[0001] Die Erfindung betrifft eine Halterung, insbesondere Wandhalterung, für ein Musikinstrument,
insbesondere ein Saiteninstrument, mit einer verstellbaren Basis zur Aufnahme eines
Instrumentenkorpus, und mit wenigstens zwei gegenüber einem Ankerelement schwenkbaren
Haltearmen zur lösbaren Fixierung eines zwischen den Haltearmen aufgenommenen Instrumentenhalses,
wobei die Basis und die beiden Haltearme über zumindest ein Verbindungsglied miteinander
gekoppelt sind, wobei ferner wenigstens eine Feder vorgesehen ist, welche die Basis
in eine Ruheposition und die beiden Haltearme in eine Offenposition vorspannt, und
wobei das Verbindungsglied als die Basis mit den beiden Haltearmen koppelnder Seilzug
ausgebildet ist.
[0002] Halterungen und insbesondere Wandhalterungen für ein Musikinstrument können als Wandhalterung
oder auch als Bodenständer ausgelegt werden. Sofern eine Wandhalterung zum Einsatz
kommt, wird das Ankerelement regelmäßig an einer Wand befestigt. Bei einem Bodenständer
kommt als Ankerelement typischerweise ein auf einem Boden aufstellbares Gestell zum
Einsatz. Grundsätzlich kann das Ankerelement auch an ein solches Gestell angeschlossen
werden. Jedenfalls fungiert das Ankerelement insgesamt als Fixpunkt bzw. Fixelement
für die beiden demgegenüber schwenkbaren Haltearme. Auch die Basis lässt sich gegenüber
dem Ankerelement verstellen, und zwar zwischen einer Ruheposition in unbelastetem
Zustand und einer Arbeitsposition in belastetem Zustand (mit aufgelegtem bzw. aufgesetztem
Musikinstrument).
[0003] In der Ruheposition der Basis befinden sich die beiden Haltearme in ihrer Offenposition.
Dadurch kann das zu haltende Musikinstrument auf der Basis abgestellt werden. Durch
das Gewicht des Musikinstrumentes geht die Basis von Ihrer Ruheposition in die Arbeitsposition
über. Zugleich werden die beiden Haltearme von ihrer offenen Position bzw. Offenposition
in eine geschlossene Position bzw. Geschlossenposition verschwenkt. Das alles geschieht
gegen die Kraft der Feder.
[0004] Eine derartige Halterung und insbesondere Wandhalterung wird in der
CN 205 564 263 U vorbeschrieben. Tatsächlich wird hier der Instrumentenkorpus auf Stützen abgelegt.
Als Folge hiervon bewegen sich die beiden Stützen tragende Gelenkarme gegen die Kraft
einer Feder auseinander. Zwei kopfseitige und an die beiden Gelenkarme angeschlossene
Haltearme werden hierbei geschlossen und sorgen dafür, dass ein Instrumentenhals lösbar
fixiert wird. Die beiden Gelenkarme sind zu diesem Zweck über jeweilige Seilzüge mit
den Haltearmen verbunden.
[0005] Darüber hinaus ist eine Führung vorgesehen, welche die vorgespannte Feder umschließt.
Innerhalb der Führung sind die beiden Gelenkarme endseitig verstellbar gelagert. Das
andere Ende der beiden Gelenkarme ist jeweils miteinander gekoppelt. In Verbindung
mit den jeweils freiliegenden Seilzügen von den Gelenkarmen zu den kopfseitigen Haltearmen
führt dies zu einem nicht nur relativ komplexen mechanischen Aufbau, sondern auch
zu einem solchen, der störanfällig ist. Denn die an dieser Stelle eingesetzte Führung
kann beispielsweise verschmutzen, sodass die Verstellmöglichkeit und damit Funktionsfähigkeit
beeinträchtigt ist. Außerdem sind Beschädigungen der offenliegenden Seilzüge möglich.
[0006] Eine vergleichbare Halterung für ein Musikinstrument ohne Seilzug wird in der
US 8 490 942 B1 beschrieben. Auch in diesem Fall sind schwenkbare Haltearme zur lösbaren Fixierung
eines Instrumentenhalses vorgesehen. Die beiden Haltearme können gegenüber einem Ankerelement
verschwenkt werden, welches an einen Fuß bzw. Bodenständer angeschlossen ist. Die
Basis zur Aufnahme des Instrumentenkorpus vollführt bei einer Ablage des Instrumentenkorpus
eine Schwenkbewegung.
[0007] Die Schwenkbewegung der Basis wird über eine Stellstange als Verbindungsglied auf
einen Winkelhebel übertragen. Die durch die Stellstange bewirkte Schwenkbewegung des
Winkelhebels sorgt ihrerseits gegen die Kraft einer Feder dafür, dass die beiden Haltearme
zur Fixierung des Instrumentenhalses geöffnet und geschlossen werden können. Auch
in diesem Fall wird eine relativ komplexe Mechanik verfolgt, die bei Verschmutzung
störanfällig ist und zu Funktionsbeeinträchtigungen neigt oder neigen kann. Denn die
Bewegung der Basis wird mehrfach umgelenkt, was bei Beeinträchtigungen durch beispielsweise
Staub in den Gelenken zu Funktionsstörungen führen kann.
[0008] Schließlich gehört zum Stand der Technik die auf die Anmelderin zurückgehende
WO 2020/161023 A1. Bei der dortigen Halterung und insbesondere Wandhalterung wird so vorgegangen, dass
das Verbindungsglied als die Basis mit den beiden Haltearmen starr koppelnde sowie
mithilfe der Feder vorgespannte Verbindungsstange ausgebildet ist, wobei darüber hinaus
die Feder der Längserstreckung der Verbindungsstange folgt. In diesem Fall ersetzt
die Verbindungsstange den gattungsgemäß vorgesehenen Seilzug als Verbindungsglied.
[0009] Der Erfindung liegt das technische Problem zugrunde, eine derartige Halterung und
insbesondere Wandhalterung so weiterzuentwickeln, dass unter Berücksichtigung eines
einfachen Aufbaus sowie geringer Bedienkräfte nicht nur eine einwandfreie Funktionsfähigkeit
gegeben ist, sondern Anpassungen an unterschiedliche Varianten unschwer gelingen.
[0010] Zur Lösung dieser technischen Problemstellung schlägt die Erfindung ausgehend von
dem gattungsbildenden Stand der Technik bei einer entsprechend gestalteten Halterung
vor, dass der Seilzug ganz oder teilweise im Innern des Ankerelementes geführt wird.
[0011] Wie einleitend bereits erläutert, handelt es sich bei dem Ankerelement um einen Fixpunkt
bzw. ein Fixelement für die beiden demgegenüber schwenkbaren Haltearme. Ebenso für
die gegenüber dem Ankerelement verstellbare Basis. Zusätzlich übernimmt das Ankerelement
erfindungsgemäß noch eine weitere dritte Funktion, fungiert nämlich als zumindest
teilweiser Schutz für den im Innern aufgenommenen Seilzug. Dadurch werden etwaige
Funktionsbeeinträchtigungen durch Beschädigungen am Seilzug konstruktionsbedingt und
von vornherein vermieden.
[0012] Hinzukommt, dass ein solcher Seilzug als Verbindungsglied zwischen den beiden Haltearmen
und der Basis besondere Vorteile hinsichtlich einer flexiblen Auslegung der Halterung
zur Verfügung stellt. Tatsächlich kann ein solcher Seilzug hinsichtlich seiner wirksamen
Länge im Bedarfsfall unschwer geändert und an beispielsweise eine abweichende Größe
der Halterung angepasst werden. Dadurch lassen sich ganz unterschiedliche Musikinstrumente
auf oder an der erfindungsgemäßen Halterung anbringen. Auch ein etwaiger Austausch
der verstellbaren Basis gegen eine anders geformte Basis ist hierdurch ebenso möglich
wie ein etwaiger Austausch der schwenkbaren Haltearme. Beides setzt lediglich das
Ein bzw. Aushängen des die Haltearme mit der Basis koppelnden Seilzuges voraus. Etwaige
Größenanpassungen lassen sich ebenfalls unschwer realisieren, indem ein Seilzug mit
geänderter Länge Verwendung findet.
[0013] Auf diese Weise werden sowohl die Flexibilität als auch die Funktionssicherheit enorm
gesteigert. Denn solche Seilzüge lassen sich unschwer und kraftarm betätigen und beispielsweise
über Rollen führen und ablenken. Dadurch entfallen zwischengeschaltete Umlenkhebel
und deren unter Umständen nach Jahren der Nichtbenutzung schwer gängige Lagerung.
Außerdem lassen sich Seilzüge gewichtsmäßig optimieren, verfügen also über ein im
Vergleich zu einer Verbindungsstange typischerweise deutlich reduziertes Gewicht,
sodass die Auslegung der erfindungsgemäßen Halterung als beispielsweise Wandhalterung
und deren Anbringung an einer Wand unschwer gelingt. Ebenso ist die Handhabung der
Halterung als Bodenhalterung bzw. Bodenständer hierdurch vereinfacht. Hierin sind
die wesentlichen Vorteile zu sehen.
[0014] Nach vorteilhafter Ausgestaltung ist das Ankerelement zumindest mit einer Führungshülse
für den Seilzug ausgerüstet. Tatsächlich können die Führungshülse und das Ankerelement
zusammenfallen und gemeinsam ausgelegt werden. Es ist aber auch möglich, dass die
Führungshülse zusätzlich zum Ankerelement vorgesehen ist und an dieses angeschlossen
wird. Meistens fallen Führungshülse und Ankerelement (vollständig) zusammen.
[0015] Dabei kann weiter und vorteilhaft so vorgegangen werden, dass die Basis mit einem
Fortsatz in die fragliche Führungshülse eingreift. Der Fortsatz mag dabei im Innern
der Führungshülse teleskopierbar ausgebildet sein, und zwar ganz oder teilweise. Auf
diese Weise lässt sich die Basis unschwer zwischen ihrer Ruheposition in unbelastetem
Zustand und ihrer Arbeitsposition in belastetem Zustand hin- und herbewegen, und zwar
gegen die Kraft der Feder.
[0016] Der Seilzug ist in diesem Zusammenhang im Allgemeinen einerseits an den Fortsatz
und andererseits an die Haltearme angeschlossen. D. h., die Basis greift mit ihrem
Fortsatz in die Führungshülse teleskopierbar ein. Die Teleskopierbewegungen korrespondieren
einerseits zur Ruheposition und andererseits zur Arbeitsposition der Basis. Dabei
werden die Teleskopierbewegungen vom Fortsatz auf die Haltearme übertragen, nämlich
durch den zwischengeschalteten Seilzug. Dazu ist der Seilzug einerseits an den Fortsatz
und andererseits an die Haltearme angeschlossen.
[0017] Eine besonders funktionssichere und kraftarme Umsetzung lässt sich dadurch erreichen,
dass der Fortsatz und die Führungshülse einerseits zylindrisch und andererseits korrespondierend
hohlzylindrisch ausgebildet sind. D. h., der zylindrisch ausgebildete Fortsatz greift
vorteilhaft in die korrespondierend hohlzylindrisch ausgebildete Führungshülse ein.
Dadurch kann die Teleskopierbewegung der Basis gegenüber dem Ankerelement bzw. der
Führungshülse umgesetzt werden.
[0018] Zur Ablage des Instrumentenkorpus auf bzw. an der Basis ist diese im Allgemeinen
mit zwei Tragfingern ausgerüstet. Dabei kann der jeweilige Tragfinger in Seitenansicht
jeweils L-förmig ausgebildet sein.
[0019] Auf diese Weise lässt sich der Instrumentenkorpus typischerweise auf dem größtenteils
horizontal erstreckten L-Schenkel ablegen, wohingegen der demgegenüber vertikal oder
überwiegend vertikal verlaufende L-Schenkel des L-förmigen Tragfingers letztlich in
den Fortsatz mündet bzw. an diesen angeschlossen ist, der seinerseits in der Führungshülse
teleskopierbar geführt wird.
[0020] Dabei sind die Tragfinger im Allgemeinen im Querschnitt zylindrisch ausgebildet.
Außerdem greifen die Tragfinger jeweils teleskopierend zur Größenanpassung an das
aufzunehmende Musikinstrument in zugehörige Aufnahmehülsen ein. D. h., durch diese
zusätzliche Teleskopierbarkeit der Tragfinger gegenüber den zugehörigen Aufnahmehülsen
kann eine dauerhafte Anpassung an das betreffende Musikinstrument bzw. den Instrumentenkorpus
vorgenommen werden. Das ist von der grundsätzlichen Teleskopierbarkeit der Basis gegenüber
dem Ankerelement zwischen der Ruheposition und der Arbeitsposition zu unterscheiden.
[0021] Jedenfalls sind die beiden Aufnahmehülsen an den Fortsatz angeschlossen bzw. vereinigen
sich zu dem Fortsatz. Der die beiden Aufnahmehülsen vereinigende Fortsatz greift teleskopierend
in die Führungshülse bzw. das Ankerelement ein, und zwar gegen die Kraft der Feder.
Dadurch kann die Basis die beschriebene Ruheposition in unbelastetem Zustand und die
Arbeitsposition in mit dem Musikinstrument belastetem Zustand und bei beaufschlagter
Feder einnehmen.
[0022] Die beiden den Instrumentenhals lösbar umfassenden Haltearme definieren im Allgemeinen
eine gemeinsame Halteebene. Die fragliche Halteebene ist dabei vorteilhaft senkrecht
zu einer Stellebene orientiert. Die Stellebene wird dabei durch die gegenüber dem
Ankerelement respektive der Führungshülse verstellbare Basis definiert. D. h., der
Wechsel der Basis von der Ruheposition zur Arbeitsposition definiert die Stellebene,
wohingegen die Halteebene von den beiden in die Offenposition und Geschlossenposition
verschwenkbaren Haltearmen beschrieben wird. Die Halteebene und die Stellebene sind
dabei überwiegend senkrecht zueinander orientiert.
[0023] Im Allgemeinen durchgreift der Seilzug die ihn folgerichtig umgebende Feder. Dazu
handelt es sich bei der Feder typischerweise um eine Schraubenwendelfeder. Außerdem
ist die Feder im Allgemeinen als Druckfeder ausgebildet, welche zwischen den Haltearmen
und einem Anschlag im Ankerelement eingespannt ist. Das hat zur Folge, dass die fragliche
Feder bzw. Druckfeder beim Wechsel der Basis von Ihrer Ruheposition in die Arbeitsposition
komprimiert wird. Denn der Wechsel der Basis von der Ruheposition zur Arbeitsposition
geht im Allgemeinen mit einer Abwärtsbewegung der Basis - bedingt durch die Schwerkraft
des hierauf abgelegten Musikinstrumentes - einher.
[0024] Der Wechsel der Basis von der Ruheposition zur Arbeitsposition kann unmittelbar dann
erfolgen, wenn das Musikinstrument auf der Basis bzw. den Haltefingern abgelegt wird.
Es ist aber auch möglich, diesen Wechsel an die Freigabe einer Sperre zu koppeln,
mit deren Hilfe die Basis in der Ruheposition lösbar fixiert wird. Erst wenn die Sperre
gelöst wird, kann sich die Basis von ihrer Ruheposition in die Arbeitsposition bewegen
und hierdurch über den Seilzug die Haltearme beaufschlagen.
[0025] Diese Abwärtsbewegung der Basis hat zur Folge, dass über den Seilzug eine Zugkraft
auf die endseitig an den Seilzug angeschlossenen Haltearme ausgeübt wird. Gleichzeitig
wird hierdurch die Druckfeder komprimiert. Die auf die beiden Haltearme ausgeübte
Zugkraft sorgt dafür, dass die Haltearme von ihrer zuvor eingenommenen Offenposition
in die Geschlossenposition überführt werden, und zwar gegen die Kraft der fraglichen
Feder.
[0026] Das alles gelingt im Zusammenhang mit einem besonders flexiblen, funktionsgerechten
und mechanisch einfachen Aufbau. Dieser ist zugleich durch ein besonders geringes
Gewicht gekennzeichnet, welches seine Handhabe erleichtert. Hierin sind die wesentlichen
Vorteile zu sehen.
[0027] Im Folgenden wird die Erfindung anhand einer lediglich ein Ausführungsbeispiel darstellenden
Zeichnung näher erläutert; es zeigen:
- Fig. 1
- die erfindungsgemäße Halterung in Gestalt einer Wandhalterung zusammen mit einem hierauf
abgelegten Musikinstrument in Gestalt einer Gitarre im Beispielfall,
- Fig. 2
- die Halterung ohne Musikinstrument schematisch in einer Übersicht beim Wechsel der
Haltearme von der Offenposition in die Geschlossenposition und korrespondierend dem
Übergang der Basis von ihrer Ruheposition zur Arbeitsposition,
- Fig. 3
- die Halterung im Bereich der Haltearme in Offenposition und
- Fig. 4
- den Gegenstand nach Fig. 3 in Geschlossenposition der Hebelarme.
[0028] In den Figuren ist eine Halterung für eine Musikinstrument 1 dargestellt, die im
Ausführungsbeispiel und nicht einschränkend als Wandhalterung zur Fixierung an einer
Wand 2 eingerichtet und vorgesehen ist. Grundsätzlich und alternativ könnte die Halterung
auch als Bestandteil eines Bodenständers ausgebildet sein. In diesem Fall ist ein
Ankerelement 3 nicht an der Wand 2 befestigt, sondern vielmehr an einem nicht dargestellten
Bodengestell. Grundsätzlich kann das Ankerelement 3 auch einen Bestandteil des Bodengestells
darstellen, was ebenfalls nicht explizit wiedergegeben wird.
[0029] Die erfindungsgemäße Halterung verfügt in ihrem grundsätzlichen Aufbau neben dem
zuvor bereits angesprochenen Ankerelement 3 über eine verstellbare Basis 4, welche
zur Aufnahme eines Instrumentenkorpus 1a des Musikinstrumentes 1 ausgelegt und eingerichtet
ist. Tatsächlich handelt es sich bei dem Musikinstrument 1 im Rahmen des Ausführungsbeispiels
und nicht einschränkend um eine Gitarre und insbesondere E-Gitarre, also allgemein
ein Saiteninstrument. Diese(s) verfügt neben dem bereits angesprochenen und auf der
Basis 4 abgelegten Instrumentenkorpus 1a grundsätzlich und ergänzend noch über einen
Instrumentenhals 1b, welcher ebenfalls mithilfe der Halterung lösbar fixiert wird.
[0030] Zu diesem Zweck sind wenigstens zwei gegenüber dem Ankerelement 3 schwenkbare Haltearme
5 vorgesehen, welche zur lösbaren Fixierung des zwischen den Haltearmen 5 aufgenommenen
Instrumentenhalses 1b des Musikinstrumentes 1 dienen. Die Basis 4 und die beiden Haltearme
5 sind über zumindest ein Verbindungsglied 6 miteinander gekoppelt. Außerdem ist eine
Feder 7 vorgesehen. Bei dem Verbindungsglied 6 handelt es sich nach dem Ausführungsbeispiel
und erfindungsgemäß um einen Seilzug 6.
[0031] Die Auslegung ist dabei so gewählt, dass die Feder 7 die Basis 4 in eine in der Fig.
2 strichpunktiert dargestellte Ruheposition vorspannt. Auch die beiden Haltearme 5
werden mithilfe der Feder 7 in die ebenfalls strichpunktiert dargestellte Offenposition
vorgespannt. Man erkennt, dass sich in der Fig. 2 die beiden Haltearme 5 auf unterschiedlicher
Höhe erstrecken und insgesamt gleichsam schraubenwendeiförmig um den Instrumentenhals
1b in geschlossenem Zustand legen, wohingegen die übrigen Figuren Haltearme 5 in einer
Ebene darstellen. Das gilt selbstverständlich nur beispielhaft.
[0032] In der Ruheposition der Basis 4 und korrespondierend zu der Offenposition der beiden
Haltearme 5 gemäß der strichpunktierten Darstellung in der Fig. 2 kann nun das Musikinstrument
1 auf der Basis 4 abgelegt werden. Dazu wird der Instrumentenkorpus 1a auf zumindest
zwei Tragfingern 8 der Basis 4 abgelegt, wie man am besten anhand eines Vergleiches
der Fig. 1 und 2 nachvollziehen kann. Die Tragfinger 8 als Bestandteil der Basis 4
sind nach dem Ausführungsbeispiel in Seitenansicht jeweils L-förmig ausgebildet. Tatsächlich
verfügen die Tragfinger 8 über größtenteils horizontal verlaufende L-Schenkel 8a und
demgegenüber überwiegend vertikal verlaufende weitere L-Schenkel 8b. Dadurch kann
der Instrumentenkorpus 1a auf den überwiegend horizontal verlaufenden L-Schenkeln
8a der Tragfinger 8 abgelegt werden.
[0033] Die Tragfinger 8 sind im Querschnitt zylindrisch ausgebildet. Hierbei kann es sich
um gebogene Rohre aus beispielsweise Stahl oder einem geeigneten Metall oder auch
um solche aus Kunststoff handeln. Gleiches gilt für das Ankerelement 3. Außerdem greifen
die Tragfinger 8 jeweils teleskopierend zur Größenanpassung an das Musikinstrument
und konkret den Instrumentenkorpus 1a in zugehörige Aufnahmehülsen 9 ein. Tatsächlich
lassen sich die vertikal verlaufenden L-Schenkel 8b gegenüber der zugehörigen Aufnahmehülse
9 hinsichtlich ihrer Eintauchlänge verändern. Dazu wird der jeweilige und vertikal
verlaufende L-Schenkel 8b in der fraglichen Aufnahmehülse 9 klemmend aufgenommen,
wofür im dargestellten Beispielfall eine zugehörige Klemmschraube sorgt.
[0034] Anhand einer vergleichenden Betrachtung der Figuren erkennt man, dass die beiden
Aufnahmehülsen 9 insgesamt an einen Fortsatz 10 angeschlossen sind bzw. in diesen
münden. Der Fortsatz 10 verbindet darüber hinaus die beiden voneinander beabstandeten
Aufnahmehülsen 9. Tatsächlich beschreiben die beiden Aufnahmehülsen 9 im Ausführungsbeispiel
und in Frontansicht einen umgekehrt U-förmigen Befestigungsbügel, in dem die beiden
Aufnahmehülsen 9 im Bereich einer U-Basis des U-förmigen Befestigungsbügels zusammentreffen
und in den gemeinsamen Fortsatz 10 münden. Durch eine etwaige zusätzliche Schrägstellung
der Aufnahmehülsen 9 zueinander ebenso wie der hierin aufgenommenen Tragfinger 8 kann
zusätzlich einer bogenförmigen Gestaltung des Instrumentenkorpus 1a an seiner Basis
und in Auflage auf den L-Schenkeln 8a der Tragfinger 8 Rechnung getragen werden.
[0035] Das Gewicht des Musikinstrumentes 1 mit dem auf den Tragfingern 8 abgelegten Instrumentenkorpus
1a sorgt nun dafür, dass beim Übergang von der Ruheposition der Basis 4 in der strichpunktierten
Darstellung nach der Fig. 2 zur Arbeitsposition, wie sie durchgezogen in der Fig.
2 dargestellt ist, hierbei die Feder 7 komprimiert wird. Denn der Übergang von der
Ruheposition zur Arbeitsposition der Basis 4 geht mit einer in der Fig. 2 durch einen
Pfeil angedeuteten Abwärtsbewegung der Basis 4 gegenüber dem Ankerelement 3 einher,
und zwar als Folge der in der Fig. 2 ebenfalls eingezeichneten Gewichtskraft F
G des Musikinstrumentes 1. Zuvor mag eine nicht dargestellte und einleitend beschriebene
Sperre gelöst worden sein.
[0036] Mit der Kompression der Feder 7 ist eine Stellbewegung T der Basis 4 verbunden, und
zwar beim Übergang von ihrer strichpunktiert wiedergegebenen Ruheposition in die durchgezogen
gezeichnete Arbeitsposition. Als Folge dieser Stellbewegung T der Basis 4 werden auch
die beiden Haltearme 5 verschwenkt, und zwar ausgehend von ihrer in der Fig. 2 dargestellten
strichpunktierten Offenposition in die entsprechend durchgezogen dargestellte Geschlossenposition.
Hiermit geht eine weitere Stellbewegung S der Haltearme 5 einher.
[0037] Die Stellbewegung S der Haltearme 5 korrespondiert zu einer hierbei beschriebenen
Halteebene SE. Diese Halteebene SE, wie sie von den beiden Haltearmen 5 beschrieben
und aufgespannt wird, ist nun größtenteils senkrecht zu einer Stellebene TE orientiert,
die von der Basis 4 definiert und aufgespannt wird, wenn die Basis 4 die Stellbewegung
T beim Übergang von ihrer strichpunktiert dargestellten Ruheposition in die durchgezogen
wiedergegebene Arbeitsposition entsprechend der Darstellung in der Fig. 2 vollzieht.
Jetzt ist das Musikinstrument 1 gesichert, weil die Haltearme 5 durch die Gewichtskraft
F
G ihre Geschlossenposition einnehmen und hierdurch den Instrumentenhals 1b unverlierbar
umgreifen.
[0038] Um das Musikinstrument 1 von der Halterung wieder zu entfernen, ist es lediglich
erforderlich, das Musikinstrument 1 gegen die Gewichtskraft F
G von der Basis 4 abzuheben. Als Folge hiervon sorgt die zuvor komprimierte und sich
entspannende Feder 7 dafür, dass die Haltearme 5 von ihrer durchgezogen dargestellten
Geschlossenposition in die strichpunktierte Offenposition überführt werden und den
Instrumentenhals 1b freigeben. Dadurch kann das Musikinstrument 1 von der Basis 4
insgesamt abgehoben und von der Halterung entfernt werden. Zugleich geht die Basis
4 hierbei durch die Kraft der Feder 7 von ihrer durchgezogenen Arbeitsposition in
die strichpunktierte Ruheposition über. Außerdem mag hierbei die lösbare Sperre geschlossen
werden.
[0039] Wie bereits erläutert und erfindungsgemäß ist das Verbindungsglied 6 als die Basis
4 mit den beiden Haltearmen 5 koppelnder Seilzug 6 ausgebildet. Dieser Seilzug 6 wird
nun zum Schutz vor etwaigen Beschädigungen sowie Verschmutzung ganz oder teilweise
im Innern des Ankerelementes 3 geführt. Zu diesem Zweck ist das Ankerelement 3 nach
dem Ausführungsbeispiel insgesamt als Führungshülse für den Seilzug 6 ausgebildet.
Man erkennt, dass das Ankerelement bzw. die Führungshülse 3 den Seilzug 6 vollständig
in ihrem Innern aufnimmt, was selbstverständlich nur beispielhaft gilt und keinesfalls
zwingend ist. Ebenfalls im Innern des Ankerelementes bzw. der Führungshülse 3 findet
sich die Feder 7.
[0040] Wie ebenfalls bereits erläutert, greift die Basis 4 mit ihrem kopfseitigen Fortsatz
10 in die Führungshülse bzw. das Ankerelement 3 ein. Dadurch wird der Fortsatz 10
im Innern der Führungshülse 3 teleskopierbar aufgenommen. Der Seilzug 6 ist dabei
einerseits an den Fortsatz 10 und andererseits an die Haltearme 5 angeschlossen. Dabei
wird der Seilzug 7 nach dem Ausführungsbeispiel über eine Umlenkrolle 11 aus Kunststoff
geführt.
[0041] Der Fortsatz 10 ist nach dem Ausführungsbeispiel zylindrisch ausgebildet. Demgegenüber
verfügt die Führungshülse 3 über eine korrespondierend hohlzylindrische Gestaltung,
sodass der Fortsatz 10 im Innern der Führungshülse 3 teleskopieren kann. Man erkennt,
dass die Feder 7 nach dem Ausführungsbeispiel als Schraubenwendelfeder ausgebildet
ist. Außerdem ist die Auslegung so getroffen, dass der Seilzug 6 die Feder 7 durchgreift.
[0042] Zusätzlich und im Innern der Führungshülse 3 ist noch ein Dämpfer 12 vorgesehen.
Dadurch wird die Bewegung der Basis 4 gegenüber dem Ankerelement 3 gedämpft und werden
insbesondere harte Anschläge vermieden, beispielsweise dann, wenn das Musikinstrument
1 von der Basis 4 entfernt wird, sodass als Folge hiervon die Basis 4 abrupt in Richtung
auf ihre Ruheposition durch die Kraft der Feder 7 verfahren wird. Die Feder 7 ist
nach dem Ausführungsbeispiel als Druckfeder ausgebildet. Auf diese Weise sorgt die
Feder 7 dafür, dass sie zwischen den beiden Haltearmen 5 und einem Anschlag 13 im
Ankerelement 3 eingespannt werden kann. Entsprechende Druckbeaufschlagungen der Feder
7 sorgen dafür, dass die Haltearme 5 in ihre strichpunktiert dargestellte Offenposition
verschwenken, sofern die Haltearme 5 nicht durch einen Zug seitens des Seilzuges 6
beaufschlagt werden, sobald ein Musikinstrument 1 mit seinem Instrumentenkorpus 1a
auf der Basis 4 abgelegt ist. Denn dann nehmen die Haltearme 5 ihre durchgezogene
Geschlossenposition gegen die Kraft der Feder 7 ein.
1. Halterung, insbesondere Wandhalterung, für ein Musikinstrument (1), insbesondere ein
Saiteninstrument, mit einer verstellbaren Basis (4) zur Aufnahme eines Instrumentenkorpus
(1a), und mit wenigstens zwei gegenüber einem Ankerelement (3) schwenkbaren Haltearmen
(5) zur lösbaren Fixierung eines zwischen den Haltearmen (5) aufgenommenen Instrumentenhalses
(1b), wobei
die Basis (4) und die beiden Haltearme (5) über zumindest ein Verbindungsglied (6)
miteinander gekoppelt sind, wobei ferner
wenigstens eine Feder (7) vorgesehen ist, welche die Basis (4) in eine Ruheposition
und die beiden Haltearme (5) in eine Offenposition vorspannt, und wobei
das Verbindungsglied (6) als die Basis (4) mit den beiden Haltearmen (5) koppelnder
Seilzug (6) ausgebildet ist,
dadurch gekennzeichnet, dass
der Seilzug (6) ganz oder teilweise im Innern des Ankerelementes (3) geführt wird.
2. Halterung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Ankerelement (3) zumindest eine Führungshülse (3) für den Seilzug (6) aufweist.
3. Halterung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Basis (4) mit einem Fortsatz (10) in die Führungshülse (3) eingreift.
4. Halterung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Fortsatz (10) im Innern der Führungshülse (3) teleskopierbar aufgenommen wird.
5. Halterung nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Seilzug (6) einerseits an den Fortsatz (10) und andererseits an die Haltearme
(5) angeschlossen ist.
6. Halterung nach einem der Ansprüche 3 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Fortsatz (10) und die Führungshülse (3) einerseits zylindrisch und andererseits
korrespondierend hohlzylindrisch ausgebildet sind.
7. Halterung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Basis (4) zwei Tragfinger (8) aufweist.
8. Halterung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Tragfinger (8) in Seitenansicht jeweils L-förmig ausgebildet sind.
9. Halterung nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Tragfinger (8) im Querschnitt zylindrisch ausgebildet sind.
10. Halterung nach einem der Ansprüche 7 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Tragfinger (8) jeweils teleskopierend zur Größenanpassung an das Musikinstrument
(1) in zugehörige Aufnahmehülsen (9) eingreifen.
11. Halterung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Aufnahmehülsen (9) an den Fortsatz (10) angeschlossen sind.
12. Halterung nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Haltearme (5) eine gemeinsame Halteebene (SE) definieren.
13. Halterung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Halteebene (SE) senkrecht zu einer durch die gegenüber dem Ankerelement (3) verstellbare
Basis (4) definierte Stellebene (TE) angeordnet ist.
14. Halterung nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass der Seilzug (6) die Feder (7) durchgreift.
15. Halterung nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Feder (7) als Druckfeder ausgebildet ist, welche zwischen den beiden Haltearmen
(5) und einem Anschlag (13) im Ankerelement (3) eingespannt ist.
Geänderte Patentansprüche gemäss Regel 137(2) EPÜ.
1. Halterung, insbesondere Wandhalterung, für ein Musikinstrument (1), insbesondere ein
Saiteninstrument, mit einer verstellbaren Basis (4) zur Aufnahme eines Instrumentenkorpus
(1a), und mit wenigstens zwei gegenüber einem Ankerelement (3) schwenkbaren Haltearmen
(5) zur lösbaren Fixierung eines zwischen den Haltearmen (5) aufgenommenen Instrumentenhalses
(1b), wobei
die Basis (4) und die beiden Haltearme (5) über zumindest ein Verbindungsglied (6)
miteinander gekoppelt sind, wobei ferner
wenigstens eine Feder (7) vorgesehen ist, welche die Basis (4) in eine Ruheposition
und die beiden Haltearme (5) in eine Offenposition vorspannt, und wobei
das Verbindungsglied (6) als die Basis (4) mit den beiden Haltearmen (5) koppelnder
Seilzug (6) ausgebildet ist,
dadurch gekennzeichnet, dass
der Seilzug (6) ganz oder teilweise im Innern des Ankerelementes (3) geführt wird
und der Seilzug (6) die Feder (7) durchgreift.
2. Halterung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Ankerelement (3) zumindest eine Führungshülse (3) für den Seilzug (6) aufweist.
3. Halterung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Basis (4) mit einem Fortsatz (10) in die Führungshülse (3) eingreift.
4. Halterung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Fortsatz (10) im Innern der Führungshülse (3) teleskopierbar aufgenommen wird.
5. Halterung nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Seilzug (6) einerseits an den Fortsatz (10) und andererseits an die Haltearme
(5) angeschlossen ist.
6. Halterung nach einem der Ansprüche 3 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Fortsatz (10) und die Führungshülse (3) einerseits zylindrisch und andererseits
korrespondierend hohlzylindrisch ausgebildet sind.
7. Halterung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Basis (4) zwei Tragfinger (8) aufweist.
8. Halterung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Tragfinger (8) in Seitenansicht jeweils L-förmig ausgebildet sind.
9. Halterung nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Tragfinger (8) im Querschnitt zylindrisch ausgebildet sind.
10. Halterung nach einem der Ansprüche 7 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Tragfinger (8) jeweils teleskopierend zur Größenanpassung an das Musikinstrument
(1) in zugehörige Aufnahmehülsen (9) eingreifen.
11. Halterung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Aufnahmehülsen (9) an den Fortsatz (10) angeschlossen sind.
12. Halterung nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Haltearme (5) eine gemeinsame Halteebene (SE) definieren.
13. Halterung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Halteebene (SE) senkrecht zu einer durch die gegenüber dem Ankerelement (3) verstellbare
Basis (4) definierte Stellebene (TE) angeordnet ist.
14. Halterung nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Feder (7) als Druckfeder ausgebildet ist, welche zwischen den beiden Haltearmen
(5) und einem Anschlag (13) im Ankerelement (3) eingespannt ist.