbereich der Mittelspannungsanlage positionierten
Warneinheiten zentral entgegenzunehmen. Ferner können die von den Warneinheiten erhaltenen
Daten einem Benutzer an der Zentraleinheit zumindest teilweise zugänglich gemacht
werden (bspw. über eine Anzeigeeinheit) und/oder von der Zentraleinheit zur weiteren
Verwendung an einen zentralen Server oder an wenigstens ein mobiles Gerät weitergeleitet
werden. In anderen Worten kann der Kommunikationsweg der Warneinheiten auf eine kurze
Distanz beschränkt werden, wodurch sich ein energiesparender Betrieb sowie eine einfache
und günstige Ausführung der Warneinheiten ergibt. Längere Kommunikationswege werden
hingegen von der Zentraleinheit übernommen.
[0131] Es kann bevorzugt vorgesehen sein, dass die Zentraleinheit des Spannungswarnsystems
außerhalb des Betriebsbereichs der Mittelspannungsanlage angeordnet ist. Hierdurch
ergibt sich der Vorteil, dass ein Zugang zu der Zentraleinheit möglich ist, ohne,
dass sich eine Person in den Gefahrenbereich der Mittelspannungsanlage begeben muss.
[0132] Wenigstens eine Zentraleinheit kann dazu ausgebildet sein zumindest temporär in eine,
insbesondere bidirektionale, Kommunikationsverbindung mit wenigstens einer Warneinheit
bringbar zu sein, sodass Statusinformationen und/oder Datensätze (bspw. ein Kalibrierungsstatus,
ein Gefahrenstatus oder ein Betriebsbereitschaftsstatus) und/oder Datensätze (bspw.
ein Kalibrierungsdatensatz, ein Ist-Zustandsdatensatz oder ein Betriebsbereitschaftsdatensatz)
und/oder Steuerbefehle von wenigstens einer Warneinheit an die Zentraleinheit oder
umgekehrt übermittelbar sind. Zusätzlich oder alternativ kann vorgesehen sein, dass
wenigstens eine Zentraleinheit dazu ausgebildet ist zumindest temporär in eine, insbesondere
bidirektionale, Kommunikationsverbindung mit wenigstens einem zentralen Server und/oder
wenigstens einem Benutzergerät bringbar zu sein, sodass Statusinformationen (bspw.
ein Kalibrierungsstatus, ein Gefahrenstatus oder ein Betriebsbereitschaftsstatus)
und/oder Datensätze (bspw. ein Kalibrierungsdatensatz, ein Ist-Zustandsdatensatz oder
ein Betriebsbereitschaftsdatensatz) und/oder Steuerbefehle von der Zentraleinheit
an den zentralen Server bzw. das Benutzergerät oder umgekehrt übermittelbar sind.
Zusätzlich oder alternativ kann die Warneinheit in einer räumlichen Nähe zu der Mittelspannungsanlage,
insbesondere in einem Umkreis von maximal 20 m, bevorzugt maximal 10 m, um die Mittelspannungsanlage,
angeordnet sein. Hierdurch ergibt sich der Vorteil, dass für eine Kommunikation zwischen
der Zentraleinheit und wenigstens einer Warneinheit in dem Betriebsbereich der Mittelspannungsanlage
energiesparende Kommunikationswege bzw. Kommunikationsprotokolle genutzt werden können.
[0133] Bei der Kommunikation zwischen wenigstens einer Warneinheit und wenigstens einer
Zentraleinheit hat es sich als vorteilhaft erwiesen, eine möglichst Energiesparsame
Art der Datenübertragung zu wählen. Hierdurch kann die Einsatzbereitschaft der Warneinheiten
und/oder der Zentraleinheiten, insbesondere im Hinblick auf eine akku- oder batteriebasierte
Energieversorgung verlängert werden. So kann die Kommunikation zwischen wenigstens
einer Zentraleinheit und wenigstens einer Warneinheit bevorzugt über Kommunikationsschnittstellen
wie Bluetooth-Low-Energy Schnittstellen und/oder ZigBee-Schnittstellen und/oder LoRaWAN-Schnittstellen
erfolgen.
[0134] Es kann vorgesehen sein, dass das Spannungswarnsystem wenigstens einen zentralen
Server umfasst. Wenigstens ein zentraler Server kann als ein Cloud-System ausgebildet
sein und vorzugsweise mehrere Rechner umfassen, wobei insbesondere die Rechner örtlich
verteilt angeordnet sein können. Wenigstens ein zentraler Server kann bevorzugt an
das Internet angebunden sein.
[0135] Vorzugsweise kann die Kommunikation zwischen wenigstens einer Zentraleinheit und
wenigstens einem zentralen Server und/oder wenigstens einem Benutzergerät und wenigstens
einer Zentraleinheit und/oder zwischen wenigstens einem Benutzergerät und wenigstens
einem zentralen Server zumindest teilweise über das Internet erfolgen. Hierzu kann
die Kommunikation zumindest teilweise über Kommunikationsschnittstellen wie wenigstens
eine WLAN-Schnittstelle und/oder wenigstens eine LAN-Schnittstelle und/oder wenigstens
eine Mobilfunkschnittstelle erfolgen. Wenigstens eine entsprechende Kommunikationsschnittstelle
kann durch den zentralen Server umfasst sein.
[0136] Wenigstens ein zentraler Server kann wenigstens eine Benutzerschnittstelle aufweisen,
wobei vorzugsweise Statusinformationen und/oder Datensätze (bspw. ein Kalibrierungsstatus,
ein Gefahrenstatus oder ein Betriebsbereitschaftsstatus) und/oder Datensätze (bspw.
ein Kalibrierungsdatensatz, ein Ist-Zustandsdatensatz oder ein Betriebsbereitschaftsdatensatz)
durch einen Benutzer über die Benutzerschnittstelle abrufbar bzw. einsehbar sind.
Der Zugriff kann dabei vorzugsweise über ein Benutzergerät, insbesondere ein mobiles
Gerät und/oder einen Laptop und/oder einen Desktop-PC erfolgen. Zusätzlich oder alternativ
kann wenigstens eine Benutzerschnittstelle dazu ausgebildet sein, dass durch den Benutzer
ein Steuerbefehl für das Spannungswarnsystem auslösbar ist. Der Steuerbefehl kann
bspw. ein Befehl zur Auslösung einer Kalibrierung wenigstens einer Warneinheit sein.
Wenigstens eine Benutzerschnittstelle kann als ein Web-Interface und/oder eine Interface-App
ausgebildet sein.
[0137] Es kann ferner vorgesehen sein, dass das Spannungswarnsystem wenigstens ein Benutzergerät
umfasst. Wenigstens ein Benutzergerät kann als ein mobiles Gerät und/oder wenigstens
einen Laptop und/oder wenigstens einen Desktop PC ausgebildet sein. Wenigstens ein
mobiles Gerät kann als ein Mobiltelefon und/oder ein Tablet ausgebildet sein. Wenigstens
ein Benutzergerät kann dazu ausgebildet sein, zumindest temporär in eine, insbesondere
bidirektionale, Kommunikationsverbindung mit einer Zentraleinheit und/oder wenigstens
einem zentralen Server, des Spannungswarnsystems bringbar zu sein. Hierzu kann das
Benutzergerät wenigstens eine Kommunikationseinheit bzw. wenigstens eine Kommunikationsschnittstelle
umfassen.
[0138] Die obenstehende Aufgabe wird ferner gelöst durch ein erfindungsgemäßes Computerprogrammprodukt
umfassend Befehle, die bewirken, dass ein erfindungsgemäßes Spannungswarnsystem, insbesondere
das Spannungswarnsystem gemäß Anspruch 14 ein erfindungsgemäßes Verfahren, insbesondere
ein Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 13, ausführt.
[0139] Die obenstehende Aufgabe wird ferner gelöst durch ein erfindungsgemäßes, computerlesbares
Speichermedium, auf dem das Computerprogrammprodukt nach Anspruch 15 gespeichert ist.
[0140] Weitere Vorteile, Merkmale und Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden
Beschreibung, in der unter Bezugnahme auf die Zeichnungen mehrere Ausführungsbeispiele
der Erfindung im Einzelnen beschrieben sind. Dabei können die in den Ansprüchen und
in der Beschreibung erwähnten Merkmale jeweils einzeln für sich oder in beliebiger
Kombination erfindungswesentlich sein. Dabei zeigt
Fig. 1 eine schematische Ansicht einer Mittelspannungsanlage mit einem Spannungswarnsystem
Fig. 2 eine schematische Ansicht einer Warneinheit,
Fig. 3 eine schematische Ansicht einer Zentraleinheit,
Fig. 4 eine schematische Ansicht eines Verfahrens,
[0141] Fig. 1 zeigt eine schematische Ansicht einer Mittelspannungsanlage 12 mit einem Spannungswarnsystem
10. Die Mittelspannungsanlage 12 ist vorliegend als eine Schaltanlage ausgebildet,
wobei durch die Schaltanlage eine Unterverteilung von elektrischer Energie durchführbar
ist.
[0142] Die Mittelspannungsanlage 12 ist vollständig durch eine Einfriedung 15 eingegrenzt,
wobei die Einfriedung 15 den Betriebsbereich 11 der Mittelspannungsanlage 12 definiert.
Die Einfriedung 15 umfasst eine Zugangsvorrichtung 14, wobei die Einfriedung 15 durch
die Zugangsvorrichtung 14 passierbar ist, sodass ein Zutritt in den Betriebsbereich
11 oder ein Verlassen des Betriebsbereichs 11 durch die Zugangsvorrichtung 14 ermöglicht
wird.
[0143] Erlangt eine Person bzw. ein Benutzer 17 Zutritt in den Betriebsbereich 11 der Mittelspannungsanlage
12 während an dieser eine Betriebsspannung anliegt, so entsteht für den Benutzer 17
eine Gefahrensituation. Entsprechend gilt es den Benutzer 17 in einem solchen Szenario
zu warnen und zu einem Verlassen des Betriebsbereichs 11 zu veranlassen, damit Unfälle
in dem Betriebsbereich 11 der Mittelspannungsanlage 12 vermieden werden können.
[0144] Hierzu ist an der Mittelspannungsanlage 12 ein Spannungswarnsystem 10 installiert.
Das Spannungswarnsystem 10 umfasst vorliegend drei Warneinheiten 13, wobei die Warneinheiten
13 in dem Betriebsbereich 11 der Mittelspannungsanlage 12 positioniert sind. Eine
Warneinheit 13 ist an der Zugangsvorrichtung 14 positioniert. Eine weitere Warneinheit
13 ist an einem Wandelement der Einfriedung 15 positioniert. Eine weitere Warneinheit
13 ist an der Mittelspannungsanlage 12, insbesondere einer äußeren Oberfläche 16 der
Mittelspannungsanlage 12 positioniert.
[0145] Vorliegend ist eine Warneinheit 13 an einer in Richtung der Mittelspannungsanlage
12 Oberfläche der Zugangsvorrichtung 14 positioniert. Alternativ oder zusätzlich kann
auch eine Anordnung einer Warneinheit an der gegenüberliegenden Oberfläche vorgesehen
sein.
[0146] In Fig. 2 ist ein schematischer Aufbau einer Warneinheit 13 dargestellt. Es wird
aus Fig. 2 ersichtlich, dass die Warneinheit 13 eine Reihe von Sensorelementen 18
umfasst, Vorliegend umfasst die Warneinheit 13 einen Feldsensor 19, einen Temperatursensor
26, einen Drucksensor 27, einen Feuchtigkeitssensor 28, einen Abstandssensor 29 sowie
einen Bewegungserkennungssensor 30.
[0147] In Bezug auf Fig. 1 ist der Bewegungserkennungssensor 30 der an der Zugangsvorrichtung
14 positionierten Warneinheit 13 dazu ausgebildet, die Bewegung der Zugangsvorrichtung
14 zu detektieren. Hierzu ist der Bewegungserkennungssensor 30 zur Detektion einer
Beschleunigung und/oder Lageänderung der Warneinheit 13 ausgebildet, welche aus einer
Bewegung der Zugangsvorrichtung 14 resultiert.
[0148] In Bezug auf Fig. 1 sind die Bewegungserkennungssensoren 30 der an der Einfriedung
15 und an der Mittelspannungsanlage 12 positionierten Warneinheiten 13 dazu ausgebildet
den Betriebsbereich 11 der Mittelspannungsanlage 12 zumindest abschnittsweise räumlich
zu überwachen. Hierzu sind die betreffenden Bewegungserkennungssensoren 30 als Bewegungsmelder
ausgebildet.
[0149] Die Warneinheit 13 umfasst ferner wenigstens eine Energieversorgungseinheit 33. Vorliegend
umfasst die Energieversorgungseinheit 33 einen nicht dargestellten Akkumulator, sodass
die Warneinheit 13 zumindest temporär kabellos mit Energie versorgbar ist. Hierdurch
kann die Warneinheit 13 flexibel in dem Betriebsbereich 11 der Mittelspannungsanlage
12 positioniert werden.
[0150] Ferner umfasst die Warneinheit 13 wenigstens eine Kommunikationseinheit 24. Die Kommunikationseinheit
24 umfasst wenigstens eine Kommunikationsschnittstelle, über die wenigstens ein Datensatz
und/oder wenigstens ein Steuerbefehl und/oder wenigstens eine Statusinformation in
der Warneinheit 13 empfangbar ist und/oder über die wenigstens ein Datensatz und/oder
wenigstens eine Statusinformation und/oder wenigstens ein Steuerbefehl von der Warneinheit
13 an einen Empfänger, insbesondere eine Zentraleinheit 22 und/oder einen zentralen
Server 23, übermittelbar ist.
[0151] Ferner weist die Warneinheit 13 eine Anzeigeeinheit 25 auf, wobei die Anzeigeeinheit
25 als ein berührungssensitives Display ausgebildet ist, sodass Benutzereingaben über
die Anzeigeeinheit 25 entgegengenommen werden können. Bspw. kann so eine Kalibrierung
der Warneinheit 13 durch die Betätigung eines auf der Anzeigeeinheit 25 angezeigten
(nicht dargestellten) Schaltelements ausgelöst werden.
[0152] Ferner umfasst die Warneinheit 13 eine Leuchteinheit 31 zur Ausgabe wenigstens eines
visuellen Warnsignals und eine Lautsprechereinheit 32 zur Ausgabe wenigstens eines
akustischen Warnsignals.
[0153] Ferner umfasst die Warneinheit 13 wenigstens eine Steuereinheit 20. Die Steuereinheit
20 ist dazu ausgebildet zumindest temporär mit den Sensorelementen 18, der Anzeigeeinheit
25, der Lautsprechereinheit 32, der Leuchteinheit 31, der Energieversorgungseinheit
33 sowie der Kommunikationseinheit 24 zumindest temporär in Signalverbindung bzw.
Kommunikationsverbindung zu stehen, vorzugsweise um Datensätze und/oder Statusinformationen
und/oder Steuerbefehle oder ähnliches auszutauschen.
[0154] Es wird ferner aus Fig. 1 ersichtlich, dass das Spannungswarnsystem 10 eine Zentraleinheit
22 umfasst. Die Zentraleinheit 22 ist vorliegend außerhalb des Betriebsbereichs 11
der Mittelspannungsanlage 12, jedoch in örtlicher Nähe der Mittelspannungsanlage 12
angeordnet.
[0155] Die Zentraleinheit 22 ist vorliegend dazu ausgebildet zumindest temporär mit den
Warneinheiten 13 eine, insbesondere unidirektional und/oder bidirektionale, Kommunikationsverbindung
einzugehen, sodass Statusinformationen (bspw. ein Kalibrierungsstatus, ein Gefahrenstatus
oder ein Betriebsbereitschaftsstatus) und/oder Datensätze (bspw. ein Kalibrierungsdatensatz,
ein Ist-Zustandsdatensatz oder ein Betriebsbereitschaftsdatensatz) und/oder Steuerbefehle
von den Warneinheiten 13 an die Zentraleinheit 22 oder umgekehrt übermittelbar sind.
[0156] Fig. 2 zeigt hierzu eine schematische Darstellung einer Zentraleinheit 22. Die Zentraleinheit
22 umfasst vorliegend eine Steuereinheit 20, eine Kommunikationseinheit 24, eine Energieversorgungseinheit
33, eine Anzeigeeinheit 25 sowie einen Datenspeicher 21.
[0157] Die Kommunikationseinheit 24 der Zentraleinheit 22 umfasst wenigstens eine Kommunikationsschnittstelle,
über die wenigstens ein Datensatz und/oder wenigstens ein Steuerbefehl und/oder wenigstens
eine Statusinformation in der Warneinheit 13 empfangbar ist und/oder über die wenigstens
ein Datensatz und/oder wenigstens eine Statusinformation und/oder wenigstens ein Steuerbefehl
von der Warneinheit 13 an einen Empfänger, insbesondere eine Zentraleinheit 22 und/oder
einen zentralen Server 23, übermittelbar ist.
[0158] Die Anzeigeeinheit 25 der Zentraleinheit 22 ist als ein berührungssensitives Display
ausgebildet, sodass Benutzereingaben über die Anzeigeeinheit 25 entgegengenommen werden
können. Bspw. kann so eine Kalibrierung der Warneinheit 13 durch die Betätigung eines
auf der Anzeigeeinheit 25 angezeigten (nicht dargestellten) Schaltelements ausgelöst
werden. In diesem Fall würde durch die Zentraleinheit, insbesondere durch die Steuereinheit
20, ein Steuersignal erstellt und über die Kommunikationsschnittstelle an die betreffende
Warneinheit 13 oder alle Warneinheiten 13 des Spannungswarnsystems 10 in dem Betriebsbereich
11 der Mittelspannungsanlage 12 übermittelt werden.
[0159] Ferner wird aus Fig. 1 ersichtlich, dass durch das Spannungswarnsystem 10 ein zentraler
Server 23 umfasst ist. Der zentrale Server 23 ist vorliegend als ein Cloud-System
ausgebildet. Auch ist durch das Spannungswarnsystem 10 ein Benutzergerät 34 umfasst,
welches vorliegend als ein mobiles Gerät bzw. als ein Mobiltelefon ausgebildet ist.
[0160] Die Zentraleinheit 22 ist dazu ausgebildet zumindest temporär eine, insbesondere
bidirektionale, Kommunikationsverbindung mit dem zentralen Server 23 einzugehen, sodass
Statusinformationen (bspw. ein Kalibrierungsstatus, ein Gefahrenstatus oder ein Betriebsbereitschaftsstatus)
und/oder Datensätze (bspw. ein Kalibrierungsdatensatz, ein Ist-Zustandsdatensatz oder
ein Betriebsbereitschaftsdatensatz) und/oder Steuerbefehle von der Zentraleinheit
22 an den zentralen Server 23 oder umgekehrt übermittelbar sind. Hierzu dient die
Kommunikationseinheit 24 der Zentraleinheit 22.
[0161] Ferner ist der zentrale Server 23 dazu ausgebildet zumindest temporär eine, insbesondere
bidirektionale, Kommunikationsverbindung mit dem Benutzergerät 34 einzugehen, sodass
Statusinformationen (bspw. ein Kalibrierungsstatus, ein Gefahrenstatus oder ein Betriebsbereitschaftsstatus)
und/oder Datensätze (bspw. ein Kalibrierungsdatensatz, ein Ist-Zustandsdatensatz oder
ein Betriebsbereitschaftsdatensatz) und/oder Steuerbefehle von dem Benutzergerät 34
an den zentralen Server 23 oder umgekehrt übermittelbar sind.
[0162] Das in Fig. 1 dargestellte gezeigte Spannungswarnsystem 10 zur Überwachung eines
Betriebsbereichs 11 der Mittelspannungsanlage 12 ermöglicht eine einfache, zuverlässige
sowie aufgrund eines vernetzten Ansatzes, mit wenig Personalaufwand, und daher kostengünstige
Überwachung der Mittelspannungsanlage 12.
[0163] Fig. 4 zeigt ferner eine schematische Ansicht eines Verfahrens 100 zum Betrieb eines
Spannungswarnsystems 10 zur Erkennung einer Gefahrensituation in einem Betriebsbereich
11 einer Mittelspannungsanlage 12, wobei das Spannungswarnsystem 10 wenigstens eine
Warneinheit 13 umfasst, wobei zumindest die nachfolgenden Schritte durchgeführt werden:
- Kalibrieren 110 der Warneinheit,
- Überwachen 120 des Betriebsbereichs 11 der Mittelspannungsanlage 12 durch die Warneinheit,
- Ausgeben 130 wenigstens eines Alarmsignals durch die Warneinheit, sofern eine Gefahrensituation
in dem Betriebsbereich 11 der Mittelspannungsanlage 12 durch die Warneinheit 13 detektiert
wurde.
Bezugszeichenliste
[0164]
- 10
- Spannungswarnsystem
- 11
- Betriebsbereich
- 12
- Mittelspannungsanlage
- 13
- Warneinheit
- 14
- Zugangsvorrichtung
- 15
- Einfriedung
- 16
- äußere Oberfläche
- 17
- Benutzer
- 18
- Sensorelement
- 19
- Feldsensor
- 20
- Steuereinheit
- 21
- Datenspeicher
- 22
- Zentraleinheit
- 23
- zentraler Server
- 24
- Kommunikationseinheit
- 25
- Anzeigeeinheit
- 26
- Temperatursensor
- 27
- Drucksensor
- 28
- Feuchtigkeitssensor
- 29
- Abstandssensor
- 30
- Bewegungserkennungssensor
- 31
- Leuchteinheit
- 32
- Lautsprechereinheit
- 33
- Energieversorgungseinheit
- 34
- Benutzergerät
- 100
- Verfahren
- 110
- Kalibrieren
- 120
- Überwachen
- 130
- Ausgeben
1. Verfahren (100) zum Betrieb eines Spannungswarnsystems (10) zur Erkennung einer Gefahrensituation
in einem Betriebsbereich (11) einer Mittelspannungsanlage (12), wobei das Spannungswarnsystem
(10) wenigstens eine Warneinheit (13) umfasst und wobei zumindest die nachfolgenden
Schritte, insbesondere in der angegebenen Reihenfolge, durchgeführt werden:
- Kalibrieren (110) der Warneinheit (13),
- Überwachen (120) des Betriebsbereichs (11) der Mittelspannungsanlage (12) durch
die Warneinheit (13),
- Ausgeben (130) wenigstens eines Alarmsignals durch die Warneinheit (13), sofern
eine Gefahrensituation in dem Betriebsbereich (11) der Mittelspannungsanlage (12)
durch die Warneinheit (13) detektiert wurde.
2. Verfahren (100) nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Kalibrieren (110) der Warneinheit (13) die folgenden umfasst:
- Auslösen des Kalibrierens (110), insbesondere durch einen Benutzer (17),
- Erfassen wenigstens einer Kalibrierungsinformation im Zuge wenigstens einer Kalibrierungsmessung
durch wenigstens ein Sensorelement (18) der Warneinheit (13), wenigstens umfassend
ein Erfassen einer Kalibrierungsfrequenz und/oder Kalibrierungsstärke und/oder Kalibrierungsrichtung
wenigstens eines elektrischen Feldes in dem Betriebsbereich (11) der Mittelspannungsanlage
(12), insbesondere durch wenigstens einen Feldsensor (19) der Warneinheit (13),
- Auswerten wenigstens einer Kalibrierungsinformation, insbesondere durch eine Steuereinheit
(20) der Warneinheit (13),
- Bereitstellen eines Kalibrierungsstatus und/oder wenigstens eines Kalibrierungsdatensatzes
umfassend wenigstens eine Kalibrierungsinformation, insbesondere durch eine Steuereinheit
(20) der Warneinheit (13),
- Ausgeben wenigstens eines akustischen Kalibrierungssignals, insbesondere durch eine
Lautsprechereinheit (32) der Warneinheit (13) und/oder Ausgeben wenigstens eines visuellen
Kalibrierungssignals, insbesondere durch eine Leuchteinheit (31) der Warneinheit (13).
3. Verfahren (100) nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Kalibrieren (110) der Warneinheit (13) wenigstens eines der folgenden umfasst:
- Übermitteln des Kalibrierungsstatus und/oder wenigstens eines Kalibrierungsdatensatzes
an wenigstens eine Zentraleinheit (22) des Spannungswarnsystems (10) und/oder an wenigstens
einen zentralen Server (23) des Spannungswarnsystems (10), insbesondere durch eine
Kommunikationseinheit (24) der Warneinheit (13),
- Speichern des Kalibrierungsstatus und/oder wenigstens eines Kalibrierungsdatensatzes,
insbesondere in einem Datenspeicher (21) der Warneinheit (13) und/oder in einem Datenspeicher
(21) der Zentraleinheit (22) und/oder in einem Datenspeicher (21) des zentralen Servers
(23),
- Anzeigen des Kalibrierungsstatus und/oder wenigstens einer Kalibrierungsinformation
auf wenigstens einer Anzeigeeinheit (25) der Warneinheit (13) und/oder auf wenigstens
einer Anzeigeeinheit (25) wenigstens einer Zentraleinheit (22),
- Bereitstellen des Kalibrierungsstatus und/oder wenigstens einer Kalibrierungsinformation
an einer Benutzerschnittstelle des zentralen Servers (23), sodass der Kalibrierungsstatus
und/oder wenigstens eine Kalibrierungsinformation über die Benutzerschnittstelle durch
einen Benutzer (17) abrufbar und/oder einsehbar ist,
- Übermitteln des Kalibrierungsstatus und/oder wenigstens einer Kalibrierungsinformation
an wenigstens ein Benutzergerät (34), insbesondere durch wenigstens eine Zentraleinheit
(22) und/oder einen zentralen Server (23) des Spannungswarnsystems (10).
4. Verfahren (100) nach einem der Ansprüche 2 bis 3,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Kalibrierungsmessung wenigstens eins der folgenden umfasst:
- Erfassen einer Kalibrierungstemperatur in dem Betriebsbereich (11) der Mittelspannungsanlage
(12), insbesondere durch wenigstens einen Temperatursensor (26) der Warneinheit (13),
- Erfassen eines Kalibrierungsdrucks in dem Betriebsbereich (11) der Mittelspannungsanlage
(12), insbesondere durch wenigstens einen Drucksensor (27) der Warneinheit (13),
- Erfassen einer Kalibrierungsfeuchtigkeit in dem Betriebsbereich (11) der Mittelspannungsanlage
(12), insbesondere durch wenigstens einen Feuchtigkeitssensor (28) der Warneinheit
(13),
- Erfassen eines Abstandes zwischen der Warneinheit (13) und der Mittelspannungsanlage,
insbesondere einer äußeren Oberfläche (16) der Mittelspannungsanlage (12), insbesondere
durch wenigstens einen Abstandssensor (29) der Warneinheit (13).
5. Verfahren (100) nach einem der Ansprüche 2 bis 4,
dadurch gekennzeichnet,
dass wenigstens ein Kalibrierungsdatensatz wenigstens eine der folgenden Kalibrierungsinformationen
umfasst:
- Eine Kalibrierungsfrequenz eines elektrischen Feldes,
- eine Kalibrierungsstärke eines elektrischen Feldes
- eine Kalibrierungsrichtung eines elektrischen Feldes,
- eine Kalibrierungstemperatur,
- einen Kalibrierungsdruck,
- eine Kalibrierungsfeuchtigkeit,
- einen Abstandswert,
- einen Zeitstempel,
- einen Warneinheits-Identifikator.
6. Verfahren (100) nach einem der Ansprüche 2 bis 5,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Kalibrierungsmessung nach Ablauf eines Zeitintervalls nach dem Auslösen des Kalibrierungsvorgangs
initiiert wird und/oder
dass die Kalibrierungsmessung nach der Erfassung einer Bewegung einer Zugangsvorrichtung
(14), insbesondere durch einen Bewegungserkennungssensor (30) der Warneinheit (13),
initiiert wird, wobei durch die Zugangsvorrichtung (14) der Betriebsbereich (11) der
Mittelspannungsanlage (12) begehbar ist.
7. Verfahren (100) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass wenigstens eines der folgenden umfasst ist:
- Erfassen einer Repositionierung wenigstens einer Warneinheit (13), insbesondere
durch wenigstens einen Bewegungserkennungssensor (30) der Warneinheit (13), und Anpassen
eines Kalibrierungsstatus der Warneinheit (13).
- Übermitteln des angepassten Kalibrierungsstatus an wenigstens eine Zentraleinheit
(22) des Spannungswarnsystems (10) und/oder an wenigstens einen zentralen Server (23)
des Spannungswarnsystems (10), insbesondere durch eine Kommunikationseinheit (24)
der Warneinheit (13),
- Speichern des angepassten Kalibrierungsstatus, insbesondere in einem Datenspeicher
(21) der Warneinheit (13), und/oder in einem Datenspeicher (21) der Zentraleinheit
(22) und/oder in einem Datenspeicher (21) des zentralen Servers (23),
- Anzeigen des angepassten Kalibrierungsstatus auf wenigstens einer Anzeigeeinheit
(25) der Warneinheit (13) und/oder auf wenigstens einer Anzeigeeinheit (25) wenigstens
einer Zentraleinheit (22),
- Bereitstellen des angepassten Kalibrierungsstatus an einer Benutzerschnittstelle
des zentralen Servers (23), sodass der angepasste Kalibrierungsstatus über die Benutzerschnittstelle
durch einen Benutzer (17) abrufbar und/oder einsehbar ist,
- Löschen wenigstens eines Kalibrierungsdatensatzes, insbesondere aus einem Datenspeicher
(21) der Warneinheit (13).
8. Verfahren (100) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Überwachen (120) des Betriebsbereichs (11) der Mittelspannungsanlage (12) die
folgenden umfasst:
- Erfassen wenigstens einer Ist-Zustandsinformation im Zuge wenigstens einer Ist-Zustandsmessung,
insbesondere durch wenigstens ein Sensorelement (18) der Warneinheit (13), wobei die
Ist-Zustandsmessung ein Erfassen einer Ist-Frequenz und/oder Ist-Stärke und/oder Ist-Richtung
wenigstens eines elektrischen Feldes in dem Betriebsbereich (11) der Mittelspannungsanlage
(12), insbesondere durch wenigstens einen Feldsensor (19) der Warneinheit (13), umfasst,
- Auswerten wenigstens einer Ist-Zustandsinformation, insbesondere durch eine Steuereinheit
(20) der Warneinheit (13),
- Bereitstellen eines Gefahrenstatus und/oder wenigstens eines Ist-Zustandsdatensatzes,
umfassend wenigstens eine Ist-Zustandsinformation, insbesondere durch eine Steuereinheit
(20) der Warneinheit (13).
9. Verfahren (100) nach Anspruch 8,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Überwachen (120) des Betriebsbereichs (11) der Mittelspannungsanlage (12) wenigstens
eines der folgenden umfasst:
- Übermitteln des Gefahrenstatus und/oder wenigstens eines Ist-Zustandsdatensatzes
an wenigstens eine Zentraleinheit (22) des Spannungswarnsystems (10) und/oder an wenigstens
einen zentralen Server (23) des Spannungswarnsystems (10), insbesondere durch eine
Kommunikationseinheit (24) der Warneinheit (13),
- Speichern des Gefahrenstatus und/oder wenigstens eines Ist-Zustandsdatensatzes,
insbesondere in einem Datenspeicher (21) der Warneinheit (13) und/oder in einem Datenspeicher
(21) der Zentraleinheit (22) und/oder in einem Datenspeicher (21) des zentralen Servers
(23),
- Anzeigen des Gefahrenstatus und/oder wenigstens einer Zustandsinformation auf wenigstens
einer Anzeigeeinheit (25) der Warneinheit (13) und/oder auf wenigstens einer Anzeigeeinheit
(25) wenigstens einer Zentraleinheit (22),
- Bereitstellen des Gefahrenstatus und/oder wenigstens einer Ist-Zustandsinformation
an einer Benutzerschnittstelle des zentralen Servers, sodass der Gefahrenstatus und/oder
wenigstens eine Ist-Zustandsinformation über die Benutzerschnittstelle durch einen
Benutzer (17) abrufbar und/oder einsehbar ist.
- Übermitteln des Gefahrenstatus und/oder wenigstens einer Ist-Zustandsinformation
an wenigstens ein Benutzergerät (34), insbesondere durch wenigstens eine Zentraleinheit
(22) und/oder einen zentralen Server (23) des Spannungswarnsystems (10) insbesondere
dass die Ist-Zustandsmessung wenigstens eines der folgenden umfasst:
- Erfassen einer Ist-Temperatur in dem Betriebsbereich (11) der Mittelspannungsanlage
(12), insbesondere durch wenigstens einen Temperatursensor (26) der Warneinheit (13),
- Erfassen eines Ist-Drucks in dem Betriebsbereich (11) der Mittelspannungsanlage
(12), insbesondere durch wenigstens einen Drucksensor (27) der Warneinheit (13),
- Erfassen einer Ist-Feuchtigkeit in dem Betriebsbereich (11) der Mittelspannungsanlage
(12), insbesondere durch wenigstens einen Feuchtigkeitssensor (28) der Warneinheit
(13).
10. Verfahren (100) nach einem der Ansprüche 8 bis 9,
dadurch gekennzeichnet,
dass bei wenigstens einer Warneinheit (13) die Ist-Zustandsmessung durch ein Auslösen
wenigstens eines Bewegungserkennungssensors (30) der Warneinheit (13) initiiert wird.
11. Verfahren (100) nach einem der Ansprüche 8 bis 10,
dadurch gekennzeichnet,
dass bei wenigstens einer Warneinheit (13) die Ist-Zustandsmessung nach Ablauf eines Zeitintervalls,
insbesondere wiederkehrend, initiiert wird, und/oder
dass wenigstens ein Ist-Zustandsdatensatz wenigstens eine der folgenden Ist-Zustandsinformationen
umfasst:
- Eine Ist-Frequenz eines elektrischen Feldes,
- eine Ist-Stärke eines elektrischen Feldes
- eine Ist-Richtung eines elektrischen Feldes,
- eine Ist-Temperatur,
- einen Ist-Druck,
- eine Ist-Feuchtigkeit,
- einen Zeitstempel,
- einen Warneinheits-Identifikator.
12. Verfahren (100) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Überwachen (120) des Betriebsbereichs (11) der Mittelspannungsanlage (12) wenigstens
eines der folgenden umfasst:
- Erfassen wenigstens einer Betriebsbereitschaftsinformation, insbesondere durch wenigstens
ein Sensorelement (18) der Warneinheit (13), wenigstens umfassend ein Erfassen eines
Energieversorgungsstatus der Warneinheit (13),
- Bereitstellen eines Betriebsbereitschaftsstatus und/oder wenigstens eines Betriebsbereitschaftsdatensatzes
umfassend wenigstens eine Betriebsbereitschaftsinformation, insbesondere durch eine
Steuereinheit (20) der Warneinheit (13),
- Übermitteln des Betriebsbereitschaftsstatus und/oder wenigstens eines Betriebsbereitschaftsdatensatzes
an wenigstens eine Zentraleinheit (22) des Spannungswarnsystems (10) und/oder an wenigstens
einen zentralen Server (23) des Spannungswarnsystems (10), insbesondere durch eine
Kommunikationseinheit (24) der Warneinheit (13),
- Speichern des Betriebsbereitschaftsstatus und/oder wenigstens eines Betriebsbereitschaftsdatensatzes,
insbesondere in einem Datenspeicher (21) der Warneinheit (13) und/oder in einem Datenspeicher
(21) der Zentraleinheit (22) und/oder in einem Datenspeicher (21) des zentralen Servers
(23),
- Anzeigen des Betriebsbereitschaftsstatus und/oder wenigstens einer Betriebsbereitschaftsinformation
auf wenigstens einer Anzeigeeinheit (25) der Warneinheit (13) und/oder auf wenigstens
einer Anzeigeeinheit (25) wenigstens einer Zentraleinheit (22),
- Bereitstellen des Betriebsbereitschaftsstatus und/oder wenigstens einer Betriebsbereitschaftsinformation
an einer Benutzerschnittstelle des zentralen Servers (23), sodass der Betriebsbereitschaftsstatus
und/oder wenigstens eine Betriebsbereitschaftsinformation über die Benutzerschnittstelle
durch einen Benutzer (17) abrufbar und/oder einsehbar ist,
- Übermitteln des Betriebsbereitschaftsstatus und/oder wenigstens einer Betriebsbereitschaftsinformation
an wenigstens ein Benutzergerät (34), insbesondere durch wenigstens eine Zentraleinheit
(22) und/oder einen zentralen Server (23) des Spannungswarnsystems (10).
13. Verfahren (100) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass wenigstens ein Betriebsbereitschaftsdatensatz wenigstens eine der folgenden Betriebsinformationen
umfasst:
- Einen Energieversorgungsstatus,
- einen Zeitstempel,
- einen Warneinheits-Identifikator, und/oder
dass das Ausgeben (130) wenigstens eines Alarmsignals durch die Warneinheit (13) wenigstens
eines der folgenden umfasst:
- Ausgeben wenigstens eines visuellen Warnsignals, insbesondere durch eine Leuchteinheit
(31) der Warneinheit (13),
- Ausgeben wenigstens eines akustischen Warnsignals, insbesondere durch eine Lautsprechereinheit
(32) der Warneinheit (13).
14. Spannungswarnsystem (10) zur Erkennung einer Gefahrensituation in einem Betriebsbereich
(11) einer Mittelspannungsanlage (12), umfassend wenigstens eine Warneinheit (13),
wobei das Spannungswarnsystem (10) dazu ausgebildet ist, nach einem Verfahren (100)
nach einem der vorhergehenden Ansprüche betrieben zu werden.
15. Computerprogrammprodukt umfassend Befehle, die bewirken, dass das Spannungswarnsystem
(10) gemäß Anspruch 14 ein Verfahren (100) nach einem der Ansprüche 1 bis 13 ausführt.
16. Computerlesbares Speichermedium, auf dem das Computerprogrammprodukt nach Anspruch
15 gespeichert ist.